Jules
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Jules reagierte auf Palmyra in PCT Review AusrüstungHallo,
Wie vielleicht einige wissen war ich dieses Jahr vom 19. April bis zum 17. September auf dem PCT unterwegs und wollte eine kurze Rückmeldung über meine Ausrüstung geben um vielleicht dem einen oder anderen weiterzuhelfen.
Grundsätzlich: Ich war streng genommen NICHT ultraleicht unterwegs und habe auch keine Gewichtsangaben o. Baseweight hier in der Liste (Schande über mich) – das eine oder andere ultraleichte Teil ist allerdings trotzdem dabei. Ich möchte keinesfalls euch von meiner Ausrüstung abbringen oder überzeugen sondern einfach meine Meinung dazu geben was angemessen für den PCT ist und was für mich gut oder auch weniger gut funktioniert hat. Sollte ich was vergessen haben werde ich es selbstverständlich ergänzen. Für Fragen weiterer Art stehe ich ebenfalls zur Verfügung, ich würde mich wirklich freuen euch weiterzuhelfen und bei eurer Planung zu unterstützen.
Shelter:
Zpacks Solplex – Grundsätzlich ok, fand ich aber schon grenzwertig klein mit meinen 1,74m, da es oft die Situation gab dass mein Quilt die Zeltwand berührt hat sodass sich dieser mit Kondenz vollgesaugt hat. Bei dem guten Wetter das man (fast) ausnahmslos hat jetzt nicht so dramatisch, bei anderen Trails ist das dann schon weniger Spaß wenn man auch mal andauernd Regen + kalte Temperaturen hat. Dafür natürlich schön leicht, aber da ich in SoCal sehr oft und eigentlich durchgehend von South Lake Tahoe bis Cascade Locks gecowboycamped habe würde ich nächstes Mal auf ein minimales Setup setzten d.h. Tarp + Mückennetz o. Bivy für Oregon (=viele Mücken). Um ehrlich zu sein ist ein Shelter echt alles andere als notwendig für die meiste Zeit aber sollte man natürlich trotzdem dabei haben. Grundsätzlich würde ich allen solltet ihr zwischen zwei Setups schwanken zum leichteren raten – unter gar keinen Umständen braucht man ein freistehendes Zelt o. ä. Bei Heringen würde ich für SoCal auf etwas längere Heringe setzen, da es hier teilweise extrem windig sein kann und mehrfach in der Nacht aufzustehen um das Zelt bzw Tarp wieder aufzurichten ist echt kein Spaß (Ich spreche da aus Erfahrung). Ich bin mit acht Zpacks Shepherdheringen gestartet, davon habe ich jedoch nur zwei behalten für die zusätzlichen Abspannpunkte, ich hatte für die Seiten die längeren MSR Groundhogs und für die Ecken die etwas kürzeren GG Heringe, würde ich so auch wieder machen. Für alles nach SoCal sind Shepherdheringe dann auch wieder ok meiner Meinung nach, nur Wind + sandiger Boden sind da einfach nicht so einfach zu handhaben. Das mit dem horizontal verbuddeln kann dagegen vielleicht auch nochmal helfen, das habe ich aber nicht gemacht.
Schlafsack:
Ich hatte den Hammock Gear 0° Quilt, den glaube ich hier nicht so viele auf dem Schirm haben. An sich super Quilt, gute Qualität, einziges Manko: Es ist unter GAR keinen Umständen ein 0° Quilt, dessen muss man sich einfach bewusst sein. (0° F = -17°C) Vergleicht man den Daunenanteil mit zb. EE Quilts kann man den Quilt eher als 10° Quilt einordnen. Nichtsdestotrotz eines meiner Lieblingsstücke und sehr guter Customer Service sowie schnelle Lieferung etc. Würde ich wieder genauso machen. Auch hier: Solltet ihr zwischen zwei Quilts/Schlafsäcken schwanken würde ich IMMER zu dem mit mehr Daune greifen, denn nichts hat einen so hohen Isolationswert wie Daune. Sollte es am Ende zu kalt werden und ihr müsst z.b. einen Liner oder Fleece ergänzen wird das garantiert schwerer als einfach 1-2 Unzen mehr Daune zu haben. Außerdem verliert so ein Quilt während 5 Monaten Dauerbenutzung auch extrem an Loft. Grundsätzlich muss man aber auch sagen, dass ich als Frau auch einfach kälter schlafe.
Rucksack:
Gestartet bin ich mit dem Gossamer Gear Murmur, an sich ein guter Rucksack, war mir persönlich dann doch etwas zu klein und ist auch nach 250 Meilen gerissen. Man muss aber auch sagen dass ich sehr unvorsichtig und rau mit meinen Ausrüstungsteilen umgehe. Nach 300 Meilen habe ich ihn daher für das 50 Liter Standartmodell von Superior Wilderness Designs umgetauscht. Kein superleichter Rucksack, aber für mich die richtige Wahl, und außerdem sind die beiden Hersteller selbst 2015 den PCT gelaufen und von daher ist der Rucksack sehr durchdacht und genau den Bedürfnissen eines thru-hikers angepasst. Er ist zwar sehr an seine Grenzen gekommen in den Sierras, da ich ihn einfach überladen habe (und musste) mit 11 Tagen Essen + Schneeausrüstung.
Würde ich sehr empfehlen und jederzeit wieder so machen. Den GG Murmur würde ich nur empfehlen bei einem geringeren Baseweight als meinem.
Als Rucksackliner einfach Trashkompactorbags nehmen, die kriegt man in jedem Hardwearstore die muss man halt von Zeit zu Zeit mal ersetzen aber im großen und ganzen halten die alles trocken und sind auch relativ stabil.
Isomatte:
Gestartet mit einer NeoAir Xlite, super raschelig und laut wenn man sich nachts mal umdreht, was alle anderen (inklusive mich) in den Wahnsinn getrieben hat. Hatte dann auch nach 400 Meilen ein Loch woraufhin TAR mir kostenlos eine neue geschickt hat, die dann aber auch nur 500 Meilen gehalten hat. Danach habe ich von TAR einen Loaner geschickt bekommen, während meine repariert wurde. Mit dem Loaner (das genaue Modell kenne ich gar nicht aber auf jeden Fall eine etwas ältere und robustere) habe ich dann den Trail auch beendet. Also die NeoAir würde ich so nicht weiterempfehlen, der Customer Service ist allerdings super. Nächstes Mal würde ich glaube ich die Z-Lite probieren auch wenn ich mit Schaumstoffmatten nicht so viel Erfahrung habe.
Schuhe:
Ich habe genau 4 Paar Schuhe gebraucht, und zwar auch vier mal dasselbe Modell; nämlich Brooks Cascadia 11. Ich war mit denen auch zufrieden, aber die Abnutzung war teilweise schon sehr stark, ich bin da wirklich mit komplett zerlöcherten Schuhen am Ende gelaufen. Ich würde schätzen dass ca. 90% der Leute mit Altras unterwegs sind und habe da auch nie Beschwerden drüber gehört deswegen glaube ich, dass die auch sehr empfehlenswert sind, getestet habe ich sie allerdings noch nicht. Grundsätzlich würde ich in jedem Fall Trailrunner empfehlen, Leute mit schweren Wanderstiefeln sieht man so gut wie gar nicht.
Kleidung:
Socken hatte ich Darn Toughs, kann ich nur weiter empfehlen, da man die fast überall kostenlos umtauschen kann (Vorsicht: Die meisten tauschen nur saubere und gewaschene Socken um)
Ich bin erst mit einem langärmligen Baumwollhemd unterwegs gewesen in der Wüste, was für mich gut funktioniert hat (Ich weiß, Baumwolle ist fürs Wandern eigentlich ungeeignet, aber in der Wüste fand ich das sehr angenehm). Für die Sierras habe ich es dann für ein Icebreaker Shirt umgetauscht was für mich einfach nicht funktioniert hat: Der Abrieb ist einfach viel zu hoch und spätestens nach ein paar Wochen hat man da Löcher drin. Ob Merino oder Synthetik ist in diesem Fall egal denn nach zwei Wochen ohne Dusche stinkt man eh. Ich habe mir in Mount Shasta einfach ein gewöhnliches Synthetikshirt gekauft und bis zum Ende behalten, würde ich wieder genauso machen.
