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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 10.10.2026 in allen Bereichen

  1. Spice Kits

    wechsel-wild und ein anderer reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Vielleicht gibt es ja noch Andere, die nicht nur Fertig-Tütenfrass unterwegs essen, sondern etwas variabler auch mit dem was es lokal gibt, kochen. Dafür habe ich immer rel viele Gewürze bei, das Thema ist der Transport bzw die Aufbewahrung... Standard-Mehrfach-Gewürzstreuer finde ich da nicht so günstig, alle Fächer gleich groß, schlecht schnell zu dosieren, Plastik usw lange habe ich kleine Zipbeutel genommen, da ist das Problem, daß im Laufe der Zeit Gewürze in der Dichtlippe hängen bleiben, sie sich dann nicht mehr vernünftig verschliessen lassen und eben halt wieder KF. Seit mehreren Jahren benutze ich nun Leer-Sets von Spaacks und finde das perfekt. Unterschiedlich große Glasröhrchen mit Metall-Schraubdeckel, sollte mal eins kaputtgehen, gibt es die für einen fairen Preis als Ersatz. das ganze Ding ist für Metallkästchen & Glasröhrchen echt leicht, läßt sich super dosieren, leere Röhrchen gut reinigen, perfekt. Gibt es in unterschiedlichen Größen, meins unten etwas so groß zugeklappt wie ein Kartenspiel etwas dicker, Zusammenstellungen, kann ich empfehlen.
  2. Spice Kits

    wechsel-wild und ein anderer reagierte auf rajatas für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Bei mir ist die Gemüsebrühe mittlerweile in einem kleinen 100ml Folienbeutel mit dabei (mit Schraubverschluss). Das Olivenöl in einer Nalgene PE-Flasche, weil ich bei allem anderen große Vertrauensprobleme habe, was Öldichtigkeit angeht. Das fliegt mit paar aus Maß geschweißten Vakuumbeuteln mit gedruckten Schraubverschlüssen in meinem Food Bag rum und wird unterwegs nachgefüllt. Andere Gewürze sind Bonus und müssen vom Wegesrand kommen, könnte man aber auch in zusätzlichen Folienbeuteln deponieren.
  3. Kurioses am Wegesrand

    Cullin und ein anderer reagierte auf wechsel-wild für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Beschrankter Bahnübergang auf der Via Scandinavica bei Fredeburg. Irgendwas stimmte mit den Schranken nicht 🤔
  4. Fast wie Wildcampen: campu.eu

    traveloors reagierte auf icefreak für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Bin durch Zufall auf die Plattform campu.eu gestossen. Das ist quasi Airbnb für Camper aller Art. Gegründet von einem tschechischen Pärchen, denen Wildcampen zu heikel und der etablierte Campingplatz zu weit weg von der Ursprungsidee des Zeltens war. Entsprechend finden sich 99% der Angebote in Tschechien. Das Angebot reicht von der puren Wiese mit Feuerstelle (ohne Wasser und Toilette!) bis hin zum reinen WoMo Stellplatz an der Skipiste. Wir hatten zuerst ein kleines grünes Paradies, mit Trockenklo (da ist man aber lieber in den Wald gegangen) und neulich eine Art „Clubcamping“ mit dem Pflegezustand eines Golfplatzes inmitten der Berge des Altvatergebirges. Für 2 Leute mit kleinem Zelt und Motorrad waren jeweils um die 14 € fällig. Man fragt vorher via Website oder App an, bekommt dann erst die genauen Korrdinaten bzw. Anfahrthinweise. Da kann es auch schon mal 300m über ausgewaschenen Feldweg gehen. Bezahlt wird nur online. Ausschluß von Parties, großen Gruppen und überhaupt jeder Art von Lärm ist Teil der Regeln. Hier ist unsere Wiese am Kräutergarten, irgrendwo südlich von Prag: OT: Ja, auch mit dem Mopped wird UL-like gecampt sonst hätte die Klettersteigausrüstung nicht mehr reingepasst.
  5. Selbstverständlich.... Angeblich könnte man doch wieder bei 230g landen aber im echten Leben wäre ich schon froh irgendwo bei 250g rauszukommen. Schauen wir mal was daraus wird. Hinweis zur FreeCAD-Datei (.FCStd): Die oberen 3D-Darstellungen sind eher zur Veranschaulichung gedacht. Bitte zieht daraus keine Rückschlüsse auf den Verschluss oder die Anbindung an die Heringe, denn diese Details sind dort nicht korrekt umgesetzt. Maßgeblich sind die Schnittmuster, die Draufsicht und die Querschnitte. Aber selbst hier würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen 😅 v1tent_V4_Drawings_EN.pdfv1tent_V4_Zeichnungen.pdfv1tent_V5_DXF.zipv1tent_V5_Drawings_EN.pdfv1tent_V5_Zeichnungen.pdfv1tent.FCStd
  6. Kurioses am Wegesrand

    Blickpunkt reagierte auf Jones für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Auf dem Westweg. Warum auf die Gemeinde warten bis es erledigt ist?
