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wechsel-wild
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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 09.10.2026 in allen Bereichen
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3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
Gibbon und 2 andere reagierte auf khyal für Beitrag im Thema
3 PunkteSchön auch Tourenbeschreibungen aus der Nähe zu haben, ich mußte ja erstmal lange Zeit in GR, Kanaren, Marokko, GB usw wandern, bis ich mitbekam, daß ich mit Eifelsteig, SHS, Eifel generell usw geile Wandergebiete "direkt" vor der Tür habe. Häufig wandere ich auch freestyle, aber eher jeweils abends im Zelt mit Papierkarte entschieden, wo es am nächsten Tag hergehen soll.3 Punkte -
227g - Das DCF Zelt, dass das Plex Solo hätte sein können...
227g - Das DCF Zelt, dass das Plex Solo hätte sein können...
mtb_squirrel und 2 andere reagierte auf Felix48 für Beitrag im Thema
3 PunkteServus Capere, ich habe Dich auch reddit angeschrieben die Tage Vielen Dank für deine tolle Arbeit und teilen der Dateien. Mit FreeCAD und MCP Addon konnte ich mal in einer Feierabendsession deine Originaldatei etwas auf meine wünsche Anpassen. Ich bin 180 Groß und würde gerne auf einer regular wide schlagen mit Kopfkissen. Dann wird von Haus aus alles etwas größer und leider auch schwerer... ich hab mal ein PDF erstellen lassen wo claude zumindest behauptet das ich ca. bei 283g rauskommen würde (keine Ahnung wie plausibel das ist). Anbei noch ein paar Bilder ohne Garantie auch Richtigkeit oder sonst was das war nur mal eine Spielerei an einem freien Abend. Vielen Dank nochmal für deine Pionierarbeit... falls daraus jemals was werden sollte gibts echte Bilder und die natürlich die Spende v1tent_V3_Zeichnungen.pdf3 Punkte -
Kurioses am Wegesrand
Kurioses am Wegesrand
Cullin und ein anderer reagierte auf wechsel-wild für Beitrag im Thema
2 PunkteBeschrankter Bahnübergang auf der Via Scandinavica bei Fredeburg. Irgendwas stimmte mit den Schranken nicht 🤔2 Punkte -
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
wechsel-wild reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
1 PunktEinleitung: Im Sommer war ich mit der Familie in Fort Fun, einem Vergnügungspark im tiefsten Sauerland. Vom Riesenrad aus hat man einen wunderschönen Blick auf die umgebenden Hügel und Berge, da dacht ich mir, hier will ich wandern gehen. Da es keinen existierenden Wanderweg gab, der alle meine gewünschten Ziele ansteuert, hab ich letztendlich Freestyle mit Garmin Base Camp selber eine Route erstellt. Bei den Höhenmetern dachte ich mir, ganz gemäß dem Motto unser Altkanzlerin Merkel, „Wir schaffen das“, gehst halt ein paar Kilometer weniger in der Weite. Das sollte ich noch bereuen... Jetzt Mitte September war es dann soweit, Überstunden abbauen und los gings von Donnerstag bis Samstag auf eine Drei-Tages-Tour durch das wilde Sauerland. Gesamte Tour: ca. 63.5 km bergauf: 2500m bergab: 2500m Tag 1: Wanderparkplatz Holthausen – Skulpturenpark Waldemai – Sorpetal – Großes Bildchen – Himmelskrone -Bergsee - Siedlinghausen Netto – Trekkingplattform Siedlinghausen Distanz: ca. 22 km bergauf: 900m bergab: 700m Empfehlung: Teilweise – Das Sorpetal mit dem Skulpturenpark ist schön, der Weg nach Siedliengshausen danach war nichts besonderes. Der Trekkingplatz Siedlinghausen ist eine klare Empfehlung! Tag 2: Trekkingplattform Siedlinghausen – Brunskappel – Birkegge – Ohlenberg – Plästerlegge/Wasserfall – Campingplatz Valmetal Distanz: ca. 22 km bergauf: 900m bergab: 1200m Empfehlung: Nein, mit Ausnahme des Campingplatz Valmetal. Der Weg auf den Ohlenberg geht zum größten Teil nur über breite geschotterte Waldege unter Windrädern lang. Der Gipfel ist nett, entschädigt jedoch nicht für den harten Anstieg. Der Wasserfall Plästerlegge ist schön, der Weg dahin nicht. Beide Daumen hoch für den Campingplatz Valmetal. Tag 3: Campingplatz Valmetal – Trekkingplatz Sauerland – Brabecke – Bödefeld – Kreuzweg - Kreuzweg Kapelle - Nasse Wiese – Hunau (818m) – Skigebiet Hunau – Holthausen - Wanderparkplatz Holthausen Distanz: ca. 19.5 km bergauf: 700m bergab: 600m Empfehlung: Ja! Bödefeld ist ganz hübsch, der Weg über den Kreuzweg, die Kapelle zur Hunau und dem Skigebiet sind meiner Meinung nach lohnenswert. Tag 1 Anfahrt mit dem Auto zum Wanderparkplatz Holthausen. Das Wetter war besser als erwartet, blauer Himmel mit Wolken und Sonne, jedoch nicht zu warm. Schon die Anfahrt durchs Sauerland machte Lust auf die Tour. Der Wanderparkplatz ist mit Karten-Tafel, Tischen und sogar einem Mülleimer ausgestattet, was will man mehr. Also Schuhe gewechselt, Rucksack auf und los Richtung Sorpetal. Die Maria in diesem Bildstock hat irgendwie einen beunruhigenden Gesichtsausdruck. Auf dem ersten Berg dann ein unerwartetes Hindernis. Ein geschlossenes Tor mit Zaun soweit das Auge reicht. Konnte man zum Glück einfach selber öffnen und hindurch, die Aufklärung gab es etwas später: Die Schweinepest. Welche Seite jetzt „drin“ bzw. „draußen“ war, konnte ich nicht feststellen. Jedoch nehmen die Sauerländer es sehr Ernst mit der Schweinepest, der Wald ist Kilometerlang eingezäunt. Oben auf dem Berg dann der erste Blick ins Sorpetal und den Skulpturenpark Waldemai. Ich freue mich schon auf diesen Abschnitt. Als ich noch jung war, sind wir hier öfters durchgefahren um Diskotheken bzw. Konzerte zu besuchen. Wenn man im Dunkeln von Schmallenberg ins Sorpetal abbog, hatte man immer das Gefühl, man verlässt die Zivilisation. Der Skulpturenpark ragte dann immer als großes, gut beleuchtetes Anwesen aus der Dunkelheit hervor, ich habe es damals immer das „James-Bond-Anwesen“ genannt, weil es der perfekte Wohnsitz für einen der Bond-Bösewichte gewesen wäre. Unten im Tal vor dem Skulpturenpark dann ein kleiner Dämpfer. Der Park ist aus Altersgründen geschlossen, der Weg durch den Park ist nur noch für Wanderer offen (zum Glück bin ich einer). Über Kunst kann man streiten und es muss nicht jedem alles Gefallen. Jedoch sieht man an dem Skulpturenpark deutlich, das dieser Park das gesamte Lebenswerk eines Künstlers ist. In diesem Sinne ist dies ein besonderer Ort. Blick ins SorpetalSkulpturenpark Waldemai1 Punkt -
GR5 – Grande Traversée des Alpes | Erfahrungen, Vorbereitung und hilfreiche Tipps
GR5 – Grande Traversée des Alpes | Erfahrungen, Vorbereitung und hilfreiche Tipps
waldhummel reagierte auf Eselflüstern für Beitrag im Thema
1 PunktEinführung In diesem Bericht fassen wir Erfahrungen zusammen, die wir während unserer diesjährigen Wanderung auf dem GR5/GTA gesammelt haben und stellen nützliche Informationen bereit, die bei der Planung einer ähnlichen Tour unterstützen können. Mit „wir“ meinen wir uns, zwei Wandersmenschen aus Aachen, die im Sommer 2026 auf dem GR5, auch als „Grande Traversée des Alpes“ (kurz GTA) bezeichnet, vom Genfer See nach Menton gewandert sind. Unser Anspruch ist es, euch die Informationen möglichst kompakt und übersichtlich aufzubereiten. Ob uns das gelungen ist…das dürft ihr am Ende bewerten. Aber seid gnädig, es ist unser erster Beitrag im Forum 😀 Nach einer kurzen Aufführung der Key-Facts unserer Reise schreiben wir über die Vorbereitung, den genutzten Wanderführer, die Navigation, die erlebte Flora und Fauna, das Wetter, unsere Ausrüstung, Unterkünfte, über die Verpflegung auf Tour und abschließend noch kurz über ein paar Sicherheitsaspekte. Ach ja, zwischendurch gibt es natürlich auch ein paar Fotoimpressionen 😊 Genug Vorgeplänkel, jetzt rein in die Wanderschuhe und los geht’s! Unsere Reise Die Idee, den GR5 in den französischen Alpen zu wandern, verfolgt uns