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Ultraleicht Trekking

Kay

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    Kay reagierte auf izi in Southwestcoastpath von Newquay bis The Lizard   
    Tag 8 Landsend nach Lamorna
    Bis Landsend hatte ich für mich ja die Route fix geplant gehabt, dh diese wollte ich auch genauso laufen. Für den weiteren Teil war ich variabel, denn die Strecke von Landsend nach Treen wären nur 10 km gewesen.
    Letztendlich bin ich an diesem Tag dann doch bis Lamorna gegangen.  Hier die Route im Detail.
    Beim Campingplatz in Landsend gab es auf dem Parkplatz davor eine kleine Kafferösterei in einem Container.  Daran musste ich in der Früh vorbei und es roch so gut. Also gleich mal die erste Pause gemacht, mit einem Chai Latte und dazu einen Brownie.
    Die eine Möglichkeit wäre gewesen, nochmal zurück nach Lands End zu gehen, um wirklich alles auf dem Southwestcoastpath gegangen zu sein. Ich habe mich aber für die zweite etwas kürzere Variante entschieden, von Sennen aus direkt zum Path zu gehen und ein Stückchen auszulassen. Denn evtl wollte ich ja weiter als bis nach
    Treen gehen.
    Dadurch durfte ich dann ein Stück auf einem typischen englischen Footpath gehen, der quer über ein Feld führt. Das ist bei uns eher nicht denkbar.

     Nachdem ich dann zurück auf dem Path war, sind mir auf einmal so kleine Schilder aufgefallen. Weiss, mit einem roten Pfeil drauf. Solche hatte ich vorher noch nicht gesehen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass die vielleicht ein Wegweiser zum nächsten Rettungsring sein sollen. Denn diese sind manchmal am Weg angebracht, v.a. dort, wo es unten kleine Sandbereiche gibt und einen mehr oder wenig ziemlich steilen Weg nach unten.

     Diese Türme sind zwei Wegweiser, sogenannte Daymarks. Das waren Hinweise für die Seefahrer, dass diese Stelle gefährlich ist. Sie mussten schaun, dass sie in einer Linie sind. Dann konnten sie sicher dem Runnel Stone ausweichen, der die Ursache für einige Schiffsunglücke war.

    In Porthgwarra hab ich im dortigen Cafe ein Pastie genossen, auch wenn es erst zwölf war. Ich war mir nicht sicher, wie lange es denn noch bis zum Minack Theater dauern würde. Auch wenn die Entfernung nicht so weit ist, kann es auf dem Path zeitlich doch sehr unterschiedlich sein. Also muss man die Gelegenheit nutzen.
    Kurz danach kam mir ein Läufer entgegen, mit einer Startnummer. Und dann gleich noch einer. Schliesslich eine Frau. Das kam mir schon komisch vor. Warum laufen da welche auf dieser schmalen Strecke.
     Auf dem Parkplatz des Minack Theaters in Porthcurno war ein Stand, der Getränke und Essen ausgegeben hat. Die habe ich dann gefragt. Danach wusste ich auch, was die Pfeile auf den Schildern waren – Wegweiser für die Läufer, damit sie wissen, wo sie langmüssen.
     Es ist der Lauf von Lizard nach Landsend – 66 km auf dem Southwestcoastpath. Die Läufer können sich die Strecke entweder zu viert oder zu zweit aufteilen oder sie ganz alleine machen. Die zwei Männer waren Halbläufer, die Frau dagegen hat die ganze Strecke alleine gemacht. 7 h war sie zu dem Zeitpunkt unterwegs und ca 10
    km hatte sie noch vor sich. Das heisst, sie lag weit in Führung (und hat auch mit weitem Abstand gewonnen in etwas über 8 h). Und das hat noch eine ganze Zeit gedauert, bis die nächsten gekommen sind.

    Für mich unvorstellbar, das laufenderweise zurück zu legen (obwohl ich selber viel laufen gehe). So viel Steine auf den Wegen, z.T. sind die Wege keine 50 cm breit weil links und rechts die Ginsterbüsche hoch gewachsen sind und sehr kratzen. Das Foto oberhalb zeigt einen sehr leichten Teil.
     Das Minack Theater wollte ich mir dann doch anschaun, auf den Bildern macht es einen tollen Eindruck. An dem Tag hat es „nur“ 8 Pfund Eintritt anstelle der sonst üblichen 10 Pfund gekostet, da die Bühne wegen Proben gesperrt war.
    Das ist schon ein toller Ort für eine Aufführung – lustigerweise sind die Sitzflächen mit Gras bewachsen – wie das wohl ist, wenn es vorher geregnet hat ?

    Es gibt auch ein kleines Museum wo die Geschichte des Theaters und der Bau erklärt wird. 
    Nachdem es nach meiner Besichtigung erst halb zwei war habe ich mich dann entschlossen doch bis zum nächsten Campingplatz in Lamorna zu gehen. Denn bis nach Treen hätte ich nur noch 30 min gebraucht und das war mir zu früh zum Ankommen.
    Hier hatte das Meer mal so eine richtig tolle Farbe.

    Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass meine Route so wie geplant nicht möglich sein würde.
    Den ganzen weiteren Weg sind mir dann Läufer entgegen gekommen. Das war teilweise ganz schön lästig. Man musste dauernd in die Büsche ausweichen, denn von Porthcurno nach Lamorna waren es eher enge Wege. Allerdings waren manche Läufer auch froh, wenn sie ausweichen konnten, dann hatten sie einen Grund für eine kleine Pause. Das hatte nicht nur einer zu mir gesagt….. Es gab auch so gut wie keine Möglichkeit eine Pause zu machen, ausser man hätte sich mitten auf den Weg gesetzt. Keine Steine, kein Platz zur Seite, keine befestigten Aussichtspunkte. Einen Stein hab ich dann gefunden, wo es zum hinsetzen ging und er nicht mitten im Weg war.
    Die Läufer haben teilweise schon ganz schön fertig aussgeschaut. K.O., Beine zerkratzt und oder blutig, voller Schlamm. Denn dieser Teil der Strecke war stellenweise wirklich schlammig. Da war ich so froh um meine Treckingstöcke. Mit denen hab ich es geschafft, von einem Stein zum nächsten zu balancieren ohne im Schlamm zu landen. Die vielen Fussabdrücke in diesem zeigten, dass das vielen im Läufern nicht gelang. Die steilen Berg auf und Bergabstrecken sind dann viele auch nur gegangen. Mit den hohen Stufen ist das auch als nicht Läufer schon sehr anstrengend.

     Auch über die ganzen Felsen ging die Laufstrecke. Auf dem Foto wirken sie eher wie Steine, diese waren im Schnitt aber 1 m gross.

     Die Strecke, die ich mir geplant hatte, wären 15,2 km gewesen. Der Campingplatz ist ein gutes Stück weg vom Pfad.
     
