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Ultraleicht Trekking

ma11hias

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Alle erstellten Inhalte von ma11hias

  1. Ich bin etwas überrascht das alle die Terrebone so loben. Ich habe mir diese bestellt und gleich wieder zurück geschickt da sich meine Waden wie in einem Kompressionsstrumpf anfühlten. War glaub ich Größe S (1,73cm) Auf jeden Fall nichts für kleinere Männer mit muskulösen Beinen.
  2. Ich hab nur Erfahrung mit Kupferlegierungen und Stahl in additiven Verfahren hergestellt. halten aber genauso gut wie gewalztes Material. Die Kosten werden auch nicht so schnell sinken, das notwendige Pulver ist sehr teuer. Hab aber noch die KI Bard gefragt und die hat folgendes gemeint: In einer Studie der Technischen Universität München wurde die Festigkeit von additiv gefertigten Titanbauteilen mit der von stranggepresstem Aluminium verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass die additiv gefertigten Titanbauteile eine um bis zu 30 % höhere Zugfestigkeit und um bis zu 50 % höhere Druckfestigkeit als das stranggepresste Aluminium aufwiesen.
  3. Bei mir war die Ballenbelastung so groß das nach etwas mehr als 700km die Einlagesohle durch war😂 Man sieht auf den Bildern wie die Sohle aussieht wenn der durch Schuh durch ist, ja an der Ferse ist der bei mir definitiv stark belastet. Was ich aber nicht ganz verstehe bei den ganzen Barfußschuhen wie wandert man den steil bergab ohne die Ferse zu belasten? Stell ich mir schwierig vor... Aber mir geht es wie RaulDuke, ich trage die Schuhe vorallem wegen der Zehenfreiheit und nicht wegen ZeroDrop. Jedoch schätze ich auch einen nicht zu hohen Sohlenaufbau in technisch schwierigen Gelände. Die Gefahr des Umknickens mit schweren Verletzungen verringert sich meiner Meinung wenn der Fuß nahe am Boden ist.
  4. An der Ferse. Man merkt es erst gar nicht so richtig. Jedoch wenn man mehr als 25km am Tag läuft merkt man plötzlich das die Füße am Abend nicht mehr so entspannt sind und ab 700km spätestens Schmerzen die Füße am Abend. Da dämpft dann auch nicht mehr viel. Erst nach einem Wechsel zu einem neuen Paar läuft es sich wieder geschmeidig.
  5. Habe mittlerweile auch 3 Paare Lone Peak 6 durch. Kann nur bestätigen das du mit max. 700km rechnen kannst. Nach 500km geht die Dämpfung steil bergab. Und ich gehöre eher zu den Leichtgewichten. Ich habe auch einen Olympus Hike mid im Einsatz der bereits über 1000km hinter sich hat noch etwas halten wird. Das liegt neben der besseren Dämpfung auch an der Vibram Sohle die etwas langlebiger zu sein scheint. Mich würde vor allem die Meinung von euch zum Mont Blanc Schuh interessieren, hat bereits jemand Erfahrung damit?
  6. +1 fürs das Lunar Solo. Wenn du mehr Platz brauchst und noch ein günstigeres Zelt suchst wäre auch das Lashan 2P eine Option. Wiegt dann halt auch mehr als 1kg.
  7. Ich würde auch zu Naturmateralien greifen. Möchte auf Dauer keinen Kunststoff auf der Haut. Ich verwende im Winter einfach zusätzlich eine Baumwolledecke zur dünnen Sommerdecke. Alternativ geht auch Wolle. Wichtig ist nur eine rauhe Oberfläche der Decke. Sicherlich nicht super leicht braucht jedoch wenig Platz im Vergleich zu dicken Winterdecken.
