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Ultraleicht Trekking

ibex

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Alle erstellten Inhalte von ibex

  1. Ich kann nicht behaupten, dass Seiden-Inlets (von Cocoon, Rab) lange halten. Pertex schneidet deutlich besser ab und ist dabei viel leichter. Mir geht es darum, den Schlafsack/Quilt zu schützen. Schlafklima? Die meisten hier tragen doch so oder so Kleider beim Schlafen. Nackt ist die Seide aber klar im Vorteil. Ich habe einen aus 7D mit 56 g genäht. Schnitt ist oben 77 cm, unten 57 cm bei 174 cm Länge, zwei identische Trapeze, die dann zusammengenäht wurden. Ich bin 182 cm mit breiten Schultern. Mit warmer Daunenjacke ist's zu eng (aber auch nicht dafür gedacht). Wenn's wirklich lange halten soll, nimm besser den 20D Taffeta-Stoff. Beide Stoffe von Extex. Würde dir oben am Saum einen doppelten Umschlag empfehlen und der Rest mit Kappnaht zu nähen.
  2. Toll, endlich mal jemand weiteres, der Chikara als Zeltboden verwendet . Einer der geilsten Stoffe für unsere Zwecke (Boden) wie ich finde
  3. Zu den vielen Informativen und detailreichen Beiträgen hier noch ein kleiner Tipp aus meiner Praxis : Ich benutze zum klassischen Katzenfutterdosenkocher eine eher schwere (15 g) Alufolie als Windschutz. Diese hat vier Löcher, welche zwei Titan Heringe aufnehmen können, worauf ich dann den Topf stellen kann. Das ganz einfach aus dem Grund, weil bei Minusgraden dieser Typ Kocher (Topfstand) kaum mehr funktioniert (Wärmeableitung zu gross, Alkohol hört auf zu sieden). Mit dem geringen Kocher-Topf-Abstand geht’s dann wieder. Gehe ich also auf Tour mit der Möglichkeit auf Minustemperaturen habe ich dennoch ein funktionierendes System. Wenn’s – wie gerade vergangenes Wochenende – klar ist, dass es weit unter -5 °C geht und Literweise Schnee geschmolzen werden wollen, verwende ich Gas (oder Benzin für lange Touren), aber es steht die Zeit vor der Tür, die vermehrt nach Spirituskocher schreit
  4. ibex

    Frage zu Burrito

    durchschnittlichen "Fern"wanderwegen hier in Europa Wer gibt sich denn mit dem Durchschnitt zufrieden? Klar, Benzin braucht ca. 20 Tage und kaltes, nordisches Klima und zwei Leute, die gerne zum warmen Frühstück und heissen Abendessen eine oder zwei Tassen Tee trinken (oder eben die besagte Wintertour - was ich aber nicht meinte). Bei Gas ist die Bilanz so um 7-10 Tage positiv. Gerade in Island (wenn's schon erwähnt wurde) ist's einfach Touren durchzuführen, bei denen man 10 Tage ohne Verpflegungsnachschub und mehrtägige Umwege durch die Pampa gehen kann, auch bei einem Radius von 50km+ pro Tag. Das hat jedoch nichts mit dem Burrito-Stil zu tun. Der Burrito Stil bedingt, dass der Rucksack genügend Volumen für die Matte im Rucksack bereitstellt. Sogar eine 2 mm EVA hat doch ein beträchtliches Volumen. Gerade jetzt gehe ich auf eine Tour, wo ich dies wieder gemerkt habe. Der Rucksack muss also zusätzlich um 5 L Volumen bei einer 2 mm EVA aufweisen und möglicherweise wird deshalb das Gesamtgepäck schwerer. Bei mehrtägigen Bergtouren (inkl. haulen des Rucksacks) ist der Burrito super (betreffend hängenbleiben), beim Trekking muss es jeder für sich selber wissen - ich trage die Matte aussen, bis genügend Essen verbraucht wurde, dass die Matte gefaltet in den Rucksack geht, aber nicht als Burrito, denn für eine kurze Pause oder einen Notfall bin ich froh, wenn die Matte schnell griffbereit ist. Das musst du selber mal ausprobieren auf Tour. Du wirst sicher schnell merken, was dir am besten passt.
