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Ultraleicht Trekking

Lugovoi

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  1. Lugovoi

    Lanshan 1

    @Jeha Ja, die angebrachten Vorschläge habe ich gesehen und natürlich gleich mal selber überlegt ob und wie das Umnähen ginge. Der Vorschlag das Netz wie im Schaubild neu anzunähen erscheint mir sehr richtig, aber ich stelle es mir ziemlich aufwändig vor. Daher meine Frage ob jemand reale Erfahrungswerte hat und die Frage ob beim Lunar Solo die Konstruktion identisch zum "alten" Lanshan Pro ist und ob das Reinlaufrisiko überhaupt groß genug ist um den Aufwand einer Umrüstung zu wagen. Hier tummeln sich doch bestimmt Lunar-Soloisten, oder? Kann da jemand mal ne Einschätzung geben? Euch noch einen schönen Abend und eine gute weitere Woche.
  2. @Ben Ich habe das 12 mm breite doppelseitige Tesa-Tape verwendet das bei der Fensterisolierfolie Tesa-Moll-Thermo-Cover beiliegt. Ob dieses besonders gut geeignet ist kann ich nicht sagen, aber ein Testversuch der Verbindung von Polycro und Tyvek hat ergeben dass bei sehr starkem Zug das Tyvek reißt bevor die Verbindung nachgibt. Ich kann aber nichts über die Alterungsbeständigkeit und mögliche Auswirkungen von Frost sagen. Ich werde den Frostfaktor jetzt mal im Gefrierfach simulieren. Da du sagst dass die Verbindung scheiterte: welches Tape bzw. Klebtoff hattest du ausprobiert?
  3. Lugovoi

    Lanshan 1

    @Capere Danke für das Video. Dabei ist mir aufgefallen, dass 3F die Verbindung von Netz und Bodenwanne in der Konstruktion zu meinem Pro , und ich vermute zu allen frühen Pros, verändert hat. -- Verbessert hat! Die von dir genannte Regenrinne besteht so bei den frühen Lanshan Pros, meinem zumindest, leider nicht. Da ist das Mesh recht uninspiriert bis hin zu fahrlässig mit der Wanne verbunden. Die neue Konstruktion stellt eine klare Verbesserung gegen das drohende reinlaufen von Wasser über das Mesh dar. Verdammt! Hätte ich besser mal gewartet als quasi blind zu kaufen. Daher gleich die Frage, da das Thema ja schon mal auftauchte: hat ein früher Besitzer vom Lanshan Pro schon eine eigenständige Verbesserung oder Korrektur der Verbindung von Wanne und Mesh vorgenommen? Wie habt ihr das gelöst und wie aufwändig und friemelig war das? p.s. Kann jemand mit alter Konstruktion von Erfahrungswerten berichten bezüglich Überlaufen von Kondenswasser bei schlechten Bedingungen? p.p.s. Kann jemand mit SMD Lunar Solo mal darlegen (vielleicht mit Detailfoto) wie das dort gelöst ist? Das Lunar Solo ist ja sehr verbreitet, berichte über reinlaufendes Kondenswasser sind aber eher rar.
  4. @roli Nein, die Öffnung ist natürlich frei. Aber stimmt schon, optische Täuschung. Ich überlege noch ein einklippbares Mückennetz mit einer Cam-snap-Konstruktion zu bauen. Das wäre wahrscheinlich nicht total ameisendicht, aber für Fluginsekten würde es funktionieren. @die zwiebel Da hast du recht. Der Grund war einfach: den hatte ich noch zu Hause rumliegen. Ein leichterer hätte es auch getan und wenn ich den griffbereit gehabt hätte, hätte ich vielleicht auch einen längeren genommen, wobei die 90 cm für den rein-raus-Komfort reichen. Aber ich mag wiederum auch die ästhetischen Qualitäten von Aquaguard-zippern.