Meine lange Wanderhose habe ich nach den Sierras auch rausgeworfen; Ich hatte Shorts + Regenhose (FroggToggs); meistens aber nur Shorts, erst später in Washington hatte ich die Regenhose gegen Wind und Kälte an. Würde ich wieder genauso machen, es hat mich auch sehr überrascht wie wenig man auch beim Wandern mit Regenhose schwitzt. Gerade FroggToggs sind super atmungsaktiv, billig (kann man in jedem Walmart kaufen) und haben innen eine sehr angenehme Oberfläche. Man muss nur aufpassen dass man sie nicht zerreißt da sie schon sehr empfindlich ist.
Regenjacke war der Quechua Raincut, kann ich nicht viel zu sagen, wurde nicht viel gebraucht (es regnet so gut wie nie), war aber wasserdicht und leicht (genug).
Zum Schlafen hatte ich ein Icebreaker Longsleeve + lange Unterhose, fand ich sehr warm und kuschelig, kann ich weiterempfehlen. Grundsätzlich finde ich Merinokleidung wirklich gut zum Sport zuhause oder halt schlafen unterwegs nur zum Wandern mit Rucksack einfach ungeeignet.
Hatte eine einfache Fleecemütze + Fleecehandschuhe und einen Buff Wool, da kann man glaube ich nicht viel falsch machen.
Meine Daunenjacke war von Goosefeetgear genauso wie meine Daunensocken, hatte ich beides durchgehend dabei und gerade die Daunensocken helfen unheimlich gegen kalte Füße, würde ich immer wieder mitnehmen (als Mann ist dass vielleicht nicht unbedingt notwendig, ich friere allerdings sehr schnell)
Kochen:
Erstmal: Benzinkocher sind auf dem PCT nicht erlaubt, von daher hatte ich den EOE Titanium.
Für mich gut und auch funktional, allerdings habe ich aufgrund der Hitze die meiste Zeit gar nicht gekocht sondern einfach Couscous, Kartoffelbrei, Oatmeal (Ich war aber auch die einzige Person die ich kannte, die Oatmeal als Dinner gegessen hat) kalt mit Wasser angerührt. Nächstes mal würde ich mir das Gewicht von Kartusche + Kocher sparen und stoveless gehen. Für Washington ist ein Kocher vielleicht ganz nett wenn es wieder kalt ist, für die meiste Zeit braucht man den aber nicht wirklich. Mein Topf war eine Snow Peak 450ml Tasse, für mich ausreichend aber grenzwertig klein. Würde ich trotzdem wieder mitnehmen. Außerdem ein Snow Peak Spork aus Titanium und die CF Food Bag von Zpacks. Die ist am Ende zwar fast auseinander gefallen, aber trotzdem ein super Teil.
Flaschen hatte ich einfach die Smartwater & Lifewaterflaschen die man im Supermarkt kaufen kann + eine 2l Platypus für längere Water Carries (das längste waren glaube ich so um die 30 Meilen, in trockenen Jahren geht das deutlich schlimmer meines Wissens nach)
Sonstiges:
Von Campo bis Ashland hatte ich einen Sawyer mini und ich kann nur sagen: Diese Teile sind die Hölle. Nach spätestens ein paar Wochen verstopfen die total und man kann von Glück reden wenn man unter 5 Minuten pro Liter braucht. Das nervt unheimlich, gerade wenn man eigentlich schnell unterwegs sein will und dann immer für eine Ewigkeit stoppen muss. Ab Ashland hatte ich dann aber den regulären Sawyer und ich muss sagen das Mehrgewicht lohnt sich wirklich, da diese wirklich um Welten schneller sind. Tipp: Regelmäßig Backflushen damit der Flow nicht verlangsamt. Als Backup hatte ich immer auch noch ein paar Tabletten dabei, ich glaube das waren die von Micropur.
Ich hatte von Anker den mobilen Akku dabei, das muss man vielleicht nicht unbedingt aber mein Handy hat einfach einen schlechten Akku und gerade wenn man es zur Navigation benutzt war das für mich schon wichtig es immer verfügbar zu haben. Ist natürlich eher ein Luxusgegenstand für viele hier.
Für Sierras + Oregon hatte ich ein Mückennetz für den Kopf + 100% Deet dabei (obwohl ich glaube dass das Zeug nicht ohne Grund in Deutschland verboten ist).
Ich hatte die Camp Corsa Eisaxt + die Black Diamond Neve Crampons, zur Eisaxt: Ich habe die 60cm Variante gewählt die mit 1m74 ok war aber würde bei allen >1m75 zur längeren Variante raten. Nur wenn es tatsächlich extrem steil war, fand ich die Länge für mich ausreichend. Die Crampons sind super aggressiv und spitz (habe auch ein Loch in meinem Rucksack deswegen) und meiner Meinung nach für ein normales Schneejahr der totale Overkill. Ich war froh dass ich sie hatte besonders für Mather + Glenn Pass. Die meisten hatten die Katoohla K10 die auch ausreichend waren. Die wenigen die dieses Jahr (Anfang – Mitte Juni) mit Spikes unterwegs waren, haben sich glaube ich mehrheitlich unwohl gefühlt von dem was ich so gehört habe. In einem normalen Schneejahr würde ich jedoch auch zu Microspikes greifen. Ebenfalls wichtig in den Sierras: Polarisierte (!!!) Sonnnenbrille und auch Sonnencreme + Lippenpflegestift mit dem höchsten Sonnenschutzfaktor den ihr finden könnt. Ich hatte SPF 70 und trotzdem die ganze Zeit Sonnenbrand weil die Strahlung einfach unheimlich intensiv ist gerade wenn sie reflektiert wird.
Wanderstöcke waren von Black Diamond, nächstes Mal würde Ich leichtere mitnehmen, aber ich hatte die einfach schon zuhause rumliegen von daher hat sich die Frage für mich gar nicht erst gestellt.
Mein Bärenkanister wurde mir vom Bear Canister Loan Program kostenlos zur Verfügung gestellt, schickt einfach eine Mail an Jim (Ich kann die emailadresse nahcmal raussuchen falls es Leute gibt die daran interessiert sind) und dann kann man ihn bei Scott, dem Besitzer von Grumpy Bear's in Kennedy Meadows abholen (In KM hat übrigens Yogi dieses Jahr einen sehr guten Outfitter aufgemacht) Ich habe meinen Kanister dann in South Lake Tahoe wieder zurückgeschickt.
Falls ihr sonst noch fragen habt, auch bzgl. Resupply Paketen, Visum, Logistik, Anreise, Planung etc. antworte ich gerne, ich hoffe dass ich einigen weiterhelfen konnte!
Liebe Grüße,
Carla
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Jules reagierte auf masui_ in Heidschnuckenweg 30.5.-6.6.2019Heidschnuckenweg 30.5.-6.6.2019
Auf Wunsch von @Wanderfisch ein kleiner Tourenbericht. Ich habe unterwegs ganz klassisch mit Papier Tagebuch geführt und fürs Forum jetzt noch ergänzt. Bis ich herausgefunden hab, wie ich hier gescheit Fotos einbinden kann ohne die 10 MB Grenze zu sprengen, nur ein Foto...
Der Weg verläuft von Hamburg-Fischbek nach Celle über 223 Km.
Vor der Tour wollte ich unbedingt noch Gewicht reduzieren und erwarb mir kurzfristig ein Lunar Solo. Leider war ich beim Probeaufbau/Nähte versiegeln etwas zu ungestüm, was mit einem kaputten Reißverschluss endete und das 4 Tage vor Beginn. Ne Reparatur bekam ich in der kurzen Zeit nicht mehr organisiert, also musste mein Vango F10 Helium Ul 1 mit. Ein tolles Zelt aber mit 1117 Gramm deutlich schwerer und durch das Solid Inner eher nicht für Sommertouren gedacht.
