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ooslo

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    ooslo reagierte auf moyashi in GR 54 - Sammlung für Fragen   
    OT: Nur als Info: Ich werde eure Antworten und evt. auch weitere Fragen in meinen Anfangspost mit hineinpacken, so dass ebenfalls Interessierte diese leichter finden. Ich selbst finde das in anderen Foren immer ganz hilfreich. 
  2. Gefällt mir!
    ooslo reagierte auf moyashi in GR 54 - Sammlung für Fragen   
    Bonjour mes amis! 

    Ich möchte diesen Sommer gerne den GR54 laufen (alleine, will durchgängig zelten, es gibt da ja sehr viele Campingplätze und Hütten an denen man wohl schlafen darf) und hätte wahrscheinlich immer mal wieder ein paar Fragen dazu, daher soll das hier ein Sammelfaden für alle werden, die sich für den GR54 interessieren. Hängt euch gerne mit euren Fragen dran. 

    Meine Fragen zu diesem Zeitpunkt, da kommen garantiert über die Zeit noch mehr:
    Hinweis: Eure Antworten habe ich zusammengefasst in kursiv unter die Fragen gesetzt, um so eine gute Zusammenfassung bieten zu können.
    So wie es aussieht, werde ich in Le Bourg-d'Oisans starten, kommend aus Lyon/Grenoble. Gibt es in LB-d'O (ich bin faul) eine Möglichkeit, Gaskartuschen mit Schraubverschluss zu kaufen oder muss ich auf die französische Variante gehen?
    Antwort: Es gibt Outdoorläden in Le Bourg-d'Oisans, ob diese Schaubkartuschen verkaufen, ist nicht ganz sicher. In Grenoble gibt es einen Decathlon und andere Shops, in denen sollte man auf jeden Fall Schraubkartuschen kaufen können. 
      Ich habe ab und an Höhenangst, bin aber trotzdem mutig und traue mich an ausgesetzte Stellen heran, es hilft mir aber zu wissen, was auf mich zukommt (geht nicht immer, aber es hilft halt generell). Wie schlimm sind die ausgesetzten Stellen? Ich habe ein paar Videos geguckt, da ist wohl einiges dabei. Wie viel ist da zumindest ein bißchen gesichert? Gibt es Stellen, die wirklich hart sind? Wie gefährlich sind die mir in Komoot angezeigten supergefährlichen Streckenabschnitte in Wirklichkeit?
    Antwort: Es ist alles gut versichert und die Stellen sind auch nur kurz (Am Col de l'Aup Martin gibt es eine Querung im steilen Schotter, da braucht man gute Trittsicherheit.)
      Gibt es irgendwelche Tipps, die ihr mir geben möchtet? Schöne Nebenstrecken, irgendwelche besonderen Örtlichkeiten, die ich besuchen sollte, wo werde ich von den Hütehunden zerfleischt, wo kann ich super Supplies einkaufen etc.? 
    Antwort:
    Läden: in kleinen Bergdörfern mittags bis nachmittags geschlossen, Richtung wie im Topoguide beschrieben: zu Beginn mehr Möglichkeiten einzukaufen, später weniger, La Chapelle-en-Valgaudémar: kleiner Laden mit gutem Baguette, regionalem Käse,... + Pizzabude (zum Mitnehmen), ganz in dessen Nähe (nur abends geöffnet)
