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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 29.09.2025 in Beiträge

  1. 4 Punkte
    Das Recta-Mid ist ein simples 2×3,2 m Rechteck-Tarp mit einigen zusätzlichen smarten Optionen. Es kann als Halbpyramide mit beak aufgebaut werden und bei einer Höhe von 125 cm passt sogar das 3F-inner darunter. (Liegelänge bis 185 cm) Die Nutzfläche vom Tarp ist so tief, dass die ausgestellte Bodenwanne des inners locker Platz findet. Der Lifter an der Rückwand sitzt „zufällig“ genau auf der richtigen Höhe für einen Abspannpunkt vom Tarp zum inner. Bei Abspannung wird das Raumgefühl nochmal deutlich vergrößert. (peace) ;-) Zum perfekten Stand der Bodenwanne sind zwei extra Abspannungen am Saum hinzugekommen. Das inner funktioniert zwar auch ohne den zusätzlichen seitlichen Zug, steht aber so viel besser und der T-Zip ist damit auch einhändig zu bedienen. Der vordere Abspannpunkt in der Mitte der Kante, ist wie bei allen Tarps einer Shelter-Serie mit einem Edelstahl D-Ring versehen. So können zwei Tarps zusammen an einer Mittelstange aufgestellt werden, um ein Gruppen-Shelter zu bilden. Hier können sich 5 bis 6 Personen versammeln, gemeinsam kochen oder sich einfach nur im Trockenen aufhalten. Es passen natürlich auch die beiden inner unter das große Dach. Bei Interesse kann das inner mit verkauft werden. VG. -wilbo-
  2. 2 Punkte
    Danke, das habe ich am Wochenende ausprobiert. Allerdings wollte unser moderner Ofen nicht bei leicht geöffneter Ofentür arbeiten, so musste ich dann immer wieder die Ofentür öffnen. Hat aber trotzdem geklappt. Aus 700 g Apfelmus (ein Blech) wurden 100 g Trockenmus. Die Reversibilität des Prozesses habe ich heute getestet. Ergebnis: Funktioniert
  3. Find die Idee auch spannend. Daher mal Quick and Dirty Selbstversuch mit einer TAR X-Lite Regular Wide und einer - ich meine - qualitativ guten und gebräuchlichen Fahrrad Minipumpe mit zwei Pumpmodi. Diese Pumpen haben einen Verstellmechanismus, des möglich macht, den Fahrradreifen erst mal auf einen gewissen Grunddruck aufzupumpen und nach dem verstellen des Mechanismus dann die letzten bar für den richtigen Druck hinzuzufügen. So hab ich das jetzt auch bei der TAR probiert. Statt Adapter hab ich jetzt Tape luftdicht um beide Ansätze gewickelt. Das ist sicherlich nicht professionell, aber es ging gerade mal kurz nur ums Gefühl. Das Ergebnis nach 7 Minuten intensiven Pumpen und einem extrem schlappen rechten Arm seht ihr auf den Fotos 😂 7 Minuten deshalb, weil meine elektrische Minipumpe genauso lange braucht, um die TAR RW aufpumpen und auch, weil dann die Kraft tatsächlich weg war 😂 Im Fazit würde ich mich insofern dem Statement von @khyal anschließen und auch bei der nächsten Gravel Tour meine Minipumpe mitnehmen. Ich mach es immer so, dass ich nach dem Zeltaufbau als erstes die Pumpe an die Isomatte klemme und dann arbeitet die einfach für sich allein vor sich hin. In der Zeit mache ich dann schon irgendwas anderes. Und ob die Pumpe dann 2 Minuten oder 7 Minuten oder 13 Minuten braucht, ist mir eigentlich Schnuppe. Da die Pumpe nur 8 g wiegt, ist das für mich eigentlich ein Nobrainer. Ich weiß, es gibt Pumpen, die brauchen nicht 7, sondern nur 3 oder 4 Minuten. Für mich selbst spielt das allerdings keine Rolle. Insofern nehme ich lieber die leichte Pumpe, die dann halt etwas länger braucht. Bei dem Modell kommt hinzu, dass sie im Vergleich zu anderen Minipumpen fast nicht zu hören ist (weil sie halt relativ langsam arbeitet).
