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Ultraleicht Trekking

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hoeckel

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  1. Gefällt mir!
    hoeckel reagierte auf Andreas K. in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Oder man schneidet sich den einfach aus einem leeren Eimer aus. So habe ich das gemacht.1 mm PE-HD erscheint mir zu dick. Hab ein Material dieser Stärke aber auch noch nicht in Händen gehalten.
  2. Gefällt mir!
    hoeckel hat eine Reaktion von bieber1 erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

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    hoeckel hat eine Reaktion von Jan erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

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    hoeckel hat eine Reaktion von mexl916 erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

  5. Gefällt mir!
    hoeckel hat eine Reaktion von llurk erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

  6. Gefällt mir!
    hoeckel hat eine Reaktion von lightweightbaby erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

  7. Gefällt mir!
    hoeckel hat eine Reaktion von Andreas K. erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

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    hoeckel hat eine Reaktion von Freierfall erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

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    hoeckel hat eine Reaktion von kra23 erhalten in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Ich habe es tatsächlich geschafft und mich mal an die Nähmaschine gesetzt!
    Kleinigkeiten wie die Befestigung der Abdeckleiste und Sturmabspannungen fehlen noch aber einen ersten Praxiseinsatz gab es gerade auf dem Natursteig Sieg:

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    hoeckel reagierte auf LAUFBURSCHE in Impressionen von Touren   
    Hi Folks,
    auf dem HRP geht es voran. Mit allen Pausentagen sind wir nun seit 26 Tagen unterwegs. Wir genießen die Ruhe in den Bergen und lassen es ruhig angehen. Es sind keine Rekorde geplant. So kann man sich auch mal einen Nachmittag an nem schönen See erlauben. Walk your own hike! Das Wetter ist durchwachsen, aber dennoch bleibt genug Zeit und gutes Wetter, um den einen, oder anderen Gipfel zu machen und die schönere Strecke zu wählen.
    Liebe Gruesse,
    LaBu









  11. Gefällt mir!
    hoeckel reagierte auf Andreas K. in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Teil 1 - Rucksack Präsentation
     
    Lange habe ich an einem sinnvollen Schnitt für einen Rucksack getüftelt. Nach einem Prototypen kann ich nun den ausgereiften Rucksack vorzeigen.
     
    Aber erst einmal die Details:
    Der Rucksack zeichnet sich durch ein minimalistisches Design, also eine cleane Optik aus und ist auf wesentliche Merkmale und Funktionen reduziert. Mit einer Rückenlänge von 55 cm ist ein guter Kompromiss gefunden, so dass der Rucksack von mittel- bis hochgewachsenen Personen bequem getragen werden kann. Die Grundfläche des Rucksacks beträgt 28x22 cm. Mittels Rollverschluss lässt sich die Höhe zwischen 55 und 65 cm variieren. Dadurch kann auch das Volumen des Hauptfaches von 38 auf 44 l erweitert werden. Zwei seitliche Außentaschen zu je 4 l und eine auf der Vorderseite befindliche Tasche mit 8 l bieten zusätzlichen Stauraum. Die mit 3mm 3D-Netzt gepolsterten, ergonomisch geschnittenen Trageriemen schmiegen sich perfekt den Körperrundungen des Trägers an. Der einfach gehaltene Brustgurt und der ebenfalls einfache Hüftgurt verhindern effektiv das Hin- und Herwackeln des Rucksacks bei schneller Fortbewegung. Mit Chikara und Nylon Zeltbodenstoff besteht der Rucksack aus einem Mix aus leichten und widerstandsfähigen Materialien. Der Rucksack ist mit Rasant Corespun Garn genäht. Dennoch ist der Rucksack nicht komplett wasserdicht, sondern nur stark wasserabweisend. Das ist den Französischen Nähten geschuldet, mit denen der Hauptsack genäht ist. Das Gesamtgewicht des Rucksacks beträgt 210 g. Und hier ein paar Bilder:
     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     
     
    Nachdem ich definitiv nicht vor habe Rucksäcke professionell zu fertigen und ich außerdem der Forengemeinschaft etwas für die vielen Anregungen zurückgeben möchte, stelle ich die Bauanleitung für diesen Rucksack in Teil 2 der Öffentlichkeit zur Verfügung.
  12. Gefällt mir!
    hoeckel reagierte auf Andreas K. in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Teil 2 - Bauanleitung
     
    Einleitung
     
    Diese Anleitung setzt grundlegende Nähkenntnisse voraus und beschreibt die wesentlichen Arbeitsschritte zur Herstellung des Rucksacks.
    Basiswissen, wie z.B. die Herstellung französischer Nähte, vermitteln diverse Nähforen und -wikis im Internet.
     
    Die gewählten Materialien sind natürlich als Vorschlag zu verstehen. Änderungen hierbei wirken sich natürlich nicht nur auf die Stoffeigenschaften, sondern auch aufs Gewicht aus.
     
    Die Teile des Schnittmusters beinhalten, sofern nicht explizit gekennzeichnet, eine Nahtzugabe von 2 cm.
     
    Alle im Schnittmuster angegebenen Maße sind in cm.
     
     
    Materialliste:
    1,3 lfm Stoff für Hauptfach, Taschen usw. (z.B. Chikara) 0,4 lfm Stoff für Rücken-/Bodenteil und Decklage an Trageriemen (z.B. Nylon Zeltbodenstoff) 0,3 lfm 3D-Netz, 3 mm, für Trageriemen 2,5 m Gurtband, 15 mm, für Trageriemen und Verschlusssystem 1,0 m Gurtband, 25 mm, für Hüftgurt 0,8 m Gummiband, 7-8 mm, starker Zug, für Taschen 0,7 m Polyesterkordel, 3 mm, für Brustgurt 0,2 m Ripsband, 12mm, für Brustgurt 1 x 12x500 mm PE-HD Streifen, für Rollverschluss 1 x Steckschließe zum beidseitigen Fädeln, für Hüftgurt 2 x Steckschließe zum einseitigen Fädeln, Rollverschluss 2 x Leiterschnalle, 15 mm, für Trageriemen 2 x D-Ring, 12 mm, für Brustgurt 2 x Handschuhhaken, für Brustgurt 1 x Tanka, 3 mm, für Brustgurt  
     
    Zuschnitt - Maße und Anordnung auf Stoffbahn
     
    Alle Teile nach Zeichnung, inklusive aller Markierungen, auf Stoff übertragen. Anschließend Teile aus- bzw. einschneiden.
     
    (gestrichelte Linie = Falzkante; Strichzweipunktlinie = Markierung Taschenansatz; Pfeil = Schnittmarke)
     

     

     

     

     
     
    Eigentliche Herstellung - Vorbereitungen und Zusammenfügen der Teile
     
    Trageriemen:
    3D-Netz und Decklage Rechts auf Rechts aufeinander legen, fixieren und entlang dreier Kanten, unter Berücksichtigung der Nahtzugabe von 1 cm mittels eines Geradstichs miteinander verbinden. (Die obere Kante bleibt offen zum Wenden)
    Anschließend die unteren Ecken beschneiden und die Trageriemen auf die rechte Seite nach außen wenden.
    Nun die Trageriemen entlang der geschlossenen Seiten kantennah absteppen.
    Danach einen Geradstich über die gedachte Mittellinie zwischen den zwei Außenkanten nähen.
    Nun pro Trageriemen ein Gurtband, in 10 cm Länge, durch eine Leiterschnalle fädeln, dem Riemen zugewandt G-förmig falten (siehe Skizze), darauf fixieren und mit einem in Form eines Oben und Unten geschlossenen X verlaufenden Geradstich aufnähen.
     

     
     
    Rückenteil:
    Träger am unteren Teil der Rucksackhinterseite ansetzen, fixieren und mit einem Geradstich daran festnähen.
    Träger inklusive Nahtzugabe nach innen umklappen und fixieren.
    Am Oberteil des Rückens Nahtzugabe in Richtung außen umklappen und fixieren.
    Oberteil der Rucksackhinterseite auf das Unterteil auflegen und fixieren. Die umgeschlagene Kante des Oberteils muss hierbei mit der Markierungslinie am Unterteil abschließen.
    Nun die zwei Teile mittels Geradstichs miteinander verbinden.
    Die Nähte befinden sich kantennah am unteren Abschluss des Oberteils und kantennah am oberen Abschluss des Unterteils und zusätzlich 5 mm parallel davon versetzt.
     