  5. ibex

    Frage zu Burrito

    Hi titus. Von Titus Oates? Zum Rucksack. Ja, ich schwitze mehr. Ganz klar. Bei allen UL-Rucksäcken schwitze ich am Rücken stärker als bei den ca. doppel so schweren nicht ganz so UL Rucksäcken, die ich zum Bergsteigen brauche. Da kann ich nichts schönreden, ausser: Ich schwitze bei jedem Rucksack, ob nun 10% weniger oder mehr ist dabei ziemlich egal. Einen UL Rucksack kann man aber mit etwas Scherenschnittkunst (sofern der Rucksack eine aussenliegende Befestigung für die Matte aufweist) und einer EVA Matte einbisschen zugunsten der Belüftung verbessern, indem Luftkanäle eingeschnitten werden. Der Spirituskocher ist viel leichter als der Benzinkocher, aber wenn die Tour lange genug ist (dazu habe ich hier im Forum schon einiges geschrieben), ist der Brennstoff so viel schwerer, dass der Rucksack mit dem Spirituskocher in den Anfangstagen der schwerer ist als jener mit dem Benzinkocher. Und genau in den Anfangstagen ist das Rucksackgewicht am kritischsten - weil er voll Essen ist. Nur zur Ergänzung.
  6. +1 Für mich die wichtigsten Punkte: nach Mass und individuellen Wünschen. Ich entdecke immer wieder an angebotenen Waren Problemstellen für die ich nicht bereit bin zu bezahlen. Eine prinzipielle Philosophie. Also muss ich es dann selber machen. Selbst mit 7d Nylon, Chikara und X-Pac werden meine DIY Teile um ein vielfaches günstiger als alles andere, was dann mindestens im Detail nicht passen würde. Es ist meistens jedoch so, dass der Markt schlicht nicht bietet was ich suche. Die Ausnahmen sind mit Kosten ad absurdum (sagt jemand mit einem kapitalen Gehalt) verbunden und i.d.R. auch mit langen Wartezeiten. Im Weiteren sind die Resultate der selbstgemachten Teile bis jetzt immer leichter (weil ich weiss wo ich die Materialien beanspruche - das kann auch sehr individuell sein - und wo nicht und so optimieren kann) gewesen als Vergleichbares vom Markt. Bei einigen Teilen ist's jedoch so, dass ich mich zuerst inspirieren muss. Also inspiziere ich was auf dem Markt ist um die Kernpunkte zu identifizieren und darauf mein DIY Projekt aufbaue. Das führt dazu, dass ich dann bereits mit dem ersten Produkt auf vielen folgenden Touren sehr zufrieden bin. Auch was hier im Forum an DIY gemacht wird ist eine grosse inspiration.
  7. Deine schlechten Erfahrungen mit Pertex Shield kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen (Montane Minimus Hose und Smock). Ich kenne noch viele weitere, die schlechte Erfahrungen damit gemacht haben (auch mit Kleidung von Rab). Ich seh's so; Für intensive Ativitäten sind diese gut, für alles andere schlecht. Pertex Shield+ ist nach mehrmaligem Gebrauch und Waschen alles andere als Dicht. Den Aussagen der meisten Benutzer hier schenke ich eh nicht mehr besonders viel bei solchen Diskussionen. Die Ausrüstung wird meist gar nicht richtig gefordert. Dies ergibt keine guten Testbedingungen. Von hier: http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/viewtopic.php?f=4&t=1662&p=22899&hilit=minimus#p22899: Vielleicht diese: http://www.inov-8.com/New/Global/Product-View-Apparel-Race-Elite-150-Stormshell-SS14.html?L=26 Radjacken sind hinten auch länger geschnitten.
