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Ultraleicht Trekking

Harakiri

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Über Harakiri

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  1. Abend! OT: Wieso fahrt ihr nicht einfach abends mit dem 9€-Ticket zurück? Das ist recht unkompliziert und irgendwie kommt man immer an. Da ich sowohl mehrfach von Norden aus nach Köln, als auch über den Rheinradweg nach Koblenz gefahren bin, schreibe ich mal kurz etwas dazu. Ein Experte über die Gegend speziell um Köln herum bin ich aber nicht. Je nachdem, wie ihr das planen wollt, dürfte es sehr schwierig werden, gute Zeltplätze zwischen Köln und Duisburg zu finden, wenn ihr auf den Hauptrouten bleibt. Vielleicht ist für euch das Dreiländereck in Aachen eine Alternative zum Deutschen Eck. Ich bin mal von Aachen nach Bonn gefahren und das ist finde ich eine durchschnittliche bis nette Strecke und damit wesentlich angenehmer als Richtung Duisburg. Die Eifel am Ende ist schön und es gibt ein paar Höhenmeter, aber deutlich weniger als östlich vom Rhein. Eine Tour Richtung Osten oder Nordosten wäre hügeliger und ruhiger, aber die kulturellen Highlights würden dort wohl fehlen. Man könnte Wuppertal oder Dortmund anpeilen, aber auch Brilon, Marburg, Siegen, Winterberg, Iserlohn, Bochum... Guckt doch mal, was es für RTFs dort in der Gegend gibt, ich bin mal eine von Essen Kettwig aus gefahren und die war absolut traumhaft. Witten - Dortmund Syburg - Dechenhöhle - Altena - Plettenberg usw. dürfte sehr schön sein und probiere ich bald aus, vielleicht noch in der nächsten Woche, die Strecke orientiert sich an der Lenne. Sollte ich das tatsächlich fahren, schreibe ich hier nochmal rein. Das dürfte aber auch ein paar Höhenmeter haben. Was die Topografie angeht, ist der Rheinradweg natürlich ganz anders. Im Grunde genommen könnt ihr alle Ziele östlich von Köln vergessen, wenn euch das zu viel auf und ab ist, flacher als am Rhein wird es kaum. Der Charakter der Gegend am Rhein ist südlich von Köln ist komplett anders als nördlich davon, daher finde ich die Strecke nach Duisburg aber auch nicht unbedingt passender.
  2. Weil es dort zu früh zum Wandern ist, war ich vor ein paar Tagen auf meiner ersten Bikepacking-Tour in Norwegen mit dem Rennrad. Eigentlich sollte die Tour deutlich länger werden, aber leider kamen dann einige Termine dazwischen und auf die Tunnel zwischen Haukeliseter und Odda hatte ich nur wenig Lust, sie zu umfahren war mir aber auch zu heikel. So waren es fünf Tage für die Strecke Kristiansand - Haukeliseter (Hardangervidda), wovon drei Tage komplett genutzt wurden. Es ging vor allem entlang der E9 und später auf der E134 weiter. Nimmt man einen Platten nach gerade einmal 50km aus, war ich mit dem Rennrad als Fortbewegungsmittel äußerst zufrieden. Ein Gravelbike wäre vielleicht noch besser gewesen, aber grundsätzlich kommt man in Norwegen auch mit dünneren Reifen zurecht, ohne große Kompromisse bei der Routenplanung eingehen zu müssen. Den ersten Schnee sah man nach rund 100km. Nördlich von Hovden nähert man sich der Baumgrenze an, die man dann ziemlich genau an der Grenze von Agder überschreitet. Danach gibt es allerdings eine scheußliche Abfahrt inklusive Baustelle, die Alpencharakter mit einigen Spitzkehren hat. Generell war die Steigung immens, bei meiner Radtour 2020 in die Alpen durch den Schwarzwald habe ich im Schnitt wesentlich weniger Höhenmeter gemacht. Im Schwarzwald war keine einzige Steigung annähernd mit den letzten 100km in der Hardangervidda vergleichbar und die Strecke bin ich mit dem Mountainbike gefahren. Westlich des Ortes Haukeli geht es stramm bergauf und man fährt aus einem tiefen Tal bis zur Hardangervidda hinauf. Wie man sieht ist es viel zu früh zum Wandern. Das hier ist sogar noch recht niedrig für die Hardangervidda. Große Teile der Hochebene dürften auch jetzt noch komplett mit Schnee bedeckt sein. Auf der Rückfahrt hatte ich eine Menge Zeit in Kristiansand an der Südküste Norwegens. Der Ort ist wirklich schön. Vor allem die dutzenden Schwäne an der Küste sind toll. Besonders für Kinder und Leute mit einer Kamera und Langeweile. Für Radreisen in Norwegen ist der Juni absolut perfekt, zumal es außer Kriebelmücken in großen Mengen kaum andere Insekten gab. Stechmücken habe ich insgesamt glaube ich drei Stück gesehen. Allerdings kann es wirklich noch empfindlich kalt werden und vor allem sehr regnerisch. Ich hatte jeden Tag Regen und oft Gegenwind. Der Quilt hat daher eine ganze Tasche ausgefüllt. Ich kann die Tour trotzdem nur wärmstens empfehlen, wenn man mal ein paar Tage Zeit hat!
