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Ultraleicht Trekking

r0bin

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  1. Würde sagen, dass das sehr subjektiv ist. Ich empfinde mich eher als durchschnittlich sportlich und bin nicht sonderlich schnell unterwegs. Ich werde z.B. in den Alpen öfter von viel schnelleren Wanderern überholt. Ich habe aber einen recht langen Atem und mag lange Etappen. Ich laufe manchmal vor Sonnenaufgang im Dunkeln los bis nach Sonnenuntergang und schaffe so trotz moderatem Tempo auch regelmäßig über 30 Kilometer am Tag, hatte auch schon mal 57 km und 1400 hm. Bezüglich Wehwehchen habe/hatte ich zwei große Probleme: Bei langen Abstiegen bekomme ich Knieschmerzen und meine Haut neigt dazu sich wund zu reiben. Für ersteres haben mir Trekking-Stöcke extrem geholfen. Für letzteres Kinesiotape an den Schultern und Hüftknochen. Darüberhinaus für beide Probleme das inzwischen deutlich geringere Rucksackgewicht. Wenn sich eins der Probleme abzeichnet, versuche ich rechtzeitig die folgenden Etappen stark zu verkürzen. Dann sind es auch mal 10 km. Oder ich lege einen Pausentag ein. Auf meiner ersten längeren Touren dachte ich, es wäre eine gute Idee, die Schmerzen einfach zu ignorieren und weiter zu laufen und hatte dann fast ein halbes Jahr Probleme. Generell sehe ich es wie @TappsiTörtel: Es ist kein Wettkampf. Offizielle Etappen sind eher ein Serviervorschlag als eine Vorgabe. Oft stecken auch kommerzielle Interessen der Gemeinde oder von Sponsoren dahinter, wenn eine Etappe an einem Hotel, Restaurant, Campingplatz o.ä. endet.
  2. Ich mag es nicht, Leute oder Packlisten kategorisch als "das geht nicht ultraleicht" abzustempeln, kommt aber vermutlich wie immer darauf an, wen du fragst. Für einen bekennenden Coldsoaker ist schon ein Kocher unnötiger Luxus. Bei einem zweiten Kocher und - so verstehe ich dein Anliegen - komplexerem Kochen stelle ich mir das allerdings ebenfalls relativ schwierig vor. Der zusätzliche Kocher an sich ist dabei gar nicht mal unbedingt das Hauptproblem das ich sehe. Wenn du zwei Kocher nutzen willst, brauchst du ja auch mehr Geschirr, mehr Brennstoff etc. Was das aufwändige Kochen generell anbelangt: Wenn du Speisen mit langen Garzeiten zubereitest, brauchst du extrem viel Brennstoff. Je nach Tourlänge ist der Brennstoff schnell schwerer als die Kocher. Ultraleichte Töpfe und Pfannen sind in der Regel sehr dünnwandig, wodurch sich die Hitze im Boden schlecht verteilt. Genau in über dem Brenner hast du einen sehr heißen Punkt, weiter am Rand sind die Temperaturen deutlich geringer. Darin etwas anzubraten ohne es anbrennen zu lassen ist ziemlich schwierig. Zutaten für aufwändigere Gerichte sind i.d.R. ebenfalls deutlich schwerer. Frisches Gemüse wiegt einfach deutlich mehr als getrocknete Zutaten und hat noch dazu relativ wenige Kalorien. Eintönig muss es aber aus meiner Sicht keineswegs sein. Man muss auch nicht den ganzen Tag Fertigfraß aus Tüten löffeln. Meine Freundin und ich bereiten uns unsere Trekking-Mahlzeiten für Touren meistens schon zuhause vor mit gedörrtem Gemüse, Instant Nudeln, Kartoffelflocken, Cous Cous, fertig gekochten und wieder getrockneten Hülsenfrüchten, Nüssen, Kernen, Kokosraspeln, Röstzwiebeln etc. vor. Unterwegs machen wir dann im Topf nur noch Wasser heiß, übergießen unsere vorbereitete Mischung und lassen es kurz aufquellen. Ein Linsen-Kokos-Curry mit Reiswaffeln schmeckt dabei auf Tour nicht wirklich schlechter als zuhause, wenn man es frisch zubereitet, vor allem nach einer langen Wanderung. Mit einem Dörrautomaten kann man sogar komplette Gerichte kochen und inklusive Soße etc. auf rückenfreundliches Gewicht trocknen. Wir haben neben unserem kleinen 700ml Toaks-Titan-Topf noch zwei Kunststoffbehälter dabei (siehe hier). So können wir einerseits zwei Portionen zubereiten und essen, während im Topf schon die nächste Portion heißes Wasser für den Nachschlag warm wird. Andererseits haben wir aber auch mehrere Gefäße, die wir für andere Zutaten nehmen können, wenn es eine Resupply-Möglichkeit gab. Wenn also ein Supermarkt in der Nähe der Route liegt oder am Campspot überall Wildkräuter wachsen wird auch gerne mal ein kleiner Salat gemacht. Alternativ kann man da auch gut Hummus als Dip anrühren. PS: Mit einem Potcozy kannst du auch ein zweites Behältnis warm halten und fertig garen lassen, während du gleichzeitig auf dem Kocher das andere Gericht zubereiten kannst, wofür du gerne den zweiten Kocher möchtest.
