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Ultraleicht Trekking

Harakiri

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Über Harakiri

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  1. Beim Wandern dürfte man aber eigentlich nicht in Extremsituationen kommen, beim Bergsteigen vielleicht. Ausnahme wäre, wenn man gezielt schlechtes Wetter sucht. Innerhalb der Saison muss man sich schon dumm anstellen, wenn man durch einen Wetterumschwung stirbt oder ernsthaft Schaden nimmt. Unter Windstärke 12 wird man nicht weggepustet, zur Not liegt man halt auf dem Boden. Worum es mir aber eigentlich ging: Die meisten ordentlichen Zelte dürften ohne Probleme mit Sommerwetter in den Alpen klar kommen. Gewitter sind inbegriffen. Es gibt auch Windsäcke für zwei, die sind dann richtig geschlossen! Bei den klassischen nordischen Firmen wie Helsport, Hilleberg, Norrøna und so weiter wird man bestimmt fündig, falls man das sucht. In den Alpen wäre das aber eher ungewöhnlich. Das ist eigentlich ein klassischer Pack Your Fears-Gegenstand. Über der Baumgrenze würde ich einfach immer einen Notbiwaksack einpacken - also eine Rettungsdecke, in die man wie in einen Schlafsack schlüpfen kann. Das ist wesentlich leichter und hält bei gutem Umgang auch mehrfach. In einem Notbiwaksack habe ich ca. zwei Wochen lang geschlafen, der wurde am Ende etwas mit Tape geflickt. Die Kosten sind dann ein Zwanzigstel eines richtigen Windsacks. Ich persönlich würde mir ein leichtes, vernünftiges Zelt kaufen, bei dem das Gestänge stabil ist und das Außenzelt bis zum Boden reicht. Freistehend ist nett, aber ein Mid ist eigentlich genauso gut und dann gibt es kein Gestänge, das brechen kann. Sollte es wirklich gefährlich werden, kann man auch mit dem Notbiwaksack unter freiem Himmel übernachten. Schlafen wird man so oder so nicht, wenn man richtig schlechtes Wetter nicht über sehr lange Zeiträume gewohnt ist. Ohrstöpsel sind auf jeden Fall ein wichtiger Ausrüstungsgestand, nichts gibt so viel Komfort für so wenig Geld und Gramm! Falls du schon einmal bei Windstärke 9+ im Zelt übernachtet hast, wirst du wissen, dass es dann auch im Zelt nicht mehr gemütlich ist. Unter Umständen ist es im Notbiwaksack dann sogar angenehmer, weil dann das Gehör nicht in ernster Gefahr ist und man auch nicht mit dem Zelt weggepustet werden kann. Das kann nämlich theoretisch zu einer Falle werden, wobei es dann schon absurd stürmisch draußen sein müsste. Von Himalaya-Besteigungen habe ich das mal gehört, aber in den Alpen wäre das nur schwer vorstellbar. In den Alpen müsste man in einem guten Zelt meistens sicher sein. Und auch wenn das Gestänge bricht, ist das eigentlich nicht immer ein Problem, in einigen Fällen stehen die Zelte weiter und man kann das kaputte Segment einfach am nächsten Morgen austauschen. Deutlich über der Baumgrenze - gerade bei schlechtem Wetter - sind Krabbeltiere normalerweise kein Problem. Wenn es gefährlich ist, hat man sowieso größere Sorgen. Vergiss nicht, dass das ganze Geschäftsmodell der Ausrüstungshersteller darauf beruht, Leuten Angst einzureden.
  2. Herzlich Willkommen im Forum! Extremsituationen findet man in den Alpen eigentlich nur selten, ohne das Klima über der Baumgrenze jetzt herunterspielen zu wollen. Guck dich einfach mal um, mit was Leute wie Andrew Skurka zu ihren Touren aufbrechen. Ein Lofoten 2 ULW ist zwar durchaus gut gegen Wind durch die flache Konstruktion gewappnet, aber da gibt es sicherlich weitaus bessere Alternativen. Die Wassersäule ist nur wenig relevant, das ist einfach ein Marketing-Gag. Ich würde mir darüber keine Gedanken machen. Undichte Nähte und Kondenswasserbildung sind eher etwas, worüber ich mir Sorgen machen würde. Generell ist meistens das Gestänge die Schwachstelle. Das Nordisk ist eine Art Mini-Tunnel und hat somit eine Hauptstange, die brechen kann. Bei Zelten, die man mit einem Trekkingstock aufbaut, ist diese Schwachstelle nicht gegeben. Wobei eigentlich ein 9mm DAC Featherlite stabil genug ist, um bei einem ordentlich konstruierten Zelt auch bei Windstärke 10 nicht nachzugeben. Durch die Tunnelkonstruktion muss man darauf achten, dass das Zelt in die richtige Richtung bei Wind gerichtet ist. Das kann schon bei einem nicht-freistehenden Zelt recht schwierig sein, wenn man oberhalb der Baumgrenze ist und nur begrenzt Platz zur Verfügung hat, Geröll herumliegt usw. Wichtig ist auch, dass das Außenzelt bis zum Boden reicht, damit der Wind nicht so leicht greifen kann. Das ist natürlich minimal schwerer und verschlechtert die Belüftung, aber lohnt sich wahrscheinlich