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Packliste hüttengestützte Tour in den Alpen
Einspruch. Es gibt zwei Arten von Unfällen - die unkritischen, und die bedrohlichen. Bei den unkritischen kann ich, frei nach dem UL-Multifunktions-dont-pack-fear-Ideenmuster mir allerhand McGyver-Gedöns überlegen: "Wozu Sam Splint, ich kann mein verstauchtes Bein auch mit dem Zeltgestänge fixieren, nutze dann das Reparaturtape, um es am Bein festzubinden, und dann gehe ich heim". Bei den kritischen dagegen ist die einzig reale Ansatzweise, sich dafür das idiotensicherste Verbandszeug einzupacken, dem man habhaft werden kann. Beim Unfall geht der Adrenalinpegel so dermassen hoch, dass das Hirn sich an McGyver nicht mehr erinnert und nur noch auf Notfallmodus mit Panik arbeitet, und da solche Unfälle dann auch noch mit unschönen Randbedingungen passieren, die alles erschweren, kommt das noch oben drauf. Bei uns konkret: in der Nacht, mit ohnmächtigem Patienten, auf unwegsamem Untergrund und in einer Gefahrenzone. Da ist Gebastel mit Mullverband, separatem Druckmittel etc. fehl am Platz, ebenso der UL-Gedanke. Solch ein Loch im Kopf kann nebenbei schneller passieren, als einem lieb ist. Ist meine zweite Naht am Kopf. Die erste bekam ich, als ich im Wald unter einem Ast durch bin, und an einem seitlich davon abstehenden Rest eines kleinen Ästchens, welches dummerweise schräg abgebrochen war, mir einen tiefen Schnitt zugezogen habe. Obendrein muss dann auch noch der weitere Schutzfaktor greifen: Alarmierung und Evakuierung. Zur schnellstmöglichen Evakuierung gehört das Auffinden der Gruppe im Gelände, und schon sind wir wieder beim Thema Kleidungsfarbe am Berg. Bei uns kein Thema, wir waren in orange/rot/weiss/gelb im Geröll sehr gut sichtbar, und eine grobe Angabe der Position reichte dem Heli aus, um uns punktgenau und ohne Sucherei zu finden. Zusammengefasst kann ich da vor dem Rechner immer nur grinsen, wenn Leute mit 50g Erste Hilfe Sets für Bergtouren aufwarten, und stolz ihre - mit Gewicht als wichtigstem Fokus - Klamotten und Rucksack in dunkelblau, grau, schwarz oder braun präsentieren.
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Welcher Sommerschlafsack von Western Mountaineering
WM Summerlite. Passend für Sommer/Frühjahr, mit ausreichend Reserven, um auch mal bei kühlerem Wetter auf Tour gehen zu können, ohne gleich zu frieren. Ist meine wichtigste Tüte im Sommer in den Bergen, wird z.T. durch VBL und Biwaksack erweitert und erst im Herbst/Winter durch andre Tüten ersetzt.
