Zum Inhalt springen
View in the app

A better way to browse. Learn more.

Ultraleicht Trekking

A full-screen app on your home screen with push notifications, badges and more.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋮) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.

kra23

Members
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf Outdoorfetischist in HRP, GR 10, GR 11 2018   
    So, ich bin letzten Donnerstag nach 31 Tagen (inkl. 2 Ruhetage) auch in Banyuls angekommen und ergänze diesen Thread für die Nachwelt um meine Eindrücke auf dem GR 10. Ich war vom 21.8. bis 20.9. unterwegs und bin den GR 10 mit Ausnahme des Teilstücks Iraty-Lescun gelaufen, wo ich testweise auf den HRP gewechselt bin. Dieser Kurzeindruck des HRP hat mir gut gefallen, letztendlich hatte ich aber Zweifel, ob ich die erhöhten Anforderungen in dem entsprechend anspruchsvolleren Gelände körperlich für ~30 Tage durchalten würde (die Kraxelei ist einfach anstrengender für Knöchel usw.) und die längeren Distanzen zwischen den Resupplies machten mir Sorgen (Anmerkung dazu: Das war meine erste Tour "no cook" und ich hatte zu dem Zeitpunkt den Dreh noch nicht so ganz raus und zudem etwas Volumenprobleme im Rucksack, s.u.). Nicht zuletzt wollte ich aber auch gerne "einfach laufen" und das geht auf dem GR10 natürlich deutlich besser, als auf dem HRP, deshalb bin ich ab Lescun wieder dem GR10 gefolgt.
    Der GR10 ist nicht anspruchslos, man kann aber doch gut "Kilometer snacken", da der Weg meist ganz gut ausgebaut ist (also viele Abstiege mit Switchbacks versehen etc.), dies vielleicht im Unterschied zum GR11, wenn man sich @zeanks Beschreibung anhört. Was einem natürlich klar sein muss: Der Weg ist auf feste Unterkünfte ausgelegt, entsprechend steigt man ständig ab oder auf, was manche Leute unliebevoll aber treffend als "pointless ups and downs" (PUDS) bezeichnen. Ich konnte gut damit leben, da die An- und Abstiege (inkl. Erreichen der Gipfel/Täler) ein schönes Gefühl von Fortschritt vermitteln. Auf den wenigen flachen Stücken wurde ich hingegen manchmal ganz hibbelig, weil ich das Gefühl hatte, nicht voran zu kommen  Aber: Wer Kilometer kloppen will, muss eben mit den Höhenmetern leben. Und ja: Wenn im Tal nicht mal ein schönes Bergdörflein mit Laden und Restaurant wartet, sondern ein ausgestorbenes Geisterdorf, dann kann das schonmal an der Motivation zerren.
    Landschaftlich hat der GR10 grob vier Motive zu bieten: Wald, grasige Hügel, Berg und graue Nebelwand in 30-50m Entfernung. In den ersten 2/3 hatte ich letztere leider so 40-50% der Zeit. Die Wald- und Berganteile haben mir außerodentlich gut gefallen, die grasigen Hügel fand ich langweilig. Geschmackssacke
    Navigation: Cicerone Führer als ebook auf dem Telefon, sowie Backcountry Navigator mit openandromaps (danke für die Empfehlung @Nucleus) und GPS-Tracks. Dazu eine Anker Powerbank mit 5Ah (anfangs noch mit Stromfahrer-Solarpanel, das dann aber nach Hause durfte, da ich ausreichend Gelegenheiten zum Laden hatte und ein sparsamer Stromkonsument zu sein scheine). GPS fand ich auch echt ganz nett, die Markierung ist manchmal wirklich missverständlich/schlecht und gerade im Nebel nicht ganz trivial. Geht auch ohne, aber ich hätte nicht den Nerv auf Rumprobiererei gehabt.
    Resupply: Fand ich nicht soooo easy wie erwartet. Vorweg: Ich hab mir keine Pakete geschickt und nur unterwegs einkauft. Weiterhin war ich zum ersten mal no-cook unterwegs. Die erste Hälfte (bis Bagneres-de-Luchon) ist einfach, danach kommen aber zwei Abschnitte, wo man für jeweils ca. 50 Wanderstunden (laut Cicerone-Führer) Essen tragen muss. Da zu diesem Zeitpunkt der Hikerhunger voll eingesetzt hat, ist das nicht gerade wenig Gewicht. In einem dieser Abschnitte gibt es auch kaum bewirtete Hütten. Und selbst wenn: Wenn man nicht dort übernachtet und zu Abend isst, hat man idR die Auswahl zwischen einem Sandwich (was mehr einem belegten Brot entspricht) oder einem Omelette. Das ist jetzt nichts, was einem signifikant Rucksackgewicht spart. Ende August/Anfang September kann man auch tageslichtbedingt nach einem Hüttenabendessen nicht mehr weiterlaufen, es sei denn man tut das im Schein der Stirnlampe. Will heißen: Wenn man in den Hütten schläft (oder, falls vorhanden, in der aire de bivouac campiert) und Halbpension+Picknicklunch in Anspruch nimmt, sind diese eine Hilfe, sonst eher nicht. Allerdings fand ich die 4 Hütten, in denen ich gegessen habe, sehr nett, das gute und üppige Essen hat mir merklich bei der Regeneration geholfen und auch der Kontakt zu anderen Wanderern hat mir nach einigen Wochen der Einsamkeit gut getan. Wohlgemerkt war das aber nach Ende der Hauptsaison, entsprechend waren die Hütten angenehm leer. Keine Ahnung, wie viel Spaß das macht, wenn alles belegt ist. Die Öffnungszeiten der kleinen Läden in den Dörfern sind mitunter auch problematisch. Mit Pech haben die 2 Tage die Woche geschlossen und dann steht man etwas doof da. Das mag in der Hauptsaison besser sein. Insgesamt: Versteht mich nicht falsch, der GR10 ist Resupplymäßig absolut machbar, aber eben doch kein no-brainer.
    Zelten: Ja, geht, aber eben mit Kompromissen. Ich hatte gerade anfangs oft die Situation, dass die geeigneten Zeltplätze weit auseinander liegen, ich also um 17 Uhr Schluss machen konnte und im Wald Däumchen drehe, im Dorf auf einen Campingplatz gehe (falls vorhanden) oder einen richtig langen Tag einlege. Das ist halt der Nachteil an der "Zivilisationsnähe" des GR10. Aber: Das Biwakieren wird echt toleriert. Ich hab einmal neben einer Straße 300m von einem Haus entfern gezeltet (mit einem Franzosen, alleine wäre ich auf die Idee wohl nicht gekommen) und es hat niemanden gestört.