schon. Beim Nordisk finde ich den Namen des Alu-Gestänges nicht und das Außengewebe ist gerade einmal 7D-Nylon. Leider kommen konventionelle Hersteller wie Big Agnes oder auch Nordisk nur auf die niedrigen Gewichte, indem sie schwache Materialien verwenden. Vielleicht haben daher ultraleichte Produkte einen schlechten Ruf bei einigen Leuten. Schlagzeilen von zerfetzten DCF-Zelten ließt man eher selten. UL-Cottages haben oft bessere Entwürfe, weil ihre Zelte geräumiger und trotzdem leichter sind - ihr Gesamtkonzept ist gut, anders als das der Platzhirsche, die einfach nur Abstriche machen und an ihrer eigentlich Konstruktion gar nichts ändern. Cuben Fiber (DCF) ist ein ziemlich tolles Material für das Außenzelt, aber kostet auch ordentlich. Das Lofoten 2 ULW hat gerade einmal 70cm Sitzhöhe, was ich absolut mikrig finde. Darin einen längeren Sturm abzuwettern ist bestimmt nicht spaßig. Und gerade darum geht es ja mit so einem Zelt. Da kann man besser einen Notbiwaksack oder Windsack nehmen, ich fände das vielleicht noch schöner. Auch bei Windstärke 12 im Sommer ist man nicht in Gefahr, wenn man in einem Biwaksack liegt. Normalerweise kann man dann sowieso nicht schlafen, weil es unfassbar laut im Zelt ist - also teilweise um die 100 Dezibel! Unwetter in den Bergen dauern ja oft nicht lange. [Ich schätze, dass du bei MLD am ehesten ein passendes Zelt findest, in ausgesetzten Bereichen ist ein Mid top. Das Nordisk wäre wahrscheinlich stabil genug, aber nicht sehr geräumig und für den Preis meiner Ansicht nach insgesamt eher suboptimal. Wenn du dich derartig unsicher mit einem Noname-Zelt fühlst, kauf dir ein Geodät bzw. ein reinrassiges Bergsteigerzelt. Die sind dann freistehend, Abstriche werden halt beim Komfort gemacht und richtig ultraleicht sind sie nicht.]
  3. Natürlich könnte man genauso tolle Landschaften wie in den USA auch in Eurasien für viel weniger Geld finden, aber das wäre dann schon wieder eine Ecke zu extrem und exotisch für die meisten Leute. Wer Landschaften sehen will, die es mit Yosemite und co. aufnehmen können, kann sich ja mal Anschauen, was bspw. die Nationalparks in Russland zu bieten haben. Dort fehlen eben nur die Strukturen, die man als Westmensch so braucht. Wenn man will, findet man dort mit Leichtigkeit schönere Strecke als an der Westküste der USA oder in Skandinavien usw. Nur ist das mit anderen Hürden verbunden und Gefahren, denen sich viele Leute nicht aussetzen wollen. Auf den westlichen Trails bekommt man die Wildnis und das Abenteuer nur vorgespielt bzw. Mundgerecht portioniert, weil echte Gefahr kaum besteht und wenn, dann leicht bewältigt werden kann. Echt fühlt es sich trotzdem an bzw. kommt es so herüber, bei den albernen Geschichten die man da so von Leuten hört, die auf den Trails angeblich fast von Berglöwen zerfleischt wurden oder hochgefährliche Schneefelder von 200m durchqueren mussten - und das ohne Schrotflinte oder Eispickel! Sicherlich sind die großen Trails in den USA ein besserer Trend als Microadventures, Bushcrafting oder andere Erfindungen vom Überfluss gelangweilter Mittelschichtler, ohne Frage. Das Abenteuer ist da schon deutlich echter. Immerhin ist es noch eine sportliche Herausforderung für die meisten Leute und ein echtes Commitment, seinen Job zu kündigen usw.
  4. Harakiri

    3F Lanshan 2

    Es gibt sowohl bei Aliexpress, als auch bei teuren Cottages wie Zpacks faltbare Carbonstöcke, die man dafür prima benutzen kann. Beachte allerdings die Lieferzeiten, falls du dringend etwas brauchst. Das wäre sicherlich die optimale Lösung. Vielleicht findest du auch jemanden, der dir spontan etwas leiht oder gebraucht verkauft. Ansonsten gibt es bestimmt etwas bei Extremtextil. Ich persönlich könnte mir auch gut vorstellen, ein dickes Fliegfix-Gestänge zu benutzen. Das, was ich habe, ist viel steifer als die üblichen DAC-Segmente. Aktuell finde ich leider nichts dazu auf der Website. Wobei ich da schon lieber einen Trekkingstock mitnehmen würde, das ist neben der ersten Variante mit dem Carbon-Zeltstock die beste Möglichkeit.
  5. Es ist hier bestimmt niemand neidzerfressen, weil jemand Moderator in einem kleinen deutschen Forum ist, das eine Nische eines Nischenthemas abdeckt. Erst recht nicht jemand wie Christine, die wahrscheinlich wesentlich mehr in dieser Nische verdient und deutlich größeren Einfluss hat. Das Problem wird wohl eher Langeweile sein, jetzt wo schon längst ein Eingeständnis auf die Kritik seitens der Moderation kam. Eigentlich könnte man das Thema doch schließen. Vielleicht geht es dann wieder in eine produktive Richtung.