    Varianten: Refuge des Souffles > Variante über den Lac Lautier empfehlenswert
    Hütehunde sind vorhanden, wie immer Abstand halten, die Schäfer passen aber auf
      Wie gut sollte mein Französisch sein? Ich kann es ein bißchen (Schulfranzösisch, aber über 30 Jahre her und nur minimal in meinen Urlauben gebraucht). Ich übe gerade eh schon, aber wie intensiv sollte ich üben? Minimaler Smalltalk, Einkaufen, Bestellen, nach dem Weg fragen, Beschreiben von Schmerzen, das ist alles kein Problem, eigentlich reicht das doch, oder? 
    Antwort: Kein Problem, inzwischen sprechen die meisten Englisch + Google Translate ist dein Freund
      Ist Biwakieren erlaubt? (Frage von @Ameisenigel)
    Antwort: Ja, mit gewissen Regeln 
    Empfehlung: hier ist es schön und am Lac Lautier auch Sonstiges:
    Rund um die Zeiten der Tour de France soll Le Bourg-d'Oisans sehr überlaufen/rennradlastig sein (meist Juli).
  3. Gefällt mir!
    Was müssen eigentlich Amerikaner bei ihrer einreise in die EU machen?
    Wäre doch schön wenn die auch so lustige Dinge angeben müssten.
    Ich stelle mir da eine nette Konversation mit dem Beamten vor.
    "Sie haben kürzlich ein MAGA Shirt gekauft und benutzenTruthSocial?" Yes Sir". "Gut, dann begeben Sie sich direkt zu Gate B10 dort geht in einer Stunde der nächste Flieger direkt zurück. Alternativ wären auch 2Wochen Abschiebehaft möglich. Sie können wählen"
  4. Gefällt mir!
    ooslo reagierte auf TheRebel in Impressionen von Touren   
    Meine kleine spanien Reise ist schon wieder vorbei… bin heute die letzten Trail-km zum Bus nach Cazorla gelaufen, jetzt geht’s nach Málaga noch 2 Tage in der Sonne liegen und dann wieder zurück nach Deutschland
    insgesamt waren es 463,4km in 22 Tagen, 4 davon waren “Ruhetage, es ging 15898m bergauf, das Ende lag 500m höher dementsprechend 500m weniger bergab und las Banderillas war mit knapp unter 2000m der höchste Punkt der Tour.
    Gestartet bin ich in Cieza, von dort aus ging es westlich Richtung Sierra de segura, cazorla y sevillas
    orientiert habe ich mich grob am e4 bin ihm aber nicht exakt gefolgt, fand mich aber häufiger ungeplant auf dem Camino de la Cruz de caravaca wieder.
    im Nationalpark bin ich dann teils auf dem GR247 Bosques del Sur und teils auf anderen Pfaden eine Art Kreis gelaufen.
    Ursprünglich war der Plan in Orcera zu enden, ich hatte aber nicht gesehen das von dort die Busse Richtung Granada frühs um 6:40 abfahren, weshalb ich stattdessen erneut nach Cazorla gelaufen bin (wo ich vorher schon 2 Tage Pause gemacht hatte)
    Wettermässig war von im T-shirt und kurzer Hose in der Sonne sitzen über stürmisches Regenwetter, schnee und Hagel von allem was dabei.
