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Ultraleicht Trekking

Harakiri

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  1. Wird hier im Forum nicht generell empfohlen, dass man zuerst den Rest der Ausrüstung zusammenstellt und dann einen passenden Rucksack wählt? Hier sieht das durch die Umstände besonders wichtig aus. Ich persönlich finde 60l Volumen ohnehin recht viel für eine Tour in Norwegen. Bei einem so langen Trail wäre es vielleicht sinnvoll, erst einmal herauszufinden, was man auf welchem Abschnitt braucht und was im Sommer definitiv unnötig ist. Je nachdem, wann die Tour geplant ist, wird der Unterschied riesengroß sein. Ende September auf der Finnmarksvidda braucht man sicherlich ein anderes Zelt, einen anderen Schlafsack, eine Isolationsjacke, eine andere Matte usw. als im Hochsommer in Mittelnorwegen. Auch im Süden kann es bei einem frühen Start noch ungemütlich werden. Wenn man die ganze Zeit die gleiche Ausrüstung mitschleppt, ist das eine Menge Ballast. Wäre es da nicht sinnvoller, erst einmal ohne den Rucksack weiterzuplanen? Bestimmt genügt es auch, einen Großteil der Tour mit einem 40l-Rucksack zu gehen. Wenn es nötig ist, kann man dann außerhalb der Hauptsaison die zusätzliche/andere Ausrüstung in einem größeren Rucksack verstauen. Der muss auch nicht High End sein, Hauptsache er passt.
  2. Argumentiert man beispielsweise mit ethischen Argumenten für eine vegane Lebensweise, hinkt der Vergleich mit dem Fliegen. Sich in ein Flugzeug zu setzen zerstört nämlich nicht zwangsläufig fühlende Wesen. Der Flug ist erst als ein Bestandteil einer gewaltigen Verkettung von zahllosen umweltschädlichen Mechanismen wirklich schädlich, anders als das Verzehren eines einzigen Tieres, was unmittelbar Schaden auslöst. Eine gesunde Erde ohne unnötiges Leid ist mit einer regulierten Zahl an Flügen denkbar. Wenn man beides jeweils isoliert betrachtet, ist Fliegen nicht ökozidal, industrielle Tierhaltung allerdings schon, da Tierhaltung globale Gemeingüter zerstört und Flugverkehr dazu alleine nicht in der Lage ist. Die individuelle Entscheidung, keine tierischen Produkte zu verzehren, führt je nach Definition des Zieles direkt zu diesem. Formuliert man dieses Ziel in einer moderaten, realistischen Form, bei der man seine eigenen Limitierungen berücksichtigt, erreicht man so eine sehr direkte Leidminimierung. Anders ist es offensichtlich bei der individuellen Entscheidung, nicht zu fliegen. Durch das individuelle Verzichten auf Flugreisen erreicht man keine direkte Leidreduzierung. Es gibt außerdem noch einen weitaus wichtigeren, klaren Unterschied: Veganismus wird in absehbarer Zeit nur auf individueller Ebene Erfolg haben und ist kollektiv in einer Demokratie in den nächsten Jahrzehnten nicht durchsetzbar, wenn überhaupt extrem kleinschrittig. Anders sieht es mit gravierenden Änderungen in der Landwirtschaft generell, aber auch der Energiewirtschaft, Baugewerbe, Verkehr und Industrie allgemein aus. Hier kann man mit weitaus geringerem Aufwand, ohne große Teile der Bevölkerung stark zu verprellen, riesige Schritte auf der kollektiven Ebene machen, während individuelles Verhalten kaum relevant ist. Unter anderem den Flugverkehr stark zu regulieren wäre eine kollektive Maßnahme von ganz vielen nötigen Änderungen, um tatsächlich etwas zu