    Social Trail: Ab September sind nicht mehr viele Leute unterwegs. Ich habe insgesamt vielleicht 6 Thruhiker getroffen. Gerade in der Ariege bin ich kaum auf Menschen gestoßen. Wer es social möchte, sollte im August oder früher gehen.
    Ausrüstung: Ein paar kurze Takte zu den relevanten Sachen, falls es wen interessiert. Vorweg: Geld und Lust auf intensive Vorbereitung vor der Tour waren beide etwas begrenzte Güter, daher hab ich einfach das genommen, was ich hatte, was nicht zwangsläufig ideal war.
    Schuhwerk: Ich hab den zu @zeank konträren Ansatz gewählt und war mit Scarpa Zen Pro Approachschuhen unterwegs. Das Gewicht ist natürlich indiskutabel, aber ich habe es geliebt, völlig sorgenlos bergab marschieren zu können. Nach vorne lehnen und nur noch mit den Trekkingstöcken bremsen. Da ist man echt flott und es macht riesigen Spaß! Bestes Feature: Zehen stoßen ohne, dass es schmerzt. Ich hab empfindliche Zehen und da immer Probleme mit auf Tour, dieses mal dank der tollen Zehenkappe nicht. Das war es aber auch an Vorteilen. Das Obermaterial atmet schlecht, ist nicht wasserdicht (aber wenn nass, dann dauert es ewig, bis trocken) und bietet keinen besseren Schutz als das Mesh von Trailrunnern (es geht eben nur nicht so schnell kaputt...). Ich hatte mich in der Hoffnung auf besseres Fußklima für die non-GTX-Variante entschieden, aber das kann man auch lassen. Nächstes mal die leichtere Version mit GTX oder (wahrscheinlicher) "beefy" Trailrunner mit anständiger Zehenkappe.
    Zelt: MLD Solomid. Natürlich etwas overkill, ein Gatewood Cape wäre toll gewesen. Ansonsten klasse Zelt.
    Tigoat Ptarmigan Bivy: Bester Bivy ever, da zwei Kapuzen (full mesh und winddicht). Als Moskitoschutz gedacht (wäre auch an 3 Abenden ohne den Bivy wahnsinnig geworden, sonst war Mückenschutz nicht notwendig), war aber auch hilfreich gegen die starke Luftfeuchtigkeit (schonmal in einer Wolke übernachtet...), Wind, Schnecken, usw. Geht ohne, war aber sehr nett.
    Schlafsack: Brooks Range Alpini 15 (600g Daune): Völliger Overkill, in dem z.T. äußerst feuchten Klima aber gar nicht verkehrt, etwas Reserve zu haben. Kufa wäre in jedem Fall besser gewesen. Hmmm probier ich doch nochmal ein Kufa Quilt aus ?
    Rucksack: Hyberg Bandit (alte Version mit anständigem Hüftgurt): Funktioniert gut, war leider in Anbetracht meiner hochvolumigen Ausrüstung etwas klein. Und sobald man ihn minimal überfüllt (also anfängt, den extension collar zu nutzen - will meinen: Ihn voller packt als 2-3cm oberhalb der obersten horizontalen Naht) trägt er sich beschissen (zieht nach hinten). Mit Essen für 4 Tage (ca. 1kg/Tag) und einem Liter Wasser war ich (bei 4,5kg Ausrüstung plus Kleinkrams wie Sonnencreme usw.) am Komfortlimit, das also irgendwo bei 9-10kg zu liegen scheint - wie gesagt, mit dem anständigen Hüftgurt, um den ich im Übrigen sehr froh war! Tolle, tiefe Seitentaschen (für mich auch mit Rucksack auf dem Rücken bedienbar), leider keine Hüft- und Schultergurttaschen. Auch eine Snack-bottom-pocket a la Palante wäre toll gewesen, aber hey, für den Preis ist der Rucksack echt super.
    Gossamer Gear Hipster als Hüftguttaschenersatz: Schränkt die Bewegungsfreiheit beim Wandern etwas ein. Aber in der Zivilisation toll um Kamera und Wertsachen immer am Mann zu haben.
    Patagonia R1 Half Zip (scheint ältere Version zu sein, wiegt "nur" 290g): Meine einzige warme Schicht (hatte auch keine Windjacke dabei dieses Mal). Perfekt! Unter der Regenjacke mollig warm, ohne die perfekte Ergänzung, wenns im Baselayer zu kalt wird. Ärmel hochschieben und Zip öffnen ermöglicht perfekte Temperaturregulierung. Und man kann ihn auch auf der Haut tragen, sodass man bei Hüttenbesuchen etwas anzuziehen hat, während das Baselayer trocknet.
    Montane Sonic Longsleeve: Einziges Baselayer. Absolut super, nie wieder Merino. Da ich das Teil bei meinem Tempo eigentlich dauerhaft durchgeschwitzt hatte, war ich sehr froh um die Kufa-bedingte schnelle Trocknungszeit. Mein Merinoshirt hatte ich die ersten 2 Tage an und es wäre mir wohl auf der Tour kein einziges mal durchgetrocknet, deshalb ist es recht flott nach Hause gewandert. Insbesondere trocknet das Sonic so schnell, dass man es auch mal mittags im Bach waschen und auf der Haut trocknen kann, riecht kaum und ist echt leicht (117g in M). So leicht, das nächstes mal die Kurzarmversion als Wechselshirt mitkommt, denke ich (am Ende war es oft etwas zu kalt für eine Bachwäsche alle 2-3 Tage, da war es dann manchmal mit nur einem Baselayer ein ganz bisserl eklig).
    Driducks Jacke: Leicht und tut was sie soll. Perfekt.
  2. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von sja erhalten in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    - Via dinarica
    - Kungsleden, 790 km
    - Jakobswege
    - GTA, 1000 km
    - Salzburg-Triest, 500 km
    - Nordalpenweg, Zentralalpenweg etc. in Österreich
    - Alpe-Adria-Trail, 960 km
    - Trans-Kreta (E4)
    - Pennine Way, 429 km
    - South West Coast Path, 1013 km
    - Olavsweg, 640 km
    - Grande Escursione Appenninica (GEA), 400 km
    - Slovene High Level Route, 500 km
    - International Appalachian Trail
    - Karischer Weg, 800 km
    - Alpenüberquerung L1 (Garmisch-Brescia), 400 km
    - Nordlandsruta, 550 km
    - Bohusleden, 360 km
    - Frankenweg, 520 km
    - GR-Fernwanderwege
  3. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf coyote in Impressionen von Touren   
    sunrise by Udo St., auf Flickr
     
