ma11hias
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Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 10: Grindelwald - Rotstockhütte Heute geht es entlang der Jungfraujoch Zahnradbahn steil hoch bis zur kleinen Scheidegg auf etwas über 2000m. Auf halben Weg dorthin lege ich einen Stopp beim Berghaus Alpiglen ein und genieße dort ein zweites Frühstück bevor ich den restlichen Anstieg in Angriff nehme. Die Temperaturen steigen heute rasant schnell an und um 11 Uhr als ich die kleine Scheidegg erreiche hat es dort bereits 25°C. Da ich beschließe heute nicht im Etappenziel Lauterbrunnen zu übernachten sondern ein Stück weiter voranzukommen, mache ich einen schnellen zwei stündigen Abstieg über Wengen nach Lauterbrunnen. Die Strecke besteht leider fast nur aus Schotterwege die sehr steil nach unten gehen. Gut für die Radfahrer, schlecht für meine Knie. In Lauterbrunnen mache ich noch einen Stopp im Supermarkt und genieße eine kleine Mittagsjause bevor ich dann auf der anderen Talseite nach Mürren hochsteige. Es geht wieder steil nach oben die Hitze erdrückt einen fast bis ich glücklicherweise kurz nach dem Start bereits den Wald erreiche. Dort waren die Temperaturen viel angenehmer trotzdem lege ich einen kleinen Stopp an einem herunterkommenden Bach ein, um meinen Füße eine Abkühlung zu gönnen. Als ich Mürren erreiche bin ich überrascht das hier ein Zug hoch fährt und alles voller Touristen ist. Es ist bereits 16Uhr und ich rufe kurzer Hand auf der noch vor 2 Tagen noch ausgebuchten Rotstockhütte an. Ich habe Glück und es ist noch ein Platz frei und ich mache mich auf den Weg hoch zur Hütte. Um 18 Uhr erreiche endlich die Hütte und freue mich auf ein gutes Abendessen nach fast 35Km und über 2500hm wohl die bisher längste Etappe. Info: Berghaus Alpiglen kann man auch übernachten wenn man kein Bock auf den Touristauflauf in Grindelwald hat. 55CHF/135CHF für Matratzenlager/Doppelzimmer jeweils mit Frühstück. Rotstockhütte Halbpension 73CHF -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 9: Meiringen - Grindelwald Heute kurz nach dem Start wurde ich mit etwas Regen beglückt. Der Aufstieg auf die große Scheidegg war zu Beginn recht streng da es steil nach oben ging. Vorbei an einem Wasserfall samt Gedenktafel an Sherlock Holmes. Jedoch legte sich das nach dem ersten Drittel und es ging danach gemütlich nach oben. Die Landschaft ist wieder mal beeindruckend und man wandert entlang der mächtigen Felswände immer weiter hoch. Oben angekommen genieße ich noch ein Getränk und eine Gerstensuppe. Auf dem Weg nach Grindelwald erhält man den ganzen Abstieg einen schönen Blick auf den Eiger und auf die morgige Route vorbei hoch zur kleinen Scheidegg. Auf dem Weg nach unten lege ich noch eine Pause eine für eine Brotzeit bevor es dann final nach Grindelwald geht. Die Temperatur steigt wie gestern am Nachmittag an und die Hitze wird richtig unangenehm. In Grindelwald erschlägt einem der ganze Tourismus. Für zwei Kugeln Eis zahlt man hier ganze 8CHF. Aber auch was gutes hat der ganze Auflauf, die Geschäfte haben jeden Tag bis 19uhr offen. So muss man nicht für Sonntag vorplanen. Etwa 15 Minuten Fussmarsch außerhalb vom Zentrum liegt der Campingplatz Gletscherdorf, der für 25CHF noch einen Platz hat mit perfekter Sicht auf den Eiger und das Wetterhorn. Bis zum Abend ist der Zeltplatz fast komplett voll. Es herrscht eine gute Stimmung vor Ort und ich erfahre mehr über die Schwierigkeiten den Eiger oder das Schreckhorn zu besteigen. Hier trifft man die ganz verrückte Sorte von Menschen. So startet in ein paar Tagen der Eiger Ultra Marathon und so reisen schon einige vorher zum Training an. Die Köngisdisziplin geht über 250Km und 18.000 Höhenmeter als 2-3 Team und die Besten schaffen das in unter 60 Stunden! Oder Solo 100Km Kategorie in 12h, einfach nur total verrückt! -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 8: Truebsee - Meiringen Heute gings früh los, bereits um 7 Uhr hatte ich bereits gefrühstückt und meine Sachen gepackt. Trotz den frischen Temperaturen starte ich gleich in kurzer Hose los und nur wenige Höhenmeter später packe ich den Pullover ebenfalls weg. Eine Gruppe junge Rinder blockiert mir den schmalen Pfad hoch, nach dem ich das erste von vielen noch erfolgreich zu vertreiben bringe gebe ich danach auf und umgehe die Rinder trotz steilen Gelände. Nach etwas mehr als eine Stunde erreiche ich bereits den Jochenpass. Anschließend geht es hinunter am Engstlersee vorbei zur Engstleralpe bevor es weiter zur Tannalpe geht. Am Anfang war ich der Hoffnung dass ich mich bei der Routenplanung ein Fehler eingeschlichen hat, da die Angaben nach Meiringen vom Jochenpass aus gerademal 5h waren. Aber als ich dann die Abzweigung zur Tannalp nahm, war mir klar das dieser Weg nicht direkt nach Meiringen führt und die Streckenplanung mit 30km von mir richtig war. Auch wenn die Strecke heute sehr lange war, war sie mit Abstand die schönste auf der bisherigen Tour. Nach einem Zwischenstopp auf der Tannalp geht es erst entlang dem Tannensee und dann über einen sehr langen Höhenweg der sich auf ca. 2200m über fast 7km Länge erstreckt und einen wunderschönen Ausblick in die Alpine Landschaft gewährt. Nach erreichen der Planplatten geht es an den Abstieg der sich nochmals über 12Km erstreckt bis man Meiringen erreicht. Das die Schweiz ein funktionierende Armee hat merkt man hier regelmäßig, heute wurde die Ruhe der Natur mehrmals durch Kampfjets unterbrochen. Kann mich nicht erinnern wann ich den letzten Eurofighter in Österreich gehört habe. Ich glaube die fliegen bei uns in Österreich nur einmal im Jahr zur Militärparade. Nach einem Einkauf im Supermarkt um meine leeren Vorräte zu füllen geht es an den Rand des Orts auf dem Campingplatz Balmweid. Kosten für eine Nacht 20 CHF. