Reputationsaktivitäten
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Jennypenny reagierte auf EnjoyHike in Neue Ultraleicht-AusrüstungBin auch schon auf die gestossen. Finde extrem viel Werbebla bla und extrem wenig übersichtlich.. vor allem gewicht und Temeperaturangaben.. es steht auch soweit ich sehe nirgends ob das Comfort oder Limittemperatur ist.. das Gewicht ist auch weit hinten versteckt.. matten Info fand ich nicht auf die schnelle eine vernünftige. Alles in allem fand ich die es darum nicht vertrauenswürdig. Etc etc.
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Jennypenny reagierte auf mochilero in Schlafsack kürzen?Ich halte mich für einen "Okay-Näher". Ich habe schon einige Quilts, Daunenjacke, Westen etc. gebastelt - Trotzdem: so ein Projekt wie du das vorhast würde ich NEVER EVER anfangen und zwar aus folgenden Gründen:
a) wenn ich was neu kaufe, dann soll das bitte schön auch passen, wie ich das will. An einem neuen Schlafsack rumschnibbeln - no way! Es gibt ja eine erkleckliche Auswahl an guten Schlafsäcken auf dem Markt in allen erdenklichen Formen und Größen - kann mir nicht vorstellen, dass du da nix findest was passt....
b) die dünnen Stoffe auftrennen nervt voll, man macht leicht was kaputt, dauert ewig (überleg dir warum ich das weiß)
c) wenn du den Schlafsack aufmachst, fliegt dir die Daune überall umher. NERVT VOLL! Wenn der Schlafsack mal befüllt ist, kann man viel schlechter dran arbeiten, als wenn man es nur mit der Hülle zu tun hat...
d) wenn der Schlafsack teilweise befüllte Kammern hat, weil teilweise Daunen entnommen werden und man im Nachhhinein was dazu macht ist es gar nicht leicht eine genaue gleichmässige Verteilung hinzubekommen - man sieht das Ergebnis ja erst wenn die Kammern vernäht sind und alles ordentlich aufgeschüttelt wurde
e) Overfill kann auch schädlich sein. Zu eng gepackte Daune macht auch wieder Kältebrücken (es ist ja die Luft zwischen der Daune die isoliert!), dauert länger beim Trocknen, die Daune wird mehr gequetscht und verschleißt dadurch denk ich schneller (ich habe einen Quilt den ich absichtlich ca 20-30% überfüllt habe, um etwas mehr "Feuchtigkeits-Resistenz-Reserve" zu haben - würde ich so nicht mehr machen)
Ich sehe zwei Möglichkeiten:
1. Passende Ausrüstung kaufen (in der Preisklasse einer neuen Daunentüte würde ich das so machen)
2. Komplett selbst nähen, dann hast du freie Gestaltungswahl (würde ich nicht machen, da viel zu viel Konstruktionsaufwand und man nicht das Rad neu erfinden muss, wenn andere schon tolle Schlafsäcke bauen und weil das Material mittlerweile so teuer ist, dass sich das IMHO überhaupt nicht lohnt)
My 2 Cents...
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Jennypenny reagierte auf Christian Wagner in Schlafsack kürzen?Also ob der sts jetzt der einzige Schlafsack in deiner Größe wäre... Aber sei es drum. Spinnen wir das Gedankenexperiment mal weiter:
Die Einwände von @Kaysind berechtigt, aber es muss ja nicht so sein das das zwangsläufig Mist wird wenn man das so macht wie du vorhast. Wichtig ist, das du eben genug Platz lässt und du dann genügend Raum hast um deine Füße auszustrecken. Ob das unter Ende jetzt wirklich boxförmig ist oder flach wird letztenendes nur auf wenige Gramm Unterschied hinauslaufen. Kältebrücken werden vermieden wenn du erstmal deine äußere Naht machst, und anschließend ein Paar cm innerhalb nochmal absteppst. Dann hast du gleich einen differential cut = Premium- feature😁.
Evtl. Könntest du ja auch den RV mit der Abdeckung unten um die Füße führen dann wird es ein Deckenschlafsack. Kommt aber darauf an wie viel der Schlafsack gekürzt wird und wieviel RV eigentlich "über" ist.
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Jennypenny hat eine Reaktion von Kay erhalten in Schlafsack kürzen?Ja, das klingt alles einleuchtend. Kältebrücke wollen wir definitiv nicht. Danke für deine Gedanken, dann erspare ich mir das und schaue weiter, was ich für Optionen auftun kann oder ob es am Ende auf längeren RV einsetzen hinausläuft. 🙌
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Jennypenny reagierte auf Kay in Schlafsack kürzen?Kannst du schon machen, aber ob das dann deine Erwartungen erfüllt..
So wie ich deine Beschreibung interpretiere, hast du dann eine durchgesteppte Naht anstatt einer Fussbox. Das ist eine Kältebrücke par excellence. Wenn das dein Schlafsack für laue Sommernächte werden soll, ist das natürlich ein kleineres Problem.
