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Ultraleicht Trekking

SouthWest

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  1. Gefällt mir!
    SouthWest reagierte auf zweirad in [IT] Pazzos beinahe UL Genusswanderung auf der GTA   
    Meine Partnerin meinte gestern Abend das ich schon lange nichts mehr über die GTA geschrieben habe. Voila
    25. Tag - 03.09.2020 oder der Lost Place
    Balme - Lago di Malciaussia (beim Rif Vulpot) 
    24.2 Kilometer, 1936 Höhenmeter, 8 Stunden 27 Minuten

    Nach einem langen und gemütlichen Frühstück machten sich Ch. und ich langsam auf die Socken. Für Ch. wirds heute der letzte Tag auf der GTA sein.
    Im Internet konnte ich noch in Erfahrung bringen, dass das Alimentari in Usseglio am Donnerstag Nachmittag, also heute geschlossen ist. Elektronisches Papier ist geduldig und so durfte ich das Telefon von Ch. ausleihen und dies direkt im Alimentari verifizieren. Google hatte also recht und so schlenderte ich nochmals in den kleinen Supermercato in Balme und habe meine Vorräte noch etwas aufgestockt. So wurde es dann 09:30 Uhr bis auch ich losmarschierte. 
    Nachher gings zügig in die Höhe, wo ich bald wieder auf Ch. traf. Etwas später erreichten wir die malerischen Laghi Verdi welche zum Baden eingeladen hätten. Kurz dahinter steht das kleine, nett gelgene Bivacco Gandolfo Gino in welchem W. übernachtet hat.


    Der obere der Laghi Verdi


    Passo Paschiet

    Die paar Höhenmeter zum Passo Paschiet zogen sich überraschend in die Länge. Hier zog das Wetter dann doch etwas, der Wind frischte merklich auf und die Temperaturen wurden kühler. Nach einem kurzen Abstieg begann der Gegenanstieg zum nahezu gleich hoch gelegenen Colle di Costa Fiorita. Eigentlich hätten wir hier gerne eine Mittagspause eingelegt. Die Kuh war dann aber etwas gar neugierig und wir beschlossen weiterzuziehen und die Pause zum nahen Colle Teina zu verschieben, wo wir eine luftige Aussicht nach Usseglio genossen.


    Neugierige Kuh auf dem Colle di Costa Fiorita

    Eieiei der Abstieg hierhin hats echt in sich und bei Regen wäre das eine spannende Sache. Auch der weitere Weg war ziemlich steil. Unterwegs erblickten wir übrigens noch diesen prächtigen Steinbock, welcher hoch über Usseglio thronte. Was für ein erhabener Anblick





    Blick nach Usseglio


    Selbsterklärend

    Als wir endlich unten im Tal ankamen und zurückblickten, hatte der Himmel bedrohlich zugezogen. Ein echt imposanter Anblick! Von hier wars nicht mehr weit zum mondänen Albergo Rocciamelone, wo wir ein Gelati und Panache genossen. Eher spät verabschiedete ich mich von Ch., welcher sich hier auf den Heimweg machte und zog weiter. Ich hatte keine Ahnung wohin mich der Weg heute noch führen würde. Eins war aber klar! Ich wollte auf der Decauville zum Rif Vulpot gelangen. Die Decuaville Malciaussia ist eine verlassene Bahnstrecke. Mit der Bahn wurden um 1932 rum Baumaterial zur Baustelle des Malciaussia-Staudamms transportiert. Ab und an sind die Gleise noch sichtbar. 


    Usseglio

    Um dorthin zu gelangen musste ich zuerst einige Kilometer auf der schwach befahrenen Strasse nach Margone laufen. Dort ging es zuerst auf Wanderwegen und wenig später querfeldein an einer Alp vorbei. Dort traf ich auf zwei Älpler, welche dort mit Arbeiten beschäftigt waren. Einmal mehr war ich um meine paar Sätze Italienisch dankbar und die beiden freuten sich offensichtlich darüber. Wir unterhielten uns kurz und sie erklärten mir den weiteren Weg, welcher gut zu finden war. Knappe 20 Minuten später erreichte ich die Decauville. Ich mag solche Lost Places sehr und genoss das schlendern auf der gut erhaltenen Bahntrasse.


    Verlassenes Anwesen auf dem Weg nach Margone


    altes "Plakat" in Margone

    Noch einige Bilder von der Decauville . Bei Interesse gibts hier noch ein Video der gesamten Strecke (vom CAI produziert)

    der alte Bahntunnel

    Rückblick

    Kurz vor Rif Vulpot

    Langsam wurde es spät und ich überlegte wo ich mein Tarp aufschlagen kann. Hier auf der Trasse wollte ich das ungern tun, fülle sicherheitshalber aber meine Wasserreserven am Bach.
    Wenig später sehe ich auf meinem Etrex, dass hinter dem Rif Vulpot ein Zeltplatz ausgewiesen ist. Das Ziel ist gesetzt und ich freue mich über die kleine Entdeckung. Dort angekommen war reichlich Platz und im letzten Licht stellte ich mein Tarp auf. Im Anschluss noch Katzenwäsche beim Wasserhahn (wieder mal vergebens Wasser mitgetragen) und dann gings bald einmal unter den Quilt.
    Morgen gehts zum Rocciamelone...

    Sorry für die etwas bescheidene Fotoqualität. Ich musste die Qualität etwas reduzieren, da ich nicht noch mehr Fotos rausschmeissen wollte.
  2. Gefällt mir!
    SouthWest reagierte auf zweirad in [IT] Pazzos beinahe UL Genusswanderung auf der GTA   
    Ich war gerade etwas am Träumen und in Erinnerungen schwelgen. Was passt da also besser...
    24. Tag - 02.09.2020 oder die unerwartete Bekanntschaft
    Alpe Trione - Balme
    14.1 Kilometer, 982 Höhenmeter, 5 Stunden 50 Minuten


    Morgenstimmung

    Nachdem ich mal wieder, wie jeden Tag ausgeschlafen habe, schäle ich mich langsam aus dem Quilt. Es war eine kalte Nacht hier oben auf rund 2000 müM und ich war um die 2°C Komforttemperatur meines Comforters, mein leichtes Patagonia Hoodie und den Fleecepulli echt dankbar. Gefroren habe ich nicht, aber es hat genau gepasst. Tagsüber ist es noch immer sehr angenehm, aber Abend und Morgens wirds halt schon gerne mal etwas kühl in diesen Höhenlagen.

    Zu meiner grossen Überraschung kommt wenig später W. mit seiner Hündin Indie (abgeleitet von Indiana Jones) um die Ecke. Wir verstehen uns auf Anhieb hervorragend und trinken gleich mal zusammen einen Kaffee. W. ist auf dem SI (Sentiero Italia) unterwegs und will diesen in gesamthaft drei Monaten abschliessen (was er auch schaffen wird). Er ist Holländer und spricht nahezu perfektes Deutsch (auch wenn er das anders sieht). Wir laufen zusammen weiter und er gibt gleich mal ein flottes Tempo vor. Er hat mit seinem SI Projekt schon einige Kilometer mehr auf den Sohlen als ich. Er freut sich mal einen Wanderpartner gefunden zu haben, der mithalten kann. Wir verstehen uns echt gut, philosophieren übers UL Wandern, Ausrüstung und so vergeht die Zeit, Kilometer und die paar Höhenmeter wie im Flug. Er ist u.a auch mit Hängematte unterwegs und schwärmt von deren Vorzügen. Klingt interessant.