  8. nächtlicher Druckverlust ist auf das Abkühlen der Atemluft in der Matte zurückzuführen. Meine Neo Air hat weit über 100 Nächte und ist noch dicht wie neu. Speichel ist abgesehen davon nicht dasselbe wie Kondenswasser der Atemluft. Kondenswasser ist ziemlich reines Wasser. Deswegen werden Algen, Schimmel und Bakterien äusserst Mühe haben einen Biofilm zu bilden. Wenn dann die Matte zwischendurch getrocknet wird, wird wohl nie was wachsen. Meine mittlerweile 10 jährige Profite habe ich auch immer aufgepustet. Die funktioniert auch immer noch. Und wo legst währenddessen den Schlafsack/-decke hin? Ich lege meine Schlafunterlage aus, dann den Schlafsack/-decke drauf. Groundsheet oder was ähnliches brauche ich dabei dann auch nicht. Tyvek ist immer Gaspermeabel. Das ist ja genau dessen Stärke. Bei Outdoor-Enthusiasten und in der Verpackungsindustrie.
  9. Ja, verlängern tut's ganz sicher nicht Ich war erfreut zu sehen, dass kein Wachstum in der Matte sichtbar wurde (und die Matte anschliessend von alleine davon rennt ) Möglicherweise wird die Abnutzung der Alubeschichtung an den Trennwänden durch die Atemluft beschleunigt, da der Wasserfilm eine geringe Haftwirkung hat. Kommt besonders noch die Eiskristallbildung in der zusammengerollten Matte hinzu. Aber das ist alles nur graue Theorie. Meine NeoAir (small) braucht ca. 5-8 x kräftiges Pusten und ist dann voll... In der Höhe sind's dann ein bisschen mehr, aber auf 30 komme ich beim besten Willen nicht. In der Praxis wirken die Bälge einfach extrem unhandlich. Ich bin auf deine Erfahrungen gespannt... Schönes Wochenende p.s.: wieviel Mehrgewicht?
  10. Weshalb ein Blasebalg für die NeoAir? Ich blase meine immer mit dem Mund auf. Die hat ja keine Füllung wo was kaputt gehen könnte... Meine Matte ist nach bald 2 Jahren hinüber, aber mit dem Aufblasen per Mund hat das nichts zu tun. Bei Nichtgebrauch öffne ich nur das Ventil und hänge sie auf.
  11. Einfach weil Edinburgh nicht nur meiner Meinung nach die schönere Stadt ist. Aber exquisit Essen kann man vorallem in Glasgow... Wenn Zeit übrig, würde ich diese lieber in Edinburgh verbringen. Das funktioniert auf jeden Fall, finde ich aber nicht nötig. Betreffend Inhalation; Seretide kann man gut auseinander Basteln. Muss aber natürlich mit dem Arzt abgesprochen werden, da die Zusammensetzung und Wirkung sich unterscheiden können. Das einzige zum GPS: wann immer möglich den Kompass ausgeschaltet lassen. Ich habe auch schon OSM erfolgreich verwendet, als ich mich an eine Route halten musste. Die Minimus Sachen habe ich über eine 3 Wöchige Tour benutzt. Die Kleider hielten nur ganz am Anfang dicht. Nach der Tour konnte ich im Lavabo zuschauen wie Wasser durch die Kleidung drückt. Meine Freundin hat dieselbe Erfahrung mit Pertex Shield gemacht. Wie so oft in diesen OutdoorTests und Blogs, die packen die Kleidung in den meisten Fällen aus und schreiben ganze Propaganda darüber und gehen in den Regen stehen für 10 minuten im Garten... Dann steht oft, dass ein Praxistest noch folgt. Dieser bleibt dann aber aus, da schon der nächste neue Ausrüstungsgegenstand angepriesen wird . Für klassisches Trekking, rsp. UL-Trekking und Fans von bekannten Membranen sehe ich am sinnvollsten einen leichten Event-Schlüpfer von Rab oder Montane. Die Rab Dinger sind ganz ordentlich. Die letzten Modelle der Demand fallen in der Grösse jedoch etwas gross aus. Sonst, OMM, Inov-8, Montbell, TNF, Marmot haben evtl. was, dass dich interessieren könnte. Haglöfs, Berghaus etc. machen praktisch gleiches mit Gore-Tex. Auf einer Reise über 900 km durch Schottland fand ich zwei Stellen, die ein Zeckennest waren. Aber den Handtest würde ich auf jeden Fall machen.
