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Dennis

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    7. Krkonoše (Riesengebirge) mit versehentlicher Königsetappe über die Schneekoppe
    23.-25. August
    90 km
    Die Hotelnacht in dem 10 stöckigen Gebäude in Trutnov war super. Morgens um 6 Uhr kann man vor lauter Nebel gar nichts von der Stadt sehen. Aber ich bin ja erst mit zusammenpacken beschäftigt, den Frühstück gibt es erst um 8 Uhr am Wochenende. In der Hoffnung, schon ein Käffchen vorher zu ergattern, bin ich schon um 20 vor 8 vor dem Frühstücksraum, umsonst. Ist noch abgesperrt. Und dann sind auf einmal 30 bis 40 Frühstücksaspiranten vor der Glastür, und als aufgeschlossen wird, bin ich die 3. am Kaffeeautomaten und warte geduldig lange 5-10 Minuten, bis mein Kaffee aus der Kiste produziert wird. Es gibt heute morgen Speisen, die sonst nie um diese Zeit verzehren würde: Rührei mit Speck, Wiener Würschtl, gebratenes Gemüse und 2 Stück Kuchen mit Blaubeerjoghurt. So gestärkt geht es um 8:30 geht es los aus Trutnov. Ich habe spontan am frühen Morgen etwa 25 km weiter nochmals eine Nacht in einer Baude gebucht, da ich heute spät wegkomme und ich nicht irgendwo auf der Schneekoppe am Abend landen möchte. Keine Lust auf kalte Nacht und Rangerkontrollen.

    Etwas abseits von der Via Czechia lockt die Lysečinská bouda und es klappt mit der Buchung über mapy.com. So mache ich auf ganz gemütlich und schaue mir Mittags erstmal ganz ausführlich die Bunker auf dem Stachelberg an.

    Hitler hat Tschechien bereits weit vor dem 2. Weltkrieg gedroht, was die Tschechen frühzeitig veranlasst hat, mit dem Aufbau der Bunkerlinie zu beginnen. Nur gab es dann schon im September 1938 ein Abkommen, in dem Tschechien Gebiete abtreten musste, und so griffen sich die Nazis die Bunker. Umso verständlicher wird die radikale Vertreibung der Deutschen nach Kriegsende. Alle haben es schon vor Kriegsausbruch gewusst, wie sehr Deutschland als Kriegstreiber fungiert, aber das was uns Nachkommen vermittelt wurde, ist, dass man "ja nichts gewusst hat".

    Die Wege in Richtung Sniězka sind wunderschön und ich genieße die Ruhe der Landschaft.


    Ich komme an drei Unterständen vorbei, die sich zum Übernachten eignen, aber ich freue mich auf meine Berghütte.

    Die erreiche ich dann am mittleren Nachmittag und bin entzückt über das gemütliche Kammerl im 2. Stock. Als Abendessen gönne ich mir Hühnerschnitzel, wohlwissend, dass die letzten 2 Tage eher hyperkalorisch ausgefallen sind. Aber ich habe ja noch 3 Wochen zu wandern!

    Der Plan des heutigen Tages ist folgender: die Baudenübernachtung nutzen, um einen Frühstart hinzulegen. Es ist kein Zelt und Zeugs einzupacken. So früh wie möglich los um die 4 h bis zur Schneekoppe abzusolvieren, bevor der große Gipfelansturm kommt, und der kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Ich stehe um kurz vor 4 Uhr mit Stirnlampe auf der Asphaltstraße und folge ihr in der Dunkelheit bis Horní Malá Úpa. Komme dadurch rasch vorwärts. Dann geht es bereits in der Morgendämmerung den Grenzsteig entlang.

    Alle Wege im Riesengebirge sind mit Steinen ausgelegt, was es manchmal schwierig macht, vorwärts zu kommen. Ich muss sehr aufpassen, um nicht umzuknicken. Aber die frühmorgendliche Aussicht auf Polen ist großartig. Dann rückt sie auch endlich ins Visier, die Schneekoppe.

    Von ihr hat mir schon mein Großvater erzählt. Der Weg verläuft natürlich nochmals nach unten, um dann wieder anzusteigen.


    An der Bouda Jelenka mache ich um 7 Uhr erstmal Frühstück, um dann die restlichen 3,5 km in Angriff zu nehmen. Da fällt mir das Via Czechia Schild ins Auge, das verheißt, dass es bis zur Labská Bouda (Elbfallbaude) nur mehr 22 km weit ist.

    Warum dort nicht gleich einbuchen? 12 km hab ich schon, noch die 4 km bis zum Gipfel und dann den Rest, pillepalle! Gesagt, getan, gebucht, bezahlt, weil ich habe hier gerade auch Netz.
    Auf den letzten Metern zum Gipfelplateau hüpft mir doch prompt ein junger Baumpieper ins Sichtfeld!

    Allein die Aussicht schon auf dem Anstieg ist großartig, auch wenn die Sonne längst vormittäglich am Himmel steht.

    Dann erreiche ich den Gipfel noch vor neun Uhr, die Seilbahn baggert schon vereinzelt Leute hoch. Das Bistro hat noch zu und im Schlesierhaus am Sattel weiter unten ist noch tote Hose.


    Ich will dem rot-markierten Weg weiter folgen, aber halt, "Ugawa", der ist Einbahnstraße, nur für die Aufsteiger. OK, mapy.com schlägt mir eine Umgehungsschlaufe vor, denn ich bin hier heroben ohne Netz und deswegen wird mir die polnische Topokarte nicht angezeigt, die ich mir vorab nicht zum offline-Gebrauch heruntergeladen hatte. Schwerer Fehler!

    Und so mache ich mich auf den Weg auf einem Umweg auf der tschechischen Seite, erstmal nichts ahnend, dass der erstmal 5 km ganz weit hinunter führt und dann 5 km bis zu einem Talschluss zwar wildromantisch, aber dann verflucht steil wieder bergauf. Es ist bereits Mittag, als ich auf dem Sattel links des Schneekoppegipfels stehe. Mittlerweile werde ich von den Massen von Gipfelstürmern erschlagen. Und dann sehe ich auch noch, dass es doch eine Abkürzung auf der polnischen Rückseite der Schneekoppe gegeben hätte.

    Zu spät, um sich zu ärgern. Ich verlaufe mich kurz auf die polnische Seite und stolpere dann den richtigen Weg weiter bis zur Luční Bouda, wo ich dringend eine Pause brauche für Kofola, polévka, Cappuccino und koláče.



    Dann funktioniere ich wieder besser und stürme ein enggeschnittenes Tal hinunter. Keine Chance zum Wildcampen hier, bin ich froh um die gebuchte Baude. Eigentlich hätte ich der Via Czechia nochmals über einen Kamm mit mehreren 1400er folgen sollen. Ich merke aber, dass ich nach 38 km und 1700 hm ziemlich alle bin. Außerdem habe ich mich schon wieder verlaufen und bin einen Wasserlaufweg an der Bílý Labe (Weiße Elbe) falsch abgebogen. Wunderschön, aber falsche Richtung. Also wieder zurück.

    Dann suche ich mir auf der Karte einen weiter unten liegenden Weg bis zur Labská Bouda, der sich als Höhenweg mit toller Aussicht entpuppt.


    Zum Genießen bin ich ehrlicherweise viel zu platt. Ich muss das morgen wieder im Genussbereich machen, denn die letztlich 45 km und 2200 hm auf meinem Tagestacho sind mir auf Dauer zu viel.

    Die Baude ist mehr oder weniger ein Ski-Hotel aus geschätzt den 90ern, aber das ist mir heute egal. Duschen, Essen, Schlafen und morgen das Frühstück um 8 zelebrieren. Morgen wird ein kurzer Tag, versprochen.

    Heute lasse ich es líný angehen. Nach einer guten Nacht, ich habe zeitweise geschlafen wie ein Stein, bleibe ich bis nach 8 im Bett und trolle mich erst um halb 9 zum Frühstück, in der Hoffnung auf freien Zugang zum Kaffeeautomaten. Und das hat sich gelohnt. Ich ergattere 4x káva lungo und einen Teller voller Rührei mit Wiener Würstchen als ersten Gang. Der zweite wird Kuchen mit Sahnejoghurt-Topping. Das brauche ich auch, weil nach 3 Wochen Wandern sind meine angefutterten 2 Kilo zu viel mittlerweile fast abgeschmolzen, wie ich nach der Nacht feststellte. Um halb 10 geht's erst los für mich, es sind heute tatsächlich nur 16 km bis Harrachov, wo ich mich im Skizentrum vor den Sprungschanzen für einen schmalen Taler eingebucht habe. Ein "Nero-Day" also.

    Der erste Teil der Strecke besteht aus einem absoluten Panoramaweg durch den Rest des Krkonoše mit permanenter Aussicht.


    Am Václav Vrbrata und Bohumil Hanč Denkmal begegne ich 2 Österreichern aus dem Mühlviertel und wir kommen ganz nett ins Gespräch, so dass wir uns zum gemeinsamen Selfie entscheiden.

