Reputationsaktivitäten
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chummer_fc hat eine Reaktion von Patirou erhalten in Welcher großen Rucksack?Ich gehe Ende August 10 Tage autark in den Sarek, 60 l Rucksack, Gewicht zum Start 11,8 kg. Und das inkl. Kleidung, die ich nur brauchen werde, wenn es kalt und eklig wird.
Was ich damit sagen will: 10 Tage Lappland geht auch autark mit 60l, selbst im Herbst. Es erfordert aber natürlich ein paar Opfer, auf der Packliste (Dinge streichen) und monetärer Natur (a.k.a deine Niere)
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chummer_fc hat eine Reaktion von Elwiesel erhalten in Padjelantaleden 2024Tag 6) Låddejåhkå bis Kisuris (24 km)
Am Morgen des sechsten Tages kamen wir, wie an den meisten Tagen, gegen 8.00 Uhr los. Kurioserweise gehörten wir damit zu den letzten, die aufbrachen, während wir unter den Zeltenden bisher immer die Early Birds gewesen waren. Wir starteten den Tag mit einer frischen Wetterprognose, die Regen an diesem Tag und strahlenden Sonnenschein am nächsten vorhersagte. Da es morgens noch trocken war, verzichteten wir vorerst auf die Regenkleidung und liefen los. Direkt nach der Hütte galt es erst einmal standesgemäß einen steilen Aufstieg ins Fjäll zu bewältigen. Dies war aber gar kein Problem, denn nach der Nacht in der Hütte waren wir gut erholt und der Anstieg sorgte zumindest dafür, dass wir sofort auf Betriebstemperatur kamen. Nach einer guten halben Stunde kamen wir an der Furt des Vierttjajågåsj an, der nach den Regenfällen der letzten Tage in seinem relativ schmalen Bett einiges an Wasser führte. So kam es, dass dies die tiefste Furt des gesamten Weges wurde, da mir das Wasser an einer Stelle bis kurz unters Knie reichte.
Der Aufstieg nach der Låddejåhkå
Die Furt des Vierttjajågåsj
Direkt nach der Furt zweigte zur rechten der alte Verlauf des Padjelantaleden ab, der bis zur Hütte Kisuris eine Wegersparnis von etwa 6 km versprach. Da wir aber bekanntlich weit vor unserem Zeitplan waren und ohnehin den offiziellen Weg vollständig laufen wollten (ich mag es, Ziele abzuhaken), gingen wir weiter geradeaus. Während wir also weiter aufstiegen, der Weg führte am Gipfel Loadásj vorbei, saßen plötzlich 15 Alpenschneehühner vor uns auf den Planken. Dies sollte nur der Auftakt sein, denn aus irgendwelchen Gründen scheint die halbe Alpenschneehuhnpopulation des Nationalparks an dieser Bergflanke zu leben. Jedenfalls scheuchten wir dutzende Tiere auf und es entstanden Suchbilder, auf denen die Vögel mit der Vegetation zu verschmelzen scheinen. Die Bergflanke wurde nämlich zunehmend sumpfig und von den entsprechenden Gräsern dominiert. Im Gegensatz zum bisherigen Verlauf des Padjelantaleden fehlten hier aber stellenweise die Planken, weswegen wir mehr auf unsere Schritte achten mussten. Plötzlich liefen wir in die tief hängenden Wolken hinein, die die Sichtweite doch sehr begrenzten. Dies erklärte die Frage eines entgegenkommenden Wanderers am Vorabend, “ob es Richtung Süden auch so neblig sei” (was uns leicht verwirrt hatte). Im Nebel sahen wir auch wieder einige Rentiere. Eines hatte einen komplett weißen Kopf, war aber ansonsten standardmäßig gekleidet, was ihm das Aussehen eines Schamanen aus grauer Vorzeit verlieh.
Auf und neben den Planken saßen tatsächlich 15 Alpenschneehühner
Auf in die Wolken!
Der Rentierschamane und seine Truppe
Genauso abrupt, wie wir in die Wolken eingetreten waren, kamen wir dann auf Höhe der linksseitigen Inselsiedlung Gievgessuoloj auch wieder heraus. Nun begann der Abstieg zu den drei Brücken, bei denen sich der Padjelantaleden wieder vom Nordkalottleden trennt (ab Stáloluokta verlaufen diese beiden Wege vorübergehend parallel). Nach kurzer Zeit begann es stark von rechts-hinten zu regnen. Da ich einige Meter vor meinem Bruder lief, ging ich noch etwa 50 m zu einem Stein, um meinen Rucksack beim Herausholen der Regenbekleidung nicht in der zweiten Hand halten zu müssen. Das war ein Fehler. Als ich meine Regenjacke angezogen hatte und die Regenhose herausholen wollte, war meine Wanderhose hinten schon klatschnass. Da ich zum Anziehen der Regenhose die Schuhe hätte ausziehen müssen und die nasse Wanderhose einen kompletten Hosenwechsel nötig gemacht hätte, entschied ich mich kurzerhand, die Regenhose wegzulassen. Dies tat ich in der Hoffnung, dass der Regen nach kurzer Zeit aufhören sollte. Da es jedoch etwa 20 min stark durchregnete, tropfte es zunehmend von meiner Regenjacke in den Schritt, was die gesamte Erfahrung dann doch ziemlich unangenehm werden ließ. Das nächste Mal werde ich definitiv einen Regenrock mitnehmen! Ich wechselte dennoch nicht die Hose und nachdem es aufgehört hatte, begannen die Sachen relativ zügig zu trocknen. Als wir etwa 25 Minuten später an den drei Brücken ankamen und gerade die Regensachen ausziehen wollten, fing es jedoch plötzlich wieder und ebenso heftig an zu regnen. Selbst meine Injinji-Sealskinz Kombi versagte nun in einem Schuh, vermutlich weil der Liner hervorschaute und sich vollsaugte.
Fernblick auf die Inselsiedlung Gievgessuoloj
Ankunft an den drei Brücken. Noch ist es trocken...
Jedenfalls sahen wir davon ab, die drei Brücken und die dazwischenliegenden Inseln, die schon zum Nordkalottleden gehören, zu erkunden. Eigentlich hatten wir das vorgehabt, da einige Leute am Vorabend von diesem Ort geschwärmt hatten. Ich hatte aber ohnehin schon von unserer Flussseite aus den Eindruck, dass dort viel zu viele Zelte standen. Und ich denke viele von euch sehen das ähnlich: Ich finde, wenn sich zu viele Leute auf einmal an einem überdurchschnittlich schönen Ort in der Natur aufhalten, büßt er gewaltig an Schönheit und Attraktivität ein. So gingen wir also weiter, um warm zu bleiben (ich weigerte mich nach wie vor, die Regenhose anzuziehen, wenn die Wanderhose nass war) und sahen kurz hinter den Brücken, wie eine Schar Enten (etwa 30 Tiere) plötzlich beinahe zeitgleich aus dem Fluss auftauchte, was meine Stimmung gleich verbesserte. Überhaupt hatten wir trotz des Wetters ziemlich gute Laune, da wir der Misere mit dummen Sprüchen und Flachwitzen entgegentraten. Der auf der Tour ohnehin immer anwesende Stumpfsinn erreichte so seinen Höhepunkt, während wir klatschnass durch die Gegend stapften. Zum Glück hörte der zweite Schauer schneller auf, sodass die Trocknungsphase beginnen konnte. Die nächste Zeit liefen wir über eine Hügelkette in einiger Entfernung entlang des Ufers des Vuojatädno, der sich immer wieder seeartig verbreitete. Wir hielten dabei vergeblich nach Elchen Ausschau, die es hier der Aussage einiger Wanderer nach vermehrt geben sollte. Jeden größeren Felsen im Wasser starrte ich sekundenlang an, um zu prüfen, ob er sich nicht doch bewegen wollte.
Blick auf das Tal des Vuojatädno, das einige Elche beherbergen soll
Das Wetter blieb nun einige Zeit trocken, aber sehr diesig, während es hinter uns immer noch wie in der Regenhölle aussah. So liefen wir einige Zeit in sumpfigem Terrain, bis wir ca. 3 km vor Kisuris bei erneutem Regen in ein lichtes Birkenwäldchen aufstiegen. Während nun hinter uns freundlicheres Wetter sichtbar wurde, hingen vor uns über dem letzten Abschnitt des Padjelantaleden dichte Regenschleier.
Blick zurück, wo das Wetter freundlicher wurde...
...und nach vorn, wo der Regen die Berge verbarg
Auf einem Kamm wanderten wir durch die Birken bis zur Hütte. Eigentlich hatten wir geplant, diese zu passieren und etwas später unser Lager aufzuschlagen. Da viele unserer Klamotten (inklusive der Schuhe) nun aber nass waren, entschieden wir uns für eine weitere Nacht in einer Hütte. Immerhin wollten wir am Folgetag von Kisuris aus den bereits erwähnten Abstecher ins Sarek machen: Mit der Aussicht, noch drei Tage für regulär 15 km auf dem Padjelantaleden zur Verfügung zu haben, waren die Umstände dafür perfekt, da knapp hinter der Hütte ein doch sehr ausgetretener Pfad in den Sarek hineinführt. Der Plan sah vor, maximal 10 km hineinzulaufen, dann umzudrehen und die Nacht wieder in Hüttennähe zu verbringen. So würden wir immer noch einen Tag eher als ursprünglich geplant am Ufer des Áhkajávrre mit seinem Handyempfang (den mein Bruder gern haben wollte) ankommen, ich würde aber immerhin noch einen winzigen persönlichen Eindruck des Sareks bekommen, den ich vielleicht mit meinem Vater durchqueren möchte, wenn wir in wenigen Jahren innerhalb eines Monats 30 und 60 werden.
Der Abend in der Hütte war also wieder sehr entspannend, dieses Mal war sie beinahe ausschließlich deutschsprachig. Im Prinzip saß davon abgesehen nur noch eine schwedische Studentin mit uns herum, mit der ich mich dann den ganzen Abend unterhielt, da sie ja ansonsten nichts verstanden hätte. Das Gespräch zusammengefasst: Als Forststudentin, die das halbe Jahr in Lappland verbringt, lebt sie meinen Traum…
Birkenwald kurz vor der Hütte Kisuris
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chummer_fc hat eine Reaktion von Elwiesel erhalten in Padjelantaleden 2024Tag 5) Lagerplatz kurz vor Árasluokta - Låddejåhkå (ca. 14 km)
Nachdem es die gesamte Nacht kräftig durchgeregnet hatte, wurde es erst kurz vor dem Wecker weniger und hörte etwa 20 min später auf. Als wir aus unseren Zelten traten, erblickten wir viele kleine Tümpel, die sich über die Nacht gebildet hatten. Zum Glück hatten wir unser Lager auf einem kleinen Hügel aufgebaut, denn offenkundig hatte der Dauerregen die eigentlich immense Kapazität des Untergrundes, den Regen erst einmal schwammartig aufzusaugen, erschöpft.
Blick von unserem Lagerplatz der letzten Nacht nach Árasluokta
Wir begannen den kurzen Abstieg nach Árasluokta, wo, wie inzwischen beinahe erwartet, der auch hier angepriesene Shop zumindest gegenwärtig nicht existent war. So blieben die häufig lesbaren Versprechungen von frischem Brot sowie geräuchertem Rentier und Fisch über die gesamte Tour leider ein Wunschtraum. Nach einer kurzen Pause nahmen wir den kurzen, aber steilen Anstieg ins Fjäll in Angriff.