  6. Hier vergreift sich zwar niemand wirklich im Ton, aber irgendwie läuft diese Diskussion mal wieder aus dem Ruder. Das liegt wahrscheinlich weniger an Streitlust, als an Langeweile. Es wird wohl kaum jemand vor seinem Bildschirm sitzen und toben, weil jemand ein paar Affiliate Links irgendwo postet. Auch wenn einige Leute (mich eingeschlossen) mit den Links unzufrieden sind, die Motivation dahinter hinterfragen und so weiter, muss man nicht immer für jede Kleinigkeit so ein Fass aufmachen und es vor allem nicht immer ausdiskutieren. Natürlich sollten Missstände angesprochen werden, aber das hier ist keiner. Wie gut die Moderation hier ist, zeigt schon die Tatsache, dass hier ständig solcher Unsinn debattiert wird und nicht echter Machtmissbrauch. Wäre das so, hätte man längst alle Nörgler verwarnt und die Themen gelöscht. Diese ellenlange Debatte steht in keinem Verhältnis zur Realität und wenn ein paar Affiliate Links von skullmonkey das größte Problem des Forums darstellen, sollte man eigentlich auf den Zustand hier anstoßen.
  7. Wie das im Süden Norwegens aussieht, weiß ich nicht. In einigen Teilen in Nordnorwegen ist momentan per Anhalter fahren lokal verboten! Ich habe zwei Tage lang auf Autos gewartet und ca. 2 Stunden Fahrtstrecke oder so geschafft. Im Sommer wird es aber wahrscheinlich wieder möglich sein. Verhaftet wird wohl niemand deshalb, nur ist es im aktuellen Kontext echt nicht gerne gesehen. Notfalls kommt man definitiv weg. In Südnorwegen ist aber sowieso die Bahn mit Abstand die beste An- und Abreisemöglichkeit. Zur Hardangervidda kann man direkt mit dem Zug fahren, die Anreise ist total unkompliziert. Zur Lampe: Falls die Tour nach Mitte August beginnt, würde ich eventuell schon eine Kopflampe einpacken, es geht hier ja um Strecken von über 35km. Man hat schon gut Licht bis in die Nacht hinein, aber ganz sicher keine Mitternachtssonne! In weißen Nächten braucht man im Fjell definitiv eine Lampe, wenn man noch spät nachts raus will. Nur auf sehr einfachem Untergrund geht das dann ohne Licht. Ich laufe bei Mitternachtssonne oft nachts, weil das Licht schöner ist. In den Breiten der Vidda geht das nicht einmal Ende Juni, weil selbst der nördlichste Teil weit mehr als 500km südlich des nördlichen Polarkreises liegt.
  8. Tolle Liste, da ist echt viel Komfort für das Gewicht bei! Ein paar Punkte hätte ich vielleicht: - deine Handschuhe finde ich nicht optimal. Ein paar dicke Windstopper mit Neophren reichen komplett aus, eventuell noch wasserdichte Overmitts drüber - ist aber Ansichtssache. Die Glacier Gloves Ascension Bay würde ich rausschmeißen und falls du echt noch mehr Handschuhe willst, sind die ganz billigen Fleecehandschuhe von Decathlon leichter und wärmer - Moskitonetze am Kopf sind finde ich lästig und sinnlos, aber wenn es dir gefällt, okay. Ich würde dir eher raten, für das Fjell Pechöl als Mückenspray einzupacken und es eventuell mit einem synthetischen Mittel ergänzen. Das deutsche Zeug ist Schrott, unbedingt in Norwegen oder Schweden kaufen. Pechöl ist für die Haut verträglich und schützt vor Stechmücken, während die klassische Chemiekeule auch noch vor anderen Viechern schützt. Ist aber ungesund für dich - pack unbedingt eine richtige Regenhose oder ein Regenrock ein! - Daunenjacken sind suboptimal für Norwegen im Sommer, ich würde Synthetik wählen - Trowel benutzt niemand in Norwegen (zurecht) - eine Wasserflasche ist in jedem Teil Norwegens vollkommen ausreichend, es reichen sogar 500ml - Aquamira, Filter oä braucht man in Skandinavien nördlich von Oslo nicht - eventuell einfach 10 Reinungstabletten einpacken, wenn du dir unsicher bist - den OPSack brauchst du nicht - eventuell Streichhölzer einpacken und eine Reibefläche abschneiden, wiegt 1g - 15g für Zahnstocher ist wahrscheinlich überschätzt - das mit dem Bidet würde ich mir zweimal überlegen, wenn ich in Norwegen bin, weil dich in der Tundra jeder sieht - ich stelle mir die Reaktionen dann doppelt merkwürdig vor. Ich würde bei der Routenwahl JanF beipflichten. Pass unbedingt auf, wenn du durch die Vidda gehst. Wann geht es denn los? Wenn du zu früh bist, kann dort noch eine Menge Schnee liegen. Das gilt mehr oder weniger für die ganzen Skanden, aber besonders für die Hardangervidda. Du könntest vielleicht südlich der Vidda starten, also bspw. Haukeliseter und von dort aus nach Norden Richtung Jotunheimen gehen. Da ist dann Dovrefjell und Rondane nicht mehr weit entfernt, wenn du es noch schaffst. Mit der Kamera hättest du deinen Spaß dort. Guck dir mal die Videos von Morten Hilmer zu den Moschussochsen an, dann weißt du wieso!
