Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Teile des PCT, AT und CDT in 1 Season


Jules

Empfohlene Beiträge

Hallo miteinander,

nachdem ich das Buch von @German Tourist gelesen hatte bin ich erstmals aufs Thruhiking und allgemein das Fernwandern aufmerksam geworden. Als ich dann mir die Natur auf Bildern ansah und andere Berichte durchlas war ich Feuer und Flamme für den PCT- doch dann die große Ernüchterung, dass die Permits verringert werden und der Weg total überlaufen ist. Hm... was nun?! 

Je mehr ich dann über den CDT las und mich informierte wuchs mein Respekt und die Fazination für diesen Trail.  Jedoch fraglich ob ich diesen bewältigen kann, da ich ja nicht mal einen Kompass bedienen kann.

Der AT oder auch „grüner Tunnel“ kam anfangs für mich aufgrund des monotonen Waldes nicht wirklich in Frage, aber auch dieser lies mich nicht los, da ich den Wald liebe.
So kam die Idee in mir auf alle 3 Trails bzw. Teile von diesen in einer Season zu wandern. Ein Wechseln von PCT auf CDT sollte kein Problem sein- dagegen ist der AT ein ganzes Stück entfernt.  

Nun meine Frage: Gibt es Personen, die in einer Season Teile von allen 3 Wegen gewandert sind?!

Wenn ja welche Abschnitte würdet ihr empfehlen bzw. mit Abraten?!
Bin natürlich auch für andere Varianten oder Tipps offen.

Und noch etwas: Habt ihr euren Gaskocher mitgenommen und wenn ja welchen Adapter benötigt man für die Kartuschen in den USA ?! (Ich hab den Soto Windmaster und soweit ich weiß sind die Kartuschen mit Zollgewinde) 

Leider kann ich aus beruflichen Gründen nur ein einmaliges 1 Jahres Sabbatical machen, sodass ich gerne ein B2 Visum voll und ganz ausnutzen würde. Natürlich ist aufgrund von Corona derzeit alles auf Eis gelegt aber das hält mich vom träumen und planen nicht ab. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Es gibt sogar Leute, die alle drei Trails in einem Jahr gelaufen sind :) Aber das ist schon ein sehr ambitioniertes Unterfangen. Ich persönlich würde davon abraten zwischen den Trails hin- und herzuspringen, um Sections zu wandern. Es ist logistisch nicht so ganz einfach, bedarf daher viel Planung und kostet vor allem Zeit und Geld. Unterschätz die Distanzen nicht, da du ja auch erst einmal vom Trail runter musst und dann in die nächstgrößere Stadt reisen musst, um per Bus oder Flieger weiterzureisen. Ich würde dir daher raten einen der drei Trails zu picken und sich darauf zu konzentrieren. Welcher das ist, hängt ganz von deinem persönlichen Skillset und deinen bisherigen Erfahrungen ab.

Der CDT ist definitiv nicht anfängerfreundlich. Ich würde dir den PCT ans Herz legen, da er einfach landschaftlich sehr attraktiv und von der Schwierigkeit angenehm ist. Überlaufen ist er im Vergleich zu vor 10 Jahren schon, aber die Anzahl der Wanderer verringert sich je weiter die Saison fortschreitet. Im Nachhinein finde Ich, dass die Community und die Begegnungen mit anderen Wanderern sehr viel zur Gesamterfahrung beitragen. Falls du aber doch mehr Wert auf Einsamkeit legst, dann würde Ich einen späten Start oder einen SOBO empfehlen. Der AT ist im Vergleich zum PCT wie Disneyland was die Anzahl der Leute auf dem Trail angeht.

Du könntest auch folgende Trails machen: John-Muir-Trail, Colorado Trail und den Arizona Trail. Damit hättest du einen Teil vom PCT und CDT sowie den Arizona Trail abgedeckt und drei eigenständige Trails erwandert, die landschaftlich sehr viel bieten.

Adapter brauchste keinen für die Gaskartusche. 

 

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich rate dir ganz klar davon ab zwischen den trails hin und her zu springen. Da mit machst du das kaputt was diese drei trail so besonders machen. Es hat schon etwas Besonderes ein ganzes Land am Stück zu Fuss zu durchqueren. Und dann noch die trail community, die trail angels und die anderen hiker. Wenn du andauernd wechselt, wird es dir schwerer fallen Anschluss zu finden. 
Schöne Landschaften kannst du dir überall auf der Welt auch in einem 2 Wochen Urlaub angucken. Aber wann hast du schonmal die Chance, wie in einem Sabbatical, am Stück ein großes Projekt anzugehen.

Da es obendrein auch noch dein erster langer Trail ist, wirst du mit einem Trail sowieso schon genug zu planen haben und eine Menge neuer Erlebnisse und Herausforderungen verarbeiten. Warum das noch unnötig komplizierter machen.

Der PCT ist übrigens keinesfalls überlaufen. Das verteilt sich sehr gut. Spätestens nach ein paar hundert meilen. Ich habe im Ausnahmejahr 2017 aufm PCT ab der Sierra weniger Hiker um mich herum gehabt als 2018 auf dem CDT. Teilweise habe ich wochenlang nur eine Handvoll anderer Hiker gesehen. Aber das lag auch am Schneechaos in der Sierra, das hat ordentlich umsortiert.

