Reputationsaktivitäten
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kraxelmaxel reagierte auf traveloors in 10 Tage Packrafting in NordschwedenHallo liebe Mitlesende,
als einer meiner ersten Beiträge steige ich mal mit einem Tourbericht ein. Auch wenn es sich nicht um eine UL- Tour handelt, so hat sie uns doch inspiriert, mal unsere Packliste unter die Lupe zu nehmen und zumindest ein bisschen gewichtsoptimierter zu verbessern, daher hier eine Zusammenfassung unserer Packrafting- Tour durch Nordschweden.
Gestartet sind wir mit unserem Bulli im Schwabenland mit dem Ziel, möglichst zügig das 2800km entferne Gällivare zu erreichen. Nach einem kurzen Stopp an der Bergstraße, um bei meinen Eltern ein e-Bike einzusammeln (dazu später mehr), sind wir dann gen Norden „gerauscht“. So richtig empfehlen kann ich das nicht, denn wenn man nach langer Fahrt mit der Fähre nach Schweden übersetzt und das Navi zeigt immer noch 1500km, dann kann das die Stimmung schon drücken.
In der Vorbereitung hatte ich mich mal über die typischen Temperaturen im Juli in Abisko schlau gemacht und bei durchschnittlich 17 Grad entsprechend auch Mütze, Handschuhe und Daunenjacke eingepackt. Kurzfristig waren dann aber für den Tourstart 27 Grad in Abisko prognostiziert, die sich über die geplanten 10 Tage auf 16 Grad und Regen reduzieren sollten. Letztendlich haben wir also Mütze und Handschuhe ausgepackt und dafür ein kurzes Tshirt ein. Daunenjacke und Regenkleidung haben wir aber mitgenommen.
Von Gällivare ging es mit dem Auto noch für einen "kurzen" Abstecher nach Kaitum, um das e-Bike abzustellen. Normalerweise fährt von Kaitum nach Gällivare ein Zug, aber im Sommer 2025 ausgerechnet nicht. Nach Deponie des Fahrrads sind wir dann für eine Nacht auf dem Campingplatz in Gällivare eingecheckt, haben unsere letzten frischen Lebensmittel verbraucht und unsere Rucksäcke fertig gepackt.
Tag 1: Über den Kungsleden durch den Abisko Nationalpark
Am nächsten Morgen ging es dann endlich los, und zwar zu Fuß zum Bahnhof. Das Auto kann man gegen kleines Geld auf dem Campingplatz stehen lassen. Mit dem Zug ging es dann in ca. 2,5h nach Abisko, wo man direkt am Eingang zum Nationalpark ausgespuckt wird.
Hier war die Laune noch sehr gut, auch wenn sich der schwere Rucksack bemerkbar gemacht hat. Startgewicht mit Packraft und Verpflegung für 12 Tage waren knapp 28kg pro Person. So schwer waren unsere Rucksäcke ziemlich sicher noch nie, aber auch wenn hier noch Luft nach unten ist, wiegen WW-Packraft-Equipment und Verpflegung einfach viel.
Im Abisko NP darf man nicht campen, deshalb muss dieser am ersten Tag komplett durchwandert werden. Mit knapp 16km ist das aber auch völlig okay. Nach der NP Grenze haben wir dann zusammen mit vielen anderen unser erstes Camp aufgeschlagen. Das Tarp, ursprünglich für potenzielle Regentage im Gepäck, hat sich hier als wertvoller Schattenspender erwiesen.
Tag 2: zur Fjällstation Alesjaure
Am zweiten Tag ging es weiter entlang des Kungsleden bis zur Fjällstation Alesjaure. Der Trail verläuft ziemlich flach, zum Teil entlang eines Sees. Schatten gibt es nicht viel, aber regelmäßig Bäche, um das Kopftuch abzukühlen.
Unser Zelt haben wir dann knapp unterhalb der Fjällstation Alesjaure aufgebaut. Hier gibt es auch Toiletten. Völlig unterschätzt hatten wir die Kombi aus Hitze und Mücken. Ich hatte als lange Hosen nur eine Wanderleggings und eine Fleeceleggings dabei. Abgesehen davon, dass ich die bei 25 Grad und mehr nur ungern anziehen wollte, haben die Mücken auch einfach durchgestochen.
Tag 3: Tschüss Kungsleden
Tag 3 führte uns weg vom Kungsleden. Nach dem Fluss führt der Kungsleden weiter nach Süden. Wir sind stattdessen links abgebogen und sind dem Trail Richtung Vista-Tal gefolgt. Oben auf dem Sattel gibt es einen schönen Bergsee, ideal für eine Badepause. Vom See ging es dann abwärts ins Vistas-Tal, wo auch bald der Vistasälven in Sicht kommt. Aufgrund der warmen Temperaturen war wohl die Schneeschmelze ganz besonders stark und wir konnten schon ein ganzes Stück oberhalb der avisierten Stelle unsere Boote einsetzen. Los ging es auf einem wild bewachsenen Stück durch erste kleine Stromschnellen den Vistasälven runter.