  5. Lugovoi

    Polytyvek-Bivy

    Hallo liebe UL-ler, Gerade die letzte Naht gemacht an meinem neuesten Myog-Projekt. Fertig ist der Bivaksack aus Tyvek-Oberseite und Polycro-Unterseite. Mein 3f-ul Tyveksack ist als solcher ein super Teil was Funktion und Preis-Leistung angeht, aber leider reicht der platzmäßig bei mir nicht für ein Schlafen mit Luftmatte im Sack (was ich gerne gekonnt hätte) Gleichzeitig bin ich Fan von Polycro Unterlagen bzw Bodenwannen. Ich habe damit beste Erfahrungen gemacht. Leicht, billig, ziemlich robust. Soll ja Leute geben die einen pct mit EINEM Polycro Groundsheet durchziehen. Also schlichtweg Tyvek und Polycro kombiniert. Die beiden Materialien sind per doppelseitigem Klebeband verbunden. Damit von oben stark wasserresistent und ausreichend atmungsaktiv, von unten 100% wasserdicht. Keine Nähte die lecken könnten. Schöner Nebeneffekt: man sieht den Untergrund. Beide Materialien sind nach meinen Erfahrungen überraschend robust und wenn auch nicht bombproof, so doch in den meisten Fällen sehr simpel im Feld zu reparieren durch simples Tape. Im ultralight-Sinne ging es natürlich auch um Gewichtsersparniss. Polycro wiegt ca 18-20 gr/m2, Tyvek 1443 44 gr/m2. Man spart also schon einiges. Ohne Reißverschluss und kleinen Zuzieh-Kanal mit Kordel wog das Bivy 132 Gramm. Endprodukt muss ich nochmal wiegen. Ich habe zu meinem Bedauern festgestellt dass ich um ca. 15-20% überdimensioniert habe. Gewicht ließe sich also nochmal um diesen Wert deutlich reduzieren. Andererseits passt so noch das komplette Rest-Gear mit rein. Liebe Grüße.
  6. Lugovoi

    Pockettarp-Wing

    Hallo zusammen, ich wollte euch mal eben meine Variante der Erweiterung eines Zpacks Pockettarps oder vergleichbarer Shelter vorstellen, Stichwort: Türen/Rundumschutz. Als ich mein Pockettarp gekauft habe gab es die zuletzt eingeführte Variante "with doors" noch nicht. Die hätte ich wahrscheinlich bei Möglichkeit gewählt, oder ich hätte aufgrund des Mehrpreises von 100 Dollar abgelehnt. Das Tarp ohne Türen ist super, aber es wird Situationen geben bei denen die Raumkonstruktion an ihre Grenzen kommt was "trocken bleiben" angeht. Wechselnde Winde mit Starkregen wären ein solcher Fall. Also natürlich über die Möglichkeiten einer Nachrüstung nachgedacht: Zunächst dachte ich an ein direktes Annähen von Türen an die Tarpkannte, alternativ an Klebevarianten. Am Ende habe ich diese Varianten alle verworfen (dcf-Türen annähen wäre darunter wohl am besten gewesen, aber zu teuer) und mich für eine einhängbare Fläche aus Polycro entschieden. Dafür wurden nach einem 1zu1 Pappmodell zwei identische Dreiecke mittig zusammengeklebt, die Kanten alle zur Verstärkung umgeklebt und an allen vier Eckpunkten Schlaufen, ebenfalls aus simplem Klebeband, angebracht. Eingehängt wird das Wing links und rechts mit Handschuhhaken und Gummiband an die kleinen Schlaufen die das Tarp von Haus aus mitbringt. Oben wird der Abspannpunkt am Trekkingstock fixiert und vorne am Haupthering. Dort endet das Wing in einer Schlaufe mit Lineloc-Verstellung. So lässt sich das Polycro sehr einfach spannen. Rein und raus kommt mal durch simples Ein- und Aushängen auf einer Seite. Die gewonnene trockene Fläche ist wunderbar geräumig. Die fast durchsichtige Optik von innen ist auch ein Gewinn. Trotzdem hätte man auf einem Campingplatz einen deutlichen Zuwachs von Privatsphäre. Ich halte das Polycro-Wing für ziemlich stabil, die Abspannpunkte sind sehr reissfest. Höchstens starker Hagel könnte brenzlig werden. Gewicht 45 Gramm. Noch ein schönes Wochenende!