    bis auf 2 Tage waren es tagsüber immer plusgrade und das kälteste was ich nachts im Zelt messen konnte waren -7°C vermute mal draußen wird’s noch ein bisschen frischer gewesen sein
    Die Landschaft war der absolute Traum! Ich war bis auf vereinzelte Waldarbeiter, Jäger und Trailrunner der einzige in den Bergen.
    Es gibt Unmengen von Geiern aber auch Bergziegen, Schafe, Rehe und Füchse konnte ich fast täglich beobachten. 
    meine absolute Lieblingsstrecke war zwischen Refugio las bonderillas und refugio c.f. Fuente Acero!!
    malerische Landschaft, anspruchsvoller Trail (ich hatte sogar zweimal sicherheitshalber die eisaxt in der Hand) und ein paar der beeindruckendsten Felsformationen der gesamten Tour  
    Gecampt habe ich außerhalb der Nationalparks wild und zweimal auf offiziellen Campingplätzen (10€ pro Nacht).
    besonders hervorzuheben ist Nuevo camping los viveros!
    Ich war einer von 5 Gästen (der einzige mit Zelt) und das große Bad war auf traumhafte 25°C geheizt… der nette Herr von der Rezeption meinte sofort falls es mir im Zelt zu kalt werde soll ich einfach im Bad schlafen . 
    habe trotzdem im Zelt geschlafen aber die heiße Dusche und das trocknen sämtlicher Ausrüstung war eine Wohltat!!!
    ausserdem habe ich in Pedro Andres eine Nacht im Hostel Taibilla geschlafen (30€ für’s Einzelzimmer inkl. eigenem Bad und frühstück) und 3 Nächte im Casa Teo in Cazorla (35€ pro Nacht für eine ganze Ferienwohnung mit Küche, Kamin und Badewanne) 
    innerhalb des Nationalparks habe ich mich auf Refugios und die ausgeschriebene Freien Campingplätze beschränkt
    Achtung: Wildcampen ist in spanien nicht erlaubt!! Ich achte immer darauf mein Camp weit abseits von Häusern und offiziellen übernachtungs möglichkeiten (Hotels, Campingplätzen etc) aufzustellen außerdem baue ich frühestens bei Dämmerung auf und auch spätestens bei Sonnenaufgang wieder ab… hinterlassen von Müll oder Feuermachen ist selbstverständlich tabu! ich hatte noch nie Probleme ich empfehle trotzdem niemandem das nachzumachen! Ps Landessprache einigermaßen fließend beherrschen ist bei so etwas mMn. Pflicht
    Achtung: die acampada libres und area recreativas müssen (eigentlich) vorher reserviert werden!! Die Refugios sind für Wanderer immer offen 
    ich hab glücklicherweise in den ersten Tagen einen Park Ranger getroffen der mir (weil off-season) ein generelles ok für die Campingplätze gegeben hat. 
    insgesamt war es eine tolle Tour sehr schöne gegend und ich komme bestimmt wieder! 
    Gerade die off-season kann ich empfehlen, die Restaurants und Unterkünfte freuen sich tatsächlich auf Besuch und sind nicht völlig überrannt, in den Bergen ist man für sich und alles ist deutlich günstiger als in der Hauptsaison.
    Die Schneemengen hielten sich in Grenzen und falls es doch mal mehr sein sollte kann man Problemlos auf niedrigere Routen ausweichen