  12. A 1. Ich würde Edinburgh Glasgow vorziehen. Edingburgh ist viel schöner. Zugverbindungen sind sehr regelmässig und schnell. 2. Kauf das unterwegs ein. Soo wild ist der CWT nicht. B 1. Verzichte auf die Sat-Telefone und nimm den SPOT aus der 2. Oder 3. Serie, wenn's denn sein muss. Ohne hier auf die Vor- und Nachteile eines SPOT gegenüber eines Sat-Tel. einzugehen, empfehle ich dir den SPOT zu benutzen. Wenn’s zur Beruhigung der Familie dient braucht‘s auch nicht mehr als die vorgeschriebene Nachricht. Achtung beim SPOT Gebrauch: Zwingend die Sendezeiten einhalten. Viele klagen, dass nicht alle Nachrichten verschickt/erhalten werden, dabei ist die Ursache, dass die meisten das Gerät zu früh wieder ausschalten. SMS die individuell sein sollen kannst du immer noch vielerorts per Handy regulär abschicken. http://ukmobilecoverage.co.uk/map/vodafone Zu bedenken ist auch, dass man gerade im Mai überall auf Leute trifft. Ende Mai startet ein schönes MTB Rennen, dass über Teile des CWT führt. Also nicht nur Munro- und Corbett-Baggers, sondern auch andere CWT Wanderer und Biker. C 2. Im Mai in Schottland auf einen midges Schutz zu verzichten kann, muss aber nicht, passen. Es ist stark abhängig vom Wetter in den Monaten/Wochen vorher. 3. 150 g Daune wäre für mich ideal, aber für einige Benutzer wohl zuwenig. Ich habe auch im Mai/Juni in Schottland (nicht nur auf den Gipfeln) Nächte um 0°C erlebt. Mit dem 250 g Quilt hast du sicher warm genug, auch wenn du auf dem A’Maighden übernachten willst. 4. Wegen dem Wind und Gelände (vielleicht willst du auf einen der vielen schönen Berge unterwegs kraxeln) würde ich die Hose nehmen. 5. Ich habe in Schottland jeweils nur einmal nasse Schuhe . Wichtiger ist mir, dass ich abends trockene Füsse und Socken habe. Überleg dir das Gewicht in flauschige Lagersocken zu investieren anstatt Neopren Socken. Plastikbeutel als Wasserschutz in Schuhen finde ich wegen dem umherrutschen noch schlechter. 6. Asthma – auch Inhalatoren kann man im Gewicht optimieren 7. Willst du das GPS dauernd laufen lassen? Ansonsten würde ich 2 AA im Gerät mitnehmen und gegebenenfalls unterwegs einkaufen. In einem Vista C läuft ein Satz Lithium Batterien ca. 20 h (Kompass ausgeschaltet, gelegentliche Hintergrundbeleuchtung). 8. Nur du kannst das beurteilen. Ich komme ohne aus, aber laufe bin auf meinen Touren auch meist über 10 h in Bewegung. Mit allen Pausen dann 12-15 h unterwegs. Da bleibt nicht mehr viel Zeit um im Lager zu lesen. Die Karten wollen ja auch für den kommenden Tag studiert werden. Generelles: http://www.bing.com/maps/?mkt=en-uk Oben Links bei „Road“ auf OS umschalten und die tollen OS Karten Online geniessen. Für Gebrauch mit GPS ist diese praktisch: http://www.bikehike.co.uk/mapview.php Es gibt noch eine tolle weitere, die ich aber an dieser Stelle nicht finden kann. Kostenpflichtig, aber wohl die beste Lösung: http://www.getamap.ordnancesurveyleisure.co.uk/ Ich habe CWT-Wanderer und andere getroffen, die den Abhainn Srath na Sealga (Fluss bei Shenavall Bothy) nicht Furten konnten/wollten und einen riesigen Umweg auf sich genommen haben, dabei ist bei der Mündung zum Loch na Sealga die Furt auch nach Regenfällen einfach. Die Montane Minimus Kleidung kann ich nur für geübte und fitte Wanderer/Trekker empfehlen, da nach mehrmaligem Gebrauch die Teile nicht mehr Wasserdicht sind. Also eher für Intensive Belastungen, wo der Körper selber viel Wärme generiert, man nicht viel drunter trägt und einfach durch das schlechte Wetter hindurch „rennt“. In Ullapool gibt’s einen Outdoorladen mit Mountain House, Clifbars und anderen Sachen: http://northwestoutdoors.co.uk/CONTACT_US.htm Tesco, Morrisons oder so was hat’s dort auch. Sehr schönes Örtchen. Chippies am Hafen, Live Musik in den Pubs... wirklich toll. 20 Tage ist m.E. äusserst gemütlich und wird dir viel Zeit geben für Umwege und Erkundungen neben dem Weg. So auch mit den Einkäufen. Warum nicht an einer Strassenkreuzung per Anhalter in’s nächste Dorf, Einkaufen und wieder