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Ultraleicht Trekking

10 Tage Sarek August 2023


Namie

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Packliste

Guten Morgen, die Aufregung steigt, der Urlaub rückt näher und endlich ist auch Zeit vieles schon mal vorzubereiten. 
Nach dem sich meine Ausrüstung doch ganz schön verändert hat zum letzten Jahr und dieses Forum nicht ganz unbeteiligt war und ist, möchte ich hier meine Vorbereitung teilen.

Erst mal ein paar Eckdaten: 

Meine 10 Tage Sarek Tour ist nur ein Teil des Schwedenurlaubs und der genaue Starttag ist etwas variabel wird aber so um den 2-5 August liegen.

Start und Ende ist Kvikkjokk, hier werde ich von meinem Partner abgeladen und wieder aufgesammelt (er geht zwischenzeitlich Angeln :-) )

Mein „Plan ist der Südwestliche Teil des Sareks zu erkunden. Ich habe diverse Tourmöglichkeiten schon fast auswendig gelernt. Ich habe auch ein, zwei Wunschrouten. Da jedoch das Wetter im Sarek sehr abwechslungsreich sein kann (und es die niederschlagreichste Gegend Schwedens ist) habe ich von vorne herein entschieden mich im Kopf nicht so fest zu legen. Ich werde mich den Gegebenheiten anpassen. D.h. z.B die Hochebene Luohttoláhko und der Naite wären schön, bei unpassendem Wetter bleibe ich jedoch einfach in den Tälern, die sicher auch wahnsinnig viel zu bieten haben!
Also Motto ist „Flexibel sein“

Wie oben geschrieben ist der Sarek die niederschlagreichste Gegend Schwedens, hier habe ich mich Mental auf 10 Tage mit Regen eingestellt und freue mich dann einfach um so mehr über jede Regenfrei Stunde.

Zu meiner Packliste.

Rucksack= Weitläufer  Agilist & warum ein Fanny Pack => erst dieses Jahr gekauft und es war liebe auf‘s erste Tragen.
Mir war schon eine Weile bewusst das ich meine Rucksäcke immer länger brauche und tiefer trage als man das so auf Bildern sieht, warum wurde mir jedoch erst durch den Beitrag von @Mia im Zelt und ihrem selbstgenähten Hüftgurt klar. Ich habe eine sehr typisch weibliche Hüft-Becken-Taillen-Form uns so kamen Hüftgurte und ich nie richtig zusammen. Nun bemängeln viele den einfachen Gurt den der Agilist als Hüftgurt mit sich bringt => aber dieser ist in sich etwas flexibler als diese dicken festen gepolsterten Hüftgurte und schmiegt sich passend an mein Becken :x So mit ist mir der Rucksack jetzt „fast“ zu lang, da ich dass erste mal einen Rucksack so tragen kann wie gedacht. 
Ein bisschen Sorge hatte ich ob ich alles in und an den Rucksack bekomme. Aber der Test gestern hat bewiesen das geht! Jedoch hatte ich da auch schon auf eine kleine Lastenverteilung durch Gürteltasche gesetzt. So trage ich aber auch auf keinen Fall mehr als 12 kg am ersten Tag im/am Rucksack. Danach wird es so wie so leichter. 
=> soweit ich weiß gibt es in Kvikkjokk eine Rucksack Waage, die will ich auf jeden Fall besuchen und mal schauen wie es dann wirklich aussieht am Start Tag.

Das Fanny Pack habe ich auch dabei da ich festgestellt habe das die Tasche am Rucksackträger die ich extra mit bestellt hatte mich eher stört. Eine Hüfttasche an dem weichen Hüftgurt des Rucksacks zu tragen erschien mir auch nicht ganz so zuverlässig - hängt runter sobald der Hüftgurt aufgemacht wird - so kam es gerade recht das ich die Hybergtasche von @Robert Klink erstehen konnte.

Hier dürfen es sich dann die Powerbank, Handy und die Tagesration Trogenobst und Riegel gemütlich machen. 
 