verbessern. Natürlich ist es nicht schlecht für den Planeten, auf viele Dinge zu verzichten, aber diese Handlungsweisen sind vor allem gut für das eigene Gewissen, da sie doch sehr ineffizient sind. Am effektivsten würde man die Klimakatastrophe ausbremsen, indem man sich individuell für eine systemische Lösung stark macht. Individuelles Engagement in Organisationen und bei Protesten sind essentiell, am besten noch mit großen Geldspenden. Wenn man mal überlegt, wie viele Stunden eine Zugreise von Deutschland bis zum äußersten Osten Asiens dauert, und sich ausrechnet wie viele Stunden man in dieser Zeit arbeiten könnte, um das Geld dann zu spenden und dann am Ende noch nach Japan zu fliegen, dürfte sofort auffallen: Eine vierstellige Spende an eine Umweltschutzorganisation bewirkt viel mehr positive Dinge als der Verzicht auf eine Flugreise. Wenn wir mal sehr konservativ annehmen, dass eine Fahrt bis Japan drei Wochen dauert und man in diesen drei Wochen jeweils von Montag bis Freitag 8 Stunden arbeiten würde, wären das 120 Stunden Arbeit. Das wäre eine ganze Menge Geld, egal ob man für Mindestlohn an der Kasse arbeitet oder in der Chefetage sitzt. Das Geld zu spenden könnte extrem viel bewirken. Es ist beeindruckend, wie viele Flyer oder Plakate man von dem Geld drucken könnte. Ich kann an jeden Nutzer hier nur appellieren, mal zu googlen, wie viele Flugblätter man für 2000€ bestellen kann. Dann dürfte auch dem Letzten klar sein, wie viel man als Individuum erreichen kann. Zahlen nenne ich hier bewusst nicht, weil es mir sowieso fast niemand glauben würde.
  3. OT: Weil ich diese Herangehensweise äußerst ineffektiv finde: Wenn es dir dabei darum geht, etwas Gutes für unseren Planeten zu tun, investiere die Wochen, die du für diese Zugfahrt bräuchtest, besser in politisches Engagement. Damit hast du einen viel größeren Hebel. Ich sage damit nicht, dass du zehnmal um die Welt fliegen sollst, aber wir werden die Klimakrise garantiert nicht über die individualistische, kapitalistische Schiene lösen. Großkonzerne wie bp haben Konzepte wie den Ökologischen Fußabdruck vermarktet, weil es vom Kernproblem ablenkt. Der individuelle Bürger hat so gut wie keinen Einfluss auf den Klimawandel. Weit über die Hälfte des in Deutschland ausgestoßenen CO2s stammt aus Energiewirtschaft und Industrie (besonders Bauindustrie), was wir praktisch nicht beeinflussen können. Privatpersonen haben auch nur einen geringen Einfluss auf Landwirtschaft (welche ohnehin weniger als 10% des deutschen CO2-Ausstoßes ausmacht) und in einem ebenso geringen Maß auf den Verkehr (wir brauchen eine Verkehrswende mit autofreien Innenstädten, Tempolimits, Ausbau von weniger umweltschädlichen Personenbeförderungssystemen und eine komplette Abkehr von der autogerechten Stadt und so weiter, individuelle Entscheidungen sind hier auch nur ein kleiner Bruchteil des Problems). Kapitalisten schieben den Bürgern die Schuld für ihr eigenes Versagen zu, um ungehindert weiter unseren Planeten auszubeuten. Man sollte das ganz klar so benennen, weil es sonst keine Lösung geben wird. Die "Lösung", den Bürger die Arbeit machen zu lassen, ist das komplette Gegenteil von der systemischen Lösung, die wir unbedingt brauchen. Der Aufwand für deine Lösung ist gewaltig und der Nutzen äußerst gering, auch wenn es natürlich nett gedacht ist.