  9. Probier doch einfach mal die Altras aus und schick sie nicht direkt zurück. Natürlich ist Zero Drop nicht für jeden etwas. Bis du den passenden Schuh für dich gefunden hast, dauert es vielleicht etwas. Bis jetzt klingt es so, als wäre der Schuh passend für dich. Mit den Schuhen ist das immer so eine Sache. Man kann sich je nach Trail die Dinger zusenden lassen oder einfach neue Schuhe im Laden nachkaufen. Entweder fährt man dazu per Anhalter kurz vom Trail weg oder findet direkt an der Strecke einen passenden Shop. Wenn man eher Trekking als Wandern betreibt und unabhängig bleiben will, muss man manchmal aber auch Kompromisse eingehen und die Schuhe entweder gnadenlos kaputt laufen oder sich mit einem weniger optimalen Modell zufrieden stellen, das man direkt an der Strecke kaufen kann. Altras sind wohl eher kurzlebig und konventionelle Wanderschuhe schaffen ein paar Kilometer mehr, aber um welchen Preis? Auch die schwersten Stiefel werden nach einem amerikanischen Trail nicht mehr brauchbar sein. Die Ansicht davon, wann ein Schuh aufgebraucht ist, geht sowieso sehr weit auseinander. Früher oder später ist sowieso jede Sohle abgelaufen. Spätestens dann muss er weg, wenn man ihn nicht reparieren will. Bei Trailrunnern wäre das in der Regel blanker Unsinn. Ich wandere erst meinen Schuhen nur, bis sie ein paar kleine Löcher haben und mustere sie dann für's Joggen aus. Dort laufe ich sie komplett kaputt. Bevor ich einen Schuh irgendwo ernsthaft benutze, trage ich ihn im Alltag ein paar Tage. Bei einigen Schuhen braucht das Einlaufen zwei Tage, bei anderen über eine Woche. Dann merkt man auch, ob der Schuh grundsätzlich für eine Langstreckenwanderung etwas taugt oder ein Fehlkauf ist. Einige erfahrene Wanderer kaufen sich ihren Schuh vielfach, wenn er ihnen passt und im Angebot ist, weil man das Modell sonst später kaum noch kriegt, wenn man Pech hat. Meinen Lieblingsschuh gibt es zum Beispiel nicht mehr, den kannte ich schon vorher vom Laufen. Ich würde das an deiner Stelle unbedingt vermeiden und immer andere Modelle bestellen, bis du hundertprozentig zufrieden bist! Du wirst eine andere Fußform haben, wenn du abnimmst und es ist gut möglich, dass du noch bessere Schuhe als die Altras findest, nachdem du sie durchgelaufen hast.
  10. Harakiri

    Gröna Bandet

    Auch wenn es ein bisschen offtopic ist, schreibe ich noch ein bisschen mehr zum Norden, weil es meine Lieblingsgegend ist: Mit den offiziellen Wanderwegen kenne ich mich nur rudimentär aus. Ich habe mir gerade den Verlauf des E1 angesehen. Auf dem Wegstück, das ich für kritisch gehalten habe (nördlich von Kautokeino), gibt es mindestens eine bewirtschaftete Hütte mit Laden. Andere Leute werden dazu mehr wissen. Wie lange die Saison dort geht, weiß ich nicht, das dürfte aber leicht zu recherchieren sein. Mir haben Locals gesagt, dass es in Masi keinen ordentlichen Laden gibt, aber eine kleine Einkaufsmöglichkeit und die wird dann definitiv ganzjährig offen sein. Ich wusste während meiner Wanderung nichts davon und habe nur ein Foto mit dem Ortsschild von Masi gemacht. Hinter Kautokeino sieht es echt verdammt mau aus, was Essen angeht, aber es scheinen ja schon mindestens zwei Orte für Resupplys zu sein. Die Strecke ist enorm riskant und ich würde sie auf keinen Fall außerhalb der Saison gehen, weil sie direkt durch die Vidda führt. Allerdings sind die alternativen Routen auch nicht so viel besser, weil die E45 leider nicht so toll zum Nebenherlaufen ist (Alta Canyon = unüberwindbar, die Straße bietet teilweise also nur Scheinsicherheit!). Ein Wanderweg von Kautokeino direkt nach Alta wäre definitiv meine erste Wahl. Ob es einen gibt, weiß ich aber nicht. Die Gegend um Kautokeino und Karasjok ist der kälteste Teil Norwegens, sogar in den äußerst geschützt liegenden Orten gibt es soweit ich weiß jeden Juli Minustemperaturen. Alta ist eine extreme "Oase", aber die Gegend wenig südlich davon ist Teil der Vidda und hat im Jahresmittel eine Temperatur von etwa -3°C in den niedrigsten Lagen. Wegen der kontinentalen Lage ist die Gegend trotzdem stark bewaldet, da es im Sommer auch recht warm werden kann. Dennoch ist es dort während der Saison wesentlich kälter als bspw. in Fairbanks, Alaska (!!!) und das Wetter ist deutlich instabiler. Wenn ein Polartief über die Finnmark zieht, gibt es dort keine schützende Bergkette wie die Skanden in Nordschweden oder im Falle von Fairbanks sogar eine Gebirge im Norden (Brooks Range). Man sollte die Finnmark auf keinen Fall mit bspw. Norrbotten gleichsetzen, nur weil die Lage ähnlich ist und die Durchschnittstemperaturen fast gleich sind. In deinem Fall wäre es wahrscheinlich nicht gerade klug, dort durch zu gehen, wenn du noch das leichte Gepäck aus den Skanden dabei hast, da es wohl spät in der Saison ist. Du könntest aber auch Post nach Kilpisjärvi oder Abisko schicken lassen und mit einem 20l größeren Rucksack das Stück wagen. Mit Grödeln, winterfestem Zelt, absolut wasserdichten Packsäcken, einem kompletten Set Ersatzkleidung (mit Jacke!) und einem Winterquilt kann man das sicherlich auch noch relativ sicher kurz nach der Saison laufen, solange man an Essen kommt. Dann sollte man aber echt darauf hoffen, dass man nicht tagelang abwettern muss oä. Das ist in der Vidda immer möglich. Der nächste Absatz ist nicht nur für deine Wanderung interessant, sondern teilweise auch für Radreisende, die hier mitlesen: Beim Weg zum Nordkapp muss man mindestens durch den Nordkapptunnel (7km lang) durch, auf Mageroya gibt es dann noch direkt dahinter den Honningsvagtunnel, der auch sehr lang ist (ca. 5km, kaum sichtbar und OHNE irgendwelche Haltemöglichkeiten davor). Den Nordkapptunnel kann man gut per Anhalter durchqueren, davor ist eine riesige Parkbucht (80m lang schätze ich) und der Tunnel ist von weiter Ferne sichtbar. Wenn du zum Nordkapp mit dem E1 willst, lass dich am besten per Anhalter direkt nach Honningsvag fahren - es sind nur sehr sehr wenige Kilometer zwischen den beiden großen Tunneln. Man kann auch theoretisch über den Tunnel laufen, aber das ist umständlich wegen der Felsformationen und bedeutet einige unnötige Kilometer wegen der Bucht dazwischen, dahinter muss man sowieso an die Straße. Man darf den Nordkapptunnel soweit ich weiß sowohl zu Fuß, als auch mit dem Rad durchqueren. Er ist bekannt für Unfälle. Man sollte sich unbedingt eine Warnweste aus dem Kasten im Eingangsbereich nehmen, wenn man unbedingt ohne Unterstützung durch will. Gerade für Radfahrer ist das wichtig. Du wirst unausweichlich viel Kontakt zur Zivilisation haben, wenn du dort oben unterwegs bist, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht erwartet. Vom Hauptplateau auf Mageroya sieht man praktisch fast überall die Straße mit ihren Wohnmobilkolonnen, wenn man auch nur auf einen 25m-Hügel steigt. Vor Vardö gibt es auch einen Unterseetunnel (3km lang), der gut erkennbar ist. Er führt direkt in den Ort und stört daher nur wenig, weil man nicht wirklich Laufstrecke verpasst. Ein großer Parkplatz fehlt, allerdings gibt es ca. 150m davor eine Straße (führt zum Flughafen). Alle anderen Ziele sind soweit ich weiß problemlos ohne Tunneldurchquerungen erreichbar. Den Weg über die paar Hügelkilometer dazwischen ist total bescheuert. Ich wurde ca. einen Kilometer hinter dem Nordkapptunnel abgesetzt und habe wegen der Nähe zu Honningsvag gar nicht erst versucht, hoch zu klettern und bin nach langer Warterei einfach auch durch den nächsten Tunnel getrampt. Nördlich von Honningsvag würde ich ausschließlich querfeldein laufen und mich an keine Wege mehr halten, da es sowieso nur noch zwei Tagesetappen bis zum Nordkapp sind. Die Landschaft ist praktisch baumfrei und je nach Saison mittelmäßig bis nahezu gar nicht sumpfig. Es ist aber auch eine Überlegung wert, sich bis zu dem nächsten Örtchen nahe der Küstenstraße zu halten und eine kleine Kurve zu laufen, weil es ca. 4km hinter Honningsvag einen tollen Sandstrand gibt. Direkt dahinter kann man dann auch prima ins Landesinnere einsteigen, es geht meine ich ein Weg dort hoch. Was bei den Flughäfen zu bedenken ist: Sie sind in völlig unterschiedlichen Preisklassen: Tromsö ist extrem billig, Alta sehr günstig, Kiruna und Kirkenes gut bezahlbar. Die kleineren Flughäfen sind schon wesentlich teurer, wobei da die Unterschiede am größten sind. Gällivare ist auch nicht billig, obwohl der Ort recht groß ist. Honningsvag ist glaube ich der teuerste Flughafen, während man nach Varanger noch gut kommt. Hammerfest wäre für die meisten Leute der attraktivere Flughafen, wenn man ihn mit Honningsvag vergleicht. Ich würde Wanderern jedenfalls immer dazu raten, vom Nordkapp entweder bis Hammerfest oder noch besser Alta zurück zu fahren. Das geht entweder per Anhalter oder Snelandia-Fernbus innerhalb von wenigen Stunden. (Es kann durchaus sein, dass sich die Flugpläne wegen Corona geändert haben und die kleinen Maschinen, die zwischen Alta und Kirkenes herumfliegen, deutlich seltener Fliegen. Generell dürften die Flüge teurer sein.) Ohne Flug kommt man von dort oben nur schwer weg, da die Distanzen enorm sind und erst ab Narvik eine Gleisanbindung besteht. Ich würde niemandem dazu raten, nach Ostnorwegen zu reisen, ohne dort einen Flug gebucht zu haben oder sich ein Auto zu mieten. Per Bus dauert alleine der Weg bis zum nächsten Bahnhof von einigen Orten aus zwei volle Tage, wenn man Glück hat und sich gegen 4 Uhr morgens in den Bus setzt. Vom Nordkapp kann man leicht per Anhalter nach Hammerfest oder Alta fahren. Beide Orte sind richtige Städte. Im Osten sieht das anders aus, weil die Örtchen wesentlich kleiner sind und die Touristenströme sich meistens Richtung Nordkapp bewegen. Man dürfte aber auch ohne Busfahrt zurückkommen, nur könnte das richtig abenteuerlich werden. Oder anders gesagt: Die Rückreise vom Nordkapp ist um ein Vielfaches einfacher, wenn man nicht fliegen will - zumindest im Vergleich zu den Orten im Osten. Falls man jedoch kein Problem damit hat, zu fliegen, kommt man von absolut jedem Ort der Finnmark leichter und günstiger weg.
