Reputationsaktivitäten
-
danicom hat eine Reaktion von DerWanderjunge erhalten in Zeigt her Eure Powerbanks - die Powerbank-ÜbersichtAuf der Suche nach einer performanten Ladegerät/Powerbank-Komnination bin ich bei folgender Powerbank in Verbindung mit dem im Ladegerät-Faden vorgestellten Anker Powerport III Nano Charger (18W PD/ 37g) bei der folgendem Powerbank angekommen:
Poweradd EnergyCell 10000mAh Powerbank mit Power Delivery
Kapazität/g: 56,81mAh/g (52,21mAh/g gemessen)
Gewicht: 176g
Kapazität: 10.000mAh (nach Test vermutlich eher 9.100mAh)
Anschlüsse: 1x USB C 18W (9V/2A) PD 1x USB A (18W) (18W kombinierte Gesamtleistung)
QC3: Nein
PD: Ja (18W laden/entladen)
Qi-Laden: nein
Durchgangsladung: ja
Integriertes Kabel: nein
Ladestandanzeige: ja (in 25% Schritten mittels 4 LED)
Automatischer Ladebeginn: ja
Automatischer Ladestopp: ja
Preis: 19,99€ (Aktion 17,99€) beim großen Strom
In Verbindung mit dem Anker Nano Ladegerät läd die Poweradd mit 15,5W. (213g Gesamtgewicht)
Ladezeit komplett: ~3:22h (in der Kombination mit PD Charger)
Reell übertragen: 26,7Wh (37Wh Nennkapazität) per PD (14-16W) an ein Smartphone.
PS: Alle Werte habe ich mit einem PD-fähigem USB Multimeter selbst nachgemessen und jew. hinter den Herstellerangaben angegeben.
-
danicom reagierte auf Capere in KHT40 + Monolite - 170g - Atmungsaktive Isolations Jacke - ModularWarmth -Auch hier mal wieder eine neue Version gefertigt: Apex67 + Cloud71
Gesamtgewicht 172g.
Damit nur marginal schwerer als die erste Version, aber deutlich mehr Loft/Isolation.
-
danicom reagierte auf Capere in - 20l - 250g Trail Running Vest / Rucksack - SimpleRunAuch mein neuer persönlicher FastPack ist die Tage entstanden:
~24l - 266.5g / 9.4 oz - Fully taped EPL200 Ultra + PowerMesh + Hex Mesh
Gegenüber dem Kilimanjaro Pack habe ich anderes Mesh für die Vest Straps und PowerMesh für die Elastiktaschen am Pack verwandt. Ansonsten sind es lediglich ein paar wenige kleine Optimierungen für die Optik, denn die Verstellsysteme haben sich beide bewährt.
Konnte in der Form jedenfalls dann auch direkt auf dem Goldsteig überzeugen.
Obendrein habe ich die Tage ein HowTo-Video zum Nähprozess fertiggestellt:
-
danicom reagierte auf Steve42 in IKEA Frakta RucksackServus,
Da ich mir demnächst neben einem Tarp und Bivy auch einen Rucksack selber nähen möchte habe ich mir einen Haufen IKEA Frakta Taschen bestellt und nach der Anleitung von Bergreif einfach mal los gelegt.
Maße etwas abgeändert, 6mm 3D Mesh statt 3mm genutzt (nie wieder ) weils grade da war genutzt und versucht, soviel wie möglich von der Frakta zu upcyclen. So sind auf die Träger aus Frakta genäht und möglichst überall wurde das IKEA Band genutzt.
Eigentlich war es nur ne Übung, aber das Ergebnis ist so passabel geworden, das ich es einfach mal hier teile. (Mein Tarp-Versuch ist nämlich noch stark ausbaufähig )
-
danicom reagierte auf Capere in - 20l - 250g Trail Running Vest / Rucksack - SimpleRunNach dem immer leichter und leichter, wurde es jetzt mal Zeit für einen richtig massiven Pack! Ich musste dafür ein enormes Mehrgewicht in Kauf nehmen, aber für einen Freund entstand so ein Fastpack aus Dyneema Woven Melange, Dyneema Mesh und HexMesh-Trägern:
Gesamtgewicht: 349g (immer noch leichter als ein Palante Joey)
Als kleine Änderungen habe ich ihm auch am Rücken Mesh angebracht und obendrein eine Option zur seitlichen Verstellung integriert:
Obendrein habe ich das Bottom Pocket noch etwas verfeinert - es läuft jetzt minimal am Rücken hoch und hält somit Gegenstände noch etwas sicherer. Oh und ich habe mit Velcro Omnitape für den RollTop experimentiert - werde ich jetzt öfter nutzen.