  3. r0bin

    Flight Cover

    Wenn man sich einzelne Sachverhalte rauspickt und mit einem großen ganzen vergleicht, ist alles vernachlässigbar. "Frischhaltefolie für den Müll ist verhältnismäßig vernachlässigbar" klingt in meinen Ohren wie "Deutschland ist so ein kleines Land, wir machen sowieso keinen Unterschied, weil China...". Bitte nicht als persönlichen Angriff verstehen, aber wenn es gangbare wiederverwendbare Alternativen gibt, die obendrein auch nicht teuer sind, spricht für mich jetzt wirklich nichts für eine Einweg-Lösung aus Frischhaltefolie. Man kann auch einfach aus einem Supermarkt einen passenden Pappkarton + etwas Klebeband oder Gepäckgurt nehmen und den Rucksack darin verpacken. Kostet fast nichts, produziert kaum Müll und schützt vermutlich sogar am besten.
  4. OT: Hat jemand Tips für ultraleichte Baggy-Pants und Goldketten, damit man sich auf dem Trail nicht blamiert, falls man mal zu einem spontanen Battle-Rap-Duell herausgefordert wird?
  5. @MiaTravels Bei Decathlon gibt's einen Minimalrucksack mit 45g. Stark beladen würde ich den nicht aber nutze ihn ganz gerne so bis 1 kg. Kenne den StS allerdings nicht. https://www.decathlon.de/p/rucksack-faltbar-travel-compact-10-liter/_/R-p-309861
  6. Meine Zahlen (500 VS. 2000 Stunden) waren rein fiktiv. Wie lange Alpha und Fleece wirklich jeweils halten, hab ich keine Ahnung. Ich denke aber wir sind uns einig, dass Fleece wesentlich länger hält und wesentlich günstiger ist. Aber wenn wir mal spaßeshalber von den 500 Stunden ausgehen: Ich nutze das Oberteil wie gesagt nur für längere Touren, nicht für Tagestrips oder Overnighter. Leider schaffe ich im Jahr nicht mehr als 3 Wochen längere Touren. Dazu kommt, dass ich ja nicht den ganzen Tag mit Midlayer laufe. Beim Laufen trage ich meist nur einen Baselayer. Das Alpha kommt bei schlechtem Wetter, abends und in kühlen Nächten zum Einsatz. Ohne Rucksack dürfte die Abnutzung deutlich geringer sein. Langzeiterfahrung habe ich noch nicht, ich hoffe aber, dass ich das Zeug mindestens 3 Jahre nutzen kann. Aber ja, ich kann deine Meinung und die Vorzüge eines 0815-Fleeces völlig nachvollziehen. Ich will es weder dir noch sonstwem ausreden. OT: War prinzipiell eine schöne Zeit. Man muss seinen Tag dann eben recht stark nach der Sonne ausrichten. Abends um 21:00 Uhr ins Bett und morgens um 5 wird man wieder munter. Bei Regenwetter wars auch oft nervig, da man von den Gegebenheiten nicht wirklich gut ein Tarp abspannen konnte. Es war aber ein Jahr mit relativ wenig Niederschlägen, da ging es. Meine Freundin fand es auch ziemlich gut. Vielleicht machen wir ja mal nochmal eine Fortsetzung.
