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Ultraleicht Trekking

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Eine Woche GR10 im September

Featured Replies

Geschrieben

Hallo zusammen, 

ich hatte ja vor ein paar Wochen im Vorstellungsthread eigentlich einige Fragen zur Reisevorbereitung für den GR 10 angekündigt, aber dann kamen einige Deadlines und zu schönes Wetter etc. dazwischen und jetzt ist schon eine  Menge geklärt, glaube ich. Versuche mich trotzdem noch mal, der Übersicht halber in Stichpunkten:
 

  1. Wann: 6-7 Wandertage in KW 38/39, also 14.-27.09. (genauer mag ich so öffentlich nicht werden)
  2. Wo: Im Mittelmeer-Teil. Aus logistischen, unnötig komplex zu schildernden Gründen wäre es günstig in Arles-sur-Tech loszulaufen und dort das Fahrzeug abzustellen. Das Fahrzeug und die Person, wegen der Arles-sur-Tech günstig wäre, würden mich dann nach 6-7 Wandertagen einsammeln und ab da geht es gemeinsam weiter. Das Ziel wäre also (eher gemütlich) Lac des Bouillouses oder (eher sportlich) Mérens-les-Vals, also Etappe 52 bis 46 bzw. 44 laut meinem Guide vom Stein Verlag.
    ->  Ich müsste den Weg bei dieser Planung "falschrum" gehen. Wie sieht es mit der Markierung in diese Richtung aus? Spricht irgendetwas außer den etwa +2300HM zum Einstieg etwas dagegen?
    Prinzipiell würden auch andere Abschnitte im Bereich zwischen Andorra und Mittelmeer gehen, andere Laufrichtung etc., aber nur mit logistischem Mehraufwand, den ich mir etwas schön reden/lesen müsste.
  3. Temperaturen nachts: Wird wohl im niedrigen einstelligen Bereich sein? Irgendwie habe ich das Bedürfnis zu fragen, ob mir der noch im Zulauf befindliche Quilt mit gut 300 g 800er Daune auf meiner NeoAir wohl reichen wird. Ist aber vermutlich müßig. Wenn genug Essen drin ist, ist mir sehr selten wirklich kalt...
  4. Hütten: Ich möchte so viel wie möglich zelten, aber auch gerne die Infrastruktur der Hütten nutzen. Finde es also sehr cool, dass man häufig vor den Hütten zelten darf. Wenn ich doch wegen Wetter oder Bequemlichkeit ein Bett will: Wie läuft das in FR mit der "Bettwäsche"? Für Quilt-Nutzer ist ein Hüttenschlafsack/Inlet angeraten? Wenn ja: Bin hiermit auf der Suche nach erschwinglichen Tipps.
  5. Essen: Ich muss glutenfrei essen und sollte wahrscheinlich nicht mehr Hütten-Verpflegung als Kaffee und Schokolade fest einplanen, oder?
  6. Packlisten-Check: Folgt die Tage, verlinke ich dann hier rein.
  7. Sonstiges aktuelles: Ist jemand in letzter Zeit dort unterwegs und hat nützliche aktuelle Infos? Ich las schon von Bären und schlimm verkeimten Wasser, aber vielleicht ist ja noch mehr zu beachten. 😂🫠

So.
Ich denke das reicht für heute. Mehr fällt mir dann wahrscheinlich nach dem Absenden ein.

Geschrieben

Ende September in den Pyrenäen: Nachts niedrige einstellige Werte sind realistisch, auf 2000 m kann es auch Richtung Null gehen. Dein Quilt mit 300 g Daune reicht, wenn du genug isst und trocken schläfst – trocken ist der Knackpunkt, nicht die Grammzahl. Für die Hütten: ein dünnes Inlet ist Standard. Glutenfrei in französischen Hütten: eher Kaffee und Schokolade einplanen, ja.

  • 4 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hallo zusammen!