    sunset by Udo St., auf Flickr
     
    hiking by Udo St., auf Flickr
     
    hiking by Udo St., auf Flickr
     
    hiking by Udo St., auf Flickr
     
    hiking by Udo St., auf Flickr
     
    Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr
     
    Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr
     
    Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr
     
    Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr
     
    Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr
     
    Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr
     
    Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr
     
    sunset by Udo St., auf Flickr
     
    hiking by Udo St., auf Flickr
     
    Hello? by Udo St., auf Flickr
  4. Danke!
    kra23 reagierte auf BohnenBub in Madeira Februar / März 2018   
    Ok, es ist schon eine Weile her. Ich war 2013 dort. Mein Fokus lag auf möglichst spektakulär, möglichst abseits der normalen Wege und gerne abenteuerlich. Also auf alten, völlig abgelegenen Levadas tief im Hinterland, durch mehrere Kilometer lange, enge, tiefe Tunnel etc. Weite Passagen stehen in keinem Führer und werden es nie tun, da es keine ansatzweise offiziellen Routen sind. Oftmals folgt die Route alten, in Vergessenheit geratenen Levadas und Wartungswegen durchs Gebirge. Es gibt ein Madeira Forum, wo ein paar Spezialisten auf Basis von alten Militärkarten versuchen das teils lange in Vergessenheit geratene Levada-Netz im Hinterland zu erforschen. Von der Wegfindung entsprechend oftmals herausfordernd und in Passagen sicher nicht ganz ungefährlich, fand ich die landschaftlichen Eindrücke doch super schön!
    Falls das jemand gehen möchte, braucht es unbedingt mehr Informationen. Hier nur ein Überblick zur Inspiration. Ich habe ein paar Schnappschüsse eingefügt, um eine Vorstellung von der Gegend zu vermitteln, sodenn ich etwas gefunden habe. Bitte nicht einfach blind nachmachen!
    Abschnitt 1. Canical nach Porto da Cruz
    Steilküsten-Wanderung. Im ersten Teil abgelegen und einsam. Teils zugewachsen, allgemein aber sehr gut zu gehen. Schwindelfreiheit anzuraten. Einige ausgesetzte Stellen aber nichts dramatisches (aus meiner Sicht). Die blaue Linie auf dem Screenshot.






    Abschnitt 2: Kraftwerk Faja da Nogueira bis Boca Encumeada
    Man kann auf Pfaden von Porto da Cruz zum Start gelangen, da unsere Zeit knapp war sind wir allerdings mit dem Taxi zum Einstieg des richtig spannenden Teils gefahren (ca 15min von Porto d. Cruz) Eine sehr spannende Etappe. Den Feldweg zum Kraftwerk hoch, am Kraftwerk an einigen Rohren vorbei auf eine Levada einschwenken, die am Steilhang entlang in einen Tunnel hinein läuft. Hier unbedingt gute Taschenlampe und evtl. auch Ersatztaschenlampe mitführen. Je nach Sicherheitsbedürfnis andere Leute wissen lassen, was man tut. Das ist kein Touristentunnel! Teils nur ca 1,6m hoch, schmal, schlechter Zustand und mit Knick in der Mitte, der einen ca 45min mit jeder Menge Wassereinbrüchen in absoluter Dunkelheit laufen lässt. Auf der anderen Seite trifft man auf die im Rother als schwerste Tour des Buches beschriebene Levada gen Inferno Kessel. Das kommt einem dann alles pipifax vor. Trotzdem super spektakuläre Tiefblicke. Nach dem Abstecher nach Inferno gehts die Levada nach Nordosten zum Wegpunkt Ilha. Von dort einen kleinen Pfad rechts gen Süden finden, der mit erheblichem Anstieg aber einfach auf den Höhenrücken hinauf führt. Dort in unmittelbarer Nähe des Pico Ruivo angekommen ist es erstmal wieder touristisch. Einmal den Schlenker von Pico Ruivo nach Pico do Arieriro und dann weiter gen Boca Encumeada. Alternative statt direktem Weg gen Encumeada: Abstieg vom Grat zum Pico Grande (mutmaßlich schwer zu finden) und auf tieferer Lage gen Encumada. Wir hatten sehr schlechtes Wetter und 0 Sicht, daher bin ich nur die ersten Meter der Alternative reingelaufen. 


    Abschnitt 3: Von Boca Encumeada über oder um die Hochebene zum Einstieg in die Lev. d. Norte oder Lev. Seixal
    Es gibt meines Wissens drei Routen um die Hochebene herum. Keine von denen steht in irgendeinem Führer. Stand 2013 konnte man die Lev. d. Norte durch mehrere lange Tunnel nördlich der Hochebene gehen. Es gibt ein paar parallel Levada, die unter "Iris Tunnel" etc. firmieren. Da wir nicht so viel Zeit hatten, sind wir westlich wieder eingestiegen (nächster Abschnitt). Ich bin hiervon also nichts gegangen, zeige die Planungsdatei aber für einen Überblick:

     
    Abschnitt 4: Nordwestliche Hochebene bis Ausstieg (2 Optionen)
    Es beginnt auf dem Screenshot ganz rechts beim Wegpunkt "Einstieg". Hier geht es steil aber gut machbar hinab zur Lev. d. Norte. Wenn man hier einen kurzen Abstecher nach Norden auf die Levada macht, wird man mit einem hammer Blick belohnt. Der weitere Weg führt allerdings bei Nässe sehr kribbelig auf einem völlig verfallenen Pfad hinab zur Lev. Seixal. Diese ist sehr schmal und direkt in eine senkrechte Steilwand gehauen. An vielen Stellen schon bröckelig und immer mal wieder muss man unter Wasserfällen durchtauchen. Hier ist absolute Schwindelfreiheit Voraussetzung. Die Levada verschwindet nun im Seixal Tunnel. Auch hier: Man wird geduscht und das nicht zu knapp. Auch mit Regenjacke kommt man zuverlässig klitschnass auf der anderen Seite raus. Man kann hier über die Lev. Roc. Vermehla gen Rabacal aussteigen. Richtig cool aber sicher nicht trivial ist hingegen der Abstieg durch das Tal bis zur Levada Jamela. Größtenteils völlig weglos im Flussbett bis man kurz vor Schluss auf die Rother Tour 50 Lamaceiros-Levada Janera trifft. Alternativ kann man nach dem Tunnelausstieg auf die Lev. Vermelha oberhalb des Tales bleiben und sich nach einigen Kilometern mehr weglos als auf einem Pfad durch den dichten Busch das Tal hinauf arbeiten, um wieder auf den Höhenrücken zu gelangen. Das haben wir damals gemacht, da unser Auto im Süden stand. Kratzunempfindliche Ausrüstung ist anzuraten