Zusätzlich wandelst du eine geräumige Fussbox um in einen engen Falz. Das kannst du an einem vorhandenen Schlafsack ausprobieren. Da deine Füße nun mal im Liegen Platz nach oben brauchen verzieht sich alles etwas, das solltest du dann im Schnitt einkalkulieren. Sonst wird der Stoff zb über den Zehen spannen. Das kann unangenehm beengend wirken, gerade wenn abends die Füße etwas schmerzen oder empfindlich sind. Außerdem ist das wieder eine Kältebrücke, wenn dort die Daune durch den Zug komprimiert wird. So eine konstruierte Fussbox ist schon sehr sinnvoll, daher würde ich die nicht entfernen.
Einfacher wäre es wahrscheinlich einen halben RV durch einen ganzen RV zu ersetzen. Da müsstest du mal nachsehen, wie die RV Abdeckung gelöst ist. Sowohl innen als auch außen. Die musst du bei der Verlängerung mitdenken. Das sieht dann vielleicht nicht mehr so hübsch aus, wenn du da einen anderen Stoff verwendest. Kommt natürlich auf dein Geschick und Geschmack an. Mir wäre sowas sehr egal, Hauptsache warm und ohne Zugluft schlafen. Aber etwas das keinen RV hat mit einem RV zu versehen ist relativ unaufwändig.
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Jennypenny reagierte auf Schwarzwaldine in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread... und morgens sofort hellwach, wenn man in die Schuhe schlüpfen will und auf etwas Kühl-Glitschiges stößt (wobei das ein Zelt war und die Schuhe in der Apsis standen). Aber einer der Gründe, warum ich mich in der Hängematte ziemlich wohl fühle und nie etwas auf dem Boden lasse. Bei Schnecken hört meine Tierliebe definitiv auf.
Wo bist du gerade unterwegs? Gibt es bald wieder einen tollen Reisebericht von Dir?
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Jennypenny reagierte auf Kay in Schlafsack kürzen?Ich denke, dass es keine großen Anforderungen an die Näh-Fähigkeiten stellt, sondern eher ob einem diese frickelige Arbeit Freude bereitet, bzw. ob der monetären Gewinn (oder vielleicht auch der Zugewinn an Näh-Fertigkeiten) ein ausreichend großes Schmerzensgeld für den Aufwand darstellt. Ich habe mich daher dagegen entschieden, als sich mir genau diese Frage mal gestellt hat. Wenn ich etwas in dieser finanziellen Größenordnung kaufe, möchte ich dass es out of the box funktioniert. Und mir erschienen die Änderungen zu aufwändig:
Du musst in der Mitte einen Teil heraustrennen. Oben würdest du sonst die Kapuze wegkürzen und unten die Fußbox. Beides neu zu konstruieren ist sicherlich möglich, würde ich jedoch unter Verschlimmbessern einordnen. Dann musst du die neue Verbindung so gestalten, dass es keine Kältebrücke wird. Der Schlafsack hat eine sich nach unten verengende Form. Wenn du in der Mitte einen Streifen entfernst, dann passen die beiden neuen Kanten von der Länge nicht mehr zueinander. Das ist alle lösbar, nur halt mit Gehirnschmalz und Zeit verbunden. Ebenso muss der RV vorher herausgetrennt und dann neu eingesetzt werden. Je nachdem wie der Spark konstruiert ist, könnte dir das zum Vorteil gereichen, für dein Vorhaben die übrige Daune neu zu verteilen. Im Idealfall kannst du nach Entfernen des RVs alle freiliegenden Baffles mit Daune bestücken und dir zurecht schütteln. Und zu guter Letzt habe ich mir vorgestellt, wie mir das Arbeiten mit Daunen den letzten Nerv raubt. Als Grobmotoriker traue ich mir da einiges an Chaos zu. Ach und wenn ich nur an das Auftrennen aller Nähte denke, schön sorgfältig, der Stoff soll ja unbeschädigt bleiben. 😱
Aber wenn dich das alles reizt und deine Freizeit das hergibt, dann ist das sicherlich ein tolles Projekt. Da kann man viel lernen. Und hat den perfekten Schlafsack.
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Jennypenny reagierte auf Jones in Neue Ultraleicht-AusrüstungOT:
all das Geld für ultraleichte Ausrüstung völlig umsonst ausgegeben!...
https://youtube.com/shorts/fvfvUzy64sw?si=y7rHqXeF1ZTKGIgu
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Jennypenny reagierte auf heff07 in "Trekking Nahrung" aus dem Bio-Regal?!hi mein favorit,
erfordert aufkochen und längeres warmhalten im cosy, es sind aber mhhhhh ----bohnen---- drin.
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Jennypenny reagierte auf Dandelion in AlbanienHey, wir sind mittlerweile in Deutschland, ich war im Krankenhaus und auch die ersten großen Schritte der Verarbeitung haben eingesetzt. Zu allererst danke für euren guten Wünsche. Und dann ja, der Wanderweg ging über das Geröllfeld drüber. Die bauen Grade im Süden sehr viel Fels vom Berg für neue Straßen und Häuser ab und schütten es dann, nicht unweit, ins Meer. Von einem Wanderweg hat selbst die hiesige Polizei nichts gewusst. Streckensperrung Fehlanzeige. Ich denke die haben nicht auf dem Schirm das dort Menschen laufen können, ein gemarkter Trail entlangführt. Ich habe mein bestes getan damit sie einsehen das eine streckensperrung von statten gebracht wird, ob es was bewirkt hat, ich bezweifle es. Auch gab es vor kurzen eine Doku von Terra X wo auf Grunde der Permafrost schmelzen ganze Berge "abkippen"..