schon längere Zeit, die Entscheidung, dieses Abenteuer im Sommer 2026 zu beschreiten treffen wir im Frühjahr und beginnen somit einige Monate vorher mit der Vorbereitung. Dazu mehr im entsprechenden Kapitel. Jetzt schreiben wir diesen Erfahrungsbericht im September rund einen Monat nach der Rückkehr vom Mittelmeer. Hier einige Randdaten zu unserer Tour: Start: St. Gingolph (Anreise per Bahn über Lausanne und St-Maurice) Ziel: Menton (Abreise per Bahn über Ventimiglia und Mailand) Hauptroute: GR5/GTA (im Folgenden GTA genannt) Abweichungen von der Hauptroute: Höher gelegene offizielle Alternativroute am Mont Blanc GR55 von Val Claret bis Modane GR52 von Saint-Dalmas-Valdeblore bis Menton Zurückgelegte Strecke: ca. 590 km Gesamter Anstieg: ca. 34.700 hm Unterkünfte: Zelt (Wildcamping, Campingplatz und Biwakplatz) Wanderzeitraum: 22.07.2026 Nachmittag – 17.08.2026 Vormittag (26 Wandertage, keine Pausentage) Jetzt noch ein paar kurze Infos zu uns. Wir sind 25 und 29 Jahre alt, haben ein solides Fitnesslevel und ein bisschen Bergerfahrung (1. Person: zwei kleinere Hüttentouren von 3-5 Tagen und 2. Person: mehrere kleine Hüttentouren und ein anderer Fernwanderweg - GR11, Pyrenäen im Juni 2023). Wir würden uns demnach niemals als Bergprofis oder Ähnliches bezeichnen. Wir waren halt einfach schon mal in den Bergen unterwegs. Mit dem Schlafen im Zelt waren wir beide schon aus früheren Touren vertraut. Insgesamt ist der GTA ein toller Fernwanderweg durch die französischen Alpen. Die Wege sind gut ausgebaut bzw. ausgetreten, angenehm zu laufen und es gibt wenig anspruchsvolle Stellen. Trotzdem verliert man nicht das Gefühl, im Gebirge unterwegs zu sein und kann an jeder Ecke Blicke auf wunderschöne Landschaft erhaschen, Tiere beobachten und die Pflanzenvielfalt bestaunen. Das Besondere an so einem Fernwanderweg sind ja auch die Veränderungen im Landschaftsbild und in Flora und Fauna, die sich über die vielen Kilometer ergeben. Ein kurzer Hinweis noch: Auf dem GTA bewegt man sich nicht über mehrere Wochen mehr oder weniger allein durch unberührte Natur, die Alpen sind in Frankreich sehr gut erschlossen. Der Weg führt durch beliebte Urlaubsgebiete, bekannte Nationalparks, passiert zahlreiche Ortschaften, kleine und mittelgroße Städte und quert (im Sommer) verwaiste Skigebiete. Auf den ersten beiden Dritteln des GTA, insbesondere rund um den Mont Blanc, ist recht viel los und man teilt sich die Wege mit Tagesausflügler*innen, Hüttentourmenschen und geführten Wandergruppen. Das erwähnen wir nicht, um den GTA unschmackhaft zu machen, sondern um euch eine realistische Vorstellung zu geben. Im Vergleich zum GR11 in den Pyrenäen war auf dem GTA deutlich mehr los. Dazu muss man aber auch bedenken, dass unsere Wanderzeit auf dem GTA in der absoluten Hochsaison lag. Nichtsdestotrotz bot uns der GTA an allen Tagen auch ruhigere Stunden, in weniger frequentierten Abschnitten, auch Tage mit nur sehr wenigen Menschenbegegnungen und zahlreiche einsame Nächte in den Bergen. Insbesondere in den weniger gut angebundenen höheren Gebieten, bei nicht so gutem Wetter und morgens und abends war es meist ruhig. Vorbereitung Manchmal aufwendig und nervig, aber ein bisschen Vorbereitung sollte vor einer solch großen Tour erfolgen. Und fangt nicht zu spät damit an, sondern nehmt euch Zeit. Wir haben unsere Reise über mindestens 4 Monate geplant. Angefangen mit der Festlegung des Reisezeitraums, über das Buchen von Zugtickets bis zur finalen Auswahl unserer Ausrüstung, worauf wir später noch genauer zu sprechen kommen. Der Wahl des Reisezeitraums kommt bei der Buchung der Tickets natürlich eine besondere Bedeutung zu. Aber woher soll man vor der Tour wissen, wie lange man braucht? Wir haben uns durch verschiedene Blogs gelesen und herauskristallisiert hat sich eine Wanderdauer von ca. 25-35 Tagen. Da wir vermuteten, dass wir durchschnittlich schnelle Wandersmenschen sind, sind wir von einer Wanderzeit von ca. 30 Tagen ausgegangen. Wir wollten noch mindestens 2-3 Tage am Mittelmeer verbringen, haben uns einen kleinen Puffer von ebenfalls 2-3 Tagen für Pausentage, Krankheit oder sonstige ungeplante Zwischenstopps eingeplant und somit die Rückreise für den 25.08.2026 angesetzt. So hatten wir insgesamt 35 Tage Zeit. Tatsächlich haben wir keine Pausentage gemacht, haben uns nicht ernsthaft verletzt, sind nicht krank geworden und haben 26 Wandertage benötigt. An den meisten Tagen sind wir zwischen 9-11 Stunden unterwegs gewesen, inklusive 1,5-3 Stunden Pause für Frühstück, Mittagessen, Einkauf oder auch einfach mal zum Verschnaufen und Ausblick genießen. Außerdem ist für die Festsetzung der Reisedauer gut zu wissen, dass die Route einige Möglichkeiten der Abkürzung oder Verlängerung bietet. Wer z.B. nach Nizza (GR5) und nicht nach Menton (GR52) geht, spart gut 2-3 Tage ein oder rund um den Vanoise Nationalpark gibt es den GR55 (höher und kürzer) oder den GR5E (flacher und länger) als Alternativen, die ebenfalls 1-2 Tage abkürzen können. Wenn nun also ein paar Tage Krankheit dazwischenkommen, kann einfach spontan eine kürzere Route genutzt werden oder auch ein kurzer Bustransfer sinnvoll sein. Wer nicht mal schnell einen Monat frei machen kann oder möchte, kann den GTA auch in Teilen laufen. Wir haben ein bisschen diskutieren müssen, weil der Weg wirklich viele schöne Abschnitte hat, aber wenn wir jetzt nur eine Woche Zeit gehabt hätte, wären wir das Teilstück zwischen Landry und Briancon durch den Vanoise Nationalpark auf dem GR5 und GR55 gelaufen. Vielleicht noch zwei Hinweise für die Anreise nach St. Gingolph und die Abreise aus Nizza bzw. Menton. Wir haben, weil der Weg ja am GENFER See startet, den dummen Fehler gemacht und auch unsere Zugtickets bis nach Genf gebucht. Wenn ihr von St. Gingolph starten wollt, dann bucht auch eure Tickets auf jeden Fall direkt bis dorthin. Der Zug fährt dann nämlich auf der Ostseite des Sees entlang. Genf liegt an der Westseite. Die Abreise vom Mittelmeer kann insbesondere zur Hauptsaison schnell zu einer teuren Angelegenheit werden, wenn nicht 4-6 Monate im Voraus gebucht wird. Wir sind mehr durch Zufall auf eine sehr komfortable und recht günstige Verbindung gestoßen, die wir 4 Monate vor Fahrdatum gebucht haben. Und zwar fährt diese nicht durch Frankreich, sondern durch Italien. Von Nizza bzw. Menton kann mit einem Regionalzug entspannt nach Ventimiglia (Italien) gefahren werden. Von dort über Genua nach Mailand. Aus Mailand gibt es einen Eurocity nach Frankfurt und schon seid ihr innerhalb eines halben Tages mitten in Deutschland. Weitere Sinnvolle ToDos für die Vorbereitung nun stichpunktartig: Ausrüstung zusammenstellen/kaufen/ausleihen und testen (siehe Kapitel) Je nach Fitnessstatus etwas trainieren (haben wir allerdings kaum gemacht) Navigation planen und Offline-Karten beschaffen (siehe Kapitel) Wanderführer beschaffen oder über Lebensmittelläden/Unterkünfte/ Wasserstellen/Höhenprofil informieren (siehe Kapitel und pdf-Anhang) An- und Abreise planen Wanderführer Für eine Fernwanderung kann es sich lohnen, sich einen Wanderführer zuzulegen. Weniger für die Beschreibung des Weges oder der Landschaft, sondern insbesondere für Informationen über Schlaf- und Einkaufsmöglichkeiten, Wasserbrunnen oder Besonderheiten bei den Campingregeln. So muss man nicht im Vorhinein alles akribisch recherchiert und notiert haben, sondern kann einfach immer die Wegbeschreibungen der nächsten Tage lesen und dementsprechend planen. So ist es beim Einkaufen z.B. überaus praktisch zu wissen, wann man das nächste Mal wieder einkaufen kann, um nicht zu viel und nicht zu wenig mitschleppen. Auch