    Dann geht es aussichtsreich weiter auf der Langlaufmagistrale bis zum Bergkamm, wobei mir immer mehr Leute, überwiegend Polen, entgegen kommen. Später Vormittag/Mittag zertreten sich die Touris insbesondere im Riesengebirge, zumindest im August, das muß man wissen. Ein Stück des Weges verläuft auf polnischen Boden, die Reifträger Baude ist bereits kilometerweit zu sehen, ich aber werde einige hundert Meter davor wieder nach links in die Tschechische Republik abbiegen.

    Da sind dann auch etwas weniger Leute. Der zweite Teil der Strecke verläuft dann sehr idyllisch kilometerweit durch das Mumlava-Tal, zwar auf Asphalt, aber das ist mir fast lieber als die sonst so steinigen Wege. An der Mumlava Bouda mache ich nochmals Halt, damit ich nicht zu früh im Hotel einchecke.

    Und dann geht's auch recht schnell. An den Sprungschanzen steht das Hotel und hat Schullandheimcharakter.

    Ich bin in einem 5-Bettzimmer mit Etagenklo und -dusche. Das Zimmer habe ich aber für mich alleine und für 30€ mit Luxus-Frühstück darf man nicht meckern. Es ist mittlerweile bewölkt und herbstlich kalt geworden, da wäre es auf dem Campingplatz auch nicht idyllisch. Im Potraviny gegenüber hole ich mir Linseneintopf und Birell zum Abendessen und schaue mir noch die diversen Sprungschanzen an.

    Alles lost places mittlerweile, der tschechische Skiverband hat kein Geld mehr und die Sportstätten verfallen und sind überwuchert.

  2. Gefällt mir!
    Dennis reagierte auf izaax in Empfehlung für Navigationsapp   
    +1 für GAIA GPS
  3. Gefällt mir!
    Dennis reagierte auf Wanderlachs in UL-Stammtisch-Köln   
    Ich würde mich auch freuen mal ein paar andere "Verrückte" zu treffen. Wäre auch eher für ein privates Treffen. Bin aber auch für alles andere offen. Allerdings bin ich bis Ende Juni auf'm Grünen Band unterwegs. Wenn der Termin passt bin ich am Start.
    Grüße aus'm Bergischen.
  4. Gefällt mir!
    Agger (20 km östlich / südöstlich Köln – meist benutzter Einstieg 5 km von mir )

    Wo die Sülz beschrieben wird, muß natürlich auch die Agger her, die Sülz fließt ja in die Agger, die in die Sieg und die in den Rhein.

    Die Agger kann entweder unabhängig von der Sülz bepaddelt werden, oder solo, wenn z.B. der Pegel in der Sülz zu niedrig ist (dann geht auf der Agger häufig noch etwas) oder bei hohen Pegeln die Sülz für Teilnehmer zu herausfordernd bzw gefährlich ist.

    Das empferhlenswerte Stück der Agger ab Overath bis zum Delphin oder Aggerwehr sind gut 20 km.

    Auch wenn man die Agger schon ab Vilkerath gut paddelt kann, macht es aus verschiedenen Gründen Sinn, die Agger ab Overath zu paddeln, perfekter Einstiegsort ist direkt flußabwärts der Brücke über die Agger (Strasse nach Marialinden / Much) hinter Overath.

    Dort gibt es eine große ebene Wiesenfläche, auf der man auch viele Boote parallel vorbereiten kann, es sind nur ein paar Hundert m vom Bahnhof und falls man mit dem Auto zum Einstieg kommt, kann man das entweder hinter der Brücke am Erdweg (daß der Rettungsweg frei bleibt) oder im Wohngebiet (ein paar Hundert m weiter Richtung Much) abstellen.

    Die Agger darf man umgerechnet ab Pegel Overath 60 paddeln, das ist dann aber für absolute Newbies grenzwertig, da man dann sich an verschiedenen Stellen den Weg zwischen hochstehenden Steinen suchen muß.
    Bei 70 ist alles plattgebügelt und ausser der Pausenproblematik 8wenig Kehrwasser bzw Stellen, wo man gut raus kommt) ist die Agger dann newbietauglich (wobei imho Newbies generell halt besser in Begleitung von jemand Erfahrenen Paddeln sollten).

    Ab so grob Mündung Sülz läuft die Agger durch ein Naturschutzgebiet, dort gilt die Regel, daß man nur an den offiziellen Ein/Ausstiegstellen Pause machen darf bzw die Tour beenden.
    Gut daß wenigsten die Bauern mit den Treckern die Wiesen am Ufer entlang dürfen, die Jäger nach den Hochsitzen zu urteilen, Tiere schiessen dürfen und man vom Wasser durch Griller, Angler, Hundeausführer und am Wochenende schon mal Zeltler beobachten kann, aber natürlich verstehe ich, daß das eine völlige Überlastung der Natur wäre, wenn wir paar Paddler uns dann in einer Pause dazu setzen würden 

    Aber das ist auch keine wesentliche Einschränkung, da man vorher Pause machen kann und an den Stellen, wo es Sinn macht, die Tour zu beenden, gibt es entweder eine offizielle Ausstiegsstelle oder eine Stelle, wo man die Natur nicht schädigt, da man auf eine Betontreppe aussteigt.

    Die beste Ausstiegsstelle ist beim Kanuclub Delphin (Luisenstraße 175, 53721 Siegburg), im Flussabwärts gelegen Teil des Ausstiegs gibt es neben der Treppe auch quer angebrachte Röhren, über die man das Boot auf die Wiese ziehen kann. Da ein längeres Kehrwasser an der Stelle ist und man sie schon länger vorher erkennen kann, ist die Stelle newbietauglich, ohne daß man mit einem Wurfsack absichert.

    Ca 1 km weiter gibt es noch eine inoffizielle Ausstiegstelle, die leichter zu bewältigen ist, als es bei einer vorherigen Besichtung aussieht, da dort ausser bei hohen Pegeln durch den Wehr-Rückstau kaum noch Strömung ist.
    Direkt vorher paddelt man unter einer Brücke durch, dort nicht durch den Zwischenraum zwischen dem rechten Pfeiler und Ufer paddeln, dort ist es zu flach und häufig durch Bruchholz dicht, sondern mit etwas Sicherheitsabstand links am rechten Pfeiler vorbei und direkt nach dem Kehrwasser hinter dem Pfeiler zu der kleinen Betontreppe rechts in der Uferböschung rüber paddeln.
    Vor der Treppe ist ein Kehrwasser, was auch für 2-3 Boote ausreicht, oben genügend Rasenfläche um mehrere Packrafts parallel zu packen.
    Die Bzushaltestelle (Uferstrasse) ist ca 200 m weg, schräg gegenüber an der Nelson-Mandela-Str. ist rechts von einer grossen Firmeneinfahrt ist eine kurze Erdpiste, wo man gut Autos parken kann (Toreinfahrt der Firma weiträumig für große Lastwagen, Feuerwehr frei lassen).

    Aggerwehr - Achtung unbedingt lesen, falls man  in die Sieg weiter paddeln will
    Zumindest alle Flußbeschreibungen, die ich im Inet zur Agger gefunden habe, sind diesbezüglich falsch bzw stimmen nur bei extremen Niedrigwasser, ich vermute, daß die evtl voneinander abgeschrieben sind.
    Dort steht, daß man ganz rechts an der Wehrkrone überheben und die Wehrbefestigung runterlaufen könnte.
    Das geht nur bei extremen Niedrigwasser, ansonsten wiurd die Wehrkrone auch in dem Bereich stark übersströmt, daß man dort weder vernünftig aussteigen noch die Befestigung runter laufen kann.
    Das eigentliche Wehr kann man aufgrund der vielen großen Steine im Unterwasser nur mit hohen Verletzungsrisiko paddeeln.
    Ab mittleren Wasserständen ist die Strömung vor der Wehrkrone zu stark um zu der beschriebenen Treppe zurückzukommen.
    Also wer weiter paddeln will, an der Betontreppe aussteigen, über den Radweg ein paar Hundert m umtragen und im Unterwasser bei den Grillern & Badenden wieder einsetzen.
    Nur der Ordnung halber, das ist keine offizielle, erlaubte Umtragestelke
     
    unterwegs...

     

     
    Austiegstelle vor dem Wehr von oben, im Hintergrund das Wehr, vorne rechts die beschriebene Treppe



    Ausstiegstelle von Land in der Bildmitte der Brückenpfeiler an dem man in Paddelrichtung gesehen noch links vorbei paddelt



    Das Wehr von unten linmks der Bereich, bei dem man nach div Beschreibungen angeblich über die Wehrkrone heben und trocken runterlaufen kann 


  5. Gefällt mir!
    Sülz (15 km östlich / südlich Köln – meist benutzter Einstieg 1,5 km von mir )

    Die habe ich jetzt mal fix zwischengeschoben wegen der Packrafttour Morgen.