  3. Moin zusammen! Ich hoffe, dass das nicht zu OT für das Forum ist, aber ich frage trotzdem mal nach. Ist hier zufällig jemand mit dem Rad von Bergen Richtung Trondheim durchs norwegische Landesinnere gefahren und könnte mir ein bisschen etwas über die Radumleitungen an den Tunneln entlang der E16 erzählen? Ich bin mir unschlüssig, ob es so clever ist, das mit dem Rennrad zu probieren und ob ein MTB nicht angemessener wäre. Besonders der Bereich direkt östlich von Bergen würde mich interessieren. Danke im Voraus!
  4. Das Stativ ist schon recht leicht. Ich bezweifele eher, dass damit ohne weiteres scharfe Bilder auf professionellem Niveau bei Nacht möglich sind. Wobei es mit der Kamera und dem 50mm vielleicht noch klappen könnte. Das 50mm würde ich persönlich definitiv daheim lassen, man braucht keine 1.8er Blende für Nachtbilder. Es könnte vielleicht auch blöd werden, damit den Fokus auf Unendlich zu stellen. Bei Minusgraden draußen ist das ziemlich ungünstig, wenn man nicht viel Erfahrung oder wenigstens gute Markierungen und Settings hat. Ich habe diesen Winter mit dem 50mm daheim ganz gut nachts fotografieren können, aber auf Tour bei tiefen Minusgraden vor fünf Wochen lief das nicht mehr so toll. Mit einem Ultraweitwinkel ging es aber super. Wenn du das 50mm nur für Nachtaufnahmen dabei hast, würde ich es entweder daheim lassen oder zB. gegen ein Samyang-Objektiv oder das 16mm 1.8 austauschen. Polarlichter kann man wesentlich leichter mit einem 14mm knipsen, zumal sich die Landschaft ja auch für so etwas anbietet. Die Wahrscheinlichkeit, dass du Polarlichter genau über deinem vorher ausgesuchten Motiv hast, ist bei einem 50mm viel kleiner als bei einem 14mm. Da ich noch nicht so lange auf Tour fotografiere, daher verzeiht es mir, wenn ich mit dem Beitrag stellenweise irre.