    Colle Trione








    Bereits im Abstieg
    Auch das Wetter klart am Nachmittag endlich etwas auf und die Sonne zeigt sich. Naja, dafür bot der morgendliche Nebel einige schöne Fotomotive und das Wandern war nicht allzu schweisstreibend.
    Beim Zähneputzen meinte W., warum ich den Griff meiner Zahnbürste nicht gekürzt hätte. Was für eine unerhörte Unterstellung! Selbstverständlich habe ich den Griff gekürzt, aber halt nicht so extrem wie andere


    Das Corpus Delicti Als die Kackschaufel dient bloss als Referenz




    Gemütlicher Schlussspurt nach Balme

    Am frühen Nachmittag erreichen wir bereits Balme. Wir wollen beide noch etwas einkaufen, müssen aber warten bis der Laden öffnet. Dafür gibts noch einen Geocache am Ortsrand
    Nun ists aber Zeit für ein grosses Bier. Nach dem ersten trudelt auch Ch. ein, mit dem ich heute Abend ein Zimmer teilen werde, welches ich gestern noch mit dem Handy von ihm reservieren konnte. Offen gestanden würde ich gerne noch etwas weiterlaufen, da ich noch Energie habe. Naja, auch kein Wunder bei nichtmal 1000 hm. Da @sja dermassen vom Les Montagnards schwärmte, war ich aber auch gespannt was mich hier erwartet.


    Ähmm nein, kein Selbstportrait.

    Wir geniessen nochmals ein Bier und laufen dann zu Dritt zum örtlichen Laden. Dieser ist zwar klein, jedoch ausgesprochen gut ausgestattet. Sie haben sogar Spiritus im Sortiment, was auf der GTA teilweise schlecht verfügbar ist. Im Anschluss verlässt uns W. um etwas weiter oben im Biwak zu übernachten. Leider sehe ich ihn nicht mehr. Wie ich dem einen oder anderen Hüttenbuch entnehmen kann, laufe ich jedoch immer einige Stunden hinter ihm.
    Vor dem Abendessen machen Ch. und ich noch einen kleinen Spaziergang in Balme. Ein malerischer kleiner Ort, welcher sogar einen kleinen Outdoorladen mit dem nötigsten an Ausrüstung hat. Das andere PT (Posto Tappa) ist leider bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Ich kann sogar noch das Kaffee identifizieren, in welchem @sja vor einiger Zeit ihren Kaffee genoss. Schade das wir uns unterwegs nie begegnet sind.  

    Zum Abschluss des Tages geniessen wir noch ein feines Abendessen mit dem fast schon obligaten Vino Rosso. Es gibt eigentlich immer einen Hauswein, welcher immer sehr lecker und oft sogar im Preis eingeschlossen ist. Was Kulinarik angeht, muss man den Italienern echt nichts erklären. Den hervorragenden, italienischen Kaffee werde ich später noch vermissen Ich bin aber auch ausgesprochen heikel was Kaffee angeht und die braune Brühe, die Nespresso als "Kaffee" bezeichnet, trinke ich aus Prinzip nicht.
    Ich freue mich auf den morgigen Tag. Langsam rückt der Rocciamelone in greifbare Nähe. Für Ch. wirds Morgen der letzte Tag auf der GTA sein.
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    SouthWest reagierte auf zweirad in [IT] Pazzos beinahe UL Genusswanderung auf der GTA   
    23. Tag - 01.09.2020 oder die verlassene Alpe
    Ceresole Reale - Alpe Trione
    19.6 Kilometer, 1787 Höhenmeter, 7 Stunden 23 Minuten


    Wald oberhalb von Ceresole

    Natürlich war ich fauler Sack mal wieder der letzte ders auf den Weg geschafft hat Es deutete alles auf einen grossartigen Tag hin. Glücklicherweise vermochte die Sonne noch nicht so recht aufzuheizen und so genoss ich einen zügigen Aufstieg im schönen, lichten Wald.
    Etwas weiter oben holte ich dann Ch. wieder ein und wir liefen eine Weile gemeinsam. Alsbald offenbare sich ein wunderbarer Blick auf den Lago di Ceresole. Herrlich!





    Lago di Ceresole. Bei der Alpe Fumanova aufgenommen

    Auch wenn ich nun die Baumgrenze überschritten habe, ist die Temperatur noch sehr angenehm, beinahe kühl. Wenige Meter unterhalb des Colle della Crocetta gönne ich mir eine ausgiebige Pause mit super feinem Essen beim Lago di Vercellina.


    Colle della Crocetta. Das obligate Gipfelfoto

    unterwegs

    Tierische Wegbegleiter bei Crest.

    Bei Crest begegnet mir eine Herde Hühner und andere lustige Tiere (Gänse?, keine Ahnung). Ich mag die Tiere und schaue ihnen eine Weile zu. Sie vermögen sich an meiner Gesellschaft jedoch nicht so recht zu erfreuen und scheinen etwas nervös. So lasse ich die Tiere wieder in Ruhe und erblicke wenig später die wunderschöne Kapelle Madonna della Visitazione. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen die Kapelle etwas später auch aus der Nähe anzusehen. Leider ist aber auch diese Kapelle (wie die allermeisten verschlossen). Die anwesenden Kühe waren im Gegensatz zu den Hühnern vorher sehr an mir und meinem Tun interessiert. Was für schöne Tiere.


    Madonna della Visitazione


    Kirchturm von Pialpetta

    Bald erreiche ich Pialpetta und streune etwas durchs Dorf. Gemäss Rother müsste hier irgendwo ein Laden sein. Abgesehen von mir scheint hier aber kaum wer unterwegs zu sein. Den Laden finde ich bald einmal, da du hier entweder in die eine oder in die andere Richtung laufen und suchen kannst. Typisch Italien macht der natürlich erst um 16:00 Uhr auf. Ich muss lachen und beschliesse, typisch Italien eine Siesta einzulegen und mir im PT einen Caffè (Espresso) und ein feines Glace zu gönnen. Irgendwann trudelt auch Ch. ein und wir quatschen eine Weile. Für die nächsten Tag hat mir @sja das Les Montagnards in Balme empfohlen. Wenn Sja dermassen davon schwärmt kann ichs nicht einfach links liegen lassen. Wies der Zufall will hat auch Ch. für Morgen dort gebucht (heute bleibt er hier in Pialpetta). Er bietet mir sein Handy an und so schreibe ich eine SMS (+1 für meinen Italienischkurs) ins Les Montagnards. Das läuft doch wie geschmiert. Damit sich das nicht total zu einer Hüttentour entwickelt ists Zeit weiterzuziehen. Davor natürlich noch ins nahe Alimentari (Einkaufsladen) um Futter aufzustocken. Ich mag diese kleinen italienischen Alimentari total. Ich füll mit den Korb wieder grosszügig mit Obst, Käse und Brot. Übertreiben muss ichs ja nicht, morgen gibts auch wieder ne Einkaufsgelegenheit.
    Weit will ich heute nicht mehr, aber ein paar Meter dürfen es schon noch sein.
    Bei der Alpe Trione, welche offenbar nicht mehr bestossen wird, finde ich um 19:00 Uhr herum einen 1A  Übernachtungsplatz. Ich koche mir ein feines Abendessen und geniesse die schöne Abendstimmung und die Ruhe. Einfach schön!