Ich würde mir an deiner Stelle folgende Frage stellen: Was willst du auf deiner Reise erleben?

So unterscheiden sich die Trails für mich.
AT: Es ist wie du schon gesagt hast ein grüner Tunnel. aber auch das kann interessant sein. Am Anfang sind die Bäume noch ohne Blätter, es ist kühler. Zur Mitte hin wird es eher eine Wanderung im bergigen Wald mit gelegentlichen Ausblicken. In Neu-England wird es dann rauer und interessanter. Körperlich finde ich den AT anstrengender als die anderen Trails. Logistisch aber sehr leicht. häufig überspringt man auch resupply punkte und man muss kaum vorweg planen.
Die Trail Community is einmalig und sehr prägend. Wenn man nicht ausschließlich abgelegene Natur sehen möchte, sondern auch Land und Leute kennenlernen möchte, ist der AT der passende Trail. Hier geht es um mehr als nur Wandern.
GT hat den AT unfairer Weise sehr zerrissen, sie ist hin auch SOBO gelaufen und hat damit sehr viel der Gemeinschaft nicht mitbekommen. Wahrscheinlich ist sie auch mit einer anderen Erwartungshaltung, was der Trail bietet, an die Sache heran gegangen.

PCT: Es ist Landschaftlich ein wunderschöner Trail, der sehr abwechslungsreich ist (gefühlt ist man jede Woche woanders). Es gibt in den ersten 700 Meilen einen "sanften" Einstieg in physischen Herausforderungen des Wanderns begleitet von einer schönen Trail Community, die sich dann aber deutlich zerstreut. Resupplies sind oft genug, aber werden zum Ende hin logistisch schwieriger und seltener. Bis dahin ist man aber im Groove.

CDT: Der CDT ist wilder und einsamer als der PCT. Allerdings, so fand ich, landschaftlich nicht so abwechslungsreich. Gefühlt war ich erst nach 400-500 Meilen in einem neuen "Gebiet" angekommen. Egal ob man in Mexico oder in Kanada startet, man sollte direkt wissen was man tut. Man ist gleich im Nirgendwo. "Im Nirgendwo" ist generell eine zutreffende Beschreibung für den gesamten Trail. Man muss öfter 5-6Tage + an essen mitschleppen und sollte auch schon Erfahrung mit Resupply Strategien haben. Die Trail Community ist auch nicht wirklich ausgeprägt.
Ferner sollte einem klar sein, dass man oft durch "Trumps Amerika" läuft.

 

Als Anfänger würde ich dir, je nach was du anstrebst, entweder den AT oder den PCT empfehlen.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Am 15.11.2020 um 22:43 schrieb Jules:

H war ich Feuer und Flamme für den PCT- doch dann die große Ernüchterung, dass die Permits verringert werden und der Weg total überlaufen ist. Hm... was nun?! 

Wie meinst du das genau? Meinst du damit, dass am südlichen Punkt bei der mexikanischen Grenze pro Tag nur 50 Personen starten dürfen? Oder hast du gelesen, dass die Anzahl noch weiter reduziert werden soll? Möchte den PCT 2012 laufen. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo @Mia im Zelt,

wie ich das meine?! Du meinst das überfüllte?! Nun ja es mag schon stimmen, dass sich über die Kilometer das Feld entzerrt, jedoch laufen nun mal viele NOBO und wie ich hörte, erhielt nicht jeder ein Permit, ergo die Nachfrage ist zu groß und ja, ggf. Werden die Permits noch weiter runter geschraubt. Es bleibt spannend wie die PCTA im Januar 2021 Stellung zu allem bezieht. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich werde, sofern alles klappt, nächstes Jahr den CDT laufen. Eben aus den Gründen die angesprochen wurden (wilder, einsamer) und da ich vermutlich nur einmal im Leben so viel Zeit freischaufeln kann. Dazu muss man sagen dass ich nicht wirklich der "Community-Typ" bin und gerne auch alleine wandere. 

Ja ich habe Respekt, aber nein, ich denke nicht dass es nicht schaffbar ist (auch in Falle des ersten Thuhikes). Genau dieses "im nirgendwo" sein reizt mich und macht es für mich zum Abenteuer. Und das ist es gleichzeitig auch was mich an Fernwanderwegen in Europa stört. In jedem Tal ist eine Ortschaft und wohin man schaut sieht man Windräder, Sendemasten oder Landwirtschaft .

Die Vorbereitung sollte natürlich passen, sowohl logistisch als auch mental und physisch. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

  • 3 Wochen später...

