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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben

Liebes Forum,

wie bereits berichtet, möchte ich in nächster Zeit eine Lösung für den wasserdichten Gepäcktransport auf meinem Packraft finden. Das Gepäck wird in meinem Boot üblicherweise unter den Sitzen verstaut, und bildet dort wohl oder übel dann auch den tiefsten Punkt, wo sich jegliches Wasser bzw. auch Schmutz sammelt.

Auch wenn ich voraussichtlich (bzw. hoffentlich) gerade mit diesem eher zahmen Bootstyp nie kentern werde, kann ich mir einerseits gut vorstellen, dass doch einmal eine etwas größere Menge Wasser ins Boot kommt, bzw. hätte ich auch einfach gerne mein Material wirklich verlässlich wasserdicht geschützt. Gleichzeitig wäre es fein, sowohl bei Kosten als auch Gewicht gegenüber z.B. Ortlieb-Drybags einzusparen.

 

Meine bisherigen Überlegungen sind die folgenden:

  • Rucksack abdichten: ich nähe gerade an meinem ersten X-Pac Rucksack. Rein theoretisch müsste es möglich sein, diesen abzudichten, wobei ich mir das bei den vielen Nähten relativ aufwändig vorstelle. Außerdem liegt der Rucksack dann direkt im Dreck/Wasser.
  • Wasserdichter Liner: Der Inhalt wäre zwar trocken, der Rucksack aber wieder im Dreck/Wasser, bzw. alle Außentaschen auch ungeschützt
  • Großer Drybag: Der gesamte Rucksack wäre vollständig geschützt, diese Version erscheint mir aus jetziger Sicht gerade optimal. Das Material müsste auch nicht extrem viel aushalten, insofern könnte man es wohl auch etwas leichter dimensionieren.

 

Sofern die Lösung Sinn macht, ergibt sich als nächstes die Frage nach dem Material:

  • SilNylon mit Silikon bei den Nähten abgedichtet: Zwar sehr leicht, aber wahrscheinlich nicht dicht genug, habe einmal einen Drybag so hergestellt, und so ganz hat mich das nicht überzeugt
  • SilNylon mit Elastosil kleben: wirkt für mich irgendwie aufwändig mit Andrückrolle, ablüften, usw.
  • DCF: habe ich noch nie verarbeitet, wirkt aber recht simpel. Initial wohl auch recht dicht, hier würde mich am meisten die langfristige Dichtigkeit bzw. Haltbarkeit zweifeln lassen - teuer wäre es jedenfalls auch.
  • PU-beschichtetes Nylon: Könnte wohl mit Nahtband recht gut abgedichtet werden, wäre auch verhältnismäßig günstig. Die Langlebigkeit vom geklebten/gebügelten Nahtband ist dann wohl hier der Schwachpunkt, bzw. ab irgendeinem Punkt wohl die PU-Beschichtung generell?
  • TPU-Nylon bügeln: da bin ich irgendwie sehr skeptisch, ob ich hier mit einem Haushalts-Bügeleisen ein verlässliches und haltbares Ergebnis hinbekomme...

 

Hat jemand von euch Erfahrungen bei der Verarbeitung von Drybag-Materialien, bzw. übersehe ich grundsätzlich irgendetwas in meinen Überlegungen?

 

Vielen Dank euch jedenfalls für eure Ideen und Inputs!

Geschrieben

Hallo Kraxelmaxel,

ich habe 2 "Drybags" in Verwendung, beide aus Silnylon. Einer genäht  und abgedichtet, einer geklebt. Funktioniert beides, allerdings ist die Haltbarkeit sehr begrenzt, so dass die beiden "Drybags" inzwischen eher gegen Spritzwasser schützen und nicht vor dauerhafter Nässe. Mit der Zeit scheuern sich winzige Löcher ins Material.

Meine Erfahrungen zu den anderen Materialien:

PU-beschichtetes Nylon lässt sich nach meiner Erfahrung auch sehr gut mit Pattex Transparent verkleben. Nähen ist dann gar nicht notwendig. Meiner Meinung wird nach wird das Material unterschätzt.

TPU-Nylon bügeln funktioniert mit einem Haushaltsbügeleisen sehr gut. Ich habe meine ersten 3 Packrafts so gebaut. Nur sollte die TPU-Beschichtung nicht zu dünn sein. Besser das Material vorher testen.

Ich habe übrigens meine Drybags so gestaltet, dass ich sie auch als Pumpsack für das Packraft und für die Isomatte nutzen kann.

Ich hoffe das hilft weiter...

Nie ist zu wenig, was genügt.

Geschrieben

Ich nutze zwar aufgrund des geringen Preises fertige Drybags usw habe aber sehr viel Erfahrung mit wasserdichtem Gepäck verpacken im / auf dem Packraft...

da man unten im Boot auch mal mit den Füssen vor kommt, bei einer Kenterung das Zeug auf dem Fluß auch mal in der Strömung an Ästen usw entlang schabt, würde ich kein zu dünnes Material nehmen z.B. die STS Si-Nylonsäcke  sind bei mir über viele Jahre absolut dicht, aber im Gepäck.
DCF ist ein klasse Material für einen Packraft-Rucksack, nutze ja einen großen Porter für Hybridtouren, aber unten im Boot fände ich es suboptimal, 

In den heutigen Zeiten, in denen man mit einer Zero Pump etliche Packrafts nacheinander aufblasen kann, hantiere ich eh nicht mehr mit Aufblassäcken rum.

Bei meinen Selfbailern, wo ein Packsack unten im Boot ständig / stundenlang im Wasser liegt, habe ich die Erfahrung gemacht, daß sich durch fast jeden Rollverschluß Wasser mogelt, besser wird´s, wenn man nicht 3* sondern 5* umschlägt.

Auf der anderen Seite wirst du mit einem Omega mit Sitzen in der oberen Position vermutlich nicht WW oberhalb von 2 paddeln, dann bleibt es rel trocken im Boot und ein Schwimmer ist Edelpech oder man hat was verschnarcht :mrgreen:

Da gerade der Extex-Shop nicht erreichbar ist, kann ich nur mal so Material angeben, natürlich würde das dicke Material der Ortlieb PD350 Säcke dicke reichen aber das etwas flexible Material der STS Big River Säcke -> 420D TPU reicht bei mir auch im Selfbailer.

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