    Mein Nachtlager bei der Alpe Trione

    ohne Worte
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    SouthWest reagierte auf zweirad in [IT] Pazzos beinahe UL Genusswanderung auf der GTA   
    Nachdem ich die letzten Wochen etwas an einem anderen Projekt "rumgebastelt" habe, gehts hier mal weiter.
    21. Tag - 30.08.2020 oder Tag der wenigen Fotos
    San Lorenzo - Noasca
    21.6 Kilometer, 1637 Höhenmeter, 7 Stunden 30 Minuten
    Wie ich gerade festgestellt habe, gibts von diesem Tag kaum Fotos. Wie mit dem Fotografieren nahm ichs auch mit dem Laufen sehr gemütlich. Es sah nämlich immer noch nach Gewitter aus und da mich das bisherige Wetter zu einem Warmduscher machte, startete ich erst als die Sonne auch wirklich hoch genug am Himmel stand.
    Irgendwann verabschiedete auch ich mich von Simona und machte mich auf den Weg. Zuerst gings dann auch gleich mal ein ordentliches Stück auf der Strasse (kum Verkehr) den Berg runter, bevor die GTA im Wald wieder den Berg hoch führte. Nach einigem Aufstieg führte der Weg auf einen schönen Höhenweg. Genau genommen war das schöns Strässchen wohl mal eine Zufahrtsstrasse zu Minen oder etwas ähnlichem. Jedenfalls kam ich immer wieder an einigen Stollenschächten vorbei. 
    Gemütlich schlenderte ich in Richtung der Wahlfahrtskapelle Sant`Anna. Schande über mich, aber selbst von dieser habe ich kein Foto gemacht. Dafür hab ich hier nett Pause gemacht. Simona sagte noch das der weitere Weg zugewachsen sei und man hier absteigen soll. Soll ichs riskieren oder nicht? Der "Ärger von Ronco" stieg in mein Bewusstsein und da ich hatte keine Lust auf neuerliche Experimente hatte, stieg ich hier zur Strasse nach Fey ab. Der weitere Verlauf ist recht unsektakulär. Auf der fleissig befahrenen Strasse ging es nach Frera Inferiore und dann etwas ruhiger nach Frera Superiore und im Anschluss auf einem schönen Waldweg nach Noasca. 

    Mal ein Foto, für diejenigen die bis hierhin durchgehalten haben
    Kurze Pause und die Lage sondiert. Ist mal wieder Zeit Futter einzukaufen. Also schnurstraks zum Nahen Einkaufsladen wo ich Vorräte aufgefüllt habe. Das Angebot war nicht sehr gross, aber es gab unter anderem getrocknetes Wildschwein. Super lecker aber steinhart zu schneiden. Die kleine Klinge aus der Swisscard (hatte nur die dabei) meisterte die Aufgabe aber mit Bravour! Die nette Verkäuferin und ihre Kollegin haben mich noch etwas ausgefragt und waren sehr interessiert an meiner Wanderung. Es gab auch mal wieder ein nettes Kompliment für mein bescheidenes Italienisch. Es sei schön das sich ein Tourist mal die Mühe nehme etwas Italienisch zu lernen. Hört man natürlich gerne
    Zeit für ein Nachtlager....
     
    22. Tag - 31.08.2020 oder die mieste Unterkunft
    Noasca - Ceresole Reale
    14.2 Kilometer, 638 Höhenmeter, 4 Stunden 15 Minuten

    Nach einer kalten Nacht mit Donnergrollen am Abend gings am Morgen bei strahlendem Sonnenschein weiter.

    Heee, aufstehen!

    Geisterdorf Capelle

    Vorbei an einigen Gesiterdörfern ging es auf einem schönen Höhenweg nach Crà del Cres, wo es Zeit fürs Frühstück war. Via Casa Bianca wars nun noch ein Katzensprung nach Ceresole Reale.



    Crà del Cres


     


    In Ceresole angekommen wars Zeit für eine kleine Besichtigungstour.

    Hmm, dunkle Wolken...




    Am Stausee
    Nachdem ich endlich einen Bankomaten gefunden habe, wollte ich nochmals Futter auffüllen. Im Moment hau ich Essen rein wie ein Mähdrescher. Das Thema Bargeld habe ich ohnehin etwas unterschätzt. Nächstes Mal würde ich einige Scheine mehr einpacken. Die Gebühren für Bargeld am Automaten sind etwas kostspielig. Einkaufen ist ebenfalls etwas schwierig. Einigerseits haben heute (Montag) zahlreiche Läden zu, andererseits hat der andere recht lange Zimmerstunde. Tja, so geniesse ich etwas die Ruhe und einen coolen Geocache am Stausee.
    Langsam wurde ich aber doch wieder ziemlich hungrig und so ging ich ins Refugio Le Fonti Minerali (PT) um etwas zu Essen. Der Service war mässig, aber immerhin schien sich eine der Angestellten für mich, resp. meinen Essenswunsch zu interessieren.
    Das Essen machte etwas träge und irgendwie mochte ich heute nicht mehr so recht weiterlaufen. Ich blieb also. Wenig später stiess auch Ch., ein anderer GTA Wanderer hinzu. Seine erste Frage war "Bist du B.?". Was für ein Zufall, wie klein die Welt doch ist
    Wir hatten ein nettes Gespräch und liefen auch die nächsten Tage oft zusammen. Nun wars aber Zeit fürs Einkaufen und mein Dessert.

    Die Verkäuferin: "Wie viel möchten sie", Ich: "tutti" Leckerer Dessert!
    Das Abendessen überzeugte leider wenig. Auch der Service (die eine freundliche Mitarbeiterin ausgenommen) war alles andere als überzeugend. Nachdem ich mich dann am Abend aufs Ohr gelegt habe (ich hatte wie Ch. wegen Covid ein Einzelzimmer), hämmerte um 22 Uhr plötzlich einer an meine Türe. Jetzt ohne scheiss, ich dachte die Hütte brennt oder an sonst ein Unglück. Auf dem Gang traf ich auf einen der Angestellten, der mir und Ch. wenig freundlich befahl heute noch zu bezahlen da Morgen niemand da sei.
    Zeitig am nächsten Morgen stand ich auf. Auf in den total kalten Frühstücksraum. Nachdem ich mir, in beide Pullis gehüllt,  endlich die Mikrowelle fand um mir Wasser heiss zu machen, ass ich das extrem mikrige (selbst für I Verhältnisse) Frühstück. Wenig später stiess auch Ch. dazu. Im verriegelten Nebenraum wurde es indes hektischer und die unmotivierten Angestellten liessen sich einen Kaffee aus der Maschine. 
    Kurz und knapp. Die schlechteste Unterkunft auf der bisherigen GTA und eine klare Empfehlung hier unbedingt weiterzugehen. So das musste jetzt noch raus!
  5. Witzig!
    SouthWest reagierte auf zweirad in [IT] Pazzos beinahe UL Genusswanderung auf der GTA   
    19. Tag - 28.08.2020 oder die schöne Überraschung
    Talosio nach San Lorenzo
    16.2 Kilometer, 1419 Höhenmeter, 6 Stunden 43 Minuten
    Nach einem spärlichen Frühstück machte ich mich sogleich auf den Weg. Dieser führte mich schnurstracks vorbei an einigen (Ferien)häuschen und Alpen in die Höhe.


    Kühe unterwegs
    Im Gegensatz zu den letzten Tagen zeigte sich das Wetter heute etwas wolkenverhangen und etwas weniger freundlich. Aber wenn ich so an die vergangenen zwei Wochen denke, ist das nun jammern auf enorm hohem Niveau. Dank des Wetters und den angenehmen Wegen war der Aufstieg zum namenlosen(?) Pass auch nicht zu anstrengend.
    Den kleinen Abstecher zur Kapelle Madonna della Neve und dem dazugehörigen Bivacco nahm ich dann auch noch unter die Füsse. Das Bivacco Blessent Redentore ist sehr einfach eingerichtet (Stuhl, Tisch und alte Matratze). Wäre jedenfalls ein trockenens Plätzchen. Wasser gibt es leider keines und dieses müsste auf einer der vorigen Alpen gebunkert werden.   
    Ich nahm aber noch die letzten paar Meter Aufstieg zum Monte Arzola unter die Füsse und querte im Anschluss zum Lago d`Eugio mit dem von weitem sichtbaren Staudamm.


