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Ultraleicht Trekking

Insel-Solarspeicheranlage mit 6 kWP Panelleistung & 9 kWh Speicher, auf sicheren Betrieb ausgelegt


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Um nun auch noch ein Beispiel für ein größeres Setting zu bringen, was vielleicht für die interessant ist, die einen nicht reduzierten Stromverbrauch haben...

Ich reiße dabei die vielen Themen an, die für so Manchen interessant sein dürften, der eine größere Anlage oberhalb von Powerstations / Faltpanel planen will die Punkte halte ich sehr kurz, sonst würde der Beitrag ewig lang, gerne könnt Ihr zu den Punkten via PN oder im Thread nachfragen, dann kann ich Details dazu schreiben.


Die Panels sollten auf Flachdächern aufgestandert werden, das läßt genau wie Freiflächen-Aufstellung im Vergleich zu anderen Dachformen natürlich deutlich mehr Freiheiten, was Ausrichtung (Himmelsrichtung) und Winkel betrifft.

Da die Anlage als Inselanlage mit Speicher (was die Folgekosten und Bürokratie auf einem Minimum hält) und eine hohe Eigennutzung des Stroms möglich macht, geplant wurde, es also nicht nötig war, eine Ost/West-Ausrichtung für einen möglichst langen Tagesertrag zu erzielen, um die Energie auch nutzen zu können, wurden die Panels in Südrichtung ausgerichtet für möglichst hohen Ertrag.

Da im Späthebst / Winter noch möglichst viel Ertrag erzielt werden sollte, wurden die Panels im 50° "Winterwinkel" aufgestandert.

Da kein Schattenwurf auf den Dachbereich kommt, war Pi mal Daumen mit Wp * 1000 als Jahresertrag zu  rechnen, was sich im Testbetrieb mit einer kleineren Anlage bestätigt hatte.

Es war, da begrenzte Mittel vorhanden waren, mit dem Anfangssetting nicht geplant, komplett ohne andere Stromerzeugung über den Winter auszukommen, aber die Anlage / Speicher sollte genügend Leistung liefern, um Frühjahr - Herbst den wesentlichen Bedarf zu decken und als Inselanlage stellt sie auch bei längeren Stromausfällen die Versorgung sicher, ganz im Gegensatz zu den üblichen "Einspeiser-Anlagen".

Um einen ausfallfreien Betrieb sicher zu stellen, sollte die Steuerung ohne Cloud / Inetzugang möglich sein von einem europäischen Unternehmen kommen und es sollten schon bei vielen sehr bewährte Baugruppen sein.

Um bei einem späteren Defekt einzelner Baugruppen auch einen "firmenfremde" Ersatz  und eine für den Niederspannungsbereich hohe Leistungsabgabe zu ermöglichen, wurde im Speicherbereich eine 48 V Lösung gewählt.

Darasus ergab sich :

- 4 kWp Panelleistuing mit 10* 0,4 kWp Panels

- verkabelt in 2 parallelen Strings mit jeweils 5 Panels

- Victron MPPT 250/70 Regler
 
- Stromverteiler Victron Linx 1000

- Steuerung Victron Cerbo CX mit Touchpanel (ja man kann den auch mit dem Smartphone steuern, aber es hat seine Vorteile mit einem Blick auf das Touchpanel alle wesentliche Daten zu sehen und ermöglicht auch 3. Newbies eher, mit der Anlage umzugehen)


- 220 V über einen Victrom Multiplus II  48/5000 (5000er damit z.B. auch paralleler Betrieb von Waschmaschine mit Wasserkocher oder E-Werkzeug möglich ist) der Einspeisezugang wurde deaktiviert, um die rechtlichen Bedingungen für Inselanlagen einzuhalten 

- Speicher 2* Pylontech US3000C

So war schon ein zufriedenstellender Betrieb möglich, aber natürlich war die Anlage bzw Panelfläche & Speicher für die nicht so sonnigen Monate noch etwas klein und es fehlten ja auch noch ein paar für die Sicherheit nötige Sachen.

So wurde später dies ergänzt :

- 2 kWp Panelleistung mit 5* 0,4 kWp Panels

- verkabelt in einem String

- Victron MPPT 250/60 Regler
, der die Option läßt, wenn gewollt, nochmal 2 kWp Panelleistung in einem 2. String zu ergänzen

- "Feuerwehrschalter", Leistungssicherungen und Bltzschutzableitung vor den Reglern

- der Lynx wurde mit einem weiteren Verteiler ergänzt, da zu dem Speicher, Reglern, Multiplus noch ein Messzugang und Ladezugang dazu kamen

- Thema Ladezugang, da der Multiplus a) eine Mimose ist, was Generatorstrom betrifft und b) ja eh der Eingang wegen Inselanlage deaktiviert ist und es eh ja nur eine Lösung bei einem sehr langen Stromausfall in Kombi mit schlechtem Wetter, daß keine Panelleistung "rein kommt" sein sollte und die frühere (vor PS) Backup-Lösung bei Stromausfall ein Honda EU10 Geni verwendet werden sollte, wurde da der Geni max 900 W Dauerleistung bringt ein Meanwell RSP 750-48 gewählt, der via Schottky-Diode an den Stromverteiler angeschlossen und die Speicher "direkt" lädt.

kurz noch zum Verbrauch des Multiplus (Thema wieviel Energie geht für die Bereitstellung der 220 V verloren, der 5000er Victron braucht gemessen 7,5 W -> 0,18 kWh / 24 std also 2% Speicherkapazität / Tag bzw 0,12 % WP

Da aus Sicherheitsgründen auf die Victron-Cloud verzichtet wurde (ok im Gegensatz zu manch anderem Hersteller aus US oder  China sind bei dem NL Hersteller noch keine sicherheitsrelevante "Cloudvorfälle" bekannt und natürlich ist es nett, wenn man weltweit checken kann, was die Anlage gerade macht) kann man sich die Lafdehistorie nur über die Victron Connect App, die die Reglerdaten via BT abfragt, ansehen, was dann die jeweile Tagesertrag der letzten 30 Tage & Gesamtertrag seit Reset bzw Einbau ermöglicht.

So ich glaube das reicht erstmal, wenn Fragen sind oder jemand eine Anlage für ähnlichen Bedarf aufbauen will, gerne nachfragen...

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