JanF
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Laut deiner Verbrauchstabelle bist du ja nur 4 Tage unterwegs. Da würde ich das Kurzarmshirt weglassen. Du hast 2,57 m Isomatte dabei. Für die Beine reicht bestimmt auch ein kürzeres Stück Evazote. Eine Faltflasche/Caprisonnenflasche würde für Spiritus langen, wenn man vorsichtig damit umgeht. Finde auch dein Halstuch und deine Mütze recht schwer. Ich benutze eine 30 g schwere Balaclava, die tuts bis 5 Grad auch. Und nachts hast du ja auch noch die Schlafsackkapuze. Die Mütze könnte man also eigentlich auch ganz weglassen. Statt dem Taschentuch würd ich mir lieber n paar mehr Stücke Klopapier einstecken.
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Vorbereitung 1000 Meilen - Was muss mit?
JanF antwortete auf wanderreiterin68's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Mein alter Bundeswehrponcho wog 1 Kilo. Für das Gewicht kannst du dir 2 ultraleichte Regenponchos, eine Evazotematte zum Schutz der NeoAir und jede Menge Folie mitnehmen, von der ich übrigens glaube, dass sie auch mal nen Pferdehuf verträgt (also die von Gossamer Gear oder Trekking-Lite-Store). -
Beim UL-Spezialisten Tedi gibt es: - Einen Fleecepullover, 234 g in M, 4 €; wird bei mir wohl ne Weste. - Energiedrink-Brausetabletten, 64 mg Koffein auf 4 g Tablette, 1,50 € für 20 Tabletten - Silikonarmbänder für Cone-Dosentöpfe, 4 Stück für 1 €, 3 g
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Spitze, ich würde gerne Ende März zwei Wochen dort verbringen, also lass dir mit dem Reisebericht nicht so viel Zeit! Welche Strecke läufst du? Schläfst du im Zelt oder in Pensionen oder kombinierst du? Wäre schön, etwas mehr Details zu hören. Grüße Jan
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Black Diamond Ultra Distance Poles für 99 €, anscheinend versandkostenfrei: http://www.funktionelles.de/Bergsteigen-Klettern/Trekking-Wanderstoecke/Teleskopstoecke-3-teilig-Carbon/Black-Diamond-Ultra-Distance-Auslaufware-.htm?shop=life&SessionId=&a=article&ProdNr=95563&t=31109&c=50375&p=50375
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Bikepacking Regenschutz
JanF antwortete auf Limitcamper's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
OT: Ich geb dir recht, mein Vorschlag ist in bestimmten Jahreszeiten und Ländern (hast dir ja mit Schottland auch wieder n Spitzenbeispiel ausgesucht) praxisfern. In anderen wiederum nicht. Momentan trägt limitcamper ein Merinohemd, ein Fleece, ein Windshirt und eine kurze Hose. Wenn er nun das Fleece durch ein Netzhemd ersetzt (laut Dani von der Isolation ebenbürtig), bestünde das Umziehen darin, das Merinohemd auszuziehen und eine Windhose anzuziehen. Ansonsten scheine ich immer Glück mit dem Wetter zu haben, denn stündliches Abwechseln von Regen/Nichtregen hab ich nicht allzu oft. Ich schrieb ja von Anfang an, dass ich keine praktischen Erfahrungen damit habe. Ich bitte also, meinen Beitrag zu ignorieren, falls er Mumpitz ist. So, damit überlasse ich euch beiden dann das Schlachtfeld. -
Bikepacking Regenschutz
JanF antwortete auf Limitcamper's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