Eigentlich waren wir noch früh dran und hätten noch ein ordentliches Stück auf dem Fluss zurücklegen können, aber zwei Dänen, die uns früher am Tag auf dem Sattel begegnet sind, haben wir uns von der Sauna an der Vistasstugan erzählt. Also haben wir ausnahmsweise an einer kostenpflichtigen Hütte das Zelt aufgebaut. Der nette Besitzer hat uns dann erlaubt, zum Kochen eine der Hütten zu nutzen und anschließend die Sauna für uns aufgeheizt. Abkühlung gibt’s direkt daneben im Vistasälven. Und die Sauna fungiert auch gleichzeitig als Dusche, in dem man einfach einen Eimer Wasser zum Aufwärmen mit reinstellt. Obwohl wir erst drei Tage unterwegs waren, wollten wir uns das nicht entgehen lassen.
Tag 4: Weiter entlang des Vistasälven
Wer auf Flüssen unterwegs ist, weiß dass hier Gefahren lauern, insbesondere wenn Wildwasser im Spiel ist. Wir waren entsprechend gut ausgerüstet und vorbereitet. Nicht auf dem Schirm hatte ich aber die offensichtlich durchaus reale Gefahr eines Zusammenstoßes mit einem großen vierbeinigen Tier! Zum Glück wollte der Elch das genauso wenig und hat sein Bad verfrüht abgebrochen. Nicht die letzte, aber sicherlich die Beste Elch-begegnung auf dieser Tour! Weiter unten wird der Vistasälven schwieriger und wir mussten für eine erste Umtragung einer WW-V-Stelle aussteigen. Danach geht es mit WW II/III spaßig weiter, gefühlt aber nie gefährlich, sondern gut einsehbar und ohne Unterströmungen o.ä.
Für die Mittagspause haben wir an der Lisasstugan Halt gemacht, einer kleinen Hütte für Jäger und andere. Mein Partner hat sich erfolgreich am Angeln versucht und so stand Äsche auf der Speisekarte. Leider hat sich zu diesem Zeitpunkt unser Benzinkocher verabschiedet und wollte partout keinen Mucks mehr tun. Bei gemütlichen 27 Grad haben wir also in der Lisasstugan ein Feuer im Ofen gemacht, um unseren Fisch auf dem Ofen zu garen.
Im Anschluss haben wir gleich noch Wasser für unser Abendessen gekocht. Die Nacht haben wir dann etwas weiter flussabwärts in Gesellschaft von drei netten Schweden verbracht, die wir tagsüber am Fluss getroffen hatten. Unsere Hoffnung, am Morgen hier ein bisschen Kochergas für einen warmen Kaffee zu schnorren, hat sich vollauf erfüllt.
Tag 5 und 6: Nikkaluokta
Der letzte Abschnitt des Vistasälven schlängelt sich gemütlich bis nach Nikkaluokta. Hier gibt es kaum mehr Stromschnellen und besonders auf dem letzten Stück muss man tatsächlich auch mal paddeln, um vorwärtszukommen. In Nikkaluokta gibt es eine große Fjällstation, die außerdem mit dem Auto erreichbar ist. Ein Ersatzkocher war dort aber leider nicht zu bekommen. Also haben wir einen Pausentag eingelegt, mein Partner ist nach Kiruna getrampt und hat den einzigen verfügbaren Gaskocher (zum Aufschrauben 🫠 und dann auch noch der gleiche, der schon zuhause liegt) gekauft. So konnten wir unsere Tour aber zumindest fortsetzen.
Tag 7: Von Nikkaluokta Richtung Kaitumälven
Vom Campingplatz in Nikkaluokta sind wir Richtung Kaitumälven aufgebrochen, unser zweiter Rafting-Fluss. Auf halber Strecke etwa liegt ein Shelter, das wir uns für die Übernachtung ausgesucht hatten. Weil wir ganz allein waren, haben wir uns spontan entschieden das Zelt nicht auszupacken und im Shelter zu übernachten. Groooooßer Fehler! So ein Zelt hat den immensen Vorteil, dass man den kleinen Raum ganz ausgezeichnet von Mücken befreien kann, bevor man schlafen geht. Das ging im Shelter überhaupt nicht und ich war am nächsten Morgen komplett zerstochen.
