Jever
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Jever hat eine Reaktion von traveloors erhalten in Lukmanierpaß und Greina HochebeneSchöne Tour, die Greinebene ist wirklich beeindruckend undIch bin ungern Spassverderber, aber:
Wie schon hier geschrieben, ist die Greina Hochebene ein Naturschutzgebiet und somit für Camping tabu. Mit (ungeplantem) Notbiwak in einer Gegend argumentieren, bei der die nächste Hütte bzw. die Grenze des Naturschutzgebiets über einen T2-Pfad in maximal einer Stunde erreichbar ist wird im Konfliktfall mit einer Behörde nicht greifen.
Mit "ist mir nicht aufgefallen" kannst Du dich auch nicht herausreden, denn es stehen an allen Zugängen grosse Schilder mit dem Hinweis "Zelten verboten".
Netterweise steht als erstes auf der von Dir velinkten Seite: "Plan ahead - Know the regulations and special concerns for the area you'll visit." Eventuell sollte man noch ergänzen, dass man sich an die Vorschriften auch halten soll.
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Jever hat eine Reaktion von aledran erhalten in HüttenschuheMuss ich nicht. Die ist leider von Haus aus teuer. Kompensation bringt mir auch nix, wenn der Gegenstand selber untauglich ist. Beispiel Seite 4 - Brillentuch/Tesa/Sitzkissen-Schuh. Dem Ding gebe ich exakt 50m von der Haustür bis zur Bushaltestelle, dann klebt der Tesafilm nicht mehr unten an der Sohle oder ist vom Teer bereits durchgescheuert, und ich kann mit den Resten des Films noch maximal die Sitzkissenreste fein säuberlich zusammen kleben und dann ordentlich in die dortige Mülltonne entsorgen.
Die Alternativen mit Schnur/Isomatte als Kombi zerlegt es ebenfalls schnell, weil die Schnur sich durch die Isomatte frisst.
Die verlinkten Surfschuhe von Matchbox sind nicht wasserdicht.
Meine Treter haben jetzt rund ein Dutzend Tage hinter sich, und das ohne jegliche Abnutzungsspuren. Ich bin damit z.B. auf dem Weg zu Skitouren und zurück, weil ich keine Lust habe, 2 Stunden in den Skistiefeln zu kochen. Ich fahre damit Auto Langstrecke, hocke damit im Flugzeug und nutz die Dinger als Hausschlappen, wenn ich über Nacht woanders zu Besuch bin.
Das einzige Manko werde ich versuchsweise mal mit einer dünnen Isomatte bekämpfen: nach bereits 5 Minuten auf kaltem Untergrund (z.B. an der Bushaltestelle oder am Bahnhof) wird es von unten empfindlich kühl. Da fehlt schlichtweg etwas Isolation
Zur Kompensation: wenn ich hier nur überschlagsweise mal zusammen rechne, dann kostet der Kram im Bild (Rucksackinhalt nicht eingerechnet) bereits etwa 2.5k Euro. Da muss ich nix zusätzlich kompensieren, das ist mir jetzt schon zu teuer.
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Jever hat eine Reaktion von aledran erhalten in HüttenschuheWenn es in der Hütte kälter ist: Die hier wiegen 135g/Paar in XL 42/43 und besitzen eine rutschfeste und vor allem dicke Sohle, mit der man auch bei 0°C auf Steinplatten herumlaufen kann, ohne sich die Füße abzufrieren.
Nachtrag: Im Gegensatz zu manch anderem Chinaprodukt stinken die Teile nicht nach Chemie. Die Teile sind sauber vernäht, haben keine Daune (wie bei Ali angegeben) sondern Polyzeugs als Dämmmaterial drin und haften auch auf Parkett ganz gut. Jetzt ist ein zweites Päckchen für meine bessere Hälfte unterwegs.
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Jever hat eine Reaktion von aledran erhalten in Rucksack für die Alpen gesuchtDu suchst den gerade über das Suche Forum....
Imo wieder ein Fehler
Rucksäcke muß man wie Schuhe eine Weile lang tragen und ausprobieren. Nicht jede Tragegestellkombi paßt zu jeden Rücken, und manchmal regen einen dann Details auf. Bei mir fallen z.B. die derzeitigen Black Diamond-Säcke durch, da sie so ein komisch flexibel aufgehängtes Trägersystem haben, welches ich schlichtweg nicht akzeptabel finde.
Den Prolighter habe ich z.B. auch erst gekauft, nachdem nicht nur beim Anprobieren das Teil super auf dem Rücken lag, sondern nachdem ich eine halbe Stunde lang mit 18kg Zuladung damit durch den Laden spaziert bin und immer noch keine Schmerzen auftraten. Die Verkäufer haben zwar gestaunt, warum jemand den gesamten Vorrat an Sandsäcken in das Teil reinschaufelt, aber Test ist eben Test.
Also rein in den nächsten Laden und austesten, was es so alles gibt. Ich würde für einen stabileren Tourenrucksack so grob im Gewichtsbereich 1kg-1.2kg bei 40L anpeilen, denn da ist genug Material für ein gutes Tragesystem und die Hülle ist auch nicht aus dünnstem Material.
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Jever hat eine Reaktion von aledran erhalten in Rucksack für die Alpen gesuchtDer Eingangsbeitrag klang nicht nach obiger Tourenart sondern eher nach Zustieg in den Alpen, Gipfel, runter, heim. Eispickel ist eher selten bei Klettersteigen, aber nu denn...
So sieht mein Rucksack (Millet Prolighter) aus, vollgepackt mit Zelt, 2 Isomatten, Schlafsack, Kocher, Lebensmittel für zwei Personen und 4 Tage, Kocher, Gaskartusche, Topf, Ersatzkleidung (z.B. ein dickes Fleece), Helm, einem Dutzend Landkarten, Stöcke und all dem anderen Tand. Das war die Ausrüstung, mit der wir mit 100% eigener Verpflegung über den VAV gewandert sind und eigentlich auch noch weiter wandern wollten (entweder Glarner oder ins Wallis - daher die Kartenauswahl). Kam dann leider eine mehrtägige Schlechtwetterfront rein...
Da wackelt schlichtweg gar nichts und 65L sind es auch nicht.
Was ich bei deinen Vorgaben machen würde, wäre (sofern nicht geschehen):
Isomattensplit. Die unempfindliche Schaummatte außen ran, eine kleine für den bequemen Schlaf (Thermarest prolite kurz) in den Rucksack.