  7. Servus Capere, ich habe Dich auch reddit angeschrieben die Tage Vielen Dank für deine tolle Arbeit und teilen der Dateien. Mit FreeCAD und MCP Addon konnte ich mal in einer Feierabendsession deine Originaldatei etwas auf meine wünsche Anpassen. Ich bin 180 Groß und würde gerne auf einer regular wide schlagen mit Kopfkissen. Dann wird von Haus aus alles etwas größer und leider auch schwerer... ich hab mal ein PDF erstellen lassen wo claude zumindest behauptet das ich ca. bei 283g rauskommen würde (keine Ahnung wie plausibel das ist). Anbei noch ein paar Bilder ohne Garantie auch Richtigkeit oder sonst was das war nur mal eine Spielerei an einem freien Abend. Vielen Dank nochmal für deine Pionierarbeit... falls daraus jemals was werden sollte gibts echte Bilder und die natürlich die Spende v1tent_V3_Zeichnungen.pdf
  8. Einführung In diesem Bericht fassen wir Erfahrungen zusammen, die wir während unserer diesjährigen Wanderung auf dem GR5/GTA gesammelt haben und stellen nützliche Informationen bereit, die bei der Planung einer ähnlichen Tour unterstützen können. Mit „wir“ meinen wir uns, zwei Wandersmenschen aus Aachen, die im Sommer 2026 auf dem GR5, auch als „Grande Traversée des Alpes“ (kurz GTA) bezeichnet, vom Genfer See nach Menton gewandert sind. Unser Anspruch ist es, euch die Informationen möglichst kompakt und übersichtlich aufzubereiten. Ob uns das gelungen ist…das dürft ihr am Ende bewerten. Aber seid gnädig, es ist unser erster Beitrag im Forum 😀 Nach einer kurzen Aufführung der Key-Facts unserer Reise schreiben wir über die Vorbereitung, den genutzten Wanderführer, die Navigation, die erlebte Flora und Fauna, das Wetter, unsere Ausrüstung, Unterkünfte, über die Verpflegung auf Tour und abschließend noch kurz über ein paar Sicherheitsaspekte. Ach ja, zwischendurch gibt es natürlich auch ein paar Fotoimpressionen 😊 Genug Vorgeplänkel, jetzt rein in die Wanderschuhe und los geht’s! Unsere Reise Die Idee, den GR5 in den französischen Alpen zu wandern, verfolgt uns schon längere Zeit, die Entscheidung, dieses Abenteuer im Sommer 2026 zu beschreiten treffen wir im Frühjahr und beginnen somit einige Monate vorher mit der Vorbereitung. Dazu mehr im entsprechenden Kapitel. Jetzt schreiben wir diesen Erfahrungsbericht im September rund einen Monat nach der Rückkehr vom Mittelmeer. Hier einige Randdaten zu unserer Tour: Start: St. Gingolph (Anreise per Bahn über Lausanne und St-Maurice) Ziel: Menton (Abreise per Bahn über Ventimiglia und Mailand) Hauptroute: GR5/GTA (im Folgenden GTA genannt) Abweichungen von der Hauptroute: Höher gelegene offizielle Alternativroute am Mont Blanc GR55 von Val Claret bis Modane GR52 von Saint-Dalmas-Valdeblore bis Menton Zurückgelegte Strecke: ca. 590 km Gesamter Anstieg: ca. 34.700 hm Unterkünfte: Zelt (Wildcamping, Campingplatz und Biwakplatz) Wanderzeitraum: 22.07.2026 Nachmittag – 17.08.2026 Vormittag (26 Wandertage, keine Pausentage) Jetzt noch ein paar kurze Infos zu uns. Wir sind 25 und 29 Jahre alt, haben ein solides Fitnesslevel und ein bisschen Bergerfahrung (1. Person: zwei kleinere Hüttentouren von 3-5 Tagen und 2. Person: mehrere kleine Hüttentouren und ein anderer Fernwanderweg - GR11, Pyrenäen im Juni 2023). Wir würden uns demnach niemals als Bergprofis oder Ähnliches bezeichnen. Wir waren halt einfach schon mal in den Bergen unterwegs. Mit dem Schlafen im Zelt waren wir beide schon aus früheren Touren vertraut. Insgesamt ist der GTA ein toller Fernwanderweg durch die französischen Alpen. Die Wege sind gut ausgebaut bzw. ausgetreten, angenehm zu laufen und es gibt wenig anspruchsvolle Stellen. Trotzdem verliert man nicht das Gefühl, im Gebirge unterwegs zu sein und kann an jeder Ecke Blicke auf wunderschöne Landschaft erhaschen, Tiere beobachten und die Pflanzenvielfalt bestaunen. Das Besondere an so einem Fernwanderweg sind ja auch die Veränderungen im Landschaftsbild und in Flora und Fauna, die sich über die vielen Kilometer ergeben. Ein kurzer Hinweis noch: Auf dem GTA bewegt man sich nicht über mehrere Wochen mehr oder weniger allein durch unberührte Natur, die Alpen sind in Frankreich sehr gut erschlossen. Der Weg führt durch beliebte Urlaubsgebiete, bekannte Nationalparks, passiert zahlreiche Ortschaften, kleine und mittelgroße Städte und quert (im Sommer) verwaiste Skigebiete. Auf den ersten beiden Dritteln des GTA, insbesondere