Blick zurück nach Árasluokta nach dem ersten Anstieg. Zur rechten der Virihávrre
Der Himmel war bewölkt, es blieb jedoch von oben trocken, während der Untergrund natürlich nach den nächtlichen Regenfällen völlig durchweicht war. Nach wie vor hatten wir linker Hand den großen Virihávrre, der zusammen mit den nördlicher gelegenen Vásstenjávrre und Guvtjávrre bis zur Hütte Kisuris am Folgetag für eine beinahe ständige Präsenz eines Sees zu unserer linken sorgte.
Der Virihávrre verschwand temporär hinter einer Hügelkuppe. Zur rechten der kleine Ájajávrre
Nach einiger Zeit im Fjäll stiegen wir sanft in ein Tal ab, durch das sich der Fluss Miellädno wälzte. Kurz bevor wir gegen 11.15 beim in Brückennähe reißenden Strom ankamen, sahen wir drei Rentiere mit sehr mächtigen Geweihen. Leider waren diese schnell hinter dem nächsten Hügel verschwunden, sodass wir kein Foto machen konnten. Ähnlich verhielt es sich mit zwei Regenbrachvögeln, die ich nur aus einiger Distanz und leider ziemlich unkenntlich fotografieren konnte.
Der Miellädno wurde in der Nähe der Brücke sehr turbulent
Nach dem Miellädno wartete der mäßig stark ansteigende, aber sich dafür über ca. 2,5 km ziehende Berg Boarkka, über den der Weg führte. Gleich mehrfach erreichten wir scheinbar den Kamm, nur um festzustellen, dass es nach einer kurzen flachen Passage mit dem Anstieg weiterging. Als ich sicher war, dass der nächste Kamm der endgültige sein würde, rannte ich den letzten Abschnitt förmlich hinauf, weil ich die Nase voll hatte.
Blick zurück am Kamm des Boarkka. In der Ferne der Virihávrre, ich stilsicher im Alpha Hoodie von Outliteside😁
Nach einer kurzen Pause ging es wenig ereignisreich, aber ähnlich mäßig steil bis zur Hütte Låddejåhkå hinab. Unterwegs kam uns eine geführte Wandergruppe aus etwa 15 Norwegern entgegen und wir fragten uns, wie deren Übernachtung wohl organisiert war. Am Ende des Abstiegs, der immerhin noch ein paar Vogelbegegnungen bereit hielt, überquerten wir den imposanten Fluss Låddejåhkå, um kurz darauf gegen 14.30 an der gleichnamigen Hütte zu stehen. Unser eigentlicher Plan hier sah vor, gegen die Bezahlung der Servicegebühr unser Mittag in der Gemeinschaftsküche zu essen und währenddessen den Resttag und die nächsten Tage zu planen. Als wir jedoch bemerkten, dass wir regulär für die restlichen 39 km des Padjelantaleden noch viereinhalb Tage übrig hatten, kam dieser Plan ins Wanken. Als uns dann andere Wanderer über das Fehlen von guten Zeltplätzen auf den nächsten 10 km berichteten und es überdies zu regnen begann, entschieden wir uns kurzerhand, die Nacht in der Hütte zu verbringen. So konnten auch unsere nassen Zelte, Schuhe und Klamotten trocknen, während wir uns mit den anderen Wanderern unterhielten und ein wenig regenerierten. Die halbe Hütte war wenig überraschend deutschsprachig, es gab aber auch einen schwedischen ULer, mit dem ich etwas diskutierte, bevor er noch weiterlief. Ich machte außerdem Pläne für einen kleinen außerplanmäßigen Ausflug an Tag 7 in den Sarek, aber dazu später mehr.
Der Låddejåhkå war zwar schmaler als der Miellädno, führte aber auch mehr als genug Wasser
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chummer_fc hat eine Reaktion von Elwiesel erhalten in Padjelantaleden 2024Tag 4) Zeltplatz hinter Duottar - 1,5 km vor Arasluokta (28 km)
Am vierten Tag wachten wir beide schon kurz vor 6 Uhr, vor dem Wecker auf. Der Wind pfiff ungebrochen um die Zelte, Versuche, wieder einzuschlafen, wären zwecklos gewesen. Wir standen also auf. Obwohl ich meine morgendlichen Dehn- und Lockerungsübungen zur Mobilisierung meiner überlasteten Muskulatur an jenem Tag ausführlicher gestaltete (ohne diese Übungen wäre mein Muskelkater schon ab Tag 3 sehr stark gewesen), kamen wir schon gegen 7.30 los. Bei dem Wind hätte sich Zeit lassen einfach keinen Spaß gemacht. Obwohl es zum Start des Wandertages zu nieseln begann, entschloss ich mich gegen die Regenhose. Richtige Entscheidung! Zwar dominierten im Sonne-Wolken-Mix des Tages eindeutig letztere, wir konnten den oft nahen Schauern, die laut Prognose an diesem und dem nächsten Tag ordentlich Regen bringen sollten, aber immer knapp entrinnen.
Wir starteten also frühzeitig westwärts in Richtung des ersten Etappenziels Stáloluokta, zu dem es etwa 18 km waren. Beim Überqueren eines kleinen Hügels, um auf den Weg zu gelangen, stolpern wir beinahe über drei Rentiergeweihe. Das kleinste davon wanderte sofort in meinen Rucksack und wog den Proviant auf, den ich bis dahin gegessen hatte. 😃 Trotz unseres frühen Aufbruchs waren einige hundert Meter vor uns stets zwei ältere französische Schweizer unterwegs, auf die wir an Tag 2 erstmals getroffen waren. Anders als bisher waren sie heute jedoch mindestens genauso schnell wie wir, sodass wir sie partout nicht einholten. Unkend fragte ich meinen Bruder: "Warum sind die heute so schnell, hat der Parfas Kiosk in Stáloluokta nur bis 12 auf oder was?” Der Parfas Kiosk - das war auf dem Padjelantaleden das materialisierte Versprechen des Proviantnachschubs, erst Recht, nachdem die bisherigen Hütten nur maximal ein sehr dürftiges Angebot gehabt hatten. Und ich hatte es nötig: Zur Gewichtseinsparung hatte ich nur Essen für sieben Tage dabei. Irgendwoher musste ich also noch Nachschub für voraussichtlich zwei Tage bekommen. Wir dachten jedoch nicht weiter darüber nach und liefen im gewohnten Tempo. Dabei kam uns der starke Wind zur Hilfe, da er bis Stáloluokta zum Glück von hinten wehte. Immer wieder schaute zwischen den schnell ziehenden Wolken die Sonne hervor, während an den Bergen zur linken und rechten Hand der Regen hing.
Der Rådokjåhkå zu Beginn des Tages
Während links und rechts der Regen fiel, blieben wir trocken
So wanderten wir am Morgen durch das hügelige Kahlfjäll alles in allem sanft bergab, den Fluss Rådokjåhkå stets zu unserer rechten. Häufig waren in seinem Lauf oder seinen Zuläufen kleine Wasserfälle zu sehen. Ebenso häufig konnte man bei näherem Umschauen Rentiere sehen, die im Fjäll grasten. Einmal waren sie gar in einer kleinen Herde von etwa 15 Tieren unterwegs, allerdings zu weit entfernt für ein Foto. Gegen 10 Uhr wurde der Abstieg etwas steiler und der Weg lief in ein offenes Tal hinab, das dem Nationalpark möglicherweise seinen Namen gegeben haben könnte: Padjelanta heißt nicht umsonst “weites Land”. Mit Blick nach Norden waren (für mich als Laie) interessante Wolkenformationen erkennbar, vielleicht weiß ja jemand von euch, ob sie tatsächlich irgendwie von Besonderheit sind.
Das Tal, in das wir hinabstiegen
Die säulenförmigen Wolkenformationen in diesem Tal (kann dazu jemand eine Erklärung liefern?)
Der Bållåvrjåhkå
Kurz darauf machten wir bei immer noch starkem Wind aber Sonnenschein eine erste Pause. Nicht, weil wir erschöpft gewesen wären (mit Rückenwind lief es sich sehr gut), sondern weil wir gegen 10.15 die 10 km-Marke überschritten hatten und das ungefähre Ziel jeden Tages bei 20 km lag. Mein Bruder setzte sich also windgeschützt hinter einen Felsen, während ich die herumliegenden Steine auf interessante Mineralien untersuchte. Nachdem wir den Fluss Bållåvrjåhkå über einer Brücke gequert hatten, verlief der Weg bis zum See Gieddávvre plötzlich eine halbe Stunde topfeben, bevor wir an einer Bergflanke durch Weidesträucher liefen und froh waren, dass der Weg hier offenbar gut gepflegt wird. Um uns herum waren viele kleine Singvögel zu hören und zu sehen, deren genaue Identifizierung jedoch mein Wissen überstieg (ich fasste sie der Einfachheit halber daher als “Piepse” zusammen). Hinter einem Hügel öffnete sich die Landschaft abermals: Nun war rechter Hand der Fluss Gieddejåhkå zu sehen, während sich voraus längliche Hügel aufreihten, die (für das geübte Geologenauge) eindeutig eiszeitliche Endmoränen repräsentierten. Über dem noch größtenteils verdeckten Virihávrre hingen dunkle Wolken, während wir auf den Hügeln entlangliefen und nach Stáloluokta Ausschau hielten.
Die eiszeitlich geprägte Landschaft vor Stáloluokta
Auf der Endmoräne
Wir entdeckten erste Hütten durch eine Lücke zwischen zwei Hügeln, der Weg machte jedoch noch einen großen Bogen, bevor wir etwa 2 km später gegen 12.40 die Siedlung der Samen erreichten. Und wer hätte es gedacht: Tatsächlich hatte der Parfas Kiosk nur von 8-12 und 16-20 Uhr geöffnet. Unschlüssig darüber, was wir tun sollten, setzten wir uns vor den Laden. Kurz darauf kamen die drei anderen Wanderer hinzu, die wir seit Tag 1 andauernd trafen: Zwei Deutsche, die zuvor im Sarek waren und nun zum Abschluss den Padjelantaleden liefen, und der jüngere Belgier, mit dem wir auch gestartet waren. Gemeinsam saßen wir herum und hofften auf ein Erbarmen der Kioskbetreiber. Tatsächlich tauchte irgendwann eine (verständlicherweise schlecht gelaunte) Frau auf, die mit uns fünf in Windeseile aber zumindest ordentlich Umsatz machte.
Nach der Mittagspause (und bereits 18 gelaufenen Kilometern) stiegen wir hinter Stáloluokta eine steile Stufe ins Fjäll zurück, bis zur nächsten Siedlung Árasluokta waren es etwa 12 km. Da wir ja eigentlich nur ca. 20 km am Tag laufen wollten und überall dicke Regenwolken hingen, wollten wir auf dem folgenden Plateau mit vielen kleinen Seen bereits gegen 16.30 einen Lagerplatz suchen. Wir fanden allerdings nichts adäquates, den einzigen vernünftigen Platz zwischen den Felsen, die überwiegend in Windrichtung orientiert waren, sicherten sich die anderen beiden Deutschen. Als ich drei entgegenkommende junge Schweden nach Plätzen fragte und sie mich auf ein Tal in etwa 20 min Wegstrecke verwiesen, brachen wir unsere Suche ab und zogen weiter. Zuerst gab es jedoch eine weitere steile Fjällstufe zu überwinden. In besagtem Tal angekommen, fanden wir aber nicht mal Platz für ein Zelt, sodass wir notgedrungen weitergehen mussten. Nach insgesamt etwa 24 km hatten wir die Anstiege überwunden, es ging bergab und Árasluokta war bereits in der Ferne zu erahnen.