-
danicom reagierte auf Soulboy in NordSüdTrailEcht? Du kennst 2 die sind sauer? Im Ernst? Habt ihr sonst keine anderen Probleme?
Wer mir während meiner Reise live bei Instagram oder Find Penguins gefolgt ist, weiß dass ich nicht auf Sylt gestartet bin. Das war also für jeden, den es interessiert von Anfang an transparent. Die Filme werden dies in vollem Umfang erklären. Wenn du dafür nicht die nötige Geduld hast - dann ist das so.
Im übrigen danke, dass du mir das gönnst - ich hatte trotz Corona und dem einen Flipflop einen wunderschönen Thruhike!
Wenn sich in 10 Jahren jemand den Film zur Vorbereitung auf den Weg anschaut, dann will der nix von Corona und Lockdown hören, also hab ich mir meiner Meinung nach einen Riesengefallen getan...
Aber bei aller nötigen Höflichkeit, ich werde hier NICHT mit dir meinen Schnitt und Filmaufbau diskutieren...
Schönen Abend noch...
-
danicom reagierte auf effwee in NordSüdTrail@Soulboy vielen dank für das schmucke video, die nette abendunterhaltung und das wie immer sehr professionelle video... und den ganzen 2019er E1 SH-Section flashbacks
Ich finde es gerade sehr seltsam, dass hier die unendliche arbeit die im zusammenschneiden und -stellen, geschweige denn von dem abfilmen (und den ganzen krempel 3500km durch dland schleppen) zum problem wird, weil es den kritierien der "authentizität usw. nicht gerecht wird wenn sich der filmer, autor und hauptdarsteller des streifens, die freieheit nimmt, seine storie so zu erzählen wie es ihm gefällt - ich sach ma "das ist alles von der kunstfreiheit gedeckt"
mich hat die halbe stunde vortrefflich unterhalten, ich freu mich auf die nexten folgen...
-
danicom reagierte auf Capere in - 20l - 250g Trail Running Vest / Rucksack - SimpleRunSo, auch für mich selbst ist mal wieder ein neuer Pack entstanden - mit den LaserCut-Möglichkeiten nun auch nochmals deutlich angenehmer und präziser.
Als Korpus-Material kam vollständig 1.43 oz DCF CT5K.18 zum Einsatz und der Pack ist auch wieder komplett getaped. Gesamtgewicht: 146.5g und damit erstmals Sub 150g. <3
Und das, obwohl nun mit einem minimalistischem Top-Elastic Strap und KamSnap Closure neue Features hinzukamen.
-
danicom reagierte auf noodles in UL Hängematte Camp Setupdann berichte ich mal: ich habe mir eine Cloud71 11 Fuß-Matte bei Dutch gekauft. Das Gewicht von 135g ist unschlagbar. Stabilität ist wohl kein Thema, getestet hat Dutch mit einem Gewicht von fast einer halben Tonne:
Ich habe 2 Nächte versucht, darin zu schlafen, mir wars aber zu unbequem. Der Stretch ist deutlich spürbar. Allerdings spiele ich in der >90kg Klasse.
Andere haben berichtet, dass bei ihnen Stretch für den Komfort kein großes Problem ist. Ich habe im Hängemattenforum jetzt einen Test-Passaround gestartet. Wir werden sehen, wie das die anderen (leichteren) Hänger empfinden.
Ein wirklich schönes und UL-kompatibles Luxus-Item ist aber der Cloud71 Hängesessel.
Mit 77g Gewicht gut vertretbar
Thank You everybody!
-
danicom reagierte auf grmbl in 2020 staff picks und awardsOT: Oh da bin ich neugierig, wie denn? Wohl kaum mit dem beschichteten tyvek? Ich bin aktuell noch bei zusätzlich evazote...
-
-
danicom reagierte auf LAUFBURSCHE in PilzeWir können eigentlich auch nix stehen lassen. Gut, dass man Steinis zur Not auch roh essen kann
-
Huhu,
Gibt's hier noch mehr Leute mit einer harten Macke für Pilze? Im Herbst bin ich teilweise nicht vorwärts gekommen, weil ich andauernd nach Pilzen ausschau halten musste. Habe sogar mal eine Tour unterbrochen und eine Ferienwohnung gemietet um ein paar knackige Schwammerl zubereiten zu können... In der Hochsaison habe ich auch immer ein Stückchen Butter und eine kleine Zwiebel dabei - auch wenn die Zubereitung nicht sehr Brennstoff sparend ist.
Aber ich seh sie mir auch einfach nur gerne an und erfreue mich an ihnen.
Und nach dem Röhrlingswahnsinn im Herbst kommen jetzt die Winterpilze... Es hört nicht auf.