Der Wetterbericht sagte in der ersten Nacht 5 Grad voraus. Bei kühleren Temperaturen komme ich in Quilts als unruhiger Seitenschläfer nicht klar, egal welche Befestigungsmethode ich verwende. Blieb mir am Ende mein Deuter-Schlafsack. Über ein Kilo für das Ding und wie sich herausstellte völlig umsonst mitgenommen. Naja. Ich landete bei 5,7 Kilo Baseweight.
Tag 1
Los gings 5:44 mit dem Zug nach Berlin. Durchs frühe buchen für 30 Euro von Dresden nach Hamburg. Also das passte. In Berlin fiel direkt mein Anschlusszug aus und überall stand „IC/ICE kann nicht als Ersatz genutzt werden.“ Ich also direkt im Panikmodus. Muss ich jetzt mit der Bimmelbahn fahren? Komm ich gegen Mittag an und kann noch ein paar Kilometer laufen oder schlaf ich direkt in der Bahnhofsmission? Die Nachfrage im Reisezentrum gab Entwarnung und eine Stunde später nahm mich der Zug freundlicherweise auf.
In Hamburg angekommen lief ich planlos auf der Suche nach der S3 umher. Endlich gefunden und Tickets organisiert blieb das Gefährt nach dem ersten Halt stehen und alle stiegen aus. Neeeiiin. Was denn nun schon wieder? Ersatzverkehr... Irgendwie bin ich dann doch in Neugraben angekommen. Noch ein paar Meter von der S-Bahn zum Trail und gegen 13 Uhr betrat ich heiliges Land. So kam es mir zumindest vor.
Wie im Bilderbuch begann der Weg. Schmale, sandige Pfade, weite Ebenen mit Wacholder, alten Kiefern und Birken wechselten sich mit Wald ab. Wunderschön. Gefühlt hatte ich auf den ersten 20 Km schon die Hälfte der eigentlich ausgeschriebenen Höhenmeter für den ganzen Weg erlaufen. War es im Norden nicht viel flacher?
Nach 20 Km wurde es langsam Zeit fürs Abendessen. Wo ist denn mein neuer, völlig ungenutzter StS-Aluminium-Löffel hin? Nicht doch! Bei mir ist Cold Soaking angesagt, aber ohne Löffel ungeil und auf improvisieren oder schnitzen hat ich nun gar keine Lust. Musste eben eine Gaststätte in Dibbersen herhalten, wo ich neben der Nahrungsaufnahme nach Klagen von meinem Löffelleid auch einen selbigen erhielt. Das war nicht Ul, aber dafür sehr nett. Gesättigt musste ich nur noch einen Schlafplatz finden. Meine Hüfte meldete sich auch schon schmerzhaft, aber das kannte ich bereits von anderen Touren
Tag 2
Mein Schlafplatz war ganz hervorragend. Unter einer Buche im Laub und die angesprochenen 5 Grad wollten sich einfach nicht einstellen. Bereits da ahnte ich von meinem unnötigen Schlafsack-Balast.
Gut geschlafen und wieder auf dem Weg sah ich die ersten Rehe auf ner Wiese frühstücken. Ich war verwundert, ob ihres so gar nicht vorhandenen Fluchtverhaltens. Sie schienen eher neugierig zu sein. Nunja. Mein Frühstück hatte ich ja dabei...Ein paar Kilometer später traf ich M. und C. Zwei nette Typen mit denen ich quatschend und Bierdeckel zählend (Wer wirft nur seinen Müll im Wald weg?) nach Handeloh zog. Dort stand der letzte Supermarkt vor dem Wochenende und ich konnte mich nochmal gut mit Lebensmitteln eindecken. Hauptsächlich Instantnudeln mit Fertigsoßen, Makrelen in Dosen und Müsliriegel (Ich habe zusätzlich Vitamin- und Calciumtabletten dabei gehabt.)
Die schmalen Wege bis dahin mochte ich sehr. Kein Vergleich zum Beispiel mit dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland, den ich letztes Jahr lief und der mit Forstautobahnen vollgestopft war.
Ich traf noch zwei weitere Mitstreiter, welche sich erstaunlich gut mit Ul-Ausrüstung auskannten. Endlich mal jemand mit dem ich darüber reden konnte. Leider liefen sie eine Alternativroute, sodass wir uns alsbald trennen mussten. Während ich auf dem Kammweg 300 Km allein lief schien hier doch etwas mehr los zu sein. Die Schlafplatzsuche gestaltete sich etwas schwieriger, als den Tag davor. Letztlich fand ich dann nach ca. 36 gelaufenen Kilometer etwas gescheites, wenn auch zivilisationsnah. Mit Vogelgezwitscher schlief ich ein.
Tag 3
Der Marsch startete kurz vor Undeloh durch prachtvolle, weite Heide. Erstaunlich, dass es Pferde gibt, die dieses trockene Zeug futtern. Wer's mag...Ich aß mein Standardfrühstück: Haferflocken, Trockenobst, Nüsse und drei Löffel Proteinpulver mit Beerengeschmack *-* Sehr zu empfehlen für alle, die mit Milchpulver nicht klarkommen.
Nach „Aufstieg“ (169 m) und toller Aussicht vom Wilseder Berg führte ein grandioser Weg durchs Heidetal. Ich nutzte die Gelegenheit um an einem Bach Wasser fürs Wäsche waschen zu holen. Mit nasser Unterwäsche (lass ich wohl beim nächsten Mal daheim) am Rucksack traf ich wieder auf C. und M. Wir liefen wieder ein Stück zusammen. Der Wald duftete herrlichst.
In Bispingen sprach mich ein älterer Herr, dem ich hin und wieder vorher schon begegnete, an. Ein netter Kerl, der mir gleich seinen Lebenslauf und die Angewohnheiten seines Hundes mitteilte.
Mit 75 Jahren möchte ich auch noch so fit sein und über 200 Km laufen können. Respekt. Er hatte eine Unterkunft und ich nicht, da trennten sich unsere Wege und ich sah ihn auch nicht wieder.
Ich lief und lief ohne einen gescheiten Schlafplatz zu finden. Nach 34 Km und einsetzender Dämmerung musste ich wohl oder übel an einem Abenteuerspielplatz nächtigen. Natürlich spielten noch Kinder dort...Ich bin müde! Geht bitte endlich! Sollte wohl hier mein ansonsten völlig sinnloses Pfefferspray zum Einsatz kommen?
Das Spray kam nicht zum Einsatz (und war zum letzten Mal dabei. 69 völlig überflüssige Gramm), denn ich konnte mein Zelt kurz darauf aufbauen.
Tag 4
Die Nacht war warm und unruhig und über meinem linken Knöchel eine dicke Schwellung. Ich traf zum letzten Mal auf M. und C. Ihre Reise endete in Soltau. An die 30 Grad heute, puuuhh. Die Schmerzen am Knöchel bewegten mich dazu bereits gegen Mittag einen Zeltplatz kurz vor Soltau aufzusuchen.
Wie bitte? 16,80 Euro + Duschgebühren für ne Übernachtung, wo ich meine Unterkunft auch noch selbst mitbringe? Man gönnt sich ja sonst nix.
Es ist stinkelangweilig. Meine Freundin fehlt mir und ich schreibe ihr eine Postkarte. Ich vertreibe mir die Zeit mit Rumlümmeln, Duschen und dem Beobachten einer wilden Elster-Gang, die ihr Unwesen auf dem Zeltplatz treibt. Wenigstens war das Essen gut. Pizza, großer Salat, Eis und ein Liter Apfelschorle. Weltklasse!
Tag 5
Der Morgen und die ersten Kilometer waren sehr schön. Hasen, Rehe und duftender Wald. Ständig raschelte es am Wegesrand. Flitzend kreuzten Mäuse den Pfad. Mein Frühstück am Teich mit schnatternden Enten war toll.
