Liebes Forum,
wie bereits berichtet, möchte ich in nächster Zeit eine Lösung für den wasserdichten Gepäcktransport auf meinem Packraft finden. Das Gepäck wird in meinem Boot üblicherweise unter den Sitzen verstaut, und bildet dort wohl oder übel dann auch den tiefsten Punkt, wo sich jegliches Wasser bzw. auch Schmutz sammelt.
Auch wenn ich voraussichtlich (bzw. hoffentlich) gerade mit diesem eher zahmen Bootstyp nie kentern werde, kann ich mir einerseits gut vorstellen, dass doch einmal eine etwas größere Menge Wasser ins Boot kommt, bzw. hätte ich auch einfach gerne mein Material wirklich verlässlich wasserdicht geschützt. Gleichzeitig wäre es fein, sowohl bei Kosten als auch Gewicht gegenüber z.B. Ortlieb-Drybags einzusparen.
Meine bisherigen Überlegungen sind die folgenden:
Rucksack abdichten: ich nähe gerade an meinem ersten X-Pac Rucksack. Rein theoretisch müsste es möglich sein, diesen abzudichten, wobei ich mir das bei den vielen Nähten relativ aufwändig vorstelle. Außerdem liegt der Rucksack dann direkt im Dreck/Wasser.
Wasserdichter Liner: Der Inhalt wäre zwar trocken, der Rucksack aber wieder im Dreck/Wasser, bzw. alle Außentaschen auch ungeschützt
Großer Drybag: Der gesamte Rucksack wäre vollständig geschützt, diese Version erscheint mir aus jetziger Sicht gerade optimal. Das Material müsste auch nicht extrem viel aushalten, insofern könnte man es wohl auch etwas leichter dimensionieren.
Sofern die Lösung Sinn macht, ergibt sich als nächstes die Frage nach dem Material:
SilNylon mit Silikon bei den Nähten abgedichtet: Zwar sehr leicht, aber wahrscheinlich nicht dicht genug, habe einmal einen Drybag so hergestellt, und so ganz hat mich das nicht überzeugt
SilNylon mit Elastosil kleben: wirkt für mich irgendwie aufwändig mit Andrückrolle, ablüften, usw.
DCF: habe ich noch nie verarbeitet, wirkt aber recht simpel. Initial wohl auch recht dicht, hier würde mich am meisten die langfristige Dichtigkeit bzw. Haltbarkeit zweifeln lassen - teuer wäre es jedenfalls auch.
PU-beschichtetes Nylon: Könnte wohl mit Nahtband recht gut abgedichtet werden, wäre auch verhältnismäßig günstig. Die Langlebigkeit vom geklebten/gebügelten Nahtband ist dann wohl hier der Schwachpunkt, bzw. ab irgendeinem Punkt wohl die PU-Beschichtung generell?
TPU-Nylon bügeln: da bin ich irgendwie sehr skeptisch, ob ich hier mit einem Haushalts-Bügeleisen ein verlässliches und haltbares Ergebnis hinbekomme...
Hat jemand von euch Erfahrungen bei der Verarbeitung von Drybag-Materialien, bzw. übersehe ich grundsätzlich irgendetwas in meinen Überlegungen?
Vielen Dank euch jedenfalls für eure Ideen und Inputs!