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Ultraleicht Trekking

ibex

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  1. Genau, deshalb nagt an einem auch die Sorge und Unruhe. Da reist viel Angst mit, dass etwas schiefgehen könnte und man sagt sich dauernd, dass man das nicht machen muss, sondern will und jederzeit abbrechen kann. Ich orientiere mich nicht wirklich was andere können oder machen und setze meine eigene Ziele und greife auch gerne hoch. Ich verliere nicht’s wenn ich es nicht schaffe. Warum auf deine Verhältnisse runterbrechen wenn Du es mit zwar grossem Aufwand aber noch grösserem Ertrag umgekehrt machen kannst? Also auf die Herausforderung ran wachsen. OT: Ich führe Tagebuch, ein ca. 20 g schweres. Für Wanderrentner zurück zu Island: Doch es waren ein paar. Drei Stück. Dir fehlt noch einer… Der Eyjabakkajökull hatte an der Stelle, wo ich westlich ab dem Gletscher wollte drei riesige Einbrüche. Klar löst das Sorgen aus, wie man da nun rüber kommt, aber am Ende sind’s ein paar kurze Momente mit höherem Risiko und schon ist der Stress vorüber. Das Gefühl hinterher hat mich schon seit Jahren zu einem Süchtigen gemacht. Gefurtet wurde mit anfangs Vorsicht und dann zunehmendem Wagemut. Ich bin dann einfach unbesiegbar. Kaum aus dem Wasser und den gegenüberliegenden Schutthang wieder hoch, blicke ich zurück und danke der Natur leise. Dafür, dass sie mich gewähren lässt und mir genau das gibt, was ich brauche um mich glücklich zu fühlen. Dieses Dankbar sein gibt mir Mut und Kraft. Ich gehe immer davon aus, dass wenn ich der Natur hingebe, ich auch belohnt werde. Das nimmt auch die Ängste ein bisschen. Furten wurden Zuhause immer und immer wieder geübt, auch in der kalten Jahreszeit. Recherchen im www und Erfahrungen bei Freunden sind auch wichtige Bausteine, das wichtigste ist aber die praktische Erfahrung. Ein Teilstück meiner Route musste ich auch ändern, weil ich das Gefühl hatte genügend Risiken eingegangen zu sein (weitere Gletscher in angeblich schlechtem Zustand und zwei potentiell gefährliche Furten). Beim Wetter bin ich einfach durchgepowert. Ich kann’s nicht anders sagen. Es ging, weil ich wusste, dass es für mich kein Problem darstellen würde. Rücksichtslos war’s nicht. Die Navigation, die richtige Art (schnelles Essen), Menge und Zeitpunkte (nicht auf einem Pass) zum Essen und das Tempo (bei schlechtem Wetter bin ich meist am schnellsten), die Planung für den Tag etc. müssen dem schlechten Wetter entsprechend angepasst werden. Wasser wurde einmal auf 7 L aufgestockt, wohl 2 L zusätzlich im Bauch… Es lagen ca. 75 trockene km vor mir. Ich glaube das war schon zu viel. Wenn’s Dich wirklich so brennend interessiert, verfolge doch Dein Interesse. Lass eine Idee daraus wachsen. Sag‘ Dir nicht, dass Du das nicht kannst sondern arbeite hart an Dir, damit Du zu jemand wirst, der das kann (körperlich und psychisch), dem Du das zutraust. Die auftauchenden Fragen werden sich zu gegebener Zeit schon klären, die meisten erst direkt vor Ort, das ist dort, wo bei mir am meisten Bedenken und Ängste mitreisen. Das ist die psychologische Herausforderung. Beschäftigt man sich körperlich für lange Tage, sind diese Sorgen einfacher zu handhaben. Also sollte man auch einen Notfallplan und Alternative (falls z.B. ein Übergang oder eine Furt nicht klappt) haben. Im Notfall auch davon ausgehen, dass man nicht 500 g/ 40 km braucht. Dann geht auch deutlich weniger. Ganz