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Super Danke, bin es überflogen und sieht gut aus. Auf jeden Fall sind mir keine Fehler wie bei den anderen Quellen die ich hatte aufgefallen. Eigenartig ist nur die Kilometerangabe von 374Km was wiederum mit Angaben von Schweiz Tourismus ~390Km nicht zusammen stimmt. Edit: Der Kilometer Unterschied kommt davon dass der Abschnitt von Lichtenstein in die Schweiz erst ab dem Schweizer Ort Sevelen startet. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 7: Brüstli - Truebsee Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es pünktlich um 8 Uhr los. Das Wetter hat sich zu gestern gebessert und zwischen den Wolken kommt der blaue Himmel zum Vorschein. Kurz nach meinem Start werde ich von einem Helikopter überflogen der danach in unmittelbarer Nähe landet und einige Soldaten absetzen bevor er wieder abhebt. Auf dem letzten Abschnitt zum Surenenpass hoch gilt es ein größeres Schneefelder zu überqueren. Was Dank meinen mitgenommen Grödel ganz gut funktionierte trotz leichten Trailrunner-Schuhen. Als ich und zwei Schweizer am Pass oben ankommen, schließt sich die Sicht hinter uns. Wir waren froh dass wir oben waren den bei schlechter Sicht Schneefelder zu überqueren, ist trotz GPS nicht so mein Ding, denn man kann die Wegmarkierungen in der Weite nicht mehr sehen. Auf der anderen Seite des Passes war aber blauer Himmel so konnte ich den Abstieg durch die wunderschöne Alpine Landschaft in vollen Zügen genießen. Den langen Abstieg bis Engelberg zieht sich etwas, so dass ich erst um halb drei dort ankomme. Etwas überrascht wie touristisch dieser Ort ist, fülle ich meinen Wasservorräte auf, hole noch etwas Geld vom Bankomat und mach mich gleich danach auf dem Weg zurück in die Berge. Der Aufstieg zum Trüebsee geht steil nach oben, nach zwei Stunden sind die ca. 800hm erklommen. Hier hinauf führt auch eine Gondelbahn so begegne ich hier oben alles von Japanern bis Arabern mit Flipflops und 3m langen Selfisticks. Kein Scherz, ich als nicht Instagramer weiß auch nicht für was so was gut sein soll. Der Spuk ist aber bald vorbei den die letzte Talfahrt steht an und die letzten Touristen verziehen sich. Leider beginnt es auch zu regnen und die Gewitter sind in der Ferne bereits zu erahnen. So beschließe ich hier oben ein verstecktes Plätzchen zu finden um hier zu übernachten bevor es morgen auf den Jochpass geht. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 6: Unterschächen - Brüstli (Alp Catrina) Bereits gestern kurz nach meiner Ankunft sowie die ganze Nacht gabs immer wieder Regen, jedoch wachte ich heute bei blauen Himmel auf. Der Zeltplatz war mit einem Aufenthaltsraum samt kleiner Küche ausgestattet, so gabs zum Frühstück einen richtigen Kaffee aus der Nespresso Maschine. Noch einen kurzen Abstecher in den Dorfladen für zweites Frühstück und für ein Biberli* für die Reise. *Schweizer Lebkuchen-Spezialität Statt wieder hoch zu steigen zu der orginal Route gehe ich einen direkten Weg nach Spiringen am linken Flussufer entlang. Ein kleiner unmarkierter Fusspfad führt über zwei Wiesen und einen Abschnitt eines Forstweg bis nach Spiringen. Am Ende geht es nochmals über eine Brücke, dann links halten, zurück auf die Hauptstraße die nach oben ins Dorf führt, zurück auf die orginal Route. Einzig die vielen Rossbrema (Pferdebremse) sind auf diesen Abschnitt sind etwas lästig. Auf dem Weg hinunter nach Altdorf passiere ich am Sportplatz noch einen Alphornbläser der wohl zu Hause nicht mit seinem Instrument üben darf, bevor ein erstes mal der Himmel seine Schleusen öffnet. Nach einem Zwischenstopp im Supermarkt Coop um meinen Proviant aufzufüllen sowie in einem Handyladen ging es weiter. Gestern Abend musste ich leider feststellen das irgendwie mein Ladegerät verloren habe oder nicht dabei hatte. Bisher bin ich ohne durchgekommen daher ist es mir nicht aufgefallen. Wahrscheinlich hab ich es bei der Anreise nach Sargans im Bus liegen lassen. Kurz nach dem Start hinauf nach Brüsti beginnt es zu regnen. Den kompletten Aufstieg hinauf und bis in die Abendstunden liess der Regen nicht mehr nach. So entschließe ich mich in die Alp Catrina einzukehren und dort zu übernachten, statt den restlichen Tag im Zelt zu verbringen. Und auf den Surenenpass gibt es heute eh nichts zu sehen, dafür sollte es morgen wieder Sonnenschein geben. Um meinen großen Hunger zu stillen gibt es zu Abend als Vorspeise eine Gerstensuppe mit Brot bevor ich noch ein Schnitzel verspeise. Info: Wer mit dem Zelt unterwegs ist kann einfach 5 Minuten weiterlaufen und kommt zu einer Feuerstelle mit Holz, Wasser und einem WC, eine perfekte Stelle um zu biwakieren. Als Dankeschön sollte an der dort angebrachten Kasse eine paar Franken eingeworfen werden, damit solche Möglichkeiten auch in Zukunft erhalten bleiben! Die Übernachtung in der Alp Caterina im Matratzenlager mit Frühstück kostet 55 CHF -