    Wie ich dann an meine gewünschte Abzweigung kam, stand dann ein Schild „Durchgang nicht mehr erlaubt“.  Karte geprüft und festgestellt, dass nicht allzuweit dann wieder ein Weg zur Seite weg geht. Dort das gleiche Spiel: Durchgang nicht mehr erlaubt, Betreten verboten. Da taten mir die Füsse dann doch schon ziemlich weh. Also musste ich bis nach Lamorna laufen und wieder ein Stück zurück marschieren. Dann waren es fast 3 km mehr wie ursprünglich geplant. Und wenn man platt ist, dann kennt man diese zusätzliche Strecke schon ganz schön.

     Der Campingplatz Boleigh Farm Camping war dann mein schlechtester Campingplatz. Vor allem wegen der sanitären Anlagen. Ich war mit meinem Zelt alleine auf grosser Wiese, ein Dauercamper war noch da. Den hab ich dann gefragt,
    ob die Toiletten immer so dreckig sind. Er hätte dann gemeint, sie würden das ja noch alles Putzen wenn mehr Leute kämen, sie hätten ja gerade erst aufgemacht. Aber so dick wie die Spinnweben waren kann ich mir nicht vorstellen, dass die nur einen Winter alt waren. 2 einzelne Toiletten und 1 Dusche. Keine richtige Waschmöglichkeit, da das
    Waschbecken in der Toilette Miniaturformat hatte. Das Waschbecken fürs Geschirr war auch nicht richtig einladend. Wenigstens gab es dort eine gut zugängliche Steckdose und USB Ports zum laden. Und dann hat das ganze 15 Pfund die Nacht gekostet. Das fand ich überhaupt nicht gerechtfertigt.

    Worüber ich froh war, war, dass der ganze Platz mit Bäumen und Hecken umgeben ist, das war meine windstillste Nacht. Und es gab eine Tischbankkombi, so dass ich mich zum Essen hinsetzen konnte.
    Das einzig wirklich gute an diesem Platz war, dass vor diesem ein Thaiimbissstand ist, der von Di – So geöffnet hat und das Essen wirklich lecker war. Allerdings war da do viel los, dass ich 1,5 h auf mein Essen warten musste.
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    Kay reagierte auf izi in Southwestcoastpath von Newquay bis The Lizard   
    Der 7. Tag von Pendeen nach Lands End war auch wieder eine längere Distanz,aber deutlich leichter wie das steinige Auf und Ab vom Vortag.  18 km waren zu bewältigen. Hier die genaue Route.

    Ganz am Anfang, wenn man vom North Inn aus wieder den Southwestcoastpath erreicht hat, kommen wieder einige ehemalige Mienen. Die erste, Levant Mine ist auch als Museum ausgebaut, dort gibt es den ältesten noch funktionierenden Beam Engine zu sehen. Dafür muss man aber Eintritt zahlen.
    Man muss aufpassen, dass man nicht den Wegweisern zum anderen Museum folgt (wie mir und noch drei anderen passiert) und erst nach einiger Zeit das merkt.
    Sondern nach dem Engine hält man sich einfach in Küstennähe auf dem Trampelpfad, dann bleibt man auf dem SWCP.
    Kurz danach kommt auch eine Arsenmiene. Das war man hier sieht sind die Überbleibsel der Öfen mit denen das Arsen abgeschieden wurde. Diese war noch bis 1983 in Betrieb.

    Auf der offiziellen Karte ist der SWCP ohne das Eck am Cape Cornwall ausgeschildert – ich hatte zu dem Zeitpunkt aber nicht auf die Karte geschaut sondern bin den Wegweisern nachgegangen. Und der führt noch rauf zum Leuchtturm. Und eigentlich sollte es hinten runter gehen – ein Stück bin ich dem Weg gefolgt, aber es war sehr steil und sehr sehr windig.

    Wie dann ein schmales Stück mit steil links rauf und steil rechts runter ohne Sicherung gekommen ist bin ich wieder umgedreht. Das war mir mit diesem starken Wind, der an der Stelle von hinten kam einfach zu gefährlich. Also den gleichen Weg wieder zurück. Danach wurde es wieder einfacher.

    Eigentlich hätte dort ein Cafe sein sollen, da war aber nichts, so dass die nächste Essensmöglichkeit erst wieder in Sennen Cove war. Gottseidank hatte ich noch eine Rosinensemmel und einen Müsliriegel.

    Landschaftlich war es einfach nur wieder schön. Und vor allem blauer Himmel mit Sonne. Auch wenn es nicht so warm war und ziemlich windig, das tat einfach gut.

    Hier konnte man endlich mal gut Pause direkt am Meer machen. Es gab genügend Sitzmöglichkeiten, was sonst bei den reinen Strandabschnitten schwierig ist. Und die meiste Zeit geht man ja  oben auf den Klippen.

    Ein paar Kletterstellen gab es auch wieder zu bewältigen, aber insgesamt konnte man viel besser dahin gehen wie am Vortag.

    Kurz vor Sennencove gab es dann dieses schöne Blumenmeer zwischen dem Pfad und dem Meer.

    Bei Sennen Cove gab es dann schon einen Vorgeschmack, dass auch viele Leute ausserhalb der Feriensaison auf dem Swcp unterwegs sein können, da hat es schon richtig gewurlt.
    Ich war froh, dass gleich am Anfang ein Stand mit Pasties kam, da hatte ich schon einen Riesenhunger. Und als Nachspeise noch ein leckere Cornish Ice Cream. Die Preise für die Eiskugeln sind schon was anderes wie bei uns. Mit ca 3 Euro musste man mindestens rechnen und viel grösser sind sie nicht.
    Von Sennen Cove bis LandEnd ist es dann eine richtige Spazierautobahn. Das meisste sogar asphaltiert.  Dementsprechend sehr viele Leute.
    Dafür findet man wenigstens leicht jemand, der ein Foto von einem macht.
     
    In Landsend selbst ist eher schon ein kleiner Vergnügungspark. Ein grosses Andenkengeschäft und dann so Sachen wie 3 D Kino oder …

    Übernachtet hab ich bei Landsend Camping, der zwar schon seit 3 Jahren existiert, aber jetzt erst, nach Corona so richtig in Betrieb genommen wurde.
    Die Sanitäranlagen war dadurch super in Schuss, da quasi niegelnagelneu. Eine Dusche pro Tag ist frei, dafür bekommt man eine Münze, die Zeit sind 6 min. Jede weitere kostet 50 Cent.
    Die Übernachtung ist für 11 Pfund zu haben. Für die Zelter gibt es eine USB Ladestation, einen Wasserkocher, eine Microwelle und einen Toaster.
    Nachdem es dort sehr windig war, habe ich um einen möglichst geschützten Platz gebeten, da mein Zelt einfach doof bei viel Wind ist. Ich mag es nicht, wenn ich die ganze Nacht einen Luftzug im Gesicht habe. Und das ist dort nicht so einfach, weil es eine grosse Wiese ist, die am Rand etwas Hecke hat. Aber bei Landsend kommen ja quasi von drei Seiten die Luftströmungen.
    Da aber nicht so viel los war habe ich eine Platz bekommen, der von zwei Seiten etwas geschützt war, obwohl der eigentlich für Campingmobile wäre. Aber da nicht so viel los war, meinte er, das geht schon.
    Zum Essen ging es dann zum First Inn in Sennen, ca. 10 minuten vom Campingplatz entfernt. Dort habe ich dann ein richtig gutes Curry gegessen. Das hat mir viel besser geschmeckt wie das im North Inn.