  7. Ich hab tatsächlich vor 2 Jahren mal 6 Monate lang mit dem Schlafsack auf dem Balkon geschlafen statt im Bett. 😁 Auch hier hab ich dann aber den alten Billigschlafsack benutzt, mit dem ich als Jugendlicher bei Freunden übernachtet hab. Den hochwertigen Schlafsack von Mehrtagestouren würde ich in so einem Setup nicht nutzen.
  8. Wenn du es erstmal nur ausprobieren und noch kein Geld ausgeben möchtest, kannst du auch mal die Einweg-Dieselhandschuhe von der Tankstelle ausprobieren. Wiegen, wenn ich mich recht entsinne, ungefähr 1g und kann man durchaus mehrere Tage benutzen, wenn man bisschen aufpasst. Mit Trekkingstöcken oder Kletterstellen sind sie aber vermutlich zu fragil.
  9. Ich greife mal das Beispiel des Polartec Alpha Hoodies von oben wieder auf. Das Material hat eine gute Isolationswirkung aber ist, da es eben so extrem fluffig ist, leider auch ziemlich fragil. Selbst wenn ich es sorgsam behandele, so glaube ich, dass bei jedem Waschen ein paar Fasern verloren gehen und wenn man mal an einem Busch hängen bleibt, ist auch schnell ein Loch drin. Wenn wir mal davon ausgehen, dass ich einen Alpha Hoodie 500 Stunden tragen kann, bevor er kaputt ist, dann versuche ich diese 500 Stunden eben nur dort zu nutzen, wo sie mir am meisten nutzen. Auf Tagestouren habe ich kein großes Gepäck dabei, sondern i.d.R. meine Klamotten, was zu trinken und vielleicht zwei Riegelchen. Da wiegt mein Rucksack also ohnehin nur ein bis drei Kilogramm all inclusive. Ob der Midlayer da 100g, 150g oder 300g wiegt, ist mir da relativ egal. Also nehme ich im Zweifel den Fleece, der 2000 Stunden durchhält oder eben einen ausgemusterten und zusammengeflickten Alpha-Hoodie, der mir für die größeren Touren zu riskant wäre. Wenn ich aber zwei Wochen durch die Alpen tingele, ich Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kochzeug, Essen für mehrere Tage usw. dabeihabe, dann wiegt mein Rucksack logischerweise deutlich mehr und da kommt's dann auch auf Gewichtsparen an. Wenn ich hier auf gewichtsoptimierten Kram achte, ist das im Zweifel der Unterschied zwischen 2 oder 5 Kilo Basisgewicht. Ich verstehe komplett, dass langlebige Kleidung immer nachhaltiger ist und man bei z.B. Alpha Kompromisse eingeht. Aber für besondere Anlässe (die längeren Touren), kann ich das für mich persönlich vertreten.
  10. Ich handhabe es es so, dass ich empfindliche Ausrüstung nur für längere Touren nutze. Würde z.B. keine Alpha-Kleidung für einen Waldspaziergang nutzen. Wenn ich aber ein Ausrüstungsteil aus meiner normalen UL-Packliste aussortiert habe, dann wandert das in den Alltagsfundus. Meine ausgelatschten Altra-Trailrunner, bei denen kaum noch Profil drauf ist und die mir fürs Gebirge nicht mehr tauglich erscheinen, nutze ich jetzt zuhause zum Joggen oder für kleine Tagestouren so lange weiter, bis sie wirklich komplett müll sind. Einen Fleece-Pulli von Decathlon, den ich mittlerweile durch leichtere Sachen ersetzt habe, trage ich jetzt einfach so zuhause oder eben im Wald.
  11. Ich denke zumindest ist bei diesem Thema ja die Hürde relativ klein, es einfach auszuprobieren und selbst Erfahrungen zu sammeln. Man muss nicht erst 100e oder 1000e von Euros investieren, um den krassesten Ultraleicht-Waschlappen zu kaufen, um dann im Anschluss zu merken, dass man doch eher der Stinker-Fraktion angehört. Einfach mal losgehen und schauen, wonach du dich fühlst. Wenn du einen kleinen Wasch- oder Spüllappen von DM dabei hast und dann merkst, dass er unnötig ist, wirfst du ihn eben bei der nächsten Mülltonne weg oder lässt ihn auf einem Campingplatz bei den Spülbecken. An Wechselklamotten würde ich maximal ein Baselayer + 1 Satz Unterwäsche/Socken mitnehmen. Den Rest schwitzt man nicht so sehr voll, dass man das ständig wechseln müsste.