  11. Harakiri

    Gröna Bandet

    Bis Kautokeino ist die Strecke offensichtlich, wenn du weiter nach oben willst. Du kannst dich aber auch gut westlich halten, nachdem du aus Schweden raus bist. Dort kenne ich persönlich die Streckenführung nicht so gut, aber da wird sicherlich einiges sein. Finnland hingegen ist schwierig, weil das südliche Enontekiö landschaftlich der Supergau ist, wenn man keinen guten Wanderweg findet. Im schlimmsten Fall schafft man in 14 Stunden Laufzeit 15km oder sogar noch weniger. Die Landschaft ist äußerst sumpfig, mückenreich, voller dicht bewaldeter Hügel mit Felsvorsprüngen und die Abstände zwischen Versorgungspunkten ist enorm. Ich würde behaupten, dass es ernsthaft gefährlich ist, dort abseits der hochfrequentierten Wege ohne Notfallsender unterwegs zu sein. Man braucht definitiv eine große Menge Nahrung dort oben, für 10 Tage mindestens. Aber das scheint sowieso keine Option zu sein, weil die wahrscheinlich keine Ausländer im Land haben wollen. Sobald du auf dem Hochplateau der Finnmarksvidda angekommen bist, kannst du dir eine relativ freie Strecke auswählen, wenn du schnell wanderst und dir die langen Transporte zutraust. Es gibt zwischen Kautokeino und Alta keinen richtigen Laden. In der östlichen Vidda ist man noch viel isolierter. Das ist richtige Wildnis. Zwar gibt es Wege, aber sich eine eigene Strecke zu suchen macht mehr Spaß. Minustemperaturen im Juli sind normal und man ist viel weiter von der Zivilisation als an jedem Punkt des Sarek entfernt. Man kann in der Vidda gut Strecke machen, aber die Landschaft ist auch echt gefährlich. Du kannst dir ja mal die Videos vom Wanderburschen angucken und dir kein Beispiel daran nehmen. Er hatte mit seinen Kollegen echt Glück mit dem Wetter. Ich mag sein Zeug total, aber was er gemacht hat, ist verdammt fahrlässig gewesen und hätte durchaus tödlich enden können: Sogar im Juli schneit es in der Vidda öfters. Im September sind zweistellige Minustemperaturen realistisch und Stürme stehen an der Tagesordnung. Dichter Nebel ist häufig, wenn es nicht windig ist. Sollte euer Shelter zusammenklappen oder ihr in einem Fluss stürzen, wird niemand schnell zur Rettung eilen können. Bis jemand bei euch wäre, wärt ihr längst erfroren. Dazu reicht es im Worst Case schon, wenn eure Sachen richtig nass werden und ihr keinen Ersatz dabei habt. Ihr braucht für eine Durchquerung dort andere Ausrüstung als für die Skanden und müsst früh starten, wenn ihr das wirklich in Angriff nehmen wollt. Wenn ihr früh genug in Kautokeino ankommt, wäre die Vidda das Highlight der Tour! Packt dafür aber unbedingt mehr Ausrüstung ein, wenn ihr dort durch wollt, auch auf Wanderwegen macht das Sinn. Fehler die die Skanden verzeihen, werden in der Finnmark bestraft. Ihr könnt auch eine sichere Route durch die westliche Vidda nehmen, Alta anpeilen und entweder von dort günstig die Heimreise antreten, oder den wunderschönen Stabbursdalen Nationalpark zwischen Alta und Lakselv erkunden und entlang der Fv98 laufen. Wenn ihr euch südlich der Straße haltet, werdet ihr nichts von dem wenigen Verkehr sehen und habt trotzdem relative Sicherheit. Spätestens in Kunes muss man Verpflegung kaufen, wenn man normal fit ist. Die Gegend zwischen Lakselv und Tana Bru ist äußerst dünn besiedelt und bringt einige Gefahren mit, ist dafür aber unvergleichbar schön. Das, was ich aus dem Bus gesehen habe, ist unvergleichlich! Man hat dort wirklich alles dabei. Zwischen Ifjord und Torhop sind die westlichsten richtigen arktischen Bereiche Norwegens. Offiziell arktisch wird es erst auf der Varangerhalbinsel. Im Sommer ist es aber gerade deshalb ziemlich schwierig, dort durch zu kommen. Ich habe in einem Bericht gelesen, dass einige wichtige Brücken fehlen sollen, die offiziell auf Karten eingezeichnet sind. Auch kann das Gelände äußerst tückisch sein, weil es auf der Karte flach