  4. Du wirst in den meisten Nächten wesentlich kältere Temperaturen im Algonquin Provincial Park haben. Das ist fast die durchschnittliche Temperatur der Tage. Für -25°C zu packen wäre für mich das Minimum. In vielen Jahren fallen die Temperaturen dort sogar unter -40°C (am Parkeingang und nicht an einer besonders kritischen Stelle). Das muss man nicht unbedingt einkalkulieren, weil sich das frühzeitig ankündigen wird, aber -15°C ist definitiv zu wenig. Sind Ski keine Möglichkeit? Da man Zelte im kanadischen Winter sowieso immer abspannen sollte und in den Gegenden reichlich Platz vorhanden sein dürfte, spricht doch eigentlich nichts für ein freistehendes Zelt. Wenn du dich mit dem Stratospire sicher fühlst und die Außenseiten gut mit Schnee abdichtest, könntest du es bestimmt nutzen, solange du nicht zu exponiert zeltest. Das ist finde ich stark unterdimensioniert. Wenn du eine 19mm EVA-Matte nimmst und mit der STS kombinierst, kriegst du nachts auch ein Auge zu. Wie gesagt, schau dich besser nach wärmeren Modellen um. Außer du möchtest die Schlafsäcke mit dem Yeti Gecco kombinieren, dann dürfte das gehen. Das ist fummelig, aber funktioniert bestimmt. Mit einem gebrauchten Daunenschlafsack fährst du wahrscheinlich aber sowieso besser, wenn für dich Geld ein Thema ist. So oder so solltest du bei so tiefen Temperaturen bei längeren Abschnitten, bei denen du deinen Schlafsack nicht in einer Hütte trocknen kannst, einen VBL mitnehmen. Sonst sinkt die Wärmeleistung deines Schlafsacks Nacht für Nacht, spätestens nach der vierten Nacht merkst du es stark. Die Idee, den Gecco als einzigen Schlafsack zu nutzen und mit einer Jacke und weiterem Gedöns zu ergänzen, endet wenn du mit dem Wetter verdammt viel Glück hast, mit zwei oder drei schlaflosen Nächten und einer abgebrochenen Tour. Guck dir besser noch einmal die Klimadaten der Regionen an. Bei einer kurzen Googlesuche bin ich auf ein paar nette Fotos von Schlittenhunden und Leuten mit Pulkas gestoßen. Dieser Bericht dürfte dir vielleicht einen interessanten Eindruck geben.
  5. Mit -2°C Komforttemperatur könnte es durchaus mal unbequem werden, aber mit Klamotten wird das bestimmt gehen. Zur Not schläft mal tagsüber und wandert nachts, das ist sowieso meistens schöner (wenn man kein Boot nehmen muss). Ich hatte nachts im Juli schon Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt in Nordschweden im Flachland. In den Bergen wird es manchma noch frischer. Auf Wetterberichte würde ich mich da auch nur begrenzt verlassen. Mit einem Apex-Quilt mit -6°C Komforttemperatur war ich bisher recht zufrieden und hatte nie Stress.
  6. Wie hast du die Sealskinz denn benutzt? Hier im Forum wird öfters darauf hingewiesen, dass die Socken nicht so richtig wasserdicht sind. Kann es sein, dass du damit direkt durch Bäche oder Sümpfe gelaufen bist? Ich persönlich ziehe sie nämlich genau in diesen Situationen aus. Das klingt erst einmal paradox, aber ist es nicht. Nachdem ich das sumpfige Stück oder den Wasserlauf komplett ohne Socken direkt durchquert habe, trockne ich mir die Füße ab, wringe die Einlagen aus und ziehe dann die Sealskinz an, um die Schuhe trocken zu laufen. So werden die Füße nur kurz nass. Das hat außerdem den Vorteil, dass man sicherer Gebirgsflüsse furten kann (kein Hüpfen über Steine und sehr guter Grip der Trailrunner unter Wasser).