    anbei ein paar Fotos 
    Auf Anfrage kann ich auch GPX Dateien teilen 
    OT: ich speichere seit einiger Zeit auf meinen Touren alle Wasserquellen an denen ich vorbeikomme.
    macht das sonst noch wer?
    Gibt es einen Ort wo man diese wegpunkte für alle zugänglich sammelt/sammeln könnte? 
    Schließlich habe ich schon unzählige Male Wasser für lange Strecken (bergauf) geschleppt nur um kurz vorm Ziel auf einen nicht verzeichneten bachlauf oder ähnliches zu stoßen das könnte dann wenigstens dem nächsten erspart werden































  5. Gefällt mir!
    ooslo reagierte auf Lugovoi in Impressionen von Touren   
    Ein paar Impressionen aus der Gegham-Mountain-Range in Armenien. Eine vulkanische Hochlandsteppe zwischen 2000 und 3600 Metern Höhe. Beeindruckende Weite, und, wenn ich auch nur kurz im Lande war, ein sehr positiver Eindruck von Armenien und seinen Leuten, in der Mehrzahl sehr entspannt und äußerst hilfsbereit. Man kommt auch ohne jedwede Sprachkenntnisse gut durch.  












  6. Gefällt mir!
    ooslo reagierte auf realholgi in Impressionen von Touren   
    Hier ein paar Eindrücke vom GR54 - Tour de Ecrins im Juli:











  7. Danke!
    ooslo hat eine Reaktion von Gerd1890 erhalten in Rucksack für sehr langen Rücken (58 cm) mit ca. 50 l+ gesucht   
    Ich haben einen Hyperlit Southwest in Tall (21''+) und bin auch ein Sitzriese. Es ist der erste Rucksack gewesen, der mir wirklich passt.

     https://hyperlitemountaingear.com/products/unbound?variant=42986159079469
  8. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von Igor erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich komme gerade aus den Ligurischen/Seealpen zurück. Eine Gegend dich ich seit langem kenne. Das Refuge des Merveilles liegt in einer faszinierendsten Gegenden. Umgeben von schroffen Gipfeln, kristallklaren Seen und einer Stille, die sich fast heilig anfühlt. Ganz in der Nähe: die prähistorischen Felszeichnungen um den Monte Bego – Zeugen einer 5000 Jahre alten Kultur, die diesen Ort offenbar schon damals als besonders empfand.
    Doch leider wird genau diese Tiefe heute oft übertönt – von Lautstärke anderer Art: Menschen, die sich selbst inszenieren wollen. Für viele scheint die Landschaft nur noch ein hübscher Hintergrund für Selfies, gestellte Posen und demonstratives Chillen zu sein. Statt Ehrfurcht oder Staunen nur Oberflächlichkeit.
    Ich will nicht über andere urteilen – jeder reist auf seine Weise. Aber an manchen Orten wünscht man sich mehr Achtsamkeit. Weniger Bühne, mehr Begegnung. Mit der Natur. Mit der Geschichte. Mit dem, was größer ist als wir selbst.

    Vielleicht war ich einfach nur zuviel abseits (räumlich/zeitlich) jener "Brennpunkte" unterwegs. Für mich war das jedenfalls irgendwie schon ein Schock.

  9. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von sabi erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich komme gerade aus den Ligurischen/Seealpen zurück. Eine Gegend dich ich seit langem kenne. Das Refuge des Merveilles liegt in einer faszinierendsten Gegenden. Umgeben von schroffen Gipfeln, kristallklaren Seen und einer Stille, die sich fast heilig anfühlt. Ganz in der Nähe: die prähistorischen Felszeichnungen um den Monte Bego – Zeugen einer 5000 Jahre alten Kultur, die diesen Ort offenbar schon damals als besonders empfand.
    Doch leider wird genau diese Tiefe heute oft übertönt – von Lautstärke anderer Art: Menschen, die sich selbst inszenieren wollen. Für viele scheint die Landschaft nur noch ein hübscher Hintergrund für Selfies, gestellte Posen und demonstratives Chillen zu sein. Statt Ehrfurcht oder Staunen nur Oberflächlichkeit.
    Ich will nicht über andere urteilen – jeder reist auf seine Weise. Aber an manchen Orten wünscht man sich mehr Achtsamkeit. Weniger Bühne, mehr Begegnung. Mit der Natur. Mit der Geschichte. Mit dem, was größer ist als wir selbst.

    Vielleicht war ich einfach nur zuviel abseits (räumlich/zeitlich) jener "Brennpunkte" unterwegs. Für mich war das jedenfalls irgendwie schon ein Schock.

  10. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von eric erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich finde es spannend, wie viel Nachhall mein Beitrag ausgelöst hat – das zeigt ja auch, dass das Thema viele von uns berührt. Und vielleicht ist es genau dieser Zwiespalt zwischen Individualität und Kollektivität, zwischen Ehrfurcht und Alltag, der unser Unterwegs sein in den Bergen so komplex und manchmal auch widersprüchlich macht.
    Zur Einordnung: Ich war insgesamt zwölf Tage unterwegs – teils in gut besuchten Gebieten, teils über zwei, drei Tage hinweg in Ecken, in denen ich keiner Menschenseele begegnet bin. 
    Mir geht es nicht um Exklusivität oder ein „mehr Recht“ auf Stille. Ich glaube auch nicht, dass man einen Ort „verdient“, weil man ihn zu Fuß erreicht. Aber ich glaube, dass Orte uns etwas anbieten können – wenn wir bereit sind, zuzuhören. Und dass sie dabei in ihrer Wirkung unterschiedlich sein dürfen. Dass nicht alle Landschaft gleich ist, nicht jede Begegnung beliebig. Ich hatte durchaus auch - aus meiner Sicht - erfüllende Begegnungen mit Menschen die mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Motiven in den Bergen unterwegs sind.
     