Blick zurück aufs Plateau, auf dem wir keinen Zeltplatz fanden. Der Wind kam von links
Die Wolken über uns wurden nun zunehmend dunkler, während immerhin der Wind nachgelassen hatte. Der Abstieg war sehr mühsam, da meinem Körper (zumindest einseitig) zunehmend die Kräfte ausgingen. Außerdem ging mehr und mehr die Konzentration flöten, was auf dem teils steilen Abstieg, stellenweise über nasse Glimmerschieferplatten, gefährlich werden konnte. Wollte ich mich umsehen, musste ich stehen bleiben, denn meine Stolpergefahr auf dem schmalen Pfad, der sich direkt an einer Bergflanke entlang schlängelte, wurde mit jeder Minute größer. Etwa 2 km vor Árasluokta flachte das Gelände ab und wir fanden bald darauf einen Platz für unsere Zelte. Wir bauten sie gegen 17.45 im einsetzenden Nieselregen auf und wollten gemeinsam im Lanshan essen. Meinem Bruder wurde es jedoch zu beengt, weshalb er in sein Zelt ging und in der Zwischenzeit noch einmal mein Lanshan nachspannte. Das rettete mir den Abend, da der Regen keine Minute später deutlich stärker wurde. Für kurze Zeit kamen auch wieder starke Windböen dazu. Ich wartete einige Minuten, aber als der Regen keine Deut nachließ, entschied ich mich, meine Zelteinrichtung und das gesamte Abendprogramm im Zelt zu erledigen. Dies war eine weise Entscheidung, denn der Regen sollte bis kurz vor 7 am nächsten Morgen nicht merklich weniger werden. Am Ende des Tages waren wir damit etwa 28 km gelaufen. Meine labile Hüfte tat zwar etwas mehr weh als zu Beginn des Tages, insgesamt fühlte ich mich aber erstaunlich fit. Die Konsequenz dieses langen Marsches war jedoch, dass wir nach vier Tagen bereits 15 km weiter waren als von mir ursprünglich geplant, während wir zusätzlich ja auch noch zwei Tage Puffer zur Verfügung hatten. Daher entschieden wir, den ersten Wecker des nächsten Tages absurd spät (😄) auf 7.30 zu stellen und das Loskommen allgemein vom möglichen Regen abhängig zu machen.
Irgendwas stimmt mit Rudi nicht
Ausblick beim letzten Abstieg
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chummer_fc reagierte auf HUCKEPACKS in HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEESLiebe Ultraleicht-Freunde,
ich habe leider schlechte Nachrichten, aber manchmal wird es einfach Zeit, harte Entscheidungen zu treffen:
Ich bin zu dem Entschluss gekommen, HUCKEPACKS zum Ende des Jahres 2024 zu schließen. Eine Ära geht hiermit zu Ende.
Meine Beweggründe sind sehr vielfältig. Neben den monetären, nachhaltigen, ethischen, intellektuellen und gesundheitlichen Gründen ist vor allen Dingen der folgende Grund entscheidend:
Jeden Tag im Universum des Wanderns und Laufens zu arbeiten und dies selbst nie wieder praktizieren zu können, zerreißt mir einfach täglich das Herz. Und bevor es vollends zerreißt, muss ich schweren Mutes meine Manufaktur schließen.
Die vielen Jahre waren mir wahrlich eine Freude und Ehre!
Ich wünsche Euch stets unbeschwertes Reisen!
Liebe Grüße und passt auf Euch auf
Mateusz
(Alle Markenrechte und Geschmacksmuster bleiben bis auf Weiteres in meinem Besitz)
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chummer_fc reagierte auf GirlOnTrail in „Barfuss“ durch den HarzWunderschöne Abendstimmung auf einem späten Läufchen östlich des Campingplatzes in Braunlage. Ich finde, der Himmel sah fast etwas aus wie „unter Wasser“. Ja, hier gibt‘s immer mal wieder Forstwege. Stört mich nicht, ich weiß, wo ich abbiegen kann.
Zum Beweis: Barfuss durch den Harz! Durchblutete Füße „at work“, immer warm. (Mir fällt immer mal auf, dass Barfüssler-Füsse eine ganz andere „Gefäss-Ausstattung“ haben.) Wo pausiert? Unterwegs auf dem wunderschönen Hohnekamm, mit seinen zusammengewürfelten Quadern der typischen „Wollsackverwitterung“, in der Nähe der „Leistenklippe“. Hier kann, wer möchte, sehr urwüchsige, wilde, teils felsige, teils (hoch)moorige Pfade finden, auf denen man nicht stolpern sollte. Nächster Cämpi: Schierke „Am Stern“.
Von Schierke ging es weiter nach Braunlage, über einen Teil des Grenzwanderweges. Das „grüne Band“ verläuft hier über das Lochpflaster des alten Kolonnenweges. Irgendwie haben diese Steine bis heute etwas bedrückendes für mich, auch, wenn es schön ist, sie heute fröhlich bespazieren zu können. Hier der Blick auf Brüderchen Wurmberg, der aktuell wirklich ein ziemlich gerupftes Huhn ist, ich geb‘s ja zu. (Dafür hat man derzeit Fernsichten, die es so bislang nicht gab, und stellenweise eine interessante Art „Thundra“):
Strecke schrubben bei Hitze auf dem Grenzweg - ein Lobgesang auf den Sunbrella! Am Horizont ist schon der Wurmberg zu erahnen:
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chummer_fc hat eine Reaktion von GirlOnTrail erhalten in „Barfuss“ durch den HarzWunderbarer Text und ebenso schöne Bilder!😊
Ich überlege schon seit geraumer Zeit, nach deinem Vorbild meinen heimatlichen Thüringer Wald näher zu beleuchten. Leider bin ich dort inzwischen nicht mehr allzu häufig. Wir werden sehen, was sich machen lässt👀
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chummer_fc reagierte auf GirlOnTrail in „Barfuss“ durch den HarzIch probiere das Fototechnische mal mit einem externen Gratis-Hoster aus - mal schauen, ob das gut funktioniert.
Zum Start noch ein paar der belebteren Gegenden (kommt noch ziemlicher offroad stuff). Mir geht es beim Wandern ja stets so, dass ich zunehmend „menschenscheuer“ werde und immer stärker die (schöne!) Einsamkeit in der Natur suche (Tipp: Ostharz!), mich immer tiefer in den Wald hineinwühlen mag. Hier war etwas Wetterchen oberhalb von Bad Harzburg - Blick von der „Rabenklippe“, an der auch ein (nicht zu großes und trubeliges) Gasthaus mit wirklich formidabler Aussichtsterrasse zu finden ist, vielleicht die schönste des Harzes. Ich wollte schon seit Jahren immer mal einen der köstlich aussehenden Kuchen oder Torten hier probieren, but - too many people! 😅 (also, mindestens dreieinhalb) Direkt dahinter gelegen ist das (sehr kleine!) Luchsgehege - für Kinder etwas Interessantes zum Schauen.
Apropos, zu einiger Heiterkeit führten bei mir im Sommer mehrere Zeitungsartikel der regionalen Presse über den bis dahin anderswo in Deutschland eingesperrten Luchskuder, welcher der hier in Harzburg ansässigen Dame zugeführt werden sollte. Nicht nur verunmöglichte er zunächst seine Überführung anhaltend durch tagelanges, hartnäckiges, unzugängliches Sitzen ganz oben in einem Baum. Nein, als diese endlich gelang, floh er schon nach wenigen Minuten (!) wieder aus dem „ausbruchsicheren“ Harzburger Gehege. Dieser Kater hatte einfach keinen Bock auf fremder Leute Pläne. Typisch Katze.
(Mittlerweile ist er wieder eingefangen.)
(Übrigens - der Fuchs, die Fähe - der Luchs, die Lähe?…)
Diese Harzburger Ecke ist ein schönes und gelungenes Beispiel für „Wald im Wandel“. Wo vor nicht allzu langer Zeit noch nackte, trostlose Bergflanken zu sehen waren, wuchert mittlerweile erfolgreich jede Menge frischgrüner Laubwald.
Die wunderschöne Granetalsperre könnte man doch glatt als Schweden verkaufen:
Etwas windig, aber herrlich und heute mit richtigem Brandungssound:
Von der Granetalsperre aus gelangt man, Richtung Wolfshagen laufend (dort Cämpi!), auf die „Spur der Steine“ mit interessanten Informationen über Mineralien und das hier abgebaute Gestein. Unbedingt mitnehmen: den renaturierten Steinbruch kurz vor Wolfshagen! Heute ein wertvolles Biotop, das man Anschauen, aber nicht mehr betreten darf:
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chummer_fc reagierte auf GirlOnTrail in „Barfuss“ durch den HarzKennt Ihr das, wenn etwas so schön war, so intensiv, Kopf und Herz und Seele so dermaßen prall aufgefüllt mit Eindrücken und Erlebnissen hat, dass man das erst einmal nachwirken lassen muss und gar nicht gleich davon erzählen kann?…
Ich verstoffwechsele immernoch einen wirklichen Traum-Sommerurlaub. Den ganzen August über, 4 Wochen plus ein paar Tage lang, bin ich kreuz und quer durch den Harz gepilgert, und hatte so ein Traumwetterchen wie zuletzt im Sommer 2015 (seit Jahren jeweils dokumentiert! ).
Es ging von Campingplatz zu Campingplatz, wo ich verschiedentlich auch ein paar Tage geblieben bin, um von dort aus zu touren. Dann wieder in Kringeln weiter, im großen Kreis retour, und wieder woanders hin. Im Harz ist das aufgrund der hohen Dichte an Campingplätzen problemlos möglich (wenn man ca. 20-27km, selten weiter, zu laufen bereit ist), wobei sich in der Hauptsaison hier und da eine Reservierung empfiehlt. Auf einem Campingplatz im recht zentralen Oberharz hatte ich dieses Jahr einen Saisonplatz (die Einzige mit Zelt 😅, und dementsprechend die Einzige, die bei der „Abreise“ auch komplett wieder „abgeräumt“ und ein leeres Stück Wiese hinterlassen hat - ich fand das toll!), und so hatte ich zur Not stets meinen „sicheren Hafen“, den man mit einer - wenn auch aufwändigeren - Busfahrt oder maximal (je nach Ausgangspunkt) drei strammeren Tagesmärschen hätte erreichen können. Wer im Harz Kurtaxe zahlt, was man auch auf Campingplätzen muss, kann kostenfrei das „Hatix“-Ticket und mit diesem die teilnehmenden, öffentlichen Busverbindungen nutzen. Ich habe es nie gebraucht, aber es war „nice to know“.
Es sind unzählige Bilder entstanden, und ich habe Lust, Euch ein bisschen was zu zeigen. Hier benötige ich mal einen ▶️ Tipp: Womit kann ich große iPhone-Bilder auf iPhone oder (am liebsten) iPad optimal komprimieren, ohne, dass die Qualität völlig grottig wird, und so dass hier mal mehr als max. 4 Bilder in einen Beitrag passen (Größenlimit)? Ich nutze gerade iCompress, und das funktioniert nicht gut. Mein Lightroom-Abo habe ich schon vor längerer Zeit gekündigt, da die schwere Sony Alpha dann doch immer Zuhause bleibt. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp.