wenn man beim Trinkwasser im Sommer wirklich nicht sparen sollte, kann sich auch hier lohnen, die Wassermenge zu beschränken, wenn in nächster Zeit noch weitere Wasserstellen kommen. Für die Tour auf dem GR11 vor drei Jahren ist der entsprechende Wanderführer vom Cicerone Verlag zum Einsatz gekommen und waren damit sehr zufrieden. Jetzt haben wir wieder den Wanderführer dieses Verlags gekauft, in der Hoffnung auf ähnlich sinnvolle Informationen. Leider stellte sich der Wanderführer zum GTA „GR5 Trail“, erschienen 2025, eher als Wanderführer für Menschen ohne Zelt heraus. Es wurde zwar auf die meisten Biwakplätze und offiziellen Campingplätze hingewiesen, aber ein Großteil der Wasserstellen und mögliche Orte fürs Wildcampen wurden nicht beschrieben. Die Wegbeschreibungen waren dafür sehr ausführlich. Das Ärgerlichste war jedoch, dass jegliche Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel als „Shop“ beschrieben waren. Sowohl der riesige Supermarkt als auch die Campingplatzrezeption, an der drei Packungen Nudeln viel zu überteuert erworben werden können. Mehr zur Verpflegung dann im entsprechenden Abschnitt. Soweit wir wissen, gibt es noch zwei Wanderführer auf Deutsch, die ggf. besser geeignet sind. Wir sind aber trotzdem sehr glücklich, dass wir den Wanderführer hatten und würden ihn jederzeit wieder kaufen, wenn die Alternative wäre, keinen zu haben. An dieser Stelle können wir auch wärmstens empfehlen, den Wanderführer als E-Book zu kaufen, um ihn auf einem E-Reader oder auf dem Handy lesen zu können. Das spart noch mal einiges an Gewicht. Und auf einem E-Reader können während der Tour noch weitere Bücher gelesen werden 😊 Wegführung, Markierung und Navigation Der GTA führt einmal über die französischen Alpen – durch zahlreiche Täler und über viele Bergketten. Dabei nimmt der Weg nahezu keine Gipfel mit, sondern überschreitet die Berge immer an Pässen. Die Wege sind sehr gut zu gehen und es gibt nur wenigen Passagen, in denen man die Hände am Fels zur Hilfe nehmen sollte. Nichtsdestotrotz sind die An- und Abstiege teilweise recht steil und lang, erfordern eine gute Krafteinteilung und insbesondere beim Abstieg knieschonendes Gehen – Wanderstöcke empfohlen. Der schwierigste Abschnitt war auf dem GR52, wo man für mehrere Stunden über Geröllfelder den Berg hochkraxeln musste, und später wieder runter. Der GTA ist durchweg gut markiert. Einerseits gibt es die gewohnten weiß-roten GR-Markierungen und andererseits sind die Zwischenziele meist auf Wanderschildern mit der ungefähren Wanderzeit ausgewiesen. Ein GPS-Gerät zur ständigen Navigation wird demnach nicht benötigt. Es ist jedoch sinnvoll den Track als Backup auch digital dabei zu haben, wenn man den Weg dann doch einmal verlieren sollte. Es gab nur wenige Stellen mit ungenauer Markierung. Da im Gebirge nur sporadisch Internetempfang ist, lohnt es sich die Wanderroute in einer Offline-Karte herunterzuladen z.B. über Komoot. Wir haben uns den .gpx Track (z.B.: hier) heruntergeladen und in die Karten-App „OsmAnd“ importiert. In OsmAnd kann man sich Wanderkarten offline herunterladen und Wasserstellen sind größtenteils eingezeichnet. Diese App ist wirklich sehr empfehlenswert! Zusätzlich hatten wir die Wegbeschreibung und das Höhenprofil des Wanderführers auf dem E-Reader immer schnell parat. Flora und Fauna (ein laienhafter Einblick) Die Botaniker*innen und Ornitholog*innen unter euch müssen wir leider enttäuschen: Wir können euch wirklich nicht sagen, wie all die die Pflanzen, Vögel und sonstigen Lebewesen bezeichnet werden, die wir auf dem GTA beobachtet haben. Was wir euch aber sagen können, es waren einige! Die prominentesten Tiere sind sicherlich Gämsen, Murmeltiere und Steinböcke. Plus natürlich die Kühe und Unmengen an Schafen. Auch einige Geier konnten wir erspähen. Von den Pflanzen her bietet der GTA eine große Vielfalt. Mit jedem Tag der Wanderung gibt es neue Pflanzen zu entdecken und andere Pflanzen verschwinden aus der Landschaft. Von sattgrünen Laubwäldern über moosige Nadelwälder bis zu sandigen Pinienwäldern im stark mediterranen Einfluss war alles dabei. Was uns ganz besonders erstaunt hat, waren die großen Mengen an wilden Himbeeren und an manchen Tagen auch wilden Johannisbeeren und Brombeeren, die teilweise kilometerweit am Wegesrand zu finden waren. Aber bevor wir hier in rechtliche Schwierigkeiten kommen: Das ist keine Verzehrempfehlung für jegliche Beeren, informiert euch besser selbst noch mal, bevor ihr zugreift 😊 Wetter Der vielleicht kritischste Aspekt, sowohl für die Auswahl der Ausrüstung als auch für das Wohlbefinden und die Stimmung während der Tour: Das Wetter. Grundsätzlich kann man während 3-4 Wochen Wanderung mit jeder Wetterlage konfrontiert werden: Regen, Hagel, Sturm, Hitze, Gewitter, Schnee. Bis auf den Schnee haben wir auch alles erlebt. Insgesamt hatten wir aber Glück mit dem Wetter. In den ersten 2,5 Wochen der Tour hatten wir nur an 2-3 Tagen mal kurz oder wenige Stunden unsere Regenkleidung an. Das änderte sich jedoch schlagartig beim Erreichen des Nationalpark Mercantour. Landschaftlich und von der Tier- und Pflanzenwelt ist der Nationalpark wirklich toll. Tiere, die wir die letzten Wochen wenn überhaupt nur hin und wieder aus der Ferne beobachten konnten, kamen plötzlich bis auf wenige Meter an uns heran und waren deutlich häufiger zu sehen: Gämsen, Murmeltiere, Steinböcke, sogar ein paar große Greifvögel haben wir bestaunt. Was das Wetter anging, präsentierte sich das Mercantour zwar vorhersehbar, aber auch nass. Das lief folgendermaßen: Jeden Morgen sagten wir uns „Wow, so tolles Wetter, so wenig Wolken, heute regnet es niemals“. Am Mittag war es dann ein „Naja, es zieht schon zu…“ und nachmittags dann „Kannste mir die Regenhülle drübermachen?“ und „Eins, zwei, drei, …. ,zehn, elf [Buuuuumm]. Das Gewitter ist noch 4 Kilometer entfernt!“. Zum Glück waren die Abende und Nächte dann immer wieder trocken und ruhig. Der viele Regen über dem Mercantour rührt daher, dass die feuchte Meeresluft über dem Gebirge des Nationalparks aufsteigt und sich dann abregnet. Also auf eine Art doch auch motivierend, weil das Meer immer näher kommt. Je näher man dem Meer kommt, desto früher am Tag regnet es übrigens. Wenig Regen in den ersten 2,5 Wochen heißt aber nicht, dass das Wetter optimal war…es war viel zu heiß!!! Wir wussten gar nicht, an wie vielen Körperstellen man schwitzen kann und wo der Schweiß einem überall runterlaufen kann. Insbesondere im Tal und in den Städten hat sich der Hitzesommer mit bis zu 40°C von seiner intensivsten Seite gezeigt. Aber gut, wir haben uns ja auch Südfrankreich und nicht Skandinavien als Ziel ausgesucht… Wir konnten auf dem GTA die allermeiste Zeit entspannt in kurzer Hose und T-Shirt wandern. Abends ohne Bewegung und in der Höhe mit ggf. noch Wind und Regen wurde es aber auch schnell frisch. Daher sind eine Isolationsschicht, z.B. ein Fleece, und eine Wind-/Regenjacke auf jeden Fall Pflicht. Ausrüstung Empfehlungen für sinnvolle Ausrüstung findet man im Internet wie Sand am Meer, jede und jeder hat eine andere Meinung dazu. Daher versuchen wir es hier allgemein zu halten und kurz darauf einzugehen, was für uns gut funktioniert hat. Grundsätzlich gilt aber: Nimm das mit, womit du gut klarkommst und dich wohl fühlst. Was man auf jeden Fall empfehlen kann, ist auf das Gewicht der Ausrüstung zu achten. Ein Kilo mehr oder weniger macht sich auf über 500 km früher oder später bemerkbar. Zur Gewichtsreduktion gibt es dann zwei Möglichkeiten: Einzelne Gegenstände durch eine leichtere Variante ersetzen oder sie ganz weglassen. Manchmal braucht es