zurück. Jeder „Kiosk“ in Schottland hat Esswaren die dich weiter bringen. In Kinlochewe z.B.: findest du Verpflegung bei der Tanke und gegenüber im Postoffice, die Bheinn Eighe Bar ist super. Die Zeckenplage haben in der Tat mit der Zunahme des Rotwild-Bestandes stark zugenommen. Lyme-Borreliose-Fälle haben in den letzten Jahren überproportional zugenommen. Ich empehle den Handtest: Bei Ankunft beim potentiellen Lagerplatz einfach die Hand einige Male an verschiedenen Stellen auf den Boden legen für ein kleines Momentchen. Wenn eine Zecke auf die Hand gekrabbelt ist – weiter suchen. Mit der Royal Mail habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Ich weiss nicht, was du dir unter Schottland vorstellst, aber dort fahren auch Züge, Hauptstrassen sind geteert und die Häuser sind geheizt…
  13. Es wurde kalt. Zeit um noch mehr draussen zu sein "I may be some time"
  14. ibex

    Definition von UL

    Witzige Idee. Und, wenn man sich und diese 4.536 rsp. 2.268 kg zu Ernst nimmt ( ), eine wohl verständliche Evolution. Bin aber auch Bastis Meinung. Es gibt hier jedoch viele Stimmen, die das Erreichen eines geringen Gewichts als Selbstzweck betrachten, zumindest öfter als ihnen anscheinend lieb ist. Zu den Gewichten die ich gegenwärtig mit mir rumtrage bin ich gekommen, weil ich rausging und lernte und daraus was machte. Gewisse Dinge wurden auch wieder schwerer. Schliesslich soll es mir helfen, meine Ziele zu erreichen. Bei einigen ist's also so gelaufen, dass der Rucksack schon seit Jahren für bestimmte Touren um/unter 10 lbs lag und dann erst hinterher bewusst wurde, dass es eine grosse Bewegung gibt, die sich genau dies auf die Fahne geschrieben hat. Es geht also auch ohne 10 lbs oder 5 lbs Bewusstsein. Genau. Finde es auch schön, dass eine/r das Basisgewicht ohne Dinge für den Hosensack (rsp. -taschen) und Medikamente/Toilettenartikel (ist ja Verbrauch...) feststellt und ein/e andere/r alles und auch die getragene Kleidung mit einbezieht. Schön weil es zeigt, dass nicht alle diese Grenzen von UL und SUL so ernst nehmen. Jeder wie er will und kann.
  15. OT: Auf der Strasse ist man Rennvelofahrer. Wer auf der Strasse mit dem Bike unterwegs ist, kriegt mein Mitleid. Warum sollte ich auf diesem hässlichen Grauen Belag unterwegs sein, wenn unweit Trails, oder zumindest Schottersträsschen auf Stollenreifen warten…? Ja, ein Alpencrosser ist für mich auch ein Biker, auch wenn die meisten Alpencrosser auf dem Weg nach Riva etc. mehr Zeit auf Teer verbringen als auf Trails. Eben, selber schuld und schön für die „richtigen“ Biker, die haben dann weniger Verkehr. Nur weil jemand Zuhause ein Bike stehen hat und damit auf der Strasse auf die Arbeit fährt und Einkaufen geht macht das diese Person nicht zu einem Biker. Es ist nicht sein Hobby und nicht seine Leidenschaft. Ich habe auch Arbeitskollegen, die mit dem MTB (auch wenn nicht wirklich Geländetauglich) zur Arbeit fahren und sich selber überhaupt nicht als Biker sehen. Finde ich eben auch. Bikepacking geht sehr wohl durch deftiges Gelände. Das habe ich hier im Forum schon oft versucht zu erklären. z.B.: hier (sogar mit Bildchen): http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/viewtopic.php?f=4&t=961&start=10 Je nach Tour transportiere ich nichts am Bike (alles am Rücken) oder eben praktisch alles am Bike (und weniger am Rücken). Je schwieriger der Trail, desto weniger am Bike. Wenn die Strecke so lang ist, dass ich mehr als zwei Nächte unterwegs bin, beginne ich Ausrüstung am Bike zu befestigen. Da auch meine Touren bisher immer schwierige technische Passagen enthalten (Versetzten Vorder- rsp. Hinterrad, Pedal Kicks etc.) haben und ich versucht bin so viel zu fahren wie möglich, sind max. 3 kg am Bike befestigt, einige 100 g Ausrüstung und Trinken und Essen (max. für ca. 550 km/12‘000 hm) dann im Rucksack. Sollte ich mal was wie die TD fahren, wird alles am Bike befestigt – aber das ist dann ja auch kaum noch wirkliches Biken, womit ich wieder beim Anfang meines Beitrags wäre.
