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Ultraleicht Trekking

Jever

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  1. Ganz vergessen: die zum Zelt passenden Schneeheringe. Alu, wir achten aufs Gewicht. Rechts daneben als Grössenvergleich einer den üblichen 18cm langen Y-Geringe, ebenfalls Alu.
  2. Mein Liebling für UL Camping ist mein BVB. Er wird in einer zeitlos schlichten Kiste verpackt verkauft. Lohnenswert ist lediglich die Anschaffung eins 5L Spritkanisters (hier im Bild), der Rest ist dabei. Sollte man mehr warmes Wasser benötigen, gibt es den dazu passenden 10L fassende Kochtopf nebst Warmhalteschatulle (rechts im Bild) günstig dazu. Beim Anfeuern sollte man etwaige Zeltnachbarn vorwarnen da dies durchaus spektakulär ist, wenn man es gezielt falsch macht. Und so erhält man einen hübschen UL-Kocher, der bei -20°C problemlos Spiegeleier, Käse und Wurst an der Kontaktfläche in Asche verwandelt, während alles oben noch Raumtempereratur aufweist - und das auch bei Einsatz einer Schneeschaufel zum Umrühren Die Eckdaten: Doppelflammenkocher, der mit Benzin oder Super (bleifrei) betrieben wird. 3L Fassungsvermögen im Vorratstank, Betriebsdruck (den man per Pumpe herstellt): 2 Bar. Verbrauch vernachlässigbar, 20 kW Heizleistung, Gesamtgewicht ohne Sprit und Kanister: 16 kg. Echte Freude kommt auf, wenn man z.B. für 25 Leute Suppe kocht: Allerdings sollte man zur Sicherheit etwas Holz beiseite legen, damit man genügend Abstand zum Topf bekommt, und zudem einen Brenner stilllegen, denn sonst muss man die Suppenmenge auf 25L oder mehr ehöhen, um die Brennerenergie sicher auffangen zu können. und passend dazu: das luftig leichte Zelt für zwischendurch und mitten drin. 16 kg schwer (ohne extra Bodenplane), 3.6m Innendurchmesser, 2.1m Innenhöhe. Passend für bis zu 14 Leute plus mehrere Kocher und wärmende Getränke. Standfest bis über 80 km/h dank 6x 13mm Alugestänge.
  3. Funktioniert nur, wenn man Lagerfeuer hat, oder einen Trockenraum, und Zeit zum Trocknen hat. Einfacher ist VBL am Körper, dann Schlafsack, darüber Biwaksack. Wo kein Wasser hin kommt (dank VBL), wird kein Schlafsack nass.
  4. Du musst nur in die Berge gehen. Dann hast du beim Hüttenzustieg schon stundenlang Zeit, jeden Gegenstand im Rucksack aufzuzählen und darüber nachzudenken, ob das wirklich drin sein muss - denn auf zu viel Gewicht haste am Berg so wirklich gar keine Lust. Im Flachland dagegen isses fast egal, da kratzt ein Kilo mehr nicht wirklich. Wenn du aber gewisse Touren angehst, kommste schlichtweg nicht runter von der Last. 3 Wochen autark GR20 bedeuten dann allein aufgrund der Lebensmittel 30kg oder mehr. Geht es auf expeditionsartige Hochtouren, sind 25-30kg auch normal. Da hat der Spass dann ein Loch, und die einzig vernünftige Weise, so etwas zu machen, ist eben doch mit einem "Schlepper", der selber was wiegt, aber der zuverlässig das Gewicht auf die Hüfte und nicht die Schultern verlagert. Auch das ist UL. Halt nicht UL Trekking. Zum Fall hier: bei 4 Monaten würde ich vorher schon wirklich peinlichst genau auf den Rucksack, Schlafsack, Schuhe und das Zelt achten. Da kann man sich viel Freude versauen, wenn die Latschen drücken, zu steif oder zu weich sind, oder man das entscheidende Gramm unten in der Sohle gespart hat, und die Dämpfung zu gering ist (mit der Quittung: schmerzende Füsse). Ein miesen Kocher oder nicht ganz passendes Kochgeschirr dagegen kann man eher ignorieren/akzeptieren.