  4. Onewind Solitary Cape

    Gibbon reagierte auf seimen für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Servus zusammen, als "UL" Ersatz für mein OR Tarp (Membran) ca. 800 gr., dass ich zumeist als Biwaksack und zuletzt also Poncho benutzt habe, bin ich auf das Onewind Cape gestoßen. https://www.onewindoutdoors.com/de-de/products/single-topped-cape-shelter Es bringt ohne Zubehör 280 gr auf die Waage. Hat einen Reisverschluss und mehre Zugkordeln. Im Cape Modus ist es so groß, dass ich problemlos den Rucksack darunter abnehmen kann um z. b. Pause bei starkem Regen zu machen. Durch den Reißverschluss, der ganz ordentlich dicht hält, kann man das Cape problemlos anlegen und bei leichterem Regen öffnen im Gegensatz zu der üblichen Poncho Konstruktion. Ich war bisher zweimal bei Dauerregen und leichtem Wind bis stürmischen Wind unterwegs. Klar, im Vergleich zur Membranlösung beginnt man darunter eher zu schwitzen, aber die 500 gr. Gewichtsvorteil und vor allem die wesentliche größere Fläche und damit der gesteigertem Einsatzwert waren die 55 € (vs damals 200 €) absolut wert. Wie alle Capes/Ponchos ist es bei Wind so eine Sache und ja natürlich werden Waden und Schuhe nass. Sinnvoll wäre noch ein Gummischnur um das Cape um die Hüfte zu fixieren, z. B. wenn man beim Zeltaufbau etc. hantieren muss, kann einem das Cape schon mal arg im Weg sein. Vg Seimen.
  5. 1 Punkt
    Danke @Blickpunkt, das sind ja interessante Ergebnisse! Würde sich aufwandstechnisch also nur lohnen, wenn eine elektrische Fahrrad-Minipumpe auch die Isomatte mit erledigt und gewichtstechnisch Pumpsack und manuelle Fahrradpumpe ersetzt. Bei den Fahrrad-Elektrominipumpen sind 100-200 g üblich. Bislang pumpe ich beides manuell, geht auch. Aber die Alpenblow ist ja niedlich 😍 @ConTour Die Skizze muss ich mal probieren - nach dem nächsten Platten 🙏
  6. Onewind Solitary Cape

    Christian Wagner reagierte auf seimen für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nein es ist tatsächlich nur ein Cape und man kann die Arme nirgends durchstecken. Das heißt will man damit an die Luft muss man das Cape "umstülpen" oder den Reisverschluss aufmachen. Das muss man tatsächlich mögen. Btw. ich bin 172 cm groß. Mit Stöcken habe ich das noch probiert, sollte aber einige maßen funktionieren. Werde ich bei Gelegenheit mal nachreichen. Als Shelter oder der gleichen habe ich es nicht probiert und werde ich auch voraussichtlich nicht. Mein sekundärer Anwendungsfall ist Vordach, Bodenplane oder Stealth. Für mich ausschlaggebend war der Reißverschluss, weil ich das Ding bei plötzlichen Regenschauer sofort aus dem Rucksack-Außenfach ziehen kann und anlegen. Ohne das ich irgendwas abnehmen muss.
