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Ultraleicht Trekking

martinfarrent

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  1. Wenn man genau hin guckt, finde ich auch die Gewichts- und Fokusunterschiede bei den UL-Booten (sagen wir: bis 1,5 kg) ziemlich groß. Vom Supai bis zum Scout (oder Anfibio Alpha XC): Das ist keine homogene Klasse mit homogenem Einsatzzweck. Und obwohl schon diese Boote auch sehr unterschiedlich stabil sind, kann Stabilität doch nicht die einzige Variable sein, auf die es ankommt (das Motto heißt ja nicht: 'Wenn ich ihn tragen könnte, hätte ich einen Eisbrecher dabei.'). Gerade am leichteren Ende des Spektrums finde ich die verschiedenen Ansätze sehr spannend... ohne dass ich mir ständig vor Augen führen muss, um wie viel robuster bereits ein Delta wäre. Ist klar. Ich wollte nur (erneut) den Unterschied zwischen einem Packraft für Hybridtouren und solchen Booten verdeutlichen, die zwar sehr leicht zu Fuß zu transportieren sind, aber im Grunde schon (wie @Stoker es ja beschreibt) der dedizierten Paddeltour dienen und funktional auch langsam mit Schlauchkajaks usw. konkurrieren. Da gehste halt nicht einfach spazieren, mit so einem Nomad.
  2. Vielleicht doch mal. An einem Ausnahmetag. An den man sich... erinnern wird. (Aber nicht tagelang.)
  3. Das, was du beschreibst, finde ich spannend. Mir schwebt aber eher die regelrecht gewollte Abwechslung der Bewegungsart vor. Die meisten meiner Touren waren bislang mit dem MTB. In letzter Zeit kam etwas mehr Wandern dazu. Ein paar Straßenradtouren gab's auch, und ein bisschen Paddeln (aber bei den Packrafts bin ich neu angekommen). Gern würde ich das alles vermischen, aber dem sind ja Riegel vorgeschoben. Ein MTB fährt zwar etwas mürrisch auch auf der Straße, doch mit dem Wandern wird's halt... nicht ganz so organisch (um nicht zu sagen: Es sind eigentlich nur unfreiwillige Schiebe- und Tragepassagen. Oder man lässt das Rad für eine Wanderung irgendwo stehen. Das ist aber irgendwie nicht mein Ding, weil dadurch der Reisefluss unterbrochen wird.). Die Sache ist ja die, dass wir in diesen Threads naturgemäß viel über die Boote reden, und nicht so sehr über den Wanderanteil. Das weckt dann die Sehnsucht nach Packrafts, die eigentlich gar nicht mehr so gut für Hybridtouren geeignet sind (sondern andere Schwerpunkte haben). Wobei ich mich dann frage, wie viele Leute die schwereren Boote wirklich ausnutzen werden. Ich habe ja öfter schon die Parallele zum Heavy Metal (Enduro-MTB) gezogen. Es gibt ja viele Besitzer - doch wer reizt so ein Bike tatsächlich aus? Und wie viele bilden sich nur ein, für ihre Trails so viel Federweg zu brauchen? (Ich könnte genauso auf das teure Carbon-Rennrad zu sprechen kommen, das Papa in voller Montur vorne weg fährt, während Mama auf dem Trekking-Rad mühelos Schritt hält - was sie diplomatischerweise nie zur Sprache bringt. ) Im Prinzip also die Frage: Brauche ich das oder behindert es mich eher?