  5. Millet Prolighter 38+10. Den Rucksack schinde ich derzeitig auf Mehrtagestouren runter. Bis jetzt hält er, hat notfalls viel Platz, wiegt recht wenig, hat gute Aussenlastpunkte und ein gutes Tragesystem.
  6. Millet mit 25kg Zuladung: Der Vorteil von dem Ding ist das geringe Eigengewicht, kombiniert mit vielen Fixierpunkten für Aussenlasten und leichtem Zugriff auf den Kram innen, da er im oberen bereich dazu einen Reissverschluss hat: 60L sind für Langtouren praktisch, da kann man auch mal Dinge locker rein stopfen (Daunenkrams) und muss nicht ständig aufpassen, alles exakt in seine Ecke gequetscht zu bekommen, damit es halbwegs passt - nur um sich genervt zu fragen, wo man das unterwegs gekaufte Futter nun noch reinquetschen soll. Zur Sinnhaftigkeit können sich andere den Kopf zerbrechen und sich gerne darüber auslassen, dies sei nicht im UL-Sinne. Ich trag liebend gerne auch mal ein paar hundert Gramm zusätzlich gegenüber einem anderen Rucksackmodell, wenn ich dafür sicher weiss, dass ich mir damit Platz- und vor allem Rückenprobleme erspare. Wenn gar nix mehr hilft, man echte Probleme mit einem empfindlichen Rücken hat und trotzdem gezwungenermaßen auch mal viel tragen muss: Gregory. Ich habe vor Jahren mal testweise den Denali Pro ausprobiert. Der wiegt leer so viel wie das, was manche mit sich tragen: 3.5kg. Mit 25kg beladen habe ich den nicht einmal in Form von Druckstellen auf dem Rücken gespürt, während andere Modelle längst überlastet waren, der Hüftgurt unter der Last durchknickte und das Gewicht hinten auf den Schultern landete. Der Bursche hat aber auch extrabreite Hüftflossen, die mit Carbonfaserplatten verstärkt sind. So etwas ist die letzte Lösung, bevor man sich eine Tourenidee komplett aus dem Kopfschlagen muss. Man bekommt hier dann zwar eventuell Hiebe der Liebhaber der Hyalar, Hühott und wie die UL-Rucksäcke sonst noch so heissen mögen. aber das wär mir schnuppe, solange ich dafür losziehen könnte, ohne ab Tag 1 leiden zu müssen.
  7. Schon etwas her, aber schöne To(rto)ur: - Lischana Ebene mit Biwak. Tourdaten: 2 Tagestour, insgesamt 18h, 41km Strecke, 4100Hm rauf, 4100Hm runter, über längere Strecken T5, Schlüsselstelle T6 über insgesamt 14 3000er (Plazer, Sesvenna, Foratrida, Muntpitschen, Rims, Cristana, d'Immez, P3026, Cotschen, L'Aua, 3x San Jon, Lischana) und zwei weitere knapp darunter. Wem das nicht reicht, der kann mit Triazza und Madlain noch zwei oben drauf packen, aber dann wird es lang. Wasser ist am Grat Mangelware, meine 1.5L waren knapp bemessen. Start in S-Charl Ab hier weglos zu dem Gipfel rechts im Grat (Mot da L'Hom) Und ab jetzt immer dem Grat entlang Piz Sesvenna in Sicht Sesvenna weiter am Grat Abstieg nach Muntpitschen (T5) rettende Tankstelle unterwegs - die 1.5L waren längst aufgebraucht weiter am Grat (Rims, Cristana) Abstieg zum Lajet Lischana (hinterer See) und weiter Abendstimmung unterwegs ... und weiter am Grat Sonnenuntergang am Biwakplatz 6 Uhr - los geht's. Lagerplatz ohne Wasser, der See war