    Staudamm am Lago d`Eugio

    Der Pfad wurde etwas anspruchsvoller (im Vergleich zu vorhin), gefiel mir aber sehr gut. Etwas spätere stand ich dann am Fuss der mächtigen Staumauer und kam mir plötzlich ganz klein vor. Hoffentlich hält das Ding
    Zu meiner Freude war oben am Stausee dann sogar ein Wasserhahn zu finden. Die Sonne zeigte sich und ich beschloss eine kleine Pause einzulegen. Es sollte nachher nochmals deutlich in die Höhe gehen.
    Zuerst aber schlenderte ich auf der schön angelegten Alppiste zum Verzweiger der GTA (Foto unten).


    Abzweigung auf der Alpstrasse

    Hier ging es wieder steil aufwärts zur Alpe di Colla (eher ein Pass). Die wunderschöne Hütte des Nationalparkes war leider abgeschlossen. Immerhin fand ich hinter dem Haus einen Wasserhahn. Auch ein Spiegel wäre vorhanden gewesen. Hmm. Eine Rasur wäre mal wieder fällig


    Rückblick im Aufstieg


    oben bei der Hütte des NP


    Und der Rückblick zur Hütte des Nationalparks

    Das Wetter zog bedrohlich zu. Einerseits genoss ich die schöne Stimmung, wollte im Falle eines Gewitters aber nicht unbedingt der höchste Punkt in der Umgebung sein. Ich ging also weiter in Richtung Alpe Praghetta, wo ich im Stall ein totes Lamm fand
    Hier war ich dann froh um die Beschreibung im Rother, da der Weg sich urplötzlich verlor. Ich stieg querfeldein ab zur nächsten Hütte und zur nächsten bis ich wieder eine Art Pfad fand. Urplötzlich stiess in inmitten des Hanges auf einen alten, schwarz angemalten Wohnwagen. Was musste ich lachen. Wie zum Teufel kommt dieses Ding hierher?


    Ohne Worte


    Alte Stromtrasse

    Vorbei an einer alten Stromtrasse, welche offenbar zu einem stillgelegten Bergwerk führte. Gerne hätte ich einen Blick reingeworfen, da mich solche Orte immer interessieren. Das Bergwerk war aber auf der anderen Bachseite und die Querung schien mir zu gefährlich. Ich stieg weiter zu einer Alpruine ab.


    sja`s Schuh

    @sja, hast du allenfalls einen deiner Schuhe hier vergessen?
    Von dort folgte ich dem neuen(?) Wanderweg nach unten zu einem Bach. Zeit für ein späte Mittagspause. Es dauerte auch nicht lange bis sich die bedrohlichen Wolken in einen Regenguss verwandelten. Ich verkroch mich unter einen Laubbepackten Baum und liess mir mein Mittagessen nicht vergraulen. Ich checkte mal wieder die Wetterprognose auf meinem Inreach. Diese versprach leider keine rosigen Aussichten. Hmm. Ich spielte mit dem Gedanken einen Ruhetag in San Lorenzo einzulegen. Sja schwärmte in einer Nachricht ohnehin von der dortigen Trattoria und der Inhaberin Simona.
    Also Regenzeugs montiert und im Regen die letzten paar Minuten nach San Lorenzo unter die Füsse genommen. Die Trattoria war nicht weit und so beschloss ich mein Glück zu versuchen. „No Credit Cards“ stand an der Tür. Scheisse, den meine Bargeldreserven waren nahezu erschöpft. Naja ich kann ja mal fragen und im schlimmsten Fall gibts halt nur einen guten Kaffee.
    Türe geschlossen = meine Laune auf dem Tiefpunkt. Ich zottelte wieder ab und stellte mich in der Nahen Kirche unters Vordach und überlegte wies weitergeht. Auf weiterlaufen habe ich bei den Wetteraussichten irgendwie keine Lust, wurde ich die letzten Wochen doch zum Schönwetterwanderer
    Wenig später kam ein älterer Herr zu mir, welchen ich vorhin schon gesehen hatte. Er sagte mir, dass ich ihm folgen solle. Via eines Seiteneinganges führte er mich in die Trattoria (auf die Idee hätte ich auch selber kommen können). Simona begrüsste mich herzlich. Ich war der einzige Gast. Sie bot mir sogar an mich ins Tal zu einem Geldautomaten zu fahren oder ich könne das Geld für die Übernachtung auch überweisen.
    Ich hatte ein ganzes Zimmer für mich alleine und verbrachte den Nachmittag zuerst bei einem Kaffee und dann vor meinem Zimmer auf dem offenen Gang. Dort schaute ich dem Wetter und den lustigen Hühner auf der Wiese zu. Auch schätzte ich mal wieder ein WLAN um meiner Partnerin zu schreiben. Mit dem Inreach beschränkte sich das meistens auf die Standardnachrichten und ab und an die SMS typischen 160 Zeichen. 
    Zu meiner ganz grossen Freude entdeckte ich im Gästebuch eine liebe Nachricht von sja. Hab mich echt riesig darüber gefreut liebe sja
    Das Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen war echt grossartig und reichhaltig.
    20. Tag - 29.08.2020 oder die lustigen Hühner
    San Lorenzo. In die Trattoria und zurück
    150 Meter, 15 Höhenmeter, 3 Minuten
    Da sich die schlechte Wetterprognose bestätigte, beschloss ich meinen ersten Ruhetag einzulegen. Zeit mal wieder die Ausrüstung zu pflegen. Ansonsten sass ich den ganzen Tag auf dem überdachten Korridor vor meinem Zimmer. Es war zwar recht kühl, aber mit Windhose und Pulli liess es sich gut aushalten.
    Die Hühner und Gänse waren echt lustig. Wenns regnete verkrochen sie sich unters Dach. Immer wenn Simona wieder einen Kübel Küchenabfälle auf die Wiese warf, brach unten die grosse Hektik aus und es wurde Alarmstufe dunkelrot ausgerufen.
    Am späten Nachmittag tauchte zu meiner Überraschung die Wanderin auf, welche ich am Tag 14 zuletzt gesehen habe. Sie hatte ein Stück mit dem Bus übersprungen. Wir assen gemeinsam zu Abend (Samstag war Pizzaabend, sehr lecker) und aus der 2 Liter Flasche Rotwein floss das eine oder andere Glas in unsere Hälse.
    Trotz des Wetters ein toller und gemütlicher Tag! Morgen gehts wieder auf die GTA… Ich freue mich!
  6. Gefällt mir!
    SouthWest reagierte auf zweirad in [IT] Pazzos beinahe UL Genusswanderung auf der GTA   
    18. Tag - 27.08.2020 oder die bescheidene Unterkunft
    Ronco nach Talosio
    14.8 Kilometer, 1327 Höhenmeter, 6 Stunden
    So! Die Schuhe sind ausgelüftet, weiter gehts
    Zu meiner Überraschung hat mich der nahe Fluss nicht gestört und ich habe geschlafen wir ein Murmeltier. Aber vielleicht war ich nach dem gestrigen Tag und dem grossen Bier auch einfach müde genug
    Nach 8 Uhr zottelte ich los, am grossen Helikopterlandeplatz an der Hauptstrasse vorbei und suchte noch den Geocache bei der nahen Kapelle. Weiter gings die Strasse runter zum Ortsteil Forzo.
    Der Rother sagt die zweite Brücke rechts und der Strasse bis zu deren Ende in Masonaie folgen. Naja. Das waren einige, einfache Teerkilometer auf wenig befahrener Strasse.


