Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Harakiri

Members
  • Gesamte Inhalte

    163
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    4

Harakiri hat zuletzt am 24. Juli gewonnen

Harakiri hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Über Harakiri

  • Geburtstag 08.07.1998

Profile Information

  • Geschlecht
    Male
  • Wohnort
    NRW

Letzte Besucher des Profils

Der "Letzte Profil-Besucher"-Block ist deaktiviert und wird anderen Benutzern nicht angezeit.

  1. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Wenn du mit einer Pulka unterwegs bist, nimmst du beides mit! Die Schneeschuhe brauchen aber unbedingt aggressive Zacken und im Idealfall Steighilfen. Primär wärst du dann auf Ski unterwegs, würdest aber beim Fotografieren, an schwierigen Steigungen, Stellen mit schlechten Schneeverhältnissen und im Lager auf die Schneeschuhe wechseln. Es ist schon verdammt nervig, wenn man im Tiefschnee mit einem Stativ hantieren will, und dabei ständig mit Backcountry-Ski an die Füße davon stößt. Wenn man sich länger in einem Bereich von wenigen Metern bewegt, sind Schneeschuhe verdammt gut. Außerdem helfen sie sehr bei harten Anstiegen mit einer schweren Pulka. Und da es dir ja nicht ums Strecke machen geht, spricht absolut nichts dagegen, mehr Zeug als unbedingt nötig mitzubringen. Immer, wenn du etwas Distanz zurücklegen willst, wechselst du einfach auf die Ski und hast eine sehr viel bessere Zeit. Das lohnt sich schon bei 500m. Sollte das Gewicht sehr wichtig sein, weil du bspw. alles in einem riesigen Rucksack hast, ist die Antwort auch einfach: Backcountry Ski mit warmen, hohen Stiefeln. Dazu dann noch Kurzfelle, wenn du nicht gut wachsen kannst. Insgesamt haben Ski deutlich mehr Vorteile als Schneeschuhe in den Skanden. Vielleicht sind ja diese Videos ganz interessant, die sind genau aus der Region:
  2. Harakiri

    R-Wert

    Hat das Modell nicht einen niedrigeren R-Wert (2,6)? Das wäre für die Situation etwas wenig gewesen. Aber generell: Wenn man mit diesen Dingern hantiert, kann schnell Frust aufkommen. Mit einer Schaummatte wirst du dich weniger ärgern und auch weniger frieren. Mit einer dünnen EVA und einer Faltmatte wärst du deutlich sicherer unterwegs und würdest Gewicht sparen. Zwar sind Luftmatratzen ziemlich bequem, wenn man sich im Laden auf sie drauf legt, aber wenn man in der Realität nach 30km endlich einen Platz findet, der nur minimal abschüssig ist, geht der Spaß los. Oder wehe, es ist fünf Grad zu kühl. Mal ganz davon abgesehen, dass die Gefahr einen Totalausfalls schon Grund genug ist, Luftmatratzen nicht zu nehmen, wenn es wirklich kalt ist. Oder würdest du mit einem Schlafsack im Herbst unterwegs sein wollen, der in einem von hundert Fällen seine gesamten Daunen verliert und dann sitzt du da? Mit einer Luftmatratze muss man hoffen, dass nicht dieser Fall eintritt. Schließlich können die Dinger schon während der ersten Nacht delaminieren, Löcher kriegen, ein kaputtes Ventil haben, von Gebrauchserscheinungen nach längerer Zeit mal ganz abgesehen...
  3. Genau die Fäustlinge nehme ich auch in Skandinavien und bisher wurde ich davon nicht enttäuscht. Kombiniert mit einem Paar Fleecehandschuhen ist man damit leicht und flexibel, aber auch warm unterwegs. Handschuhe, die nicht nur aus einer wasserdichten Hülle bestehen, haben das Problem, dass sie nutzlos sind, sobald das Wasser durchsuppt. Aber Modelle mit Neophren sind sicherlich auch eine Möglichkeit.
  4. OT: Das hier sind Auszüge aus älteren Privatnachrichten, aber wir wollten sie trotzdem veröffentlichen, weil andere Leute bestimmt davon profitieren könnten. Wundert euch also nicht, falls das nicht zum Lesefluss des Themas passt. Ich denke gar nicht, dass man deine Stiefel anrühren sollte. Trailrunner wären bei 40kg auf dem Rücken ein Desaster, zumal du aufgrund deiner Größe ja sowieso schon einiges wiegst. Du kannst darauf Gift nehmen, dass Trailrunner aber sowieso nach spätestens 45 Tagen hinüber sind, bei deinen Einsätzen und das willst du sicherlich nicht riskieren, selbst wenn du ein zweites Paar dabei hast. Wobei es durchaus mal eine Überlegung wert wäre, wenn du bei wirklich extremen Touren ein paar leichte Trailrunner als Backup einpacken würdest, also Richtung Barfußschuhe mit weniger als 500g Gewicht.Aber kommen wir mal zur eigentlichen Packliste. Ich schreibe mal in Stichpunkten, damit es übersichtlich und "knapp" bleibt und sortiere es nach Kategorien:Rucksack- ich persönlich würde bei dem Modell bleiben, was du aktuell benutzt. Auch wenn ich glaube, dass der von HMG vorgeschlagene Rucksack absolut spitze ist, würde ich an deiner Stelle hier keine Experimente wagen - falls du wirklich zufrieden mit dem Modell bist, was du hast! Mit einem Rucksack schaffst du das auf jeden Fall.- wenn du die Regenhüllen durch vier oder sechs Nylofume Bags austauschst, sparst du damit rund 200g und hast deine Ausrüstung viel besser geschützt. Im Gegensatz zu Regenhüllen werden so deine Sachen wirklich wasserdicht eingepackt, da die wasserdichte Schicht durch große Beutel im Rucksack gebildet wird und nicht durch eine Außenhülle, die den Rückenteil gar nicht schützt. Im Ultraleichtbereich haben sich diese sogenannten "Rucksackliner" sehr bewährt, weil man ca. 50l Ausrüstung in einen 25g-Beutel packen kann. So könntest du deine Ausrüstung sogar noch trennen und hättest ein System, das mit normalen Drybags aus bspw. DCF auch bestimmt ein paar Minuten im Wasser übersteht. Sicherheitsplus und -1500gKüche- indem du auf einen einzigen Topf wechselst, könntest du einiges an Gewicht sparen. Dein großer Topf hat ein unglaublich gutes Gewicht für das Volumen und scheint wie es wirkt wichtiger als der kleine Topf zu sein, daher würde ich nur den großen Topf nehmen.