     

     

     
     
    Verbindungsstücke Gurtbänder:
    Schnittteile entlang der Markierungen falten. Dabei beachten, dass die umgeklappte Nahtzugabe nach Innen zeigt.
    Dann Gurtband einlegen und fixieren.
    Anschließend offene Seiten, die dem Rucksack abgewandten, kantennah absteppen.
    Danach Gurtband und Schnittteil entlang der Markierung, in Form eines nach oben, unten und zu den Seiten hin geschlossenen X absteppen.
    Abschließend überstehenden Stoff abschneiden.
    (Siehe Skizze)
     
    Verbindungsstücke Gurtband zu Rollverschluss bzw. Trageriemen:
     

     

     

     

     
     
    Verbindungsstücke zu Hüftgurt:
     

     

     

     

     

     
     
    Taschen:
    Oberen Abschluss entlang der Falzlinien umschlagen (2 x), fixieren und mit knappem Abstand der inneren Kante entlang absteppen.
    Gummiband (seitlich 22 cm, vorne 28 cm lang) durch den entstanden Saum fädeln und beidseitig fixieren.
    Taschen am unteren Rand entlang der Markierungen in Falten legen und fixieren. (siehe Skizze)
     

     
    Nun Taschen auf den Seitenteilen bzw. dem Vorderteil positionieren und fixieren.
     
     
    Hauptnäharbeiten:
    Seitenteile mit Taschen und Rückenteil links auf links legen und fixieren (stecken oder kleben).
    Riemen für Rollverschluss und Schultergurte an den Markierungen auf Seitenteilen positionieren und fixieren.
    Hüftgurt an den Markierungen des Rückenteils positionieren und fixieren.
    Anschließend Teile mit französischer Naht zusammenfügen.
    Stoffüberstand zum Rückenteil hin umklappen und kantennah darauf feststeppen.
     

     
    Seitenteile mit Taschen und Vorderteil links auf links legen, abstecken und mittels französischer Nähte miteinander verbinden.
     
    Vorderteil mit Tasche und Bodenteil an langer Seite fixieren und mit französischer Naht verbinden.
     
    Nun auch die Teile entlang der breiten Seite am Boden abstecken und mit französischen Nähten verbinden.
     
    Saum der Rucksacköffnung entlang der Falzmarkierungen nach innen umschlagen (2 x).
    Dann den Saum an der inneren Kante kantennah feststeppen.
    Nun den Saum auf der Rückseite mittig von Kante zu Naht aufschlitzen (Nur eine Stofflage!), dann PE HD Streifen einschieben und hinten mittig positionieren.
    Weibliche Teile der zwei kleinen Steckschließen auf Gurtband (ca. 60 cm) fädeln und die Gurtbandenden auf einer Länge von ca. 3 cm ein Mal falten. Die Steckschließen sitzen an den Faltkanten.
    Gurtband mittig auf Saum mit PE HD Streifen positionieren, gefaltete Gurtbandenden zeigen zum Saum hin, fixieren und dann den zwei Längsseiten entlang festnähen. Dann noch über die Gurtbandenden in Form eines oben und unten geschlossenen X nähen.
     
     
    Abschließende Arbeiten:
    Alle losen Gurtbänder auf Steckschließen fädeln, ggf. kürzen, dann die Enden zwei Mal einschlagen und darüber nähen.
     
    Zum Schluss den Rucksack probepacken und im getragen Zustand die Position des Brustgurtes auf Schulterträgern markieren.
    Nun D-Ringe auf Ripsbänder (ca. 6 cm lang) fädeln, Bänder G-förmig falten (s.o.) und mit Zick-zack-Stich auf Schulterträger nähen.
    Jetzt muss nur noch ein Tanka auf die Polyesterkordel gefädelt und die Handschuhhaken angeknotet werden, dann kann der Brustgurt einseitig eingehängt und das lose Ende durch denselben Ring gefädelt werden, dann ist der Rucksack fertig.
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    hoeckel reagierte auf micha90 in E5 Konstanz - Bozen   
    Ein leichtes Hallo!
     
     
    Am Sonntag den 5.7. ging es morgens los, mit dem Zug über Hannover, wo ich mich mit meiner aus Hamburg kommenden Schwester traf, bis in den Süden Deutschlands, wo uns beide unser Papa vom Bahnhof abholte. Im elterlichen Zuhause konnten wir uns noch einmal kurz sammeln und wurden nochmal gut gefüttert, bevor wir am Montag Morgen nach Konstanz am Bodensee gefahren wurden.
    [Meine Schwester hat selbst noch keinerlei Erfahrungen in Sachen Trekking und hatte sich gänzlich auf mich verlassen, was die Ausrüstung anging. Den Rucksack hatte ich ihr vorab genäht, Quilt und Isomatte geliehen. Ein paar Klamotten und die Schuhe (Innov-8 Roclite 280) wurden dazu gekauft und das war eigentlich schon alles. Für ca 200€ (vA für Schuhe und Daunenjacke) war ihre Ausrüstung komplett. Gewogen wurde es nicht, aber ihr BW war bei ca 4kg.]
     
     
     
    Tag 1: Konstanz - Rorschach (38km)
     
    Den ersten Teil der Etappe läuft mein Vater mit uns meine Patentante hat sich ebenfalls angemeldet ein Bisschen Zeit mit uns verbringen zu wollen. Die Strecke verläuft am schönen Bodensee entlang und die Zeit verfliegt, da wir zu viert viel zu quatschen haben, ziemlich schnell. Gegen Nachmittag verlassen uns die beiden in Romanshorn, von wo aus sie mit dem Zug gemütlich zurückfahren können, aber natürlich nicht ohne uns vorher noch zum Mittagessen einzuladen. Wir spazieren alleine weiter am See entlang und schwitzen schon ganz schön, so dass wir die ein oder andere Badepause einlegen "müssen".
    Da das eigentliche Tagesziel (Campingplatz kurz vor Arbon) mit 27km bereits am Nachmittag erreicht ist entscheiden wir uns einfach noch weiter zu laufen und mal zu sehen, ob wir irgendwo unterkommen. Gute 10km weiter sind wir beide von der Hitze ziemlich ausgelaugt und meine Schwester möchte nicht mehr all zu weit gehen, allerdings ist hier alles bebaut und kein Campingplatz in Reichweite, so dass wir beschließen kurzerhand in der Rakete auf einem Kinderspielplatz am Stadtrand zu nächtigen. Es gibt sogar saubere Sanitäranlagen direkt daneben an einem Sportplatz!
     
     
     
    Tag 2: Rorschach - Bregenz (35km)
     
    Nach einer halbwegs erholsamen Nacht in der Spielzeugrakete brechen wir früh auf und laufen der Hitze des zweiten Tages entgegen. Zum Frühstück gibt es erstmal nur ein paar Snacks und Riegel, denn Läden haben so früh noch keine geöffnet. Nach 2 oder 3 Stunden kommt bereits das erste Highlight der Tour, die zweite von 5 Grenzüberquerungen (die erste ist nur unspektakulär 20min nach dem Start). Kaum aus der Schweiz nach Österreich gekommen finden wir einen Supermarkt und gönnen uns zur Feier des Tages eine Runde Brunch: Leberkäswecken, Joghurt und frisches Obst, dazu noch je eine Flasche Limo. Frisch gestärkt geht es weiter auf exponierten Wegen entlang am See, der schattenspendende Swinglite Schirm ist längst mein bester Freund geworden. Mit einer längeren Badepause am Mittag ziehen wir weiter bis nach Bregenz und enden dort auf einem Campingplatz. Am Abend zieht noch ein Gewitter auf, aber das neue Tarp übersteht das Unwetter mit Bestnote! Auch meine Schwester ist begeistert und erfreut sich an der hervorragenden Ventilation
     
     
    Tag 3: Bregenz - Lingenau (28km)
     