Tag 8: Ankunft am Kaitumälven
Früher als erwartet, waren wir schon kurz nach Mittag am Kaitumälven und haben uns deshalb entschieden, direkt noch die ersten Kilometer zurückzulegen. Der Kaitumälven fließt wesentlich gemächlicher als der Vistasälven und lässt sich zumindest auf diesem Abschnitt eher als große Seen charakterisieren, die über kurze Stromschnellen miteinander verbunden sind. Als Zeltplatz haben wir eine gemütliche kleine Insel gefunden.
Tag 9: Lange Umtragung
Am nächsten Tag ging es weiter den Kaitumälven entlang. Schon kurz nach dem Start mussten wir uns entscheiden, ob wir die für uns schwierigste Stromschnelle fahren wollen oder nicht. Mein Partner war ein bisschen unsicher, wollte dann aber doch nicht alleine umtragen, also haben wir uns getraut. Die Stromschnelle entspricht der Schwierigkeit III und ist ordentlich wuchtig, für uns zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall noch eine mentale wie technische Herausforderung.
Auf diesem Abschnitt kommt später außerdem eine WW-V und kurz darauf eine WW-IV-Stelle, die wir auf jeden Fall umtragen wollten. Anlässlich eines Tourberichts, den wir gelesen hatten, haben wir mit knapp 4km Umtragung gerechnet. Erstmal war es aber richtig schwer, überhaupt vom Fluss zum parallel verlaufenden Trail zu kommen. Die große schwarze Linie auf der Karte hat sich nämlich als Rentierzaun herausgestellt. Also haben wir es gemacht wie die Rentiere: so lange den Zaun entlang, bis ein ausreichend großes Loch kommt. Weil wir mit einer vergleichsweise kurzen Umtragung gerechnet haben, haben wir uns entschieden die Trockenanzüge anzubehalten. Aus Perspektive der Mückensituation sicherlich eine gute Entscheidung. Aufgrund der immer noch hohen Temperaturen aber auch eine ziemliche Tortur. Von den angesagten 16 Grad war überhaupt nichts zu merken. Wir hatten weiterhin den ganzen Tag Temperaturen in den hohen Zwanzigern und das aufgrund der langen Tag von sehr früh bis sehr spät. Die Umtragung war dann eher 6km lang und wir mussten uns ziemlich durch die Büsche schlagen. Ich sags mal so, nach Ankunft an unserem Wunsch-Camp war definitiv Klamottenwaschen und Trockis auslüften angesagt. Auf diesem Abschnitt war es tatsächlich gar nicht mehr so einfach einen passenden Campingspot zu finden, aber irgendwann waren wir dann doch erfolgreich.
Tag 10: Ankunft in Kaitum
Ursprünglich hatten wir mal angedacht, kurz vor Kaitum nochmal das Zelt aufzuschlagen. Aber die Hitze und die Mücken haben uns so langsam wirklich geschlaucht und entsprechend sind wir die letzten 17km bis Kaitum durchgepaddelt. Mein Partner hat das metaphorische Schnick-Schnack-Schnuck verloren und wurde von mir zusammen mit seiner Angel den Mücken zum Fraß vorgeworfen. Ich hab mich aufs e-Bike gesetzt und bin die 94km nach Gällivare geradelt.
Dort bin ich dann umgehend ins Auto gestiegen und zurück nach Kaitum gefahren, um meinen Partner und das restliche Gepäck aufzusammeln. Zurück am Campingplatz haben wir es tatsächlich bis zum folgenden Mittag geschafft, sämltiches Equipment zu säubern und zu trocknen, bevor dann tatsächlich der angesagte Regen eingesetzt hat.
- TOUR ENDE –
Anbei noch unsere Packliste. Bitte zerreißt mich nicht, wir haben seitdem schon ordentlich nachgebessert und ich weiß auch nicht, warum wir Stirnlampen dabei hatten: Packliste Schweden
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von AgatheOtto erhalten in Polartec Alpha PulloverObwohl mein alter Fleece-Pullover auch nach über einem Jahrzehnt Nutzung anstandslos seinen Dienst verrichtet, war ich trotzdem neugierig auf das vielgepriesene Polartec Alpha und habe beschlossen, meinen alten Pullover nachzunähen.
Zuerst habe ich das Schnittmuster abgenommen, und anschließend auf Raglan-Schnitt abgeändert. Dafür war ich mir im Nachhinein extrem dankbar, denn das Nähen eines Raglan-Schnitts ist wirklich ungemein einfach. Anstatt gegenläufige Kurven im Ärmelloch zu nähen, hat man abgesehen vom Kragen und den Seiten genau vier Nähte (und die könnte man theoretisch durch Aneinander-Auflegen der Schnittteile nochmal minimieren).
Anschließend habe ich aus Fleece-Resten ausschließlich die Kragen-Partie testweise zusammengenäht (Endprodukt war quasi eine Halskrause mit Zipp und kurzer Poncho-Verlängerung) - wertvoll im Nachhinein, da ich mir dadurch ein paar Fehler beim Endprodukt erspart habe.