  8. Ich habe selber einen Agelist und habe so einiges mit diesem auf ca. 3000km mitgemacht. Das Material (bei mir noch vx21) ist wasserdicht und es gibt kaum Stellen wo Wasser wirklich eindringt. Die einzige Schwachstelle wo wirklich Wasser eindringt sind die Nahtstellen an der Rückenpartie. Einerseits wie oben erwähnt weil das Wasser am Rücken hinunterläuft andererseits weil zeitgleich auch entsprechend das Wasser dort nicht abperlen kann wenn es zwischen Rücken und Rucksack gepresst wird. Wenn ich den ganzen Tag mit Regen unterwegs war war dann die Isomatte meistens feucht durch das Wasser was an der Rückenpartie eingedrungen ist. Der Rest ist sowieso immer separat im Liner. Wenn du etwas abdichten willst dann diesen Bereich. Beachte aber auch dass die Naht dort stark durch die Trägeranbindung beansprucht wird und somit wirklich sauber gearbeitet werden muss, dass das langfristig dicht hält. Liner ist trotzdem immer empfehlenswert.
  9. @cozy danke für den Blogeintrag. Super geschrieben, kann gar nicht warten den nächsten Eintrag zu lesen. Machst du dir eigentlich handschriftliche Notizen während du auf dem Weg bist oder schreibst du das erst jetzt im nachhinein alles nieder?
  10. gehört meiner Meinung ganz klar zum BW. Ob ich das Handy im Hosensack in der Schultertasche oder in meinen Bauchtasche trage ist egal, den hochtragen muss ich es. Es hat auch zum Gegensatz von getragen Klamotten eine eher schlechte Gewichtsverteilung am Körper egal wo man es trägt. Daher macht es sich doch mehr bemerkbar als ein zusätzlich getragener leichter Pullover am Körper meiner Meinung. Darüber lässt es sich dann eher streiten ob der Pullover noch BW ist oder nicht.
  11. Ja in diesem Test sieht man gut das man Silpoly von Hersteller A nicht mit Hersteller B vergleichen kann und sogar Chargen stark schwanken. Ich arbeite selber in der Kunststoff verarbeitenden Industrie und spätestens dann weißt man dass das selbe PA66 von zwei Herstellern oftmals leider doch recht verschieden sind. Die Schwankungen liegen wahrscheinlich meistens daran, dass die Zelthersteller nicht das Ausgangsmaterial direkt von Dupont oder BASF beziehen sondern wiederum von Subfirmen welche die Stoffe herstellen. Hier ist dann weniger standardisiert und die kochen alle ihr eigenes Süppchen. Als Beispiel hatten wir zuletzt intern in meinem Unternehmen hinsichtlich mechanische Eigenschaften Bauteilen untersucht welche verschieden eingefärbt wurden. So stellte sich heraus dass die Beimengung von 2-4% Masterbatch zum einfärben die mechanischen Eigenschaften von 5 bis zu 30% verschlechtet hat je nach Farbe die gewählt wurde.
  12. kann mich nur khyal anschließen. wie lange ein Zelt aus Silpoly oder DCF mitmacht hängtunter anderem von der Materialstärke ab. Denn die UV Strahlung wird beim Eindringen in das Material abgeschwächt, so dass zwar die Außenseite des Materials schnell abbaut, jedoch die Fasern auf der Innenseite länger ihre Stabilität bewahren. Grundsätzlich kannst du davon ausgehen das alle Materialien mehr oder weniger bei UV Strahlung abbauen. Jedoch für Leute die ihr Zelt regelmäßig abbauen nicht wirklich ein Thema. hier gibt es einen detaillierten Einblick in eine Testreihe: https://www.garagegrowngear.com/blogs/trail-talk/sun-uv-damage-tents-tarps-slingfin
  13. Ich kann den Aussagen von Wilbo und RaulDuke nicht ganz folgen. Die Aspannschnur vorne sollte meiner Erfahrung relativ lange eingestellt sein um eine sauber Anspannung hinzubekommen. Die habe ich bei mir um ca. 10cm verkürzt eingestellt von der maximal möglichen Länge und hab die seit dem nie mehr verstellt. mein Modell ist von 2021. Verwende eine Stocklänge von ~126cm, lass alle Abspannleinen bis auf die vordere auf max. bei Schönnwetter und zieh die dann kräftig an was ca. 15cm ausmacht und da passt dann alles. Reihenfolge: mach ich aber nie nach Anleitung sonder zuerst die 4 Ecken, muss man etwas auf den Winkel achten und dann die Zeltstange rein und nach vorne abspannen. Stock platziere ich leicht schräg nach hinten und etwas zur linken Seite für besseren Zugang. Zum Schluss dann hinten den Hering rein und alle Leinen nachspannen. Wenn eine Seite durchhängt liegt es meistens daran, dass die Abspannung nicht sauber symmetrisch ausgeführt ist. Schau mal ob der vordere und hintere Hering sauber in Flucht sind und die Abstände zu den Seiten gleich ausfallen.
