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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Bimbola:

Ich benutze ein Bäckermesser. Das wiegt 20g. Bäckermesser haben eine gezahnte Klinge und die Verletzungsgefähr ist dadurch viel geringer. Trotzdem lassen sich damit alle Lebensmittel gut schneiden. Es ist viel einfacher zu öffnen als ein Taschenmesser mit einer Rille für den Fingernagel. Ich bin voll zufrieden damit. 

Präferierst du eine besondere Marke oder ist es von der roten Marke mit weißem Kreuz? :D

Nächstes Ziel: 
Cape Wrath Trail

Aktuelle Packliste:https://lighterpack.com/r/uxqo4p

Geschrieben

Ja es ist baugleich wie das von der roten Marke mit weissem Kreuz: Victorinox. Meins ist aber blau. Es steht darauf SA MARGO AG ZÜRICH. Es war wohl ein Werbegeschenk von dieser Firma. Ich habe es vor langer Zeit geschenkt gekriegt. 

Geschrieben (bearbeitet)

So, kleines Update von meiner Seite! Ich habe jetzt mal verschiedene Messer in die Finger bekommen und konnte (teilweise durch Leihen im Bekanntenkreis) ein bisschen vergleichen. Kandidaten waren:

- Böker Plus Cataclyst (440C, nachgewogen 79g)

- FOX Vulpis (M390, Klingenlänge 5,5cm, nachgewogen 35g)

- Fällkniven U2 (Elmax, nachgewogen 41g)

Hier mein kurzes Fazit aus der Praxis (habe hauptsächlich getestet, wie sie sich beim Schnitzen von Feuerholz schlagen):

Das Böker (440C): Fällt für mich raus. Die Klinge ist am Rücken sehr dick und der Schneidwinkel ab Werk scheint mir viel zu stumpf. Für Holzarbeiten war das ein ziemlicher Krampf. Zudem wiegt es fast das Doppelte der anderen. Rechtlich ist es auch schwierig: Mein Exemplar verriegelt fest (Framelock), lässt sich aber dank Flipper einhändig öffnen -> Fällt also theoretisch unter das Führungsverbot (§42a WaffG).

Das FOX Vulpis (M390): Ein schönes Teil und der Stahl (M390) soll ja extrem schnitthaltig sein. Es schneidet auch super ("Laserschwert"), ist mir aber ergonomisch einfach zu klein. Wenn man mal wirklich Kraft aufwenden muss, fehlt mir Griffvolumen. Das sehe ich eher als Backup oder für SUL-Touren. Rechtlich safe, da Zweihandöffnung und Slipjoint (klemmt nur, verriegelt nicht).

Das Fällkniven U2 (Elmax): Das ist mein Gewinner. Mit 41g ist es absolut UL-tauglich, liegt aber durch den etwas dickeren Griff deutlich besser in der Hand als das flache Fox. Es hat einen Nagelhau (Zweihand) und verriegelt fest (Backlock) – damit habe ich Sicherheit beim Arbeiten und darf es trotzdem legal führen (§42a konform). Die Klinge schnitt im Test sehr aggressiv. Soweit ich gelesen habe, spielt der Stahl ja in der gleichen Liga wie M390/MagnaCut, soll aber eine sehr gute Balance aus Zähigkeit (bricht nicht so leicht wie M390) und Schnitthaltigkeit bieten. Einige beschreiben ihn sogar schnitthaltiger als Magnacut.

Hat jemand noch andere Vorschläge oder Einwände? Es soll für Touren sein wo man das Messer auch braucht z.b. für Anzünder, das es mit viel weniger Gewicht geht weis ich, für die Alpen würde ich jederzeit nur ein 4g Skalpelmesser mitnehmen.IMG_20260205_171122.thumb.jpg.4cd3518b87ad732e4e4a0ec9986106ba.jpg

Bearbeitet von Shabeel
Geschrieben
Am 1.2.2026 um 16:51 schrieb Shabeel:

Ich spiele mit dem Gedanken, auf ein feststehendes UL-Messer umzusteigen

Eine gute Idee, von der Hygiene deutlich besser als Klappmesser und gerade bei Neckknifes auch stabiler, daß man auch mal etwas Gröberes damit erledigen kann, ohne daß es das Messer oder die Griffschalen zerlegt, dazu kommt, daß, wenn mal nötig, man es auch eben fix mit kochendem Wasser "desinfizieren" kann.
 