    Morgens regnet es noch immer, so dass wir uns entschließen den Bus zu nehmen um aus der Stadt zu kommen, was sich als sehr glücklich herausstellt. Es kommt in den 5min Busfahrt noch zu einem sehr heftigen Wolkenbruch, in dem wir froh sind nicht durch die Stadt laufen zu müssen. Die "erschummelten" 2km sind uns also nicht sinnlos flöten gegangen. Kaum laufen wir weiter, geht es langsam das erste mal bergauf, der Nieselregen ist hierbei eher angenehm als störend. Gut gelaunt stapfen wir die ersten Berge hoch und erfreuen uns an den ersten Weitsichen, die man von oben hat. In den Pausen suchen wir uns offene Garagen als Unterstände und Essen in Ruhe.
    Meine Schwester ist ein wenig unglücklich, dass die Socken nass sind, aber akzeptiert ihr Schicksal irgendwann. Mir ist das garnicht vorher in den Kopf gekommen, dass das ja für manche Leute noch als Problem angesehen werden kann!
    Mittags trafen wir die ersten anderen Wanderer: eine Gruppe älterer Damen, die den Maximilliansweg liefen (der sich wohl Streckenweise mit dem E5 überschneidet) und ein einzelner Wanderer, der ebenfalls auf dem E5 unterwegs war, jedoch bis zum Gardasee laufen wollte und sich hierfür einen ganzen Monat Zeit genommen hatte. Nach einer Runde Bushwhacking beim Abstieg vom Brüggelekopf, wo der Weg einfach immer kleiner Wurde und schließlich im Dickicht verschwand, beendeten wir den Tag auf einem sehr netten Campingplatz bei Lingenau.
     
     
    Tag 4: Lingenau - Gunzesried (30km)
     
    Nach einer erholsam kühlen Nacht zogen wir wieder früh los. Vorbei am Leckner See ging es über die nächste Grenze: zurück nach Deutschland. Hier wartete der erste größere Anstieg von gut 600Hm aufs Staufner Haus, wo wir uns erst einmal stärken konnten um die nächsten Kilometer zu überstehen: die Nagelfluhkette. An sich ist diese wunderschön, mit grandiosen Ausblicken und eigentlich auch garnicht so lang, wären da nicht unzählige Höhenmeter zu erklimmen und wieder herunter zu klettern! Nach sieben Auf- und Abstiegen wurden wir bald müde und es wurde so langsam dunkel, so dass ein Schlafplatz hermusste. Kurzerhand fanden wir beim Abstieg ein ungenutztes "Natur- und Jagdhaus" hinter dem wir fast ungestört das Tarp aufschlagen konnten. Lediglich die Kühe sind unfassbar neugierig und beobachteten alles, was es zu sehen gab, steckten die Köpfe durch den Zaun und versuchten auch mal, ob so eine Dyneema Schnur nicht vielleicht doch ganz gut schmecken könnte.
    Obwohl der Schlafplatz eigentlich schön und idyllisch war, war die Nacht eher unruhig, da Kühe offenbar nicht schlafen, oder sich zumindest die gesamte Nacht so Bewegen, dass ihre hübschen Glocken die gesamte Nacht lang bimmeln. In der Ferne ist das da schön und angenehm, 3m neben dem Schlafplatz allerdings weniger..
     

    Blick über die Nagelfluh-Kette
     

    Kühe kennen auch noch keine Tarps und machen große Augen
     
     
    Tag 5: Gunzesried - Mädelejoch (bei der Kemptner Hütte) (ca 37km)
     
    Ein wenig müde gönnten wir uns beim Bäcker in der nächsten Ortschaft ein leckeres Frühstück. Ganz entspannt führt die Strecke weitgehend flach bis Sonthofen, wo wir noch eine kleine Pause einlegen und Carsten Jost aufgabelten, der Arbeit und Familie liegen ließ um uns bis nach Oberstdorf zu begleiten. Mit den Worten "Hikertrash!" quer über den kleinen Platz gerufen und dem Leberkäsweck auf der Hand findet man sich schnell und die Strecke bis Oberstdorf verging (leider!) wie im Fluge! Wir quatschten die ganze Zeit und tauschten Stories über den PCT aus, lassen uns von Omis im Rollstuhl fotografieren, die unsere Glitzerschirme lustig findet und bekamen noch ein paar gute Tipps für die kommenden Etappen von Carsten. Während wir vor dem Bahnhof Oberstdorf noch was aßen, beobachteten wir wahre Ströme von Wanderern und Wandergruppen aus dem Gebäude laufen und in Richtung der Berge zogen.
    Wir verabschiedeten uns von Carsten und zogen vorbei an so mancher Wandergruppe stehts aufwärts in Richtung Kemptner Hütte. Der Aufstieg war lang und heiß, da die Nachmittagsonne noch ganz schön knallte. Die Hütte selbst war rappelvoll, so dass wir uns nur was zu trinken kauften und danach einfach weiterzogen um die nächst beste Biwakstelle zu belegen. Hier trafen wir auch das erste mal Stefan und Herwig, zwei lustige Typen, die das ganze Unterfangen mit großen Rucksäcken und Bustransport meistern wollten.
    Nur wenige km nach der Hütte fanden wir einen grandiosen Schlafplatz und biwakieren unter einem wunderschönen Sternenhimmel. Die Nacht wurde unter 2°C kalt, doch wir schliefen sehr gut und warm in unseren Cumulus Quilts.
     

    Abendessen!
     

    Blick vom Schlafplatz aus
     
     
    Tag 6: Mädelejoch - Memminger Hütte (24km)
     
    Gut erholt stiegen wir ab und haben das gesamte Tal für uns alleine. Die Sonne erleuchtete langsam die ersten Gipfel und die Luft war frisch und klar. Kurz: ein wunderschöner Morgen! Nach etwa 1,5h waren wir in der Ortschaft Holzgau, wo wir uns mal wieder beim Bäcker ein ausgelassenes Frühstück gönnten und meine Schwester ihr Handy aufladen konnte. Beim Weg aus Holzgau heraus wiurde es kurz noch einmal stressig, da der Weg offenbar an Bremsen-verseuchten Wiesen entlangführt, die uns für ein Weilchen das Leben zur Hölle machten, zumindest bis wir wieder ein paar Höhenmeter gewannen und endlich in Ruhe gelassen wurden. Der Aufstieg durch das Madautal war entspannt und sehr schön, einzige Ausnahme war es immer wieder von "Taxi Feuerstein" Autos überholt zu werden, die andere Wanderer über den E5 chauffieren. Kurz vor Ende des Tales fuhren auch Stefan und Herwig grinsend an uns vorbei! Wir ließen uns nicht ärgern und marschierten gemütlich weiter, bis wir die beiden beim Aufstieg zur Memminger Hütte einholten (obwohl wir schon etwa 15km mehr hinter uns hatten). Gegen 15 Uhr kamen wir dann auf der Hütte an und beschlossen die Nacht hier zu verbringen, da die Leute nett waren und die Hütte gemütlich war. Meine Schwester freute sich über fließend Wasser und eine warme Dusche. Um die Zeit bis zum Abend tot zu schlagen bestiegen wir noch kurzerhand den "Seekogel" der direkt neben der Hütte noch einmal 200m in die Höhe ragt. Hier trafen wir noch Chris und René, von denen letzterer gerade erst einen 100km Berg-Ultra hinter sich gebracht hatte. Die beiden waren die ersten Leute, die wir trafen, welche ebenfalls den Weg ganz laufen wollten.
    Die Nacht war OK, aber durch die vielen Leute und die schlechte Luft schliefen wir nicht all zu gut.
     