  14. kann ich auch empfehlen,da einerseits relativ lang und durch die Größe kann man auch leicht schräg drinnen liegen und nochmals etwas länge herausholen. Wichtig ist das du die zusätzlichen Abspannleinen verwendest um die steilen Seitenwände weiter hinausspannen zu können. Berührung der Zeltwand mit dem Schlafsack wirst du aber trotzdem immer wieder haben, da muss halt die Regenjacke als Schutz herhalten. Sonst gabs hier bereits vor 3 Jahren einen Beitrag zu diesem Thema hier: Hierbei wird auch die Website https://www.fitmytent.com erwähnt, welche evtl. hilfreich sein könnte.
  15. Die letzten Etappen nach Montreux sind meiner Meinung nach in Ordnung aber nicht vergleichbar mit z.B. Abschnitten von Lauterbrunnen bis Kandersteg. Es hat nur etwas besonderes wenn man mit Blick über den Genfer See die Wanderung beendet. Könnte mir also auch gut vorstellen du beendest deine Route in Lenk. Manche würden sagen die ursprüngliche grüne Via Alpina endet eh dort und nicht in Montreux. Denn von dort kreuzt sich die Strecke der Roten Via Alpina die weiter nach Nizza führt. Ich würde mir vielleicht die letzten Etappen nach Montreux als Notlösung offen halten, falls das Wetter schlechter ist als geplant, da diese einfacher sind und nicht so hoch. Siehe nur Hinweis von mir bezüglich Aufstieg nach Tanchin. Dann kannst du umdisponieren.
  16. Hallo Jan, also ein Start ab Meiringen ist sicher möglich und du kommst in den Genuss der schönsten Abschnitte. Ich fand aber den Abstieg vom Jochpass bis Meiringen sehr schön. Du kannst zum Start auch den Lift von Engelberg hoch zum Jochpass verwenden. Anfang September müssten die auch noch alle im Betrieb sein. Bei den zu erwartenden Temperaturen musst du auf jeden Fall einen besseren Schlafsack einpacken. Ich habe in meinen Bericht die Temperaturen die im Juli gemessen habe angegeben. 6°C im Zelt auf 1800m waren die kältesten Temperaturen. Je nach dem wie hoch du campieren willst musst du im September auf jeden Fall mit Temperaturen um die 0° Grad rechnen und evtl. mit ersten minus Grade. Achja und beachte das die GPX Tracks auf Komoot teilweise von der orginal Via alpina Abweichungen aufweisen. Siehe auch Hinweis in meinen Bericht.
  17. Tag 16: La Tanchin (Rossinière) - Montreux Bereits kurz vor 6 war ich wach. Ein kurzer Blick nach draußen und ich konnte das erste Leuchten der aufgehenden Sonne hinter den Bergen sehen, der perfekte Zeitpunkt um den Sonnenaufgang die nächsten Minuten zu beobachten. Der gewählte Platz hatte nicht nur eine traumhafte Aussicht sondern kennt so was wie Kondensation nicht, alles war trocken sogar die relativ hoch gewachsen Wiese die mich umgibt war komplett trocken. Was gibt es schöneres als ein trockenes Zelt weg zu packen. Nach dem Frühstück ging es dann bereits um viertel vor 7 los, so dass ich heute Nachmittag spätestens 16 Uhr in Montreux sein sollte. Da es noch relativ kühl war kam ich rasch voran und erreichte bereits um halb zwölf Rochers de Naye, der Hausberg von Montreux bevor es ~1700hm bis an den Genfer See nach unten gehen soll. Kurz nach dem Abstieg kommt man an eine Weggabelung, der offiziell Weg geht nach links und rechts gibt es einen steileren Weg den ich nicht gefolgt bin. Jedoch solltet ihr ca. 20m dem Weg nach rechts folgen und ihr kommt an einen Pausentisch mit einer spektakulären Aussicht über den Genfer See. Dazu sind dort nur sehr wenige Touristen anzutreffen. Entsprechend legte ich dort eine kleinen Stopp für eine Jause und ein paar Fotos ein. Während ich weiter nach Montreux absteige bilden sich schnell dunkel Wolken die sich um Rochers de Naye konzentrieren. Ich komme mit Glück nur mit ein paar wenigen Tropfen Regen davon, oben am Berg hätte es mich wahrscheinlich voll erwischt. Eine Stunde früher habe ich noch Bilder bei blauen Himmel gemacht, so schnell kann es gehen. Zum Schluss geht es