- eine Tasse ist unnötig.- ich weiß nicht, was der Löffel wiegt, aber ich würde dir zu einem Titanlöffel raten und als Backup einen Plastiklöffel einpacken, die wiegen teilweise nur 3g.- 150g für Streichhölzer und Feuerzeuge ist viel zu viel. Vier Bic-Feuerzeuge und zwei Schachteln Streichhölzer wiegen höchstens 50g und reichen total, wenn du sie überall in deiner Ausrüstung verstaust. Hast du schon einmal geguckt, ob sich vielleicht ein Feuerstahl für deine Zwecke anbietet? Im UL-Bereich ist das eigentlich tabu, aber du bist ja sehr lange unterwegs und vielleicht lohnt es sich dann. -500gZelt und Schlafen- dein Zelt ist nicht super schwer, aber es geht wesentlich leichter und sicherer. Es gibt diverse Hersteller auf dem Markt, die stabile und sehr leichte Pyramidenzelte produzieren, die man mit einem Trekkingstock aufstellen kann. Bei einigen Tarptents, bei denen man Innen- und Außenzelt separat kaufen kann, gibt es Außenzelte mit annähernd 3m Liegelänge. Du kannst auch ohne Bedenken ein 2-Personen-Zelt nehmen, weil die Dinger meistens kaum schwerer sind. Entgegen geläufiger Meinungen sind viele Ultraleichtzelte (damit meine ich fast ausschließlich Mids) locker so stabil wie Red Label Zelte von Hilleberg, vorausgesetzt sie schließen bündig mit dem Boden ab. - du kannst die Tyvek-Unterlage gegen ein Groundsheet aus Polycro ersetzen, das ist in etwa robuste Malerfolie und reicht total aus.- bist du dir bei dem Gewicht deiner Heringe sicher? Meine Heringe sind schwerer.- eine aufblasbare Isomatte ist ein großes Risiko. Such einfach mal nach dem Stichwort "Delaminierung" und du wirst hoffentlich nie wieder mit einer Luftmatratze in entlegene Regionen aufbrechen. Du riskierst damit dein Leben und es hilft dir auch herzlich wenig, dass Therm-A-Rest einen tollen Kundenservice hat. Mit einer Faltmatte und einer 9mm-EVA bist du bei einem ähnlichen Gewicht und bist deutlich sicherer unterwegs, wärmer ist es wahrscheinlich auch. Da du ja kein richtiger Weitwanderer bist, hast du ja sowieso genug Zeit, um tolle Zeltplätze zu finden und sie ggf. noch zu polstern.- der Schlafsack ist sehr schwer. Nur mal als Vergleich: Google mal, was ein Western Mountaineering Bison wiegt, der dicke für -40°C reicht und Standard auf Antarktisexpeditionen ist. Ich kenne mich mit Übergrößen nicht aus, aber es gibt viele kleine Manufrakturen, die dir Daunen- oder Kunstfaserquilts nach Maß für recht wenig Geld anfertigen. Wenn du mal die Leute im Forum explizit danach fragst, wirst du bestimmt auch eine kleine Schmiede finden, bei der du einen passenden Schlafsack angefertigt bekommst. Wobei Western Mountaineering sowieso riesige Schlafsäcke produziert, von denen die besonders großen und weiten Varianten locker für 2m Größe ausreichen dürften. Aber damit kenne ich mich nicht besonders gut aus. Großer Sicherheitsgewinn und -2kgVerschiedenes- die Trekkingstöcke sind recht schwer. Wäre es nicht besser, eventuell ein etwas leichteres Modell zu kaufen und dazu noch einen oder mehrere Ersatzstöcke einzupacken?- ich kenne mich mit dem Outdoorkochen nicht aus, aber wäre es nicht besser, zwei leichte Filetiermesser mit Plastikgriff einzupacken? Die sehen ja sehr bedrohlich aus.- 30m Paracord sind eine Menge, guck mal dass du das reduzierst und eine leichtere Schnur wählst - selbst wenn du damit dein Boot ziehen willst, finde ich das zu schwer.- verbrauchst du wirklich 200ml Mückenspray in zwei Monaten?- streich die Signalpfeife, wenn du alleine unterwegs bist.- das Gewicht, was du für Karten usw. angibst, ist sehr schwer. Ich weiß jetzt nicht genau, was du dabei hast, aber man kann zum Beispiel eine Menge Gewicht sparen, indem man seine Dokumente in diese kleinen Drogendealer-Ziplock-Beutel packt oder von Karten die Ränder abschneidet. Sicherheitsgewinn und +150gKleidung- mir erschließt sich das mit den Stiefeln nicht, da absolut jede Person, die ich kenne, für alpine Regionen die schwereren Stiefel dabei hat. Ist es wirklich nötig, dass du zwei paar schwere Stiefel dabei hast? Reicht es nicht einfach, ein paar Kategorie C-Stiefel einzupacken und mit zwei Paaren wasserdichten Socken zu ergänzen, beispielsweise dicke Sealskinz? (Du solltest die Sealskinz erst anziehen, nachdem du aus den Sümpfen raus bist oder die Furt hinter dir hast und die Stiefel etwas getrocknet hast und nicht etwa an den Füßen haben, wenn es durchs Wasser geht!)- 60g für eine Mütze ist viel, das geht auch für ein Drittel davon oder du nimmst einen großen Hut für das gleiche Gewicht. Streich den großen Hut. Falls du eine Kappe willst, gibt es welche für weniger als 20g.- die Regenhose ist jetzt nicht so wirklich schwer. Du könntest mal darüber nachdenken, einen Regenrock ein dazu zu packen. Das wären nur 50-70g mehr und du hättest ein Backup, falls die Hose doch mal schlapp machen sollte. Ich nehme zukünftig immer beides mit.- die Fleecejacke ist sehr schwer. Nimm eine leichtere Variante oder stattdessen eine Kunstfaserjacke, das ist leichter und wärmer.