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Ultraleicht Trekking

Vandrer

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  1. Top Beitrag generell! Eine kurze Rückfrage: Kannst du das Zitierte aus eigener Erfahrung bestätigen (u. evtl. kurz dein Verfahren beschreiben)? Ich habe noch ein Nigor Wickiup 3 und hatte - allerdings nur aus der theoretischen Betrachtung heraus - zu viel Skepsis gegenüber dem "Stöcke-Zusammengetüdel" (in meiner Vorstellung halt die ganz primitive Version: Schnur mit zwei Schlaufen, in die dann die Stöcke rein stecken und die Überlappung der Stöcke mit Band o.ä. fixieren).
  2. Hi Hhochzwei! Sorry für die späte Antwort! Ich habe erst jetzt bemerkt, dass du hier geantwortet hat. Das von dir erwähnte Innenzelt hatte ich auch schon entdeckt, allerdings wiegt es mit 660 Gramm nur ca. 170 Gramm weniger als das bereits vorhanden komplette Innenzelt. Meine Hoffnung wäre, da etwas Leichteres zu finden. Danke aber trotzdem!
  3. Habe grad interessiert deinen Thread geöffnet, dann den Hinweis gelesen, gesucht und bin auf eben jenen vor fast 10 Jahren von mir eröffneten Thread gestoßen: Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt ... Mein Problem mit der Zöliakie ist jedenfalls geblieben, nur dass inzwischen die Faulheit gesiegt hat: Ich verzichte mittlerweile unterwegs aufs Kochen und futtere kalt (bzw. gehe essen, wenn es passt). Entsprechend karg ist halt die "Küche" (viel Snickers o.ä., Nüsse, Trockenobst, Fleisch, Proteinriegel). Wo ich kann, kaufe ich frisches Gemüse und Obst, und esse das meiste davon sofort. Ist schon etwas spartanisch, aber irgendwie vermisse ich das Spülen/Säubern von Kochgeschirr gar nicht
  4. Wär's 'ne Möglichkeit, den Klemmblock umgedreht zu montieren? Sprich: Die gebogene Alustrebe würde dann nicht unter dem Gepäckträger, sondern oberhalb fixiert? Abgesehen davon, ob's technisch funktioniert, ist es halt auch eine ästhetische Frage Könnte mir aber vorstellen, dass - wenn es funktioniert - schon mal ein bisschen Platz ohne jeden Aufwand gewonnen wäre.
  5. Salut! Für mein Wickiup 3 suche ich ein halbes Innenzelt. Das Innenzelt vom Lanshan 1 könnte passen o. auch ähnliche pyramidenförmige Innenzelte mit einer fünfeckigen Grundfläche. Falls jemand zufällig etwas Passendes herumliegen hat, wäre ich über eine Nachricht (gerne auch gleich mit Preisvorstellung) dankbar! Beste Grüße V.
  6. Salut! Würde gerne fürs Wickiup 3 bei Solo-Touren ein leichteres 1-Personen-Innenzelt mitnehmen. Daher: Hat jemand entweder das Innenzelt (Mesh) vom Lanshan 1 günstig abzugeben oder einen Ratschlag, wo/wie ich ebenfalls möglichst günstig an ein solches komme? Mit Dank und Gruß V.
  7. PS: Ok, dann meine ich vielleicht eher "stürmischen Wind" statt "Sturm"
  8. Auf das "Gefällt mir"-Klicken verzichte ich jetzt mal. Es sei allgemein gedankt Zufällig war ich heute noch vor dem Blick ins Forum längere Zeit auf der MLD Homepage und habe mir die verschiedenen Mids sowie das Trailstar angesehen. Dabei bin auch auf die Kombi von Trailstar und entsprechendem Innenzelt gekommen. Deine und Danis Empfehlung bzw. Verlinkung passen daher ganz gut zu meinem aktuellen "Forschungsstand". Die sind alle aus Cuben, oder? Da bin ich irgendwie etwas skeptisch, werd mich mit dem Material aber nochmal beschäftigen. Danke daher auch für den Hinweis!
  9. Danke für die bisherigen Antworten! An Nitro: Was ist denn dann deine Alternative geworden? Vielleicht passt die ja auch zu meinen Anforderungen. Vielen Dank besonders für die kritischen Eindrücke aus der Praxis! Ich selbst bin nur drei Zentimeter kleiner und hätte auf diesen "Anstoß-Stress" auch wirklich keine Lust.
