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Ultraleicht Trekking

nichtEssbar

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  1. Tu-Pack lässt sich auch super in einen (wasserabweisenden) Biwaksack verwandeln. Einfach unten noch ein wasserdichtes Rechteck drannähen (z.B. Zeltbodenstoff) und ggf. oben noch ein Kopfteil z.B. aus Moskitonetz. und schon hat man einen Biwaksack, wo oben der Gleitschirm drinnen ist. Würd dann allerdings mit einem Mittelreißverschluss im orangen Teil arbeiten, ziemlich genau so wie beim Luftschloss - da lässt sich der Schirm noch super reinpacken ohne herumwurschteln zu müssen.
  2. Oben (orange) PU-Beschichtetes Skytex 27, auf der Unterseite in schwarz 27g Ripstop Nylon Wie gesagt, Wärme ist meiner Erfahrung nach nie das Problem, in wärmeren Nächten wirds oft etwas feucht weils doch nicht so gut atmungsaktiv ist bzw. auch keine Daunen da sind, die ein bisschen Feuchtigkeit aufnehmen könnten..
  3. Hallo Marko, der ist so einfach dass ich gar nicht gezeichnet habe Einfach 2 Teile mit 120x200cm rechteckig ausschneiden , eine lange Kante vernähen und die anderen drei Seiten mit Schnallen versehen. Aus heutiger Sicht würde ich wahrscheinlich eher einen ca 180cm RV in der Mitte des Oberteils (in Längsrichtung natürlich) reinnähen. Dafür alle 4 Seiten zusammennähen, sodass ein geschlossener Sack entsteht. Normal bekommt man den Schirm da durch die 180cm RV noch komfortabel reingestopft - ansonsten kann man auch auf der Breitseite entweder einen RV verbauen oder einen Teil nicht zusammennähen und entweder offen lassen oder mit 1,2 Schnallen verschließbar um Gewicht zu sparen. Kompressionssack ist optional, du kannst auch einfach mit zwei Kompressionsbänder ähnlich dem AirDesign Airpack arbeiten - das spart Gewicht und ist auch noch schneller zu packen. Schaut nur nicht ganz so hübsch aus... LG T
  4. Hallo @Boris, das schwarze ist nicht der Innenteil sondern die Bodenwanne. Der Innenteil / Gleitschirmkammer ist in weinrot gehalten. Oberteil (oliv), Bodenwanne (schwarz) und Gleitschirmkammer (weinrot) wurden mit einer einfachen Kappnaht genäht. Die Gleitschirmkammer und den Oberteil habe ich vorab bereits vernäht, weil das die Verarbeitung einfacher machte. Beim Zusammenlegen wird der grüne Oberteil nach innen geschlagen, die schwarze Bodenwanne liegt somit beim komprimierten Paket außen (siehe Foto auf der Webseite). Falls du vom Tu-Pack sprichst, da sind der Kompressionssack und die Hülle des Gleitschirms zwei separate Teile. 1x die Decke mit dem Gleitschirm drin, und 1x der Kompressionssack. Schwarz kommt da beim Zusammenfalten nach innen, der orange Außenteil liegt außen - von Schwarz sieht man zusammengelegt nichts mehr. Dann einfach das Paket in den Kompressionssack und RV zu. Wenn du Fragen hast, meld dich doch einfach mal per PN LG T
  5. Hi Boris, probier's einfach mal aus. Je älter die Schirme sind, umso leiser wirds aber generell, auch bei einem neuen Schirm ist's nicht lauter als die Thermarest-Isomatten. Kondenz ist m.M. sehr interessant - besonders dass es weniger Probleme macht als man glaubt. Wenn ich das am Balkon teste (also nur mit dem Schirm ohne extras zudecken), wird's am ehesten feucht - Temperatur ~ 0-5°C . Ich hab letztes Jahr ~ 10 Nächte in freier Wildbahn im Schirm geschlafen. Großteils mit Zelt, aber auch ein paar Mal nur mit Schirm und Isomatte. Mir war immer schön warm, und ich habe nicht geschwitzt. Man muss dazu sagen, ich schlaf meistens am Berg, also selten dass es mehr als 10°C in der Nacht hat. Eine wesentlicher Komfortverbesserung gab's auch, als ich einen Hüttenschlafsack aus Seide verwendet hab, und der Schirm nicht direkt auf mir lag. Deswegen hat Luftschloss auch diese separate Schirmkammer (dort hab ich 40g Ripstop verarbeitet, 27g würd's auch tun..). Erste Testnacht im Luftschloss