nochmal auf einem kleinen Umweg durch eine Schlucht mit Wasserfälle und kühlen angenehmen Temperaturen. Durch die engen Gassen bis zum Bahnhof und noch weitere 50m und ich stehe an der Uferpromenade. Am Ende laufe ich noch an der Promenade entlang bis zur Touristen Information um meinen letzten Stempel zu holen. Ja auf der grünen Via Alpina gibt es so etwas wie ein Wanderpass der Informationen zur Route beinhaltet und unter anderem Platz für die Stempel. Doch dann fällt es mir auf ich habe den letzten Stempelpunkt mit zwei Stempeln auf Roches de Naye verpasst bzw. vergessen einen Abstecher zum Restaurant zu machen. Ich habe mich eh schon den ganzen Weg über die blöden Stempel geärgert, da diese oft leicht abseits der Route liegen und ich 2x wieder ein kurzes Stück retour gelaufen bin, da ich sie vergessen hab. Was lerne ich daraus, dass nächste mal wenn es wieder Stempelmotive zu sammeln gibt, lass ich es gleich sein.
  18. Tag 15: Gstaad - La Tanchin (Rossinière) Diese Nacht wurde ich einige Male wach, da mein Zelt direkt neben der Bahnlinie stand. So dass nicht nur der Lärm sondern auch das kleine Erdbeben spürbar war, welches der Zug bei jeder Durchfahrt verursachte. Dazu kam, dass es an diesem Ort zu starker Kondensation kommt und bei der leichtesten Berührung Unmenge von Wassertropfen auf den Zeltboden fielen. So stark hatte ich das noch nie erlebt. Gefühlt habe ich einen kompletten Liter Wasser aus dem Zelt entfernt. Dazu haben sich die Schnecken richtig wohl gefühlt, ich habe sicher ca. 10Stk. vom Zelt entfernt. So startete ich erst gegen 9 Uhr und machte mich auf dem Weg zu meinem ersten Ziel Col de Jable machte. Gleich nach dem Verlassen von Gstaad geht es für ca. 1h unangenehm steil nach oben. Doch anschließend ging es über einen sehr schönen Weg der zum großen Teil durch den Wald führte über Col de Jable nach L'Étivaz. Hier legte ich eine längere Pause ein bevor ich weiter aufbrach. Ziel hatte ich keine konkretes ich wusste nur, dass ich heute entweder früh Schluss mache und dann noch 2 Etappen vor mir hatte oder entsprechend spät und morgen dann direkt in einer Etappe bis nach Montreux laufe. Mein erster Versuch scheiterte daran das im Ort Château-d'Oex der Campingplatz voll ausgebucht war. Da meine Powerbank im Eimer ist entschloss ich so lange zu laufen das ich morgen direkt nach Montreux komme und ich mit meinem Handyakku somit in 2 Tagen durchkomme. Also ging es weiter bis Rossinière inkl. kleinem Abstecher zum Bahnhof um meine Wasservorräte aufzufüllen. Leider lief ich nach verlassen von Rossinière auf dem falschen Weg weiter und bemerkte das erst nach einem Kilometer. Zwar führte dieser genauso nach Rochers de Naye jedoch nicht auf der offiziellen Via Alpina Route. Also ging es wieder zurück nach Rossinière und dann über eine frisch gemähte Wiese bis zum Waldrand wo die richtige Wegmarkierung zu sehen war. Anschließend ging es ca. 400hm nach oben. Der Weg hoch ist zwar nicht sehr steil jedoch ist er sehr schmal und verläuft parallel nach oben entlang des sehr abschüssigen Hangs. Ein Ausrutscher kann hier schnell mal übel enden. Auf jeden Fall sollte man bei nassen Bedingungen sehr vorsichtig sein oder eine andere Route einschlagen. Gegen Ende sind zwar ein paar Seile angebracht die sehr unpraktisch angebracht sind und den Rest nicht ungefährlicher machen. Doch oben angekommen an der Wegkreuzung La Tanchin offenbart sich ein perfekter Biwakplatz, sofern relativ windstill. Zwar kann es vorkommen, dass hier auch manchmal Kühe sind jedoch waren diese die letzten Wochen definitiv nicht hier. Ich stieg links auf die Anhöhe hoch und platzierte dort mein Zelt. Fast 360° perfekter Rundumblick, perfekt um den Sonnenuntergang zu beobachten und den Feierabend einzuläuten. Es war auch schon höchste Zeit, denn es war bereits 20 Uhr und ich schon ganze 11 Stunden unterwegs.