    Gipfelkreuz des Seekogel (2412m)
     
     
    Tag 7: Memminger Hütte - Jerzens (33km)
     
    Ohne uns mit dem recht teuren Hütten-Frühstück aufzuhalten zogen wir vor der großen Meute los und stiegen über die Seescharte um dort unser Frühstück selbst zu machen. Ganz allein und mit grandiosem Blick über das "Zamser Loch" (so heißt das Tal, das vor uns lag) schmeckte das Essen gleich doppelt gut. Der Abstieg nach Zams war lang, aber angenehm, kühl und mit tollem Ausblick, da wir ihn hinter uns brachten, bevor die Sonne in das Tal schien. Lediglich das letzte Stückchen des Abstiegs wurde noch einmal sehr warm, da es an der Südflanke entlang in der prallen Sonne verläuft. Später erfuhren wir, dass der Abstieg für die meisten, die nach uns kamen eine ziemliche Quälerei gewesen sein muss, da die Sonne dann bereits voll in das Tal schien und ein Backofenartiges Klima verbreitete.
    Nach je einer großen Pizza im Theresienkeller in Zams fuhren wir mit der Venetbahn gut 500hm auf den Krahberg, wo die Luft auch wieder erträglich war. Der Fußweg läuft wohl auf Teerstraßen und soll wenig Freude bereiten, außerdem waren es bereits über 35°C im Schatten, so dass die für uns Entscheidung schnell klar war uns das nicht an zu tun.
    Der weitere Weg war wieder sehr schön, mit tollem Panoramablick auf die Umliegenden Berge. Lediglich ein Bisschen frustrierend war es, in Wenns vor geschlossenen Supermärkten vorbei zu laufen (es war ja Sonntag) bis wir aber an einer Tankstelle je ein Eis und eine Limo kaufen konnten. Kurze Zeit Später schlugen wir unser Tarp auf einem Campingplatz in Jerzens auf - für nur 15€ incl heiße Duschen so lang und viel man wollte!
     

    Frühstück an der Seescharte (2599m)
     
     
    Tag 8: Jerzens - Braunschweiger Hütte (31km)
     
    Gut erholt liefen wir bei leichtem Nieselregen durch das schöne Pitztal. Unterwegs plünderten wir noch eine Dorfbäckerei (1 Kuchen, 2 Brote und die letzten süßen Plunderteilchen). Der Wanderweg schlängelt sich durch niedliche, kleine Bauerndörfchen und ließ sich wunderbar laufen, man merkt kaum, dass man insgesamt etwa 800hm gewinnt. Am Ende des Tales ging es dann noch einmal 600hm hoch zu Braunschweiger Hütte, die aber dank des kühlen Wetters auch gut machbar waren. Auf der Hütte angekommen begegnen wir wieder Stefan und Herwig die wohl trotz Bustransfer nur wenige Minuten vor uns dort ankamen. Der Abend war wieder lustig, die Nacht auf der Hütte dagegen weniger. Wie üblich: schlechte Luft und viele Leute.
     

    Nicht das klassische Allgäuer Grauvieh..
     
     
    Tag 9: Braunschweiger Hütte - Timmelsjoch (27km)
     
    Dieses eine Mal gönnten wir uns sogar Hüttenfrühstück, das garnicht mal so schlecht war, nur ziemlich überteuert (14€/Person!). Gemütlich stiegen wir alle gemeinsam nach dem Essen auf das Pitztaler Jöchl auf, wo Spontan noch Renés Geburstag gefeiert wurde, wir konnten hierzu auch noch ein Stück zerdrückten Kuchen vom Bäcker beisteuern Auf der anderen Seite des Jochs ging es auf dem Hintern herunter, das geht schneller, ist schonender für die Kniegelenke und macht außerdem saumäßig Spaß! Die geführten Wandergruppen schienen dagegen kein Verständnis dafür aufzubringen, dass man in seinem Urlaub auch Spaß haben kann und krochen lieber Zentimeter weise über den Schnee.
    Beim Skigebiet des Rettenbachferners trennten sich die Wege von unseren neu gewonnen Freunden und uns, da sie die Alternative über die Martin-Busch-Hütte laufen wollten, also stapften wir wieder zu zweit weiter durch das Rettenbachtal, über hässliche Skigebiete bis ins ziemlich hübsche Timmelstal. Auf dem Timmelsjoch gönnten wir uns noch einen Radler bzw eine Apfelschorle, als noch eine Gruppe von Leuten über den Pass kam, mit glänzend polierten, knallroten Traktoren. Die anderen Leute schienen das ziemlich genial zu finden und machten Bilder von und mit den Trekkern.
    Wir zogen weiter und fanden wieder einmal einen wunderschönen Schlafplatz abseits von Lärm und Stress der Straßen.
     
     
     
    Tag 10: Timmelsjoch - Pfandler Alm (26km)
     
    Früh Morgens brachen wir auch hier wieder auf, meine Schwester hatte leider über Nacht eine ziemlich heftige Heuschnupfenreaktion bekommen (wohl durch die Wiese auf der wir übernachtet hatten). Wie zuvor liefen wir bis zu nächsten Ortschaft, Moos, und füllten Bäuche und Rucksäcke im hiesigen Supermarkt. Die E5-Beschilderung wich hier leider kräftig von unserer Karte ab und führte zu leichter Verwirrung, die darin endete, dass wir uns blind auf die Schilder verließen und ein paar unnötige Schlenker einbauen mussten.. Da der Tag wieder sehr heiß wurde machten wir in St. Leonhard (in Passeier) eine ausgedehnte Mittagspause im Schatten bevor wir zur Pfandler Alm aufstiegen. Durch die schwüle Hitze schwitzten wir ziemlich übel beim Aufstieg und erfreuten uns umso mehr an kühlen Getränken und eine genialen Dusche dort. Da unsere Rückfahrt schon fest gebucht war, wir aber vor unserem Zeitplan lagen, beschlossen wir dort zu nächtigen um nicht noch 3 Tage in Bozen fest zu sitzen. Wir hatten einen sehr lustigen Abend mit einer Gruppe Amerikaner, die wir auch schon zuvor beim Aufstieg auf die Braunschweiger Hütte überholt hatten.
     
     
     
    Tag 11: Pfandler Alm - Meran 2000/ Kreuzjöchl ( 18km)
     
    Mit mehr als genügend Zeit stiegen wir von der Pfandler Alm noch die restlichen 600m zur Hirzer Hütte auf, wo wir uns erstmal einen Kaiserschmarren genehmigten. Frisch gestärkt ging es danach direkt nochmal 700m hoch zur Oberen Scharte, wo wir unsere Rucksäcke deponierten um mal eben noch den Hirzer mit weiteren knapp 100hm zu besteigen. Es war ein wenig neblig, aber die Aussicht war dennoch gut. Im darauffolgenden Tal machten wir noch eine ausgedehnte Mittagspause mit kräftigem Nickerchen und spazierten durch das Skigebiet Meran 2000. Vorbei an der Meraner Hütte (wir waren ja quasi frisch geduscht und das Geld sitzt nicht so ganz locker wie bei manch anderem) schlugen wir wenige km später unser Nachtlager auf. Als es in der ferne dunkel zu uns herüber kam und ein leises Grollen zu vernehmen war, stellte ich vorsichtshalber noch das Tarp nachträglich auf, was sich als sehr gute Idee herrausstellte.
    Innerhalb kürzester Zeit schoss es Hagel und Regen vom Himmel herab, so dass das Wasser unter uns durch lief und die Hagelkörner für kräftigen Spray auf beiden Seiten sorgten, da der trockene Boden das Wasser kaum aufnahm.
     
     
    Tag 12: Kreuzjöchl  - Bozen (25km)
     
    Letzten Endes schliefen wir trotz Unwetter ganz gut, mussten aber am kommenden Tag eine größere Pause zum trocknen einlegen. Das Wetter eignete sich auch hervorragend, denn es war schon wieder heiß und sonnig geworden. Entgegen unserem ursprünglichen Plan kurz vor Bozen noch eine Nacht draußen zu verbringen verwarfen wir allerdings und liefen in der Hitze durch bis in die Kesselstadt. Die Strecke war bis auf das letzte Stück sehr schön und angenehm zu laufen, nur der Abstieg von Jenesien nach Bozen zeigte sich als brutal steil, geteert und unglaublich heiß. Als wir gegen 15Uhr in Bozen ankamen nisteten wir uns ins dortige Hostel ein, und sahen uns in Ruhe die Stadt an, aßen Eis und wurden schon ein wenig traurig, dass der Trip so schnell vorbei war.
     
     
     
    Nach einem weiteren Tag in der Stadt Bozen ging es Sonntag morgen per Zug wieder zurück nach Hause. Sonnenbrand-gebräunt, entspannter und um die eine oder andere Erfahrung reicher.
     
    Leider kann man hier offenbar keine Bilder aus der Dropbox aus einfügen, also muss ich die Bebilderung nachreichen..
     
    Die gesamte Bildersammlung gibt es hier zu sehen.
     