Schlafsack möglichst leicht und mit kleinem Packmaß (bei mir ein Roberts Ultralight mit ein paar kleinen Extras). Der kommt in den Rucksack.
Zelt möglichst mit kleinem Packmaß, außen ran. Hier könnte ich bei meinem Teil (MSR Nook) noch das Innenzelt rauswerfen und das Packmaß weiter verringern. Alternativ auch Komplettverzicht auf das Zelt, in etwa so wie hier:
oder hier...
Helm, Stöcke, Eispickel, Steigeisen außen ran. Mit ein paar Minikarabinern kann man das gut festzurren, sofern der Rucksack passende Schlaufen hat (hat der Prolighter).
Klettersteigset und Rest innen rein.
Kocher und Topf möglichst klein. Beim VAV (Bild oben) hatten wir noch einen 2L-Topf mit Wärmetauscher aus Alu dabei, der ist nun für Sommertouren rausgeflogen und wurde durch einen Evernew Titantopf ersetzt. 1.3L für zwei Leute, 0.9L solo. So kann ich in einem Rutsch Wasser für Essen und Tee kochen. Teller und Tassen sind allesamt Falttassen von Fozzils - die nehmen im Rucksack keinen Platz weg.
Die Jacke im Bild oben ist ebenfalls ersetzt bzw. in zwei Jacken gesplittet. Eine Softshell die ich meistens trage sowie eine klein verpackbare Regenjacke, die im Rucksack vor sich hin gammelt und kaum genutzt wird. Deswegen hier auch ein Verzicht auf teure Gorejacken (lohnt nicht) und statt dessen eine Raincut von Quechua. Gleiches gilt für den Fleece, der ist einer Rab Xenon Hoody gewichen.
Der Trick besteht dabei, nicht ausschließlich auf das Gewicht zu achten, sondern auch das Packvolumen im Auge zu behalten. Unempfindliche und sperrige Sachen kommen außen ran.
Bei den Klamotten ist die Aufteilung so, daß die schweren/stabilen/sperrigen Sachen (Softshell bei mir) in der Regel am Körper getragen werden und alle selten genutzen Kleidungsstücke (Regenjacke) möglichst klein verpackbar und billig ausgelegt sind
....und schon braucht es keinen 50L-Rucksack mehr.
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Jever hat eine Reaktion von aledran erhalten in Rucksack für die Alpen gesuchtZum ersten Satz: Was für Dich eine Provokation ist, ist für mich eine Meinung.
Zum zweiten Satz: für mich bedeutet Gewichtsreduktion auch, möglichst lange unabhängig unterwegs sein zu können. Wenn ich anstelle 6kg Basweight mit 4kg rechnen kann, kann ich weitere 2-3 Tage auf Reisen gehen, ohne mich um Unterkunft und Nachschub kümmern zu müssen.
Wie war das Motto noch gleich? "Schneller, weiter,..."?
Was Du hier dagegen propagierst ist eine Reduktion darauf, ortsnah, sozusagen im Dunstkreis um den nächsten Supermarkt herum, kleine Touren zu unternehmen. Du reduzierst das "weiter" im obigen Motto ganz schön und schränkst die Anwendung der ganzen Optimiererei ganz schön ein.
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Jever hat eine Reaktion von aledran erhalten in Rucksack für die Alpen gesuchtGenau das ist der Ansatz, und nicht das zu tragende Gewicht an einer zufällig gewählten Meßlatte anzulegen, dabei völlig die Randbedingungen zu ignorieren und daran festzunageln, ob es UL ist oder auch nicht.
5kg für eine Tagestour hinterm Haus als "UL" zu deklarieren finde ich z.B. ebenso engstirning wie die Verneinung, daß jemand mit 3.5kg Baseweight und 20kg Lebensmittel im Rucksack (weil wochenlang unterwegs) nicht UL sei.
Vielleicht sollte das Forum aber dann umgetauft werden. Spontan fällt mir "Supermarktwanderforum - keine Tour ohne Aldi alle 2 Tage" ein (nur UHs schleppen ihr Essen selber). Stellt sich mir aber dann gleich wieder eine Frage: warum watschelt ihr nicht einfach nur mit Kreditkarte los und pennt in Hotels? Da läßt sich so richtig Gewicht sparen...
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Jever hat eine Reaktion von El Perezoso erhalten in Erfahrungen mit Billigrucksack ?Wo ist das Problem?
Jeder, der für das Geld etwas bestellt weiss, worauf er sich hinsichtlich Funktionalität, Komfort, Qualität und Langlebigkeit etc. einstellen muss. und je nach Anwendung bevorzuge ich auch billigste Dinge über "High Tech". Mein Tagesrucksack für kleine Wanderungen ist ein Faltrucksack von Ali. 10L Volumen, zusammengeknüllt so gross wie eine Coladose und hat glaub ich 5 Euro gekostet. Reicht doch locker für ne Windjacke, ne Sonnenbrille, 0.5L Wasser und ein paar Müsliriegel, und trägt sich mit dem Gewicht so angenehm wie ein UL gehypter Rucksack für einen locker dreistelligen Betrag.
Bei Handschuhen nutze ich durch die Bank durch gummierte Arbeitshandschuhe von Pfanner anstelle dedizierte alpingeprüfte Dinger von Black Diamond und Konsorten. Die Pfanner kosten 8 Euro das Paar und es kratzt mich Null, wenn dann nach 2 Jahren die Gummierung durchgescheuert ist oder ich einen auf Tour verliere. In der Zeit wäre das Leder der etwa 10-15x so teuren Outdoorstulpen auch hinüber, und runter fallen tun die leider auch.
Den GR20 auf Korsika bin ich damals in einer 10 DM teuren Armeeimitatshose gelaufen, was in Anbetracht der Äste und Dornen keine schlechte Wahl war. Die war dann eben nach 3 Wochen auf der Haut durch, aber das war besser verschmerzbar als eine teure extra Outdoorhose, die es auch zerrupft hätte.
Meine Regenjacke war ehemals auch so Goregedöns. Hightech, sauteuer. Dann habe ich einmal nachgerechnet, wie oft ich solch eine Jacke trage, wieviel mich solch ein Nutzungstag letztendlich kostet und wieviel Gewicht und vor allem Packvolumen ich da ständig sinnlos im Rucksack dabei habe. Jetzt isses alternativ eine Deacthlonjacke (Hermetisch dicht, 8 Euro und ev. 150g schwer), eine Frogg Toggs (ähnlich teuer und schwer) oder ein Silnetponcho vom Ali (für sagenhafte 15 Euro).