Nunja, wir sind wohlauf. Danke an die Community.
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Jennypenny reagierte auf GirlOnTrail in „Barfuss“ durch den Harz… also, nicht buchstäblich barfuss, aber stets minimalistisch in Barfussschuhen.
Ich geniesse das große Glück, direkt im Harz zu wohnen (war Absicht), und bin hier fast jedes Wochenende sowie in meinen Urlauben „on tour“. Aufgrund der Größe dieses schönen, rund 130km langen und sich auf drei Bundesländer erstreckenden Mittelgebirges und angesichts der Tatsache, dass ich gerne auch mal 10 Tage kreuz und quer „durchtrekke“, passt das vielleicht doch schon in „Reiseberichte“. Wenn Ihr mögt, nehme ich Euch gerne ab und zu mal mit in mein Märchenland, dem ich besonders verbunden bin.
Da viele Harztouristen nur noch über Borkenkäfer und die wirklich frappierenden Veränderungen des „Gesichtes“ des Harzes sprechen, ist es mir ein besonderes Anliegen, den „Wald im Wandel“ zu zeigen - denn überall ist Leben, und es wächst schon an ganz, ganz vielen Orten Neues nach. Der Harz bekommt ein anderes Gesicht, als wir es durch die Fichtenmonokulturen gewohnt waren. Es wird ein vielfältiges, etwas wilderes, aber auch ein schönes Gesicht. Man kann über die (wirklich bedrückenden) Kahlschläge und umgestürzten Nadelbaumskelette klagen - oder man kann offen, interessiert und neugierig beobachten, wie sich die Natur dieses Mittelgebirge zurück erobert, und ihm eine robustere, duldsamere, geeignetere Haut überzieht.
Heute gab es ein großes Ründchen im Selketal, mit ziemlich viel „Rauf- und Runter“. Der Ostharz ist geprägt von mehr Freiflächen, Wiesen und Weite, als man es im Westharz antrifft, sowie schon ursprünglich anderem Baumbestand. Auf den zum Teil sandigeren Böden wechseln sich Laubmischwald, aber auch kleine Birkenhaine sowie alte Eichen- und Kastanienbestände ab. Das Schöne am weitläufigen Selketal ist, dass man unweit der bekannteren „Attraktionen“ flugs auf kaum begangene Trampelpfade wechseln und, wenn man das mag, keine Menschenseele treffen kann. Wer ortskundig ist, kann sich dort verlustieren, wo sonst nur die Schweine laufen.
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Jennypenny reagierte auf birgit unterwegs in "Trekking Nahrung" aus dem Bio-Regal?!Und noch eine letzte Empfehlung für alle, denen immer nur normaler Couscous zu langweilig ist bzw. die mehr pflanzliches Eiweiß wollen:
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Jennypenny reagierte auf leo_wandert in Erdnussbutter on Trail - wie habt ihr sie dabei?Ich habe es mit den Apotheken-Dosen gelöst. Die sind zwar nicht wasserdicht, aber Erdnussbutter bleibt drin. In die 400 ml Variante passt ein Glas rein. Zudem passen die 400er Kruken perfekt in den Toaks 400 ml Topf.
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Jennypenny hat eine Reaktion von FuchsVomWalde erhalten in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen Bedinungen@FuchsVomWalde Danke für deinen Bericht! Muss ich gleich in Ruhe lesen. Ich werde demnächst endlich auch mal meinen posten, ich war Ende Juli, Anfang Ausgust dort und es wurde auch sehr nass…
edit: gerade überflogen. Echt nochmal krassere Bedingungen hattest du, Wahnsinn. Und du auch Achillessehnenprobleme! Meine Physiotherapeutin/Pilatestrainerin hat wissend genickt und gesagt: jaja, die Ehrgeizigen, die kriegen zur Strafe Achillessehnenprobleme…
Ich werde mich noch mal in Ruhe durch deinen Bericht wühlen und inspiriert davon den meinen verfassen in den nächsten Tagen. Liebe Grüße!
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Jennypenny hat eine Reaktion von FuchsVomWalde erhalten in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen Bedinungen@BitPoet @Mia im Zelt @FuchsVomWalde und alle anderen tapferen SüdkungsledengeherInnen! huuuh, ich war so lange nicht hier im Forum und habe euren Austausch verpasst. Es war echt schade, dass BitPoet und ich uns auf dem Weg verpasst haben, und ja, es war seeeehr nass.. Tut mir echt leid, dass das so schlimm wurde mit deinen Füßen! Ich hatte auch abgekürzt, aber vor allem, weil ich massive Probleme mit den Achillessehnen hatte. Die Tatsache, dass im Fulufjellet der Weg tatsächlich zum nicht kleinen Teil identisch mit dem Fluss war, kam dazu. Versuche, aufwärts den Wassermassen auszuweichen führten nur dazu, dass ich irgendwann mitten im See stand und im Nebel nix mehr sehen konnte. Das waren die längsten 10 km meines Lebens 😅, ich glaube, ich habe 6 Stunden dafür gebraucht. Danach bin ich dann am Rörsjön abgestiegen und mit dem Bus nach Idre gefahren, wo ich 2 Tage meine Beine ausgeruht und gefuttert habe. Anschlieẞend bin ich mit dem Bus nach Grövelsjön und von da aus mit seehr viel Zeit und ganz langsam den Rest zu laufen, was echt schön war. Gewitter am Rogen, drölf Milliarden Mücken und Sonnenuntergänge deluxe, da war ich echt glücklich. Das Wetter war ok und gemischt, bis Hans zugeschlagen hat und das war tatsächlich ganz schön krass. Ich habe mich nachts gefreut über meinen unfassbar dichten Zeltboden (ich stand quasi im handbreit tiefen Wasser morgens) und habe dann einen Tag in Sylarna abgewettert, in der Fjellstation abgehangen und nette Leute getroffen. Die Flüsse waren sehr stark angeschwollen, ich war bei den Querungen sehr froh um meine Trekkingstöcke. Die letzte Nacht habe ich dann für 80 Kronen auf dem Fußboden in der Blåhammerstation verbracht, weil an Zeltaufbauen nicht mal zu denken war ob des Sturms. Wir mussten zu dritt die Tür aufstemmen dort… Züge fuhren dann erstmal keine ab Storlien, aber die schwedische Bahn ist ja so unglaublich gut organisiert, dass ich mit Bussen und gratis Hotelzimmer trotzdem in 1,5 Tagen in Stockholm war.