weg. Einstieg in den Grat zu den drei San Jon, mit Piz San Jon Dadaint im Bild Verbindungsgrat, hinten die Felskanzel der zweite San Jon Blick zurück zum Dadaint San Son d'Immez, wird von hinten bestiegen Schlüsselstelle - die Kante runter (T6) Abstieg zur Lischanahütte, hier fliegen einem dauerhaft ein paar Kubikmeter Felsen um die Ohren beim Abstieg. Cap. Lischana Zahmer Weg zum Piz Lischana Piz Lischana (Gratende) Noch kurz über die Ebene runter ins Tal und dem Wald entlang bis S-Charl Bus Und weil man da den Überblick verliert - Karte. Rot Tag 1, orange Tag 2
  8. Man kann auch Leuten nahe legen, dass gewisse Dinge zwar hübsch in der Theorie sind und sich sicherlich toll in Excel machen, aber eigentlich kaum Praxisrelevanz besitzen. Die Feinwaage pack ich sehr selten aus, die Küchenwaage nutze ich immer dann, wenn ich mal wieder grob über die Ausrüstung gehe und etwas nachrechne. Auch das ist Erfahrung: nicht aus allem eine Erbsenzählerei zu machen, sondern einen möglichst gesund einzuschätzen, inwiefern sich Kosten/Nutzen die Waage halten. Bei 10m Schnur am Zelt rechne ich mit 2g Ersparnis basierend auf deinem Beispiel. Da diskutier ich nicht einmal drüber, ob 2g relevant sind. Da reicht einmal extra Nase putzen und ich habe mehr Gewicht gespart als du mit den Schnüren. Ich hoffe, du rasierst dir wenigstens vor Tourbeginn die Beine, denn da hängt sicher auch 2g Wolle dran.
  9. 3000er-Sammlung erweitern - Trinserhorn. Von Nagens über den Trinserhorn Südgrat zum Sardonapass, dort dann eigentlich geplanterweise auf den Segnas (II in einer Rinne), dort aber im Schnee abgesoffen und letztendlich stattdessen nach Vättis gewandert. Eckdaten: T5, 8.5h, 27km horizontal, 1500Hm rauf, 2700Hm runter Bushaltestelle Nagens auf 2100m Atlas (rechts) und die Tschingelhörner (links) Trinserhorn Südgrat (T4) Am Grat Schuttflanke im oberen Bereich Das ganze Gemüse von oben - da geht es durch Trinserhorn Gipfel Folge der Erderwärmung - der Grat bricht auf 100m Strecke komplett ab, die Wege darunter sind gesperrt. Sardonapass - durch den Felsriegel wollte ich eigentlich durch Schlüsselstelle im Abstieg - ein 50cm breites Felsband (von rechts oben nach links unten), das ich auf dem Hintern runter gebremst bin. Der Weg übers Eis war zu dünn. Sardonahütte. Dort war ich um 15 Uhr und durfte mit Freude das Schild "Vättis 5h" erblicken. Am Gigerwaldsee Touchdown um 17:20 Uhr in Vättis. Anstelle der 5h habe ich mit etwas Gas 2h benötigt.
  10. Ich fand den sehr entspannend. Sind halt eine Menge Höhenmeter rauf. Die hier war z.B. weitaus anspruchsvoller, und selbst da erklären mir einige noch, Bergstiefel seien dafür völlig überbewertet. ich hatte da zumindest Abschnittsweise ordentlich was zu tun.
  11. Ich argumentiere lediglich aus der Praxis raus. Wenn ich für einen Abstecher den Rucksack erleichtere, dann merke ich das ebenso wie wenn ich unterwegs die Pulle wieder mit Wasser befülle. Aber ob ich nun 2 Euro mehr oder weniger in der Tasche spazieren schleppe, das spür ich nicht.