     
    Edit: ein paar Bilder eingefügt..
     
    schöne Grüße
    Micha
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    hoeckel reagierte auf mafioso in Myog Rucksack   
    Moin moin,
     
    nach meinen Problemen mit dem G4 hatte ich beschloßen mir einen Rucksack in mittlerer Größe selber zu basteln.
    Nach langer Planung war es nun gestern Abend so weit.
    Der Rucksack sollte so um die 35-40L Volumen haben und unter 200g wiegen
    Als Material brachte mich Micha auf das Gleitschirmnylon. Einzig für den Boden war mir das etwas zu fragil, so dass ich diesen aus dem 90g/qm Zeltbodenstoff nähte.
     
    2 Bilder vom Nähprozess:
     

     

     
    Nach einem langen Abend und einer Nacht ist dann dieses Stück bei herausgekommen.
     

     

     

     
    An sich ist das Gleitschirmnylon weiß, ich habe nur leider etwas unterschätzt wie durchsichtig das ist, nun kann man immer sofort sehen wo welcher Ausrüstungsgegenstand verstaut ist.
     
    Und das Beste zum Schluss ist das Gewicht.
     

     
     
    Als in allem bin ich mit dem Pack sehr zufrieden, insbesondere da es der erste ist. Einzig das ordentlich Nähen der Schultergurte ist mit etwas auf den S**k gegangen. 
    Am kommenden Wochenende wird es dann raus gehen, um den Pack live zu testen.
    Und natürlich vielen Dank an Mich für die Hilfe. Ohne deine Hilfe wäre der Pack so nicht entstanden.
     
     
     
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    hoeckel reagierte auf mafioso in Myog Rucksack   
    Vielen Dank für das Lob.
     
    Mehr Bilder vom Bau habe ich leider nicht; war zu beschäftigt mit Nähen.
    Der Pack  ist 28cm breit, 14,5cm tief und 68cm hoch, wobei bei der Höhe wieder durch den Verschluss etwas verloren geht.
    Verschlossen wird der Pack einfach mit einer Kordel wie beim G4, ich hatte erst überlegt einen Deckel zu nähen, das war mir dann jedoch zu aufwendig und hätte auch das Gewicht weiter nach oben getrieben.
    Die Schultergurte sind aus einer Lage 3mm Mesh. Für die Form habe ich die Gurte aller meiner Packs zusammengeworfen und dann geschaut wo etwas nicht passt oder optimal passt. Bislang bin ich von dem Tragekomfort angetan, aber der erste Praxistest steht noch aus.
    Die Meshtasche habe ich aus Faulheit nicht aufgeteilt. So konnte ich mir 2 Nähte und deren Verstärkungen sparen.
    Die Linelocks an der Seite sind tatsächlich overkill, irgendwie hat das beim Planen aber für mich Sinn gemacht.
     
    Für die Befestigung der Gurte habe ich zuerst auf den Innenseite ein 2,5cm breites Ripsband über die ganze Breite eingenäht. Danach habe ich von außen die Träger, Schlaufen, etc festgesteppt und darüber auch wieder ein 2,5cm Ripsband vernäht. Zu guter Letzt bin ich dann mit einem kurzen ZickZack-Stich mehrfach über die Schulterträger gegangen. (Ich hoffe man kann das einigermaßen auf dem Fotoerkennen)
     

     
    Heute Abend werde ich auf die Schultergurte noch Daisychains nähen.
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    hoeckel reagierte auf llurk in MYOG Sommer-Daunenquilt   
    Der Quilt ist fertig! Die kaputte Schulter hats nicht einfacher gemacht, aber es hat geklappt. Leider kann ich Moment ohne Hilfe nicht rein Das Gewicht liegt übrigens bei 375g (200g Daune).
     
    Nachdem sich ja einige gemeldet haben, die auch ihren ersten Quilt angehen wollen hier einige Fotos:
     

     
    Die Querriemen sind elastische Einfassbänder. Elastische Bänder erschienen mir sinnvoll.

     

     

     

     

     
    Ohne den Bändern hätten sich die KAM Snaps gedreht und außerdem wäre wohl die Last für das dünne Stöffchen zu groß:

     
    Die ganz dünnen Verschlüsse von Extex:

     

     

     
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    hoeckel reagierte auf cane in DANGER!!! Fizan Compact   
    OT:  
     
    Habe meinen Audi 14 Jahre gefahren, mit dem BMW ist am ersten Tag ein Unfall passiert.
     
    Werde BMW verklagen!
     
    mfg
    cane

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    hoeckel reagierte auf roli in Gear Recap: Cape Wrath Trail   
    Bildergeschichte nun online
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    hoeckel reagierte auf FarmerBoy in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...wenn Du als Einziger im Haushalt den Schulranzen Deines 1.Klässler-Söhnchens ernsthaft nach mitgeschlepptem überflüssigem Zeug und unnützen Gimmicks am Ranzen selbst durchforstest.
     
    OT: Und dabei auf wenig/kein Verständnis stösst...obwohl das einsparbare Gewicht in der Größenordnung eines XUL/SUL-BW liegt!
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    hoeckel reagierte auf C_! in Die neuen LAUFBURSCHE Rucksäcke sind da!   
    Irgendwo kam hier die Anregung an LaBu auf, eine Vergleichstabelle zu erstellen. Da das erst mal nicht absehbar ist, habe ich begonnen, sowas zu basteln. Einfach, weil mich der harte Vergleich selbst interessiert und ich auch noch ne Kaufentscheidung zu treffen habe. Werde da in den nächsten Tagen nen Screenshot oder ne PDF anhängen.
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    hoeckel reagierte auf skullmonkey in Die neuen LAUFBURSCHE Rucksäcke sind da!   
    Die neuen LAUFBUSCHE Rucksäcke sind nun da, und es gibt nicht einen, nicht zwei, nein, nicht mal drei neue Packs. Nein, es gibt drei Serien mit drei Packs jeweils.
     

     
    Ich finde es super und denke es ist sehr Einsteiger/ Kunden-freundlich die Packs so anzubieten. Das macht es einfach den richtigen Pack für einen selbst zu finden. Schaut sie Euch an, und wer einen will - nun scheinen die Lieferzeiten sehr, sehr kurz zu sein! 
     
     
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    hoeckel reagierte auf kImperator in Leichtes Osterfest im Ith   
    So nach langem Überlegen habe ich mich hier durchgerungen einen Bericht zu veröffentlichen von meinem leichten Osterfest.
     
    Ein Chaos zwischen Entspannung, Verzweiflung und gutem Wetter.
     
    Dieser Tour über den Ith-Hils Weg hat 2 große Ziele gehabt.
    1.       Testen meiner Ausrüstung und sicherstellen, dass diese für die Schwedentour dieses Jahr  reichen wird
    2.       Bei schlechtem Wetter, ein Test ob ein Poncho-Tarp reichen mag.
    Einen Tag vor dem Tourenstart hat sich aber das 2. Ziel schon verflüchtigt. Da kam doch mein Z-Packs Cuben Tarp nach 8 Monaten endlich vom Zoll zu mir!
     
    Somit ging es Karfreitag um 10 Uhr mit großem Tarp und Regenjacke und anderem Krams bewaffnet in Coppenbrügge, einem idyllischen kleinen Städtchen los.
     
    Tag #1 - Zweifel
    Der Weg ist prima ausgeschildert und narrensicher zu finden, na da können die nächsten Tage ja entspannt werden.

    Schon die ersten Meter wurde das Motto des Weges ersichtlich. Es geht über den Kamm des Ith Gebirges, ergo immer rauf. Solange bis es nichtmehr rauf geht, dann wieder runter und erneut rauf. Die unzähligen Höhenmeter müssen ja auf die kurzen 80km verteilt werden.
    Nach den ersten Kilometern wurde mir schnell klar, dass der Ausblick jeden Höhenmeter belohnen sollte.

     

     
    Direkt danach ging es über den zu Weg in das Naturschutzgebiet.
    NATURSCHUTZGEBIET?! Okay dann muss ich da bis Heute Abend wohl wieder rauskommen zum Nächtigen.
    Eine kurze Verschnaufpause und schnell ist ein Bild geschossen. Die Natur ist hier einfach Atemberaubend, ich kann das nicht anders beschreiben. Auch die kleinen Trampelpfade durch den Bärlauch, der das abendliche Mahl verbessert. sind einfach sagenhaft.
     
    Ein wenig weiter gab es einen Aussichtsturm,
    also nichts wie rauf um dem Spiel von Sonne, Schatten und den Tälern einzufangen.