  7. Mit KAMM auf Tour

    wechsel-wild reagierte auf Ein.Plattfüssler für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Mit Kamm auf Tour Ich gebe zu, ich hatte einen Kamm dabei. Satte 11,2 g Ultraleicht-Übergewicht !!! Aber so bestand die Chance nicht als Auerochse angesehen zu werden, auch wenn man nach ein paar Tagen schon genau so stinkt… Den anderen Kamm hab ich eher nicht gesehen. Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland ist nämlich kein Kammweg, sondern eine Erfindung der örtlichen Tourismusbranche zur Erhöhung des Bruttosozialproduktes von Wirten und Gastgebern. Dafür gibt es dann für den Wanderer aber auch was: Er geht in der Länge von ca. 285 km mit ca. 8.000 (!) Höhenmetern gehörig auf und ab. Für einen Kammweg eher untypisch. Der ‚historische’ Kammweg liegt vorwiegend in Böhmen. Ortschaften sind dort wegen der geschichtlichen Ereignisse ziemliche Mangelware. Somit ist also die Versorgung von Fußlatschern nicht gesichert, wie ich sogar auf einer Tour per Fahrrad feststellen durfte. Landschaftlich erlebte ich den Kammweg recht abwechslungsreich. Zu erleben sind Laub-, Nadel- und Mischforste, Felder, blühende Wiesen, Weiden, verschwiegene Moore, murmelnde Bäche, Talsperren, im Wald versteckte Teiche, markante Felsen… und natürlich so mancher Berg. Sowie die Zeugnisse des Bergbaus, des Instrumentenbaus und für Eisenbahnfans die Schmalspurbahnen… Somit ist der Kammweg weit abwechslungsreicher als sein thüringer Verwandter, der Rennsteig… Ich renne ungern auf’m Steig, also nix Rennsteig sondern Kammweg. Mein Gehstil ist das Schleichen. Da seh ich mehr (und kann besser Schnaufen). Anreise nach Geising per Bahn. Für mich nur ein Katzensprung… Aussteigen… Und die Tour beginnt direkt am Bahnhof. Und noch besser, dort befindet sich ein Supermarkt. Kuchen und Cola-Tankstelle also… Es geht auch gleich zur Sache. Hinauf auf den Geising. Schwitzen sogleich garantiert… Auf dem Geising ein Schild mit der Vorschrift: Eigener Proviant bleibt im Rucksack ! So, so… Ist ja ein ganz netter Kneiper hier oben... Und nicht mal was zu sehen außer Bäume, Buschwerk und Picknickbänken. Ob es vom 18 m hohen Aussichtsturm für eine Rundsicht reicht, ist ungewiß. Grünzeug wächst ja mancherorts in den Himmel. Eine Euro Aufstiegsgebühr gespart an diesem für mich doch eher ungastlich empfundenen Ort… Ein paar Meter unterhalb des Gipfels steht (m)eine Bank. Mitgebrachten Proviant raus und futtern. Etwas Blick durch die Bäume als Zugabe... Abstieg nach Altenberg. Am Fuße der Sommerrodelbahn eine Quelle. Ein Einheimischer tankt dort auf. Somit auch ich. Etwas weiter am Weg eine weitere, stark sprudelnde, gefaßte Quelle. Auf dem Kammweg sollte man die Möglichkeiten zum Wasser fassen stets nutzen. Die Möglichkeiten dazu sind unregelmäßig verteilt. Nicht alle in der Karte eingezeichnete Wasserläufe, Quellen führen im Sommer zuverlässig Wasser. Ich mußte deshalb einmal stark eisenhaltiges Wasser für den Morgenkaffee nutzen. Dabei fiel zumindest dessen Färbung nicht auf… Auf dem 905 m hohem Kahleberg mit Moos und Flechten bewachsene Blockfelder. Das Heidekraut beginnt zu blühen, Glockenblume und Co. Blühen noch. Die Bäume schon fast alpin mit reichlich Flechten besetzt und im Zwergenwuchs. Alpin auch der Charakter des Pfades. Und das auf gerade mal 905 m… Dummerweise bleibt der Weg nicht da oben. Der Hirschbach fließt im Tale entlang der Grenze zu Tschechien. Bergab geht’s… Munteres Geplätscher... In dieser bergigen Gegend ist’s nicht ganz leicht einen ebenen Platz für das Lager zu finden. Etwas Klebstoff auf und unter der Isomatte wär nicht schlecht. Aber das Moos ist weich und der Schleicher