  12. Einmal quer durch den Alpstein. Brülisau - Bollenwees - Fählenalp - Fählenschafberg - Fählentürmnordflanke - Altmannsattel - Rotsteinpasshütte - Säntis als Tagestour (T5, 7:30h, 18km Strecke, 2300Hm rauf, 800Hm runter). Mörderwegli im Aufstieg zum Fählenschafberg Querung im Weg (mit Fählensee) Nadlenspitz Fählengrat, Fählentürme, Altmann Querung vor den Fählentürmen Fählenschafberg (erste Kanzel im Grat) und Hundstein Die üblichen Bergziegen dort Lisengrat, Säntis
  13. Idee für die nächste Tour: einen Rucksack aus der Prolighter-Serie von Millet. Der 60+20 wiegt zwar etwas mehr als der Exped, aber das Mehrgewicht ist in ein gutes Tragesystem investiert - was hier eindeutig gefehlt hat. Bei 10kg kommt der noch nicht ins Schwitzen, erst so bei 20-25kg Zuladung wird es ungemütlich.
  14. Spürste im Rucksack schlichtweg ebenso wenig wie z.B. eine vergessene 2 Euro Münze in der Hosentasche. Ab etwa 500g Gewichtsunterschied wird es interessant, zumindest am Berg. Im Flachland dürfte die kritische Grenze höher liegen, weils halt einfach flach ist. Aber für genauere Angaben fehlen mir die Experimentaldaten. Am Rande: aus Sicht eines Wissenschaftlers bekomme ich bei Excel Sheets Bauchkrämpfe, in denen das Gesamtpackgewicht in Gramm mit einer oder sogar zwei Nachkommastellen angegeben wird. Sofern nicht anders vermerkt ist die letzte angegebene Stelle eines Messwerts immer die unsichere Stelle. Wenn ich eine Feinwaage für den Löffel nutze, dann kann ich dessen Gewicht gerne auf 9.85g (plus minus 0.01 g) bestimmen. Sobald ich jedoch mehrere Gegenstände in eine Gesamtliste kombiniere, ist der Endwert zwingend basierend auf dem höchsten Fehlerwert anzugeben. Schmeisse ich also den Rucksack auf ne Küchenwaage ohne Nachkommastellen (von mir aus 760g Gewicht) und addiere den Löffel dazu, dann ist die korrekte Angabe des Gesamtgewichts 770g und nicht 769.85g.
  15. Warum? Sehr selten muss man für die Tourenplanung aufs Milligramm genau etwas abwiegen, und entsprechend selten braucht man eigentlich diese Feinstwaagen. Ob ein Hering nun 9.0g oder doch 9.5g oder gar 9.8g wiegt, ist Wurst - ausser man erfreut sich an Excel Sheets, wo man das Rucksackgewicht in Gramm mit zwei Nachkommastellen berechnen will. Wenn die Tour scheitert, dann garantiert nicht daran, dass man ein paar Gramm zu viel auf dem Rücken hatte (oder ausgerechnet hat, dank "ungenauer" Waage). Küchenwaage ist praktisch, um grob nachzusehen, wohin alles tendiert und um eine Grundübersicht über das zu bekommen, was man schleppt. Mit dem Bereich bis 5kg sind die ziemlich universell einsetzbar und an jeder Ecke erhältlich. Interessanter finde ich da dann doch Paketwaagen. Eine bis 150kg mit grosser Trittfläche und per Kabel getrennter Anzeige habe ich, und die kommt immer dann zum Tragen, wenn ich per Flieger verreise und sicher gehen will, nicht Übergewicht zu schleppen, Haustiere wiegen geht auch super damit (Ohne Katze druff, Tara drücken, mit Katze druff -> Katzengewicht festgestellt). Die, die ich habe, ist bedeutend genauer als eine Personenwaage und hat immer das angezeigt, was hinterher beim Check In am Flieger dann auch angezeigt wurde. Und ja, 75kg Gepäck für zwei Personen ist noch sehr eng bemessen, wenn man z.B. für 3 Wochen nach Peru fliegt, um dort 5000er zu besteigen.
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