    Strasse nach Masonaie

    Die Alternativeroute zweigt in Forzo direkt auf einen Wanderweg ab, welcher in der Direttissima zum Colle Crest führt. Der Weg ist in Forzo gut ausgeschildert. Wie ich später erfuhr sei der Weg landschaftlich weniger reizvoll, dafür keine kilometerlange Teerstrasse. Der von mir gewählte Weg gewann ab Masonaie zunehmend an Reiz. Nun wisst ihrs und habt die Wahl…


    GTA Wegzeichen bei Masonaie

    So oder so, ich sah bis kurz vor Talosio den ganzen Tag keine Menschenseele. Nach Masonaie wars dann aber erst mal Zeit für mein Frühstück. Was habe ich ein Hunger und mein tägliches Müsli war einfach jeden Tag  ein Highlight. Heute gabs auch mal wieder Nüsse und etwas frisches Obst dazu. Ist das Leben nicht schön!
    Auf der Alpe Goie rettete ich noch das Leben einiger Heugümpern (Grashüpfer). Früher achtete ich mich nie auf solche Sachen. Meine Partnerin hat mich da aber etwas sensibilisiert und so fischte ich einen nach dem anderen aus dem Wasser und setzte sie an die frische Luft. Leider war nirgends ein Holzstück welches ich als Notausstieg für die Tiere ins Wasser hätte legen können.


    Frühstück

    Nach der willkommenen, kleinen Pause gings weiter. Der Pass war nämlich in Sichtweite, wobei die Ernüchterung sogleich folgte. Der Pass war nämlich nicht der Pass, der lag nämlich noch etwas höher.  Aber wenn ich schon mal hier bin, nehme ich die letzten paar Meter zum Cima Rosta auch noch unter die Füsse. Was für eine Aussicht nach Ronco. Wenn das nicht nach einer Mittagspause schreit.

    Sicht von der Cima Rosta nach Ronco. Mein Nachtlager ist ebenfalls im Bild. Wer findets?

    Mittagessen. Das kleine Victorinox aus der Swisscard hat übrigens immer beste Dienste geleistet. Selbst bei der harten Wildschwein-Trockenwurst

    Colle Crest

    Kurz nach 13 Uhr mache ich mich wieder auf die Socken und erreiche wenig später den Colle Crest. Via der Alpe Ronco erreiche ich das Santuario di Prasconda, wo ich von den Menschenmassen überrumpelt wurde.
    Ferragosto war zwar vorbei, aber es war irgend ein Fest im Gange welches furchtbar viele Leute anzog. Es war gar ein Shuttledienst in Betrieb. Schade, wäre nämlich ein schöner Übernachtungsplatz gewesen, aber so wird das hier nichts. Ich fülle nur kurz meine Flaschen und zog zügig weiter.


    Eines der zahlreichen, sehr schönen Wandbilder in der Kapelle, neben dem Santuario di Prasconda

    Am Ortseingang konsultierte ich mal meinen Rother und wollte die Optionen abchecken. Plötzlich kam eine freundliche Frau und frage, ob ich Hilfe bräuchte.
    Für das Posto Tappe in Talosio habe ich in meinem Rother den Hinweis „schlechte Kritiken“ vermerkt. Gemäss der Frau war dies aber die einzige Unterkunft hier. Ach Mist.
    Ich ging in die örtliche Kneipe und gönnte mir zuerst mal ein Panache an der Sonne. Irgendwann kam ein besoffener Typ zu mir und wollte wissen ob ich Deutscher bin. Er liess dann einige Sprüche fallen, deren Wiederholung ich mir hier spare.
    Sein Kumpel entschuldigte sich dafür und er erklärte mir auch den Grund für den Volksauflauf (Habe ich aber vergessen).
    Nach dem zweiten Panache und einem längeren Gespräch mit dem nüchternen Italiener beschloss ich trotz meinen Vorbehalten hier zu bleiben.
    Naja. Das Posto Tappa im alten Schulhaus hätte echt Potential. Die Unterkunft war aber schlecht unterhalten und schmutzig. Das war auch das einzige Mal das ich Hausschuhe vermisst habe.
    Nachher entdeckte ich irgendwo in einer Ecke noch ein spannendes Buch mit dem Titel „Erzählt es euren Kindern“. Ich setzte mich an die Sonne und las. Ich weiss nicht wann ich zuletzt ein Buch auf einen Schlag gelesen habe.
    Das Abendessen war dann typisch Italienisch. Sehr grosszügig und reichhaltig. Abgesehen vom zweiten Gang, welcher nicht meinen Geschmack traf auch sehr gut. Ich war einmal mehr der einzige Gast und schlief sehr gut.
    Es tut mir im Herzen weh. Das alte Schulhaus wäre echt ein Juwel aber der Zustand ist echt eine Zumutung.
     
     
  7. Witzig!
    SouthWest hat eine Reaktion von Fabian. erhalten in Fortsetzung der Diskussion " Preisgestaltung von Rucksäcken in D"   
    @wilbo
     
    OT:
    Die Staatsschulden sind ein anderes Kapitel. Ich sprach ja von Betrieben.
    Bei historischen Erzählungen kommt es immer darauf an wer sie erzählt. Natürlich gibt es bei Inflation und Deflation jeweils auch Gewinner.
    Ein wichtiges Beispiel aus der jüngeren Geschichte gibt es aber:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Deflationspolitik
    Wie war das mit Goodwin‘s Law? 
  8. Witzig!
    SouthWest hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Fortsetzung der Diskussion " Preisgestaltung von Rucksäcken in D"   
    @wilbo
     