Heyho,

@mawi Ich bin 2017 den AZT und den AT nacheinander gegangen ;)

zu den Trails aus meiner Sicht:
 

AT: Macht vor allem Sinn, wenns der erste lange Trail ist, alle PCT und CDT Thruhiker die ich dort traf (mich eingeschlossen) fanden den AT echt ziemlich besch..eiden. Aussichten sind verglichen mit den anderen eigentlich nicht vorhanden und wenn sieht man nur Wald oder Städte. Körperlich sehr anstrengend, die Wege sind größtenteils in grässlichem Zustand und die zuständigen Trail Crews rühmen sich sogar noch damit, die schwierigsten Abschnitte zu haben (ja manche Sektionen werden sogar absichtlich umgebaut um sie anstrengender zu machen :???:). ABER: Jeder für den der AT der erste Trail war, war ziemlich begeistert. Die Community ist riesig, man trifft unglaublich viele nette Menschen und kann eine gute Zeit haben, wenn man sie sich nimmt. Auf dem ersten Thruhike ist ohnehin alles neu und spannend, man vergleicht nicht mit anderen Wegen und kann sich an dem erfreuen was man hat!
Auch wenn ich den AT kaum genießen konnte, würde ich ihn dennoch für Neulinge nicht ausschließen. Bonus: Orga/ Planung kann man sich eigentlich komplett sparen, die Infrastruktur ist 100% vorhanden und macht einem das Leben leichter.

PCT: Seit einigen Jahren bekannterweise immer beliebter, daher das nervige (aber extrem wichtige und sinnvolle) Permit-System. Wie @PeeWee schon sagt, verläuft sich die Masse aber super schnell und man sieht nach wenigen hundert Meilen nicht mehr viele Leute. Seit ich den Weg gegangen bin, hat sich aber auch sicherlich viel getan. Der Trail ist eigentlich astrein ausgeschildert und gut zu begehen, dennoch machen vielen Leuten die Hitze, Berge, Wassermangel und Höhenluft ordentlich zu schaffen!

CDT: Das mit der "Wildnis" würde ich nur mit Vorsicht sagen, man ist zwar oft unheimlich weit von allem weg, jedoch läuft man oft durch Gebiete, die deutlich anthropogen geprägt sind. Viele Forstwege, entlang von Straßen und Zugstrecken etc. Der Weg war zumindest 2016 noch etwas durcheinander, aber wurde in den vergangenen drei Jahren wohl durchgängig ausgeschildert und die Trailcrews arbeiten unabdingbar daran den Weg auszubauen, so dass sich die Navigation nicht mehr all zu sehr vom PCT unterscheiden wird (vermute ich zumindest). Um die von PeeWee erwähnten 5-6 Tage lange Abschnitte nicht machen zu müssen, ist es sinnvoll fit zu sein, wenn man den CDT geht. Vorerfahrung ist meiner Meinung nach nicht zwingend nötig, aber es erleichtert den Trail massiv! Wasser und Nahrung zu rationieren und auch mal 50+km am Tag laufen zu können zahlt sich hier mehr aus auf den anderen beiden Trails.
Ich habe den CDT sehr genossen, auch wenn er kälter, heißer, steiniger und in einiger Hinsicht einfach härter war als der PCT.

 

Als Anfänger würde ich auf gar keinen Fall zwischen den Wegen hin und her wechseln. Zum einen zerstört es nicht nur das geniale Erlebnis eines Thruhikes, es verhindert auch Trailfreunde zu finden, ist organisatorisch eine absolute Tortur und garantiert auch absolut nicht von jedem Trail tolle Abschnitte zu haben. Das Wetter macht bei sowas prinzipiell immer einen Strich durch die Rechnung ;)
Alle drei Wege nacheinander weg ( "Annual Triple Crown") ist machbar und wurde auch schon gemacht, aber erfordert extreme Tagesstrecken, Organisation und wird nicht selten durch Überlastungsverletzungen verhindert. Würde ich nicht empfehlen, wenn man nicht mindestens einmal bereits alle gewandert ist und Bock auf Schmerzen hat :D

 

vielleicht hilfts :D

Liebe Grüße
Micha

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Also bei mir wars ja am Anfang so: In einem Sommer damals sind meine Frau und ich einfach für vier Wochen auf den AT gegangen. Flug nach New York, mit der Bahn zum Trail und los ging es. (Ok wir hatten noch über das Whiteblaze Forum eine Trailangel gefunden, die uns ein bisschen geholfen hat, aber es wäre auch so gegangen.)

Nach wenigen Tagen auf dem Trail waren wir sowas von angefixt, es war einfach klasse. Wir hatten sofort eine persönliche Beziehung zu "unserem" Trail.

Der AT ist so einfach erreichbar, da kann man ihn doch auch mal einfach ausprobieren, und gleichzeitig herausfinden, ob das Trail Life etwas für einen ist. Vor allem, wenn man noch keine Vorerfahrungen mit solchen Long Distance Trails hat!!

Die Beschreibungen von @micha90 zum AT ("Aussichten nicht vorhanden" - "nur Wald oder Städte") finde ich natürlich überhaupt nicht zutreffend. Aber ich liebe auch einfach Wald ;-)

Ich würde auch niemals zwischen den Trails springen. Ich würde noch gerne den PCT machen. Und vielleicht sogar noch ein zweites Mal den AT. (Ja wirklich!)