- du hast zu viele Oberteile dabei. Drei Teile sind komplett ausreichend: Dünnes, langes Synthetik- oder Merinoshirt zum Schlafen oder bei großer Kälte. Warmes Fleeceshirt mit Gridfleece oä. Und ein stichfestes, übergroßes Hemd, das man über beide anderen Schichten anziehen kann. Jedes andere Oberteil würde ich streichen, da sowieso schnell alles stinkt und man auch keine Sicherheit durch mehr Kleidung gewinnt, im Gegenteil.- vielleicht wäre es eine Idee, eine der beiden G1000-Hosen durch ein leichteres Modell auszutauschen.- pack besser mehr Socken ein und nimm dafür leichtere Strümpfe. Darn Toughs haben bspw. eine lebenslange Garantie und sind deutlich leichter. Und probier ruhig mal die wasserdichten Socken, auch wenn sie echt teuer sind. Becks hat dazu mal viel auf ODS geschrieben, hier im Forum gibt es aber auch viele positive Berichte und ich bin damit auch super zufrieden im sumpfigen Fjell.- Unterhosen gehen auch für das halbe Gewicht, zwei reichen aus.- pack besser wasserdichte Handschuhe in Form von Fäustlingen ein. Bei Decathlon gibt es auch noch Fleecehandschuhe mit 23g, die nur 3€ kosten und recht warm sind.- für die Brille würde ich kein Tuch mitnehmen, reinigen kann man sie auch anders. - deponiere die Reisekleidung nach deiner Anreise irgendwo und du sparst dir das Gewicht auf dem Rücken.Großer Komfort- und Sicherheitsgewinn, -2000gRafting- die Drybags sind extrem schwer, hier lässt sich eine Menge Gewicht sparen.- einen Helm gibt es auch in viel leichter - leichte Kletterhelme tun es auch, wenn du "nur" in einem Packraft unterwegs bist.- sind Neoprenhandschuhe nicht leichter und wärmen besser? Aber mit dem Thema kenne ich mich nicht aus.- eventuell könntest du die Neoprensocken gegen Sealskinz austauschen oder mit ihnen ergänzen. -1500gElektronik- die Kopflampe ist äußerst schwer, für das Gewicht kannst du vier oder fünf leichte Lampen einpacken. Nimm doch einfach zwei von Petzl oder Nitecore und spar dir ca. 100g.- beim Panel kannst du bestimmt noch 100-200g sparen. - das Ladegerät ist sehr schwer, das geht viel leichter.- reicht dein Smartphone nicht als Backup für die Kamera? -350gDas waren jetzt nur die Sachen, die mir auf die Schnelle eingefallen sind. Sicherlich lässt sich noch ganz viel daran optimieren und sehr viel Gewicht einsparen. Die Ersparnisse sind nur konservativ geschätzt und zu den 8,5kg, die ich so einsparen würde, können sich locker noch einige Kilos mehr gesellen. Wenn du dir generell bei vielen Dingen mal überlegst, wie es leichter geht, lassen sich auch ohne fremde Hilfe Kilos sparen.
  5. Bei der Tour, die ich im Februar bis April 2020 auf Varangerhalvoya und in den nördlichen Skanden gemacht habe, lag mein Basisgewicht bei rund 12-13kg. Das hat für mehrere Wochen Wintertour auf Ski in arktischem Klima abseits der Wege locker gereicht, ohne teures High End Equipment. Für ähnliche Touren werden zukünftig auch 10kg für mich genügen. Da diese Bedingungen um ein Vielfaches schwieriger als im Sommer sind, denke ich mal, dass man ohne weiteres eine extrem robuste Ausrüstung zusammenstellen kann, die noch wesentlich leichter ist. Vor ein paar Tagen habe ich ja schon eine Liste erstellt, die doppelt und dreifach abgesichert ist - für Skandinavien im Sommer sicherlich unnötig. Konservative Wanderer, die behaupten, man könne mit einem niedrigen Basisgewicht nicht sicher unterwegs sein, irren sich. Ich würde behaupten, dass man eher sicher unterwegs ist, wenn man seine Ausrüstung auf das absolute Minimum reduziert und den Fokus voll und ganz auf die essentiellen Ausrüstungsgegenstände legt, um viel Raum für überlebenswichtige Dinge zu schaffen. Lieber zwei robuste Hosen einpacken und dafür ein kleineres Handtuch und weniger Oberteile, eine leichtere Jacke, ein Mid als Zelt usw. mitnehmen. Dann kann man, wenn man sich zum Beispiel den Knöchel anknackst und gerade keinen Empfang hat, ja noch immer irgendwo ausharren und hat das Zweifache an Nahrung dabei. Die Nahrung im Rücksack, die man für 20 Tage mehr im Rucksack hat, bietet tausend mal mehr Schutz als fünf Rambomesser und drei dicke Strickpullis von Oma. Geht man davon aus, dass man das Ausrüstungsgewicht auf exakt 10kg im Rucksack inklusive Packraft reduziert, kann man noch für 75 Tage Essensrationen mit jeweils 400g einpacken. Das Startgewicht wäre dann 40kg, grob überschlagen. Und packt man mehr Essen pro Tag ein, kommt man immer noch auf eine sehr lange Zeit. (Es ist nicht meine Absicht, irgendjemanden mit dem Beitrag hier zu verärgern, der konventionell unterwegs ist. )