    Zuerst mal eine Grundeinschätzung mit anschliessender Warnung

    Eigentlich ist die Sülz ein typischer Kleinfluß mit sehr abwechselungsreichen Verlauf und sehr gemäßigtem Gefälle, der ausser nach sehr ausgiebigen Regenfällen, nur in einem großen Teil des Zeitraums Ende Oktober bis Anfang April paddelbar ist.

    Bei niedrigen Wasserständen ist sie auch für Newbies (die schon ein paar Mal auf irgendeinem Fließgewässer gepaddelt sind) paddelbar, solange 1-2 erfahrene Paddler dabei sind, die die rote Linie in den etwas kritischeren Bereichen vorgeben, falls nötig und Newbies sollten das hoffnungstaler Wehr umtragen (Ausstieg nicht ganz easy, da kein Kehrwasser und steile Grasböschung), wenn sie nicht riskieren wollen, evtl dort trotz richtiger Wehrseite ein kleines erfrischendes Bad zu nehmen 

    Bei höheren Wasserständen sollten alle schon WW-Erfahrung haben.
    Dazu später Details.

    Da die Sülz häufig von Newbies unterschätzt wird und sie dann z.B. im hoffnungstaler Wehr kentern (oder deutlich gefährlicher an einem querliegenden Baum) gehe ich bei dieser Beschreibung deutlich mehr auf Details ein...

    Die Sülz hatte / hat einige Wehre (mit PE-Schüsseln sind sie alle paddel eher rutschbar, ausser das Hoffnungstaler tue ich das aber nicht dem Boden meiner Packrafts an).
    Aufgrund des 21er Hochwassers, was auch entlang der Sülz für mehrere Todesopfer, hohe Sachschäden und in weiterem Umkreis für Strom / Kommunikationsausfall gesorgt hat, wurden schon mehrere Wehre geschliffen (beseitigt), Weitere sollen folgen.

    Also diesbezüglich nicht im Detail auf die rel alten Flußbeschreibungen im Internet vertrauen, Generell sollte man sich eh auf der Sülz auf evtl auch gefährliche Überraschungen einstellen, auch dazu später mehr.


    Der entscheidende Pegel ist Hoffnungstal, dieser bestimmt über den max möglichen Einstiegsort flussaufwärts, ob überhaupt paddelbar bzw ob aufgrund des höheren Wasserstands nur was für Wildwassererfahrene...

    < 60 nix geht

    < 70 ab Einstieg hinter dem hoffnungstaler Wehr

    < 80 ab Einstieg U-Eschbach

    < 100 ab Einstieg nahe Haus Thal

    < 120 hier sind allmählich Newbies raus, ausser sie haben ein gutes Bootsgefühl, sind entspannt und werden von 2 Erfahrenen in den kritischen Bereichen betreut, wobei auch dann meine Empfehlung ist, daß sie erst nach dem hoffnungstaler Wehr dazu kommen, da bei solchen Pegeln der Austieg davor nur noch mit einem vorher angebrachten Hilfsseil sicher badfrei möglich ist

    < 180 nur noch was für min WW3- Erfahrene

    > 180 geht statt dessen Grillen oder weicht auf die Agger aus


    Die Haupt-Gefahr neben dem hoffnungstaler Wehr ist, daß auf manchen Abschnitten schon mal ein Baum quer im Fluß liegt, daß man entweder sehr kurzfristig, da der Baum quer über dem Fluß liegt, eine Stelle zum Ausstieg / Umtragen finden muß – uns schon kurz nach dem Einstieg Haus Thal passiert...
    Oder daß man halt in der Strömung um den Fluß teilweise versperrende Bäume rumkurven muß, evtl auch nur mit schmalen Durchfahrten, daß man schon wissen sollte, wie man mit Vorlage paddelt, das passiert häufiger in dem Waldstück etwas hinter dem rösrather Wehr, was auch generell sehr kurvig ist, aber rel viele Kehrwasser bietet.

    Gehen wir den Verlauf durch :

    - Haus Thal ersten 500 m, evtl Gefahr durch mal einen querliegenden Baum, ansonsten easy

    - Weiterer Verlauf bis U-Eschbach, früher 2 Wehre, jetzt nur noch 1, was auch geschliffen werden soll, Aus/Einstieg rel easy rechts, evtl Weg schlammig/rutschig

    - U-Eschbach bis hoffnungstaler Wehr, leicht kurviger Verlauf, üblicherweise keine Gefahren, Schwierigkeiten

    - hoffnungstaler Wehr, nix für Newbies, bei höheren Wasserständen für alle evtl Lebensgefahr, wenn man in falschen Bereichen runterpaddelt, nicht nur durch kräftigen Rücksog, sondern auch da da auch häufiger größere Baumstämme usw schwimmen, mit denen man nicht zusammenstoßen will

    Schon vor der Brücke ganz nach rechts rüberziehen, Geschwindigkeit für Längsstabilität aufbauen, dort geht es dann in mehreren Stufen treppenmäßig ca 1 m runter, bei höheren Pegeln zieht es einen dann nach rechts gegen die Mauer, das ist aber beherschbar, notfalls mit dem Paddel abstossen.
    Bei niedrigen Wasserständen gibt es ein paar m hinter den überhängenden Baumästen eine Flachstelle (bei höheren Wasserständen kann man drüber paddeln) man sollte also ab den Ästen in Richtung Flußmitte paddeln

    Umtragen ist problematisch, da es in dem Sinne keine Ausstiegstelle gibt, sondern nur eine steile ca 1,5 m hohe steile Grasböschung (links ca 50 m vor der Brücke, direkt vor oder hinter einem Zulauf mit überbautem Geländer) es gibt dort kein Kehrwasser, aber die Strömung ist an der Stelle bis Pegel gut 100 sehr niedrig.
    Dann geht es entlang der Hauptstrasse über die Brücke, ca 250 m die Hauptstrasse weiter „flussabwärts“, nächste Seitenstrasse links rein und nach ca 100 m unter der Brücke über die Sülz einsetzen.

    - auf dem Stück bis zum rösrather Wehr keine Probleme

    - vor Wehr auf der rechten Seiten auf meist schlammigen Pfad aussteigen, über kleine Brücke von Nebenkanal gehen und direkt unterhalb des Wehrs wieder einsetzen

    - Direkt nach dem Wehr auf der rechten Flußseite auf evtl in den Paddelbereich hängende Seilschlingen (für Campingplatz-Kiddies für Tarzan-Badespielchen) aufpassen

    - auf dem folgenden Stück bevor es in den Wald geht, kann schon mal ein Baum einen Teil des Flusses versperren, aber ich habe nie erlebt, daß der Fluß komplett dicht war

    - kurviges Waldstück, das schönste Stück, aber sehr kurvig, man muß häufig um Bäume rumkurven, manchmal schmale Durchfahrten, ab mittleren Pegeln durch schnellere Strömungsgeschwindigkeiten nicht ohne, man sollte schon Vorlage paddeln können, ein Erfahrener vorweg, querliegende Bäume sind saugefährlich, wenn man davor kentert und durch die Strömung drunter gezogen wird

    - nach dem Waldstück bis zur Mündung in die Agger keine Probs, aber meist keine Möglichkeit für eine Pause anzulanden

    Die Sülz ist ja mit Agger / Sieg (und im weiteren Umfeld Eifel-Rur & Talsperren) einer meiner Hausflüsse, imho der Schönste, Abwechselungsreichste, aber etwas mit Vorsicht zu geniessen, wenn jemand dort paddeln will, kann er gerne hier im Thread oder bei mir via PN nachfragen, wann ich das letzte Mal runtergepaddelt bin und wie ich die momentane Lage / Pegel einschätze...

    Bilder schiebe ich später nach, wollte es heute Vormittag „Drin haben“ wegen der Paddeltour Morgen...

    Edit :
    Endlich dazu gekommen ein paar Bilder zu ergänzen, hier kommt es mir nicht darauf an, das Paddeln in der Gruppe zu zeigen sondern mehr etwas über die Sülz...
     






     

     
     


  6. Danke!
    Mur

    ca 75 km Strecke, sehr entspannt in 2 Tagen machbar.
    Einstieg in Zeltweg, ca 500 m vom Bahnhof
    Ausstieg in Loeben fast vor dem Bahnhof, an beiden Stellen auch rel easy mit Auto-Parkplätzen.

    Sicheres Beherschen von WW2+ & WW-taugliches Packraft reicht imho für die Mur, ich habe dort auch schon Ally und SUP—Paddler getroffen.