Nachdem der Stoff geliefert war, habe ich das Endprodukt gestartet. Hier kurz meine Learnings aus dem Nähprozess:
- die Verarbeitung von Alpha (Netzstruktur) und schwarzem Garn kaschiert wirklich jeden Fehler, ist aber auch quasi unmöglich wieder aufzutrennen
- der Kragen ist in der Verarbeitung mit Abstand das Schwierigste und Langwierigste an dem ganzen Ding, der Rest dauert im Vergleich nur ein paar Minuten
- ich habe mir das Versäubern gespart, da nichts franst
Ausschneiden der Schnittteile:
Zipp und sukzessive Verbindung der Vier Stoffstücke:
Das Endprodukt ist finde ich recht hübsch geworden und mit 129g auch wirklich leicht.
Probieren konnte ich den Pullover kürzlich bei einer zweitägigen Bergtour, meine ersten Eindrücke dazu:
- extrem angenehmes Tragegefühl
- er flusselt ziemlich (vorher wurde er noch nicht gewaschen)
- die Wärmeleistung ist jetzt nicht herausragend, vielleicht habe ich mir da einfach zu viel erwartet (auch nicht unter einer winddichten Schicht)
- recht filigranes Gefühl beim Aus- und Anziehen
- er trocknet unfassbar schnell, nach dem Wollwaschgang ist das Ding quasi schon trocken aus der Waschmaschine gekommen
Insgesamt bin ich gespannt auf weitere Praxiserfahrungen bezüglich Wärmeempfinden, Haltbarkeit und generellem Handling, es ist aber definitiv ein nettes Nähprojekt wert!
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von MBo erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von mtb_squirrel erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von Linkshaenderin erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel reagierte auf izi in Entstehung meines ersten Rucksacksschaut ja schon mal gut aus.
Als Tip für EVA in die Träger zu bekommen: Den Schaumstoff vorher mit Babypuder "einschmieren". Das hat das ganze bei mir erheblich erleichtert.
Die Loadlifter lassen sich bei deinem Konzept einfach in der Ansatznaht vom Rolltop unterbringen.
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von izi erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel reagierte auf MarcG in Einsteigerin resümiert erste ErfahrungenHi,
Willkommen bei unserem Hobby und hier im Forum.
1. Zu erfahren wie der Körper auf Belastung reagiert, und dann zu lernen wie man das am besten steuert und managed, ist ein wichtiger Teil einer guten Wandererfahrung. Das wird von Person zu Person auch sehr unterschiedlich sein. Das beginnt bei der Länge und Schwierigkeit der Tour, der Art des Wandern, Pausen und Ruhetage, Gewicht der Ausrüstung usw.. und natürlich auch Faktoren wie Wetter, Krankheit, Fitness usw.. Was auch ganz wichtig ist, ist die mentale Fähigkeit sowohl manchmal weiter zu machen, obwohl es keinen Spaß macht oder schmerzt, aber auch zu sagen: nein, hier ist jetzt Schluss! Das wird alles natürlich wichtiger je länger und komplexer die Tour ist.
Was ich mir z.B. angewöhnt habe sind Dinge wie: Lieber langsamer aber dafür mehr Stunden am Tag wandern. Lieber relativ früh schon eine Pause machen und nicht erst den Akku komplett leer laufen. Füße abends trocknen und eincremen. Blasen haben mir schon mal Touren ruiniert. Rauf ist anstrengend, steil runter ist genau so anstrengend. Belastung bei Langstrecke im Auge behalten.... Wenn mir nur die Füße weh tun, dann geht es meistens trotzdem weiter. Knie, Muskeln... das ist schon kritischer.
Natürlich macht man auch sehr unterschiedliche Touren: Manchmal will man mehr machen. "Ich lauf die 120 km jetzt in 3 Tagen" - man kann sie aber auch in 5 machen und das ist auch in Ordnung.
2. Das Thema hatten wir letztens hier: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/146517-verhältnis-körpergewicht-vs-rucksackgesamtgewicht/
Ich lande meist unter 10% Gewicht, aber das liegt eher dran, dass ich zu fett bin, als daran dass ich besonders klug packe....
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von BleiStift erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel reagierte auf jakob-ineurope in DIY Ultraleichter 45‑L‑RucksackVielleicht hat hier jemand etwas davon, der selbst ein eigenes Design macht. Vor dreißig Jahren wurde ich in Irland von einem Rucksackhersteller eingeladen, der damals einen ultraleichten Rucksack entwerfen wollte, etwas, was zu diesem Zeitpunkt noch neu war. Verschiedene Leute, darunter auch ich, suchten damals nach Konzepten. Ich bin mir sicher, dass mein 45‑Liter‑Rucksack – vollständig wasserdicht und relativ komfortabel – mit seinen 200 Gramm der leichteste überhaupt war. Kürzlich habe ich noch eine Version davon in DCF und Dyneema gefertigt, um näher an die 100 Gramm zu kommen. Aber ich bin mir auch sicher, dass es der am wenigsten kommerzielle Rucksack war. Die Idee bestand darin, eine Ridge‑Rest‑Isomatte (die noch jemand nutzt?) groß aufzurollen und das Material in der Hohlfalte zu verstauen. Die Steifigkeit der Ridge‑Rest sorgte für eine gute Gewichtsübertragung.