  4. Das verstehe ich gut. Ich möchte ein möglichst geringes Bootsgewicht - und trotzdem ein Boot, das im Verlauf einer Tour auch mal wüstere Stellen wegstecken kann (und wenn ich dabei nass werde?... sei's drum, außer bei zu kaltem Wetter). Ideal fände ich ein Gesamtzusatzgewicht für die Bootsausrüstung von höchstens gut 3 kg, möglichst eher 2,5 kg (minimal und im Sommer, versteht sich). Ich will ja nicht stundenlang im Wildwasser spielen (will ich vielleicht schon, aber erst einmal nicht in diesem Zusammenhang) - sondern lediglich kürzere, nicht allzu sensationelle Wildpassagen unterwegs bewältigen können. Ich möchte mit der Ausrüstung vor allem auch möglichst unbeschwert wandern können (was ich auch durch - eher geringe - Komfortzugeständnisse bei der allgemeinen Trekkingausrüstung halbwegs hinkriegen kann). Zwar will ich mit dem Boot idealerweise auch flott Strecke machen können, und vor allem da hapert's ja bei allzu hohen Geschwindigkeitserwartungen an ein leichtes und daher nicht sehr langes Boot. Mit einer gewissen Gemächlichkeit muss ich mich indes wohl abfinden; denn wenn ich @Stoker richtig verstehe, meint er mit "nur für längere Paddeltouren" eben nicht die von mir angepeilte 50:50 Hybridtour aus Wandern und Wasser. Oder lese ich da etwas falsch? 4,5 und mehr zusätzliche Kilo sind für mich eine Hausnummer, die ich zwar ein paar Kilometer zum Fluss schleppen würde, aber nicht noch den Mont Ventoux hoch. (Und da ist noch kein Paddel bei, keine Weste, keine Crocs... es fehlen also ggf. noch mindestens 0,9 bis 1,5 Kilo, locker auch mehr.) Das ist natürlich ernsthaft verlockend. Trotzdem frage ich mich bei dem hohen Preis (€ 1349 im Packrafting Store), ob es nicht für reine Paddeltouren in Deutschland billiger wäre, aus dem Bonner Globi-Outlet ein halbwegs gutes Schlauchkajak preiswert als Retourenexemplar mitzunehmen und vom Eingesparten ziemlich viele Taxifahrten von Bahnhöfen zu Flüssen zu bezahlen. So nüchtern betrachtet würde das Nomad eigentlich nur Sinn machen, wenn man es tatsächlich viel dort paddelt, wo keine Straße hinführt. Oder wenn es per Flugzeug oder Zug ins Ausland mitgenommen werden soll. Aber okay... ich gebe ja zu: Trotzdem finde ich das Nomad einfach cooler als ein Gumotex oder Nortik-Kajak. Ist doch auch schon recht schön... und sogar im Ausland ... und sehr viel leichter. Versteht mich nicht falsch, @Stoker und @khyal. Was die schwereren Boot besser können (je nach Ausrichtung nämlich Tempo oder Wildwasser) will ich ja gar nicht in Zweifel ziehen. Aber für mich hat die echte Hybridtour-Fähigkeit derzeit Priorität, und diese Fähigkeit sehe ich ab einem gewissen Gewicht nicht mehr.
  5. ... der sinnstiftende Rest dann bei den Consumables, ungedörrt und ungewogen.
  6. Aber Achtung: Es gibt ein paar Optionen, die das Boot deutlich schwerer machen können (stehen unten auf der Seite). Außerdem ist der Pumpsack nicht im Gewicht inkludiert.
  7. Ist das Delta so schnell wie das Sigma? Ich meine, es wird mit 4 km/h angegeben. (Habe es mir ja als möglichen Kauf oft angesehen. ) Einen Yukon Yak finde ich auf der Alpacka-Site nicht mehr. Nur Classic Yak (bestimmt bloß eine Namensänderung). Dann aber mit 2,58 kg angegeben... wobei 'Yak' da offenbar die Größe Medium bezeichnet. Hier: https://www.alpackaraft.com/rafting/product/classic/