einfach weil es gehen muss. Und das wichtigste, nicht aus kurzer Unlust und Frust einfach mal aufgeben. Das Verfolgen von hoch gesteckten Zielen sollte nicht an 7 schlecht Wetter Tagen scheitern. Auch wenn eine längere Tour einfach in kleinen Happen zu verdauen ist, nie das gesamte Ziel vor Augen verlieren. OT: Vom Ueli Steck könnte ich hier ebenfalls Dinge schreiben, die man nirgends lesen kann und er auch dementieren würde, weil’s nicht für die Öffentlichkeit ist. Das muss einfach respektiert werden. Respektiert meine Enthaltsamkeit einiger Touren. Dass ich nicht einfach schreiben kann, dass ich in dieser Region xy auch schon war und deshalb Empfehlungen abgeben kann, sondern gleich erklären muss "welchem tibetischen Flüchtlingskind ich in Nepal keine Schokolade gegeben habe" finde ich befremdlich und lasse es deshalb sein. @German Tourist: Wer mitgelesen hat, wird gesehen haben, dass sich Island als Beispiel in die Diskussion rein schlich und ich explizit darauf angesprochen wurde. Nun habe ich zumindest diesen Teil klargestellt. Du siehst darin leider was ganz anderes, anscheinend sehr negatives (reisserisch, genervt und weitere Attribute), tut mir eigentlich leid für dich. Ausserdem bietet sich Island als tolles UL-Trekking Reiseland an. Konkrete Packlisten und Proviantaufstellung beweisen genau so wenig, es ist einfach das was Du lesen möchtest. Wenn schon, dass sollten Fotos für sich sprechen… Die Touren im Transhimalaya und andernorts haben nun mal wenig mit UL-Trekking zu tun. Würde ich hier Eckdaten dazu reinstellen wird dann von GT und dani abgetan als reisserisches Getue um etwas, was mit UL-Trekking nicht zu tun hat. Da haben die beiden - zumindest bei Letzterem recht. Ich scheine dies immer wieder überzustrapazieren. Zudem bin ich der Meinung, dass gerade bei anspruchsvollen, fordernden Touren es wichtig ist, dass jeder sich in kleinen Schritten reinsteigert. Wer bereits dort war, seinen Radius durch weniger BW-Gewicht jedoch erweitern möchte, wird kaum (ich meine hier „kaum“ und nicht „nicht“) noch Beratung und Empfehlung benötigen. Dies schliesst wiederum Ideen an Stellen wie dieser abzuholen nicht aus. Das selbe mit der Ausrüstung. Es ist ein reinsteigern, oder sollte zumindest aus meiner Sicht eines sein. Was dani zum Gewicht schreibt betreffend BW sehe ich genau so. Eigentlich müsste das Gewicht alles einbeziehen. Wirklich alles. Jedoch kann ich mich ab der Bezeichnung Full-Skin-Out-Base-Weight seit Jahren amüsieren. Der Typ, der dahintersteht hat sich das sicher im Witz ausgedacht und lacht sich nun kaputt, dass viele UL-Trekker dem tatsächlich folgen. Dieses Geschreibe... hat einen Motivator-Tonfall... Nun, auch das ist ein wichtiger Teil des UL-Trekkings OT: Ich bin wieder eine Tour am planen. Kurzfristig, jetzt. Dann werde ich mir die Zeit nehmen für etwas kleines. Bis dahin habt einfach Vertrauen in die (rsp. gegenwärtig zumindest einen) Menschen. Ich kann diesem Interesse hier durchaus positives Abgewinnen, wenn auch nicht von allen Mitschreibern. Ich danke Euch dafür.