  12. Ich hätte jetzt ganz primitiv den bestehenden Henkel abgetrennt und 5-10mm lange Stumel stehen lassen. Dann rundgeschmirgelt, damit man sich an den Kanten nicht daran verletzen kann. dann hätte ich in jeden der Stummel mit einem kleinen Bohrer ein 1-3mm großes Loch reingebohrt. In die beiden Löcher hätte ich dann einen Drahtbügel aus Fahrradspeiche, Einwegkleiderbügel, Titandraht o.ä. reingeklemmt, den man bei Bedarf zur Seite ranklappen kann. Beim Kunststoffknopf am Deckel hätte ich jetzt vermutet, dass der bestimmt einfach von innen verschraubt ist. Den könnte man dann wie bei @schwyzi's 1. Bild durch ein kleines Häkchen ersetzen.
  13. Könnte man nicht vorsichtig mit einem Dremel oder einer Flex kurz vorm Topf den Griff abtrennen und dann die scharfen Kanten bisschen rundschmirgeln/-feilen? Einen kleinen Stumpf könnte man ggf. auch stehen lassen, um einen neuen, minimalistischeren Griff zu befestigen.
  14. Super spannend, @schwyzi! Finde echt super, dass du diese ganzen längst bekannten UL-Weisheiten immer wieder in Frage stellst. Dass Alu oft leichter ist als Titan habe ich jetzt schon öfter gelesen, aber dass je nach Topfauswahl sogar Edelstahl gewinnt, hätte ich nie gedacht. Und die Griffe beim Edelstahlpot könnte man wahrscheinlich sogar noch etwas verschlanken, um den noch weiter zu im Gewicht zu drücken. PS: Mein 700ml Titan Toaks (breiter und flacher als deiner) wiegt inkl. Deckel 88g.
  15. Ich glaube, das ist ziemlich unterschiedlich. Ich persönlich wasche mich, wenn es die Gelegenheit dazu gibt, jeden Tag. In freier Natur verzichte ich auf Seife aber wenn es einen See oder Bachlauf gibt, gehe ich schwimmen oder dusche mich mit einer PET-Flasche oder dem Topf. Unterhose und Socken wasche ich ebenfalls jeden Tag einmal aus. Bei schönem Wetter hänge ich sie in die Sonne. Bei schlechtem Wetter ziehe ich sie einfach abends nass an, wenn ich schlafen gehe. Ist nicht jedermanns(/-fraus) Sache aber funktioniert für mich ganz gut. Oberteil wasche ich bei schönem Wetter abends und hänge es auf. Meine Hose wasche ich höchstens an einem Pausentag. Mir geht's dabei aber weniger um den Eindruck, den andere von mir haben, sondern mehr ums eigene Wohlbefinden. Mit klebligen Beinen und Schweißgeruch schlafe ich schlechter und fühle mich einfach weniger wohl.
  16. Persönlich finde ich es schon OK, wenn mir jemand seine Meinung sagt, auch wenn die konfrontativ ist und meiner Meinung widerspricht. Wenn ich nach "ultraleichten Sektgläsern" fragte und in meinem Faden dann als Antwort kommt, ich solle den Quatsch zuhause lassen, da unnötig und ultraheavy, dann finde ich, dass ich das ertragen muss. Wenn ich kein "Schlachtfeld" will, brauche ich ja nicht darauf einzugehen, ganz nach dem Motto "don't feed the trolls". Wenn ich darauf eingehen möchte, müssen sich solche Leute umgekehrt dann aber auch gefallen lassen, dass ich Ihre Meinung als Gatekeeping und ideologisch einordne. Wenn ich ausschließlich kritische Antworten bekomme, dann sollte ich Fragesteller entweder wirklich mal in mich gehen und mein Vorhaben hinterfragen oder eben überlegen, ob ich mein Anliegen im richtigen Forum formuliert habe. Vielleicht bin ich im SektWanderForum besser aufgehoben. Moderation ist für mich immer ein schmaler Grad zwischen Notwendigkeit, damit es nicht beleidigend oder gar illegal wird und Übel, da es auch leicht als Zensur verstanden werden kann. PS: Ich hasse Sekt und plane nicht, Sektgläser mit auf Tour zu nehmen. Ist nur ein fiktives Beispiel zur Illustration.