gabs null Kondenz, weder im Zeltteil noch im Schlafsackteil. War positiv überrascht. Was vielleicht auch mit ein Grund für wenig Kondens im Schirmbereich ist, ist dass ich am Berg / im Luftschloss meistens noch meine Daunenjacke anbehalt, die Kaputze ist fein gegen Auskühlen des Kopfes - denke die Daune kann auch noch einiges an Feuchtigkeit mit aufnehmen. HIer sieht man noch Tu-Pack (Tuchent-Packsack, ja mit den Namen hab ich's), der die 2-in-1 Variante darstellt; Kompressionssack und Schlafsack bzw. eigentlich Tuchent / Decke. Ist wesentlich angenehmer da drin zu schlafen als direkt im Schirm. Wiegt allerdings fast 200g und obwohl er zumindest Wasserabweisend ist (Skytex 27 in orange), pfeift der WInd recht gerne an den Seiten rein - ist also so mittelmäßig komfortabel und eher für windschwache Tage. In Kombination mit einem Biwaksack aber vl. ganz interessant. Weiterer Vorteil von Tu-Pack ist, dass man sich nicht nicht ständig in den Leinen verheddert und der Schirm ebenso im taunassen Gras wieder komprimiert werden kann, ohne komplett nass zu werden.
  6. Freut mich wenn's offensichtlich kein kompletter Schuss in den Ofen war Das wird sich machen lassen denke ich bzw. ist geplant. Auch noch von Tests in etwas härterem Wetter - mal schauen, ob's so funktioniert wie ich mir das vorstelle. Für dei Uberlite war ich bislang zu geizig (ebenso wie für einen leichten Rettungsschirm). Immer gut zu wissen, wenn man mit Münzeinwurf nochmal 600g aus dem Rucksack rauswerfen kann Hm... Vielleicht gibt's ja mal eine "Luftschloss Pro"-Version
  7. Nach fast einem halben Jahr herumprobieren (die Anfänge finden sich hier), ist "Luftschloss" endlich fertig. Das ist ein 3-in-1 Ding mit einem recht speziellem Anwendungsfall. Biwakfliegen mit dem Gleitschirm (wem das neu ist, hier versuchen wir einen möglichst realistischen Einblick in unser 2018er-Reise zu geben). Die Grundidee dahinter ist, Biwak(zelt), Schlafsack und Packsack für den Gleitschirm in einem zu vereinen. Das funktioniert, weil der Gleitschirm durch seine Luftpolsterstruktur eine recht gute Isolationswirkung hat, und deshalb als Schlafsack für zumindest 3.5 wenn nicht 4 Jahreszeiten herhalten kann. Der Gleitschirm wird in einer separaten Kammer, die fix in das Biwakzelt integriert ist, gepackt, die dann als quilt-ähnlicher Schlafsack dient. Ausgelegt ist das Ganze fürs Hochalpine Gelände und Sauwetter. Einfachheit, Robustheit und wind/wetterfest ist daher oberstes Gebot. Gewicht: 1070g inkl. Gestänge (was für die Kombination Zelt + Schlafsack durchaus akzeptabel ist finde ich) Meine minimale Gesamtausrüstung für Overnight (Gleitschirm, Gurtzeug, Isomatte, Luftschloss, Rettungsschirm, Vario, Kocher, Helm, ....) beläuft sich damit jetzt auf 9.9kg. für mehrere Tage, bin ich bei 11.4kg base-weight. Das ganze passt super in einen 50L Rucksack. Detaillierte Funktionsbeschreibung - in Englisch - gibt's hier: https://www.thomasbergmueller.com/luftschloss-paragliding-sleeping-system/ Schirm, Luftschloss und Gurtzeug - Links typische Situation nach dem Flug, rechts Schirm in der Schirmkammer, die dann den Schlafsack bildet. Innenansicht mit roter Schirmkammer, Isomatte und genügend Platz für anderes Equipment. Hinten sieht man das Moskitonetz bei geschlossener Sturmklappe. Da wir hier im MYOG-Forum sind, möcht ich natürlich auch ein bisschen was zur Entstehungsgeschichte Teilen. Angefangen hat das ganze mit einem Schnur-Gestängemodell, um mit der Statik des Tunnelteils ein wenig herumzuspielen. Basierend darauf habe ich dann mehrere Prototypen gebaut, großteils aus einer Bauplane (nicht elastisch, stabil, billig und Panzertape hält perfekt darauf). Ich hab dann lange wegen den Materialen überlegt und tatsächlich bereits 40g atmungsaktives DCF zuhause. Das war für mich die logische Wahl von größtmögliche Atmungsaktivität