-
danicom hat eine Reaktion von questor erhalten in Neue Ultraleicht-AusrüstungFYI: Die Nitecore NB10000 ist jetzt beim ersten reseller auf AliExpress gelistet für € 45,58 + Einfuhr/Zoll | Ultra Leichte Carbon Fiber Energie Ziegel NITECORE NB10000 Ladegerät Kompakte 10000mAh Mobile Power Bank
https://a.aliexpress.com/_d6QVs26
-
danicom hat eine Reaktion von einar46 erhalten in Neue Ultraleicht-AusrüstungNeues freistehendes Zelt von Zpacks: Free Duo (852g inkl. Gestänge)
https://zpacks.com/products/free-duo-freestanding-tent?aff=2&utm_source=Mar_2020&utm_medium=video&utm_campaign=Zpacks Free Duo Tent | Overview&utm_content=accessories_nav
-
danicom hat eine Reaktion von Cyco2 erhalten in Neue Ultraleicht-AusrüstungNeues freistehendes Zelt von Zpacks: Free Duo (852g inkl. Gestänge)
https://zpacks.com/products/free-duo-freestanding-tent?aff=2&utm_source=Mar_2020&utm_medium=video&utm_campaign=Zpacks Free Duo Tent | Overview&utm_content=accessories_nav
-
danicom reagierte auf Soulboy in NordSüdTrailVielen Dank für das Lob.
Natürlich werde ich versuchen den kompletten Weg filmtechnisch zu Dokumentieren. Ich hoffe ja, dass mir viele folgen und auch ihr Glück auf dem NST versuchen. Eine schöne Filmische Dokumentation kann da helfen.
-
danicom reagierte auf FlowerHiker in NordSüdTrailWas soll daran, langweilig und spießig sein? Deine geplante Strecke zeigt ja gerade, dass wandern in Deutschland alles andere als langweilig ist und sein kann. Du startest am Strand, wirst an der Küste vorbei durch Heidelandschaften, durch tolle Mittelgebirge, an sagenhaften Flüssen, durch tolle Waldgebiete bis hin zu den Alpen laufen. Nur um ein paar Highlights zu nennen. Das allein zeigt schon, wie wahnsinnig vielfältig unserer Land ist. Für mich alles andere als spießig und langweilig. Nur leider wird häufig nicht wahrgenommen welche Highlights wir in Deutschland vereint haben.
Es sollte sich niemand dafür schämen in Deutschland zu wandern
-
danicom reagierte auf Soulboy in NordSüdTrailVielen Dank für die Verlinkung des Filmchens in diesem Forum. Ich habe nicht damit gerechnet, dass diese Geschichte so gut ankommt und aufgenommen wird. Ich hätte gedacht die meisten finden das eher spießig und langweilig in Deutschland einen so großen Fernwanderweg zu laufen. Ich freue mich wie Bolle auf dieses Abenteuer und bin gespannt wohin es führen wird.
Fortuna und Altbier werde ich aber vermissen....
-
danicom reagierte auf sja in [PT] Madeira 2020Tag 7: Nach Porto Moniz
Trotz der feucht-kalten Umgebung habe ich irgendwann tief und fest geschlafen. Als ich aufwache, regnet es wieder oder es tropft der Baum… das eine vom andern ist schwer zu unterscheiden. Es ist auch immer noch windig… Ich drücke ganz fest die Augen zu. Nicht aufmachen, denke ich. In meiner embryonalen Schlafhaltung will ich mich einfach nicht bewegen, gerade ist mir so schön warm. Zumal es links und rechts des Sacks etwas nass ist, vor allem rechts am Eingang wo das Mesh ist. Ich habe es abends schon bemerkt, aber mich bemüht, mich davon nicht verrückt machen zu lassen. Nützt ja eh nix. Es ist zumindest über Nacht nicht viel mehr geworden.
Keine Ahnung, woran es liegt. Von dem nicht ordentlich straffen Mesh, das auch nicht 100% senkrecht ausgerichtet ist. Dies könnte dazu führen, dass sich die Luftfeuchtigkeit daran verfängt und nach innen tropft? Der Bathtube-Boden (oder wie heißt das?) ist nicht ordentlich aufgerichtet, dadurch kommt durch den Reißverschluss unten Wasser rein? Glaube ich aber eher nicht. Abgedichtet ist es überall ordentlich…
Am liebsten wär mir natürlich, es läge an den Umständen… Wenn die Luft so voller Wasser ist, ist es ja kein Wunder, dass sich die Feuchtigkeit irgendwo absetzt… rede ich mir zumindest ein. Trotzdem, nächstes mal ordentlicher und mehr in Ruhe aufbauen, egal wieviel Wind.