? Ich bin doch der Einzige, der hier theoretisiert. Dabei bezog ich mich auf die praktischen Erfahrungen Danis, die limitcamper damit verwarf, dass man dann Ersatzkleidung bräuchte. Ich wollte eigentlich nur anmerken, dass diese ja so viel nicht wiegen muss, schnell trocknen kann und bei gutem Wetter oder wenn sie wieder trocken ist auch im Camp benutzt werden kann. Scheint sich auch nicht so sehr von dem zu unterscheiden, was du in deinem ersten Beitrag in diesem Faden schreibst. Du bist dann nur anscheinend irgendwann dazu übergegangen, "Mistwetter" nicht mehr als Regen, sondern als "Schneeregen, 80 km/h Wind, 4 C" zu interpretieren. -
Bikepacking Regenschutz
JanF antwortete auf Limitcamper's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
Weiß nicht ob das klar geworden ist, aber mein Vorschlag war als reine Regenlösung gedacht, zu der man dann noch die ganz normalen Klamotten dabei hat. Bei Regen schlüpft man dann in die von mir genannten Sachen, die alle schnell wieder trocknen, packt die normalen Klamotten ein und fährt schneller, um nicht auszukühlen. Bei gutem Wetter zieht man dann wieder an, was man halt so präferiert. -
Bikepacking Regenschutz
JanF antwortete auf Limitcamper's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
Hab keine Erfahrungswerte, aber mal rein theoretisch könntest du als durchnässbare Schicht eine Windjacke (71 g), eine Strumpfhose (ca. 30 g), eine Windhose (61 g, als Shorts 40 g) und ein Langarmnetzhemd (90 g) tragen. Das wären dann 252 g, die bei Nichtmistwetter auch als Isolation im Camp getragen werden können. Wiegt dann also weniger als die meisten Regenklamotten und ist auch alles sehr schnell wieder trocken. Möglich wäre auch, die Windjacke durch nen Einwegponcho zu ersetzen. Die von Relags liegen recht eng am Körper an, dürften also beim Radfahren nicht so sehr stören wie normale Ponchos, und du hast noch ne Kapuze dran (80 g lt. Sack und Pack). Bei entsprechender Anstrengung könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Kombination (vielleicht noch mit Hygienehandschuhen) bis zu Temperaturen reicht, bei denen das Wasser nur noch gefroren fällt. -
Falls es jemanden interessiert: Die 1l-Turborg-Dosen passen mit einem Silikonring genau in den Caldera Keg. Es scheint mit einer umgedrehten (also eigentlich oberes Ende als Boden verwendet) Tuborg-Dose sogar besser zu funktionieren. Zumindest hat das Wasser gerade ca. 10 Sekunden schneller gekocht, obwohl die Dose mehr Volumen fasst und ich auch mal behaupten würde, dass mein Alufoliendeckel etwas schlechter funktioniert als der Originaldeckel. Mit einer auf 750 ml zurechtgeschnibbelten Dose dürfte der Unterschied noch ein wenig höher sein. Mit 1l Fassungsvermögen wiegt die Tuborgdose inkl. Silionband 3 g mehr, wäre also bei gleichem Volumen wohl etwas leichter. Dafür aber auch um einiges weicher.
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Ich hab bis jetzt nur mal ne Trockenübung gemacht, aber wenn ich einfach zwei 70 cm lange 0,9-Dyneema-Schnüre an den richtigen Stellen um die Stöcke wickle, hält das zumindest so fest, dass ich da nichts bewegt bekomme, wenn ich versuche, die zusammenzuschieben oder mich draufstütze.
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OT: Kennt jemand die GoLite Selkirk Down Jacket? Die wird mit 70 g Daune bei 181 g Gesamtgewicht beworben, das wäre ja mal ne Ansage.