  7. Man kann zu der Zeit schon noch ins Kahlfjäll gehen, solange man für einen eventuellen Wintereinbruch vorbereitet ist. Das Rogen-Gebiet wäre bestimmt ein tolles Mittelding, weil man sich dort vor allem unterhalb der Baumgrenze aufhält und sich gelegentlich der Aufstieg über die Baumgrenze anbietet. Zum Packrafting ist das eine unglaublich gute Region, auch auf ODS wird das immer wieder dafür vorgeschlagen. Wenn in den höheren Lagen (zu viel) Schnee liegen sollte, geht fast immer auch der Weg über's Wasser. Die einzige Schwierigkeit, die ich mir dort vorstellen könnte, wäre es, zu der Zeit dort reichlich frisches fließendes Wasser zu finden, schon Mitte Juli fand ich es außerhalb der Sümpfe recht trocken. Aber Süßwasser gibt es trotzdem massig. Und der Untergrund ist teilweise schwierig (blockartig, siehe Rogen-Moräne). Grövelsjön ist zudem gut erreichbar und in der Gegend gibt es zahlreiche Wege. Spektakulär ist die Landschaft dort nur bedingt, aber im Rogen Naturreservat wird es unglaublich wild und die Atmosphäre dort ist unbeschreiblich.
  8. Schaut euch einfach mal Spannungs-Dehnungs-Diagramme zu den Werkstoffen an. Oder vergleicht die Bruchdehnung, das ist noch eindeutiger. Meines Wissens nach liegt sie bei Carbon im niedrigen einstelligen Prozentbereich, während Alu teilweise deutlich über 50% liegt. Carbon ist brüchig (spröde bei Biegung) und Aluminium duktil (wird durch Biegung verformt). Alu kündigt ein Versagen also sichtbar an, während Carbon selbst direkt vor dem Versagen kaum verformt ist.
  9. Grundsätzlich finde ich die Liste sehr gut und man kann sich davon einiges abschauen. Trotzdem würde ich persönlich ein paar Dinge anders machen, fast alles davon ist Präferenz oder tourabhängig: • schwere Hose nur für schwere Touren. Wer keine Touren wie Jever macht (also 99% der Leser hier) kann sich mit einer <300g-Hose zufrieden geben, das gilt auch für die Schuhe. Wenn man sich auch nur irgendwie unsicher ist, bleibt man besser auf der sicheren Seite • Softshelljacken braucht man finde ich nicht, aber Jever hat schon öfters was dazu geschrieben - ich persönlich würde eine robuste Hardshell nehmen • je nach Temperaturempfinden braucht man nicht unbedingt eine Isolationsjacke, aber Menschen sind unterschiedlich. Ich persönlich würde 200g mehr Daune beim Schlafsack bevorzugen, weil ich in Isolationsjacken bei Bewegung förmlich verbrenne, wenn es nicht mindestens -10°C tagsüber mit Sturmböen sind. Andere Nutzer hier im Forum brauchen eine für Sommerabende. Da hilft es nur, wenn man eigene Erfahrungen mit dem Thema sammelt und unbedingt auf der sicheren Seite bleibt, wenn man sich irgendwie unsicher ist - vielen Usern hier dürfte die genannte Jacke nicht ausreichen • ich persönlich würde lieber eine wärmere Mütze einpacken, die dafür nicht winddicht ist, weil das auf's Gleiche hinausläuft und man mit fluffigen Mützen ein besseres Klima am Kopf hat, außerdem finde ich sie beim Schlafen angenehmer • beim Schlaf- und Kochsetup kann man nach eigenen Präferenzen eine Menge Gewicht sparen, ich würde den Schlafsack wärmer wählen, ein kleines DCF-Tarp einpacken und das Kochzeug daheim lassen. Das Tarp ersetzt im Notfall eine Rettungsdecke • Kartenmaterial und ein Kompass können nicht schaden und wenn man mit einem Kompass nicht