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Ultraleicht Trekking

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JoSt

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    JoSt hat eine Reaktion von Genuss erhalten in Quilt + Isomatte   
    Ich zitiere mal aus einer PN von Stromfahrer:
     
  2. Gefällt mir!
    JoSt reagierte auf Christian Wagner in Deneck- ein Pyramidenzelt für zwei Personen   
    Ich hatte wieder Mal einen Tag frei und konnte so ein neues Pyramidenzelt realisieren. Nach dem Piton ist es dieses mal aus knapp fünf Metern Stoff, allerdings passen auch zwei Personen rein.
    Für den catenary cut habe ich 3 cm Durchhang gewählt, es könnte ruhig noch ein cm mehr sein. Wobei die Kante vorn im Bild so faltig steht da ich beim Zuschnitt einen Fehler gemacht habe. Die anderen Kanten sind faltenfreier.
    Im Gegensatz zum Piton ist der Fadenverlauf der einzelnen Stoffbahnen sehr klassisch und entspricht dem der meisten kommerziell hergestellten Pyramidenzelte- parallel zur Unterkante und senkrecht nach oben.
    Verschnitt gibt es bei knapp 5m Stoff so gut wie keinen, als einziges Zugeständniss deswegen gibt es eine mittige Naht zusätzlich auf einer der Schmalseiten.
    Die Abmessungen dürften in etwa dem alten Duomid von MLD entsprechen. Zwei Personen kommen gerade noch so unter. Es ist dann ein ein Zelt zum Schlafen, nicht unbedingt um tagelang Schlechtwetter abzuwettern. Für eine Person ist es ein Palast.
    LG, Christian
  3. Danke!
    JoSt hat eine Reaktion von naturbezogen erhalten in Münchner Stammtisch   
    Bei Interesse kann ich einen Huckepacks Phönix zur Ansicht mitbringen.
  4. Witzig!
    JoSt reagierte auf Trekkerling in PCT 2020   
    Achtung! Neue Permit Regeln für den PCT wurden auf ultralight jerk gepostet... Klick
  5. Danke!
    JoSt reagierte auf hmpf in MYOG Nähkoffer - nützliches Zubehör und Werkzeug   
    Je besser die Werkzeuge, desto besser das Ergebnis, daher soll hier eine kleine Sammlung von Hilfsmitteln für MYOG Projekte an der Nähmaschine entstehen.
    1           Planung
    1.1         Software zum Erstellen eigener Schnittmuster
    Zwar habe ich 13 Jahre lang Mathe-Unterricht genossen aber dennoch gehören Algebra und Geometrie nicht zu meinen Stärken. Deswegen bin ich auch Geisteswissenschaftler :D. Zum Glück gibt es Software, mit der man dieses Defizit ausgleichen kann.
    Leider kann ich für die Erstellung von Schnittmustern nur kostenpflichtige Software empfehlen, weil ich mit anderen Programmen keine Erfahrung habe und diese auf den Rechner im Digilab der Bibliothek verfügbar sind.
    Zunächst ist da SketchUp von Google. Dieses Programm ist übersichtlich und bietet sich für den Einstieg an. Es lassen sich einfache geometrische Formen einfügen, Längen und Winkel bestimmen. Es ist für MYOG Projekte mit geraden Linien vollkommen ausreichend und die erstellten Modelle lassen sich auch maßstabsgetreu ausdrucken.
    Wesentlich komplexer und daher auch mit mehr Möglichkeiten ausgestattet ist Rhino 3D. Auf dieses Programm hat mich @Andreas K. gebracht und bin ich nachhaltig beeindruckt. Es erfordert m.E. eine intensivere Einarbeitung, dafür lassen sich aber auf professionelle Ergebnisse erzielen.
    1.2         Software zum Skalieren von Vorlagen
    Für viele Projekte liegen Anleitungen mitsamt Schnittmuster vor, die man getrost übernehmen kann. Der große Vorteil hierbei ist, dass bereits alles durchdacht ist und Denkfehler und Schwierigkeiten dokumentiert sind. Weiterhin hat man mit Glück jemanden zum Ansprechen bei Problemen mit der Umsetzung.
    Gerade bei Kleidung und Schlafsystemen gibt es unterschiedliche Größen und es lohnt sich die Vorlage zu vergrößern oder zu verkleinern. Ein hilfreiches kostenfreies Programm dazu ist Poste Razor Link zu Chip. Hiermit lassen sich Bilder in beliebiger Größe ausdrucken und eine Vorlage auf mehrere Blätter verteilen, die im Anschluss nur noch zusammengeklebt und beschnitten werden müssen.
    1.3         Papiermodelle und Schnittvorlagen
    Nicht immer gelingt es, von einem Bild auf dem platten Bildschirm auf das fertige Projekt in 3D zu schließen. Gerade, wenn nur ein Schnittmuster vorliegt lohnt es sich Papiermodelle im Maßstab von 1:10 anzufertigen. Auf die Idee bin ich durch den Blog von @HAL23562 (Link zu plünnenkreuzer) gekommen.
    Ist der Schnitt dann optimiert bietet es sich an, eine Schablone herzustellen. Zum einen lässt sich schwieriges Material wie dünnes, silikonisiertes Nylon wesentlich besser schneiden und zum anderen geht die Herstellung eines zweiten Modells schneller.
    Wenn die Projekte etwas größer sind, wird dementsprechend mehr Pappe benötigt (falls man nicht wie @Southern Flyer alte Seekarten oder wie @wilbo 150 x 5000 cm Backpapier am Start hat). Anfangs habe ich aus runtergerockten Umzugskartons eine Patch-Work Pappe zusammengebastelt. Inzwischen gehe ich aber zum Fahrradladen um die Ecke, der hat immer riesige Versand Kartons parat und ist froh, wenn er nicht immer die Altpapiertonne stopfen muss. Alternativ war ich auch schon mal beim Möbel-Laden an den Containern und hatte ebenfalls eine riesige Auswahl.
    2           Abmessung und Anzeichnen
    2.1         Gerade Linien
    Damit die Linien auch wirklich gerade werden lohnt sich ein Besuch im Baumarkt, um folgendes zu kaufen:
    Trapez-Kartätsche: wird eigentlich zum Verputzen benutzt und hat eine abgeflache Kante, an der man wunderbar den Stift, den Rollschneider und den Heißschneider entlangführen kann. Ich selbst habe eine 2m lange aus Alu von Obi für 25€ und würde beim nächsten mal auch 2,50m kaufen, da gerade die Schnittkanten bei Tarps so lang sein können.
    Kreuzlinien-Laser: Am Anfang ein Strich und am Ende, dann den Laser angelegt und die Linie nachgezeichnet, das wars. Super praktisch. Kostenpunkt sind 10-25 €. Gibt es manchmal auch beim Discounter.
    Winkel: Alternativ zum Laser gibt es im Baumarkt auch zahlreiche Winkel, in verschiedenen Größen und Materialien, von denen sollte auch einer in den Einkaufswagen
    Neben dem unerlässlichen Zollstock komnmen weitere Messwerkzeuge hinzu: Messschieber (nützlich, um die Nähbreite abzumessen), Geo-Dreieck, 360Grad Winkelmaß (hab ich eigentlich noch nie gebraucht) , extra breiter Messschieber (damit lässt sich gut die Nahtzugabe einzeichen). 
    2.2         Kurven
    Erneut gebührt der Dank @HAL23562 der eine einfache Methode zur Anfertigung von catenary cuts veröffentlicht hat (Link zu plünnenkreuzer). Voraussetzung dafür ist eine vorhandene originalgetreue Schablone. Dazu werden noch Bleischnur, eine Wasserwaage und ein paar Pinnwand – Nadeln benötigt.
    2.3         Anzeichnen
    Für das Anzeichnen selbst sind auch verschiedene Hilfsmittel nötig, da nicht überall die Universal Schneiderkreide (Stichwort für den Onlineshop: Schneiderkreidestift oder Kreidestift, Kosten: 3- 5 €) deutlich zu sehen ist. Gerade bei beschichteten Stoffen muss man nur einmal darüberwischen(wie es bspw. @doman bei der Anfertigung seines Kältebrücken freien Schlafsacks passiert ist) und schon ist nichts mehr zu sehen.
    Für kurze Linien hat sich beim mir ein Stück Seife bewährt, was mit dem Messer angespitzt auch sehr fein malt. Leider ist der Abrieb sehr hoch und die Seife wird schnell unpräzise.
    Wenn die Striche hinterher eh in der Naht verborgen sind, geht auch ein schmaler Edding, der hat bisher auf jeder Beschichtung gehalten.
    Für unbeschichtete Stoffe habe ich in verschiedenen Farben Magic Marker (Kosten: 2 -5 € pro Stück), dessen Füllung an der Luft oxidiert und damit nach einiger Zeit verschwindet. Daher sind diese nicht dafür geeignet, wenn auf die Anzeichnung nicht unmittelbar der Zuschnitt folgt. 
    Für meinen letzten Rucksack habe ich Cordura und Nylon mit PU Beschichtung verwendet, hierbei haben sich Buntstifte aus dem Grundschul-Etui absolut bewährt. 

    Damit der Stoff beim Anzeichen nicht verrutscht, sollte er beschwert werden. Dazu eignet sich alles Mögliche: Reissäcke, Dosen, Kissen, Einmachgläser, Unterlegscheiben M6 (Tipp von @ThomasK), 10 Kg Gewichte vom Flohmarkt (wie @wilbo sie verwendet).
    3           Zuschnitt
    Eine der nervigsten Eigenschafften von dünnem Nylon ist das Ausfransen der Ränder (Hier sieht man, was bei unversiegelten Nähten passieren kann). Gerade, wenn der Stoff noch mehrfach verschoben oder nach dem Zuschnitt noch gelagert wird, lösen sich die Ränder auf und die Schnittkante ist nicht mehr einheitlich gerade. Der Versuch mit dem Feuerzeug, die Kanten zu versiegeln ist bei mir stets gescheitert. Wesentlich besser lässt sich mit einem einfachen Lötkolben arbeiten (gibt es auch oft im Discounter oder massenhaft auf Ebaykleinanzeigen: 10-15 €). Einfach an der Trapezkartätsche entlanggeführt ist die Kante gerade und versiegelt.