Die beiden Klettverschlüsse an der Oberseite dienen einem abnehmbaren Deckelfach. Das sieht dann ein bisschen aus wie eine Frisbee.
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von Namie erhalten in Polartec Alpha PulloverObwohl mein alter Fleece-Pullover auch nach über einem Jahrzehnt Nutzung anstandslos seinen Dienst verrichtet, war ich trotzdem neugierig auf das vielgepriesene Polartec Alpha und habe beschlossen, meinen alten Pullover nachzunähen.
Zuerst habe ich das Schnittmuster abgenommen, und anschließend auf Raglan-Schnitt abgeändert. Dafür war ich mir im Nachhinein extrem dankbar, denn das Nähen eines Raglan-Schnitts ist wirklich ungemein einfach. Anstatt gegenläufige Kurven im Ärmelloch zu nähen, hat man abgesehen vom Kragen und den Seiten genau vier Nähte (und die könnte man theoretisch durch Aneinander-Auflegen der Schnittteile nochmal minimieren).
Anschließend habe ich aus Fleece-Resten ausschließlich die Kragen-Partie testweise zusammengenäht (Endprodukt war quasi eine Halskrause mit Zipp und kurzer Poncho-Verlängerung) - wertvoll im Nachhinein, da ich mir dadurch ein paar Fehler beim Endprodukt erspart habe.
Nachdem der Stoff geliefert war, habe ich das Endprodukt gestartet. Hier kurz meine Learnings aus dem Nähprozess:
- die Verarbeitung von Alpha (Netzstruktur) und schwarzem Garn kaschiert wirklich jeden Fehler, ist aber auch quasi unmöglich wieder aufzutrennen
- der Kragen ist in der Verarbeitung mit Abstand das Schwierigste und Langwierigste an dem ganzen Ding, der Rest dauert im Vergleich nur ein paar Minuten
- ich habe mir das Versäubern gespart, da nichts franst
Ausschneiden der Schnittteile:
Zipp und sukzessive Verbindung der Vier Stoffstücke:
Das Endprodukt ist finde ich recht hübsch geworden und mit 129g auch wirklich leicht.
Probieren konnte ich den Pullover kürzlich bei einer zweitägigen Bergtour, meine ersten Eindrücke dazu:
- extrem angenehmes Tragegefühl
- er flusselt ziemlich (vorher wurde er noch nicht gewaschen)
- die Wärmeleistung ist jetzt nicht herausragend, vielleicht habe ich mir da einfach zu viel erwartet (auch nicht unter einer winddichten Schicht)
- recht filigranes Gefühl beim Aus- und Anziehen
- er trocknet unfassbar schnell, nach dem Wollwaschgang ist das Ding quasi schon trocken aus der Waschmaschine gekommen
Insgesamt bin ich gespannt auf weitere Praxiserfahrungen bezüglich Wärmeempfinden, Haltbarkeit und generellem Handling, es ist aber definitiv ein nettes Nähprojekt wert!
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von schwyzi erhalten in Polartec Alpha PulloverObwohl mein alter Fleece-Pullover auch nach über einem Jahrzehnt Nutzung anstandslos seinen Dienst verrichtet, war ich trotzdem neugierig auf das vielgepriesene Polartec Alpha und habe beschlossen, meinen alten Pullover nachzunähen.
Zuerst habe ich das Schnittmuster abgenommen, und anschließend auf Raglan-Schnitt abgeändert. Dafür war ich mir im Nachhinein extrem dankbar, denn das Nähen eines Raglan-Schnitts ist wirklich ungemein einfach. Anstatt gegenläufige Kurven im Ärmelloch zu nähen, hat man abgesehen vom Kragen und den Seiten genau vier Nähte (und die könnte man theoretisch durch Aneinander-Auflegen der Schnittteile nochmal minimieren).
Anschließend habe ich aus Fleece-Resten ausschließlich die Kragen-Partie testweise zusammengenäht (Endprodukt war quasi eine Halskrause mit Zipp und kurzer Poncho-Verlängerung) - wertvoll im Nachhinein, da ich mir dadurch ein paar Fehler beim Endprodukt erspart habe.