Bearbeitet von 2Tall
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@2Tall Wie bereits gesagt, ziemlich jeder dessen erster Trail der AT war, war absolut begeistert davon. Mir ist durchaus bewusst, dass die Wahrnehmung von Person zu Person stark schwankt und viele andere Faktoren wichtiger sind als der Trail selbst. Den AT als vierten Thruhike zu laufen halte ich auch weiterhin für keine gute Idee, da die Erwartungshaltung sich durchaus ändert - so war es bei mir und wie bereits geschrieben bei den anderen Thruhikern, die bereits im Westen unterwegs waren.

 

Noch zur Eingangsfrage:

Am 15.11.2020 um 22:43 schrieb Jules:

welchen Adapter benötigt man für die Kartuschen in den USA ?!

In den USA sind Schraubkartuschen in jedem Outdoorladen zu erhalten, die sind standardisiert und passen auf den Soto.

 

liebe Grüße
Micha

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bitte melde Dich an, um einen Kommentare abzugeben

Du kannst nach der Anmeldung einen Kommentar hinterlassen



Jetzt anmelden
  • Gleiche Inhalte

    • Von skullmonkey
      Anfang der Woche ist der Jetboil Stash bei mir aufgeschlagen, der "kleine leichte" von Jetboil. Erstmal das wichtigste, das Gewicht:
      Topf: 129 g
      Topfdeckel: 17 g
      Kocher: 59 g
      Kanisterständer: 27 g
      Also ohne diese Beinchen sind es 206 g, schon mal 5 g oder 2,5% über dem Gewicht mit dem Jetboil wirbt. Gibt schlimmeres!
      Es ist auch noch eine Dose in Form einer 100 g Kartusche dabei, meiner Meinung nach unnützer Schnick-Schnack den man mitbezahlt - hätte ich nicht gebraucht. Aber es zeigt anschaulich wie Jetboil denkt das man die Kartusche transportieren soll, nämlich in den Topfdeckel geklippt. Beim MiniMo war es der Kanisterständer der im Deckel verstaut wurde, beim Stash nun halt die Kartusche. 
      Der 800 ml Topf ist aus Alu, der Kocher aus Titanium. Wir hatten in Vaasa, als ich das Video gefilmt hatte, Null Wind (sehr selten an der Küste!), daher kann ich noch nicht sagen ob der fehlende Windschutz sich auswirkt. Bei -14°C waren die 500 ml nach knapp 3 Minuten am kochen, nachts bei -19°C nach knapp 4 Minuten. In Dänemark wurden von einem Bekannten bei "warmen" Wetter (wohl über 0°C) die 500 ml in knapp 2 Minuten zum Kochen gebracht.
      Eine 230 g Kartusche passt in den Topf, dann passt aber sonst nichts mehr rein. Ich würde aber auf ner Tour aber wohl den Kocher im Säckchen neben dem Topf transportieren, und die 230 g Kartusche im Topf. 
      Mir hat gefallen dass das System echt sehr kompakt und klein ist, und 206 g für ein "ultraleichtes Kochsystem aus der Box" ist nicht verkehrt - vor allem für Leute die neu mit UL Wandern anfangen oder wert auf "Schnell Heisses Wasser" legen. Zwar fehlt dem Stash Kocher ein "Microregulator" der einem besseres Köcheln usw. erlauben soll, ich fand es aber nicht schwierig den Kocher auf eine kleine Flamme zu drehen. Der Kocher hat auch Einsparungen an den drei Beinen mit dem der Topf mit etwas spiel draufpasst, aber nicht mehr so einfach vom Ständer runterrutschen kann. Der Kocher selbst war auch nicht zu laut.
      Gefehlt hat mit ein Piezo-Anzünder am Kocher. Die finde ich echt praktisch, dann brauche ich nicht an Streichhölzer oder ein Feuerzeug zu denken (beides Sachen die ich gerne mal vergesse  ). Der Kocher selbst wirkt auch relativ "gross" auf mich, da kenne ich kleinere (und auch leichtere) Gaskocher. Den Ständer für die Kartusche finde ich auch unnötig, ich kenne kaum Leute die die verwenden - ein ebenes Plätzchen mit 11 cm Durchmesser findet sich ja eigentlich überall. Preislich wird der Stash wohl 130€ kosten, wenn er Ende dieses Monats in die Läden kommt - billiger wie der MicroMo und MiniMo von Jetboil, und evtl. auch günstiger wie ein selbst-zusammengestelltes Set. Ich werde den Kocher wenn es mal ordentlich weht mitnehmen und sehen wie er sich im Wind schlägt, und hier dann berichten. Wer mag kann sich auch noch das Video ansehen: 
       
    • Von einar46
      Ich bin zwar ein Verfechter der Vorausplanung von Wandertouren, weil das für mich ein integraler Bestandteil einer Wandertour ist und unheimlich viel Spaß macht, aber eine "Überplanung" einer Wandertour möchte ich auch nicht.
      Deshalb hier meine Frage.
      Wären zB die 3 bekanntesten US-Trails ohne Mail-Drop möglich?
    • Von Jäger
      Ich bin jetzt schon seit einigen Monaten stolzes Mitglied dieses Forums und habe mir in dieser schweren Zeit viele Reisebericht von euch reingezogen, die mich sehr gut abgelenkt, unterhalten und inspiriert haben. Ich möchte im Folgenden auch etwas beisteuern und dadurch mein akutes Fernweh lindern. Es geht um meine Wanderung auf dem Arizona Trail im Herbst 2019. Kritik, Anregungen und Fragen sind herzlichst erwünscht. 
      Grundlegende Informationen
       