     
    Präziser und professioneller aber auch teurer ist ein Heißschneider (70-90 €) mit spezieller  (20 - 30 €) Schneidespitze. Damit lässt sich auch Gurtband sehr gut versiegeln. Damit die Spitze nicht wegen der Unterlage abstumpft und die Hitze verlustfreier übertragen wird, empfiehlt sich ein spezieller Schneidefuß, der entweder für 30 Euro erworben oder mit einem U-Profil aus dem Baumarkt für 5 Euro nachgebaut werden kann (Der Dank geht für dieses Idee geht an @doman von crosshammock.com).

     
    Sofern ohne Schneidefuß gearbeitet wird, sollte eine möglichst flache Ebene untergelegt werden. Bei mir sind es einfach zwei Laminatteile vom Sperrmüll. Von @kra kam aber auch noch der Tipp Linoleum-Bodenbelag vom Bodenleger aus dem Restelager zu besorgen.
    Eine weitere Alternative, die @khyal im Nähkoffer hat (aber hauptsächlich Seile damit schneidet), ist eine Lötpistole mit entsprechender Seilschneidespitze. Dieses Set liegt im Preisbereich von 20-30€ und bietet gegenüber dem einfachen Lötkolben den Vorteil, Hitze auf Knopfdruck zu liefern und ergonomisch besser in der Hand zu liegen. (Ein klassischer Brennpeter wird quasi wie ein Stift geführt)
    Für alle anderen Stoffe lohnt sich die Anschaffung einer ordentlichen Schneider-Schere  (> 20€) und eines Rollschneiders (15 -25 €)Gerade mit dem Rollschneider lassen sich Rundungen besser schneiden. Das ist zumindest mein Empfinden. Was besser geeignet ist, hängt eigentlich nur von den Skills und den Vorlieben ab. Damit die Rollschneider-Klinge scharf und das Parkett makellos bleibt, bietet sich eine Schneidematte an (ab 20 €), sonst macht das Schneiden keinen Spaß. Es sollte eine Matte mit mehrere Schichten sein, diese schont die Klinge und die Nerven.

    4           Nähen
    4.1         Fixierung
    Nachdem nun alle Teile natürlich fein säuberlich zugeschnitten sind, kommt die nächste Herausforderung: das eigentliche Nähen. Doch bevor die Nadel den Stoff durchlöchern darf müssen die einzelnen Teile aufeinander fixiert werden.
    Stecknadeln und Wonder Clips: Über lange Zeit haben sich Stecknadeln zum Abstecken bewährt. Sie sind günstig und universal und wenn sie exakt im 90 Grad Winkel zur Naht stecken,  lässt sich auch direkt darüber nähen (auch wenn ich das nicht empfehle, da die Nähmaschine Nadel dadurch Schaden nimmt). Ein gewichtiger Nachteil ist, dass die Nadeln weitere Löcher verursachen und den Stoff unnötig schwächen, deshalb gibt es als Alternative sogenannte Wonder Clips. Mit ihnen lässt sich alles, was am Rand liegt mühelos fixieren ohne den Stoff zu beschädigt. Stecknadeln und Clips sollten in ausreichender Stückzahl vorhanden sein, für einen Quilt habe ich bspw. 50 Clips (15 €) benötigt, damit auch ja nichts verrutscht.

    Klebe– Stift, wenn’s mal rutschig wird: Bei glatten, rutschigen Stoffen hilft es sie vor oder beim Abstecken zusätzlich mit einem Klebestift zu fixieren. Dadurch können beide Stofflagen nicht so einfach gegeneinander verrutschen und die Maschine hat es leichter mit dem Transport. Etwas aufwendiger, dafür genauer hat auch @ULgeher einen Tramplite Klon angefertigt und eine bebilderte Anleitung geliefert.
    Vielfach wird bei der Buffle-Herstellung eines Daunenquilts Maler-Klebeband verwendet, um die Moskitonetz Streifen auf Position zu halten. Beispiele dazu:
    03.2016 Karo Step von @Raeuberin, 02.2018 Querkammern von @bergziege, 01.2018 Karo Step von @Southern Flyer,  06.2019 Karo Step @Jonathan,  11.2019 Schlafsack mit Querkammern von @doman Deshalb sollte auch Maler Klebeband in keinem MYOG-Nähkoffer fehlen.
    4.2         Maschine
    Nadel und Garn: Die richtige Kombination von Nadel, Faden, Stoff und Maschine ist essentiell und eine Wissenschaft für sich. Daher soll an dieser Stelle kein Ratgeber für die richtige Auswahl stehen, sondern nur auf die in diesem Forum geläufigsten Garne eingegangen werden. Als Nadeln wird stets die Microtex Variante (ab 4€ für ein 5er Paket)empfohlen (wie hier von @micha90 in seiner grandiosen Anleitung für einen Kunstfaser Quilt), da diese mit ihrer dünnen Spitze dem Stoff am wenigstens schaden.

     
    Und als Garn gibt es die Wahl zwischen einem Polyester Garn von Alterfil  (4€) und einem Polyester Garn mit Baumwollkern, beim Hersteller Rasant bekannt unter dem Namen Corespun. Dieses empfiehlt der Profi Waldschneider @Andreas K. in seinen zahlrreichen, detaillierten Anleitungen zur Rucksackherstellung, weil bei Nässe der Kern aufquillt und die Nahtlöcher abdichtet.
    Die Anleitungen von @Andreas K. in chronologischer Reihenfolge: 
    08.15 Ein Rucksack mit Rollverschluss,  12.2015 Ein robuster Rucksack für Wintertouren, 07.2016 und noch ein Rucksack, 07.2016 Und noch ein Rucksack... UPDATE, 09.2016 Ein Rucksack mit Frontöffnung, 01.2018 Ein robuster großvolumiger Rucksack für Wintertouren, 01.2018 Ein Rucksack mit Frontöffnung - Finale Version Wenn man mehrere Garne zur Auswahl hat und diese sortieren will, kann man einfach wie @ThomasK (Link zum Beitrag) und @ALF (Link zum Beitrag) Nägel auf ein Brett schlagen und die Spulen daraufstecken. @doman empfiehlt, das Garn nicht offen zu lagern, um Verschmutzungen, die die Funktion einschränken zu vermeiden. 
    Einfädler und Fadenschere: um den Faden durch das Nadelöhr zu führen braucht es eine ruhige Hand oder eine Einfädel-Hilfe. Einige Maschinen haben solch ein Teil integriert, ansonsten gibt es Nadeleinfädler, die man im Multiuse auch zum Zeckenentfernen nutzen kann, falls man mal eine Nähmaschine samt Zubehör mit auf Tour nimmt :D.
    Eine scharfe Fadenschere macht richtig Spaß, am Anfang habe ich entweder den integrierten Faden Abschneider oder eine Nagelschere benutzt. Seitdem ich eine Fadenschere habe, freue ich mich auf jedes Nahtende. Wichtig ist dabei, entweder eine mit ab montierbaren Klingen zum Schärfen zu kaufen oder mehrere parat zu haben. Eine stumpfe Schere macht weder beim Stoff, noch beim Faden Spaß. (Die weiße Schere war schnell stumpf und quietscht, die schwarze hält schon länger und lässt sich schleifen) 

    Nahtauftrenner: Ebenfalls unerlässlich ist ein Nahtauftrenner, am besten gleich mehrere, denn ein stumpfer Trenner richtet mehr Schaden an, als er behebt.

    Nähfüße: Grundsätzlich lässt sich alles mit dem Universalfuß der Nähmaschine bewerkstelligen. Welcher Fuß eine sinnvolle Ergänzung ist und arbeitserleichternd wirkt ist abhängig von der Maschine und vom Fuß selber. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Kapper für meine Pfaff 90 gemacht (Hier ein Video zur Funktion von Bernina). Immer wieder kommt die die Frage auf (wie jüngst in diesem Thread) ob ein Obertransportfuß sinnvoll ist. Dies ist eine gute Lösung, wenn kein Geld für eine teurere Maschine mit nativen Obertransport ausgegeben werden soll. Allerdings ist es auch umständlicher damit zu arbeiten, weil er laut rattert, das Sichtfeld auf die fertige Naht versperrt und nur vorwärts nähen kann.

    Stichplatte: Für richtig dünne Stoffe (10D abwärts) kann sich auch eine Geradstichplatte für die Nähmaschine lohnen. Das Loch in der Platte ist genau auf den Geradstich angepasst und der Stoff wird nicht mehr in das Unterfadengehäuße hineingezogen. Leider gibt es diese nicht für jedes Modell, deswegen verweise ich erneut auf die Quilt Anleitung von @micha90, wo jene Platte empfohlen wird.
    Anschiebetisch: Bei langen Nähten, wie sie beim Tarp-, Rucksack- und Quiltbau des Öfteren vorkommen sollen, ist Anschiebetisch sehr nervenschonend. Hierzu benötigt es eigentlich nur eine Stichsäge und ein rechteckiges, ebenes Stück Holz vom Sperrmüll und irgendwas als Füße.


    Weiteres Zubehör für die Maschine: Wenn die Naht exakt werden soll kann man auch einen Seitenanschlag zur Hilfe nehmen, an dem die Stoffkante gleichmäßig entlanggeführt wird. Bei meiner Maschine ist ein Anschlag zum anschrauben mit dabei, es gibt aber auch magnetische Hilfen, die sich auf mechanischen (keine computergesteuerten) Maschinen befestigen lassen.
     
    Reinigung und Wartung: Mit der Zeit sammeln sich allerhand Flusen und Fadenreste an und verstopfen die Mechanik der Maschine, daher sollte sie regelmäßig mit einem Pinsel gereinigt werden. Dazu schraube ich mit einem passenden Schraubendreher oder einer passenden Geldmünze die Stichplatte ab und pinsele alles weg, wo ich rankomme, danach puste ich mit einem Blasebalg, der früher der Objektivreinigung diente hinterher (das mit der Druckluft ist allerdings ein umstrittenes Thema und wird oft abgeraten).
    Bei mechanischen Maschinen darf alle paar Nähstunden ein Tropfen Nähmaschinen Öl nicht fehlen.