Irgendwann klingt es draußen etwas besser und ich schaue auf die Uhr: So langsam kann ich mal zusammenpacken. Will unbedingt aus diesem anstrengenden Nebel-Wind-Wasser-Wetter raus - Immer noch sehe ich im Licht meiner Lampe die Luftfeuchtigkeit. Als ich soweit bin, dass das Zelt dran ist (so früh war ich noch nie), ist es noch stockdunkel. Dichtester Nebel. Also nochmal ins Zelt und etwas warten. Dämmern sollte es schon. Viertel vor 8 wage ich es. Zur Not kann ich in dem Unterstand noch etwas warten.
Ich laufe los, es regnet nicht, aber Nebel nach wie vor. Ich denke (hoffe), mit jedem Meter Abstieg wird es heller, na ja, ein wenig. Es geht lange an einer Levada entlang durch einen Wald, das bedeutet, entspanntes Gehen.
Irgendwann ist Ribeira ausgeschildert und es geht durch den Wald einen Weg, der aus mit Holzbohlen angedeutete Stufen besteht - und immer wieder durch Matsch, einmal sinke ich ganz schön tief ein, Mist.
Als ich aus dem Wald rauskomme, eröffnet sich der Blick auf das Meer und etwa blauer Himmel. Hach wie schön… Und ich sehe wieder erste Anzeichen dörflicher Strukturen.
Bis Porto Moniz geht es aber noch auf steilen Asphalt-Wege, die in der Mitte winzige Stufen haben, das soll das Gehen wohl erleichtern.
Als ich nach Ribeira de Janela runter laufe, sehe ich von oben den Campingplatz, ein Zelt und eine Person ist zu sehen, sie hängt gerade ihr Handtuch in die Sonne. Ist es Antje? - hm, nicht sicher, aber eindeutig ein UL-Zelt (milchig-halbtransparent weiß…).
Tja, sollte ich da jetzt auch stehen, in grün? Aber mal ehrlich.., so zwischen den Autostrassen... so nice ist der Platz nu auch wieder nicht - zumindest versuche ich so mir meine Hotelnacht zu legitimieren. Schade, hätte gern mit ihr etwas geplaudert, aber vielleicht sehe ich sie ja morgen nochmal. Ehrlich gesagt, freue ich mich auf eine heiße Dusche und ein profanes Hotel-Frühstück bis in die Puppen.
Im Hotel folgen Tätigkeiten in der Reihenfolge: 1. Heiß duschen, 2. Klamotten waschen (irgendwann ist auch Merino durch. Müffelt mittlerweile alles ziemlich…). 3. Zelt und Quilt trocknen. 4. ESSEN...
Die restlichen Tage…
Ich beschloss (in Fanal?), die restlichen, verbleibenden 2 oder 3 Tage relaxt und easy wieder Richtung Funchal zu zuckeln (mit Bus und zu Fuß). Eine Nacht in einem abgelegenen Casa Rural (Langasthof) oberhalb der Küste mit Blick auf das Meer, von da aus gehe ich nochmal ein Stück die Levada Nova - das ist jedoch relativ unspektakulär und führt zum Teil durch besiedeltes Gebiet, aber gehört vielleicht auch dazu.
In Prazeres (Regenwetter), stolpert Frau Antje plötzlich nochmal in das charmanten, winzigen Café, in dem ich mich aufwärme, und das von jungen Leuten mit viel Liebe und architektonischem Händchen - sicher in Eigenarbeit - ausgebaut wurde. Hoffentlich kommt hier in diesem abgelegenen Nest häufiger mal jemand vorbei. Wir tauschen uns über die letzten Nächte und Zeltplätze aus (sie hat erst ca. 3 km nach Fanal gezeltet, auch wenn mir nicht klar ist, wo da ein Platz gewesen sein soll - ich hatte am nächsten Tag geguckt. Sie sagt was von Picknickbänken… hm, könnte sein, dass ich was gesehen hab. Dort wars wohl angenehmer) und ich erblasse etwas, wie sie unterwegs ist und wie easy sie Plätze für das Zelt findet (das Cuben-Zelt war tatsächlich ihres). Versuche mir noch was abzugucken (sie eruiert wohl viel über die Karte). Irgendwie höre ich zwischendurch raus, dass sie auch als Trekking-Guide im Himalaya arbeitet? Na dann…
In den lauschigen Tagen schaue ich viel aufs Meer. Genieße auch das, hatte ich auch lange nicht mehr, ich könnte nun die Runde auch wieder von vorn beginnen. Wie schnell ist die ein oder andere „Strapaze“ vergessen. Schon nach dem Tag in Moniz war ich eigentlich wieder fit, ein Pausentag hätte gereicht - das hätte ich in Fanal nicht gedacht. An der Küste scheint die Sonne und oben in den Bergen hängen schwarze Wolken, insofern ist es vielleicht auch gut so wie es ist… Aber fürs nächste Mal nehme ich diese Erkenntnis mit.
