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bingo

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    bingo reagierte auf sja in Wandern in Europa oder der Hype um den E1   
    OT:
    Ich  verstehe überhaupt nicht, warum sich hier Einzelne so angegriffen fühlen. Jedenfalls schwingt das für mich in manchen Beiträgen mit.
    Lest euch nochmal den Eingangspost durch. Da steht lediglich "Der E1 scheint der absolut populärste der E-Wege zu sein".
    @German Tourist erläutert aus ihrer Sicht den ein oder anderen Nachteil und gibt ein paar Tipps hinsichtlich anderer Destinationen. So hab ich das jedenfalls wahrgenommen Ich persönlich bin sehr dankbar über Erfahrungsberichte von Leuten, die viele Kilometer auf dem Buckel haben! Könnte ja trotzdem hinfahren, nach Abwägen aller Infos. Dann würde ich halt hinfahren, wo viele hinfahren, so what?
    Trotzdem kann natürlich jeder hin und keiner muss zum Entdecker werden. Mir scheint, da wird was reininterpretiert, was da gar nicht steht.
  2. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf FarmerBoy in Essenstagesrationen/Kalorienbedarf   
    Ich habe draußen stets einen unstillbaren Hunger (vermutlich eher: Appetit), obwohl ich seeehr gemütlich wandere.
    Wenn Gewicht keine Rolle spielen würde, käme ich locker auf 1.5kg Nahrung/Tag - was aber bei meiner wenig sportlichen Art zu viel ist.
    So mind. 750g/Tag an Trockennahrung mit der Zusammenstellung wie oben bei ibex zu lesen rechen ich aktuell - in der warmen Jahreszeit. Im Winter bei unter Null °C eher Richtung 900g. Alles Trockennahrung, selbst gedörrt bzw. trockene Grundnahrungsmittel. Darin sind zwar auch schnell-verfügbare Kohlenhydrate ( Zucker) enthalten, aber nicht diese (US-?)typischen süßen Riegel aller Art. Mein Pemmikan ist süß, es gibt heiße Trinkschokolade statt Kaffee und im Müsli ist auch Kakao. Ansonsten gilt bei mir: herzhaft, Protein-reich und Fett (Butterreinfett) + Öl (neutrales Rapsöl) muß sein.
    Morgens warmes Müsli mit Kakao oder Tee. Tagsüber ein Kalorien-aufgepepptes Nudelsüppchen und zwischendurch Pemmikan/Rosinen/...und abends eine Kohlenhydratgrundlage (Nudeln/Buchweizen/Kartoffelpüree) mit Trockenfleisch und Hartkäse und luftgetrockneter Salami als one-pot-meal. Dazu heißen Früchtetee und vor dem Schlafengehen noch einen heißen Kakao.
    Gereon
  3. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf sabi in Essenstagesrationen/Kalorienbedarf   
    Das ist eine komplexe Sache, wo auch ganz viele individuelle Aspekte reinspielen.
    Gewichtsverlust auf Tour hängt u.a. auch davon ab, wie dein Gewicht/BMI/Trainingszustand vorher waren und vom Wasserverlust. Kalorienbedarf ist nicht nur aktivitäts- sondern auch stoffwechsel-, alters- und genderabhängig.
    Das musst du für dich selber rausfinden - Kalorienbedarfsberechnung kann einen Anhaltspunkt liefern.
    Mein Bedarf wäre z.B. rein rechnerisch bei weiblich, 46kg, BMI 17,5 und sehr schwerer Arbeit 2500 Kalorien - verdoppelter Grundumsatz, bin also relativ einfach zu erhalten . Das macht unterm Strich um die 500-700g, Gewichtsverlust unterwegs nach 4 Wochen (700km, 30.000HM) minimal - 1-3kg.
    Was die Zusammensetzung auf Tour anlangt, ist die Kombination von leichtverdaulichen Kohlenhydraten (Nudeln, Müsli) mit noch leichter verdaulichen Kohlenhydraten (Zucker = Schokolade) das sicherste Rezept und die direkte Autobahn zum Heisshunger.
    Das kann funktionieren, wenn man dem Körper regelmässig Nachschub liefern kann, weil man das alles mitträgt - effektiv ist was anderes. Kann man mit einem Strohfeuer vergleichen - fluscht schnell hoch, gibt aber keine Wärme.
    Wenn man richtig einheizen möchte nimmt man doch besser ein Buchen- oder Birkenscheit. In der Ernährung wären das komplexe Kohlenhydrate und für die Ausdauerleistung vor allem FETT. Ein deutliches Mehr an Leistung erhält man auf Dauer nicht durch Unmengen an Futter sondern durch eine Umstellung und Ergänzung durch Fett.
    Fett ist das leichteste Lebensmittel - es enthält mehr als doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate oder Eiweiss. Hochwertiges Fett wie Olivenöl kann man in grossen Mengen essen - 2El Olivenöl (20-24g) ins Abendessen machen gleich 200 Kalorien plus und da schaut so eine Portion noch nicht einmal fettig aus.
    Praktisch gesehen hängt die Essensration davon ab, wo und wie lange deine Touren dauern, ob und wie oft sie Anbindung an die Zivilisation haben oder in der Wildnis stattfinden, welche Lebensmittel lokal verfügbar sind und ob du die magst. Darüber hinaus noch, wo deine persönlichen Prioritäten liegen - billig oder hochwertig, mit Fleisch oder vegetarisch, vegan, diverse Unverträglichkeiten, Geschmack, etc. Der Geschmack ändert sich oft unterwegs!
    Ich bin vergleichsweise anspruchsvoll - manche würden vielleicht Gourmet dazu sagen - und bevorzuge hochwertiges Ausgangsmaterial, billig ist mir für Lebensmittel gar kein Kriterium, dafür aber möglichst kein synthetischer Industrie-Einheitsgeschmack aus Convenienceprodukten, ausserdem muss ich noch einige Unverträglichkeiten berücksichtigen.
    Ich baue meine Futterrationen üblicherweise aus einem Kohlenhydratträger wie Brot, Getreideflocken, Nudeln, Polenta, Couscous, Bulgur, Quinoa, Pürree mit Fett (Olivenöl, Nüsse) und einem Gewürz (Trockenpesto, Muskat, Brühe etc.) zusammen. Eiweiss kommt aus Haferflocken und Quinoa ganz gut und dann noch aus selbstgemachtem BeefJerky oder Käse (Parmigiano oder Grana), Nüsse aller Art, Linsen, Bohnen, Avocado.
    Um diese Basis gibt es dann noch eine kleine Garnitur aus Komfortfutter wie Chips, Cracker, Marzipan, Schoko, Trockenfrüchte, Weingummi, Pudding, Blaubeersuppe.
    @Zyklusverlust: ein so massiver Gewichtsverlust unterwegs, dass es zum Aussetzen der Regel kommt ist medizinisch sehr bedenklich und eigentlich ein Zeichen, dass da ernährungstechnisch einiges im Argen liegt. Wenn man als Frau noch einmal Wert auf Fruchtbarkeit legt, dann ist ein solcher Körperfettabbau kein gute Idee - kann im schlimmsten Fall auch einmal endgültig sein und der Zyklus springt nicht mehr an ...
  4. Gefällt mir!
    Es freut mich ja sehr, dass ich Dich zu diesem Weg inspirieren konnte - und noch mehr, dass er Dir so gut gefallen hat. Was ich bei dieser Art von Trail persönlich gut finde, ist, dass man auch viel über das Land lernt. Auch wenn die Olivenhaine manchmal nerven, ich fand es spannend ...
  5. Gefällt mir!
    Im letzten Winter bin ich in Portugal die Via Algarviana gewandert, dieses Jahr war ich auf der suche nach einer ähnlichen Winterflucht und habe mich entschieden nach der Forum Empfehlung von German Tourist den kompletten GR249 zu laufen.
    Track Information:
    Typ: Rundwanderweg
    Länge: 650 Km
    Höhenmeter: 23068 m
    Etappen: 35
    Markierungen: Neuwertig 2015 fertiggestellt, Route wird weiterhin verbessert.
    Offizieller Ratgeber: http://www.gransendademalaga.es/en/4992/topoghraphical-guide-great-malaga-path