    Einige Stoffe lassen sich auch komplett Kleben, dazu wird dann noch ein Tapetenroller oder eine Andrückrolle, sowie ein Spatel zum Verteilen des Klebers benötigt. Tipps zum Kleben von silikonisierten Stoffen finden sich hier im Forum und bei Plünnenkreuzer, für Dyneema gibt es hier im Forum auch einen Thread.
    Welche der gezeigten Helferlein findet ihr überflüssig und was fehlt noch in meinem Nähkoffer? 
  6. Gefällt mir!
    JoSt hat eine Reaktion von Trekkerling erhalten in Münchner Stammtisch   
    @crisensus @Bea @Trekkerling @sasper @cergol @flächenbelastung @JoSt @nats @Mokrash @mosven @scrummy @BitPoet @naturbezogen
    Hallo Stammtisch München
    Der/Das Doodle tendiert, nach meiner Interpretation, zu Mittwoch den 27.11.
    Wann wollen wie den Termin fixieren? Morgen 10:00 Uhr?
    Kennt jemand einen geeigneten Treffpunkt?
  7. Danke!
    JoSt hat eine Reaktion von crisensus erhalten in Münchner Stammtisch   
    Doodle
    https://doodle.com/poll/75fyc63i5sri2mq8
  8. Gefällt mir!
    JoSt hat eine Reaktion von Trekkerling erhalten in Münchner Stammtisch   
    Ich habe im Doodle mal alle Termine eingetragen, wo noch nichts in meinem Kallender steht. Ich hoffe das da nicht noch jemand einen Termin reinschiebt.
  9. Gefällt mir!
    JoSt reagierte auf Trekkerling in Eselsweg Spessart   
    Dank @Volker jetzt auch ein paar Bilder vom Weg

    Hier erkennt man etwas Kopfsteinpflaster

     
  10. Gefällt mir!
    JoSt reagierte auf Trekkerling in Eselsweg Spessart   
    Hallo liebes Forum,
    nachdem eine Suche hier im Forum nichts ausgespuckt hat, dachte ich, ich sollte vielleicht kurz mal den Eselsweg vorstellen, den ein Mit-Forist und ich letzte Woche gegangen sind. Für einen richtigen Reise- oder Tourenbericht reicht meiner Meinung nach unser Tour-Erlebnis nicht aus, spannende oder spektakuläre Ereignisse gab es wenig.
    Der Eselsweg ist knapp 110 lang und verläuft in Nord-Süd-Richtung (oder natürlich auch umgekehrt) durch den gesamten Spessart. Startort war bei uns Schlüchtern in Hessen und wir sind in knapp 3 3/4 Tagen bis Miltenberg (oder offiziell Großheubach, aber da ist der Bahnanschluss schlechter) in Bayern gegangen. Da wir wegen den derzeit nicht so langen Tagen eher kürzere Tagesetappen gelaufen sind, würde ich behaupten, dass sich der Weg zu anderen Jahreszeiten, also Frühling bis Herbst, somit auch sehr gut als verlängerte Wochenendtour eignen würde.
    Der Weg zeichnet sich dadurch aus, dass er einer alten Handelsroute folgt. Diese historische Handelsroute (manchmal läuft man auf Kopfsteinpflaster durch den Wald) wollte die feuchten, morastig-sumpfigen und unsicheren Täler meiden und war somit als Kammweg angelegt. Das merkt man dem Weg heute auch noch an. Nachdem man erstmal die entsprechende Höhe erklommen hat, geht es die darauf folgenden Tage eher moderat auf und ab. Nur am letzten Tag ging es dann wieder ziemlich lange und steil bergab zum Kloster Engelberg.
    Aussichtspunkte sind aber dabei rar gesät, weil man die allermeiste Zeit im Wald ist. Aber dafür in einem schönen Mischwald, mit viel Buchen- und Eichenbeständen.
    Unterwegs findet man immer wieder Unterstands- und Schutzhütten, zum Teil extrem gut ausgebaut mit Fenstern und Betonboden, so dass mit guter Planung das Tarp eher selten ausgepackt werden muss. Rein theoretisch wäre auch eine Übernachtung in einem der Trekkingcamps bei Rothenbuch möglich, die hatten bei uns aber leider schon zu.
    Einkehren kann man auch relativ häufig, da mit dem allgemein zugänglichen Clubhaus des Golfclubs Spessart, der Gaststätte 'Waldhaus Zum Engländer' und dem 'Forsthaus Echterspfahl' drei Gaststätten direkt am Weg liegen. Theoretisch gäbe es auch noch andere Einkehrmöglichkeiten (Campingplatz Wiesbüttsee, hier könnte man natürlich auch übernachten, und Freizeitpark bei Bellings, die hatten beide bei uns aber Betriebsurlaub, und außerdem die Autobahnraststätte an der A3), die haben wir aber nicht benutzt.
    Als wir unterwegs waren, haben wir abseits der Autobahn, die wir ca. einen halben Tag recht gut gehört haben, wenig bis gar keinen Straßenlärm der nahen Hochstraße gehört. Das kann aber in der Motorradsaison natürlich ganz anders sein. Erstaunlicherweise haben wir aber recht viel Fluglärm von Passagiermaschinen gehört, muss wohl eine Einflugschneise (Frankfurt?) in der Nähe sein. War aber nicht extrem störend.
    Markiert ist der Weg exzellent. Fast immer ist an Kreuzungen der Weiterweg an einem Baum in Laufrichtung ein paar Meter weiter markiert, so dass man eigentlich ohne Karten oder so auskommt (Fast! Ein zwei Mal hätten wir uns dann doch beinahe verlaufen, wenn wir nicht auf LocusMap vertraut hätten).
    Die Wege sind dabei ziemlich gemischt. Es gibt längere Forststraßen-Abschnitte, aber auch längere Passagen auf kleinen Pfaden. Ziemlich typisch für deutsche Mittelgebirge, würde ich sagen.
    Alles in allem eine sehr schöne Wandergegend, in die ich bestimmt nochmal zurückkehren werde. Das Ganze ohne Schneeregen und Sturm, bei längeren Wandertagen ohne Stirnlampe abends wäre dann vielleicht etwas weniger abenteuerlich, aber dafür mit Laub an den Bäumen und vielleicht dem ein oder anderen Wanderer auf dem Weg (wir haben in den 4 Tagen vielleicht ein Dutzend Menschen im Wald getroffen) wirkt die Strecke bestimmt komplett anders.
    Ach ja, nachdem ich die Ausrüstungs-Kritiken nach irgendwelchen Thruhikes immer so klasse finde, jetzt mal nach unserem 'Thruhike' noch ein paar Sachen, die mir an meiner Ausrüstung aufgefallen sind (und weil man aus Fehlern anderer auch gut lernen kann):
    Das Trekkertent 2,80x1,80m Cuben Tarp hat sich in einer Nacht innerhalb eines ansonsten sehr offenen Pavillons in A-Form aufgestellt bewährt. Da ist Flat-Tarp natürlich klasse. Ansonsten kam es in einer Nacht bei mir an die Grenzen, das lag aber eher an den zu kurzen Nano-Heringen, die im weichen Waldboden zuerst nicht gut hielten. Im Grunde haben sie dann richtig tief in den Boden reingetreten zwar doch die Nacht durchgehalten, beim Kumpel waren die langen Nanos aber von Anfang an bombenfest, da werde ich also bald aufrüsten. Ansonsten blieb ich drunter trocken, auch wenn bei mir bei ähnlichen klimatischen Bedingungen vielleicht in Zukunft doch etwas mehr 'Zelt' (mein SMD Wild Oasis oder Lightheartgear Duo) mitkommen wird.
    Der Comforter L430 war bei fast jede Nacht geschätzt knapp am Gefrierpunkt mit ME Notfall-Bivy innen als VBL und BorahGear Bivy außen rum mit MH Ghost Whisperer und langer Schlafunterwäsche auf der Standard NeoAir fast schon zu warm. Ich hatte das Gefühl, dass da noch Reserven gewesen wären. Bei zwei von drei Nächten hatte ich ihn oben und seitlich offen, um mal schnell Wärme ableiten zu können. Aber ansonsten: Daumen hoch für den Comforter und das Schlafsetup!
    Wie immer war der LaBu Packraum ein Traum, ideale Größe für so eine Tour, saubequem, relativ wasserdicht, alles super.
    Esbit entwickelt sich zu meinem absoluten Lieblingsbrennstoff und die anderen Kocher werden es zunehmend schwerer haben, mal aus meiner Ausrüstungskiste rauszukommen.
    Kleidungstechnisch war ich obenrum eher zu kalt unterwegs mit einem langen T-Shirt, einer Windjacke, dem AsTucas-Kapuzenshirt aus KuFa und der Berghaus Vapourlight Hyper Smock. Dafür hat mich letzterer bei drei Tagen Dauerregen doch wieder überzeugt mit Wasserdichtigkeit und guter Atmungsaktivität. Beim nächsten Mal bei solchen Bedingungen würde ich aber statt dem AsTucas-Hoodie eher den Decathlon-Forclaz-Fleece mitnehmen, bei Pausen oder wenn es weniger anstrengend war wurde es doch etwas frisch.
    An den Beinen war meist alles okay mit der leichten Wanderhose von Decathlon, der AsTucas Milaris und optional einem MYOG-Regenrock. Nur bei dauerhaftem Starkregen und Wind wurde es an den Beinen doch etwas frisch, daher kommt beim nächsten Mal vielleicht doch eine richtig wasserdichte Hose anstatt der Milaris mit. Und an den Füßen kämen das nächste Mal Goretex-Stiefel mit. Dreieinhalb Tage dauernasse kalte Füße waren am Ende nur mit Sealskins noch erträglich, mit denen ging es aber dann ganz gut.
    So, dass wäre es erstmal, mehr fällt mir gerade nicht ein.
    Falls Ihr noch Fragen habt, her damit.
    Liebe Grüße
    Trekkerling
  11. Gefällt mir!
    Also Leute, ihr haut mich weg. Die Maximalzahl meines Pledges ist 32 und bereits deutlich überschritten. Nach Lage der Dinge würden bei Erfolg mehrere Teilnehmer 2 Stücke erhalten, die übrigen nur 1 Stück. Und das Kickstarter-Projekt läuft noch 28 Tage.
    Da ich die Bedingungen nachträglich nicht ändern kann und will, müsste ich das Pledge verdoppeln. Das mache ich gern für euch, aber nicht mehr auf eigenes Risiko. Daher folgendes Angebot:
    Das Ergebnis des folgenden Verfahrens wäre m. E. fair: Alle bisherigen und zukünftigen Teilnehmer werden behandelt wie bisher. Wer jedoch mit ins Risiko geht, wird bei Erfolg des Projekts statt dessen vollständig aus einem zweiten Pledge bedient.
    Ihr bestätigt durch ein Like dieses Beitrags, dass ihr mit 3 Euro pro Wunschstück mit ins Risko gehen wollt. Es gilt eure bereits gepostete Wunschliste. Die Reihenfolge des Klicks entscheidet. Sobald 32 Stücke bestätigt wurden verdoppele ich mein Pledge auf 64 und sende euch anschließend meine PayPal-Anforderung. Wer binnen 5 Tagen zahlt, ist dabei und erhält aus dem zweiten Pledge nach Restzahlung die vorab von ihr/ihm gepostete Anzahl. Keine Mengenänderungen im Vergleich zum Post bitte, keine Teilmengen, ich muss das schließlich auch verwalten können. Kommen nicht genug Teilnehmer dieses Posts zusammen, gibt es auch kein weiteres Pledge. ACHTUNG: Risikokapital. Der Betrag ist kleiner als die Kosten und deckt nur teilweise das zusätzliche Pledge. Keine Erstattung. Vertraut mir oder lasst es bleiben. Ob das Kickstarterprojekt erfolgreich ist, liegt nicht in meinen Händen. Mein Geld ist ggf. auch weg. Bitte diskutiert das Prozedere nicht mit mir oder zerfledert den Faden mit Alternativen. Ist ein Angebot, das fair funktionieren soll, aber euch bei Teilnahme ein ungedecktes Risiko überträgt.
    Abschließend noch einmal der Hinweis: Hinterfragt auch das Produkt. Nur weil ich da mitmache, muss es nicht gut sein.
  12. Gefällt mir!
    JoSt reagierte auf doast in PCT Gear Review 2017   
    Mir persönlich gefallen Gear Reviews nach großen Touren immer sehr gut. Das hilft dabei Erfahrungen oder Fehler die andere bei der Ausrüstungswahlt gemacht haben in die eigene Vorbereitung einfließen zu lassen und das ganze (für sich persönlich) weiter zu optimieren.
    Auch wenn meine PCT 2017 Erfahrung anders gelaufen ist als ursprünglich gedacht, möchte ich doch kurz meine Erfahrungen zu meiner Ausrüstung in Form einer kleinen Bewertung 1-10 (1 = grottenschlecht, 10 = nie mehr ohne) abgeben.
    Dabei bezieht sich die Erfahrung auf jene, die ich auf 3.000 km am PCT 2017 zwischen Mai und Anfang August gemacht habe.
    Kurz Offtopic (weil ich es im PCT Thread schuldig bin, einfach überspringen wenn ihr zum Gear Review wollt): Ich bin wegen diverser Gründe nicht den ganzen PCT 2017 gegangen.