  10. Salut! Ich suche ein Zelt, das folgende Kriterien erfüllt: - max. 1000 Gramm - möglichst windstabil und wetterfest (mögliches Szenario: Stürme und Unwetter bei ca. 2500 Hm) - insektendicht - simple/robuste Konstruktion - Belüftung/möglichst geringes Kondensproblem - gedeckte, natürliche Farbe Mir erscheint bisher das SMD Lunar Solo der beste Kompromiss zu sein. Daher meine Frage: Wer kann was zu dem Zelt - auch in Bezug auf meine Kriterien - sagen? Oder gibt es eventuell alternative, selbst erprobte (!!!) Vorschläge? Mit Dank & Gruß V.
  11. Oder gar die buckelige Verwandtschaft des hessischen Nebelgeistes?! Merke: In der dunklen Jahreshälfte gehören neben der Trillerpfeife unbedingt auch Knoblauch, Weihwasser, Silbermunition und Pentagramm ums Zelt zum notwendigen Wander-Zubehör. Es gibt für ULer auch Knoblauchgranulat und Weihwasser in Parfüm-Testfläschchen.
  12. Danke euch! Oh, mein Gott! Jetzt, wo du es sagst, fällt mir ein: Bei dem Photo stand mein Kumpel doch neben mir! Und der Weg vor uns war definitiv... menschenleer... MENSCHENleer!!!
  13. Dieses Mal nur kurz und knapp: Vom 30. September bis zum 4. Oktober waren Wandergenosse F. und ich auf dem hessischen Teil des Werra-Burgen-Steigs (X5 H) unterwegs. Gestartet sind wir am späten Nachmittag in Nentershausen. Wetter, Markierungen und Schutzhütten waren top! Insbesondere die Beschaffenheit des Weges selbst muss hervorgehoben werden, sind derartige Steige doch allzu oft reine Waldautobahnen. Nicht so beim Werra-Burgen-Steig! Immer wieder stapften wir urige Pfade entlang, passierten natürlich auch die eine oder andere Stadt, mussten jedoch nie lange an Straßen entlang marschieren. Mit Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen lagen nicht nur praktische Versorgungsstationen, sondern auch an Fachwerk reiche und nette Städtchen auf unserem Weg. Wegen des Herren F. blasengeplagten Füßen erreichten wir zwar nicht mehr Hann. Münden, sondern beendeten die Tour in Witzenhausen, sammelten dafür aber an den drei Hauptwandertagen (1. bis 3. Oktober) einige Kilometer und durch das stete Auf und Ab auch diverse Höhenmeter. Beeindruckend war besonders der morgendliche Nebel im Tal bei gleichzeitig strahlender Sonne auf den „Gipfeln“. Da Bilder in Schwarz-Weiß für mich momentan einen besonderen Reiz haben und insbesondere die nebelige Stimmung gut einfangen, habe ich mich entschieden, für diesen Kurzbericht nur eben solche zu verwenden. Dies soll jedoch nicht den falschen Eindruck einer melancholisch-tristen Unternehmung vermitteln: Ab mittags hatten wir stets Sonnenschein und stahlblauen Himmel sowie abends Sternenhimmel mit gutem Rotwein...
  14. Salut! Zwar etwas kurzfristig und noch dazu erstmal ganz unverbindlich: Ich suche eine(n) Mitwanderer(in) für den groben Zeitraum Ende Juli (ab 25.7.) bis Ende August (muss Anfang September wieder in Deutschland sein). Die Strecke ist noch offen. Reizen tät mich ein Teil vom oder der ganze GR 5. Auch sollte das Ganze mit Zug und/oder Bus erreichbar sein. Worauf ich keine Lust habe, ist Stress. Das heißt erstens: Ich will beim Wandern nicht bummeln, aber auch keine Rekorde aufstellen. Das heißt zweitens: Entspannte, aber organisierte Menschen sind willkommen Zu mir: Ich habe mein Studium im April beendet und werde ab November wieder regelmäßigen Verpflichtungen nachgehen müssen. Ich habe etwas Erfahrung im Wandern und im UL-Bereich, allerdings bisher in eher gemäßigten Regionen und auch noch eher im L statt UL-Bereich (s. Link u.). Alles Weitere zu mir, zur Ausrüstung, Route und Planung aber lieber per Mail! Also: Würde mich über Nachrichten freuen! Besten Gruß V.