rund um den Mont Blanc, ist recht viel los und man teilt sich die Wege mit Tagesausflügler*innen, Hüttentourmenschen und geführten Wandergruppen. Das erwähnen wir nicht, um den GTA unschmackhaft zu machen, sondern um euch eine realistische Vorstellung zu geben. Im Vergleich zum GR11 in den Pyrenäen war auf dem GTA deutlich mehr los. Dazu muss man aber auch bedenken, dass unsere Wanderzeit auf dem GTA in der absoluten Hochsaison lag. Nichtsdestotrotz bot uns der GTA an allen Tagen auch ruhigere Stunden, in weniger frequentierten Abschnitten, auch Tage mit nur sehr wenigen Menschenbegegnungen und zahlreiche einsame Nächte in den Bergen. Insbesondere in den weniger gut angebundenen höheren Gebieten, bei nicht so gutem Wetter und morgens und abends war es meist ruhig. Vorbereitung Manchmal aufwendig und nervig, aber ein bisschen Vorbereitung sollte vor einer solch großen Tour erfolgen. Und fangt nicht zu spät damit an, sondern nehmt euch Zeit. Wir haben unsere Reise über mindestens 4 Monate geplant. Angefangen mit der Festlegung des Reisezeitraums, über das Buchen von Zugtickets bis zur finalen Auswahl unserer Ausrüstung, worauf wir später noch genauer zu sprechen kommen. Der Wahl des Reisezeitraums kommt bei der Buchung der Tickets natürlich eine besondere Bedeutung zu. Aber woher soll man vor der Tour wissen, wie lange man braucht? Wir haben uns durch verschiedene Blogs gelesen und herauskristallisiert hat sich eine Wanderdauer von ca. 25-35 Tagen. Da wir vermuteten, dass wir durchschnittlich schnelle Wandersmenschen sind, sind wir von einer Wanderzeit von ca. 30 Tagen ausgegangen. Wir wollten noch mindestens 2-3 Tage am Mittelmeer verbringen, haben uns einen kleinen Puffer von ebenfalls 2-3 Tagen für Pausentage, Krankheit oder sonstige ungeplante Zwischenstopps eingeplant und somit die Rückreise für den 25.08.2026 angesetzt. So hatten wir insgesamt 35 Tage Zeit. Tatsächlich haben wir keine Pausentage gemacht, haben uns nicht ernsthaft verletzt, sind nicht krank geworden und haben 26 Wandertage benötigt. An den meisten Tagen sind wir zwischen 9-11 Stunden unterwegs gewesen, inklusive 1,5-3 Stunden Pause für Frühstück, Mittagessen, Einkauf oder auch einfach mal zum Verschnaufen und Ausblick genießen. Außerdem ist für die Festsetzung der Reisedauer gut zu wissen, dass die Route einige Möglichkeiten der Abkürzung oder Verlängerung bietet. Wer z.B. nach Nizza (GR5) und nicht nach Menton (GR52) geht, spart gut 2-3 Tage ein oder rund um den Vanoise Nationalpark gibt es den GR55 (höher und kürzer) oder den GR5E (flacher und länger) als Alternativen, die ebenfalls 1-2 Tage abkürzen können. Wenn nun also ein paar Tage Krankheit dazwischenkommen, kann einfach spontan eine kürzere Route genutzt werden oder auch ein kurzer Bustransfer sinnvoll sein. Wer nicht mal schnell einen Monat frei machen kann oder möchte, kann den GTA auch in Teilen laufen. Wir haben ein bisschen diskutieren müssen, weil der Weg wirklich viele schöne Abschnitte hat, aber wenn wir jetzt nur eine Woche Zeit gehabt hätte, wären wir das Teilstück zwischen Landry und Briancon durch den Vanoise Nationalpark auf dem GR5 und GR55 gelaufen. Vielleicht noch zwei Hinweise für die Anreise nach St. Gingolph und die Abreise aus Nizza bzw. Menton. Wir haben, weil der Weg ja am GENFER See startet, den dummen Fehler gemacht und auch unsere Zugtickets bis nach Genf gebucht. Wenn ihr von St. Gingolph starten wollt, dann bucht auch eure Tickets auf jeden Fall direkt bis dorthin. Der Zug fährt dann nämlich auf der Ostseite des Sees entlang. Genf liegt an der Westseite. Die Abreise vom Mittelmeer kann insbesondere zur Hauptsaison schnell zu einer teuren Angelegenheit werden, wenn nicht 4-6 Monate im Voraus gebucht wird. Wir sind mehr durch Zufall auf eine sehr komfortable und recht günstige Verbindung gestoßen, die wir 4 Monate vor Fahrdatum gebucht haben. Und zwar fährt diese nicht durch Frankreich, sondern durch Italien. Von Nizza bzw. Menton kann mit einem Regionalzug entspannt nach Ventimiglia (Italien) gefahren werden. Von dort über Genua nach Mailand. Aus Mailand gibt es einen Eurocity nach Frankfurt und schon seid ihr innerhalb eines halben Tages mitten in Deutschland. Weitere Sinnvolle ToDos für die Vorbereitung nun stichpunktartig: Ausrüstung zusammenstellen/kaufen/ausleihen und testen (siehe Kapitel) Je nach Fitnessstatus etwas trainieren (haben