    OT:
    Die Staatsschulden sind ein anderes Kapitel. Ich sprach ja von Betrieben.
    Bei historischen Erzählungen kommt es immer darauf an wer sie erzählt. Natürlich gibt es bei Inflation und Deflation jeweils auch Gewinner.
    Ein wichtiges Beispiel aus der jüngeren Geschichte gibt es aber:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Deflationspolitik
    Wie war das mit Goodwin‘s Law? 
  9. Gefällt mir!
    SouthWest hat eine Reaktion von momper erhalten in Fortsetzung der Diskussion " Preisgestaltung von Rucksäcken in D"   
    OT: Ist die stattfindende Stadtflucht nicht zum Grossteil auch den explodierenden Mieten in den Städten geschuldet?
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    SouthWest hat eine Reaktion von martinfarrent erhalten in Fortsetzung der Diskussion " Preisgestaltung von Rucksäcken in D"   
    OT: Ist die stattfindende Stadtflucht nicht zum Grossteil auch den explodierenden Mieten in den Städten geschuldet?
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    SouthWest hat eine Reaktion von zopiclon erhalten in Training   
    Ja in meinen "Nachforschungen" und meinem Beitrag hier habe ich mich auf den Entzündungsaspekt konzentriert. Aber natürlich ist das nicht der einzige wichtige Aspekt.
    Klar sind auch O6 Fettsäuren teilweise essentiell. Es ging hier ja um das Verhältnis.
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    SouthWest hat eine Reaktion von martinfarrent erhalten in Training   
    Ich habe mich auch in den letzten Jahren ein wenig mit Omega3 und dem O3/O6 Verhältnis beschäftigt.
    Ein Fettsäuretest zum Selbermachen ist für die meisten bestimmt Overkill, aber ich habe das bisher dreimal gemacht und so den Einfluss von Nahrungsumstellungen und zusätzlicher Omega 3 Aufnahme schön verfolgen können. Das kostet jeweils zum Beispiel 90 EUR und ist super einfach. Muss man natürlich selber zahlen.
    Wenn man O3/O6 Verhältnis sagt dann ist eigentlich das EPA zu AA Verhältnis das was  interessiert. EPA ist die anti-entzündliche O3 Fettsäure (DHA dagegen braucht man fürs Gehirn und die Augen etc), AA ist die Arachidonsäure, welche Entzündungen anfeuert.
    Das O3/O6 Verhältnis wird nicht nur durch die Öle, die man verwendet, beeinflusst. Auch Getreide an sich und auch Fleisch und andere Tierprodukte haben viel Omega 6. Wer weniger davon isst, beeinflusst auch das Verhältnis in die richtige Richtung. Bioprodukte haben unter umständen weniger Omega 6. Denn es kommt darauf an was die Tiere essen.
    Eine zusätzliche Zufuhr von 2g EPA/DHA (wurde hier schon irgendwo erwähnt) scheint bei einer heute typischen (nicht allzu schlechten) Ernährung das O3-O6 Verhältnis typischerweise in den empfohlenen Bereich zu bewegen. Hat bei mir auch so geklappt. Das entspricht etwa einem Esslöffel Fischöl. Kapseln sind keine gute Idee, da man dann 15 davon täglich schlucken müsste. Fischöl aus der Flasche will man haben. Das hat auch den Vorteil dass man direkt schmeckt ob das Zeug ranzig ist. Ranziges Öl ist oxidiert und komplett nutzlos oder vielleicht sogar ungesund. Gutes Fischöl schmeckt gar nicht fischig, sondern recht lecker.
    Wer Algenöl bevorzugt: Es ist konzentrierter und deswegen reicht hier ein Teelöffel täglich. Es enthält relativ mehr DHA im Vergleich zu Fischöl, deswegen mag man dann vielleicht die Dosis auf eineinhalb Teelöffel steigern um die gleiche Menge EPA zu bekommen.
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    SouthWest hat eine Reaktion von truxx erhalten in Training   
    Ich habe mich auch in den letzten Jahren ein wenig mit Omega3 und dem O3/O6 Verhältnis beschäftigt.
    Ein Fettsäuretest zum Selbermachen ist für die meisten bestimmt Overkill, aber ich habe das bisher dreimal gemacht und so den Einfluss von Nahrungsumstellungen und zusätzlicher Omega 3 Aufnahme schön verfolgen können. Das kostet jeweils zum Beispiel 90 EUR und ist super einfach. Muss man natürlich selber zahlen.
    Wenn man O3/O6 Verhältnis sagt dann ist eigentlich das EPA zu AA Verhältnis das was  interessiert. EPA ist die anti-entzündliche O3 Fettsäure (DHA dagegen braucht man fürs Gehirn und die Augen etc), AA ist die Arachidonsäure, welche Entzündungen anfeuert.
    Das O3/O6 Verhältnis wird nicht nur durch die Öle, die man verwendet, beeinflusst. Auch Getreide an sich und auch Fleisch und andere Tierprodukte haben viel Omega 6. Wer weniger davon isst, beeinflusst auch das Verhältnis in die richtige Richtung. Bioprodukte haben unter umständen weniger Omega 6. Denn es kommt darauf an was die Tiere essen.
    Eine zusätzliche Zufuhr von 2g EPA/DHA (wurde hier schon irgendwo erwähnt) scheint bei einer heute typischen (nicht allzu schlechten) Ernährung das O3-O6 Verhältnis typischerweise in den empfohlenen Bereich zu bewegen. Hat bei mir auch so geklappt. Das entspricht etwa einem Esslöffel Fischöl. Kapseln sind keine gute Idee, da man dann 15 davon täglich schlucken müsste. Fischöl aus der Flasche will man haben. Das hat auch den Vorteil dass man direkt schmeckt ob das Zeug ranzig ist. Ranziges Öl ist oxidiert und komplett nutzlos oder vielleicht sogar ungesund. Gutes Fischöl schmeckt gar nicht fischig, sondern recht lecker.
    Wer Algenöl bevorzugt: Es ist konzentrierter und deswegen reicht hier ein Teelöffel täglich. Es enthält relativ mehr DHA im Vergleich zu Fischöl, deswegen mag man dann vielleicht die Dosis auf eineinhalb Teelöffel steigern um die gleiche Menge EPA zu bekommen.
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    SouthWest reagierte auf Djingledjango in Umweltbewusstes Leben   
    Habe im Großen und Ganzen mein Konsumverhalten umgekrempelt:
    Fahre seit 1,5 Jahren bei Schnee, Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit (täglich 12 km Benzin gespart) Gemüse nur noch Regional vom Bio-Hof Auch alles andere wenn möglich Regional aus Schleswig-Holstein Einkaufen fast nur noch mit dem Rad oder zu Fuß (dann kauft man auch automatisch weniger) Fleisch auf einmal die Woche reduziert Foodsharing-Nutzer und Anbieter Lebensmittel werden bei uns so gut wie gar nicht weggeworfen. Das Vorratsmanagement funktioniert ganz gut. Miste gerade meine angesammelten Dinge aus Kindheits- und Studienzeiten aus, davon bisher nichts weggeworfen. Alles verkauft und über Gruppen/Freunde verschenkt. Kaufe fast nur noch gebrauchte Artikel (Bücher, Kleidung, hochwertige Elektroartikel) Bevor es zum Kauf kommt, immer 2 Wochen Bedenkzeit. Das meiste wird nicht benötigt. Mehr kann man immer machen. Aber besser als nichts ist es allemal und es macht auch irgendwie Spaß.
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    SouthWest reagierte auf chrisontour84 in Arctic Circle Trail (Mai 2014)   
    Hey zusammen,
    ich hatte ein paar Anfragen für einen Reisebericht zum Arctic Circle Trail und zufällig habe ich gerade einen externen Artikel geschrieben. Wenn ihr gern alle Details lesen möchtet für jeden Streckenabschnitt, dann schaut doch gern da einmal rein da ich den Text hier leider nicht einfach copy/pasten kann. Der Arctic Circle Trail in Grönland
    Kurzfassung: Super hike, landschaftlich nicht das beste der Welt, dafür aber ein echtes Abenteuer wenn man ihn im schnee macht ohne schneeschuhe wie wir  Ist aber nur zu empfehlen wenn ihr körperlich und mental fit seid, ansonsten einfach Schneeschuhe mitnehmen und dann ist es auch nicht mehr so anstrengend! Wir hatten hüfthohen Schnee in den ersten Tagen und vieles schlechtes Wetter, alle backup Tage wurden direkt genutzt und bis zu 15h am Tag gewandert. Bei 24h licht am Tag in den nördlichen Graden kann man das mal machen  Ab der Hälfte der Strecke war der Schnee dann komplett weg und wir hatten mit den ersten Mosquitos der Saison zu kämpfen! Bzw nur ich, denn mein Mitstreiter Tim hat dazu komischerweise gar nichts abbekommen. 
    Hier noch mal ein paar Bilder für euch und wer noch Videos sehen will, kann sich ja gern einmal meinen Beitrag dazu auf YouTube anschauen:
     
    Bilder:



















     
    Gruß,
    Chris
     







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    SouthWest reagierte auf doman in Projekt leichtestes Kuppelzelt - Ratschläge gefragt   
    Inzwischen ist das Zelt fertig geworden und hat noch eine Reißverschlussabdeckung, Tie Outs in der Bogenmitte und Eckverstärkungen nebst Abspannpunkten an den vier Ecken bekommen. Außerdem wurde noch ein Lüfter angebracht, der vielleicht noch eine Abstützung vertragen könnte. Es wiegt jetzt 732 g mit allem Drum und Dran. 





    Ich bin damit insgesamt zufrieden und muss sagen, dass ich mir so ein Zelt immer gewünscht habe: Keine lästige Fädelei mit Gestängekanälen, einfach zwei Stangen über Kreuz in die Ecken stellen und das Ding steht innerhalb weniger Sekunden. Wenn man will oder es die Windbedingungen verlangen, kann man den Boden noch abspannen oder - wenn es stürmen sollte - mit zusätzlichen Abspannungen die Gestängebögen sichern. Auf Tie Outs in den Flächen habe ich  verzichtet, weil das Zelt sehr straff gespannt ist und der Stoff keinen Stretch hat. Man könnte noch über ein paar Innentaschen nachdenken, aber zunächst will ich sehen, ob ich aus dem Restmaterial noch eine Regenjacke herausbekomme. Eigentlich müsste es reichen...
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    SouthWest reagierte auf wilbo in Projekt leichtestes Kuppelzelt - Ratschläge gefragt   
    N´Abend!
    Alle Achtung, ich bin von dem Ergebnis schwer beeindruckt.
    Würdest Du den Schnittplan veröffentlichen oder lieber zurückhalten für eine kommerzielle Verwertung?