  16. Die Rainlegs wären eigentlich zum Schutz da, aber beim Biker (ist nun mal anders als auf der Strasse) schützen sie an vielen (rsp. zu vielen) Orten nicht. Am Ende einer Tour traf ich eine entkräftete Deutsche „Alpenquerer“ Gruppe, die nach 80 km und 2000 hm nicht mehr Trail fahren wollten und das Alpsträsschen bevorzugten. Zwei von vier trugen diese Rainlegs und fluchten erbärmlich darüber. Der viele Dreck kriecht mit der Zeit unter diese Hauben und beim Geradeausfahren kam ein starker Wind von der Seite. Den beiden Rainlegs-Benutzer war anscheinend kälter und so fuhren sie schon mal weiter, während ich mit den beiden anderen eine lange Pause machte, bis sie wieder Kraft und Lust hatten und die beiden übriggebliebenen am Ende einen schönen Trail, der nicht in ihrem Führer stand, fahren konnten. Deshalb finde ich diese Rainlegs deplaziert. Ich verstehe dich wohl wieder falsch, aber meine, dass der Gewichtsaspekt ganz am Schluss miteinbezogen werden sollte. Funktion, Effizienz, Bequemlichkeit… dann mal das Gewicht, sei es für eine Tagestour oder für die 730 km beim Ultra Rennen. Meine Regenshorts wiegen 102 g und zum Anziehen brauche ich solange, wie man eben braucht um Shorts anziehen - vielleicht 4-5 Sekunden. OT: Natürlich. Mein 800 g Rucksack eignet sich perfekt für die eins bis drei wöchige Tour (naja, im Winter ist er für die lange Tour doch zu klein ) und auch wunderbar für das lange Wochenende draussen fast hinter der Haustür. Im Grunde würde er sich auch für die Biketour eignen. Man muss halt davon loskommen immer für jede Situation das ideale und perfekte rum liegen zu haben. Weniger ist eben doch mehr.
  17. Ich verstehe. Ich gehe immer unter die Dusche nach dem Arbeitsweg (direkte Variante 65 km, praktisch alles Trails), da ich immer versuche möglichst verschwitzt und versaut anzukommen Für den Alltag (natürlich auch wenn man nicht täglich den Arbeitsweg unter die Fahrradräder nimmt) benutze ich alte Regenkleidung, die eigentlich durch ist. Da spielt mir die Funktion ja auch weniger eine Rolle. Dreck, Nässe und Reibung ist der Tod von jedem Stoff...
  18. Okay, ich habe als ungesund interpretiert. Du meintest dabei aber unnötig.Ich kann dir mit Gewissheit sagen, dass z.B. Xanthan absolut unbedenklich ist. Ist als ob du Ballaststoffe zu dir nimmst. Unnötig - ja. Ungesund - nein.