  5. Abend! Ich gebe mal kurz meine Meinung dazu ab. Die meisten der Punkte sind nur Denkanstöße, weil die Packliste schon ziemlich gut aussieht. Wenn mir etwas einfallen sollte, werde ich es noch editieren, das sind jetzt nur spontane Einfälle. - die Kombi aus Schlafsack und Quilt reicht wahrscheinlich aus. - nur eine Xlite als Unterlage könnte schon mal frischer werden. Wenn dir guter Schlaf wichtig ist, solltest du hier aufstocken. - bist du dir sicher, dass du mit dem 50mm Sterne fotografieren willst? Wobei es natürlich nur wenig wiegt. - hast du Erfahrung mit Astrofotografie mit dem leichten Stativ? Eventuell könnte das zu wackelig mit der Kamera sein. Ich hatte mit meiner Mark III immer wieder Probleme mit der Stabilität meines Reisestativs und das wiegt noch etwas mehr, wobei die Kamera natürlich auch ein Klopper ist. Auf richtigen Wandertouren ist für mich da die beste Lösung, den Kram daheim zu lassen. - ich würde die DJI-Kamera weglassen. - die Kopflampe ist recht schwer. - hat dir der Charger genug Anschlüsse? - das InReach Mini brauchst du auf der Strecke wahrscheinlich nicht. - nimm besser eine weitere Wasserflasche mit, weil es sonst nachts zu wenig Wasser gibt, nachdem du kochst. - du könntest das T-Shirt gegen eins mit langen Ärmeln ersetzen, weil man so ein besseres Gewicht-Wärme-Verhältnis hat. Warm wird es sowieso nicht werden. - vergiss das mit dem Schirm, das funktioniert (genau wie Regenröcke) kaum bis gar nicht dort oben. Die Kamera wird denke ich auch keine Probleme mit etwas Regen haben. - du könntest das Handtuch daheim lassen und dich vor der Rückfahrt mit einem Oberteil abtrocknen. Auf der Strecke interessiert es niemanden, wie du riechst. - versuch vielleicht, die Schlüssel irgendwo zu deponieren, zB. bei Verwandten. Auf Tour nerven die sehr. - ein paar Ersatzmasken schaden nie. - wo packst du Elektronik und anderen Kleinkram rein? - wasserdichte Handschuhe oder welche mit Neopren sind während der Jahreszeit sehr sinnvoll. - ein paar Socken mehr könnte den Komfort im Lager deutlich erhöhen. Bei dem ganzen Kleinkram ist es natürlich schwer zu sagen, wie gut das passt. Das Gewicht ist schon jetzt ziemlich ordentlich für die Bedingungen. Ich persönlich würde eher Sachen dazu packen, als daheim zu lassen. Viel Glück bei deiner Tour!
  6. Moin! Auch wenn es schon etwas spät ist und du nicht explizit danach gefragt ist, kommentiere ich das mal kurz. Zu der aktuellen Liste: - glaubst du, dass der Aegismax Nano warm genug ist? Dazu später mehr. - brauchst du wirklich ein (so schweres) Kissen? Ich bin weder von der Kissen-, noch von der Luftmattenfraktion und weiß natürlich nicht, was du zum Schlafen benötigst. Grundsätzlich funktioniert das selbstverständlich, nur auf langen Touren nervt es natürlich immer, wenn man von einem Gegenstand abhängig ist, den man nicht an jeder Ecke kaufen kann und der ganz schnell kaputt ist. Die Warranty von TAR hilft dir auch wenig auf dem Trail, wenn du auf einer platten Matte liegst. - brauchst du wirklich (so große) Drybags? Ich nutze mittlerweile höchstens noch einen. Du kannst zB. viel Kram wie Kleidung in den Schlafsack/Quilt packen oder einfach so in den Rucksack tun. Wenn du dir Päckchen für den Trail vorbereitet hast, könntest du auch alle 500-1000km zwei Nylofume Bags nehmen, dann nutzt du einen davon als Rucksackliner und den anderen als Packsack bzw. als Backup für den Liner. Ich nehme immer zwei davon auf längeren Touren mit. - Kleidung ist ein sehr individuelles Thema, aber würde es vielleicht für dich Sinn ergeben, ein paar dünne Synthetiksocken einzupacken? Die wiegen fast nichts und können die Füße gut schützen. Stattdessen könntest du eines der drei anderen Sockenpaare rauswerfen. - wiegen die billigen Fleecehandschuhe von Decathlon nicht viel weniger? Wenn man die mit den wasserdichten Fäustlingen von Decathlon kombiniert, ist man für so ziemlich alles gut gerüstet. - ein Schlauchtuch ist nie verkehrt. - mir kommt es etwas komisch vor, dass du eine 550g-Jacke für frische Temperaturen eingepackt hast, aber dein Schlafsystem für eher sommerliche Temperaturen ausgelegt ist. Dazu auch später mehr. - generell könntest du etwas Kleidung aussortieren, auf längeren Touren stinken vier Shirts genauso sehr wie zwei. - sind die Kopfhörer von deinem Handy nicht leichter als die 50g, die du angegeben hast? Ich habe das gleiche Smartphone und bei