     Und man hat auch gemerkt, dass in Landsend das Meer wirklich von drei Seiten sehr nah ist. Schon um 18:00 hatte ich trotz Sonnenschein schon Kondensfeuchtigkeit an der Zeltinnenwand. In der Früh ist es dann nur so runtergelaufen. Ist auch nicht so schnell getrocknet, so dass ich es feucht einpacken musste.
  3. Witzig!
    Kay reagierte auf TappsiTörtel in Ab wann ist man ein Weichei?   
    Weichei-Allüren sind z.B.:
    wenn man zum Schlafen ein extra Aufblaskopfkissen dabei hat wenn man für Pausen ein Sitzkisschen mitscheppt wenn man Goreschuhe trägt damit die Füßchen nicht nass werden ebenso Goresocken wenn man wegen 100g Ausrüstung Argumente sucht um diese irgendwie aus dem Baseweight rauszurechnen, andererseits aber 10 Kilo Überwicht hat OK, mein Glashaus ist jetzt kaputt, jetzt ziehts heftig durch den Alphapulli ... und ich hab sogar noch ein paar Steine übrig.
    😂  😂 😂 😂
  4. Danke!
    Kay reagierte auf heff07 in Überarbeitung Midlayer - Alternativlosigkeit Alpha?   
    blau
     
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    Kay reagierte auf heff07 in Überarbeitung Midlayer - Alternativlosigkeit Alpha?   
    morgen,
    die angaben sind für das 145gr pro Quadratmeter angegeben, also z.b. Liod Kearsage Funktions-Sweatshirt. den benutze ich auch in der übergangszeit. ich hatte den auch letzten sommer an. ich habe noch nie ein shirt gehabt, das sich bei direkter sonneneinstrahlung soooo aufheizt das es schmerzt. und das von aussen und auf der haut direkt. ich kann das nicht in direkter sonne tragen. hatte gehofft, das die dünneren stoffe auch einen guten sonneschutz habe, aber davon steht da leider nichts.
     
    schönen gruss
     
    heff
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    Kay hat eine Reaktion von Dune erhalten in Atom+ oder Mo? Jemand Erfahrungen bzw. Empfehlungen?   
    Ich hab seit kurzem den 60 Liter Mo. Apropos bunt, der dritte ganz rechts ist meiner: https://www.instagram.com/p/CzBvlqFN5lM/?utm_source=ig_web_button_native_share
    Bis auf Tagestouren mit max. 11kg habe ich bisher leider keine Erfahrungen. 
    Warum ist es dieser Rucksack geworden?
    Ich möchte auch viel zuladen können: Wasser, Essen Robust für wegloses Gelände in den Alpen, perspektivisch Nord Skandinavien. Großes Volumen schlucken: ich bin nachts ein Frostbüttel, bin groß und mag baggy Klamotten. Mein Rucksack ist schneller voll, als schwer.  Ich brauche viele Taschen: Schulter, Hüftgurt, Seite...   es ist immer alles voll, weil ich dauernd am an und ausziehen von Mütze, Visor, Handschuhe, Buff bin. Lippenpflege, Schneuztuch, Kamera, Macro, Fernglas, Snacks, Müll den ich aufsammel ... Ich brauche Taschen. Hab letzten Sommer versucht minimalistischer zu sein, hat mich nur gestresst. Extra lang nach vorne gepolsterter Hüftgurt (auf Anfrage), der meinen Hüftknochen komplett umschließt. Und der doppelte Gurt um Hüfte oben und unten individuell straff zu ziehen. Ich kann schon mal sagen, der ist mega. Ich dachte immer, dass ich keine Hüftgurte mag, dass die selten was bringen. Würde eines besseren belehrt.  Und da gab es dann nicht mehr viele Alternativen. Wenn ich so viel Geld ausgebe für etwas dass ich 5 Monate am Stück benutzen werde, mag ich nicht so viele Kompromisse eingehen.
    Ich hab dann verschiedene Varianten konfiguriert und festgestellt dass zwischen minimal Ausstattung 50 l und maximal Ausstattung 60l nur relativ wenig Gramm Unterschied sind (150g???). So wurde es der große mit allem was min Herz begehrte. Und dann bin ich all-in bei den leuchtensten Farben gegangen. 
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    Kay hat eine Reaktion von Aeros erhalten in Überarbeitung Midlayer - Alternativlosigkeit Alpha?   
    Mir taugt es eigentlich nur als Iso-Lage. In Bewegung ist mir mein Alpha schnell zu warm. Und bei Wind zu zugig. Mit Windjacke zu stickig. Mimimimi.... abends und nachts mag ich Alpha sehr gern. Kombiniert mit der Regenjacke ersetzt es den Puffy. 
    Hast du dir schon mal die Longsleeves von Liod angesehen? Die wären für das Fjell in meiner engeren Wahl. Haben einen guten UV Schutz. Trocknen super schnell. Das T-Shirt von Liod trage ich deswegen sehr gerne im Winter als erste Lage. https://xtrym.de/der-blog/top-uv-schutz-mit-liod-pp-funktionswaesche
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    Kay hat eine Reaktion von dermuthige erhalten in Atom+ oder Mo? Jemand Erfahrungen bzw. Empfehlungen?   
    Ich hab seit kurzem den 60 Liter Mo. Apropos bunt, der dritte ganz rechts ist meiner: https://www.instagram.com/p/CzBvlqFN5lM/?utm_source=ig_web_button_native_share
    Bis auf Tagestouren mit max. 11kg habe ich bisher leider keine Erfahrungen. 
    Warum ist es dieser Rucksack geworden?
    Ich möchte auch viel zuladen können: Wasser, Essen Robust für wegloses Gelände in den Alpen, perspektivisch Nord Skandinavien. Großes Volumen schlucken: ich bin nachts ein Frostbüttel, bin groß und mag baggy Klamotten. Mein Rucksack ist schneller voll, als schwer.  Ich brauche viele Taschen: Schulter, Hüftgurt, Seite...   es ist immer alles voll, weil ich dauernd am an und ausziehen von Mütze, Visor, Handschuhe, Buff bin. Lippenpflege, Schneuztuch, Kamera, Macro, Fernglas, Snacks, Müll den ich aufsammel ... Ich brauche Taschen. Hab letzten Sommer versucht minimalistischer zu sein, hat mich nur gestresst. Extra lang nach vorne gepolsterter Hüftgurt (auf Anfrage), der meinen Hüftknochen komplett umschließt. Und der doppelte Gurt um Hüfte oben und unten individuell straff zu ziehen. Ich kann schon mal sagen, der ist mega. Ich dachte immer, dass ich keine Hüftgurte mag, dass die selten was bringen. Würde eines besseren belehrt.  Und da gab es dann nicht mehr viele Alternativen. Wenn ich so viel Geld ausgebe für etwas dass ich 5 Monate am Stück benutzen werde, mag ich nicht so viele Kompromisse eingehen.
    Ich hab dann verschiedene Varianten konfiguriert und festgestellt dass zwischen minimal Ausstattung 50 l und maximal Ausstattung 60l nur relativ wenig Gramm Unterschied sind (150g???). So wurde es der große mit allem was min Herz begehrte. Und dann bin ich all-in bei den leuchtensten Farben gegangen. 
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    Kay hat eine Reaktion von chummer_fc erhalten in Überarbeitung Midlayer - Alternativlosigkeit Alpha?   
    Mir taugt es eigentlich nur als Iso-Lage. In Bewegung ist mir mein Alpha schnell zu warm. Und bei Wind zu zugig. Mit Windjacke zu stickig. Mimimimi.... abends und nachts mag ich Alpha sehr gern. Kombiniert mit der Regenjacke ersetzt es den Puffy. 
    Hast du dir schon mal die Longsleeves von Liod angesehen? Die wären für das Fjell in meiner engeren Wahl. Haben einen guten UV Schutz. Trocknen super schnell. Das T-Shirt von Liod trage ich deswegen sehr gerne im Winter als erste Lage. https://xtrym.de/der-blog/top-uv-schutz-mit-liod-pp-funktionswaesche
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    Kay hat eine Reaktion von andygogo erhalten in Atom+ oder Mo? Jemand Erfahrungen bzw. Empfehlungen?   
    Ich hab seit kurzem den 60 Liter Mo. Apropos bunt, der dritte ganz rechts ist meiner: https://www.instagram.com/p/CzBvlqFN5lM/?utm_source=ig_web_button_native_share
    Bis auf Tagestouren mit max. 11kg habe ich bisher leider keine Erfahrungen. 
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    Ich möchte auch viel zuladen können: Wasser, Essen Robust für wegloses Gelände in den Alpen, perspektivisch Nord Skandinavien. Großes Volumen schlucken: ich bin nachts ein Frostbüttel, bin groß und mag baggy Klamotten. Mein Rucksack ist schneller voll, als schwer.  Ich brauche viele Taschen: Schulter, Hüftgurt, Seite...   es ist immer alles voll, weil ich dauernd am an und ausziehen von Mütze, Visor, Handschuhe, Buff bin. Lippenpflege, Schneuztuch, Kamera, Macro, Fernglas, Snacks, Müll den ich aufsammel ... Ich brauche Taschen. Hab letzten Sommer versucht minimalistischer zu sein, hat mich nur gestresst. Extra lang nach vorne gepolsterter Hüftgurt (auf Anfrage), der meinen Hüftknochen komplett umschließt. Und der doppelte Gurt um Hüfte oben und unten individuell straff zu ziehen. Ich kann schon mal sagen, der ist mega. Ich dachte immer, dass ich keine Hüftgurte mag, dass die selten was bringen. Würde eines besseren belehrt.  Und da gab es dann nicht mehr viele Alternativen. Wenn ich so viel Geld ausgebe für etwas dass ich 5 Monate am Stück benutzen werde, mag ich nicht so viele Kompromisse eingehen.
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    Kay reagierte auf RaulDuke in Neues zum Thema UL aus dem weltweiten Internetz   
    OT:
    Ich finde Drohnen Kacke! Ist meine Persönliche Meinung, ohne irgendwen angreifen zu wollen.
    Erstens nerven sie, durch ihr Gräusch, wenn sie in der Luft sind und zweitens machen sie Bilder, die zwar schön sind, aber niemals ohne Drohne zu sehen sind. D.h. das sie a, 0 Informationswert haben und b, auch nichtmal für den der sie Macht einen Erinnerungswert haben.
    Von zu schwer kann man bei 125g allerdings nicht mehr sprechen.
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    Kay reagierte auf izi in Southwestcoastpath von Newquay bis The Lizard   
    Am Tag 6 stand die Königsetappe auf dem Programm. 22,5 km von St. Yves nach Pendeen. Überall heisst es: wunderschön aber sehr schwierig besser gesagt anstrengend.
    Die Details zu Route sind hier.
    Erst mal ein kurzer Rückblick auf St. Yves.