navigieren kann, ist eine Karte trotzdem nützlich • für viele Touren ist das Erste Hilfe Set überdimensioniert, wenn wirklich etwas passiert hilft ein Garmin Inreach Mini mehr • ich persönlich nutze keine Packsäcke und dafür stattdessen auch bei einem wasserdichten Rucksack einen Nylofume-Liner, das ist leichter (aber mit einem Kocher vielleicht nicht die ideale Lösung) • Geldbeutel braucht man nicht, kleine Plastiktüten in Kartengröße sind leichter und halten lange, außerdem sind sie transparent • Zahnbürste und Zahnpasta könnte man noch optimieren, bspw. mit einer kleinen Bambusbürste und Dent Tabs (ist aber nicht so angenehm) • Leukotape, Blasenpflaster, Desinfektionsmittel, Elektrolyte, Wasserfilter/Micropur-Tabletten usw. sind nie schlecht • der Rucksack ist äußerst schwer, es gibt auch richtig robuste Dinger, die viel leichter sind (und die allermeisten Leute, die in den Alpen unterwegs sind, brauchen keinen Hochtourenrucksack) Mir fehlen gerade meine eigenen Listen für Feinheiten, aber grundsätzlich ist das eine echt gute Aufstellung und könnte einigen als Inspiration dienen, wenn es darum geht, mal etwas mehr (richtige Dinge) einzupacken.
  10. Ich habe die Matte länger benutzt und fand sie recht dünn. Brauchbar ist sie aber definitiv. Erneut kaufen würde ich sie nicht, die Matte von Decathlon ist finde ich angenehmer.
  11. Abend! OT: Wieso fahrt ihr nicht einfach abends mit dem 9€-Ticket zurück? Das ist recht unkompliziert und irgendwie kommt man immer an. Da ich sowohl mehrfach von Norden aus nach Köln, als auch über den Rheinradweg nach Koblenz gefahren bin, schreibe ich mal kurz etwas dazu. Ein Experte über die Gegend speziell um Köln herum bin ich aber nicht. Je nachdem, wie ihr das planen wollt, dürfte es sehr schwierig werden, gute Zeltplätze zwischen Köln und Duisburg zu finden, wenn ihr auf den Hauptrouten bleibt. Vielleicht ist für euch das Dreiländereck in Aachen eine Alternative zum Deutschen Eck. Ich bin mal von Aachen nach Bonn gefahren und das ist finde ich eine durchschnittliche bis nette Strecke und damit wesentlich angenehmer als Richtung Duisburg. Die Eifel am Ende ist schön und es gibt ein paar Höhenmeter, aber deutlich weniger als östlich vom Rhein. Eine Tour Richtung Osten oder Nordosten wäre hügeliger und ruhiger, aber die kulturellen Highlights würden dort wohl fehlen. Man könnte Wuppertal oder Dortmund anpeilen, aber auch Brilon, Marburg, Siegen, Winterberg, Iserlohn, Bochum... Guckt doch mal, was es für RTFs dort in der Gegend gibt, ich bin mal eine von Essen Kettwig aus gefahren und die war absolut traumhaft. Witten - Dortmund Syburg - Dechenhöhle - Altena - Plettenberg usw. dürfte sehr schön sein und probiere ich bald aus, vielleicht noch in der nächsten Woche, die Strecke orientiert sich an der Lenne. Sollte ich das tatsächlich fahren, schreibe ich hier nochmal rein. Das dürfte aber auch ein paar Höhenmeter haben. Was die Topografie angeht, ist der Rheinradweg natürlich ganz anders. Im Grunde genommen könnt ihr alle Ziele östlich von Köln vergessen, wenn euch das zu viel auf und ab ist, flacher als am Rhein wird es kaum. Der Charakter der Gegend am Rhein ist südlich von Köln ist komplett anders als nördlich davon, daher finde ich die Strecke nach Duisburg aber auch nicht unbedingt passender.