mir wiegen die Kopfhörer nur die Hälfte. Für das Gewicht kannst du aber auch gleich ordentliche Kopfhörer einpacken. - eine so große Powerbank und dazu noch das Solarpanel sind vielleicht overkill. - je nachdem, wie du mit deinem Handy umgehst, könntest du auch leichtere kleine Kabel nutzen, aber dann kann man während des Ladens das Gerät oft nicht bedienen. - für was brauchst du denn drei Packungen Taschentücher? Braucht man so etwas überhaupt? Reicht nicht Klopapier? Oftmals muss man davon nur ganz geringe Mengen einpacken und unterwegs Stück für Stück aufstocken. - 300g für Zahnbürste/Zahnpasta/Sonnencreme/WildernessWash ist ziemlich viel, was wiegen die Sachen im Detail? - es gibt leichtere Handtücher bei Decathlon, die kaum etwas kosten. Theoretisch braucht man Handtücher gar nicht, aber vielleicht ist dir der Gedanke zu puristisch. Ich habe auf meiner letzten Tour mein Handtuch vergessen und habe es nicht vermisst. Du könntest übrigens Löcher in das Handtuch als Aufhängung schneiden, das spart ein Gramm und du bist nervige Aufhängeschlaufen los. - zum Kochzeug wurde schon etwas geschrieben, du wirst schon wissen was du brauchst. Ich persönlich finde das Setup ziemlich schwer, aber habe auch keine Ahnung vom Kochen auf dem Trail. - die zusätzliche EVA-Matte könntest du auf Torsolänge kürzen. - stell dich darauf ein, dass der ohnehin schon eher frische Aegismax Nano nach einer Nacht im Tyvekbivy komplett durchnässt ist, wenn du Pech hast. - vielleicht ist es besser, auf robuste Regenjacken zu setzen, um auf der sicheren Seite zu sein. - deine Rucksackapotheke verstehe ich nicht ganz. - wolltest du nicht ein Garmin InReach Mini mitnehmen, oder verwechsele ich da etwas? - es kann nie schaden, einen Hering mehr einzupacken. Und Heringe brauchen keinen Beutel und der muss erst recht nicht aus DCF oder so sein (das denkbar unnötigste Material für einen Heringsbeutel, um das hier mal loszuwerden). - es ist immer nett, eine Plastiktüte dabei zu haben. Oder noch besser, einen weiteren Nylofume Bag. Im worst case kannst du damit sogar deine Ausrüstung in den nächsten Ort schleppen oder im regulären Fall darin zusätzlich Essen verstauen. - hast du etwas dabei, um deine Nägel zu kürzen? - Ziplock Bags sind immer nett für Kleinkram. Meine halten schon einige hundert Kilometer. - zusätzliche Dinge für die Zahnhygiene können nie schaden, Zahnseide ist immer gut (kann auch als Nähgarn dienen). Auch Medizin speziell für Probleme im Mundraum ist nett, eine kleine Tube mit Lidocain-Salbe ist die 10g wert (zusätzlich zu den normalen Mittel, die man so dabei hat). - Leukoplast Tape sollte nie fehlen und spart in der Regel sogar in der Kombination mit Blasenpflastern Gewicht, da diese nicht direkt abfallen, wenn man sie mit Tape zusätzlich an den Rändern anklebt. - falls dir deine Gesundheit am Herzen liegt, überleg dir ein Konzept, wie du eine ausreichend Mikronährstoffe zu dir nimmst, weil eine Hiker Diet über längere Zeiträume eine Katastrophe für den Körper ist. - etwas Seam Grip schadet auf längeren Touren nie. - wenn du dir nicht zu 100% sicher bist, dass du keine Probleme mit den Füßen hast, ist etwas Creme für die Füße auch nie eine schlechte Idee. Bei Decathlon gibt es auch eine. Das sind jetzt alles eher nur Denkanstöße, deine Liste ist schon recht ausgereift und die meisten Punkte sind Auslegungssache. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie weit man mit günstigen Produkten kommt. Nur das mit dem Schlafsack kommt mir gar nicht gut vor. Ich hatte mal ein etwas leichteres Modell von Aegismax und wäre damit niemals außer Sommer (maximal) im Mittelgebirge losgezogen und der Nano 2l wird wohl nur ein paar Grad wärmer sein. Falls du dich auf Kleidung als zusätzliche Isolation verlässt, senkt das den Komfort deutlich, könnte zu Nässeproblemen führen, sorgt für einen unglaublichen Gestank, erhöht das Gewicht usw. Ich persönlich nutze selbst bei Wintertouren in Skandinavien auf Ski nur selten eine Isolationsjacke (die übrigens mit ca. 400g in XL merklich leichter als deine ist und auch von Decathlon kommt), aber könnte mir absolut nicht vorstellen, diese Tour mit dem Schlafsack zu machen, weil mir das viel zu frisch wäre. Hoffentlich waren da ein paar Anreize für dich bei, viel Glück auf deiner Tour und berichte davon mal! Ach ja: Ist es für dich wirklich finanziell lohnenswert, dir ein Zelt zu nähen?