Das führt uns direkt zum Thema Powerbank => ich weiß die ist recht groß, ich möchte jedoch sehr gerne Videos aufnehmen, werde sicher einige Fotos machen und rechne auch mal mit kälteren Nächten bei denen der Handyakku auch mal schneller leer geht. Auch Muski oder Hörbuch zum einschlafen sind für mich schön…. am Ende trage ich hier vielleicht ein paar Gramm „Angst ohne Strömlinge da zu stehen mit“ Aber das ist ok. Und nach den 10 Tagen werde ich dazu Resümee ziehen und schauen was sich da in Zukunft verändern lässt.

Eine neue leichtere Powerbank die bei ähnlicher Leistung leichter ist,  war nach neuem Rucksack, Zelt und Schlafunterlage für dieses Jahr auch einfach nicht mehr drin! Das bleibt für nächstes Jahr.

 

Zelt => X-Mid Solid 1 Personen Zelt: durch das Feedback und die Hilfe hier habe ich mir dieses zugelegt und bin bisher schon sehr glücklich damit. 
Es lässt sich sehr gut aufbauen und das Beste ist ich kann das Außenzelt aufbauen und dann von innen das Innenzelt einhängen. Sehr gut wenn’s viel Regnet beim Auf und auch beim Abbau des Zeltes. 
Ich habe jedoch alle Abspannleinen verlängert und direkt mal um 4 mögliche Zusatz Punkte ergänzt. Da ich durchaus mal mehr Wind erwarte, kann das kein Schaden sein. Auch habe ich noch zwei längere Reebschnüre dabei um im Fall der Fälle noch weiter aufrüsten zu können (diese Schnüre dienen am Tag dazu meine Isomatte zusammen und am Rucksack zu halten). 
Auch mit Heringen habe ich aufgerüstet da waren mir 6 etwas knapp bemessen. So habe ich jetzt 12 Heringe die im Notfall zum Einsatz kommen können. Mir ist eine gute Unterkunft bei schlechten Wetter schon viel wert. 
Insgesamt wiegt mein Zelt so jetzt 1026 Gramm. Ich finde das passt. 

Quillt: da der alte Daunenschlafsack meines Partners schon letztes Jahr eher schlecht als recht war, habe ich mir einen Quillt von GramXpert zugelegt. Aus ethischen Gründen möchte ich Daune nicht „neu“ kaufen und habe auf Apex gesetzt. Mit den 233 sollte ich warm schlafen! 
 

Schlafunterlage:  Diese habe ich erst jetzt noch verändert. Meine Alte Thermarest war über 740 Gramm schwer und ich habe trotzdem nicht so richtig super drauf geschlafen. Ich hasse es nachts mit Armen oder Füßen runter zu rollen. Da ich jedoch recht hart schlafen kann und die Ausfallsicherheit einer Evazotte Matte bei ca. 99% liegt habe ich mir diese Doppelmatten zugelegt. Meine Gedanken dazu: eine der Matten bleibt in dieser doppel Größe und kann unter das Innenzelt gelegt werden. So dient sie gleich als Zeltbodenschutz und als Boden für die Abside. Brauche ich es wärmer lege ich sie doppelt unter den Zeltboden und habe dann eben keinen trockenen Boden in der Abside. 
Für innen habe ich die Doppelmatte in (bisher) 3 Teile unterteilt, 1 mal 50 cm auf 200 Länge (evtl. wird hier noch gekürzt) diese kommt als erstes auf den Zeltboden, dann habe ich die zweite Hälfte auf 150 Länge und 50 cm Länge unterteilt. Zum einen lässt sich so die 150 cm Falten und als Rückenteil für meinen Rucksack nutzen, zum anderen reicht es für die Beqemlichkeit bis zu den Waden, die restlichen 50 cm sind gefaltet schnell außen am Rucksack befestigt und ein griffbereites Sitzkissen. Nachts kann dieser Teil dann da noch unterstützen wo ich es brauche. 
Sicher nicht das „einfachste“ Schlafsetup aber ich finde super vielfältig und bin neugierig wie mein Resümee am Ende der Tour aussieht! 
 