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Die Überschrift spricht für sich. Würde mich über Angebote freuen. Grüße Jan
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Meine Smartwoolsocken halten sich sehr gut. Mein Icebreaker-Shirt und meine Icebreaker-Longjohn stinken nicht (Na gut, nach zwei Wochen nur mit dem Shirt und jeder Menge Schweiß ein kleines bisschen, hab mich aber noch ins Flugzeug getraut) und sind auch lochfrei. Überhaupt scheint das einzige mögliche Fazit bisher zu sein, dass es komplett unterschiedliche Erfahrungen mit den verschiedenen Marken gibt, in Bezug auf Geruch, Haltbarkeit und Tragegefühl. In Bezug auf Tierethik, Ökologie und Arbeiterrechte traue ich persönlich keiner Firma. Bliebe als einziger wirklicher Bezugspunkt der Preis (das Tragegefühl lässt sich beim Onlineshopping ja schwer testen und ist nach ner Stunde auch noch mal anders als beim ersten Überstreifen). Entsprechend würde ich eventuell bei Decathlon anfangen und bei Nichtgefallen auf Schnäppchen der teureren Hersteller warten.
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Wollt hier gerade noch irgendwas deutlich machen, eine weitere Recherche hat mich aber bezüglich Zollabgabe, Einfuhrumsatzsteuer und Mehrwertsteuer so verwirrt, dass ich jetzt nur noch zu Folgendem in der Lage bin: Bis zu einem Warenwert inkl. Versandkosten von 150 € ist man auch von irgendeiner Abgabe befreit.
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Ich kenn das Tarp nicht, aber allein von den Maßen, dem Gewicht und dem Preis sehe ich keinen Grund, das anzuschaffen. Ein GoLite Ponchotarp (gibts bei Sack und Pack, oder auch die von Eureka und Sea to Summit) ist größer, kostet das Gleiche und - ist dazu noch ein Poncho. Da könnte das ID Tarp höchstens noch bei der Wassersäule punkten, sonstigen Schnickschnack wie innenliegende Schlaufen zur Befestigung von irgendwas scheints ja auch nicht zu haben.
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Danke für die Antwort. Hab den Caldera Keg gerade in einem impulsiven Anfall bestellt, damit erübrigens sich die anderen Fragen für mich eigentlich auch.
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Hallo, ich hätte da mal ein paar Fragen zu dem Caldera Keg. 1. Muss der Windschutz/Topfhalter konisch sein bzw. ist das ein deutlicher Effizienzgewinn? Wäre es nicht möglich, einen Windschutz aus ner Bierdose, wie ihn Laufbursche mal in seinem Solokochsetup (http://laufbursche.blogspot.de/2010/07/ ... diese.html) hatte, auch wie einen Kaldera Cone zu benutzen? Oder gibt es irgendwo leichtere Cones, wie ihn der Laufbursche beim Duokochsetup vorstellt, zu kaufen? Hat hier jemand einen über? Zum MYOGen ist leider weder mein Werkzeugarsenal noch mein Gehirn ausreichend ausgestattet. 2. Basti schrieb mal, dass er seinen Cone so gestutzt hat, dass er in den Topf passt (viewtopic.php?f=9&t=93&p=4207&hilit=cone+dose#p4207). Das Überstehen des Cones stört mich gerade auch noch. Quasinitro wiederum schreibt hier (http://rioleichtsinn.wordpress.com/2010 ... quasinitro), dass der Abstand zwischen Kocher und Dose wichtig ist, man also den Cone eher nicht kürzen sollte. Ist das ein praktisch merkbarer Unterschied? Basti, kannst du da vielleicht nen Erfahrungsbericht beisteuern? 3. Passen in den Caldera Keg deutsche 500ml- und 1000ml-Dosen, wenn man einen Silikonring um die Dose macht? Und ist die Effizienz deutlich schlechter, wenn das Wasser in der Dose über den Cone hinausragt? Das liest sich sowohl bei Traildesigns als auch bei TLS so, aber bei "normalen" Kochsetups ist der Topf doch auch über dem Windschutz?! Ich danke schon mal für Antworten. Liebe Grüße Jan
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OT: Ich bezog mich auf den Nunatak Skaha Pullover, den milkmonsta erwähnte.