aussieht, aber von schwierigen Felsformationen, Geröllfeldern und kleinen Canyons durchsetzt ist. Die Tundra auf Magerøya kommt dem eigentlich ziemlich nahe, wobei die kleine Insel nicht annähernd so abwechslungsreich ist. Dort kann man soweit ich weiß jeden Fluss locker furten. Varanger wird ziemlich ungünstig von großen Flüssen geteilt, die man unmöglich durchlaufen kann. In der Vidda kann man fast alles überqueren, genau wie bei den nördlicheren Halbinseln wie bei Sværholt usw. Darüber weiß ich übrigens nicht viel, aber wie Topografie sieht interessant aus. Wahrscheinlich ist die Halbinsel dort sogar noch schöner als das flache Varanger. Man kommt nur schlecht von dort weg, genau wie von der Nordkinn-Halbinsel, Varanger hat hingegen vier Flughäfen. Vom Nordkapp kann man bequem per Anhalter zurück fahren. Obwohl es vier Stunden Autofahrt von dort aus bis nach Alta sind, kann man die Strecke an einem Tag per Anhalter schaffen. Das Nordkapp ist definitiv das mit Abstand einfachste Ziel und bringt viel weniger Gefahren als die anderen Destinationen im hohen Norden mit. Sehenswert ist es definitiv, wobei ich es schon verdammt frustrierend fand, dort anzukommen und erst einmal 30 Minuten auf einen Platz am Globus zu warten. Ich wäre die Strecke dorthin definitiv nicht wieder gegangen, und das obwohl gerade die Insel Magerøya wahnsinnig toll ist. Nirgendwo auf der Welt wird man so sicher arktische Tundra erleben können wie dort. Überleg dir also mal gut, ob du vielleicht Lakselv, Berlevåg, Vardø oder das Kinnarodden im Nordosten anstelle des Nordkapps anläufst. Meiner Ansicht nach ist das Nordkapp jedenfalls das schlechteste Ziel in der Finnmark, nur Kirkenes steht dazu in Konkurrenz. Da ist nämlich einfach nur Wald und Wohnwagentrasse. Vielleicht ist es am besten, wenn du mehrere Routen planst und dich dann spontan entscheidest. Zum Nordkapp kannst du dich sogar noch im Oktober durchschlagen, wenn du an der Straße bleibst und ggf. an dem ein- oder anderen Tag einen Roadwalk machst. Ich würde nach der ersten Septemberwoche nicht mehr in die östliche Vidda starten, nicht einmal nahe der Straße (außer auf Varanger vielleicht). Danke übrigens für dieses Thema! Das Weiße Band klingt total aufregend und ich werde versuchen, es im nächsten Winter zu laufen. Von alleine hätte ich mir nie darüber Gedanken gemacht, obwohl ich mit einer Wanderin bei Singi darüber gesprochen habe. Sie hatte die Strecke bereits mehrfach im Sommer, aber auch im Winter durchquert. Sie hat es irgendwie durch ihre Kontakte geschafft, für die Strecke trotz der Corona-Beschränkungen kurz in Finnland einreisen zu dürfen. Und das war während der Hochphase der Krise. Vielleicht meldest du dich mal bei Mette Fosvald, wenn du unbedingt die normale Strecke laufen willst. Ob sie dir helfen wird, weiß ich aber nicht. Ich habe nur kurz mit ihr gesprochen und weiß nicht, ob ihre Angaben der Wahrheit entsprechen.
  12. Ich denke, dass du das Problem vieler Leute nicht so richtig verstanden hast. Das hier wäre meine Perspektive dazu, ich kann natürlich nur für mich sprechen: Ich finde es total gut, wenn Leute im Outdoor-Bereich ihre Brötchen verdienen wollen, anstatt im Büro oder sonst wo zu schuften. Das beineide ich ein bisschen und wenn es für mich nichts extra kostet, unterstütze ich es gerne. Ich fände das sogar gut, wenn die Links zu ZPacks, Gossamer Gear, Gramxpert usw. führen würden! Natürlich haben die in der Regel keine Programme dafür... Wären es wirklich leichte Produkte von den großen Playern, hätte ich persönlich auch kein Problem mit den Links. Allerdings sind es meistens weder richtig dicke Schnäppchen, noch UL-Gegenstände. Es wirkt alles sehr willkürlich. Wenn jemand ein von dir empfohlenes Produkt kaufen will, soll er das doch ruhig mit dem Link machen. Glaubst du echt, dass jetzt Leute die Produkte bestellen, aber dir das Geld nicht gönnen?