      Trail: Arizona Trail (AZT), Vereinigte Staaten der USA
       
      Zeitraum: 03.10.2019-14.11.2019
       
      Laufrichtung: SOBO (Utah –> Mexico)
       
      Distanz: 790 Meilen ~ 1271 Kilometer
       
      Höhenmeter: ~ 33700 Meter Anstieg
       
      Baseweight: ~ 5,6 Kilogramm (Big Four: SMD Lunar Solo, Osprey Exos 48l, EE Enigma 10F Quilt, Neo Air Xlite Medium)
       
      Wetter: Von 33° in der Tucson-Area bis -8° kurz vor Flagstaff war alles dabei. Die meiste Zeit über lagen die Temperaturen aber zwischen 20-25° tagsüber und 0-5° nachts. Geregnet hat es in der ganzen Zeit lediglich sechs Stunden.
       
      Maximal und durchschnittlich getragene Wassermenge: 6 Liter / 3.5 – 4 Liter
       
      Längster Foodcarry: 4 Tage, 116 Meilen ~ 187 Kilometer von Pine bis Roosevelt Lake Marina
       
      Navigation: Guthooks
       
      Wasseraufbereitung: Sawyer Squeeze in Kombination mit dem CNOC Vecto 2L, Aquamira Tabs als Backup
       
      Wandererfahrung vor dem Trip: GR 221, WHW
       
      Prolog: Leaving Las Vegas
       
      Noch bevor die eigentliche Wanderung losging, stellte sich bereits die Anreise zum nördlichen Terminus des Arizona-Trails, der sich auf einer Länge von fast 800 Meilen durch den Grand Canyon State schlängelt, als ein Abenteuer für sich heraus.
       
      Als Ich die heiligen Hallen des McCarran Airports in Las Vegas verließ, war die Temperaturanzeige auf dem Thermometer dreistellig, die Sonne brannte und die ersten Schweißperlen sammelten sich auf meiner Stirn. Einige Abende zuvor strömte noch kühle Pazifikluft durch meine Lunge während Ich in einer Daunenjacke durch die Straßen Vancouvers zog, um alten Freunden einen Besuch abzustatten. Ich stieg in den Bus Richtung Downtown, wo das billigste Hostelbett auf mich warten würde, dass Ich im Internet auffinden konnte.
       
      Nach einer schlaflosen Nacht klingelte mich mein Wecker bereits um 4 Uhr morgens aus dem Bett. Ich machte mich auf den Weg um meinen Bus nach Kanab zu kriegen. Nach einer 4 stündigen Busfahrt durch die rote Wüstenlandschaft  erreichte Ich mein Tagesziel, checkte im lokalen Hostel ein und verbrachte den Rest des Tages damit Proviant für den ersten Stretch zum nördlichen Rand des Grand Canyon zu kaufen. Außerdem schickte Ich zwei Resupply-Pakete voraus, die ausschließlich Nahrung enthielten.
       
      Am nächsten Morgen wartete Barry in einem roten Truck vor dem Hostel. Er war ursprünglich aus Florida, verbrachte jedoch seinen Ruhestand in Arizona, fluchte viel und war sehr redselig. Er hatte über Facebook angeboten Hiker zum nördlichen Terminus zu fahren und rettete mir damit meinen Allerwertesten, da ein vergleichbares Shuttle sehr teuer geworden wäre. Die Fahrt dauerte 90 Minuten, von den die letzten 60 Minuten über eine anspruchsvolle Dirtroad führen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die einzige Möglichkeit den nördlichen Terminus des Arizona Trails zu erreichen, per Auto über die besagte Dirtroad von Utah aus führt. Am Terminus angekommen, bedankte Ich mich herzlich bei Barry, der ein obligatorisches Startfoto von mir schoss, und machte mich auf den Weg ins Unbekannte.


       
      Grenze zu Utah bis zum Grand Canyon North Rim (76 Meilen ~ 122km)
       
