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Ultraleicht Trekking

martinfarrent

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  1. Irgendwo am Anfang dieses Threads sprach ich von zwei in sich geschlossenen Systemen (UL und Bushcraft). Der Versuch, sie zu vermählen, scheint eher nur geeignet, beide Systeme zu löchern.
  2. martinfarrent hat diesen Beitrag moderiert: Mehrere Beiträge und die Antworten darauf wurden ausgeblendet. Bitte sachlich bleiben.
  3. Kommen nicht drauf? Oder wollen einfach nicht? Die Bedürfnisse heranwachsender Generationen sind nicht sämtlich in Stein gemeißelt, sondern erstaunlich wandelbar - und dabei übrigens auch von der bewussten Erziehung ziemlich unabhängig. Die Teenager von heute reparieren keine kaputten Mofas, wie vor jedem zweiten Haus in den 70ern. Die Kinder wünschen sich zu Weihnachten keine Luftgewehre. Die Modelleisenbahn lebt inzwischen im Museum. Und in den Trekkingläden, die ich kenne, sind die jüngsten Kunden schon reichlich volljährig. Dass es für die Pfadfinder noch einen nennenswerten 'Markt' gäbe, bezweifele ich stark. Aber ohnehin geht's mir weniger darum, was sein könnte, als um die Vergangenheiten, die du manchmal wie selbstverständlich unterstellst. Eine riesige Mehrheit der UL-Wanderer von heute hatte niemals mit der Pfadfinderei zu tun. Also kann man auch keine entsprechenden Fertigkeiten voraussetzen, wie du es immer wieder tust.
  4. Ganz wichtig ist für mich auch der von dir immer erwähnte Punkt des Pfadfinderwesens. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dessen Bedeutung ganz massiv überschätzt. Ich bin ja rund zehn Jahre älter als du, und bereits in meiner eigenen Jugend gehörten die Pfadfinder kaum noch zur normalen Sozialisation. Heute kommt nur noch eine ziemlich winzige Minderheit der Jugendlichen mit ihrem Angebot überhaupt noch in Berührung. Du setzt Biografien voraus, die nicht mehr zeitgemäß sind (was du bedauern, aber nicht ändern kannst).
  5. Für die Schnitzerei brauche ich geschätzt 10g mehr Messer - Opinel 6 vs. Mini Victorinox. Drei Heringe wiegen aber nur etwa 25g, so dass die Einsparung selbst dann minimal ausfällt, wenn ich die übrigen Werkzeuge des Victorinox ersatzlos streiche. Zumindest die Pinzette würde ich aber durch eine Zeckenkarte ersetzen wollen. Also entfällt der Gewichtsverlust ganz. Für die Suche des Lagerplatzes brauche ich länger als gewöhnlich, weil ich dort u.a. halbwegs trockenes Brennholz vorfinden will. Ist es nicht ganz trocken, geht dann noch zusätzliche Vorbereitungszeit für das Feuer drauf. Realistisch für mich selbst geschätzt betrüge der zeitliche Mehraufwand an guten Tagen mindestens 30 Minuten. Die wären vielleicht an langen Sommertagen vertretbar... wäre dann nicht die Brandgefahr besonders brisant. Bei meiner letzten Tour im Oktober hätte ich diese halbe Stunde aber nicht übrig gehabt. Abhilfe hätte dann eine schwerere Stirnlampe schaffen müssen: gut 50g Mehrgewicht (somit mehr als mein Gaskocher). Bliebe an tatsächlicher Einsparung nur Gas- und Kartuschengewicht - also knapp 190g bei vollem Kanister. Noch geringer fiele sie u.U. aus, wenn ich mich mit Spiritus abfinden könnte. Der Preis (in den Währungen Komfort/Freiheit/Unbekümmertheit) scheint mir dafür echt zu hoch. Das mag aber Einstellungssache sein. Wer Spaß am Mehraufwand hat, sieht die Sache natürlich anders. Was mich allerdings immer noch 'objektiv' stört, @Erbswurst, sind deine Ausführungen zur Brandsicherheit. Wenn du vom geübten Umgang mit Feuer ausgehst, dann forderst du Leute eben implizit zur Übung und damit zur vorzeitigen Ausübung auf. Das ist dir doch klar, oder? Die geneigten Leser werden das mitnichten alle im eigenen Garten erlernen. Auch die fachmännische Löschung und das Verstecken der Feuerstelle... ja, was passiert denn in der Zwischenzeit, während die Lernprozesse noch laufen? Ich fürchte, dass ich die Antwort darauf schon kenne: Mindestens die Hälfte der Geneigten lernt und übt fröhlich autodidaktisch im Wald. Ich möchte dann ganz dringend in einem anderen Wald sein.