    Gestartet am 2. Mai in Campo bin ich das ganze bis Kennedy Meadows recht locker und langsam angegangen (einerseits Schnee in der Sierra Nevada, andererseits Erfahrung das ein Raketenstart nicht immer gut endet, zweitens Furcht dass meine Kniebeschwerden die ich 2 Monate lang vor Abflug etwa exakt bis zum Startdatum hatte wieder akut werden und dementsprechend auch wegen fehlender physischer Vorbereitung).

    Am 17. Juni habe ich mit meiner Gruppe Kennedy Meadows verlassen. Als wir die Sierra Nevada über Kearsarge Pass für unseren Resupply in Bishop verlassen haben, hat die Gruppe gemeinsam beschlossen, dass wir die Sierra bis Donner Pass überspringen und davor einige Tage in Reno bei einem aus der Gruppe verbringen.

    Ab Donner Pass (Ende Juni) habe ich dann die Gruppe verlassen, weil ich das Gefühl hatte mir geht alles ein bisschen zu langsam (zu wenige Tageskilometer, zu viele Pausen, etc.) und ich wollte nach Erreichen der Grenze in Kanada wieder retour um die Sierra Nevada nachzuholen. Von da an bin ich dann mächtig aufs Gas gestanden und hab zwischen Donner Pass und Cascade Locks nur einen einzigen Zero Day in Ashland eingelegt, zusätzlich einen Nero Day (zu dem Zeitpunkt war <15 Meilen/Tag für mich ein Nero) in Etna.

    Nordkalifornien hat mich stellenweise etwas enttäuscht, das südliche Oregon hat mir dann den Rest gegeben. Tonnenweise Moskitos nach dem schneereichen und nassen Winter sowie endlose Waldspaziergänge (nicht ganz mein Geschmack). Ich habe 2016 Nahe Cascade Locks 3 Monate den Sommer verbracht und kannte die Gegend in Oregon zwischen den Three Sisters bis hoch zum Columbia River „leider“ schon. Dieser Abschnitt in Oregon ist meiner Meinung nach auch der lohnendste in diesem Bundesstaat, da ich aber die Highlights davon schon kannte war die Faszination natürlich geringer als beim ersten Mal.

    Ich bin also in Nordkalifornien bzw. Südoregon in ein Tief gelaufen. Zuhause hat sich dann, während meiner Abwesenheit, unerwartet ein Umzug von Wien nach Bregenz für Mitte-Ende September angekündigt (meine Lebensgefährtin wollte aus beruflichen Gründen umziehen, ich ohne „Perspektive“ nach dem PCT wollte ihr da nichts in den Weg legen und habe zugestimmt). Der Faktor, dass ich die wahre Lust und das Staunen auf dem PCT verloren habe und somit meine „Sinnhaftigkeit“ verloren gegangen ist, gepaart mit den privaten Verpflichtungen haben dann dazu geführt, dass ich beschlossen habe den PCT nicht zu Ende zu gehen. Als Ziel blieb das Erreichen von zumindest 3.000 km, sowie der Besuch meiner alten Wirkungsstätte (Arbeit 2016) am Wind River etwas nördlich von Cascade Locks in Washington.

    Nach erreichen von Cascade Locks (nachdem ich in 30 Tagen 1300 km zurückgelegt habe, früher als erwartet), habe ich mir dort eine kurze Auszeit gegönnt, bin dann nach Trout Lake gehitcht und von dort Southbound zurück nach Cascade Locks um dort meinen persönlichen PCT 2017 abzuschließen. Insbesondere die letzten Meilen Southbound von Trout Lake nach Cascade Locks haben mich Frieden schließen lassen mit dem PCT. Nachdem ich die letzten 1,5 Monate alleine gewandert bin, bin ich durch meine Zero Days in Cascade Locks und die Richtungsänderung nochmals in den Genuß gekommen einige bekannten Gesichertn entgegen zu laufen und „have a good hike“ sagen zu können. Die Blicke waren teilweise Gold wert und den ein oder anderen Scherz konnte ich mir nicht verkneifen. Z.B. als ich gefragt wurde ob ich nicht NoBo gehe und ich entgegnet habe: „Doch klar!“ Und die meinten dann ich gehe aber in die falsche Richtung und ich entgegnete „f**k…. bin ich jetzt ersthaft 3 Tage in die falsche Richtung gelaufen!?!?“.

    Übersicht der Produkte

    Hier eine kurze Übersicht der nachfolgend kommentierten/bewerteten Produkte. So kann sich jeder einen Überblick verschaffen ob er/sie sich die Mühen antut weiter runter zu scrollen. Leider ist das ganze sehr lang geworden…
    Rucksack

    Gossamer Gear Mariposa

    ULA CDT

    Shelter

    Gossamer Gear The One

    Polycryo Groundsheet

    Tyvek Groundsheet

    MSR (Mini) Groundhog

    Schlafen

    Enlightened Equipment Revelation 10°

    Thermarest Z-Lite SOL (10 Segmente)

    Thermarest Neoair X-Therm

    Sea to Summit Reactor Liner

    Kissen

    Füße

    Brooks Cascadia 10

    Brooks Cascadia 12

    Darn Tough Socks Hiker Quarter

    Kleidung getragen

    New Balance Running Shorts Impact mit Liner

    Odlo Longsleeve Shirt

    Salomon Running Visor

    Bandana Baumwolle

    Dirty Girl Gaiters

    Sonstiges getragen

    Komperdell C3 Carbon Stöcke

    Suunto Core Uhr

    Kleidung (meist im Rucksack)

    Montane Trail Windjacket

    Windpant MYOG

    Montane Allez Micro Hoody

    Mountain Hardwear Ghost Whisperer ohne Kapuze

    Frogg Toggs Dri Ducks

    Decathlon Fleece T-Shirt (MYOG)

    Adidas Running Thight

    Borah Gear Rain Mitts

    Zpacks Rainkilt

    Montane Yukon Fleece Beanie

    Mountain Hardwear Fleece Gloves

    Kochen und Wasser

    BSR-3000 Gas Stove

    Primus 900ml Ti Topf

    Sea to Summit Alloy Spork

    Toaks Ti Windcover

    Sawyer Squeeze

    Platypus 1l/2l Faltflasche

    Sonstiges

    Euroschirm Swinglite Flex UV

    Foodbag/Bearbag(kit)

    Camp Corsa Ice Axe

    Kathoola Microspikes XL

    Elektronik

    Sony WX-220 Kamera

    Moto G4 Play Smartphone

    AGP Tek MP3 Player 8GB inkl. Ear Phones

    Ersatzakku Handy + Kamera

    Black Diamond Ion Headlight

    Powerbank Anker 6700


     
    GEAR REVIEW PCT 2017 – Trail Name: Mr. Tidy

    Bewertung 1-10, wenn Bewertung nicht sinnvoll erscheint eventuell nur mit einem kurzen Kommentar. Bei einigen Produkten keine Gewichtsangabe, wurden dann nicht von mir nachgewogen da diese unter anderem auf dem Trail gekauft wurden. Alles (Gewichte, Eignung, etc.) bezieht sich auf einen 186cm großen, ~75kg Mann mit Konfektionsgröße M-L.
    Rucksack

    Gossamer Gear Mariposa (950g)