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    ooslo hat eine Reaktion von eric erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Die Kritik daran, Orte als „besonders“ oder „heilig“ zu empfinden, verstehe ich theoretisch – praktisch halte ich es aber für menschlich. Wenn alle Orte gleich sind, sind sie im Zweifel für viele auch gleichgültig. Ich glaube daraus ensteht eher Beliebigkeit.
    Gleichzeitig glaube ich, dass es Orte gibt, an denen sich Geschichte, Natur und Atmosphäre in einer Weise verdichten, die eine andere Haltung einlädt – nicht vorschreibt, aber eben einlädt. Wenn das in der heutigen Reisekultur oft untergeht, darf man das doch auch bedauern, ohne sich gleich für etwas Besseres zu halten.
    Mir ging es nicht darum, andere zu belehren, sondern ein Unbehagen zu formulieren – über eine Entwicklung, die mir weh tut. Dass das als „Selbstüberhöhung“ gelesen wird, überrascht mich, aber vielleicht zeigt es auch, wie sensibel solche Fragen geworden sind.
    Das Risiko besteht, dass sich eigene Maßstäbe in Überheblichkeit verkehren können  – bei uns allen.
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    ooslo hat eine Reaktion von waldradler erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich komme gerade aus den Ligurischen/Seealpen zurück. Eine Gegend dich ich seit langem kenne. Das Refuge des Merveilles liegt in einer faszinierendsten Gegenden. Umgeben von schroffen Gipfeln, kristallklaren Seen und einer Stille, die sich fast heilig anfühlt. Ganz in der Nähe: die prähistorischen Felszeichnungen um den Monte Bego – Zeugen einer 5000 Jahre alten Kultur, die diesen Ort offenbar schon damals als besonders empfand.
    Doch leider wird genau diese Tiefe heute oft übertönt – von Lautstärke anderer Art: Menschen, die sich selbst inszenieren wollen. Für viele scheint die Landschaft nur noch ein hübscher Hintergrund für Selfies, gestellte Posen und demonstratives Chillen zu sein. Statt Ehrfurcht oder Staunen nur Oberflächlichkeit.
    Ich will nicht über andere urteilen – jeder reist auf seine Weise. Aber an manchen Orten wünscht man sich mehr Achtsamkeit. Weniger Bühne, mehr Begegnung. Mit der Natur. Mit der Geschichte. Mit dem, was größer ist als wir selbst.

    Vielleicht war ich einfach nur zuviel abseits (räumlich/zeitlich) jener "Brennpunkte" unterwegs. Für mich war das jedenfalls irgendwie schon ein Schock.