      Es war zirka 10:30 Uhr als ich meinen ersten Schritt auf den Trail setzte und den Bundesstaat Utah hinter mir ließ. Mein Rucksack war mit Nahrung für vier Tage und 6 Litern Wasser beladen. Die ersten Kilometer waren schweißtreibend, da man direkt mit einem saftigen Anstieg auf den Buckskin Mountain begrüßt wird und der Sonne dabei schutzlos ausgeliefert wird. Als Ich den ersten Hügel erklommen hatte, drehte Ich mich noch einmal um, um einen letzten Blick auf Utah’s rote Canyonlandschaft zu erhaschen. Das Landschaftsbild würde sich in den kommenden Tagen drastisch verändern und vor allem durch gelbe Espen- und Kiefernwälder und steppenähnliche Abschnitte geprägt werden. Der erste Teil des Trails verläuft bis zum North Rim des Grand Canyons auf dem Kaibab-Plateau, das eine Höhe von bis zu 2805 Metern erreicht. Aufgrund der durchgehenden Bewaldung dieses Gebiets, merkt man selber kaum, dass man teilweise in einer Höhenlage wandert, die der der höchsten deutschen Alpengipfel entspricht. Lediglich nachts, wenn Temperaturen im Herbst gerne mal unter den Gefrierpunkt rutschen, wird man sich dessen bewusst. Mein erster Tag nahm nach 32 Kilometern sein Ende und Ich richtete erschöpft mein Nachtlager ein. Zum ersten Mal würde Ich ganz alleine in der freien Natur übernachten. Als totaler Newbie war Ich ziemlich nervös und analysierte jedes Geräusch, das in der Dunkelheit durch den Wald schallte. Der Höhepunkt meiner inneren Angespanntheit ereignete sich als eine Eule direkt neben meinem Zelt landete und das laute Schlagen ihrer Flüge mich mitten in der Nacht aus dem Halbschlaf riss. Irgendwann gelang es mir dennoch ein Auge zuzudrücken.

      Letzter Blick Richtung Utah
       
      Am nächsten Tag packte Ich im Morgengrauen meine Sachen zusammen und setzte meine Reise fort. In 12 Kilometern würde Ich eine Landstraße kreuzen, die nach Jacob Lake führt. Ich durchschritt auf dem Weg dort hin einige kleinere Espenwälder, die im Herbst einen besonders schönen gelben Farbton annehmen und genoss die ersten Sonnenstrahlen des Tages auf meinem Gesicht. Als Ich die Landstraße erreichte fand Ich einige Behälter mit Wasser wieder, die von Trail Angels bereitgestellt wurden. Ohne die Wassercaches, die an kritischen Stellen des Plateaus platziert wurden, wäre Ich um einen 8-10L Wassercarry wahrscheinlich nicht rumgekommen. Die sonst nur spärlich vorhandenen natürlichen Wasserstellen waren durch das Ausbleiben des Monsuns in den Sommermonaten kaum gefüllt oder gar ausgetrocknet. Jeder Wasser-Cache war ein Segen, und als Deutscher, der sich sein Wasser jederzeit Zuhause aus dem Hahn schöpfen kann, schätzt man dieses wertvolle Gut erst richtig, wenn es auf einmal nur noch in raren Mengen vorhanden ist. Nach einer kleinen Pause überquerte Ich die Straße und drang tiefer in den Kaibab Forest ein. Als Ich gegen 14 Uhr bereits 20 Meilen hinter mir gelassen hatte, traf Ich zum ersten Mal auf einen anderen Wanderer aus Kansas, der es sich auf einem Baumstamm bequem gemacht hatte. Sein Trailname war „Coyote“ und er war ebenfalls auf dem Weg nach Mexiko. Wir verstanden uns auf Anhieb, als wären wir schon seit Jahren miteinander befreundet gewesen. Wir aßen gemeinsam zu Mittag, philosophierten über Gott und die Welt und machten uns danach gemeinsam auf den Weg, um einen guten Campspot zu finden, den wir bei Einbruch der Dunkelheit erreichten.

      Am Morgen des dritten Tages wurden Coyote und Ich durch das Heulen von einem Rudel echter Coyoten geweckt. Das Geräusch wurde immer lauter während Ich aus dem Innern meines Zeltes lauschte. Als das Gejaule nach einiger Zeit wieder verstummte, packten wir unser Zeug zusammen und brachen auf. Nach 16 Kilometern trennten sich unsere Wege jedoch schon. Coyote würde zu einem kleinen Outpost abseits des Weges wandern, um sich nochmals mit Essen einzudecken. Es waren schließlich noch 40 Kilometer zum Grand Canyon und sein rechter Fuß machte ihm bereits seit einigen Tagen zu schaffen. Wir verabschiedeten uns, wünschten einander das Beste und blieben über Social Media in Kontakt (wir würden uns am Ende wiedersehen und gemeinsam noch ein Teilstück des CDT wandern). Ich hatte mir aus logistischen Gründen das ambitionierte Ziel gesetzt an dem Tag insgesamt 56 Kilometer zum North Rim zu laufen. Ich lag gut in der Zeit und überquerte am Mittag nach 35 Kilometern die Nationalparkgrenze. Von da an gab es kein Zurück mehr, da das Zelten außerhalb etablierter Zeltplätze ohne ein Permit, das nur persönlich im Backcountry Office erworben werden kann, illegal ist. Nach 13 Stunden erreichte Ich völlig ermüdet den Campground am nördlichen Rand des Grand Canyons. Ich werde wohl nie vergessen wie sich nach 120 Kilometern Wald auf einmal die schiere Endlosigkeit und Weite des Canyons im Abendrot vor mir auftat und mich die Strapazen des Tages vergessen ließ. Im Hintergrund waren die San Francisco Peaks zu sehen, darunter auch der höchste Berg Arizonas, Humphreys Peak, der eine stattliche Höhe von 3851 Meter aufweist. Kein Foto dieser Welt tut der tatsächlichen Schönheit des Canyons nur annähernd zu Genüge (Ich habe trotzdem mal eins angehängt). Nachdem die rote Kugel hinter dem Horizont verschwand und es allmählich zu dämmern begann, bemerkte Ich eine Gruppe von Leuten, die stark nach Thruhikern aussah. Der Verdacht bestätigte sich und Ich freundete mich mit fünf Amerikaner an, die aus allen Winkeln des Landes nach Arizona gekommen waren, um diesen Trail zu wandern oder mit dem Rad zu erkunden. Einer von ihnen hatten bereits ein Permit für den Bright Angel Campground am Boden des Grand Canyons organisiert und wie der Zufall es wollte, war noch ein Platz übrig. Ich musste nicht lange überlegen und sagte sofort zu. Am morgigen Tag würde ein kleiner Traum von mir wahr werden: Ich würde auf den Grund des Grand Canyons hinabsteigen.