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Mont Blanc Traverse - Solo Hochtour (Juli 2024) - 5x 4000m (Gouter - Trois Monts)
Naja. MB ist easy über die Gouter Route, vor allem wenn man solo geht, Gletscherspalten ignoriert, und somit Ausrüstung sparen kann und weniger gewicht tr Beim ersten MB bin ich z.B. über Italien hoch. Von der Gonella aus über Gouter zum MB, zurück und am gleichen Tag ins Tal nach La Visaille, mit der üblichen Gletscherausrüstung. Das waren 2k Hm rauf und 3.6k Hm runter und das ging recht problemlos. Beim zweiten Mal MB haben wir erst 3 Tage Hochzeit gefeiert, sind verkatert und unausgeschlafen nach Chamonix, und über die Gouter Route rauf und runter. Unakklimatisiert, und ein Kollege, der bei der Hochzeit seine Bergausrüstung nicht dabei hatte, kam spontan auch noch mit. Die einzig lästige Stelle auf der Gouter Route ist das grosse Couloir. Da kommt eigentlich immer Material runter, und dazu auch noch in Gross. Bei uns kamen auch ein paar Kühlschränke durchgeflogen, als wir die gequert haben. Da muss man schnell sein und etwas Glück haben. Der Rest ist Autobahn, wie man ja auch auf den Bildern sieht, und man braucht auch keine Spezialsteigeisen
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Brennstoffwahl für Bergtouren
Die Hauptfrage ist nicht, was Du jetzt bei den ersten Kochanlässen nutzt, sondern was sich zukünftig lohnt, wenn man auch mal etwas mehr macht. Da kann man jetzt - wie gerne erwähnt - zuerst einmal auf Spiritus setzen, wird dann aber später recht schnell die Grenzen davon kennenlernen, und muss dann eben wieder Geld in Material investieren. Oder man kauft sich sofort so etwas wie den Windmaster, setzt von Anfang an auf Gas, und ist dann für alles im Frühjahr bis Herbst, unabhängig von Höhe und Wetter, gerüstet. Wie heisst es so schön - wer billig kauft, kauft doppelt.
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Brennstoffwahl für Bergtouren
Ich gehe in die Berge, um Touren zu unternehmen, und nicht, um im Gras herum zu liegen. Weder morgens um 3 Uhr, noch abends nach 10-12h on Tour, habe ich dann die Nerven und die Zeit, um auf einen trödelnden Kocher zu warten. Spiritus ist um Längen langsamer, was gerade dann negativ auffällt, wenn man z.B. für die gesamte Seilschaft (3 Leute) Wasser erhitzen muss, oder wenn man Wasser aus Schnee gewinnt. Nachschubprobleme hatte ich damit noch nie, auch nicht in Peru, Argentinien, Russland oder Tadjikistan. Man muss lediglich vorbestellen und bekommt die Kartuschen dann im Camp überreicht. Im Winter, im Basecamp und auf dem Campingplatz, wo ich auch mal 5L Nudelwasser kochen muss, kommt dann Benzin zum Einsatz. Einen MSR XGK bekommt man von der Brennleistung her kaum geschlagen. Da muss mann dann schon zum BVB der Schweizer Armee greifen, aber dann wird es aufwendig. Auch von der Qualität und Haltbarkeit der Brenner muss man bei Spiritus wirklich lange suchen, um hinsichtlich Packmass, Gewicht und Bauqualität einen Soto Windmaster zu toppen. Der ist so stabil, dass ich ihn ohne Notfallersatz als einzigen Kocher auch in Tadjik eingesetzt hatte, wo Ersatz schlichtweg nicht besorgbar ist und das Tourenende bedeutet. Schmeisst man dann noch einen passend grossen Titantopf ins Rennen, ergänzt um Tütenmampf von Trek&Eat und Co, ist man geldtechnisch zwar etwas höherpreisig unterwegs als mit klassischen Nudeln, die man im Topf kocht, aber spart sich dafür Gewicht, Packmass, Putzarbeit unterwegs. In anbetracht dessen, was der restliche Ausrüstungskram so kostet, ist mir das Geld dann auch egal.
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Brennstoffwahl für Bergtouren
Spiritus am Berg ist nur für Leute, die nicht wandern, sondern die Zeit im Gras verbringen und dem Kocher zuschauen wollen. Spiritus ist a*-langsam und verliert komplett gegen Gas, sobald es etwas kühler wird, man höher raus geht, und/oder grössere Mengen an Wasser erhitzen muss, und sei es nur, um Schnee zu schmelzen. Im Sommer gewinnt Gas auf voller Länge, und wenn man im Sommer(!) bereits Druckprobleme mit den Kartuschen hat, sollte man einfach auf den richtigen Mix umsteigen und auf Butankartuschen verzichten. Im Winter dann siegt Benzin, weil es kälteunempfindlich ist, und man mit dem richtigen Brenner eine viel höhere Leistung hat als mit Gas. Ein entscheidend wichtiger Punkt beim Schnee schmelzen.
