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  1. Hallo, in der Pfingstwoche werde ich den E5 von Oberstdorf nach Meran wandern. Dazu habe ich eine frage bezüglich Kondensation: Mein Schlafsystem besteht bis jetzt aus: Cumulus Quilt 250, Thermarest X-lite r, 138*280 Cuben tarp, Polycro Bodenplane, und ein kleines Mosquitonetz für einen Regenschirm a la Lint hikes, welches ich gerne zuhause lassen werde. Als ich vor 2 Monaten in Nordspanien gewandert bin ist mir in einer Nacht der Quilt beim Cowboy-campen ohne Bivy von dem ganzen Kondenswasser durchgeweicht. Hilft es da einfach das Tarp aufzuspannen, oder soll ich mir zusätzlich noch einen leichten Bivy oder Überzug aus 10den nylon nähen, damit mir das nicht nochmal passiert? In manchen trockenen Gegenen hat man das Problem natürlich nicht aber was macht ihr in den Alpen? Oder reicht es schon ein flaches A-frame oder eine half-Pyramid aufzuspannen? Als Bivy könnte ich mir so etwas wie den Cumulus ultralight Bivy mit einem angenähten Mückennetz, welches man bei bedarf verwenden kann, vorstellen. Jedoch habe ich da bedenken mit dem Eingang. Dann hatte ich noch die Idee einfach einen Überzug(also ohne Boden) zu nähen, der mit Hilfe eines Gummibandes über den Quilt gezogen werden kann. So ein bisschen wie so standard Regencovers für Rucksäcke. Gruß okki
  2. am interessantesten im artikel über die 24-h-wanderung finde ich die bemerkung zur ökonomie, der veranstalter sei im zweiten jahr des "marsches" nun event-manager, der von diesem leben leben könne. ich hab keine ahnung, ob das stimmen kann und staune. ich weiss auch nicht, ob die allgemeinen, soziologischen tatsachenbehauptungen im artikel stimmen oder fehlschlüsse sind, sondern kann nur ähnliche wahrnehmungen aus den westalpen ergänzen: bergläufe aller schwierigkeitsgrade und ultra-läufe allenthalben. die kritik daran lautet ja regelmässig, dass sei ausdruck einer eventisierung des naturerlebens, mache die natur zur kulisse. ich neige dazu, dem zuzustimmen - andererseits geht mir durch den kopf, dass ja schon die ersterschliessenden herren vom alpine club gerne von ihrem "playground" sprachen. klar, "nachhaltigkeit" und leave no trace gehen anders. man kann da ganz weit schweifen mit den chiffren der kritik am vermassten aktivurlaub und trendsport. eventisierung ist auch am e5. der dav veröffentlicht im gerade verschickten panorama übernachtungszahlen vom e5, alle buden die ganze saison voll, an der memminger hütte ein bierzelt als stube und übernachtungsplatz, in das diejenigen verwiesen werden, die den e5 nicht mit organisierten, geführten touren laufen. beschwerden darüber, dass es keine warmen duschen gäbe bzw. dass man an diesen morgens schlange stehe, steht die reminiszenz gegenüber, dass es mal ganz anders war, selbstversorger, schlafsaal. in der leserumfrage des panorama kann man allen möglichen unsinn ankreuzen (mehr trend oder nicht?) und einen sehr symbolischen gegenstand der höchst ambivalenten positionierung des dav gewinnen: ein e-mountainbike im wert von fast 5000 euro. "nachhaltigkeit" geht anders, es reicht nicht, sie programmatisch zu behaupten. der e5 artikel verweist am ende auf lauter nette hütten mit übernachtungszahlen im bereich unter 1000 für die ganze saison, da geht man dann hin. soziologisch: wandern ist ausweichbewegung geworden. distinktionsgewinne allenthalben. conquistadors of the useless in konzentriertester zweckrationalität, spiegelbild (?) der alltagsorganisation.