Und last but not least könnte ich z.B. einen Biwaksackfür Notfälle z.B. von ME kaufen und dafür 25 Euro auf den Tisch legen, oder ich zahle 3-4 Euro bei Aliexpress und bekomm exakt das gleiche Modell in gefaltet anstelle gerollt und ohne ME-Aufdruck....
Und so geht das fröhlich weiter. Man muss nur wissen, wo man wieviel Geld sinnvoll investieren sollte, dann kann man auch etwas günstiger unterwegs sein.
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Jever hat eine Reaktion von poigfrr erhalten in Suche alpinen Weg/Region für Trekking/Wildcampen / ~100kmDas ist auf der typisch gewanderten Nord-Südstrecke nicht wirklich alpin, sondern eine Wanderung im Wald. Und sobald du den Ring wanderst (Cima Sasso -> Marsicce ->Zeda) biste bei alpin und T5.
Zum B1: den habe ich so gebastelt, dass man ihn mit Biwak/Zelt durchwandern kann (stehen einige Plätze im Text drin), man kommt alle 3-4 Tage durch ein Dorf und kann Lebensmittel kaufen (Supermärkte sind alle drin beschrieben), und man kann ihn wirklich gut mit Zelt gehen - bis auf eine Nacht. Im Murgtal muss man entweder an einem Tag von Murg nach Engi wandern (geht, habe ich auch gemacht), oder in der Murgseehütte pennen, oder fragen, ob man daneben zelten darf. Das ist ein Schutzgebiet, wenn ich mich recht entsinne seit 1910, und das hat man zu respektieren.
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Jever hat eine Reaktion von poigfrr erhalten in Suche alpinen Weg/Region für Trekking/Wildcampen / ~100kmB1. Beschrieben mit Routen, Plätze etc. PDF hier: https://www.outdoorseiten.net/vb5/forum/tourenvorbereitung/tourenvorbereitung-d-a-ch/109868-der-b1-vom-alpstein-nach-airolo
Solange man der Hauptroute folgt T3, wenn man will hat es Alpinvarianten bis T5 drin. Und mit T5 meine ich echte T5 nach Westalpeneinstufung.
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Jever hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in Packliste hüttengestützte Tour in den AlpenDa immer mal wieder die Frage nach einer Packliste für Mehrtagestouren in den Alpen (z.B. für den E5) auftaucht, kommt hier mal meine Grundliste. Und da eine Liste als Vorlage ohne Erläuterungen sinnlos ist, nun im Detail. Die Liste ist keine Theorie, sondern ist das Ergebnis von rund 1000 Hüttenübernachtungen.
Kleidung oben:
Ich setze auf vier Lagen, bestehend aus dem Unterhemd sowie je einer Windblocker- und Regenschutzschicht, und dazwischen noch eine Wärmeschicht. Zusammen genommen sind die Schichten warm genug für ein Worst Case Scenario (Abstieg bei Wettersturz im Schneefall, Sturm und bei unter Null Grad). Ich nutze nur langärmliges Material und rolle notfalls die Ärmel hoch. Unbedeckte Haut muss gegen Sonne geschützt werden und ist suboptimal im Firn, Fels, Geröll und Schutt (Verletzungsgefahr).
Alle Schichten sind oben herum farblich so gewählt, dass ich im Gelände sichtbar bin (rot, orange, gelb, neongelb,. ..),bei Touren abseits der Touristenmassen setze ich durchgehend auf Neonfarben in allen Schichten. Die Meinung anderer bezüglich Aussehen ist mir da herzlich egal, es geht um meine Haut und darum, ob mich eine Suchtruppe möglichst gut auch bei suboptimalen Bedingungen (Regen, Nebel, Schneefall, Dämmerung) findet, oder nicht. Farbe funktioniert ohne Strom, ohne Knopfdruck und 24 Stunden pro Tag und ist der beste passive Schutz im Gebirge. Nebenbei hat noch kein einziges Mal jemand irgendwelche Bemerkungen fallen lassen, und die Regacrew, die mich 2016 mit kaputtem Bein vom Berg kratzen musste, war hocherfreut darüber, mich so einfach im Gelände auffinden zu können.
Alle Klamotten sind aus Synthetik. Wolle saugt sich mit Wasser voll, Wasser muss verdampfen und führt zur Auskühlung, und Kälte tötet. Also lieber etwas mehr stinken und zum Ausgleich weniger frieren.
Handschuhe: Pfanner Stretch Flex Ice Grip, oder wenn man die nicht bekommt, Gartenarbeitshandschuhe vom Obi. Dank der Gummischicht wasserunempfindlich und mit sagenhaftem Grip am Fels. Aufgrund der roten Farbe vergisst man die im Gras seltener, und der Klettverschluss ist ein hübscher Bonus für Handschuhe, die pro Paar etwa 8-9 Euro kosten. Am besten gleich mehrere Paare kaufen, zumindest mir fallen die gerne in steileren Kletterstellen gerne den Hang runter, wenn ich sie ablegen muss.
passende Arbeitshandschuhe aus dem Baumarkt für unterwegs
Kappe: winddicht in Helmform ohne dick auftragende Nähte an der Kopfseite, damit auch mal ein Helm drauf passt und die Kappe auch dann nicht stört, wenn man sie im Bett trägt.
Kleidung unten:
Neben einer 0815-Unterhose kommt entweder eine gefütterte Hochtourenhose zum Einsatz, ergänzt um eine Regenhose, oder in tieferen Lagen eine dünne Wanderhose (Decathlon) plus Regenhose, ergänzt um eine lange Unterhose auf längeren Touren mit unsicherer Wettervorhersage (Stichwort Wettersturz).
Als Socken kommen Kompressionsstrümpfe (Blasenschutz), ergänzt um dünne Trekkingsocken /Falke TK2 o.ä.) bzw. Seal Skins bei Regen oder längeren Touren im Schnee im Hochsommer. Die Skinz halten hervorragend warm und die Füsse trocken.
Kleidung generelle Anmerkungen:
Aufgrund der zig Schichten ist es kein Problem, unterwegs mal ein Kleidungsstück durch einen Waschzuber o.ä. zu ziehen. Dann sitze ich eben einen Abend in der Regenhose in Hütte herum.
