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Ultraleicht Trekking

martinfarrent

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  1. Davon auszugehen, dass die 'skills' bei bestimmten Leuten fehlen ist (sicherlich ungewollt) ein bisschen arrogant. Nur aus der Tatsache, dass viele Mitglieder zeitweise einen Ausrüstungsfokus haben, lassen sich mangelnde Erfahrung und fehlendes Wissen nicht extrahieren. Ich kenne z.B. viele Bikepacker, die als Studenten eifrig mit Baumarktplanen, Aldi-Schlafsäcken, Trangias und dergleichen unterwegs waren... und nie erfroren oder verhungert sind. Dann haben sie plötzlich Jobs und Geld und erkundigen sich nach einem Cuben-Tarp. Die einzige Erfahrung, die ihnen dabei fehlt, ist das neue Erlebnis, plötzlich ein größeres Budget verplanen zu können.
  2. Oder auch 10lbs... aber was soll's? Mit € 1.500 erreichst du dieses Ziel garantiert punktgenau, wenn du willst. Und heutzutage meistens sogar recht komfortabel. Und unterbieten musst du's ja nicht. Ergo? Brauchst dann überhaupt keine Diskussion und kein Forum mehr. Warum du's dennoch zuweilen nicht erreichst? Liegt ein bisschen an dir. Liegt ein bisschen an der Tour. Liegt an... Genau da wird's überhaupt interessant. Man erreicht es vielfach nicht, weil man divers touren will! Aber dazu sagst du ja bloß: Nicht alle Touren können UL sein. Und damit nimmst du - natürlich nur meines Erachtens - einige der spannendsten Themen aus dem Forum raus. Könntest du stattdessen akzeptieren, dass X mal einfach mit einem Staika unterwegs ist und trotzdem eine Rucksackfrage hat, trotzdem die leichteste Matte will, trotzdem nur eine kleine Titantasse dabei hat, trotzdem... you get the drift, right?
  3. OT: Großenteils einverstanden, @Freierfall... Allerdings: Wegen niedrigen Basisgewichts mehr Proviant mitnehmen zu können, war eines der ursprünglichen Argumente der UL-Pioniere.
  4. OT: Ja, da habe ich ja drauf verwiesen. Skurka ist ein Typ, der selbst Zeltspanner als zu schwer betrachtet. Aber genau dieser Typ plädiert aus guten Gründen auch dafür, fallweise etwa eine schwere Stirnlampe mitzunehmen. Am Ende glaube ich, dass die von ihm seinerzeit ausgelöste Diskussion mit dazu führte, dass es heute auf BPL so entspannt zugeht.
  5. OT: @Freierfall - Die Ruppigkeit kommt nicht immer nur von einer Seite. Außerdem hat @Fabian.s nachfolgende Frage schon deutlich gemacht, dass die von dir implizit unterstützte Definition nicht (mehr?) überall anerkannt wird. Und wenn dann gar Andrew Skurka seit Jahren gegen 'stupid light' wettert, gleichwohl weiterhin um jedes Gramm Gewicht mit sich selbst feilscht, dann ist es vielleicht wirklich an der Zeit, rein numerische Definitionen zu begraben... oder sie zumindest nicht verordnen zu wollen.
  6. OT: Ich diskutiere schon seit Prä-WWW-Zeiten im Internet und habe die Ignorierfunktion noch nie benutzt. Früher habe ich mich wüst gestritten. Seit Jahren geht's irgendwie ohne. On topic: Carbo-Loading? Ist ja eigentlich für Renneinsätze gedacht. Aber das Essen in den Wochen vor der Tour wäre ja auch ein Thema.
  7. Echt? Ich fresse gerade in den ersten drei Tagen wie ein Monster. Werde nachts im Zelt wach und brauche eine Tafel Schokolade, obwohl ich vor drei Stunden noch pappsatt vom Abendessen war.
  8. OT: - Habe mir das Footprint dazu gekauft - 250g und sehr robust. - Mir reicht Polycro - wiegt nur 40g und hält viel aus. Kleine Risse klebe ich einfach mit Duct Tape. Und dann geht's weiter. Kein Streit. Wozu? Alle Infos und Meinungen stehen gleichberechtigt da. Der Leser als Dritter entscheidet sich selbst - oder fragt erst mal nach. Zumindest einmal probiert er wahrscheinlich sogar die leichtere Lösung aus, verwirft sie oder behält sie.