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127,5 g Daune bei 270 g Gesamtgewicht? Oder was wiegt deine? Da würde mich ja schon mal der dir vorschwebende Preis interessieren.
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Hallo Florian, Bilder hab ich keine gemacht. Der GR20 ist ja auch ausreichend online dokumentiert. Fragen gerne. Zu den Hütten: Die einzige Hütte des Nationalparks, die noch bewirtschaftet war, war die Ciottulo i di Mori (oder ähnlich). Ebenfalls bewirtschaftet (und damit zahlungspflichtig) sind die Hütten am Col de Verghio (die viele nutzen und zumindest von der französischen Version des Rother-Wanderführers auch als "offizielles" Etappenende dargestellt wird) und die in Vizzavona, die privat geführt werden. An der Hütte d'Usciolo war wohl kurz vorher noch ein Wächter, der auch 2 Tage, bevor ich da war, wohl (laut Wanderern, die mir entgegenkamen) morgens noch mal reingeschneit kam, unfreundlich war, aber kein Geld verlangt hat. Ich habe auch mit Deutschen gesprochen, die sich mit einem Wärter unterhalten haben, der wohl auf eigene Rechnung arbeitet (z.B. auch die Helikopterflüge bezahlt). Wem die einzelnen Hütten gehören, weiß ich nicht. Dieser eine Wärter meinte aber wohl, dass er wisse, dass Anfang Oktober durchaus noch Leute kämen und er deshalb länger bleiben würde. Die Hütten waren, bis auf einen Raum für den Wärter, komplett offen, zumindest stimmte die aufgeführte maximale Bettzahl mit der vorhandenen überein. Die Toiletten waren geschlossen und das Wasser aus der Leitung meist abgedreht, öfter auch der Strom. Das wird wohl davon abhängen, ob der Wärter noch mal vorhat, da vor Frosteinbruch hochzukommen. Es gab überall Kochgelegenheiten und jede Menge Gasflaschen, auch Feuerholz. Bezahlen muss man nichts und hat auch keiner getan, es gibt aber meist so etwas wie eine Box, um Geld einzuwerfen. Das muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin mit den Asics sehr zufrieden gewesen, gerade auch auf Fels. Ich hab wenige Vergleichsmöglichkeiten, die Brooks sind das einzige andere Paar, das ich besitze, und die hab ich nur mal bei extremem Matsch getestet. Würde aber sagen, dass die Asics mir mehr Halt gegeben haben. Bei Nässe auf Fels hat man natürlich nicht mehr sooo viel Halt, kann mir aber kaum vorstellen, dass das bei anderen Schuhen anders aussieht. Probleme hatte ich nur einmal, als es geregnet hatte, weiter regnete und sich auf dem Weg Sand und Fels abwechselten. Dann hatte man halt nassen Sand an den Sohlen, was den Halt auf Fels deutlich reduziert. Auch hier denke ich aber nicht, dass das eine Schwäche speziell der Tamboras ist. Sohlenabrieb find ich jetzt nicht so schlimm bei denen, auch hier sind meine Aussagen aufgrund fehlender Vergleichserfahrungen aber mit Vorsicht zu genießen. Wenns die bei Zalando mal wieder für 30 Euro gibt, werde ich mir auf jeden Fall wieder ein Paar besorgen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, das Gewicht der Schuhe bei den nächsten Neukäufen zu reduzieren. Aber ich hab sie halt liebgewonnen. Schnee gabs keinen, wir haben nur an dem Morgen, an dem wir auch Eis auf der Hüttenveranda (und den Steinen) hatten, auf einem anderen Gipfel Schnee gesehen. Durchgelaufen oder in der Nähe von welchem gewesen bin ich aber nicht. Ich hatte meist echt Bombenwetter, viel Sonne, Regen meistens nur nachts oder abends. Nur der Wind kann halt echt fies sein.