Nachdem der Stoff geliefert war, habe ich das Endprodukt gestartet. Hier kurz meine Learnings aus dem Nähprozess:
- die Verarbeitung von Alpha (Netzstruktur) und schwarzem Garn kaschiert wirklich jeden Fehler, ist aber auch quasi unmöglich wieder aufzutrennen
- der Kragen ist in der Verarbeitung mit Abstand das Schwierigste und Langwierigste an dem ganzen Ding, der Rest dauert im Vergleich nur ein paar Minuten
- ich habe mir das Versäubern gespart, da nichts franst
Ausschneiden der Schnittteile:
Zipp und sukzessive Verbindung der Vier Stoffstücke:
Das Endprodukt ist finde ich recht hübsch geworden und mit 129g auch wirklich leicht.
Probieren konnte ich den Pullover kürzlich bei einer zweitägigen Bergtour, meine ersten Eindrücke dazu:
- extrem angenehmes Tragegefühl
- er flusselt ziemlich (vorher wurde er noch nicht gewaschen)
- die Wärmeleistung ist jetzt nicht herausragend, vielleicht habe ich mir da einfach zu viel erwartet (auch nicht unter einer winddichten Schicht)
- recht filigranes Gefühl beim Aus- und Anziehen
- er trocknet unfassbar schnell, nach dem Wollwaschgang ist das Ding quasi schon trocken aus der Waschmaschine gekommen
Insgesamt bin ich gespannt auf weitere Praxiserfahrungen bezüglich Wärmeempfinden, Haltbarkeit und generellem Handling, es ist aber definitiv ein nettes Nähprojekt wert!
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von marieke333 erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von Maalinluk erhalten in Polartec Alpha PulloverObwohl mein alter Fleece-Pullover auch nach über einem Jahrzehnt Nutzung anstandslos seinen Dienst verrichtet, war ich trotzdem neugierig auf das vielgepriesene Polartec Alpha und habe beschlossen, meinen alten Pullover nachzunähen.
Zuerst habe ich das Schnittmuster abgenommen, und anschließend auf Raglan-Schnitt abgeändert. Dafür war ich mir im Nachhinein extrem dankbar, denn das Nähen eines Raglan-Schnitts ist wirklich ungemein einfach. Anstatt gegenläufige Kurven im Ärmelloch zu nähen, hat man abgesehen vom Kragen und den Seiten genau vier Nähte (und die könnte man theoretisch durch Aneinander-Auflegen der Schnittteile nochmal minimieren).
Anschließend habe ich aus Fleece-Resten ausschließlich die Kragen-Partie testweise zusammengenäht (Endprodukt war quasi eine Halskrause mit Zipp und kurzer Poncho-Verlängerung) - wertvoll im Nachhinein, da ich mir dadurch ein paar Fehler beim Endprodukt erspart habe.
Nachdem der Stoff geliefert war, habe ich das Endprodukt gestartet. Hier kurz meine Learnings aus dem Nähprozess:
- die Verarbeitung von Alpha (Netzstruktur) und schwarzem Garn kaschiert wirklich jeden Fehler, ist aber auch quasi unmöglich wieder aufzutrennen
- der Kragen ist in der Verarbeitung mit Abstand das Schwierigste und Langwierigste an dem ganzen Ding, der Rest dauert im Vergleich nur ein paar Minuten
- ich habe mir das Versäubern gespart, da nichts franst
Ausschneiden der Schnittteile:
Zipp und sukzessive Verbindung der Vier Stoffstücke:
Das Endprodukt ist finde ich recht hübsch geworden und mit 129g auch wirklich leicht.
Probieren konnte ich den Pullover kürzlich bei einer zweitägigen Bergtour, meine ersten Eindrücke dazu:
- extrem angenehmes Tragegefühl
- er flusselt ziemlich (vorher wurde er noch nicht gewaschen)
- die Wärmeleistung ist jetzt nicht herausragend, vielleicht habe ich mir da einfach zu viel erwartet (auch nicht unter einer winddichten Schicht)
- recht filigranes Gefühl beim Aus- und Anziehen
- er trocknet unfassbar schnell, nach dem Wollwaschgang ist das Ding quasi schon trocken aus der Waschmaschine gekommen
Insgesamt bin ich gespannt auf weitere Praxiserfahrungen bezüglich Wärmeempfinden, Haltbarkeit und generellem Handling, es ist aber definitiv ein nettes Nähprojekt wert!
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von doast erhalten in Polartec Alpha PulloverObwohl mein alter Fleece-Pullover auch nach über einem Jahrzehnt Nutzung anstandslos seinen Dienst verrichtet, war ich trotzdem neugierig auf das vielgepriesene Polartec Alpha und habe beschlossen, meinen alten Pullover nachzunähen.