auch beim Wandern den berühmten Mut zur Lücke 😉 Solange das nicht auf Kosten der eigenen Sicherheit geht… Im PDF im Anhang findet ihr eine Liste mit den wichtigsten Gegenständen unseres Equipments, mit denen wir überaus glücklich waren. Die Liste ist ausdrücklich nicht vollständig. Und ja, wir wissen, dass die ca. 2,5 kg Kameraausrüstung alles andere als zwingend nötig gewesen wären, aber so sind für jede Person eben andere Gegenstände für so eine Reise wichtig. Insgesamt sind wir auf rund 13 kg Rucksack-Startgewicht pro Person inklusive 3 kg Wasser und 3 Tage Essen gekommen. Die am Körper getragene Kleidung haben wir nicht mitgewogen. Das Durchschnittsgewicht auf dem Weg war aber deutlich niedriger, da das Wasser nicht immer voll war und weniger Essen mitgeschleppt wurde. Bevor es mit der großen Reise losgeht, kann es sich lohnen, neue Ausrüstung vorher zu testen. Insbesondere sollten Schuhe eingelaufen sein, vor allem falls es sich um dicke Wanderschuhe handelt. Bei leichten Trailrunningschuhen, die wir für den GTA empfehlen können, ist das sicherlich nicht ganz so wichtig. Aber auch in unseren Altra Olympus haben sich Blasen und Druckstellen gebildet. Da konnten uns nur noch gute Blasenpflaster retten. Unterkünfte und Camping Wir haben auf dem GTA jede Nacht im Zelt geschlafen. Den Großteil der Nächte haben wir dabei „bivouak“ gemacht. In den französischen Alpen heißt biwakieren, dass man für nur eine Nacht an einem Ort schläft, das Zelt erst abends aufbaut und es morgens wieder abbaut. So ist das Schlafen im Zelt auf dem GTA an den meisten Orten geduldet, weshalb z.B. an den schönen Bergseen abends meist mehrere Zelte stehen. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen – rund um den Mont Blanc gibt es Sonderregelungen und auch in den Nationalparks ist das Biwakieren teilweise eingeschränkt. Zum Glück haben einige Berghütten Biwakplätze neben der Hütte, wodurch das Schlafen im Zelt auch in Nationalparks möglich wird. Außerdem gibt es in manchen Gegenden, in denen das Biwakieren verboten ist, trotzdem buchbare Biwakplätze, diese sind kostenlos. Der QR-Code zu der Buchungswebsite ist dann oft auf Schildern ausgewiesen. Es lohnt sich also, sich im Vorhinein zu informieren, wie die Campingregeln in den Nationalparks sind und an welchen Hütten biwakiert werden kann. Das Zelten neben den Hütten kostet meist nur wenige Euro pro Person und beinhaltet die Nutzung von Toilette und Dusche. Im PDF im Anhang findet ihr eine Liste mit allen Hütten, an denen das Biwakieren möglich ist. Insgesamt gibt es noch deutlich mehr Hütten zum drinnen Übernachten. Hierfür lohnt es sich zusätzlich zum normalen Schlafsack evtl. noch einen Hüttenschlafsack mitzunehmen. Ein Großteil der freien Grasflächen in den Alpen ist in Privatbesitz und durch Schaf- oder Kuhherden besetzt. Die Landwirt*innen finden es meist nicht so toll, wenn Zelte auf den Flächen stehen, so unsere Erfahrung. Einmal mussten wir das Zelt um 21 Uhr wieder abbauen und weiterstapfen, weil ein wütender Schafshirte uns partout nicht auf seiner anscheinend privaten Skipiste zelten lassen wollte… Neben den Berghütten gibt es in diversen Städten und Ortschaften auf dem Weg Unterkünfte und Campingplätze. Den GTA auch ohne Zelt zu wandern ist demnach kein Problem, erfordert nur etwas mehr Geld und Organisationaufwand, insbesondere in der begehrten Sommerzeit, in der frühzeitig gebucht werden sollte. Und noch ein kleiner Hinweis zu Unterkünften am Mittelmeer. Es ist teuer, sehr teuer. Der Wunsch nach Entspannung in einer kleinen Wohnung schlägt im Sommer für zwei Personen gut und gerne mit 150-200 € pro Nacht zu Buche. Deutlich günstiger, zumindest in Menton, ist der Campingplatz, welcher sich etwas oberhalb der Stadt befindet. Hier kostet die Nacht nur rund 30 €. Runter in die Innenstadt und zum Strand dauert es zu Fuß nur 10 Minuten und rauf vielleicht 15 Minuten. Laut Internet können nur 3 Nächte am Stück gebucht werden. Wenn man anruft oder direkt vorbeigeht, sind aber auch einzelne Nächte möglich. Verpflegung und Kochen Das lang ersehnte Abendessen nach einem harten Wandertag, der kleine Snack nach einem schweißtreibenden Aufstieg oder der wohlverdiente Zwischenstopp auf der Berghütte. Neben Schlafen, Pinkeln und Kacken ist die Verpflegung auf Tour wohl eines der wichtigsten Bedürfnisse. „Ohne Mampf kein Kampf“ heißt es doch…wobei wir hoffen, dass das Wandern weder kämpferisch noch quälend empfunden wird 😊 Der GR5 bietet in puncto Essensversorgung super viele Möglichkeiten. Lebensmittelläden oder kleine Supermärkte werden meist jeden zweiten Tag erreicht. Bis zum Abzweig auf den GR52 mussten wir für maximal 2-2,5 Tage Essen mitnehmen, also wirklich machbar. Der GR52 hat da andere Ansprüche, dazu gleich mehr. Mit Lebensmittelläden sind Läden gemeint, die einen Großteil der Dinge für den täglichen Wanderbedarf anbieten, aber nicht so groß sind wie der typische Supermarkt in z.B. Deutschland. Wobei es diese Supermärkte auf der Strecke auch hin und wieder in den größeren Städten gibt. Dass die Preise in den Alpen und insbesondere in den abgelegenen Bergläden merklich höher sind als im Tal oder in der Großstadt, hat uns erst etwas erschreckt, es führt aber kein Weg daran vorbei. Wir sind ja glücklich, dass es die Läden überhaupt gibt! Übrigens bieten die Lebensmittelläden teilweise auch Campingbedarf an, wie z.B. Gaskartuschen. Die meisten Läden haben sonntags am Vormittag geöffnet und manche machen an Werktagen eine Mittagspause. Das lohnt sich im Hinterkopf zu behalten. Im PDF im Anhang findet ihr eine Liste mit allen Lebensmittel-Einkaufsmöglichkeiten. Wir haben versucht, die Läden auch grob nach ihrem Angebot zu kategorisieren. Zusätzlich zu den Einkaufsmöglichkeiten gibt es, wie in Frankreich üblich, viele Restaurants in den Ortschaften und Städten. Wenn man gerade nicht im Tal unterwegs ist, kommt man auf dem Weg zusätzlich sehr regelmäßig an Hütten vorbei, die ebenfalls warmes Essen und Snacks anbieten. Es ist also auch möglich, nur wenig Essen mitzuschleppen und dafür häufiger mal auf Hütten einzukehren. So lässt sich das Rucksackgewicht steuern. Wir haben unser Essen aber immer getragen und nicht in Hütten gegessen, was unserer veganen Ernährung geschuldet ist, auf die die Hütten und Restaurants leider nicht verlässlich eingestellt sind. Insbesondere in den heißen Monaten ist die Versorgung mit Wasser sehr bedeutend. Wie oben schon geschrieben, hatten wir in den ersten Wochen fast jeden Tag über 30 Grad, haben uns über jede Minute Schatten gefreut und so viel geschwitzt wie nie zuvor. Über die 3 Liter Wasserkapazität pro Person waren wir äußerst glücklich. Wir haben meist Wasser aus öffentlichen Wasserstellen z.B. an Hütten oder in Ortschaften genommen. Oft stand „Eau potable“ (Trinkwasser) dran, manchmal stand aber auch nichts oder „Eau non controlée“ (Nicht überwachtes Wasser) an den Zapfsäulen. All diese Varianten haben wir getrunken, ohne jegliche Beschwerden zu haben. Wenn ausdrücklich „Eau non potable“ (Kein Trinkwasser) ausgeschildert war, dann haben wir die Münder davongelassen. Wasserstellen gab es an so gut wie jeder Hütte und in jeder Ortschaft. Ansonsten hilft es auch mal in einem Restaurant oder bei Privatmenschen nach Wasser zu fragen, uns hat das noch niemand ausgeschlagen. Wenn nun keine Wasserstelle verfügbar ist, dann bieten Bergbäche eine weitere gute Möglichkeit für Wasser. Wir haben das Wasser dann jedoch gefiltert. Einmal haben wir auch aus einem kristallblauen Bergsee Wasser genommen und zusätzlich zum Filtern noch Micropur Forte Chlortabletten genutzt, um auch Viren aus dem nicht-fließenden