Also insgesamt Abenteuer pur. Und ich will möglichst schnell wieder nach Schweden! Mich hat das alles nicht geschreckt, ich habe nur beschlossen, dass ich nächstes Mal zu den wasserdichten Socken noch einen Vorrat an Gefrierbeuteln mitnehme, wenn die Socken den Geist aufgeben. 😁
Liebe Grüße!
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Jennypenny hat eine Reaktion von Kay erhalten in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen Bedinungen@BitPoet @Mia im Zelt @FuchsVomWalde und alle anderen tapferen SüdkungsledengeherInnen! huuuh, ich war so lange nicht hier im Forum und habe euren Austausch verpasst. Es war echt schade, dass BitPoet und ich uns auf dem Weg verpasst haben, und ja, es war seeeehr nass.. Tut mir echt leid, dass das so schlimm wurde mit deinen Füßen! Ich hatte auch abgekürzt, aber vor allem, weil ich massive Probleme mit den Achillessehnen hatte. Die Tatsache, dass im Fulufjellet der Weg tatsächlich zum nicht kleinen Teil identisch mit dem Fluss war, kam dazu. Versuche, aufwärts den Wassermassen auszuweichen führten nur dazu, dass ich irgendwann mitten im See stand und im Nebel nix mehr sehen konnte. Das waren die längsten 10 km meines Lebens 😅, ich glaube, ich habe 6 Stunden dafür gebraucht. Danach bin ich dann am Rörsjön abgestiegen und mit dem Bus nach Idre gefahren, wo ich 2 Tage meine Beine ausgeruht und gefuttert habe. Anschlieẞend bin ich mit dem Bus nach Grövelsjön und von da aus mit seehr viel Zeit und ganz langsam den Rest zu laufen, was echt schön war. Gewitter am Rogen, drölf Milliarden Mücken und Sonnenuntergänge deluxe, da war ich echt glücklich. Das Wetter war ok und gemischt, bis Hans zugeschlagen hat und das war tatsächlich ganz schön krass. Ich habe mich nachts gefreut über meinen unfassbar dichten Zeltboden (ich stand quasi im handbreit tiefen Wasser morgens) und habe dann einen Tag in Sylarna abgewettert, in der Fjellstation abgehangen und nette Leute getroffen. Die Flüsse waren sehr stark angeschwollen, ich war bei den Querungen sehr froh um meine Trekkingstöcke. Die letzte Nacht habe ich dann für 80 Kronen auf dem Fußboden in der Blåhammerstation verbracht, weil an Zeltaufbauen nicht mal zu denken war ob des Sturms. Wir mussten zu dritt die Tür aufstemmen dort… Züge fuhren dann erstmal keine ab Storlien, aber die schwedische Bahn ist ja so unglaublich gut organisiert, dass ich mit Bussen und gratis Hotelzimmer trotzdem in 1,5 Tagen in Stockholm war.
Also insgesamt Abenteuer pur. Und ich will möglichst schnell wieder nach Schweden! Mich hat das alles nicht geschreckt, ich habe nur beschlossen, dass ich nächstes Mal zu den wasserdichten Socken noch einen Vorrat an Gefrierbeuteln mitnehme, wenn die Socken den Geist aufgeben. 😁
Liebe Grüße!
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Jennypenny reagierte auf ChristophW in In Treibjagd geraten - und dann?Um mich (aus tausenderlei Gründen, meine Phantasielevelskala ist da nach oben offen) bemerkbar machen zu können, habe ich immer griffbereit eine starke Trillerpfeife bei mir (heißt Tornado 2000 oder so ähnlich, seeehr laut). Kann man länger als Rufen/Schreien betreiben ohen dabei zu erschöpfen.
Zähle ich nicht als Prophylaxe-Ausrüstung, sondern wenn bereits was verkackt ist.
Happy Trails im neuen Jahr!