  19. Limitcamper: Betreffend Rainlegs; die sind für's bikepacking komplett ungeeignet. Mach aus alten Regenhosen ein paar knapp Knielange. Pass auf, dass die Bewegung nicht eingeschränkt wird, wenn alles nass und klamm wird. Nun sehe ich aber, dass du was von schreibst. Wenn du auf dem Arbeitsweg jeweils Bikepacken musst, hut ab. du hast einen langen Arbeitsweg Im ernst, was spielt's für eine Rolle, wenn du zur Arbeit fährst oder von der Arbeit nach Hause. Du kannst ja dann im "Ziel" frische Kleider anziehen. Beim Bikepacking, dass meiner Meinung nach auf dem MTB in den Bergen rsp. im Gelände stattfindet (im Gegensatz zum road touring) sind Rainlegs insofern Uunsinn, weil der Dreck und die Nässe von allen Seiten kommen. Zudem läufst du in technischerem Gelände ernsthaft gefahr mit diesen Dingern irgendwo am Bike hängenzubleiben. Aber hier ist ja anscheinend eher die Meinung, dass Bikepacking auch mehrtägiges Fahrradfahren beinhaltet. Bikepacking klingt ja auch toll und Bikepacking ist's ja auch wenn gewisse Forumsbenutzer doch im Hotel/Herberge übernachten. Bikepacking klingt drum auch so cool. Ich muss noch lernen solche Dinge ein bisschen besser zu verstehen.
  20. +1 Und gutes Bürsten (rsp. Massieren) des Zahnfleisches. Und Benutzung von Zahnseide. Leute die nicht vom Fach sind können sich kaum vorstellen wie wichtig ein gesundes periodontales Ligament ist und wie recht all die "du solltest mehr Zahnseide benutzen"-Leute haben. Weshalb? Ja, die Denttabs kann ich für draussen unterwegs auch empfehlen. Geht aber genau so gut mit getrockneter Paste (die die meisten eh Zuhause rumliegen haben). Pulver zur Mundhygiene war ja eigetlich zuerst in Anwendung, genauso wie ein Quilt vor dem Schlafsack da war. Es wird also mit anderer Darreichungsform die Werbetrommel gerührt - das Produkt ist ja sowas von anders... Der Preis ist ja evtl. auch noch ein Thema.
  21. 66° north eigentlich das einzige Merinozeug, dass ich empfehlen kann, wenn man durch den Alltag geht und noch schnell am Feierabend eine Runde drehen will, oder in der kalten Jahreszeit eine Reise tut mit unfitten Leuten und zu allem hinzu man das Kleidungsstück hinterher geworfen bekommt. OT: Für mehr Outdoor gibt besseres als Merino, egal von welchem Hersteller. Die Haare, rsp. das Fell (ohne die eigentlich zum Fell gehörende Haut) der Merinoschafe wird geschoren, gereinigt, gefärbt, kardiert und dann durch verziehen und verdrehen gespinnt. Dieser Faden (rsp. zwei; Schuss- und Kettfaden) wird dann gewoben. Das erhaltene Gewebe wird genäht. Und dann "ab die Post". Eine höhere Qualität ist durchaus realistisch bei den längeren Haaren, nicht ganz klar ist warum das mehr kosten muss, denn beim Spinnen wird vieles durch's längere Haar deutlich einfacher. Die Sortierung? Ist eigentlich nicht nötig, dafür gibt es die Zucht. Die Art der Haare kann und wird darüber gesteuert. Die Schafe werden einmal jährlich geschoren. Es hat sich alles darum aufgebaut, dass dies einmal im Jahr stattfindet - ich würde ganz schön staunen, wenn gewisse Woll-Anbieter zwei mal Jährlich schären (damit sie doppelt so viele, dafür aber kürzere Haare kriegen). Der höhere Preis für die längeren Haare hat sich vielleicht daraus ergeben, dass eine Firma mit einem quasi-Monopol dies diktiert um den Markt lenken und Käufer sichern zu können. In der Lederindustrie gibt's viele schöne Beispiele, wie Louis Vitton die Lederherrschaft auf der ganzen Welt an sich gerissen hat. In der Wollindustrie ist's wohl nicht viel anders.