  13. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von Mützelchen erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Die Kritik daran, Orte als „besonders“ oder „heilig“ zu empfinden, verstehe ich theoretisch – praktisch halte ich es aber für menschlich. Wenn alle Orte gleich sind, sind sie im Zweifel für viele auch gleichgültig. Ich glaube daraus ensteht eher Beliebigkeit.
    Gleichzeitig glaube ich, dass es Orte gibt, an denen sich Geschichte, Natur und Atmosphäre in einer Weise verdichten, die eine andere Haltung einlädt – nicht vorschreibt, aber eben einlädt. Wenn das in der heutigen Reisekultur oft untergeht, darf man das doch auch bedauern, ohne sich gleich für etwas Besseres zu halten.
    Mir ging es nicht darum, andere zu belehren, sondern ein Unbehagen zu formulieren – über eine Entwicklung, die mir weh tut. Dass das als „Selbstüberhöhung“ gelesen wird, überrascht mich, aber vielleicht zeigt es auch, wie sensibel solche Fragen geworden sind.
    Das Risiko besteht, dass sich eigene Maßstäbe in Überheblichkeit verkehren können  – bei uns allen.
  14. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von Oska erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich komme gerade aus den Ligurischen/Seealpen zurück. Eine Gegend dich ich seit langem kenne. Das Refuge des Merveilles liegt in einer faszinierendsten Gegenden. Umgeben von schroffen Gipfeln, kristallklaren Seen und einer Stille, die sich fast heilig anfühlt. Ganz in der Nähe: die prähistorischen Felszeichnungen um den Monte Bego – Zeugen einer 5000 Jahre alten Kultur, die diesen Ort offenbar schon damals als besonders empfand.
    Doch leider wird genau diese Tiefe heute oft übertönt – von Lautstärke anderer Art: Menschen, die sich selbst inszenieren wollen. Für viele scheint die Landschaft nur noch ein hübscher Hintergrund für Selfies, gestellte Posen und demonstratives Chillen zu sein. Statt Ehrfurcht oder Staunen nur Oberflächlichkeit.
    Ich will nicht über andere urteilen – jeder reist auf seine Weise. Aber an manchen Orten wünscht man sich mehr Achtsamkeit. Weniger Bühne, mehr Begegnung. Mit der Natur. Mit der Geschichte. Mit dem, was größer ist als wir selbst.

    Vielleicht war ich einfach nur zuviel abseits (räumlich/zeitlich) jener "Brennpunkte" unterwegs. Für mich war das jedenfalls irgendwie schon ein Schock.

  15. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von Cuherdir erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Die Kritik daran, Orte als „besonders“ oder „heilig“ zu empfinden, verstehe ich theoretisch – praktisch halte ich es aber für menschlich. Wenn alle Orte gleich sind, sind sie im Zweifel für viele auch gleichgültig. Ich glaube daraus ensteht eher Beliebigkeit.
    Gleichzeitig glaube ich, dass es Orte gibt, an denen sich Geschichte, Natur und Atmosphäre in einer Weise verdichten, die eine andere Haltung einlädt – nicht vorschreibt, aber eben einlädt. Wenn das in der heutigen Reisekultur oft untergeht, darf man das doch auch bedauern, ohne sich gleich für etwas Besseres zu halten.
    Mir ging es nicht darum, andere zu belehren, sondern ein Unbehagen zu formulieren – über eine Entwicklung, die mir weh tut. Dass das als „Selbstüberhöhung“ gelesen wird, überrascht mich, aber vielleicht zeigt es auch, wie sensibel solche Fragen geworden sind.
    Das Risiko besteht, dass sich eigene Maßstäbe in Überheblichkeit verkehren können  – bei uns allen.
  16. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von Simon_ erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Die Kritik daran, Orte als „besonders“ oder „heilig“ zu empfinden, verstehe ich theoretisch – praktisch halte ich es aber für menschlich. Wenn alle Orte gleich sind, sind sie im Zweifel für viele auch gleichgültig. Ich glaube daraus ensteht eher Beliebigkeit.
    Gleichzeitig glaube ich, dass es Orte gibt, an denen sich Geschichte, Natur und Atmosphäre in einer Weise verdichten, die eine andere Haltung einlädt – nicht vorschreibt, aber eben einlädt. Wenn das in der heutigen Reisekultur oft untergeht, darf man das doch auch bedauern, ohne sich gleich für etwas Besseres zu halten.
    Mir ging es nicht darum, andere zu belehren, sondern ein Unbehagen zu formulieren – über eine Entwicklung, die mir weh tut. Dass das als „Selbstüberhöhung“ gelesen wird, überrascht mich, aber vielleicht zeigt es auch, wie sensibel solche Fragen geworden sind.
    Das Risiko besteht, dass sich eigene Maßstäbe in Überheblichkeit verkehren können  – bei uns allen.
  17. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von Simon_ erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich komme gerade aus den Ligurischen/Seealpen zurück. Eine Gegend dich ich seit langem kenne. Das Refuge des Merveilles liegt in einer faszinierendsten Gegenden. Umgeben von schroffen Gipfeln, kristallklaren Seen und einer Stille, die sich fast heilig anfühlt. Ganz in der Nähe: die prähistorischen Felszeichnungen um den Monte Bego – Zeugen einer 5000 Jahre alten Kultur, die diesen Ort offenbar schon damals als besonders empfand.
    Doch leider wird genau diese Tiefe heute oft übertönt – von Lautstärke anderer Art: Menschen, die sich selbst inszenieren wollen. Für viele scheint die Landschaft nur noch ein hübscher Hintergrund für Selfies, gestellte Posen und demonstratives Chillen zu sein. Statt Ehrfurcht oder Staunen nur Oberflächlichkeit.
    Ich will nicht über andere urteilen – jeder reist auf seine Weise. Aber an manchen Orten wünscht man sich mehr Achtsamkeit. Weniger Bühne, mehr Begegnung. Mit der Natur. Mit der Geschichte. Mit dem, was größer ist als wir selbst.