In Soltau (eine schöne Stadt wie ich finde) fiel ich in die erstbeste Apotheke ein, um mir eine Schmerzsalbe zu kaufen. Ich fragte natürlich nach der kleinstmöglichen Tube.
TEOD (Topf Equipment of the Day): Schirm. Vor der Tour gegen Poncho getauscht. Zum Glück, denn es prasselte nun auf mich nieder, ohne das ich nennenswert nass wurde. In Verbindung mit dem ganzen Geblitze und Gedonnere reifte in mir der Gedanke heran vielleicht doch heute eine feste Unterkunft aufzusuchen. Die fand ich auch für 60 Euro die Nacht. Das ist wohl einer der Nachtteile dieser Premiumwanderwege. Auf Tourismus ausgelegt und entsprechend teuer. Trotzdem bin ich froh ein Zimmer zu haben, denn draußen ging die Welt unter und ich konnte duschen. Die ansässige Einkaufsmöglichkeit nutzte ich noch für ein pompöses Abendessen vor dem Fernseher.
Tag 6
Der Morgen nach dem Unwetter gestaltete sich wieder herrlichst. Es roch wundervoll nach Nebel und Nadeln. Der Boden war schön weich und ich sah ein Reh. Am besten fand ich heute den Walderlebnispfad nach Müden an der Ötze entlang. Ein schmaler Weg an einem kleinen Fluss. Teilweise zugewuchert, sodass ein wenig Dschungelfeeling aufkam.
Nach Soltau mehrte sich zunehmend der Asphalt- und Forstweganteil. Es blieb aber im Rahmen. Ich lief durch Faßberg, was durch Bundeswehr mitgeprägt ist. Die südliche Heide ist durch entfernte Explosionen, Schüsse und Soldaten von der nördlichen gut zu unterscheiden. Das sollte man wissen, wenn man diesen Weg läuft.
Nach Faßberg und einem super Weg durch einen kleinen Wacholderwald hatte ich etwa 27 km in den Beinen und noch Zeit für Schlafplatzsuche. Ich bin auch mit dem Schmerz im linken Fuß durch häufigere Pausen und dem Einreiben besser klargekommen. Schön ist aber was anderes. Der Termin beim Orthopäden steht bereits.
Obwohl ich nur 27 Km laufen wollte, sind es wieder über 30 Km geworden, aber dafür hatte ich einen schönen Übernachtungsplatz. Allerdings war es nach 20 Uhr noch so unerträglich heiß, dass ich neben meinem Zelt nur in Unterwäsche auf nem Baumstamm saß und vor mich hinschwitzte. Immerhin: Besser als Unwetter. Nebenbei konnte ich schön beobachten, was so alles im Wald an Kleinstlebewesen rumspaziert.
Tag 7
Am Morgen nahm ich mir vor gemütliche 24 Km zu laufen. Am Ende des Tages waren es 35 km und ich in Dehningshof. Dabei war bis Kilometer 23 bei Weesen noch alles in Butter. Ich hatte keine Schmerzen und bis auf die Hitze und den einen oder anderen Weg war es echt schön. In Weesen angekommen bin ich direkt zu einer Familie an den Garten getreten, um mir Wasser auffüllen zu lassen. Ich musste gar nichts sagen. Die Mutter einfach nur: „Wasser?“ und bat mich ins angenehm kühle Haus. Nach dem Auffüllen gab sie mir noch den Tipp im Weeser Bach die Beine reinzuhalten. Gesagt, getan und es war himmlich! Ich konnte mal den Dreck abspülen, während das Wasser so vor sich hinmurmelte.
Ein paar Kilometer davor gab es ein ähnliches Erlebnis in Lutterloh. Ein winziger Ort, in welchem vielleicht eine Kuh lebt. Ich - völlig durchgeschwitzt (könnte der Titel von einem neuen Animationsfilm werden, find ich) sehe an einer Ecke ne Tafel mit der Aufschrift: „SB-Laden“ an einem Geschäft nicht größer, als eine Bushaltestelle, gehe hinein und erblicke einen Kühlschrank mit Getränken und daneben eine Eistruhe. Ich war völlig fertig. Verdammte 30 Grad da draußen und dann treff ich auf sowas? Gibts das denn? Eine blühende Oase inmitten staubiger Wege? Oh ja!
Nach Weesen dann wollt ich mir nach 2-3 Kilometer eine Stelle zum Schlafen suchen. Pustekuchen. Ich lief zwar noch durch grandiose Heidelandschaft, wurde dann aber von dunklen Wolken und Grollen hinter mir auf Trab gehalten. Gewitter im Wald? Bloß nicht! Schlafplätze? Fehlanzeige! Also weiter 13 Km bis Dehningshof, wo sich dann stark mein linker Fuß bemerkbar machte. Zum Glück war noch ein Zimmer frei. Diesmal „nur“ 49 Euro. Es würde also schon am nächsten Tag bis Celle gehen. Wer hätte das gedacht?
Tag 8
Die letzten Kilometer nach Celle waren langatmig. Schnurgerade Waldwege und wenig Abwechslung. An einer Schutzhütte traf ich noch auf Bundeswehrsolden mit Tarnschminke und in voller Montur. Sah nach einer Übung aus, deswegen zog ich gleich weiter.
TEOD: Wieder die Windjacke, denn es war frisch und bewölkt an diesem Tag.
Etwas sentimental in Celle eingetroffen, suchte ich gleich die Touristeninformation auf, den ich wollte mein Andenken, den Heidschnuckenwegpin, abholen. Es war vollbracht!
Ich hatte ein paar neue Ausrüstungsgegenstände auf der Tour dabei, die sich bewährten.
Die mehrfach angesprochene Windjacke. So praktisch.
Trekkingstock (ja, nur einer)
Dr. Bronner ( Zahnpasta, Deo, Seife, genial)
Schirm
StS Ether Light XT Insulated Women (die erste Matte, auf der ich gut schlafen kann)
TLD Polyground
StS Pillow
Auf jeden Fall fliegen beim nächsten Mal raus: Pfefferspray, Wasserfilter (in Deutschland kaum nutzbar), Unterwäsche, Zelt und Schlafsack Und ich denke es wird endlich Zeit auf Tarp umzustellen und auch mal Touren zu laufen, wo nicht an jedem Baum ein Wegweiser ist.
Ich hoffe mein Bericht konnte etwas Anklang finden. Fragen und Anregungen sind willkommen.
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Jules reagierte auf micha90 in großes PCT Gear ReviewSo liebe Leute,
nachdem ich die letzten Monate kräftig die die Staaten gelatscht bin, hat sich mein ganzes Setup doch ein wenig geändert. Auf lange Sicht hat sich doch die ein oder andere Sache als weniger praxistauglich herausgestellt, als in der Theorie und bei meinen Test-Overnightern gedacht. Man lernt eben dazu. Über meine Erfahrungen wollte ich euch deshalb gerne berichten:
Shelter:
Los gings mit meinem Eureka Ponchotarp 210gr. Bei leichtem Regen von oben tut es was es soll, sowohl als Poncho als auch als Tarp. Sobald es jedoch windiger wird, macht beides wenig Spaß, da der Poncho durch die Gegend weht (trotz Schnur um den Bauch) und für meine 1,90 als Tarp etwas zu kurz ist.
Für die Sierras dachte ich ein Zelt zu brauchen und hatte mein TT Contrail 760gr aufgelesen, was mir jedoch schon nach kürzester Zeit aufgrund des Packmaßes und unnötigen Gewichts auf den Keks ging. Aufbauen musste ich es auch nur ein einziges mal, das hat mir schon gereicht. Beim testen zuvor fand ich das Contrail super, auf dem Trail in weniger guten Bedingungen ziemlicher Mist..