Zu dem Klamotten die ich trage: ich wandere einfach super mit Merino. Für mich funktioniert es besser als alles Andere. Da es im Sarek auch im Sommer recht frisch werden kann bin ich eher warm bekleidet unterwegs. 
Meine Regenjacke ist sehr schwer, ich hatte sie mir jedoch erst letztes Jahr kurz bevor ich in dieses Forum kam, gekauft und da sie wirklich sehr, sehr gut bei Wind und Regen zu tragen ist, ich nicht darunter schwitze und sie auf 8 Tagen Kungsleden jeden Tag am Körper war, setze ich weiterhin auf diese Jacke… die wird auch noch ein paar Jahre bleiben. 
Dafür verzichte ich auf meinen Regenrock. Letztes Jahr kam dieser bei meiner Freundin zum Einsatz da ihr Poncho an Tag eins schon undicht war. Und nach 8 Tagen Regen und Nässe habe ich ihn nicht einmal wirklich vermisst. Mich stört es nicht wirklich wenn meine Beine nass werden. Solang ich abends in warme trockenen Klamotten wechseln kann. Auch besteht die Möglichkeit das die Beine sowieso beim Furten nass werden … 

Regenhosen waren noch nie mein Ding :shock: daher ging die Überlegung nicht in diese Richtung.

Ansonsten gibt es über meine Klamotten wohl nicht viel zu sagen. Vielleicht noch das ich die halben Handschuhe wirklich selbst an warmen Tagen trage da ich selbst im Sommer schnell kalte Finger bekomme… sich dann mein Karpaltunnel verengt und ich kein Gefühl mehr in den Fingerspitzen habe => total blöd. Mit Handschuhen passiert das nicht! 

Schuhe: bitte nicht über das Thema Five Fingers diskutieren…. Außer du bist selbst Barfußläufer*in 

Wichtig hierzu ist das ich mich seit einiger Zeit darauf vorbereite.
 Prinzipiell verfolge ich nicht das Thema „mit trockenen Füßen durch den Tag kommen“. Ich setze auf => nachts trockene und warme Schlafsocken. Tag‘s über Schuhe die ich nicht umziehen muss. Meine Füße kamen letztes Jahr gut damit zurecht an ca. 6 von 8 Tagen nass zu sein, der Vorteil in den Five Fingers ist dass nun die Schuhe noch schneller trocknen und meine Füße auch nass wärmer bleiben da die Füße und Fußmusklen sich viel mehr bewegen und somit den Fuß heizen. 
 

Kochen:

Dieses Jahr mit xBoil unterwegs muss ich in Mittelschweden noch vor der Tour mal testen wie viel ml. ich brauche um das doch sehr kalte Wasser zum Kochen zu bringen. Ich habe erst mal 750ml angesetzt wenn ich dann feststelle ich kann weniger mit nehmen ist der Rucksack etwas leichter…besser als umgekehrt :-) 

 

Sonstiges: hier nehme ich eine echte Karte als Sicherheit mit. Sollte alles andere ausfallen (Handy, InReach) stehe ich nicht ganz im Wald da hier nicht zwingend zu erwarten ist das Jemand vorbei kommt der mir Hilft, will ich mir möglichst selbst helfen können .

Beim Essen gönne ich mir täglich den Kaffe, um ihn etwas sinnvoller zu gestalten gibt es diesen mit Kakao gemischt. 
Ansonsten bin ich durch diverse Lebensmittelunverträglichkeiten etwas beschränkt in der Auswahl. Mit Hunger schmeckt der Kartoffelbrei aber auch am 9 Tag noch! :-) 

So viel zur Vorbereitung. Mal schauen was ich dann Mitte/Ende August zu berichten habe. :-) 

 

 

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Am Ende noch mal ein großes Danke an die vielen Fragenbeantworter und Bestell aus den USA Helfern! D A N K E !