    Hinweise:
    Essen: Täglich Möglichkeiten, in den meisten kleinen Dörfern ist der Supermarkt über die Mittagszeit geschlossen und öffnet um 17 Uhr wieder. Im Hinterland servieren die Restaurants meist erst ab 20/21 Uhr Abendessen, Tapas gibt es auch vorher. Ich habe die meiste Zeit nur Wurst, Käse, Brot und Donuts gegessen.
    Koordination: GPS empfohlen, da die Städte oft keinerlei Markierungen oder Hinweise auf den Streckenverlauf bieten. Im Oliven Wald kann man sich auch mal verlaufen, vor allem wenn die Farmer neue Weggablungen anlegen und bestehende Markierungen verschwinden. Von Ojen nach Mijas wurde die Route geändert, diese verläuft nun über Coin. In dem offiziellen Ratgeber und der veralteten gpx Datei die ich hatte bin ich dadurch die alte Route gelaufen was nicht wirklich zu empfehlen ist da diese über eine Motocross Strecke führt.
    Unterkunft: Wild Zelten ist zu 60 % ausgezeichnet möglich, es gibt aber in dieser Region sehr viel privat Land gekennzeichnet mit einem schwarz/weißen Schild. Am Strand ist es ebenfalls verboten aber man kann sich auf einer der vielen Bänke legen, wenn es nicht regnet, dort gibt es auch Toiletten und Duschen. In den Olivenfeldern war es schwer für mich was zu finden da sehr viele Farmer und Traktoren zu dieser Zeit unterwegs waren, von so einem Traktor will ich nicht versehentlich im Zelt überrollt werden. Unterkünfte sind zu dieser Jahreszeit sehr billig 25-70€, oftmals bekommt man auch ein ganzes Apartment mit Waschmaschine. Der GR7 kreuzt in einigen Dörfern den GR249 und es gab dort günstige Herbergen. Meine NeoAir Lite ohne Thermo Isolierung hat total versagt bei Bodenfrost, ich hätte meine andere Matte mit Isolierung mitnehmen sollen.
    Bericht:
    Angereist bin ich in Malaga am 3 Februar der Flug kostet um diese Jahreszeit zwischen 25-60€. Es ist möglich den Trail direkt vom Flughafen zu starten oder mit dem Bus für ca. 3 € am eigentlichen Startpunkt an der Strand Promenade zu beginnen. Leider ist zu Beginn meiner Wanderung eine Kältewelle über Europa weggerollt und es war nachts in Spanien sehr sehr sehr kalt(Bodenfrost). Tagsüber konnte ich mit Shirt und kurzer Hose bei 15-18 Grad laufen. Landschaftlich ist der Weg sehr dramatisch und eingeteilt in Küsten-, Berg- und Agrarkultur. Besonders hervorheben kann ich die Abschnitte von Nerja nach Alcaucin, Campillos nach Ronda, Mijas nach Ahaurin de la Torre, dieses sind auch für Wochen oder Tagestouren sehenswert. Der Weg ist größtenteils gut begehbar mit Trailrunning Schuhe. Es gibt genug Möglichkeiten bei Bedarf Schuhe und Socken in einem Geschäft mal auszutauschen. In manchen Abschnitten habe ich die Kopfhörer mit Musik reingemacht da die bellenden Hunde und vielen Traktoren mir den Seelenfrieden geraubt haben. Wer den Caminito del Rey(Höhenweg) laufen möchte und den GR249 nach El Chorro verkürzen will, ist für den ist dieses am Staudamm beschildert. Wenn man nach rechts geht kommt man in einen kleinen Ort, im Hotel ist es möglich für 11€ oder im Internet 10€ eine Lizenz zu kaufen damit man den Weg wandern darf. Der Caminito del Rey hat eine tägliche maximale Begrenzung an Touristen. In den letzten 2 Wochen meiner Reise hatte ich fast durchgehend Regen und aus ehemals kleinen Flüssen wurden Hindernisse. Meistens waren meine Schuhe schon so Nass das ich einfach durchgelaufen bin. Das Stück von Estepona nach Marbella war ziemlich nerven aufreibend da ich ständig vom Strand in die Innenstadt oder auf die Schnellstraße ausweichen musste da am Strand das Wasser von den Bergen in unüberwindbare Zuflüsse endete. Ich habe während meiner Zeit in Spanien keine anderen langstrecken Wanderer auf dem Gr249 getroffen. Auf zwei bis drei Etappen sieht man auch mal ein paar Tagestouristen. Bei Etappe 34-35 hatte ich nochmal einen belohnenden Blick auf so ziemlich alle Berge die ich überwunden hatte. Abgereist bin ich letztendlich am 10 März 2018.
    Fazit:
    Tolle Winterflucht mit abwechslungsreicher Landschaft, schneller Anreise, gutem Essen und bezahlbare Unterkünfte. Ich denke der GR249 wird noch einiges an Popularität über die nächsten Jahre gewinnen. Meine Empfehlung hat er.
    Mehr Bilder gibt es hier: Bilder


    Grüße HikeDev
  6. Gefällt mir!
    Stromfahrer hat diesen Beitrag moderiert: Hinweis: Ich habe diesen und einige der folgenden Beiträge aus „Neue Ultraleicht-Ausrüstung“ hierher verschoben.
     