  15. Vorwort Da sich spontan vom 6. bis zum 10. Juni fünf freie Tage ergaben, galt es, den Rucksack zu packen und die Stiefel zu schnüren. Zusammen mit dem etwas später dazustoßenden F., einem bewährten Wandergenossen, sollte es auf dem Elisabethpfad/Jakobsweg entgegen der üblichen Richtung von Marburg aus nach Waldkappel gehen. Was die Tage außer sengender Hitze, Schweiß, Blasen und einem grenzwertigen Gewitter brachten (und warum es trotzdem wunderbar war), mag der geneigte Leser den nun folgenden Zeilen und Lichtbildern entnehmen. Tag 1: Marburg - Langenstein (theoretisch: 21 km, praktisch: 28+ km) Ja, theoretisch hätten es nur 21 km sein sollen, da aber der Elisabethpfad/Jakobsweg zum einen nur in eine Richtung markiert ist und zum anderen selbst diese Markierungen mäßig sind, irrte ich schon kurze Zeit nach Aufbruch um 10 Uhr in den Marburger Wäldern umher und suchte nach dem weißen E auf rotem Grund bzw. der bekannten Muschel. Letztlich fand ich den Weg und kam bald am Elisabethbrunnen vorbei, wo mich das kühle Nass erquickte. Dass es kein Trinkwasser sein soll, war der Auskunft nicht eindeutig zu entnehmen und ich lebe noch. Der Elisabethbrunnen bei Marburg/Schröck Dann durchquerte ich Schröck, verzichtete auf das nervige Markierungsgesuche und konnte leicht über die Felder hinweg die hoch aufragende Amöneburg (Name sowohl der Stadt wie der Burgruine) anvisieren. Der Weg dorthin führte über Feldwege und war wenig reizvoll. Immerhin hatte ich ein schönes Ziel vor Augen. Nach einem Anstieg der etwas Schweiß forderte, denn die Temperaturen lagen außer am letzten Tag um die 30°C (gefühlt teils deutlich darüber), erreichte ich den "Gipfel" um 14 Uhr und tat das einzig Vernünftige: Schuhe aus, trinken, futtern, Nickerchen im Schatten. Um 15 Uhr brach ich guter Dinge wieder auf, da um 16.30 Uhr Wanderkumpane F. in Kirchhain abgeholt werden wollte. Aber es kam leicht anders... Nord-südlicher Blick auf die Amöneburg Es kam anders, weil die Markierung, auf die ich mangels klarer Orientierungspunkte nun doch wieder angewiesen war, mich im Stich lies und ich so gezwungen war, laut fluchend einen Umweg zu nehmen. Dieser Umweg "schenkte" mit 5 km, wodurch ich verspätet und etwas genervt in Kirchhain ankam. Ein gemeinsamer Kaffee entspannte uns beide aber - auch F. war verschiedentlich gestresst. Gegen 18 Uhr gingen wir los und kamen recht bald in Langenstein an, wo wir weder einen Äbbelwoi noch eine freie Grillhütte auftreiben konnten, da letztere von einem Haufen erstaunlich zivilisierter Jugendlicher okkupiert war. Wir fanden jedoch eine schattige Wiese mit Blick auf die Amöneburg und beschlossen, dort zu bleiben. Diese Entscheidung stellte sich während der Nacht in zweifacher Weise als wenig klug heraus. Amöneburg, F. & ich oberhalb von Langenstein Tag 2: Langenstein - Treysa (theoretisch: 23 km, praktisch: 30+ km) Das Übel der Wiese lag zum einen in massivem Taubefall, worüber ich tatsächlich auch nachgedacht, es aber mit Blick auf die am nächsten Tag zu erwartende knackige Sonne abgetan hatte. Das rächte sich in der Nacht: Mittels verschiedener Abdeckungen verhinderte ich ein totales Durchnässen des Daunenschlafsacks. Dies hinderte mich nur deshalb nicht am Schlaf, weil zum anderen die Wiese mir eine ordentliche, noch lange anhaltende Heuschnupfenattacke beschert hatte und an Schlaf sowieso nicht zu denken war. Entsprechend frisch und glückselig stapfte ich neben dem unverdrossenen F. her und nervte ihn mit meinem Geröchel und Geschniefe sicherlich, obwohl er sich nichts anmerken ließ. Ein schöner Platz - für Leute mit Biwaksack und ohne Heuschnupfen Der Weg nach Momberg in der Hitze und auf den vielfach asphaltierten Wegen schaffte uns beide ziemlich. Nachdem sich unsere Suche nach einer Kaffeequelle als vergeblich erwies, hielten wir unser obligatorisches Mittagsnickerchen an einem schattigen Plätzen im kleinen Momberger Wasserpark. Als wir wieder aufbrachen und am Friedhof Wasser zapfen wollten, wies uns