    • Von Maarten
      Kurz zur Vorstellung: Ich bin 2018 den PCT SOBO gewandert und bin am 7.Juli gestartet und habe meine Wanderung am 18ten November am südlichen Terminus des PCT beendet. Ich hatte keine Wandererfahrung und habe den Trail direkt nach meinem Abitur im Alter von 19 Jahren gestartet. Vorab: Ich schreibe hier über meine Erfahrungen. Das heißt nicht, dass sie für euch gleich sein werden. Jede Wanderung ist unterschiedlich.
      SOBO Vor-/Nachteile
      Die Vorteile eines SOBO Hikes im Gegensatz eines NOBO Hikes liegen für mich nun klar auf der Hand. Vor meiner Wanderung habe ich stark an meinem SOBO attempt gezweifelt, da NOBO einfach um einiges populärer ist. Diesen Punkt kann ich jetzt absolut nicht mehr verstehen.
      Vorteile
      Das Wetter. Ich habe 2 Tage wirklichen Regen gehabt und der Rest lässt sich auf 10 Minuten Nieselregen oder extreme Luftfeuchtigkeit begrenzen, die ab und zu sogar wilkommenen waren. Während man als NOBO Hiker Washington so gegen Ende August/September antrifft, wandert man Washington als SOBO im Juli/Anfang August. Daraus folgt, dass die Chancen auf gutes Wetter um einiges höher sind und man die Aussichten vollends genießen kann aufgrund des klaren Himmels. Dagegen stehen für NOBOs jeden 2ten Tag Regen, bewölkter Himmel und falls man wirklich Pech hat, Schnee an der Tagesordnung. Desweiteren ist Südkalifornien bereits ein wenig abgekühlt, wenn ihr es im Oktober/November durchquert. Das Permit. Ein SOBO-Permit für den PCT ist einfach um einiges einfacher zu bekommen als ein NOBO permit. Ich habe mein Permit gegen Ende des Januars beantragt und hatte freie Wahl an welchem Tag ich starten möchte. Weniger Menschen. Ich habe dieses Jahr wohl ein hoch-frequentiertes SOBO Jahr erwischt und ich war volkommen zufrieden. Man traf eine angenehme Zahl von Menschen in Trailtowns, die nicht volkommen überlaufen waren. Man hatte die Möglichkeit alleine zu wandern, aber es war auch durchaus möglich in einer Gruppe zu wandern, wie ich es auf der 2ten hälfte des Trails getan habe. Außerdem kommt es mir so vor als wären die Bindungen zu den Trail Bekanntschaften enger, da es eben nicht so viele Wanderer gibt und man sich besser kennen lernt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich so gut wie immer seine Camping Plätze aussuchen kann, außer wenn man die NOBO Bubble in Oregon passiert. Mücken. In Washington kann man als SOBO schon ganz schöne Probleme bekommen, aber meiner Meinung nach kann man das einfach nicht damit vergleichen, was NOBOs durchmachen müssen. Oregon kann zur Qual werden und vorallendingen in den Sierras scheint es wohl eine Menge Mücken gegeben zu haben. Ich war allerdings auch etwas spät dran als SOBO und könnte somit immer genau nach der Mücken-Saison besagte Gebiete durchquert haben. The Sierras. Die Sierras scheinen um einiges entspannter zu sein als SOBO. Ich hatte eine "Flussdurchquerung" (Das Wasser reichte mir bis zu den Fußknöcheln....), während NOBOs sich in acht nehmen müssen, da manche Überquerungen nicht ohne gewesen zu scheinen. Desweiteren hatte ich absolut keinen Schnee in den Sierras. Einzig und allein auf Glen Pass hatte ich etwas Eis. Das könnte aber auch wieder an meinem späten Timing liegen. Nachteile
      Einen engeren Zeitplan. Als NOBO sollte man seine Wanderung spätestens gegen Anfang Oktober beenden, allerdings fängt ein NOBO im Optimalfall auch bereits im April seine Wanderung an. Ein SOBO hingegen kann erst in der Cascade Range Washingtons beginnen sobald der Schnee geschmolzen ist, was in der Regel anfang Juli der Fall ist. Gleichzeitig sollte man Forester Pass (Der höchste Punkt des PCTs) vor dem 1.Oktober passieren. Das erfordert, dass man von Anfang an fit ist. Man hat weniger Zeit die Meilen progessiv aufzubauen wie es ein NOBO tuen kann. Ohne Zeroes müsstet ihr mit dem Startdatum des ersten Juli ungefähr 21 Meilen pro Tag laufen, was nicht zu unterschätzen ist. Weniger Trail Magic. Für mich persönlich war das kein