    Sehr spannender Hinweis - werde ich definitiv früher oder später ausprobieren. Allerdings sehe ich zwei Probleme:
    - Während Skurka nur von der Delamination gehört hat, hatte ich diesen Fall bei NeoAir's schon selbst und habe das auch bei anderen thruhikern gesehen - zumindest bei den neuen NeoAirs. Meine letzten NeoAirs halten bisher schon über 6 Monate Dauernutzung ohne Delamination aus - toi, toi, toi. Nur befürchte ich bei der neuen BA AXL ähnliche Anfangssschwierigkeiten.
    - Der Hauptgrund, warum ich immer wieder Therma-Rest und NeoAir (und auch Platypus) kaufe, ist die lebenslange Garantie. Ich habe wohl schon ein Dutzend delaminierte Isomatten unter Garantie umgetauscht und kostenlos eine neue bekommen. Bei Big Agnes konnte ich nichts dergleichen zur Garantie lesen. Bei NeoAir und Co ist das finanzielle Risiko also gering, aber bei Big Agnes?
  7. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf nivi in Myog: Pyramide mit zwei Eingängen   
    Da mir in diesem Thread geholfen wurde, wollte ich gerne kurz vorstellen, was dabei rumgekommen ist.
    @wilbo hat mir freundlicherweise eine passende Stange gebaut, deswegen war ich heute nochmal draußen, um Fotos bei gutem Wetter machen zu können. Das Zelt habe ich mit einer Freundin zusammen gebastelt, sie hat dabei den Großteil der Näharbeit gemacht.

    Ein paar Eckdaten:
    Materialien: Silnylon 40den (60g/m²), Zeltboden (Verstärkungen), Moskitonetz (Lüfter), YKK 5C Reißverschluss
    Maße: Eine der sechs Seiten ist 170cm lang, also haben gegenüberliegende Ecken einen Abstand von 340cm. Die Pyramide ist 180cm hoch, obwohl ich mit 160cm geplant hatte...
    Gewicht: 910g für das Zelt mit allen Schnüren und 318g für die Stange

    Bei den Materialien habe ich vorrangig auf den Preis geschaut, daher auch der schwere Stoff. Mit 4cm Catcut zwischen den Flächen ist die Pyramide nahezu rund, wenn man alle Abspannpunkte benutzt. Mir gefällt's!

    Fotos:


    Die Lüfter mit einer Schnur abzuspannen funktioniert ganz gut, danke für den Tipp @danobaja!




    Die Türbefestigungen kann man auch gut mit einer Hand und Handschuhen bedienen.



    Zum einfacheren Aufbau kann man zwei Ecken mit Klett zusammen heften.



    Und die zwei Eingänge gefallen mir wirklich gut!


     
  8. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf micha90 in Nager-Alarm! -- Wie verwahrt Ihr Proviant?   
    Das ist wie schon mehrfach erwähnt sehr abhängig davon, wie frequentiert der Schlafplatz und entsprechend trainiert die Nager sind. Das hat weniger mit der Konfession der Mäuse, als mit dem über Jahre angelernten Wissen der lernfähigen Nager zu tun, auch kompliziertere Hindernisse zu überwinden um an unsere Snacks zu kommen.
    In den meisten Fällen passiert nichts; wenn Anzeichen von Mäusen zu sehen sind hänge ich mein Essen einfach an einen Baum. Bei untrainierten Mäusen reicht es den Beutel vom Boden und Baumstamm weg zu bekommen, letzteres ist wichtig, da Mäuse auch mal einen halben Meter vom Baumstamm auf den Essensbeutel springen können um ihn aufzunagen.
    Nächtigt man an stark frequentierten Orten sind die Nager oft sehr gut darauf trainiert auch an aufgehängtes Essen zu kommen (wie auf dem AT) und man muss sehr viel Mühe darauf aufwenden es den kleinen Teufeln so schwer wie möglich zu machen. Worst Case wäre wohl ein richtiger Bear-Hang, da die Mäuse ggf 6m den Baum hoch und 4m an einer schmalen Dyneema Schnur zum Essen klettern müssten - was nicht heißt, dass das unmöglich ist, aber zumindest abhält.
    Auf dem AT werden solche oder solche Vorrichtungen verwendet, da die Mäuse nicht über die Dose (oft durchgeschnittene Plastikflaschen oder andere Teile) drüber klettern können. Wenn man bereits weiß, dass man mit Nagern zu rechnen hat, wäre das vielleicht eine leichtere Option als ein Ursack oder ähnliches.
    Dass Cuben oder OP-Sacks funktionieren ist übrigens ein wildes Gerücht, was ich absolut nicht bestätigen kann.
  9. Danke!
    bingo reagierte auf Dieter1968 in Camino del norte (Jakobsweg)   
    Mit dem kleinen Hund waren meine Freundin und ich, im September 2017, 3 Wochen auf dem Jakobesweg (Küstenwege = Camino del norte). Diesmal von Bilbao gestartet. Wir waren schon mal vor ca. 10 Jarhen, auch im September unterwegs. Wir dachten, wirklich, dass wenn wir ausserhalb der Ferienzeit und nicht in der Hochsaison wandern, dann wäre die Strecke relativ wenig begangen. Leider ist dem nicht mehr so, die Refugios waren oft überfüllt und man ist wenig alleine unterwegs. Wir sind auch nur diejenigen Streckenabschnitte gewandert die wirklich schön sind, also nicht meilenweit über den Asphalt und kilometerweise in den Industriegebieten. Die Spanier tun sich schwer mit Hunden (auch wenn die ganz klein sind, userer wiegt 4.5 kg). Probleme gibt es in Restaurants, Pensionen/Hotels und auch Refugios, im Prinzip will man dort keine Hunde sehen. Wir hatten natürlich ein kleines Zelt dabei von trekkertent (Stealth 1, Modell 2017, 570g), damit jemand mit dem Hund auch draussen schlafen kann. Falls ich nochmals auf den Küstenweg gehen sollte würde ich noch später losgehen z.B. Ende Oktober um den Pilgescharen zu entgehen. Das Tekkertent ist sehr gut, aus bequemlichkeit würde ich jedoch MSR Flylite empfehlen, da dies deutlich mehr Kompfort bietet bei unwesentlich mehr Gewicht. Es macht einfach keinen Spass jedesmal ins Zelt zu kriechen, weswegen ich das Stealth auch wieder verkaufen werde.
  10. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf AlphaRay in Welches Carbon für Halbbogen-Gestänge?   
    OT:
    Nee...habe ich irgendwann im Sommer in den Pausen auf der Arbeit designed.
    Eben mal paar Screenshots gemacht.  Beidseitig zu öffnen. Innen fast komplett aus Netz geplant - das rote ist winddichter Fallschirmstoff.
    5,58 m² Außenzelt  (30g Silpoly)
    1,67 m² Innenzelt (der "gute" 30g winddichte Fallschirmstoff von ExTex, den es zletzt vor paar wochen in leuchtendrot noch gab) + 2,8 m² Netz (25g)
    2,2 m² Bodenmaterial (41g Chikara)