  6. Ich würde dir dazu raten, dich an Leute wie dich selbst, Bernie oder Andrew Skurka zu halten, aber in einigen Bereichen auch allgemeine UL-Tipps beherzigen, die von Leuten stammen, die vielleicht nur den Kungsleden im Sommer wandern oder ähnliches. Es kommt nämlich immer auf den Gegenstand an und du wirst sicherlich wissen, mit welchen Gegenständen du dich sicher fühlen wirst und mit welchen nicht. Wenn dir jemand nahelegt, mit einer 200g-Hose unterwegs zu sein, kannst du das ja auch getrost ignorieren. Wenn etwas für dich nicht passt, wirst du das meistens sofort erkennen - oder wenigstens im Laden. Wenn es um die äußerste Kleidungsschicht und Schuhe geht, würde ich an deiner Stelle unbedingt das behalten, was für dich bisher gut funktioniert hat! Was bringt es dir, wenn Skurka genauso ernsthafte Touren wie du mit Trailrunnern gemacht hat, aber dein Körper damit nicht zurecht kommt? Wieso solltest du riskieren, dass deine Hose versagt, wenn du ein Modell hast, das mindestens einen Monat lang hält? Dann gibt es andere Gegenstände: Die Sachen, die praktisch nie versagen und sowieso eine lange Lebensdauer haben. Beispielsweise Plastikflaschen. Ganz selten verliert man mal eine, aber die Dinger halten immer mindestens drei Monate lang. Oder Packsäcke. Wenn es dir das Geld wert ist, gibt es keinen Grund, auf unnötig schwere Dinger zu bestehen - selbst wenn sie für zwei oder drei Minuten lang wasserdicht sein müssen, kann man das Problem viel leichter als mit konventionellen Lösungen beheben. Oder Powerbanks. Du wirst nur davon profitieren, wenn du dir ein Topmodell kaufst. Und ein ultraleichter Schlafsack oder Quilt wird dir auch nicht kaputt gehen, du bist ja nicht im Winter unterwegs. Ein stabiles Mid als Zelt ist auch nicht weniger robust als ein Black Label-Zelt von Hilleberg und du kannst sogar zwei auf einmal einpacken, wenn du Zweifel an der Haltbarkeit hast. Wenn du mehrere Nylofume Bags als Rucksackliner anstelle einer konventionellen Regenhülle nimmst, sparst du dir Gewicht und hast sogar noch eine viel sichere, verlässlichere Lösung. Oder weshalb nicht mal deine Heringe wiegen und schauen, ob es auch leichter geht? Das größte Beispiel werden aber Kleidungsstücke sein, die du als Baselayer trägst und mit denen du nur selten Kontakt mit etwas außer deiner Haut oder Sachen innerhalb deines Zeltes haben wirst, beispielsweise dünne Shirts oder Unterwäsche. Es gibt Oberteile mit weniger als 200g Gewicht wie Sand am Meer, die nicht vom Rucksack alleine kaputt gehen werden. Und warum Unterwäsche mit 75g Gewicht nehmen, wenn es auch mit 20g geht? Weshalb nicht zwei Paare Handschuhe mit 23g für die Fleecehandschuhe und 30g für die wasserdichten Fäustlinge einpacken, anstatt sich auf schwerere Gegenstände festlegen? Hattest du schon einmal leichtere (nicht ultraleichte) Gamaschen in der Hand und glaubst du, dass 150g-Gamaschen nicht genauso lange wie bspw. unnötig schwere Berghaus-Gamaschen halten? Das wären jetzt nur die Dinge, die mir auf Anhieb einfallen und du musst ja nicht allen Dingen zustimmen. Der wichtigste Ultraleicht-Tipp dürfte aber sowieso sein, dass du unnötig Dinge von deiner Liste streichst, beispielsweise zu viel Kleidung. Ob eine Tour drei Wochen oder drei Monate dauert, macht kaum einen Unterschied: Man braucht nicht mehr Unterhosen bei der längeren Tour und kommt in beiden Fällen mit zwei Stück, höchstens drei aus und stirbt auch nicht, wenn man irgendwann eine kaputt geht. Strecke willst du ja sowieso nicht machen. Schick uns doch mal eine Packliste von dir und dann könnte mal man schauen, was davon überhaupt nicht essentiell ist. Hier gibt es ja mehr als genug Leute, die schon in sehr entlegenen Gebieten waren. Dabei geht es gar nicht darum, dass dir irgendwer sagt, was du einzupacken hast und was nicht - man sollte nur einmal feststellen, was man definitiv nicht zum Überleben braucht und eventuell, was man deutlich leichter lösen kann, ohne dabei etwas zu riskieren.
  7. Ja, dem würde ich zustimmen. Bei mir war die Tour, bei der ich so viel Gewicht verloren habe, 76 Tage lang, wobei ich einige Resupplys hatte und nur einige Abschnitte ohne Versorgung etwas länger waren. Um den Spaß zu verlieren, hätte ich noch deutlich mehr Gewicht verlieren müssen, 74kg auf 182cm ist ja völlig normal und bietet theoretisch sogar noch reichlich Raum nach unten. Mein Idealgewicht ist ziemlich genau 78kg, wenn ich Ausdauer- und Kraftsport parallel mache, das sind dann ca. 16% Körperfettanteil und mein Wohlbefinden ist optimal, wobei bei etwas weniger Körperfett wohl die sportliche Leistung deutlich besser wäre. Gerade ist das aber etwas optimistisch. Würde ich eine richtig lange autarke Tour planen, wäre mein Startgewicht mindestens 90-92kg bei 182cm, von dem ein guter Teil Muskulatur sein sollte. Es wäre aber auch kontraproduktiv, wenn man zu muskulös wäre und nicht genug Fett angesetzt hätte. Muskeln baut der Körper zu schnell ab, wenn er sie nicht nutzt. Wer mal wegen einer Verletzung länger mit dem Sport pausieren musste, dürfte das kennen. Längere Touren im Sommer sind absolut nicht mein Ziel, aber ich habe mal eben aus Spaß eine rein fiktive Packliste erstellt, mit der man nur bei 11kg Basisgewicht landet. Dabei sind zwei Ersatzstöcke, ein Quilt als Ersatz für den Schlafsack, eine Ersatzregenjacke, drei Kocher, Steigeisen, Gamaschen, robuste Kleidungsstücke, ein richtig schwerer Rucksack und viele weitere Ersatzteile. Pack noch 600g dazu und du hast ein zweites Zelt... Damit könnte man ohne Sorgen zu haben den ganzen Sommer irgendwo in Siberien oder Alaska herumstapfen. Die Liste ist wahrscheinlich nicht ganz komplett, aber soll ja auch nur ein Gedankenspiel sein. Konzentriert man sich nur auf die Sachen, die man wirklich braucht - auch in außerordentlich unwahrscheinlichen Szenarien - kommt man immer noch auf ein passables Gewicht. Und so viel schwerer wäre das mit einem Packraft auch nicht - man könnte ja sogar noch ein zweites, ultraleichtes Boot als Backup einpacken. Weil ich mich damit aber nicht auskenne, habe ich die Packraft-Sachen nicht gelistet.