  7. OT: Man sollte in einem Forum, in dem sich der durchschnittliche Nutzer für gefühlte 3000€ im Jahr Gear kauft, nicht die falschen Fragen stellen. Zweifellos ist es gesünder für den Planeten, wenn man sich zehn verschiedene DCF-Zelte im Jahr ordert, als sich ein Silnylon-Zelt aus China von seinem Studenten-/Azubigehalt zu kaufen.
  8. OT: Du brauchst wahrscheinlich kein Backup auf dem Abschnitt Storlien-Grövelsjön, falls du das damit meinst. Es gibt nur eine Hand voll Stellen, an denen man sich eventuell verlaufen kann. Wenn du dein Handy nicht stark für Musik/Fotos/usw. nutzt wird das locker zur Navigation ausreichen. Die Markierungen sind fast durchweg sehr gut und selbst im labyrinthartigen Rogen-Gebiet verläuft man sich so kaum. Tagsüber wirst du wahrscheinlich fast nie ein Gerät nutzen müssen, um den Weg zu finden. Spontan fällt mir neben den beiden Einstiegen zum Trail nur das Skigebiet bei Fjällnäs ein, wo die Ausschilderung nicht optimal ist, und letzten Sommer fehlte ein einziger Wegweiser im Rogen-Gebiet.
  9. Harakiri

    Schneebiwak

    Moin! In der Theorie klingt das meistens ganz toll, allerdings steigen ohne Zelt die Anforderungen an den Rest des Schlafsystems weiter. Vor einer Woche habe ich in einer sternklaren, windstillen Nacht bei knapp -20°C draußen unter freiem Himmel übernachtet und habe so gut wie fast noch nie geschlafen. Es ging schnell und war extrem unkompliziert. Allerdings ist es kaum zu vermeiden, dass Matte und Schlafsack so einiges an Feuchtigkeit abbekommen - und das mit VBL und Tyvek-Biwaksack. Für eine Übernachtung oder zwei bzw. in Notfällen auch mal etwas länger geht das super, aber irgendwann wird die Feuchtigkeit bei längeren Touren zu einem riesigen Problem. Wo wir aber noch gar nicht bei Schneehöhlen wären. Schneehöhlen sind finde ich ein interessantes Thema, über das man wochen- und monatelang diskutieren könnte. Wenn ich mal überlege, in wie vielen Situationen ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, bei wirklich miesem Wetter eine Schneehöhle zu bauen und das dann nicht möglich war, weil bei normalen Touren in Skandinavien an fast allen gefährlichen Stellen nicht ausreichend Schnee vorhanden ist, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Hätte ich mich auf eine Schneehöhle in der Situation verlassen müssen, wäre ich krepiert, wenn mich vorher nicht jemand geborgen hätte. Es mag vielleicht am Berg meistens irgendwie gelingen, eine Wechte, Vertiefungen oder wenigstens ausreichende Verwehungen zu finden, aber im hügeligen/fast flachen Fjäll ist das oft nicht der Fall. Oder wie soll man in einem schmalen Tal oder einer Hochebene eine Schneehöhle bauen, wenn der Wind nur noch wenige Finger breit Schnee übrig gelassen hat? Du warst ja vor kurzem noch Richtung Nikkaloukta unterwegs und wirst wissen, wie wenig Schnee manchmal zwischen Singi und der Fjällstation am Kebnekaise liegt, da müsste man schon eine Weile suchen. Und was macht man, wenn man einen großen See überquert und das Wetter schlechter wird? Was passiert, wenn man im Birkenwald ist und der Schnee zu locker für eine stabile Behausung ist? Zumindest aktuell ist es in vielen Gegenden so, dass man praktisch bodenlos im Schnee einsinkt, wenn man durch die oberste Schicht durchbricht - der Schnee darunter ist wie Sand und müsste erst einmal stark verdichtet werden, um damit irgendwas anzustellen. Dort eine Schneehöhle zu bauen würde