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Ultraleicht Trekking

Erste Ausrüstung


Wander_Hase

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OT: ist ja etwas OT hier die Diskussion über SMD und TT. Zu SMD kann ich nichts sagen, da nichts von denen selbst benutzt. Ich finde allerdings sie haben technisch interessante Entwürfe. Das Gatewood Cape habe ich nachgebaut. Die Erfahrungen mit den Sachen von TT sind bei mir positiv (SS 2 selbst besessen und Rainbow bei Wanderfreunden immer wieder im Einsatz gesehen), Sturm hatte ich jetzt nicht mit meinem Stratospire 2 aber durchaus ordentlich Wind und Kackwetter auf einer herbstlichen GTA Wanderung (Wallis - Mittelmeer). Wir waren bis 20. Oktober unterwegs... Ich schaue mir allerdings auch keine Nähte mit der Lupe an, auch die schiefen Nähte an meinen Selbstbau Sachen haben bisher niemals versagt. Christine aka @German Tourist
hat meines Wissens nach immer weitgehend Zelte von TT aus silnylon benutzt und immer wieder nachgekauft - das sind wahrscheinlich über 50k km mit TT Zelten, ich glaube das Rainbow - das ist schon eine große Treue... kenne niemanden der so viel mit HB o.ä. zelten unterwegs war .. Wenn ein dünner silnylon Zeltboden oder ein 25g/qm Mückennetz irgendwann mal etwas abbekommt und dann reißt oder undicht ist, dann ist das normal - wir haben es mit UL Ausrüstung zu tun, die ist für das Gewicht erstaunlich haltbar und für die meisten Touren tauglich, besteht aber eben nicht aus cordura x-tausend... Hilleberg war zumindest früher immer ne ganze Ecke schwerer als SMD und TT...

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vor 22 Stunden schrieb Jever:

und dann lohnt es sich nicht, hoch spezialisierte Ausrüstung für einen Sonderfall zu kaufen, die am Ende nur herum liegt.

Ich finde nicht, dass UL-Ausrüstung "hochspezialisierte Ausrüstung für einen Sonderfall" ist. Eine Entscheidung für UL-Ausrüstung ist vor allen Dingen eine Entscheidung dafür, möglichst wenig Gewicht tragen zu wollen und von der Art der Tour und für den gemeinen Trekker ist der Sörmandsleden sicherlich weniger der Sonder- als vielmehr der Normalfall. Anders wäre es, wenn die TO eine Grönlanddurchquerung vor sich hätte. Da sie sich aber nun mal für diese Tour entschieden hat, sind Grönlanddurchquerungen vermutlich auszuschließen - zumindest für die nahe Zukunft. Die Frage, ob sie Anfänger ist, erschließt sich ja schon aus dem Thread-Titel und dem Anfangspost. 

Zu Beginn mit zu schwerer Ausrüstung loszuziehen, birgt eben auch immer die Gefahr, den Eindruck "So eine Schinderei tu ich mir nicht mehr an" zu hinterlassen und dass man es dann ganz sein lässt. Dass UL-Ausrüstung immer teuer sein muss, ist meiner Meinung nach eine Mär. Man muss sich ja nicht gleich ein Cuben-Zelt einer Edelschmiede kaufen und viele, die leicht wandern, tun das auch nie. Mein Zelt-Einstieg in Sachen UL war z.B. das Golite Shangri-LA 1, das ich hier im Forum für, ich glaube, 60 EUR gebraucht gekauft habe. So eins war erst kürzlich wieder im Angebot: klick. Zeit, auf das richtige Angebot zu warten, hast Du jetzt natürlich keine mehr. Falls Du nicht ohnehin schon unterwegs bist, könntest Du es ja mal mit einer Such-Anzeige probieren. 

Deshalb: Ein gesunder Mix aus "Vorhandenes nutzen" und "Anschaffungen möglichst günstig" (z.B. auch gebraucht) scheint mir bei der ersten Ausrüstung die beste Wahl zu sein. @mochilero hat hier aus meiner Sicht viele gute Gedanken beigesteuert. Wenn es dann doch nicht das richtige Hobby war, hat man nicht viel Geld in den Sand gesetzt. Andernfalls kann man sich immer noch später das Cuben-Teil kaufen - oder sich die passende Ausrüstung für die Grönlanddurchquerung zulegen. :)

Bearbeitet von Roiber
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vor 15 Stunden schrieb Roiber:

Ich finde nicht, dass UL-Ausrüstung "hochspezialisierte Ausrüstung für einen Sonderfall" ist. Eine Entscheidung für UL-Ausrüstung ist vor allen Dingen eine Entscheidung dafür, möglichst wenig Gewicht tragen zu wollen

Das ist Quark.

