Tag 3 Endspurt. Zum Glück mit weniger Höhenmetern als die Tage davor, jedoch merkte ich schon beim ersten kleinen Berg, das meine Beine einfach keine Kraft mehr haben. Also irgendwie über zwei Hügel und einem Ort nach Bödefeld geschleppt. Für so einen kleinen Ort wie Brabecke finde ich diesen gut gepflegten Bücherschrank sehr bemerkenswert. Gedanklich war ich hier schon am überlegen, ob ich mir nicht einfach ein Taxi rufe, das mich zum Auto fährt, auf noch mehr bergauf hatte ich einfach keinen Bock und keine Kraft mehr. Bödefeld ist ganz hübsch, es war Samstag Mittag und es schien ein bissl was los zu sein im Ort, der anscheinend auch viel Tourismus hat. Mitten im Ort gab es ein hübsches kleines Kaffee, das Tismes, das angenehm besucht und betriebsam war. Bei Zuckerteilchen und Kaffee überlegte ich mir dann, ob es zu Fuß über den Berg oder mit dem Taxi weiter gehen sollte. Tja, ist so eine Sache mit dem Ehrgeiz. Bin eigentlich nicht so der Typ dafür. Jedoch hat hier mein Ehrgeiz entschieden:“Steh auf und wandle! ÜBER den BERG!“. Also, dafür gebetet, dass mich Koffein + Zuckerschock wenigstens ein paar Höhenmeter hochbringen. Spoileralarm: der Koffein + Zuckerschock ist nie gekommen. Genauso isses! Hinter Bödefeld ging es ganz nett hoch zum Beginn des Kreuzweges des Dorfes. Am Startpunkt gibt es mehrere Heiligenschreine und eine kleine Kapelle. Sehr nett gemacht und Ort einer längeren Pause für mich. Danach ging es dann den Berg hoch entlang des Kreuzweges. Direkt und steil, 200 Höhenmeter am Stück. Bänke beim Startpunkt mit Blick auf Bödefeld Einer von vielen Schreinen Der Kreuzweg: 200 Höhenmeter steil den Berg rauf! An der 5. Station „Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen“ hätte ich mir auch einen Simon gewünscht, der meinen Rucksack trägt. An der 8. Station „Jesus begegnet den weinenden Frauen“ hätte ich auch gern geweint. Und an der 9. Station „Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz“ bin auch ich zum dritten mal unter dem Gewicht meines Rucksack zusammen gebrochen. Insgesamt habe ich da mit Pausen für den einen Kilometer eine Stunde gebraucht. Oben an der Kreuzkapelle erst einmal eine weitere lange Pause. Auch wenn es mörderisch anstrengend war, die Kapelle auf dem Berg mit dem Ausblick war für mich schon ein besonderer Ort und ich war froh, dass ich dorthin gelaufen bin. Kapelle oben auf dem Berg Blick ins Tal Ab jetzt gab es laut Navi nur noch kleinere Steigungen. Und tatsächlich, der Rest des Weges hat sogar wieder Spaß gemacht. An der nassen Wiese vorbei ging es flotten Schrittes weiter auf die Hunau. Nasse Wiese Der Gipfel ist jedoch komplett im Wald, also direkt weiter gelaufen. Kurze Zeit später kam dann das Skigebiet Hunau, und hier gab es die schöne Aussicht, plus Panoramaliege. Skigebiet HunauBlick auf den Fernsehturm Also lange geruht, was Warmes zu essen gemacht und den Endspurt angetreten. Mit Musik aus dem MP3-Player ging es dann noch langsam wieder zurück ins Tal und nach Holthausen. Und von dort die letzten Meter bis zum Auto, geschafft! Ein letzter Weitblick über die Berge und Täler des Sauerlandes Die Lehren der Tour… ...zu viele Höhenmeter machen mir keinen Spaß ...CoMaps als Navi-App ist viel einfacher zu bedienen als OsmAnd, wird jetzt meine neue Standart-Navi-App ...auf die OSM Karten ist nicht immer verlass, die nächste Tour plane ich nur auf Strecken von offiziellen Wanderwegen ...im Sauerland gibt es echt viele Heiligenschreine, Kapellen und Kreuze ...September ist Pilze Zeit ...das Tarptent Rainbow ist mir mit Kondens zu nass und mein Rucksack passt dank Rahmen einfach nicht mit ins Zelt ...die Zenbivy Flex Air Mattress in Wide XL ist zwar weder leicht noch preiswert, jedoch das bequemste, was ich bis jetzt als Matte hatte zum zelten