    Übernachtungsplätze finden sich so Einige, es wird in Flußbeschreibungen auch schon mal die Murinsel nahe St Michael empfohlen, die ist allerdings mit Vorsicht zu benutzen.
    Zum Einen wurde die schon häufig als Partyinsel mit Anlage mißbraucht und die Anwohner am gegenüberliegenden Flußufer haben die Faxe dicke, vor allem auch, da sie, da selbe Gemeinde für die Reinigung mitzahlen dürfen, da kann es schon mal sein, daß sie die Rennleitung rufen, wenn sie ein Zelt sehen.
    Aber auch, wenn man das Zelt ausser Sichtweite aufstellt, die Insel wird sehr stark als Naherholungsgebiet genutzt, Picknick, Grillen, Jogger, Hundebesitzer bis zum Dunkelwerden und ab Morgens früh wieder und als wir dort mal übernachtet haben, kam morgens um 8.00 die Grünpflege mit dem Balkenmäher angerattert, war zwar tiefenentspannt „nee ihr müßt jetzt nicht das Zelt weg nehmen, frühstückt erstmal, ich mäh dann zuerst weiter unten“ aber wenn man seine Ruhe haben will, ist es definitiv der falsche Platz

    In vielen Flußbeschreibungen werden die Stellen kurz hinter der Murinsel, wo 3* Brückenpfeiler der AB im Fluß stehen, als ultragefährlich beschrieben „wer nicht viel WW Erfahrung hat, sollte hier besser nicht Paddeln, sonst Lebensgefahr“ entsprechend hatte ich da wer weiß was erwartet, aber ich bin inzwischen die Mur bei div Pegeln bis leichtem Hochwasser gepaddelt und ich habe die Stellen nie als herausfordernd oder gar gefährlich erlebt, daß man bei so dicken Pfeilern und der mittleren Strömungsgeschwindigkeit ordentlich Seitenabstand hält, da hinter den Pfeilern gut Kehrwasser und schräg dahinter Verschneidungen sind, ist ja klar und dann ist das auch nicht schwieriger als der Rest der Mur.


    Nun noch ein paar Pic-Impressionen und wenn Fragen sind gerne...


    Es gibt so einige Einstiegs / Übernachtungsstellen ohne Kehrwasser, da sollte man zum Anlegen schon die Seilfähre (rückwärts) beherschen



     


     


    Auf der Murinsel trifft man auch häufiger andere Paddler für einen Gear/Reviertalk 

     
    und yes es gibt Paddler die noch deutlich mehr als ich bei haben 

  7. Danke!
    Steyr

    Man sollte sicher das Paddeln bis WW3- beherschen, die höchsten Schwierigkeitsgerade im Fluß sind WW2+, rel einfach zu bewältigen, da es nur darum geht, mit genüghend Eigengeschwindigkeit durch die Schwälle bzw eine 3/4 m Stufe durchzupaddeln.

    An Ausrüstung braucht jedes Boot min eine min 3 m lange Landleine und man sollte entweder ein >= 4 mm  15 m Reepschnur oder einen entsprechenden Wurfsack bei haben (aber den haben wir ja sicher alle beim Paddeln bei, oder ?😎)

    Da die Steyr zum großen Teil in einem Naturschutzgebiet läuft und ausserhalb manche zum Zelten mögliche Stelle Privatbesitz ist (die zwar nicht unbedingt überall was dagegen haben, daß man da auch übernachtet, aber da häufiger lautstark mit Anlage Party machen) ist meine Empfehlung den Camping am südlichen Ende des Stausees zu benutzen (btw leckere Pizza & alkfreies Weizen, meine hies Obermayr) und dann entweder mit ÖNV oder Auto zum Einsatzplatz unterhalb der Staumauer zu fahren oder eben ab dem Camping über den Stausee paddeln (auch schön) und die Staumauer zu umtragen.
    Evtl kann man dann an einem anderen Tag, wenn genug Pegel und man im 3er Bereich sicher ist, noch den Stausee-Zulauf Techl "mitnehmen".

    Dann ist die Steyr auch locker als Tagestour mit ÖNV machbar, die Paddelstrecke ist zwar nur ca 20 km, aber man sollte das zeitlich nicht unterschätzen, da 2 Umtragen und die Staumauer-Boot-Abseilaktion dazu kommt und die Steyr auch derartig klar ist, daß es auch einfach Spaß macht, rumzuchillen.
    Für die Angelfreunde, die Steyr ist voll mit Fischen, aber keine Ahnung, wo man nenm Angelschein bekommt, bin kein Angler.

    Mir macht die Steyr trotz des rel hohen logistischen Aufwands (für die kurze Strecke zu dem Fluß anreisen) immer wieder Spaß, alleine die Abseilaktion ist schon nett 


    Der übliche Einstieg ist 100 m unterhalb der Staumauer rechts die Betonrampe, dort unten kein Auto parken, etwas oberhalb in der Zufahrt bei der Feuerwehr und dem Anwohnergebiet gibt es genügend Parkplätze.

    Bis zur ersten Wehrumtrage geht es rel ruhig zu, max 2-, nach ca 5 km kommt dann der Ausstieg via Holzplattform links ca 1,30 m über Wasser mit Treppe, manchmal teilweise von Anglern belegt, dann relaxed bleiben, die machen schon etwas Platz und nehmen auch gerne Sachen an, wenn nötig...

    Jetzt kommt das netteste Stück, man läuft bis zur Staumauer, dort ist ein Seil befestigt, was aber manchmal unten fest hängt, deswegen lieber eben für den Fall die Reepschnur bzw den Wurfsack nutzen.

    Man hebt das Boot mitsamt Paddel, Gepäck über das Geländer und läßt es mit dem Seil eine Holzrutsche runter, wenn man mit Mehreren ist, macht es Sinn, daß einer schon runter klettert, um die Boote anzunehmen, Seil abzuknotten.
    Runter geht es über 2 Leitern mit Schutzkäfig drumherum, deswegen ist es nicht möglich, auf der Leiter z.B. einen größeren Rucksack zu tragen.
    Je nach Pegel ist unten der Wasserstand bis ca 1,5 m unterhalb des Betonpodest, dann steigt man über ein Leiter ins Boot, deswegn der min 3 m Festmacher, alles gut machbar, man muß kein Kletterer sein, aber sollte das konzentriert machen und einen sicheren Tritt auf längeren Leitern haben.

    Ein paar hundert m nach dem wiedew lospaddeln kommt die "Schlüsselstelle", die Strömung zieht in einer leichten Rechtskurve zuerst nach links auf die Felswand zu, leicht mit ein bisschen Vorlage zu kontrollieren, auf dem anschliessenden Geradeausstück kommt die 3/4 m Stufe, da machen höchstens Paddler einen Schwimmer, wenn sie zögerlich rumhampeln, mit genügend Eigengeschwindigkeit und Boot gerade ausgerichtet kein Prob, ansonsten gibt es abre auch unterhalb genügend Kiesbänke, um nach einem Schwimmmer wieder den Kram zu sortieren.

    Es gibt deswegen auch viele Newbies oder Paddler die erst ein Stück unterhalb dieser Schlüsselstelle einsteigen, ich bin auch schon mal mit Anwohnern zusammen gepaddelt, die mit Grabner oder nem Scubi (ok das war bei einem newbiefreundlichen Pegel und der hat überall an den Schwällen den Chickenway genommen) unterwegs waren.

    Ich empfehler aber ein richtiges WW-Packraft, macht einfach mehr Spaß.

    Auch der Austieg des 2.Wehrs wird lange vorher durch große Schilder angekündigt, nicht zu übersehen, links ein Rampe, auch ein guter Platz Pause zu machen, ein paar Hundert m Laufen, beim Wiedereinsetzen nicht den Fehler machen, den ich gemacht habe, noch im Kraftwerksbereich die Treppe benutzen, dort unten gibt es absolut fiese Strömungen, Sog usw, echt gefährlich, nochmal etwas weiter runter laufen und wo dann links der Strasse das erste Wohnhaus ist, geht rechts eine Betontreppe ans Wasser.

    Im weiteren Verlauf nach der Schlüsselstelle zwischen den Wehren und unterhalb des 2. sind einige Schwälle, immer schön daher, wo das meiste Wasser fließt, paddeln, statt dessen die kleineren schmalen Bogenumfahrungen nur wählen, wenn man sich in WW3 sicher fühlt.

    An der großen Brücke vor Obergrünburg ist dann Schluß, Austieg rechts direkt vor der Brücke, über die Brücke laufen, dann zur Hauptstr oberhalb, dort ist 100 m weiter "Flußaufwärts" die Bushalte.

    Nun noch ein paar Pics...










      
     

     

     

  8. Danke!
    Enns

    Fangen wir mal mit der Enns an.

    Gibt eigentlich nur 2 Stellen, an denen man aufpassen muß, Einstieg und Ausstieg.

    Der Einstieg am Ortsausgang von Schladming wird in den div Flußbeschreibungen im Internet hinreichend genau beschrieben, für Autofahrer ganz nett, liegt der Einstieg neben einem Anwohnergebiet mit mehr als genug Parkplätzen, mit Övis kommt man auch auf < 1 km ran.
    Wenn man die Böschung runtergekraxelt ist, ist genügend Raum, etliche Boote nebeneinander fertig zu machen, gerade am WE ist es auch häufiger so, daß man dort andere Paddler trifft, bei mir waren es im Schnitt ca 2/3 Kajak, 1/3 Packraft WW-Boote.

    Bei niedrigerem Wasserstand ist es easy, bei höherem Wasserstand sind ein paar fiese Schwälle direkt nach dem Lospaddeln, die durchaus gut Kraft haben können, wenn hohe Pegel sind, sollte man also dann gut vorbereitet sein, konzentriert lospaddeln.