  6. martinfarrent hat diesen Beitrag moderiert: Es ist nun schon zweimal gesagt worden: Wir wollen Beiträge zur Sache und nicht zur Person. Beugt bitte Ausblendungen vor und bleibt beim Thema.
  7. Einige haben es ja schon gesagt, @Erbswurst: Unsere Aktivitäten sind in den meisten europäischen Ländern vielfach von der Duldung durch Einheimische abhängig. Denn schlägt man uns die relevanten Vorschriften wörtlich um die Ohren, haben wir ganz schnell nichts mehr zu melden. Ich glaube, ein Teil des Missmuts in diesem Thread kommt daher, dass gefährliches oder als gefährlich empfundenes Verhalten die Toleranz der Anwohner, Landwirte, Förster usw. unnötig strapaziert. Das erfährt nicht unbedingt der 'Täter', der sich beim Auffinden seiner erkalteten Feuerstelle schon längst über alle Berge befindet. Aber der nächste umgebungsbewusste Wanderer mit Gaskocher bekommt womöglich den Unmut zu spüren, den er gar nicht verursacht hat. Hand aufs Herz: Uns geht's selber im Wald nicht immer anders. Freilaufende Riesenköter und Reiter im Sechsertrupp fördern nicht gerade meine Lust auf differenzierte Betrachtung der Themen Hund und Pferd. Weshalb ich wiederum kaum raten muss, warum auch 'anständige' Mountainbiker wie ich mancherorts zum Hassobjekt geworden sind. Wir müssen alle zusehen, wie wir die Geduld der restlichen Menschheit möglichst schonen. Als Biker bin ich daher sauer auf die Teenager-Gangs, die vollgepanzert auf tumben Forstwegen Geschwindigkeitsrekorde aufstellen - null Können bei maximaler Verärgerung der anderen Waldbenutzer. Und als Mensch, der gerne im Wald übernachtet, überkommt mich doch so etwas wie Zorn beim Anblick einer unangebrachten, wilden Feuerstelle. Wurde das Feuer fachmännisch betreut? Ich habe keine Ahnung. Will der leinenlose Dobermann nur spielen? Kriegt die Tante ihren Gaul noch in den Griff, oder tritt der mich? Ich erwähne das Biken bewusst. Mir ist klar, dass ich sowohl Provozierter als auch Teil der Provokation bin. Beide Erfahrungen kommen zusammen und führen mich zum Ergebnis, dass ich meinen Provokationsanteil minimieren muss. Zumindest aber weiß ich, welches Verhalten auf einem Mountainbike geeignet ist, das Vertrauen z.B. von Spaziergängern zu steigern. Wohingegen ich nicht wirklich erkenne, dass der Rat zum vorsichtigen Umgang mit Flammen einen mehr als kosmetischen Wert hat. "Nördlich der Alpen" und "eher im Herbst" scheint mir, ehrlich gesagt, als Brandschutzcode nicht sonderlich erschöpfend. Und außerdem bleibt die kalte Feuerstelle so oder so als Zeugnis nur einer Tatsache: dass hier ein Feuer betrieben wurde (und nicht des Könnens des Betreibenden).
  8. Die Gründe dafür durfte ich mal an der Côte Bleue erleben - aus relativ sicherer Entfernung und am Wasser. So ein Waldbrand kann ein ernsthaft beeindruckendes Tempo entwickeln, und wer einmal Zeuge war, möchte niemals Verursacher werden (Opfer sowieso nicht).
  9. martinfarrent hat diesen Beitrag moderiert: Nochmal die dringende Bitte, Privatfehden nicht im öffentlichen Forum zu führen.
  10. ... vielleicht vor allem mit Kindern. Messer und Feuer sind nun einmal die Stars der ganzen Veranstaltung, wenn man gerade mal zehn Jahre alt ist... werden von UL-Wanderern aber schmählichst geschrumpft und gemieden. Im 'Anfixen' der nächsten Generation sähe ich vielleicht den größten Sinn, käme diese Methode nicht längst zu spät für meinen eigenen Nachwuchs.