    Vielleicht war ich einfach nur zuviel abseits (räumlich/zeitlich) jener "Brennpunkte" unterwegs. Für mich war das jedenfalls irgendwie schon ein Schock.

  18. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich finde es spannend, wie viel Nachhall mein Beitrag ausgelöst hat – das zeigt ja auch, dass das Thema viele von uns berührt. Und vielleicht ist es genau dieser Zwiespalt zwischen Individualität und Kollektivität, zwischen Ehrfurcht und Alltag, der unser Unterwegs sein in den Bergen so komplex und manchmal auch widersprüchlich macht.
    Zur Einordnung: Ich war insgesamt zwölf Tage unterwegs – teils in gut besuchten Gebieten, teils über zwei, drei Tage hinweg in Ecken, in denen ich keiner Menschenseele begegnet bin. 
    Mir geht es nicht um Exklusivität oder ein „mehr Recht“ auf Stille. Ich glaube auch nicht, dass man einen Ort „verdient“, weil man ihn zu Fuß erreicht. Aber ich glaube, dass Orte uns etwas anbieten können – wenn wir bereit sind, zuzuhören. Und dass sie dabei in ihrer Wirkung unterschiedlich sein dürfen. Dass nicht alle Landschaft gleich ist, nicht jede Begegnung beliebig. Ich hatte durchaus auch - aus meiner Sicht - erfüllende Begegnungen mit Menschen die mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Motiven in den Bergen unterwegs sind.
     
  19. Witzig!
    ooslo hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Da habe ich ja was los getreten.... gut, dass ich keine UL-True-Hike Schuhe an habe.....
  20. Gefällt mir!
    ooslo reagierte auf schwyzi in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Schockierend für mich ist da diese Bewertung.
    Wenn man aus dem "Bergischen" kommt, sieht man "schweres Gelände" naturgemäß anders als z. B. ich als im Ostfriesischen  Großgewordener. Hier ist alles über Deichhöhe schon alpin.
    Es gibt in Deutschland eben schon ne Menge Flachland, wo auch Leute wohnen...
  21. Gefällt mir!
    ooslo reagierte auf yoggoyo in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Mich nervt das auch manchmal. Das Positive daran, dass sich Menschen an manchen Orten ballen ist, dass der Rest der Landschaft meist menschenleer ist. 
  22. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von yoggoyo erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Die Kritik daran, Orte als „besonders“ oder „heilig“ zu empfinden, verstehe ich theoretisch – praktisch halte ich es aber für menschlich. Wenn alle Orte gleich sind, sind sie im Zweifel für viele auch gleichgültig. Ich glaube daraus ensteht eher Beliebigkeit.
    Gleichzeitig glaube ich, dass es Orte gibt, an denen sich Geschichte, Natur und Atmosphäre in einer Weise verdichten, die eine andere Haltung einlädt – nicht vorschreibt, aber eben einlädt. Wenn das in der heutigen Reisekultur oft untergeht, darf man das doch auch bedauern, ohne sich gleich für etwas Besseres zu halten.
    Mir ging es nicht darum, andere zu belehren, sondern ein Unbehagen zu formulieren – über eine Entwicklung, die mir weh tut. Dass das als „Selbstüberhöhung“ gelesen wird, überrascht mich, aber vielleicht zeigt es auch, wie sensibel solche Fragen geworden sind.
    Das Risiko besteht, dass sich eigene Maßstäbe in Überheblichkeit verkehren können  – bei uns allen.
  23. Witzig!
    ooslo reagierte auf ULgäuer in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ja und doch!  Wer bist Du, dass Du uns erzählen willst, wie arrogant und elitär wir sein dürfen? Was gibt es für eine bessere Berechtigung, als sich aus eigener Kraft an einen Ort begeben zu können?
     