  8. OT: 'Präfix' und eckige Klammern sind mal wieder von mir.
  9. OT: Mehr Themenstringenz habe ich ja auch schon angeregt, fürchte aber allmählich, dass wir das hier nicht mehr auseinander gerupft kriegen. Hier sind auch ziemlich viele gedankliche Querverbindungen zu verwandten Threads, die in einem Jahr kaum noch erkennbaren Sinn machen werden. Eine Mitschuld daran trage ich selbst. Insofern finde ich es okay, dass @khyal einfach den Titel angepasst hat. Wenn das Thread-Thema aber schon erweitert worden ist, fände ich es ganz schön, mal auch von anderen Packrafts zu hören als die hier im Unterforum bislang besprochenen. Es gibt hier doch Leute, die schon etwas länger Packrafting betreiben als fast alle, die sich in diesen Threads tummeln. Welche Boote haben sie? Außerdem kommt das ganz leichte Ende des Spektrums kaum zur Sprache. @Omorotschka hat zum Beispiel erwähnt, dass seine Gesamtausrüstung nur zwei Kilo wiegt. Da würde ich auch gern mehr erfahren.
  10. Das wurde ja auch schon erwähnt und ist m.E. dein Kernsatz. Es gibt ja so einige Sportarten, die saisonal unterschiedlich gefährlich sind (Skitouren z.B. dann, wenn es langsam wärmer wird). Verzicht darauf, ganzjährig den allerstärksten vorstellbaren Kick zu suchen, ist sicher sehr ratsam. Was ich spätestens ab November vorhabe: alleine mit dem Boot nur dort zu sein, wo ich mich gut auskenne. Aber die gute und sichere Planung ist m.E. nicht das einzige Thema. Die Neigung, ganz spontan zu überreizen, kennen doch viele Leute... bestimmt nicht nur ich. Auf Ski und auf dem Bike habe ich sie erst seit ein paar Jahren zufriedenstellend im Griff... der Wald so schön verschneit, du allein auf Pistenski, die Bäume doch eigentlich gar nicht so dicht beieinander... Das ist halt der Moment, wo man sich unter Kontrolle haben muss.
  11. OT: Eher interessant finde ich ja inzwischen das größere Thema vieler (für viele Einsatzgebiete) eigentlich überholten Lösungen im UL-Bereich. Wasserdichte Bivys und Flat Tarps gehören m.E. dazu. Beide haben für Nischenzwecke noch sicherlich eine Berechtigung, sind aber nicht mehr die Allzweckwaffen zur Gewichtssenkung, die sie einstmals waren. Shaped Tarps und Zelte wurden leichter, Gaskocher ebenso, Rucksäcke mit Rahmen... und paradigmatisch gewesenes UL-Gear kann entsprechend in Frage gestellt werden. Wann muss es wirklich noch sein? (Manchmal sicherlich schon.) Wenn Leute allerdings Blogs und Leitfäden lesen, die teils über zehn Jahre alt sind... na ja, da sind Flat Tarps und wasserdichte Bivys halt noch ziemlich prominent.
  12. Die Fantasie ist bei wasserdichten Bivys sowieso das A und O. Sie erzeugt das Problem (Träume von der Hinschmeißundeinschlaflösung), nährt es (die Tüten werden schön geredet) und verewigt es (wenn so ein Bivy endlich mal auf den Müll wandert, bildet sich der Wegwerfende ein, dass es lediglich an Materialqualität gemangelt hat... und kauft sich das Nächstteure.) Duck und wech.
  13. Na ja, in diesem Zusammenhang ging es ja darum, bei Kälte und Kenterung per Paddle Leash die Verbindung zum Boot mit der trockenen Kleidung zu haben (wobei @khyal ja schwere Einwände gegen die Leine äußerte). EDIT ( @wilbo) : Was ich meine ist: Sollte das Boot mit der Kleidung wirklich vorerst verloren gehen, weil man keine Paddle Leash dabei oder diese losgelassen hat, wäre man im Trockenanzug bei Kälte ja auch an Land erst einmal nicht so schlimm dran... oder?