    Die Gesamtstrecke, die man paddeln kann, sind knapp 70 km.

    Man sollte sehr gut aufpassen, daß man den letzten möglichen Ausstieg die Lauferbrücke, eine alte Holzbrücke nicht verpasst, denn kurz danach geht es in den WW5er Bereich des Gesäuse, das ist was, was ich mir deutlich lieber vom Ufer anschaue

    Als ich die Strecke das erste Mal gepaddelt bin, bin ich zuerst zu der Brücke gefahreen, um einen Waypoint zu setzen und war dann beim Paaddeln übervorsichtig, lieber 2-300 m vorher schon auszusteigen, was aber völlig unnötig war, da es keine 10 m vor der Brücke auf der rechten Seite einen guten Ausstiegspunkt mit flacher Anblandestelle zwischen Büschen gibt und wenn man es doch verschnarcht, man noch hinter der Brücke mit Mühe über eine Steinböschung aussteigen könnte.

    Direkt oberhalb vom Ausstiegspunkt ist eine Zufahrt von der Strasse zur Weide und direkt hinter der Sperre ist am Rand vom Gebüsch ein Platz wo man gut 1-2 Zelte aufbauen kann, falls man abends ankommt.
    Wenn man ein paar hundert m leicht bergauf läuft, kommt man an die Bushalte, von der man mehrfach / Tag mit Umsteigen nach Schladming zurück kommt.

    Gerade im 2. Teil ist die Aussicht teilweise gigantisch.

    Was evtl Übernachtungsplätze betrifft, ist das nicht ganz easy, da dort sehr viele Kuhherden auf Weide stehen und man zum Einen auf einer Weide durch die neugierigen Kühe keine Ruhe bekäme und das auch die Bauern nicht so toll fänden, bei anderen Plätzen sollte man ein Auge auf dem Boden haben, bevor man aufbaut, wir haben schon mal in einem Wäldchen übernachtet und am nächsten Morgen liefen die Kühe auf dem Weg zur Weide zwischen unseren Zelten / Booten durch.
    Durch die rel hohe Strömungsgeschwindigkeit ist es nicht so ganz easy mit den Plätzen, häufiger ist man halt auf der falschen Flusseite und denkt „das wäre ein guter Platz gewesen“...
    Hilfreich sind Zelte, die nicht eine extrem hohe Stellfläche brauchen, für Hängematte & Tarp finden sich auch so einige Plätze.

    Wenn es denn sein muß, kann man die Strecke auch an einem Tag paddeln, ist aber wie ich aus eigener Erfahrung weiß, rel stressig und eigentlich schade, so da "durchzuheizen".

    Die Einstiegsstelle kann bei sehr hohen Pegeln auch in den Schwällen eine 3- erreichen, normalerweise je nach Pegel 2- bis 2+, ansonsten auf der Strecke max 2+, aufgrund der höheren Fließgeschwindigkeit sollte man sich bis in den 3er Bereich sicher fühlen.

    Falls mit mit dem Auto unterwegs ist, sollte man auf jeden Fall vorher oder hinterher mal zu den Aussichspunkten im 5er Bereich flußabwärts im Gesäuse fahren, dann wird man sich ja eh wahrscheinlich vorher die Ausstiegsstelle anschauen.

    Leider habe ich auf die Schnelle gar nicht so viele Pic zur Enns gefunden, irghendwo in den Untiefen meiner NAS müßten noch mehr sein, aber ich denke mir das Wichtigste ist das Pic der Ausstiegsbrücke
    und bevor jetzt jemand verwirrt ist z.B. aufgrund der unterschiedlichen Paddelrucksäcke, ich bin ja häufiger in den Alpen zum WW-Packraften, bin entsprechend die Flüsse etliche Male mit unterschiedlichen Booten / Ausrüstung gepaddelt.

    Normalerweise poste ich ja nie Waypoints o.A öffentlich aber hier aus Sicherheitsgründen die Lauferbrücke N47° 35' 16.5" E14° 32' 13.3" bitte selber nochmal nachprüfen, denn dahinter kommt halt das Gesäuse


    Wenn Fragen sind, her damit 

    Ergänzungen, andere Meinungen zum Fluß, gerne...

     

     

     

     

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    Wildwasserflüsse für min Tages oder Mehrtagestouren

    Angeregt durch den tollen Packraft-Reisebericht von @ultraleichtflo  aus Laos, dachte ich mir, ich nehme auch mal den Hinter hoch  ein bisschen über verschiedene Flüsse „zu erzählen“...

    Ich möchte den Fokus eher darauf legen, (nur) einen Eindruck von dem, jeweiligen Fluß zu geben, eine Einschätzung welche WW-Stufen, für was für Packrafts geeignet, wie es mit Übernachtungen aussieht, welche Besonderheiten, Gefahren und natürlich jeweils ein paar Pics zum Antörnen dazu

    Mit den „Ausnahmen“ Ombrone & Schwarzer Regen alles Flüsse in den Alpen
    Drau
    Enns
    Gail
    Kössener Ache bzw Entenlochklamm
    Lech
    Mur
    Salza
    Salzach
    Schwarzer Regen
    Soca
    Steyr
    Ziller

    Schon mal 3 Kartentips

    Was sehr nützlich für die Planung in A bzw für die Planung der Fahrtrouten von einem Fluß zum Andern ist → Jüberman Österreich, bei jedem Fluß steht so grob der WW-Grad und zu welcher Zeit befahrbar, unbedingte Kaufempfehlung

    Für den (Schwarzen) Regen → Jübermann D-Südost mit u.A. Regen

    Für die Soca, falls Ihr sie noch irgendwo bekommt → Soca Bild und Erlebniskarte

    2 Buchtips

    Luc Mehl Packraft-Handbook, english, ein absolutes Muß für jeden WW-Packrafter, bekommt Ihr u.A. beim Packrafting-Store, Sack & Pack und Packrafting Europe

    Kajakparadies Nordalpen
    Klasse Buch, wenn man auch mal neue ½ bis Tagestouren dort paddeln will, sehr zutreffende Beschreibungen, viele Pics, zutreffende WW-Einschätzung


    Noch eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt, einige Flüsse liegen mit ihren interessanten Parts in Naturschutzgebiete und es wird recht deutlich darauf hingewiesen, daß dort Zelten, Campierewn usw verboten bzw nicht erwünscht ist.

    Bitte benutzt dort die Campings (sind meist recht preisgünstig und viele Paddelverrückte ) macht von da aus Tagestouren und neben Naturschutz liefert ihr dann denen, die gerne ein komplettes Paddelverbot durchsetzen wollen, keine „Munition“, dasselbe gilt sinnmgemäß für Uferbetretungsverbote oder die Westen & Helmpflicht auf Teilen des Schwarzen Regen.

    Natürlich ist es toll, wenn Andere, die dann den jeweiligen Fluß auch gepaddelt sind, ergänzen bzw schildern was sie völlig anders als ich sehen / einschätzen.

    So das war der Einleitungstext, da sich das über etwas Zeit ziehen wird, könnt Ihr gerne drunter oder mir via PN schreiben, wenn jemand gerne hätte, daß ich möglichst bald über einen bestimmten Fluß schreibe.

    Mal schauen, je nach dem, wie sich das entwickelt, wird es auch Sinn machen, evtl bei manchem Fluß einen eigenen Thread draus zu machen.
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    Hier dann ein kleiner Bericht zu der Tour

    Bis ein paar Tage vor der Tur, war ich mir ja unsicher, ob überhaupt durch Niederschlag genügend Pegel für die Sülz zusammen kommt, oder wir auf die Agger, die nicht so viel Entertainement bietet, ausweichen müssen.

    Dann hat es aber in den letzten 48 std vor dem Paddeln derartig geschüttet, daß das kein Thema mehr war, aber umgekehrt, ob der hohe Pegel nicht unsere Mitpaddlerin in ihrem Delta mit rel wenig Paddelerfahrung überfordert..

    Bei Dennis & mir ist das ja kein Thema und ihm kam das gerade recht, um sein neues fränzösisches Wildwasser-Packraft zu testen.

    Am Vorabernd hat Dennis beim Rumsurfen noch ausgegrabern, daß momentan durch Rep-Arbeiten der Ausstieg bzw Umtragen direkt am rösrather Wehr nicht möglich ist.

    Am Morgen trafen wir uns am Austieg des KC Delphin an der Agger, ca 1 km vor dem Aggerwehr, liessen mein Auto dort stehen und fuhren mit Dennis Auto zuerst zum rösrather Wehr, um zu schauen, wie dort in der momentanen Baustelle das Umtragen möglich ist (ja möglich, aber ziemliche Schlammschlacht) und dann weiter zum hoffnungstaler Wehr, um zu schauen, ob ein Umtragen für unsere Mitpaddlerin möglich ist (Knackpunkt ist der provisorische Ausstieg, da da bei höheren Pegeln Strömung drauf steht) da dies recht suboptimal aussah und zusätzlich die Äste an der „Treppe“ des Wehrs so tief hingen, daß wir ein gutes Risiko sahen, daß wir 2 bei Durchfahrt von den Ästen aus dem Boot geräumt werden, haben wir es uns easy gemacht und alle 3 zusammen hinter dem Wehr eingesetzt.