    Kann ich nur unterschreiben. Ich bin leider erst um kurz vor neun losgekommen (zu sehr das Hotel Frühstück genossen….) und war am Abend um 1910 am Ziel.
    Aber der Reihe nach. Ganz am Anfang war ich ziemlich erstaunt. Denn der Weg ist erst mal asphaltiert. Könnte fast 1 km gewesen sein. Doch dann geht es in ein stetiges auf und ab über.

    Gar nicht so steil aber eben viel rauf und runter. Und kein so einfaches dahin gehen sondern viele Felsen. Und man muss schon genau hinschauen, wo man steigt, denn sonst steckt man leicht im Schlamm. Denn zwischen den Felsen war es so gut wie überall matschig. Nur ab und zu kam mal ein einfacherer Weg.  Ich war sehr oft sehr froh dass ich meine Stöcke hatte. Denn mit vier Beinen war man da deutlich stabiler.
    Denn es bestand immer wieder mal die Gefahr, dass man von den Steinen abrutscht und im Dreck landet.

    Diese Strecke möchte ich nicht an einem regnerischen Tag gehen müssen. Nasse Steine sind einfach sehr rutschig. Und da gibt es auf dieser Strecke so viele auf die man steigen muss.
    Und es hat auch sehr lange gedauert, bis der erste typische SWCP Wegweiser mit der Eichel kam. Allerdings hatte man hier auch keine Alternativen, es gibt nur diesen Weg und nur ganz selten kam von der Seite ein kaum benutzter Trampelpfad rein wo aber klar war, da geht es nicht lang.

    Auf dieser Strecke bin ich auch das erste Mal länger mit welchen während dem Gehen ins Gespräch gekommen. Unter anderem mit zwei Österreichern aus Salzburg, also gar nicht so weit weg von mir. An einer Stelle haben wir uns auch kurz mal zu 6. gestaut, alle, die länger auf dem Pfad unterwegs waren und ihr Gepäck selber getragen haben.

    Längere Pausen hab ich nur 2 gemacht, dazwischen schon immer wieder stehen geblieben zum Trinken, Fotografieren oder die Landschaft geniessen. Aber man kommt einfach nicht schnell voran.
    Das war so ein typischer Abschnitt wo man eher leicht kraxeln musste als das man drüber gehen konnte.

    Ziemlich genau die Halbzeit war dann an dem Wegweiser nach Zennor. Ursprünglich hatte ich in Erwägung gezogen dorthin einen Abstecher zu machen – ca- 1 km vom Pfad entfernt. Nachdem ich aber schon 5 h unterwegs war fiel das flach. War mir zeitlich zu riskant.