und wasserdicht. Ich hab mich im Nachhinein dann aber doch für ein etwas schwereres 80g 2.5 Lagen-Laminat entschieden. Gründe dafür waren die Farbe (unauffälliger), vor allem aber einfachere Verarbeitung und kostengünstiger, wenn was in die Hose geht. Um die geringere Atmungsaktivität zu kompensieren, habe ich auf der Rückseite unter einer großzügigen Lasche auf der gesamten Breite Moskito-Netz vernäht. Erste Tests haben gezeigt, dass die dadurch entstehende Zirkulation durchaus angenehm ist. Beim ersten Test (0° außen, trocken) ist jedenfalls kein Tröpfchen Kondens entstanden. Falls es eine nächste Version geben sollte, bin ich derzeit geneigt, auf atmungsaktive Stoffe zu verzichten und nur die Zirkulation zur Belüftung zu verwenden. Der Oberteil besteht aus zwei Teilen, dem Tunnelteil und dem Rückteil. Hier im Bild das Rückteil mit dem Belüftungs-Moskito oben, der Öffnung zur Schirmkammer und der Schirmkammer aus rotem Ripstop. Rechts die Bodenwanne aus 65g Ripstop PU. Diese ist - um Material zu sparen - in der Mitte 1x mit einfacher Kappnaht vernäht. Die Ösen für's Gestänge sind in 20mm Gurtband gepresst. Die Gurtbänder sind durchgezogen, um mechanische Belastung am Zeltboden zu vermeiden. Sämtliche Reißverschlüsse sind mit Laschen überdeckbar, die im Abstand von 50cm mit Anorak-Druckknöpfen fixiert werden. Das Gestänge kommt in einen abgenähten Kanal und wird links und rechts in den Ösen gespannt. Das Gestänge selbst ist übrigends selbst heißgebogen, mit geraden Stangen lässt sich der Radius leider nicht erreichen - selbst nicht mit den verwendeten 8.05mm NSR Featherlite. Falls das jemand nachbauen möchte, Schnittmuster gibts gerne auf Anfrage - kann man natürlich auch ohne die Schirmkammer bauen, so viele Gleitschirmpiloten gibt's da draußen wohl nicht, die auch mal am Berg schlafen Liebe Grüße und Danke für den Input hier aus dem Forum Thomas
  8. Ich hab das Projekt schon länger in der Schublade, und vor gut einem Jahr schonmal Samples bestellt. Ich hab u.A. den von @TappsiTörtel empfohlene 3-Lagen-Laminat mit 115g und auch das noch ein wenig schwerere 3-Lagen-Laminat mit 130g, welches nominal eine bessere Dampfdurchlässigkeit hat. Und natürlich das Schweineteure 40g Dyneema 3-lagig. Meine derzeitige Hauptsorge ist noch immer die Dampfdurchlässigkeit bei nassem Stoff. Da wär dann schätzungsweise wichtig, dass größere Flächen übrig bleiben, die frei von Wasser sind. Ich hab da - soweit man das mit den 10x5cm Proben sagen kann - ein wenig im Waschbecken herumprobiert und festgestellt, dass das Dyneema auch am besten "abperlt", dh. da wird das Wasser in große Tropfen gebunden und es entstehen große Zwischenräume. Die Tropfen sausen auch ganz "nervös" über die Oberfläche, ich denke das wird dann auch gut abrinnen. Die beiden Laminate perlen zwar auch, aber etwas schwächer. Bei Interesse, kann ich gern ein paar Fotos hochladen. Der Original Carinthia Observer scheint übrigends folgendes GOREtex mit einem RET <= 5 zu haben: vgl. z.B. hier oder hier
  9. Danke für den Link! Die Conclusio daraus ist wohl, dass sich unabhängig der Membran immer Kondenswasser bildet. Im Schnitt muss man wohl selbst wenn man extrem schwitzt nicht mehr als 200ml pro Stunde abtransportieren. bei 15.000g/qm/24h würden am Quadratmeter bereits 625ml in der Stunde durchgehen - also rechnerisch kein Problem. Also läuft da wohl Theorie und Praxis ziemlich weit auseinander... Für mich stellt sich dann die Frage, ob der Einbau von größeren Belüftungslaschen (oben: warme Luft steigt auf) nicht mehr bringt als jede Membran? Hast du das dyneema in der Praxis schon mal in einem Biwaksack probiert? Wie robust / abriebfest ist denn das noch bei grobem Umgang? Ich hatte das schon auf der Materialliste, aber der Preis ist halt auch astronomisch und unauffällig ist es auch nicht gerade...