Hallo Wolfgang wie bereits von bitplaster vorgeschlagen gibt es preisgünstige Modelle für dein Vorhaben. Neben der Instinct Solar würde z.B. auch eine Forerunner 245 oder neueres Modell reichen. Ich verwende die Uhr und tracke damit alle Daten. Zusätzlich bekomme ich sofort einen Hinweis wenn ich vom Track abgekommen bin. Die Uhr hält für ca. 16h GPS Einsatz sofern überflüssige Zusatzfunktion deaktiviert wurden. Hab diese vor einem Jahr gekauft als das Nachfolgemodell rauskam um 180€. Auch wenn der Akku nicht lange reicht ist mir das relativ egal. Am Abend kommt die Uhr für 30 Minuten an die Powerbank und ist wieder voll. Der verbaute Akku ist so klein dass das sowieso nicht ins Gewicht fällt (~250mAh). Kann dich verstehen, werde mir eines Tages vielleicht auch mal ein Modell mit Karte holen aber im Moment ist mir das einfach zu teuer, da kann man anderes schönes Equipment kaufen.
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Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 5: Linthal - Unterschächen Gestern Abend musste in der Eile einer meiner zwei Load-Lifters an meinen Rucksack abgerissen sein. Kein großes Thema da die Hauptträger noch im perfekten Zustand sind. Der kaputte Load-Lifter war bereits vorbeschädigt, daher war es auch keine große Überraschung. Jedoch lässt sich nun die Last nicht mehr optimal am Rücken positionieren, was leider zu weniger Tragekomfort führt. Am frühen Morgen regnete es noch als ich wieder aufbrach Richtung Urnerboden. Dort angekommen besserte sich das Wetter und ich legte dort einen kleinen Stop im Dorfladen ein und kaufte auch ein paar Schweizer Spezialitäten ein, von welchen ich bereits wieder die Namen vergessen habe. Aber irgendwie habe ich einen gewissen Drang alles zu kosten was ich noch nicht kennen. Auf den Weg hoch zum Klausenpass treffe ich ein Paar, die mit dem Mountainbike auf dem Weg waren, jedoch ziemlich schnell dann vom Wanderweg auf die Straße wechselten. Wir wollten wissen wer wohl am Ende schneller oben wäre auf dem Pass. Überraschenderweise als wir uns oben wieder trafen war ich dann tatsächlich gerade mal eine Minute früher oben. Im Gegensatz zu gestern ging es heute echt zügig nach oben. Anschließend kehrten wir noch ins Restaurant ein bevor sich unsere Wege wieder trennen. Für den Abstieg wäre mir das Fahrrad auch lieber gewesen, denn meine Knie waren bereits etwas mitgenommen vom gestrigen steilen Abstieg. Das heutige Ziel lag im Unterschächen ein kleiner aber feiner Zeltplatz nicht weit von der Via Alpina Route entfernt. So gab es heute die erste richtige Dusche für mich seit ich in Sargans aufgebrochen bin. Info: Zeltplatz Kosten pro Zelt 15CHF am besten abgezählt mitbringen da der Zeltplatz quasi Selfservice ist und der Betreiber somit nicht immer da ist. Ein weitere Möglichkeit zu biwakieren gibt es kurz vor Argseeli, was kurz vor Urnerboden liegt. Dort ist eine Feuerstelle und etwas abseits davon ein WC eingerichtet. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 4: Elm - Linthal In der Nacht gegen 2Uhr wurde ich plötzlich durch ein Geräusch geweckt. Als ich nach draußen sah konnte ich im Dunkeln zwei Augen wahrnehmen und die Umrisse eines kleinen Hundes. Als ich kurz zischte machte er einen Abgang kam aber sofort wieder zurück. Also ließ ich einen kräftigen Hundelaut von mir und er machte einen schnellen Abgang. Dabei konnte ich erst jetzt erkennen das es sich um einen Fuchs handelte. Er hatte es wohl auf den kräftig riechenden Käse abgesehen, der aber innerhalb des Zelts lag. Nach einer sonst ruhigen Nacht ging es nach einem ersten Frühstück und zurück ins Dorf Elm. Dort besorgt ich mir im kleine Dorfladen noch ein paar Kleinigkeiten und stoppe beim Bäcker um mir ein zweites Frühstück zu kaufen. Gegen 8 Uhr verlasse ich das Dorf. Von den anderen Mitstreitern hat sich keiner so früh blicken lassen. Es geht steil nach oben bis ich an einer Liftstation ankomme und meinen Weg fortsetze Richtung Richetlipass. Nach ca. 3h passiere ich eine Skihütte in welche ich einen Zwischenstopp einlege und für Kuchen und Kaffee einkehre. Kurz danach mach ich mich wieder auf die Beine und treffe zwei Schweizer die ich bereits vom campen kenne. Sie klären mich auf, dass sie den Lift hoch genommen haben und deswegen bereits hier sind. Jetzt weiß ich warum ich der einzige war der sich so früh auf den Weg machte. Die Sicht wurde immer schlechter je höher ich kam. Nur die letzte halbe Stunde zum Pass hoch klarte es etwas auf und man konnte etwas von der Landschaft erkennen. Die