  8. Servus und herzlich Willkommen im Forum! Da ich auf Tour ein Vielfaches von dir esse (gerne 3000-5000kcal am Tag), werden dir meine Angaben wohl nur begrenzt helfen. Vor allem 2019 war ich recht muskulös und auch etwas dicker und habe trotz der ganzen Nahrung so viel Gewicht verloren, dass ich von 88kg auf knapp 74kg oder etwas in der Art gefallen bin. 2019 habe ich in Norwegen, Finnland und Schweden immer wieder für etwas über eine Woche reichlich Nahrung dabei gehabt, Hauptsache lecker und viel. Das waren manchmal durchaus 12kg, schätze ich. Das kam dann zu anfangs etwa 23kg Basisgewicht dazu und war eine Erfahrung, die ich nicht wiederholen wollte. Noch während der Tour habe ich bestimmt 8-10kg Ausrüstung entsorgt… 2020 im Winter in Norwegen und Schweden waren es Rationen mit ca. 5000kcal am Tag für mindestens 14 Tage, transportiert habe ich alles im Rucksack. In Norwegen waren selbst 50.000kcal für 12 Tage zu wenig und ich habe am vorletzten Tag nur noch eine halbe Tüte Erdnüsse und eine Tomatensuppe übrig gehabt, am Tag danach gar nichts. Allerdings war das auch schon nach einer Woche Tour, als ich Essen für den nächsten Anschnitt eingekauft habe. Wie schwer das war, weiß ich nicht, aber meine Ausrüstung hatte ein Basisgewicht von ca. 13kg und am Ende war es trotzdem eine Kunst, alles in den 110l-Rucksack zu stopfen. Bestimmt waren es über 14kg Nahrungsmittel, dazu kamen noch anfangs 4l Benzin (die massiv überkalkuliert waren). Es kann sogar sein, dass es um die 18kg waren, wer weiß. Ich kaufe einfach nur kaloriendichte Sachen und mache mir keine Gedanken, was die Sachen dann noch exakt wiegen. 2021 hatte ich auf dem Rothaarsteig im Winter Essen für etwa 8 Tage dabei und das hat man nicht einmal auf dem Rücken gemerkt, bei 5kg Basisgewicht trotz Winterausrüstung. Die Tour habe ich aber nicht beendet, weil meine Matte komplett deklamiert ist. Ebenfalls 2021 hatte ich Verpflegung für knapp 14 Tage auf dem Südlichen Kungsleden im Frühsommer dabei, das waren aber nur 2000kcal am Tag und mir daher zu wenig mit ca. 8kg Nahrung. Während der Wanderung habe ich bestimmt 10 Tafeln Schokolade verschenkt und mich stattdessen teilweise an den Hütten eingedeckt. Die Tour habe ich am Ende aus mehreren Gründen, vor allem aber wegen Unistress, auch abgebrochen. Das Rucksackgewicht mit anfangs Essen für zwei Wochen war aber nur ein Witz, 12kg auf dem Rücken sind ja nichts. Wenn man ein Basisgewicht von 3,4kg im Sommer hat, kann man ohne darüber nachzudenken ein paar Tagesrationen mehr herumschleppen. Wobei so ein Basisgewicht natürlich nur auf befestigten Wanderwegen möglich ist. Aber wenn man sich 6 bis 7kg als Limit setzt, kann man verdammt robuste Sachen einpacken. Beim UL-Trekking spart man ja in der Regel am meisten Gewicht durch das Weglassen von unnötigen Dingen und nicht durch das Ersetzen von schweren Dingen durch leichte, fragile Gegenstände. Würde ich mit meinem jetzigen Erfahrungsschatz eine lange autarke Tour abseits der Wege planen und dazu bereit sein, lange im Kaloriendefizit zu sein, könnte ich theoretisch bestimmt 60 Tage unterwegs sein, an denen ich jeweils 2000kcal essen würde. Aber mir persönlich macht Wandern gepaart mit einer krassen Diät keinen Spaß und 30kg will ich auch nicht tragen. Du könntest dir ja einfach ausrechnen, wie lange du unterwegs sein könntest, wenn du 10kg Ausrüstung durch 10kg Nahrungsmittel austauschen würdest, oder noch mehr. Du könntest theoretisch doppelt so lange Touren wie bisher unternehmen, vorausgesetzt du bist nicht körperlich bei deiner jetzigen Tourenplanung am Ende schon total am Limit. Aber vielleicht wäre es ja schon einmal eine Idee, bspw. die Ersatzkleidung für die Abreise einfach vor der Wanderung irgendwo zu deponieren.