    Leider hat das Wandern auf einem Kamm auch seine Nachteile.

    Erstens wird so ziemlich jeder Gipfel mitgenommen, was auf Dauer für einen so schlecht trainierten Wandersmann
    wie mich echt ein Problem darstellt, was nur durch ausreichend Pausen zu kurieren ist.

    Zweitens fließt Wasser bekannter maßen von der Quelle immer bergab. Es dauerte nicht lange, ehe meine 2L Wasser getrunken waren.
    Quellen weit und breit nicht in Sicht und selbst wenn, bestünde wegegebot. Eine fiese Lage.
     

    Da gab es nur die Möglichkeiten über einen der Zuwege zum nächsten Ort oder die letzten KM über den Kamm bis zur nächsten Ortschaft.
    Die Höhenmeter haben ihre Spuren hinterlassen, der Abstand zwischen den einzelnen Pausen wird immer geringer und nach ca. 15km und müden Beinen stelle ich mir die Frage ob ich das nicht mit 4 Tagen á 20km/Tag zuviel vorgenommen haben.
     
     
    Gut, dass der Sonnenuntergang von dem Wasserproblem abgelenkt hat und die Nacht meine müden Beine wieder auskurieren konnte.
    Somit kurz hingehauen und ein kleines 10 oder 11 Stunden Nickerchen gemacht.

    Die Nacht war zwischen -2°C und -4°C kalt, nach der Anstrengung für mich im Cumulus LiteLine 400 zu kalt, die Beine waren kalt, der Oberkörper war warm.
    Nach dem 3. Mal aufwachen die Nacht war es mir zu blöde und ich habe die Rettungsfolie aus dem erste Hilfe Set genommen, und sie mir um die Beine gewickelt.
    Für die nächste Nacht ist es gleich notiert, das Spielchen gibt es nicht noch einmal.
     
    Tag #2 – Neue Kraft
    Die nächste Ortschaft war mit frischen Füßen schnell erreicht. Direkt am Eingang eines Campingplatzes stand eine Tafel mit Preisen, Wanderer ohne Übernachtung war Preislich aber nicht festgelegt.

    Somit bediente ich mich erst einmal am Wasser und gesellte mich zu einigen Kletterern aus Unna.
    Zwischen Müsli mit Milchpulver, Kaffee & Fachgesimpel gab es interessante Gespräche mit den Jungs und Mädels.
    Auch das angebotene Marmeladenbrot aus selbstgemachter Marmelade konnte ich nicht verwehren.

    Uff wie war ich gesättigt, 1,5L Wasser & 0,5L Kaffee getrunken, die 2L wieder auf den Rücken und weiter ging es.
    Dieses mal vorbei an den Ithwiesen. Ein sehr schöner Anblick. Auch oder gerade wegen der Kleinmaschinen welche dort bei dem Wetter Flogen.

    Auf einmal zeigte hier eine Wegmarkierung nach unten?
    Und das obwohl es einen Weg nach oben geben würde?!
    Das war das erste Mal, dass mir dieses auf dem Weg aufgefallen ist, was ist das los,
    haben die Designer den Weg übersehen?

    Komisch, ich freute mich insgeheim ein wenig und ging Abwärts zum nächsten Weg.
    Mal wieder an einer Bank gehalten und einen Snack genascht.
    Es gab Milchbrötchen mit Frischkäse & selbstgemachten Sambal.
    Einfach ULtra köstlich 2 Tage.

    Nachdem der Ith ja nun gefallen war, ging es weiter, der Wanderweg hat ja nicht umsonst einen Doppelnamen. Und wieder einmal ging es unzählige Höhenmeter hinauf. In meinem Kopfe hat sich so eine Phantasie zusammengereimt, wie dieser Wanderweg denn entstanden sein kann.
    Ein Gespräch im Wettstreit zwischen dem Harz mit den tollen Wanderwegen und dem Ith:

    Hey Ith? Selbst mein Wurmberg ist doppelt so groß wie du!
    Na warte mal ab Harz! Es solle ein Wanderweg entstehen, der jeden gottverdammten Gipfel auf meinem Kamm mitnimmt. Hils, Duinger Berg & Thüster Berg wie sieht es mit euch aus, seid ihr dabei?!
    Natürlich – erwiderten diese.
    Da riefen der Hohe Heimberg und der Idtberg „wir wollen auch mitmachen“.
    Ne – ihr dürft nicht, ihr seid zu klein!
     

    Und dementsprechend ging es weiter den Hils hinauf.
    In den Beinen War wieder einmal etwas zu merken, doch die Motivation bei bestem Wetter weiterzukommen war größer als die müden Beine.
     
    Eine Wolke begleitet von Hagel zog über das Areal und sorgte dafür, dass ich schnell das neue Tarp aufbaute. Leider war in den 3 Minuten des Aufbaus die Wolke und der Hagel wieder vorbei. War wohl nichts mit einem Tarptest…

    Ist doch Wahnsinn, wie groß einem so ein 3x2.6m Tarp erscheint, wenn die letzten Nächte bei Sturm und Regen von Nicklas unterm Ponchotarp mit 1.45x2.6m verbracht wurden,
    Da kann man abends noch einmal einen letzten Leckerbissen verschlingen:
    Kartoffel Pürre mit selbstgemachter Sambal Olek, dazu ein gutes stücken Salami, wohl bekommts.

    Noch ein paar km weiter und nach 30km Tagesbilanz konnte ich endlich mein Tarp aufbauen.
    Die Rettungsfolie habe ich mir gleich um die Beine gewickelt beim Schlafen. Noch einmal die Nacht aufwachen wollte ich nicht. Erst recht nicht, wenn ich es verhindern kann.
     
    Tag #3 - Fokussierung
    Nach für meine Verhältnisse mickrigen 9 Stunden Schlaf ging es zum Frühstück.
    Müsli mit Vollmichpulver war schnell angerührt und verzehrbereit.
    Ich liebe das Zeug, schmeckt wie Milch, lässt sich kalt zusammenrühren, und direkt in die Müsli Portionsbeutel geben.

    Somit ging es den Delligser & Duinger Berge hinaus und gen Rückweg.
     
    Auch diesen Tag hat es nicht an Wasser gemangelt, leider war es dann auch schon mit dem Handy Akku, 5% Akku, also am Solar Panel anstöpseln.
    Damit ist dann aber zwischendurch Fotos schießen doof.

     
     
    Somit war ich mittags schon in Marienhagen angekommen. Die Beine wurden immer schwerer, aber der Gedanke bei diesem Tempo heute noch zurück nach Coppenbrügge zu kommen trieb mich an.
     
    So wurden es den 3. Tag 35km und es ging mit dem Auto wieder auf den Heimweg, dabei noch einen Abstecher zu meinen Eltern gemacht. 
     
    Fazit:
     
    Es ist doch immer wieder erstaunlich, über was man alles hinwegsehen kann, wenn der Wille etwas zu erreichen da ist. Auch wenn das bedeutet es gibt 5 Tage Muskelkater. Da hilft wohl nur üben üben üben.
     
    Achja, das Baseweight lag bei 4,6kg + 2Kg Futter am Anfang + 2L Wasser.
    Da ich jedoch einen Tag weniger gebraucht habe, habe ich 700g Proviant wieder mit zurück geschleppt.
    Erkenntnisse aus dieser Tour:
    50% Akkuladung pro Tag mit dem Solarpanel (~1800mAh bei 5V). Sollte für Schweden im Sommer reichen!
    Smartphone reicht zum Schnappschüsse schießen, nächstes Mal gibt es aber trotzdem wieder eine Kamera.
    Die Leistungseinbrüche bei Dehydrierung sind wesentlich größer als mir bewusst war.
    Es hat extrem viel Spaß gebracht!
     
    Cheers, kImpi
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    hoeckel reagierte auf Andreas K. in Projekt MYOG "T[r]ollhaus 2"   
    Bzgl. des Moskitonetzes: der Erbauer des Originals verwendet auch das Netz mit 45g/m2
    Den Wendeschieber gibt es auch bei extremtextil.de. Das ist ein normaler 5c Schieber. Der passt auf die normalen als auch die wasserabweisenden Reißverschlüsse mit Schienenbreite 5mm.
    Ich habe mittlerweile das erste Trollhaus mit normalen Reißverschluss und abdeckleiste genäht. Ist ganz einfach umzusetzen. Vielleicht stellt ja der neue Besitzer Bilder davon ein. Das Paket ist unterwegs zu ihm.
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    hoeckel reagierte auf micha90 in 247g 1P Tarp aus Gleitschirmnylon   
    Und weiter gehts!
     