Gewässer zu eliminieren. Jetzt aber zum GR52 – der Kür der Tour, der letzten Prüfung vor dem Ziel. Die Alternativroute nach Menton ist nicht nur vom Wandern und vom Wetter her anspruchsvoller als die Hauptroute nach Nizza, sondern auch was die Lebensmittelversorgung angeht. (Nicht falsch verstehen, wir würden immer wieder den GR52 nehmen, weil er landschaftlich einfach toll ist!) Zwischen dem Trennungsort Saint-Dalmas-Valdeblore und der Stadt Sospel (letzte Etappe vor Menton) gibt es keine Einkaufsmöglichkeit. Das sind 85 km oder rund 4-5 Tage zu gehen. Wer sich hier selbst versorgen möchte und nicht auf Essen in Hütten zurückgreifen möchte, sollte sich in Saint-Dalmas-Valdeblore gut überlegen, wie viel Essen benötigt wird. Wir haben aus Versehen sogar für 6 Tage Essen gekauft, weil wir den Supermarkt in Sospel nicht auf dem Schirm hatten und unser Reiseführer noch einen Tag länger eingeplant hatte, als wir am Ende gebraucht haben. Da sind unsere Rucksäcke kapazitätsmäßig auf jeden Fall an ihre Grenze gekommen. Zwischen Sospel und Menton haben wir übrigens nur eine Möglichkeit zum Wasser nachzufüllen gefunden, und zwar an einem super süßen Picknick-Ort, den liebe Menschen für Wandersleute geschaffen haben. Dort gibt es Wasser, Sirup und ein Gästebuch. Wo Trinken und Essen rein geht, muss es auch wieder raus. Unserer Beobachtung nach gab es sehr viele öffentliche Toiletten, auch in mittelgroßen Dörfern. Diese sind ausgeschildert oder mit der oben genannten „OsmAnd“-App auffindbar 😊 Insgesamt kann man sagen, dass die Versorgung mit Essen und Wasser auf dem GTA gut ist, aber auf dem letzten Drittel der Tour etwas mehr Organisation erfordert als in den ersten Wochen. Insbesondere was das Wasser angeht, sind wir Richtung Ende in den Modus „immer alles vollmachen“ übergegangen. Kurzer Zusatz: Wir haben uns als vegan lebende Personen auch auf unserer GTA-Tour vegan ernährt. Wir sind immer wieder erstaunt gewesen, wie wenig das französische Lebensmittelangebot die pflanzliche Ernährung im Blick hat und wie stark der Fokus auf tierischen Lebensmitteln liegt. Dementsprechend schrumpft das Angebot. Andererseits wird man so auch von sehr verlockenden, aber natürlich ungesunden Keksen und Supermarkt-Backwaren ferngehalten. Überall muss ja bekanntlich noch ein bisschen Süßmolkenpulver und nen gutes Stück Butter rein! Nichtsdestotrotz gab es genug vegane Auswahl, um leckere Abendessen zu zaubern und mittags war es dann häufig das Hummus-Baguette mit Oliven… Mobiles Netz und Sicherheit: In diesem kurzen Kapitel möchten wir noch kurz auf die Sicherheit in den Bergen und die Netzsituation eingehen. Da wir zu zweit unterwegs waren, haben wir dem Thema Sicherheit nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit gewidmet, vielleicht naiv? Wir hatten beide je ein Handy dabei. Zusätzliche Satellitenkommunikation wirkte auf uns etwas Overpowered für die doch recht gut angebundenen Alpen. Trotzdem muss man sich im Klaren sein, dass man auch mal einige Stunden oder nahezu ganze Tage kein mobiles Netz hat. Meistens hatten wir zum Akku sparen ein Handy im Flugmodus und das andere ausgeschaltet. Dabei kann es sinnvoll sein, zwischen den Wandernden die SIM-PINs und normalen PINs der Handys auszutauschen. Da der GTA zumindest im Sommer gut besucht ist, muss man im Regelfall nicht lange suchen, um andere Wandernde zu finden, die im Notfall unterstützen können. Und noch eine Empfehlung für alle, die ihre Reise mit Familie und Freunden teilen wollen. Wir haben gute Erfahrungen mit „FindPenguins“ gemacht. In der App kann man z.B. für jeden Tag einen sogenannten „Footprint“ anlegen mit der Position des Schlaf-/Zeltplatzes, Bilder des Tages hochladen und einen kleinen Tagesbericht schreiben. Den Link zur Reise können dann andere Menschen öffnen und die Reise mit verfolgen. Die App ist kostenfrei und für die anschauenden Menschen sind kein App-Download oder eine Anmeldung nötig. Fazit Wow, das waren ganz schön viele Informationen auf einmal. Wer bis hier gelesen hat, verdient unseren Respekt! Hoffentlich haben euch die Hinweise und Erfahrungen geholfen. Wenn ihr weitergehende Fragen habt, zögert nicht sie zu stellen 😊 Jetzt noch unser Fazit zum GTA: Eine Fernwanderung, die auch als erste Fernwanderung gut geeignet ist. Etwas Bergerfahrung ist sicherlich sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Die Versorgungssituation mit Essen und Wasser ist relativ entspannt und bedarf auf den meisten Abschnitten keiner großen Planung. Der Weg ist super markiert, eine digitale Offline-Karte ist aber trotzdem empfehlenswert. Es ist unkompliziert möglich, über den gesamten Weg im Zelt zu übernachten, solange man aufmerksam ist und regionale Sonderregelungen beachtet. Übernachten in Unterkünften ist ebenfalls gut möglich. Je nach Fitnesslevel und Ambition sollten 25-35 Tage eingeplant werden. Wer nicht so viel Zeit hat, kann die Route auch ganz bequem auf mehrere Urlaube aufteilen. Die von uns gewählte Route (GR5, GR55, GR52) hat uns sehr gut gefallen! Die anstrengenden Anstiege wurden mit tollen Aussichten belohnt, wir haben nette Menschen kennenlernen dürfen, haben an traumhaften Zeltplätzen übernachtet und ganz nebenbei einen Monat am Stück Sport gemacht. Der Körper dankt. Der einzige Aspekt, den wir uns auch anders hätten vorstellen können, war die Anzahl an Menschen auf manchen Teilabschnitten. Insbesondere rund um den Mont Blanc wurde es recht voll. Aber als Zeltmenschen hatten wir ja zumindest morgens und abends meist die Natur ganz für uns, also alles halb so schlimm. Abschließend können wir in fester Überzeugung sagen: Die Erfahrungen dieses Wanderabenteuers werden wir niemals vergessen! GTA_Ausruestung_Biwakplaetze_Einkauf.pdf1 Punkt -
Fast wie Wildcampen: campu.eu
Fast wie Wildcampen: campu.eu
wechsel-wild reagierte auf 6feet10 für Beitrag im Thema
1 PunktPlattformen führen leider langfristig immer zu teuren Preisen. AirBNB hat auch mit sehr moderaten Preisen angefangen. Das war zu Beginn eher ein Anteil an den tatsächlichen (Miet-)Kosten. So wie ein transparenter Markt da ist, sehen die Anbieter, was andere verlangen können und dabei noch gute Bewertungen bekommen. In den Markt steigen weitere ein mit klarer Gewinnabsicht und investieren in ihre Angebote um noch bessere Bewertungen zu erhalten. Die Qualität steigt, zugleich aber auch die Preise. Wer jetzt das urtümliche, authentische der jeweiligen Region sucht, wird auf Plattformen nicht mehr fündig. Ohne Plattformen und ohne Internet, nehmen die Betreiber halt einen kostendeckenden Preis und passen den über Jahre auch nicht an. Ohne den Hype von Insta und co, war früher in entlegenen Gegenden einfach nichts los. Jetzt muss man sich vor Ort auskennen, telefonieren und viel rumfragen. Hotels haben teils noch nicht sanierte Zimmer, die nicht auf der Webseite aufgeführt sind, aber auf Anfrage vermietet werden. Und zu nachhaltigem, verantwortungsvollen Tourismus heißt es immer, man solle möglichst das Geld vor Ort ausgeben und die lokale Wirtschaft stärken, mit Plattformen wie AirBNB und Bookin.com fließt etwa 1/3 des Geldes direkt nach Amerika. Langfristig ist das wie gesagt alles Mist, aber kurzfristig, können wir durchaus eine schöne Zeit mit den Plattformen haben, Hatte früher mit couchsurfing.com auch viele nette Begegnungen.1 Punkt -
Platypus - Eine Katastrophe
Platypus - Eine Katastrophe
dee_gee reagierte auf Ameisenigel für Beitrag im Thema
1 PunktWir haben keine Froschflasche mit so einem Deckel hier. Diese Kappen scheinen tatsächlich standardisiert zu sein. Der Spüli Deckel ist jedenfalls dicht und wiegt nur 3 g - gegenüber 4,5 g bei Original Platypus.1 Punkt -