    Person in gelber Jacke in der Bildmitte zur Größeneinordnung. Die Levada führt hier links vom Gestrüpp zum dortigen Tunneleinstieg.
  5. Gefällt mir!
    Such dir einfach ein schönes Mittelstück aus dem GR11 raus.
    Die Pyrenäentemperaturen sind auch im August gut auszuhalten. Schwieriger als der GR221 wird es eigentlich nicht. Fernbus, TGV und Flieger sind in deinem Preisrahmen. Spanisch wird da teilweise auch gesprochen. Auf Dauer wirst du nicht völlig allein sein. Zelten kannst du an vielen schönen Seen. Hütten und Orte passierst du häufig. Varianten kannst du jederzeit per Smartphone gehen. Habe ich irgendwas aus deinem Anforderungs-Post vergessen?
  6. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf Pong in Gran Senda de Malaga, GR 249   
    Bin wieder da vom heißesten Trail der Welt  und wollte nicht säumig sein, davon zu berichten. 
    (similar English Version)

     
    Ganz kurz zu den Rahmendaten: 
    Gran Senda de Málaga, GR 249, Spanien, Andalusien, 656 km lang, mittlere Zivilisationsdichte - etwa ein Dorf pro Etappe, sehr abwechslungsreiche, wunderbare Landschaft, Schwierigkeitsgrad einstellbar falls man nicht den gesamten Weg geht, ansonsten ist von der 22km + 1200 Höhenmeter Bergetappe bis zur 10km Flachlandetappe alles dabei. 
    Nicht Ende Mai machen, ist viiiiiiel zu heiß. 
     
    Was ich gemacht habe: 
    Ich hatte zwei Wochen Zeit und wollte eigentlich den westlichen Teil durchs Gebirge gehen, bis mein Urlaub zu Ende ist aber alles kam ganz anders. Die gnadenlose Hitze und die dadurch entstandenen Blasen (hatte noch NIE welche), haben mich zunächst dazu gebracht, einige sehr lange und komplizierte Etappen zu überspringen, um schließlich den Durchwanderungsgedanken ganz aufzugeben und von festen Orten aus Tageswanderungen ohne Gepäck zu unternehmen. 
    (Die Links verweisen auf die jeweiligen Seiten meines Blogs)
    Ich bin in Nerja in der Sierra de Tejeda los, hab dann wegen Hitze und Füßen gleich ein paar Etappen ausgelassen und bin in Periana und am nächsten Tag in Pulgarin Alto weiter. Dann musste ich wegen Blasen so groß wie LKWs zwei Tage Pause in Antequera machen, die Wanderstiefel nach Hause schicken und mir neue Schuhe kaufen. Danach bin ich im trockenen Norden durch wogende Weizenfelder weitergelaufen, ausgehend von Alameda und Fuente de Piedras. Da war es so verdammt heiß und schattenlos, dass ich beschlossen habe, meinen Rucksack abzustellen und ab jetzt Tageswanderungen ohne Gepäck zu unternehmen. Ich war für ein paar Nächte auf dem wunderbar wilden und im Mai noch komplett verlassenen Camping Parque Ardales und bin von dort eine weitere Etappe (Ardales-El Chorro) gegangen. An den darauffolgenden Tagen dann den Sendero Gaitanejo und den berühmten Caminito del Rey (ich habe Höhenangst und möchte Respekt:-)). Dann bin ich Richtung Ronda weiter (mit dem Bus) und habe mich dort im wunderbaren Refugio Hostel in Cartajima eingenistet. Von dort aus habe ich mir zu Fuß die weißen Dörfer der Umgebung angesehen und bin zu Los Riscos gewandert, die aus meiner Laienbeobachtungswarte eine ähnlich Gesteinsformation wie das Elbsandsteingebirge aufweisen. Den letzten Tag habe ich faul auf der Dichterasse verbracht und den Schwalben zugeguckt. 
     
    Beschilderung: 

    Wenn man der Gran Sende Orga ein Kompliment machen kann dann dieses: Die Beschilderung ist fast perfekt. Sogar in der allerletzten Wildnis hinten links findet sich noch einer der Pfosten die einem bescheid sagen ob man diesen Weg gehen soll und auch, ob man ihn nicht gehen soll (dann durchkreuzte Linien). So lange man die Augen offen hat, verläuft man sich nicht. Na gut, im Frühling gibt's natürlich das Problem mit Pflanzenwildwuchs und ein paar der Pfosten waren ganz schön zugewachsen, aber normalerweise waren sie einfach zu sehen. 
    Zweimal hab ich mich verlaufen. Einmal, weil gerade ein magischer Hirsch vorbeikam und ich vor lauter Verwirrung den Abzweig verpasst habe und einmal zwischen Nerja und Frigiliana nach der Flußüberquerung. Wer diese Etappe gehen will unbedingt vorher das lesen. Manchmal hatte ich auch den Eindruck, jemand der aus der umgekehrten Richtung kam, hätte die Pfosten installiert. 
     
    Belebtheit und Einsamkeit: 
    Nada! Ninguno! Keine Sau! Am Anfang habe ich noch zwei Schweizerinnen getroffen, die mehr als eine Etappe gegangen sind, danach noch ein paar Touristen und Dayhiker und nach Tag zwei nur noch mich unverständlich anguckende Waldarbeiter und Bauern. Damit muss man klarkommen. 



     
    Dokumentation: 
    Es gibt die Website der Gran Senda Organisation mit vielen sinnvollen und manchen völlig sinnlosen Informationen. Dort gibt es auch einen ziemlich guten Wanderführer (engl.) zum kostenlosen Download. Allerdings auch mit Tücken: Wasserstellen sind nicht klar dokumentiert, die Karten sind ein Graus (unbedingt GPS und offline Karten dabei haben), die Etappenziele (Ist da Zivilisation? Gibt es Unterbringung? Essen? Taxis? Busse?) verbleiben recht unbeschrieben und die GPS Downloads der einzelnen Trails sind riesig und ich hab es nicht geschafft, sie in meine Maps zu laden. Stattdessen habe ich den gesamten Trail von Gpsies runtergeladen, aber manchmal war dieser auch irreführend und gefährlich (siehe Nerja-Frigiliana)
     
    Camping: 


    Ich hab meinen ganzen Kladderadatsch dabei gehabt und dann doch echt selten gecampt. Das lag aber eher an mir als an den äußeren Umständen. Ich denke es ist sehr gut möglich zu campen, wie immer ist es in den Bergen etwas komplizierter. Es gibt ein paar ausgewiesene área de recreación wo es Wasser gibt und man sein Zelt legal aufstellen kann. Achtung: Das meiste restliche Land ist in Privatbesitz. Auch ansonsten ist in Spanien, wie immer, nur geheimes Zelten möglich. Empfehlenswert ist , wie oben schon erwähnt, der Campingplatz Parque Ardales. 
     