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Hallo, ich bin zurück aus Korsika und wollte mal einige Eindrücke teilen. Einen Reisebericht in dem Sinne möchte ich nicht schreiben, es wird eher eine Kurzbeschreibung der Tour mit Fokus auf Probleme und Ausrüstung, auch da vor allem, was nicht so gut geklappt hat. Dazu dann auch die ein oder andere Frage an Leute mit mehr Erfahrung. Zuerst einmal: Ich bin den ganzen Weg gelaufen und es war sowohl vom Wandern an sich als auch von der Landschaft her ganz grandios. Hab 12 Tage gebraucht, habe also 3 Mal Etappen gedoppelt. An den ersten zwei Tagen war ich allerdings schon fast sicher, dass ich den Weg nicht komplett laufen würde. Die erste Nacht habe ich knapp über Calenzana verbracht, auf einer kleinen freien Fläche in der Macchia (Gebüschwald). Es windete schon auf der Höhe recht stark, wovon auch die Büsche nicht allzu viel abhielten. Der Wind schien mir aus einer Richtung zu kommen, deshalb habe ich ein Lean-to aufgebaut. Als es stand, drehte der Wind jedoch und blies das Tarp auf. Also in ein A-Frame gewechselt. Das hat dann auch die Nacht gehalten, der Wind zerrte aber schon ordentlich am Tarp. Ich hätte mir definitiv 2 Häringe mehr gewünscht. Hier auch die erste Frage: Für wie sturmsicher haltet ihr ein Ponchotarp bzw. Rechtecktarp? Und was wäre der beste Aufbau bei starkem Wind? Ein niedrig aufgebautes A-Frame? Jedenfalls hab ich mir da schon gedacht, dass das ungemütlich werden könnte, in dem Ding noch höher 2 Wochen lang zu nächtigen. In der Nacht hab ich auch den Bivy eingeweiht. Ich finde die Laschen zum Hochspannen in der Mitte ungünstig, ich hatte das Moskitonetz ständig im Gesicht hängen, was nervt und den Schutz vor Mücken weniger wirksam werden lässt. Besonders bei Wind hatte ich das Netz ständig im Gesicht. Die Hochspannpunkte scheinen mir aber bei allen gängigen Bivys mittig zu liegen, habt ihr da keine Probleme mit? Ich werde wohl noch zwei Laschen seitlich anbringen lassen. In 2 von 4 Nächten habe ich meinen (nur windabweisenden!) Bivy übrigens nass geschwitzt. In der ersten Nacht lag es daran, dass sich sehr windige mit windstillen Phasen abwechselten, was dazu führte, dass ich bei Windstille teilweise Schweiß auf der Stirn stehen hatte. Kein Wunder, dass dann um 4 Uhr der Bivy (und der Schlafsack) feucht ist. Ich bin wohl auch Vielschwitzer. Hier muss ich jedenfalls auch noch ne Lösung finden. Finde übrigens, dass so ein Bivy ziemlich viel Wärme zurückhält, was ich schon mal spitze finde, da er für Wintertouren auch als wärmende Ergänzung zu meinem Schlafsack gedacht ist. Im Sommer werde ich mal versuchen, ohne einen Schlafsack, nur mit Inlett oder VBL und Bivy unterwegs zu sein. Am nächsten Morgen bin ich dann jedenfalls zeitlich aufgebrochen. Es kam direkt die erste Quelle, an der ich viel getrunken habe und beide 1l-Flaschen zur Hälfte gefüllt habe. Das war mein erster Fehler, denn danach kam bis zur ersten Hütte nichts mehr. Es war die erste Woche über sehr warm, ich schwitze wie gesagt viel und mein 200er-Merino war zum Laufen zu dick. Ich war zügig unterwegs, in der Geschwindigkeit, in der ich in Deutschland auch im Mittelgebirge unterwegs bin. Das alles führte dazu, dass meine Flaschen bald