  19. Tag 14: Lenk - Gstaad Heute dauert etwas bis ich in die Gänge kam. Und nach einer Regenpause verlasse ich um 9 Uhr den Campingplatz Richtung Zentrum von Lenk. Kurz darauf beginnt es zu regnen und ich lege einen Stopp bei einem Café ein. Der Regen wurde immer mehr so blieb ich dort über eine Stunde bis der Regen etwas nach lies. Soviel zu das Wetter wird besser. Zum Glück war die für heute geplante Etappe etwas kürzer, so dass ich nicht besonders in Eile war. Gleich nach dem Start ging es in die Wallbachschlucht die gerade erst letztes Wochenende eröffnet wurde und davor gesperrt war. Auf Treppen steigt man durch die Schlucht und bekommt einen guten Blick auf die herab kommenden Wassermengen. Anschließend ging es hoch in Richtung Trütlisbergpass wo ich einem Schweizer aus Lausanne über den Weg laufe. So ging es gemeinsam hoch im Regen und wenig Sicht mitten durch das ganze Sumpfgebiet. Meine Schuhe waren eh von gestern noch feucht, da störten die überschwemmten Wege heute auch nicht mehr. Auch heute freuten sich die Bergsalamander über das schön feuchte Wetter. Am Pass oben hatten wir Glück und bekamen einige Murmeltiere zu Gesicht. Durch die Kälte und der manchmal noch leicht einsetzende Regen legten wir nur eine kurze Pause ein und machten uns rasch Richtung Tal auf. Auf dem Abstieg kam nach ca. 1h die Sonne raus, so dass wir die letzten 2h Richtung Gstaad noch genießen konnten. Ich nutze noch das schöne Wetter am Campingplatz um meinen Kleidung zu waschen und im Sonnenschein alles trocken zu kriegen. Info: Campingplatz Bellerive: 18CHF
  20. Also wenn ich mich unbedingt reinigen will dann reicht mir auch ein Waschlappen. Aber jeder wie er will. Eine Dusche ist immer nice... Was mich mehr wundert ist das du deinen Quilt in einem Packsack außen am Rucksack trägst. Ich weiß ja nicht aber ich bin so oft schon an zugewachsen Pfade entlang voller Brombeeren oder anderen mit Dornen bewaffneten Pflanzen, da hätte ich Angst schnell ein Loch drinnen zu haben. Außerdem musst du ja immer schauen das der Duschsack komplett trocken ist am nächsten Morgen bevor du alles verpackst. Sollte aber bei schönen Wetter kein Thema sein. Aber ja bitte berichten wie es in der Praxis funktioniert, klingt interessant.