  13. Harakiri

    Schnäppchen 2.0

    Es steht nirgendwo geschrieben, dass ein Unternehmen an jedem Produkt verdienen muss. Der Sonnenhut ist praktisch dauerhaft zu dem Preis erhältlich. Ich denke, dass Decathlon gute Gründe dafür hat, ihn zu dem Preis anzubieten. Wahrscheinlich um Leute überhaupt zum Kauf zu animieren, die sonst nichts bestellt hätten. Der Warenkorb wird dann schnell mit allerlei Dingen gefüllt, die Decathlon Geld einbringen, weil durch den Sonnenhut eine wichtige Hürde überwunden wurde. An Ende glaubt der Kunde dann noch, ein Schnäppchen gemacht zu haben und schlägt immer wieder zu. Niemand bestellt nur einen Sonnenhut für 1,99€ und zahlt dann bereitwillig die doppelt so hohen Versandkosten obendrauf. Es werden dann brav die 20/50/was auch immer-€ voll gemacht und die Bestellung abgesetzt. Der Kunde hat dann sogar noch die 3,99€ Versand gespart, was ein Fuchs er doch ist! (Resultat: Decathlon einige Menge Geld eingenommen und der Kunde kann eine Woche später den sinnlosen Sonnenhut in den Müll schmeißen. Also direkt zu den Plastikresten seiner Hightech-Trekkingnahrung, den zerrissenen Frogg Toggs-Klamotten, Rucksack-Liner und dem Polycryo-Groundsheet. )
  14. Herzlich Willkommen hier! Hier wurde ja schon einiges besprochen. Interessant wäre es, mehr über dich zu wissen und für was du so einen Rucksack brauchst. Vor allem das Volumen ist ziemlich wichtig. Generell halte ich es für unnötig, sich bei einem kleinen Rucksack Gedanken über ein Gestell zu machen. Auch bei Leuten mit eher schwerem Gepäck macht es bei 22l Volumen nur wenig Sinn, bei Wanderrucksäcken so viel Gewicht dafür zu vergeuden. Einige Marken bieten natürlich Modelle mit einem aufspannbaren Netzrücken an, aber diese sind dann recht hochpreisig, sehr schwer bis erträglich leicht und haben trotzdem kaum einen Vorteil anderen Rucksäcken gegenüber bzw. bringen deutliche Nachteile mit sich. Folgende Dinge, die ich aus den vorherigen Seiten zusammengetragen habe, sprechen gegen einen Netzrücken: - die Rucksäcke sind meistens ausgesprochen schwer und trotzdem anfällig für Beschädigungen - der Rucksack ist im alpinen Bereich, aber auch beim Trailrunning weniger kontrollierbar - ein Netzrücken verspricht etwas, was er nur bedingt halten kann: Eine tolle Belüftung bzw. nicht zu schwitzen Oder um es mal etwas radikaler mit einem Zitat von der ersten Seite auszudrücken: Das hier hat der Fragesteller nach der Diskussion geschrieben, ist der Beitrag über deinem: Wenn du dir wirklich sicher bist, dass du einen Rucksack mit Netzrücken brauchst, können dir hier einige Experten bestimmt ein passendes Modell nennen. Dafür brauchen sie aber genaue Daten über dich, deine Aktivitäten und Anforderungen. Es macht schon einen Unterschied, ob du damit drei Monate am Stück durch das Hochgebirge marschieren willst, oder ob du gemütliche Tagestouren planst. Auch wäre es interessant zu wissen, wie schwer deine Ausrüstung ohne Brennstoff und andere Verbrauchsgüter wie Nahrung ist. Wenn sie dann noch wissen würden, wie lang dein Rücken ist, könnte sie schon einmal ein paar für dich passende Modelle in den Raum werfen.
  15. Harakiri

    Isomatte

    Die beste Lösung wäre eine zugeschnittene Sarek Gear Thinlight Foam Pad 5mm RV1.0 unter eine Therm-A-Rest Uberlite Small zu legen und die Füße auf den Rucksack oä zu packen. Das wäre wirklich verdammt leicht, aber auch sicherer und wärmer als eine normale Uberlite Regular. Die Version in Small bekommt man oft sehr günstig, anders als in den normalen Größen. Wenn man Zeit und Geduld mitbringt, ist sie nicht so teuer. Du kannst auch die 5mm-Matte von Sarek Gear in der 1m breiten Version bestellen und dazu die billige 280g-Luftmatte von Aliexpress nehmen. Du halbierst dann die 1m breite Schaummatte und legst sie auf und unter durchsichtige Matte aus China. So ist das fragile Stück geschützt und du hast eine bezahlbare, bequeme Schlafmöglichkeit. Leicht ist das allerdings nur bedingt. Wie viel Packmaß das frisst, will ich gar nicht wissen. Umständlich ist es auch. Mit der Luftmatratze wurden auch schon viele negative Erfahrungen gesammelt, daher wäre ich da sehr skeptisch. Man muss der Matte aber zugute halten, dass sie sehr groß ist. Vermutlich ist es vom Preis-Leistungs-Verhältnis am besten, einfach eine Therm-A-Rest Z Lite SOL zu nehmen. Das Ding hält ewig, wiegt 400g und hat einen R-Wert von 2. Es ist also warm genug für bis zu 0°C. Allerdings ist es sehr sperrig und für viele Leute nicht so bequem wie eine Luftmatratze.
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