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Ultraleicht Trekking

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  1. Zum Glück habe ich keinen so großen Appetit. Das viele Essen wollte ich nicht schleppen. Bei mir (65kg) reicht da gut die Hälfte. Über Eiweißmangel o.ä. würde ich mir bei 8 Tagen keine Gedanken machen.
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  2. Der größte Hebel in deiner Packliste ist das Essen, da sind 1-2 kg Einsparung drin. Dörren, vielleicht, habe ich wieder aufgegeben. Auf keinen Fall Wasser tragen, auch kein verstecktes Wasser in den Lebensmitteln. Kohlenhydrate gibt es billig und 100% wasserfrei (Reis, Haferflocken, Bulgur, Nudeln, Knäckebrot). Packvolumen kann ein Problem sein. Fett ist kein Problem (Öl). Eiweiß ist nach meiner Erfahrung kritisch, wenn man kein Milchpulver mag und weil es nicht substituierbar ist. Wenn Eiweiß knapp ist, dann baut der Körper Muskeln ab. Das willst du nicht. Wenn Kalorien knapp sind, dann geht es an die Fett Polster, das ist ok. Optimiere dein Essen, damit sparst du das meiste Gewicht auf deiner Liste.
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  3. Hallo Sebastian, schöne erste Tour hast du dir ausgesucht — Rondane Ende August mit Pausentag ist vernünftig geplant, und dass du Karte/Kompass bewusst üben willst, statt dich ans Handy zu hängen, finde ich stark. Zu deinen Fragen: 1. Was kann zuhause bleiben: Du hast zwei Liner drin („Rucksack Liner Innen" 66 g + „Packliner" 100 g) plus drei 25L-Mülltüten in Utility — ein Liner plus eine Reserve reicht völlig. Beim Oberteil bist du dreifach unterwegs (getragen, Wechsel, Schlaf): Das Schlafshirt ist deine Reserve, das Wechselshirt (149 g) kann raus. Und wenn Hütten wirklich nur Notfall sind, gibt es unterwegs keine Steckdose — dann bleibt auch das Ladegerät (67 g) zuhause; mit Flugmodus reicht die 10K locker für 8 Tage, laden kannst du auf dem Campingplatz in Otta und im Zug. Kindle und Kopfkissen würde ich dagegen nicht streichen: Erste Solotour, ein Pausentag, mögliches Abwettern — ein Buch ist da mehr wert als 150 gesparte Gramm. Am Pausentag passiert bei mir übrigens mehr als man denkt: waschen, ausbessern, viel Tee kochen, eine kleine Runde ohne Gepäck — und nach vier Tagen draußen ist Stille erstaunlich gut auszuhalten. 2. Alpinlite vs. Flex 30: Bei 3–7 °C mit Ausreißern nach unten, als Bauch-/Seitenschläfer und auf der ersten Tour: Alpinlite. Ein Quilt zieht beim Drehen, und die Marge nach unten kauft dir Schlafqualität. Deine Einschätzung stimmt. 3. Kleidung: Denk in Situationen statt in Teilen: Gehen = Merino + Windjacke, Pause = Puffy drüber, Regen = Hardshell. In dem System ist weder Thermoshirt noch Fleece nötig — höchstens ein dünnes Fleece fürs Gehen bei nasskaltem Dauerregen (die Puffy gehört da nicht an den Körper). Die Windjacke würde ich als Letztes streichen: Sie ist deine meistgetragene Jacke und schont die Hardshell. Streich lieber das Wechselshirt (siehe 1.). 4. Leere Kartusche: Wieder mit runter nach Otta — leer wiegt sie ~130 g weniger als voll. Ganz leerbrennen, dann ist sie Metallschrott; Sportgeschäfte und Campingplätze nehmen sie oft, sonst Recycling. Bitte nicht an der Hütte „vergessen". 5. Lemmingjahre: Das ist kein NP-spezifisches Thema, sondern ganz Fennoskandien — die Zyklen laufen grob alle 3–5 Jahre. Praktische Folge in einem Peak-Jahr: tote Nager auch in Gewässernähe, dann Wasser aus schnell fließenden Bächen nehmen oder abkochen (einen Filter hast du ja nicht dabei). Einen offiziellen „Lemming-Index" gibt es meines Wissens nicht — aktuelle Tourberichte lesen oder schlicht bei Rondvassbu anrufen, die wissen es. 6. Vergessen: Auf der Liste sehe ich keine Stirnlampe — Ende August hat Norwegen wieder richtige Nächte, und wenn der Storronden-Tag länger wird, willst du nicht im Dunkeln absteigen. 30 g reichen. Außerdem: Leukotape/Blasenpflaster und ein Ibu zusätzlich zur ASS-Dose, und Flickzeug für die Tensor — ein Loch in der Matte ist bei den Bodentemperaturen der Ausfall, den du nicht improvisieren kannst. Sonnencreme und DEET stehen mit 0 g drin; real sind das zusammen gut 100 g, fürs ehrliche Baseweight eintragen. Zum Essen (mein Steckenpferd): ~690 g/Tag ist ordentlich kalkuliert und dein Menü ist stimmig. Zwei Gedanken: Rote Linsen brauchen im 750er-Topf echte Köchelzeit, und das frisst Gas — mit einer einzigen Kartusche für 16+ Kochvorgänge wird das knapp. Nimm in Otta die 230er-Größe. Oder, falls du einen Dörrautomaten hast: Linsen (oder gleich eine komplette Bolognese) zuhause fertig kochen und dörren — auf Tour nur noch heißes Wasser drauf, 15 Minuten ziehen lassen, fertig. Spart Gas, Gewicht und Abwasch. Und statt Pemmikan-Suche in Otta: Brunost und Knekkebrød gibt's in jedem norwegischen Laden, kaloriendicht und landestypisch. God tur!