Am 1.2.2026 um 16:51 schrieb Shabeel:

habe das Böker BFF Packlite (Skeleton Version) im Auge.

Momentan so ziemlich das beste Neckknife, was man < 100 € bekommt
 

Am 1.2.2026 um 18:10 schrieb TheRebel:

also es hält die schärfe gut aber kommt leider immer noch nicht an was rostendes heran... und du musst entweder selber was vom schärfen verstehen oder einen guten messerschleifer finden!

Yes, aber das ist bei viele richtig guten Messerstählen so, ein gutes Motorrad warten man auch nicht mit Hammer und Stemmeisen.
Die Meisten (inkl mir) kommen nicht gut mit nem Bankstein klar und verrunden damit die Klinge, alle Rollenschärfer versauen nur die Klinge, wenn man richtig scharfe Messer haben will, die auch länger schnitthaltig sind, muß man beim Messerstahl weg von normalen Werkzeug-Stählen und z.B. dem 420er/440er Kram  und braucht dann zum Schärfen was Vernünftiges, was z.B. den Schneidwinkel hält, das beste Manuelle, was ich kenne, ist der Spyderco Sharpmaker, ich bin allerdings inzwischen, da ich immer so einige Messer, auch von Anderen, schärfe, auf einen Messer-Bandschleifer umgestiegen, da bin ich mit dem Worksharp Onion völlig zufrieden.

 

Am 1.2.2026 um 20:08 schrieb Shabeel:

Danke für deine Erfahrung. Also soweit ich gelesen habe, bekommt man den Stahl genauso Rasiermesserscharf wie die "rostenden", und die Schärfe soll dann auch recht lange halten. Nur das Schleifen soll schwieriger sein. Denkst du den Stahl bekommt man einfach nicht so scharf, oder liegt es am schliff?

Man kann jede gute Klinge durch falsches Schleifen versauen und klar einen guten Klingenstahl mit vernünftiger Geometrie, bekommst Du so scharf mit gutem Schleifwerkzeug, oder wenn Du ein Künstler mit dem Bankstein bist. 

 

Am 1.2.2026 um 18:50 schrieb reiber:

Wenn das Messer irgendwo als Waffe beschlagnahmt wird, sind halt 100€ weg.

Messer mit feststehender Klinge machen in den meisten Ländern inkl D weniger Probs als Einhandmesser.
Mit ein bisschen Achtsamkeit ist es imho überhaupt kein Problem auf Outdoortouren & Anreise ein derartiges Messer eingepackt bei zu haben.
Wer halt meint, er muß sich z.B. in einem Bus in London damit die Nägel reinigen oder nen Apfel schälen, bekommt halt erstmal eine Übernachtung in ner Zelle spendiert :mrgreen:
 

Am 1.2.2026 um 22:05 schrieb schwyzi:

Nachdem das nun schon zweimal zitiert wurde - wenn man's genau nimmt, stimmt das eben nicht. Das Opinel ist kein Einhandmesser. Und das Merkmal "feststellbar" ist kein Merkmal der Illegalität. 

Jein, es gibt ja 2 unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe, erstmal die Jungs von der Rennleitung, die es evtl einkassieren und wenn die Dich auf dem Kieker haben, weil Du z.B. meinst, Dich mit denen anlegen zu müssen, oder Du an den Falschen geraten bist (sind halt auch Menschen) gilt halt der Bewertungsmaßstab mit einer Hand zu öffnen und feststellbar und mit Latexhandschuh für ne Durchsuchung an, brauchst Du keinen Pin oder Flipper, um ne Klinge auszuklappen.
Und dann gibt es später im Rechstsverfahren das Thema Feststellungsbescheide usw, da hätte man mit nem Opinel eher gute Chancen.