Also wurde bei ZPacks bestellt und zwar ein gewöhnliches Rectangular Cuben Fiber Tarp ~140gr . Damit war ich bei fiesem Regen gut geschützt und bin auch weitgehend zufrieden. Einziger Nachteil ist die Lautstärke! Mir war zuvor nicht bewusst wie laut Cuben im Wind ist, oder wenn der Regen darauf prasselt. man gewöhnt sich jedoch recht schnell daran. Die Aufbauzeit war meist schneller als jedes Zelt. Sieht auch besser aus.
Schlafen:
Mein Cumulus Quilt 480 (750gr, weil extralang) hat hervorragende Dienste geleistet. Im Nachhinein wäre weniger Daune besser gewesen, aber man kann ja vorher nicht wissen wie kalt es letzten Endes wird. Bei -8°C hatte ich noch nicht mal meine Puffy an, so kalt wurde es aber selten mal. Meine Bedenken, dass Daune zusammenfällt, sobald es feucht wird waren auch nicht wirklich begründet. Eis am Morgen
Als Isomatte waren 6 Teile Z-Lite ausreichend. Meine erste war recht schnell durchgelegen, so dass sie nach ca einem Monat gegen eine kurze Ridgerest getauscht hatte, welche zwar wärmer und bequemer war, aber das Packmaß war schrecklich. Also wieder 6 Wochen Später (da wurde die Ridgerest auch schon dünner) gabs ne neue Z-Rest und dazu ne Gossamer Gear 3mm EVA-Matte zur Ergänzung und als Sitzmatte. Das ist wohl noch nicht das Optimum, aber für mich schon recht nah dran.
Mein MYOG Tyvek Biwaksack mit 135gr stellte sich nach kurzem als unnütz herraus, da er nicht atmungsaktiv genug war und mein Schlafsack auch ohne mehr als warm genug war. Auch mit Wind hatte ich weniger Probleme im Quilt als befürchtet. Gutes Beispiel für "don't pack your fears"! Wurde kurzerhand aussortiert.
Das 27gr Thermarest Kissen war wunderbar: im Prinzip nur ne Kissenhülle mit den Laufklamotten, Essen, Mosquitonetz oder was eben zur Verfügung war befüllt. Die Leute, die morgens mit dem Gesicht auf ihren Cuben oder Silnylon Säcken klebten waren neidisch!
Rucksäcke:
Los ging es mit dem SMD Swift mit Hüftgurt (520gr). Am Anfang war er gut, hatte genügend Volumen und lies sich auch vollgepackt noch halbwegs gut tragen. Nach gut zwei Monaten wurde er mir jedoch zu groß und die Schultergurte waren durch, so dass er recht unbquem wurde. Ansonsten guter, scheinbar bodenloser Rucksack!
Da ich der Qual der Wahl nicht gerecht werden wollte, habe ich mir kurzerhand einen ÜLA CDT bestellt und einen Gossamer Gear Murmur Hyperlight gleich dazu. Der ÜLA stellte sich als völlig unbequem herraus (scheint an meinem Rücken zu liegen, die meisten anderen Leute auf dem Trail fanden ihn super!). Für mich wurde es also der Murmur! Mit seinen 28L war er groß genug für bis zu 4 Tage und ist einfach superbequem. Lediglich kleine Details sind nicht perfekt, unter anderem, dass ich die Leute von Gossamer Gear bei Traildays getroffen haben und es wirklich unfreundliche Typen waren. Der Murmur ist aber sehr nahe am Perfekten Rucksack für mich. ganz links, lustigerweise neben einem CDT
Mein Ortlieb "Ultralight" (71gr) Drybag wurde erst gegen einen 20gr Cuben Beutel getauscht, dann jedoch ganz weggelassen. Don't pack your fears! Ging auch ohne wunderbar, besonders, nachdem der Müllsackliner gegen einen von GG ausgetauscht wurde: die Gossamer Gear Müllsackliner sind super und wirken unkaputtbar.(der hielt über 1000 Meilen und ist immer noch lochfrei)
Küche:
Eine 400ml Evernew Tasse aus dem TLS mit selbstgemachtem Deckel und darunter ein 4g Dosenkocher (der Migros-kocher, ist irgendwo im Dosenkocher Thread schon drin) hat sich als Optimal herausgestellt. Ergänzt mit Alufolien Windscreen und ner kleinen Bodenplatte um den Untergrund nicht anzusengen und Hitze hoch zu reflektieren. Die 400ml waren eigentlich ziemlich immer genug für jede Mahlzeit, natürlich im Freezerbag rehydriert.
Zwischendurch bin ich auch Testweise auf meinen an sich geliebten Bushbuddy umgestiegen, aber nach sehr kurzer Zeit war klar, dass der beim Camping besser aufgehoben ist. nach 35 Meilen hab ich kein Bock mehr Holz suchen zu gehen und immer neben meinem Kocher zu sitzen und ihn mit Stöckchen zu füttern. Dank deutscher Eiche geht das hier zu Lande wesentlich besser, mit einer Handvoll Holz ist schnell gekocht. Auf dem PCT wachsen aber nur Nadelhölzer, die haben wesentlich schlechteren Brennwert und rußen dazu noch stark. Außerdem erfordert der BB einen 900ml Topf zum Transport und ist damit zu schwer und vor allem zu Sperrig!
Sea to Summit Alpha light Löffel: Super Teil, hielt den Gesamten Trail. Schmilzt nicht, bricht nicht (selbst harte Eiscreme wird in kürzester Zeit zerlegt). Wesentlich bessere Haptik, als die langen Löffel, die bescheuerter Weise immer ne eckige Schaufel haben! Wurde zur Not auch schon als Hering verwendet.
Sawyer Mini: Trailname "Sawyer Clog"! Zum in die Tonne Kloppen! So ziemlich jeder hat mit diesem kleinen Filter den Trail gestartet, so dass zu Beginn kaum auffiel wie scheiße es ist. Die Durchlaufgeschwindigkeit ist nach kürzester Zeit trotz Backflush unter aller Sau. In konkreten Zahlen: nach 2-3 Wochen Dauernutzung ca 8-10min pro Liter!
Der "schwere" Sawyer ist um Welten schneller, benötigt weniger Kraftaufwand und verstopft nicht so schnell, sodass viele Hiker auf den alten umgestiegen sind.
Mein Mini flog nach knapp 700 Meilen raus und aus Frust habe ich angefangen mein Wasser ungefiltert zu trinken. Ging zum Glück auch ohne Erkrankung, aber immer mit gewissen Risiko.
TLS Faltflaschen 2,5L: schienen ein guter günstiger Ersatz für teure Platypus Tüten und dazu noch leichter! Leider gingen alle drei innerhalb der ersten 3 Wochen kaputt. Ersetzt wurde dann durch eine Platypus 2,5L, die bis jetzt noch kein Loch hat.
am Körper:
Fizan Compact Trekking Stöcker: hielten den gesamten Trail stand, über Stock und Stein, Sand und Eis und Wasser. Wenn alles nass war (vom Schnee oder Flussquerungen) sind sie schwer fest zu zuschrauben, auch mit kalten Händen ist es schwieriger. Original Spitzen hielten nur ca 650 Meilen, die Black Diamond Spitzen hielten dann so 800-900Meilen. Gegen Ende des Trips hat sich ein Segment immer wieder zusammengeschoben und der Rest sich so festgefressen, dass ich eine zweite Person zum öffnen brauchte, aber nach 2000Meilen ist das ok.
Werde ich ohne zu zögern wieder kaufen.
DirtyGirl Gaiters: absolut geil, wenn auch schwankende Haltbarkeit. Erstes Paar ca 1300Meilen bis zu den ersten Löchern. Das Zweite fiel nach 300Meilen auseinander, das Dritte hatte kleine Löcher, hielt aber auch noch 1000Meilen.
Sonnenbrille von Uvex: Super. 30€ die sehr gut Investiert waren. Habe ich die ersten zwei Monate nur zum Schlafen abgesetzt. Es gibt RIESEN Unterschiede zwischen billo Brillen und Markenqualität! Leider habe ich die Brille verloren.