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  4. Für die Navigation in Norwegen, suche dir eine App, die das Kartenmaterial von Statens Kartverket verwendet, es gibt nichts besseres, Zoom von 1:5000 bis 1: 1 000 000, z. B. NaVida oder noch besser Guru Maps mit der Mapsource https://git.beroni.us/custom-map-source/
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  5. Im Thread zu Olivenöl wurde angesprochen, dass es mindestens in Schweden so kleine Olivenölflaschen zu kaufen gibt. Vll gilt das ja auch für Norwegen. Ansonsten bedenken, dass du vll nicht unbedingt einen ganzen Liter mitnehmen willst und doch schon hier was einpacken (zumindest eine leere Flasche): Ansonsten würde ich an deiner Stelle noch über ein Kopfnetz nachdenken. Wir waren vor vier Jahren ca. vier Wochen früher ganz in der Nähe vom Rondane unterwegs und wir hatten mega viele Mücken. Du kannst natürlich auch immer im Zelt essen, aber falls du doch abends draussen sitzen willst, ist das vll nicht schlecht. Wir hatten zu der Zeit übrigens auch mal Schneefall. Würde dir empfehlen, kurz vor Abreise nochmal den Wetterbericht zu checken. Und dann wünsche ich dir ganz viel Spaß!
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  6. Ich benutze PET Flaschen. Wenn du ganz sicher gehen willst, dann nimm eine PET Pfand Flasche. Jede PET Flasche, die ein Getränk mit Kohlensäure hält ist stabil genug. Mir ist noch keine kaputt gegangen
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  7. DEET gegen Mücken fehlt, auch wenn es Ende August ist. Du willst doch die Landschaft genießen. Alternativ brauchst du mückendichtes Hemd und Hose, ist schwerer. Gewicht vom Gas fehlt in der Summe. 6 kg Essen für 8 Wandertage ist viel, 750 g pro Tag. Bei 70 kg Körpergewicht solltest du mit 550 - 600 g pro Tag auskommen, wenn genug Protein/Eiweiß dabei ist, 30 g pro Tag, entspricht 100 g Milchpulver. Nutze soviel Speiseöl wie du kannst, um Energie mit wenig Gewicht zu bekommen. Mit 550 g hast du ein leichtes Defizit und wirst in 8 Tagen 1 kg verlieren. Ich rechne bei 2 Wochen immer mit 2 kg aus der Reserve. schaue dir historisches Wetter und Schnee an https://www.senorge.no/ wenn du einen guten Blick für den Boden hast, dann brauchst du keine Bodenplane. Gib dir Mühe bei der Auswahl vom Zeltplatz. Niemals Gras, immer Kraut unterm Zelt. Über 1000 m wird es dünn. Rondane ist toll.
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  8. Gerne! Der Trail ist aber wunderschön! Viele Deutsche und andere Europäer marschieren diesen auch gerade. Wir haben eigentlich an jedem Bothy mindestens 10 Trekkingstock-Paare pro Nacht entdeckt. Vielleicht noch eine Info zum Trail bevor ich es vergesse: Taxi gibt es dort oben nicht. Man kommt dafür aber sehr günstig mit dem Bus fast überall hin, solange man früh genug aufsteht und sich etwas im voraus Verbindungen heraussucht. Aber vorsicht: Häufig fährt nur ein Bus, recht früh am morgen. Nur auf den Hauptstrecken (Zwischen Ullapool und Inverness oder zwischen Strathcarron und Inverness) fahren etwas häufiger Busse. Möglich wäre auch das Trampen, da die Straßen trotzdem sehr sehr befahren sind, egal wie schmal diese sind Und damit dann viel Spaß an alle, die sich diese Herausforderung herausgesucht haben. Ist wirklich ein kleines Juwel
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  9. Ich würde nie nen Footpring mit nehmen , aber such mal nach xfoil Man verwende die Forumssuche. Decatlon is sicher billig aber selten das leichteste Da nehm ich Frischhaltefolie für Da bist du im religiösen Bereich angekommen. Mir is synthetik lieber. Wenn du dein Fleece, dein Puffy und dein Hardshell gemeinsam anziehst reicht dir das bis -10°, oder? Was ist dein Usecase? Nimm das leichteste was zu deinen Temperaturen passt. Daune mag halt keine Nässe. Ich würde das an Deiner Stelle gegenchecken. Masive Scheisserei kann einem ganz schön den Urlaub verderben Ich kann mich nicht erinnern das behauptet zu haben Dann bist du definitiv im falschen Forum.
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  10. Also außer durch die gesundheitlichen Aspekte (die ich nicht habe), würde es mir nie und nimmer einfallen, Resuply Pakete an Orte zu verschicken, an denen ich meinen Einkauf in örtlichen Geschäften erledigen kann… Zum Reisen in anderen Ländern, gehört für mich auch dazu, deren Bewohner und eben auch deren Essen kennen zu lernen!
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