    Sind also Nettogewichte von:  167 +  50 + 70 + 90 =  377g
    Innenzelt:  95 cm hoch, 140 breit (61 an den Enden) , 218 lang
    2 x Carbongestänge um 118 cm bzw zwei Trekkingstöcke zum Aufbau benötigt.
    Im Vergleich zum aktuellen Bivitent aus Tyvek seehr geräumig (dieser wiegt ~380g - 44g Tyvek + 90g Silpoly Boden)  - Vergleich zwischen Beiden anbei

     
  11. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf LesPaul in Karma Mid I - einwandiges 1p-Mid   
    Sooo. Endlich fertig: Das Karma Mid I
    Da es mein Zelt einfach nicht zu kaufen gibt, musste ich es selber bauen.
    Konzept:
    Ein Greatest-Hits-Zelt meiner Lieblings-Mids: Lunar Solo, Tramplite shelter, Solomid.
    Es sollte ein einwandiges All-in-one-Zelt, vor allem für längere Strecken (also täglicher Auf-und Abbau über längere Zeit) mit folgenden Prioritäten sein:
    Schneller und einfacher Auf- und Abbau bei jedem Wetter, kein Groundsheet nötig. Groß: Viel Platz für einen plus Gear, komfortable Sitzhöhe, trockener Platz zum Kochen Und leicht darf es dann auch noch sein =), stand aber diesmal tatsächlich nicht an erster Stelle. Das ganze ist eigentlich der Prototyp für eine Cuben Version.
     
    Materialien:
    Outer: 36er Silnylon
    Inner: 90g Zeltboden, 25g Mesh
    Linelocs, 3er YKK Zipper, Dyneema Kordel und ein paar Schnallen.
     
    Specs:
    Gewicht: 685g inkl aller Schnüre und Gebimmel. 
    Außenzelt ohne Linelocs und Schnüre: 217g
    Mit allem Gebimmel, Schnüren etc: 298g
    Zeltboden alleine: 239g
    Aufbauzeit alleine, ohne übertriebene Eile: 1:40 min  (cool!)
    Erst mal ein paar Eindrücke vom fertigen Zelt:




     
    Für normales (Mist-) Wetter reicht der normale Aufbau mit super Aussicht beim Einschlafen (solange der Regen nicht waagrecht fliegt). Wenn es mal ganz mies wird, gibt es noch eine Tür zum Einhängen in den Dom und die Abspannpunkte (habe ich noch leicht modifiziert, aber vergessen Bilder zu machen). Zur Belüftung kann man das untere Ende weiter hoch oder runter spannen:


     
     
    Wie wurde es also gemacht:
    Grundsätzlich: die Verarbeitung vom 36er Silnylon ist die Pest. Mit ein Paar Kniffen geht es aber.
    Als erstes der Zuschnitt: Alleine das Anzeichnen auf Silnylon ist schon nicht lustig, was sich als gut herausgestellt hat, waren “fettige” Kinderbunstifte zum Malen auf diesen kleinen Tafeln. Die halten super und lassen sich einfach mit nem feuchten Tuch wieder abwischen.

     Catcut-Schablone für insgesamt 5cm Catcut inkl Nahtzugabe auf 220m Länge.

     
    Die Nähte:
    Das 36er Silnylon ist schon ziemlich dünn, daher wollte ich auf jeden Fall mehrlagige Nähte haben. Daher habe ich alle Nähte zuerst mit Elastosil geklebt, dann vernäht, nach folgendem Prinzip:

    Auf diese Art sind alle Nähte komfortabel 4-Lagig und ausreichend stabil, ohne, dass sich unter ordentlich Zug die Nahtlöcher aufziehen. Das vorherige Kleben macht das Nähen von dem glitschigen Zeug deutlich angenehmer:


     
    Alle Verstärkungen an den Abspannpunkten sind (Kreise) aus dem selben 36 Silnylon mit dem Lötkolben ausgeschnitten und aufgeklebt. An den Abspannpunkten habe ich 12mm Einfassband benutzt und die Linelocs von Extex mit 5mm Dyneema Kordel.
     
    Die Spitze:
    Bei vielen Mids hat mich die “zipfelmützige” Zeltspitze gestört, ich wollte einen möglichst runden Dom haben. Er besteht aus 2 Lagen 90g Zeltboden. Ich habe alle Dreiecke des Außenzeltes bis fast ganz zur Spitze genäht und dann ein ca 8cm Durchmesser Loch hineingeschnitten, auf das mittig der Dom gesetzt wurde. Der Dom ist damit dreilagig: Zeltboden-Außenzelt-Zeltboden.
    Die runde Form kommt von diesem Prinzip:




     
    Das Innere:
    Die Wanne ist komfortable 250cm lang, oben und unten 80cm breit, in der Mitte 140cm breit - da kann auch der ganze Rucksack mit rein, wenn es sein muss. Mit einer Höhe von 125cm am Stock kann man sich bequem auch länger darin aufhalten.

    Das darin ist eine X-lite in L (63 x 196 cm)
    Die Wanne wird nur von der Saumnaht oben geformt. Ich habe den Korpus nirgends perforiert.