  7. Anbei noch ein kleiner Nachtrag: Ich hatte letzte Woche auf Madeira neben meinem Windhard-Quilt und leichter Tyvekhülle auch noch den perforierten Rettungsfolien-Liner dabei. Das hat sehr gut funktioniert. Das Ding hat nach meinem Gefühl um die 5 Grad + rausgeholt und war in ein paar Nächten nötig. Die Perforierung hat dafür gesorgt dass die Folie von innen komplett trocken blieb und die Folie hat gleichzeitig scheinbar einiges an Luftfeuchte vom Quilt ferngehalten. Der war trotz neblig feuchter Nächte morgens immer komplett trocken. 3Euro, 50Gramm, plus 5Grad. Für mich eine sehr gute Rechnung.
  8. @einar46 Absolut nicht abwegig! In die Richtung habe ich auch schon mal kurz gedacht. Es tun sich ungeahnte Möglichkeiten bei dem Thema Reflexmaterial auf. Bei Lust auf MYOG kann man hier für kleines Geld und kleines Gewicht scheinbar sehr interessante Isolationsergebnisse erzielen. Als liebevoll-verbissener UL-Grammjäger kommt man aber je nach Designidee auch schnell wieder an Grenzen des Gewicht-Nutzen-Verhätnisses. ZB: Dein Prinzip zwei leichte Lagen Stoff mit Reflexfolie in der Mitte bedeutet nach meiner Rechnung: leichteste Stoffe wiegen +- 20Gramm/m2. Für ein Linerformat braucht es ca. 2,5m2 Stoff, mal 2. Ergo 100 Gramm für Stoff, plus ca. 50 Gramm Folie, plus ein paar Gramm für Knöpfe, Klett etc. = 160Gramm für das Ding. Stecke diese 160 Gramm alternativ in Daune oder Apex deines Quilts/Schlafsacks und das Gesamtergebnis könnte sorum am Ende sinnvoller sein. Gartenflies wäre die Option meiner Wahl denn 7d oder 10d ist doch arg teuer. Klar, zwei Elemente (Quilt und Folienliner) wären modular, würden Vorteile wie VBL bieten etc.... Lirumlarum: es tun sich viele intersannte Fragen und Konzeptideen auf. Machs wie ich und probier es mal aus:) @truxx Gern geschehen. Wenn ich helfen kann netten Leuten das Portmonaie zu erleichtern... Wirst du das Reflex-Tyvek als Innenschicht mit Silber zum Körper verwenden? Ich würde dazu raten. Das Tyvek als Aussenschicht habe ich mal als Bivvy konstruiert. Es funktioniert ganz gut, ABER: die Dampfdurchlässigkeit von TYvek-Reflex erscheint mir aufgrund der Beschichtung geringer als bei Softtyvek. Als Außenschicht könnte es zur Kondensationsfalle werden bei schnlechten Bedingungen. Ohne dich jetzt besorgen zu wollen: mein Tyvek Reflex hat nach mehrfachem Gebrauch einen etwas seltsamen snthetisch-technischen Geruch angenommen (jetzt kein Körperodeuvre). Nach Waschen wieder etwas geringer, ich finds aber etwas störend. Vielleicht kriegst du aber ne andere Marge oder es stört dich nicht.