  2. Vielleicht, weil ich keine habe... Die Tour in Island führte zu genau 40 km/Tag, mit zwei sehr kurzen Tagen (Tag 1 mit 7 km und Tag ... ca. 13 mit 12 km) und einem Ruhetag in Nydalur (10 m ). Ich bin in Lonsöraefi gestartet, über die Blanda, ein paar Gletscher, Snaefell, Karahnjukar, Dreki, Askja, Vonarskarð, über die Krete nach Nydalur in 9 oder 10 Tagen. Ruhetag. Dann nach Süden mit einem Abstecher zu den Veiðivötn und weiter gegen Süden durch die Hügel/Berge nach Landmannahellir, dann Landmanna und den Rest kennt Ihr ja bereits. Alles in allem in 17 Tagen. In den flachen Etappen waren meist um die 55 km drin. Von Dreki durch die Askja an den Gletscherrand (Südl. Gaesavötn) war recht happig. Das waren sehr ermüdende 42 km. Vom Gaesavötn selber in 10 h nach Nydalur über Snapadalur und Mjóháls waren auch eher deftig, wenn auch keine so lange Distanz. Ich mache verschiedene Outdooraktivitäten von klein auf, habe eine zweistellige Zahl mit einer drei auf dem Buckel und trainiere in dem Sinne nicht. Ich bin gerne in Bewegung. Das ist einfach Teil von mir, ohne dass zusätzlich extra trainiert werden muss. Ich versuche aber schon den Körper auf die zu erwartende Belastungen vorzubereiten. Also vor langer Wandertour mehr Wandern und die andere Aktivtäten etwas in den Hintergrund stellen. In den Greater Ranges wirds schwierig. Die Tage sind oftmals länger, aber es wird so Alpinlastig, dass dies mit Trekking eigentlich nichts mehr zu tun hat (ausser im Zustieg - da stimmen dann die Zahlen auch wieder, Tendenz aber eher gegen 30 km und um 2500+ hm - Vorakklimatisierung erwünscht ) Das wichtigste bei solchen Distanzen ist das langsame Steigern. Wer glaubt dass man dann nicht mehr geniessen kann irrt. Ich mache genau so meine Fotopausen, eine ausgedehnte Mittagsrast etc. (falls das Wetter erlaubt). Edith sagt mir, dass es 10 Tage bis Nydalur waren.
  3. Im Falle Islands: In den Hütten kann man grundsätzlich nichts kaufen. Landmannalaugar ist da etwas anders, es hat dort einen Kiosk in einem alten Bus. Wer in Island unterwegs und kein Vegetarier ist sollte unbedingt den Harðfiskur kaufen. Sehr lecker und so viel Protein, dass man beinahe das Milchpulver weglassen könnte Auf meinem angesprochenen Trip in Island habe ich mir nach Nydalur (die damalige Hüttenwarting von dort wird sich insbesondere gut am mich erinnern) Essen für 10 Tage hinschicken lassen und deswegen auch einen Umweg auf mich genommen, weil's die einfachere Lösung war. Die ersten 11 Tage Futter mussten jedoch sein. Ich hättegegen Ende des Trips höchstens in Landmanna einkaufen können und somit 2 Tage Essen gespart. Tja, jetzt weiss ich, was man dort alles kriegt.
  4. OT: Wenigsten einer... Kommt hinzu, dass ich dank UL-Trekking-Gesinnung die letzten zwei Tourtage trotz grausigem Wetter (Schneesturm auf den Pässen vor Hrafntinnusker und am Fimmvörðuháls) von Landmanna nach Skógar gewandert bin. Mit schwererem Gepäck hätte ich dies nicht in zwei knapp 10 h Wanderungen (Total) machen können. Also, zurück zum Thema... Ein Hoch auf UL-Trekking
  5. OT: Apropos Island: Ich habe dort bei einigen Nationalparkwächter und einige Hüttenwarten einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die werden sich an den "schweizer Forrest Gump" erinnern, fragt nach, wenn ihr dort seit. Das war eine meiner gemütlicheren Touren, Island ist ja nicht so gross und wild wie gerne dargestellt.
  6. Von Carl Sagan gibt's viele Zitate. Ich finde es jedoch durchaus schmeichelhaft mit einem Wissenschaftler seines Formats verglichen zu werden - wie dani es missverstanden hat. So ist das bei mir auch. Je nach Belastung. Was in meinen Rationen steckt kann man in diesem Forum an verschiedenen Orten lesen. Bitte benutzt doch die Suchfunktion. Da kommt schon was raus. @Basti: Kannst Du das den Beweisen? Ich glaube Dir nämlich kein Wort
  7. ibex