  17. Ganz von der Hand zu weisen ist das aber jetzt auch nicht. Bei allen extremen Konzepten ist der Schritt zur Ideologie nicht weit. Bei Ultraleicht steckt das Extreme ja schon im Namen. Aus meiner Sicht ist es für die überwiegende Mehrheit ein normales Hobby oder eben eine Methode zum Verschönern eines anderen Hobbys. Zuweilen nimmt es aber auch fast schon religiöse Züge an. Beziehe das jetzt nicht unbedingt auf die deutschen Foren, aber was man teilweise bei r/Ultralight auf Reddit liest, hat schon Züge von ner Sekte.
  18. Ich weiß jetzt nicht so recht, ob das mit dem Crotch Pot ernst gemeint ist aber so rein subjektiv stelle ich mir den Schritt jetzt als unangenehmste Stelle vor, um Essen beim Laufen auf Körpertemperatur aufzuwärmen. Persönlich wäre es für mich jetzt egal, ob mein Essen Umgebungs- oder Umgebungstemperatur hat, solange der Haferschleim nicht zu einem Klotz gefroren ist. Aber wenn ich so einen Ansatz fahren würde, dann doch lieber im Nacken, zwischen Rucksack und Rücken oder meinetwegen von hinten an den Po. Jedenfalls irgendwo, wo es nicht bei jedem Schritt scheuert und stört?!
  19. Ich versteh das total. Ich nutze zwar kaum Social Media, brauche aber trotzdem ständig irgendeine äußere Stimulation. Einfach nur mit mir alleine zu sein und die Ruhe genießen kann ich vielleicht mal eine Stunde aber dann finde ich es auch schon eher belastend. Wenn ich alleine unterwegs bin, höre ich abends und auf weniger spannenden Streckenabschnitten auch beim Laufen, die meiste Zeit Hörspiele, die ich offline auf dem Handy habe. Selbst zu zweit mit meiner Freundin, wenn man schon den ganzen Tag während des Laufens gequatscht und philosophiert hat, wird mir abends schnell langweilig, wenn man mit der eigentlichen Zeltaufbau/Essen/Abwasch-Routine durch ist, es aber noch viel zu früh zum Schlafen ist. Ich finde ich es da dann immer schön für Abends am Zelt noch ein paar leichte Spiele dabei zu haben, um Zeit zu überbrücken. Vielleicht ist das für dich alleine ja auch eine Option. Wenn du nicht die ganze Zeit vor dem Smartphone hängen oder Akku schonen willst, kannst du dir ja z.B. ein paar schwierige Sudokus oder Kreuzworträtsel auf Papier einpacken. Bin auch schon Wanderern begegnet, die abends ein kleines Tourtagebuch (auf Papier oder Digital) mit Leben befüllt haben. Auch Malen oder Poesie kann vielleicht dem ein oder anderen eine schöne Beschäftigung sein, die sich ganz hervorragend mit der Natur verbinden lässt.
  20. Vielen Dank für den Beitrag! Vom Sprossen ziehen auf Tour lese ich zum ersten mal und finde ich eine sehr spannende Idee, um etwas Abwechslung und mehr Vitamine in den Speiseplan zu integrieren. Klappt die Keimung deiner Erfahrung nach auch in den lichtundurchlässigen Beuteln? Und isst du die Keime dann direkt, wenn sie fertig sind oder wässerst / spülst du die nochmal vorher? Hast du mal versucht, ob die Clips noch dicht sind, wenn man die Beutel oben vom Rand zur Mitte faltet, sodass man ggf. mit einem kleineren Clip auskommt.