Darn Tough Socken: machen ihrem Namen alle Ehre. Angefangen mit Ulvang, Smartwool etc hielt nichts länger als ein paar Tage, bis ich mein erstes Paar Darn Toughs hatte. Super Socken, stinken nicht (Merino) fühlen sich extrem gut an und halten einfach sooooo viel länger. Falls sie dann doch mal kaputt gehen, kann man sie einfach im nächsten Outdoorladen umtauschen! Ich kann kaum abwarten, bis Darn Tough in Deutschland Fuß fasst!
sonstige Kleidung:
Arc'teryx Nuclei: Leider eine Fehlinvestition. Die Jacke an sich war gut und hielt bis zu letzt warm, aber ich hätte gut 100gr sparen können, wenn ich einfach der Daune mehr zugetraut hätte. Zudem ist das Packmaß auch nur so lala. Die Perfekte Daunenjacke habe ich allerdings noch nicht gefunden. (evtl die Ghost Whisperer mit Kapuze, die ist nahe dran)
billiges 100er Fleece: bei McTrek für 15€ gekauft und etwas zurecht geschneidert. mit nur 250gr für die meiste Zeit warm genug, ist leichter, beim Laufen schwitzt man darin auch nicht so bzw hat nicht so einen Hitzestau und fühlt sich einfach 1000 Mal besser/ kuscheliger an als ne Puffy... aber nur leider ohne Kaputze und auch nicht ganz so warm.
Vaude Windjacke: mit 100gr eines meiner lieblings Bekleidungsteile. Super atmungsaktiv und mit Kapuze einfach perfekt. Musste Später leider der Regenjacke weichen, um Redundanz zu vermeiden. Sah natürlich vorallem gut aus!
Patagonia Regenjacke: ca 220gr, leider weiß ich das Modell nicht. Wurde gegen Ende des Trips bei nem Patagonia Sale erworben. Die Jacke ist simpel (nur eine Brusttasche, sonst nix) die Kapuze ist in Ordnung und wasserdicht war sie auch. Bei länger anhaltendem Mistwetter und wenn es eben mal nicht nur von oben, sondern von der Seite oder auch von schräg unten regnet (ja das kommt vor) ist eine Jacke doch besser als der Poncho, dessen Tarpfunktion ohnehin nicht mehr benötigt hat.
MYOG Tyvek Regenrock 35g: hat sich als unnütz gezeigt. Das Tyvek hat sich komischerweise vollgesaugt, es kam Wasser auf die Beine, der Rock rutschte hoch oder klebte an den Beinen, so dass er sich gelöst hat. Test bei leichtem Regen in der Stadt war super, bei richtigem Regen und bergauf laufen sah es doch schon ganz anders aus. Das Material war außerdem suboptimal.
Merino Buff 50gr unverzichtbar. etwas schwerer als die polyester Version, aber eben auch angenehmer. in den kältesten Nächten einfach übers Gesich gezogen und durchgeatmet, ansonsten schön um den Hals warm zu halten oder die Lücke zw Jacke und Hals zu schließen.
Anderes Zeug:
Kamera Nikon P330: gute Knipse, schlug zwar mit gut 200gr zu buche, aber die Fotos lohnen sich. Der Akku hielt zudem 3-4 Wochen bei durchschnittlichen 10 Bildern/ Tag.
Messer: der "Brieföffner" der Swisscard in MYOG Scheide. incl Pinzette 5g. Tat alles, was ein Messer auf dem Trail muss: Salami schneiden, Paket aufmachen, Sprießel aus dem Finger pulen oder Zehennägel sauber machen. Habe auf keinen Fall was größeres vermisst.
Stirnlampe Mammut S-Flex 47g war in Ordnung. Für im Camp wunderbar, leicht zu bedienen und frisst nur eine AA Batterie. Zum Nachtwandern ging es so, war da aber nicht gerade der Brüller. Für die Wüste hätte ich deshalb evtl auf was helleres umsteigen sollen.
Sea to Summit Mosquito Netz, mit nur 11gr kompakt und leicht und genauso gut wie jedes andere, das ich gesehen habe.
Edit:
Fast vergessen: das Mosquito Zelt! Simblissity Inner Peace: mit 138g incl Packsack ein wunderbares Teil für Tarpnutzer! Lässt sich alleine aufbauen oder ins Tarp hängen. Meine erste Wahl (aus Gewichtsgründen) war das Gossamer Gear Bugnet, allerdings war das ausverkauft und ich bin letztenendes SEHR froh darüber mir stattdessen das Inner Peace gekauft zu haben. Nur 50$ /38€ und wirklich zufriedenstellend!
Wenn noch irgendwelche Fragen über Ausrüstung oder Trail da sind, immer her damit.
schöne Grüße
Micha
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Jules reagierte auf micha90 in Teile des PCT, AT und CDT in 1 SeasonHeyho,
@mawi Ich bin 2017 den AZT und den AT nacheinander gegangen
zu den Trails aus meiner Sicht:
AT: Macht vor allem Sinn, wenns der erste lange Trail ist, alle PCT und CDT Thruhiker die ich dort traf (mich eingeschlossen) fanden den AT echt ziemlich besch..eiden. Aussichten sind verglichen mit den anderen eigentlich nicht vorhanden und wenn sieht man nur Wald oder Städte. Körperlich sehr anstrengend, die Wege sind größtenteils in grässlichem Zustand und die zuständigen Trail Crews rühmen sich sogar noch damit, die schwierigsten Abschnitte zu haben (ja manche Sektionen werden sogar absichtlich umgebaut um sie anstrengender zu machen ). ABER: Jeder für den der AT der erste Trail war, war ziemlich begeistert. Die Community ist riesig, man trifft unglaublich viele nette Menschen und kann eine gute Zeit haben, wenn man sie sich nimmt. Auf dem ersten Thruhike ist ohnehin alles neu und spannend, man vergleicht nicht mit anderen Wegen und kann sich an dem erfreuen was man hat!
Auch wenn ich den AT kaum genießen konnte, würde ich ihn dennoch für Neulinge nicht ausschließen. Bonus: Orga/ Planung kann man sich eigentlich komplett sparen, die Infrastruktur ist 100% vorhanden und macht einem das Leben leichter.
PCT: Seit einigen Jahren bekannterweise immer beliebter, daher das nervige (aber extrem wichtige und sinnvolle) Permit-System. Wie @PeeWee schon sagt, verläuft sich die Masse aber super schnell und man sieht nach wenigen hundert Meilen nicht mehr viele Leute. Seit ich den Weg gegangen bin, hat sich aber auch sicherlich viel getan. Der Trail ist eigentlich astrein ausgeschildert und gut zu begehen, dennoch machen vielen Leuten die Hitze, Berge, Wassermangel und Höhenluft ordentlich zu schaffen!
CDT: Das mit der "Wildnis" würde ich nur mit Vorsicht sagen, man ist zwar oft unheimlich weit von allem weg, jedoch läuft man oft durch Gebiete, die deutlich anthropogen geprägt sind. Viele Forstwege, entlang von Straßen und Zugstrecken etc. Der Weg war zumindest 2016 noch etwas durcheinander, aber wurde in den vergangenen drei Jahren wohl durchgängig ausgeschildert und die Trailcrews arbeiten unabdingbar daran den Weg auszubauen, so dass sich die Navigation nicht mehr all zu sehr vom PCT unterscheiden wird (vermute ich zumindest). Um die von PeeWee erwähnten 5-6 Tage lange Abschnitte nicht machen zu müssen, ist es sinnvoll fit zu sein, wenn man den CDT geht. Vorerfahrung ist meiner Meinung nach nicht zwingend nötig, aber es erleichtert den Trail massiv! Wasser und Nahrung zu rationieren und auch mal 50+km am Tag laufen zu können zahlt sich hier mehr aus auf den anderen beiden Trails.
Ich habe den CDT sehr genossen, auch wenn er kälter, heißer, steiniger und in einiger Hinsicht einfach härter war als der PCT.