Christoph
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Jennypenny reagierte auf Mia im Zelt in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen Bedinungen@FuchsVomWalde Vielen Dank für deinen sehr ehrlichen Erfahrungsbericht vom Südlichen Kungsleden bei richtig schlechten Bedingungen. Ich erinnere mich noch gut an unsere Gespräche, als du auf Tour warst. Die Fotos verdeutlichen die Härte der Bedingungen sehr gut und so habe ich die Möglichkeit, den Trail mit anderen Augen zu sehen. Übrigens wurde in Norwegen ein Mann mit einem optisch ähnlich verletzten Knöchel mit dem Heli gerettet. Die Ursache der Schwellung war hier allerdings ein Unfall.
Dein Bericht zeigt auch sehr gut, wie stark das Wetter den Trail beeinflußt. Gerade die südliche Hälfte empfand ich schon bei guten Bedingungen als nass und immer wieder anstrengend. Nach starken Regenfällen werden Sümpfe zu Teichen und Bäche zu richtigen Flüssen. Der Fluss, denn du furten musstest, hättest du einen Tag (oder vielleicht auch nur ein paar Stunden später) höchstwahrscheinlich nicht mehr wiedererkannt. Auf meiner NPL-Tour konnte ich die Erfahrungen beim Furten ganz gut mit denen der anderen Wanderer vor und nach mir abgleichen, die Bedingungen unterschieden sich teilweise extrem, obwohl der Fluss der gleiche war (z.B.: zw. hüfthoher und knöchelhoher Querung).
Hier ein Tipp: Nach Starkregenfällen rechne ich mit übermäßig hohen Wasserständen und versuche Querungen nach hinten zu schieben, sodass das Wasser mehr Zeit hat um abzulaufen. Damit diese Strategie funktionieren kann, muss man natürlich auch wissen, wo die Querungen zu erwarten sind.
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Zum Tourabbruch: Ich denke, dies ist immer eine schwere und sehr persönliche Entscheidung. Auf dem Südlichen Kungsleden ist man sehr zivilisationsfern unterwegs, wo ein Tourabbruch einfach nicht an jedem Tag möglich ist. Einen Pausentag kann man, dank der vielen Hütten, dagegen bedeutend einfacher einschieben. Bei solch extremem Wetter hätte ich das auf Tour auch gemacht, sofern es vom Zeitfenster her möglich wäre.
Unter diesen extremen Bedingungen wäre mir manche UL-Ausrüstung einfach zu ungemütlich, um eine Tour noch fortsetzen zu können. Da braucht es m. M. nach mehr Reserven, wie z.B. Wechselkleidung und verlässliche Regenkleidung.
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Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich das Wärmeempfinden ist. Um nasse Kleidung in Bewegung zu tragen, wären mir sieben Grad zu kalt, selbst wenn ich Pulli+ Windschutz darüber trage. Da müsste ich das nasse Shirt / die nasse Hose ausziehen, zumindest wenn sie richtig nass wäre. Was nach einer Furt ja zu erwarten wäre. Daher habe ich die Hose meistens ausgezogen, bevor ich gequert habe.
Warum war in Grövelsjön bei dir Schluss mit der Motivation? Hast du abgebrochen oder bist du trotzdem weitergelaufen?
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Jennypenny reagierte auf BitPoet in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen BedinungenDoch, je nach Umgebung, Klamotten und persönlicher Laune mache ich das schon mal. Wenn es warm ist, dann ist es ohnehin kein Thema, und wenn jede halbe Stunde eine Furt wartet, dann ist das Aus- und Anziehen irgendwann nur nervig. So bis 7°C runter geht es ganz gut wenn nicht gerade starker Wind geht, sonst klappt das mit dem Aufwärmen natürlich nicht so. In Bewegung trocknet die Kleidung erstaunlich schnell.
@FuchsVomWalde, danke für den Bericht und großen Respekt! Als ich dieses Jahr Ende Juli auf dem Södra war, da war es ja noch nicht so schlimm (auch wenn 4 Stunden ohne Regen schon ein schöner Tag waren, aber die paar Furten in der oberen Hälfte gingen kaum über den Knöchel). Für mich war aber SoBo in Grövelsjön schon Schluss mit der Motivation.
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Jennypenny reagierte auf ULgeher in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen BedinungenMit schnelltrocknenden Kleidern sollte das schon gehen. Merinoshirts wasche ich manchmal unterwegs und ziehe sie im Zweifelsfall nass wieder an, ggf unter der Regenbekleidung, Windshirt, und was man alles noch hat.
Wenn es draussen richtig fies kalt ist, ist ein Extrashirt sicher eine gute Idee. Ich selbst habe als Puffy immer eine MYOG-Apex-Jacke mit dabei, die kaum feuchtigkeitsempfindlich ist. Diese könnte ich notfalls sogar über die nasse Kleidung anziehen. Diese ist auch eine Sicherheitsmassnahme, falls es dem Daunenschlafsack nach ein paar Regentagen nicht mehr so gut gehen sollte...
Das ist das was ich mit "Reserve" meinte im Post oben. Das kostet zwar ein paar Gramm Baseweight und Packvolumen, ist mir die gewonnene Sicherheitsmarge aber immer wert. Ereignisse wie sie @FuchsVomWalde erlebt hat sind am Ende zu häufig, als dass man sie ignorieren könnte, und können richtig gefährlich werden.