    Ahh, das allererste wirklich selbsttragende Kuppelzelt!
    Ja, da schließe ich mich an. Bitte berichten!

    Hast Du das Nitto Tape aus Qualitätsgründen verwendet oder weil es im Preis günstiger war?
    VG. -wilbo-
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    SouthWest reagierte auf doman in Projekt leichtestes Kuppelzelt - Ratschläge gefragt   
    Hier kommt der Test des Zeltes.










    Das Zelt steht ohne jede Abspannung und alle Zeltflächen sind gleichmäßig gespannt!
     
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    SouthWest reagierte auf doman in Projekt leichtestes Kuppelzelt - Ratschläge gefragt   
    Nachdem ich einige Zeit pausiert habe, weil ich mir nicht sicher war, wie genau ich weiter verfahre, ist inzwischen das Zelt fertig und in einem ersten Außeneinsatz erprobt worden!
    Ich dokumentiere hier zunächst die Arbeitsschritte bei der Anfertigung der Schablonen für die Zeltflächen. Diese Konstruktion ist die Hauptarbeit und hat am längsten gedauert. Die Herstellung eines Prototyps aus billigem Material (mit zwangsläufig anderen Eigenschaften als denen des angestrebten DCF eVent) kam für mich nicht in Frage, weil ich keinen überflüssigen Müll produzieren möchte und es mir nach vielen Jahren Erfahrung auch zugetraut habe, das Zelt auf Anhieb hinzubekommen. Die Diskussion um die Passgenauigkeit der Stangen und Geometrie der Flächen hier oben hat mir in dieser Hinsicht leider nicht viel genützt. Statt dessen habe ich mich an der Aussage des Herstellers vom Djedi Dome orientiert.

    Dem ist wenig hinzuzufügen - besonders wenn es sich um ein Material handelt, das keinen Stretch aufweist. Die Toleranzen bewegen sich nicht im cm-Bereich, sondern im mm-Bereich. 

    Vom Grundgerüst der mit Packpapier abgenommenen Flächen und der Zeltformel bin ich in sehr vielen Korrekturschritten, bei denen immer wieder die Maße vom aufgebauten Gestängebogen abgemessen wurden ...

    ... schließlich zur endgültigen Form der Schablonen gekommen. Die einzelnen Punkte wurden dann ganz klassisch mit dem Schneiderkurvenlineal "formschön" - wie es heißt - miteinander verbunden. Die Abweichung zur Zeltformel-Fläche beträgt einige Zentimeter.

    Dann werden die Flächen übertragen und ausgeschnitten.

    Für die Konstruktion des Eingangs wird eine Schmalseitenfläche noch einmal zerschnitten. Das Einnähen des Zipper war die nächste Herausforderung, denn der Stoff muss in der Innenkurve gestaucht und in der Außenkurve gedehnt werden, damit alles passt.

    Die Nahtlinie liegt bei einem 5c-Zipper mit einer Breite von 32 mm 8 mm vom Rand und wird mit Bleistift vorgezeichnet. Auch dabei hilft ein Kurvenlineal.

    Der Zipper wird auf dieser Linie eingenäht.

    Dann habe ich das Zelt mit Klebeband probefixiert und war mir anschließend sicher, dass es passen würde.
    Die eigentliche Verbindung wurde nur geklebt - und zwar auf der Außenseite des Zeltes. Dafür habe ich aus dem DCF-Bodenmaterial Streifen geschnitten,

    die dann mit je zwei 19mm Tapes versehen wurden.

    Auch hier lohnt es sich, exakt zu arbeiten.

    Dann werden die Teile verklebt. An vorher abgemessenen Punkten kann man überprüfen, ob alles passt.

    Al nächstes werden für die Verklebung von Zelt und Boden Tapestreifen am Zelt angebracht.

    Und dann werden die Teile zusammengefügt.

    Das Gewicht des Zeltes ...

    ... und das Gesamtgewicht des Zeltes mit Stangen!
     