letzten 100hm hinauf auf den Pass hatten es nochmals in sich bevor ich oben mit Resten von Schnee und null Sicht belohnt wurde. Die Reise nach unten war aber auf keinen Fall leichter, der Hüttenwirt hatte mich bereits gewarnt, dass es steil nach unten ging. Erst um ca. 15 Uhr erreichte ich wieder eine Alpe wo ich nochmals eine kurze Pause einlegte um etwas jungen Alpkäse zu verkosten. Die geschätzten letzten 2 Stunden Abstieg nach Linthal ging ich zusammen mit 2 Schweizern die ich auf der Alpe getroffen hatte. Überall am Weg konnte mal die Murmeltiere sehen, was mir auf dem Pass dank der schlechten Sicht verwehrt blieb. Gerade mal 100m vor Linthal löste sich dann von meinem Mitwanderer die Sohle! Kein Scherz, er hatte großes Glück, den ich möchte nicht wissen wie er ohne Sohle den Abstieg vom Pass geschafft hätte. Es handelte sich um einen Lowa Wanderschuh und war gerade mal 3 Jahre alt. Zeugt nicht gerade von Qualität. Am Ende hatte ich keine Lust auf ein Hotel im Linthal und stieg nochmals 600hm auf der anderen Talseite hoch bis ich fast Nussbühl erreiche um einen Platz für heute Nacht zu finden. Eigentlich ein recht guter Platz dachte ich und stellte mein Zelt auf. Es war bereits fast 20 Uhr als ich plötzlich den Aebi mit einer Ladung Mist ca. 200m von mir entfernt hörte. In ca. einer Minute war mein Zelt abgebaut und ich machte mich aus dem Staub. So schnell war ich noch nie! Zum Glück war gleich unter der Wiese ein Funkmast im Wald platziert wo ich dann mein Zelt erneut aufbaute. Der feine Duft von frischen Mist blieb mir aber natürlich die ganze Nacht erhalten. Info: Beim Erreichen der Alpe wir explizit auf ein Campingverbot hingewiesen. Auch handelt es sich von der Alpe bis nach Linthal um ein Schutzgebiet wo ein Campingverbot vorliegt. Also entweder kurz vor dem Pass biwakieren, im Linthal eine Möglichkeit zur Übernachtung suchen oder wie ich durchziehen und nochmals 600hm aufsteigen auf der anderen Talseite. Der Platz am Funkmast ist im OSM eingezeichnet, falls jemand diesen ebenfalls verwenden möchte. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 3: Alpe Siez - Elm Nach dem es fast die ganze Nacht geregnet hatte, besserte sich das Wetter wieder und es blieb auch den ganzen Tag neben ein paar Tropfen trocken. Beim Abbauen meines Zeltes musste ich zuerst mal einige Schnecken entfernen welche unter anderem auch den Griff meines Wanderstocks mit ihrem Schneckenschleim überzogen hatten. Scheint ein richtiges Schnecken Paradies hier zu sein. Der Weg war durch den vielen Regen etwas mitgenommen doch durch das kühle Wetter ging es rasch den Foopass hoch. Die Aussicht war bescheiden, teilweise sah man keine 20m weit, doch dafür gab es das eine oder andere Murmeltier zu sehen. Da ich ohne große Pause durchgelaufen bin erreichte ich Elm schon kurz nach Mittag und kehrte dort in das Gasthaus ein. Pulled Pork vom Elmer Alpschwein in einer Röstitasche serviert. Anschließend laufe ich wieder zurück kurz vor dem Ortseingang, dort befindet sich ein von der Gemeinde eingerichtet self-service Zeltplatz mit Toilette und Waschgelegenheit. Echter Luxus für gerade mal 7CHF. Wäre schön wenn mehr Gemeinden solche Möglichkeiten zu Verfügung stellen würden. Gegen Abend sind es dann ganze 10 Leute am Zeltplatz die alle mehr oder weniger einen Abschnitt der Via Alpina laufen. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 2: Sargans - Alpe Siez Nach 1,5h Anreise erreiche ich um 14:30 den Bahnhof Sargans. Dort besorgt ich mir noch etwas Bargeld, schaue das meine Schweizer Prepaid Karte einwandfrei funktioniert und mach mich dann auf den Weg in Richtung Weisstannen Tal. Zwar ist der Rucksack jetzt sehr gut mit Lebensmitteln befüllt da es morgen Sonntag schwierig sein könnte leicht Nachschub zu bekommen, jedoch lässt er sich trotz den ca. 10kg gut tragen. Nur hoch den Berg komme ich jedoch stark ins schwitzen, ein kleiner Vorgeschmack für morgen wenn es hoch auf den ersten Pass geht. Nach ca. 4 Stunden erreiche ich dann Weisstannen und wandere auf dem Steinbockpfad weiter bis zur Alpe Siez. Als ich dort gegen 19 Uhr ankomme war die Küche leider bereits geschlossen. In diesem Fall keine Älplermakkaroni sondern nur ein Getränk für mich. Nach kurzer Unterhaltung mit den Pächter bzw. Angestellten machte ich mich auf den Weg um einen geeigneten Platz für mein Zelt zu finden. Dank Uncle Ben's gabs dann doch noch was zu warmes zu essen ;-) Und während ich noch mein Abendessen zubereite spaziert in Sichtweite ein Fuchs samt fetter Beute an mir vorbei. Auch wenn der Digitalzoom meines Handys das Bild auf diese Entfernung nur stark verpixelt einfangen kann, gelang mir ein Schnappschuss. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