    Auf der Strecke hab ich auch das erste Mal was „gekocht“ während ich unterwegs war, ansonsten immer nur auf dem Campingplatz. Aber ich hatte bei der Anstrengung einfach Lust auf was warmes.

    Gegen 1830 war ich dann endlich am Leuchturm von Pendeen. „Pendeen Watch“ .
    Und erst mal glücklich es gut geschafft zu haben. Da wusste ich allerdings noch nicht, dass ich noch über eine halbe Stunde bis zum North Inn Pub zu gehen habe.
    Es gab auf der Strecke auch paar Minenüberbleibsel zu sehen.

    Am Leuchtturm kam ich ins Gespräch mit einem Mann, weil dessen Hund so lustig rumgetobt ist. Er ist dann mit mir eine Abkürzung über die Felder gegangen – die Alternative wäre Strasse gewesen oder ein Eck auszugehen. Die Wegweiser vom Leuchtturm aus fand ich nicht so gut sichtbar. Hätte er es mir nicht gezeigt, hätte ich erst mal nicht gewusst, dass ich da lang muss. Handy hätte wohl schon weitergeholfen, aber so war es einfacher.

    Es gäbe auch noch einen zweiten „Camping“platz in der Nähe vom Leuchtturm, den fand ich aber im Vorbeigehen gar nicht einladend. Direkt an der Strasse, nur durch einen niedrigen Zaun getrennt und ein Sanitärcontainer. Später hab ich wieder die Augsburgerin vom dritten Zeltplatz getroffen, die mir dann sagte, dass war das einzigste Mal, wo sie sich in der Nacht gefürchtet hat.

    Um kurz nach 1900 war ich dann endlich am Ziel. Nach 10 h und 20 Minuten. Der Campingplatz hinter dem North Inn war in Ordnung. Die Übernachtung kostete auch nur 10 Pfund.
    Ausser mir war dann noch ein anderer Longdistancehiker dort und ein paar Wohnmobile. Fürs WC und zum Duschen muss man ins Pub gehen. Der Wasserhahn war mal wieder so ein schrecklicher, wo nur Wasser kommt, wenn man drauf drückt, einer für kalt und einer für warm. Und kein Stöpsel fürs Waschbecken. Da ist das Waschen nicht so einfach.

    So heisst es, dass man unbedingt das Curry probieren muss, da es schon einige Auszeichnungen bekommen hat. Meine Wahl, das Ananascurry, hat mich jetzt nicht vom Hocker gehaut, war schon ok, aber nicht so dass ich sage, muss du gegessen haben.
    Das Northinn ist anscheinend eine beliebte Anlaufstelle für Hiker – wir waren dann an zwei Tischen 8 Leute die mehrere Tage unterwegs waren. Zwei davon sogar den ganzen Pfad. Im Gastraum gibt es genügend Steckdosen zum  Handyaufladen.
    Die zwei Österreicher waren auch wieder dort – diese haben ein anderes Curry gegessen, dass sie beide sehr gut fanden.
    Hinter dem Pub gibt es einen überdachten Bereich für Raucher – in der Früh war da aber keiner, so dass ich es genossen habe, mich zum Frühstück an einen Tisch setzen zu können und mein Porridge nicht auf dem Boden verspeisen musste.

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    Kay reagierte auf Lenves001 in Zwei Rucksäcke auf Basis Pa'lante simple pack kit für den PCT   
    Hallo zusammen,
    anbei die beiden gestern fertiggestellten Rucksäcke, die ich auf meinem PCT-Thru-Versuch mitnehmen möchte. Ich starte mit dem „bunten“ aus 210d-Gristop und der „all-white“ aus Ultra200 kommt in eine Bounce-Box.
    Die Rucksäcke basieren auf dem simple pack von Pa’lante Packs mit verschiedenen Modifikationen:
    - 1,5“ breiter
    - Rolltop ca. 2“ länger
    - Rückenlänge ca. 18,5“
    - breitere Schultergurte (9cm)
    - längere Schultergurte, um
    - längere Schultergurttaschen realisieren zu können (damit der DJI Pocket 3 vollständig reinpasst)
    - verschiedene Schlaufen
    - Y-Strap-Verschluss, der lang genug ist, um einen Bärenkanister draufschnallen zu können
    - Klettband am Rollverschluss
     
     
    Materialien:

    - „all-white“ = Ultra200 (extex)
    - „colorful“ = 210D Gridstop (ripstop-by-the-roll)
    - 3D-Netzgewebe 3mm hellgrau (extex)
    - evazote 10mm (extex)
    - Multifunktionsjersey Swim- & Sportswear (Evli’s Needle)
    - elastisches Einfassband (extex)
    - Gurtband 15 und 19mm (u.a. extex)
    - Schnallen & Co.
     
    Genäht mit Serafil 60 Tex 45 auf Juki DDL7000A
     
    Gewichte:

    - "all-white": 350g
    - "colorful": 390g
     
     
    Ich hatte mir von Pa’lante ein Komplett-Kit bestellt, um erstmal ausprobieren zu können ohne mühselig Zeug zusammenbestellen zu müssen. Habe dann aufgrund des fertig genähten Packs entsprechende Änderungen für diese beiden hier geplant und umgesetzt.
    Natürlich und obwohl ich mit beiden Packs ziemlich zufrieden bin was die Näherei angeht, hab’ ich mir dann doch einen Lapsus geleistet und es bei dem bunten Pack hinbekommen, dass beim front panel die beschichtete Seite nun aussen sitzt… das fällt optisch nicht auf, höchstens haptisch und ist am Ende des Tages auch egal. Vielleicht pellt die Beschichtung irgendwann und das sieht evtl. unschön aus, aber das macht glaube ich nix. Mir zumindest nicht.
    Wozu ich leider nix sagen kann ist das Volumen - keine Ahnung wie man das bestimmt, zumal das nicht einfach ein Quader ist, sondern zB beim Rollverschluss die Seitenteile leicht schräg auseinanderlaufen.

    Schönen Sonntag noch
    Marcus

     




  14. Danke!
    Kay reagierte auf TappsiTörtel in [SUCHE] old school In-Ear Kopfhörer mit Headset-Funktion   
    Wies der Zufall will habe ich gerade heute Mittag meine Elektronikkiste mit 1000 alten Kabels und Zeugs ausgemistet. Solch ein Headset von einem alten Handy ist dabei, hat ne Taste zum Schalten zwischen Anruf und Musik ... wenns passt schreib mir ne PN mit deiner Adresse, schicke ich dir zu  
     

  15. Gefällt mir!
    Kay reagierte auf khyal in Mehrtageswanderung Deutschland - 3/4 Tage mit Zelt - Empfehlungen?   
    Kommt ja noch spaeter ein Grundlagenbereich, in dem wir u.A.so etwas sammeln, Grundlagenartikel schreiben und es nicht durch endlose Diskussionen unlesbar wird.
    Jetzt lasst uns erstmal Zeit, wie im Mod-Thread angekuendigt, die Umstrukturierung zu machen und ich bin natuerlich auch ganz gut damit belastet, die ganzen rusischen oder braunen Polit-Propaganda-Anmeldungen und Spam rauszukegeln, aber es wird kommen.
  16. Danke!
    Kay reagierte auf BitPoet in Welches Gerät mit Satellitenkommunikation   
    Eine gute Anlaufstelle ist https://www.kimovil.com
    Dort kann man das Zielland und das Telefonmodell auswählen, dann sieht man eine Liste mit unterstützten und nicht unterstützten Frequenzbändern. Wenn man etwas nach unten scrollt, erhält man auch eine nach Providern aufgeschlüsselte Übersicht. Nicht wundern, wenn pro Telefon und Land mehrere Tabellen angezeigt werden, denn bei vielen Telefonen gibt es unterschiedliche Versionen für unterschiedliche Zielmärkte. Hierzulande erhält man im seriösen Handel normalerweise solche für den EU- oder globalen Markt, aber bei besonders billigen Angeboten (auch über Amazon Marketplace u.ä.) kann es schon mal vorkommen, dass ein eingeschränktes Gerät für den asiatischen Markt vertickert wird, bei dem dann gebräuchliche Frequenzbänder fehlen.
    Das von @burarum erwähnte B20-Band (800Mhz) wird übrigens auch in Norwegen von allen 3 Providern verwendet. Da die Reichweite bei niedrigerer Frequenz höher ist, will man gerade solche Frequenzen auf den Touren nutzen können.
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    Kay reagierte auf J_P in Rad für Reisen   
    ich habe mir ein schönes Reiserad/Cross-Rad/Hybridgravelbomber aus einem alten Trek 970 aufgebaut.

    Dieser Stahlrahmen ist konifiziert d.h. in der Mitte der Rohre Leichtbau und dünner und an den Schweiß- bzw. Muffenden dicker bei gleicher Stabilität. Dadurch wiegtt dieser Stahlrahmen nur unwesentlich mehr als ein vergleichbarer Alu-Rahmen bei allen Vorteilen die Stahl bietet.

    Laufräder: VR und HR: DT Swiss 535 mit XT-Nabe. Sehr solide. Doppelte Hohlkammerfelge. Eigentlich für Ebikes konzipiert. Mäntel: Schwalbe Marathon Classic.

    Sattelstütze und Cockpit aus der Ritchey Comb Serie. Solide Qualität.

    Sattel für die Reise: Brooks B17. Fürs Graveln: Ein günstiger Endurance-Sportsattel.

    Gepäckträger für die Reise: Tubus Evo Cargo.
    Antrieb: Shimano Deore und Deore LX Mix. Schalthebel: Shimano Dura Ace Lenkerendschalthebel. Lassen sich rasterungslos fahren und sind mit allen Shimanoschaltungen 7-9 fach kompatibel. Gibt es auch in Ausführungen 10 - 12 fach.

    Bremsen: V-Brakes. Shimano Deore. All-Terrain-Bremsbeläge. Bremshebel Tektro RL-520 (sind V-Brakekompatibel).

    Das Rad hält etwas aus. Aufgebaut 2020 und ist in den letzten drei Jahren über 20000 km gefahren worden. Bisher ist nichts defekt gewesen. Kette und Kassette ausgenommen. Das sind Verschleissteile. Auch die Felgen sind noch nicht richtig runtergebremst. (was verwunderlich ist).

    Da ich alles bis auf die Lenkerenschalthebel, die Bremshebel und den Brooks B17 gebraucht gekauft habe, lagen die Gesamtkosten noch bei unter 500 Euro. Dafür ist das Rad top. Neu bekommt man ein Rad mit dieser Ausstattung für mehrere 1000 Euro (je nach Hersteller).

    Aufgrunddessen würde ich so ein Rad immer empfehlen!

    Hier ein Bild im Bikepacking-Modus (komischerweise ist das Bild unscharf)
     

    So sah es vor dem Aufbau aus (Sattel hatte ich schon montiert):

    Hier noch mit Arschrakete:
     

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    Kay reagierte auf Dimi in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Wenn du den ganzen Batzen nimmst, 11,4 Gramm. Davon 1,8 g die beiden Alkoholtupfer, 1,2 g die zwei Klebepunkte, 1 g die zwei Flicken, 2,5 g der Druckverschlussbeutel und 4,9 g die Anleitung.
  19. Witzig!
    Kay reagierte auf schwyzi in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Nein! 
     
    Edit: Oder war das gar keine kurze Frage? 
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    Kay reagierte auf khyal in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    OT: Ist aber auch ok, wenn Du auf ne lange Frage ne kurze Antwort gibst, ich bin ja mehr fuer die kurze Frage, sehr lange Antwort zustaendig
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    Kay reagierte auf moyashi in Jehova! Wo lohnt sich Gewicht sparen nicht?   
    Essen. Ich nehme immer zu viel Essen mit. Liegt daran, dass ich mir jedes einzelne Mal vornehme, diesmal doch bitte anständige Pausen einzulegen. Das passiert dann aber eh so gut wie nie und ich laufe bis abends durch und dann kann ich nicht zwei Portionen essen. Mindestens die Hälfte nehme ich immer wieder mit nach Hause. Irgendwie lerne ich es nicht. 
    Eigentlich könnte ich auch aufs Kochsystem verzichten, weil sowieso häufig coldsoake, aber wenn ich dann doch mal was warmes haben möchte,...
    Und mein Schlafsystem ist auch schwerer, als es sein könnte, aber ich hab's halt gern muggelig und finde nichts schlimmer, als schlechten Schlaf. 
    Medipack: Da habe ich irgendwie für alle Gelegenheiten irgendwas mit und ungelogen, bis auf einen Trail mussten die Sachen immer eingesetzt werden, nicht unbedingt an mir, eher an anderen, irgendwelchen Fremden. Geht mir auch so mit irgendwelchem Flickzeug, das geht immer an Fremde 😲.
    Mein Körpergewicht: Obwohl ich da gerade für diese Saison hart dran arbeite, Gewicht einzusparen 😉. Ich hab die letzen Jahre gut zugelegt, da ich meine eigenen Bedürfnisse aufgrund von mehreren Schicksalsschlägen in der Familie hinten anstellen musste und der Stress sich leider im Gewicht niederschlug (dabei habe ich nichtmal viel oder ungesund gegessen, es ist so unfair). Aber da habe ich schon einen großen Batzen wieder runter und befinde mich fast auf der Zielgeraden. Dennoch glaube ich, dass meine Knie das Mehrgewicht nicht so toll fanden. Insbesondere letztes Jahr habe ich das bemerkt (auf Bergtouren, da hatte ich sonst keine Probleme). 
    Meinen Dickkopf: Damit mache ich mir den Trail manchmal schwerer, als er sein könnte, weil ich irgendeine Abkürzung laufe oder mich kurz verlaufe, dann feststelle, dass ich vielleicht einfach schnell umkehren sollte, Dickköpfchen aber sagt, ach was, schau doch auf der Karte, da kommst du auch rüber, da wird schon irgendeine Furt im Bach sein, ach, durch das Gestrüpp kommst du schon durch usw. Mhm, ja, irgendwie kommt man da auch durch, fragt sich nur wie. 
    Wer mich z. B. auf dem E4 auf Kreta durch die stachelige Macchia hat laufen sehen, dachte sicherlich, ich sei von wilden Hunden angegriffen worden. 🩸 Hat aber auch Spaß gemacht.
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    Kay hat eine Reaktion von moyashi erhalten in Jehova! Wo lohnt sich Gewicht sparen nicht?   
    Mein Übergewicht 
    Alles was Regen - Kälte - Schietwetter angeht ist nicht klassisches UL. Also lieber die Hardshell unter der ich noch eine Wärmelage anziehen kann als so einen flimsigen UL Hauch von Jacke der nicht mal den Hintern gescheit abdeckt. Vielleicht würde ich anders handeln, wenn ich mehr in Schönwetter Gebieten auf gepflegten Wegen wandern würde. 
    Essen, insbesonders Kohlehydrate. Da ich glutenfrei lebe, kann ich nicht darauf zählen immer irgendwas zu essen kaufen zu können. 
     
