jessi Geschrieben vor 3 Stunden Geschrieben vor 3 Stunden Hallo zusammen, ich bin aktuell dabei, mein Schlaf-Setup für sommerliche Alpentouren zu überdenken. Bisher war ich ausschließlich im Biwak unterwegs. Ich hoffe auf euren Input, da ich noch wenig Erfahrung mit Alternativen habe. Ich schlafe meistens oben auf Gipfeln oder Graten, oft sehr exponiert auf Fels und Karst. Dabei mag ich die Flexibilität, die mir das Biwakieren bietet. Bisher nutze ich den Biwaksack vor allem als Schutz für meine NeoAir Xlite gegen scharfe Steine sowie als Schutz vor Wind und starkem Morgentau. Rucksack und Matte habe ich bisher mit mit hinein genommen und fand das sehr praktisch. Bisher habe ich keine wetterfeste Lösung gefunden, die mich wirklich trocken hält. Ein Zelt kam für mich wegen der exponierten Lagen bisher eher nicht infrage ("Notbiwakieren"). Gleichzeitig schrecke ich vor den schweren 3-Lagen-Gore-Tex-Säcken zurück. Meine Idee für die Zukunft sieht deshalb so aus: Bei gutem Wetter schlafe ich oben auf dem Berg ganz ohne Dach, nur auf einem Groundsheet mit Matte und Schlafsack (Wie ist das bei euch mit starkem Tau?). Wenn Regen droht, bleibe ich gar nicht erst oben stehen, sondern steige rechtzeitig in geschütztere Lagen oder an die Baumgrenze ab und baue dort meinen Regenschutz auf. Ich schwanke aktuell zwischen zwei Wegen. Zum einen überlege ich ein 3x3m Tarp wie das Liteway Biggie zu kaufen (Platz für die Ausrüstung und lässt sich im Wald gut an Bäumen festmachen, was mir entgegenkommt, da ich keine Stöcke nutze). Allerdings habe ich Respekt vor dem Aufbau auf schwierigem Boden. Die Alternative wäre ein UL-Zelt wie das Durston X-Mid, was schnellen Schutz bietet, aber dazu müsste ich extra Gestänge oder Stöcke als totes Gewicht mitschleppen und brauche zwingend guten Boden für Heringe? Privatsphäre ist mir eigentlich egal und Mückenschutz könnte ich über ein Kopfnetz lösen. Mich würde brennend interessieren wie ihr die Strategie beurteilt bei Regen gezielt abzusteigen und sonst nur auf der Plane zu schlafen. Reicht Tyvek Hardstructure auf scharfem Karst wirklich aus, um die NeoAir ohne Biwaksack vor Löchern zu schützen? Und übersehe ich als Biwak-Umsteiger vielleicht noch einen Denkfehler bei der Wahl zwischen Tarp und Zelt ohne Trekkingstöcke? Danke euch für eure Einschätzungen!
Martin Geschrieben vor 1 Stunde Geschrieben vor 1 Stunde Ich bevorzuge es mir etwas geschützte Orte zu suchen und ein Hextarp mit einer Stange zu nutzen. Die Stangen wiegen 80-100g, ein Tarp zwischen 120 und 340g. Beispielsetup: zpacks Hexamid Pocket Tarp, Groundsheet, 6 Heringe, S2S nano pyramid net. Oder den Bivy ins Tarp als Groundsheet und Mückenschutz: ein Bora Ultralight Bivy oder Cumulus Mosquito Bivy. Es gibt auch UL Bivys mit festem Kopfteil. Die können alle die Lösung gegen Kondens sein. Weitere Beispiele für Tarps wären: SMD Gatewood Cape, SMD Deshutes, Bonfus Middus 1p, und viele weitere. Kondens gibts auch nur ohne Wind (außer du bist in Wolken). Kannst also auch dein Tarp aufbauen. Lange Leinen und dann die Heringe unter Steine packen. Damit bin ich bisher ziemlich weit gekommen.
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