Ich lasse mich gerade wieder Richtung Deutschland fahren und wollte schon mal ein paar Punkte aufschreiben, falls mal jemand die gleichen Fragen hat:

Zu 2) Ich bin mit 6,5 Wandertagen von Arles-sur-Tech nach L'Hospitalet-près-l'Andorre gelaufen, also wie geplant "falsch rum". Am ersten Tag ging es mir mies als ich am Refuge de Batére ankam, da hing aber auch schon ein fettes Gewitter in der Luft und das macht mich auch im Alltag fertig. Ansonsten bin ich gut durchgekommen und hatte nur an wenigen Stellen das Gefühl, in die falsche Richtung zu gehen und zwar:

  • Übersteigen des Canigou (hier bin ich nachmittags hoch, habe mir die Stelle, die ich abklettern müsste angeschaut und wieder zurück zum Refuge de Cortalets, Bonus: am nächsten Tag den Canigou von der Cresta de Barbet anzuschauen war sehr schön),

  • der Aufstieg vom Refuge du Ras de la Carança zum Coll Mitja (habe hier nach dem dritten Mal weg verlieren einfach auf die Schotterpiste gewechselt) und

  • der Abstieg vom Coll de Coma de Anyell zum Refuge de Bésines (Wegziehen von oben schlecht zu sehen und Stufen, die ich teilweise abklettern musste).

Zu 3) Ja, war kalt nachts. Im Quilt war es warm genug, problematisch für mich war es dann eher, zusammenzupacken ohne allzu kalte Finger zu bekommen. Hatte Handschuhe dabei, aber keine mit denen ich Dinge tun kann. Sobald die Sonne dann wirklich aufgegangen war, kam dann immer direkt der Wechsel von Mütze und Regenjacke zu Sonnencreme, -brille und Shorts.

Zu 4) Entschied mich für die billige Mikrofaser-Variante und hasse alles an meinem Hüttenschlafsack/Inlet. Schwitzig, klettet an trockener Haut, verdreht sich,... 🫣

Zu 5) Ich habe die erste und letzte Nacht in Hütten geschlafen und konnte beide Male mit weniger als 24h Vorlauf glutenfrei mit zu Abend essen. Hatte natürlich trotzdem Massen an Essen im Rucksack...

Zu 6) Ich kam immer noch nicht dazu mal meine Klumpen zu wiegen.

Zu 7) aktuelles: Selbst jetzt sind noch echt viele gelistete Quellen komplett trocken. Und viele Läden/Unterkünfte/... scheinen ab September ein Soft Closing zu machen und öffnen nur noch, wenn es ihnen passt. Hätte ich nicht so viel Essen dabei gehabt wäre das doof gewesen.

Bei Fragen gerne fragen! instagpx.com.jpg

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb wandering_lukas:

Ja, war kalt nachts. Im Quilt war es warm genug, problematisch für mich war es dann eher, zusammenzupacken ohne allzu kalte Finger zu bekommen.

Welchen Quilt hast Du und wie kalt war es denn grob?

Con Calma Y Con Alma

Geschrieben
  • Autor

Hi @Epiphanie,

Ich hatte einen Hyberg Nimbus II dabei. Temperaturen habe ich nicht aufgezeichnet, aber ich nehme an dass es so wie von Meteoblue fur 2000m angekündigt +-1°C waren: mein Duschgel hatte kleine Eiskristalle in der Flasche, die große Wasserflasche hatte nichts.

Geschrieben

Danke für die Rückmeldung, das klingt nach ziemlich typischen Pyrenäenbedingungen im September. Die Sache mit dem Duschgel ist ja fast schon ein besseres Thermometer als jede Wetter-App. Interessant finde ich auch, dass die große Wasserflasche noch flüssig blieb. Dann war es offenbar wirklich nur kurzzeitig ordentlich kalt. Beim Quilt hätte ich bei solchen Temperaturen vermutlich auch eher Vertrauen in die Nacht als in meine Finger beim morgendlichen Packen. Dünne Handschuhe mit etwas Grip wären da wahrscheinlich Gold wert. Und die starken Temperatursprünge nach Sonnenaufgang stelle ich mir ziemlich krass vor. Von Frost am Morgen direkt zu Shorts und Sonnencreme ist schon eine Ansage.

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