Bearbeitet von Namie
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vor einer Stunde schrieb oceangoing:

Hallo @Namie, ich wünsche dir ganz viel Spaß und wenig Regen auf deiner Tour! :) Was ist das für ein brauner Behälter am Karabiner außen an deinem Rucksack?

Das ist ein Eisbecher, wiegt 10 Gramm,  den ich mir als Luxus Tasse mit nehme. Um einfach direkt aus den Flüssen und Bächen zu trinken außerdem habe ich auch getestet das er sich auch für Heißgetränk eignet. 

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Ich habe bis vor kurzem auch immer die „afrikanischen“ Kaffee Togo Becher :D benutzt, also das gleiche wie Namie, nur schmal und hoch, statt breit und flach… Allerdings fand ich es nicht so schön, wenn ich Kaffee daraus trank, das nach ein paar Tagen da wo der Boden mit der Wand verbunden ist, sich ein von Mal zu Mal dunkler und fetter werdender dunkler Rand bildete.

Daher bin ich auf ne Titan Tasse von Evernew, 220ml, 31g umgestiegen.

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vor 1 Minute schrieb RaulDuke:

Ich habe bis vor kurzem auch immer die „afrikanischen“ Kaffee Togo Becher :D benutzt, also das gleiche wie Namie, nur schmal und hoch, statt breit und flach… Allerdings fand ich es nicht so schön, wenn ich Kaffee daraus trank, das nach ein paar Tagen da wo der Boden mit der Wand verbunden ist, sich ein von Mal zu Mal dunkler und fetter werdender dunkler Rand bildete.

Daher bin ich auf ne Titan Tasse von Evernew, 220ml, 31g umgestiegen.

Also ich hatte jetzt im Vorfeld einen weiteren Becher sehr abwechslungsreich genutzt und der war nach 14 Tagen immer noch ok! 
Ist aber nicht so dass ich mich nicht gerne dazu opfere mir noch mal ein Eis in meinem Lieblingseisladen zu kaufen um einen weiteren Becher als Ersatz zuhause zu haben :-)  

Ich kann ja mal berichten wie sich mein Becher nach 10 Tagen Wildnis so gemacht hat! 

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Das Hersteller Gewichts Limit vom Agilist reizt du ja ziemlich aus laut Liste bzw laut deinen Angaben - bist du mit dieser Beladung schonmal ne Weile so gelaufen? Ich meine, der wird sicher nicht gleich durchkrachen an allen Nähten, aber für nen frameless Pack ist das schon eine Hausnunmer an Zuladung... vom Komfort mal ganz zu schweigen.

Viel Spaß da oben!

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Am 11.7.2023 um 08:21 schrieb fatrat:

Das Hersteller Gewichts Limit vom Agilist reizt du ja ziemlich aus laut Liste bzw laut deinen Angaben - bist du mit dieser Beladung schonmal ne Weile so gelaufen? Ich meine, der wird sicher nicht gleich durchkrachen an allen Nähten, aber für nen frameless Pack ist das schon eine Hausnunmer an Zuladung... vom Komfort mal ganz zu schweigen.

Viel Spaß da oben!

Ich bin mit ca. 12 kg(also die empfohlene max. Beladung) gelaufen. Nur halb so lang wie die geplante erste Etappe wird. Aber ich fand es nicht unbequem. Ich weiß das ich an der Max. Beladung bin. Andererseits wird es jeden Tag weniger. 


Evtl. kann ich ein paar Gramm noch verbessern. Mal schauen. Ich werde bei Freunden in Schweden, vor der Tour noch mal alles aufbauen, checken, packen, vor allem noch mal die Spiritusmenge ausprobieren…. 
 

Ich werde aber auf jeden Fall danach berichten wie es war, auch wie sich der Rucksack mit dem Max. Gewicht die ersten zwei Tage mit meinem Rücken vertragen hat! 
 

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