  9. Hallo zusammen! Nachdem ich es vorgestern endlich geschafft habe meinen VBL-Spacequilt einem ersten Testschlaf auszusetzen, wollte ich euch kurz über die Ergebnisse berichten: Setting: Lager im offenen Schuppen, also überdacht, mit leichtem Luftzug, trockener kalter Boden, recht hohe Luftfeuchtigkeit. Exped HL als Matte Schlafklamotte: leichtes Decathlon Merino-Longsleeve, leichte lange Fleeceunterhose, Daunensocken, ein dünnes Halstuch und ab späterer Uhrzeit eine leichte Mütze. Temperaturen: 23 Uhr ca 9 Grad, dann kontinuierlich runter auf 3-4 Grad Erfahrungen und Fazit: Das Erstergebnis hat mich sehr zufrieden gestellt. Ich hatte ja angepeilt mit der 100er Apex-Isolation als eher Schnellfrierer/Coldsleeper eine Komforttemperatur von 7 Grad und ein Limit von vielleicht 3 Grad zu erreichen. Bei Einstieg in den Quilt eine zu erwartende direkte Wärmeentwicklung, obenrum locker offen gelassen. Im Laufe der Nacht dann zum Hals hin klassisch geschlossen, da sonst die Wärme natürlich flöten gegangen wäre. Mir war dauerhaft mollig warm. Auch im Bereich 3 Grad absolut problemlos. Ich hatte keine Erfahrungen mit einem Vapor-Barrier-Setup, von daher war die leichte Kondensation im Quilt für mich neu, wenn auch erwartet. An ein paar Stellen der Innenseite des Quilts, also direkt auf der Silberfolie, wurde es leicht klamm, bzw. ein leichter Feuchtigkeitsfilm war zu spüren. Teilweise Ansammlung kleinster Tröpfchen. Alles aber kein Problem. Hemd und Fleecehose sind im Grunde trocken geblieben. Die Daunensocken waren eine Notauswahl (kann draußen nicht ohne Schlafsocken schlafen) und wären für die Zukunft durch Apex-Socken, oder noch besser durch Fleecesocken zu ersetzen. Am Ende der Nacht war der Daunenloft etwas reduziert und Kondens auf dem Nylon. Gewöhnungsbedürftig bleibt das Hautgefühl der Rettungsfolie und das ziemlich laute Knistern derselben. Das muss man in Kauf nehmen und wird individuell sicher sehr verschieden bewertet, für viele sogar wahrscheinlich ein No-Go. Solozelt ist damit fast Pflicht und auf nem engen Campingplatz macht man sich vielleicht auch nicht beliebt Von hohem Interesse, aber nicht zu beziehen, wäre hier das Gryphon-Gear Alu-DCF. Ich bewerte die Temperaturleistung zu meiner Freude bis auf weiteres jetzt so: Komfort mit leichter Schlafkleidung bis 3Grad, Limit 0 bis -2 Grad. Mit Fleecejacke, Windhose, Handschuhen etc. bis -5 denkbar (müsste man aber nochmal konkret drauf testen). Diese Leistung hat mich tatsächlich überrascht. Nochmal zur Erinnerung: Quilt-Gewicht 460 Gramm. Materialkosten unter 40 Euro. Gewichtsreduktion problemlos noch möglich. 7d oder 10d Oberstoff, weniger Klebeband/mehr Naht, weniger Klettverschluss an der Fußbox, oder leichterer Reißverschluss, machen knapp unter 400 Gramm möglich. Denkbare Veränderungen auf meiner Agenda: Nicht Rettungsfolie sondern Polycro als VBL-Schicht. Wenn Rettungsfolie dann vielleicht eine möglichst leichte weitere Stoffschicht vor der Folie für ein anderes Hautgefühl, weniger Knistern und besseres Kondensmanagement. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden. Liebe Grüße Lugovoi
  10. Liebe Ultraleicht-Gemeinde, ich hatte es bereits angekündigt dass ein zweiter Prototyp meines „Spacequilts“ auf meiner Agenda stand. Nach vielen Überlegungen und ein paar Material- und Konstruktionstests liegt das Ergebnis jetzt fertig in meinem Atelier. Die konkrete Umsetzung hat dann ein ganzes Wochenende in Beschlag genommen, aber der ganze Prozess hat viel Spaß gemacht. Der erste Übernachtungstest steht leider noch aus. Ich hoffe dass es spätestens gegen Karneval damit in die Winternacht geht, vielleicht nehme ich den Quilt auch schon mit auf meine Tour über Madeira in anderthalb Wochen. Die