müde. Und gleich neben dem Bach braucht’s doch keinen Klebstoff… Am Morgen wird nach dem Packen weiter geschlichen. Am Bach oder hinauf und hinunter. Hinter Rechenberg führt der Weg über eine historische Bogenbrücke. Sie ist Teil des Naturdenkmals Floßgrabensystem. Unsere Vorfahren haben ganz schön viel gebuddelt, um das Holz aus dem Wald zu kriegen... Wer will, kann in Neuhausen (Friedhof) einiges besichtigen: Schloß Purschenstein, Nussknackermuseum. In Seiffen (Friedhof) nicht anders (Spielzeugmuseum). Vorher die Aussicht vom Schwartenberg (787 m). Die Bergbaude ist geschlossen, Urlaub… Ich latsche vom Wind gepustet weiter… In Olbernhau wird ein Einkauf fällig. Wer vorher den Weg mit seinem hier irrsinnigen Anstieg am Ortseingang abkürzen will, sollte anfangs kurz auf den stillgelegten Bahngleisen wandeln. Später Fußweg vorhanden… Nach der Saigerhütte (Museum Buntmetallurgie) gehts entlang der Natschung und deren Tal beständig nach oben zum Aussichtspunkt Stößerfelsen. So mancher Fels ist zu sehen… Kaffepause mit Blick ins Tal. Das Frühstück am Supermarkt war mit Kuchen und Cola dann doch nicht ganz so gehaltvoll… Nach Umgehung von Rübenau mache ich am Lehmheider Teich Kochpause. Nudeln, was sonst. Es schmeckt dennoch. Schokolade als Nachtisch, der Energie wegen… Hier am Teich gibt’s eine Bademöglichkeit. Die Enten nutzen die auch… Ich bleibe Beobachter... Auf nach Kühnhaide, dem (oft) kältesten Ort im Erzgebirge. Vorher weist ein massives Schild des Staatsbetriebes Sachsenforst auf die Sperrung des Weges hin. Nichts zu hören, nichts zu sehen. Holz wurde bereits abgefahren. Schnittflächen der restlichen verbliebenen Stämme sind schon einiges alt. Solche Sperrungen sollten noch öfter, nämlich sechsmal folgen. Nur einmal waren Forstarbeiten zu bemerken. Und da hatten die Forstarbeiter das Absperrbanner sogar selbst zur Seite gelegt. Nahe am Weg waren keine Arbeiten im Gange. Kein Murren der von mir gegrüßten Forstarbeiter, als ich vorbeilief… Bei Kühnhaide ist der Grüne Graben recht interessant. Hier entlang schlängelt sich ein mit Holzplanken eingefasster Wasserlauf mit leichtem Gefälle für den ehemaligen Bergbau. Wie viel Mühe kostete wohl der Bau so ohne Bagger & Co … An Kühnhaide vorbei betrete ich einen Moorlehrpfad. Das Moor befindet sich in der Phase der Regeneration. Bis Anfang der neunziger Jahre wurde hier Torf abgebaut… In Schmalzgrube biege ich ins Tal des Schwarzwassers ein. Hier schnauft die von einem Verein betriebene Preßnitztalbahn entlang. Zumindest an Wochenenden. Heute also leider nicht. Als Überraschung entdecke ich hier aber dafür so etwas wie Trailmagic: Einen mit Balkonplumen geschmückten Rastplatz mit Wasseranschluß. Über eine Holzleitung wird quellnahes Bachwasser in einen Holztrog geleitet. Das Wasserrad ist leider außer Betrieb. Nix mit Telefon aufladen… Eine Gießkanne ist auch da. Wer will, kann also auch duschen… Wundervoll das alles. Hier gibt es Menschen, denen Wanderer nicht gleichgültig sind. Ich sollte solch blumengeschmückte Rastplätze noch mehrfach finden… Danke ! Am nächsten Morgen klettere ich rauf zum Bärenstein. Hier oben fläzen sich Menschen, die mit Behindertengestellen aufgetiegen sind, auf den Bänken rum. Allgenmein nicht viel zu sehen, es sei denn man nutzt den Aussichtsturm. Nach Westen hin, kann man kurz vor dem Gipfel auf die Talsperre Cranzahl sehen. Zu der geht es nun hinunter. Über die Sperrmauer und schon ist wieder Ruhe vor Zweirädern… An der Toscabank (Fels) hat eine Gruppe von Wanderen alle verfügbaren Plätze besetzt. Zur Seite gerutscht wird nicht. Wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Ich verlasse diesen lauten, unfreundlichen