leer waren und ich mich schon ein wenig dehydriert fühlte. Kurz vor der ersten Hütte floss ein Rinnsal einen Felsen runter, das gerade rechtzeitig kam. Da habe ich dann meine Reserven aufgefüllt. Als ich an der Hütte ankam, war es gerade mal 12 Uhr, also eigentlich massig Zeit, ich habe mich aber total elend gefühlt. Erschöpft, Kopfschmerzen, appetitlos. Woran das lag, weiß ich nicht: Überanstrengung, Wassermangel, Gewöhnung an die Höhe sind so meine Vermutungen. Vielleicht alles zusammen. Die Hütten sind übrigens auch unbewirtschaftet extrem komfortabel, sie sind praktisch komplett offen, es gibt Matratzen, Gasherde und oft auch Strom/Licht. Jedenfalls haben die anhaltenden Kopfschmerzen, der Komfort und die extreme Unlust, in dem Zustand irgendwo unterm Tarp zu liegen, dazu geführt, dass ich an dem Tag an der ersten Hütte geblieben sind. Die Ibuprofen haben nicht geholfen, eine mir angebotene Aspirin dagegen schon, was darauf hinweisen könnte, dass es tatsächlich die Höhe und dadurch erschwerte Blutzufuhr ans Gehirn gewesen sein könnte. Am zweiten Tag dann das selbe Spiel: Zügig gegangen, früh an der Hütte gewesen, aber so schlecht gefühlt, dass ich wieder da geblieben bin. Kurz vor der Hütte war ich tatsächlich kurz davor, auf den Weg zu kotzen. Die Appetitlosigkeit war immer noch da, ich habe aber immerhin mir angebotene Nudeln mit Ei runterbekommen. Hier ein kleiner Einschub zum Essen: Die Röstzwiebeln haben sich tatsächlich so als weitgehend unbrauchbar erwiesen. Das lag wohl vor allem daran, dass ich die in Frühstücksbeuteln verpackt habe, die den penetranten Geruch nicht zurückgehalten haben. Ich hatte also ständig den Geruch in der Nase. Ich habe mir am dritten Tag in Haut Asco dann Nudeln und Reis gekauft, da das Kochen ja an den Hütten unproblematisch war. Habe nur einen Teil der Röstzwiebeln behalten, um damit den Gerichten Geschmack zu geben. Dafür eignen sie sich wunderbar. Insgesamt habe ich die Röstzwiebeln noch nicht ganz aufgegeben, da sie extrem kalorien- und fettreich sind. Aber sicher nicht mehr als Hauptnahrungsmittel, aber als Zutat und eventuell, um im Winter noch mal kurz vor dem Schlafengehen ordentlich einzuheizen. Aber definitiv geruchsdicht verpackt! Ich habe übrigens später zwei Franzosen getroffen, die die Hälfte meiner an der Hütte gelassenen Zwiebeln an einem Abend weggesnackt haben und begeistert waren, obwohl die essensmäßig sehr vielseitig unterwegs waren. Am dritten Tag wollte ich dann nur eine Etappe laufen, da die übernächste die mit dem (als schwer geltenden) Cirque de la Solitude war und ich mir das nach den ersten beiden Tagen nicht zugetraut habe. An dem Tag habe ich dann viel geändert: Ich bin langsamer gelaufen, ohne T-Shirt (jetzt habe ich weiße Streifen von den Rucksackträgern am Oberkörper), habe den Schweiß nicht ständig abgewischt (der hat ja schließlich Kühlfunktion) und auch weniger geraucht. Folge war, dass ich frisch in Haut Asco angekommen bin und dann doch noch die nächste Etappe in Angriff genommen habe. Hat wunderbar geklappt und der Cirque de la Solitude ist zwar schon die schwerste Stelle des GR20 (zumindest des neuen), aber allzu große Angst muss man davor wahrlich nicht haben. Nachdem ich mir die ersten beiden