Idee/Konstruktion: Es handelt sich um einen Vapor-Barrier-Liner-Quilt. Eure Überlegungen und die Hinweise auf die VBL-Schlafsäcke von Gryphon-Gear und vbl-dcf-Quilts die ich im Netz fand haben mich da nochmal motiviert. Aufbau: Oberstoff 44gr softstructure Tyvek, 100gr/m2 Apex-Isolation, Innenstoff handelsübliche Rettungsfolie. Dazu eine über 100cm schließbare Footbox per Klettverschluss. Oben und unten Tunnelzüge zum schließen und ein kleiner Wärmekragen am Kopfende. Verbunden sind die Materialien mit einer Mischung aus Kleben und Nähen. Kurz zum Ablauf (Details gerne auf Nachfrage): Tyvek zuschneiden. Der fertige Quilt sollte ungefähr 200cm lang sein, oben 135cm breit, unten 110cm. Da die Seiten am Ende umgenäht werden mussten (für Stabilität und Klettverschluss) und oben und unten ein Tunnelzug entstehen sollte, darüber hinaus noch am Kopfende das Tyvek über die Folie überlappen sollte für das Hautgefühl und eventuellen Wärmekragen, habe ich entsprechend allen Seiten einige cm zugegeben. Tyvek am Kopfende mit der Nähmaschine perforieren, denn: Tyvek und Folie bilden am Ende eine geschlossene geklebte Einheit. Es muss aber für das Komprimieren und Loften ein Luftaustausch über die Atmungsaktivität des Tyvek hinaus gewährleistet sein. Ohne das Perforieren wäre die Konstruktion tatsächlich so dicht dass man den Quilt kurzzeitig komplett unter Wasser nehmen könnte ohne Sorgen um das Apex. Da beim Schließen der Footbox die beiden Seiten überlappen sollten um die Kältebrücke zu verhindern, musste die eine Bahn Klett nach innen versetzt bereits jetzt genäht werden. Dann die Bahnen mit Doppelseitigem Klebeband ziehen. Eine für das Apex, die andere zum Anbringen der Folie. Meine Tests haben ergeben dass es möglich sein sollte das Apex primär durch kleben zu fixieren. Apex entsprechend zuschneiden. Da mir aber nicht klar war wie diese Kombination über die Zeit (heiß-kalt-Effekte etc.) und bei eventueller Handwäsche hält, habe ich alle vier Ecken danach noch vernäht, also Tyvek und Apex so nochmal doppelt verbunden. Es steht aber zur Debatte ob es nicht sinnvoller (da fester und Gewicht des Klebebandes sparend) wäre das Apex nur per Naht zu verbinden. Folie zuschneiden und verkleben. Anschließend die Seiten umschlagen und vernähen, auf der einen Seite darauf die zweite Bahn Klettverschluss aufnähen. Unten den Kanal für die Footbox nähen. Ich habe mich dann entschlossen noch einen Wärmekragen zu bauen. Im Nachhinein bereue ich es womöglich oder würde es etwas anders machen. Ich hatte etwas zu knapp mit dem umschlagbaren Tyvek kalkuliert. Und ich habe einen Streifen Apex umgeschlagen und vernäht, also doppelt genommen. Im Ergebnis ist der Kragen in Kombination mit dem Zugtunnel zu steif geworden. Das heißt wenn ich ihn der Kälte wegen zuziehe klappt das zwar, der Kragen wird aber zu unförmig und fest. Die Funktion ist noch gegeben, aber der Komfort leidet. Ich müsste den Kragen lockerer konstruieren und, was ich ursprünglich überlegt hatte, den Tunnel zum Schließen aus einem weniger „steifen“ Material als Tyvek machen. Vielleicht werde ich dass noch korrigieren. Zuletzt noch Kordeln einziehen, Tankas etc. Ach ja: zu Beginn der Tyvekbearbeitung habe ich noch vier Schlaufen zum Befestigen der Isomatte aufgenäht. Dazu das Tyvek mit 60gr Tyvek nochmal von hinten verstärkt und die Schlaufen wiederum aus Tyvek gebaut und aufgenäht. Die Festigkeit muss sich noch beweisen... Soweit so gut. Ich denke auch hier wieder: es ist ein ambitioniertes Experiment, und wird sich sicher nicht als neuer Standard durchsetzen. Der Quilt muss aufgrund der Folie mit einer gewissen Sorgfalt behandelt werden. Zugkräfte auf das Mylar sind gar kein Problem, aber trocknen auf Dornengestrüpp oder