ma11hias antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Tag 1: Da die geplante Zeit relativ knapp ist bis ich wieder zurück in Österreich sein muss, plante ich heute die erste Etappe als Testlauf ein bevor es am Wochenende richtig losgehen sollte. So ging es heute morgen um kurz nach 6 mit Bus & Bahn nach Liechtenstein hinauf nach Gaflei wo der Startpunkt der grünen Via Alpina lag. Das nicht immer alles so nach Plan läuft zu Beginn kommt vor. So fiel mir am Morgen gleich mal auf das meine Garmin Uhr welche ich zur Navigation verwende nur zu 20% geladen war. Kein Thema ich hatte ja eine geladene Powerbank dabei. Zusätzlich habe ich dann noch die Sonnenbrille Zuhause vergessen und die ersten 200m bin ich ohne aktiven Polarstep tracking losgelaufen. Zum Glück war das heute nur der Testlauf für die kommenden 3 Wochen. Kann ja nur besser werden ;-) Auf dem Weg lief mir heute ein Reh und eine Gams über den Weg, wobei die Gams ein paar gefährlich Steine auslöste die vor mir dem Hang hinunter sausten. Die ca. 1000hm die es zu Beginn abzusteigen gibt führen über einen schönen Waldweg hinunter nach Vaduz. Kurz vor Vaduz begegne ich einem Schweizer der ebenfalls gerade die Via Alpina in Angriff genommen hat. So begeben wir uns nach einem kurzem Stop im Tourismusbüro von Vaduz gemeinsam auf den Weg nach Sargans. Der Weg nach Sargans war unkompliziert und verlief überraschenderweise nur über wenige asphaltierte Straßen. Ein kleiner Höhenweg gab uns dabei einen Einblick in die vielen Bunker und Schießanlagen die in der Schweiz gut versteckt in die Berge gebaut wurden. Nach einem Stopp im Schloss Sargans trennten sich unsere Wege und ich machte mich auf dem Weg eine schweizer SIM Karte zu organisieren. Bei der Post wurde ich dann fündig bevor ich mich mit dem Bus wieder auf dem Weg nach Hause machte. Die nächsten zwei Tage ist noch arbeiten angesagt bevor es dann am Wochenende richtig losgeht. -
Zeitraum: 28.06.-15.07 (16 Tage netto) Von/Bis: Gaflei - Montreux Kilometer: ~390 km Höhenmeter: ~24000 hm (Anstieg) Ausrüstung: Base Weight 6kg (95% identisch wie zuletzt auf dem Sultanstrail mit kleinen Einsparungen; Link: https://lighterpack.com/r/33p9k7) Temperaturen: 6°C bis 32°C (geringste Temp. bei Übernachtung auf 1800m ermittelt im Zelt) Info zur Strecke: Die grüne Via Alpina ist sehr bekannt und man trifft regelmäßig auf Wanderer auf der Strecke. Wobei ein Großteil nur kleine Teilabschnitt bzw. Tagesetappen laufen. Die Strecke ist ab Juli fast schneefrei somit problemlos begehbar. Des Weiteren sind so gut wie alle Hütten / Alpen ab diesen Zeitpunkt offen. Es gibt leider keine offiziellen gpx Tracks zur Route, zumindest konnte ich keine finden. Die Tracks im Internet auf Komoot & viaalpina.org sind fehlerhaft und entsprechend nicht der offiziellen Route. Die Beschilderung ist jedoch sehr gut. Edit: Die GPX Daten von Waymarked sollten stimmen, Danke Markus für den Hinweis: https://hiking.waymarkedtrails.org/#route?id=12359033 (Fehlt lediglich der erste Teilabschnitt von Gaflei bis in die Schweiz nach der Grenze) Trinkwasser: regelmäßig kommt man an Brunnen vorbei bzw. steigt fast täglich in ein Dorf ab. Lebensmittel: Jedes Dorf hat zumindest einen kleinen Laden, wenn auch nicht günstig. In touristischen Gebieten wie z.B. Grindelwald sind diese auch den ganzen Sonntag offen. Apps: SwissMobile: beinhaltet alle Teilabschnitte der Route; funktioniert nur online (Edit: mit Abo auch Offline!; siehe auch ergänzende Infos von Birgit) Swiss Topo: wichtige App, da neben den Wanderwegen auch alle Schutzzonen eingezeichnet sind! Dafür unter Kartenmaterial > Register Profi die Karte entsprechend einrichten SAC-CAS: nur beschränkt nutzbar ohne Mitgliedschaft, sonst sehr umfangreiche Alternative SwissMeteo: bestes App für den Wetterbericht inkl. Regenradar und Unwetterwarnung. Alles dabei von Waldbrandgefahr, UV-Index bis Pollenbelastung. Sobald ihr einen Ort als Kachel hinzugefügt habt bekommt ihr sofort eine Warnung wenn sich in der nächsten Stunde ein Gewitter sich nähert. Sim-Karte: Wenn der eigene Anbieter keine dazu buchbare Pakete für die Schweiz anbietet, der greift am Besten auf Schweizer Anbieter im Netz von Swisscom oder Sunrise zu. Dabei gibt es günstige Anbieter welche Prepaid Tarife anbieten. In meinem Fall habe ich in Sargans am Postamt (gleich in der Nähe des Bahnhofs) eine Simkarte von Yallo gekauft (Sunrise Netz). Prüft am besten vorab welches Tarifmodell ihr gerne hättet und kauft das notwendige Guthaben dazu und schaltet den Tarif frei bevor ihr das Internet am Handy aktiviert. In meinem Fall gab es ein Angebot für 30€ 4 Wochen lang 10GB inkl. 1000 Freiminuten. Kosten: Die Schweiz ist teuer, speziell wenn ihr in kleinen Geschäften einkauft oder regelmäßig einkehrt. Ich bin nur 3x in einer Hütte übernachtet sonst entweder auf Campingplätzen oder wild campiert. Wichtig achtet darauf das eure Bank euch einen seriösen Wechselkurs (laut EZB) verrechnet und lässt alles über über eure Bank/Kreditkarte in CHF verrechnen. Die angebotenen Wechselkurse sind reine Abzocke und beinhalten meist um die 4-5% Aufschlag. Nicht nur an Bankautomaten sondern auch an den Bezahlterminals an der Kassa werden ihr mit dem Vorschlag der Konvertierung in EUR konfrontiert. Meine persönlichen Kosten lagen bei ~930€ für 16 Tage (ohne An & Abreise mit dem Zug) Das kurz als Überblick, nachfolgend gibt für jeden Tag einen kurzen Beitrag, viel Spaß.