  12. Weil es dort zu früh zum Wandern ist, war ich vor ein paar Tagen auf meiner ersten Bikepacking-Tour in Norwegen mit dem Rennrad. Eigentlich sollte die Tour deutlich länger werden, aber leider kamen dann einige Termine dazwischen und auf die Tunnel zwischen Haukeliseter und Odda hatte ich nur wenig Lust, sie zu umfahren war mir aber auch zu heikel. So waren es fünf Tage für die Strecke Kristiansand - Haukeliseter (Hardangervidda), wovon drei Tage komplett genutzt wurden. Es ging vor allem entlang der E9 und später auf der E134 weiter. Nimmt man einen Platten nach gerade einmal 50km aus, war ich mit dem Rennrad als Fortbewegungsmittel äußerst zufrieden. Ein Gravelbike wäre vielleicht noch besser gewesen, aber grundsätzlich kommt man in Norwegen auch mit dünneren Reifen zurecht, ohne große Kompromisse bei der Routenplanung eingehen zu müssen. Den ersten Schnee sah man nach rund 100km. Nördlich von Hovden nähert man sich der Baumgrenze an, die man dann ziemlich genau an der Grenze von Agder überschreitet. Danach gibt es allerdings eine scheußliche Abfahrt inklusive Baustelle, die Alpencharakter mit einigen Spitzkehren hat. Generell war die Steigung immens, bei meiner Radtour 2020 in die Alpen durch den Schwarzwald habe ich im Schnitt wesentlich weniger Höhenmeter gemacht. Im Schwarzwald war keine einzige Steigung annähernd mit den letzten 100km in der Hardangervidda vergleichbar und die Strecke bin ich mit dem Mountainbike gefahren. Westlich des Ortes Haukeli geht es stramm bergauf und man fährt aus einem tiefen Tal bis zur Hardangervidda hinauf. Wie man sieht ist es viel zu früh zum Wandern. Das hier ist sogar noch recht niedrig für die Hardangervidda. Große Teile der Hochebene dürften auch jetzt noch komplett mit Schnee bedeckt sein. Auf der Rückfahrt hatte ich eine Menge Zeit in Kristiansand an der Südküste Norwegens. Der Ort ist wirklich schön. Vor allem die dutzenden Schwäne an der Küste sind toll. Besonders für Kinder und Leute mit einer Kamera und Langeweile. Für Radreisen in Norwegen ist der Juni absolut perfekt, zumal es außer Kriebelmücken in großen Mengen kaum andere Insekten gab. Stechmücken habe ich insgesamt glaube ich drei Stück gesehen. Allerdings kann es wirklich noch empfindlich kalt werden und vor allem sehr regnerisch. Ich hatte jeden Tag Regen und oft Gegenwind. Der Quilt hat daher eine ganze Tasche ausgefüllt. Ich kann die Tour trotzdem nur wärmstens empfehlen, wenn man mal ein paar Tage Zeit hat!
  13. Moin zusammen! Ich hoffe, dass das nicht zu OT für das Forum ist, aber ich frage trotzdem mal nach. Ist hier zufällig jemand mit dem Rad von Bergen Richtung Trondheim durchs norwegische Landesinnere gefahren und könnte mir ein bisschen etwas über die Radumleitungen an den Tunneln entlang der E16 erzählen? Ich bin mir unschlüssig, ob es so clever ist, das mit dem Rennrad zu probieren und ob ein MTB nicht angemessener wäre. Besonders der Bereich direkt östlich von Bergen würde mich interessieren. Danke im Voraus!