  11. @Tarn - Ich finde für meinen Messschieber keine funktionierende Batterie - die muss ich nachkaufen. Ohne Elektronik geschätzt beträgt die Wandstärke bei der Easton Carbon FX 0,7 bis 0,8mm. Die Länge meiner Stange ist 123cm. Ich habe sie (iirc) schon mindestens sechs Jahre und habe beim Lunar Solo noch keine stabilere vermisst. Die Lightwave nehme ich hingegen nur für einen Lifter an einem Tarp. Sehr viel mehr traue ich ihr nicht zu.
  12. OT: Ich denke, dieser Thread ist schon deshalb im Interesse des Forums, weil er 1) einigermaßen freundlich bleibt, und 2) die Thematik (die anderswo von manchen als störend empfunden wurde) an einer Stelle bündelt - dies auch halbwegs ignorierbar, wenn man so will. Inhaltlich kann ich nicht viel sagen. Ich bin von Bushcraft ziemlich weit weg.
  13. Ich schaue mal morgen nach - bin jetzt mitten in den Silvester-Vorbereitungen (irgendwie wieder Solo-Koch). Aber schon jetzt kann ich sagen, dass ich bei der Easton niemals ein schlechtes Gefühl hatte.
  14. Ich würde (ebenfalls von TLS) die Easton Carbon FX nehmen, die mir seit Jahren mit einem SMD Lunar Solo gute Dienste leistet. Die Lightwave habe ich auch - und finde sie ein bisschen zu biegsam. Außerdem ist (bei mir) die elastische Schnur der Lightwave einen Ticken zu lang. Das ließe sich natürlich nicht allzu umständlich beheben.
  15. Ich kenne nur einen Aufsatz, der sich unter anderem mit dem Kartuschenventil befasst, und den gibt es leider nur für zahlende Mitglieder bei BPL: https://backpackinglight.com/exploding_gas_canisters_the_hazard_of_overheating/ Demnach spricht vieles dafür, dass das Ventil bei zu hoher Temperatur eher dicht macht als undicht wird. Aber drauf wetten würde ich nichts. Ich konnte auch keinen der Experten bei BPL zu einer ultimativen Festlegung bewegen. Ich denke also, dass beim BRS Vorsicht geboten ist. Ich selbst würde damit nur relativ kleine Mengen Wasser aufkochen.
  16. Ich hatte den BRS 3000T und habe noch immer den etwa gleich großen (aber 20g schwereren) Fire Maple Hornet. Mein Eindruck ist, dass beide Kocher recht viel heißer werden als mein EOE Titanium, dass dieser Effekt beim BRS aber noch prononcierter ist. Den Fire Maple kann ich direkt nach dem Aufkochen von 0,4l Wasser bei Zimmertemperatur so gerade (vorsichtig) vom Kanister abschrauben. Beim BRS musste ich warten - oder den Kocher mit einem Tuch umwickeln. Ich persönlich würde die Kochzeit mit dem BRS entsprechend begrenzen, wenngleich ich nicht wirklich weiß, wie das Kanisterventil auf die Hitze reagiert (oder wie viel Hitze dort ankommt - aber dieses Ventil wäre meine Sorge).
  17. Eine generische Rechnung müsste von der Frage ausgehen, wie schwer die Powerbanks wären, die man bei der geplanten Nutzungsart und bei der geplanten Nutzungsdauer mitschleppen müsste, um das Smartphone für das Navigieren zu füttern. Beim Wandern und bei sparsamer, bedarfsorientierter Nutzung dürften sie allermeistens leichter ausfallen als ein zusätzliches GPS-Gerät. Bei relativ kurzen Etappen zwischen Steckdosen könnten sie sogar ganz entfallen.
  18. Na ja... schon der Bildschirm arbeitet beim dedizierten GPS-Gerät sparsamer und ist dennoch unter verschiedenen Bedingungen oft besser sichtbar. Außerdem sind die meisten GPS-Geräte von Natur aus wasserdicht. Somit funktioniert auch die Touchfunktionalität bei Regen besser als beim Telefon in der Tüte. Ein Nachteil (bei vielen) ist die langsame Erstortung in Relation zur Route. Auch bei unterbrochener Navigation sind Apps oft schneller wieder dienstbereit.
  19. @micha90 und @SouthWest - Ich sollte vielleicht einräumen, dass ich's seit dem iPhone 4 nicht im Flugmodus probiert habe. Es ging nicht, und drum habe ich eine andere Lösung gesucht. Das kann sich aber auch geändert haben. Bei den Routing- und Navigationsfunktionen dedizierter GPS-Geräte gelten die gleichen Überlegungen. Beim Akku natürlich nicht im selben Maße, wie ich ja sowieso einräumte.