    7/10
    Der Mariposa hat mich (mit Ausnahme von den letzten 3 Tagen) die ganzen 3.000km begleitet. Wer UL unterwegs ist oder sehr nahe dran, kommt definitiv mit einem kleineren Rucksack aus. Ich wollte trotzdem beim Mariposa bleiben, da ich ihn erstens schon hatte, er erprobt war und ich mir insbesondere wegen Bear Canister und der Sierra Nevada unsicher war. Der Mariposa war bei mir lediglich in meinen paar Tagen in der Sierra Nevada voll, als Essen für ~7 Tage, Bear Can und das ganze „Schneezeugs“ dabei waren. Auch an der Grenze zu Mexiko war er noch recht voll. An ein wirklich großes Unternehmen bin ich doch noch mit mehr Respekt ran gegangen als an meine kleineren Touren, dementsprechend waren da noch viele „Ängste“ mit im Rucksack.
    Mein Mariposa besteht aus einem Rucksack Modell 2015, ergänzt mit einem neueren Hüftgurt 2016. Die Alustreben habe ich durch den rückwärtigen Teil des Rucksackes geführt (Anleitungen gibt es im Inet) um sie mit dem Hüftgurt zu koppeln. Lasten trägt der neue Hüftgurt so besser als der alte. Mit Ausnahme von aufgescheuerten Stellen am Hüftgurt (durch die Schultergurtbänder) hat der Mariposa keine Beschädigungen davongetragen. Lediglich die Polsterung an den Schultergurten ist immer dünner geworden (zumindest auch bei einem anderen Hiker mit dem ich mich ausgiebig unterhalten habe). Generell hatte ich das Gefühl, dass der Mariposa mit Fortdauer meines Hikes unbequemer zu tragen war, obwohl das Gewicht gerade gegen Ende leichter wurde. Was immer wieder ein Problem war, waren Druckstellen an meinem linken Hüftknochen. Da gebe ich jedoch dem Rucksack nicht die Schuld (ich trage Rucksäcke sehr unausgeglichen, also „schräg“, da ich eine recht starke Skoliose habe und meine Schultern nicht horizontal sind). Das hat soweit geführt, dass ich eine mächtige, schmerzende Beule auf der Hüfte bekommen habe und so ohne Hüftgurt (bzw. sehr locker geschlossen) gehen musste (das war natürlich ausgerechnet in der Sierra mit Tonnen an Futter und Zeugs).
    Ich würde sagen der Mariposa ist ein solider, robuster, leichter (nicht UL), großvolumiger Rucksack, der sich insbesondere für Ein-/Umsteiger eignet oder wenn doch mal mehr Volumen zusammen kommt. Ich als kleine Mimose würde sagen mein persönliches Wohlfühllimit liegt beim Mariposa so bei 11-12kg. Ein bisschen mehr geht auch, für mich aber nicht mehr angenehm (wir sind hier aber im UL Forum, da kratzt das ja schon an UH).
    ULA CDT (nie gewogen)

    8.5/10 (vorbehaltlich)
    Da mein Mariposa gegen Ende deutlich zu groß geworden ist und auch immer unbequemer wurde, wollte ich die Chance Nutzen solange in in der USA bin und mir für zukünftige Touren kleineren, leichteren Ersatz anschaffen. Leider habe ich insbesondere in der ersten Hälfte meines Hikes (zuviele Zeros wegen der Angst vor dem Schnee, bzw. zu sehr an einer langsamen Gruppe gehängt, etc.) zuviel Geld ausgegeben und habe deshalb versucht einen günstigen Ersatz aufzutreiben. Bei unbegrenztem Budget hätte ich mir vermutlich ein HMG Modell oder eines von Superior Wilderness Designs zugelegt. Nach kurzem E-Mail Verkehr mit Gossamer Gear (Murmur oder Kumo) bzw. mit ULA (CDT) habe ich dann aber ein unschlagbares Angebot von ULA bekommen und mir einen CDT nach Cascade Locks schicken lassen. Somit bin ich mit dem CDT lediglich von Trout Lake SoBo nach Cascade Locks spaziert. In Cascade Locks habe ich nochmals etwas an Gewicht abgespeckt und bin somit mit einem Baseweight um die 4,5kg (geschätzt) unterwegs gewesen + 2-3 Tage Essen + 1l Wasser. Mit diesen ca. 8kg trug sich der CDT hervorragend. Die Größe war auch passend. Ich bin generell ein schlechter „Packer“ und traue meinen Daunenprodukten wenig Kompression zu. Für mich wird der CDT wohl in Zukunft eine Alternative für Touren bei denen es definitiv +5C° haben wird und maximal 3-4 Tage Essen geschleppt werden müssen.
    Die Hüfttaschen (für mich ein Must Have), könnten durchaus etwas größer sein. Auch vermisse ich so richtig stretchige Meshtaschen wie sie der Mariposa hat. Die Meshtaschen des CDT sind zwar ausreichend, trotzdem stopfe ich normalerweise, insbesondere in die rückseitige Meshtasche, mehr hinein als der CDT schlucken kann.
    Die Bewertung basiert also auf meiner sehr kurzen Erfahrungsperiode am PCT und gilt als erste Einschätzung. Generell wirkt der CDT sehr robust (mehr als für UL nötig). 
    Shelter

    Gossamer Gear The One (nie gewogen, irgendwo um die 600g mit Leinen)

    9/10
    The One ist bei mir in ~80-85% der Nächte aufgebaut worden. Bis auf sehr wenigen, leichten Regen und gemäßigt starken Wind war es während meines Hikes keiner besonderen Belastungen ausgesetzt.
    Für The One spricht einerseits der (US!) Preis (direkt zu Scout & Forod in die USA bestellt) und andererseits das Gewicht für ein voll geschütztes Shelter. Der Platz reicht für eine Person und ein bisschen Ausrüstung hervorragend. Trotzdem blieb mein Rucksack in der Apside. Es ist hoch genug um darin zu sitzen, sich umzuziehen, etc. Die Apside bietet sehr viel Platz. Wer 2-3 zusätzliche Meter Schnur mitbringt kann beide Apsidenwände zur Seite rollen und über den Stock abspannen. 4 zusätzliche Schnüre, sorgen für ein sauberes und sicheres abspannen per 4 zusätzlicher Abspannpunkte. Generell geht der Aufbau schnell und leicht von statten. Der Badewannenboden ist so konzipiert, dass er separat (per zusätzlicher 4 Heringe) am Boden fixiert wird. Tut man das nicht, hebt der Boden schon bei moderatem Wind während des Aufbaus ab. Das hat mich genervt, aber tut nicht wirklich was zur Sache. Mein Tipp wäre die Ecken des Badewannenbodens mittels elastischer Schnur an den 4 Eckheringen des Außenzeltes zu fixieren (Wollte ich eigentlich so machen, aber mir blieb es verwehrt auf dem PCT dünne, elastische Schnur aufzutreiben).
    Das Design entspricht beinahe jenem des Zpacks Duplex, mit der Ausnahme, dass das Duplex größer ist (2 Personen), 2 Eingänge hat und zusätzliche Abspannpunkte direkt auf den Wänden. Das neue Gossamer Gear The Two kommt dem Duplex noch näher.
    Hier kommen wir auch schon zu meinem Hauptkritikpunkt. Das Zeltstöffchen ist wirklich sehr dünn, gerne hätte ich The One in Cuben. Dann wäre es für mich das ideale Zeltchen. Das Material hat bei mir trotzdem gehalten. Einen Riß im Außenzelt habe ich selbst verschuldet als ich mit den Haken meiner Dirty Girls an einer Naht hängen geblieben bin. Eine Zeltunterlage würde ich trotzdem nicht mißen wollen. Kondensation kann ein Problem sein. Dadurch dass es ein Tarptent ist und das Innenzelt fest angenäht ist, kann das Trocknen nervig sein.
    Wie es sich bei Wind und Wetter schlägt kann ich nicht beurteilen. Bei mir ist es immer bombensicher gestanden und vermutlich hält es mehr aus als man ihm auf den ersten Blick zutraut. Von mir eine klare Kaufempfehlung wenn es um trockenere, weniger wetter exponierte Trails geht. Ich war spätestens in Oregon froh, einen rundum Insektenschutz dabei zu haben.
    Das ganze noch in Cuben und ich bin wunschlos glücklich!
    Polycryo Groundsheet  (43g)

    3/10
    Polycryo habe ich ab und an in der Vergangenheit verwendet, wenn ich meinte ich müsse etwas Gewicht im Vergleich zu Tyvek einsparen. Auf kurzen Tripps war es für mich in Ordnung. Auf dem PCT ist es bei der ersten Gelegenheit durch ein Tyvek ersetzt worden und in ne Hiker Box gewandert. Ich vermisse den fehlenden Kontrast des weißen Tyveks, der leichteste Windhauch hebt die Folie an und erschwert meinen Zeltaufbau, ist es nass oder feucht (unvermeidlich, da es im Vergleich zu Tyvek ja dicht ist) hat man die Sauerei… Dreck haftet daran wie nirgends anders, falten geht viel schwerer von statten als bei Tyvek.
    Für mich der einzige Vorteil im Vergleich zu Tyvek ist das Gewicht.
    Tyvek Groundsheet (Zuschnitt nie gewogen)

    9/10
    Einfach zu falten/entfalten, guter Kontrast, so dass ich meine Ausrüstung auf dem Tyvek immer finde. Robuster und durchstichsicherer als Polycryo. Einfach abzuwaschen (auch in der Waschmaschine), Schmutz und Dreck gut abzuschütteln. Kann auch anderweitig verwendet oder verarbeitet werden (Bivy, etc.).
    Mein Polycryo hab ich in Idyllwild gegen Tyvek ausgetauscht. Leider zu gewichtssparend zugeschnitten *peinlich*, so dass es mir dann doch zu klein war. Hab mir dann ein neues gekauft (weiß nicht mehr wo) und dieses passender zugeschnitten. Mit dem Verschnitt und Duct Tape habe ich eine kleine rechteckige Fläche vor meine Apside geklept um einen kleinen „Balkon“ zu haben. So konnte ich gemütlich vor meinem Shelter sitzen ohne dabei nen schmutzigen Hintern zu bekommen.
    MSR (Mini) Groundhog (8 bzw. 16g)

    9/10
    Mein Sortiment an Heringen bestand aus ner Mischung von MSR Groundhogs (2 Große für die Abspannpunkte der Apsiden), der Mini Version, sowie Easton Nanos und 2 TI Stakes.
    Verwendet habe ich eigentlich nur die MSRs. Wie oben genannt die beiden großen Groundhogs für die Apsiden und die restlichen für die 4 Ecken. Wenn erforderlich habe ich die zusätzlichen 4 Leinen per Easton Nanos abgespannt. Die TI Heringe waren totes Gewicht, nie verwendet.
    Ich persönlich war froh über das Profil der Groundhogs, welches auch im weichen Boden hervorragenden Halt gegeben hat. Einen Mini hab ich verbogen, einem nen Kopf abgeschlagen. Ersatz findet man am PCT bzw. in der USA leicht. Für mich schon seit längerem die besten Heringe. Da schlepp ich persönlich lieber ein paar Gramm mehr und muss nicht in der Nacht raus. Einzig die  Anzahl der Heringe ist zu optimieren. Für The One würde ich das nächstemal 2 große MSRs und 8 Minis mitnehmen. Ich hatte 2 große, 6 Mini, 4 Easton und 2 Tis dabei (weil ich dachte ich fixiere unter anderem den Badewannenboden getrennt).
    Schlafen