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Jennypenny reagierte auf ULgeher in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen BedinungenEs kommt halt ein wenig darauf an, was für ein Tarp das ist. Ich war auf "beiden" Kungsleden mit einem Trailstar unterwegs, das ja auch eine Art Tarp ist, und fand das recht geeignet, da es sehr windstabil ist und viel Raum bietet, um bei Regen darunter zu sein (inkl. Kochen, Packen, Dinge trocknen).
Oben ein "Sturmsetup" hinter einem Felsen (der Sturm kam dann nicht), und unten ein luftiges Setup mit viel Platz darunter im Wald.
Ich glaube, der Bericht von @FuchsVomWaldezeigt einfach wieder Mal sehr deutlich, dass dieselbe Wanderung je nach Bedingungen komplett andere Herausforderungen stellen kann. Das ist zwar eine Binsenwahrheit, geht aber manchmal vergessen. Ich jedenfalls habe gerne immer etwas Reserve, was Sicherheit angeht (z.B. genug Kleidung und Nahrung, auch für den Fall, dass ich mal festsitze oder Kleidung oder Ausrüstung nass werden und getrocknet werden müssen).
@FuchsVomWaldehat auf jeden Fall meine volle Bewunderung für sein Durchhaltevermögen. Mein einziger Gedanke beim Lesen war, dass mit mehr Zeit und Pausentagen die Wanderung vielleicht mit etwas weniger mentalem und physischem Verschleiss verbunden gewesen wäre. Wobei ich selbst auch immer dazu neige, am nächsten Tag weiter zu gehen, auch wenn mir eine Pause wohl manchmal gut täte. Ich bin unterwegs immer etwas "getrieben" und leider nicht sehr gut darin, Pausentage einzulegen, arbeite aber daran
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Jennypenny reagierte auf Green Freedom in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen BedinungenDer Bericht hat mich wirklich Beeindruckt. Du hast meinen größten Respekt, den Weg trotz den enormen Widrigkeiten, durchgezogen zu haben. Obwohl ich den selben Weg bei besseren Bedingungen abgebrochen hab, verstehe und fühle ich es, dass du diese Risken eingegangen bist, um ihn erfolgreich zu beenden.
Das inspiriert mich auch Schlechtwetterkapriolen in Zukunft auszuhalten.
Mit dem Tarp hast du dir es halt echt noch schwerer gemacht, aber da wurdest du ja vorher schon gewarnt 😁.
Hier noch ein Bild vom Fjäll bei bestem Wetter
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Jennypenny reagierte auf FuchsVomWalde in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen BedinungenVielleicht erkennt jemand sogar meine Furtstelle bei Brunnsätern, zwischen den Hütten Id Persättern und Röskosen. Bei Maps zu finden unter: https://maps.app.goo.gl/ji1BAnrf7bx1g9Yf8 .
Das wäre krass, das in Normalzustand zu sehen.
Auf dem Bild sieht man es vielelicht nicht so gut, aber spätestens bei Maps befindet sich bei "1" ein Steg oder eine Brücke. Das ist genau die Stelle des gezeigten Fotos.
Bei "2" bin ich über die Insel dann auf die andere Seite.
Bei "3" befindet sich eine Brücke, die ich erst nach (!) der Überquerung gesehen habe.
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Jennypenny reagierte auf FuchsVomWalde in Kungsleden Süd vom 15.09.-01.10.23 in Süd-Nord-Richtung - unter seeeehr nassen BedinungenErst Bericht, dann Fotos. 😉 Wer nur Fotos will, scrollt runter.
Lange Jahre habe ich darauf gewartet, endlich ein Zeitfenster zu haben, um den Südlichen Kungsleden im Herbst am Ende der Saison im Indian Summer zu wandern. Das hat insgesamt mehr schlecht als recht geklappt. 😅
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne den Austausch mit Mia im Zelt, die zu der Zeit ihre NPL-Tour machte, die Tour überhaupt durchgezogen hätte.
Woran lag´s? Am Regen. Es hatte vorher schon ordentlich geregnet, aber vor allem in der 1. Woche, zwischendurch und auch am Ende. Letztlich hatte ich von 15 Tagen, 14 Tage mindestens einmal knöcheltief im Wasser gestanden und 6 ohne Regen. Ein Tag bzw. die Nacht war besonders schlimm, da regnete es irgendwas jenseits der 50 l und die Schweden meinten, so was hätten sie noch nicht erlebt - und es war am folgenden Tag die schlimmste Etappe.
Die Vorhersage hatte übrigens zwei eklige Regentage für den Tourzeitraum berichtet.
Die Tour war letztlich mental und physisch das Härteste, das ich je gemacht habe. Auch 1 Monat nach dem Ende bin körperlich nicht regeniert.🤕
Die Planung:
Ich hatte 14 Tage angedacht, aber für Anfahrt, Tour, konventionellen Urlaub und Abfahrt 4 Wochen Zeit gehabt. Ich wollte locker wandern, aber hatte auch die Schließung der größeren Hütten ab Oktober im Blick und befürchtete auch zum Oktober tiefere Temparaturen. Letztlich wurde es durch die Regenfälle 15 Tage mit knapp 24 km im Schnitt. Für die Bedingungen sehr gut, aber auch ein Grund, warum ich immer noch nicht fit bin.
Ich hab mich für die Süd-Nord-Richtung entschieden, um die beeindruckende Berglandschaft um Helags- und Sylarna-Massiv am Ende zu haben. Zudem spart man sich ein gutes Stück an Anfahrt zu Beginn.