Ort gleich wieder… Bald komme ich zum Kreuzbrückfelsen, auf gesperrten völlig von Holzerntemaschinen zerrammelten Forstweg. Hochklettern, nur in eine Richtung Schneisenblick... Weiter und runter und rauf. Als nächstes auf den Fichtelberg. Heute wohl nicht mehr zu schaffen. Kurze Pause, etwas futtern. Und dann noch die ersten Meter hoch. Der Weg zum Gipfel schleicht sich mit moderater Steigung diesem von Norden her an. Da es bereits dämmert, suche ich mir einen Lagerplatz. Zwischen einigen halbwüchsigen Fichten eine halbwegs ebene Fläche. Reicht gerade zum Cowboy-Camping. Da sich die abendlich obligatorische Mücke sirrend anschleicht, spanne ich mal lieber das Netz auf. Schon ist die Mücke entschwunden... Am Morgen sogleich eine gefasste Quelle… und etliche ebene Lagerplätze weiter oben... Oben am Gipfel (1215 m) ist so früh am Morgen noch wenig los. Einige Hotelgäste steigen in ihre Autos. Die erste Schwebebahn schwebt aus dem Tal herauf. Viel Interessantes gibt es hier oben aber nicht zu sehen. Vielleicht die Friedensglocke, mit viel Stacheldraht ringsum auch am Klöppel gesichert. Wundersam solch Frieden… Gegenüber schon in Tschechien der Keilberg (1244 m)… Kurz unterhalb des Gipfels eine sonnige Picknickgarnitur mit Aussicht gen Westen. Da mach ich doch glatt Frühstück: Müsli und Kaffee. Kraft auf den weiteren Weg oder besser der Skiloipe. Da ist mehr weiches Gras als auf dem parallel verlaufenden Weg. Treffe hier auf eine tolle Schutzhütte... Nun wieder viel Weg bis zum Wettin Brunnen. Wer mag, kann das Besucherbergwerk Fuchslochstollen besuchen… Etwas weiter soll der Himmelsstein zu sehen sein. Ein hier niedergegangener Meteorit. Nichts wie hin… Doch den hat wohl jemand geklaut. An Ort und Stelle steht nur noch eine Hinweistafel mit viel aufgedrucktem Wissen über den Klumpen… Der bald folgende Aufstieg zur Himmelswiese macht deren Namen alle Ehre. So steil und lang der Anstieg; da kann diese Wiese tatsächlich nur im Himmel liegen. Dazu hat der Staatsbetrieb Sachsenforst (nicht nur) diesen Forstweg (im Staatsforst) reichlich dick mit losem (!) Schotter frisch belegt. Steuergelder kann man m.E. auch sinnvoller verschwenden, oder ? Daher hier mal ein Wort zu Wegebeschaffenheit: Für den Geschmack eines Weitwanderers, wie mich, gibt es auf dem Kammweg zu viele Forststraßen und Forstautobahnen. Das mag zur Zeit der Einweihung des Weges anders gewesen sein. Aber der Wahnsinn des Staatsbetriebes Sachsenforst, Forstwege zu Forstautobahnen auszubauen, scheint unbegrenzt. Das durfte ich auf dem Kammweg mehrfach beobachten. Damit könnte der Kammweg Erzgebirge-Vogtland als Weitwanderweg bald tot sein… Schade… Leider ist die Himmelswiese mit ihrem wertvollen Bestand an Blühpflanzen bei meinem Eintreffen schon gemäht. Es ist ja bereits fortgeschrittener Sommer… Eine Bank für die Pause und für’s Zubereiten des Mittagsmahls steht aber noch... In Johanngeorgenstadt ist ein Schaubergwerk und ein Pferdegöpel zu bestaunen. Ich gehe lieber Lebensmittel tanken… und schon bald schlafen... Über die Sauschwemme latsche ich auf den Auersberg mit Aussichtsturm hoch. So früh am Morgen ist das Drehkreuz am Eingang des Turmes (Eintritt) noch nicht in Betrieb. Ich bleibe dennoch am Boden. Als Frühstücksplatz ist es mir hier aber zu zugig… In Sepentinen runter nach Wildenthal. Am Weg oberhalb findet sich eine Bank mit Sonne, Aussicht und Wasseranschluß eines kleinen Baches. Perfekt… Nach dem Kaffee bin ich nach der zu kurzen Nacht gut munter. Ab jetzt mal wieder viel Weg: Vorbei an Weitersglashütte, Carlsfeld. Morgenröthe wird gestreift, der Pyratalweg unter die Sohlen genommen. Dort wieder ein künstliches Fließ für den ehemaligen Bergbau. Hinter Mühlleithen befindet sich das ND Arnikawiese. Blühen tut die Arnika derzeit nicht mehr. Am Wegesrand dagegen reichlich der Alant… und die Phantasie eines wohl Jägers. Der warnt per Plakaten vor dem Wolf. Dabei ist doch allgemein bekannt, dass der Wolf nur Großmütter (bin ich nicht), Mädchen mit roten Kappen (hab ich nicht) und bevorzugt Jäger (bin Rumlatscher) frisst, tzzzz… Der Topasfelsen Schneckenstein ist leider eingezäunt. Er ist Objekt wissenschaftlichenr Forschung, nur mittels Führung begehbar. Das Besucherbergwerk ebenso. Den Schneckenstein selbst finde ich nicht. Wohl falsch abgebogen. Verwirrende Ausschilderung hier. Auf der ersten Halde der Wismut AG ist keine Aussicht mehr gegeben. Zugewachsen mit vielerlei Laubgehölzen. Die Däämerung schreitet voran. Da besteige ich die zweite Halde besteige dann nicht mehr. Finde aber die Beschilderung am Weg wieder… Zum Abend hin, komme ich an die Talsperre Muldenberg. Wie alle Talsperren der Tour eine für Trinkwasser. Hier wird also kein als geklärt deklariertes Abwasser eingeleitet. Dieser Hinweis für Wanderer, die auf dem Trockenen sitzen… Am nächsten Morgen ist mal wieder ein Einkauf fällig. Schöneck bietet die Möglichkeit dazu (Friedhof vorhanden). Der ‚Alte Söll‘ als markanter Aussichtspunkt direkt im Ort ist leider wegen Bauarbeiten abgesperrt. Also wieder auf den Weg. Adorf durchquere ich nur. Am Weg als Abwechslung ein Teich. Hier ist Leben. Blüten am Teichrand. Die Libellen sausen durch die Luft, es platscht und quakt mal… Auf dem Platzerberg (629 m) kommt bei mir kein Gipfelgefühl auf. Der Berg ist als solcher kaum erkennbar. Überall um mich herum gemischte dichte Bestockung und kaum eine Erhöhung zu erkennen… In Bobenneukirchen erreiche ich die nächste Talsperre. Allzuviel los ist auf so einer Talsperre ja nicht. Das Wasser glatt, kaum Vögel… Mein Wasservorrat ist nicht allzu reichlich. Tanke daher ein Liter Talsperrenwasser, was ich später aber nicht nutzen muß… Auf dem Burgstein stehen die Ruinen zweier Kirchen. Hier konnten sich die hier mal Herrschenden nicht einigen, in welchem Herrschaftsgebiet die erste Kirche stand. Also baute man eine zweite daneben. Heute sind beide Ruinen Orte mit friedlicher Ausstrahlung. Gut für eine Pause... Bei Gutenfürst schon wieder eine Pause. Dieses Mal am Forstteich… Am in Drei-Staaten-Stein umbenannten Drei-Fürsten-Stein laufe ich vorbei. Also nochmal rückwärts... Heute geht es dann noch, dem Verlauf der jetzt innerdeutschen Grenze sich wieder nähernd, durch Gerbersreuth. Am nächsten frühen Vormittag ist sie erreicht, die ehemalige Staatsgrenze. Das Deutsch-Deutsche-Freilicht-Museum (Eintritt) lasse ich (örtlich) links liegen und gehe dann auf dem ehemaligen Kolonnenweg weiter gen West. Hier auf dem Grünen Band wächst und wuchert die Natur nach ihren eigenen Gesetzen. Darüber staunend, verpasse ich das nach rechts Abbiegen. Bin aber baldigst wieder auf dem von rechts einbiegenden Kammweg. Ein landschaftlich nettes Wiesental am Tannbach folgt und ehe ich mich versehe, stehe ich an der Saale, der Sächsischen. Schattiger Mittagspausenplatz direkt am Ufer. Es fließt… Ich bleibe an der Saale, passiere dabei Hirschberg, um nach Sparnberg zu kommen. Hier die Saale zu überschreiten, scheitert. Die Bayern haben die Grenze dicht gemacht… Also die Straße nach Pottiga als Alternative… Nach diesem anstrengenden Umweg ruhe ich mich auf der Saalebank aus. Bei dreißig Metern Länge ist neben mir noch für weitere 69 Wanderer Platz. Doch nach wie vor sind keine dieser Spezies zu sehen... Immer etwas oberhalb der Saale entlang, wäre Blankenberg bald erreicht. Ich wähle jedoch den