    Heute Mittag habe ich noch schnell ein passendes Moskito Inner dazu genäht. Der Nähaufwand beschränkt sich auf wenige Nähte und ist schnell erledigt, die gesamte Arbeitszeit hierfür waren nur ca 2 Stunden.
    Das Inner hat keinen Boden, dafür ist das Groundsheet zuständig, dadurch entfällt auch ein gesonderter Eingang. Man schiebt das Mesh einfach beiseite, setzt sich und hebt das Inner über sich drüber. Die Grundform habe ich von meinem Simblissity Inner Peace übernommen, aber das ganze als volle Länge erweitert.
    Das Material ist das 25g/m² Moskitonetz von extex. Es macht einen guten, stabilen Eindruck und wirkt robuster als das von Simblissity verwendete Material.
    Die Maße sind folgende:
    Länge 225cm
    Breite vorne 75cm
    Höhe vorne 75cm
    Breite hinten ~70cm
    Höhe hinten ~45cm
     
    Das Beste an der Sache ist das Gewicht: nur 138g!
     
    Außerdem benötigt das Inner keinerlei zusätzlichen Heringe, es kann durch die Gummilitzen an den Ecken die Heringe des Tarps mit nutzen.
     

    Natürlich steht das Moskitozelt auch ohne Tarp!
     

    Sämtliche Abspannungen kann man von innen heraus über Minitankas einstellen
     

    Ohne Hintere Abspannung - geht auch, ist aber nicht so schön
     

    Unterm Tarp
     

    Im Tarpmodus wird einfach mit einem kleinen Haken an die Abspannleinen des Tarps eingehängt.
     
     
    Ich hoffe euch gefällts
     
    schöne Grüße
    Micha
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    hoeckel reagierte auf micha90 in großes PCT Gear Review   
    So liebe Leute,
     
    nachdem ich die letzten Monate kräftig die die Staaten gelatscht bin, hat sich mein ganzes Setup doch ein wenig geändert. Auf lange Sicht hat sich doch die ein oder andere Sache als weniger praxistauglich herausgestellt, als in der Theorie und bei meinen Test-Overnightern gedacht. Man lernt eben dazu. Über meine Erfahrungen wollte ich euch deshalb gerne berichten:
     
     
    Shelter:
     
    Los gings mit meinem Eureka Ponchotarp 210gr. Bei leichtem Regen von oben tut es was es soll, sowohl als Poncho als auch als Tarp. Sobald es jedoch windiger wird, macht beides wenig Spaß, da der Poncho durch die Gegend weht (trotz Schnur um den Bauch) und für meine 1,90 als Tarp etwas zu kurz ist.
     
    Für die Sierras dachte ich ein Zelt zu brauchen und hatte mein TT Contrail 760gr aufgelesen, was mir jedoch schon nach kürzester Zeit aufgrund des Packmaßes und unnötigen Gewichts auf den Keks ging. Aufbauen musste ich es auch nur ein einziges mal, das hat mir schon gereicht. Beim testen zuvor fand ich das Contrail super, auf dem Trail in weniger guten Bedingungen ziemlicher Mist..
     
    Also wurde bei ZPacks bestellt und zwar ein gewöhnliches Rectangular Cuben Fiber Tarp ~140gr . Damit war ich bei fiesem Regen gut geschützt und bin auch weitgehend zufrieden. Einziger Nachteil ist die Lautstärke! Mir war zuvor nicht bewusst wie laut Cuben im Wind ist, oder wenn der Regen darauf prasselt. man gewöhnt sich jedoch recht schnell daran. Die Aufbauzeit war meist schneller als jedes Zelt. Sieht auch besser aus.
     
     
    Schlafen:
     
    Mein Cumulus Quilt 480 (750gr, weil extralang) hat hervorragende Dienste geleistet. Im Nachhinein wäre weniger Daune besser gewesen, aber man kann ja vorher nicht wissen wie kalt es letzten Endes wird. Bei -8°C hatte ich noch nicht mal meine Puffy an, so kalt wurde es aber selten mal. Meine Bedenken, dass Daune zusammenfällt, sobald es feucht wird waren auch nicht wirklich begründet. Eis am Morgen
     
    Als Isomatte waren 6 Teile Z-Lite ausreichend. Meine erste war recht schnell durchgelegen, so dass sie nach ca einem Monat gegen eine kurze Ridgerest getauscht hatte, welche zwar wärmer und bequemer war, aber das Packmaß war schrecklich. Also wieder 6 Wochen Später (da wurde die Ridgerest auch schon dünner) gabs ne neue Z-Rest und dazu ne Gossamer Gear 3mm EVA-Matte zur Ergänzung und als Sitzmatte. Das ist wohl noch nicht das Optimum, aber für mich schon recht nah dran.
     
    Mein MYOG Tyvek Biwaksack mit 135gr stellte sich nach kurzem als unnütz herraus, da er nicht atmungsaktiv genug war und mein Schlafsack auch ohne mehr als warm genug war. Auch mit Wind hatte ich weniger Probleme im Quilt als befürchtet. Gutes Beispiel für "don't pack your fears"! Wurde kurzerhand aussortiert.
     
    Das 27gr Thermarest Kissen war wunderbar: im Prinzip nur ne Kissenhülle mit den Laufklamotten, Essen, Mosquitonetz oder was eben zur Verfügung war befüllt. Die Leute, die morgens mit dem Gesicht auf ihren Cuben oder Silnylon Säcken klebten waren neidisch!
     
    Rucksäcke:
     
    Los ging es mit dem SMD Swift mit Hüftgurt (520gr). Am Anfang war er gut, hatte genügend Volumen und lies sich auch vollgepackt noch halbwegs gut tragen. Nach gut zwei Monaten wurde er mir jedoch zu groß und die Schultergurte waren durch, so dass er recht unbquem wurde. Ansonsten guter, scheinbar bodenloser Rucksack!
     
    Da ich der Qual der Wahl nicht gerecht werden wollte, habe ich mir kurzerhand einen ÜLA CDT bestellt und einen Gossamer Gear Murmur Hyperlight gleich dazu. Der ÜLA stellte sich als völlig unbequem herraus (scheint an meinem Rücken zu liegen, die meisten anderen Leute auf dem Trail fanden ihn super!). Für mich wurde es also der Murmur! Mit seinen 28L war er groß genug für bis zu 4 Tage und ist einfach superbequem. Lediglich kleine Details sind nicht perfekt, unter anderem, dass ich die Leute von Gossamer Gear bei Traildays getroffen haben und es wirklich unfreundliche Typen waren. Der Murmur ist aber sehr nahe am Perfekten Rucksack für mich. ganz links, lustigerweise neben einem CDT
     
    Mein Ortlieb "Ultralight" (71gr) Drybag wurde erst gegen einen 20gr Cuben Beutel getauscht, dann jedoch ganz weggelassen. Don't pack your fears! Ging auch ohne wunderbar, besonders, nachdem der Müllsackliner gegen einen von GG ausgetauscht wurde: die Gossamer Gear Müllsackliner sind super und wirken unkaputtbar.(der hielt über 1000 Meilen und ist immer noch lochfrei)
     
     
    Küche:
     
    Eine 400ml Evernew Tasse aus dem TLS mit selbstgemachtem Deckel und darunter ein 4g Dosenkocher (der Migros-kocher, ist irgendwo im Dosenkocher Thread schon drin) hat sich als Optimal herausgestellt. Ergänzt mit Alufolien Windscreen und ner kleinen Bodenplatte um den Untergrund nicht anzusengen und Hitze hoch zu reflektieren. Die 400ml waren eigentlich ziemlich immer genug für jede Mahlzeit, natürlich im Freezerbag rehydriert.
    Zwischendurch bin ich auch Testweise auf meinen an sich geliebten Bushbuddy umgestiegen, aber nach sehr kurzer Zeit war klar, dass der beim Camping besser aufgehoben ist. nach 35 Meilen hab ich kein Bock mehr Holz suchen zu gehen und immer neben meinem Kocher zu sitzen und ihn mit Stöckchen zu füttern. Dank deutscher Eiche geht das hier zu Lande wesentlich besser, mit einer Handvoll Holz ist schnell gekocht. Auf dem PCT wachsen aber nur Nadelhölzer, die haben wesentlich schlechteren Brennwert und rußen dazu noch stark. Außerdem erfordert der BB einen 900ml Topf zum Transport und ist damit zu schwer und vor allem zu Sperrig!
     