wir allerdings kaum gemacht) Navigation planen und Offline-Karten beschaffen (siehe Kapitel) Wanderführer beschaffen oder über Lebensmittelläden/Unterkünfte/ Wasserstellen/Höhenprofil informieren (siehe Kapitel und pdf-Anhang) An- und Abreise planen Wanderführer Für eine Fernwanderung kann es sich lohnen, sich einen Wanderführer zuzulegen. Weniger für die Beschreibung des Weges oder der Landschaft, sondern insbesondere für Informationen über Schlaf- und Einkaufsmöglichkeiten, Wasserbrunnen oder Besonderheiten bei den Campingregeln. So muss man nicht im Vorhinein alles akribisch recherchiert und notiert haben, sondern kann einfach immer die Wegbeschreibungen der nächsten Tage lesen und dementsprechend planen. So ist es beim Einkaufen z.B. überaus praktisch zu wissen, wann man das nächste Mal wieder einkaufen kann, um nicht zu viel und nicht zu wenig mitschleppen. Auch wenn man beim Trinkwasser im Sommer wirklich nicht sparen sollte, kann sich auch hier lohnen, die Wassermenge zu beschränken, wenn in nächster Zeit noch weitere Wasserstellen kommen. Für die Tour auf dem GR11 vor drei Jahren ist der entsprechende Wanderführer vom Cicerone Verlag zum Einsatz gekommen und waren damit sehr zufrieden. Jetzt haben wir wieder den Wanderführer dieses Verlags gekauft, in der Hoffnung auf ähnlich sinnvolle Informationen. Leider stellte sich der Wanderführer zum GTA „GR5 Trail“, erschienen 2025, eher als Wanderführer für Menschen ohne Zelt heraus. Es wurde zwar auf die meisten Biwakplätze und offiziellen Campingplätze hingewiesen, aber ein Großteil der Wasserstellen und mögliche Orte fürs Wildcampen wurden nicht beschrieben. Die Wegbeschreibungen waren dafür sehr ausführlich. Das Ärgerlichste war jedoch, dass jegliche Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel als „Shop“ beschrieben waren. Sowohl der riesige Supermarkt als auch die Campingplatzrezeption, an der drei Packungen Nudeln viel zu überteuert erworben werden können. Mehr zur Verpflegung dann im entsprechenden Abschnitt. Soweit wir wissen, gibt es noch zwei Wanderführer auf Deutsch, die ggf. besser geeignet sind. Wir sind aber trotzdem sehr glücklich, dass wir den Wanderführer hatten und würden ihn jederzeit wieder kaufen, wenn die Alternative wäre, keinen zu haben. An dieser Stelle können wir auch wärmstens empfehlen, den Wanderführer als E-Book zu kaufen, um ihn auf einem E-Reader oder auf dem Handy lesen zu können. Das spart noch mal einiges an Gewicht. Und auf einem E-Reader können während der Tour noch weitere Bücher gelesen werden 😊 Wegführung, Markierung und Navigation Der GTA führt einmal über die französischen Alpen – durch zahlreiche Täler und über viele Bergketten. Dabei nimmt der Weg nahezu keine Gipfel mit, sondern überschreitet die Berge immer an Pässen. Die Wege sind sehr gut zu gehen und es gibt nur wenigen Passagen, in denen man die Hände am Fels zur Hilfe nehmen sollte. Nichtsdestotrotz sind die An- und Abstiege teilweise recht steil und lang, erfordern eine gute Krafteinteilung und insbesondere beim Abstieg knieschonendes Gehen – Wanderstöcke empfohlen. Der schwierigste Abschnitt war auf dem GR52, wo man für mehrere Stunden über Geröllfelder den Berg hochkraxeln musste, und später wieder runter. Der GTA ist durchweg gut markiert. Einerseits gibt es die gewohnten weiß-roten GR-Markierungen und andererseits sind die Zwischenziele meist auf Wanderschildern mit der ungefähren Wanderzeit ausgewiesen. Ein GPS-Gerät zur ständigen Navigation wird demnach nicht benötigt. Es ist jedoch sinnvoll den Track als Backup auch digital dabei zu haben, wenn man den Weg dann doch einmal verlieren sollte. Es gab nur wenige Stellen mit ungenauer Markierung. Da im Gebirge nur sporadisch Internetempfang ist, lohnt es sich die Wanderroute in einer Offline-Karte herunterzuladen z.B. über Komoot. Wir haben uns den .gpx Track (z.B.: hier) heruntergeladen und in die Karten-App „OsmAnd“ importiert. In OsmAnd kann man sich Wanderkarten offline herunterladen und Wasserstellen sind größtenteils eingezeichnet. Diese App ist wirklich sehr empfehlenswert! Zusätzlich hatten wir die Wegbeschreibung und das Höhenprofil des Wanderführers auf dem E-Reader immer schnell parat. Flora und Fauna (ein laienhafter Einblick) Die Botaniker*innen und Ornitholog*innen unter euch müssen wir leider enttäuschen: Wir können euch wirklich nicht sagen, wie all die die