Zuerst habe ich das Schnittmuster abgenommen, und anschließend auf Raglan-Schnitt abgeändert. Dafür war ich mir im Nachhinein extrem dankbar, denn das Nähen eines Raglan-Schnitts ist wirklich ungemein einfach. Anstatt gegenläufige Kurven im Ärmelloch zu nähen, hat man abgesehen vom Kragen und den Seiten genau vier Nähte (und die könnte man theoretisch durch Aneinander-Auflegen der Schnittteile nochmal minimieren).
Anschließend habe ich aus Fleece-Resten ausschließlich die Kragen-Partie testweise zusammengenäht (Endprodukt war quasi eine Halskrause mit Zipp und kurzer Poncho-Verlängerung) - wertvoll im Nachhinein, da ich mir dadurch ein paar Fehler beim Endprodukt erspart habe.
Nachdem der Stoff geliefert war, habe ich das Endprodukt gestartet. Hier kurz meine Learnings aus dem Nähprozess:
- die Verarbeitung von Alpha (Netzstruktur) und schwarzem Garn kaschiert wirklich jeden Fehler, ist aber auch quasi unmöglich wieder aufzutrennen
- der Kragen ist in der Verarbeitung mit Abstand das Schwierigste und Langwierigste an dem ganzen Ding, der Rest dauert im Vergleich nur ein paar Minuten
- ich habe mir das Versäubern gespart, da nichts franst
Ausschneiden der Schnittteile:
Zipp und sukzessive Verbindung der Vier Stoffstücke:
Das Endprodukt ist finde ich recht hübsch geworden und mit 129g auch wirklich leicht.
Probieren konnte ich den Pullover kürzlich bei einer zweitägigen Bergtour, meine ersten Eindrücke dazu:
- extrem angenehmes Tragegefühl
- er flusselt ziemlich (vorher wurde er noch nicht gewaschen)
- die Wärmeleistung ist jetzt nicht herausragend, vielleicht habe ich mir da einfach zu viel erwartet (auch nicht unter einer winddichten Schicht)
- recht filigranes Gefühl beim Aus- und Anziehen
- er trocknet unfassbar schnell, nach dem Wollwaschgang ist das Ding quasi schon trocken aus der Waschmaschine gekommen
Insgesamt bin ich gespannt auf weitere Praxiserfahrungen bezüglich Wärmeempfinden, Haltbarkeit und generellem Handling, es ist aber definitiv ein nettes Nähprojekt wert!
-
kraxelmaxel hat eine Reaktion von Antonia2020 erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
-
kraxelmaxel hat eine Reaktion von schwyzi erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel reagierte auf jakob-ineurope in Entstehung meines ersten RucksacksIch bin kein Muttersprachler – sorry, falls nicht alles ganz korrekt übersetzt ist.
Toll gemacht mit diesem Rucksack. Ich bewundere deine Ausdauer.
Die Rolltop-Öffnung könntest du eventuell so gestalten, dass sie auch als Loadlifter funktioniert, aber das ist kein einfaches Design. Ich hatte das an meinem vorherigen Rucksack, den ich zehn Jahre lang benutzt habe. Das spart einige Gurtbänder ein – und das ist ungefähr der schwerste Teil des Rucksacks. Ich glaube, bei den Schultergurten solltest du dich an Laufrucksäcken oder Laufwesten orientieren. Tragekomfort an den Schultern hängt nicht einfach von viel Polsterung ab, sondern vor allem davon, dass das Gewicht gut und gleichmäßig verteilt wird. Bei deinem Foto mit dem festgenähten Hüftgurt würde ich empfehlen, den Hüftgurt nicht in einem rechteckigen Muster festzunähen, sondern eher in Form eines Trapezes mit der kurzen Seite oben. Dann steht der Hüftgurt automatisch in einem konischen Winkel und kann mehr Gewicht tragen. -
kraxelmaxel hat eine Reaktion von Schildkröt erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von Schildkröt erhalten in Polartec Alpha PulloverObwohl mein alter Fleece-Pullover auch nach über einem Jahrzehnt Nutzung anstandslos seinen Dienst verrichtet, war ich trotzdem neugierig auf das vielgepriesene Polartec Alpha und habe beschlossen, meinen alten Pullover nachzunähen.
Zuerst habe ich das Schnittmuster abgenommen, und anschließend auf Raglan-Schnitt abgeändert. Dafür war ich mir im Nachhinein extrem dankbar, denn das Nähen eines Raglan-Schnitts ist wirklich ungemein einfach. Anstatt gegenläufige Kurven im Ärmelloch zu nähen, hat man abgesehen vom Kragen und den Seiten genau vier Nähte (und die könnte man theoretisch durch Aneinander-Auflegen der Schnittteile nochmal minimieren).