Stichwort "Anfahrt": Ich bin mit Auto angereist und das kann in Sälen bzw. am Startpunkt echt heikel sein, denn vor Ort wird alles bewirtschaftet, wofür man ne App braucht, mit der man dann aber auch nur höchstens 6 h parken darf. Erst durch den Supermarkt am Startpunkt hab ich von ein paar unbewirtschafteten Parkplätzen erfahren. Wer mehr in der Saison starten möchte, wird vermutlich Probleme haben, ein Auto unterzubekommen.
Die Rückfahrt gestaltet sich indes problemlos mit Zug bis Brunflo und von dort mit Bus bis Mora und dann wieder mit Bus direkt bis zum Högfjällshotell. Rund 10 h, die ich lieber müde nach der Tour als ungeduldig vor der Tour machen wollte.
Verpflegung:
Da Resupply eher schwierig ist, habe ich mich zu einer Mischform entschlossen: die warmen Mahlzeiten (Knorr-Tüten) habe ich für 14 Tage mitgenommen, alles andere für 1 Woche. Resupply dann teils in der Grensbua und in der Fjällstation Grövelsjön.
Ausrüstung:
Wegen der Sümpfe etc., die auch in normalem Zustand auf dem Weg vorkommen, wollte ich das erste Mal ne lange Tour mit Trailrunnern machen. Das Setup waren Altra Olympus 5 mit Sealskinz und Scoken in verschiedenen Dicken.
Als Rucksack sollte der Lightning dienen, aber der entpuppte sich beim Packen als zu klein. Das hätte man noch durch Anfrickeln retten können, aber ich entdeckte eine Beschädigung, die durch die Rückenstange verursacht worden ist, sodass ich zähneknirschend auf den 1 kg schwereren Exped Expediton 80 ausweichen musste. Vorteil: der ist wasserdicht, wofür ich dann aus bekannten Gründen gar nicht mal so undankbar war.
Dritte spannende Komponente war die mobile Unterkunft, da ich das erste Mal in Skandinavien tarpen wollte. Das erwies sich für die Bedingungen letztlich als Schnapsidee, aber ich hatte auch wenig Glück auf der Tour.
Ich hatte einiges für die Tour umgemodelt und neu gekauft. Im Anschluss werde ich noch ne Gear-Review anfügen.
Bedingungen:
Diese haben sich als superhart entpuppt. Zum Glück konnte ich das mit Mia im Zelt, die den Weg 2 Jahre zuvor gewandert ist, noch auf der Tour abgleichen, sonst hätt ich an meinem Verstand gezweifelt. Schließlich gilt der Südliche Kundsleden nicht gerade als anspruchslos, aber trotzdem nicht sonderlich problematisch. Ich hatte den Outdoor-Wanderführer von Michael Hennemann dabei und ich musste mehrfach furten, wo unter normalen Bedingungen die Querungen nicht mal ne Erwähnung wert waren.
Am schlimmsten und im Grunde schon traumatisch war für mich die Querung irgendeines namenlosen Flüsschens zwischen Id Persättern und Röskosen nach der schlimmsten Regennacht, das so reißend und so tief war, dass ich meine Hündin rüberwerfen musste und selbst bis zum Bauch furtend fast mitgerissen worden wäre. Und ja, das war eine absolut fahrlässige Aktion. Im Nachhinein muss man da eigentlich umkehren und abwarten. Aber hinter mir lagen mehrere Sümpfe, die auch kein Spaß waren.
Ab da an bin ich jede Nacht mit Sorgen ins Bett und morgens mit Sorgen raus, das könne noch mal vorkommen, da diese Stelle weder Im Führer erwähnt wurde noch bei den Berichten, die ich vorher gelesen habe.
Mysteriös ist, dass auf Maps an der Stelle eine Brücke zu sehen ist, die einfach nicht da war.
Abseits dieses kleinen "Dramas" waren die Wege häufig selbst kleine Bäche und ich war oft gezwungen am Rand auf der Vegetation zu laufen, was heftige Verdrehungen im Fußgelenk nach sich zog, sodass meine Achillessehnen ab dem 2. Tag schmerzten. Ab der Mitte der Tour waren die Sehnen spürbar geschwollen und ab Mitte der 2. Woche meine Knöchel davon geschwollen. Die letzten 2 Tage gingen nur mit Schmerzmitteln und bei Ankunft in Sälen war besonders der linke Knöchel faustgroß geschwollen und ich hab 3 Tage gebraucht, um zum Supermarkt laufen zu können.
Ich hab 1 einziges Mal das Tarp genutzt, weil am Helags alle Zimmer mit Hund ausgebucht waren. Sonst musste ich aufgrund der Bedingungen erlaubt oder weniger erlaubt auf Hütten ausweichen. In der 1. Woche war eh alles überflutet oder arg widrig und am Ende war ich auch einfach mental durch und brauchte Wände, wenn ich schon völlig durchnässt war.
Übrigens gab es zu dem Regen sehr häufig Orkanwinde, sodass ich mehrfach drohte, von den Planken geweht zu werden, kein Witz.
Hund
Wer in den wenigen Fjällstationen, die Hunde erlauben, übernachten möchte, muss zeitig buchen. Das kann sich aber gerade beim Thru-hike schwierig gestalten, denn wann ist man da?
