Also ohne den Sitz wird das sehr anstregend, da Du eben keine Lendenwirbel-Unterstützung mehr durch eine Lehne hast.
Mit Sitz ist die Matte imho eine rel teure und vor allem mit fast 1 kg schwere Option, wobei sie schon ein klein bisschen zur Versteifung des Bootes beiträgt, wobei die die ich kenne, die so eine Matte angeschfft haben, damit nicht glücklich geworden sind.
Und klar hängt man in einem Anfibio mehr nach unten durch, als in einem MRS.
Das hängt mit 2 Faktoren zusammen :
Sitzbefestigung, wie schon beschrieben, liegt der Sitz in Anfibios sozusagen lose drin, während er in den normalen MRS Booten zwischen den Schläuchen aufgehängt ist, dadurch drückt sich der Sitz, wenn er mit dem Körpergewicht belastet wird, mitsamt Boden mehr nach unten durch.
Das macht halt den größten Teil der 5 cm locker aus, im Normalfall ist das egal, ausser bei extremen Niedrigwasser, wenn man sozusagen um jeden cm kämpft, dafür hat man den Vorteil, von etwas weniger Gefummel beim Aufblasen bzw Zusammenpacken, bei Alpacka sind btw die Sitze auch so.
Dem kann man easy entgegenwirken, in dem man den Foam Seat (15 € 175 g) unter den Sitz quer legt.
Quer geht er nur sehr stramm rein, verkeilt sich gut zwischen den Schläuchen bzw stabilisiert diese.
Durch den steifen Foam Seat drückt sich auch die Sitzfläche nicht mehr so "punktuell" nach unten durch, was nochmal zusätzlich zu den 5 cm Dicke etwas Höhe bringt.
Der 2 Punkt ist der Bootsshape, schau Dir mal im Vergleich von oben den TXL und den Nomad an, die haben zwar denselben kleinen Schlauchdurchmesser, aber durch den Shape biegen sich die Schläuche beim TXL mehr durch, was auch zu einer tieferen Sitzposition führt.
Wobei ich sagen muß, daß ich u.A. deswegen meinen Nomad und div Sigmas damals wieder abgegeben habe, aber um fair zu sein, da war ich ansonsten auch nicht mehr bei Sigmas usw, sondern bei Wildwasser-Packrafts von MRS / Alpacka, die nicht nur durch den größeren Schlauchdurchmesser steifer sind und ich gehören ja auch nicht gerade zu den Federgewichten.
@Mia im Zelt benutzt Du überhaupt ein längeres Paddel, als im Kajak ? Wie lang ist das Paddel, was Du benutzt ?
Wenn Dir die 15 € zuviel sind für den Foam Seat (ich fand den die Jahre, in denen ich noch Anfibios gepaddelt habe, bei manchen Booten echt nützlich, um einen Tick weniger Tiefgang und durch die erhöhte Position schon etwas früher das Wasser lesen zu können und netter Pausensitz, um nicht im Nassen zu sitzen) klemm halt ganz nach unten ein 40 cm breites Brett unter den Sitz und darauf dann eine Zwischenlage, dass es insgesamt 5 cm sind, dann kannst Du den Foam Seat "simulieren".
Bei einem derartig langen Boot mit rel kleinem Schlauchdurchmesser kommt es nochmal deutlich mehr auf einen guten Luftdruck in den Schläuchen an, gerade, wenn man dann noch die mittige Sitzposition wählt (ruhig mal mit etwas Ballast im / auf dem Bug, die hintere Position probieren).
Grundsätzlich ist ein Packraft halt schon deutlich anders, als ein Kajak oder Canadier, durch die Schläuche braucht es längere Paddel und einen anderen Paddelstil.
Von der gewohnten mittigen Sitzposition bin ich auch rel schnell abgekommen, Packrafts sind bei Sitzposition hinten deutlich schneller steuerbar.
Nicht daß ein falscher Eindruck entsteht, daß ich die Anfibios im Vergleich nicht gut finden würde, die Teile sind für die Materialfestigkeit schön leicht mit kleinem Packmaß, preisgünstiger als MRS und erst recht Alpacka und es gibt sie von Alpha bis Sigma bzw Omega in der Länge / Auftrieb mehrfach abgestuft, ich habe ja auch mit Anfibios angefangen,aber wenn man einmal in einem guten richtigen Wildwasser-Packraft gesessen hat, dann paddelt man imho halt lieber die...auch wenn die deutlich teurer & schwerer sind...