  21. relativ nahe an Wasserdicht sofern es nur Regen ist und und nicht ins Wasser untergetaucht wird ist die Freerain Hip Pack. Nachteil ist der Rolltop welche sicher stellt das kein Wasser reinkommt ins Hauptfach, da das Öffnen und Schließen unpraktisch ist. https://www.matadorequipment.com
  22. Tag 13: Kandersteg - Lenk Die letzte Nacht war sehr unruhig, da einige Gewitter hinweggezogen sind. Von starken Wind, hellerleuchtetes Zelt durch die Blitze oder Unmengen an Niederschlag es war alles dabei. Zum Glück blieb fast alles trocken und alle Heringe am Platz trotz des sehr steinigen Boden der das saubere Fixieren der Heringe fast unmöglich machte. Ab 6 Uhr morgens war der Spuk vorbei als ich aufwachte. Es dauerte eine Weile bis ich alles einigermaßen trocken hatte und das Zelt verpackt war bevor ich aufbrechen konnte. Heute ging es hinauf auf die Bunderchrinde auf fast 2400m. Auf dem Weg kam eine Menge Wasser ins Tal herunter und der Fluss durch Kandersteg schien fast überzugehen. Das nasse Wetter schien den Alpensalamander zu gefallen welche mir zu Haufen über den Weg liefen und ich darauf achten musste auf keine zu treten. Auf dem Weg hinauf wurde ich wieder einmal mit dem Lärm der Schweizer Luftwaffe beglückt. Der Aufstieg war zwar steil jedoch kam ich dank den etwas kühleren Temperaturen rasch voran und erreichte um kurz vor 11 die Bunderchrinde. Von wo man einerseits zum Blümlisalphütte und dem Oeschinensee zurück blicken kann und andererseits einen Blick nach Adelboden hat. Da es oben sehr frisch und windig war stieg ich relativ schnell ab und legte nur eine kürzere Pause ein und erreichte Adelboden um 13 Uhr. Eigentlich wäre die heute Etappe hier zu Ende jedoch beschloss ich die nächste relativ kurze Etappe nach Lenk noch heute Nachmittag zu absolvieren. Nachdem ich im Supermarkt war, etwas gegessen hatte machte ich mich auf dem Weg Richtung Lenk. Kurz nachdem ich den Ort verlassen hatte begann es zu regnen. Als der Regen stärker wurde setzte ich mich unter einen Baum um abzuwarten, jedoch entwickelte sich der Regen zu einem heftigen Hagelgewitter. Der Baum schütze mich leider unzureichend von dem großen Hagelkörnern so das ich mein Sitzkissen als Schutzhelm missbrauchte. Es ging aber an diesem Nachmittag so weiter. Nach dem das Gewitter verzogen war und sogar die Sonne heraus kam stieg ich bis zum Hahnenmoospass hoch. Dort oben gibt es einen Verein für Modellflugzeuge die begeistert ihre Segelflieger im starken Wind durch die Lüfte fliegen ließen. Ich machte mich jedoch gleich an den Abstieg da die nächste Gewitterfront sich näherte. Diese kam dann früher als erwartet und es regnete wieder aus allen Schleusen inkl. Blitze und erneuten Hagel. Zum Glück war ich diesmal unter Dach als das Schlimmste vorüber zog. Die letzte halbe Stunde nach Lenk war dann leider alles andere als schön, der Weg glich einem Bach voller Matsch und meine Schuhe einem Schwimmbad. Ich musste mich sehr konzentrieren um nicht versehentlich auszurutschen und im Matsch zu landen. Und als ich am Campingplatz mein Zelt gerade aufstellte kam die nächste Regenfront herein. Gut dass sich das Wetter morgen etwas bessern sollte. Info: Campingplatz Seegarten: 17CHF Der Abschnitt von Adelboden nach Lenk über den Hahnenmosspass kann man sich eigentlich sparen. Eigentlich wandert man nur durch ein Skigebiet mit wenigen wirklichen Wanderwegen. Ab Lenk kann man statt nach Montreux zu folgen auch auf der roten Via Alpina in Richtung Nizza weiterwandern, wenn man Zeit übrig hat und etwas höher hinaus will.