nicht nur ein paar Stunden dauern, sondern vielleicht sogar einen Drittel Tag. Man müsste wohl die Streckenführung stark anpassen und müsste jeden Abend lange buddeln, wenn man konsequent nur in Schneehöhlen übernachten wollen würde. Für mich geht das als Rechnung nicht auf, aber theoretisch funktionieren würde es bestimmt. Generell frage ich mich, ob es sich bei der immensen Arbeit, die eine Schneehöhle erfordert, nicht mehr lohnt, zumindest ein leichtes Zelt einzupacken. Für mich persönlich kann ich die Frage klar mit "ja" beantworten, aber wie andere dazu stehen, kann ich nicht beurteilen. Ich bin aber auch der Ansicht, dass ein mittelschweres Zelt oft besser als ein leichtes Zelt ist, weil man dann nicht jeden Abend zwei Stunden lang eine Schneemauer bauen muss oder genauso lange im Schnee eine Vertiefung ausheben muss. Mit meinem Helsport-Zelt, das vielleicht 1,5kg mehr als nötig wiegt, musste ich in den letzten 2 ½ Wochen im Fjäll exakt gar keine Schneemauer bauen. Hätte ich stattdessen ein Mid dabei gehabt, wäre ich bei der Tour wahrscheinlich insgesamt mindestens 10-15h lang damit beschäftigt gewesen, nur im Schnee herumzustochern und hätte dann noch die ganze Zeit davor Angst gehabt, dass sich der Wind dreht. Man könnte auch noch den Bergsteiger erwähnen, der am Denali mit dem Plan, komplett ohne Zelt nur in Schneehöhlen zu übernachten, gestorben ist. Vielleicht hatte der Wanderer im Sarek einfach Glück. Der Franzose, der ohne Ski oder Schneeschuhe durch die Berge läuft, lebt ja auch noch. (Was viele Leute übrigens vergessen: Legt mal einen Hilleberg- oder Helsport-Tunnel ohne Innenzelt auf die Waage. Auf einmal sind das gar keine so dicken Klopper mehr.)
  10. Ich persönlich halte Discord für eine echt tolle Ergänzung zum Forum, wenn man den Server gut moderiert und die Zahl der Kanäle stark beschränkt bzw. diese nur zum Chatten nutzt. Man könnte den Fokus dann vor allem auf Voice-Kanäle setzen. So hätte man praktisch ein besseres, übersichtlicheres, öffentliches Skype bzw. ein ansprechenderes Teamspeak, das man sehr intuitiv nutzen könnte. Für Stammtische wäre das aktuell ein Game Changer und würde tolle Möglichkeiten bieten, ohne dem Forum inhaltlich irgendwie das Wasser abzugraben. Bei Discord wäre es auch ein Leichtes, den Zugang einzuschränken und man könnte Trolle/Unruhestifter sehr leicht mit Bestätigungsverfahren draußen halten. Telegram ist einfach nur ein Trend. Es ist ja schon eine Weile bekannt, dass der Messenger auch nicht sicherer als andere ist und die Nutzungsvorteile davon halten sich finde ich sehr in Grenzen. Das erinnert mich ein bisschen an den aktuellen VPN-Boom, bei dem Leute glauben, einzig und allein ein VPN würde sie irgendwie anonymisieren. Threema oder so wären schon besser geeignet, aber ich persönlich sehe da nicht wirklich einen Mehrwert. Discord ist rundum besser. Oder was genau bringt uns jetzt eine tolle Verschlüsselung?
  11. Discord ist absolut top! Allerdings würde ich mir bei den ganzen Funktionen etwas Sorgen darüber machen, dass der Server Aktivitäten aus dem Forum abzieht, weil man dort theoretisch sehr viele Dinge besprechen könnte, für die man sonst das Forum nutzen würde. Das müsste man dann auch wieder streng moderieren, zumal man Probleme im Voice Chat ganz anders lösen muss, als irgendwelche schriftlichen Konflikte hier im Forum. Eventuell würde das eine Menge mehr Arbeit für die Moderation bedeuten.