    Landschaft: 


     
    Superlative. Unglaublich! Deshalb sollte man diesen Weg gehen. Berge, Hügel, Panoramen, Seen, Wälder, wogende Weizenfelder. Ich habe jetzt genug Bilder für den grauen Berliner Winter im Kopf. Durch meine Abkürzungen habe ich ja sozusagen ein "Pröbchen" jeder Landschaft bekommen. 
     
    Hunde: 

    Es gibt relativ viele Hunde die als Wachhunde unbemannte Landareale oder Häuser beschützen. Leider haben nicht alle eine gute Erziehung genossen und wegen allzu viel Zähnefletschens musste ich schon mal einen Umweg machen. Ich habe mir dann ein Pfefferspray besorgt, es aber Gott sei dank nie einsetzen müssen. 
     
    Und hier noch die Zusammenfassung: 
     
    Machen, wenn …
    du Einsamkeit magst und dich andere Wanderer eh nur nerven du tolle Landschaften magst du lieber einmal pro Etappe ein bisschen Zivilisation hast  du gefährliche Tiere nicht leiden kannst du eine Langstreckenwanderung in Südeuropa suchst (vielleicht für den Winter) du ein bisschen spanisch kannst (ist zumindest echt praktisch)
      Nicht machen, wenn …
    du Angst vor Hunden hast du lieber 5 Tage von jeder Zivilisation entfernt unterwegs bist es zu heiß ist (so wie ich) du vorher alles organisieren willst. Ich glaube, das kriegt man hier nicht besonders gut hin.   
    Ansonsten: Fragt einfach. Ich bin nicht allzu viele Etappen gegangen, habe aber, glaube ich einen guten Überblick gewinnen können. 
     
     




  7. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf DasBaum in Impressionen von Touren   
    Eine Woche Teneriffa, kälter und schöner als erwartet








  8. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von schrenz erhalten in Schnäppchen   
    20% Rabatt auf alle Zelte beim trekking-lite-store.com mit dem Code ZELTE2017 bis morgen 23:59 Uhr
  9. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von bansaim erhalten in Schnäppchen   
    20% Rabatt auf alle Zelte beim trekking-lite-store.com mit dem Code ZELTE2017 bis morgen 23:59 Uhr
  10. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von SouthWest erhalten in Lange lange Unterhosen   
    Bei Skins gibt es Langgrößen. Vielleicht ist da was passendes dabei: z.B. https://www.skins.net/de/skins-a400-mens-long-tights.html
  11. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf Stromfahrer in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Ich fand das Ersatzgestänge für mein damaliges MSR Carbon Reflex 2 direkt von Cascade Designs Irland mit 30 Euro inkl. Versand recht günstig. Kam binnen 3 Tagen mit DPD.
    Ob es passt? Ich habe es für ein PowerLizard 2-3 un ca. 17 cm gekürzt, kann dir die Länge aber erst in einer Woche sagen. Sollte beim Rainbow doch ziemlich dem CR2 ähnlich sein.
  12. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf DasBaum in Ausrüstung Alpenüberquerung September   
    Hat denn noch jemand einen Tipp für wasserdichte Überziehhandschuhe in fäustling Form?
    Finde das Angebot recht überschaubar...
    Lg Julian
  13. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf DasBaum in Impressionen von Touren   
    Irland, kerryway und westliche dinglehalbinsel

















    Lg Julian
  14. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf Freierfall in Und noch ein GR221 Bericht! Mallorca im Mai   
    Tag 5: Port de Soller - Tossals Verds
    Am nächsten Morgen "genoss" ich erstmal das Frühstück im Refugio (Toast, Gouda, Kochschinken, Saft und je ein Kaffee pro Person - mMn nicht zu empfehlen!) und lief zunächst mal in die Stadt. Auf dem Weg traf ich prompt Sebastian und Elisa wieder, die ich schon vor zwei Tagen gesehen hatte. Sie haben erstmal genug vom Wandern und wollen den Rest der Zeit am Strand entspannen, also tauschte man ob der glücklichen Wiederbegegnung und gegenseitigen Sympathie Facebook-Kontakte aus. (Muss die beiden noch anschreiben...). Als nächstes steuerte ich den Hafen an, von wo ich die historische Straßenbahn nach Soller nahm, diese "Attraktion" wollte ich nicht verpassen. Die Straßenbahn ist offen, man kann jederzeit durch ein "Signalseil" aussteigen und wenn man lange Arme hat Zitronen im Vorbeifahren aus den Gärten an den Gleisen klauen. Die kurze Fahrt nach Soller kostet 6€ und spart einem einige unspektakuläre Straßenkilometer. 


    In Soller begegnete ich den deutschen vom Vorabend wieder, unsere Wege trennten sich aber schnell wieder da diese noch einkaufen mussten, ich jedoch bereits alles in P.d.S. besorgt hatte. 
    Entgegen der offiziellen Wegführung wanderte ich erstmal durch die kleinen Sträßchen von Soller und einige wunderschöne Obstgärten, die mich durch ihre Schlichtheit besonders ansprachen. Hier wachsen duftende Blumen wie unkraut und reife Orangen an den Bäumen stellen etwas völlig normales dar, dass die einfache Bevölkerung in ihren Gärten stehen hat. Einfach toll!
    Nach einiger Zeit suchte ich jedoch den offiziellen Weg wieder auf, der zunächst durch das Dörflein Biniairix führte, dann jedoch über einen langen und anstrengenden Aufstieg zum Cuber-Stausee führen sollte. Der Weg verläuft hier auf einem historischen Pilgerweg zum Kloster Lluc, was bedeutet, dass man fast durchgehend auf "gepflastertem" Wege bzw. über die Namensgebenden Trockenmauern geht. Stetig hinauf legte ich wohl ein strammes Marschtempo vor, was mir irgendwann zwei weitere deutsche die ich zuvor kurz getroffen hatte erstaunt zuriefen. Ich sollte sie auch in Tossals Verds wiedertreffen. Ich bin wohl eher der "schnell hoch ohne Pause, dann länger verschnaufen" Typ. 