  14. Ich auch nicht. Aber ansonsten liegt die Snugpack-Fankurve doch hauptsächlich in Nordengland. Die Aficionados haben nicht unbedingt stringentes UL im Sinn und sind nicht einmal zwingend darauf aus, besonders trocken zu bleiben. Ist irgendwie eher Kult - so zumindest mein Eindruck.
  15. Na ja... man könnte ja auch argumentieren, dass bei einer Tour ohne viel Wandern das Gewicht der Stöcke egal ist - und die Stöcke bei einer Hybridtour wegen des sonstigen Gewichts besonders nützlich wären.
  16. Der kombiniert das meines Wissens doch auch mit Hostelübernachtungen. Irgendwo las ich vor Jahren über die Bivy-Freaks in Großbritannien, dass viele so eine 1:1-Regel befolgten (pro Nacht im Biwaksack eine Nacht im Pub oder in der Pension... die Ausrüstung trocknen lassen). Man kriegt aus Blogs ja eh den Eindruck, dass viele von denen sowieso nur nach Gründen suchen, sich schnurstracks an eine trockene Theke zu begeben.
  17. OT: Vermutlich konzentriert sich deine Tour ja auf den Paddelpart, ja? Aber für Hybridtouren mit höherem Wanderanteil frage ich mich eigentlich, warum ein Trekkingstockbenutzer seine Stöcke ausgerechnet dann zuhause lassen sollte, wenn die Last im Rucksack durch die Bootsausrüstung spürbar schwerer wird. Wer Trekkingstöcke prinzipiell nützlich findet (ich ja auch), müsste sie doch in einem solchen Fall umso eher dabei haben wollen.
  18. Wäre (ist) ja auch meine Lösung (Bug Bivy u.ä.). Aber es geht halt recht preiswert mit dem STS-Netz, wenn man es hat und nutzen und nichts nähen will.
  19. Den Gedanken hatte ich auch. Andererseits: DCF lässt sich von allen Stoffen am leichtesten ausbessern. Da kommt dann einfach ein Patch drauf.
  20. Einfach durch Abbinden auf die richtige Höhe für das jeweilige Tarp bringen... so lässt sich auch Asymmetrie erzeugen, wenn man sie braucht.
  21. Für mich ja auch längst (wie ich ja wohl hinreichend bemerkt habe)... jedenfalls, was die wasserdichten betrifft. Aber mir ist eingefallen, warum ich überhaupt damit anfing... abgesehen vom Trugschluss des Hinschmeißen-und-einschlafen-Arguments. Ein BW-Bivy mit einem Kilo war vor Jahren als Lösung so richtig leicht und auf dem Bike in den Alpen fast eine Offenbarung (zumindest tagsüber im Gepäck ). Die Zeiten haben sich aber geändert. Er wiegt nun doppelt so viel wie einige Zelte, die hier gängig sind.
  22. Aber du müsstest doch wissen, auf welche Länge du deinen Trekkingstock ausziehst, oder? Dann kannst du messen, was beim Paddel vielleicht hinkommen würde. Blatt + halbe Stange, beide Stangenhälften ohne Blatt (am Wahrscheinlichsten)... usw.
  23. Das ist doch genau das Symptom, das ich immer wieder sehe. Die Leute sind x Nächte mit dem betreffenden Biwaksack unterwegs gewesen und haben noch nie auch nur einen Tropfen... und so weiter. Aber wieviel ist x und wie unterschiedlich waren die verdächtigen Parameter? Oder: Sie werden in der ersten Nacht nass, weil es in Strömen geregnet hat. Kondensnass oder Nassnass. Es gibt wirklich kaum Anwender, die über eine große Bandbreite von Bedingungen berichten.
  24. Schade... mit etwas Mühe (Gefummel) kann man nämlich aus der Fly-only-Konfiguration eine Fly-first-Aufstellung gestalten. Was bei Regen natürlich sehr nützlich ist. Die Verschlüsse einfach messen und dann suchen?
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