Weg direkt an der Saale neben den Gleisen der (fast stillgelegten) Schmalspurbahn der ehemaligen Papierfabrik. In die Höhe gelatscht, bin ich ja nun schon reichlich… So treffe ich am Nachmittag in Blankenstein ein. Der Weg endet praktischerweise sehr nah an einem Supermarkt. So steht der Siegesfeier mit Sekt und Kavier nichts mehr im Wege… Wo der Rennsteig beginnt und zwei andere (fränkische) Wege beginnen, endet der Kammweg Erzgebirge-Vogtland… Fazit: Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland ist ein landschaftlich und kulturhistorisch abwechslungsreicher Weg ohne dabei ungemein spektakulär zu sein. Durch die vielen Höhenmeter ist er durchaus ansruchsvoll. Wasser- und Lebensmittelversorgung stellen i.d.R. kein Problem dar. Die Ausschilderung/ Markierung insbesondere im Vogtland ist an wenigen Stellen lückenhaft. Manche Markierungen sind deutlich verblasst. Augen auf ! Eine (Streifen-) Karte empfehlenswert (vom Dr.-Barthel-Verlag oder puplicpress Leporello Wanderkarte) Selbstverständlich gibt es auch eine GPX-Datei vom Weg (z.B. im Netz bei ich-geh-wandern). Auf längere oder häufigere kurze Abschnitte auf Forststraßen (gut zu laufender, gebundenen Feinsplitt) der sogar Forstautobahnen (loser Schotter jeder Größe) sollte man sich vor der Reise einstellen… DENNOCH: Der Kannweg Erzgebirge-Vogtland ist (noch) des Gehens wert ! Viel Freude drann ! PS: Ich laufe von Blankenstein weiter an der Saale entlang, bis Saalfeld erreicht ist. Wahlweise auf dem Saale-Orla-Weg, dem EB, dem E3, den Hohenwarte-Stausee-Weg. Die gelatschten und geschlichenen Gesamtkilometer dieser Tour summieren sich dadurch auf ca. 400 km und 10.000 Hm… Diese Verlängerung des Weges kann ich jedoch nicht empfehlen. Ständiges (steiles) Bergauf und Bergab mit nur sehr wenigen lohnenden Aussichten auf Saale und deren (Hochwasser-) Talsperren, mit nur kurzen Abschnitten direkt an der Ufer der Saale… Freude am durch die Gegend Latschen wünscht Ein.Plattfüssler
  8. das dauert jetzt ein bisschen, da z Z unterwegs, ich schau dann durch, ob ich evtl noch andere Stoffe habe, die fuer dich interessant sein koennten.
  9. 7D / Muss man mögen ;-)

    Maalinluk reagierte auf Blickpunkt für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Die Houdini ist angekommen und wiegt in Gr. M nur 119 g (mit Etikett) und ist im Vergleich zu meiner Liod Sukoi ebenfalls Gr. M damit nur 3 g schwerer. Die Houdini hat allerdings im Vergleich zur Liod zwei Reißverschlusstaschen, einen verstellbaren Bund und zwei elastische Beinabschlüsse. Wie man eine vollwertige Hose mit diesem Gewicht bauen kann, ist mir echt ein Rätsel. Werde es auf jeden Fall auch nachts im Vergleich zu Liod mal testen, wie sie sich als Schlafhose schlägt. Das war ja letztlich der Plan, sie primär als Schlafhose zu nutzen, mit dem Doppelnutzen als Ausgehhose. Danke nochmal an @dee_gee für den tollen Tip! So oder so sieht sie schon mal sehr fesch aus, finde ich, wobei mir nach Meinung einiger Forumsnutzer der Zugang zu manch Berliner Nachtclub nun nicht mehr so leicht fallen dürfte (im Vergleich mit einer Windhose)…
  10. Schnäppchen-Thread 2.0

    Gibbon reagierte auf dee_gee für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    "Schnäppchen" ist evtl. übertrieben, aber wer direkt mit neuen Altra Olympus 275 (z.B. aktuelle Herrenvariante in Schwarz/Taupe) nen Hike bestreiten will, bekommt sie mit dem altbewährten Coupon/Code "abandoned15" 15% günstiger (€ 165,75 € statt 195 €) direkt bei Altra Europe (Versand mWn aus Italien, eigene Kostenübernahme bei Retoure): https://www.altrarunning.eu/de/search/?q=275
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