Als ich die Tageswanderer im Hotel sehe, denke ich: Was für eine tolle Tour hast du gemacht und ich wollte nicht tauschen.
Frau Antje war noch 1 weitere Woche unterwegs.
Wieder in Funchal, letzter Abend, Sundowner in einer netten Bar etwas oberhalb...
-
danicom reagierte auf sja in [PT] Madeira 2020Tag 6: Nach Fanal
Die abschüssige Regennacht hab ich irgendwie hingekriegt, will aber gar nicht aufstehen heute, also komme ich erst etwas später los. Sobald ich los laufe freue ich mich aber – so ist es eigentlich an jedem Morgen, wieder unterwegs zu sein.
Heute habe ich nur ne kurze Etappe, denke ich – diese verlängert sich aber gleich mal wieder um ne halbe Stunde, weil ich im morgendlichen Tran einfach dem schönen Weg über die Hochebene folge und mich treiben lasse, immer der Nase nach. Die Abzweigung, ein ganz schmaler Pfad zwischen den Büschen hab ich nicht wahrgenommen.
Ach, bevor ich s vergesse... 5 min nachdem ich gestern Abend in den Wald abgebogen bin, auf der Suche nach einem besseren Zeltplatz, kam eine weitere Picknick Area, die einen guten Übernachtungsplatz geboten hätte. Oh Manno...
Es geht wunderschön über die Hochebene mit ihren unterschiedliche Heidepflanzen und Gräser, wenn die Sonne rauskommt, erscheint alles wieder in einem anderen Farbspiel.
Ich muss hin und wieder ganz schön den Weg durch die Macchia suchen, zum Teil weglos. Später im Wald ich steh ich nochmal im Gestrüpp, will schon umkehren und die Straße nehmen, da seh ich den Weg dann doch noch.
Nach Fanal. Wie in verschiedenen Beschreibungen gelesen, liegt es meistens im Nebel, so auch heute. Auch, dass es hier häufig sehr windig ist, bestätigt sich. Die alte Stinkorbeerbäume machen sich zwar gut in dieser nebligen, mystischen Stimmung, aber ich hätte auch nichts dagegen, wenn es etwas heller am Himmel wäre.
Frau Antje (wie ich sie jetzt mal liebevoll nennen will), ist sicher noch ne Stunde weitergelaufen und sucht sich was Gemütlicheres..., für mich zu spät. Durch meine Trödelei am Morgen (es war fast 10 als ich los bin) und die Extrakilometer, ist es schon 16h, als ich in Fanal ankomme.
Überlege lange, wo es am windgeschütztesten ist. Das parkähnlich Gelände ist terassenartig strukturiert. Auf oberster Ebene steht das Forsthaus, dort gibt es eine Ecke mit Hauswand und Hecke, hier könnte es windgeschützt sein? Wobei die Böen kommen aus unterschiedlichen Richtungen. Ist es weiter unten kälter oder wärmer? Warme Luft steigt nach oben? Aber die Bäume geben besseren Windschutz? Oh je.
Sehe noch 2 Ausflügler, die mich etwas beäugen, ich warte lieber, bis sie weg sind. Versuche dann, mein Zelt neben dem Forsthaus aufzubauen. Der Boden ist bockelhart und beim Aufbauversuch fliegt erst die Tyvekplane weg. Als mir eine Sekunde später das Zelt (die Heringe waren noch nicht richtig verankert), halb um die Ohren fliegt, versuche ich Tyvek, Zelt und Rucksack unter den Arm zu krallen und die Böschung eine Etage tiefer hinunterzugehen zu den Bäumen… Der Rucksack rutscht mir aus dem Arm und findet selbständig den Weg nach unten. Glücklicherweise ist er halbwegs verschlossen. Und glücklicherweise beobachtet niemand das Spektakel.
Unten kriege ich die Heringe wenigstens sehr viel besser in die Erde. Zack, zack muss es gehen, bevor die nächste Böe kommt. Erst denke ich, sieht sogar besser aus als die letzten Tage, das relativiert sich später jedoch...
Koche mir noch schnell was und schreib ein wenig. Draußen tobt es und dicken, schweren Tropfen fallen auf die Zeltwand. Keine Ahnung ob es regnet oder es nur der Baum ist, vermutlich eher Letzteres. Es klingt jedoch alles recht bedrohlich. Die Böen drücken die Zeltwand nach innen, Gottseidank kommt das nicht soo häufig vor. Bemerke, in der Hektik und durch den Wechsel des Platzes habe ich den falschen Stock genommen, d.h. nicht den, mit der richtig eingestellten Höhe. Naja ist nicht soo viel. Krieg ihn noch etwas verstellt, aber will jetzt auch nicht zu viel Gewalt anwenden. Wird schon gehen.