    Der Aufstieg bietet einige tolle Aussichten, zunächst auf Soller, anschließend steigt man jedoch immer höher und kann schließlich wieder das Meer und sogar den Leuchtturm am Refugio Muleta sehen. Immer wieder motivierend, solche zufor zurückgelegten Wegabschnitte nochmal von weitem sehen zu können! 
    Es gibt ein paar kurze, etwas exponiertere Passagen, doch der Weg ist immer breit und man muss nicht an der Steilkante entlanggehen wenn man dies nicht möchte.
    Wie häufig auf dem GR221 ist war es spannend zu beobachten, wie sich die Vegetation mit zunehmender Höhe veränderte: Im Tal herrschten kleine Sträucher, Palmen und Sukkulenten vor, ab einer gewissen Höhe gesellten sich die Steineichen hinzu, die dann schließlich von Kiefern und eher alpiner Vegetation abgelöst wurden. Schließlich kommt man am Coll de l'Ofre an, und die Vegetation hört an den Bergflanken fast völlig auf. (Daran sind - neben der Trockenheit - zu einem nicht unerheblichen Teil wohl die zahlreichen wilden Bergziegen schuld, die die Serra de Tramuntana bevölkern und Bäume die dort theoretisch wachsen könnten anknabbern bevor diese groß genug werden)

    Das Tal richtung Cuber Stausee führt zunächst durch einen hübschen Wald (der wohl oft zum Camping genutzt wird), man kommt aber schnell auf eine riesige Schafsweide, auf der auch unzählige Tagestouristen und etliche Grundschulklassen herumliefen. Weil auch das Wetter nicht besonders gut war (kühl und windig) gefiel es mir dort oben nicht besonders, und ich beeilte mich den See zu umrunden und weiter zu kommen.

    Wenn man auf die große Straße stößt gilt es sich zu entscheiden, wie man weiter Richtung Lluc bzw. Tossals Verds geht. Es gibt eine deutlich schönere Variante über den pas Llis (südlich des Puig de tossals verds) und eine eher langweilige Variante entlang eines Aquäduktes nördlich des Berges. Wobei man an dieser Variante den zweiten großen Stausee, "Gorg Blau" zu sehen bekommt und einige hübsche Bergpanoramen. (Weiß jemand wie man diesen See ausspricht?!)



    Da ich wie schon oft erwähnt an Höhenangst leide, entschied ich mich natürlich zunächst für die nördliche Variante, sie verläuft erst an einem oben offenen Aquädukt um den Berg herum, dann durch etwas Steineichenwald und zuletzt durch ein hübsches Hochtal Richtung Tossals Verds, das wohl schönste Bergpanorama Mallorcas!

    Da ich mich ziemlich über mich selbst geärgert habe mir die "Kletterstelle" am Pas Llis nicht mal angesehen zu haben (und mich noch recht fit fühlte) ging ich nach einer kurzen Pause in Tossals Verds direkt weiter zurück Richtung Pas Llis, um dir diese Passage von Süden kommend anzusehen. Schon bevor man bei der Kletterstelle ankommt, bekommt man ein grandioses Panorama des Tals von Tossals Verds zu sehen, auch wenn der Weg teilweise recht ausgesetzt ist. Als dann schließlich starker Wind aufkam, ich etwas (wenn auch nur leicht) Höhenangst verspürte, mein Kammera-Akku sich verabschiedete (und damit der Plan die schwierige Stelle für die Nachwelt zu dokumentieren) und ich auch merkte wie durch Erschöpfung die Trittsicherheit langsam zu leiden anfing (und ich fast abstürzte, musste mich an einem spitzen Dornenbusch festhalten um das Gleichgewicht wieder zu erlangen!) wertete ich das alles in Kombination als "Zeichen" nicht bis zur berühmten Kette am Pas Llis zu gehen, sondern wenige hundert Meter davor umzudrehen.... -.- . Für alle die es wissen wollen: Hier die Stelle bei Youtube (hat jemand anders gefilmt)

    Wenn man schwindelfrei ist, empfehle ich dennoch die Pas Llis Passage, sie ist die deutlich schönere. Und wie man auf dem Video sieht ist auch die Passage mit der Kette halb so schlimm, der Weg danach ist schlimmer (da ausgesetzter und schmaler)

    In Tossals Verds gab es übrigens kein Bett mehr für mich, aber mir wurde erlaubt draußen unter einem Vordach zu schlafen. Nach einem geselligen Abend mit den Mitwanderern vom Vorabend machte ich es mir also an einer überdachten "Grillstelle" gemütlich. Leider sollte es meine schlimmste Nacht auf dem GR221 werden. Denn wo der Rest des Wanderweges in sehr trockenen Gebieten verläuft, gibt es im Tal von Tossals Verds eine üppige Vegetation und einige Quellen - und damit einen ganzen Haufen Mücken. Und ich hatte kein Netz, kein Deet, kein gar nichts. Nachdem mich das Gesumme und Gesteche halb wahnsinnig gemacht hatte, und ich schon alles ausprobiert hatte, vom Quilt komplett über den Kopf ziehen bis das Gesicht in den Buff einwickeln kam mir schließlich die Rettende Idee: Ich zog meinen Fleecepulli über das Aufblasbare Kopfkissen, steckte den Kopf mit hinein und schloss dann die Öffnung zum Fleece hin dicht mit dem Gummi vom Quilt ab. Durch das Fleece konnte man gut hindurch atmen, die Mücken aber nicht -Stechen, und selbst das Gesumme wurde etwas gedämpft! So konnte ich schließlich den Rest der Nacht halbwegs schlafen.
  15. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf Freierfall in Und noch ein GR221 Bericht! Mallorca im Mai   
    Tag 4: Deia - Port d' Soller
    Am Morgen im Hotel stellte ich erstmal entsetzt fest, dass der Boden des Hotels und insb. mein Rucksack voller Ameisen waren, ich habe aber nicht herausfinden können ob diese aus einer Fuge des Hotels kamen oder ich diese am Vortag aus dem Wald mitgebracht hatte - so viele Ameisen im Rucksack hätte ich während der Wanderung eigentlich nicht übersehen können. Kurioserweise schienen sich die Krabbler vor allem für meine Dirty Girl Gaiters zu interessieren, welche ich im Meshfach untergebracht hatte.

    Nach einem Reichhaltigen Frühstück mit Käse-Wurst-Schinkenplatte, Kaffe und frisch gepresstem Orangensaft machte ich mich auf den Weg zunächst nach Cala Deia, dem "Hafen" von Deia, der wirklich sehr malerisch in einer kleinen Bucht liegt. Dort beginnt der "Cami dels Pintors", der hier im Forum immer als Piratenweg bezeichnet wurde, nach meinem Verständnis aber eigentlich Malerweg heißen müsste? Egal. Passende Namen wären beides, führt der Weg doch an zahlreichen versteckten Buchten vorbei, in denen auch das ein- oder andere Ruderboot liegt, aber auch an traumhaften Aussichten aufs Meer die sich als Sujet eignen würden.

    Nachdem ich in den letzten Tagen immer nahezu alleine unterwegs war, traf ich von nun an entschieden mehr Leute auf dem Wanderweg, zum einen weil ich jetzt wohl näher an der "Zivilisation" und den populäreren Wandergebieten war, zum anderen aber auch weil ich zuvor wohl zeitlich versetzt zu den meisten anderen Wanderern unterwegs war: Losgelaufen *vor* den anderen, in den Städten erst später wenn alle schon weg waren und auch noch Abends unterwegs wenn die meisten Wanderer schon in Eisdielen und Restaurants saßen. 