Tage schon überlegt habe, an welcher Stelle ich den GR20 abbreche (eins der Probleme des Alleinwanderns: Man verzweifelt schneller), war ich jetzt wieder zuversichtlich, dass ich den gesamten Weg laufen kann. Der Rest des Nordteils verlief dann recht glatt, ich hab noch an einem Tag Etappen gedoppelt und hatte auch noch die Zeit/Ruhe, mir für einen Tag Corte anzuschauen, inklusive einer eher unentspannten Nacht unter einer Treppe der Universität mit angrenzender viel zu lauter Party, was aber aufgrund meines zuvor erworbenen Alkoholpegels in Ordnung ging. Einschub zum Schlafen: Ich hab nach der Nacht knapp hinter Calenzana nur eine Nacht auf dem Trail draußen verbracht, die aber auch nicht unter dem Tarp, sondern auf der Terrasse einer schon geräumten Privatherberge kurz vorm Col de Verghio. Ansonsten hab ich immer in Hütten geschlafen. Die sind wie gesagt sehr gemütlich, die ca. 6 Menschen, die da so abends zusammenkamen, fand ich ne nette Anzahl, man konnte noch Erfahrungen austauschen (und ich mein Französisch aufbessern). Zudem war ich mit meinem neuen Ernährungsplan ja auch auf die Kochmöglichkeit angewiesen. Zumindest auf dem Nordteil sind die Stellen, die flach genug zum Campen sind, aber auch sehr rar gesät und meistens auf Gipfeln/an sehr windigen Stellen gelegen. Wasserversorgung auch nur selten gleichzeitig gegeben. Ich wollte auch alleine und ohne Karte nicht allzu weit vom Weg wegkraxeln. Und meine GG Nightlight-Isomatte hätte ich mir auch etwas gemütlicher gewünscht. Das Inhüttenschlafen hat aber den Nachteil, dass man immer sehr früh fertig ist mit Wandern, ich wäre meistens gerne noch ein wenig weiter gegangen. Der Südteil hat schon einen deutlich anderen Charakter als der Nordteil. Es gibt einen Weg im eigentlichen Sinne, während man sich auf dem Nordteil eher seinen eigenen Weg zur nächsten Markierung bahnt, was ich aber eigentlich sehr nett fand. Auch gibt es auf dem Südteil viel mehr flache Abschnitte, campen wäre hier also besser möglich gewesen. Das Wetter war auf dem Südteil schlechter, zumindest morgens, einmal hatten wir auch Eis und Hagel. Letzten Endes war das Merinoshirt also die richtige Entscheidung, ich habe insgesamt alle meine Kleidung (auch Handschuhe und Sturmhaube) gebraucht, besonders wegen des starken eisigen Windes, der sehr oft pfiff. Bei besserem Wetter bin ich dann halt ohne Shirt gelaufen und habe gegebenenfalls die Temperatur über die Geschwindigkeit reguliert. Die Tagestouristen, an denen ich am Col de Pierre im Nebel und halbnackt vorbeigespurtet bin, haben auf jeden Fall doof geguckt. Einer klopfte mir auf die Schulter, sagte „Super“ (bzw. „Süperrr“) und hielt mich wohl für nen Topathleten. Wenn der gewusst hätte, wie ich mich zwei Tage vorher gefühlt habe ... Ein Poncho kann bei starkem Wind und Kletterpartien recht nervig sein, auch mit Schnur um den Bauch, würde aber auch jetzt nicht das Mehrgewicht von Jacke, Hose und Rucksackliner in Kauf nehmen. Den Poncho hätte ich als Tarp ja eh mitgenommen. Das Volumen des Huckepäckchens hätte wohl dann auch nicht mehr gereicht. Am vorletzten Wandertag fing dann meine linke Achillessehne an zu schmerzen (ich vermute ne Entzündung), am letzten Tag ging eine meiner Faltflaschen kaputt, ich