    Später am rösrather Wehr gab es dann die erwartete Schlammschlacht beim Umtragen, das Waldstück hinter Rösrath schoen und etwas herausfordernd durch die Kurverei um die Bäume, dort habe ich darauf geachtet, für unsere Mitpaddlerin eine gute Linie vorzugeben.

    Unterwegs machten wir eine längere Pause, um unsere Vorräte zu vertilgen und kamen dann rechtzeitig deutlich vor dem Dunkelwerden wieder am KC Delphin an.

    Fazit :
    Eine schöne Tour bei mittlerem Pegel, unsere Mitpaddlerin mit ihrem Delta hat prima mitgehalten, die könnte jetzt bei hohen Pegeln auch mit einem WW-Packraft mitpaddeln...

    Wir werden bestimmt in den nächsten 1-2 Monaten noch 1-2 Touren dort machen, evtl auch mal eine längere Strecke (Sülz Haus Thal → Agger → Sieg → Rhein) auf 2 Tage verteilt mit Zelten / Grillen, wenn jemand gerne mitkommen will, kann er mir auch schon vorab eine PN schreiben...

    ein paar Pics von der Pause...







     


    Das Schlamm Abspritzen und anschliessend auf der Terrasse trocknen hat dann im weiteren Verlauf des WE anders geklappt, als gedacht  

     
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    Di sind u.A. Dennis & ich mit vermutlich 3-4 Leuten auf Sülz, Agger mit Packrafts unterwegs...

    Diesmal ist der Pegel newbie-entspannt  mit Sülz 70 oder drunter, dazu ist es mit mittags 17° warm nund trocken.
    Da wir vor kurzer Zeit die Strecke schon gepaddelt sind wissen wir auch, daß kein Baum im Waldstück hinter Rösrath quer liegt.

    In Abhängigkeit vom Pegel, paddeln wir ab U-Eschbach oder Hoffnungstal und dann entsprechend entweder bis zum KC Delphin oder noch ein Stück Sieg.

    Wenn noch jemand mit will, bitte bis spätestens Morgen Mo frühen Abend via PN bei mir melden und Tel-Nummer angeben...dann rufe ich an und wir klären Näheres.
  12. Danke!
    Kurz vorweg, diese Art von Gepäck-Reissverschlüssen ist ein Verschleißartikel, jetzt mal egal ob Alpacka, MRS oder andere Marke, nach  den Angaben von vielen Pros und einem Service, die die Teile häufiger austauschen, machen die wohl im Schnitt nach 3 Jahren die Grätsche, wenn man die Packrafts häufig benutzt.

    Bei meinen 2 Alligatoren von Sack & Pack war der Reissverschluß vom Alligator Selfbailer nach ca 1,5 Jahren leicht "luftundicht", was vom Lieferanten zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst wurde.

    Bei meinem Alligator XXL hat er rel schlagartig nach 4 Jahren viel Luft verloren, da ist @Dennis bei einem Forums-Paddelwochenende mit meinem halbplattem Packraft in Obermaubach angekommen, was mir sehr peinlich war...

    Bei 4 Jahren ist klar, daß das mein Bier und nicht eine Garantie bzw Kulanzgeschichte ist.
    Da ich den Reissverschluss eh nicht benutze, war die Idee ihn rauszuschneiden und diurch ein Stück Bootsmaterial ersetzen zu lassen, solche Reps führt ja der PC-Store prima aus.
    Da ich nun ja nix zu verlieren hatte, dachte ich mir, ich schaue mal, was mit Aquasure geht und versuche den undichten Bereich des Reissverschlusses neben der Lippe zu dichten.

    Also Reissverschluß komplett auf, den Teil vom Boot auf links gezogen, Aquasure dort reichlich aufgetragen, trocknen lassen, von außen aufgetragen.
    Beim 2 tägigen Drucktest noch ganz leichter Luftverlust, beim Schaumtest noch kleine undichte Stelle gefunden, nochmal eben mit Aqusure nachgedichtet, nun bei 3 tägigem Drucktest absolut dicht.

    Mal schauen, ob, bzw wie lange es in der Paddelpraxis dicht bleibt, bei Verklebungen habe ich mit Aquasure gute Erfahrungen gemacht.

    Ist vielleicht für jemand Anders auch interessant, so liesse sich ja auch mit einer Tube Aquasure ein Paddelurlaub retten
     
  13. Danke!
    Da wir gerade mal wieder einen Thread im Forum haben, in dem es u.A. um wasserdichte Hüllen geht, hier mal die Kurzbeschreibung, wie ich teste :

    Paar schwere Sachen gegen Auftrieb (z.B. Gabelschlüssel) in etwas Zewa einrollen, in die Tasche bw Hipbag packen, vor dem Verschließen Luft rausdrücken.
    Über Nacht unter Wasser packen, wie es gerade zuhause geht z.B. volle Duschtasse / Badewanne o.A.
    Am nächsten Tag von aussen abtrocknen, damit beim Öffnen kein Wasser rein kommt
    Öffnen und checken, ob die Zewa noch trocken sind

    Bei diesem Test sind bei mir schon die meisten Artikel rausgeflogen.
    Wenn das geklappt hat, sinngemäß nochmal dasselbe 1-1.5 m unter Wasser z.B. bei Übernachtung an einem Seg oder bei mir am Segelboot.

    Wenn  das geklappt hat, kommen die Sachen in den Einsatz beim WW-Paddeln, nach Schwimmern schaue ich mir später an, ob die Taschen absolut trocken geblieben sind.
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    Dennis reagierte auf skullmonkey in Impressionen von Touren   
    Ich war im August auf Grönland. Es war unglaublich, und hat Lust auf mehr - zB den ACT - gemacht! Hier ein paar Impressionen: 

    Delta Wanderung @ Eqi Glacier Lodge. 

    Wanderung zum Inlandeis. 

    Eqi, der aktivste kalbende Gletscher der Welt. 

    Auf der Moräne neben dem Eqi Gletscher, mit Blick zurück zur Lodge.

    Sonnenuntergang in Qasigiannguit. 

    Finnwal.

    10% über Wasser.

    Die Grönland Flagge.
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    Dennis reagierte auf ULgäuer in UL-Definition und Budget   
    Hab gestern woanders zum ersten mal wirklich Bekanntschaft mit dieser "Bissigkeit" so eines UL-Gatekeepers gemacht. Hat er sich genau den Richtigen für ausgesucht. Wer ein Gramm mehr gut heißt, ist nicht UL. Wer nicht UL ist, ist UH. Wer UH ist, ist unwürdig und dessen Meinung zählt eh nix. Der Kollege hat mich dann per PN unterschwellig dazu aufgefordert das UL in meinem Nick zu UH zu ändern. Beinahe lustig, wenn es nicht so unverschämt wäre. Ich vermute mal, ein eher noch junger Bursche, der noch nicht gelernt hat, dass nach der Übertreibung meistens die Entspannung folgt, mit der es sich insgesamt sogar besser lebt. 
    Bin ja auch nicht unbedarft was Überheblichkeit und zünftige Diskussion angeht und will da nur weiche Steine schmeißen, aber weniger gefestigte Charaktere könnten sich leicht von solchen Aktionen vergraulen lassen und verbleiben tun nur die Profilneurosen, neben denen zarte Rosen keinen Spaß haben können.
    Epilog: Die entsprechende Moderation hat sich darum entsprechend gekümmert.
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    Dennis reagierte auf martinfarrent in UL-Definition und Budget   
    Erstens, ja. Du hast vollkommen Recht. Diese meist maßlose Übertreibung (UH) ist längst Klischee und nicht mehr witzig.

    Aber zweitens und m.E. von ganz großer Bedeutung: Nicht Du bist zu schwer, sondern allenfalls deine Ausrüstung oder ein Teil davon. Deshalb bist Du es grundsätzlich nie, der hier nicht hingehört. Allenfalls ein Ausrüstungsstück von dir wäre besser in einem anderen Gesprächskreis aufgehoben (falls es hier nicht freundlich-kritisch beleuchtet werden kann). 
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    Dennis reagierte auf Im a Treehouse in Sarek Tour August 2024   
    Nach mehreren Jahren als stiller Mitleser möchte ich nun einen Bericht meiner ersten richtigen Wanderung teilen, auch wenn sie wohl kaum als Ultraleicht Tour durchgeht.

    Im Dezember des letzten Jahres bekam ich einen süßen Brief von @Krokodilalli, in dem er mich und ein paar weitere Freunde zu einer Wanderung im Sarek anlässlich seiner abgeschlossenen Wildnis-Guide Ausbildung im August einlud.

    Ich hatte direkt total Lust auf die ganze Aktion, da ich mir als kleiner Gearhead in den letzten Jahren eine passable Sammlung an Ausrüstung zugelegt hatte, diese aber noch nie so richtig bei einer Wanderung, sondern eher auf Fahrradtouren oder in Kletterurlauben mit dem Auto genutzt hatte.