Wenn ich die Lampe anmache, kann ich die Wassertröpfchen in der Luft sehen, so dick ist der Nebel.
-
danicom reagierte auf sja in [PT] Madeira 2020Tag 4: Encumeada
Naja, dass die Nacht nicht kuscheliger würde als gestern, war ja abzusehen. Immerhin bin ich auf 1800 m. Aber will jetzt mal nicht wieder so ein Drama machen und kürze das Ganze ab…
Der „vento“ kam, aber (zumindest die meiste Zeit), aus der richtigen Richtung und ich lerne, dass man den Quilt oben zuclippen kann, ach wie praktisch. (In meiner Jugend auf Campingplätzen am Mittelmehr hab ich mich immer gewundert, ob man das Gestrippe und Gezuppel am Schlafsack wohl jemals mal braucht…). Und von der xlite Neoair Woman war ich ja bereits schon vor Madeira Fan, angesichts der Wärme von unten und des Wohlfühl-Faktors.
Um 2h gehts mal vor die Tür und ich sehe einen unglaublichen Sternenhimmel wow - Zum Sonnenaufgang geht s dann weiter. Ein paar Fotos, aber auf den Peak schaffe ich es nicht mehr, nur noch ein Blick auf das Berghäuschen:
Meine Mukkis sind wie Pudding - anfangs ist es immer noch… sagen wir mal frisch, aber wenn man sich bewegt, geht's. Der Weg verspricht heute wieder wunderschön zu werden, meine Beine sind aber noch ordentlich zittrig. Zwänge mir noch nen Riegel rein, viel gefrühstückt habe ich nicht. Sobald etwas geschützt und tiefer, setze ich mich aber auf eine Steinstufe und packe meinen tollen Stormin aus – ruckibzucki steht ein heißes Käffchen vor mir. Ach wie toll. Brauch noch etwas Anschub, bin definitiv zu fahrig.
Der Kamm gefällt mir fast noch besser als gestern. Immer wieder tolle Blicke zu beiden Seiten. Ich müsste eigentlich alleine sein, da vom Ruivo niemand startet, denke ich... - umso mehr erschrecke ich, als von hinten ein Typ mit Rucksack - Handtuch hängt raus - im Stechschritt vorbei marschiert. Ich wundere mich, was für ein Tempo, kurzer Smalltalk wär auch nett gewesen, der is bestimmt auch mit Zelt unterwegs. Hat der am Berghaus gezeltet? - well, muss auch nicht.
Den Smalltalk habe ich 1h später mit einem reizenden, englischen Pärchen, nennen wir sie mal Linda und Colin: How do you do? Ich war so verdattert, aber umso erfreuter über die freundliche Ansprache. Mittlerweile kommen mir ein paar Tageswanderer von Encumeada entgegen, die aber auf halber Strecke nach Corral das Freiras ins Nonnental absteigen.
Um 15h komme ich am Restaurant am Encumeada an, es brutzelte tatsächlich den ganzen Tag die Sonne, so dass ich mich sogar für den Café in die Stube setze. Welch ein Kontrast. Nachts wenige Grade über 0? (schätze ich, denn es gab auf den Pfaden zu Anfang kleine leicht vereiste Stellen), tagsüber 25? Also weiter unten. Bin wieder auf knapp 1000m. Will mich aber mit Nichten beschweren...
Habe den ganzen Tag überlegt, ob ich mich in dem Hotel eine halbe Stunde südlich für die Nacht einmiete, irgendwie wär mir danach… aber es ist eh nix frei; gut so. Also auf zum Camp: 20min down. Liegt wieder recht nah an einer wieder kaum befahrenen Straße. Finde ein halbwegs geschütztes Plätzchen hinter einem Baum und hab mental nen kleinen Hänger – trotz der superschönen Etappe. Pause. Bett, Dusche, ein Abend in netter Gesellschaft.... geistert mir im Kopf rum. O.k. erst mal Pasta kochen. Hat schon manchen trüben Gedanken vertrieben. Gehirn braucht jetzt Kohlenhydrate.
Nach dem Essen kommt mir mein einziger Teebeutel zwischen die Finger. Boah... coole Sache! Erstaunlicherweise hab ich da grad voll Lust drauf. Spiritus hab ich genug. Freu mich also irre über den bevorstehenden Tee - als ich dann auch noch lese, was drauf steht, muss plötzlich innerlich so lachen: BREEEATHE DEEP... so schnell kanns gehen, alles wieder gut.
Gönne mir zudem heut auch etwas mehr Strom für s Handy, Solarpanel hat heute getan, was es soll. Für Porto Moniz plane ich dann aber trotzdem nen day off.