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    SouthWest reagierte auf wilbo in Projekt leichtestes Kuppelzelt - Ratschläge gefragt   
    Moin!
    Alle Achtung, das ist ein Projekt!
    Du weißt sicher, dass man die DCF-Membran nicht genauso wie normales Cuben-Fabric verkleben kann. Hast Du eine Lösung für das Problem gefunden? (Vielleicht Nähen plus Kleben)
    Ab Min: 2:25
    Bei Verwendung von DCF als Material müsste für mich alles perfekt passen und dazu würde ich zuerst einen Proto aus Tyvek bauen. Daran könnte ich ermessen, ob sich die DCF-Flächen wie erwartet, über die Bögen spannen lassen. Mit einem 42 g/qm Tyvek würde man sogar eine Gewichtseinheit erhalten, die vergleichbar mit einem ePTFE-Membran fly wäre. https://www.extremtextil.de/tyvek-hardstructure-1025d-42g-qm.html
    Ich finde die DCF-Membran hochinteressant. Allerdings denke ich auch, dass diese extrem atmungsaktive Membran immer noch den Grenzen der Physik unterworfen ist.
    Da bin ich ganz bei Dir.
    Die Differenz von Temperatur und Luftfeuchte muss entsprechend hoch sein, damit der Vorgang funktioniert. Ich erinnere mich, dass es bei historischen Polarexpeditionen ebenfalls gefrorenes Kondenswasser an den Zeltwänden gab. Ich habe jetzt zwar keine Daten zur Hand, schätze aber Baumwolle, im Vergleich zu einer ePTFE-Membran, als sehr atmungsaktiv ein.
    Wenn ich davon ausgehe, dass ich eh Kondenswasser oder Raureif im Zelt haben werde, würde ich das fly nicht aus atmungsaktiven Material bauen.
    Eventuell könnte man darüber hinaus über neue Konzepte nachdenken, wie sich das Kondenswasser vom Schlafsystem fern halten lässt. Hier wäre ein "eingebauter bivy" aus DCF-Membran nur ein Gedanke, den ich verfolgen würde. Oder die Idee vom Nemo Tenshi, mit dem "condensation curtain" aufnehmen und weiter entwickeln ...
    Bei einigen Hochgebirgs-Zelten habe ich mal gesehen, dass der Boden mit einem Reißer zu öffnen war oder sogar teilweise nach unten offen angelegt wurde. Das könnte eine Lösung für die Dränage  sein ...
    18 g/qm wäre mir definitiv viel zu filigran. Ich würde in jedem Fall das 26 g/qm Material vorziehen.
    Ich weiß jetzt nicht, ob ich Dich richtig verstehe, aber gerade oberhalb der Baumlinie würde ich mein Kuppelzelt extrem gut abspannen wollen.
    Wenn man beim Stangendurchmesser und dem Material nahe den Belastungsgrenzen arbeitet, sollte eine direkte Kraftableitung vom Gestänge auf die Sturmabspannungen erfolgen. (Damit meine ich natürlich keine lifter auf der Fläche).
    Die Konstruktion von Innenabspannungen / Versteifungen kann man sich übrigens gut bei "Slingfin" abgucken.
    Hier wird recht gut die Eigenkonstruktion einer DCF Kuppel dokumentiert. Aber wahrscheinlich kennst Du das vid schon.
    VG. -wilbo-
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    SouthWest reagierte auf derray in Eisenhaltige Ernährung   
    Ach ja... @bergfan997 meine Empfehlung: Ernähr dich im Alltag gesund und ausgewogen, mit genug Eisen. Damit sollten deine Eisenspeicher volle genug sein und die üblichen ein- bis zweiwöchigen Touren machen dabei nichts aus. Aber natürlich kannst du auch die Ferritinhaltigen Lebensmittel, die du zu Hause isst, auch einfach mit auf Tour nehmen.
    mfg
    der Ray
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    SouthWest reagierte auf ekorn in Hikers for Future   
    Genau das ist der Punkt ja man kann sehr viel an sich selber optimieren und grade unsere Szene ist ja sehr gut darin sich bzw. seine Ausrüstung auf ein Ziel zu optimieren und ich mache das auch aber tatsächlich mehr damit ich meinen Töchtern noch in die Augen blicken kann. Wenn man bedenkt das der überwiegende Teil der Emissionen von einigen Firmen verantwortet wird (OT: ja so einfach ist natürlich nicht den diese Firmen produzieren Güter die wir wieder konsumieren und ja Quelle ist die parteinahe Stiftung der Grünen also sicher nicht objektiv)  reicht es nicht selber zu ändern.
    Alle die aus welchen Gründen auch immer noch Hoffnung für die Zukunft haben sollten sich jetzt eine der vielen Initiativen anschließen und versuchen sowohl lokal als auch national Veränderung herbei zu führen. Das ist in dieser Zeit besonders wichtig den uns läuft die Zeit davon ein Weiter So ist tödlich zumindest für unsere Kindern und durch die Corona Pandemie ist der Protest auf der Straße (völlig verständlich) quasi zum erliegen gekommen während die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen ohne Unterlass (Ist ja Arbeit keine Freizeit) weitergeht.
    Daher ist es wichtig wenn jetzt schon kein Druck über Demonstrationen und Aktionen erzeugt werden kann dann muss wenigstens so viel Vernetzungsarbeit stattfinden wie möglich. So dass wenn die Lage sich wieder bessert mehr Menschen denn je auf die Straße gehen werden.
    Konkret bedeutet das sie dir an was die Örtliche Gruppen von den Fridays, den Parents, GermanZero, Extinction Rebellion, Ende Gelände,  Naturfreunde, BUND, Nabu, ABL, Transition Town Initiative unsw. machen und ob Du dich da einbringen magst. Es sollte für fast jeden Schwerpunkt etwas dabei sein. 
    Das ist das gute an Klimakrise sie betrifft fast alles Agrawende, Engiewende, Verkehswende, Artensterben  um nur einige Felder zu nennen.
    Ich hab jedenfalls eine Gruppe gefunden und ja es ist manchmal ansengend Erwerbstätigkeit, Kinder und Aktiveismus unter einen Hut zu bekommen, aber auch ich will wenigstens später sagen können ich habe alles versucht.
  24. Gefällt mir!
    SouthWest hat eine Reaktion von Roiber erhalten in Umweltbewusstes Leben   
    OT:
    Nein, es ist nicht egal.
    Kühe futtern Gras. Das Gras speichert Kohlenstoff, der durch Photosynthese aus Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre entnommen wurde. Ein Teil des Kohlenstoffs wird im Kuhmagen in CO2 und Methan (CH4) umgewandelt und ausgerülpst. Das Methan wird im Laufe eines Jahrzehnts durch eine Reihe von photochemischen Reaktionen auch zu CO2 umgewandelt. Dieses CO2 kann dann wieder von Pflanzen aufgenommen werden, und der Zyklus wiederholt sich.
    Wir haben es hier also mit einem Kreislauf zu tun. Wenn der Mensch das Gleichgewicht der Natur nicht stört (zB durch Trockenlegen von Mooren, Abholzen von Wäldern, vermehrter Fleischproduktion durch mehr Kühe und so weiter), dann erhöht sich die Menge an CO2 in der Atmosphäre nicht, selbst wenn die vorhandenen Kühe rülpsen. Das haben sie schliesslich schon immer gemacht.
    Die fossilen Brennstoffe sind entstanden aus Wäldern und Kleinstlebewesen, die in früheren Erdzeitaltern existierten. Sie wurden im Verlauf der Jahrhunderte zu Kohle, Erdgas und Erdöl. Heutzutage verbrennen wir fossile Brennstoffe, um daraus Energie zu gewinnen. Dies setzt den Kohlenstoff frei, den die Pflanzen vor Jahrmillionen aus der Atmosphäre aufgenommen und gespeichert haben. Dabei verbindet er sich mit Sauerstoff und das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) entsteht.
    Aus Pflanzenresten in einem Sumpf wird sum Beispiel erst Torf, dann Braunkohle und schließlich Steinkohle. Das ganze dauert aber aber eine Ewigkeit. Die Kohlevorkommen in Europa sind mehrere Hundert Millionen Jahre alt. Wir verfeuern das ganze Zeug nun in nur ein paar 100 Jahren! Dieses CO2 kommt also zusätzlich in die Atmosphäre.
    OT: Auch wenn keine Kuh das Gras frisst, so stirbt das Gras im Herbst und Winter ab, und setzt dabei dann ebenfalls einen Teil des darin gespeicherten Kohlenstoffs als CO2 frei. Auch Methan kann durch Verrottungsprozesse entstehen. Ein anderer Teil der abgestorbenen Pflanzen wird zu Humus. Humus ist ein sehr guter Speicher von Kohlenstoff. Wenn die Humusschicht dicker wird, dann entnimmt man effektiv CO2 aus der Atmosphäre. Ganz unabhängig davon ob da nun Kühe grasen oder nicht.
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    SouthWest hat eine Reaktion von truxx erhalten in Umweltbewusstes Leben   
    OT:
    Nein, es ist nicht egal.
    Kühe futtern Gras. Das Gras speichert Kohlenstoff, der durch Photosynthese aus Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre entnommen wurde. Ein Teil des Kohlenstoffs wird im Kuhmagen in CO2 und Methan (CH4) umgewandelt und ausgerülpst. Das Methan wird im Laufe eines Jahrzehnts durch eine Reihe von photochemischen Reaktionen auch zu CO2 umgewandelt. Dieses CO2 kann dann wieder von Pflanzen aufgenommen werden, und der Zyklus wiederholt sich.
    Wir haben es hier also mit einem Kreislauf zu tun. Wenn der Mensch das Gleichgewicht der Natur nicht stört (zB durch Trockenlegen von Mooren, Abholzen von Wäldern, vermehrter Fleischproduktion durch mehr Kühe und so weiter), dann erhöht sich die Menge an CO2 in der Atmosphäre nicht, selbst wenn die vorhandenen Kühe rülpsen. Das haben sie schliesslich schon immer gemacht.
    Die fossilen Brennstoffe sind entstanden aus Wäldern und Kleinstlebewesen, die in früheren Erdzeitaltern existierten. Sie wurden im Verlauf der Jahrhunderte zu Kohle, Erdgas und Erdöl. Heutzutage verbrennen wir fossile Brennstoffe, um daraus Energie zu gewinnen. Dies setzt den Kohlenstoff frei, den die Pflanzen vor Jahrmillionen aus der Atmosphäre aufgenommen und gespeichert haben. Dabei verbindet er sich mit Sauerstoff und das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) entsteht.
    Aus Pflanzenresten in einem Sumpf wird sum Beispiel erst Torf, dann Braunkohle und schließlich Steinkohle. Das ganze dauert aber aber eine Ewigkeit. Die Kohlevorkommen in Europa sind mehrere Hundert Millionen Jahre alt. Wir verfeuern das ganze Zeug nun in nur ein paar 100 Jahren! Dieses CO2 kommt also zusätzlich in die Atmosphäre.
    OT: Auch wenn keine Kuh das Gras frisst, so stirbt das Gras im Herbst und Winter ab, und setzt dabei dann ebenfalls einen Teil des darin gespeicherten Kohlenstoffs als CO2 frei. Auch Methan kann durch Verrottungsprozesse entstehen. Ein anderer Teil der abgestorbenen Pflanzen wird zu Humus. Humus ist ein sehr guter Speicher von Kohlenstoff. Wenn die Humusschicht dicker wird, dann entnimmt man effektiv CO2 aus der Atmosphäre. Ganz unabhängig davon ob da nun Kühe grasen oder nicht.
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