    Ich könnte Dir sagen, wie man es richtig(er) schreibt...aber will ja nicht elitär rüberkommen. 
  24. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von reiber erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich komme gerade aus den Ligurischen/Seealpen zurück. Eine Gegend dich ich seit langem kenne. Das Refuge des Merveilles liegt in einer faszinierendsten Gegenden. Umgeben von schroffen Gipfeln, kristallklaren Seen und einer Stille, die sich fast heilig anfühlt. Ganz in der Nähe: die prähistorischen Felszeichnungen um den Monte Bego – Zeugen einer 5000 Jahre alten Kultur, die diesen Ort offenbar schon damals als besonders empfand.
    Doch leider wird genau diese Tiefe heute oft übertönt – von Lautstärke anderer Art: Menschen, die sich selbst inszenieren wollen. Für viele scheint die Landschaft nur noch ein hübscher Hintergrund für Selfies, gestellte Posen und demonstratives Chillen zu sein. Statt Ehrfurcht oder Staunen nur Oberflächlichkeit.
    Ich will nicht über andere urteilen – jeder reist auf seine Weise. Aber an manchen Orten wünscht man sich mehr Achtsamkeit. Weniger Bühne, mehr Begegnung. Mit der Natur. Mit der Geschichte. Mit dem, was größer ist als wir selbst.

    Vielleicht war ich einfach nur zuviel abseits (räumlich/zeitlich) jener "Brennpunkte" unterwegs. Für mich war das jedenfalls irgendwie schon ein Schock.

  25. Gefällt mir!
    ooslo hat eine Reaktion von yoggoyo erhalten in Bin ich zu alt, zu intolerant?   
    Ich komme gerade aus den Ligurischen/Seealpen zurück. Eine Gegend dich ich seit langem kenne. Das Refuge des Merveilles liegt in einer faszinierendsten Gegenden. Umgeben von schroffen Gipfeln, kristallklaren Seen und einer Stille, die sich fast heilig anfühlt. Ganz in der Nähe: die prähistorischen Felszeichnungen um den Monte Bego – Zeugen einer 5000 Jahre alten Kultur, die diesen Ort offenbar schon damals als besonders empfand.
    Doch leider wird genau diese Tiefe heute oft übertönt – von Lautstärke anderer Art: Menschen, die sich selbst inszenieren wollen. Für viele scheint die Landschaft nur noch ein hübscher Hintergrund für Selfies, gestellte Posen und demonstratives Chillen zu sein. Statt Ehrfurcht oder Staunen nur Oberflächlichkeit.
    Ich will nicht über andere urteilen – jeder reist auf seine Weise. Aber an manchen Orten wünscht man sich mehr Achtsamkeit. Weniger Bühne, mehr Begegnung. Mit der Natur. Mit der Geschichte. Mit dem, was größer ist als wir selbst.

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