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Wandern mit Kind - Kinderwagen und Co.
Kraxe, und sich von UL verabschieden. Alles andere kommt im Gelände nicht durch, egal wie gross die Räder sind, oder bleibt bei schmalen Pfaden stecken. Deuter Kid Comfort gewinnt. Da sitzt Nachwuchs gut drin, und das Tragesystem ist gut genug gepolstert, dass man damit problemlos Langstrecken wandern kann - sofern man eben etwas Kraft und Kondition hat. Sir waren damit 2-3 Jahre lang unterwegs, auch mit Steigeisen und über 3000er drüber.
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Rucksack für Hochtouren gesucht
Millet Prolighter 38+10. Idealer Universalschlepper, den man einerseits klein und wenig platzintensive bekommt, wenn man nix tragen muss, andererseits aber genug Platzreserven bietet, wenn man mehr als nur Tagesgepäck und ev. etwas Hartware tragen muss. Da bekommt man lles ran, von Trinksystemen über Seile, zwei Eisgeräte, Trekkingstöcke etc., bis hin zu Tourenskier und Skiestiefel.
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Vorschläge für 7-10 Tage einsames Trekking im Gebirge?
Tour Mont Blanc ist Massentourismus und nix Einsames. Seine Ruhe hat man dagegen eher auf dem B1, aber.... Die Route ist nichts für Anfänger, da man zur Orientierung vor Ort zwangsweise mit Karten umgehen können muss. Es gibt z.B. keinen durchgehenden GPS-Track, dem man stumpf hinterher latschen kann. Die GPS-Abschnitte beschränken sich auf zwei Alpinvarianten, wo es man ansonsten weglos unterwegs ist. Finger weg von den Alpinabschnitten, wenn man mit anspruchsvollerem Wandergelände nicht umgehen kann, und Finger weg von den Abschnitten bei Nässe oder Schnee. Das gilt speziell für den Direktabstieg ins Val Frisal (T4, weglos, über Grashänge und felsdurchsetztes Gelände), und ganz besonders für die Variante Val Frisal - Punteglias über Frisal Sut, sowie der weitere Weg Punteglias - Val Gliems. Das ist T5-Gelände. Wem T5 noch zu langweilig ist, dem kann ich noch eine Variante ab Panixerpasshütte zur Bifertenhütte empfehlen und beschreiben. Da geht es nicht über die Ebene bei Gavirolas, sondern man folgt dem Ostgrat auf den Hausstock, quert rüber zum Ruchi, steigt zur Muttseehütte ab und geht dann über den Kistenpass zur Bifertenhütte. Hier reden wir dann von T6- im Aufstieg, mit mehreren Kletterpassagen, bei denen man an (nicht nutzbaren) Sicherungsstangen vorbeikommt.
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Jacke flicken - welche Stoffe geeignet?
Ich hatte die Jacke morgens an, als wir vom Zen-Biwak zum Gletscher gequert sind. Geplant war eigentlich, beim roten Kreis Seil anzulegen, dann nach unten und um die grau verfärbte Steinschlagzone herumzugehen, hinten dann vor der Bruchzone wieder auf das Plateau zu steigen, und dann im Halbkreis nach hinten in die Scharte rein zu wandern, und von dort dem Grat aufwärts aufs Fletschhorn zu folgen. Nachdem ich beim roten Kreis Helm und Eisen angelegt hatte, kam eine Felslawine vorbei und hat mich ausgeknippst. Die Jacke hat jetzt Durschschüsse dort, wo mich grössere Felsen getroffen haben. Aufgrund der Menge an Löcher lohnt sich nur noch grob flicken/kleben, denn selbst bei der tollsten Näherei ist die Jacke grösserflächig mit Blut bedeckt, und das geht nicht mehr raus. Also nutzen, bis das Material ganz hinüber ist.
