Ich glaube hier schreibt gar niemand mehr der SUL/XUL tatsächlich hart und konsequent praktiziert... (außer @Capere vielleicht)
Hauptsächlich weglassen. So war es bei mir auch. Kein Kocher, keine Isojacke, keine lange Hose, nur Shorts und Windhose, Ponchotarp als Shelter und Regenzeug usw. usf. Und dann reicht eben der 20-25l Silnylon-Rucksack mit 250g um die ca. 3 kg zu tragen. Ich finde es schon extrem reizvoll lange Wandertage mit so wenig Gepäck wie möglich zu laufen - vieles hätten wir wahrscheinlich nicht machen können mit regulärem 15kg Wandergepäck, weil wir gar nicht fit genug waren. Andererseits machen das meine Füße heute nicht mehr mit, sodass sich das alles bei mir etwas geändert hat und ich inzwischen wieder (ein wenig) mehr Wert auf Komfort am Abend lege.
Genau. Es geht dabei ja gar nicht darum, für jede Bergtour und jede Jahreszeit perfekt ausgerüstet zu sein. Und ein wenig die Grenzen austesten gehörte bei mir auch dazu - die habe ich schnell erreicht, weil ich einfach viel zu leicht friere , deshalb habe ich sehr wenige kurze Wanderungen vorzuweisen mit extrem geringem BW...
Edit: (S)(X)(Whatever) UL bzw. das BW ist für mich niemals Selbstzweck gewesen - ob ich damit irgendeine willkürliche Grenze überschreite oder nicht war sekundär. Es ist Mittel zum Zweck und zwar um die eigenen Möglichkeiten auszuweiten respektive Touren zu machen, die sonst nicht drin gewesen wären. Ich kann durch einen Unfall bedingt wegen meiner Gelenke nicht mehr so viel tragen wie früher - so kam ich überhaupt erst zu UL...
Damals hatte ich gar nicht die Kohle um dafür spezielle Ausrüstung zu kaufen. Weglassen, leichte Standardausrüstung und ein wenig MYOG (Tarp, Rucksack, Quilt). Das knappe Geld habe ich als Student damals lieber in Reisezeit investiert...