-
danicom reagierte auf sja in [PT] Madeira 2020Madeira 2020
In diesem Jahr sollte der Jahreswechsel etwas anders verlaufen. Ich plante pünktlich zum Jahresbeginn eine Wandertour. Die Wahl fiel auf Madeira, inspiriert durch die Fotos und den Reisebericht „Madeira durch die Wolken“. Die üppig grüne, subtropische Vegetation in Kombination mit dem bis zu fast 1900 m hohen Zentralmassiv hatte es mir angetan. Für mich als Anfängerin, was das Zelten angeht (bisher nur vereinzelt in den Bergen gezeltet bzw. Im Sommer in der Schweiz von Campinglatz zu Campingplatz) passte es ganz gut, dass es auf Madeira sogenannte „Camps“ gibt (eigentlich sind es Picknick-Plätze), wo man nach vorheriger Anmeldung sein Zelt aufstellen "darf". Im Januar ist davon auszugehen, dass man eher alleine dort auf der Wiese nächtigt. Die Wasserversorgung stellt dort kein Problem dar. Neu für mich würde sein, dass ich für ca. 5 Tage Essen mitnehmen muss und nicht durch Dörfer kommen würde, wo ich mir im Zweifelsfall ein Zimmer nehmen kann. Klar hin und wieder gibt es Busse oder ich könnte mir ein Taxi zu einer der ERs bestellen. Aber das war nicht der Plan.
Es gibt zwar zu der Tour schon ein Reisebericht, aber ein, zwei Leute, die ich mit Fragen löchern durfte, fragten nach einem Bericht, und jede Reise ist ja anders, insofern hoffe ich das der ein oder die andere gerne mitliest.
Vielen Dank nochmal an @ChristianB und @AnnK sowie @TaeveSupertramp und Magna9090 von ODS (die sich hier jetzt glaube ich auch tummelt), für das geduldige Beantworten meiner Fragen vorab. (Fotos sind alle von mir).
-
danicom reagierte auf sja in [PT] Madeira 2020Tag 1 Anreise
Drama. Natürlich in der Nacht vor Nervosität kein Auge zugemacht. Um Mitternacht ein paar Neujahrsgrüsse verschickt, um halb 3 Richtung Airport aufgebrochen. Als ich die Wohnungstür abschließen will, merke ich, dass mein ach so ultraleichter Schlüsselbund den Wohnungsschlüssel nicht mehr enthält. Statt des Wohnungsschlüssels nehme ich jetzt den Büroschlüssel mit, na spitze. Zum 100. Mal nehme ich mir vor, den Ersatzschlüssel bei Freunden zu deponieren... SMS an J. für Notunterkunft in die Nacht, wenn wenn ich zurückkomme. Nächstes Problem: U-Bahn fährt unregelmäßig - klar New Year's Eve..., RTW-Einsatz, was sonst…ich warte... die Anzeige sagt mir "unbestimmte Verspätung"…, dann folgt eine Entscheidung für ein Taxi, zumindest erstmal in Gedanken. Ich gehe aus der U-Bahn-Station, um vorsichtig die Lage checken. Das erste Glück im neuen Jahr, siehe da, es fährt das gewünschte Auto vor und ich behaupte mich großartig gegen 4 Jungs, die in dieser Nacht schon gewaltig Spaß hatten. Ihre Strategie, 3x soviel Kohle für die Fahrt zu bieten trifft bei meinem super-netten Taxifahrer glücklicherweise auf Empörung. Es handelt sich um einen fröhlichen IT-Ingenieur, der zum Spass (?) in seinem Urlaub (!) in der Silvesternacht ne Tour macht - wie er sagt handele es sich um geschenktes Geld (?).
There we are. Sicherheitskontrolle: Kleine Schrecksekunde, als ich meinen Rucksack öffnen soll. Die wollen doch nicht etwa meine Trekking-Stöcke beanstanden? Oder meinen nigelnagelneuen Stormin Stove? Die 3kg Proviant? Alles easy, nix auspacken. Der Kragen meines Rucksacks wird auf Sprengstoffspuren untersucht.... Habe keine Böller eingepackt, hihi.
Funchal 14h - Flughafenbus in die Stadt gekriegt, check. 16:30h sitze ich in einem leicht schrabbeligen Stassencafe im schönsten Sonnenschein, check. Mir fallen ständig die Augen zu, nicht check. Um mich rum ein paar betagte Touristen. Ich überlege, ob die wohl von dem Hochhaus-Dampfer, auf den ich Richtung Süden blicke, kommen? Ich stelle mir vor, wie ich in den nächsten Tagen im Grünen bin und denke bei diesem bizarren Anblick namens „all inklusive“, wie unterschiedlich die Bedürfnisse sind.