  20. Ein GPS-Gerät geht aber aufgrund seiner Spezialisierung viel sparsamer mit dem Akku um. (Auf einem Bike, wo man aufgrund des Tempos oft dauerhaft eingeschaltete Navigation braucht, merkt man das ganz schnell. Zu Fuß wäre eher die bedarfsweise Einschaltung einer Navi-App machbar und sinnvoll, weshalb die Bedeutung dieses Faktors auch nicht überschätzt werden sollte.) Wichtig ist bei der Verwendung des Smartphones die weitestgehende Ausschaltung aller übrigen Funktionen. Auf dem iPhone muss man da beispielsweise tricksen. Flugzeugmodus schließt auch GPS aus, weshalb man das Gerät zunächst ausschaltet, dann beim Wiederhochfahren die Eingabe der PIN verweigert. GPS funktioniert dann, Telefonie nicht, und WiFi sollte ohnehin ausgeschaltet sein. Bei der Anschaffung eines dedizierten GPS-Geräts sollte man darauf achten, wie dieses mit unbekannten Wegen umgeht. Mein Mio akzeptiert klaglos alle Tracks, die ich drauflade. Manche Garmins versuchen aber Berichten zufolge, die Route auf ihnen bekannte Wege und Pfade umzuleiten. Dieses Thema gab es früher nicht. Es kam wohl erst mit der echten Navigationsfägigkeit der Outdoor-Navis auf... spielt aber ggf. eine Schlüsselrolle. Als wichtig hat sich für mich außerdem die Umplanung unterwegs herausgestellt. Wenn man Routenänderungen auf dem Smartphone planen und dann auf ein 'echtes' GPS-Gerät übertragen möchte, sind oft Umwege erforderlich (zum Beispiel über Dropbox oder Owncloud). Bei meinem Mio Cyclo muss ich beispielsweise wie folgt vorgehen: 1) Neue Route mit einer iPhone-App suchen und speichern, 2) sie je nach App in einem Zwischenschritt per Mail an mich selbst schicken, 3) aus dem Mail-Klienten in Dropbox oder Owncloud laden und von dort per Browser auf das Mio-Portal, 4) am iPhone einen persönlichen Hotspot aufbauen und das GPS-Gerät darüber mit dem Portal synchronisieren. Das ist umständlich, aber immerhin machbar.
  21. Ich finde schon, dass im Laufe des Threads so einige Leute darauf geantwortet haben. Die meisten scheinen halt nur die beiden Welten (Bushcraft und UL) einigermaßen deutlich zu trennen.
  22. OT: @SouthWest - Wie man sinnvoll auf einen immer wieder zerschossenen Faden reagiert? Siehe hier... ganz unten: https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/100385-Ultraleicht-Trekking--die-Macht-der-Schattenkrieger?p=1636528&viewfull=1#post1636528 Finde ich ernsthaft süß, diesen Ansatz.
  23. OT: Also, ich habe über deinen Rat an mich ziemlich gelacht... und andererseits: Das ist halt eine Sache, die andere Leute ethisch ernst nehmen. Bei mir reichen die Bedenken nur so weit, dass ich auf die Herkunft des Fleisches achte. OT: Wir müssen's doch jetzt nicht weiter anheizen, oder? ... das mit den Zecken und ihren Vorlieben. Stand der Wissenschaft war 2012 und ist wohl immer noch... Schulterzucken: https://www.mopo.de/ratgeber/gesundheit/wissenschaft-raetselt-warum-stechen-zecken-bestimmte-menschen-bevorzugt--5529174
  24. OT: Gänzlich übersehen wird hier aber die Möglichkeit, dass man zur eingeladenen Veganerin einfach nett sein will und möchte, dass es ihr als Gast gut schmeckt.
  25. Bei näherer Betrachtung ist's egal, glaube ich. UH nennt sich ja nicht selbst UH, fühlt sich also wahrscheinlich gar nicht angesprochen... und fairnesshalber muss man sowieso einräumen: Selbst die kennen Grenzen. Heute habe ich rein zufällig einen Gegenstand entdeckt, den auch sehr viele Gemäßigte* aus der Schlepp-dich-tot-Partei zuhause lassen würden. https://amazcy.de/produkte/anza-espressomaschine-aus-beton/ *Bei Erstmalswanderern auf dem Jakobsweg bin ich mir hingegen nicht so sicher.
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