Bei der Wetterschutzschicht setze ich auf leicht&billig, nachdem zig teure Gorejacken oft jahrelang ungenutzt im Rucksack mitgetragen wurden, nur um beim ersten oder zweiten Einsatz bereits undicht zu sein. Das ist mir das Geld nicht wert.
Hüttenschuhe: lohnen sich vor allem bei An-/Abreise per ÖV, zumindest in CH sind überall ausreichend Hüttenschuhe vorhanden, eigene somit unnötig. Ich nutze billige Badelatschen (ca. 7 Euro) mit wasserdichter Gummisohle vom Ali. Leicht, brauchen kaum Platz, sind stabil
Schuhe: passend zum Gelände. Auf touristischen Pfaden im Bereich T1-T3 Trailrunner, bei Touren abseits der Pfade und bei T4 und darüber leichte Bergstiefel, und wenn die Route unbekannt ist: Bergstiefel.
Sonstige Ausrüstung :
Der Rucksack hat grob 35L Volumen. Wer für eine hüttengestützte Tour mehr braucht, hat falsch gepackt. Beim Rucksack sind Aussenbefestigungen für Stöcke, ev. Eisbeile und Steigeisen wichtig. Netzttaschen und Täschchen am Hüftgurt sind imo Gimmicks, die habe ich nie vermisst. Wichtig ist eine schlanke Rucksackform, falls es unterwegs enger zugeht.
Das Komfortlimit sollte bei mind. 10kg liegen, so dass man unterwegs auch mal frische Lebensmittel (Brot, Käse, Wurst etc.) oder eine Dose Bier einpacken und neben dem Rest (Trinkwasser,…) tragen kann, ohne dass das System gleich wegen Überladung zusammen klappt. Lohnenswert ist es, zumindest 3-5 Minikarabiner (so 2 cm lange Dinger) einzuklippen, um irgendwelche Dinge am und im Rucksack besser befestigt zu bekommen (Geldbeutel, Riemen der Stöcke, Handschuhe).
Traditionelle, wandernde Schrankwände (Pfälzerhütte, 2h oberhalb des Talorts) - k.A. was die alles schleppen, aber es ist zu viel.
Mein Rucksack sah trotz Hüttenübernachtung nicht wirklich annähernd so prall aus (nicht im Bild die Gehkrücken, die ich auch mittragen durfte, weil man mir 2.5 Wochen davor Schrauben aus dem Fussgelenk entfernt hatte).
Stöcke: Alu, kein Carbon. Ich habe noch keinen Alustock abgebrochen bekommen (maximal verbogen) und mittlerweile grob 10 Paar Stöcke herunter genudelt. Ein Paar Leki Carbonstöcke, die ich zum Testen bekam, war nach ersten Tourentag bereits ein Fall für den Restmüll.
Sonnenbrille: Gletscherbrille, Kat 4. Dann ist es egal, wo man entlang läuft und braucht keine zweite Brille.
Sonnencreme: LSF 50, Daylong. Beste Creme am Markt, hält lange, fettet nicht, zieht schnell ein.
Taschenlampe: bei touristischen Touren (Strom/Licht auf den Hütten) reicht eine kleine Lampe für das Schlaflager, wenn man morgens früh im Dunkeln am Berg unterwegs ist, sind 200 Lm dauerhaft und stundenlang Pflicht, bei Touren abseits der gepflegten Wege (Schutt mit Steinmännchen bei Dunkelheit) kann man höchstens ausreichend, nie aber zu viel Licht dabei haben. Beste Lichtfarbe, um andere z.B. im Schlaflager nicht zu stören, ist blau. Rotes und weisses Licht geht quasi ungefiltert durch geschlossene Augenlider und stört, blau wird gefiltert.
Uhr/Höhenmesser: die wichtigsten Elemente sind absolute Höhe, Uhrzeit sowie Vertikalgeschwindigkeit, damit man abschätzen kann, wie gut man zeitlich unterwegs ist. GPS braucht es nicht in der Uhr, da reicht bei gutem Wetter entsprechende Software auf dem Handy aus. Im Winter ist ein dediziertes GPS Pflicht, Handy reicht nicht.
Handysoftware: OSMAnd Vollversion mit Hill Shading und Höhenlinien Addon reicht in 90% der Fälle aus, denn für AT/CH/IT sind die relevanten Wege alle drin. Für CH ist noch die Swisstopo App wichtig (Karten daheim herunter laden, können dann offline genutzt werden). Wer CH Karten für die Feinnavigation braucht: auf https://map.geo.admin.ch/ kann man pdfs bis zu 1:10k Auflösung erstellen und mitnehmen.
Wasserfilter: ich saufe aus jedem Bach, sofern dieser nicht eindeutig unterhalb einer dicht bestossenen Weide verläuft, und habe in 30 Jahren noch kein einziges Mal Probleme gehabt. Daher kein Wasserfilter.
Erste Hilfe Set: enthält neben dem öfters benötigten Kram (Pflaster) auch eine Kompresse für stark blutende Wunden (Israeli-Verband), denn dies ist eine der wenigen Möglichkeiten, dass jemand trotz Heli ins Gras beisst, bevor die Profis da sind. Oben drauf noch eine Rettungsdecke sowie Panzertape, fertig.
Als Biwaksack nutze ich ein leichtes Mehrwegteil (Aliexpress, 20 Euro). Ist stabiler als die PET/PE-Tüten, kann man oben herum halbwegs gut verschliessen und ist zudem als Biwakhülle für Schlafsäcke nutzbar.
Elektronik: muss jeder selber wissen, ob er Kamera mitnimmt oder nicht. So eine Sony Alpha mit Zeiss Objektiv stellt jedes Handy qualitativ in den Schatten, mir ist das das Gewicht wert.
Ladegerät: kein billiges und leichtes Teil aus China (Brandgefahr), sondern lieber ein qualitativ hochwertiges Schnellladegerät, damit der Ladevorgang schnell über die Bühne geht. Dazu eine 10000mAH Powerbank als Ergänzung reicht mir.