    Die Wanne wird im Zelt mit dünnem Shock Cord an kleinen Loops am Außenzelt aufgezogen, um Spannung vom Mesh zu nehmen.
     
    Da das Zelt ja nur einwandig ist, läuft außen herum nur ein Streifen Mesh. Ich habe die Position so gewählt, dass der Streifen auf der Linie verläuft, an der der Innenraum >30cm hoch wird. Alles andere wäre mir zu flach, um es sinnvoll als Innenraum zu nutzen. Der ist ohnehin groß genug. Die Tür aus 3er YKK Reißverschluss ist für Rechtshänder ausgelegt und hat einen “Aufhalter” aus Ripsband und einem T-Stopper:

     

     
    Die Tür wird im Dom in einem Clip-Lineloc befestigt und kann von innen verstellt werden:

     
    Mit Packmaß und Gewicht bin ich recht zufrieden, wenn man den massiven Boden bedenkt.
    So ein Paket ist das ganze Zelt geworden:

     
     
    So sähe die leichte Version davon aus: Außenzelt 298g und nochmal 92g für die Polycryo-Wanne (im Schneegestöber).

     
    Absacker:
    Prinzipiell bin ich mit dem 36er Silnylon nicht so glücklich. Es funktioniert zwar gut, mir dehnt sich es aber insgesamt zu doll - auch ohne Feuchtigkeit.
    Ich arbeite natürlich schon am Karma Mid II  : /
    Da werden dann beide Stöcke zum Einsatz kommen.
     
    So far. Ein größerer Test kommt erst im Herbst, wenn ich ein paar Wochen damit loskann.
    Bisher hatte ich nur 2 Wochenender, auch mit Regen, aber nicht ernsthaft schlechtem Wetter oder größerem Sturm.
     
    Schönes Wochenende, 
    Paule
     
     
  12. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf nivi in Duomid China Kopie - Erfahrungen?   
    Ich bin 180cm groß und passe in den hinteren Teil gerade so rein. Die vordere Hälfte hat etwas mehr Platz, vielleicht ist dort der Catcut nicht so stark? Ich habe dir einfach mal ein paar Fotos gemacht















  13. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf Stromfahrer in Pyramiden Inner (China)   
    Ich habe gerade mal Serenity und China Solid Inner nebeneinander aufgebaut, gemessen und meine Erinnerung von der letzten Nutzung verifiziert:
    SD Serenity Net Tent: B 67 × L 210 × Wanne 18,5
    (324 g inkl. Bodenleinen wie im von mir propagierten Aufbauschema) 3F UL Gear Solid Inner: B 71× L 220 × Wanne 12
    (333 g ohne Bodenleinen, 352 g mit. Für die Nutzung mit einem hoch augestellten GWC sind Bodenleinen erforderlich, um das Cape sauber auf dieselben Heringe zu stellen.) Raum subjektiv:
    Länge: Durch die niedrigere Wanne ist das Liegegefühl in beiden indentisch. Auf dem Rücken liegend ohne Matte mit senkrechten Füßen berühre ich mit den Fußspitzen das Innenzelt und habe über dem Kopf noch senkrecht 5 cm Luft. Bin 183 und überwiegend Bauchschläfer. Breite: Der Unterschied in der Breite ist subjektiv bedeutungslos, weil die höhere Wanne des Serenity das Nutzvolumen erhöht. Allerdings merkt man am Boden schon, dass einfach noch etwas neben die Matte passt und die Ellenbogen beim Liegen nicht oder weniger gegen die Seitenwände drücken. Meine Empfehlung: Für das Gatewood Cape eher das China-Inner (Mesh oder Solid). Warum?

    Es ist sehr gut verarbeitet. Es steht sauber und die Bodenwanne steht durch die Dreieckspanner schön fest und gerade. Das kann man vom Serenity nicht behaupten. Alle Bodennähte sind von innen abgeklebt. Der Boden ist deutlich fühlbar robuster, etwa vergleichbar mit den laminierten Böden der 2013er PowerLizards. Mit Blick auf die evtl. eingesparte Unterlage von Vorteil. Der Boden rutscht weniger als das SilNylon des Serenity. (Mit letzterem bin ich schon mehrfach mit dem ganzen Serenity bis unter die Tropfkante nach draußen gerutscht, weil es ja auch seitlich nur an Gummis hängt. Das schreit nach einer Modifikation!) Es gibt eine IZ-Tasche (kann man rausschneiden). Es gibt eine Lampenaufhängung. Die untere Stockschlaufe ist von Haus aus gleich richtig. Der T-Zip ist ein tolles Komfortmerkmal. Vor allem kann ich als Linkshänder damit in meiner bevorzugten Seitenlage unter der Apsis hantieren. Das Serenity will mich zum Rechtshänder machen. Die Türbinder sind größer und daher weniger frickelig zu bedienen.
  14. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf Bluebalu in DIY Dosenkocher in Benzinvariante   
    Naja, etwas ausführlicher darf es schon sein!
    Insbesondere da Du @ Becks ja immer vor alpiner Risiken warnst!
    Ich nenn nur die Explosivkraft die im Benzin steckt:
    50ccm Motoren (jaha, das sind nur 50ml ) was die für eine Antriebskraft entwickeln!
    Der niedrige Flammpunkt, leichtentzündlich, usw. usf.
    Wenn dir dein Leben oder zumindest deine Gesundheit lieb ist, verschwende keine Minute mit deinem Fachwissen hier etwas zu konstruieren. Das kann nur ins Auge gehen!
     
    Lass es!
    Bitte bleiben!
    Und bring nicht noch andere auf dumme Gedanken, die meinen alles halb so wild.
    Der Teufel steckt im Detail und in dem Fachwissen welches Material druckfest, nicht vom Benzin selbst angegriffen wird, Rückschlagventil und und und.....
  15. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf eric in Ein Hauch von Nichts – 62g MYOG Cuben Tarp   
    Hallo zusammen,
    ich hatte in der Zwischenzeit die Möglichkeit mein Tarp auch bei starkem Regen und bei Wind zu testen. Hier ein paar Eindrücke davon:
     
    Letzte Woche gab es hier in Berlin ungewöhnliche starke Windböen. Eine gute Gelegenheit also, um das Tarp auf "den Hügeln hinter dem Haus" – in meinem Fall die Anhöhe im Görlitzer Park in Kreuzberg  – aufzubauen.
     
    Abspannpunkte, Bänder und Material waren auch unter starker und ruckartiger Belastung sehr stabil, die Nähte haben sich an keiner Stelle aufgezogen.
     