Ich habe meine Hündin meist frei laufen lassen. Nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern auch wegen der Bedingungen, denn auf rutschigen Blockfeldern, beim Furten oder bei den schwierigen Wegen, waren meine und ihre Ideallinie sehr unterschiedlich. Grad wenn ich springen musste, war das mit ihr nicht machbar. Das Verletzungsrisiko war beidseitig einfach zu hoch.
Allerdings sollte man den Teil mit den Rentieren ernstnehmen (Grob Grövelsjön bis Gamle Sylan). Man sieht wirklich viele Rentiere! Und sie tauchen gerne auch einfach mal nach dem nächsten Hügelchen auf, weswegen das Anleingebot absolut einzuhalten ist.
Ankunft Storlien:
Ich hab irgendwie kein Tor oder Schild für den Kungsleden in Storvallen gesehen, wo der Weg offiziell endet/anfängt. Die Weiterführung nach Storlien ist ziemlich unproblematisch. Man muss zwar ein Stück Landstraße laufen, aber das ist zum Glück nicht lang.
Als Unterkunft zum Ausruhen ist unbedingt das Le Ski zu empfehlen. Ein Etablissement, dass es schon seit dem 19. Jh. geben soll, meine ich. Jedenfalls innen urig und in unkitschigem Western-Style bietet es leckeres Essen und Unterkünfte zu schwedisch günstigen Preisen. Mit das Beste: gleich gegenüber gibt es für die Norweger einen riesigen Süßigkeitenshop mit Toblerone-Tafeln in Kleinkindergröße. Bestens, um Kalorien nachzuholen.
In längerer Fußweite gibt es auch noch ein Einkaufszentrum.
Fazit:
Die Wanderung bestand nur aus wenigen Genussmomenten. Das, was üblicherweisen am Härtesten genannt wird - das Rogengebiet - fand ich am angenehmsten, denn wo Geröll- und Blockfelder sind, da kann man nicht bis zum Knie einsinken. Ich hab Sümpfe, Moorlöcher, Pfützen, Bäche, Flüsse etc. in allen durchnässenden Varianten und auch in allen Winkellagen erlebt. Wirklich erstaunlich wie es in einem Steilhang sumpfig sein kann.
Nur 1 Tag länger ist an sich ne gute Sache, aber ich wünsche jedem bessere Bedingungen, um besser bei 15-20 km zu bleiben. Ich bin 2x bei 13 km gelandet und bin 3x über 30 km gewandert. Grad letzteres ist einfach nicht zu empfehlen, wenn man das vermeiden kann. Erst mal, um die Natur zu genießen, und dann weil es einfach auslaugend ist und das Geläuf das nicht wirklich hergibt.
Ich habe die Tour hauptsächlich durch die Kapuze erlebt. Ich habe auf den meisten Fjällebenen keine Aussicht gehabt und hatte immerhin das Glück, das Helags-Massiv und die Sicht auf den Rogen ungetrübt erlebt zu haben.
Meine Hündin, die erst 2 Monate zuvor wegen Krebs operiert worden war, hat die Tour bestens überstanden und hat bei der furchtbaren Flussüberquerung mir bewundernswert vertraut. Das ist mit das Schönste, das ich von der Tour mitnehme. Aber auch die netten Begegnungen mit den Schweden auf dem Weg und in den Orten. Auch wenn ich sehr wenig Menschen getroffen habe, waren einige Deutsche darunter, und tatsächlich kennen die meisten Schweden den Südlichen Kundsleden nicht. Selbst wenn man sie auf ihm trifft.
Eigentlich wünsche ich nur, dass niemand ebenfalls diese Bedingungen auf dem Südlichen Kungsleden hat. Letztlich habe ich es geschafft und habe ich mich unterwegs nicht verletzt, was ein halbes Wunder ist.
Impressionen:
Noch frohgemut und bei bestem Wetter.
Eine der wenigen Fjällaussichten. Das macht den völlig falschen Eindruck von der Tour.
Was so idyllisch aussieht, war unangenehm und windig.
Ein wenig Herbstimpressionen. Der Indian Summer war zwar irgendwie da, aber vom Regen auch irgendwie weggewaschen.
Ein Schönwettereindruck vom Mittelteil der Tour. Um Flötningen rum gibt es viel Schotterpiste, die eigentlich doof ist, aber im meinem Falle höchst willkommen war, denn man konnte ausnahmsweise den Kopf beim Wandern ausschalten und Strecke machen.
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Jennypenny hat eine Reaktion von BitPoet erhalten in Södra (Südlicher) Kungsleden SoBo Ende JuliHey @BitPoet, da werden wir uns wohl begegnen Ich starte am 23.7. nordwärts von Sälen aus. Hänge gerade über den Karten und versuche Essensrationen für die Strecke Sälen-Flötningen zu berechnen...
Falls du Lust hast, können wir uns gerne unterwegs über eventuelle und aktuelle heiße Tips austauschen.
Ich hab gesehen, du nimmst Handschuh-Liner und Overmitts mit und werde mein Handschuhkonzept auch noch mal anpassen. Bei evtl. Wind und Dauerregen kriegt man wahrscheinlich ganz schön kalte Finger ohne Überzieher.
Vorfreudige Grüße!