    SUL mit dem PackSack

    Ist auch viel besser (für Dich). Da bin ich mir sicher.
  8. 500 g sind bei mir jedoch nicht zwingend eine Tagesration. Es ist sicherer rsp. in mancher Hinsicht einfach besser auf einigen meiner (gilt nur für die autarken) Touren nicht mehr in Tagen das Essen zu planen sondern in Kilometern. Ja genau, alles bei Langstrecke, oftmals kann ich mir die Nahrung jedoch nicht ergänzen. Das ist für Dich vielleicht unrealistisch, für mich nicht. Ich mach's ja regelmässig. Mein Gewicht schwankt auch stark - aber das wollt ihr ja nicht gelesen haben. Wie es sich mit dem Hungergefühl verhält hat auch niemand gefragt. Dazu könnte ich viel erzählen, aber das wird hier anscheinend nicht geglaubt (weil nicht selber gemacht...?) und deshalb wohl unnötig.
  9. Sorry, ich mach' das für mich, sicher nicht für Euch. Dann teile ich hier meine Erfahrung und das war's. Wer was von Outdooraktivitäten versteht, wird merken, dass meine Erkenntnisse von Erlebnissen kommen. Tja, wir ticken da halt anders...
  10. ibex

    SUL mit dem PackSack

    Dann beuge Dich schön der Jordan'schen Diktatur was SUL ist und was nicht
  11. ibex

    SUL mit dem PackSack

    Ein kleiner Tipp für diejenigen, die anders als Du, dani, über den Tellerrand blicken. Die SUL-Trekking Definition berührt dies keineswegs und zudem kann auch ein 360 g 20 L Inov-8 Rucksack für SUL-Trekking benutzt werden. Andere machen eben noch anderes Draussen, als nur rumwandern (sind 2-4 Tageswanderungen eigentlich Trekking? ) und wollen eben nicht für alles einen anderen Rucksack. Schade, dass Du wieder Beitrage aus dem Zusammenhang reisst. Gewisse Dinge ändern sich wohl nie.
  12. ibex

    SUL mit dem PackSack

    Für mich ist die SUL Trekking Grenze bei 2.268 g, egal ob der Rucksack nun 280 oder 80 g schwer ist. Was Du da als Grenze definierst, ist ein Dir liebgewordener Ausrüstungsgegenstand, mehr nicht.
  13. ibex

    SUL mit dem PackSack

    Running, Biken. Nein, mit einem Gurtband lässt sich dies nicht bewerkstelligen. Mit dem Gurtband biste nach 10 h wundgerieben. Probier besser solche Dinge aus, bevor Du diese hier empfiehlst.
  14. Dafür ist's dann umso entspannter wenn man im grossen Kino sitzt. Ich bereite lieber Zuhause in Ruhe alles vor um dann da draussen "thriven" zu können. Und bei längeren autarken Touren (ich sag mal ab 15 Tagen) ist das Ghetto unterwegs einfach zu gross. Da lohnt es sich schon in 1000 kcal oder ähnliches zu Portionieren. Gerade zu zweit.