Worst Case Szenario - Wettersturz /Kaltfront:
Obwohl der Wetterbericht mittlerweile hervorragend ist und zudem quasi an jeder Ecke der Alpen abgerufen werden kann, kommt es ständig zu solchen Ereignisse:
https://www.polizeinews.ch/nach-alarm-aus-israel-rega-crew-evakuiert-neun-wanderer-vom-corona-die-redorta-ti/
Wichtig:Wenn der Wetterbericht einen Wettersturz oder eine heranrückende Kaltfront ankündigt, dann nimmt man die Beine in die Hand und sucht sich entweder eine Hütte, auf der man notfalls auch mal 1-2 Tage verbleiben kann, oder man steigt ins Tal ab. Kaltfronten sind wie Schwangerschaften - das Kind kommt eventuell später als angekündigt, oder eben auch mal verfrüht, aber es kommt garantiert.
Eine Kaltfrontbedeutet im Hochsommer Schnee bis tw. runter auf 1300m und in höheren Lagen 30-50cm Neuschnee, alles verbunden mit Gewitter und Stürmen. Man findet danach kein Wegzeichen mehr, Felsen sind überfroren und/oder mit Schnee bedeckt, und Grashänge werden zu Rutschbahnen.
So sah es z.B. bei uns in der Greina im August aus, nachdem die Sonne schon das Meiste vom Vortag wieder weggebrannt hatte:
Für so etwas muss(!) die Ausrüstung ausgelegt sein, sollte man trotz aller Informationsmöglichkeiten in so etwas hinein geraten. Jap, es ist "unnötiger Ballast" (Handschuhe, Kappe, lange Unterhose), und mit Glück schleppt man es das ganze Leben lang umsonst auf Tour herum, aber wenn man es braucht, dann rettet es einem den Hintern.
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Jever hat eine Reaktion von Christian Wagner erhalten in UL ist unmännlich?Vielleicht ist die Dame nur UL-geschädigt. Ihr (Ex)freund hat sich UL auf die Fahnen geschrieben und hätte ihr einen Kasten Mineralwasser in den dritten Stock tragen sollen. Nach drei Stufen ist er dann mit den Worten "5kg Baseweight max" auf den Lippen, einem Muskelfaserriss sowie zwei gequetschen Rückenwirbeln überlastet zusammengebrochen, worauf sich die Holde für den Nächsten schwor:" Kondition statt Carbon".
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Jever hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in UL und SicherheitDas Problem mit diesen Fronten ist: sie werden angekündigt und die Leute planen zu wenig Pufferzeit ein. Wenn dann eine Front eine Stunde früher eintrifft, und bis kurz davor keine Warnsignale sichtbar sind, dann geht das schief. Höchstwahrscheinlich waren die Israelis eh mit dem Gelände überfordert, denn um die Uhrzeit steckt man nicht auf halber Strecke zwischen zwei Hütten.
Dazu kommen Unwissende und Ignoranten, die nicht einschätzen können, wie brutal solch ein Wetter in den Bergen wütet. Wir sind z.B. mal im Juni von der Blüemlisalp zur Bergbahn herunter gerannt, so schnell die Hufe uns trugen. Der Wetterbericht hatte ein schweres Hitzegewitter angekündigt, und man konnte der schwarzen Wand zusehen, wie sie aus Westen heran kam.
Beim Abstieg habe ich zig Touris (alle ohne jegliche Ausrüstung, nur im T-Shirt und mit Sonnenbrille seelenruhig in den Wiesen sitzend) auf das Wetter hingewiesen. Die blieben alle sitzen, da bewegte sich keiner. Eine Gruppe Briten, die mit Mehrtagesgepäck über einen Pass wollten, und zugaben, keinen Plan vom Wetter zu haben, konnte ich zur Umkehr bewegen.
Das Ende vom Lied: heulende Kinder, überforderte und verstörte Mamis und Papis, ganze Tourihorden, die alle klatschnass bis auf die Haut in der Bahn einschlugen. Da spielten sich jämmerliche Szenen ab. Und warum? Weil man weder Wetterbericht noch den eigenen Augen geglaubt hat, und vom Wetter "überrascht" wurde, welches sich mit deutlichsten Drohsignalen über 2 Stunen hinweg "angeschlichen" hatte.
Meine Meinung: wenn eine Front angesagt ist, dann bringt man sich zügig in Sicherheit, mit so viel Zeitpuffer wie möglich. Mit Kaltfronten spielt man nicht.
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Jever hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in UL und SicherheitDie Front ist durch, und wow, die war beeindruckend.
So kurz vor 21 Uhr zogen nördlich und südlich zwei Wolkenwände durch, die eindeutig Warnzeichen für ein schlechtes Wetter waren, aber es blieb alles ruhig. Windstill, warm, lediglich vermehrt Wolken, keine Donnergeräusche oder Blitze sichtbar.
Um 21:30 Uhr gabs es das erste Mal ein zartes Lüftchen, mehr aber auch nicht.
Um 21:42 Uhr wurde es dann nördlich dunkel und man konnte die ersten Blitze sehen.
Um 21:48 Uhr wurde es schlagartig pechschwarz im Westen und der Himmel leuchtete von Blitzen. Ausserdem klang es, als wenn im Westen jemand ein paar tausen Staubsauger gleichzeitig angeworfen hätte, aber ausser ein paar minimal stärkeren Böen war nichts zu spüren.
Um 21:55 Uhr gab es überfallsmässig die ersten Starkböen und Regen setzte ein.
Um 21:57 Uhr flogen bei uns die ersten Blumenkästen mitsamt Inhalt davon, und wir haben dann die restlichen Blumen auf den Balkon gestellt.
Ab 21:58 Uhr mussten wir alles verrammeln, weil dann draussen der Punk abging. Starkregen, Gewitter und fetzige Böen.
Nachts und morgens um 7 Uhr zogen dann weitere Gewitterfronten mit ordentlich Regen durch, und erst jetzt, so gegen 10-11 Uhr, scheint wieder die Sonne.
Viel Spass demjenigen, der meint, er könne spontan in wenigen Minuten einen guten Zeltplatz finden, dann eben mal 6-8 Stunden dort drin bei Sturm (bei Zürich wurden Böen bis 125 km/h gemessen, und oben an einem Berg ist es noch übler) die Nacht problemlos abwettern, und morgens weiter gehen, als wenn nichts wäre. Wenn dann noch das Thermometer in die Knie geht, und die hier angekündigten 40mm Niederschlag sich in Form von 30-40cm Schnee (Im Windschatten dann gerne auch mal 1m und mehr) ablagern, dann wars das mit der Routenfindung.