     
     
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    Kay hat eine Reaktion von Kemma erhalten in Tschechien: Stezka Českem (Nordtrail) - 1000km vom westlichsten zum östlichsten Punkt der tschechischen Republik   
    Das Isergebirge sieht wirklich ganz wunderbar aus. Die verschlungenen  einsamen Pfade erinnern mich an die Bayerwald Urlaube in meiner Kindheit. Damals Eiserner Vorhang, Zonenrandgebiet Einsamkeit im September, wenn nur noch Bayern Sommerferien hatte. 
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    Kay reagierte auf GirlOnTrail in Mehrtageswanderung Deutschland - 3/4 Tage mit Zelt - Empfehlungen?   
    Hallo Micha, 
    wenn es Dir nicht zu langweilig ist, von Campingplatz zu Campingplatz zu wandern und es Dir in erster Linie darum geht, Deine Ausrüstung zu testen - es also nicht gezwungenermaßen völlig „wild“ sein muss zum Übernachten - dann kann ich Dir sehr den Harz empfehlen.
    Große Rundtouren ab der genannten Länge quer durch den Harz sind das, was ich im Sommer gerne ausgiebig mache. Da ich hier wohne, geht das für mich auch spontan, aber die größeren Orte im Harz kannst Du ja problemlos mit Zug und / oder sonstigen Öffis erreichen. 
    Es ist hier aufgrund der erfreulichen Dichte an Campingplätzen problemlos möglich, mit beispielsweise einer Tagesstreckenlänge von ca. 20-25km von Platz zu Platz zu wandern. Dies ist ja vielleicht ein gutes Maß für den Einstieg - wie alt und trainiert ist Dein Sohn?
    Länger geht natürlich auch immer. 
    Für die Osterferien ist es nicht schlecht, vorab zu reservieren, jedoch bekommt man eigentlich immer auch spontan auf der Zeltwiese noch etwas, wenn man nicht sonderlich anspruchsvoll bei der Platzwahl oder mit dem XXL-Palast unterwegs ist. Einzelne Campingplätze halten sogar standardmäßig ein paar Plätze für „Thruhiker“ mit kleinem Bergzelt frei, zum Beispiel Schierke „Am Stern“.
    Falls das überhaupt für Dich infrage kommt, kann ich hier ein paar Anregungen hineinschreiben.
    Ein Klassiker wäre sonst auch der Harzer Hexenstieg von Osterode nach Thale, der um die 100km lang ist (gibt 2 Varianten) und wahrscheinlich auch mehr oder weniger mit dem Zelt bewältigt werden könnte - dies ist jedoch eine Strecken- und keine Rundwanderung, und ich bin den Weg noch nicht mit Übernachtungen gegangen, habe also keine Erfahrung diesbezüglich. Ich laufe bevorzugt „ab Haustür“ los und drehe dann größere Kringel, Zuhause ist im Ostharz. Man kommt ja aber an beiden Orten auch wieder gut weg.
    Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass es sich selbstverständlich um Deutschlands schönstes Mittelgebirge handelt, das stets eine Reise wert ist.  Bin da ganz objektiv…
     
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    Kay reagierte auf Kemma in Tschechien: Stezka Českem (Nordtrail) - 1000km vom westlichsten zum östlichsten Punkt der tschechischen Republik   
    Etappe 3 - Isergebirge (Jizerské hory) – Krkonoše (Riesengebirge)
    107 km, 3500 hm, 21.5. - 26.5.
    Rückblickend kommt mir die Passage durch das Isergebirge länger vor als die drei Tage, die sie tatsächlich nur gedauert hat, und da ich sie als eine der schönsten in Erinnerung habe, widme ich ihr einen ganzen Abschnitt.
    Das Isergebirge ist nicht das höchste, berühmteste, anspruchsvollste oder sonstwie superlative - aber in der Spätmai-Gewitterstimmung, der wilden Unberührtheit und Menschenleere hat es sich als Sinnbild, als Sehnsuchtsort einen ersten Platz in der Reihe der vielen melancholischen Rückblicke auf diese Reise, deren Ende ich irgendwie immer noch nicht verkraftet habe, festgesetzt. 
     
    Riesengebirge folgt also im nächsten Beitrag. 
    Der Weg ins Isergebirge hinein beginnt allerdings eher gemütlich; breite Waldwege, die auch mit dem Kinderwagen befahren werden können, Buchenwald, Granitformationen. Sanfte Hügel, ein grünes Meer soweit das Auge reicht. Es ist schwül, gewittrig, windig. Am Nachmittag wird sicherlich die Welt untergehen. 

     
    Mittagessen in „u kozy“, eine Wandergaststätte, letzte Zivilisation bevor es in das Isergebirge geht. Ich lerne ein Paar mittleren Alters kennen, Tschechen, die jetzt in Deutschland leben und auf Heimaturlaub sind. Wir kommen ins Gespräch, ich berichte, wo es hingehen soll - Entsetzen. Sie empfehlen, lieber den Umweg über die Asphaltstraße zu nehmen. Nicht so steil, außerdem komme ich da durch Orte. Ich glaube, wir haben eine unterschiedliche Vorstellung von Idylle. Sie geben mir ihre Telefonnummer „falls irgendwas ist, und ich abgeholt werden muss“. Mein Handy hatte ich zum laden an der Theke abgegeben; aber als ich es wieder abhole, ist es genauso leer wie zu Beginn. Naja, dann wird halt die nächsten Tage weniger getippselt. 
     
     
    Dann geht es endlich in die Wildnis.