  9. Powerbanks haben leider die nervige Angelegenheit, schnell an Zuverlässigkeit zu verlieren, sobald man sie im Winter mal länger vom Körper entfernt aufbewahrt. Da hier von Regen die Rede ist, weiß ich nicht, ob das wichtig ist. Sollte das egal sein, kann man ohne Probleme bis zu 50000mAh in Hosen- und Jackentaschen im Winter oder der Nebensaison transportieren. Mir haben 24800mAh in der Hosentasche für zwei Wochen in der norwegischen Tundra im Winter dicke gereicht, um dabei zu filmen, Fotos zu machen, Schach zu spielen, Musik zu hören und so weiter und das bei konstanten Minustemperaturen, ohne das es knapp wurde. Sollte es hier nicht um Trekkingtouren gehen, bei denen es länger als einen Monat in Gefilde geht, in denen die Temperatur praktisch immer unter Null liegt, macht ein Panel wahrscheinlich kaum Sinn. Es ist wichtig zu beachten, dass die Solarpanellösungen, die im Winter in der Arktis bei irgendwelchen Filmteams funktionieren, eventuell im zentraleuropäischen Winter schlechter performen. Das klingt paradox, aber liegt vor allem an der fehlenden Vegetation und daran, dass Wintertouren in der Arktis meistens dann durchgeführt werden, wenn hier in Deutschland teilweise schon später Frühling ist. Bereits im April ist der Sonnenstand dort sehr hoch und die Tage lang, trotzdem ist es Winter und nur weil das mit dem Panel bei den Polarfuchs-Fotografen oder wo auch immer man es sieht gut funktioniert, lässt sich das nicht auf Mitteleuropa ummünzen. Große Teile der Arktis haben Mitternachtssonne und trotzdem gleichzeitig eine geschlossene Schneedecke und Filmaufnahmen stammen praktisch nie aus Dezember oder Januar. Ach ja: Ich bin über zwei Monate mit einem Panel gelaufen und hatte viel Stress wegen des Stroms, aber das war auch in Nordskandinavien und meine Solarzelle war nicht so gut wie die modernsten Gerätschaften. Eine große Powerbank wäre ein Segen gewesen. Mit einem Panel macht man sich ebenfalls abhängig, unzwar von der Gnade der Sonne, was weniger planbar als Stopps in Ortschaften ist. Manchmal spart man so nicht einmal Geld. Eine bezahlbare 24800mAh-Powerbank wiegt bei mir z.B. 426g und ein Solarpanel muss schon verdammt groß sein, um zuverlässiger zu sein. Die Powerbank liefert ja reichlich Strom für viele Tage mit extrem hoher Sicherheit.
  10. Die Xtrem 3 Einwegrasierer von Wilkinson Sword wiegen vielleicht doppelt so viel bei einem ganzem Einwegrasierer an einem Stück und die Dinger sind mindestens ein paar Wochen lang ordentlich scharf. Für mich ist das keine Frage bei den paar Gramm, wenn man berücksichtigt, wie viel besser man sich rasiert fühlt. Von Gilette wiegt alleine ein einfacher Rasierkopf 4g und da lohnen sich finde ich die wenigen Gramm mehr definitiv, bei dem Luxusgewinn durch den Einwegrasierer. Ich bin mir bei dem Gewicht nicht mehr sicher, bei mir im Lighterpack sind für die Wilkinson Sword 9g eingetragen, aber es kann auch sein, dass es etwas mehr ist und ich da was vertauscht habe. Aber weniger als 12-13g sind es definitiv. Die vorgestellten Rasierer mit 5g Gewicht werden wahrscheinlich eine viel kürzere Lebensdauer haben und wiegen kaum weniger als ein viel haltbarer Rasierer aus Plastik. Für mich würde das nicht in Frage kommen.
  11. Das ist grundsätzlich ganz nett, allerdings ist das wohl noch größere Problem als die nervige Kondensproblematik der Fakt, dass die Dinger schon nach wenigen Einsätzen kaputt gehen. Auf ODS hat jemand (Becks soweit ich weiß) einige Emergency Bivys verglichen, vielleicht könnte das für dich interessant sein. Gerade finde ich das Thema leider nicht. Falls du willst, kann ich dir auch Fotos senden, wie so ein Biwaksack nach 14 Tagen Nutzung im Zelt aussieht. (Spoiler: Die Zahl der größeren Löcher ist zweistellig und das Leukotape, das sie überdeckt, wiegt bestimmt 25g. ) Oder anders gesagt: Für Wochenendtrips sind die Dinger großartig und bieten auch in den Bergen im Notfall guten Schutz, für längere Trips kannst du sie aber komplett vergessen (außer als Backup für Notfälle in wirklich rauen Gegenden). Die Teile sind Wegwerfgegenstände für die einmalige Nutzung.
  12. Moin! Die Packliste sieht ziemlich ordentlich aus, aber man könnte ein paar Dinge noch austauschen. Das meiste wäre aber Geschmackssache. Das hier fällt mir spontan beim Durchlesen mit dem Handy auf: - meiner Ansicht nach ist ein Mückennetz im August nicht nötig, selbst am Anfang der Saison braucht man es nicht wirklich. Mückenspray ist deutlich komfortabeler - der Löffel ist recht schwer - je nach Route können Trailrunner Normalsterbliche komplett überfordern, aber prinzipiell geht das natürlich und du wirst am besten wissen, was für dich passt - ich persönlich würde nur mit einem geschlossenen, sehr stabilen Zelt so eine Tour unternehmen. Generell finde ich es komisch, dass du so viel Angst vor Mücken hast, dass du ein Kopfnetz dabei hast, aber auf ein klassisches, geschlossenes Zelt verzichtest, aber du wirst das schon richtig einschätzen können - vielleicht könntest du ein leichtes Groundsheet in Erwägung ziehen - mir wären die Wasservorräte etwas zu groß - ich persönlich würde das Merinoshirt durch eine leichte Fleecejacke ersetzen oder ergänzen, um damit bei kühlen Temperaturen wandern zu können - wasserdichte Socken könnten deine Stimmung durchaus aufbessern und ggf. sogar zur Gesundheit beitragen - falls die Sitzmatte nicht in Torsolänge ist, ist hier noch ein bisschen Raum für Optimierungen, genau wie beim Kissen - was ist dein Plan, wenn die Matte delaminiert oder irreparabel beschädigt wird? - die Hose ist extrem schwer, ist das eine Hochtourenhose? Hier lässt sich eine Menge Gewicht sparen, falls die Tour es zulässt - auf die Windjacke würde ich verzichten, je nach Route würde die sowieso früher oder später reißen, mir wäre das einfach zu schade und außerdem hast du ja schon eine Regenjacke dabei - die Mütze ist recht schwer, außerdem ist das immer so eine Sache mit Mückennetzen und Schirmmützen, Hüte sind meistens besser - in den Gefilden schadet ein Ersatzliner für den Rucksack nie - was für ein Beutel ist das für deine Nahrung? Der ist wirklich sehr leicht, bei der Menge Futter Vielleicht hilft dir der ein oder andere Punkt davon und ich konnte etwas helfen.