  10. Hallo, ich habe das gelinde gesagt bescheidene Wetter dieses Wochenende mal genutzt, um ein lang überfälliges Projekt anzugehen. Ich habe einen Carinthia Observer (Herstellerwebseite), der hinsichtlich seiner Features optimal ist. Ich brauch für meinen Anwendungsfall was unauffälliges für Wildcampen im Tal und was robustes im Hochgebirge, das auch mal 100kmh Wind wegsteckt. Außerdem sollte man im Notfall auch mal einen Tag Regen drinnen aussitzen oder vielmehr ausliegen können. Dh. alles was hoch ist oder abgespannt werden muss, ist aufgrund von Wind nicht so geeignet. Ein normaler Biwaksack ohne Tarp drüber ist vermutlich einen Tag lang im Sauwetter ebenso wenig spannend. Wie gesagt, der Observer wär optimal, wenn er halt nicht 1.8kg wiegen würd und ein Packmaß jenseits von Gut und Böse hätte. Daher hab ich mich daran gemacht, das gute Teil in UL-Bauweise mit einigen Vereinfachungen nachzubauen. Sinnvolle Features werden behalten, "unnötige" wie der Reisverschluss im hinteren Teil, weggelassen. Ziel ist auf alle Fälle < 1kg mit Gestänge, derzeit sieht's rechnerisch so aus als würd ichs auf 700g schaffen. Ich hab übers Wochenende mal den kritischen Teil (Bogen + Gestängeaufnahme) prototypisiert: Soweit passt die Spannung, das Schnittmuster muss noch nur minimal angepasst werden um wirklich eine schöne Kontur und anständige Stabilität zu bekommen. Dementsprechend stellt sich jetzt die Frage nach dem Material mit dem Hauptaugenmerk Robustheit vs. Atmungsaktivität vs. Gewicht. Ich hätte derzeit folgenden Plan, um eine Tropfsteinhöhle zu vermeiden und trotzdem nicht von außen nass zu werden: Bodenmaterial; Ripstop Nylon, 65g/m², 10.000mm Wassersäule. Erscheint mir einigermaßen stabil, um auch steinigen Untergrund zu überstehen. Ausgeführt als Wanne mit 10cm Höhe. 2,5 Lagen Laminat, 80g/m², 20.000mm Wassersäule, Atmungsaktiv 15.000g/qm/24h: Einigermaßen Leicht und olivgrün Lüftungsschlitz mit Moskitonetz und Lasche für Witterungsbeständigkeit vorne (wie beim Original) und hinten oben, für zumindest ein wenig Zirkulation. Um das ganze dicht zu bekommen, würd ich An den exponierten Stellen einfache Kappnähte setzen Die exponierten Nähte mit Seamtape abdichten. Den Rest mit einfachen Verbindungsnähten, z.B. mit 1cm Nahtzugabe. Da das mein erstes Biwaksack / Zelt-Projekt ist, wär meine Frage an die erfahrenen MyOGler, wie ihr den Materialmix und die geplante Nähtechnik für das Vorhaben einschätzt? Macht das Sinn, oder bin ich da auf dem Holzweg? Und sollte es was anderes passendes geben, das meine doch etwas spezielleren Anforderungen erfüllt, immer her damit =) Danke!