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
wechsel-wild reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
1 PunktTag 3 Endspurt. Zum Glück mit weniger Höhenmetern als die Tage davor, jedoch merkte ich schon beim ersten kleinen Berg, das meine Beine einfach keine Kraft mehr haben. Also irgendwie über zwei Hügel und einem Ort nach Bödefeld geschleppt. Für so einen kleinen Ort wie Brabecke finde ich diesen gut gepflegten Bücherschrank sehr bemerkenswert. Gedanklich war ich hier schon am überlegen, ob ich mir nicht einfach ein Taxi rufe, das mich zum Auto fährt, auf noch mehr bergauf hatte ich einfach keinen Bock und keine Kraft mehr. Bödefeld ist ganz hübsch, es war Samstag Mittag und es schien ein bissl was los zu sein im Ort, der anscheinend auch viel Tourismus hat. Mitten im Ort gab es ein hübsches kleines Kaffee, das Tismes, das angenehm besucht und betriebsam war. Bei Zuckerteilchen und Kaffee überlegte ich mir dann, ob es zu Fuß über den Berg oder mit dem Taxi weiter gehen sollte. Tja, ist so eine Sache mit dem Ehrgeiz. Bin eigentlich nicht so der Typ dafür. Jedoch hat hier mein Ehrgeiz entschieden:“Steh auf und wandle! ÜBER den BERG!“. Also, dafür gebetet, dass mich Koffein + Zuckerschock wenigstens ein paar Höhenmeter hochbringen. Spoileralarm: der Koffein + Zuckerschock ist nie gekommen. Genauso isses! Hinter Bödefeld ging es ganz nett hoch zum Beginn des Kreuzweges des Dorfes. Am Startpunkt gibt es mehrere Heiligenschreine und eine kleine Kapelle. Sehr nett gemacht und Ort einer längeren Pause für mich. Danach ging es dann den Berg hoch entlang des Kreuzweges. Direkt und steil, 200 Höhenmeter am Stück. Bänke beim Startpunkt mit Blick auf Bödefeld Einer von vielen Schreinen Der Kreuzweg: 200 Höhenmeter steil den Berg rauf! An der 5. Station „Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen“ hätte ich mir auch einen Simon gewünscht, der meinen Rucksack trägt. An der 8. Station „Jesus begegnet den weinenden Frauen“ hätte ich auch gern geweint. Und an der 9. Station „Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz“ bin auch ich zum dritten mal unter dem Gewicht meines Rucksack zusammen gebrochen. Insgesamt habe ich da mit Pausen für den einen Kilometer eine Stunde gebraucht. Oben an der Kreuzkapelle erst einmal eine weitere lange Pause. Auch wenn es mörderisch anstrengend war, die Kapelle auf dem Berg mit dem Ausblick war für mich schon ein besonderer Ort und ich war froh, dass ich dorthin gelaufen bin. Kapelle oben auf dem Berg Blick ins Tal Ab jetzt gab es laut Navi nur noch kleinere Steigungen. Und tatsächlich, der Rest des Weges hat sogar wieder Spaß gemacht. An der nassen Wiese vorbei ging es flotten Schrittes weiter auf die Hunau. Nasse Wiese Der Gipfel ist jedoch komplett im Wald, also direkt weiter gelaufen. Kurze Zeit später kam dann das Skigebiet Hunau, und hier gab es die schöne Aussicht, plus Panoramaliege. Skigebiet HunauBlick auf den Fernsehturm Also lange geruht, was Warmes zu essen gemacht und den Endspurt angetreten. Mit Musik aus dem MP3-Player ging es dann noch langsam wieder zurück ins Tal und nach Holthausen. Und von dort die letzten Meter bis zum Auto, geschafft! Ein letzter Weitblick über die Berge und Täler des Sauerlandes Die Lehren der Tour… ...zu viele Höhenmeter machen mir keinen Spaß ...CoMaps als Navi-App ist viel einfacher zu bedienen als OsmAnd, wird jetzt meine neue Standart-Navi-App ...auf die OSM Karten ist nicht immer verlass, die nächste Tour plane ich nur auf Strecken von offiziellen Wanderwegen ...im Sauerland gibt es echt viele Heiligenschreine, Kapellen und Kreuze ...September ist Pilze Zeit ...das Tarptent Rainbow ist mir mit Kondens zu nass und mein Rucksack passt dank Rahmen einfach nicht mit ins Zelt ...die Zenbivy Flex Air Mattress in Wide XL ist zwar weder leicht noch preiswert, jedoch das bequemste, was ich bis jetzt als Matte hatte zum zelten1 Punkt -
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
wechsel-wild reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
1 PunktCampingplatz Valmetal Beide Daumen hoch für den Campingplatz Valmetal. Nach dem mörderisch anstrengenden Tag war die Aussicht auf eine heiße Dusche das, was mich die letzten Meter weiter getrieben hat. Bis zur Deadline, 18:00 Uhr, hatte ich sogar noch eine Stunde Puffer. Empfang war sehr freundlich, außer dem Schlüssel zum Sanitärgebäude wurde mir direkt ein Hammer für den Zeltplatz angeboten. Das nenne ich aufmerksam. Duschmarken habe ich direkt mehrere mitgenommen, alle die übrig waren, konnte ich am nächsten Tag zurück geben. Auch das sehr vorbildlich für einen Campingplatz. Fürs Zelten hatte ich eine ganze Terrasse für mich allein. Das Beste: Die Hütte. Für Zeltgäste steht dort eine kleine Gartenhütte zu Verfügung. Die Einrichtung ist zwar spartanisch (Sitzen, Tisch und Licht), jedoch wäre das bei schlechtem Wetter ein echter Game Changer gewesen. Aufrecht im trockenen Essen, lesen, etc. zu können ist schon Luxus. Der Campingplatz ist fest in der Hand von Dauercampern, von denen jedoch so gut wie keine da waren. Insgesamt habe ich nur eine Handvoll Gäste gesehen. Die sanitären Anlagen sind sauber und in Ordnung, die warme Dusche habe ich ausgiebig genossen. Danach Essen, nach Hause telefonieren und dann fielen mir schon die Äuglein zu. Am nächsten Morgen wurde ich im Zelt vom allmorgendlichen Tropfen des Kondenswassers begrüßt. Schnell noch eine warme Dusche und dann ging es wieder in die inzwischen stinkigen und schwitzigen Wanderklamotten (mal wieder: „Embrace the Suck“). Bezahlt habe ich übrigens für den Campingplatz inklusive Duschmarken weniger als auf dem Trekkingplatz. Die Zelt-Terasse Die Hütte1 Punkt -
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
wechsel-wild reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
1 PunktTag 2 - Fortsetzung Blick vom Ohlenberg - links am Bildrand von den Bäumen verdeckt befindet sich Fort Fun Dann kam das zweitschönste nach bergauf. Ich musste den gleichen steilen Weg bergab. Hurra, ohne Trekkingstöcke wären meine Knie wahrscheinlich auseinander gefallen. Angekommen an der Waldautobahn von vorher Blick auf die Navi App. Und wieder Freude über die OSM Karten. Nicht nur, dass ich weiter genau so steil den Berg herunter musste. Zudem hatten Harvester das gesamte Gebiet platt gemacht und der Weg war nicht existent. Kurz nach einer Alternative geschaut, jedoch hätte ich da mehrere Extra-Kilometer laufen müssen. Also, Embrace the Suck, und die hundert Meter einmal durch Harvestergebiet abgestiegen auf die nächste Waldautobahn. Da die Überraschung, der OSM Weg war tatsächlich noch da, wenn auch sehr versteckt. Endlich angekommen Tal mit schmerzenden Knien, ging es ca. 200m durch die Ebene, dann hieß es wieder bergauf. Hier soll ein OSM-Weg hergehen Der Weg Wann hier wohl das letzte mal ein Mensch durch ist? Auf zum Wasserfall. Theoretisch läuft dieser Weg an Fort Fun vorbei. Praktisch läuft man Kilometer weit über einen Schotterweg im Wald und sieht nichts außer Wald. Nicht so schön, da es oft bergauf geht. An dem Punkt war ich schon jenseits meiner Leistungsgrenze. Dann eine Gabelung: Ein Weg nach oben in den Ort Wasserfall, der andere Bergab zum richtigen Wasserfall. Kurzer Blick in die NaviApp: Ich muss also Bergab und wieder bergauf um zum Wasserfall zu kommen? Und weil das eine Sackgasse ist, wieder zurück?! Fast hätte ich den Wasserfall links liegen lassen. Fast. Dann wieder der Ehrgeiz und der Gedanke, „die Route führt hierher wegen genau dem Wasserfall“. Also doch den Umweg gemacht. Der Platz ist schön, eine kleine Schlucht. Leider war der Wasserfall (der größte natürliche in NRW), genau wie die Quelle am morgen, nahezu trocken. Naja, immerhin war ich jetzt mal da gewesen. Suchbild: Wo ist der Wasserfall? Weiter ging es mit letzter Kraft den Berg hinauf in den Ort Wasserfall und von da aus dann die letzten Kilometer humpelnd und absolut fertig zu meinem nächsten Ziel, dem Campingplatz Valmetal. Letzter Blick zurück, der Gipfel im Bild ist der Ohlenberg, ganz schön weit weg sieht der aus.1 Punkt -