  13. Abend! Da ich vor wenigen Tagen den halben Weg gelaufen bin, kann ich vielleicht bei ein paar Punkten helfen. Wenn du ernsthafte Konsequenzen zu befürchten hast, falls auch nur ein paar Partikel durch die Luft fliegen, ist es auf praktisch jedem Weg eine ganz schlechte Idee, auf die Medikamente zu verzichten. Und wenn es auch nur Probleme bei der Anreise geben sollte... Theoretisch ginge es noch ein paar Kilometer hinter Grövelsjön, aber das wird wohl irrelevant sein. Später kreuzt man auch noch einmal die Straße. Generell lohnt es sich in der Gegend oftmals sehr, Anhalter zu fahren. Aktuell bin ich mit jemandem in Kontakt, der von Grövelsjön bis Fjällnäs in kürzester Zeit mit drei Leuten gemeinsam per Anhalter gefahren ist, und das dürfte komplizierter sein, als von Grövelsjön bis Idre oder so zu kommen. Zu direkten Busverbindungen kann ich dir nicht so viel sagen, aber die Busse sind generell sehr verlässlich, die Fahrer freundlich und die Fahrten günstig. Bei Problemen lassen die Fahrer mit sich reden und halten oft auch gerne an besonderen Stellen, falls Bedarf besteht und man nett fragt. Ich bin das Stück nicht gelaufen, allerdings sollte die Terminvereinbarung per Facebook Messenger gut funktionieren, etwas gegenteiliges habe ich von niemandem gehört. Der Markt lebt sonst von den Norwegern, die dort günstig klassische schwedische Produkte einkaufen wollen und da aktuell die Grenzübertritte nicht ganz regulär möglich sind, wird das bei dem Laden erst einmal so bleiben. An deiner Stelle würde ich dort aber sowieso nicht einkaufen, sondern einfach ein paar Kilometer per Anhalter oä. fahren und dich günstig in einem der größeren Orte in der Nähe eindecken. So spart man unglaublich viel Geld - das könnten schnell mal über 50€ sein. Ob du es glaubst oder nicht, es lohnt sich sogar vom Geld her, aus Grövelsjön heraus ein paar Stunden bis nach Mora zu fahren und zurück zu kommen, wenn man auch nur für vier oder fünf Tage Nahrung besorgen will (und umweltschädlich ist das auch nicht per se, weil sowieso immer große Busse fahren und die Strecke ist sehr, sehr schön - Dalarna von seiner besten Seite)... Die Busfahrt müsste jeweils ca. 155 SEK kosten und das sind drei Chipstüten in den Fjällstationen, Strom kannst du auch im Bus laden usw. In Fjällnäs lohnt es sich übrigens auch, ein paar Kilometer die Straße Richtung Osten zu Fuß zu laufen und dort einzukaufen, anstatt sich auf das Minisortiment des Campingplatzes zu verlassen, wenn es um Essen geht. Allerdings ist der eine Host auf dem Campingplatz der deutschen Sprache mächtig und sehr nett, ich habe dort Strom geladen. Der Umweg in den Nachbarort kostet nur wenige Kilometer und hat den Vorteil, dass von dort aus der Einstieg auf den richtigen Weg einfacher ist, als über die Straße zu dem Skigebiet bei Fjällnäs. Dort ist es nämlich alles andere als leicht, den richtigen Weg zu finden, weil sich dort über ein halbes dutzend Pfade in ähnliche Richtungen trennt und es keinerlei Schilder gibt. Es kostet wahrscheinlich zwar nur 10-15 Minuten, den richtigen Weg zu finden - nervig ist es trotzdem und das nächste Mal wäre ich einen Ort weiter gelaufen und wäre dort aufgestiegen, auch wenn das Stück ab den Aussichtspunkt an der Straße bis zum Rogen Naturreservat-Schild unglaublich schön ist. Wichtig sei übrigens zu erwähnen, wenn es um Nahrungsmittelbeschaffung geht: Als ich an der Skedbrostugan war, hätte ich noch die Chance gehabt, praktisch das letzte bisschen Essen zu kaufen, was halbwegs leicht war. Im Rogengebiet wird es zukünftig wohl nur noch an der Rogenhütte Nahrung zu kaufen geben. Aber dort ist das Sortiment wirklich toll - besser und marginal günstiger als in den großen Fjällstationen, die man im Norden mitnehmen kann. An einigen der Hütten ist wahrscheinlich nur Barzahlung möglich und das besser mit kleinen Scheinen! Mit manchen Hosts kann man reden, andere verkaufen einem aber ggf. nichts, wenn man nicht kleine, passende Scheine dabei hat. 500 Kronen zählt in den Hütten wohl als sehr großer Schein, habe ich mehrmals erlebt. Ich meine schon, allerdings brauche ich persönlich keine und habe daher nie genau geschaut. In Grövelsjön wird es das garantiert geben (dort gibt es sogar einen vollwertigen Outdoorbekleidungsladen in der Fjällstation) und ich meine, dass es in der Rogenstugan auch die Möglichkeit gab. Zur Not kannst du jederzeit zu einem der Supermärkte nahe der Straßen trampen. Sorgen machen würde ich mir definitiv keine, aber es kann generell nie schaden, für längere Zeit Batterien einzupacken. Die paar Gramm verschaffen unglaublich viel Sicherheit. Ich kann nur für mich sprechen, aber mir geben die 150g Luxusgewicht einer dicken Powerbank ein unglaubliches Sicherheitsgefühl, und bei Batterien wird es nicht anders sein. Dein Basisgewicht ist ja niedrig. Aber warte mal ab, vielleicht weiß jemand mehr. Zur Not wird das definitiv jemand auf ODS sagen können. Anfangs geht das noch ohne Probleme, aber im Süden könnte das eng werden. Ohne GPS-Gerät, Karten oder Handy kann man sich auf dem Weg böse verlaufen und das würde ich nicht riskieren wollen, daher habe ich eine 26800mAh-Powerbank dabei gehabt und es auch nicht bereut. Aber nötig ist das eindeutig nicht! An folgenden Stationen kann man definitiv Strom tanken: Sylarna FS, Helags FS, Fjällnäs Campingplatz, Grövelsjön FS. In Grövelsjön durfte ich ohne irgendeine Gegenleistung ca. 10 