     

     

    Immer entlang der Steilküste (aber mit gelegentlichen Möglichkeiten zum Wasser zu kommen, sollte einen die Lust auf Planschen überkommen) und vorbei an unzähligen tollen Schlafplätzen führt der Weg von Deia bis nach Port d' Soller. Nicht unerwähnt sollte aber bleiben, dass der Weg, obwohl er Stellenweise mit einem rustikalen Holzgeländer gesichert ist, auch den ein- oder anderen Höhenangstmoment bietet. Es gibt stellenweise nur einen schmalen Trampelpfad, der teilweise abgerutscht ist, und immer wieder gilt es umgestürzte Bäume zu überklettern. Es gibt auch ein paar Passagen an denen man über den typischen feinen "Sand" der die von Kiefern bewachsenen Böden in Mallorca bildet auf- oder absteigen muss, teilweise ohne gute Möglichkeiten sich festzuhalten. An einer besonders fiesen Stelle bin ich sogar nur auf dem Hintern runtergerutscht.

    Gegen Mittag erreichte ich eine Abzweigung, die die Möglichkeit bot direkt nach Port de Soller zu gehen oder erst noch einen Abstecher zum Refugio Muleta am Cap Gros zu machen.

    Da ich langsam realisiert hatte, dass ich bei meinem bisherigen Tempo den GR221 in ca. 5-6 Tagen beenden würde, ich jedoch 8 Tage eingeplant hatte, beschloss ich also am Refugio nach einem Bett zu fragen. Und ich hatte Glück, das letzte Bett im ansonsten ausgebuchten Haus war für mich Den Rest des Tages verbrachte ich also am Strand von Port de Soller, den Abend hingegen in geselliger Runde mit einigen deutschen Wanderern im Refugio. Diese Bekanntschaften sollte ich noch auf der gesamten restlichen Wanderung wiedertreffen.


  16. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von Tie_Fish erhalten in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    - Via dinarica
    - Kungsleden, 790 km
    - Jakobswege
    - GTA, 1000 km
    - Salzburg-Triest, 500 km
    - Nordalpenweg, Zentralalpenweg etc. in Österreich
    - Alpe-Adria-Trail, 960 km
    - Trans-Kreta (E4)
    - Pennine Way, 429 km
    - South West Coast Path, 1013 km
    - Olavsweg, 640 km
    - Grande Escursione Appenninica (GEA), 400 km
    - Slovene High Level Route, 500 km
    - International Appalachian Trail
    - Karischer Weg, 800 km
    - Alpenüberquerung L1 (Garmisch-Brescia), 400 km
    - Nordlandsruta, 550 km
    - Bohusleden, 360 km
    - Frankenweg, 520 km
    - GR-Fernwanderwege
  17. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf skullmonkey in Ein Bein für den LAUFBURSCHEN   
    Wahnsinn @MeinGewicht @jolunder @Carsten010 @Svenja @hrXXLight @Mittagsfrost @Dr.Matchbox! Vielen Dank an Euch und die anderen Forumsleser & Teilnehmer an der Verlosung
    Es wurden insgesamt 201 Lose (!) erstanden, dazu kamen Spender die keine Lose wollten, für grandiose 1295 € die an @LAUFBURSCHE gespendet wurden und ich denke damit lässt sich schon das eine oder andere Carbon oder Titan Teil für sein neues Bein anschaffen! 
    Die Gewinnerin des huckePACKs wurde schon kontaktiert!
  18. Gefällt mir!
    Meins kam vor etwa zwei Wochen. Natürlich habe ich es gleich mal im Garten für drei Tage aufgebaut. Weil sich das Material erst mal etwas dehnt, muss entsprechend nachgespannt werden, dann steht das Zelt sehr gut. Die Windempfindlichkeit, die gelegentlich erwähnt wird, scheint mir durch einen korrekten Aufbau auch deutlich gemindert. Meistens werden die Zelte in den Videos oder anderen Posts nur mal schnell auf die Wiese getackert. Dann steht es halt auch nicht richtig und flattert im Wind.
    Die Verabeitung und die Materialien sind top. Für so ein Zelt zahlt man beim bekannten Markenvertrieb locker das Dreifache. Reißverschlüsse sind ebenfalls gut und das Mesh sehr fein, da kommt kein Moskito durch. Hier mal ein paar Bilder von meinem Aufbau, die zeigen, wie das Zelt steht, wenn es richtig abgespannt ist.