  12. Ich denke, man sollte sich immer gut überlegen, ob der Stress und die Angst die paar Euro wirklich wert sind. Es ist nicht teuer, Gepäck aufzugeben und man spart sich potenziell sehr viel Ärger. Natürlich geht es in den allermeisten Fällen gut, nur mit Handgepäck zu fliegen, aber dann besteht eben auch die Chance, dass mit einer geringen Wahrscheinlichkeit die Tour nicht wie geplant durchgeführt werden kann. Letzten Sommer hatte ich die Option, theoretisch nur mit Handgepäck zu fliegen, aber habe dann lieber das Gepäck aufgegeben, um garantiert meine Tour durchführen zu können. Das war denke ich die beste Entscheidung und das obwohl die zusätzlichen Kosten für mich als Student durchaus relevant sind. Für die meisten Nutzer hier dürfte Zeit aber ohnehin deutlich wertvoller als das Geld für die Flugtickets sein und nichts ist zeitraubender, als irgendwo im Ausland Wanderstöcke oder ordentliche Heringe zu kaufen, geschweige denn einen Gaskocher oder ein neues Gestänge. Lediglich Taschenmesser bekommt man meistens leicht. Dann würde man mit etwas Pech einen Tag oder noch mehr verlieren. Zug-/Busverbindungen würde man garantiert verpassen. Mir war es das Risiko jedenfalls nicht wert, obwohl der Flug in meinem Fall nach Stockholm ging und es dort Outdoorartikel ohne Ende gibt.
  13. Vor zwei Jahren bin ich von Remagen bis Bingen auf einer sehr ähnlichen Strecke im Spätherbst mit dem Rad gefahren. Ich kann bestätigen, dass die Temperaturen verhältnismäßig mild und ziemlich feucht sind. Trotzdem ist es in deinem Fall Winter und die Temperaturen können gerne unter Null fallen. Zumindest ist es weniger kalt als im Umland, beispielsweise in der Eifel. Richtiges Wintergear würde ich persönlich nicht einpacken. Gamaschen, eine 3mm EVA mehr als im Frühjahr oder Herbst, eine leichte Isolationsjacke, wärmere Socken als sonst, Winterschlafsack, Mütze, lange Unterhose, Handschuhe und vielleicht eine robustere Hose dürften bei vielen Leuten als Ergänzung zu der normalen Ausrüstung schon reichen, wenn man nicht längere Pause macht. Ein Winterzelt brauchst du definitiv nicht und die Tour ist sicherlich mit einem Dreijahreszeitenschlafsack möglich, wenn man sich zu helfen weiß. Man kann den Weg bestimmt mit weniger als 3,5kg Basisgewicht laufen, 5kg dürften schon mit einem sehr günstigen Setup kein Problem sein. Wenn du noch nie oder wenig außerhalb der Saison unterwegs warst, pack trotzdem lieber zu viel als zu wenig ein und orientiere dich besser nicht daran, was andere Leute dabei haben. Im Winter sind auch 6kg oder 7kg ein tolles Basisgewicht und es ist wahnsinnig individuell, wie viel Isolation man für eine entspannte Nacht im Schlafsack/Quilt oder bei einer Isolationsjacke braucht. Es ist auch möglich, dass man gar keine Isolationsjacke braucht oder aber dafür Matten mit einem kombinierten R-Wert von mehr als 5 einpacken muss, um eine Wintertour in Deutschland zu unternehmen. Lass dich daher besser nicht von Erfahrungen aus dem Frühjahr/Herbst täuschen, die du irgendwann mal persönlich gemacht hast, weil ein paar Grad weniger einen großen Unterschied machen können. Guck auf jeden Fall, dass deine Schuhe genügend Grip haben. Die Kombination aus Schlamm und eventuell noch feuchtem, schweren Schnee macht Stellen unangenehm, die im Sommer nicht einmal auffallen würden. Gerade wenn man denkt, man würde ein tolles Wetterfenster erwischen, weil die Temperaturen nach einer Kälteperiode endlich etwas wärmer werden, kann der Schlamm wirklich unangenehm sein, da die Landschaft dann oftmals alles andere als trocken ist. Warme Temperaturen bedeuten außerdem oft Regen. Grundsätzlich sollte man den Weg aber zu jeder Jahreszeit ohne Probleme und besondere Winterausrüstung laufen können. Trailrunner mit frischen Sohlen reichen definitiv aus.