  15. OT: Es waren eigentlich 670 km Du kannst gerne meine Beiträge hier lesen und Du wirst ein gutes Bild von meiner Vorhergehensweise erhalten. Achtung: 500 g Nahrung in 30-40 km. Das ist nicht zwingend meine Tagesleistung. Meistens ja, aber oftmals wird’s gegen Tourende deutlich mehr (weil ich meine Rhythmus gefunden habe, mein Körper sich besser angepasst hat und der Rucksack leichter wird). Was ich unterwegs esse kommt extrem auf die Tour an und dieses Thema habe ich hier schon oftmals durchgekaut. Danke BetaTroll für diese Klarstellung. Kein Blog, keine Seite. Das hier (Forum) ist für mich im www das höchste der Gefühle
  16. Gerade bei Ultra-Ausdauerrennen wo Regeneration (Körper) und Reduktion (Ausrüstung) auf's äusserste betrieben werden um schnell und effizient zu sein, ist Vollmilchpulver und Kakao kaum weg zu denken. Für die Regeneration gibt's kaum was besseres als diese Kombination von Milch und Kakao. Die Milch wird über Sprühtrocknung zu Pulver verarbeitet. So industriemüllig ist das nicht, zumindest weniger als Gummibärchen etc. Es soll sogar "Veganer" geben, die bei solchen Event zu Milchprodukten greifen... Die Löslichkeit von Vollmilchpulver ist schlecht, jenes von Magermilchpulver besser, aber wer will schon Magermilchpulver. Ernährungstechnisch gesehen ist ein Müsli mit Vollmilchpulver (das man bequem Zuhause hinzulöffelt - was daran so mühsam sein soll ist mir ein Rätsel) viel wertvoller als eines ohne. Klar geht's auch ohne,muss jeder für sich wissen, ob er auf dieses so leckere und gesunde Produkt aus der Natur verzichten will. Nüsse sind auch super, Mandeln, Cashew, Macadamia tragen auch wertvolle Fette und Mineralien. Aber wenn's um Proteine geht, sehen diese gegenüber der guten alten Milch schlecht aus (Erdnüsse und Cashew schneiden nicht ganz so schlecht ab, aber immernoch nur etwas unter 1/3 Protein gegenüber Vollmilchpulver). Es geht ja nicht immer nur um möglichst viele Kalorien, sondern auch dessen Verteilung auf Proteine, Fette und KH. @Basti: Echter Kakao im Müsli? Das löst sich nun mal wirklich überhaupt nicht. Und Deine Futterbeutel, die Du Zuhause abfüllst sind genau so simpel oder kompliziert wie meine. Ob da nun zu Müsli noch Nüsse und Kakao oder Nüsse und Milchpulver und Kakao und was sonst noch alles kommt... Was daran zuviel Fummelei sein soll ist mir schleierhaft. Manchmal nimmt die Argumentation ganz schön komische Züge an Und über Geschmack kann man nun mal nicht "streiten"
  17. Viele Lyo-Gerichte können kalt rehydriert werden. Schmecken dann weniger, es gibt oft ordentlich zu kauen, man wird erst nach ca. 20-30 min warm und gerade Vollmilchpulver löst sich nicht wirklich in kaltem Wasser. Ich hab's auf einer autarken 17 Tagestour ausprobiert und werde es nicht mehr machen. Kürzere Touren sind was anderes, aber auch da nehme ich oft bei sonst kalter Küche Pulver für eine heissen Kakao mit (80 g Küche) wenn's in kältere Regionen geht. Probieren geht über Studieren.
  18. ibex