Anschließend habe ich aus Fleece-Resten ausschließlich die Kragen-Partie testweise zusammengenäht (Endprodukt war quasi eine Halskrause mit Zipp und kurzer Poncho-Verlängerung) - wertvoll im Nachhinein, da ich mir dadurch ein paar Fehler beim Endprodukt erspart habe.
Nachdem der Stoff geliefert war, habe ich das Endprodukt gestartet. Hier kurz meine Learnings aus dem Nähprozess:
- die Verarbeitung von Alpha (Netzstruktur) und schwarzem Garn kaschiert wirklich jeden Fehler, ist aber auch quasi unmöglich wieder aufzutrennen
- der Kragen ist in der Verarbeitung mit Abstand das Schwierigste und Langwierigste an dem ganzen Ding, der Rest dauert im Vergleich nur ein paar Minuten
- ich habe mir das Versäubern gespart, da nichts franst
Ausschneiden der Schnittteile:
Zipp und sukzessive Verbindung der Vier Stoffstücke:
Das Endprodukt ist finde ich recht hübsch geworden und mit 129g auch wirklich leicht.
Probieren konnte ich den Pullover kürzlich bei einer zweitägigen Bergtour, meine ersten Eindrücke dazu:
- extrem angenehmes Tragegefühl
- er flusselt ziemlich (vorher wurde er noch nicht gewaschen)
- die Wärmeleistung ist jetzt nicht herausragend, vielleicht habe ich mir da einfach zu viel erwartet (auch nicht unter einer winddichten Schicht)
- recht filigranes Gefühl beim Aus- und Anziehen
- er trocknet unfassbar schnell, nach dem Wollwaschgang ist das Ding quasi schon trocken aus der Waschmaschine gekommen
Insgesamt bin ich gespannt auf weitere Praxiserfahrungen bezüglich Wärmeempfinden, Haltbarkeit und generellem Handling, es ist aber definitiv ein nettes Nähprojekt wert!
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von Mogli erhalten in Polartec Alpha PulloverObwohl mein alter Fleece-Pullover auch nach über einem Jahrzehnt Nutzung anstandslos seinen Dienst verrichtet, war ich trotzdem neugierig auf das vielgepriesene Polartec Alpha und habe beschlossen, meinen alten Pullover nachzunähen.
Zuerst habe ich das Schnittmuster abgenommen, und anschließend auf Raglan-Schnitt abgeändert. Dafür war ich mir im Nachhinein extrem dankbar, denn das Nähen eines Raglan-Schnitts ist wirklich ungemein einfach. Anstatt gegenläufige Kurven im Ärmelloch zu nähen, hat man abgesehen vom Kragen und den Seiten genau vier Nähte (und die könnte man theoretisch durch Aneinander-Auflegen der Schnittteile nochmal minimieren).
Anschließend habe ich aus Fleece-Resten ausschließlich die Kragen-Partie testweise zusammengenäht (Endprodukt war quasi eine Halskrause mit Zipp und kurzer Poncho-Verlängerung) - wertvoll im Nachhinein, da ich mir dadurch ein paar Fehler beim Endprodukt erspart habe.
Nachdem der Stoff geliefert war, habe ich das Endprodukt gestartet. Hier kurz meine Learnings aus dem Nähprozess:
- die Verarbeitung von Alpha (Netzstruktur) und schwarzem Garn kaschiert wirklich jeden Fehler, ist aber auch quasi unmöglich wieder aufzutrennen
- der Kragen ist in der Verarbeitung mit Abstand das Schwierigste und Langwierigste an dem ganzen Ding, der Rest dauert im Vergleich nur ein paar Minuten
- ich habe mir das Versäubern gespart, da nichts franst
Ausschneiden der Schnittteile:
Zipp und sukzessive Verbindung der Vier Stoffstücke:
Das Endprodukt ist finde ich recht hübsch geworden und mit 129g auch wirklich leicht.
Probieren konnte ich den Pullover kürzlich bei einer zweitägigen Bergtour, meine ersten Eindrücke dazu:
- extrem angenehmes Tragegefühl
- er flusselt ziemlich (vorher wurde er noch nicht gewaschen)
- die Wärmeleistung ist jetzt nicht herausragend, vielleicht habe ich mir da einfach zu viel erwartet (auch nicht unter einer winddichten Schicht)
- recht filigranes Gefühl beim Aus- und Anziehen
- er trocknet unfassbar schnell, nach dem Wollwaschgang ist das Ding quasi schon trocken aus der Waschmaschine gekommen
Insgesamt bin ich gespannt auf weitere Praxiserfahrungen bezüglich Wärmeempfinden, Haltbarkeit und generellem Handling, es ist aber definitiv ein nettes Nähprojekt wert!
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von Wayne Schlegel erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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kraxelmaxel hat eine Reaktion von eric erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
-
kraxelmaxel hat eine Reaktion von khyal erhalten in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