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
wechsel-wild reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
1 PunktTag 2 Heute war der schwierigste Tag mit den meisten Höhenmeter, 900 rauf und 1200 wieder runter. Dazu hatte ich ein Zeitlimit, da ich vor 18 Uhr auf dem Campingplatz sein sollte zum einchecken. Daher früh gestartet. Zuerst wollte ich mein Wasser auffüllen an einer Quelle, die auf den Karten in der Nähe des Trekkingplatzes eingezeichnet war. Vor Ort war da jedoch kein sprudelndes Wasser, noch nicht einmal Pfützen. Da hätte man höchstens die Feuchtigkeit von den Steinen lecken können. Das brachte meine Wasserplanung etwas durcheinander, meine Hoffnung lagen daher auf dem nächsten Ort. Die Sonne schien und es ging nicht bergauf eine ganze Weile, so gings dann sehr beschwingt einen sehr schönen Weg entlang nach Brunskappel. Der Weg ins Tal Brunskappel selber ist klein, jedoch sehr gepflegt und verfügt sogar über ein kleines Schloss (in privater Hand). Hinter der Kirche gab es einen Zapfhahn für Wasser für den angrenzenden Friedhof, also Flaschen alle aufgefüllt und zur Sicherheit noch überall ne Micropur Forte rein geworfen. Hinter Brunskappel ging es dann erst einmal laaange bergauf. Der Vortag steckte mir noch in den Knochen, ich habe um jeden Höhenmeter gekämpft. Tretbecken im Fluß Das Schloß in Brunskappel Nettes Plätzchen beim verlassen des Dorfes über den Kaiser-Otto-Weg Ab einem bestimmten Punkt ging es Kilometer lang nur über Schotterstrassen unter neu gebauten Windrädern her. Nicht schön. Windräder soweit das Auge reicht Super! Bin eher Typ Angsthase/Hypohonder. Ich freue mich immer, wenn ich neue Gründe für neue Ängste finde... Kleiner Lichtblick war dann nach einiger Wanderzeit der erste kleine Gipfel, Birkegge, wo ich dann auch länger Pause gemacht hab. Als ich mich den Ohlenberg Gipfel näherte, fiel mir auf, dass die Waldautobahn auf der ich unterwegs war, irgendwie viel zu weit unten war. Tja, meine Freestyle Route führte dann von diesem Weg aus sehr steil den Berg zwischen Büschen hindurch. An der Stelle habe ich zehn Minuten lang überlegt, ob ich den Gipfel sausen lasse, weil ich einfach fertig war und keinen Bock mehr hatte auf bergauf. Dann jedoch doch hoch gegangen, weil für den Gipfel war ich ja hier. Was habe ich den Abschnitt gehasst. Der Gipfel selber ist ganz hübsch + schöne Aussicht und genügend Bänken für Pause, die ich dann auch brauchte. Da gehts vorm Waldrand rechts steil den Berg hoch zum Gipfel Der Weg Der Gipfel1 Punkt -
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
wechsel-wild reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
1 PunktTrekkingplatz Siedlinghausen Für den Trekkingplatz gibt es beide Daumen hoch. Direkt am Weg, doch etwas geschützt durch die Büsche. Saubere neue Toilette, sogar eine Panorama-liege, die sich drehen kann. Einzig und allein ein überdachter Bereich fehlt, dank gutem Wetter ist mir das jedoch egal. Ich hole mein Zelt heraus, breite es aus und muss dann an einen Foreneintrag hier im Forum denken, wo ich meinte, dass ein Zeltaufbau auf den Plattformen easy ist für nicht selbstehende Zelte, mit extra Schnüren oder Plattformheringen geht das schon. An dieser Stelle fällt mir auf, dass ich weder Plattformheringe noch extra Schnüre dabei habe...hm, clever von mir. Zum Glück hat das Tartptent Rainbow so was wie einen selbststehenden Modus mittels Trekkingstöcken (mehr schlecht als recht) und ich hab noch die Windschnürre dran. Klappt irgendwie. Nach dem Aufbau bleibt ein Mountainbiker, ein Mittfünziger stehen, und ruft mir ein freundliches „Weiß das Forstamt, was sie da machen!?!“ zu, ganz in Blockwart Manier. Jedoch ist die Situation schnell entspannt, als ich ihm erkläre, dass man das hier ganz legal buchen kann. Daraus entwickelt sich ein nettes Gespräch und zehn Minuten und eine Lebensgeschichte später wünscht er mir noch eine angenehme Nacht auf der Plattform. Essen, nach Hause telefonieren, noch vor neun Uhr bin ich eingeschlafen. Nachts regnet es dann längere Zeit, ich bleib jedoch trocken. Bis zum nächsten Morgen. Das Rainbow kann sich zu einer wahren Tropfsteinhöhle entwickeln und genau das hat es getan. Bis ich aus dem Zelt raus bin, habe ich schon eine gratis Kondenswasserdusche bekommen. Der Morgen ist windig und bewölkt, jedoch soll es heute trocken bleiben. Ich bin schon früh unterwegs, denn heute steht die härteste Etappe an, rauf auf den Ohlenberg. Nicht direkt sichtbar, der TrekkingplatzAusblick Super sauberes Kompostklo Am nächsten Morgen nach dem Regen1 Punkt -
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
3 Tage Freestyle durchs Sauerland: Sorpetal – Ohlenberg – Valmetal – Hunau
wechsel-wild reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
1 PunktTag 1 - Fortsetzung Weiter geht es durch das Sorpetal, der Rothaarspur folgend. Bei einer Pause mit Blick auf meine Navi-App wird mir klar, dass ich vor einem halben Kilometer schon den Berg hoch gemusst hätte. Also neue Route auf den Berg gesucht und weiter gehts. Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich auf dem Höhenkamm gelaufen bin. Der ist leider komplett bewaldet mit Null Sicht. Hier empfehle ich jedem Wanderer im Sorpetal unten zu bleiben bis zum großen Bild. Jesus-Schrein neben einem Elfen-Aufhänger an einem Schuppen im Wald, wieso nicht. Einziger Lichtblick auf dem Höhenkamm, das kleine Bildchen: Jesus-Bildstock, mehrere Sitzbänke, ein schöner Ausblick, Kühe mit Kälbern direkt nebenan auf der Weide und eine respektable Schutzhütte. Hier habe ich nur zu gerne Pause gemacht. Der kleine Bildstock Später im Wald kommt mir dann der erste Mensch seit Beginn der Tour entgegen, eine ältere Dame die spazieren geht. Bis jetzt war ich über 3 Stunden unterwegs, ohne einen Menschen gesehen zu haben. Das war wohl auch ihr Gedanke, nach einem freundlichen Hallo spricht sie mich direkt an und meint „Sie sind der erste Mensch den ich hier sehe!“. Das kann ich nur bestätigen, man quatscht kurz ganz nett und wünscht sich einen schönen weiteren Weg. Nach dem Parkplatz direkt an der Hauptrasse und dem großen Bildchen geht es in den Wald hinein. Nach einiger Zeit jedoch sehe ich, das meine Freestyle Strecke auf ein mir schon bekanntes OSM-Karten-Problem trifft: Es gibt Wege, die sind in OSM markiert, in der Realität jedoch kaum noch existent. So auch hier. Vor mir ist ein zugewachsener Waldwirtschaftsweg, der schon seit Jahren nicht mehr befahren wurde. Aus der Erfahrung früherer Touren heißt das meistens, Sträucher, die fast brusthoch sind und zum Teil voll mit Zecken sind, oder Gräser, zwischen denen fiese Spinnen ihre Netze Spinnen (Ja, Spinnen sind nützlich, und zuhause werden sie auch mit dem Glas nach Hause gebracht, ekeln tue ich mich trotzdem). Kurzer Blick auf die Karte zeigt mir, dass das der einzige direkte Weg ist, also durch in der Hoffnung, das der Weg besser wird. Wird er nicht. Nach einem Kilometer durchs hohe Gräser und Sträucher ist der Weg so gut wie weg. Keine Ahnung ob ich einem Wildwechsel oder einem Trampelpfad folge, nur ein Salzblock auf einem Baumstamm verrät, dass hier schon mal Menschen