Kaum jemand will wirklich viel schleppen, aber für unterschiedliche Spielarten von Outdoor gibt es unterschiedliche Ausrüstung. Mit einem luftig leichten Tarp kannst du z.B. problemlos in Deutschland unterwegs sein, aber in Skandinavien oder den Alpen machst du damit bei "passenden" Umständen keinen Stich. Viel Spass z.B., mit so etwas im Fjäll bei der Mückenhochsaison unterwegs zu sein, oder in den Alpen weit oben exponiert den Lagerplatz aufschlagen zu wollen.

Es wäre ja besonders hübsch, wenn "UL" die Antwort auf alle Ausrüstungsfragen wäre, und man müsse nur aufs Gewicht, aber nicht auf die Tourenart schauen, und alles ist in Butter und die Ausrüstung passend und man bräuchte nur einen Satz an Ausrüstung, und der passt dann für alles.

 

 

Daher zurück an den TO: wohin soll die Reise gehen?

 

 

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vor 41 Minuten schrieb Jever:

Daher zurück an den TO: wohin soll die Reise gehen?

OT: Steht doch am Anfang des Fadens - ich kann jedenfalls nicht erkennen dass die TO demnächst eine Himalaya Expedition plant... Für die allermeisten Fälle (Fernwanderwege wie HRP, kungsleden, GTA, gr5 etc pp)was beim UL Wandern so gemacht wird reichen trailrunner und ein UL Zelt - macht doch keinen Sinn über Bergsteigen zu diskutieren...

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vor 4 Stunden schrieb Jever:

Es wäre ja besonders hübsch, wenn "UL" die Antwort auf alle Ausrüstungsfragen wäre

Ist sie, ich zitiere mal den Rroten Faden 

Nützlich, robust, zuverlässig, kompakt und natürlich leicht

Zitat

So sollte deine Ausrüstung sein

 

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Am 6.8.2022 um 13:09 schrieb zopiclon:

Ist sie, ich zitiere mal den Rroten Faden 

Nützlich, robust, zuverlässig, kompakt und natürlich leicht

 

 

bei der Antwort komme ich mir vor wie in MIB, bei der Bewerbung. "Warum sind wir hier?" "weil wir die Besten der Besten der Besten sind". Obige Aussage schlägt in die gleiche Kerbe.

Ultraleicht ist lediglich eine Spielart eines Hobbies, sei es beim Fliegen (Ultraleichtflieger) oder eben Wandern. Aber je nachdem, was man so unter einer Wanderung versteht und und wo und wann man dem Hobby Wandern nachgeht, ist die Idealausrüstung unterschiedlich. Wenn ich jetzt also einem Fragenden stumpf das Hualight-Ultrasensible-Luftikus Tarp (nur 100g, kostet aber 500 Euro, weil Ultraleichtausrüstung viel mit Unterwäsche für Frauen gemeinsam hat - je weniger dran, desto mehr sexy aber auch umso teurer) andrehe, dieser aber leider eigentlich vor allem Touren in Schottland vor hat, wo es gerne luftig regnerisch zu geht, dann sind das rausgeworfenen 500 Euro. 

Gleiches gilt, wenn jemand gerade einmal in den Bereich Outdoor reinschnuppert, nach einer Tour aber erkennt: "mei, das ist gar nicht so das, was mir eigentlich gefällt", und von Schottland auf Süditalien umschwenkt. Dann ist eine leichte Trutzburg für nordisches Mistwetter auch fehl am Platz und eventuell 500 Euro für ein sturmsicheres Zelt verschwendet.

 

Strich drunter: erst genau nachhaken, ob die fragende Person weiss, was sie will und ob das Zielgebiet auch dauerhaft auf dem Radar ist, und erst dann würde ich zumindest Material aus der oberen Preisklasse vorschlagen.