  14. Hallo zusammen! Um mir ein warmes, modulares Schlafsystem aufzubauen, möchte ich meinen Sierra Designs Nitro 800 (-9°C Komforttemp.) in Größe Regular (198cm insgesamt lang) mit einem Gramxpert eLite Quilt (Apex 267) ergänzen, den ich darüber legen würde. Ist es eher sinnvoll, die Länge L (-188cm) oder XL (-203cm) zu wählen? Ich bin ca. 180cm groß und am Ende des Schlafsacks habe ich nur wenige Zentimeter Platz, sodass es mit 188cm noch knapp funktionieren könnte. Ist es schlau, da zu geizen oder eher nicht? Vielen Dank im Voraus!
  15. Kein Problem, gerne! Das Erste-Hilfe-Set finde ich leider nicht wirklich gut. Für die häufigsten medizinischen Notfälle, die man beim Wandern so hat, ist nämlich gar nichts dabei und stattdessen hat man Sachen drin, die unnötig Platz wegnehmen. Die Tasche sieht außerdem recht schwer aus. Die Schere würde ich auch definitiv daheim lassen (die Schere an einem kleinen Schweizer Messer reicht aus). Die Pinzette hast du vielleicht auch am Messer. Die Latexhandschuhe würde ich gegen Desinfektionsmittel austauschen, bspw. 50ml. Lass vielleicht auch einen Verband draußen. Ich würde eine halbe Rolle Leukoplast in mittlerer Breite einpacken (oder falls du Reste einer breiten Rolle haben solltest, nimm die und schneide sie dann längs zu). Je nach länge der Tour sind Blasenpflaster in unterschiedlicher Zahl wahrscheinlich der wichtigste Gegenstand, am besten in mittlerer und kleiner Größe. Mit Leukoplast kannst du die auch fixieren, dann halten die Pflaster länger. Ibuprofen ist auch eine gute Idee, man könnte das dann noch mit anderen Sachen ergänzen. Ich persönlich habe immer nur eine kleine Apotheke dabei und will auch keine Empfehlungen aussprechen, aber du kannst eigentlich alle möglichen Dinge einpacken, die realistischen Szenarien entsprechen. Medikamente wiegen meistens nur wenig und so kann es nicht schaden, Kohletabletten, Beruhigungsmittel, stärkere Schmerzmittel, Antibiotika, reichlich Koffein eigene Medikationen usw. einzupacken. Was letztendlich die beste Lösung ist, wurde im Forum schon ausführlich diskutiert und da gehen die Meinungen auseinander. Wichtig ist nur, dass du bei allen Dingen weißt, wie du sie einsetzt, sonst kannst du sie auch daheim lassen. Auch wenn es nicht wirklich zum Erste-Hilfe-Set gehört, gibt es noch mehr Zeug, über das du nachdenken kannst, was kaum etwas wiegt: - Wattestäbchen - Zahnseide (kann Nähgarn ersetzen) - Nadel (und Garn) - Ersatz für: Brille/Kontaktlinsen/Lösung falls nötig - Antireibungscreme - Einwegrasierer/Rasiererköpfe - Kamm - kleine Kopfhörer - ... Mit den Sachen die er plant dabei zu haben, kommt das bestimmt gut hin - wäre da nicht der Schlafsack. Ich will daher auch nichts empfehlen, je nachdem ob der jetzt bleibt oder nicht, sind das bestimmt 10l Volumen Unterschied. Am besten ist es wahrscheinlich, mit dem Rucksack erst einmal abzuwarten und erst nach einem speziellen Modell Ausschau zu halten, wenn genau klar ist, welches Volumen die Ausrüstung am Ende hat. Man könnte dann einfach die Sachen in einen Müllsack oder so packen und würde dann genau wissen, welche Rucksackgröße Sinn ergibt. Da du noch neu im Ultraleichtbereich bist, würde ich dir aber dazu raten, den Rucksack nicht zu klein zu dimensionieren. Nur weil es mit der momentanen Ausrüstung vielleicht gerade so passen würde, heißt das nicht, dass du nicht noch einen Wandel durchlebst und wieder Sachen dazu haben willst, die nicht in das ultraleichte Klischee passen. Am Ende wirst du wahrscheinlich irgendwo zwischen 30 und 50l landen, das kann man jetzt noch gar nicht abschätzen. Aber ich bin mir recht sicher, dass du selbst für Wintertouren mit einem Rucksack ohne Gestell auskommen wirst, was ja fast immer Sinn ergibt.
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