    Hier sieht man, wie der Wind das Tarp eindrückt.
    Die Situation von innen bei starkem Wind.
     
    Über Ostern war ich dann noch in der Uckermark und hatte das zweifelhafte Glück, mein Tarp bei nächtlichem Dauerregen testen zu können:

    Bei der Länge des Tarp von 2,70m und meiner Körpergröße von 190cm bleiben vorne und hinten jeweils ca. 30-40cm Abstand.
    Ich hatte das Tarp hier relativ hoch Aufgebaut, so dass einige Regentropfen/Spray auch in den Innenbereich gefallen sind. Ich habe mich dann mit einer Hälfte der Rettungsdecke, die ich als Bodenunterlage nutze seitlich locker Abgedeckt und blieb so trocken…
     
    Abspannpunkt in Regen…

     

    Nachdem ich jetzt seperat Erfahrungen mit Windböhen und Dauerregen gesammelt habe, steht noch ein Test in einem richtigen Regensturm aus – kleines Problem wird es dann sein, noch schöne Bilder davon zu machen… 
  16. Gefällt mir!
    bingo reagierte auf Brokkoli in Erster MYOG-Rucksack   
    Hejiheji, 
    Da ich die letzten Tage etwas Zeit hatte habe ich einen Faltmatten-Mod gemacht uuund: Meinen ERSTEN myog-Rucksack! \(^_^)/
    Er hat ~ 60 l, da er aber ein Rolltop-Verschluss hat ist er natürlich etwas größer/kleiner zu machen wenn man das möchte. 
    Er hat einen einfachen Hüftgurt aus 2x 50 mm Gurtband.
    Der Packsack ist aus Diamond-Ripstop Nylon, 200 den 120 g/m^2 Der Boden, Teile des Schultergurtes und die Aufhängung für die Schultergurte sind aus Dyneema, 210 den, 160 g/m^2 Insgesamt wiegt das gute Stück 580 g. Es ist sehr breit geschnitten, ~ 40 cm breit und ~ 20 cm tief, ich wollte einen Rucksack der nicht zu stark aufträgt, also nah am Körper liegt, nicht zu hoch ist und trotzdem groß genug für mehrtägige Wintertouren ist. 
    Ich habe mich weitestgehend an das Design von @HAL23562's "Module-Pack" gehalten, das man auf seiner Homepage bestaunen kann. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an @HAL23562 für die großartige Anleitung und die tollen Ideen. (^____^)"\
    Hier die Bilder:


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    bingo reagierte auf leichtwanderer in Essenstagesrationen/Kalorienbedarf   
    Danke für dieses schöne Beispiel. Von der Energiemenge und auch der Dichte hat er sicher alles richtig gemacht. Und doch hat es für Ihn nicht funktioniert.
    Ich sehe ja durchaus den Reiz darin die Ernährung auf Tour mit Kalorienzählen zu bilanzieren - es ist super simpel. Man schaut was oben in die Maschine (Mensch) an Energie rein geht und hat dann eine klare Große, was diese an Arbeit leisten kann. Meistens sind Zusammenhänge jedoch nicht so linear und monokausal. Gerade bei der Nahrungsaufnahme und der daraus nutzbaren Energie scheint es deutlich komplexer zuzugehen.
    Die aus Nahrung zu gewinnende Energie hängt wohl auch davon ab, wie stark die Nahrung zerkleinert wird und ob sie roh oder gegart gegessen wird. Zusätzlich scheint es drei Haupttypen von Verdauungsmilieus zu gegen, die sicherlich auch eine Auswirkung auf die Resorption von Energie aus der Nahrung haben. Dazu kommt noch, die bereits angesprochene Frage, wie zuverlässig die zugeführte Nahrung energetisch bilanziert werden kann.
    Es spielen also sehr viele Faktoren mit hinein, so dass eine pauschale Aussage sicherlich eine Größenordnung liefert, an persönlichen Erfahrungen jedoch kein Weg vorbei führt. Ich vermute, dass wie von @micha90 angeführt, das Verdauungsystem auf Effizienz trainiert werden kann.
    Damit möchte ich den Kreis zur ursprünglichen Frage von @el zoido schließen.
    Auf kurzen Touren (bis ca. 2 Wochen) außerhalb des Winters kannst Du Dir sicherlich nicht schaden, wenn Du mit 500 - 600 g Essen pro Tag rechnest. Auf langen Touren wird es mehr sein. Wie viel, wird im Vorfeld aber nicht wichtig sein, denn in der Regel entwickelt sich das auf Tour und wenn man merkt, dass man mehr Nahrung braucht, dann kauft man halt bei seiner nächsten Versorgungsstelle entsprechend mehr ein. Da die nächste Versorgungsmöglichkeit in der Regel nur wenige Tage entfernt ist, ist man so sehr flexibel. Das funktioniert natürlich nicht, wenn man eine Tour im Expeditionsstil vor hat. Dann sollte man aber auch über ausreichend persönliche Erfahrungen hinsichtlich Nahrung auf Langstrecke verfügen und sich daran orientieren.
    Bei mir setzte beispielsweise der schon häufiger erwähnte "hikers hunger" erst sehr spät ein. Das führte dazu, dass ich mir enorme Sorgen um meine Gesundheit machte. Nachdem die "normale" Zeit bis zum Auftauchen dieses Hungers verstrichen war, ich zusehends an Gewicht verlor, aber nicht in der Lage war mehr zu mir zu nehmen, da ich es einfach nicht runter bekam, keimte etwas Panik auf. Kurze Zeit später setzte der Hunger dann von alleine so massiv ein, dass ich "fressen" konnte bis zum Abwinken. Also nicht von irgendwelchen Normen verrückt machen lassen. Hör auf Dein Gefühl und die Signale Deines Körpers! Dann passt das schon.
    Noch ein Tipp am Rande. Probier alles mögliche an Nahrung aus. Bei meinen ersten Touren führte ich völlig andere Nahrung mit als ich das heute tue. Die war damals zwar schön energiedicht aber mich gruselt bei dem Gedanken was ich damals aß. Dieses Ausprobieren kann unglaublich bereichernd sein und Deinen kulinarischen Horizont erweitern. Probier auch Lebensmittel, die energetisch im UL Bereich eigentlich nicht passen. Zum Beispiel frisches Obst und Gemüse. Die können unglaublich bereichernd sein und unterm Strich mehr bieten als energetisch sehr dichte Nahrung. Auch Ray Jardine schreibt in seinem Buch Trail Life etwas in diese Richtung.
    Viel Spaß beim Ausprobieren!
     