    SUL mit dem PackSack

    Lass hören wie's war. Und eben: Wer den Golite Ion vermisst, kann dassselbe mit dem Eureka Nigor Moyo haben. Der ibringt knapp 290 g auf die Waage (alles ungekürzt).
  19. ibex

    SUL mit dem PackSack

    Sea to Summit ist super für eine Mittelgebirgige Wochenendtour. Wenn's etwäs länger sein soll und weiter hinauf gehen soll finde ich den GoLite Nachbau von Eureka, den Nigor Moyo super. 30 min an der Nähmaschine und ich habe zwei kurze Daisychains und Pickelschlaufe dran. Diverse Modelle von Inov-8 taugen auch ganz ordentlich, auch wenn ich persönlich die mittigen vertikalen RV bescheuert finde. Für die meisten 2-4 Tagestouren à la UL-Trekking benutze ich den Nigor. Tolles Teil. Der einzige Nachteil ist bei anderen Aktivitäten der fehlende, satte Sitz an der Hüfte. Hier sind die Inov-8 Modelle deutlich besser.
  20. Das finde ich nicht. Ich mache viele Touren mit z.T. weit über 600 km Autarkie in den Greater Ranges, im hohen Norden und und und. 500 g Essen bringen mich in schwierigem Gelände mit vielen Höhenmeter (2000+ m) 30-40 km weit. Für 700 km sind's dann 10 kg Essen (einiges an Fettreserven auch). Gerade in den Brooks kann man dass Essen gut ergänzen mit dem was die Natur bietet. In den Arganglas wird dies schwieriger. Wenn man eine 4 kg Kameraausrüstung mitträgt, das Packraft mitnehmen will/muss und gerne in schweren Lederstiefeln wandert, dann wirds tasächlich unmöglich einen < 1 kg Rucksack zu benutzen. Ich gehe auf lange, auch alpine Touren und bringe wertvolle Fotografien mit nach Hause (Kameraausrüstung um 1 kg). Ich habe kein Problem einen Mariposa von Gossamer Gear (was ich zur Zeit selber benutze) oder ähnliches für Touren bis zu 20 Tagen (auch in der Höhe oder im herbstlichen hohen Norden) zu benutzen. Muss man 4-5 L Wasser tragen wirds grenzwertig, aber machbar. Eine 4 kg Packraftausrüstung und eine 4-6 kg Kameraausrüstung liegt da dann nicht mehr drin. Rucksäcke wie die grossen, leichten Expeditionsrucksäcke von Millet, Crux, Berghaus, Exped sind da die bessere Option, wiegen aber mehr als ein Kilo zusätzlich (gegenüber Mariposa). Für mich ist eine 3 wöchige Hochgebirgsdurchquerung mit 6000er Gipfeln mit einem BW von 7 kg genau so UL wie die kürzliche 320 km Tour mit 3.2 kg BW in Nordeuropa. Ist halt per Definition nicht Trekking. Der Themen-Eröffner hat wohl die gleichen Scheuklappen wie viele, die hier Beiträge geschrieben haben und wollte so offensichtlich Provozieren, dass es eigentlich witzig war (wenn auch auf der anderen Seite schade für das Forum), die Antworten der Provozierten zu lesen. Es gibt in allen Outdoorsportarten und -aktivitäten erhebliche Gewichtsunterschiede und Leistungsunterschiede. Vom Alpinismus über Seakayaking, MTB, Kiten, Skitouren, Packraften, Running, Open Water Swimming, Gleitschirmfliegen, Fotografieren und und und. Bei Kombination dieser Aktivitäten muss man eben in alle Bereiche genau reinschauen und abwägen was für sich selber die höchste Leistung erziehlt rsp. ermöglicht. Mir wird immer wieder mal bewusst, dass für effizientes Vorwärtkommen nicht immer das leichteste das idealste ist. Also Augen auf und flexibel bleiben.
  21. Schon klar, das Du nicht auf die Nase gefallen bist Hier angetönten Unterschiede betreffend Verrutschen (nichts als schlechtes Design) und Nässeempfinglichkeit der Daune sind sicherlich die grössten Faktoren. Die Verdunstungskälte ist nicht nur in Theorie interessant. Wenn man seine Komfortzone verlässt merkt man diese enorm und muss deswegen mehr Essen und zusätzliche Kleidung einpacken oder de Tour abbrechen. Es gibt viel abzuwägen und es finden einige Gratwanderungen statt, die auf den ersten Blick oder auf gemütlicher Tour nicht auffallen rsp. nicht vorhanden sind.