    Von der 1-Personen-Version würde ich abraten, das Zelt ist auch in der 2-Personen-Verion sehr eng. Die Matte vom gleichen Hersteller, die auf den Fotos zu sehen ist, ist 1,86 m lang. Wenn ich darauf liege (1,83m) ist da keine Luft mehr, weder am Eingang, noch im Fussbereich. Man darf nicht vergessen, dass die Zeltwände schräg nach oben laufen. Die Länge des Bodens ist zwar korrekt angegeben, aber es verjüngt sich eben schnell. Der Gewichtsunterschied ist ohnehin gering und man bekommt das Gepäck noch mit ins Zelt. Aus meiner Sicht deutlich mehr Wert, als 100 g gespart. Im vorderen Bereich ist die Distanz zwischen dem Mesh und der Außenwand aber wirklich gering. Bei Wind kommt es da sicher zu gelegentlichen Berührungen. Im Regen habe ich es noch nicht prüfen können. Ich denke aber auch das sollte kein Problem sein.
    Aus meiner Sicht ein sehr empfehlenswertes Zelt und ein Preis-Leistungs-Hammer. Alle Nähte sind sauber genäht und getapet. Natürlich kann man das Innenzelt auch weglassen und es als Tarp benutzen. Dann ist es noch leichter. Ich schmuse aber nicht so gerne mit Ratten und anderem Kleingetier.
    Das gelegentich als bruchanfällig kritisierte Gestänge wurde inzwischen überarbeitet. An dem Ring, der die Stangen verbindet stehen keine Stifte mehr heraus , wie auf alten Bildern zu sehen. Stattdessen sind Löcher vorhanden. Dort werden die Stangen jetzt eingesteckt. Innen sind sie in diesem Bereich nun mit einer Hülse zusätzlich verstärkt. Das ist konstruktiv klar besser und sollte halten.
    Ich hoffe das hilft zur Entscheidungsfindung. Der Hersteller scheint mir durchgängig gute Qualität zu liefern. Neben der Matte habe ich noch einen Daunenschlafsack (Mumie mit 800 g Daune) bestellt, von dem ich ebenfalls begeistert bin.
  19. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf doener42 in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    noch nicht fertig, aber ich glaub der wird potential haben: http://transcaucasiantrail.org/en/
  20. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von bansaim erhalten in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    - Via dinarica
    - Kungsleden, 790 km
    - Jakobswege
    - GTA, 1000 km
    - Salzburg-Triest, 500 km
    - Nordalpenweg, Zentralalpenweg etc. in Österreich
    - Alpe-Adria-Trail, 960 km
    - Trans-Kreta (E4)
    - Pennine Way, 429 km
    - South West Coast Path, 1013 km
    - Olavsweg, 640 km
    - Grande Escursione Appenninica (GEA), 400 km
    - Slovene High Level Route, 500 km
    - International Appalachian Trail
    - Karischer Weg, 800 km
    - Alpenüberquerung L1 (Garmisch-Brescia), 400 km
    - Nordlandsruta, 550 km
    - Bohusleden, 360 km
    - Frankenweg, 520 km
    - GR-Fernwanderwege
  21. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von hbfire erhalten in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    - Via dinarica
    - Kungsleden, 790 km
    - Jakobswege
    - GTA, 1000 km
    - Salzburg-Triest, 500 km
    - Nordalpenweg, Zentralalpenweg etc. in Österreich
    - Alpe-Adria-Trail, 960 km
    - Trans-Kreta (E4)
    - Pennine Way, 429 km
    - South West Coast Path, 1013 km
    - Olavsweg, 640 km
    - Grande Escursione Appenninica (GEA), 400 km
    - Slovene High Level Route, 500 km
    - International Appalachian Trail
    - Karischer Weg, 800 km
    - Alpenüberquerung L1 (Garmisch-Brescia), 400 km
    - Nordlandsruta, 550 km
    - Bohusleden, 360 km
    - Frankenweg, 520 km
    - GR-Fernwanderwege
  22. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von gruenzeug erhalten in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    - Via dinarica
    - Kungsleden, 790 km
    - Jakobswege
    - GTA, 1000 km
    - Salzburg-Triest, 500 km
    - Nordalpenweg, Zentralalpenweg etc. in Österreich
    - Alpe-Adria-Trail, 960 km
    - Trans-Kreta (E4)
    - Pennine Way, 429 km
    - South West Coast Path, 1013 km
    - Olavsweg, 640 km
    - Grande Escursione Appenninica (GEA), 400 km
    - Slovene High Level Route, 500 km
    - International Appalachian Trail
    - Karischer Weg, 800 km
    - Alpenüberquerung L1 (Garmisch-Brescia), 400 km
    - Nordlandsruta, 550 km
    - Bohusleden, 360 km
    - Frankenweg, 520 km
    - GR-Fernwanderwege
  23. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von Stromfahrer erhalten in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    - Via dinarica
    - Kungsleden, 790 km
    - Jakobswege
    - GTA, 1000 km
    - Salzburg-Triest, 500 km
    - Nordalpenweg, Zentralalpenweg etc. in Österreich
    - Alpe-Adria-Trail, 960 km
    - Trans-Kreta (E4)
    - Pennine Way, 429 km
    - South West Coast Path, 1013 km
    - Olavsweg, 640 km
    - Grande Escursione Appenninica (GEA), 400 km
    - Slovene High Level Route, 500 km
    - International Appalachian Trail
    - Karischer Weg, 800 km
    - Alpenüberquerung L1 (Garmisch-Brescia), 400 km
    - Nordlandsruta, 550 km
    - Bohusleden, 360 km
    - Frankenweg, 520 km
    - GR-Fernwanderwege
  24. Gefällt mir!
    kra23 hat eine Reaktion von micha90 erhalten in Sammlung: Weitwanderwege in EU   
    - Via dinarica
    - Kungsleden, 790 km
    - Jakobswege
    - GTA, 1000 km
    - Salzburg-Triest, 500 km
    - Nordalpenweg, Zentralalpenweg etc. in Österreich
    - Alpe-Adria-Trail, 960 km
    - Trans-Kreta (E4)
    - Pennine Way, 429 km
    - South West Coast Path, 1013 km
    - Olavsweg, 640 km
    - Grande Escursione Appenninica (GEA), 400 km
    - Slovene High Level Route, 500 km
    - International Appalachian Trail
    - Karischer Weg, 800 km
    - Alpenüberquerung L1 (Garmisch-Brescia), 400 km
    - Nordlandsruta, 550 km
    - Bohusleden, 360 km
    - Frankenweg, 520 km
    - GR-Fernwanderwege
  25. Gefällt mir!
    kra23 reagierte auf ChristianS in Tarptent ala Protrail aus SilPoly   
    Nabend!
    Seit einiger Zeit tüftele ich an einem Protrail-Nachbau aus SilPoly herum und die vorläufigen Ergebnisse wollte ich nun mal zeigen. Prinzipiell finde ich silikonisiertes Polyester als Tarpmaterial sehr reizvoll, da es sich bei Feuchtigkeit nicht so stark wie Nylon-Stoffe dehnt und einem Nachts dann feucht auf Nase oder Quilt liegt. So habe ich mir 1.1oz SilPoly von Ripstopbytheroll besorgt und los gings...
    Auf Basis der Außenmaße vom Protrail habe ich mich erstmal ans Außenzelt gemacht, ob ich die Innereien mit Bathtubfloor und Moskito-Netz noch einbaue, weiß ich noch nicht. Einige Details weichen aus Vereinfachungsgründen aber vom Protrail-Aufbau ab. Anwendungszweck sind Touren, bei denen viel Niederschlag mit Wind zu erwarten ist.
    Seitenansicht

    Schräg von vorne

    Zipper geöffnet

    Blick hinein

    Hinten
    Bei wenig Wind lässt sich das Tarp mit nur vier Heringen und zwei Trekkingstöcken aufstellen. Das aktuelle Gewicht mit Schnüren liegt bei 330g. Als nächstes muss ich noch die Nähte silikonisieren und Probeschlafen. Dann wird sich zeigen, ob es auch die gewünschten Eigenschaften bei Nässe hat. Und dann gibt es auch noch mal Bilder mit Inventar (Isomatte, Schlafsack, u.a.), um die Größenverhältnisse besser sehen zu können.
    Mit ein paar Details bin ich schon jetzt unzufrieden:

    1. Der Lüfter ist zu klein und zu wenig aufgestellt

    2. Die Zipper-Abdeckleiste verkrumpelt sich und wird ihrem Zweck nicht gerecht. Hier rächt sich nun die diagonale Elastizität des SilPoly.
    Soweit erstmal zu diesem Projekt, ich werde weiter berichten...

Account

Navigation

Suche

Suche

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.