Ich lege mal los, querfeldein:
Edit: Ups, jetzt ist „Bilder einfügen“ bei mir gerade ganz weg? 🤔 Vielleicht muss ich sie doch erst mal extern hochladen…
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chummer_fc hat eine Reaktion von Padjelanta erhalten in Tourplanung Nordkalottleden, E1 Nordkap-Kautokeino, Nordlandsrutaich kann zwar nur eine Kleinigkeit als Info beitragen, aber vielleicht hilft es dir ja bei der Frage nach der Laufrichtung: Ich hatte dieses Jahr Anfang August im Padjelanta keine Mückenschwärme:)
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chummer_fc hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Padjelantaleden 2024Tag 7) Kisuris-Sarek-Akkastugorna (ca. 21 km)
Der siebte Tag brachte uns strahlenden Sonnenschein und bereits gegen 8.00 Temperaturen für kurze Klamotten. Also eigentlich perfekte Bedingungen für einen schönen Tag im Sarek. Trotzdem war ich bereits am Morgen sehr schwermütig: Nicht nur neigte sich unsere Tour rapide dem Ende zu, auch weiß ich aus verschiedenen Gründen nicht, wann ich wieder ins Fjäll werde zurückkommen können oder ob ich gar überhaupt jemals zurückkehren kann. Dementsprechend tief in negative Gedanken versunken, nahm ich die Schönheit der Umgebung nur am Rande wahr, während wir dem Pfad entlang des Sjnjuvtjudisjåhkå folgten. Zur Linken erhoben sich der Berg Sjnjuvtjudis und das Áhkkámassiv, während rechter Hand der Berg Kisuris thronte. Würden wir weit genug ins Tal hineinlaufen, könnten wir laut Karte sogar beidseitig Gletscher sehen. Zu Beginn unseres Abstechers war der Pfad sehr stark ausgetreten und im Prinzip nicht vom Charakter des Padjelantaledens zu unterscheiden. Vermutlich wird er zwar schon seit Jahrzehnten regelmäßig genutzt, dennoch wird die schnell zunehmende Popularität des Sareks sicher auch eine gewisse Rolle spielen. Jedenfalls sahen wir bereits auf den ersten Kilometern mehrere Zelte, die meine Gedanken untermauerten, dass man im Sarek wahrscheinlich halt auch nicht mehr allein ist.
Wunderschönes Wetter begrüßte uns am Morgen
Der Pfad in den Sarek war gut ausgetreten. Im Hintergrund der Kisuris
Blick zurück: in der Ferne der Guvtjávrre
Mit zunehmendem Durchschreiten des Tals häuften sich die sumpfigen Abschnitte, die selbstverständlich naturbelassen zu durchqueren waren. Da wir beide schwere Stiefel anhatten, die sich nur bedingt zum Überbrücken der Passagen eigneten, entschieden wir uns daher bereits nach ca. 3 km, zum Flussufer abzusteigen und das Wetter zu genießen. Längere Pausen bei schönem Wetter hatten wir nämlich, obwohl fest vorgenommen, auf der Tour noch nicht gemacht.
Der Sjnjuvtjudisjåhkå nahe unseres Pausenplatzes
Mit dem Feststehen, dass wir dem Tal nicht weiter folgen wollten oder konnten, kam in mir jedoch wegen meines Schwermuts schnell der Wunsch auf, an dem Tag noch den Rest des Padjelantaledens zu laufen, um die dann verbleibenden zwei Tage in der Nähe des Áhkajávrre mit Wandern zu verbringen und die Zeit in der Gegend maximal auszukosten. So starteten wir gegen 10.30 wieder in Richtung des Padjelantaledens, um die restlichen 15 km des offiziellen Weges abzuschließen. Wieder auf dem Trail, verlief er überwiegend durch lichte Birkenwäldchen, deren Boden aufgrund der gestrigen starken Regenfälle sumpfigen Charakter hatte. Naturgemäß floss das Wasser oberflächlich auch über den verdichteten Weg ab, der daher oftmals einem Bach glich. Nach etwa 5 km auf dem Padjelantaleden verspürte ich ohne erkennbaren Auslöser plötzlich einen Schmerz im “schwachen” Knie, der innerhalb von etwa 10 m stärker wurde und dann konstant, bei jedem Schritt auftrat. Da das Schmerzlevel noch erträglich war, lief ich ohne Schmerzmittel weiter. Als wir durch die Birkenwälder wanderten, nahm ich ein interessantes Detail wahr: Beinahe jeder Baum wies nun bereits gelbe Blätter auf, während an den Birken zu Beginn der Wanderung noch keine Anzeichen des nahenden Herbstes zu sehen gewesen waren.
Zurück auf dem Padjelantaleden. In der Ferne der Áhkajávrre
Wir querten auch große sumpfige Abschnitte. Zur Rechten das Áhkkámassiv
Die Birken wiesen im Gegensatz zur Vorwoche bereits gelbe Blätter auf
Wir liefen weiter, in angeregte Gespräche über Work-Life-Balance vertieft, die in meinem Beruf meist eher nicht existent ist. Auf diese Weise abgelenkt nahm ich zwar mein schmerzendes Knie weniger wahr, jedoch galt das gleiche leider auch für die letzten Kilometer des Padjelantaledens. Nicht übersehen konnten wir trotz des Zwiegesprächs allerdings das mächtige Áhkkámassiv zur Rechten, in dem wir eigentlich Gletscher erwarteten. Da wir die Karte jedoch nicht vor Augen hatten, wussten wir nicht, dass diese erst später sichtbar werden würden. Wir diskutierten schon rege über Gletschereis-Abschmilzraten, als wir endlich das erste Eis zu Gesicht bekamen.
Áhkkámassiv mit Gletscher am Dubbeltoppen
Teilweise durch Sümpfe laufend näherten wir uns langsam aber sicher der finalen Brücke über den Vuojatädno. Ich war jedoch einem Irrglauben unterlegen, da ich meinte, dass die Akkastugorna noch diesseits des Flusses lag, was aber nicht stimmte (wegen des grundsätzlich klar markierten Weges schauten wir nur selten auf die Karte). So wunderten wir uns zwar, als der Weg in einem sumpfigen Wäldchen voller Schachtelhalme schlechter und schlechter wurde, gingen jedoch weiter geradeaus. Irgendwann war er jedoch so schlecht erkennbar und nahezu vollständig überspült, dass wir zwingend auf die Karte hätten schauen sollen, was wir aber noch nicht taten. Und dann passierte es: Wenige Kilometer vor dem Ziel rutschte ich auf einem nassen Stein weg und krachte mit dem gesamten Gewicht auf mein angeschlagenes Knie und meine ewig labile Hüfte. Im ersten Moment war der Schmerz nur mäßig und ich raffte mich auf, schluckte meine Frustration herunter und kämpfte mich weiter. Als der Wald dann endete und wir uns auf der Spitze einer Landzunge wiederfanden, dämmerte uns endlich, dass wir falsch gelaufen waren. Ein Blick auf die Karte bestätigte, dass wir fälschlicherweise etwa 1 km einem alten Pfad geradeaus gefolgt waren, während der Padjelantaleden irgendwann für uns beide unbemerkt links abgebogen war. Da wir den Pfad durch den Schachtelhalmwald nicht nochmal gehen wollten, kämpften wir uns zum Fluss herunter und an seinem steilen Bett entlang weglos zurück zur Brücke über den Vuojatädno. Dies kostete mich enorm viel Kraft und da das Adrenalin abgeklungen war, hatte ich nun starke Schmerzen in Knie und Hüfte.
Der Vuojatädno kurz vor dem Áhkajávrre
Die Brücke über den Vuojatädno
Die verbleibenden 2 km zur Akkastugorna waren demnach kein Vergnügen, und dass wir kurz nach der Hütte einen schönen Zeltplatz fanden, konnte mich auch nicht mehr aufmuntern. Innerhalb von etwa 10 km hatte sich mein Körpergefühl von “ich könnte locker noch ne Woche weiterwandern” zu “jeder Schritt verursacht starke Schmerzen” gewandelt. Entsprechend stark frustriert war ich, da mir realistischerweise klar war, dass ich die überschüssigen zwei Tage bis zur Abfahrt unserer gebuchten Rückverbindung höchstwahrscheinlich keinen Meter mehr schmerzfrei würde gehen können. Kombiniert mit der anfangs erwähnten unsicheren Zukunft samt realer Gefahr, wegen derzeit neuer gesundheitlicher Probleme im schlechtesten Fall eher früher als später nicht mehr weit wandern zu können, war ich entsprechend untröstlich. Dass die Wanderung des Padjelantaledens nicht nur sehr schön gewesen war, sondern ich für den größten Teil auch ohne befürchtete gesundheitliche Probleme durchgekommen war, das war an diesem Abend ein schwacher Trost.
Tag 8 und 9)
An Tag 8 standen wir gegen 6 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf und brachen unser Lager ab. Da sich meine Befürchtungen bewahrheitet hatten und meine Schmerzen nicht besser geworden waren, trottete ich entsprechend geknickt hinter meinem Bruder her. Nach ca. 1 km erreichten wir die Fährstelle Änonjálmme und schlossen damit offiziell den Padjelantaleden ab. Die “MS Storlule” brachte uns in einer anderthalbstündigen Fahrt über den Áhkajávrre nach Ritsem, wo wir uns schweren Herzens zwei Tage in der Fjällstuga einquartierten und nur ein paar kurze Spaziergänge machten, mit Blick auf das Áhkkámassiv am See saßen und mir noch einen großen Stein für meine Vitrine suchten. Immerhin gab es hier Zweierzimmer, Strom, fließend Wasser und einen gut ausgestatteten Shop. Nur eben weder frisches Brot, noch geräuchertes Rentier oder Fisch.
Auf den letzten Metern des Padjelantaledens
Fazit)
Ich hoffe in meinem Bericht ist deutlich geworden, wie überragend ich die Wanderung auf dem Padjelantaleden fand. Wer das Fjäll liebt, aber doch gern das Sicherheitsnetz aus Hütten, (vereinzelten) Shops und einem klar markierten Weg haben möchte, dem kann ich den Padjelantaleden quasi uneingeschränkt empfehlen. Klar, es sind schon mehr und mehr Menschen unterwegs, aber das ist überall in Lappland so und es ist deutlich besser als auf dem Kungsleden. Gerade, wenn ihr nur etwa eine Woche zum Wandern habt, eignet sich der Padjelantaleden bestens.
Ich für meinen Teil werde, sollten sich die derzeitigen gesundheitlichen Ängste nicht bewahrheiten, das nächste Mal möglicherweise weglos gehen, da ich vermutlich wieder nur einen gute Woche Zeit haben werde (Tipps für kürzere Wege im Fjäll sind willkommen😄). Dann wartet noch der Sarek, der Kungsleden im Herbst (der verletzungsbedingte Abbruch 2022 nagt an mir) und, bei ganz viel verfügbarer Zeit, der Nordkalottleden. Sollten es Gesundheit und Beruf zulassen, werdet ihr in der näheren Zukunft also jährlich einen Bericht von mir aus dem Fjäll lesen. 😁
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chummer_fc hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Padjelantaleden 2024Tag 6) Låddejåhkå bis Kisuris (24 km)
Am Morgen des sechsten Tages kamen wir, wie an den meisten Tagen, gegen 8.00 Uhr los. Kurioserweise gehörten wir damit zu den letzten, die aufbrachen, während wir unter den Zeltenden bisher immer die Early Birds gewesen waren. Wir starteten den Tag mit einer frischen Wetterprognose, die Regen an diesem Tag und strahlenden Sonnenschein am nächsten vorhersagte. Da es morgens noch trocken war, verzichteten wir vorerst auf die Regenkleidung und liefen los. Direkt nach der Hütte galt es erst einmal standesgemäß einen steilen Aufstieg ins Fjäll zu bewältigen. Dies war aber gar kein Problem, denn nach der Nacht in der Hütte waren wir gut erholt und der Anstieg sorgte zumindest dafür, dass wir sofort auf Betriebstemperatur kamen. Nach einer guten halben Stunde kamen wir an der Furt des Vierttjajågåsj an, der nach den Regenfällen der letzten Tage in seinem relativ schmalen Bett einiges an Wasser führte. So kam es, dass dies die tiefste Furt des gesamten Weges wurde, da mir das Wasser an einer Stelle bis kurz unters Knie reichte.