    Enlightened Equipment Revelation 10° (720g)

    7.5/10
    In weiser Voraussicht 2016 in den USA für den PCT 2017 geordert. Anfangs unklar ob 20°F oder doch lieber 10°F, dachte ich scheiß aufs Gewicht, du bist ein Kaltschläfer und hab mir den 10er bestellt. Die Temperaturangaben sind meiner Meinung nach sehr, sehr optimistisch. Vermutlich ist die 20°F Version die meistvertretene Penntüte auf dem PCT. Ich würde trotzdem wieder mit nem 10er losmarschieren. Meine tiefsten Nachttemperaturen lagen um den Gefrierpunkt (Mai in der „Wüste“ auf ~2500hm). Thermometer hatte ich keinen dabei, aber der Raureif am Morgen lies mich dass vermuten. So kalte Nächte hatte ich selten (2-3 mal). Gott sei Dank, denn da war mir bereits frisch. Und das, obwohl ich eine Schicht mehr anhatte als die meisten anderen. Zu dem Zeitpunkt habe ich eine Z-Lite (10 Segmente) verwendet. Diese trifft sicher auch eine Schuld.
    Trotzdem… wegen einer handvoll kalter bis kühler Nächte würde ich mir keinen wärmeren Comforter/Quilt anschaffen. Was ich aber bei einer eventuellen Neuanschaffung beachten würde wäre vermutlich eine geschlossene Fußbox. Ich hatte einfach immer wieder das Gefühl, dass die Lücken die ein Comforter mit sich bringt Kälte hereingelassen hat. Vorallem wenn ich mich umgedreht habe. Beim Umdrehen habe ich meine Beine (auf Kniehöhe) angehoben, dieses Anheben hat Kalte Luft eintreten lassen, die ich erstmals wieder erwärmen musste. War die aufgewärmt musste ich mich eh schon wieder umdrehen ... Für die Zukunft werde ich mir jedenfalls eine geschlossene Fußbox überlegen. Den Befürchtungen, dass ein zu warmer Comforter/Quilt zum „Hitzetod“ in den Sommermonaten führen kann, kann ich wiedersprechen. Trotz extrem warmer Temperaturen unter Tags (teilweise an die 40°C) kühlt es nachts deutlich ab. Auch in den wärmsten Nächten habe ich meinen Comforter in irgendeinerweise zum Zudecken verwendet.
    Thermarest Z-Lite SOL (10 Segmente – 300g)

    8.5/10
    Solange ich sie verwendet habe (Start bis Kennedy Meadows) habe ich sie (fast immer) geliebt. So simpel in der Anwendung. Runter vom Rucksack, aufklappen und Pause. Am Abend ist das Bett in Sekunden fertig. Solange ich die Z-Lite hatte, habe ich unter Tags viel mehr bzw. längere Pausen gemacht und außerdem viel mehr gedehnt (ich liege eigentlich nie in den Schmutz und Tyvek war weniger gemütlich). Man muß sich keine Gedanken über Löcher machen und der Komfort ist absolut ausreichend (Rückenschlafen kann man lernen und ist erstaunlich angenehm). In meine Startausrüstung kam die Z-Lite nur weil ich mir die Wüste „stacheliger“ vorgestellt habe (auch Luftmatten überleben großteils die „Wüste“!). Raus kam sie aus folgenden Gründen: ich habe der Matte viel Schuld daran gegeben, dass mir in einigen Nächten kalt war und sie wurde stetig dünner.
    Für die Sierra Nevada (inkl. der Angst: Höhe und Schnee heißt Kälte) wollte ich mir was wärmeres zulegen. Ich hab dann ein Angebot von REI wahrgenommen und die Neoair Xtherm halbwegs leistbar geschnappt. Irgendwie hab ich auch gedacht, dass ich auf einem ganzen Thruhike mehrere Zlites kaufen muss, da sie zu dünn werden (hatte das irgendwie im Kopf mal gelesen zu haben). Als ich dann Daumen * Pi gerechnet habe bin ich bei 4 * Zlite für ~40Dollar bei einem ähnlichen bzw. höheren Preis gelandet als die Xtherm. Deswegen hab ich zugeschlagen…
    Die Zlite hat trotzdem einen Platz bei mir im Herzen. Ich liebe es simpel und einfach, vorallem aber schnell! Und da ist die Zlite unschlagbar. Nochdazu ist sie (gekürzt) leicht. In Zukunft werde ich mit Zlite losmarschieren, WENN ich weiß, dass die nächtlichen Temperaturen 5°C nicht unterschreiten und die Tour die Verwendung einer einzigen Matte zulässt (Lebensdauer).
    Thermarest Neoair X-Therm (~430g, nie gewogen)

    8.5/10
    Eigentlich ein Schwergewicht aus Sicht von UL, ist die X-Therm verdammt komfortabel und wirklich warm! Wie ich zur Xtherm gekommen bin habe ich im Kommentar zur ZLite erklärt. Als ich in der Sierra war, hat sich gezeigt, dass ich eigentlich keine 4 Jahreszeiten Matte gebraucht hätte. Als ich drinnen war, gab es gerade ne Hitzewelle und die Temperaturen auch auf 3.000+hm waren ständig deutlich im Plusbereich. Trotzdem habe ich den Kauf nicht wirklich bereut. Mir war weniger kühl in den frühen Morgenstunden und natürlich war die Xtherm noch komfortabler. Gegen Sie spricht das höhere Gewicht. Dafür war das Packmaß deutlich besser. Während die Zlite unter dem Deckel meines Mariposas angebracht war, wanderte die Xtherm ins Hauptfach. Gleichzeitig ist aber auch meine Pausenmatratze (Zlite) weggefallen und das Kilometerspulen viel dadurch noch intensiver aus (mit allen Vor- und Nachteilen).
    Mittlerweile habe ich die X-Therm gegen eine X-Therm in Small ausgetauscht (von der ich nicht mal wusste das es sie gibt). Somit sind die Zlite (10 Segmente) und die X-Therm (Small) in Sachen Gewicht in etwa auf Augenhöhe. Diese beiden Matten werden auch in Zukunft die Matten meiner Wahl sein.
    Sea to Summit Reactor Liner (nie gewogen)

    7/10
    Ebenfalls die Furcht vor zu kalten Nächten in der Sierra (nach einigen kühlen/kalten Wüstennächten), hat mich dazu getrieben einen Thermo Liner in Kennedy Meadows anzuschaffen. Eigentlich viel zu schwer, habe ich ihn trotzdem bis zum Schluß mit mir herumgetragen. Wieso? Es war viel angenehmer zu schlafen. Keine intensiven Kälteschwälle durch die Comforteröffnungen mehr. Endlich nur in Boxershorts im Comforter (bzw. im Liner in Comforter) schlafen können, wenn es doch mal kurz zu warm wurde nur im Liner liegen, etc. Dafür ist meine Running Thigt rausgeflogen und der Gewichtsnachteil wurde teilweise kompensiert.
    In Zukunft würde ich gleich von daheim einen Seidenliner mitbringen. Spart Gewicht und bringt trotzdem die oben beschriebenen Vorteile mit sich.
    Kissen (nie gewogen)

    x/10
    Eigentlich immer mit Exped UL Pillow unterwegs dachte ich mir ich starte ohne Kissen um Gewicht zu sparen. GING NICHT! Ich brauche einen stark erhöhten Kopf um zu schlafen, insbesondere nach meinem Bandscheibenvorfall im Nacken. Stupid Light! Ersatzkleidung war oft nicht viel über und wenn dann war der Ballen zu klein. Was tun? Hab mir zuerst einen Stuffsack von Thermarest gekauft, der auf einer Seite aus Fleece besteht und als Kissenhülle verwendet werden kann. Dadurch war aber mein Problem mit zu wenig Ersatzkleidung nicht gelöst. Ist dann rausgewandert und ich hab mir ein Klymit X Pillow in Big Bear Lake gekauft. Das Kissen alleine war mir auch zu niedrig, aber aufgrund seiner X-Form konnte ich im Netzbeutel zusätzliche Kleidung darauf positionieren und ein erhöhtes Kissen formen.
    Bleibt ohne Bewertung, da es lediglich ein Kissen ist. Für mich gilt aber: Ohne geht bei mir nicht. Für viele sicherlich aber ein unnötiger Ausrüstungsgegenstand.
    Füße