  14. Das Stativ ist schon recht leicht. Ich bezweifele eher, dass damit ohne weiteres scharfe Bilder auf professionellem Niveau bei Nacht möglich sind. Wobei es mit der Kamera und dem 50mm vielleicht noch klappen könnte. Das 50mm würde ich persönlich definitiv daheim lassen, man braucht keine 1.8er Blende für Nachtbilder. Es könnte vielleicht auch blöd werden, damit den Fokus auf Unendlich zu stellen. Bei Minusgraden draußen ist das ziemlich ungünstig, wenn man nicht viel Erfahrung oder wenigstens gute Markierungen und Settings hat. Ich habe diesen Winter mit dem 50mm daheim ganz gut nachts fotografieren können, aber auf Tour bei tiefen Minusgraden vor fünf Wochen lief das nicht mehr so toll. Mit einem Ultraweitwinkel ging es aber super. Wenn du das 50mm nur für Nachtaufnahmen dabei hast, würde ich es entweder daheim lassen oder zB. gegen ein Samyang-Objektiv oder das 16mm 1.8 austauschen. Polarlichter kann man wesentlich leichter mit einem 14mm knipsen, zumal sich die Landschaft ja auch für so etwas anbietet. Die Wahrscheinlichkeit, dass du Polarlichter genau über deinem vorher ausgesuchten Motiv hast, ist bei einem 50mm viel kleiner als bei einem 14mm. Da ich noch nicht so lange auf Tour fotografiere, daher verzeiht es mir, wenn ich mit dem Beitrag stellenweise irre.
  15. Abend! Ich gebe mal kurz meine Meinung dazu ab. Die meisten der Punkte sind nur Denkanstöße, weil die Packliste schon ziemlich gut aussieht. Wenn mir etwas einfallen sollte, werde ich es noch editieren, das sind jetzt nur spontane Einfälle. - die Kombi aus Schlafsack und Quilt reicht wahrscheinlich aus. - nur eine Xlite als Unterlage könnte schon mal frischer werden. Wenn dir guter Schlaf wichtig ist, solltest du hier aufstocken. - bist du dir sicher, dass du mit dem 50mm Sterne fotografieren willst? Wobei es natürlich nur wenig wiegt. - hast du Erfahrung mit Astrofotografie mit dem leichten Stativ? Eventuell könnte das zu wackelig mit der Kamera sein. Ich hatte mit meiner Mark III immer wieder Probleme mit der Stabilität meines Reisestativs und das wiegt noch etwas mehr, wobei die Kamera natürlich auch ein Klopper ist. Auf richtigen Wandertouren ist für mich da die beste Lösung, den Kram daheim zu lassen. - ich würde die DJI-Kamera weglassen. - die Kopflampe ist recht schwer. - hat dir der Charger genug Anschlüsse? - das InReach Mini brauchst du auf der Strecke wahrscheinlich nicht. - nimm besser eine weitere Wasserflasche mit, weil es sonst nachts zu wenig Wasser gibt, nachdem du kochst. - du könntest das T-Shirt gegen eins mit langen Ärmeln ersetzen, weil man so ein besseres Gewicht-Wärme-Verhältnis hat. Warm wird es sowieso nicht werden. - vergiss das mit dem Schirm, das funktioniert (genau wie Regenröcke) kaum bis gar nicht dort oben. Die Kamera wird denke ich auch keine Probleme mit etwas Regen haben. - du könntest das Handtuch daheim lassen und dich vor der Rückfahrt mit einem Oberteil abtrocknen. Auf der Strecke interessiert es niemanden, wie du riechst. - versuch vielleicht, die Schlüssel irgendwo zu deponieren, zB. bei Verwandten. Auf Tour nerven die sehr. - ein paar Ersatzmasken schaden nie. - wo packst du Elektronik und anderen Kleinkram rein? - wasserdichte Handschuhe oder welche mit Neopren sind während der Jahreszeit sehr sinnvoll. - ein paar Socken mehr könnte den Komfort im Lager deutlich erhöhen. Bei dem ganzen Kleinkram ist es natürlich schwer zu sagen, wie gut das passt. Das Gewicht ist schon jetzt ziemlich ordentlich für die Bedingungen. Ich persönlich würde eher Sachen dazu packen, als daheim zu lassen. Viel Glück bei deiner Tour!
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