  11. Ich hab das Nordisk Telemark 2 LW - das einzige Kriterium das nicht auf deine Liste passt sind die zwei Eingänge. Und das Innenzelt ist nur 135cm anstatt 140cm breit plus außerdem nicht rechteckig. Zu zweit inkl. Gepäck ist es kuschelig, bin damit aber öfters mit Freundin inkl. Gleitschirmausrüstung unterwegs, das geht sich trotzdem ganz gut aus. Details gibts hier: https://de.nordisk.eu/telemark-2-lw/burnt-red/p/73/1437/ Je nachdem wie viel man ausgeben möchte, gibt's die LW Variante (950g) oder die ULW Variante (880g). Meiner Meinung nach sind die Vorteile v.a. das Packmaß und die Windstabilität (getestet bis 18m/s bzw. 65kmh). Hab auch bereits bei solchen Bedingungen draußen übernachtet, es flattert ziemlich und schlägt ab und zu unten gegen die Beine, aber es hält. Es lässt sich außerdem auch im felsigen Gelände recht gut aufstellen und auch mal ohne Heringe mit schweren Steinen abspannen. Auf der negativen Seite ist das doch eher schmale Platzangebot. Ich schlaf vorwiegend am Berg, wo's auch im Sommer nachts draußen kühl ist, Kondenswasserbildung ist dort in Ordnung. Auch einem Regenguss hält's gut stand (obwohl nur 2000mm Wassersäule), mit längerem Dauerregen hab ich bislang keine Erfahrung.
  12. Da Paragleiten quasi meine Version von Ultralight-Trekking ist, muss ich wohl auch fast meinen Senf dazugeben Prinzipiell kann ich alles was @khyal schreibt bestätigen, zwei Kleinigkeiten muss ich aber berichtigen; Der "Oezi" heißt offiziell Schulungsbestätigung, und mit diesem darfst du nur unter Aufsicht eines Fluglehrers in einem zugelassenen Schulungsgelände fliegen. In der Praxis gibt es gegen Ende der Ausbildung vom Fluglehrer dann einen "Flugauftrag", was heißt, du sollst in einem bestimmten Gebiet fliegen gehen, welches dir der Fluglehrer vorher gezeigt hat. (Auch gängige Praxis ist, dass die meisten Flugschüler während ihrer Ausbildung "schwarz" fliegen, dh. illegal auf eigene Faust. Wenn da was passiert, ist es vorranging versicherungstechnisch problematisch). Nach der Ausbildung hat man den Sonderpilotenschein SoPi / A-Schein, mit dem darf man - ganz richtig - in Österreich überall dort fliegen, wo's nicht explizt verboten ist. In Deutschland nur von zugelassenen Startplätzen (hatte bislang aber auch abseits davon keine Probleme, solang man rücksichtsvoll ist) und für alle anderen Länder braucht man die "IPPI"-Card, die sowas wie die internationale Flugberechtigung ist. Nicht überall anerkannt, aber recht akzeptiert. Wichtig, mit dem SoPi darf man nur vom Berg runterfliegen, dh. keine Streckenflüge. Will man Kilometer machen, braucht man noch eine Zusatzausbildung (Streckenflugberechtigung / B-Schein), dann kann man überall fliegen, wo's luftrechtlich erlaubt ist. Wiederum, solang nichts passiert, bekommt man kaum Probleme, aber wenn was ist, steigt die Versicherung aus, wenn man illegal unterwegs war. Das Abspringen mit Gleitschirmen aus einem Helikopter (Flugzeug ist zu schnell) ist in der Acro-Welt übrigends Standard und nennt sich D-Bag, weil der Gleitschirm in einer speziellen Form gepackt wird, sodass er gut öffnet und dann hüpft man raus. Machen also nicht nur die Finnen. Ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil ich Anhänger einer relativ unbekannten Variante des Gleitschirmsports bin; Vol-Biv. Vol = franz. für Fliegen, Biv= Bivy, eh klar ;). Obwohl die Szene da sehr sehr klein ist, trifft man selbst hier im Forum schon auf mir bekannte Namen, siehe den Thread von Boris: Ultraleicht im Kontext Gleitschirmsport ist nicht unbedingt das was hier im Forum unter Ultraleicht verstanden wird. Eine traditionelle Gleitschirmausrüstung bringt schon alleine so 10-15kg auf die Waage. Speziell wenn man Distanz im Flug zurücklegen will und das auch bei widrigen