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    bingo reagierte auf ALF in Essenstagesrationen/Kalorienbedarf   
    Es geht nicht darum, dem "hohen Ross" der Wissenschaft zu huldigen, sondern das Wissen was Menschen über Generationen erarbeitet haben, trotz noch vorhandener Lücken und Ungenauigkeiten, nicht einfach wegzuwischen, sondern als Ausgangspunkt zu nehmen.
    Als grober Rahmen taugt der Energiegehalt der Lebensmittel sehr wohl, ebenso wie Angaben zum Minimalbedarf an bestimmten essentiellen Nährstoffen wie Eiweisen, Fetten und Vitaminen.
    Wer genug Zeit hat, kann seinen Bedarf natürlich auch selbst herausfinden.
    Aber gerade wer sich für lange und sportliche Reisen mit Lebensmitteln eindeckt, sollte die Ergebnisse der Wissenschaft beachten, sonst kann es ihm ergehen wie manchen Schiffsreisenden oder Polarforschern in vergangenen Jahrhunderten, dass bestimmte Nährstoffe oder Vitamine fehlen und er an Mangelerscheinungen erkrankt. Oder man hungert oder schleppt zu viel mit oder das falsche.
    Da erinnere ich mich an einen Reisebericht von berniehh (Bernd) und Wildniswanderer (Gerald) im ODS-Forum: 44 Tage ohne Führer und Träger durchs Innere Dolpo, Mugu und Humla. Dieser Bericht zeigt allerdings auch, das es große individuelle Unterschiede gibt: Ich zitiere:
     
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    bingo reagierte auf Jever in Essenstagesrationen/Kalorienbedarf   
    Du vergißt meinen Punkt "Langzeit". Wie GT oder ich ständig erwähnen, ist es ein grundlgender Fehler, aus Kurzzeiten auf lange Zeiten zu schließen. Ich komme bei einigen Touren mit 4-6 Müsliriegel klar (als einzige Nahrung für zwei Tage in den Bergen), würde aber nie den Wert für lange Touren (2-3 Wochen und mehr) annehmen.
    Auf kurzen Touren bis 5-7 Tagen liegt mein Verbrauch ebenfalls unter den von mir angegebenen 1kg Nahrung/Tag.
    Wie GT es schrieb und ich es bestätige: 0.9kg bis 1kg, darunter geht nichts, sobald man wirklich eine Zeitlang unterwegs ist und man die körpereigenen Reserven erhalten will und muß. Die Schwankung in der Menge beruht neben den Tourverhältnissen und dem Probanden auch darauf, daß die Lebensmittel nicht gleich viel Energie pro Gewicht enthalten. 
    De Fakto verhungerst Du mit 550g/Tag, denn bei den üblichen 400 bis etwa 450 kcal/100g Energiegehalt im Essen kommst Du gerade mal auf 2200-2500 kcal, und das ist zu wenig. Der leichtbeschäftigte Durchschnittsmensch verbraucht schon 2000 kcal/Tag, und der wandert keine zig Kilometer.
    Unter 4000-5000 kcal/Tag kommt man nicht weg. Was das Essen nicht an Energie nachliefert wird durch Körperfett und Muskelmasse gedeckt.
    Alle anderen Werte (deine auch) beruhen auf der Deckung des Mangels durch körpereigene Reserven, mehr nicht. Das geht 1-2 Wochen gut, mehr aber auch nicht.
     
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    bingo reagierte auf German Tourist in Essenstagesrationen/Kalorienbedarf   
    Hallo Jonas,
    ich beantworte Dir die Frage mal aus der Perspektive des Langstreckenwanderers, da ich in der Regel monatelang am Stück unterwegs bin.
    Zunächst mal musste ich feststellen, dass sich der Körper im Laufe einer langen Tour drastisch umstellt. In den ersten 2 - 3 Wochen komme ich mit normalen Portionen aus und habe relativ normal Hunger. Ganz offensichtlich nimmt der Körper die Wanderung zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz "ernst" und greift auf das körpereigene Fettdepot zurück. Das erklärt wahrscheinlich auch Deinen drastischen Gewichtsverlust.
    Nach diesen ca. 2 - 3 Wochen stellt sich der Körper komplett um und erkennt, dass das Wandern kein vorübergehender Zustand ist, sondern normal. Er greift nun nicht mehr auf Fettdepots zurück, sondern versucht Dir durch Heisshunger zu vermitteln, möglichst viel zu essen, um den Energiebedarf komplett durch die aufgenommene Nahrung decken zu können. Diese Umstellung hat bei Frauen dann oft zur Folge, dass die Menstruation komplett ausbleibt, denn im "Fluchtmodus" hat der weibliche Körper keine Reserven um Kinder auszutragen.
    Mit diesem Heisshunger oder "hiker hunger" kannst Du plötzlich Unmengen von Kalorien am Stück vertilgen, ohne dass Dir schlecht wird. Thruhiker essen oft, bis sie vor Schmerzen nicht mehr können. Dabei spielt es so gut wie gar keine Rolle, was Du nun isst. Auf einigen Foren werden dann ausgeklügelte Ernährungskonzepte diskutiert, die sich allerdings in der Praxis einfach nicht umsetzen lassen - und bei Heisshunger ist es Dir eh egal, was Du dann isst. Wie thrush schon sagte: Hauptsache, es ist einfach erhältlich und zuzubereiten und hat ausreichend Kalorien.
    Genau wie Thrush kalkuliere ich ca. 0,9 -1,0 kg Proviant pro Tag. Im Hiker hunger modus sind das dann 250 gr Müsli am Morgen, 400 gr Snacks über den Tag verteilt und je eine Tütenmahlzeit a la Maggi Pasta Snack oder Hüttenschmaus oder wie auch immer das Zeug heisst am Mittag und Abend. Bei den Tütenmahlzeiten kaufen Langstreckenwanderer fast immer das ganz gewöhnliche Supermarktzeug. Spezielle Backpackermahlzeiten sind auf Dauer einfach zu teuer. Die meisten Kalorien kommen über die Snacks und die sind in der Regel Schokolade, da die das beste Verhältnis von Kalorien zu Gewicht hat. Ich persönlich esse pro Tag ca. 300 gr Schokolade auf Tour!!
    Bin ich in zivilisationsnah unterwegs wie z.B. in Deutschland, kann man das Essen sehr gut aufbessern und mittags Brot und Käse/Käse essen oder sich auch mal den einen oder anderen Luxus wie frisches Obst, Joghurt und dergleichen mitnehmen.
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    bingo reagierte auf CaveMan in Tarp mit Moskitonetz   
    Hallo zusammen!
    Nachdem ich schon einige Zeit immer mal wieder hier mitlese, möchte ich mein eben beendetes MYOG-Projekt zum Anlass nehmen, auch mal was zu posten. Nach einigen Kleinigkeiten wie Regenrock und Silnylon-Packsack habe ich mich mal an ein "Tarp" gewagt. Wie auf den Bildern zu sehen, habe ich viel geklaut, allen voran einem alten Projekt, das 2008 hier im Forum gepostet wurde. Ein bisschen Tarptent ist drin, ein bisschen Golite Lair... Das Moskitonetz vorne lässt sich mittig mit einem RV teilen, hinten gibts ein Fenster, das bei Schlechtwetter mit Klettband zugemacht werden kann. Eigentlich sollte es von innen verschließbar sein, aber wenn man zu blöd ist, das Teil richtig rum anzunähen, muss jetzt halt einer bei Regen aufstehen und außenrum laufen
    So ganz zufrieden bin ich nicht, da die meisten Nähte eher so aussehen, als hätte sie ein betrunkenes Baby genäht. Leider habe ich auch die Apsis vergeigt, sie lässt sich nicht wie geplant 60 cm nach vorne aufspannen. Eigentlich sollte das Ding in ein paar Wochen auf dem PCT zum Einsatz kommen, aber ggf. greife ich dafür doch auf ein vertrauenswürdigeres Produkt von Tarptent zurück.
    Das Tarp ist für 2 Leute gedacht und ist vorne 150 cm breit. Da ich das schwerere 40den SilNylon von ExTex genommen habe, wiegt das Oberteil 515 g. Die Bodenplane ist der Nylon-Zeltboden von ExTex (90 g/qm) und wiegt leider auch noch mal über 280 g... vielleicht kommt da noch was Leichteres her. Ich hätte noch TPU-beschichtetes Ripstop Nylon mit 40den da, meint ihr das taugt auf die Dauer als Bodenplane?
    Grüße
    Sebastian