Als Anfänger würde ich auf gar keinen Fall zwischen den Wegen hin und her wechseln. Zum einen zerstört es nicht nur das geniale Erlebnis eines Thruhikes, es verhindert auch Trailfreunde zu finden, ist organisatorisch eine absolute Tortur und garantiert auch absolut nicht von jedem Trail tolle Abschnitte zu haben. Das Wetter macht bei sowas prinzipiell immer einen Strich durch die Rechnung
Alle drei Wege nacheinander weg ( "Annual Triple Crown") ist machbar und wurde auch schon gemacht, aber erfordert extreme Tagesstrecken, Organisation und wird nicht selten durch Überlastungsverletzungen verhindert. Würde ich nicht empfehlen, wenn man nicht mindestens einmal bereits alle gewandert ist und Bock auf Schmerzen hat
vielleicht hilfts
Liebe Grüße
Micha
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Jules hat eine Reaktion von trekkingBär erhalten in Stammtisch StuttgartIch wäre ebenso interessiert, sofern Treffen 2021 eventuell bzgl. Corona erlaubt sind.
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Jules reagierte auf zeank in PCT SOBO 2018 - Meine Erfahrungen/TippsMal blöd gefragt, ist es nicht nervig wenn einem so viele Leute entgegenkommen? NOBO schwimmt man ja mit. So viele Leute kriegt man dann ja gar nicht mit weil man sie entweder gar nie einholt oder die einen wiederum nie einholen. SOBO begegnest du ja wirklich im Schnitt ~50 (minus der drop outs) pro Tag.
PS: Ich hatte letztes Jahr dank meiner Ahnungslosigkeit das große Vergnügen am Kungsleden dem Fjällräven Classic reinzulaufen. War so „naja“.
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Jules reagierte auf Jäger in Teile des PCT, AT und CDT in 1 SeasonEs gibt sogar Leute, die alle drei Trails in einem Jahr gelaufen sind Aber das ist schon ein sehr ambitioniertes Unterfangen. Ich persönlich würde davon abraten zwischen den Trails hin- und herzuspringen, um Sections zu wandern. Es ist logistisch nicht so ganz einfach, bedarf daher viel Planung und kostet vor allem Zeit und Geld. Unterschätz die Distanzen nicht, da du ja auch erst einmal vom Trail runter musst und dann in die nächstgrößere Stadt reisen musst, um per Bus oder Flieger weiterzureisen. Ich würde dir daher raten einen der drei Trails zu picken und sich darauf zu konzentrieren. Welcher das ist, hängt ganz von deinem persönlichen Skillset und deinen bisherigen Erfahrungen ab.
Der CDT ist definitiv nicht anfängerfreundlich. Ich würde dir den PCT ans Herz legen, da er einfach landschaftlich sehr attraktiv und von der Schwierigkeit angenehm ist. Überlaufen ist er im Vergleich zu vor 10 Jahren schon, aber die Anzahl der Wanderer verringert sich je weiter die Saison fortschreitet. Im Nachhinein finde Ich, dass die Community und die Begegnungen mit anderen Wanderern sehr viel zur Gesamterfahrung beitragen. Falls du aber doch mehr Wert auf Einsamkeit legst, dann würde Ich einen späten Start oder einen SOBO empfehlen. Der AT ist im Vergleich zum PCT wie Disneyland was die Anzahl der Leute auf dem Trail angeht.
Du könntest auch folgende Trails machen: John-Muir-Trail, Colorado Trail und den Arizona Trail. Damit hättest du einen Teil vom PCT und CDT sowie den Arizona Trail abgedeckt und drei eigenständige Trails erwandert, die landschaftlich sehr viel bieten.
Adapter brauchste keinen für die Gaskartusche.
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Jules reagierte auf PeeWee in Teile des PCT, AT und CDT in 1 SeasonIch rate dir ganz klar davon ab zwischen den trails hin und her zu springen. Da mit machst du das kaputt was diese drei trail so besonders machen. Es hat schon etwas Besonderes ein ganzes Land am Stück zu Fuss zu durchqueren. Und dann noch die trail community, die trail angels und die anderen hiker. Wenn du andauernd wechselt, wird es dir schwerer fallen Anschluss zu finden.
Schöne Landschaften kannst du dir überall auf der Welt auch in einem 2 Wochen Urlaub angucken. Aber wann hast du schonmal die Chance, wie in einem Sabbatical, am Stück ein großes Projekt anzugehen.
Da es obendrein auch noch dein erster langer Trail ist, wirst du mit einem Trail sowieso schon genug zu planen haben und eine Menge neuer Erlebnisse und Herausforderungen verarbeiten. Warum das noch unnötig komplizierter machen.
Der PCT ist übrigens keinesfalls überlaufen. Das verteilt sich sehr gut. Spätestens nach ein paar hundert meilen. Ich habe im Ausnahmejahr 2017 aufm PCT ab der Sierra weniger Hiker um mich herum gehabt als 2018 auf dem CDT. Teilweise habe ich wochenlang nur eine Handvoll anderer Hiker gesehen. Aber das lag auch am Schneechaos in der Sierra, das hat ordentlich umsortiert.
Ich würde mir an deiner Stelle folgende Frage stellen: Was willst du auf deiner Reise erleben?
So unterscheiden sich die Trails für mich.
AT: Es ist wie du schon gesagt hast ein grüner Tunnel. aber auch das kann interessant sein. Am Anfang sind die Bäume noch ohne Blätter, es ist kühler. Zur Mitte hin wird es eher eine Wanderung im bergigen Wald mit gelegentlichen Ausblicken. In Neu-England wird es dann rauer und interessanter. Körperlich finde ich den AT anstrengender als die anderen Trails. Logistisch aber sehr leicht. häufig überspringt man auch resupply punkte und man muss kaum vorweg planen.
Die Trail Community is einmalig und sehr prägend. Wenn man nicht ausschließlich abgelegene Natur sehen möchte, sondern auch Land und Leute kennenlernen möchte, ist der AT der passende Trail. Hier geht es um mehr als nur Wandern.
GT hat den AT unfairer Weise sehr zerrissen, sie ist hin auch SOBO gelaufen und hat damit sehr viel der Gemeinschaft nicht mitbekommen. Wahrscheinlich ist sie auch mit einer anderen Erwartungshaltung, was der Trail bietet, an die Sache heran gegangen.
PCT: Es ist Landschaftlich ein wunderschöner Trail, der sehr abwechslungsreich ist (gefühlt ist man jede Woche woanders). Es gibt in den ersten 700 Meilen einen "sanften" Einstieg in physischen Herausforderungen des Wanderns begleitet von einer schönen Trail Community, die sich dann aber deutlich zerstreut. Resupplies sind oft genug, aber werden zum Ende hin logistisch schwieriger und seltener. Bis dahin ist man aber im Groove.
CDT: Der CDT ist wilder und einsamer als der PCT. Allerdings, so fand ich, landschaftlich nicht so abwechslungsreich. Gefühlt war ich erst nach 400-500 Meilen in einem neuen "Gebiet" angekommen. Egal ob man in Mexico oder in Kanada startet, man sollte direkt wissen was man tut. Man ist gleich im Nirgendwo. "Im Nirgendwo" ist generell eine zutreffende Beschreibung für den gesamten Trail. Man muss öfter 5-6Tage + an essen mitschleppen und sollte auch schon Erfahrung mit Resupply Strategien haben. Die Trail Community ist auch nicht wirklich ausgeprägt.
Ferner sollte einem klar sein, dass man oft durch "Trumps Amerika" läuft.
Als Anfänger würde ich dir, je nach was du anstrebst, entweder den AT oder den PCT empfehlen.
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Jules reagierte auf cozy in Vorbereitung Sabbatjahr 2021: E1 statt PCT? Und was sonst noch...?Wenn die USA noch in Frage kommen, dann wäre der CDT vielleicht auch noch eine Option für euch. Hier benötigt ihr kein Ende-zu-Ende Permit, sondern nur für die einzelnen Nationalparks. Diese sind bereits wieder geöffnet und die Permits kann man beantragen.