Bedingungen, reicht ein Single-Skin (wie die Run&Fly-Version von JB oben) von der Leistung her nicht aus. Das ist dann eher lebensgefährlich bzw. man bleibt besser am Boden. Speziell wenn man gegen den Wind Strecke machen will/muss. Die wenigen verfügbaren Vol-Biv Streckenschirme wiegen zwischen 2.95 und 4.5kg, meiner z.B. 3.2kg. Die werden dann z.B. aus einem 27g Porcher Skytex gefertigt. Das derzeit leichteste vollverkleidete Gurtzeug mit genügend Stauraum bringt inkl. Protektor 1.8kg auf die Waage. Wen's interessiert, meine Packliste für unseren heurigen Sommertrip findet sich hier. Mit 15kg Basisgewicht ist man schon ganz gut dabei, i.d.R. hat man dann so um die 20kg am Rücken (was auch der Grund ist warum es sich oft bezahlt macht auf fliegbares Wetter zu warten, anstatt zu laufen). Mittlerweile ist mein Rucksack zum Glück schon wieder um fast 2kg optimiert, mit noch etwas Potenzial nach unten. Baue gerade an einem passenden Rucksack und versuche mein Zelt los zu werden (obwohl mit 1kg eh schon recht leicht). Die Standardoptimierung für Vol-Biv Aktionen ist, dass man den Protektor aus dem Gurtzeug entfernt, und durch den Schlafsack / Zelt / Gewand oder sonst irgendwas weiches ersetzt. Dadurch hat man zusätzlichen Stauraum im Gurtzeug und spart an Gewicht. Ich schlaf persönlich auch in den Schirm eingewickelt, was mir den Schlafsack erspart. Das funktioniert ganz gut bis etwa 0° oder leicht darunter. Wen's interessiert, ich hab letztes Jahr ein Video meines ersten Test-Trips zusammengeschnitten, ich denke in den 7min sieht man so ziemlich alles was bei Vol-Biv regelmäßig passiert (mit eher geringen Auswirkungen, da einfaches Gelände): Nichts läuft wie gedacht, man läuft mehr als man glaubt, dann fliegts doch, man landet auf der einen Seite des Bergs, geht 15m rauf und fliegt auf der anderen Seite weiter, weil's effektiver ist als ewig nach Thermik zu suchen etc. Und schlussendlich ist's trotz der Anstrengung geil Das Video von der heurigen Alpenüberquerung ist noch in Arbeit, kann ich aber gerne auch mal teilen, sofern Interesse besteht. Die 33h Rennversion schaut dann so aus, da sieht man auch einiges vom Equipment und ein paar Gedanken dahinter: Liebe Grüße Thomas
  13. Ich hänge dann auch mal meine leicht adaptierte "Hackpack-Gleitschirmedition" hier an (und zugleich Hallo hier ans ganze Forum ;)). Rahmendaten: - 424g (ich glaube etwa 50% machen die schweren Träger aus) - Materialaufwand: 2x Frakta-Tasche, 1x Frakta mit Reisverschluss, Träger eines alten herkömmlichen Rucksacks + diverse Gurtbänder und Schnallen desselben. - Fasst entweder eine leichte Streckenflugausrüstung oder die Hälfte einer leichten Tandemausrüstung (in den Fotos ist die Tandem-Beladung zu sehen). Wichtige Änderungen für's Gleitschirmfliegen: - Teilbares Rolltop für Beladen von vorne. Gurtzeuge und Schirm lassen sich sonst nicht in den Rucksack packen, da diese immer erst komprimiert und in Form gedrückt werden wollen. - Keine Seitentaschen, Kompressionsbänder etc. Die Beladung ist formgebend und für den Flug ist es wichtig, dass sich der Rucksack klein zusammenrollen und verstauen lässt. - Kein Rückenteil /Verstärkung nötig. Diese Aufgabe übernimmt der Schirm bzw. das Gurtzeug und ggf. eine Jacke in der Tandembeladung. Als Vorlage haben die Bergreif-Anleitung sowie der Skywalk Hike Packsack gedient. Interessanterweise trägt sich mein Modell im Vergleich zum Skywalk besser und man kann auch besser damit laufen, da es schmaler und höher packt. Nach weiteren Optimierungen denke ich dann für Frühjahr nächsten Jahres eine weitere Version aus Ripstop-Material an, um nochmal einiges an Gewicht zu sparen. Wobei ich mittlerweile das Blau eigentlich ganz cool finde
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