Der Aufstieg nach der Låddejåhkå
Die Furt des Vierttjajågåsj
Direkt nach der Furt zweigte zur rechten der alte Verlauf des Padjelantaleden ab, der bis zur Hütte Kisuris eine Wegersparnis von etwa 6 km versprach. Da wir aber bekanntlich weit vor unserem Zeitplan waren und ohnehin den offiziellen Weg vollständig laufen wollten (ich mag es, Ziele abzuhaken), gingen wir weiter geradeaus. Während wir also weiter aufstiegen, der Weg führte am Gipfel Loadásj vorbei, saßen plötzlich 15 Alpenschneehühner vor uns auf den Planken. Dies sollte nur der Auftakt sein, denn aus irgendwelchen Gründen scheint die halbe Alpenschneehuhnpopulation des Nationalparks an dieser Bergflanke zu leben. Jedenfalls scheuchten wir dutzende Tiere auf und es entstanden Suchbilder, auf denen die Vögel mit der Vegetation zu verschmelzen scheinen. Die Bergflanke wurde nämlich zunehmend sumpfig und von den entsprechenden Gräsern dominiert. Im Gegensatz zum bisherigen Verlauf des Padjelantaleden fehlten hier aber stellenweise die Planken, weswegen wir mehr auf unsere Schritte achten mussten. Plötzlich liefen wir in die tief hängenden Wolken hinein, die die Sichtweite doch sehr begrenzten. Dies erklärte die Frage eines entgegenkommenden Wanderers am Vorabend, “ob es Richtung Süden auch so neblig sei” (was uns leicht verwirrt hatte). Im Nebel sahen wir auch wieder einige Rentiere. Eines hatte einen komplett weißen Kopf, war aber ansonsten standardmäßig gekleidet, was ihm das Aussehen eines Schamanen aus grauer Vorzeit verlieh.
Auf und neben den Planken saßen tatsächlich 15 Alpenschneehühner
Auf in die Wolken!
Der Rentierschamane und seine Truppe
Genauso abrupt, wie wir in die Wolken eingetreten waren, kamen wir dann auf Höhe der linksseitigen Inselsiedlung Gievgessuoloj auch wieder heraus. Nun begann der Abstieg zu den drei Brücken, bei denen sich der Padjelantaleden wieder vom Nordkalottleden trennt (ab Stáloluokta verlaufen diese beiden Wege vorübergehend parallel). Nach kurzer Zeit begann es stark von rechts-hinten zu regnen. Da ich einige Meter vor meinem Bruder lief, ging ich noch etwa 50 m zu einem Stein, um meinen Rucksack beim Herausholen der Regenbekleidung nicht in der zweiten Hand halten zu müssen. Das war ein Fehler. Als ich meine Regenjacke angezogen hatte und die Regenhose herausholen wollte, war meine Wanderhose hinten schon klatschnass. Da ich zum Anziehen der Regenhose die Schuhe hätte ausziehen müssen und die nasse Wanderhose einen kompletten Hosenwechsel nötig gemacht hätte, entschied ich mich kurzerhand, die Regenhose wegzulassen. Dies tat ich in der Hoffnung, dass der Regen nach kurzer Zeit aufhören sollte. Da es jedoch etwa 20 min stark durchregnete, tropfte es zunehmend von meiner Regenjacke in den Schritt, was die gesamte Erfahrung dann doch ziemlich unangenehm werden ließ. Das nächste Mal werde ich definitiv einen Regenrock mitnehmen! Ich wechselte dennoch nicht die Hose und nachdem es aufgehört hatte, begannen die Sachen relativ zügig zu trocknen. Als wir etwa 25 Minuten später an den drei Brücken ankamen und gerade die Regensachen ausziehen wollten, fing es jedoch plötzlich wieder und ebenso heftig an zu regnen. Selbst meine Injinji-Sealskinz Kombi versagte nun in einem Schuh, vermutlich weil der Liner hervorschaute und sich vollsaugte.
Fernblick auf die Inselsiedlung Gievgessuoloj
Ankunft an den drei Brücken. Noch ist es trocken...
Jedenfalls sahen wir davon ab, die drei Brücken und die dazwischenliegenden Inseln, die schon zum Nordkalottleden gehören, zu erkunden. Eigentlich hatten wir das vorgehabt, da einige Leute am Vorabend von diesem Ort geschwärmt hatten. Ich hatte aber ohnehin schon von unserer Flussseite aus den Eindruck, dass dort viel zu viele Zelte standen. Und ich denke viele von euch sehen das ähnlich: Ich finde, wenn sich zu viele Leute auf einmal an einem überdurchschnittlich schönen Ort in der Natur aufhalten, büßt er gewaltig an Schönheit und Attraktivität ein. So gingen wir also weiter, um warm zu bleiben (ich weigerte mich nach wie vor, die Regenhose anzuziehen, wenn die Wanderhose nass war) und sahen kurz hinter den Brücken, wie eine Schar Enten (etwa 30 Tiere) plötzlich beinahe zeitgleich aus dem Fluss auftauchte, was meine Stimmung gleich verbesserte. Überhaupt hatten wir trotz des Wetters ziemlich gute Laune, da wir der Misere mit dummen Sprüchen und Flachwitzen entgegentraten. Der auf der Tour ohnehin immer anwesende Stumpfsinn erreichte so seinen Höhepunkt, während wir klatschnass durch die Gegend stapften. Zum Glück hörte der zweite Schauer schneller auf, sodass die Trocknungsphase beginnen konnte. Die nächste Zeit liefen wir über eine Hügelkette in einiger Entfernung entlang des Ufers des Vuojatädno, der sich immer wieder seeartig verbreitete. Wir hielten dabei vergeblich nach Elchen Ausschau, die es hier der Aussage einiger Wanderer nach vermehrt geben sollte. Jeden größeren Felsen im Wasser starrte ich sekundenlang an, um zu prüfen, ob er sich nicht doch bewegen wollte.
Blick auf das Tal des Vuojatädno, das einige Elche beherbergen soll
Das Wetter blieb nun einige Zeit trocken, aber sehr diesig, während es hinter uns immer noch wie in der Regenhölle aussah. So liefen wir einige Zeit in sumpfigem Terrain, bis wir ca. 3 km vor Kisuris bei erneutem Regen in ein lichtes Birkenwäldchen aufstiegen. Während nun hinter uns freundlicheres Wetter sichtbar wurde, hingen vor uns über dem letzten Abschnitt des Padjelantaleden dichte Regenschleier.
Blick zurück, wo das Wetter freundlicher wurde...
...und nach vorn, wo der Regen die Berge verbarg
Auf einem Kamm wanderten wir durch die Birken bis zur Hütte. Eigentlich hatten wir geplant, diese zu passieren und etwas später unser Lager aufzuschlagen. Da viele unserer Klamotten (inklusive der Schuhe) nun aber nass waren, entschieden wir uns für eine weitere Nacht in einer Hütte. Immerhin wollten wir am Folgetag von Kisuris aus den bereits erwähnten Abstecher ins Sarek machen: Mit der Aussicht, noch drei Tage für regulär 15 km auf dem Padjelantaleden zur Verfügung zu haben, waren die Umstände dafür perfekt, da knapp hinter der Hütte ein doch sehr ausgetretener Pfad in den Sarek hineinführt. Der Plan sah vor, maximal 10 km hineinzulaufen, dann umzudrehen und die Nacht wieder in Hüttennähe zu verbringen. So würden wir immer noch einen Tag eher als ursprünglich geplant am Ufer des Áhkajávrre mit seinem Handyempfang (den mein Bruder gern haben wollte) ankommen, ich würde aber immerhin noch einen winzigen persönlichen Eindruck des Sareks bekommen, den ich vielleicht mit meinem Vater durchqueren möchte, wenn wir in wenigen Jahren innerhalb eines Monats 30 und 60 werden.
Der Abend in der Hütte war also wieder sehr entspannend, dieses Mal war sie beinahe ausschließlich deutschsprachig. Im Prinzip saß davon abgesehen nur noch eine schwedische Studentin mit uns herum, mit der ich mich dann den ganzen Abend unterhielt, da sie ja ansonsten nichts verstanden hätte. Das Gespräch zusammengefasst: Als Forststudentin, die das halbe Jahr in Lappland verbringt, lebt sie meinen Traum…
Birkenwald kurz vor der Hütte Kisuris
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chummer_fc reagierte auf khyal in Design my next WanderschuhAber wogegen reibt das dann, wenn nicht am anderen Schuh ?
Ich kenne das teilweise von Leuten, dass die ihre Gamaschen aneinander kaputtreiben...
Aber an der Stelle nen zusaetzlichen Lederflicken drauf zu setzen, sollte fuer den das kleinste Prob sein...
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chummer_fc reagierte auf wilbo in Kickstarter Campagne, Wind AnchorMoin!
Beim Salino habe ich mich ja recht intensiv mit einem rautenförmigen Grundriss auseinandergesetzt. Die spitzen Enden der Konstruktion nehmen unglaublich viel Platz weg. Wenn ich mir meinen Platzbedarf von 220x60x30 cm vergegenwärtige, wird das wohl eher knapp werden.
Die Strecke bis zur Isomattenbreite ist ja mit Stoff „gefüllt“ sodass vorne und hinten dafür Material extra verarbeitet werden muss. (Eine Schuhgarage reißt es da auch nicht raus)
Im Ganzen braucht so ein Setup unglaublich viel Länge. Sinnvoll wäre es, die Enden zu kappen und über ein Stangen-System (PitchLoc) abzuspannen. Ich rate mal, was wir dann bekommen ...
Es erscheint sehr attraktiv, ein Setup mit nur zwei Heringen bewältigen zu können. Am Ende muss aber auch die gesamte Konstruktion ihre Spannung und Stabilität über diese zwei Haupt-Ankerpunkte realisieren können. Das zieht nach sich, dass der Fadenverlauf im Schnitt auf die Konstruktion hin optimiert sein sollte. Damit entfernt man sich natürlich von einem ökonomischen Schnitt und die Materialkosten steigen noch weiter.
Über die versprochene Windstabilität bei Orkanstärke will ich gar nicht erst reden.
VG. -wilbo-
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chummer_fc reagierte auf PhilippPhoenix in Mit dem selbstgenähten Tarp über der Eiswelt des FornogletschersTag 2 Vormittag: Über den Pass da Casnil Sud zum Albignasee
Die Nacht auf 2550 m Höhe war unruhig. Der Wind war doch recht stark und hat, da ich das Tarp aufgrund der begrenzten Platzfläche nur mäßig gut abspannen konnte, auch unter dem Bodenrand reingepustet. Obwohl ich die Windhose im Schlafsack an hatte, war der Wind teilweise unangenehm kalt an den Beinen. Vor Allem hat mich aber das laute Wackeln der Wände bei Windböen und nach unten Rutschen auf der schrägen Fläche nur schwer in den Schlaf fallen lassen, bzw. auch schnell wieder aufgeweckt, wenn ich doch mal für kurze Zeit eingeschlafen war.