Du kannst dich diesbezüglich noch mit meinem ersten Zelt, einem Tunnelzelt, unterhalten. Gekauft, weil ein Kollege es hatte und es auf der ersten Tour in .de sinnvoll war, am Ende dann aber schnell durch ein Kuppelzelt ersetzt und am Ende verschenkt, weil es für die Alpen unpraktisch ist, da es zu viel Platz benötigt und nicht wirklich windstabil ist, sofern der Wind quer dazu kommt.

 

 

 

 

 

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Am 3.8.2022 um 18:37 schrieb Wander_Hase:

 

Geplant ist zuerst einmal eine ca. dreiwöchige Tour auf dem Sörmlandsleden in Schweden (bei Stockholm) ab Anfang August diesen Jahres. Auch wenn es dort ja schenbar viele Shelter gibt will ich aber sicherheitshalber ein Zelt dabei haben.

 

 

Ich bin mit meinen 1.65cm und 48kg (w) relativ klein und zierlich, brauche daher nicht übertrieben viel Platz, muss aber leider um so mehr darauf achten was ich mit mir herumschleppe. Leider ist mein Budget als Studentin etwas begrenzt, wodurch ich versuchen muss möglichst kostengünstig Gewicht einzusparen. Bisher habe ich auch noch keine Erfahrung mit Trekkingtouren mit Zelt und war bisher nur auf Hüttentouren und daher mit weniger Gepäck.

[...]

Vor allem geht es erst einmal um die Anschaffung von einem Zelt, aber auch einem Rucksack und einer Isomatte. 

Bei den Zelten habe ich bisher folgendes in Betracht gezogen: (max. 400€)

- das SMD Lunar Solo (klingt für mich bisher ganz gut - was wären da außer dem Kondens mögliche Nachteile)

- gerade habe ich auch ein relativ kostengünstiges Angebot von einem gebrauchten Tarpent Rainbow gesehen (zu schwer?)

- das Lanshan taucht ja auch immer wieder auf, jedoch ist mir der Import aus China irgendwie nicht ganz geheuer...

Habt ihr noch andere Vorschläge?

Isomatte:

Hier schwanke ich zwischen einer Nemo Tensor Insulated und einer Therm-a-Rest NeoAir XLite. Ansonsten habe ich auch noch eine Faltmatte (Z-Lite) aheim, habe aber Angst, dass mir das nicht an Isolation reicht.

 

Zelt: Lanshan 1. reicht völlig, ist qualitativ hochwertig (ich hab eins) und kostet die Hälfte des SMD Lunar

Isomatte: Z-lite als Bodenschutz und Grundisolation, und oben drauf eine TAR Prolite 3 oder 4 in short oder XS. Damit liegt sich schon sehr komfortabel, es ist definitiv warm genug (auch mit Z-Lite alleine), und schon sind wieder 100 Euro gegenüber der Neoair gespart.

Schlafsack: wenn der passt, würde ich keinen extra kaufen, denn die sind nicht unbedingt preiswert.

Rucksack: kommt ganz darauf an, wieviele extra Klamotten und wieviel Lebensmittel getragen werden sollen. und danach würde ich mal nachsehen, was das Ganze so grob wiegt und danach den Rucksack raus picken.

 

 

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Rucksack: meine Frau spielt abmessungstechnisch in der gleichen Liga, und da muss dann auf längeren Touren auch immer ein Kompromiss zwischen Rucksackvolumen, dem Rucksackgewicht (was einen Einfluss darauf hat, mit wieviel man solch ein Teil beladen kann) und dem, was am Ende rein kommt geschlossen werden. Sie hat einen Millet Prolighter 27, und ich nutze je nach Tour einen Prolighet 38+10 oder 60+20. Die Prolighter haben ein ziemlich gutes Lastensystem, was man bei dem Eigengewicht nicht vermuten sollte, und wenn notwendig, kann man da recht ordentlich was rein laden.

Mit Hinblick auf die Tourenlänge und dem Budget wäre eventuell der Prolighter 30+10 ganz passend (abgesehen davon, dass man in Schweden im Sommer keine Eisgeräte rum tragen muss). Dafür kostet er noch halbwegs wenig, geht nicht gleich kaputt und grob geschätzt 15kg sollten damit notfalls noch tragbar sein, ohne dass das Tragesystem zusammen klappt.

 

 

 

 

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