  21. Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe mich zwischenzeitlich nach viel innerem hin und her für das Offset Trio entschieden, einfach aus Angst, dass das Triplex zu klein wird. Ich habe es erst zwei mal ausgebaut und nur eine Nacht auf einem Campingplatz in Deutschland testen können. Für eine echte Bewertung ist es also noch viel zu früh, mein erster Eindruck ist aber eher gemischt. Verarbeitung ist aus meiner Sicht super, das Gewicht im Vergleich zu meinem Vorgänger ein Traum. Aber: Aufbauen ist (vielleicht auch mangels Übung) durchaus knifflig. Man muss schon ein paar Runden drehen und immer wieder korrigieren, bis es einigermaßen angespannt da steht. Kein Vergleich zum freistehenden MSR. Bei etwas stärkerem Wind wäre das durchaus eine Herausforderung. Für mich aber entscheidender: Ich finde die Länge gar nicht so großzügig. Ich hatte die erste Nacht das Zelt für mich alleine und lag diagonal. Obwohl ich eine dünne Isomatte hatte, kam ich im Fußbereich mehrfach mit dem Quilt an die nasse Außenwand. Bin also skeptisch, ob ich mit dem kürzeren Triplex besser gefahren wäre. Kondensation war angesichts der sehr hohen Luftfeuchtigkeit relativ stark, der Mechanismus von Zpacks hat aber gut funktioniert, sodass alles sauber durch das Mesh abläuft. Wenn ich paar mehr Nächte zum üben und testen hatte, schreibe ich mal noch ein Fazit.
  22. + Es gibt eine gewisse Glückskomponente. Z.b. dass bei Kleinanzeigen/Vinted etc. gerade das gesuchte Ausrüstungsteil in der richtigen Größe etc. verfügbar. Oder auch die berühmte @schwyzi-Ikea-Folie. Ich habe sechs verschiedene Ikea Filialen angesteuert, die nächste zu mir sogar 4 mal und jedes mal erfolglos. Einmal hat sogar ein super freundlicher Mitarbeiter mit mir zusammen direkt ihnen bei der Anlieferung gesucht. Da waren immer massenhaft Folien aber alle entweder total dick und schwer, klein, zerfetzt, Tüten etc. Hab mir dann irgendwann HS-Tyvek bei extremtextil bestellt und daraus einen Footprint geklebt.
  23. Finde, das kann man durchaus so sehen. Ich hab mittlerweile einiges High-Tech-Zeug (DCF, Alpha) dazu gekauft aber so rein subjektiv fühlt sich das Weglassen, Etiketten raustrennen, Zahnbürste absägen und Trashcraften viel mehr nach "richtigem" UL an. Und macht mir zumindest viel mehr Spaß. Komplexeres MYOG finde ich auch super interessant, da hapert es aber noch an Skills und Werkzeug.
  24. Ich beschäftige mich zwar selbst erst 1,5 Jahre aktiv mit UL, würde aber grundsätzlich sagen, dass "Ultraleicht-Trekking-Ausrüstung" kein Zustand ist, den man erreicht, sondern eher ein dauerhaftes Ziel. Man kann immer mit mehr Planung, Nachdenken, Budget, Techniken, Training usw. noch ein bisschen ultraleichter werden. Ich habe mein Baseweight in der Zeit mehr als halbiert. Anfangs war ich noch weit über den üblichen Grenzen, was man als UL bezeichnen würde. Trotzdem hab ich mich schon damals als (Anfänger-)Ultraleicht-Wanderer gefühlt. Nicht, weil mein Gepäck schon ultraleicht war, sondern weil ich das Konzept grob verstanden und mir das zum Ziel erklärt hatte. Meine erste Amtshandlung war übrigens das Absägen der Zahnbürste. Wenn jemand mit einem 4 kg Decathlon Wurfzelt loszieht, ist es natürlich schwer, einen UL-Willen zu erkennen. Wenn sich jemand in einem UL-Forum nach dem besten Decathlon Wurfzelt erkundigt, noch viel weniger. Wenn aber jemand erstmal weiter Touren mit dem vorhandenen "normalen" Rucksackzelt macht und währenddessen nach bezahlbaren oder kostenlosen Optimierungsmöglichkeiten sucht, ist das für mich völlig UL-konform.
  25. @izi: Wenn du für den Loft 100 einsetzt... 23,5 Grad - (Loft in cm x 3,5 : 2) ... landet man bei 23,5 - (100 * 3,5 / 2) = 23,5 - (350 / 2) = 23,5 - 175 = -151,5°C Komforttemperatur Hast du vielleicht Plus statt Minus gerechnet?
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