  9. Ist aber keine erzwungene Pyramide, sondern sechsseitig mit etwas Cat. Steht bei mir also trotzdem ziemlich straff.
  10. OT: Finde dein Unterteilungskonzept nicht schlecht, @dani. Aber Grundsatz-Zoff ist bei BPL ziemlich selten.
  11. @dani OT: Schau dir mal die Nutzung an. Das meiste wird einfach in 'Gear' gepostet... derzeit z.B. haufenweise Winterfragen.
  12. Ja, meine sogar seit 30 Jahren. Habe sie mal an der Nordsee gefunden.
  13. "Beginnt" war hier das Schlüsselwort, @wilbo. Man macht also keinen Bruchtest. Schaue dir mal an, was Carbonpfeile so alles durchmachen (ab ca. 35s): https://www.youtube.com/watch?v=mEOCdQ3faLs Und dann gibt's ja noch Angelruten. P.S. Zu deiner Frage: Ja, der hintere Bereich und die Seiten sind aus einem Stück. P.P.S. Fast alle Leute, die mit dem Lunar Solo eine steile Lernkurve durchmachen, vergucken sich in eine eigentlich nicht vorhandene Regulierbarkeit der Höhe per Trekkingstock. Die Höhe ist aber nach meiner Erfahrung ziemlich fest, und wenn man das erst mal akzeptiert hat, dann verwandelt sich das Zelt in ein Kinderspiel... was beispielsweise auch die Bodenwanne betrifft. Die Carbonstange gehört auch in die untere Öse gesteckt, also nicht schief. Da passt natürlich kein Stockgriff rein - aber der Winkel sollte derselbe sein.
  14. Verstehe ich nicht, @Christian P.. Das Lunar Solo kann relativ viel Wind ab und ist bei mir auch nicht laut, zumindest nicht bei 20 km/h. Ist das Zelt zu schlaff gewesen? Orientiere dich mal probeweise an der Länge der käuflichen Carbonstange von SMD, wenn du mit Trekkingstock arbeitest: 123 cm, iirc. Mit der Carbonstange selbst ist der Rest sehr leicht. Du spannst, bis sie sich zu biegen beginnt. Dann lässt du gerade so viel nach, dass sie wieder gerade ist. Wohlgemerkt: Ich nehme dazu die Stange aus Carbon. Die aus Alu kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Mit dem starren Trekkingstock musst du ein bisschen mehr mit Augenmaß arbeiten. Klappt das bei dir nicht, so könntest du einfach die Stange kaufen... wiegt ca. 50g. Rund 30 Minuten nach dem Aufstellen kann's nötig sein, an den Heringen ein bisschen nachzuspannen. Nachts eigentlich nie - aber wenn, dann von Innen an der Schnur.
  15. Anstoßen am Innenzelt (passiert auch bei 'ausreichender' Größe schon mal) hat mein Schlafsack noch nie durchnässt. Gelegentliches Anstoßen am triefenden Außenzelt (wenn es kein Innenzelt gibt) aber eigentlich auch nicht. Mein Schlafsack war überhaupt noch nie durchnässt, weil so ziemlich jede moderne Außenhülle eine ganze Menge vertragen kann. Es geht also hauptsächlich (meist) darum, ob man das Gefühl des Anstoßens so furchtbar findet.
  16. OT: Nur mal zum Überlegen: Bei BPL klappt's auch ohne Prinzipiendiskussion, weil keiner irgendeine Veranlassung sieht, mit Gewichtsgrenzen einerseits oder Heavy-Orgien andererseits zu provozieren. Man geht einfach davon aus, dass die Leute ihre eigenen Entscheidungen begründen können, dass alle möglichst leicht sein wollen, dass es nicht immer federleicht hinkommt usw.. Liegt vielleicht ein bisschen daran, dass der Anteil der Winter-Tourer ziemlich hoch ist. Liegt aber sicherlich auch an der Unlust, sich ewigen Krieg zu liefern.