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Jever hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in UL und Sicherheitund Ausrüstung. Bei uns ein Schneeschuhgeher unter Skitourengeher, der erklärte, das Treffen sei für ihn geplatzt, wenn wir umdrehen, weil er keine Lust darauf hätte, im Hang Jojo zu spielen (klar, Schneeschuhgeher haben keinen Spass bei der Abfahrt sondern nur am Gipfel). War die Reaktion, als ich an einem Hang umdrehen wollte, der mir nicht geheuer war. Nachdem jedoch zwei andere Gruppen lustig und ungebremst an uns vorbeigingen, war mein Einwurf hinfällig, und zwei Minuten, nachdem wir dann auch losgingen, hatten wir 2 Tote, einen Schwerverletzten und den ganzen Zauber (5 Helis, Bergrettung, Lawinensuchhunde pi pa po) drum herum.
Seitdem interessieren mich Meinungen anderer herzlich wenig. Wenn ich die Reissleine ziehen will, drehe ich um und lasse alle stehen.
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Jever hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in UL und SicherheitVerlink doch einfach Survivorship Bias als Merkregel, wonach einzelne positive Erlebnisse fälschlicherweise überproportional in die Entscheidungsfindung eingehen, während negative oftmals alleine aus Datenmangel nicht korrekt berücksichtigt werden.
Beispiele dazu gibt es tonnenweise. Wenn jemand fünf Jahre lang mit der dünnsten Ausrüstung und quasi nackert sich durch die Alpen und über alle Gipfel schleicht, und fünf Jahre lang jedes Mal einen Mehrtagestourenbericht bringt, dann wird dies sicherlich sehr positiv bei der Planung anderer einfliessen, und der eine und andere wird dann auch auf einiges verzichten, was er sonst so in den Rucksack stecken würde. Wenn dann eben diese eine Person im sechsten Jahr keinen Bericht mehr tippt, weil er dann doch erfroren oder wo runter gefallen ist, dann nullifiziert zwar dieses Einzelergebnis alle fünf vorhergehenden Berichte, aber mangels Rückmeldung fällt das nicht auf.
Nachtrag:
Auch wenn es völlig altmodisch, verkorkst und k.a. wie sonst klingt, sollte man da durchaus auf Gruppierungen hören, die keinerlei Geschäftsinteresse daran haben, dass Ausrüstung A gewählt wird, sondern sie lediglich basierend auf Langzeiterfahrung möglichst neutral eine Wertung abgeben - das ist im alpinen eben DAV, SAC, ÖAV und ihre Sicherheitskreise. Denen geht es am A* vorbei, ob jemand Tarp oder Expeditionszelt nutzt, solange es für die Umgebung passend und ausreichend dimensioniert ist, und auch bei Schuhen empfehlen die nicht stumpf "dicke bollermänner, sonst nix".
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Jever hat eine Reaktion von kra erhalten in UL und SicherheitStatistik halt, und selbst bei den "60 Jahre plus alpine Erfahrung" müsste ich mal ins Tourenbüchlein reinschauen, um einen Eindruck zu erhalten, was denn da als "alpin" bezeichnet wird. Kann gut sein, dass die alpine Erfahrung sich auf einen wöchentlichen Rundweg auf den Forststrassen rum um das Heimatdorf beschränkt, ergänzt um eventuell einmal pro Jahr auf eine niedrig gelegene Hütte zum Weinausschank, und als Lebenshighlight den Similaun mit Bergführer.
Leute mit Westalpenerfahrung reden jedenfalls nicht so daher wie du.
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Jever hat eine Reaktion von sedot erhalten in Impressionen von TourenTjo, war wohl nix.
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Jever hat eine Reaktion von momogo erhalten in Alpenhauptkammüberquerung Wien Nizza/MonacoDu weisst schon, dass ich alleine für die Ausarbeitung einer Nord-Südroute vom Alpstein nach Airolo 4 Jahre benötigt habe, weil ich alle Abschnitte selber abgelaufen bin, um sicher zu sein, dass alles passt?
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Jever hat eine Reaktion von frankiee erhalten in Packliste hüttengestützte Tour in den AlpenDa immer mal wieder die Frage nach einer Packliste für Mehrtagestouren in den Alpen (z.B. für den E5) auftaucht, kommt hier mal meine Grundliste. Und da eine Liste als Vorlage ohne Erläuterungen sinnlos ist, nun im Detail. Die Liste ist keine Theorie, sondern ist das Ergebnis von rund 1000 Hüttenübernachtungen.
Kleidung oben:
Ich setze auf vier Lagen, bestehend aus dem Unterhemd sowie je einer Windblocker- und Regenschutzschicht, und dazwischen noch eine Wärmeschicht. Zusammen genommen sind die Schichten warm genug für ein Worst Case Scenario (Abstieg bei Wettersturz im Schneefall, Sturm und bei unter Null Grad). Ich nutze nur langärmliges Material und rolle notfalls die Ärmel hoch. Unbedeckte Haut muss gegen Sonne geschützt werden und ist suboptimal im Firn, Fels, Geröll und Schutt (Verletzungsgefahr).
Alle Schichten sind oben herum farblich so gewählt, dass ich im Gelände sichtbar bin (rot, orange, gelb, neongelb,. ..),bei Touren abseits der Touristenmassen setze ich durchgehend auf Neonfarben in allen Schichten. Die Meinung anderer bezüglich Aussehen ist mir da herzlich egal, es geht um meine Haut und darum, ob mich eine Suchtruppe möglichst gut auch bei suboptimalen Bedingungen (Regen, Nebel, Schneefall, Dämmerung) findet, oder nicht. Farbe funktioniert ohne Strom, ohne Knopfdruck und 24 Stunden pro Tag und ist der beste passive Schutz im Gebirge. Nebenbei hat noch kein einziges Mal jemand irgendwelche Bemerkungen fallen lassen, und die Regacrew, die mich 2016 mit kaputtem Bein vom Berg kratzen musste, war hocherfreut darüber, mich so einfach im Gelände auffinden zu können.
Alle Klamotten sind aus Synthetik. Wolle saugt sich mit Wasser voll, Wasser muss verdampfen und führt zur Auskühlung, und Kälte tötet. Also lieber etwas mehr stinken und zum Ausgleich weniger frieren.
