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Ultraleicht Trekking
Christian Wagner

Piton - ein kleines Pyramidenzelt aus 4 lfm Stoff

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Mit dem Torwald wurde eine Methode gefunden eine nach drei Seiten geschlossene Behausung aus drei Laufmetern Stoff ohne Verschnitt zu kreieren. Beim Torwald mit Tor fand sich eine Möglichkeit eine nach allen Seiten geschlossene Behausung aus 3,5 Metern Stoff zu erhalten. Dazu noch ohne anfällige Reißverschlüsse.

Das Torwald ist ein fünfeckiges Pyramidentarp. Ich wollte jetzt aber Mal eine kleine viereckige Pyramide bauen. Viereckige Pyramiden sind einfacher und schneller aufzustellen. Einfach vier Heringe in den Boden, Stange rein, fertig. Diese Simplizität wollte ich mal ausprobieren. Die Pyramide sollte, wie auch das Torwald, mit möglichst wenig Verschnitt auskommen. Und so wurde für die Zeltbahn an sich lediglich vier Laufmeter Stoff verbraucht.

piton.jpg.b9630a23211784b69a189a26d88e2127.jpg

Bevor ich mich hier jetzt lange wiederhole, verlinke ich einfach mal die Bauanleitung:

http://www.flusslinie.de/piton.html

Für Fragen, Kritik  und Anregungen bitte melden.

Schönen Tag noch, Christian

 

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Vielen dank für die Blumen:)!

Zum Stoffsteg: Im Prinzip kannst du den stehen lassen, allerdings ist der Stoffsteg dann schräg zur Webrichtung, kann also so gut wie keine Last aufnehmen. Das ist ja sowieso die "Achillesferse" dieser Art des Zeltzuschnitts. Falls man also die Gelegenheit hat wenigstens einen kleinen Teil der Kante mit einem Stückchen Steg in Webrichtung zu versteifen, so sollte man das IMHO tun. Ich habe übrigens den Steg, anders als auf der Zeichnung, auf die Innenseite genäht, so fällt er kaum auf.

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Hallo Christian,

ich bin begeistert von deinem Piton. Da ich gerade auf der Suche nach einem leichten MYOG Tarptent für zwei bin, welches ich mit zum Gleitschirmfliegen nehmen kann. Zusätzlich sollte das Nähen nicht zu schwierig werden, was bei Deinem Ansatz machbar aussieht. Ich habe keine Erfahrung mit MYOG Zelten, darum eine Theoretische Frage:

Spricht etwas dagegen in der Mitte eine 40cm Stoffbahn einzunähen, dass die Pyramide sozusagen zwei Spitzen hat und man damit zwei Teckingstöcke verwendet?

Schöne Grüße

Marko

 

 

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Am 15.12.2019 um 22:03 schrieb Christian Wagner:

Für Fragen, Kritik  und Anregungen bitte melden.

Sehr cooler, simpler Schnitt!

Der einzige Kritikpunkt wäre der Stretch in der Diagonalen der Konstruktion.
(Ich war mal so frech Dein Bild zu borgeln ;))

Bildschirmfoto-2020-01-13-um-18_26.thumb.jpg.9f7e484ca1366017065e57ae71f20ab5.jpg

Bei meinem Trapezo-mid habe ich ja die gleichen "Probleme" mit der Dehnung des Materials. Je nachdem was ich verwende, ist dieser Bereich mal mehr, mal weniger schlimm.

Ich habe einmal bei einem Salino die Firstnaht mit Diagonalen zusammen genäht. (Man sieht hier sehr schön die Falten in stretch-Richtung!)
_DSC3452.thumb.jpg.b4d0a0656fc38430eea8eda74f1e19da.jpg

Der Aufbau im Wind war erschreckend instabil. Das ganze Zelt wabbelte nur so vor sich hin und war nicht stramm abzuspannen.

Wie sind die Erfahrungen mit Deiner Konstruktion bei strammen Wind?

LG. -wilbo-

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vor 1 Stunde schrieb wilbo:

Sehr cooler, simpler Schnitt!

Danke, Danke :grin:!

vor 1 Stunde schrieb wilbo:

Der einzige Kritikpunkt wäre der Stretch in der Diagonalen der Konstruktion.
(Ich war mal so frech Dein Bild zu borgeln ;))

Kein Problem mit dem "borgeln".