waren. Etwas entnervt und erschöpft gelange ich dann wieder auf einen Waldwirtschaftsweg. Ganz recht, hier geht laut OSM-Karte ein Weg durch! Etwas später höre ich dann auf dem Waldweg ein Auto hinter. Ich bleibe stehen und gucke, das Auto bleibt auch stehen, sobald mich der Fahrer sieht. Okay…? Ich laufe einfach mal weiter. Ein paar Minuten später überholt mich das Auto. Irgendein Pickup, komplett in mattfarben Armee Grün, sieht auch aus wie ein Armee-Fahrzeug. Jedoch mit Niederländischem Kennzeichen und niederländischen Flagge drauf. Okay…? Na gut, die Niederländer sind ein nettes Völkchen, also lächeln und dem Fahrer freundlich zunicken. Und ja, der nette junge Mann in seinem Armee-Tarnanzug hinterm Steuer lächelt zurück und nickt mir zu. Inzwischen wird es schon was später und die Strecke und die Höhenmeter spüre ich ganz schön in meinen Knochen. Jedoch ist der nächste Berg der Anstieg zum Bergsee. Die Fotos auf Google Maps waren sehr vielversprechend. Vor Ort dann die Ernüchterung: Der ganze See ist rundherum von steilen Klippen umgeben und die sind mit Meter hohen Bäumen zugewachsen. Null Sicht! Selbst der offizielle Aussichtspunkt lässt den See nur erahnen. Kurz der Gedanke, ob ich an den Klippen entlang laufe, um einen guten Photospot zu finden – jedoch lieber nicht. Laut einer Statistik einer weltweiten Versicherung über Todesfälle bei Selfies, sind die Hauptgruppe der Todeskandidaten Männer (Geschlecht männlich - check), die bei einem Selfie zu Tode stürzen (hohe Klippen – check). Also spare ich mir lieber ein „Killfie“ und laufe dem letzten großen Höhepunkt des heutigen Tages entgegen: Dem Netto in Siedlinghausen. Blick auf den Bergsee In den Ort zu laufen unter Menschen ist nach Stunden der Einsamkeit erst einmal etwas komisch. Der Netto kann jedoch sämtliche meiner kulinarischen Bedürfnisse erfüllen (Wasser Refill, kalter Kaffee, Chips, etc.). Jetzt muss ich das Zeug nur noch bis zur Trekkingplattform schleppen. Inzwischen habe ich keinen Lust mehr, auch nur einen Höhenmeter zu gehen und will nur noch ankommen, Zelt aufbauen, essen und umfallen. Jedoch weiß ich, dass ich nochmal 200 m Aufstieg habe. Wird wohl nicht so schlimm werden...denkste. Im Wald geht der weg auf einmal steil gerade den Berg hoch. Sehr steil. Es gibt garantiert Klettersteige in den Alpen, die nicht so steil sind. Das ist das erste mal, dass ich die Routenwahl so richtig verfluche. Ich brauche ewig den Berg hoch und muss alle paar Meter Pause machen. Oben auf dem Berg mach ich eine lange Pause auf einer Bank, obwohl es nur noch 10 Minuten bis zum Ziel sind. Hier kommen mir auch ein paar Mountainbiker auf ihrer Abendrunde entgegen. Weiter gings und endlich das Tagesziel, der Trekkingplatz Siedlinghausen! Grandioser Abendausblick auf der letzten Bank vorm Trekkingplatz1 Punkt -
Platypus - Eine Katastrophe
1 PunktWas Mundgefühl und Durchflussrate angeht kann ich die Kappe vom Frosch Spülmittel empfehlen. 😉 Und ist auch dicht (nicht bei allen Spülideckeln der Fall.1 Punkt
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GR222 im November 2026
GR222 im November 2026
Mia im Zelt reagierte auf Lolaine für Beitrag im Thema
1 PunktEs gibt hier irgendwo einen Faden im Forum bzgl. Stöcke im Handgepäck. Ich fliege 1-2 mal im Jahr mit Klappstöcken im Handgepäck, mir wurden die noch nie aussortiert. Logisch ist, dass diese kleiner zusammengeklappt werden müssen als die vorgeschriebene Länge des Handgepäcks. Wenn die rausstehen, werden die schon am Schalter abgenommen (schon gesehen). Gut ist auch, die Spitzen entweder abzunehmen oder einen Aufsteckaufsatz auch Gummi zu verwenden. Ich meine, da sehen es alle lockerer.1 Punkt -
Review Flextail Zero Pump 2 im Vergleich zur Zero Pump
mal kurz gecheckt, yes gleich geblieben1 Punkt
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gramfex - Ultraleicht Ausrüstung Made in Austria - Vorstellung in eigener Sache
gramfex - Ultraleicht Ausrüstung Made in Austria - Vorstellung in eigener Sache
Mia im Zelt reagierte auf gramfex für Beitrag im Thema
1 PunktHallo zusammen! Da ich neu im Forum bin und gramfex sicher einige noch nicht kennen möchte ich mich und meine Firma kurz vorstellen. Seit knapp 10 Jahren gehe ich leidenschaftlich gerne wandern und biken und dabei genieße ich es besonders auch die Nächte in der Natur und in den Bergen zu verbringen. Dabei habe ich lange nur kürzere Mehrtages-Touren von so 2-5 Tagen gemacht. Eine "richtige" Weitwanderung hatte ich aber schon länger auf meiner Wunschliste und da ich mich beruflich sowieso neu orientieren wollte, hat sich dann letztes Jahr die Chance ergeben. So bin ich kurzer Hand ( okay zugegeben so kurzfristig wars dann auch nicht, braucht ja doch einiges an Vorbereitung ) nach Neuseeland und habe einen Großteil des Te Araroa auf der Südinsel gemacht. Das war wirklich eine traumhaft schöne Erfahrung! Da ich von der Ausbildung her zumindest teilweise einen technischen Background habe und motiviert durch das knappe Budget als Student, hat mich dann relativ schnell auch das Thema MYOG interessiert. Angefangen habe ich dabei mit einem synthetischen Quilt. Während Covid kam dann mit einem Duplex-Clon das erste große Projekt, gut Zeit hatte ich ja genug. 😅 Über die Jahre sind dann noch einige weitere Projekte gefolgt, wie dieses A-Frame Tarp-Tent: und z.B. ein Biwaksack zum Schutz gegen Spritzwasser und Moskitos und co: Nach Neuseeland ist aus dieser Leidenschaft fürs (Weit-)Wandern und dem Wunsch, eigene Ideen umzusetzen sowie das Angebot an Ultraleicht-Ausrüstung in Europa zu bereichern, gramfex entstand. Ein kleines Unternehmen mit Sitz in Graz, das es sich zum Ziel gesetzt hat hochwertige Ultraleicht-Outdoor-Ausrüstung fürs Wandern, Radfahren und Campen zu entwickeln und selbst zu fertigen: https://gramfex.eu (gewerbliche Seite) Aktuell bieten wir folgende drei Produktlinien an: Ultralight Carbon Heringe: Mit 2 g (Länge: 13,5 cm) und 4 g (Länge: 15 cm) gehören sie zu den leichtesten vollwertigen Heringen auf dem Markt und bieten ein unübertroffenes Gewichts-zu-Haltekraft-Verhältnis. In meinen Tests hat die 4g-Version einer Zugkraft von bis zu 14 kg Stand gehalten, nur knapp weniger als die 15 kg der MSR Mini Groundhogs, die 2,5 Mal so viel wiegen! Firefly Ultralight Herings-Kappen: Sie machen es leichter die Heringe mit der Hand in den Boden zu drücken und helfen dabei, Verletzungen durch unabsichtliches drauf steigen zu vermeiden. So bleiben Hände, Füße und Heringe heil. Sowohl die Firefly UL Herings-Kappen als auch die UL Carbon Heringe leuchten im Dunkeln für bessere Sichtbarkeit: Ultralight Rocket Stand: Das Set besteht aus 4 Teilen, wiegt insgesamt weniger als 10 g und hat zwei nützliche Funktionen: 1. Standfuß für Gaskartuschen und 2. Verschluss für Topfdeckel. Sie passen dabei auf die meisten handelsüblichen Gaskartuschen (100 g, 230 g, 445 g) und viele UL-Töpfe, wie z.B. die 750 ml Titan-Töpfe von Toaks, Lixada und BESTARGOT. Ich freue mich auf den Austausch unter Gleichgesinnten und bin immer für neue Ideen, Wünsche, Anregungen und auch konstruktive Kritik dankbar! In diesem Sinne frohes Trekking und schöne Grüße aus Graz! Anian1 Punkt -
Schuhe: wieviel Verbrauch darf es bei euch sein
Schuhe: wieviel Verbrauch darf es bei euch sein
Mia im Zelt reagierte auf ShyFly für Beitrag im Thema
1 PunktIch weiß nicht, ob man das pauschal so sagen kann. Ich für meinen Teil habe eine außergewöhnliche Kondition und eine extrem ausgebildete Beinmuskulatur, meine Schultern hingegen gleichen einer druckempfindlichen Nektarine. Ich unterscheide sehr wohl, wo mir Gewichtseinsparung wichtig ist, und wo weniger.1 Punkt