Handschuhe: Pfanner Stretch Flex Ice Grip, oder wenn man die nicht bekommt, Gartenarbeitshandschuhe vom Obi. Dank der Gummischicht wasserunempfindlich und mit sagenhaftem Grip am Fels. Aufgrund der roten Farbe vergisst man die im Gras seltener, und der Klettverschluss ist ein hübscher Bonus für Handschuhe, die pro Paar etwa 8-9 Euro kosten. Am besten gleich mehrere Paare kaufen, zumindest mir fallen die gerne in steileren Kletterstellen gerne den Hang runter, wenn ich sie ablegen muss.
passende Arbeitshandschuhe aus dem Baumarkt für unterwegs
Kappe: winddicht in Helmform ohne dick auftragende Nähte an der Kopfseite, damit auch mal ein Helm drauf passt und die Kappe auch dann nicht stört, wenn man sie im Bett trägt.
Kleidung unten:
Neben einer 0815-Unterhose kommt entweder eine gefütterte Hochtourenhose zum Einsatz, ergänzt um eine Regenhose, oder in tieferen Lagen eine dünne Wanderhose (Decathlon) plus Regenhose, ergänzt um eine lange Unterhose auf längeren Touren mit unsicherer Wettervorhersage (Stichwort Wettersturz).
Als Socken kommen Kompressionsstrümpfe (Blasenschutz), ergänzt um dünne Trekkingsocken /Falke TK2 o.ä.) bzw. Seal Skins bei Regen oder längeren Touren im Schnee im Hochsommer. Die Skinz halten hervorragend warm und die Füsse trocken.
Kleidung generelle Anmerkungen:
Aufgrund der zig Schichten ist es kein Problem, unterwegs mal ein Kleidungsstück durch einen Waschzuber o.ä. zu ziehen. Dann sitze ich eben einen Abend in der Regenhose in Hütte herum.
Bei der Wetterschutzschicht setze ich auf leicht&billig, nachdem zig teure Gorejacken oft jahrelang ungenutzt im Rucksack mitgetragen wurden, nur um beim ersten oder zweiten Einsatz bereits undicht zu sein. Das ist mir das Geld nicht wert.
Hüttenschuhe: lohnen sich vor allem bei An-/Abreise per ÖV, zumindest in CH sind überall ausreichend Hüttenschuhe vorhanden, eigene somit unnötig. Ich nutze billige Badelatschen (ca. 7 Euro) mit wasserdichter Gummisohle vom Ali. Leicht, brauchen kaum Platz, sind stabil
Schuhe: passend zum Gelände. Auf touristischen Pfaden im Bereich T1-T3 Trailrunner, bei Touren abseits der Pfade und bei T4 und darüber leichte Bergstiefel, und wenn die Route unbekannt ist: Bergstiefel.
Sonstige Ausrüstung :
Der Rucksack hat grob 35L Volumen. Wer für eine hüttengestützte Tour mehr braucht, hat falsch gepackt. Beim Rucksack sind Aussenbefestigungen für Stöcke, ev. Eisbeile und Steigeisen wichtig. Netzttaschen und Täschchen am Hüftgurt sind imo Gimmicks, die habe ich nie vermisst. Wichtig ist eine schlanke Rucksackform, falls es unterwegs enger zugeht.
Das Komfortlimit sollte bei mind. 10kg liegen, so dass man unterwegs auch mal frische Lebensmittel (Brot, Käse, Wurst etc.) oder eine Dose Bier einpacken und neben dem Rest (Trinkwasser,…) tragen kann, ohne dass das System gleich wegen Überladung zusammen klappt. Lohnenswert ist es, zumindest 3-5 Minikarabiner (so 2 cm lange Dinger) einzuklippen, um irgendwelche Dinge am und im Rucksack besser befestigt zu bekommen (Geldbeutel, Riemen der Stöcke, Handschuhe).
Traditionelle, wandernde Schrankwände (Pfälzerhütte, 2h oberhalb des Talorts) - k.A. was die alles schleppen, aber es ist zu viel.
Mein Rucksack sah trotz Hüttenübernachtung nicht wirklich annähernd so prall aus (nicht im Bild die Gehkrücken, die ich auch mittragen durfte, weil man mir 2.5 Wochen davor Schrauben aus dem Fussgelenk entfernt hatte).
Stöcke: Alu, kein Carbon. Ich habe noch keinen Alustock abgebrochen bekommen (maximal verbogen) und mittlerweile grob 10 Paar Stöcke herunter genudelt. Ein Paar Leki Carbonstöcke, die ich zum Testen bekam, war nach ersten Tourentag bereits ein Fall für den Restmüll.
Sonnenbrille: Gletscherbrille, Kat 4. Dann ist es egal, wo man entlang läuft und braucht keine zweite Brille.
Sonnencreme: LSF 50, Daylong. Beste Creme am Markt, hält lange, fettet nicht, zieht schnell ein.
Taschenlampe: bei touristischen Touren (Strom/Licht auf den Hütten) reicht eine kleine Lampe für das Schlaflager, wenn man morgens früh im Dunkeln am Berg unterwegs ist, sind 200 Lm dauerhaft und stundenlang Pflicht, bei Touren abseits der gepflegten Wege (Schutt mit Steinmännchen bei Dunkelheit) kann man höchstens ausreichend, nie aber zu viel Licht dabei haben. Beste Lichtfarbe, um andere z.B. im Schlaflager nicht zu stören, ist blau. Rotes und weisses Licht geht quasi ungefiltert durch geschlossene Augenlider und stört, blau wird gefiltert.
Uhr/Höhenmesser: die wichtigsten Elemente sind absolute Höhe, Uhrzeit sowie Vertikalgeschwindigkeit, damit man abschätzen kann, wie gut man zeitlich unterwegs ist. GPS braucht es nicht in der Uhr, da reicht bei gutem Wetter entsprechende Software auf dem Handy aus. Im Winter ist ein dediziertes GPS Pflicht, Handy reicht nicht.
Handysoftware: OSMAnd Vollversion mit Hill Shading und Höhenlinien Addon reicht in 90% der Fälle aus, denn für AT/CH/IT sind die relevanten Wege alle drin. Für CH ist noch die Swisstopo App wichtig (Karten daheim herunter laden, können dann offline genutzt werden). Wer CH Karten für die Feinnavigation braucht: auf https://map.geo.admin.ch/ kann man pdfs bis zu 1:10k Auflösung erstellen und mitnehmen.