  22. Den Effekt denn du hier beschreibst geht nun in was du eingangs zu erläutern versuchst. Eine Membranjacke die leicht und dünn ist bietet geringfügig weniger Schutz als ein Modell mit dickerem Aussenstoff (bei gleicher Membran vorausgesetzt). Also zwei komplett Winddichte Stoffe mit gleicher Atmungsfähigkeit werden dennoch Unterschiede im Wärmegefühl geben, da der Aussenstoff unterschiedlich ist. Es stecken da mehrere Faktoren dahinter wie spezifische Oberfläche, äussere Oberfläche, Schichtdicke, Dichte (Masse/Volumen) etc. Alle Lagen spielen hier zusammen - wie Deine UL-Ausrüstung in sich ein funktionierendes System ist (oder sein sollte). Ist der Aussenstoff derselbe, aber die Membran unterschiedlich, wird die atmungsfähigere Membran – vorausgesetzt die Membranen sind gleich dick und du in beiden die Dampfsättigung erreichst – dir ein grösseres Kältegefühl (Verdunstungskälte) bescheren. Bei starker körperlicher Belastung empfehle ich deshalb die nicht-atmungsaktivsten Membranen auf einem dünnen Aussenstoff. Im Leistungsbereich hat man damit meiner Erfahrung nach am meisten Schutz bei höchster Leistung (im Bezug auf’s Gewicht natürlich ). Im Trekking bereich ist's ja eh eigentlich recht egal. Ein Schlafsystem mit dem Identischen Innen- und Aussenstoff wird mit einer Daunen Füllung bei Trockenheit und auch noch leichter Feuchtigkeit immer wärmer sein (bis natürlich die Wunder-Syn-Faser entdeckt wird) als eine KuFa-Füllung. Die Verdunstungsenergie liegt eigentlich zugunsten der Daune. D.h. da Daune langsamer trocknet nimmt diese in der gleichen Zeit (!) wie KuFa weniger Energie auf = weniger starke Abkühlung. Sogar die Pertex GL und 7d Stoffe werden aufgrund ihrer Eigenschaft die Effekte der Unterschiede Daune/KuFa jedoch zunichte machen. Also Daune ist wärmer als KuFa, ausser alles ist nass. (Wirklich, Daune muss ordentlich Feucht sein, bis der Loftverlust der schlechteren Isolation von KuFa gleich kommt.). Die Antwort auf deine Frage im Titel ist also: Nein
  23. @Laufbursche: Mich freut insbesondere, dass Du Dir die Zeit genommen hast (rsp. gefunden) um diesen Teil des Hobbies doch noch verfolgen zu können. Edit: 7d geht ganz gut zum bearbeiten. Ich arbeite mit Haushaltsnähmaschinen und finde es ganz in Ordnung. Kringelt leicht und führt zu ca. 1 % Verkürzung. Wer aber so ungenau arbeitet wie ich, wird diesen Effekt nicht merken
  24. Eine sehr ähnliche Idee habe ich auch kürzlich verfolgt: Bei meinem selbstgemachten Quilt habe ich eine Lage 60g PL und dann 5 Paneele (zweite Lage 60g PL) genau an den Stellen, wo ich bei Schlafsystemen im Grenzbereich Kälte verspüre: Schultern, Brust (ein Panel), Arme (zwei Panel), um die Knie (ein Panel) und an den Füssen (ein Panel). Mein Quilt wiegt 265 g (!) und hält mich mit leichter Wanderbekleidung, langen Unterhosen (120g) und sehr dünnem Daunenpulli bis ca. 5 °C warm als Warmschläfer. Ich würde mich an deiner Stelle an all die Touren besinnen, bei denen dein Schlafsystem an der Grenze war, wo es dich fröstelte und dann entsprechend nachrüsten. Wenn meine Körperkerntemperatur bei der von dir vorgeschlagenen Variante mit doppelter Lage mittig der ganzen Länge entlang vielleicht 0.3 °C höher ist, als bei meiner "Bodymapping" Variante nützt mir dies herzlich wenig, wenn ich mich über kalte Ellenbogen und kalten unteren Oberarm störe. Gerade diesen Winter verbrachte ich sehr viele Nächte mit 400 g Daune (Schlafsack, 750 cuin) bei oftmals unter -15 °C (ja, Schlafen wurde da schwierig) und merkte diesen Effekt sehr gut. Auch wichtig: An Fuss- und Handgelenken (nicht nur am Kopf) verlieren wir viel Wärme. Dort also auch sicherstellen, dass die Panele die entsprechende Grösse haben.Die Bodymapping Variante funktioniert bei geschickter Platzierung der doppelten Lage auch bei Seitenschläfer (die Armteile müssen einfach breit genug sein und sich in der Mitte fast treffen).
  25. MSR Blizzard, auch wenn ich Rohre aus Kunststoff und DIY-Aluprofile ausporbiert habe. Der Schnee kann fast in allen Fällen festgetrampelt werden. Manchmal, bei sehr lockerem Schnee und kalten Temperaturen hilft aber nur ein Standortwechsel. Die Zeit zum Säcke Ein- und Ausbuddeln ist aus meiner Sicht nur für ein stationäres Lager was, wenn sie denn auch bei schwierigen Verhältnissen Vorteile haben. Grabe den Schnee nicht bis zum Grund weg, darunter ist alles pickelhart gefroren. Kommt hinzu, in den Alpen ist nicht mit bis zum Grund schaufeln. Man ist ja nicht zum Schaufeln in die Berge gegangen... Frühstücksbeutel? Die kannst du nur noch in Fetzen aus dem Schnee ziehen und läufst dabei Gefahr Plastikmüll liegen zu lassen. Im Winter muss (nicht immer, aber immer öfter) das Zelt/Tarp schnell stehen. Da gibt's Sonnenuntergänge zu geniessen, Hypothermie zu behandeln ... Für mich der falsche Ort zum Gewicht sparen (Säcke vs. Heringe).
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