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Hallo Markus, ich bin gerade gestern von meiner Tour durch die Schweiz zurück gekommen. - Du kannst mich direkt anschreiben wenn du zu Abschnitten Fragen hast bzw. ich schick dir einem privaten Link zu meinem Polarstep Trip. Bzw wenn du einen Account hast kannst du mir einfach folgen. - Du wartest bis ich die nächsten 2-3 Tage den Trip hier veröffentlicht habe. Da kriegst du einen guten Überblick über Highlights und überflüssige Abschnitte.
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Suche alpinen Weg/Region für Trekking/Wildcampen / ~100km
ma11hias antwortete auf Nero_161's Thema in Tourvorbereitung
w schließe mich mit der Empfehlung an. planne diesen Sommer den grünen Abschnitt der via alpina zu gehen. Klar muss man dort etwas schauen damit man möglichst über der baumgrenze ist oder einen vorgesehenen camping Biwakplatz findet. Gibt es aber einige entlang der Strecke. bezüglich Biwakieren in Österreich möchte ich ergänzen dass es sehr Bundesland abhängig ist. z.b ist das Übernachten auf Berggipfeln in Vorarlberg zu Beobachtung des Sonnenaufgangs ein beliebtes Hobby. Generell ist man hier entspannt sofern man nicht mitten im Wald campiert. -
Ich war damit letztes Jahr von Wien bis Istanbul unterwegs siehe auch Reiseberichte -> Packliste. Baseweight für den Rucksack war ca. 6kg + 3L Wasser und meist 1kg Nahrung. Also generell bin ich 95% der Zeit mit max. 10kg unterwegs. Das maximale war wahrscheinlich so 11,5kg was ich kurzfristig mal geladen hatte.
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Ich verwende auch den Agilist und bin sehr zufrieden damit. Grundsätzlich ist die Polsterung nicht notwendig jedoch hatte ich auch schon sichtbare Spuren vom Tragen im Bereich der Hüfte, wenn auch nicht irgendwie schmerzhaft. Kann halt bei 10kg und nur einem Tshirt schon mal ein paar leichte Spuren hinterlassen. Wegen der Größe, ich bin trotz 1,73m auf die Größe S gegangen. Wahrscheinlich wäre der M auch noch knapp ausgegangen jedoch hatte ich gelesen dass der Rucksack relativ knapp über dem Gesäss zum liegen kommt, was der eine oder andere als unangenehm empfand (Reibung). Daher am Besten gleich mal prüfen beim ersten Probetragen.
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Fotoabenteuer auf dem Kungsleden | September 2022 | Kvikkjokk -> Abisko
ma11hias antwortete auf dermuthige's Thema in Reiseberichte
wow richtig schöne Bilder und noch richtig gut erzählt. Da freut man sich auf den nächsten Tag und die Fortsetzung- 57 Antworten
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Ein weiterer Nachteil der mich persönlich sehr gestört hat und auch ein Grund war warum ich zu Isomatten mit geringer Höhe gewechselt habe ist die Position der Ellenbogen. Diese Isomatten sind sehr schmal und die Ellenbogen liegen beim Schlafen in Rückenposition nicht auf der Isomatte sonder meist schon daneben. Das führt zu einem recht unangenehmen Position wenn da ein Absatz von fast 8cm vorliegt. Aber irgendwie scheine ich alleine damit zu sein, da ich davon nie gelesen habe.
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Ja war der Versuch mit dem Fuß nachzuhelfen. Lektion gelernt Wenn einer nicht von Hand rein zu bekommen ist lieber 10cm daneben nochmal probieren.
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Vielleicht hast du recht was den Dreck angeht und ich muss hier etwas entspannter werden. Ich werde auf jeden Fall einen neuen Heringesack nähen, damit der eine große Öffnung hat oder gerollt werden kann. Denn wenn die dreckigen Heringe beim Einführen in den Sack im Randbereich alles verschmutzen hast du dann alles danebenliegende im Rucksack auch verschmutzt. Dazu muss man beim Aufstellen aufpassen das man die Abspannleinen immer von oben über den Hering führt sonst hast du die auch verschmutzt und alles verteilt sich beim zusammenpacken des Zeltes. So einen Portion Lehm im Mesh kann ärgerlich sein.