  3. Moin zusammen, Ich werde in der letzten September-Woche (bzw. dem Wochenende davor) auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran starten, die 6-Tage-Variante. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zu zweit, aber da das noch nicht ganz sicher ist plane ich erstmal allein. So viel sollte sich dann nicht mehr ändern, sollten wir doch im Duo starten (im Endeffekt: ein größeres Tarp?...)? Ich bin sowohl was Mehrtageswanderungen, als auch was die Alpen angeht relativ grün hinter den Ohren (Tarps habe z.B. ich bislang nur gemeinsam mit Hängematte genutzt) - deshalb hoffe ich auf guten Rat und Feedback, vor allem bzgl. Packliste. Die ist noch Work-in-progress, einiges fehlt noch: Seideninlett (Hütte), Wasserfilter (Sawyer Mini), Socken..., der Kompass ist Overkill (hab nur leider nix anderes)... Packliste Wegtechnisch wird sich am Rother-Führer orientiert + Kompass-Liporello-Karte. Geplant ist die Hütten nur als Backup für Notfall/Komfortbedürfnis zu nutzen und sonst zu biwakieren. Ich möchte falls solo mit einem 1,5x3m Tarp losziehen. Dazu einen Biwaksack. Nun habe ich damit wirklich null Erfahrung. Ich tendiere zwischen "wasserdicht, dann geht auch fieses Wetter" (Cumulus Shield Bivy) und "lieber atmungsaktiver, dafür nur Sprayschutz" (Cumulus Ultralight Bivy). Hat wer Erfahrungen mit diesen Bivys (idealerweise natürlich beide im Vergleich... ;)) Andere Bivys lasse ich mir gerne empfehlen, teurer wird allerdings schwer, mein Portemonai ist derzeit leider permanent UL... Meine Tendenz geht zu eher wasserdicht, auch bzgl. eventueller zukünftiger Nutzungen. Ist wer den Weg schonmal so spät gelaufen und kann was zu Wetter- und Temperaturtendenzen sagen? Liebe Grüße, Jo
  4. micha90

    E5 - Basics

    Hi alle zusammen, in 4 Wochen (5. Juli) habe ich vor mit zusammen mit meiner Schwester die Wanderautobahn zu besuchen und den E5 zu laufen. Die geplante Strecke ist Konstanz bis Bozen und sollte entspannt in den zwei Wochen machbar sein, die wir dafür haben. Der Plan ist es, wenn möglich die meisten Nächte draußen zu übernachten (LNT Stealthcamping) und die Hütten überwiegend nur fürs Essen aufzusuchen. Im Gegensatz zu den anderen Threads die ich finden konnte, geht es mir nicht um Ausrüstung (mein BW wird je nach dem im 3-4kg Bereich sein, meine Schwester ca 5kg, Packlisten werden ggf noch gepostet) sondern um das ganze drum herum: Kartenmaterial: gibt es eine Sinnvolle Alternative dazu 6 vollständige Karten mitnehmen zu müssen? Auch wenn sich das durch zwei teilen lässt finde ich das ziemlich viel Masse. Die Karten im Wanderführer (Rother) sind super klein und man erkennt nicht wirklich irgendwas darauf..Übernachtungen: ist das überhaupt durchführbar, oder bekommt man schon Stress, wenn man nach dem Abendessen aus der Hütte verschwindet bzw erst kurz vorm Frühstück dort auftaucht?Nahrung: Kochsystem wird zu Hause gelassen, da man auf den Hütten und in den Ortschaften warme Mahlzeiten bekommen sollte. Die Preise werde allerdings wohl eher gesalzen sein, so dass ich überlege zumindest für die ersten paar Tage Snacks mit zu nehmen. Ist das Sinnvoll?Wie gut sind die Verpflegungsmöglichkeiten in den Tälern? Gibt es dort vernünftige Dorfläden mit guten Lebensmitteln, oder ist das eher Tankstellen Junkfood?Geld: Gibt es regelmäßig Geldautomaten, oder sollte ich größere Summen in Bar mit nehmen? (mit meiner Karte kann ich überall gratis abheben, das würde sich also anbieten)Einzige Gear Frage: Reicht mein Cumulus 150 (bis +4°C) oder muss ich den dicken 450er mitnehmen (bis -8°C) um die Nächte draußen nicht zu erfrieren? Dazwischen hab ich leider nichts. Zusätzlich werde ich noch Bivys nähen, die auch als Hüttenschlafsäcke funktionieren, aus kalandriertem Nylon. Das sollte zumindest ein klein wenig extra Wärme bieten. Schöne Grüße Micha
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