Und auch ein Einhandmesser ist nicht illegal, wenn man mal von bestimmten Wochenendverbotszonen absieht, brauchst Du in D nur zum Führen den "legal Reason" und "transportieren" darfst Du es eh.
Aber natürlich ist das mit einem Festehenden Messer mit < 12 cm Klinge noch etwas einfacher.
Aber wenn ich in der Stadt, im ÖNV unerwegs bin, trage ich auch nicht ein Messer sichtbar bzw griffbereit mit mir rum, man muss den Encounter ja auch nicht provozieren bzw sich zum Selbststeller machen :mrgreen:
 

Am 1.2.2026 um 21:54 schrieb icefreak:

Je nach dem, wie lange du Holz bearbeitest, wäre ein anderes Messer mit einem richtigen Griff eine bessere Wahl. Auch mit Schnurwicklung wird das nur für kleinere, gelegentliche Holzarbeiten taugen.

Das Trifft nach meinen Erfahrungen nicht zu, klar wenn ich z.B. in TerraNonna umfangreichere Holzarbeiten mache und dazu nicht eh was von Gränsfors benutze, benutze ich dafür ein entsprechendes Arbeitsmesser, was btw aufgrund des klasse Klingenstahls auch mein Kochmesser auf dem Boot ist, aber das wäre mir viel zu schwer für Wander / Paddeltouren.
Und mit einem Neckknife mit gutem Klingenstahl, gut geschärft und ein bissche Reserve-Reepschnur (die ich ja eh bei haben muß), drumherum geflochten, habe ich auch schon so manche std geschnitzt oder Material zugeschnitten.
 

Am 2.2.2026 um 13:06 schrieb Shabeel:

Aktuell frage ich mich daher, ob ich dem "Technik-Nerd" nachgeben und Geld für ein Messer ausgeben soll, das ich zwei- bis dreimal im Jahr wirklich brauche – oder ob die Vernunft siegt und ich einfach was Günstiges um die 30€ kaufe und halt nach jeder Tour nachschleife. Wird wahrscheinlich auch funktionieren. 😅

Ach das ist wie mit gutem Werkzeug / Ausrüstung, da gebe ich lieber was mehr aus und habe richtig Freude, wenn ich es benutze und ich weiß, ich kann mich drauf verlassen und aufgrund der hohen Schärfe ist es sicher.

Aber da muß jeder seinen Weg finden und sein Budget bestimmen, dafür gibt es Andere, die z.B. richtig Kohle in ein Auto oder teure Flugreisen stecken. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb khyal:

Jein, es gibt ja 2 unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe, e

Nein. Gibt es nicht. 

Es gibt genau einen Bewertungsmaßstab - das Gesetz.

Wenn nun ein übereifriger Cop meint, er wisse es besser, dann geht das Ganze eben vor Gericht . Mir ist absolut wumpe, was jemand von der Trachtengruppe "meint"; sollte er/sie mein nicht-feststellbares Spyderco Bird Tern - Einhandmesser beschlagnahmen, geht das vor Gericht. Und mit Sicherheit auch durch, denn dazu gibt es einen Feststellbescheid vom BKA. 

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb khyal:

Man kann jede gute Klinge durch falsches Schleifen versauen und klar einen guten Klingenstahl mit vernünftiger Geometrie, bekommst Du so scharf mit gutem Schleifwerkzeug, oder wenn Du ein Künstler mit dem Bankstein bist. 

Ich hab den hier von meinen Eltern quasi als Dauerleihgabe mitgenommen: https://www.knivesandtools.de/de/pt/-work-sharp-professional-precision-adjust-wsbchpaj-pro-i-schleifsystem.htm?cectid=1-22426-1&gad_source=1&gad_campaignid=23095197524&gbraid=0AAAAADt1sev_shaQQIv0q7Azpc9f0pYK9&gclid=Cj0KCQiAy6vMBhDCARIsAK8rOgmAIqG21s0d0nx88XNlqMx22VEL1qJJ_gUE3WWCEp9gC58T_LzZsrMaAlzJEALw_wcB

Ich hab direkt alle Küchenmesser damit geschliffen, jedes davon rasiert jetzt, und sieht aus wie vom Profi.

Hab damit mein geschenktes Böker auf 25 grad umgeschliffen (War vorher ab Werk fast 30 grad, schrecklich damit zu arbeiten) Das ist schon top, der Schliff sieht gleichmäßig und astrein aus wie ab Werk, man kann sich damit rasieren. (Wobei die Rasierschärfe ja bei keinem Stahl lange halten soll, hab ich gelesen, bei jedem Stahl kommt es nur auf die Gebrauchsschärfe an)

Allerdings ist die Klinge oben halt einfach extrem dick, dadurch kann man nicht wirklich schnitzen damit.