Stunden warten und Strom laden, allerdings dauert dort das Aufladen auch wesentlich länger als normal. Blahammaren müsste die Möglichkeit auch bieten, allerdings habe ich das nicht getestet (ist ja nur 16km von Storlien entfernt). Und der Host in der Fältjägarstugan ist sehr nett und würde dich im Notfall auch die Geräte laden lassen, da bin ich mir sicher, auch wenn man dort regulär definitiv nicht Strom tanken kann und der Shop auch am Schließen ist bzw. schon fast nichts mehr hatte, als ich da war. - Ich kann dir nur stark von dem Regenrock abraten! Mein Experiment damit ist glorreich gescheitert. Bei starkem Wind schützt dich das Ding höchstens vor Unterkühlung und das wars. Wahrscheinlich habe ich sogar das gleiche Modell wie du. - Meiner Ansicht nach wird eine Apex-Mütze viel viel viel zu warm sein. Ein Daunenschal ebenfalls, meistens sogar nachts. Vorausgesetzt, du bist nicht sehr temperaturempfindlich. Aber lass das besser mal drinnen, Reserven schaden nie, genau wie ein zusätzliches Schlachtuch, mehr Socken uä. Das ist ja nicht der Heidschnuckenweg, sondern hoch gelegene Tundra mit Permafrostböden. - Ein Kopfnetz wirst du nicht brauchen, im August schon gar nicht. Reichlich Mückenspray ist angenehmer, am besten eine Kombination aus mehreren Mitteln. Und so arg mückenbelastet war es für mich jetzt Anfang/Mitte Juli nie, wobei es natürlich immer darauf ankommt, was du schon so erlebt hast. - Wahrscheinlich brauchst du keine Stirnlampe. Ich nehme zumindest nie eine nach Nordskandinavien im Sommer mit, wobei es ja durchaus etwas Nacht geben wird. - Ladekabel und Stecker sind noch nicht gewogen und sind oftmals recht schwer. - Klopapier kannst du dir am Anfang etwas sparen, indem du es von den Fjällstationen mitnimmst. - Schere, Pinzette usw. lassen sich gut in einem kleinen Taschenmesser vereinen. - Eventuell kannst du dir den Hut sparen, wenn du kein Mückennetz mitnimmst. Du hast ja Sonnencreme. Andere Kopfbedeckungen sind leichter und besser bei Wind. - Deine Wanderhose ist sehr schwer, genau wie die Stöcke. - Ich wage es mal die Behauptung aufzustellen, dass 40g-Windjacken für Nordschweden eher ungeeignet sind bzw. dafür zu schade sind, vor allem mit einem 60l-Rucksack. Auch wenn es nur 40g sind, würde ich sie einfach weglassen. - Ansonsten halte ich eine Xlite mit einer 3mm EVA-Matte für unnötig warm. R-Wert von 1,5 würde vermutlich sogar reichen, da man praktisch durchweg auf weichem Boden schläft, der einen warm hält. Sollte es kalt werden, kann man einfach die Schlafplatzwahl überdenken. Auf die EVA-Matte würde ich auf jeden Fall verzichten, da der Untergrund meistens sehr nett ist und viel verzeiht. - Was hast du eigentlich an den Füßen an? Wenn du auf Trailrunner oä. setzt, retten dir Sealskinz vielleicht die Wanderung. Für mich ist das das der beste Ausrüstungsgegenstand überhaupt. Es gibt mehrere Furten auf der Strecke. Wenn es länger regnen sollte, ist das nicht groß anders, als weglos zu wandern. Eine Flussdurchquerung zwischen Sylarna und Helags ist unter Umständen deutlich über 10m breit. Dafür brauchst du auch eine Lösung: Entweder richtig dicke Treter, Schuhe speziell zum Furten oder Trailrunner mit wasserdichten Socken, die du nach der Furt überziehst. (Ich persönlich würde die Wanderung übrigens nicht wieder mit Trailrunnern machen wollen, im Rogengebiet war das schon unschön.) - Antireibungscreme ist eventuell hilfreich, bspw. Hirschtalg oder andere Cremes. Deine Füße werden wahrscheinlich des Öfteren für längere Zeit nass sein. - Leukoplast darf nicht fehlen, Blasenpflaster auch nicht (fallen die bei dir unter "Pflaster"?). - Wasserdichte Handschuhe sind äußerst ratsam. Die regendichten Forclaz-Fäustlinge harmonieren bestens mit den Fleecehandschuhen, falls es mal richtig unbequem wird. Eine kleine Anregung: Falls du dein Zeitfenster etwas ausweiten kannst, nimm dir vielleicht drei Tage mehr und besteige entweder gemütlich einen Berg im Sylmassiv oder den Helags und schau dir den Wasserfall Njupeskär am Fulufjäll an, das ist die Extratage definitiv wert. Entschuldige, falls ich etwas überlesen habe. Hoffentlich konnte ich helfen. Viele Verbesserungsvorschläge sind natürlich nur meine Meinung. Deine Packliste ist ganz gut und einige Dinge werden wohl nur Geschmackssache sein. Die anderen Nutzer werden dir bestimmt auch noch viel sagen können, bestimmt liege ich mit ein paar Sachen ein bisschen daneben.
  14. Wir wären uns in den nächsten Tagen wohl über den Weg gelaufen, gäbe es da diese lästigen Uniklausuren nicht... Leider bin ich heute aus Grövelsjön abgereist und nicht noch bis Sälen weitergelaufen. Auf das Stück von Fjällnäs bis Blåhammeren kannst du dich definitiv freuen, das ist sehr sehr schön. Danke übrigens für die tollen Berichte. Das sollte auf jeden Fall gesagt sein.
  15. Genau das hatte ich jetzt 9 Tage am Stück die ganze Zeit an (fast immer auch nachts) und habe es dabei einmal etwa nach fünf Tagen gewaschen, an zwei Tagen hatte ich darunter noch ein Aclima Woolnet Langarm-Shirt. Riechen tut es trotzdem weniger, als viele „normale” Synthetikoberteile nach einer Stunde Joggen. Wäre das Ding nicht so teuer und gleichzeitig recht fragil, würde ich es sofort jedem empfehlen. Wie es sich bei wirklich heißen Temperaturen schlägt, kann ich allerdings nicht sagen, nur gefällt mir das Shirt wirklich sehr gut.
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.