Pflanzen, Vögel und sonstigen Lebewesen bezeichnet werden, die wir auf dem GTA beobachtet haben. Was wir euch aber sagen können, es waren einige! Die prominentesten Tiere sind sicherlich Gämsen, Murmeltiere und Steinböcke. Plus natürlich die Kühe und Unmengen an Schafen. Auch einige Geier konnten wir erspähen. Von den Pflanzen her bietet der GTA eine große Vielfalt. Mit jedem Tag der Wanderung gibt es neue Pflanzen zu entdecken und andere Pflanzen verschwinden aus der Landschaft. Von sattgrünen Laubwäldern über moosige Nadelwälder bis zu sandigen Pinienwäldern im stark mediterranen Einfluss war alles dabei. Was uns ganz besonders erstaunt hat, waren die großen Mengen an wilden Himbeeren und an manchen Tagen auch wilden Johannisbeeren und Brombeeren, die teilweise kilometerweit am Wegesrand zu finden waren. Aber bevor wir hier in rechtliche Schwierigkeiten kommen: Das ist keine Verzehrempfehlung für jegliche Beeren, informiert euch besser selbst noch mal, bevor ihr zugreift 😊 Wetter Der vielleicht kritischste Aspekt, sowohl für die Auswahl der Ausrüstung als auch für das Wohlbefinden und die Stimmung während der Tour: Das Wetter. Grundsätzlich kann man während 3-4 Wochen Wanderung mit jeder Wetterlage konfrontiert werden: Regen, Hagel, Sturm, Hitze, Gewitter, Schnee. Bis auf den Schnee haben wir auch alles erlebt. Insgesamt hatten wir aber Glück mit dem Wetter. In den ersten 2,5 Wochen der Tour hatten wir nur an 2-3 Tagen mal kurz oder wenige Stunden unsere Regenkleidung an. Das änderte sich jedoch schlagartig beim Erreichen des Nationalpark Mercantour. Landschaftlich und von der Tier- und Pflanzenwelt ist der Nationalpark wirklich toll. Tiere, die wir die letzten Wochen wenn überhaupt nur hin und wieder aus der Ferne beobachten konnten, kamen plötzlich bis auf wenige Meter an uns heran und waren deutlich häufiger zu sehen: Gämsen, Murmeltiere, Steinböcke, sogar ein paar große Greifvögel haben wir bestaunt. Was das Wetter anging, präsentierte sich das Mercantour zwar vorhersehbar, aber auch nass. Das lief folgendermaßen: Jeden Morgen sagten wir uns „Wow, so tolles Wetter, so wenig Wolken, heute regnet es niemals“. Am Mittag war es dann ein „Naja, es zieht schon zu…“ und nachmittags dann „Kannste mir die Regenhülle drübermachen?“ und „Eins, zwei, drei, …. ,zehn, elf [Buuuuumm]. Das Gewitter ist noch 4 Kilometer entfernt!“. Zum Glück waren die Abende und Nächte dann immer wieder trocken und ruhig. Der viele Regen über dem Mercantour rührt daher, dass die feuchte Meeresluft über dem Gebirge des Nationalparks aufsteigt und sich dann abregnet. Also auf eine Art doch auch motivierend, weil das Meer immer näher kommt. Je näher man dem Meer kommt, desto früher am Tag regnet es übrigens. Wenig Regen in den ersten 2,5 Wochen heißt aber nicht, dass das Wetter optimal war…es war viel zu heiß!!! Wir wussten gar nicht, an wie vielen Körperstellen man schwitzen kann und wo der Schweiß einem überall runterlaufen kann. Insbesondere im Tal und in den Städten hat sich der Hitzesommer mit bis zu 40°C von seiner intensivsten Seite gezeigt. Aber gut, wir haben uns ja auch Südfrankreich und nicht Skandinavien als Ziel ausgesucht… Wir konnten auf dem GTA die allermeiste Zeit entspannt in kurzer Hose und T-Shirt wandern. Abends ohne Bewegung und in der Höhe mit ggf. noch Wind und Regen wurde es aber auch schnell frisch. Daher sind eine Isolationsschicht, z.B. ein Fleece, und eine Wind-/Regenjacke auf jeden Fall Pflicht. Ausrüstung Empfehlungen für sinnvolle Ausrüstung findet man im Internet wie Sand am Meer, jede und jeder hat eine andere Meinung dazu. Daher versuchen wir es hier allgemein zu halten und kurz darauf einzugehen, was für uns gut funktioniert hat. Grundsätzlich gilt aber: Nimm das mit, womit du gut klarkommst und dich wohl fühlst. Was man auf jeden Fall empfehlen kann, ist auf das Gewicht der Ausrüstung zu achten. Ein Kilo mehr oder weniger macht sich auf über 500 km früher oder später bemerkbar. Zur Gewichtsreduktion gibt es dann zwei Möglichkeiten: Einzelne Gegenstände durch eine leichtere Variante ersetzen oder sie ganz weglassen. Manchmal braucht es auch beim Wandern den berühmten Mut zur Lücke 😉 Solange das nicht auf Kosten der eigenen Sicherheit geht… Im PDF im Anhang findet ihr eine Liste mit den wichtigsten Gegenständen unseres Equipments, mit denen wir überaus glücklich waren. Die Liste ist ausdrücklich