ein älterer Herr nachdrücklich auf die viel bessere Quelle kurz nach Momberg hin. Und in der Tat: Die gute Wasserqualität und die Kühle waren eine Wonne! Zudem führte auch der Weg danach endlich durch etwas waldigere Landschaft, was schlicht schöner und zudem schattiger ist als der andauernde Marsch über Feldwege. Allerdings verloren sich auch hier bald wieder die Markierungen und wir gingen einigermaßen frei Schnauze, was sich leider nicht immer auszahlte: Auf einer Bundesstraße beispielsweise bei knackiger Hitze zu gehen und dann auch noch die bereits beschrittenen 2,5 Kilometer aufgrund eines Irrtums wieder zurückmarschieren zu müssen, kratzt mitunter etwas an der Motivation. Irgendwie kamen wir um etwa 16 Uhr dennoch in Treysa an und wurden dort reichlich entlohnt: In der Gartenhütte von F.s Eltern schliefen wir und davor wurde zünftig gegrillt. Abgesehen von der leichten Störung durch die Russendisko bei den Nachbarn war dies die einzige Nacht, wo wir beide längere Stücke durchschlafen konnten. Tag 3: Treysa - Sondheim (ca. 24 km) Dies würde ein eher entspannter, wenngleich trotz der Temperaturen immer noch gut schweißtreibender Tag werden: Kaffee und Plausch mit F.s Familie, dann Marsch zum Spießturm südwestlich von Spießkappel inklusive kurzer Pause, Sonnenbrandbegutachtung bei F. und Photoschießen. Wenn mein Arm so aussähe... F. steckte das aber erstaunlich gut weg Fürs Photo wird auch die Beduinen-Kopfbedeckung abgenommen. Sonst war ich nur mit Kappe, Nackentuch und Sonnenbrille unterwegs. Ein Höhepunkt ist nach einem knackigen Schweißmarsch der Silbersee, wo wir erst ausgiebig rasteten und dann badeten. Während der Rast hatten wir Gelegenheit die anderen Gäste ausgiebig zu mustern. Die Kommunikation mancher Leute war bemerkenswert umständlich: "Hier kann man ja auch Trampel-Boot [= Tret-Boot] fahren wie am... ähm... Edersee." - "Hä?" - "Wie am Edersee!" - "Trampel-Boot, oder was?" - "Ja, hier kann man wie am Edersee Trampel-Boot fahren." Stiltechnisch den Vogel abgeschossen hatte eine sehr füllige Dame von etwa 17 Jahren im Neon-Netz-Poncho/-Kleid über ihrem Bikini ("Netz KANN gut aussehen..."). Nervig wurde ein alter, vielleicht aber auch schon seniler Herr neben uns, der die Jungschwäne durch ununterbrochenes, mantraartiges "Komm, Schwan, komm" anzulocken versuchte (ca. 20 Wiederholungen). Dass sie schließlich ans Ufer hüpften, dürfte wohl eher dem saftigen Gras zu verdanken gewesen sein. "Komm, Schwan, komm!" - Flauschige Jungschwäne und ihre achtsamen Eltern Nach dem an sich sehr erquickenden Bad im Silbersee ging es weiter, allerdings hatte ich einen alten Fehler wiederholt: In relativ engen Schuhen mit frisch gewaschenen Füßen zu wandern, führt zumindest bei mir sofort zu Blasen. Dadurch verlangsamte sich unser Tempo massiv - immerhin ging in umgekehrtem Verhältnis mein Heuschnupfen etwas zurück. Angesichts einer möglichen Gewitterfront entschieden wir uns kurz nach Sondheim dazu, unser Lager in einem Waldstück aufzuschlagen, von wo aus wir einen guten Blick ins Tal und in nord- bzw. nordwesthessische Gefilde hatten. Lichtspiele über dem Kellerwald Ein Gewitter gab es nicht, dafür relative Windstille + Hitze = Mücken. Ich persönlich war froh über mein Moskitonetz. F. hingegen verkroch sich tief in seinen Schlafsack und zog sich ein Funktionshemd über Kopf und Schirmmütze. Da alles schwarz war, hatte ich das Gefühl, einen Leichensack neben mir liegen zu haben. Immerhin regte sich aus dem Leichensack bitterster Widerspruch, als ich später - etwas unbedacht - meinte, wie genial es doch sei, unterm Tarp so einen tollen Rund-um-Blick zu haben... Schönwetter-Aufbau des Tarps Tag 4: Sondheim - Waldstück auf der Höhe zw. Schnellrode u. Vockerode-Dinkelberg (37 km) Aus der Hitze der vergangenen Tage zogen wir den Schluss, erheblich früher zu starten. Um 6 Uhr brachen wir entsprechend auf. Die Sonne lugte gerade über die Baumwipfel und verhieß einen weiteren heißen Tag. Dafür muss man früh auf den