Während ich noch zerknittert nach dem Aufwachen im warmen Schlafsack ausharre, koche ich mir einen warmen Tee. Ich bin rechtzeitig vor dem Sonnenaufgang aufgewacht, aber dieser bringt leider keine farbige Himmelsstimmung mit sich. Doch etwas später taucht die Sonne die Berggipfel sehenswert in rotes Licht und motiviert mich den Schlafsack zu verlassen.
Ich starte die Drohne und schieße noch ein paar Fotos aus der Luft.
Anschließend setze ich mich auf meiner Faltisomatte auf den Fels und wärme Wasser für mein Müsli auf. Das ist ein großer Vorteil der Schaummatten, einfach unkompliziert auf einen Fels legen, ohne sich groß Gedanken um etwaige spitze Steine zu machen.
Schließlich packe ich alles zusammen und laufe weiter, zunächst geht es dem gleichen Weg von gestern wieder runter.
Kurz vor der Ebene fülle ich mir wieder 1.5 L Wasser am Bergbach auf, überquere die Brücke und zweige nun auf den schwierigen blau-weißen “Weg” ab, der mich nun überwiegend weglos zum Pass Casnil dal Sud bringen soll.
Schon nach wenigen Schritten hört der Single-Trail auf und geht in ein Geröllfeld über, in dem ich mich von Markierung zu Markierung den Hang nach oben bewege.
An der ersten kettenversicherten Stelle lasse ich die Kette noch unberührt.
Doch schon bald habe ich zumindest eine Hand an den Helferlein, da es recht steil voran geht. Bei Nässe kann ich die Route wirklich nicht empfehlen.
Mein Blick bleibt an etwas Rotem zwischen den Felsen hängen. Das gehört definitiv nicht in die Landschaft - eine Hundetüte. Da sie ohne Inhalt ist, packe ich sie ein und freue mich, meinen gestrigen Schnitzer mit dem verkohlten Gras wieder auszubügeln.
Dann komme ich an ein kleines Plateau mit herrlichem Blick auf den Gletscher. Das wäre auch ein würdiger Schlafplatz, aber ich habe heute noch einiges vor und die aufziehenden Wolken gefallen mir eh nicht. Also fotografiere ich etwas und laufe schließlich weiter.
Es geht weiter über Geröllfelder und ich kann erstmals den Pass erkennen.
Dann geht es über ein Altschneefeld. Den Blick habe ich nun auf den Boden geheftet, um mögliche Löcher in der Schneedecke frühzeitig zu erkennen.
Plötzlich schrecke ich auf, als ich eine Bewegung im Augenwinkel sehe. Bin ich etwa doch nicht allein hier oben?
Tatsächlich, ich entdecke drei Steinböcke auf bzw. hinter einem Fels. Sie beobachten mich aufmerksam aber ruhig und lassen mich im Abstand von ca. 10 m fotografieren und vorüber laufen. Das sind schon majestätische Tiere.
Am Ende des Schneefeldes finde ich die weiß-blauen Markierungen nicht mehr. Da die Passhöhe aber schon zum Greifen nah ist und der Weg eh aus Felshüpfen besteht, hüpfe ich nun halt nach eigenem Ermessen den letzten Anstieg nach oben. Wenige Meter vom Ziel entfernt, merke ich aber, dass ich etwas zu weit seitlich abgedrängt wurde und der Hang hier ziemlich bröselig ist. Ständig rutscht ein Stein, den ich als Halt auserkoren hatte, weg und einmal schürfe ich mir beim Nachgreifen die Hände etwas auf. Dann habe ich es geschafft und stehe auf 2941 m Höhe auf dem Pass und genieße den Ausblick auf die nächsten vergletscherten Berge.
Der Weg steigt nach der Scharte noch etwas an, sodass ich zeitweise auf 2970 m laufe. Mein innerer Monk rät mir, einen der umliegenden Gipfel zu erklimmen, um die 3000 m zu knacken. Doch da diese wieder nur Schutthaufen sind ohne jegliche Wege/Markierungen und ich gerade erst schlechte Erfahrungen mit rutschenden Felsen gemacht habe, siegt die Vernunft und ich steige Richtung Albigna See ab. Schon bald kann ich diesen auch schon sehen. Der Berg im Schatten in der rechten Bildhäfte vor dem See ist der Piz dal Päl, der eine atemberaubende Aussicht bieten soll.
War ich beim Aufstieg von der Ostseite her ganz alleine, kommen mir nun auf der Westseite auch Wanderer entgegen. Diese Seite ist durch die Bergbahn zum Stausee und die nahe Hütte Capanna da l‘Albigna belebter. Auch später sehe ich noch einige Kletterer. Unter anderem ist die berühmte La Fiamma hier. Diese hätte ich mir gerne noch angeschaut, aber allein der Weg dahin ist wohl recht schwer und verlangt eine Kletterausrüstung.
An einem kleinen Teich etwas östlich vom Piz dal Päl gönne ich meinen müden Beinen etwas Ruhe, esse einige meiner selbstgebackenen Käsemüsliriegel zum Mittagessen und einen Schokoriegel hinterher. Erstmals kommen Zweifel auf, ob ich am Nachmittag nochmal 1400 Höhenmeter zum Piz Cam hochkomme.
Gestärkt, ausgeruht und mit frisch gefiltertem Wasser entscheide ich mich, den kleinen Abstecher auf den Piz dal Päl zu nehmen. Auch hier erklimmen einige Kletterer die steilen Felswände, ich folge dagegen einem kleinen Pfad zum Gipfel.
Die Aussicht ist gewaltig, der türkise Gletschersee liegt mir zu Füßen und ich beschließe den restlichen Drohnenakku hier zu verfliegen.
Lediglich der nebelverhangene Blick ins Tal und die zunehmend in die Berggipfel ziehenden Wolken trüben meine Laune. Kommt der angekündigte Wetterumschwung doch schon früher? Ich lasse mir von zuhause aus einen aktuellen Wetterbericht schicken. Die Gewitter sollen morgen tatsächlich schon am Mittag und nicht erst am Abend kommen aber zumindest der heutige Tag soll noch sonnig sein.
Ich steige zum See hinab, laufe durch den Nebel über die Staumauer und gelange zur Bergbahn.
Dann fahre ich mit der nächsten Bahn hinunter und plane den restlichen Tag um. Die weglose Passüberquerung hat doch einiges an Kraft und Konzentration gekostet und gemäß meinem Plan stünden später nochmal 1400 Höhenmeter auf den Piz Cam an. An diesem Tag habe ich bisher 11 km, 750 Höhenmeter Aufstieg und 1190 Höhenmeter Abstieg mit schierigen Wegverhältnissen in den Knochen. Mein innerer Schweinehund meint, das könnte zu viel werden. Der vernünftige Teil in mir rät zudem von einer Übernachtung auf dem Piz Cam ab, da hier weit und breit keine Schutzhütte ist und die Gewitter sich ja nicht immer an die Wettervorhersage halten - ich wäre nicht der erste Wanderer, der von einem früheren Wetterumschwung überrascht wird und muss das nicht unbedingt auf einem Berggipfel auf 2600 m ausreizen.
Wenn sich der innere Schweinehund und die Vernunft verbünden, ist Widerstand fast zwecklos. Ich füge mich und plane auf eine weniger hoch gelegene Route um. Von der Talstation Pranzaira will ich zunächst im Tal Richtung Viscoprano und auf den viel beworbenen Sentiero Panoramico. Dort irgendwo einen Schlafplatz suchen und am nächsten Tag könnte ich im Falle von frühen Gewittern schnell ins Tal absteigen. In der Theorie war der Plan gut, aber die Praxis sollte mich mal wieder etwas Besseren belehren...
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chummer_fc reagierte auf PhilippPhoenix in Mit dem selbstgenähten Tarp über der Eiswelt des FornogletschersTag 1: Anreise und Aufstieg zum Gletscher
An einem Freitagmittag klappe ich um halb 12 mein Notebook zu und setze mich in mein Auto. Um die eh knappe Zeit durch die längere Anfahrt gut zu nutzen, besteht mein Mittagessen aus übrig gebliebenen kalten Pizzaschnitten während der Fahrt.
Um 15:30 Uhr laufe ich bei bestem Wetter los.
Ich freue mich über mein neues Hosenkonzept, schmeiße die Lauftights in den Rucksack und genieße die kurze und leichte Hose bei frühsommerlichen Temperaturen auf 1800 m Höhe.
Ich laufe über eine Staumauer aber sehe keinen Stausee. Ein Schild klärt mich auf: das ist eine Hochwasserschutzmauer.
Nach einem kurzen Anstieg komme ich an einem kleinen Bergsee (Lägh da Cavloc) vorbei.
Auf der anderen Seeseite liegt eine schnucklige Alm, vieles hier erinnert schon an Italien, kein Wunder, ist die Grenze doch auch sehr nah.
Gegen 17 Uhr komme ich an der Wegkreuzung Plan Canin auf knapp 2000 m Höhe an. Hier weisen zwei Varianten zu meinem Ziel nahe der Capanna del Forno: die von mir eigentlich eingeplante alpine Variante (3.25 h) und eine Variante im Tal entlang des Gletscherflusses Orlenga (2.5 h).
Ich zweifle an meiner Planung, würde ich doch gerade erst zum Sonnenuntergang ankommen und frage eine vom alpinen Weg entgegenkommende Wanderin nach den Wegen. Sie bestätigt die 3 h auf technisch schwierigem Weg und empfiehlt die Talvariante für schönere Ausblicke. Das macht die Umplanung leicht, einige Höhenmeter spare ich dabei auch noch. Also laufe ich auf einem technisch einfachen Singletrail neben dem Fluss entlang. Leider aufgrund der tiefstehenden Sonne bereits im Schatten.
Schließlich gelange ich an eine Brücke, die über den Gletscherfluss führt. Letztes Jahr hatte ich meinen Graufilter noch schmerzlich vermisst, dieses Jahr ist er mit dabei und kommt hier mit dem kleinen Gorillapod-Stativ zum Einsatz. Dieses kommt mit dem neuen und schwereren Objektiv allerdings an seine Grenzen und ich setze den Foto schließlich direkt auf dem Fels ab. Ich habe schon eine Idee für ein MYOG-Stativ im Kopf, das hoffentlich besser und leichter ist. Dazu werde ich sicher noch separat schreiben, wenn es erste Erkenntnisse gibt.
Da die Schlafplatzsuche bald startet, fülle ich mein Wasser im Gletscherfluss auf - puh ist das kalt. Das sandig-trübe Wasser will ich ungern durch den Filter jagen und trage es erstmal so im Wasserbeutel mit. Ich überquere die Brücke schließlich und laufe auf der anderen Uferseite weiter. Dort komme ich an einen kleinen Bachlauf mit klarem Wasser. Das Gletscherwasser kann ich nun durch klares Wasser austauschen, filtere mir einmal 1.5 L in die PET-Flasche und bunkere weitere 2 L im Wasserbeutel. Der Weg steigt nun wieder stärker an und verläuft in Serpentinen nach oben. So quere ich den Bachlauf später nochmal und ärgere mich ein bisschen über die 3.5 L, die ich im Rucksack nach oben geschleppt habe. Der Bach war zwar auch hier oben in der Karte eingezeichnet, ich habe mir aber angewöhnt, das Wasser zum Schlafen nicht bei der letztmöglichen Gelegenheit abzuzapfen - es wäre nicht das erste Mal, dass ich auf ein trockenes Bachbett stoße bzw. der Bach je nach Füllmenge erst weiter unten sichtbar oberirdisch verläuft und weiter oben nur aus einem kleinen kaum abschöpfbaren Rinnsal besteht.