nicht vollständig. Und ja, wir wissen, dass die ca. 2,5 kg Kameraausrüstung alles andere als zwingend nötig gewesen wären, aber so sind für jede Person eben andere Gegenstände für so eine Reise wichtig. Insgesamt sind wir auf rund 13 kg Rucksack-Startgewicht pro Person inklusive 3 kg Wasser und 3 Tage Essen gekommen. Die am Körper getragene Kleidung haben wir nicht mitgewogen. Das Durchschnittsgewicht auf dem Weg war aber deutlich niedriger, da das Wasser nicht immer voll war und weniger Essen mitgeschleppt wurde. Bevor es mit der großen Reise losgeht, kann es sich lohnen, neue Ausrüstung vorher zu testen. Insbesondere sollten Schuhe eingelaufen sein, vor allem falls es sich um dicke Wanderschuhe handelt. Bei leichten Trailrunningschuhen, die wir für den GTA empfehlen können, ist das sicherlich nicht ganz so wichtig. Aber auch in unseren Altra Olympus haben sich Blasen und Druckstellen gebildet. Da konnten uns nur noch gute Blasenpflaster retten. Unterkünfte und Camping Wir haben auf dem GTA jede Nacht im Zelt geschlafen. Den Großteil der Nächte haben wir dabei „bivouak“ gemacht. In den französischen Alpen heißt biwakieren, dass man für nur eine Nacht an einem Ort schläft, das Zelt erst abends aufbaut und es morgens wieder abbaut. So ist das Schlafen im Zelt auf dem GTA an den meisten Orten geduldet, weshalb z.B. an den schönen Bergseen abends meist mehrere Zelte stehen. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen – rund um den Mont Blanc gibt es Sonderregelungen und auch in den Nationalparks ist das Biwakieren teilweise eingeschränkt. Zum Glück haben einige Berghütten Biwakplätze neben der Hütte, wodurch das Schlafen im Zelt auch in Nationalparks möglich wird. Außerdem gibt es in manchen Gegenden, in denen das Biwakieren verboten ist, trotzdem buchbare Biwakplätze, diese sind kostenlos. Der QR-Code zu der Buchungswebsite ist dann oft auf Schildern ausgewiesen. Es lohnt sich also, sich im Vorhinein zu informieren, wie die Campingregeln in den Nationalparks sind und an welchen Hütten biwakiert werden kann. Das Zelten neben den Hütten kostet meist nur wenige Euro pro Person und beinhaltet die Nutzung von Toilette und Dusche. Im PDF im Anhang findet ihr eine Liste mit allen Hütten, an denen das Biwakieren möglich ist. Insgesamt gibt es noch deutlich mehr Hütten zum drinnen Übernachten. Hierfür lohnt es sich zusätzlich zum normalen Schlafsack evtl. noch einen Hüttenschlafsack mitzunehmen. Ein Großteil der freien Grasflächen in den Alpen ist in Privatbesitz und durch Schaf- oder Kuhherden besetzt. Die Landwirt*innen finden es meist nicht so toll, wenn Zelte auf den Flächen stehen, so unsere Erfahrung. Einmal mussten wir das Zelt um 21 Uhr wieder abbauen und weiterstapfen, weil ein wütender Schafshirte uns partout nicht auf seiner anscheinend privaten Skipiste zelten lassen wollte… Neben den Berghütten gibt es in diversen Städten und Ortschaften auf dem Weg Unterkünfte und Campingplätze. Den GTA auch ohne Zelt zu wandern ist demnach kein Problem, erfordert nur etwas mehr Geld und Organisationaufwand, insbesondere in der begehrten Sommerzeit, in der frühzeitig gebucht werden sollte. Und noch ein kleiner Hinweis zu Unterkünften am Mittelmeer. Es ist teuer, sehr teuer. Der Wunsch nach Entspannung in einer kleinen Wohnung schlägt im Sommer für zwei Personen gut und gerne mit 150-200 € pro Nacht zu Buche. Deutlich günstiger, zumindest in Menton, ist der Campingplatz, welcher sich etwas oberhalb der Stadt befindet. Hier kostet die Nacht nur rund 30 €. Runter in die Innenstadt und zum Strand dauert es zu Fuß nur 10 Minuten und rauf vielleicht 15 Minuten. Laut Internet können nur 3 Nächte am Stück gebucht werden. Wenn man anruft oder direkt vorbeigeht, sind aber auch einzelne Nächte möglich. Verpflegung und Kochen Das lang ersehnte Abendessen nach einem harten Wandertag, der kleine Snack nach einem schweißtreibenden Aufstieg oder der wohlverdiente Zwischenstopp auf der Berghütte. Neben Schlafen, Pinkeln und Kacken ist die Verpflegung auf Tour wohl eines der wichtigsten Bedürfnisse. „Ohne Mampf kein Kampf“ heißt es doch…wobei wir hoffen, dass das Wandern weder kämpferisch noch quälend empfunden wird 😊 Der GR5 bietet in puncto Essensversorgung super viele Möglichkeiten. Lebensmittelläden oder kleine Supermärkte werden meist jeden zweiten Tag erreicht. Bis zum Abzweig auf den GR52 mussten wir