    Nach längerem hin und her wer jetzt nun alles mitkommt und einem Vorbereitungstreffen in Freiburg im April, wo besonders das Furten und die Orientierung nur mit Karten im Vordergrund stand, starteten wir also am 01.08. zu 4 im Auto meiner Eltern Richtung Schweden. Am 03.08. kamen wir abends nach etwa 2600 km und 30 Stunden im Auto in Kvikkjokk an.

    Doch erstmal noch etwas zur Vorbereitung der ganzen Tour. Im Prinzip hat @Krokodilalli von vorne bis hinten alles geplant und organisiert. Da wir das gesamte Essen für die geplanten 10 Tage mitnehmen mussten, hat er für uns alle selbst gemachte vorportionierte Rationen vorbereitet. Zum Abendessen gab es Kartoffelbrei mit Tofu, Thai Nudeln oder Nudeln in Tomatensauce mit Sojagranulat. Zum Frühstück gab es drei Sorten von Porridge und zwischendurch jeden Tag entweder eine Tafel Schokolade oder einen Haferriegel, einen Proteinriegel und eine Portion selbst gemischten Trailmix, wobei es auch dabei zwei Sorten zur Auswahl gab. Zur Ergänzung hatten wir noch Erdnuss- bzw Mandelmus und Olivenöl dabei. Das Essen war wirklich extrem lecker, die Auswahl war super und ich kann schonmal vorwegnehmen, dass es auch absolut ausreichend war und wir eher zu viel Essen dabei hatten.

    Die Streckenplanung hatte natürlich auch @Krokodilalli übernommen, da er als einziger schonmal im Sarek gewesen war und natürlich am meisten wusste. Um die Ausrüstung mussten wir uns alle selber kümmern, nachdem wir von @Krokodilalli eine Packliste bekommen hatten, und nachdem einzelne Ausrüstungsgegenstände aus dem Umfeld ausgeliehen werden konnten waren alle gut ausgerüstet. Eigentlich war der Plan gewesen mit einem Hilleberg Keron 4 und einem X-Mid 2 unterwegs zu sein, sodass wir bei gutem Wetter komfortabel viel Platz haben und im Notfall alle zusammen in einem sehr stabilen Zelt schlafen können. Das Keron, das wir uns bei einem Ausrüstungsverleih geliehen hatten, hatte allerdings Schäden am Gestänge, sodass wir spontan doch den Plan ändern mussten und mein 3F UL Taiji 2 mitnehmen mussten. Somit hatten wir schlussendlich zwei 2 Personen Zelte und zwei Kochsets dabei.

    Am Morgen des 04.08. lassen wir uns bei Kvikkjokk von Helena mit dem Boot übersetzen und starten durch den Wald hoch zum Vállevárre. Zum Beginn der Tour wiegen unsere Rucksäcke (inkl. 2,5 l Wasser und Essen) etwa 21,5 kg. Das Wetter ist super und wir kommen gut voran, trotzdem erreichen wir nicht ganz unseren geplanten Zeltplatz am Hábres sondern beenden den Tag an einem schönen Platz im Vállevágge noch vor dem Pass.




    Am 2. Tag ist das Wetter weiterhin super, doch wir brauchen lange um zum Hábres zu kommen und dann nördlich einen Bach in einer steilen tiefen Schlucht zu furten. Die im Wanderführer beschriebene einfache Stelle um die Schlucht zu queren finden wir nicht und so müssen wir Kletterpassagen auf uns nehmen, die nicht ohne sind. Oben angekommen werden wir immerhin mit einer Pause in Blaubeerfeldern mit Cloudberries und mit Hammer Ausblick belohnt und wenig später bei einer größeren Furt mit einer tollen Badestelle. Hier treffen wir auch 2 Slowenen, mit denen wir uns dann auch den nächsten Zeltplatz teilen.



    Der 3. Tag war etwas kürzer, zwischendurch allerdings von brusthohem Gestrüpp und einer hüfthohen Furt gezeichnet. Bei der Mittagspause auf einer Sandbank bekamen wir dann unerwarteten Besuch von einem Polizeihubschrauber, der auf der Suche nach 2 vermissten Personen war. Leider konnten wir ihnen nicht helfen und der Besuch hinterließ ein seltsames Gefühl. Die Nacht verbrachten wir bei einer neuen Rentierzüchterhütte, die allerdings so sehr nach Lack stank, dass wir unsere Zelte doch mit einigem Abstand aufbauten. Am Abend entdeckte @Fightfor1.5 auf der anderen Talseite zwei braune Flecken, die er für Elche hielt, was zu langen Diskussionen führte, ob sich diese bewegen würden oder ob es sich doch nur um Erdhaufen handle. Am nächsten Morgen gab es dann aber Gewissheit: Eine Elchkuh und ihr Kalb liefen den Hang hinauf und wir hatten unsere ersten Sarek-Elche gesehen!


    Am 4. Tag verschlug es uns auf die Hochebenen mit sehr starkem Wind, aber auch extrem beeindruckenden Aussichten und vielen Rentieren. An unserem geplanten Zeltplatz war der Wind dann so stark, dass wir die Zelte einmal umstellen mussten und kleine Wälle vor den Zelten errichteten, um noch etwas zusätzlichen Windschutz zu haben. Auf dem steinigen Boden war es kaum möglich Heringe zu nutzen und zwischenzeitlich hatte ich echt Angst um mein Taiji, da sich das Gestänge gefährlich bog. Dennoch versuchten wir uns hinzulegen und etwas zu schlafen, doch da wir nicht wussten ob das Wetter noch schlechter wird und wir keine kaputten Zelte riskieren wollten, entschieden wir uns gegen halb 4 die Zelte abzubrechen und ins Sarvesjahka abzusteigen. Bei Wind, leichtem Regen und ziemlich übermüdet keine allzu spaßige Angelegenheit, aber auch sowas gehört bei solchen Wildnisabenteuern wohl dazu. Gegen halb 9 im Tal angekommen wurde dann der Schlaf der Nacht nachgeholt und somit hatten wir auch vor der nächsten Etappe gute 24 Stunden Pause. Gemeinsam entschieden wir uns dafür durch das Rapadalen weiterzugehen, nachdem wir zuvor überlegt hatten eine einfachere direktere Variante zu gehen. Die Pause und die Hoffnung auf Elchsichtungen gewann schließlich also doch.





    Tag 6 ging nun also durch das Rapadalen, was vom Wanderführer und dementsprechend auch von uns nur noch mit „Inferno“ betitelt wurde. Teilweise war es schon wirklich anstrengend, sich durch die verblockten zwei Meter hohen Sträucher zu schlagen, doch ich hatte es mir persönlich nach den Beschreibungen schlimmer vorgestellt. Außerdem sichteten wir tatsächlich am Nachmittag die erhofften Rapadalen-Elche unter uns am Hang! Drei riesige Bullen lagen in den niedrigen Sträuchern und ließen sich länger von uns beobachten, bevor sie sich auf die andere Flussseite begaben. Dabei konnten wir sie dann nochmal bei der Flussdurchquerung beobachten. Somit hatten wir das Rapdalen äußerst erfolgreich hinter uns gebracht und mussten nur noch unser Abendessen genießen.



    Der 7. Tag war dann leider sehr wolkenverhangen und regnerisch, sodass wir einfach nur durch Regen über eine Hochebene mit gelegentlichem Moor stapften, ohne wirklich viel der Gegend zu sehen. Mittlerweile waren wir alle ordentlich durchnässt, natürlich auch die Schuhe/Stiefel mit Membran, von den Trailrunnern von @Krokodilalli und @Fightfor1.5 ganz zu schweigen. Da wir wenig der Landschaft sahen und uns bei den Flüssen und trockenen Bachläufen nicht sichern waren welche davon jetzt auf der Karte eingezeichnet sind, liefen wir leider an der einen Brücke vorbei die wir finden mussten und mussten irgendwann wieder umdrehen. Zum Glück fanden wir die Brücke irgendwann und wurden mit einer verlassenen Rentierzüchterhütte belohnt, in der es zwar trocken und windgeschützt war, aber auch extrem ekelhaft roch und nicht zu verachtend schimmelte. Dennoch nutzten wir die Hütte, um unsere nasse Kleidung aufzuhängen und uns aufzuwärmen und entspannt zu kochen. Gegen Abend bekamen wir dann noch Gesellschaft von fünf Franzosen, die zu unserer Belustigung mit 100 L Rucksäcken unterwegs waren, teilweise Jogginghosen und Sneaker dabeihatten und uns erzählten sie müssten über 30 kg tragen. In der Hütte schliefen schlussendlich nur Niki und ich, der Rest wagte sich wieder raus in den Regen in ihre Zelte.