Wasserfilter: ich saufe aus jedem Bach, sofern dieser nicht eindeutig unterhalb einer dicht bestossenen Weide verläuft, und habe in 30 Jahren noch kein einziges Mal Probleme gehabt. Daher kein Wasserfilter.
Erste Hilfe Set: enthält neben dem öfters benötigten Kram (Pflaster) auch eine Kompresse für stark blutende Wunden (Israeli-Verband), denn dies ist eine der wenigen Möglichkeiten, dass jemand trotz Heli ins Gras beisst, bevor die Profis da sind. Oben drauf noch eine Rettungsdecke sowie Panzertape, fertig.
Als Biwaksack nutze ich ein leichtes Mehrwegteil (Aliexpress, 20 Euro). Ist stabiler als die PET/PE-Tüten, kann man oben herum halbwegs gut verschliessen und ist zudem als Biwakhülle für Schlafsäcke nutzbar.
Elektronik: muss jeder selber wissen, ob er Kamera mitnimmt oder nicht. So eine Sony Alpha mit Zeiss Objektiv stellt jedes Handy qualitativ in den Schatten, mir ist das das Gewicht wert.
Ladegerät: kein billiges und leichtes Teil aus China (Brandgefahr), sondern lieber ein qualitativ hochwertiges Schnellladegerät, damit der Ladevorgang schnell über die Bühne geht. Dazu eine 10000mAH Powerbank als Ergänzung reicht mir.
Worst Case Szenario - Wettersturz /Kaltfront:
Obwohl der Wetterbericht mittlerweile hervorragend ist und zudem quasi an jeder Ecke der Alpen abgerufen werden kann, kommt es ständig zu solchen Ereignisse:
https://www.polizeinews.ch/nach-alarm-aus-israel-rega-crew-evakuiert-neun-wanderer-vom-corona-die-redorta-ti/
Wichtig:Wenn der Wetterbericht einen Wettersturz oder eine heranrückende Kaltfront ankündigt, dann nimmt man die Beine in die Hand und sucht sich entweder eine Hütte, auf der man notfalls auch mal 1-2 Tage verbleiben kann, oder man steigt ins Tal ab. Kaltfronten sind wie Schwangerschaften - das Kind kommt eventuell später als angekündigt, oder eben auch mal verfrüht, aber es kommt garantiert.
Eine Kaltfrontbedeutet im Hochsommer Schnee bis tw. runter auf 1300m und in höheren Lagen 30-50cm Neuschnee, alles verbunden mit Gewitter und Stürmen. Man findet danach kein Wegzeichen mehr, Felsen sind überfroren und/oder mit Schnee bedeckt, und Grashänge werden zu Rutschbahnen.
So sah es z.B. bei uns in der Greina im August aus, nachdem die Sonne schon das Meiste vom Vortag wieder weggebrannt hatte:
Für so etwas muss(!) die Ausrüstung ausgelegt sein, sollte man trotz aller Informationsmöglichkeiten in so etwas hinein geraten. Jap, es ist "unnötiger Ballast" (Handschuhe, Kappe, lange Unterhose), und mit Glück schleppt man es das ganze Leben lang umsonst auf Tour herum, aber wenn man es braucht, dann rettet es einem den Hintern.
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Jever hat eine Reaktion von ma11hias erhalten in Packliste hüttengestützte Tour in den AlpenFür alle, die eine Multifunktionsbinde einem Israeli Druckverband vorziehen, weil universeller einsetzbar...
Heute morgen um 4:30 Uhr hat mich eine Gerölllawine erwischt. Ich konnte nur noch mich ducken und wegdrehen, wurde aber voll erwischt. Grosse Platzwunde am Kopf, zig Prellungen, Helm komplett zerdeppert, Schädelbruch. Mein Kollege hat die Kopfwunde ratzfatz mit dem Israeli Verband gefixt, mich bewacht, bis ich 5 Min später wieder aufgewacht bin, und hat die Bergrettung gerufen. Flug per Longline mit der Air Zermatt nach Visp, wo ich nun bin.
Viel Spass mit dem Multifunktionskram, wenn es ernst wird, braucht man simple Dinge wie den Israeli Verband.
Benutzer Verband
Platzwunde
Helm
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Jever hat eine Reaktion von Jones erhalten in Ist das Smartphone Teil vom BW?Es zählt zum Gewicht, weil ich es tragen muss.
Für die Suche nach der passend deklarierten Schublade (BW oder sonst was) fehlt mir der Antrieb, weil sich am Gewicht, das ich tragen muss, nichts ändert, und mir dieses BW-5kg-Limit für irgendwelche Klassifizierungen eh am Allerwertesten vorbei geht.
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Jever hat eine Reaktion von gerritoliver erhalten in Brennstoffwahl für BergtourenDie Hauptfrage ist nicht, was Du jetzt bei den ersten Kochanlässen nutzt, sondern was sich zukünftig lohnt, wenn man auch mal etwas mehr macht.
Da kann man jetzt - wie gerne erwähnt - zuerst einmal auf Spiritus setzen, wird dann aber später recht schnell die Grenzen davon kennenlernen, und muss dann eben wieder Geld in Material investieren. Oder man kauft sich sofort so etwas wie den Windmaster, setzt von Anfang an auf Gas, und ist dann für alles im Frühjahr bis Herbst, unabhängig von Höhe und Wetter, gerüstet.
Wie heisst es so schön - wer billig kauft, kauft doppelt.
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Jever hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Packliste hüttengestützte Tour in den AlpenFür alle, die eine Multifunktionsbinde einem Israeli Druckverband vorziehen, weil universeller einsetzbar...
Heute morgen um 4:30 Uhr hat mich eine Gerölllawine erwischt. Ich konnte nur noch mich ducken und wegdrehen, wurde aber voll erwischt. Grosse Platzwunde am Kopf, zig Prellungen, Helm komplett zerdeppert, Schädelbruch. Mein Kollege hat die Kopfwunde ratzfatz mit dem Israeli Verband gefixt, mich bewacht, bis ich 5 Min später wieder aufgewacht bin, und hat die Bergrettung gerufen. Flug per Longline mit der Air Zermatt nach Visp, wo ich nun bin.
Viel Spass mit dem Multifunktionskram, wenn es ernst wird, braucht man simple Dinge wie den Israeli Verband.
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Jever hat eine Reaktion von Padjelanta erhalten in Wasserdichte Socken: Wann sinnvoll?Bei Nässe.