    Fabelwesen am Wegesrand, nur aus dem Augenwinkel, bei genauerem Hinsehen verschwinden sie wieder.
    Das Gewitter zieht auf, ich habe schon seit Stunden keine Menschen mehr gesehen, langsam wird es unwegsamer, ich bin jetzt mitten im Naturschutzgebiet. Hoch auf den Ptaci vrch. Heidelbeergestrüpp, Granit so weit das Auge reicht und sogar eine kleine Kletterei! In der Ferne sieht man die Schneekoppe, der Wetterturm piekst sich in die Wolken.


    Vom Weg kann ich teilweise nur die grobe Richtung erraten, herrlich.  

    Einen Platz für das Zelt zu finden ist nicht ganz einfach – der Boden ist uneben, viel Unterholz, und da wo es flach ist, Tierpfade. Ich finde dennoch ein schönes Plätzchen (mutig direkt neben einem Tierpfad, diesmal ohne Sturmabspannung), dank meines multiuse-Pizzakartons auch halbwegs schlafbar.

    Am nächsten Tag ist es früh heiß, der Schweiß rinnt, ein Gipfelchen jagt das nächste, ich habe seit gestern keine Menschen gesehen.




    Der "Weg" artet - in Ermangelung desselben - in anstrengende Kraxelei aus. Felsige Hochebenen, Steppe, Hochmoore. Wunderschön.

    Hier ist Birkhuhn-Gebiet, darüber klärt auch das Schild an einer kleinen Schutzhütte auf – in der hätte ich auch gut schlafen könne.

    Wasser und Nahrung gehen langsam zur Neige; auf meinem Weg ist ein Kiosk verzeichnet – dort angekommen stellt sich heraus: Eine Kühltruhe, Selbstbedienung – und ein großer Wasserkanister um die Getränkevorräte aufzufüllen.

    Der Weg führt über die Ruinen der Talsperre Bila Desna – im Jahr 1916 kam es hier zum Dammbruch, bei dem ganze Dörfer mit ihren Einwohnern den Wassermassen zum Opfer fielen. Infotafeln klären über die Tragödie auf; ein bisschen irritierend wirkt, dass eine Mountainbike-Strecke mitten durch den Schauplatz der Katastrophe läuft. Immerhin gibt es einen Selbstbedienungs-Kiosk und somit ein Eis am Stiel. 

    Viel zu früh habe ich die Einsamkeit der Naturschutzgebiete verlassen, es geht in den für seine Schönheit und Idylle berühmten Ferienort Jizerka; ein bisschen mutet die Gegend an wie ein Bergdorf im Allgäu.

     
    Tourismus heißt auch Gaststätten, in Hülle und Fülle! Auswählen, das hatte ich schon lange nicht mehr. Ein Restaurant wirbt mit Bernard vom Fass, vor einer Kulisse aus Wald, Wiesen und gemächlich widerkäuenden Highland Cattle. Einfache Entscheidung.


     
    Gefühlte drei Kilo schwerer erklimme ich im Abendlicht noch den Bukovec, Jizerka’s Hausberg und genieße den Sonnenuntergang.
     

     
     
    Dann schlage ich mich in den Wald an der polnischen Grenze, und suche einen Platz für mein Zelt. Nicht so leicht, ich traue mich nämlich nicht in Polen wild zu campen; wie streng dort das Verbot gehandhabt wird kann ich einfach nicht einschätzen. In Tschechien ist mir alles vertraut, da kann ich viel besser entscheiden, was geht und was nicht. Also versuche ich von der Grenze fernzubleiben; blöd nur dass der Wald steil ist im tschechischen Teil. Irgendwann finde ich dann ein Plätzchen, muss ja nicht schön sein, nur praktisch.

    Ich liege schon lange im Zelt, da werde ich durch Donnern und Getöse wach. Kurzer Schreck, dann die Erkenntnis: Es war nur ein in Panik geratenes Rudel Hirsche. Wieder kurze Pause, dann kriecht langsam die Frage hoch: Wovor waren die eigentlich in Panik? Ach ja, Isergebirge ist Wolfsgebiet. Mir fällt auf, dass ich mein Essen achtlos in die Ecke meines Zelts geballert habe. Mitten in der Nacht, in vollkommener Dunkelheit krabbel ich also mit Rotlichtlampe aus meiner schützenden Behausung, um zwanzig Meter weiter meinen Essens-Sack an einen Baum zu hängen. Bisschen gruselig ist das schon.
     
    Der nächste Morgen weckt mit Regen – egal, ich werde mein Zelt bald trocknen können: Um mich vor der Überquerung des Riesengebirges ein bisschen zu erholen, habe ich nur einen halben Tag geplant – und mich in einem schicken Wellness-Hotel in Harrachov eingemietet; jetzt im Frühling ist alles frei. Voller Vorfreude auf einen ganzen Nachmittag in der Sauna mache ich mich auf den Weg. Immer am Fluss Jizera entlang (besonders kreativ ist man in dieser Gegend mit den Namen der geographischen Besonderheiten ja nicht), ein romantischer Wasserfall kostet mich ungefähr eine Stunde. Ich baue ein Stativ aus Trekkingstöcken, EVA-Matte und einem Haargummi. Iphones sind wasserdicht, hoffe ich.

     

     
    Das kurze Stück Weg ist nett, nicht atemberaubend - aber ich finde endlich einen Mülleimer, indem ich meine liebgewonnene, aber inzwischen auch schon ziemlich eklige Multiuse-Pizza-Pappe nach drei Tagen wegwerfe! Ein bisschen länger, und ich hätte ihr einen Namen gegeben... Lebwohl!

     

     

     
     
    In Harrachov (ein Skiort, wie man ihn erwartet) genieße ich als einziger Gast den Wellnessbereich des Bellevue mit Panorama-Sauna auf den Sessellift. Ich hoffe, dass die Scheibe Sichtschutz hat, und winke zum Test fröhlich den hochgondelnden Touristen zu. Da keine Reaktion kommt, ist das Glas entweder wirklich undurchsichtig, oder die Tschechen haben ein sehr ausgeprägtes Schamgefühl.  
     

     
    Selbstverständlich hat man Bier aus der benachbarten Micro-Brauerei (mit dem obligatorischen Wortwitz, den die Tschechen so lieben), und ich esse das pompösest angerichtete (und tatsächlich auch sehr schmackhafte) Tatar meines Lebens. 


     
    An die örtliche Postbox des Paketdienstleisters hatte ich mir von zuhause ein Care-Paket schicken lassen - mit einer Packung Kaltwachs-Streifen und meiner alten Regenjacke, die ich jetzt doch lieber benutze als die zwischenzeitlich gekaufte Decathlon Raincut.
    In Harrachov hätte ich auch, nach über 400 km, zum dritten Mal die Möglichkeit vor Ort eine neue Gaskartusche zu kaufen. Brauche ich aber immer noch nicht.
    Also trinke ich Bier, betreibe Körperpflege, wasche meine Wäsche und erwarte den nächsten Tag mit Aufregung und Freude - dann gehts nämlich hoch ins Riesengebirge!

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