für maximal 2-2,5 Tage Essen mitnehmen, also wirklich machbar. Der GR52 hat da andere Ansprüche, dazu gleich mehr. Mit Lebensmittelläden sind Läden gemeint, die einen Großteil der Dinge für den täglichen Wanderbedarf anbieten, aber nicht so groß sind wie der typische Supermarkt in z.B. Deutschland. Wobei es diese Supermärkte auf der Strecke auch hin und wieder in den größeren Städten gibt. Dass die Preise in den Alpen und insbesondere in den abgelegenen Bergläden merklich höher sind als im Tal oder in der Großstadt, hat uns erst etwas erschreckt, es führt aber kein Weg daran vorbei. Wir sind ja glücklich, dass es die Läden überhaupt gibt! Übrigens bieten die Lebensmittelläden teilweise auch Campingbedarf an, wie z.B. Gaskartuschen. Die meisten Läden haben sonntags am Vormittag geöffnet und manche machen an Werktagen eine Mittagspause. Das lohnt sich im Hinterkopf zu behalten. Im PDF im Anhang findet ihr eine Liste mit allen Lebensmittel-Einkaufsmöglichkeiten. Wir haben versucht, die Läden auch grob nach ihrem Angebot zu kategorisieren. Zusätzlich zu den Einkaufsmöglichkeiten gibt es, wie in Frankreich üblich, viele Restaurants in den Ortschaften und Städten. Wenn man gerade nicht im Tal unterwegs ist, kommt man auf dem Weg zusätzlich sehr regelmäßig an Hütten vorbei, die ebenfalls warmes Essen und Snacks anbieten. Es ist also auch möglich, nur wenig Essen mitzuschleppen und dafür häufiger mal auf Hütten einzukehren. So lässt sich das Rucksackgewicht steuern. Wir haben unser Essen aber immer getragen und nicht in Hütten gegessen, was unserer veganen Ernährung geschuldet ist, auf die die Hütten und Restaurants leider nicht verlässlich eingestellt sind. Insbesondere in den heißen Monaten ist die Versorgung mit Wasser sehr bedeutend. Wie oben schon geschrieben, hatten wir in den ersten Wochen fast jeden Tag über 30 Grad, haben uns über jede Minute Schatten gefreut und so viel geschwitzt wie nie zuvor. Über die 3 Liter Wasserkapazität pro Person waren wir äußerst glücklich. Wir haben meist Wasser aus öffentlichen Wasserstellen z.B. an Hütten oder in Ortschaften genommen. Oft stand „Eau potable“ (Trinkwasser) dran, manchmal stand aber auch nichts oder „Eau non controlée“ (Nicht überwachtes Wasser) an den Zapfsäulen. All diese Varianten haben wir getrunken, ohne jegliche Beschwerden zu haben. Wenn ausdrücklich „Eau non potable“ (Kein Trinkwasser) ausgeschildert war, dann haben wir die Münder davongelassen. Wasserstellen gab es an so gut wie jeder Hütte und in jeder Ortschaft. Ansonsten hilft es auch mal in einem Restaurant oder bei Privatmenschen nach Wasser zu fragen, uns hat das noch niemand ausgeschlagen. Wenn nun keine Wasserstelle verfügbar ist, dann bieten Bergbäche eine weitere gute Möglichkeit für Wasser. Wir haben das Wasser dann jedoch gefiltert. Einmal haben wir auch aus einem kristallblauen Bergsee Wasser genommen und zusätzlich zum Filtern noch Micropur Forte Chlortabletten genutzt, um auch Viren aus dem nicht-fließenden Gewässer zu eliminieren. Jetzt aber zum GR52 – der Kür der Tour, der letzten Prüfung vor dem Ziel. Die Alternativroute nach Menton ist nicht nur vom Wandern und vom Wetter her anspruchsvoller als die Hauptroute nach Nizza, sondern auch was die Lebensmittelversorgung angeht. (Nicht falsch verstehen, wir würden immer wieder den GR52 nehmen, weil er landschaftlich einfach toll ist!) Zwischen dem Trennungsort Saint-Dalmas-Valdeblore und der Stadt Sospel (letzte Etappe vor Menton) gibt es keine Einkaufsmöglichkeit. Das sind 85 km oder rund 4-5 Tage zu gehen. Wer sich hier selbst versorgen möchte und nicht auf Essen in Hütten zurückgreifen möchte, sollte sich in Saint-Dalmas-Valdeblore gut überlegen, wie viel Essen benötigt wird. Wir haben aus Versehen sogar für 6 Tage Essen gekauft, weil wir den Supermarkt in Sospel nicht auf dem Schirm hatten und unser Reiseführer noch einen Tag länger eingeplant hatte, als wir am Ende gebraucht haben. Da sind unsere Rucksäcke kapazitätsmäßig auf jeden Fall an ihre Grenze gekommen. Zwischen Sospel und Menton haben wir übrigens nur eine Möglichkeit zum Wasser nachzufüllen gefunden, und zwar an einem super süßen Picknick-Ort, den liebe Menschen für Wandersleute geschaffen haben. Dort gibt es Wasser, Sirup und ein Gästebuch. Wo Trinken und Essen rein geht, muss es auch wieder raus. Unserer Beobachtung nach gab es sehr viele öffentliche