  23. Tag 12: Bundalp - Kandersteg Nach einem Frühstück breche ich um halb 8 auf um die 1000hm auf das Hohtürli zu bewältigen. Dabei treffe ich eine Schweizerin die mich auf der heutigen Tour begleitet, gemeinsam geht es im raschen Tempo nach oben. Durch den recht steilen Anstieg und den Treppen am Ende erreichen wir schnell an Höhe und erreichen bereits 2h später das Hohtürli bzw. die darüber befindliche Blümlisalphütte auf 2840m Höhe. Der höchste Punkt der Via Alpina, wo wir über eine Stunde verbleiben und die perfekte Aussicht genießen. Ich mach noch einen kleinen Abstecher zum Gletscher rüber um einen Blick darauf zu werfen. Anschließend geht es rasch nach unten und nach ca. 2h erreichen wir einen schattigen Platz am Oeschinensee wo wir eine längere Mittagspause einlegen. Um ca. halb drei verabschiede ich mich und mache mich trotz der extremen Hitze von 30°C an den Abstieg nach Kandernsteg wo ich etwas später den Campingplatz erreiche. Dort bleibt mir noch genügend Zeit mein Zelt aufzuschlagen, die Wäsche zu trocknen und meinen Einkauf zu erledigen bevor es gegen Abend mit viel Regen und Gewitter beglückt werde. Wenigstens kühlt es stark ab so dass ich heute Nacht besser schlafen kann. Info: Campingplatz kostet 22CHF. Platz war am Abend voll ausgebucht. Es gibt es nummerierte Parzellen daher kann es voll sein obwohl noch genügend Platz wäre. Evtl. in der Hochsaison reservieren. Auf dem ganzen Abschnitt von der Blümlisalphütte bis nach Kandernsteg gibt es keine brauchbare Möglichkeit zu campieren. Das campieren um den Oeschinensee ist verboten und wird kontrolliert.
  24. Tag 11: Rotstockhütte - Berghaus Bundalp Frühstück gabs ab 7 Uhr, daher kam ich erst etwas vor 8 Uhr weg. Um kurz nach 9 erreiche ich nach einem steilen kurzen Aufstieg auf 2600m die Sefinenfurgge. Grandiose Aussicht, so lege ich eine kurze Pause ein bevor ich den Abstieg zur Griesalp angehe. Eigentlich wäre es sinnvoller direkt zur Blümlisalphütte zu wandern als den Umweg über die Griesalp zu nehmen, jedoch nimmt der offizielle Weg der Via Alpina den Umweg. Für den Abstieg bis zur Griesalp über Schotterwege die erst im letzten Drittel einem schönen Waldpfad weichen benötige 2h und mache mich auf den Weg zur Oberen Bundalp. Um ca 12:30 kehre ich dort auf Speckrösti mit Spiegelei ein. Nach etwas überlegen beschließe ich heute nicht mehr aufs Hohtürli aufzusteigen und den langen Abstieg nach Kadersteg auf mich zu nehmen. So bleibe ich hier auf der Alpe und genieße den Nachmittag mitten in den Bergen. Gegen 15 Uhr schlägt das Wetter um und es ziehen Wolken auf, die die Sicht oben auf dem Bergkam nehmen. Ich hoffe das wie morgen prognostiziert nochmals eine richtig schöner Tag wird und ich die Tour auf über 2800m mit perfekter Weitsicht genießen kann. Bereits vorgestern in Grindelwald wunderte ich mich warum meinen Powerbank nicht mehr richtig lädt, entweder das Ladegerät hat ein Problem mit der Powerbank oder meine Powerbank ist kaputt. Auf jedenfall kann ich diese nicht mehr richtig aufladen. Leider sehr ärgerlich, denn ohne Strom keine Bilder und GPS Navigation. Da muss ich wohl stromsparen anfangen, wenn ich wild campieren will. Info: Zwischen der Rotstockhütte und Sefinenfurgge befindet sich ein ebenes Teilstück welches sich gut für das Biwakieren empfiehlt. Nach Überschreiten der Sefinenfurgge befindet ihr euch im Jagtgebiet Kiental (Wildtierschutzgebiet) wo campieren verboten ist. Halbpension Bundalp: 53CHF
  25. Also ich bin mit meiner kleinen 100g Gaskartusche durchgekommen. Gehöre aber zu jenen die nur Wasser aufkochen oder maximal ein Fertiggericht 3-4 Minuten aufwärmen. Da kommt man mit wenig durch. Sonst ist die Beschaffung aber sicher leicht. All diese Touristischen Orten habe Sportgeschäfte mit diversen Outdoor Zubehör. Vielleicht bekommst du dann nur eine 200g Gaskartusche statt der 100g aber definitive haben die größeren Geschäfte etwas. Alternativ könnte man noch in den Landi-Shops versuchen, die sind aber eher auf größere Gaskartuschen für den Grillbedarf ausgelegt.
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