Hantieren mit spitzen Gegenständen im Quilt verbieten sich von selbst. Andererseits gibt es wohl kaum ein Material was leichter zu reparieren wäre als Rettungsfolie. Da reicht simpler Tesafilm. Auch gilt es mit dem Vbl-Spacequilt die zusätzliche Schlafkleidung anzupassen. Lange Unterhose und Longsleeve-Baselayer sind für den Komfort und um eine Schicht zwischen Haut und Folie zu bekommen (Isolationsprinzip der Folie) sinnvoll oder notwendig, trage ich aber sowieso immer. Die Daunenjacke fällt in einem VBL natürlich flach, hier werde ich auf eine leichte Fleecejacke setzen. Ich erhoffe mir einen Isolationsgewinn von maximal 7Grad. Der gerne angegebene optimistische Komfortbereich für 100er Apex von ca. 10Grad (AsTucas, Gramexpert) würde sich damit auf 3Grad erweitern. Ich rechne für mich mit Komfort 7 und Limit 0. Die Tests werden es zeigen... Gewicht: 450Gramm Ich hatte ursprünglich 420 errechnet, aber Klebeband, langer Klettverschluss und Wärmekragen haben nochmal was draufgepackt. Man könnte mit anderem Oberstoff (7 oder 10d) Apex nähen statt kleben und Verzicht auf Wärmekragen nochmal bis zu 70 Gramm sparen. Liebe Grüße Lugovoi
  11. Für alle die jetzt auch in den Bergen, in Wald und Flur und am Lagerfeuer nähen wollen: Kaufland bietet gerade eine Mini-Nähmaschine zum Kleinstpreis an. Absolut portabel und sicher ultraleicht . Ok, ich poste diesen Einkaufsprospekte-Fund eher zum Spaß, aber andererseits: simple Nähte wird das Ding wohl hinkriegen und die Welt des ultraleichten Wanderns kennt bekanntlich keine Grenzen - Stupid-light-Nähmaschine
  12. Und hier noch ein Nachtrag zum oben erwähnten reinen Goldfolien-Überzieher. Diesmal die Folie nicht genäht sondern mit beidseitigem Klebeband geklebt. Großzügig geschnitten, geschlossene Fußbox, 55Gramm. Test steht leider noch aus, bin aber optimistisch.
  13. @Ranger Ich hatte mein Tyvek-Reflex damals über Extremtextil bezogen, aber dein Link führt wahrscheinlich zum identischen Material. Ich würde gerne mal konkrete Dampfdurchlass-Werte für verschiedene Tyvek-Typen bekommen. Im Netz habe ich dazu in den Datenblättern nie was konkretes finden können...
  14. Gute Punkte/Fragen, (sorry, ich muss noch die Zitierfunktion des Forums besser verstehen, bin da ein Greenhorn) Tyvek-Reflex erscheint als gute Alternative zu Tyvek-Standard plus Goldfolie. Ich hatte wie gesagt schon ein reines Reflex-Bivy gebaut, was weitestgehend funktioniert hat (wie Questor sagt, nicht vollkommen kondenssicher.). Den Wärmerückhalt über die Bedampfung halte ich auch für gegeben, aber nach meinem Gefühl deutlich weniger als bei einer (gelochten) Rettungsdecke. Daher, und weil ich es mit Folie testen wollte habe ich mich gegen das Tyvek-Reflex entschieden. Die Frage warum die Folie auf der Innenseite des Außenstoffs und nicht auf der Innenseite des Innenstoffs liegen sollte musste ich mir gerade selber nochmal beantworten: das Argument war, dass ich durch die Folie die Körperwärme zwar halten will, aber die Apex-Isolation und das Luftpolster darin zunächst mal seinen Dienst tun soll, warme Luft halten. Ich hatte vermutet dass die beidseitig metallisierte Folie nach Außen hin die Kälte abblockt. Wäre über der Folie erst die Isolation würde diese quasi der Kälte ausgesetzt werden, was bei einem normalen Quilt allerdings natürlich eh passiert. Nach deiner Frage komme ich ins Grübeln ob mein damaliger Gedanke stimmt (Danke!). Bei deiner Innen-Variante würde Kondenswasser in der Tat einem VBL ähnlich zuerst an der Folien-Innenseite auftreten. Das könnte vielleicht das Apex im Zweifel trockener halten. Ich bin kein Thermophysiker, vielleicht kann da jemand was zu sagen? Liebe Grüße Lugovoi
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