Beinen sein Und in der Tat: Der Tag wurde wieder heiß und wir füllten ständig unsere Flaschen nach. Gleichzeitig hatten wir an dem Tag einen ziemlich guten Lauf. Das mag zum Teil an den zwei Kaffees, die wir einmal um 7 Uhr in Homberg (Efze) und einmal gegen 13 Uhr in Malsfeld zu uns nahmen, gelegen haben. Einen Hauptgrund wird aber auch eine leichte Gewöhnung an die Hitze dargestellt haben. Außerdem schienen meine Beine - Blasen und andere Zipperlein ignorierend - in einen Automatismus zu verfallen, der uns weit trug. Gleichwohl blieb es F., der Tempo und Strecke machte. F. marschiert voran und zieht mich mit In Spangenberg rasteten wir nach einem anstrengenden Anstieg und brachen dann zu den letzten Kilometern für den Tag auf. Der nun beginnende Wegabschnitt nach Spangenberg bis Waldkappel war für mich mit Abstand der beste: endlich weniger Asphalt, mehr Wald, mehr zu gucken. Blick zurück auf das Schloss Spangenberg (der Rest des Orts wird aus der Perspektive schön verdeckt) Auf einem Weg, der gelegentlich von mal mehr, mal weniger gelungenen Kunstwerken gesäumt ist, ging es noch einige Zeit voran, bis wir einen Schlafplatz meinten, gefunden zu haben. Die Horden von Fliegen und Bremsen, die sich wohl an uns zu laben erhofften, verscheuchten uns aber schnell wieder und wir wurden einige Meter weiter fündig. Das Wetter schien auch so stabil zu sein, dass wir uns mit der Plane begnügten und auch recht schnell dösten. Unser letzter Schlafplatz auf der Wanderung Tag 5: Waldstück auf der Höhe zw. Schnellrode u. Vockerode-Dinkelberg - Waldkappel (16 km) Im wortwörtlichen Sinne kam das böse Erwachen wie ein Paukenschlag: Gegen Mitternacht waren wir gerade dabei - vielleicht auch aufgrund der, wie wir später feststellten, an sich schon merkwürdigen Stille - in wirklichen Schlaf überzugleiten, als direkt über uns ein derartiger Donner loskrachte, wie wir ihn beide noch nicht erlebt hatten. Der Schreck saß einigermaßen tief (F. sprach für uns beide später, als er meinte, dieses Erlebnis würden wir kaum mehr vergessen). Dann kamen die Blitze. Wir packten mit etwas zittrigen Fingern die Sachen zusammen und waren uns einig, dass wir eigentlich nicht viel tun könnten. So hockten wir uns also auf unsere Isomatten mit angezogenen Knien und geschlossenen Füßen. Der Poncho lag griffbereit. Etwas später ging denn auch der Schauer los und wir warfen die Ponchos über. Wir waren ab 2 Uhr so übermüdet, dass wir trotz Gewitter und Regen versuchten, jeweils mit Rucksack im Poncho eingewickelt etwas zu dösen, denn mehr war nicht zu tun. Als sowohl dies nur mäßig fruchtete als auch das Wasser seinen Weg zu uns fand, brachen wir bei einsetzender Dämmerung um 4 Uhr auf. Das Gewitter ließ allmählich nach. Für mich waren die letzten 16 km nach Waldkappel über Reichenbach eine ziemliche Tortur: Die Blasen und die Anstrengung des Vortags sowie eine zunehmende Übermüdung machten sich bemerkbar. In Reichenbach hätte ich fast hingeschmissen, als wir später um 9 Uhr jedoch in Waldkappel einen sehr guten Kaffee schlürften, war ich sehr froh, durchgehalten zu haben. Dies ist denn auch mein Fazit dieser kleinen Tour: Hitze, Blasen & Co. sorgten zwar für verschärfte Bedingungen, aber immerhin wurde nach zwei Abbrüchen endlich einmal wieder eine Wanderung teils mit Lust, teils mit Wille durchgezogen - und in bester Begleitung! Bestärkt hat mich die Unternehmung auch in der Überzeugung, dass die Ferne zwar manchmal locken mag, dass gleichzeitig jedoch in der Heimat noch einiges Unentdeckte liegt: Sei es die Natur, seien es die Gebäude oder auch einfach die Menschen. Die positiven und amüsanten Momente mit der "Urbevölkerung" konnten hier gar nicht ausreichend gewürdigt werden und die oben ironisch gezeichneten Aspekte sind nur der eher negative Teil, das heißt: werden der Sache nicht gerecht. Kurzum: Ich habe das Wandern wieder einmal in einem sehr erdenden Sinne erleben können! In diesem Sinne V.
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