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Jacke flicken - welche Stoffe geeignet?
Meine Rab Xenair Jacke in "Firecracker"-Orange muss geflickt werden. Seit dem letzten Unfall hat sie 3-4, teilweise faustgrosse Schusslöcher von Gesteinsbrocken drin. So in etwa: Zerdeppert ist die Aussenhülle (100% Polyamid, nicht Stretchgewebe) und die Isolation (100% Polyester). Welche Stoffe bei Extremtextil oder woanders sind geeignet, um das mit Hilfe von einem Stoffkleber oder Seamgrip wieder geklebt zu bekommen?
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Packliste hüttengestützte Tour in den Alpen
Zen Biwak. Geplant war Fletschhorn über Breitloibgrat. Morgens zum Gletscher, der keine Steinspuren hatte und sauber war. Helm und Eisen angelegt, meinem Kollegen Platz zum Umziehen gemacht und auf einen Felsbrocken gesessen, dann Knall und der Kram kam. 5 Min ohnmächtig, Platzwunde, Heli, Krankenhaus. Ich bleib dabei. Notfallwerkzeuge wie Verbandsmaterial muss simpel, ohne Gebastel und somit auch in Stresssituationen eindeutig anwendbar sein, auch wenn man dann etwas mehr tragen muss.
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Packliste hüttengestützte Tour in den Alpen
Für alle, die eine Multifunktionsbinde einem Israeli Druckverband vorziehen, weil universeller einsetzbar... Heute morgen um 4:30 Uhr hat mich eine Gerölllawine erwischt. Ich konnte nur noch mich ducken und wegdrehen, wurde aber voll erwischt. Grosse Platzwunde am Kopf, zig Prellungen, Helm komplett zerdeppert, Schädelbruch. Mein Kollege hat die Kopfwunde ratzfatz mit dem Israeli Verband gefixt, mich bewacht, bis ich 5 Min später wieder aufgewacht bin, und hat die Bergrettung gerufen. Flug per Longline mit der Air Zermatt nach Visp, wo ich nun bin. Viel Spass mit dem Multifunktionskram, wenn es ernst wird, braucht man simple Dinge wie den Israeli Verband. Benutzer Verband Platzwunde Helm
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Daunenschlafsack bis 1.4 kg ,Komfort -5C, 300 eur, brauch unterstützung
Bei 1.4kg als angepeiltem Gewicht kannste eigentlich überall einkaufen gehen, denn ein 1.4kg Daunenschlafsack packt sicher -5°C. Ich würde da eventuell auf ein Schnäppchen (Schlussverkauf) bei Bergzeit o.ä. warten, und dann zuschlagen. Wenn manes wagen will - Aegismax - solch eine Penntüte hat ein Freund von mir, und die macht gar keinen schlechten Eindruck. Nimmt man da den A1000, liegt man bei etwa 1.4kg und hat Komfort bis -12°C, was auch nach Abzug von gutgemeinten Werbeversprechungen mehr als -5°C ist. Sicher auch ein Blick wert: Naturehike - der ULG700 passt ganz gut. Würde ich mich mal auf Youtube umsehehn, da hat es immer wieder Videos zu Material von der Firma.
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Leichte Schuhe für Tages-Wanderungen.
Kann ich so nicht bestätigen. Ich nutze durch die Bank durch 42.5, so auch beim Trango. Allerdings muss man ihn anprobieren, denn er hat typisch italienisch ein recht schmales Fussbett. Wenn er allerdings passt, Gratulation. Der Schuh ist imo ideal für alles, was jetzt nicht reine Eis-/Firntour ist, also z.B. Tages- und Mehrtagestouren, bei denen man auch mal etwas herzhafter im Gelände unterwegs ist, oder wo man das Wetter vorher nicht zu 100% vorhersehen kann, und es dann auch mal nass/matschig/rutschig ist. Einfache 4000er wie Weissmies gehendamit auch.
Jever
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