  22. Wer Aktivitäten betreibt, die die Rückenmuskulatur stärken, wird auf dauer auf praktisch allen Matten glücklich. Je mehr ich den Rücken stärken konnte, desto besser schlief ich. Zwei defekte Bandscheiben im L-Bereich und drei verschobene Wirbel im H-Bereich und es geht mir am besten, wenn ich sehr aktiv bin/war. Ich schlafe auf langen (Trekking)Touren auf einer NeoAir (die kleine, ganz leichte) und einer 80 g EVA perfekt (Gesamtgewicht 300 g). Wenn's weniger sein soll NeoAir und Luftpolsterfolie (ca. 30x40 cm, doppelt). Auf Bergtouren, also Bergsteigen mit Biwak eine 170 g oder knapp 400 g EVA (die Neo ist hier oft nicht so geeignet rsp. nicht hart genug im Nehmen). Auf Wintertouren (ab ca. -20 °C) die 170 g EVA, dann NeoAir und oben die dünnste EVA. Wenn ich jetzt auf eine Tour gehe (Wanderung mit einigen fast 3000er, 2 Nächte, vermutlich -10 bis -15 °C) kommt immernoch die 80 g EVA und NeoAir. Ich finde dies bequemer und habe ein geringeres Packmass als die praktisch gleich warme, 400 g EVA. Bequem und warm. Bei meiner NeoAir lösten sich nach ca. 100 Nächten an einigen Stellen die Verklebung und es bildeten sich Beulen. Ich vermute nach ca. 200 Nächten ist eine neue notwendig. Zudem ist die Alubeschichtung (der inneren Trennwände) vorallem in den Randbereichen weg. Kann sein, dass dies 0.3°C kältere Ellbogen bedeutet... p.s.: ich schlafe immer auf dem Rücken ein und wache auch so auf. Angeblich schlafe ich aber oft auf der Seite.
  23. Oder die Packungen vor der Tour in verschiedenen Höhen anritzen. Dann kann man sie beim Essen einfach abreißen, wie man es von den meisten Tüten eh kennt. Nur dass man jetzt mehr Optionen hat. Ich dachte mir schon vor längerem, dass da irgendwas (in meinen Büchern) faul ist, denn manchmal brauche ich meinen langen Alulöffel nicht, aber manchmal schon. Wenn ich hier durchlese, sollte ich jedoch meinen, dass mein langer Löffel obsolet ist. Nun denn zur Auflösung: Der lange Löffel ist insofern wichtig, weil man (ich) manchmal so müde und ermattet ist, dass man während dem Essen einschläft. Die Chancen, dass der Inhalt sich nur in den Magen und nicht in's Schlafgemach entleert ist mit Tüten mit hohem Rand geringer. Also vorsicht, nur wenn nicht Hundemüde Tüten aufreissen und umkrempeln. Weiters bereite ich die Tüten (für's selbstgemachte Essen) so zu, dass der Rand eher tief ist und nicht mehr gekrempelt werden muss - dass ist jedoch mit dem Essen und Sekundenschlaf wiederum ein bisschen Riskant. Spannend ist's auch in grosser Kälte, wo die Motorik zu wünschen übrig lässt. So passierte es auch bereits, dass das Abendessen verschoben werden musste, da wir kurz warten mussten, damit es komplett am Boden gefroren war und es dann noch einmal erhitzten und dann endlich essen konnten. Der Grund dafür: Aufreissen der Beutel mit klammen Fingern, Händen und dünnen Handschuhen. Also auch hier besser den langen Löffel ohne Aufreissen (am Morgen nach einem kalten Biwak, wenn das Blut sich wieder durchmischt und diese Schüttelattacken kommen ist's auch ganz schön riskant) deshalb; langer Löffel for president!
  24. Ich bin immer noch der Meinung, dass UL-Wandern über hundert Jahre zurück geht und mit mal grösseren, mal kleineren Innovationen sich zu dem Entwickelt hat, was es heute ist. Ein Klassenkampf. Dies deshalb, weil es früher wie heute immer Leute gab, die das Gewicht sehr ernst nehmen und diese Reduktion brauchen um "den Mord am Unmöglichen" durchzuführen, dann wohl jene die das Gewicht sehr ernst nehmen, weil es ihnen die Zahlenspielerei Spass macht und jene, denen das Ganze vollkommen egal ist und in Schraubstöcken mit dem Mammut Extreme Rucksack (mit 30 L und 1.5 kg) in die nächste SAC Hütte (sprich Hotel) wandern, die auch für den Biker eine schöne Tour darstellt.
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