Endlich bin ich an meinem Ziel etwas unterhalb der Fornohütte angekommen und suche nach einem geeigneten Platz. Von hier aus habe ich schon einmal einen genialen Blick auf den Gletscher.
Die Platzsuche gestaltet sich an der Hanglage alles andere als leicht: die wenigen einigermaßen ebenen Flächen sind bei genauerem Hinsehen doch durch Murmeltierhöhlen durchlöchert, zu klein oder zu abschüssig. Ich laufe hin und her. Ein Pärchen von der nahen Fornohütte hat sich wohl für den Sonnenuntergang ein privates Plätzchen auf einem Fels gesucht und beobachtet mein Tun von oben. Sie denken sich anscheinend, dass ich den Weg zur Hütte verloren habe und zeigen in die Richtung zur Hütte. Ich winke freundlich zurück und strecke den Daumen nach oben, um zu zeigen, dass bei mir alles in Ordnung ist. Spätestens als ich mich probeweise an die ein oder andere Stelle ins Gras lege, bezweifle ich aber, ob die beiden mir das glauben 🤪
Nachdem ich mein Tarp anfange aufzubauen, hoffe ich, dass sie mein merkwürdiges Tun verstehen - am Ende ist es mir aber auch egal, sollen sie doch sonst was denken 😁
Schließlich steht mein neues Tarp, die Abspannung ist nicht perfekt, da ich nicht ausreichend Platz habe, aber es geht. Da bereits ein starker und kalter Wind vom Gletscher weht, entscheide ich mich direkt für eine flachere und windunanfälligere Aufbauvariante.
Während mein Spiritus X-Boil Kocher das Wasser langsam zum Kochen bringt, bereite ich mein Nachtlager vor. Als es verbrannt stinkt, ärgere ich mich über mich selbst. Ich habe vergessen, einen Stein unter den Kocher zu stellen und durch die Windböen schmoren die Flammen das Gras an. Soviel zum Thema leave no trace 🫣
OT: In einem anderen Faden ging es kürzlich um Spiritus in den Bergen. Funktioniert für mich einwandfrei für solche Touren und ich habe auch immer genug parallel zu tun, sodass mich die langsamere Kochzeit nicht stört.
Das verschwitzte Baselayer wird durch mein trockenes Midlayer ersetzt und zum Trocknen auf den Fels gelegt (ohne Erfolg, da es bereits zu kalt ist). Dann kommt die neue Windhose über der Lauftights zum Einsatz, am Oberkörper noch die Daunenjacke drüber und schon ist mir ausreichend warm. Es ist schon nach halb Neun, als ich endlich zu meinem wohlverdienten Abendessen komme.
Gut gesättigt verlasse ich meinen Windschutz und freue mich über die einsetzende blaue Stunde. Mit dem Handylicht leuchte ich mein Tarp etwas aus und setze mich mit Kamera und Stativ auf einen Felsen gegenüber. Ich dreue mich, dass der Gelbton des Tarps so schön wie erhofft zu Geltung kommt. Zunehmend sind nun auch die Sterne zu sehen.
Ab 22 Uhr hat meine App dunklen Himmel und die Milchstraße über dem Gletscher vorhergesagt. Ich nutze dafür Planit Pro, aber es gibt hier einige Apps auf dem Markt wie auch Photopills.
Hierfür kommt auch mein extra dafür mitgebrachtes weitwinkliges 7.5 mm f/2.0 Objektiv zum Einsatz, das die Milchstraße viel besser einfängt und auch um einiges lichtstärker ist. Dies ist beim Sterne fotografieren Trumpf. Zwar kann man das fehlende Licht durch eine längere Belichtung ausgleichen, aber je nach Brennweite verschmieren die Sterne durch die Erdrotation ab einer bestimmten Belichtungsdauer, die typischerweise zwischen 20 und 40 s liegt. Daher ist man hier auf lichtstarke Objektive und große, rauscharme Sensoren angewiesen.
Da der Vordergrund doch recht dunkel ist, überlege ich, auf das Aufgehen vom Mond zu warten. Der soll zwar ab halb 11 am Horizont erscheinen, aber bis er über die Berge ist und das Tal gleichmäßig ausleuchtet, will ich nicht warten. Also packe ich die Kamera ein und will zum Tarp zurück. Dummerweise habe ich aus Gewichtsgründen (was auch sonst 😁) auf eine separate Kopflampe verzichtet, mein Handy beleuchtet das Tarp und es ist mittlerweile so dunkel, dass ich den unebenen Boden nicht mehr richtig erkenne. So taste ich mich mit den Füßen langsam zum Tarp zurück, ohne über einen Stein zu fallen oder in einer der Murmeltierhöhlen stecken zu bleiben und gehe schließlich schlafen.
Tagesstatistik:
11,1 km
850 Höhenmeter hoch
133 Höhenmeter runter
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chummer_fc reagierte auf RaulDuke in Kickstarter Campagne, Wind AnchorHat irgendjemand sich durch die omnipräsente Werbung bei Instagram, dazu hinreissen lassen, sich so ein Teil zu bestellen?
Ich finde erstens, das das Design nicht so neu ist, denn es ähnelt schon sehr dem TT Moment.
Und da komme ich schon auf den Hauptgrund, warum ich es nicht kaufen würde.
Am Kopf und Fußende, hat es, laut Webseite, bei einer Nutzlänge von 200cm, nur eine Höhe von 35cm.
Abzüglich einer 7cm dicken Synmat, bleiben da nur lumpige 28cm über. D.h. das man, vorausgesetzt man ist, im Gegensatz zu mir, ein 190cm Typ, dann hat man kaum Platz über der Rübe.
Selbst bei meinen 167cm, wäre mir das zu wenig Platz nach oben.
Weshalb ich auch das sehr verlockende Moment bisher nicht gekauft habe, obwohl das, glaube ich zumindest, etwas mehr Kopffreiheit hat.
Und mit dem 4 Jahreszeiten Fly, möchte ich gar nicht wissen, wie das raschelt und flattert, wenn man tatsächlich in stürmischen Wetter darunter versucht zu schlafen!
Aber, wenn es jemand bestellt hat, würde ich mich sehr über ein Review freuen, wenn es denn geliefert wurde!
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chummer_fc reagierte auf Knight_Saber in Berghaus Hyper 100 oder Berghaus MTN Guide Hyper LTOk vielen Dank für die Rückmeldung mal schauen ob noch weitere Leute was hier im Forum dazu schreiben. Meine Aktuelle geht noch so halbwegs, wenn ich sie immer wieder fleißig imprägniere, aber das ist ja auch keine Dauerlösung.
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chummer_fc hat eine Reaktion von Knight_Saber erhalten in Berghaus Hyper 100 oder Berghaus MTN Guide Hyper LTHey @Knight_Saber. Ich hatte die MTN Guide Hyper LT mit auf dem Padjelantaleden und kann nur über ihre Hauptfunktion als Regenjacke berichten: Da ist sie (wenig überraschend) einwandfrei. Als Windjacke hab ich sie nicht verwendet, da sie natürlich weniger atmungsaktiv ist als eine dedizierte Windjacke, die ich dabei hatte.
Abrieb der Jacke konnte ich nicht feststellen, hab sie aber auch nur maximal 2,3 h am Stück verwendet und den Rucksack drüber (bis ca. 11 kg Gewicht) dabei relativ unbeweglich gezurrt, dass er nicht so viel reibt.
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chummer_fc reagierte auf Lugovoi in Impressionen von TourenIch bin gestern aus Island zurückgekehrt. 140km Strecke auf den Trails Hellimannaleið, Laugavegur und Fimmvörðuláls. 7 Tage auf dem Weg, davon 2 Pausentage wegen Sturm. Eine tolle Tour, die jetzt langsam erst ins Tiefenbewusstsein einsickern wird.
Wer den Klassiker Laugavegur zu gehen plant, dem rate ich die beiden Verlängerungen an, nur Laugavegur ist für mein erleben arg schnell vorbei.
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chummer_fc reagierte auf MaikGrosser in Impressionen von TourenHier ein paar Bilder aus 10 sehr verregneten Tag in Süd-Norwegen (ab dem 20.8). 3 Wanderer, zwei relativ erfahren, einer wenig. Es sollte eine entspannte Tour werden, damit der dritte eine guten Start in dieses tolle Hobby hat. Wir sind mit der Fähre von Hirtshals nach Bergen, dann mit dem Bus nach Tyssedal, und von dort über Trolltunga (über Massen schmunzelnd, die sich für ein Selfie in einer Schlange anstellen) über Sandhaug, Vossevangen, Myrdal etc. Schon auf dem Weg stellten wir fest, dass für die gesamte Zeit sehr viel Regen angesagt ist, entgegen unseren Planungen (ja, in Norwegen sollte man immer mit Regen planen, das weiß ich jetzt ) Ich war mit Regenjacke und Regenhose (die war eigentlich nur als Wärme-Backup gedacht) unterwegs, die anderen mit Poncho bzw. nur Regenjacke.
Unterwegs waren wir mit Tarps, was die Lagersuche zwar in die Länge gezogen hat, sonst aber gut funktionierte. Evtl. würde ich beim nächsten Mal ein etwas größeres mitnehmen (meins hatte 2,8 x 1,6 m).
Allerdings war wirklich alles so unglaublich nass, dass wir Schwierigkeiten hatten, die Quilts trocken zu halten. Vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit war nervig. Ich war mit knappen 5 kg unterwegs, die anderen beiden mit 12 bzw. 14 kg. Ich mit Merrell Vapor Glove 5, einer mit Wanderstiefeln, der dritte mit Trailrunnern. Fakt ist, dass wir quasi über die gesamte Zeit komplett nasse Füße hatten, da der Boden dermaßen aufgeweicht war, dass man immer wieder weit über den Knöchel eingesunken ist. Gamaschen hätten da auch nichts geholfen. Meine Wahl habe ich nicht bereut, da sie halt auch schnell trockneten. Die Wanderstiefel wurden über den gesamten Zeitraum kein einziges Mal wirklich trocken.
Am 5ten Tag hat sich dann einer ins Hostel verabschiedet, Knieprobleme sowie Schnauze voll vom Dauerregen. Wir sind dann alleine weiter gezogen.
Insgesamt war es ein schöner Urlaub, und es bleibt nicht mein letztes Mal Norwegen. Ich war vorher noch nie so weit nördlich, habe mich aber von der Landschaft faszinieren lassen. Beim nächsten Mal werde ich mich allerdings besser auf Regen einstellen, und die Tour nördlicher beginnen. Inspirationen gibts hier im Forum ja genug
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chummer_fc hat eine Reaktion von MaikGrosser erhalten in Expet Lightning (45l) oder Osprey Exos (48l)Auch, wenn es nicht direkt deine Frage beantwortet: Warum willst du ausgerechnet das Zelt draußen befestigen?
Wenn ich mich nicht irre, wiegt das doch über 1 kg, oder?
Da gäbe es doch sicher leichtere Dinge mit ähnlichem Volumen, die du eher draußen befestigen könntest, wodurch du mehr Gewicht körpernah (und damit bequemer) tragen könntest..
Und nun eher zu deiner Frage: Am Exped kann man grundsätzlich besser Sachen außen befestigen als das beim Exos ohne Modifikationen der Fall ist.