So richtig Erfahrung habe ich noch nicht damit. Gerade als die Bilder entstanden sind hat es aber ordentlich gepustet, einige Beobachtungen konnte ich also schon machen:

Der Wind kam von schräg, aber eher auf die Breitseite. Ich hatte nur die vier Eckheringe benutzt. Das Gestänge war, wie auf den anderen Fotos ein wenig zu erkennen, zwei Trekkingstöcke zum  A- Frame aufgestellt mit improvisiertem Verbinder oben. Wegen der Breite verbietet sich eigentlich der Aufbau mit einer Stange- da ist dann eigentlich bei 1,2m Zeltbreite kein Platz mehr wenn man noch liegen will. Stellt man den Stock schräg dann wird das ganze sehr instabil. Auch sonst ist der Aufbau mit einem Stock viel wackeliger, außer man spannt die Mitte der langen Seiten auch noch ab. Man kann somit nur das A- frame empfehlen. Damit ist in Querrichtung schon mal komplett Ruhe im Karton.

In Längsrichtung wurde die Kraft ganz gut von der mittigen Naht auf der Schmalseite aufgenommen. Die, ich nenne sie mal "Torwaldkeile" am unteren Ende der Schmalseite, nehmen die Kräfte ganz gut auf und leiten sie erstaunlich gut zu den Ecken. Da wurde eigentlich in der Mitte nix wesentlich eingedellt. Das ist gar nicht so doof, denn genau da ist ja auch dein Kopf bzw. die Füße. Zur Not macht man noch kleine Abspannschlaufen in die Mitte der Schmalseite, ggf. ca 30 cm weiter oben, dann hat man gleich ein Paar "Lifter".

An den "Ecken" war jeweils schon eine Einbeulung durch den Wind zu bemerken. Aber das jetzt die Zeltspitze da groß "gewobbelt" hat wie du geschrieben hat ist mir nicht aufgefallen. Die Mittelnaht hat das, wie schon gesagt, ganz gut aufgefangen. Bei Sturm kann das Einbeulen der Ecken ggf. schon mal nerven, aber man muss mal gucken wie praxisrelevant das dann ist.

 

vor 2 Stunden schrieb du!:

Zusätzlich sollte das Nähen nicht zu schwierig werden, was bei Deinem Ansatz machbar aussieht.

Genau das ist eigentlich das Ziel der letzten Entwürfe (Torwald, Torwald mit Tor und Piton)! Simple Zuschnitte, kaum bis kein Verschnitt, simpel zu Nähen, tolles Ergebnis. Alle Entwürfe habe ich in jeweils einem Tag zusammengekloppt.

vor 2 Stunden schrieb du!:

Spricht etwas dagegen in der Mitte eine 40cm Stoffbahn einzunähen, dass die Pyramide sozusagen zwei Spitzen hat und man damit zwei Teckingstöcke verwendet?

Prima Idee! Boah, das erinnert dann gleich Mal sehr an das Dirigo von HMG.

Auch beim Original- Piton sollten, wie oben schon geschrieben, zwei Trekkingstöcke zum Aufbau benutzt werden. Die Stöcke können ja nicht einfach senkrecht nach unten gehen, irgendwo will man ja auch noch liegen, außerdem ist die Stabilität in Querrichtung dann sehr mau. Beim Dirigonachbau müsste dann also noch eine Konstruktion gefunden werden wie man oben die beiden Stöcke winkelstabil verbindet. Da hat wohl auch das Original- Dirigo Probleme. So ein langezogenes, umgekehrtes U aus Alurohr oder so könnte klappen. Die Stöcke würden dann schräg, an der Mittelnaht der Längsseiten nach unten verlaufen und wären dann mit einem 40 cm Teil verbunden. An den Abmessungen ist im Prinzip ja auch noch etwas herumschraubbar. Arg viel breiter können die Pitonhälfte aber nicht werden, sonst werden die "Torwaldkeile" zu breit und stehlen zu viel Gesamtlänge. Ich spiele da gerne mit Modellen aus Karopapier und Tesafilm im Maßstab 1:20.

Nochmal: Tolle Idee!!!!! Würde mich sehr freuen wenn du es ausprobierst und dann berichtest.

LG, Christian

bearbeitet von Christian Wagner
Ergänzungen, Grammatik, Typo

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