Problem, aber man erfährt aufgrund der geringeren Popularität einer SOBO Wanderung weniger Trail Magic. Ich habe aber in Trailtowns soviel Hilfe bekommen und es scheint mir auch so als ob man mehr mit Locals in Kontakt kommt, da anstelle von 40 NOBOs nur 5 SOBOs in der Stadt sind. Conclusio: Die Vorteile wiegen meiner Meinung nach deutlich schwerer als die Nachteile. Letztenendes habe ich Forester Pass erst am 18.Oktober passiert und habe es trotzdem geschafft. Da war allerdings eine Menge Portion Glück bei und das heißt nicht, dass es bei euch funktioniert. Es war schon ziemlich kalt und ich habe einen Sturm miterlebt.
      Zum nördlichen Terminus gelangen
      Es ist als SOBO um einiges schwerer zum Startpunkt des Trails zu gelangen, als es das als NOBO ist. Ihr werdet am Harts pass starten müssen und von dort aus 30 Meilen Richtung Norden laufen um an den nördlichen Terminus zu gelangen. Dann fangt ihr eure SOBO Wanderung sozusagen "richtig" an. Ich würde es jederzeit wieder zu machen und empfehle nicht diese Meilen zu skippen. Einerseits machen 30 Meilen bei 2650 Meilen auch nicht mehr viel aus, andererseits bestärkt man dadurch das Gefühl, dass man tatsächlich den ganzen Trail gewandert ist und nichts geskippt hat. Es gestaltet sich schwierig mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Harts Pass zu kommen, aber ich habe Leute getroffen, die es gemacht haben. Das funktioniert allerdings nicht ohne Trampen. Ich bin der PCT SOBO 2018 Facebook Gruppe beigetreten und hatte mir extra dafür einen Facebook Account erstellt. Ich habe Ausschau nach Fahrten zu Harts Pass gehalten und habe dann auch Trail Angel gefunden, die mich zum Harts Pass mit anderen gebracht haben. Achja, warum könnt ihr nicht einfach an der amerikanisch/kanadischen Grenze starten? Es ist illegal die Grenze auf diesem Wege zu passieren.
      Resupply
      Auch der Resupply gestaltet sich anfänglich etwas schwieriger im Gegensatz zu einer NOBO Wanderung. Washington ist nicht stark besiedelt und sehr entlegen. Ich habe von Seattle aus Boxen nach Stehekin, Skykomisch, Snoqualmie Pass, White Pass Kracker Barrel und Trout Lake gesendet. Das ist am Anfang erstmal ein ganz schöner Aufwand, aber ich würde immer noch sagen, dass es für diese Trail towns leider nötig war. Die Preise waren entweder exorbitant hoch oder die Auswahl ließ zu wünschen übrig oder beides. Die Einkaufsläden ähnelten Tankstellen, die aber durchaus auf Wanderer eingestellt waren. Meiner Meinung nach kauft man sich vorallendingen in Washington durch die Boxen erstmal Zeit. Es wäre vielleicht möglich ohne die Boxen, aber ihr müsstet zu einer weiter entfernten Stadt hitchen usw...
      Als ich dann die Washinton/Oregon Grenze erreicht habe, habe ich aus Cascade Locks Boxen nach Oregon gesendet. Alternativ könntet ihr aus Portland Boxen senden, was aber weiter weg liegt als Cascade Locks. Ich habe Boxen zu Big Lake Youth Camp, Shelter Cove und Crater Lake National Park gesendet und würde es wieder so machen. Nach Oregon habe ich Boxen zu Nordkalifornien versandt. Das würde ich auf keinen Fall wieder tuen. Meiner Meinung nach kommt ihr in Kalifornien komplett ohne Boxen aus.
      Seid euch im klaren was ihr gerne esst, sodass ihr euch auf euer Paket freuty, bringt Abwechslung rein und weniger ist mehr...
      Ich belasse es einfach mal hierbei, damit das ganze nicht zu lang wird. Bei Fragen einfach nachfragen.
      Meine Gear Liste
      Für Fotos einfach mal auf meinem Instagram-Account vorbeischauen, ihr dürftet auch keinen Account brauchen.
    • Von Emmerax
      Hallo zusammen,
       ich benötige mal eure Meinung, zu meiner Packliste. Was kann man noch optimieren? Was fehlt?
      Es ist gerade der erste Entwurf und ist sicher noch Optimierungsfähig:
      https://lighterpack.com/r/g2l4ya
      Ich würde mich über eure Rückmeldungen, Ideen und Anregungen freuen.
  • Benutzer online   26 Benutzer, 1 Anonym, 132 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.