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chummer_fc hat eine Reaktion von kai erhalten in Berghaus Hyper 100 oder Berghaus MTN Guide Hyper LTHey @Knight_Saber. Ich hatte die MTN Guide Hyper LT mit auf dem Padjelantaleden und kann nur über ihre Hauptfunktion als Regenjacke berichten: Da ist sie (wenig überraschend) einwandfrei. Als Windjacke hab ich sie nicht verwendet, da sie natürlich weniger atmungsaktiv ist als eine dedizierte Windjacke, die ich dabei hatte.
Abrieb der Jacke konnte ich nicht feststellen, hab sie aber auch nur maximal 2,3 h am Stück verwendet und den Rucksack drüber (bis ca. 11 kg Gewicht) dabei relativ unbeweglich gezurrt, dass er nicht so viel reibt.
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chummer_fc reagierte auf Jones in Impressionen von TourenLiebe Grüße aus den Pyrenäen
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chummer_fc hat eine Reaktion von Schwarzwaldine erhalten in Padjelantaleden 2024Tag 7) Kisuris-Sarek-Akkastugorna (ca. 21 km)
Der siebte Tag brachte uns strahlenden Sonnenschein und bereits gegen 8.00 Temperaturen für kurze Klamotten. Also eigentlich perfekte Bedingungen für einen schönen Tag im Sarek. Trotzdem war ich bereits am Morgen sehr schwermütig: Nicht nur neigte sich unsere Tour rapide dem Ende zu, auch weiß ich aus verschiedenen Gründen nicht, wann ich wieder ins Fjäll werde zurückkommen können oder ob ich gar überhaupt jemals zurückkehren kann. Dementsprechend tief in negative Gedanken versunken, nahm ich die Schönheit der Umgebung nur am Rande wahr, während wir dem Pfad entlang des Sjnjuvtjudisjåhkå folgten. Zur Linken erhoben sich der Berg Sjnjuvtjudis und das Áhkkámassiv, während rechter Hand der Berg Kisuris thronte. Würden wir weit genug ins Tal hineinlaufen, könnten wir laut Karte sogar beidseitig Gletscher sehen. Zu Beginn unseres Abstechers war der Pfad sehr stark ausgetreten und im Prinzip nicht vom Charakter des Padjelantaledens zu unterscheiden. Vermutlich wird er zwar schon seit Jahrzehnten regelmäßig genutzt, dennoch wird die schnell zunehmende Popularität des Sareks sicher auch eine gewisse Rolle spielen. Jedenfalls sahen wir bereits auf den ersten Kilometern mehrere Zelte, die meine Gedanken untermauerten, dass man im Sarek wahrscheinlich halt auch nicht mehr allein ist.
Wunderschönes Wetter begrüßte uns am Morgen
Der Pfad in den Sarek war gut ausgetreten. Im Hintergrund der Kisuris
Blick zurück: in der Ferne der Guvtjávrre
Mit zunehmendem Durchschreiten des Tals häuften sich die sumpfigen Abschnitte, die selbstverständlich naturbelassen zu durchqueren waren. Da wir beide schwere Stiefel anhatten, die sich nur bedingt zum Überbrücken der Passagen eigneten, entschieden wir uns daher bereits nach ca. 3 km, zum Flussufer abzusteigen und das Wetter zu genießen. Längere Pausen bei schönem Wetter hatten wir nämlich, obwohl fest vorgenommen, auf der Tour noch nicht gemacht.
Der Sjnjuvtjudisjåhkå nahe unseres Pausenplatzes
Mit dem Feststehen, dass wir dem Tal nicht weiter folgen wollten oder konnten, kam in mir jedoch wegen meines Schwermuts schnell der Wunsch auf, an dem Tag noch den Rest des Padjelantaledens zu laufen, um die dann verbleibenden zwei Tage in der Nähe des Áhkajávrre mit Wandern zu verbringen und die Zeit in der Gegend maximal auszukosten. So starteten wir gegen 10.30 wieder in Richtung des Padjelantaledens, um die restlichen 15 km des offiziellen Weges abzuschließen. Wieder auf dem Trail, verlief er überwiegend durch lichte Birkenwäldchen, deren Boden aufgrund der gestrigen starken Regenfälle sumpfigen Charakter hatte. Naturgemäß floss das Wasser oberflächlich auch über den verdichteten Weg ab, der daher oftmals einem Bach glich. Nach etwa 5 km auf dem Padjelantaleden verspürte ich ohne erkennbaren Auslöser plötzlich einen Schmerz im “schwachen” Knie, der innerhalb von etwa 10 m stärker wurde und dann konstant, bei jedem Schritt auftrat. Da das Schmerzlevel noch erträglich war, lief ich ohne Schmerzmittel weiter. Als wir durch die Birkenwälder wanderten, nahm ich ein interessantes Detail wahr: Beinahe jeder Baum wies nun bereits gelbe Blätter auf, während an den Birken zu Beginn der Wanderung noch keine Anzeichen des nahenden Herbstes zu sehen gewesen waren.
Zurück auf dem Padjelantaleden. In der Ferne der Áhkajávrre
Wir querten auch große sumpfige Abschnitte. Zur Rechten das Áhkkámassiv
Die Birken wiesen im Gegensatz zur Vorwoche bereits gelbe Blätter auf
Wir liefen weiter, in angeregte Gespräche über Work-Life-Balance vertieft, die in meinem Beruf meist eher nicht existent ist. Auf diese Weise abgelenkt nahm ich zwar mein schmerzendes Knie weniger wahr, jedoch galt das gleiche leider auch für die letzten Kilometer des Padjelantaledens. Nicht übersehen konnten wir trotz des Zwiegesprächs allerdings das mächtige Áhkkámassiv zur Rechten, in dem wir eigentlich Gletscher erwarteten. Da wir die Karte jedoch nicht vor Augen hatten, wussten wir nicht, dass diese erst später sichtbar werden würden. Wir diskutierten schon rege über Gletschereis-Abschmilzraten, als wir endlich das erste Eis zu Gesicht bekamen.
Áhkkámassiv mit Gletscher am Dubbeltoppen
Teilweise durch Sümpfe laufend näherten wir uns langsam aber sicher der finalen Brücke über den Vuojatädno. Ich war jedoch einem Irrglauben unterlegen, da ich meinte, dass die Akkastugorna noch diesseits des Flusses lag, was aber nicht stimmte (wegen des grundsätzlich klar markierten Weges schauten wir nur selten auf die Karte). So wunderten wir uns zwar, als der Weg in einem sumpfigen Wäldchen voller Schachtelhalme schlechter und schlechter wurde, gingen jedoch weiter geradeaus. Irgendwann war er jedoch so schlecht erkennbar und nahezu vollständig überspült, dass wir zwingend auf die Karte hätten schauen sollen, was wir aber noch nicht taten. Und dann passierte es: Wenige Kilometer vor dem Ziel rutschte ich auf einem nassen Stein weg und krachte mit dem gesamten Gewicht auf mein angeschlagenes Knie und meine ewig labile Hüfte. Im ersten Moment war der Schmerz nur mäßig und ich raffte mich auf, schluckte meine Frustration herunter und kämpfte mich weiter. Als der Wald dann endete und wir uns auf der Spitze einer Landzunge wiederfanden, dämmerte uns endlich, dass wir falsch gelaufen waren. Ein Blick auf die Karte bestätigte, dass wir fälschlicherweise etwa 1 km einem alten Pfad geradeaus gefolgt waren, während der Padjelantaleden irgendwann für uns beide unbemerkt links abgebogen war. Da wir den Pfad durch den Schachtelhalmwald nicht nochmal gehen wollten, kämpften wir uns zum Fluss herunter und an seinem steilen Bett entlang weglos zurück zur Brücke über den Vuojatädno. Dies kostete mich enorm viel Kraft und da das Adrenalin abgeklungen war, hatte ich nun starke Schmerzen in Knie und Hüfte.
Der Vuojatädno kurz vor dem Áhkajávrre
Die Brücke über den Vuojatädno
Die verbleibenden 2 km zur Akkastugorna waren demnach kein Vergnügen, und dass wir kurz nach der Hütte einen schönen Zeltplatz fanden, konnte mich auch nicht mehr aufmuntern. Innerhalb von etwa 10 km hatte sich mein Körpergefühl von “ich könnte locker noch ne Woche weiterwandern” zu “jeder Schritt verursacht starke Schmerzen” gewandelt. Entsprechend stark frustriert war ich, da mir realistischerweise klar war, dass ich die überschüssigen zwei Tage bis zur Abfahrt unserer gebuchten Rückverbindung höchstwahrscheinlich keinen Meter mehr schmerzfrei würde gehen können. Kombiniert mit der anfangs erwähnten unsicheren Zukunft samt realer Gefahr, wegen derzeit neuer gesundheitlicher Probleme im schlechtesten Fall eher früher als später nicht mehr weit wandern zu können, war ich entsprechend untröstlich. Dass die Wanderung des Padjelantaledens nicht nur sehr schön gewesen war, sondern ich für den größten Teil auch ohne befürchtete gesundheitliche Probleme durchgekommen war, das war an diesem Abend ein schwacher Trost.
Tag 8 und 9)
An Tag 8 standen wir gegen 6 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf und brachen unser Lager ab. Da sich meine Befürchtungen bewahrheitet hatten und meine Schmerzen nicht besser geworden waren, trottete ich entsprechend geknickt hinter meinem Bruder her. Nach ca. 1 km erreichten wir die Fährstelle Änonjálmme und schlossen damit offiziell den Padjelantaleden ab. Die “MS Storlule” brachte uns in einer anderthalbstündigen Fahrt über den Áhkajávrre nach Ritsem, wo wir uns schweren Herzens zwei Tage in der Fjällstuga einquartierten und nur ein paar kurze Spaziergänge machten, mit Blick auf das Áhkkámassiv am See saßen und mir noch einen großen Stein für meine Vitrine suchten. Immerhin gab es hier Zweierzimmer, Strom, fließend Wasser und einen gut ausgestatteten Shop. Nur eben weder frisches Brot, noch geräuchertes Rentier oder Fisch.
Auf den letzten Metern des Padjelantaledens
Fazit)
Ich hoffe in meinem Bericht ist deutlich geworden, wie überragend ich die Wanderung auf dem Padjelantaleden fand. Wer das Fjäll liebt, aber doch gern das Sicherheitsnetz aus Hütten, (vereinzelten) Shops und einem klar markierten Weg haben möchte, dem kann ich den Padjelantaleden quasi uneingeschränkt empfehlen. Klar, es sind schon mehr und mehr Menschen unterwegs, aber das ist überall in Lappland so und es ist deutlich besser als auf dem Kungsleden. Gerade, wenn ihr nur etwa eine Woche zum Wandern habt, eignet sich der Padjelantaleden bestens.
Ich für meinen Teil werde, sollten sich die derzeitigen gesundheitlichen Ängste nicht bewahrheiten, das nächste Mal möglicherweise weglos gehen, da ich vermutlich wieder nur einen gute Woche Zeit haben werde (Tipps für kürzere Wege im Fjäll sind willkommen😄). Dann wartet noch der Sarek, der Kungsleden im Herbst (der verletzungsbedingte Abbruch 2022 nagt an mir) und, bei ganz viel verfügbarer Zeit, der Nordkalottleden. Sollten es Gesundheit und Beruf zulassen, werdet ihr in der näheren Zukunft also jährlich einen Bericht von mir aus dem Fjäll lesen. 😁