Ich weiß, ich bin neu im Forum und mache mich mit der Aussage vielleicht direkt etwas unbeliebt. Trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass selbst bei Schutzausrüstung oft zuerst auf das Gewicht geschaut wird und erst danach auf die eigentliche Schutzwirkung.
Ich persönlich würde bei einem Sun Hoody nichts unter UPF 50+ wählen – unabhängig davon, ob das ein paar Gramm mehr bedeutet. Der Grund dafür ist eigentlich recht einfach: Die üblichen UPF-Testverfahren erfolgen unter Laborbedingungen. Getestet wird neue, trockene und ungedehnte Kleidung. In der Praxis sieht das aber oft ganz anders aus: Das Shirt wurde bereits mehrfach gewaschen, ist durchgeschwitzt und wird beim Tragen ständig gedehnt. All das kann die Schutzwirkung deutlich reduzieren. Aus einem UPF-50-Shirt kann unter realen Bedingungen schnell ein deutlich geringerer Schutz werden, von UPF 20 oder sogar darunter.
Soweit ich weiß, berücksichtigt nur der UV-Standard 801 genau diese realistischen Bedingungen. Leider geben viele Hersteller den verwendeten Prüfstandard gar nicht an, weshalb ich immer zu den Shirts mit dem höchsten Rating greifen würde.
Jetzt sagen einige: "Mit meinem Shirt habe ich noch nie einen Sonnenbrand bekommen." Das mag durchaus stimmen. Allerdings unterscheiden sich Hauttyp, UV-Index, Aufenthaltsdauer und viele weitere Faktoren von Person zu Person. Außerdem bedeutet "kein Sonnenbrand" leider nicht automatisch, dass die UV-Belastung unbedenklich war oder kein erhöhtes Hautkrebsrisiko besteht.
Das war jetzt vielleicht etwas off-topic, aber ich bin aktuell ebenfalls auf der Suche nach einem Sun Hoody und musste das nach dem Lesen des Threads einfach einmal loswerden. Ich hoffe, ihr seht es mir nach :)