    Sea to Summit Alpha light Löffel: Super Teil, hielt den Gesamten Trail. Schmilzt nicht, bricht nicht (selbst harte Eiscreme wird in kürzester Zeit zerlegt). Wesentlich bessere Haptik, als die langen Löffel, die bescheuerter Weise immer ne eckige Schaufel haben! Wurde zur Not auch schon als Hering verwendet.
     
    Sawyer Mini: Trailname "Sawyer Clog"! Zum in die Tonne Kloppen! So ziemlich jeder hat mit diesem kleinen Filter den Trail gestartet, so dass zu Beginn kaum auffiel wie scheiße es ist. Die Durchlaufgeschwindigkeit ist nach kürzester Zeit trotz Backflush unter aller Sau. In konkreten Zahlen: nach 2-3 Wochen Dauernutzung ca 8-10min pro Liter!
    Der "schwere" Sawyer ist um Welten schneller, benötigt weniger Kraftaufwand und verstopft nicht so schnell, sodass viele Hiker auf den alten umgestiegen sind.
    Mein Mini flog nach knapp 700 Meilen raus und aus Frust habe ich angefangen mein Wasser ungefiltert zu trinken. Ging zum Glück auch ohne Erkrankung, aber immer mit gewissen Risiko.
     
    TLS Faltflaschen 2,5L: schienen ein guter günstiger Ersatz für teure Platypus Tüten und dazu noch leichter! Leider gingen alle drei innerhalb der ersten 3 Wochen kaputt. Ersetzt wurde dann durch eine Platypus 2,5L, die bis jetzt noch kein Loch hat.
     
    am Körper:
     
    Fizan Compact Trekking Stöcker: hielten den gesamten Trail stand, über Stock und Stein, Sand und Eis und Wasser. Wenn alles nass war (vom Schnee oder Flussquerungen) sind sie schwer fest zu zuschrauben, auch mit kalten Händen ist es schwieriger. Original Spitzen hielten nur ca 650 Meilen, die Black Diamond Spitzen hielten dann so 800-900Meilen. Gegen Ende des Trips hat sich ein Segment immer wieder zusammengeschoben und der Rest sich so festgefressen, dass ich eine zweite Person zum öffnen brauchte, aber nach 2000Meilen ist das ok.
    Werde ich ohne zu zögern wieder kaufen.
     
    DirtyGirl Gaiters: absolut geil, wenn auch schwankende Haltbarkeit. Erstes Paar ca 1300Meilen bis zu den ersten Löchern. Das Zweite fiel nach 300Meilen auseinander, das Dritte hatte kleine Löcher, hielt aber auch noch 1000Meilen.
     
    Sonnenbrille von Uvex: Super. 30€ die sehr gut Investiert waren. Habe ich die ersten zwei Monate nur zum Schlafen abgesetzt. Es gibt RIESEN Unterschiede zwischen billo Brillen und Markenqualität! Leider habe ich die Brille verloren.
     
    Darn Tough Socken: machen ihrem Namen alle Ehre. Angefangen mit Ulvang, Smartwool etc hielt nichts länger als ein paar Tage, bis ich mein erstes Paar Darn Toughs hatte. Super Socken, stinken nicht (Merino) fühlen sich extrem gut an und halten einfach sooooo viel länger. Falls sie dann doch mal kaputt gehen, kann man sie einfach im nächsten Outdoorladen umtauschen! Ich kann kaum abwarten, bis Darn Tough in Deutschland Fuß fasst!
     
    sonstige Kleidung:
     
    Arc'teryx Nuclei: Leider eine Fehlinvestition. Die Jacke an sich war gut und hielt bis zu letzt warm, aber ich hätte gut 100gr sparen können, wenn ich einfach der Daune mehr zugetraut hätte. Zudem ist das Packmaß auch nur so lala. Die Perfekte Daunenjacke habe ich allerdings noch nicht gefunden. (evtl die Ghost Whisperer mit Kapuze, die ist nahe dran)
     
    billiges 100er Fleece: bei McTrek für 15€ gekauft und etwas zurecht geschneidert. mit nur 250gr für die meiste Zeit warm genug, ist leichter, beim Laufen schwitzt man darin auch nicht so bzw hat nicht so einen Hitzestau und fühlt sich einfach 1000 Mal besser/ kuscheliger an als ne Puffy... aber nur leider ohne Kaputze und auch nicht ganz so warm.
     
    Vaude Windjacke: mit 100gr eines meiner lieblings Bekleidungsteile. Super atmungsaktiv und mit Kapuze einfach perfekt. Musste Später leider der Regenjacke weichen, um Redundanz zu vermeiden. Sah natürlich vorallem gut aus!
     
    Patagonia Regenjacke: ca 220gr, leider weiß ich das Modell nicht. Wurde gegen Ende des Trips bei nem Patagonia Sale erworben. Die Jacke ist simpel (nur eine Brusttasche, sonst nix) die Kapuze ist in Ordnung und wasserdicht war sie auch. Bei länger anhaltendem Mistwetter und wenn es eben mal nicht nur von oben, sondern von der Seite oder auch von schräg unten regnet (ja das kommt vor) ist eine Jacke doch besser als der Poncho, dessen Tarpfunktion ohnehin nicht mehr benötigt hat.
     
    MYOG Tyvek Regenrock 35g: hat sich als unnütz gezeigt. Das Tyvek hat sich komischerweise vollgesaugt, es kam Wasser auf die Beine, der Rock rutschte hoch oder klebte an den Beinen, so dass er sich gelöst hat. Test bei leichtem Regen in der Stadt war super, bei richtigem Regen und bergauf laufen sah es doch schon ganz anders aus. Das Material war außerdem suboptimal.
     
    Merino Buff 50gr unverzichtbar. etwas schwerer als die polyester Version, aber eben auch angenehmer. in den kältesten Nächten einfach übers Gesich gezogen und durchgeatmet, ansonsten schön um den Hals warm zu halten oder die Lücke zw Jacke und Hals zu schließen.
     
    Anderes Zeug:
     
    Kamera Nikon P330: gute Knipse, schlug zwar mit gut 200gr zu buche, aber die Fotos lohnen sich. Der Akku hielt zudem 3-4 Wochen bei durchschnittlichen 10 Bildern/ Tag.
     
    Messer: der "Brieföffner" der Swisscard in MYOG Scheide. incl Pinzette 5g. Tat alles, was ein Messer auf dem Trail muss: Salami schneiden, Paket aufmachen, Sprießel aus dem Finger pulen oder Zehennägel sauber machen. Habe auf keinen Fall was größeres vermisst.
     
    Stirnlampe Mammut S-Flex 47g war in Ordnung. Für im Camp wunderbar, leicht zu bedienen und frisst nur eine AA Batterie. Zum Nachtwandern ging es so, war da aber nicht gerade der Brüller. Für die Wüste hätte ich deshalb evtl auf was helleres umsteigen sollen.
     
    Sea to Summit Mosquito Netz, mit nur 11gr kompakt und leicht und genauso gut wie jedes andere, das ich gesehen habe.
     
     
    Edit:
    Fast vergessen: das Mosquito Zelt! Simblissity Inner Peace: mit 138g incl Packsack ein wunderbares Teil für Tarpnutzer! Lässt sich alleine aufbauen oder ins Tarp hängen. Meine erste Wahl (aus Gewichtsgründen) war das Gossamer Gear Bugnet, allerdings war das ausverkauft und ich bin letztenendes SEHR froh darüber mir stattdessen das Inner Peace gekauft zu haben. Nur 50$ /38€ und wirklich zufriedenstellend!
     
    Wenn noch irgendwelche Fragen über Ausrüstung oder Trail da sind, immer her damit.
     
    schöne Grüße
    Micha

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