    Brooks Cascadia 10

    9.5/10
    Wieso habe ich ein altes Modell der Brooks Cascadia Reihe verwendet? Ursprünglich wollte ich dem Hype folgen und Altra Lone Pine 3.0 für den Trail verwenden. Es muss dazu gesagt werden, dass ich riesen Füße habe und mir Trailrunningschuhe für den Trekkingeinsatz generell in Schuhgröße US15 kaufe, dies entspricht einer EUR Größe von etwa 49,5. Auch wenn mein eigentlicher Fuß keine US15 brauchen würde, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit ca. 2 Schuhnummern zu groß einfach am besten kann (Blasenfrei, Druckstellenfrei, etc.). Ich habe mir also mühsam 3 Monate vor meinem PCT Start nen Händler gesucht der die Altras in Größe US15 verkauft. 2,5 Monate vor dem Start hatte ich das neue Paar Altras und bin gleich mal losgestartet mit kürzeren Testrunden. Nichts dramatisches, da ich ja weiß dass man insbesondere beim Umstieg auf Zero Drop langsam ran gehen muss etc. 2 Wochen nach dem Umstieg habe ich dann Schmerzen im rechten Knie verspürt. Zunächst das IT Band, dann wandernder Schmerz etc. Ich weiß nicht ob der Schuh daran (mit-)schuld war oder ob es zeitlich gerade blöde zusammengefallen ist. Jedenfalls habe ich dem Altra dann nicht mehr getraut und eine 2 monatige Odysee mit Physiotherapie und Arztbesuchen begann. Ich wollte mir den PCT nicht ruinieren durch ein schmerzendes Knie aus der Vorbereitung.
    Die 2 Monate waren bei mir absolut trainingsfrei, trotzdem habe ich mir Gedanken über die Schuhe gemacht. Da ich in der Vergangenheit immer mit Brooks Cascadia 10 unterwegs war (größtenteils auch mangels passender Alternativen in US15) und ich mit denen bisher durchwegs gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich beschlossen mein letztes neues Paar Cascadia, welches noch bei mir daheim herumlag, als Startschuh zu verwenden.
    Im Nachhinein betrachtet hat es sich perfekt gefügt. Die Schmerzen klangen exakt zum Start in Campo ab, die Furcht vor einem neuen akut werden hat mich meine Geschwindigkeit dosieren lassen und mehr auf meinen Körper hören lassen. Die Cascadia 10 waren der perfekte Begleiter durch Südkalifornien. Keine Blasen, keine Druckstellen, keine müden Füße, keine Verletzungen. Trotzdem war mir bewusst, dass ich die Cascadia 10 irgendwann ersetzen werden muss. In meiner Bounce Box war außerdem noch ein niegelnagelneues Paar Altra Lone Peak 3.0. Doch nie im Leben hätte ich den Altra verwenden wollen, aus Sorge um mein Knie (übrigens habe ich mehrer Hiker getroffen die vermuten, dass der Altra Lone Peak ihnen Probleme unterschiedlicher Art beschert hat). Gott sei Dank habe ich auf dem Trail einen anderen Hiker kennengelernt, der in Altras unterwegs war, auch US15 hatte und zufälligerweise dann auch gleichtzeitig in Agua Dulce war, wo ich meine Bounce Box hatte. Ich habe ihm dann mein Paar günstig verkauft und mir selber neue Schuhe von Agua Dulce nach Kennedy Meadows bestellt.
    Cascadia 10 gibt es keine Restbestände mehr, Cascadia 11 schon, allerdings nicht in Größe US15. Mir blieb also nur der Cascadia 12. Den hab ich mir mühsamst online nach KM schicken lassen (nur kurz: EU Kreditkarten werden in vielen US Onlinestores nicht akzeptiert, dito mit Paypal…. Meine Größe gibt es in keinem Store wie REI etc…. also galt es für mich als erstes lernen, dass ich ne Storno krieg als Europäer, dann muss ich nen Ami finden der seine CC herausrückt und ich überweis ihm das Geld zB per Paypal o.ä. AMIS, Geld ist Geld!)
    Die Lebensdauer des Cascadias (10er wie 12er) verlängere ich durch Auftragen von Aquasure auf das Mesh wo die Knickstellen der Zehen entstehen (schon vor dem ersten Tragen! Und über Nacht trocknen lassen). Eingerissene oder sich öffnende Zehenboxen werden so vermieden oder sehr lange hinausgezögert.
    Nachteil beim Cascadia 10 ist für mich persönlich der Grip der Sohle. Solange es trocken ist geht noch alles gut, aber sobald es feucht wird rutscht der Cascadia 10 mehr als alle mir bekannten Trailrunner. Auf dem PCT und speziell im Süden stellt Feuchtigkeit aber weniger ein Problem dar.
    Weiters positiv ist die Lebensdauer: ich dachte ich „muss“ mir in Kennedy Meadows ein neues Paar Schuhe hertun, um eine Chance im Kampf gegen die Elemente zu haben. Der Schuh war auch nach den 1120 km in KM in gutem Zustand. Ich wollte das Paar dann nicht einfach in die Tonne werfen, sondern habe es nem anderen Hiker nach Hause geschickt und bin mit diesem Paar dann nochmals ab Cascade Locks gelaufen. Dieses Paar hatte am Ende meiner Reise 1300km drauf und wird nun in Österreich bis zu seinem natürlichen Tod getragen.
    Brooks Cascadia 10 TOP! Einzige Nachteile: Grip der Sohle, nicht mehr erhältlich, schwerer als andere Trailrunner (bei US15 sind übrigens alle Schuhe relativ schwer)… aber wenn sie funktionieren, funktionieren sie.
    Brooks Cascadia 12

    6/10
    Ab KM wie beschrieben war ich mit dem neuesten Cascadia Modell unterwegs. Das Design und die Farbgebungen sind teilweise wirklich gelungen! Davon kann ich mir am Trail aber wenig kaufen. Plus im Vergleich zum Cascadia 10: der Grip der Sohle ist deutlich besser. Was mich aber verwundert hat war, dass die Sohle trotz ausgeprägterem und tieferem Profil schneller runter geht als die des 10ers. Wird aber an der Gummimischung liegen denke ich. Ansonsten war der 12er an der Grenze was die Weite im Zehenbereich angeht. Ich habe insbesondere sehr breite Füße, deswegen nehme ich auch 2 Nummern größer, der 12er ist aber schmaler als der 10er. Dementsprechend war dieses Modell weniger komfortabel als das Alte. Was aber am auffälligsten war, ist dass meine Füße im 12er nach recht kurzer Zeit bzw. nach recht wenigen Gesamtkilometern deutlich mehr schmerzten als zu irgendeinem Zeitpunkt mit dem 10er. Sprich: ich habe teilweise leichte Schmerzen bzw. unangenehmens Gefühl in den Fußsohlen gehabt, wo ich beim 10er nie was hatte. Das war auch der Grund wieso der 12er nicht die selbe Kilometerleistung mitgemacht hat wie der 10er. Ich vermute das die Dämpfung viel schneller zerstört wurde und ich deswegen (trotz intakter Außenhülle) neue Schuhe haben „musste“. Beim zweiten Paar 12er war es gleich. Sehr schnell an Komfort und Dämpfung verloren. Als ich dann ab Cascade Locks wieder ins alte (1. Paar vom Start) 10er Modell bin war wieder alles gut, trotz einer Vorleistung von 1120km!
    Generell gilt für Cascadia 10 und 12, dass die mitgelieferte Einlagesohle durch all den Dreck und die Beanspruchung schnell K.O. geht. Leider kann man (habe nachgefragt) keine Originalen als Ersatz beziehen. Ich war aber ohnehin meistens mit Superfet Carbon Einlagen unterwegs (zu empfehlen!).
    Darn Tough Socks Hiker Quarter

    10/10

    Für mich die Perfektion in Sachen Socken! 2 Paar auf 3.000km = 1.500km pro Paar! Nichts anderes mehr. Eigentlich sind noch 2 Ersatzpaare zum Start in meine Bounce Box gewandert, die habe ich aber nie gebraucht. Kurz vor erreichen des 3.000km Markers haben meine beiden Paare die ersten Löcher bekommen, die wurden dann mit Duct Tape geflickt und haben mich so bis an mein (verkürztes) Ziel gebracht. Einen ganzen Thruhike hätten die 2 Paar nicht mitgemacht, bei 1500km Leistung pro Paar wären das aber 3 Paar Socken auf den ganzen Hike! Phänomenal! Dazu kommt die Garantie von Darn Though. Ganz ehrlich? Eigentlich finde ich es eine Unverschämtheit die Garantie einzufordern nachdem die Socken soviel hergeben!  Nach drängen anderer Hiker habe ich dann noch vor meinem Abflug ein Paar bei REI in Portland „eingeklagt“.
    Was ich außerdem erwähnen möchte: KEINE EINZIGE Blase auf 3.000km. Ein Paar hatte ich oftmals 4-5 Tage an ohne zu wechseln oder in irgendeiner Weise zu waschen.
    Habe in der Vergangenheit einige Darn Tough Paare ausprobiert und war eigentlich nie restlos begeistert und die gingen deutlich früher ein. Hatte allerdings immer dünnere, leichtere, minimalistischere Modelle um Gewicht zu sparen. Dachte mir diesmal, ich probiere die meistgetragenen auf dem PCT. Und siehe da, es klappt!
    Kleidung getragen

    New Balance Running Shorts Impact mit Liner (130g)

    10/10
    Es ist zwar „nur“ ne Running Short, aber nie wieder was anderes. Mein Modell hatte einen Liner. Werde ich auch künftig verwenden. Da ich nur eine Boxershorts dabei hatte, hat der Liner die Funktion der Boxershorts erfüllt wenn diese mal gerade am Rucksack gehangen ist und getrocknet ist. Außerdem kann sie so auch außerhalb von Weitwanderungen als tolle Badehose verwendet werden. Wichtig ist, dass die Short KEINEN RV am unteren Rücken hatte (wie es leider viele Running Shorts zum Schlüssel verstauen haben)! Absolut genial war die kleine seitlich unterhalb des Gesäß aufgesetzte Tasche mit RV. Die war exakt so groß, dass mein Smartphone (=Navi bzw. Trailbrain wie Guthooks, etc.) hineinpasste. Waren die Hüfttaschen zu voll bzw. wie dann beim CDT zu klein fürs Smartphone, ist das Handy da reingewandert. Solange man nicht rennt ist da auch nicht viel herumgehüpft und hat mich im normalen „Wandermodus“ nicht gestört. Leider ist die RV-Tasche der neuen Impact Short kleiner als noch beim alten Modell und mein eben bestellter Ersatz für die am verwendete Short verliert diesen tollen Punkt.
    Ansonsten stinkt die Hose kaum (sofern am PCT Gestand vermeidbar ist), trocknet sehr schnell, bietet viel Bewegungsfreiheit und macht es nach sovielen Wochen darin schwer, wieder in normale Alltagshosen zu wechsen L
    Odlo Longsleeve Shirt (250g)

    9/10
    Ich war nie ein Freund von Wanderhemden. Die Gefahr, mit Karohemd und Deuterrucksack tragenden Hüttenwanderern verwechselt zu werden war mir immer zu groß. Da ich Sonnencreme nicht ausstehen kann und außerdem nicht tragen möchte, war jedoch klar, dass ich longleeved unterwegs sein muss! Meine vorhandenen Longsleeves sind alle sehr leicht und heben sich positiv von den Karohemden ab, trotzdem war mir klar (oder zumindest vermutete ich), dass diese Stöffchen niemals die Dauerbelastung meines Rucksackes aushalten werden, zumindest keine (geplanten) 4.200km. Nach kurzer Suche im Internet bin ich auf ein Hemd gestoßen, welches erstens recht leicht war und zweitens auch nicht aussah wie jenes von Opa nebenan. Vorteile: Hemd sah echt schick aus und sah niemals schmutzig aus, was vermutlich dem Muster zu verdanken war (wurde öfters angesprochen wie schick und sauber ich doch gekleidet sei, nicht umsonst mein Trail Name Mr. Tidy). Der Stoff war schön dünn und nicht zu heiß, die Ärmel ließen sich gut hinaufkrempeln und hielten auch ohne Spezialknopf á la Fjällraven. Das Hemd war jeden Tag von früh Morgens bis spät Abends an meinem Körper, trocknete nach jedem kurzen Waschgang in Bach oder See in Minuten.
    Kurz ich liebte dieses Hemd. Einziger Nachteil ist die Haltbarkeit. Da das Material doch recht dünn war. Nach ca. 2.500km sind die ersten Nähte an den Schultern und am Rücken durch die Reibung am Rucksack aufgegangen. Am Ende meiner 3.000km war der obere Rücken in etliche Fetzen zerlegt, was teilweise zu etwas unangenehmen Reibungen geführt hat (aber nichts wirklich schlimmes). Ich hätte das Hemd vermutlich über die Ziellinie tragen können, dann aber vermutlich wirklich nur mehr als einzelne Fäden.
    Trotzdem würde ich genau das selbe Hemd wieder verwenden und ich vergebe eine Top Note.