Toiletten, auch in mittelgroßen Dörfern. Diese sind ausgeschildert oder mit der oben genannten „OsmAnd“-App auffindbar 😊 Insgesamt kann man sagen, dass die Versorgung mit Essen und Wasser auf dem GTA gut ist, aber auf dem letzten Drittel der Tour etwas mehr Organisation erfordert als in den ersten Wochen. Insbesondere was das Wasser angeht, sind wir Richtung Ende in den Modus „immer alles vollmachen“ übergegangen. Kurzer Zusatz: Wir haben uns als vegan lebende Personen auch auf unserer GTA-Tour vegan ernährt. Wir sind immer wieder erstaunt gewesen, wie wenig das französische Lebensmittelangebot die pflanzliche Ernährung im Blick hat und wie stark der Fokus auf tierischen Lebensmitteln liegt. Dementsprechend schrumpft das Angebot. Andererseits wird man so auch von sehr verlockenden, aber natürlich ungesunden Keksen und Supermarkt-Backwaren ferngehalten. Überall muss ja bekanntlich noch ein bisschen Süßmolkenpulver und nen gutes Stück Butter rein! Nichtsdestotrotz gab es genug vegane Auswahl, um leckere Abendessen zu zaubern und mittags war es dann häufig das Hummus-Baguette mit Oliven… Mobiles Netz und Sicherheit: In diesem kurzen Kapitel möchten wir noch kurz auf die Sicherheit in den Bergen und die Netzsituation eingehen. Da wir zu zweit unterwegs waren, haben wir dem Thema Sicherheit nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit gewidmet, vielleicht naiv? Wir hatten beide je ein Handy dabei. Zusätzliche Satellitenkommunikation wirkte auf uns etwas Overpowered für die doch recht gut angebundenen Alpen. Trotzdem muss man sich im Klaren sein, dass man auch mal einige Stunden oder nahezu ganze Tage kein mobiles Netz hat. Meistens hatten wir zum Akku sparen ein Handy im Flugmodus und das andere ausgeschaltet. Dabei kann es sinnvoll sein, zwischen den Wandernden die SIM-PINs und normalen PINs der Handys auszutauschen. Da der GTA zumindest im Sommer gut besucht ist, muss man im Regelfall nicht lange suchen, um andere Wandernde zu finden, die im Notfall unterstützen können. Und noch eine Empfehlung für alle, die ihre Reise mit Familie und Freunden teilen wollen. Wir haben gute Erfahrungen mit „FindPenguins“ gemacht. In der App kann man z.B. für jeden Tag einen sogenannten „Footprint“ anlegen mit der Position des Schlaf-/Zeltplatzes, Bilder des Tages hochladen und einen kleinen Tagesbericht schreiben. Den Link zur Reise können dann andere Menschen öffnen und die Reise mit verfolgen. Die App ist kostenfrei und für die anschauenden Menschen sind kein App-Download oder eine Anmeldung nötig. Fazit Wow, das waren ganz schön viele Informationen auf einmal. Wer bis hier gelesen hat, verdient unseren Respekt! Hoffentlich haben euch die Hinweise und Erfahrungen geholfen. Wenn ihr weitergehende Fragen habt, zögert nicht sie zu stellen 😊 Jetzt noch unser Fazit zum GTA: Eine Fernwanderung, die auch als erste Fernwanderung gut geeignet ist. Etwas Bergerfahrung ist sicherlich sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Die Versorgungssituation mit Essen und Wasser ist relativ entspannt und bedarf auf den meisten Abschnitten keiner großen Planung. Der Weg ist super markiert, eine digitale Offline-Karte ist aber trotzdem empfehlenswert. Es ist unkompliziert möglich, über den gesamten Weg im Zelt zu übernachten, solange man aufmerksam ist und regionale Sonderregelungen beachtet. Übernachten in Unterkünften ist ebenfalls gut möglich. Je nach Fitnesslevel und Ambition sollten 25-35 Tage eingeplant werden. Wer nicht so viel Zeit hat, kann die Route auch ganz bequem auf mehrere Urlaube aufteilen. Die von uns gewählte Route (GR5, GR55, GR52) hat uns sehr gut gefallen! Die anstrengenden Anstiege wurden mit tollen Aussichten belohnt, wir haben nette Menschen kennenlernen dürfen, haben an traumhaften Zeltplätzen übernachtet und ganz nebenbei einen Monat am Stück Sport gemacht. Der Körper dankt. Der einzige Aspekt, den wir uns auch anders hätten vorstellen können, war die Anzahl an Menschen auf manchen Teilabschnitten. Insbesondere rund um den Mont Blanc wurde es recht voll. Aber als Zeltmenschen hatten wir ja zumindest morgens und abends meist die Natur ganz für uns, also alles halb so schlimm. Abschließend können wir in fester Überzeugung sagen: Die Erfahrungen dieses Wanderabenteuers werden wir niemals vergessen! GTA_Ausruestung_Biwakplaetze_Einkauf.pdf
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