Ich laufe noch etwas durch die Stadt und werde auf beeindruckende Weise von einem älteren Herren daran erinnert, dass Training gar nicht so ne schlechte Idee ist…:
-
danicom reagierte auf sja in [PT] Madeira 2020Tag 2 Von Santo da Serra nach Poiso
Mit dem Bus geht es heute morgen nach Santo da Serra, weit im Osten der Insel. Neujahr gab es am Nachmittag so wenig Busse, daher die Nacht in Funchal. Den „alcohol etilico“ für den Brenner kaufe ich zuvor im Supermarkt, praktischerweise in der 250ml Flasche. Der Rucksack mit dem ganzen Futter trägt sich ganz ok. Hab mir aber auch unglaublich Mühe gegeben, meine Nahrungsaufnahme zu optimieren. Zwei Tage zuvor stand ich von morgens bis Abends in der Küche und habe meine liebsten Müsliriegel zubereitet, Knäckebrot nur aus Nüssen hergestellt, Porridge gemischt, Gemüse getrocknet und Couscous, Polenta & Co vorbereitet – und natürlich Kalorien gerechnet. Verhungerungsängste nennt man das wohl… Und zur Not gibts dann ja noch geröstete Mandeln und Datteln zwischendurch.
Als ich am Kreisverkehr bei Santo da Serra ankomme, wird das Wetter immer schöner. Ich gehe los, bin so happy und enthusiastisch dass es endlich los geht und dass ich aus der Stadt raus bin.
Nach kurzer Zeit erreiche ich schon die Öko(?)Forellenzucht / den Forellenpark von Paulo ("Parque Ribeira Primeira"), die ich bei der Vorbereitung der Wanderung entdeckt hatte. Hm, jetzt schon? Ich kann aber einfach nicht anders und muss hier was probieren, easy heute, außerdem… man weiß ja nie… was man im Bauch hat…, der Kocher könnte ja versagen, der Spiritus auslaufen oder mein Couscous unterwegs aus dem Rucksack rieseln… haha…
Das Lunch besteht also aus einer unglaublich leckeren gegrillte Forelle, Kartoffeln, Salat und ein Humpen Wein ist inklusive. Außer mir ist nur ein englisches Pärchen da.
Ich laufe nach dem Humpen natürlich ziemlich beschwingt weiter. Leider ist es jetzt schon 12:45 h und ich muss mich etwas ranhalten. Bald schon erreiche ich meine erste Levada namens Levada da Serra. Ich laufe ein Stück entlang, dann geht es aber bergauf Richtung Pico do Suna. Von da sehe ich auch zum ersten Mal in der Ferne die Radarstation (weiße Kugel) oben auf dem Pico Arieiro.
Mein Plan ist, bis Poiso zu laufen, zwar liegt das Camp recht nah an der Straße, aber ich will vermeiden, dass der nächste Tag länger wird als muss - es stehen echt viele HM an. Der Weg vom Camp Terreios zum Camp Poiso ist nicht wirklich der Knüller, aber egal, gut dass ich die Strecke heute schon gehe. Ich hole mir Wasser im Ausflugs-Restaurant, auf dem Weg zum Camp Poiso und will schnell mein Zelt aufbauen. Allerdings - das Camp ist doch irgendwie doll an der Autostrasse und man – ich – stehe mit meinem Lunar da ganz schön auf dem Präsentierteller. Außer mir zeltet hier keiner. Sicher, wenn es dunkel wird, fahren hier bestimmt nicht mehr viele Autos, wenn überhaupt und das Zelt wird dann sicher auch kaum zu sehen sein. Überlege trotzdem weiter zum nächsten Camp auf der Hochebene Feiteiras de Baixo zu laufen. Ich gehe auf der anderen Straßenseite in den Wald und folge dem Pfad ein Stück, da sehe ich ein kleines ebenes Fleckchen mit Gras bewachsen und denke, das müsste doch passen, schön geschützt. Ich hadere trotzdem noch etwas, ob ich noch weiter gehen soll, aber hey, ist doch alles gut hier. Baue schnell mein Zelt auf und nutze zum ersten mal so richtig mein Stormin Stove System. Bin ziemlich begeistert. Funktioniert prima, steht stabil, ist fix, gut geschützt… Das erste Essen kochen unterwegs hat geklappt - HOORAY! Und ich freue mich auch, dass ich so ein schönes Plätzchen gefunden habe und nicht auf dem Camp geblieben bin. YUHUH!
‚Es wird schnell recht kühl um nicht zu sagen kalt…, morgen wird es sicher noch kühler, auf den 1800 m, schluck… Aber erst mal sehen, wie DIESE Nacht hier wird…