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Therm-a-Rest-Pumpe mit Akkus statt Batterien
ma11hias antwortete auf kai's Thema in MYOG - Make Your Own Gear
Ich bin jetzt gerade etwas überrascht das die Dinger auf je 1,8V kommen. Normalerweise ist ja der Haken das die Akkus meist auf eine geringere Spannung wie die Batterien kommen. Sprich statt 1,5V nur 1,2V was dazuführt dass die notwendige Spannung für den Betrieb nicht erreicht wird. Würde mich interessieren ob jemand Langzeiterfahrung mit solchen Akkus hat? Ob die wirklich dann die 1,5V Spannung durchgehen liefern. Ich habe noch eine Batteriebetriebene Waage welche 4 Batterien AA verbaut hat. Habe nie Akkus verwendet, da die resultierende Betriebsspannung zu gering wäre. (6V vs. 4,8V) -
Ausrüstung Ergänzend zu meinem Reisebericht gibt es nachfolgenden noch einen Einblick in meine Ausrüstung. Ich habe mir die Mühe gemacht meine Packliste auf Lighterpack zu übertragen. Die Ausrüstung war fast durchgehend gleich bis auf ein paar Kleinigkeiten welche ich in Sofia umgestellt habe bezüglich den kälteren Temperaturen. https://lighterpack.com/r/33p9k7 Equipment Ergänzung: Schuhe: 1 Paar Altra Lone Peak 6: War super zufrieden jedoch lässt ab 500km langsam die Dämpfung nach 1 Paar Merrell Moab 3 Mid GTX: War eine Notlösung, da ich in Belgrad keine Altras bekommen konnte, waren nicht wie beworben Wasserdicht und die Einlagesohle musste ich Austauschen da diese Schmerzen verursachten. Wurde in Sofia trotz gutem Zustand wieder durch einen Altra ersetzt. 1 Paar Altra OLYMPUS 5 HIKE MID GTX: guter Schuh, jedoch fällt er ca. eine halbe größer kleiner aus wie die Lone Peaks: Probleme macht der Obere Abschluss der gerne im Bereich des Schienbeins Druck ausübt. Durch speziell Bindung konnte ich dass gut ausgleichen, über die Zeit wird der Schuh weicher und die Thematik erledigt sich. Der Schuh ist 100% Wasserdicht, hatte keine Probleme. Mit der Vibramsohle hält der Schuh auch eindeutig länger als ein Lone Peak. Sleeping Pad: Therm-a-Rest NEOAIR XLITE: Die Thermarest Xlite hat mich leider auf halben Weg im Stich gelassen. Plötzlich hörte am Morgen nach dem Aufwachen einen Knall. Die letzten zwei Kammern waren plötzlich verbunden zu einer großen Kammer. Leider blieb es nicht dabei und in der nächsten Nacht kamen zwei weitere Kammern dazu, was es fast schon unmöglich machte darauf zu schlafen, somit musste diese in Sofia ersetzt werden. Habe Thermarest angeschrieben und die haben auch Ersatz geschickt aber mein Vertrauen in die XLITE ist dahin. Thermarest ProLite Plus: Mein Ersatz für die Xlite mit der ich dann richtig glücklich war. Kein langes Aufpumpen mit einem Pumpsack, keine Lärmen bei jeder Drehung, keine glatte Oberfläche und ich konnte trotz der geringen Dicke richtig gut darauf schlafen. Macht fast 300g mehr aus, ich kann zwar auf den Pumpsack verzichten, der macht aber nur wenig aus. Die Isomatte hat neben dem Gewicht auch einen weiteren großen Nachteil gegenüber der Xlite und dass ist ihr Packmaß. Die braucht einfach richtig viel Platz im Vergleich. Hat eigentlich jemand Erfahrung mit der Small Variante davon? Also die Beine würden nicht mehr aufliegen, dafür z.B auf dem Rucksack oder auf dem Sitzkissten? Wäre vielleicht eine Lösung um etwas Platz und Gewicht in Zukunft zu sparen. Heringe: Verwende eine Mischung aus Groundhogs und Toaks Titanium Heringen. Jedoch brachte ich es fertig einen der Groundhogs zu verbiegen. Habe dann noch günstige Aluminium Ersatzheringe in einem Decatlon gekauft welche ich ganz praktisch fand sofern kein hohen Windgeschwindigkeiten vorausgesagt waren. Den was mich an den Groundhogs am meisten nervt ist wie viel Schmutz an denen anhaftet. Komplett verdreckt die einzupacken geht einfach nicht wenn man über Wochen/Monate auf dem Weg ist. An warmen Tagen ist das ganze noch entspannt aber wenn die Morgentemperaturen an die Null Grad gehen und alles Nass ist macht dass keinen Spaß. Wie hält ihr die sauber bzw. kriegt ihr die Flott sauber? Runde bzw. Quadratische Heringe sind sofort sauber und daher völlig unkompliziert. Wanderstöcke: Komperdell Carbon C3 Pro: War ganz zufrieden mit den Wanderstöcken. Evtl. eine Schnellhalterung am Rucksack um die schnell weg zu packen ohne den Rucksack abnehmen zu müssen wäre noch genial. Einzige Schwachstelle liegt in den Verschlusssystemen solchen Wanderstöcken. Sie funktionieren zwar immer noch aber man muss die Einstellschrauben immer Nachjustieren und wenn die nur ein wenig zu locker sind rutschen die durch. Im Neuzustand war das noch kein Thema, einmal einstellen und das wars. Ähnliche Erfahrungen? Gibt es da günstige Möglichkeiten nur die Verstellsysteme auszutauschen? sonstiges beschädigtes bzw. kaputtes Equipment: - 1 T-Shirt (welches ich täglich getragen habe, hat bis auf ein paar Löcher bis Istanbul gehalten) - 1 Paar Socken (Rohner Socken sind Spitze was Komfort angeht halten aber bei mir nur für ca. 1500km) - kleine Beschädigung im Mesh von Zeltwand - Fjällräven Herren Hose Abisko Lite (War ab Sofia im Einsatz leider sind die Gurtschlaufen nicht langlebig)