Würdest du also den Magnacut Stahl empfehlen, oder einen anderen "Superstahl" wie M390 oder Elmax, oder was es sonst so gibt? M390 soll ja schon noch schnitthaltiger sein, aber eben auch leichter ausbrechen. Rostträge (Oft fälschlicherweise als Rostfrei bezeichnet) sind ja eigentlich alle der von mir genannten, der Magnacut am meisten, aber da ich damit nicht im Meer tauchen will, ist das vernachlässigbar.

Mein Ziel ist schon mir einmal was gutes zuzulegen und dann jahrelang Spaß damit zu haben. Hab ich mit meinem restlichen Equipment eig. auch so gemacht. Ich bin ja auch öfters im Jahr unterwegs, lange rumliegen würde das bei mir nie.

Geschrieben

Bin auch seit Jahren mit dem Victorinox SD (allerdings in der Alox Variante) unterwegs und das reicht bei mir auch für 99% der Anwendungen auf Tour. Ich habe aber für deinen Anwendungsbereich noch zwei günstige Carbonstahl Alternativen im Angebot. 

Wenn es aber Richtung Skandinavien geht und du wie gesagt etwas mehr Holz bearbeiten willst und nen Feuer anzünden möchtest kann ich das BPS Finn Lite empfehlen.
Wiegt 68 g ohne die Scheide ( die liegt nochmal bei 25g). Ist nen 1066 Carbonstahl der sich aber auch dank des scandi Grinds easy nachschleifen lässt und meiner Meinung nach auch ne gute Schnitthaltigkeit (für den Preis) an den Tag legt, besonders wenn man das Messer dann und wann mit nem Leder abzieht. Ist auch Full-Tang und kann gut was ab, natürlich in für diesem Gewichtssegment angemessenen Maßen (etwas mehr Vorsicht bei der feinen Spitze und wenn man auf Nummer sichergehen will kann man die Schrauben der Griffschale noch verkleben, die können sich bei sehr viel schwerer Batoning Arbeit leicht lösen, hab sie am Anfang einmal leicht nachgezogen und dann aber auch ohne Kleber nie Probleme gehabt, das Messer ist aber auch keine Axt :D). Die Messerkante oben ist auch recht steil geschliffen, sodass es auch als Anzünder für nen Feuerstahl taugt ohne groß nachzuschleifen. Dabei kostet das Teil nur 25-30 Euro und ist mit nem richtigen Griff versehen (sehr angenehm in der Hand bei längeren Holzarbeiten!). Is nen tolles Schnitzmesser dank der feinen spitze und des scandi Schliffs. Meiner Meinung nach ist das Teil im Puukko Stil auch ein echter Hingucker. Ich persönlich bin aber auch eher fan von klassischem Look anstelle des tactical Looks. Gibts online auch nen paar YouTube videos zu. 

Ne andere klassische und leichtere Alternative ist sonst noch das Mora 1/0 mit 40g und 17g Scheide. Etwas feiner und wie die classics bei Mora nicht mit Full-Tang, aber mit einem bis zum ende durchlaufenden verjüngten Erl. Wer weiß was er tut kommt damit auch locker hin um nen bisschen kleines Feuerholz zu spalten, nen paar feathersticks zu schnippeln und nen Feuer zu starten. Die Oberkante ist hier allerdings leicht abgerundet, was angenehm fürs schnitzen ist, aber mit nem Feuerstahl nicht so super harmoniert, kann man aber auch easy nachschleifen. 

Am Ende kann ich dir aber auch nur empfehlen was zu nehmen was dir Spaß macht. So nen Messer ist ja nen Luxusgegenstand, den man nicht unbedingt benötigt, wenn man schon das Mehrgewicht in Kauf nimmt dann sollte man auch was dabei haben was einem auf Tour auch wirklich Spaß macht. Wenn du dich da in nen Messer verguckt hast und dann noch planst es für nen Feuer zu nutzen, go for it. Meiner Meinung nach gehts darum draußen in der Natur Spaß zu haben und die Zeit zu genießen, wenn da nen spezielles Messer deine Tour wirklich verschönert, hol dir das und nimms mit, wiederverkaufen und gegen nen anderes austauschen geht ja am Ende auch immer noch. :) 

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