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    bingo reagierte auf nassersand in Tarp, so schwarz wie die Nacht(plus Polycryo-Bathtub)   
    Huhu,
    Ich habe mir für ein Tarptent-Nähprojekt 36g/m^2 Silnylon bei ExTex bestellt, als es ankam, musste ich erstmal, das Licht anmachen, um mich zu vergewissern. Statt laubgrün war es schwarz - hatte die falsche Farbe bestellt. Fand das aber nicht so schlimm. Das nutzte ich, um vor der aufwendigeren Näherei für das Tarptent, wenn es denn überhaupt eins wird, ein wenig zu üben. Wollte nämlich noch ein Tarp für eine Person mit Beaks. Bei den Maßen habe ich mich am MLD Grace Solo orientiert, aber dann doch eher frei gestaltet.

    Der Aufbau war überraschend einfach (bin nicht so versiert im Tarp-Aufbau) und dafür, dass ich wirklich schnell (man könnte sagen schluderig) gewerkelt habe, bin ich sehr zufrieden. Schönheits-Flecken hat es hier und da: die Verstärkungen an den Stockaufnahmen sind nicht so schick und die doppelte Kappnaht der Firstlinie könnte als breiteste Kappnaht ins Guiness-Buch eingehen, aber alles ist versiegelt (wie man sieht ) und sollte dicht sein, das ist mir am wichtigsten.

    Das 36g-Material braucht anscheinend keinen CatCut.

    Hinten sind die Schotten dicht.
     
    Weil ich ein Freund von Knoten bin, sind alle Ecken mit Klemmknoten verstellbar, bis auf die Firstlinie (Beak kann trotzdem hochgezogen werden).

    Dazu habe ich mir noch einen Bathtub-Floor aus Polycryo gebastelt. Werde den so wohl nicht nutzen (vertraue dem Material irgendwie nichts zu), aber der ist für das Tarptent dann praktisch zum Abmessen des Platzes und ich bin doch sehr überrascht, wie gut sich die Seiten einfach so hochziehen (durch Maurerschnur an den Eckverstärkungen).
    Die Waage sagt wie folgt:

    268g für das Tarp inkl. Beutel (ca. 7g).

    51g für den Polycryo-Floor inkl. Beutel (ca. 5g).
    Alles zusammen nichts besonderes, aber weil so lange keine Tarps oder Zelte mehr im MYOG-Bereich waren,...es muss doch weiter gehen und ich bin stolz, dass die Nähmaschine und ich nun doch schon fast Freunde geworden sind.
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    bingo reagierte auf Andreas K. in Tarptent aus China   
    Das ist sehr schlecht. war auf einen der vergangenen Forumstreffen zu sehen. Es lässt sich nicht straff abspannen.
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    bingo reagierte auf wilbo in Aliexpress Trailstar vs Original   
    nee, das material ist ähnlich dünn, wurde aber doppelt gelegt. im zweifel würde ich immer eine zusätzliche verstärkung aus zeltbodenmaterial innen festnähen.

    ach ja, der pyramid-aufbau ist mir auch erst gestern eingefallen.

    im unterschied zum orginaltrailstar steht der clone so etwas höher und die seitenwände sind ein wenig steiler.
    bei der übertragung des schnitts in skechup ist mir aufgefallen, dass die winkel an der basis nicht 56 grad wie beim orginal, sondern 57,7 grad sind. ich werde die winkel nochmal direkt am tarp rmessen.

    in der diagonale konnte ich mit 1,85 gerade so liegen. das fußende vom schlafsack würde ich allerdings wegen kondenz abdecken wollen.
    den falteingang an der ecke kann man übrigens prima von innen schliessen.
    lg. -wilbo-
     
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    bingo reagierte auf wilbo in Aliexpress Trailstar vs Original   
    ... jetzt stand der clone zwei tage bei uns im regen und das nylon dehnt sich erstaunlich wenig. dazu muss ich sagen, dass ich das tarp anfangs (trocken) recht stramm aufgebaut habe.
    hier einige fotos:

    und nochmal details von innen:

    der verarbeitungssandard ist dem vom orginal gleichzusetzen.
    den stoff und den verarbeiteten faden habe ich noch nicht geprüft.
    lg.-wilbo-

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