  17. Viele nennen solchen Kaffee 'griechisch' - meine Frau auch. Stimmt auch fast. Zum richtigen Mokka gehört aber der Zucker, zusammen mit dem Kaffee zum Kochen gebracht und dann mehrmals erneut aufgekocht. Gefiltert wird nicht. Schmeckt sehr lecker (obwohl ich Zucker im Kaffee sonst nicht mag). Du kannst es zuhause mühelos ausprobieren, brauchst zum Kochen nur ein Gefäß mit kleinem Durchmesser. Als Orientierungsgröße fängst du mit einem Teelöffel Zucker zu einem Teelöffel Kaffeepulver und 50ml Wasser an. Alles zusammen aufsetzen und wie oben beschrieben ca. viermal aufschäumen lassen. Ganz 'authentisch' wird's zwar nicht (dafür musst du den Kaffee staubfein mahlen können, was auch viele Espressomühlen nicht schaffen). Aber einen guten Eindruck kriegst du schon.
  18. @crestfallen - Die Brühweise bestimmt schon, welche Stoffe aus den Bohnen in welchem Maße freigesetzt werden. Sie bestimmt aber natürlich auch, welche Stoffe die anderen geschmacklich übertünchen - und damit den subjektiven Eindruck eines weniger sauren oder weniger bitteren Kaffees usw. erwecken. Denk an Zitronensaft pur vs. Zitronensaft mit Zucker.
  19. Es hat also mit Prinzipien eher wenig zu tun? Sondern nur mit einer numerischen Definition? Dann wäre also ein Mensch, der sich anhand einer kopierten UL-Einkaufsliste ausrüstet und keinen einzigen Gedanken an die Funktionsweise seiner Käufe verschwendet, auf der koscheren Seite? Mein hypothetischer 75jähriger aber - obschon möglicherweise Veteran der Bewegung - fiele durch? Dabei hat er vielleicht sein ganzes Know-how eingesetzt, um das Zusatzgewicht durch seine gestiegenen Wärmebedürfnisse zu begrenzen und kompensieren. Ist aber kein UL-Trekker mehr?
  20. @dani - Ich weiß nicht, ob man an solche Stoffe 'ran kommt. Ich war früher in Terraristik aktiv - da ging es um Schimmel auf Obstfliegenzuchtsubstrat. Ich konnte zum Beispiel eine Scheibe Billig-Toastbrot in die Mischung tun, und die enthaltenen Konservierungsstoffe waren sehr wirksam. Der Hersteller konnte den Stoff also kaufen, Privatpersonen aber nicht.
  21. Okay... dann mal ganz konkret, @dani: Wegen des erforderlichen Schlafsacks landet dieser 75jährige bei 11 Pfund. Ist er noch UL oder nicht? Will sagen: Entweder lässt sich die Zahl flexibilisieren... oder es geht nur um die Zahl und nicht ums Prinzip. Dann brauchen wir aber über Prinzipien nie wieder zu reden. Also: Wie siehst du das?
  22. Och... der Arme.
  23. OT: Dann mal eine Frage, @dani: Bekanntlich verliert man mit den Jahren Kondition und wird kälteempfindlicher. Heißt also: Ein 75jähriger bräuchte erst recht UL, kann es aber nicht schaffen, weil sein Schlafsack zu schwer ist?
  24. Geht doch. Einfach nach dem Prinzip von Zelten wie meinem Lunar Solo - keine doppelte Wand, wohl aber Boden und Insektenschutz, fest an die Kanten und Eingangsseite genäht. (Ob dieses spezifische Zelt dir von der Länge her reicht, weiß ich natürlich nicht. Bin aber 1,83m und nehme es halbwegs an.) Ich begreife eigentlich nicht, warum dieses 'Tarptent-Prinzip' zurzeit ein bisschen out ist.
  25. OT: Yep. Indes nicht zu vergessen: der Preis natürlich auch. Manchmal ist mein superteures UL-Teil zu flimsig, mein superteures UH-Teil eigentlich zu schwer... mein Geldbeutel aber nicht mehr prall genug, noch ein superteures Zwischending zu kaufen. Dann bin ich halt mal suboptimal unterwegs - keine Tragödie. Trotzdem machen Dogmen, auch willkürliche Zahlen, ja für den Autodidakten zumindest pädagogischen Sinn. Wer erst einmal das Limit zu unterbieten gelernt hat, der kann die selbst gesetzten Regeln später sinnvoll lockern. So zumindest bei mir. Ich habe mich über mehrere Jahre an der blöden Zahl abgearbeitet, sozusagen als Wintermarotte. Rein logisch war das Blödsinn. Aber praktisch schuf ich mir damit die Basis für spätere Variabilität, auch nach oben.
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