    Nachdem wir den Morgen in der Hütte in die Länge gezogen hatten, da niemand in seine kalten nassen Socken und Schuhe wollte, ging es mal wieder über eine steinige Hochebene Richtung Parek. Auf dem Weg trafen wir noch eine Gruppe Berliner und in Parek angekommen stellten wir fest, dass es erst Mittag war und wir wenig Lust hatten den Rest des Tages bei Regen im Zelt zu hocken. Also schlossen wir gleich die geplante Etappe für den 9. Tag an und machten uns auf den Weg zum Stuor Dáhtá. Diese Etappe zog sich dann noch sehr lang und die Suche nach einem Zeltplatz gestaltete sich schwierig, da wir langsam wieder unterhalb der Baumgrenze waren und auch die Dichte an anderen Wanderern deutlich zunahm, doch mittlerweile war die Vorstellung von trockener Kleidung und einer warmen Dusche so reizvoll, dass zumindest mir die Strapazen es wert erschienen, wenn ich dafür eine Nacht weniger im Regen im Zelt schlafen muss.


    Der letzte Tag ging dann nur noch bis auf den Kungsleden und auf diesem zurück nach Kvikkjokk, wobei einmal der Weg komplett überschwemmt war und ich knapp 20 Meter lang in meinen Goretex Halbschuhen durch kniehohes Wasser waten musste, was sich wirklich sehr sehr falsch angefühlt hat. In Kvikkjokk angekommen gab es dann auch die heiß erwartete Dusche, nur auf das erhoffte Bier mussten wir verzichten. Am Nachmittag machten wir uns dann direkt auf den Weg nach Jokkmokk um den Supermarkt zu plündern.  


    Somit waren wir also wieder zurück in der Zivilisation und um viele besondere Erfahrungen reicher. Insgesamt bin ich sehr dankbar dafür diese Erfahrungen gemacht zu haben und @Krokodilalli als „Testobjekt“ für Gruppenwanderungen gedient haben zu dürfen. Generell war die Gruppendynamik super und wir haben als Team sehr gut funktioniert.

    Was die Ausrüstung angeht bin ich sehr zufrieden mit den Sachen die ich dabei hatte, ich habe weder zu wenig noch zu viel dabei. Nur das 3F UL Taiji 2 würde ich in solch eine Umgebung nicht noch einmal mitnehmen, da ist mir das Sicherheitsrisiko einfach zu hoch. Außerdem würde ich vermutlich nächstes Mal auch Trailrunner anziehen. Es ist einfach fast unmöglich die Füße trocken zu halten und Trailrunner trocknen wenigstens schnell.

    Ich hoffe der Bericht war für ein paar Menschen interessant und wird akzeptiert, auch wenn es sich nicht wirklich um eine klassische Ultraleicht Tour handelt. Ich habe mich bereits relativ kurzgefasst und könnte noch viel viel mehr zu der ganzen Tour schreiben, aber das würde wohl hier den Rahmen sprengen. Alle Fragen beantworte ich natürlich gerne so gut ich kann :)


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    Dennis hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Jemtlander Pullpac Pulka   
    Der gute @zeank läuft damit gerade das Vita Bandet in Schweden. Kannst ihn auf seinem gleichnamigen Instagram Account verfolgen. Die erste Pulka hat es jedoch schon nicht überlebt und Jemtlander hat ihm eine neue zugeschickt.
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    Es kann sehr gut sein, dass es da deutlich mehr geben wird, aber das klaeren wir in Ruhe...
    Bestimmt.....schoen, dass Ihr hinter dem naechste Huegel wohnt...
    Da hatten wir schon teilweise einen netten Club der alte Saecke

    Dank auch an @martinfarrent fuer die tolle Fleischversorgung fuer den Grill
  20. Gefällt mir!
    Ich verlinke einfach mal auf den steinzeitlich AZBlaster Thread. (Leider durch den damaligen Bestell-Rausch etwas zugespamt.)
    Interessante Infos wie man nur mit nem Wasserfläschen sauber macht gabs im Eingangspost, Hier, Wassermenge & Fläschchen.
    Die 17g Relags-Flaschen gibt's nach wie vor in jedem Laden und sind bei mir auch bis heute in Verwendung
    LG
    Micha
  21. Danke!
    Dennis reagierte auf khyal in Wuensche allen Usern relaxte Feiertage und nen gutem Rutsch..   
    Ich moechte die Gelegenheit nutzen, allen Usern fuer hilfreiche Beitraege zu danken, allen dafuer zu danken, dass sie ihre individuell Expertise benutzt haben, um andere User zu unterstuetzen.
    (Fast) allen dafuer zu danken, dass sie in der Kommunikation im Forum einen fachlichen, freundschaftlichen Schreibstil  benutzen, dass sie auch mit uns Mods Geduld haben, wenn wir mal mit unserer Arbeit nicht hinterher kommen bzw nicht so sehr auf den Einzelnen eingehen koennen, wie wir eigentlich gerne wuerden......

    Ich bin sehr froh, dass @Dennis immer noch das Forum zeitaufwendig als Admin unterstuetzt und sich momentan mit dem Update rumaergert...

    @skullmonkey @martinfarrent Euch kann ich gar nicht genug danken, Ihr tut Euch ja gemeinsam mit mir inzwischen > 6 Jahre den Mod-Stress an und gerade in den letzten 1-2 Jahren ist das ja durch div Trolls, die unglaublich vielen Spamversuche und die politischen Propaganda-Anmeldungen und der dadurch notwendigen Moderation der Neuuser-Gruppe wieder deutlich zeitaufwendiger geworden (deswegen komme ich inzwischen auch mit der Verschiebung von Neu-Usern aus der Moderation raus nicht mehr hinterher).
    Wir versuchen, immer zugunsten des Forums,  dessen Weiterbestand und dem Schutz der User entsprechend zu handeln, aber es ist klar, dass wir es nicht allen "recht machen koennen", dass es immer User geben wird, die es lieber anders haetten, die dagegen "angekaempft haben" und / oder das Forum verlassen haben, denen wuensche ich, dass sie dann woanders im virtuellen Raum etwas finden, wo sie sich wohl fuehlen.

    ich hoffe wir gehen da im neuen Jahr wieder etwas ruhigeren Zeiten entgegen...

    Hey Ihr alle da draussen, dank Euch allen ist das Forum auch eine tolle Wissensdatenbank, auf die wir stolz sein koennen.
  22. Gefällt mir!
    Nur mal fix ein paar Bilder...

    Das Wetter war mal wieder erste Klasse, ueber die 4 Tage haben wir mit teilweise wechselnder Besetzung gechillt / gepaddelt....

    Das uebliche Chaos am Anfang


    Mit Paddelzeug an gewinnt man nicht gerade einen Preis fuer Eleganz


    Da ja die Rur Zahmwasser ist, konnte man bei dem Wetter auch in T-Shirt paddeln



    Das naechste Paddeln ist dann kombiniert mit Fahrtenjollen-Segeln in NL Friesland im Dreieck Fluessen - Tjeukermeer - Princenhof 2. Haelfte Oktober, das Naechse in der Naehe, je nach Pegel entweder mit Uebernachtung bei mir in Overath Suelz -> Agger & evtl Sieg oder halt Heimbach / Rur 2. Haelfte Nov / Anfang Dez
  23. Gefällt mir!
    Dennis hat eine Reaktion von Brise erhalten in You Probably Don't Need to Shower   
    Ich habe mir diesen Thread mal zu Herzen genommen und ein Experiment gestartet. Seit zwei Wochen nutze ich nun weder Duschgel, noch Shampoo und auch keine Deos. Fazit: Ich bin begeistert!
    Ich hätte es nicht für möglich gehalten (höre mich schon an, wie in ner billigen Werbung), aber ich habe nach einer Woche keine Probleme mehr mit meiner Haut gehabt. Ich hatte ein sehr nerviges Schuppenproblem (besonders auf der Stirn) und auch immer starke Schweißbildung.
    Kurz nachdem ich angefangen habe mich nur noch mit Wasser zu duschen, stellte sich die Besserung ein. Der dritte und vierte Tag wurde von einer juckenden Kopfhaut begleitet. Das hat kurz danach aber auch wieder aufgehört.
    Anfangs habe ich ab und zu noch zwei mal täglich geduscht, da ich fand, dass meine Haut klebrig wurde. Aber mittlerweile ist das auch weg. Selbst bei den heißen Temperaturen habe ich weniger Probleme mit Schweiß und Gerüchen als vorher.
    Ich habe natürlich auch bei meinen Arbeitskollegen mal vorsichtig nachgefragt... man merkt ja nicht immer selbst ob man stinkt. Aber die konnten auch nix feststellen... und glaubt mir! Die SIND ehrlich, wenn es um sowas geht
    Also vielen Dank, für alle die hier ihre Erfahrungen gepostet haben!
  24. Danke!
    Dennis reagierte auf HUCKEPACKS in HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEES   
    You're welcome 
  25. Danke!
    Dennis hat eine Reaktion von HUCKEPACKS erhalten in HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEES   
    So jetzt bin ich auch endlich Phönix-Besitzer! Die letzten mal immer den Restock verpasst und heute gesehen, dass ein paar Phönix in M-L und L auf Lager sind.

     
    Merci für den kontinuierlichen Nachschub Mateusz!
    Die Herbstwanderung kann kommen!

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