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Griechenland / Türkei: Bevor es in die Türkei gehen sollte gab es noch einen kleiner 2-tägiger Abschnitt durch Griechenland zu bewältigen. Die Überquerung der Grenze in die Türkei hatte Dank dem aktuellen Spannungen zwischen Griechenland & Türkei seine Tücken, so dass ich nur Dank einer Mitfahrgelegenheit nach Edirne in die Türkei kam. Nach sehr vielen kleinen Bergdörfern und wunderschöner einsamer Landschaft erschlug mich das Treiben in Erdine fast. Nach dem ich die Stadt verlassen habe wurde mir auch langsam bewusst, dass sich meine Reise leider dem Ende nähert und entsprechend entspannt ging ich die Tage in der Türkei an. Auch wurden die Tage kürzer und die Menschen luden mich regelmäßig zum Tee ein, so dass größere Distanzen gar nicht erst möglich waren. Denn um so kleiner die Orte um so gastfreundlicher und hilfsbereiter waren die Menschen dort. Meist gibt es in jedem Dorf jemanden der im Ausland gearbeitet hat und so etwas Englisch oder Deutsch spricht und sonst muss ein Übersetzungsapp aushelfen. Ich hatte mit dem Wetter nochmals richtig Glück da es zu keiner Zeit regnete und somit die Feldwege sehr einfach passierbar waren. Bei starken Niederschlag wäre der Türkeiabschnitt viel schwieriger gewesen, so war es dann doch bis auf eine einzelne Etappe eine recht einfacher Weg bis nach Istanbul. Am Ende meiner Reise angekommen verblieb ich dann noch eine Woche um Istanbul zu erkunden bevor es per Flugzeug zurück nach Hause ging. khyal hat diesen Beitrag moderiert: Edit Khyal (edit und nicht extra Beitrag, damit auch alle Likes schoen bei ihm landen....) Normalerweise moechten wir Mods ja nicht, dass z.B. im Forum nur ein rel kurzer Teaser steht und dann auf externe Quellen verlinkt wird fuer Clickbaiting usw, die Inhalte sollen ja schliesslich im Forum stehen, aber @ma11hias hat ja nun den Reisebericht toll erweitert, macht richtig Appetit auf den Trail und da moechte ich als "Ausnahme" doch mal erwaehnen, dass Auf seiner Seite bei Polarsteps noch viel, viel mehr Bilder eine noch viel laengere Beschreibung ist und man daneben auf einer eingebundenen OSM-Karte genau die einzelnen Etappen usw gut nachverfolgen kann.
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Bulgarien: Der wohl schönste und beeindruckendste Abschnitt meiner langen Reise. Nach dem ich die serbische Grenze überschritten habe, zauberte mir die vor mit liegende hügelige Landschaft ein breites Grinsen ins Gesicht. Nach so vielen eher flachen Kilometern freute ich mich riesig auf Bulgarien und dessen Berge. Von der Grenze sind es nur wenige Tage bis nach Sofia wo ich dann ganze 4 Nächte verbrachte um einerseits Sofia zu sehen und auch meine Ausrüstung zu erneuern. Hier könnt ihr was Ausrüstung betrifft wirklich fast alles bekommen was sonst auf diesem Trip kaum bis gar nicht erhältlich ist. Das Wetterglück war dieses mal auf meiner Seite. Fast auf den Tag genau erwischte ich den Start des so genannten bulgarischen „gypsy summer“, ein perfektes 2-3 wöchiges Zeitfenster im Herbst welches trotz kühlen Nächten für sehr warmes und trockenes Wetter sorgte und sich perfekt eignete die Berge vor Wintereinbruch zu überqueren. Nach dem ich meine Ausrüstung auf Vordermann gebracht hatte und Nahrungsmittel für ca. 3 Tage eingepackt hatte ging es in den frühen Morgenstunden los in die Vitosha Mountains hoch auf den Cherni Vruh (~2300m) um von dort in die Rila Mountains zu gelangen. Die Rila Mountains sind die höchsten Berge des Balkans und während der Hauptsaison im Sommer entsprechend gut besucht. Jedoch ist im Oktober nur noch sehr wenig los und man kann stundenlang alleine auf dem Weg sein. Bis Mitte Oktober sind auch noch viele Berghütten geöffnet so dass man dort eine warme Mahlzeit einnehmen kann oder auch ein warme Unterkunft findet. Hier in den Bergen empfiehlt es sich ein paar Worte bulgarisch zu lernen, denn Internet ist oft nicht verfügbar und englisch sprechen viele Hüttenbetreiber nicht. Innerhalb von 5 Tagen überquerte ich die Rila Mountains und stieg nach Yakoruda ab. Neben perfektem Wetter wurde ich auch mit guter Fernsicht belohnt und konnte von der beeindruckenden Landschaft nicht genug bekommen. Nach der Überquerung der Rila Mountains ging es für die nächsten 2 Wochen durch die Rhodopen welche sich bis an die Grenze zu Griechenland erstrecken. Speziell in den Rhodopen sollte man etwas Vorsicht walten lassen bezüglich Wölfen und Bären, entsprechend oft trifft man auf Herdenschutzhunde welche einen Versuchen zu vertreiben. Angst vor Hunden sollte man keine haben und im besten Fall immer sein Wanderstöcke in Griffweite um diese auf Distanz zu halten. Die Rhodopen sind nicht so hoch wie die Rila mountains und können auch bei schlechtem Wetter leichter durchquert werden. Jedoch muss im Oktober immer mit kalten Nächte unter 0°C gerechnet werden. Vor allem in den östlichen Rhodopen leben sehr viele Menschen mit türkischer Abstammung, so dass man hier nur mit türkisch weiterkommt. Für alle die ihren Job nicht kündigen können und somit keine 4 Monate Zeit haben empfehle ich speziell diesen Abschnitt welcher durch die Rila Mountains und die Rhodopen führt. Absolut traumhafte Landschaft und über Sofia auch sehr unkompliziert per Flugzeug zu erreichen. Mein persönliches Highlight meiner langen Reise.