Sofern die Einreisebeschränkung aus dem Schengenraum bis nächstes Jahr noch besteht, kann man diese umgehen, indem man sich vor der Einreise zwei Wochen außerhalb des Schengenraum aufhält.
Ich bin gerade in der Vorbereitung auf den CDT und sehe im Moment nichts was dagegen spricht.
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Jules reagierte auf ULgäuer in Welches Schuhwerk benutzt ihr? Tipps/IdeenAltra Trail Runner
https://www.altrarunning.eu/de/spring-2020.html?p=2
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Jules reagierte auf Martin in ZPacks Zelt BestellenDas Bonfus ist 10 cm höher als das Duplex und geht dabei bis auf den Boden. Es hat steilere Wände, der Bereich in dem man Sitzen kann ist damit sehr viel breiter. Im Schlechtwettermodus baust du das duplex dann mit 110-115cm Stöcken auf, die nutzbare Länge nimmt ab. Das Bonfus ist weiterhin 130cm hoch in der Mitte....
Ich habe zuerst Erfahrung mit dem Duplex (aufbauen, reinsetzten-nicht drin geschlafen). Dachte das Bonfus wäre sehr ähnlich, als ich es dann bekam war ich vom großen Innenraum geschockt.
Kondensbildung bei guten Wetter: ich hab das letzte mal mit offener Tür geschlafen- das tiefe Abspannen ist irrelevant. (Davon ist auch das Foto)
Schlechtwetter oder mit 2 Leuten? Hab ich böse Sachen vom Duplex gehört- das Pärchen mit Duplex war so genervt wegen nasser Schlafsäcke, das sie das Duplex nach Hause geschickt haben....
Das andere Pärchen mit Triplex hingegen war sehr zufrieden - ich hätte für 2 auch das Triplex geholt.
Ich wollte meins als solo-Luxuszelt für nasse Regionen, da ist das Duplex nicht für gemacht.
Ich Falte meins in bahnen und rolle dann. Es ist aber trotzdem riesig. Ich bin allerdings auch solo Pyramidtarps gewohnt. Boden und Netz verdoppeln Gewicht und Pack-Volumen...
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Jules hat eine Reaktion von Brilo erhalten in VorstellungsthreadHallöchen alle miteinander,
Als stille Mitleserin möchte ich mich nun auch einmal vorstellen. W, 30 Jahre jung und schon viel zu Fuß rumgekommen, nicht nur mit dem Finger über die Landkarte. Die letzten 5 Jahre haben es mir die Jakobswege (Frances, Portugues und Via de la Plata) angetan. Nun hab ich erst einmal genug von Spanien und Portugal und liebäugele nun mit Skandinavien (Olavsweg und Kungsleden). Ein Traum wäre auch die USA zu Fuß zu erkunden.
Zuletzt habe ich mir ein zpack Duplex gekauft nachdem mir mein Msr Hubba Hubba für Rucksacktouren „zu schwer war“. Ich bin gespannt ....
Ich grüße euch alle und bleibt gesund.
Ein Tipp von mir: Jakobswege im Winter sind einfach wunderschön und nicht überlaufen.
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Jules hat eine Reaktion von SouthWest erhalten in VorstellungsthreadHallöchen alle miteinander,
Als stille Mitleserin möchte ich mich nun auch einmal vorstellen. W, 30 Jahre jung und schon viel zu Fuß rumgekommen, nicht nur mit dem Finger über die Landkarte. Die letzten 5 Jahre haben es mir die Jakobswege (Frances, Portugues und Via de la Plata) angetan. Nun hab ich erst einmal genug von Spanien und Portugal und liebäugele nun mit Skandinavien (Olavsweg und Kungsleden). Ein Traum wäre auch die USA zu Fuß zu erkunden.
Zuletzt habe ich mir ein zpack Duplex gekauft nachdem mir mein Msr Hubba Hubba für Rucksacktouren „zu schwer war“. Ich bin gespannt ....
Ich grüße euch alle und bleibt gesund.
Ein Tipp von mir: Jakobswege im Winter sind einfach wunderschön und nicht überlaufen.
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Jules reagierte auf German Tourist in PCT-AlternativenIch möchte hier mal etwas ausführlicher antworten, weil sich diese Frage in der momentanen Situation wahrscheinlich auch viele andere stellen werden.
Der PCT ist zwar sicherlich einer der schönsten Langstreckenwege weltweit, aber auch dort hat nicht jeder Kilometer einen Wow-Moment. Wie Du als Thruhiker wahrscheinlich bald feststellen wirst (so ging es jedenfalls mir), ist tolle Landschaft eben nicht alles. Eine Wanderstrecke nur nach Landschaft auszusuchen, birgt in vielen anderen Bereichen die Gefahr einer totalen Enttäuschung, z.B. weil das gewählte Land zu teuer ist, zu viele oder zu wenige andere Wanderer unterwegs sind, Du mit dem Klima nicht klar kommst etc. Ich rate Dir also, Dich nicht allzu sehr in einen Faktor zu verrennen, sondern Dir auch zu überlegen, was Dir sonst noch wichtig ist und dann eine Tour auszuwählen, die einen guten Kompromiss aus allen Faktoren darstellt. Angesichts der krassen Thruhiker-Zahlen und den damit verbundenen Beschränkungen und Probleme würde ich persönlich den PCT mittlerweile nicht mehr empfehlen und würde ich in dieser Situation auch nicht mehr begehen wollen. Es gibt in Europa so viele Wandermöglichkeiten, dass Du das ganze Jahr über unterwegs sein kannst. Das wäre in meinen Augen kein schlagendes Argument für Wien - Nizza. Ehrlich gesagt verstehe ich den ganzen Hype hier um TEAR nicht. Hierbei hat ein Nordamerikaner ohne Wandererfahrung in Europa eine Route zusammengestellt, die er dann in einem solchen Affenzahn gewandert ist, dass er von Europa nicht viel mitgekriegt hat. Kann man machen - muss man aber nicht! Es gibt 12 E-Wege (European Long-distance path) von ähnlicher Länge, die mindestens genauso spannend sind und unzählige Möglichkeiten, sich selbst eine Route zusammenzustellen. Im Kompass-Verlag wird demnächst eine Übersichtskarte der E-Wege erscheinen, wo Du Dir Anregungen holen kannst. Wenn es spektakulär sein soll, dann solltest Du zunächst an die großen Gebirgszüge denken. Mit der Via Alpina hast Du jede Menge Möglichkeiten in den Alpen, die mir persönlich aber zu kommerziell und teilweise sehr überlaufen wären. Ein spannendes Projekt, das nur in Europa möglich ist, wäre jedoch die Via Alpina Sacra von Don Johannes. Oder Du verlängerst auf die Via Dinarica , die ebenfalls ziemlich spektakulär ist. Genauso spektakulär sind die Pyrenäen, die Du auf dem GR11, dem GR 10 oder der HRP gehen kannst. Meist übersehen als Wandergebiet wird Osteuropa! Kom Emine in Bulgarien führt zum Beispiel fast ausschließlich auf Pfaden auf dem Kamm des Balkangebirges entlang und kann auf dem E3 quasi beliebig verlängert werden. Auf meinen mittlerweile schon 2 1/2 Europadurchwanderungen war das der Teil, der mir persönlich am besten gefallen hat und den größten Abenteuer-Aspekt hatte. Hier gibt es noch eine weitere spannende Route durch Osteuropa über den gesamten Karpatenkamm. Wenn es durch Westeuropa gehen soll, ist der E4 eine super Wahl. In Tarifa könntest Du sogar noch früher starten und die Alpen nimmst Du dabei auch noch mit. John Hayes hat darüber einen tollen Bericht geschrieben. In Deinem Zeitfenster könntest Du auch einfach einen anderen National Scenic Trail in den USA gehen, z.B. im Frühjahr den Arizona Trail oder ab Juni dann den Pacific Northwest Trail, die beide landschaftlich dem PCT nicht nachstehen.