habe meine Sturmhaube in der letzten Hütte vergessen und am ersten Tag im Flachland ging dann auch meine Photon-Lampe nicht mehr. Also ein perfekt getimtes Ende. Man sieht übrigens jede Menge Trailrunnerschuhe auf dem Weg: Die haben die Leute in ihren Rucksäcken, um sie als Hüttenschuhe zu benutzen. Aber immerhin einen ULer hab ich getroffen, einen Franzosen, mit dem ich dann auch direkt in heftigsten GearTalk verfallen bin. Den Laufburschen kannte er auch (die 0,9er-Schnur hatte er aber übersehen, wird sie wohl bald bestellen) und das Cuben für seine Packsäcke hatte er von Extex. Bin blasenfrei geblieben. Ob das an der Vaseline lag oder daran, dass man relativ wenige Kilometer am Tag läuft, weiß ich nicht. Hatte einen leichten Sonnenbrand an der Schulter (aufgrund des Shirtverzichts), Sonnencreme hätte ich aber trotzdem nicht gebraucht. Den hab ich mir auf der langen und sehr sonnigen/ungeschützten Etappe nach Manganu gefangen, hat aber nicht gestört. Ach, eines noch: Die Billigknopfbatterie, die ich im Tacho hatte, ist schnell leer gegangen. Hat als Uhr zwar bis zum Ende gehalten, aber umschalten auf Temperaturanzeige ging nicht mehr ohne Anzeige, dass die Batterie leer ist. Hat da jemand Erfahrungen, ob „Markenbatterien“ länger halten? Insgesamt also eine super Tour: Im Großen und Ganzen glatt gelaufen, mit genügend Fehlern, um jetzt schlauer zu sein als vorher. Soweit, Jan
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Die Gewichtsangaben scheinen auch nicht zu stimmen: Inuit XLight ohne Kapuze: 274 g mit 103 g Daune. Inuit XLight mit Kapuze: 310 g mit 80 g Daune.
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Pflaster oder Verbandszeug brauch ich (glaube ich) nicht. Benutze ich im Alltag auch nie. Bei schlimmeren Dingen würde ich eh nicht auf Pflaster/Verband vertrauen, sondern eher absteigen und jemanden draufschauen lassen, bei kleineren Dingen brauch ich das nicht wirklich und kann ohne auch besser beobachten, ob es sich verschlimmert. Sonnencreme ist ausgepackt. Ebenso die Chillcheater-Shorts. Die war eher für den Fall gedacht, dass ich schnell bin und noch Zeit am Strand verbringe, aber da würde mir auch die lange Chillcheater reichen. Hab noch einen Fahrradtacho eingepackt. Vor allem als Uhr, weil es ja (auch laut quasinitros Bericht) sehr schnell dunkel wird und ich deshalb die Uhrzeit doch besser im Auge behalten sollte, als es mit einem meistens ausgeschalteten Handy möglich ist. Das Thermometer ist noch ein nettes Gimmick, ebenso die integrierte Ersatzbatterie für die Stirnlampe. Hab kein leichteres Zeitmessgerät, 28 g gehen ja auch noch. Vielen Dank für die Hilfe, hab jetzt auf jeden Fall ein deutlich besseres Gefühl bezüglich meiner Liste und der Tour.
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Ja, ich werde die Asics mitnehmen. Ob die Brooks n Fehlkauf waren, werd ich dann mal in nem Mittelgebirge in der Nähe entscheiden. Ich hab eigentlich nie Probleme mit Sonnenbrand, benutze auch im Sommer praktisch nie Sonnencreme. Bin aber halt auch nie in der Höhe unterwegs. Jetzt hab ich eine Pro-Sonnencreme-Stimme und eine Contra-Stimme hier im Faden ... Das Meru-Mora-Shirt bleibt zu Hause, ich denke, die Icebreaker-Sachen werden reichen.