     
    Salomon Running Visor (44g)

    9.5/10
    Nur sehr wenige Hiker haben Visor Caps verwendet. Mir rätselhaft. Schon seit einiger Zeit bin ich nur mit Visor unterwegs. Im Vergleich zu geschlossenen Caps führt es bei mir zu weniger Hitzestau am Kopf und mein „Kopfwehrisiko“ wird minimiert. Der Kopf kann schön abkühlen, Wind kann durchs Haar wehen. Trotzdem rinnt der Schweiß nicht in Strömen ins Gesicht und die Sonne wird immer schön abgeschirmt. In Kombination mit einem oder zwei Bandanas ein vollwertiger Schutz vor der Sonne.
    Bei mir sah das dann so aus: Bandana offen, beginnend beim Haaransatz an der Stirn, auf den Kopf gelegt, Visor drauf und fertig ist der Sonnenschutz im Genick. Bei zu starkem Wind (Bandana weht auf und ab), habe ich ein zweites Bandana locker um den Hals geschnürt mit einem Dreieck im Genick. Dieses Halsbandana konnte ich zusätzlich mit Wasser befeuchten um mein Genick schön kühl zu halten.
    Einzig das Gewicht meines Visors würde noch geringer gehen. Da ich es aber in einem Store geschenkt bekommen habe, möchte ich nicht jammern.
    Bandana Baumwolle (28g)

    10/10
    Bandanas sind meiner Meinung nach eines der am meisten unterschätzten Ausrüstungsgegenstände. Vielseitigkeit in ihrer reinsten Form. Dazu günstig zu bekommen und leicht. Als Sonnenschutz wie oben beschrieben. Als einfaches Halstuch gegen Kälte, als Stirnband um Schweiß aus den Augen zu halten, als Wickel oder Druckverband, etc. ist es sooo vielseitig wie kaum was anderes. Ohne Sonnencreme und Sonnenhandschuhe habe ich auch schon Bandanas um meine Hände gewickelt um sie, beim Trekkingstock tragen, gegen verbrennen zu schützen. Manche verwenden sie ja auch zum vorfiltern für Wasser etc. Es gibt bestimmt noch zig Möglichkeiten für deren Einsatz.
    Eine Ode an Bandanas!
    Dirty Girl Gaiters 37g

    9/10
    Der Klassiker unter den UL, Thruhiking Dreckschutzgamaschen. Es gibt nicht viel dazu zu sagen. Tolle Designs, leicht und sie funktionieren (auch wenn die Füße trotzdem jeden Tag aufs neue aussehen wie S******e). Der Preis ist ein bisschen happig für nen „Fetzen“ Stoff. Was mir auch bei einigen Hikern aufgefallen ist, ist es wichtig die richtige Größe zu kaufen. Kauft man sie zu groß, kann man die Lebensdauer, der sonst sehr haltbaren Gamaschen, deutlich verkürzen und zwar indem die Gamaschen aneinander bzw. am jeweils anderen Schuh bei jedem Schritt reiben. Da gibt es dann Löcher und sie lösen sich irgendwann auf.
    Sonstiges getragen

    Komperdell C3 Carbon Stöcke 450g

    9/10
    In Vergangenheit eigentlich immer mit Fizan Compact unterwegs bin ich vor einiger Zeit auf die C3 umgestiegen. Schwerer und teurer als die Fizan haben sie aber einige Vorteile gegenüber diesen. Den Fizans habe ich aufgehört zu vertrauen, da bereits 2 mal Segmente Riße entwickelt haben. Außerdem benötigen einige Mids (wie zB mein Solomid) längere Stöcke. Ich habe dann bewusst den C3 vorgezogen, weil dieser robuster ist. Der PCT war mein erster richtiger Test der C3s und ich muss sagen die Griffe waren sowas von angenehm! An das Mehrgewicht habe ich mich schnell gewöhnt, im Vergleich zu den leichteren Fizans fühlt es sich mittlerweile besser an was „Richtiges“ in den Händen zu haben, wo ich weiß die verzeihen mir auch mal einen Fehltritt oder eine besondere Belastung. Nach etwa 2.000km dachte ich die Spitzen verabschieden sich (habe keine Erfahrungswerte zu totgelaufenen oder abgefallenen Spitzen), da sie lockerer wurden und sich das Plastik irgendwie schräg deformiert hat. Die Spitzen sind dann aber nur tiefer in den Stock „reingewandert“ und haben problemlos bis zum Ende gehalten.
    Jederzeit wieder, allerdings nur wenn ich sie auch zu 99-100% trage. Wenn sie einen großen Teil der Zeit am Rucksack verbringen wären sie mir zu schwer.
    Übrigens: Im Schnee unbedingt Schneeteller mitnehmen, macht die Sache um Jahre einfacher!
    Suunto Core Uhr 65g

    x/10

    Ohne Bewertung. Eine Uhr halt. Habe ich verwendet für Uhrzeit und Datum. Die Höhenmesserfunktion (die ich sonst bisher immer genutzt habe) habe ich eigentlich kaum verwendet, insbesondere auch weil man eh immer wieder Guthooks und andere Apps anschmeißt wenn man es braucht. Das Hintergrundlicht war nett um in der Nacht/Früh die Uhrzeit abzulesen. Wecker habe ich mir ab und an auch damit gestellt. Würde ich wieder so mitnehmen. Batterie sollte auch einen ganzen Thruhike halten sofern zuvor eine neue eingelegt wird.
    Kleidung (meist im Rucksack)

    Montane Trail Windjacket (110g)

    7/10 (PCT Wertung, ansonsten 10/10)
    Eigentlich liebe ich meine Montane Windjacke. Ich geh eigentlich nie ohne raus. Als zusätzliche dünner Layer, als Schutz vor Wind oder vor leichtem Nieseln. Auf dem PCT war eigentlich nichts davon notwendig. Wind hatte ich nicht sonderlich viel und wenn doch, war es warm genug um mit Hemd zu gehen. Habe ich hauptsächlich in der Stadt verwendet wenn ich Wäsche gewaschen habe, das ein oder andere mal am Abend während dem Essen oder zum Schlafen wenn es kühler wurde. Hätte ich so wie es bei mir gelaufen ist aber nicht unbedingt gebraucht. Hätte zB auch meine Frogg Toggs Regenjacke für die genannten Zwecke verwenden können. Die PCT Punkte bekommt die Jacke hauptsächlich durch Ihre „Moskitodichtheit“. Ohne DEET und Headnet nach Oregon reingelaufen (dachte Moskitos sind ein Märchen) war ich froh um die Jacke. Oft während dem Laufen aber auch während jeder Pause wurde sie dann getragen um nicht aufgefressen zu werden. Da hat sie sicher Vorteile gegenüber einer Regenjacke. Hat man aber ausreichend DEET und/oder Permetrin dabei/drauf kann man es auch ohne schaffen ;).
    Windpant MYOG (72g)

    9/10
    Anders als die Windjacke habe ich meine MYOG Windpant recht häufig genutzt. Einerseits ebenfalls als Moskitoschutz in Oregon andererseits wenn es (vorallem in Südkalifornien) in der Früh noch kalt war als zusätzliche Schicht. Auch hat sie (solange ich ohne Liner unterwegs war) als Schlafhose gedient. Die Windpant war deutlich effektiver als meine enganliegende Running Thight um in der Nacht warm zu bleiben. Wenn ich abends noch vor dem Zelt gegessen habe kam sie ebenfalls oft zum Einsatz.
    Montane Allez Micro Hoody (194g)

    9/10
    Neben Daunen Puffy Teil meiner Isolation bzw. Schlafshirt sowie Baselayer. Das Waffelfleece ist extrem angenehm auf der Haut, der Pullover ist sehr atmungsaktiv da er sehr dünn ist. Trotzdem hat er recht gute Thermoeigenschaften. Außerdem trocknet er schnell. Die Kapuze ersetzt eigentlich eine dünne Fleece Beanie.
    Für manche vielleicht ein bisschen ein Overkill an Schichten. Für mich als Frostbeule war die Kombi Montane Allez Micro Hoody + Mountain Hardwear Ghost Whisperer + eventuell Montane Windjacke perfekt wenn es kühler wurde.
    Mountain Hardwear Ghost Whisperer ohne Kapuze (209g)

    7.5/10
    Vor längerer Zeit im Abverkauf in weiser Voraussicht für den PCT gekauft wurde ich niemals richtig warm mit dieser Puffy. Ich gab ständig meiner Arcteryx Nuclei Kufa Puffy den Vorzug (vielleicht auch weil diese eine Kapuze hat und wärmer ist als die Ghost Whisperer). Für den PCT gab ich mir nen Ruck und nahm sie, vorallem hinsichtlich des Gewichts, anstelle der Arcteryx mit. Sie ist die meist getragene Puffy auf dem PCT. Vermutlich zu Recht. Für meinen Geschmack ist sie etwas zu kühl, für den PCT reicht sie aber gerade aus. Das nächstemal würde ich die paar Gramm mehr in eine Kapuze investieren und dafür das Fleece Beanie daheim lassen, da meine Montane Allez Micro Hoody ohnehin auch eine Kapuze hat. Den Normalpreis von 300+€ würde ich allerdings nie dafür bezahlen.
    Frogg Toggs Dri Ducks (150g)

    x/10
    Der PCT ist ein trockener Trail! Habe ich 2-3 mal angehabt. Das erstemal in Julian als ne Kaltfront reinkam und die meisten Hiker ihren Zero bei Schneeregen in Julian verbrachten. Da hatte ich sie im Dorf an. Danach einmal in Oregon während einem 10 Minuten Regen. Trotzdem würde ich persönlich zumindest eine Regenjacke auf den Trail mitnehmen. Ich würde das nächstemal allerdings nicht Windjacke und Frogg Toggs mitschleppen, sondern mir vermutlich eine sehr leichte Regenjacke als Ersatz für beides in den Rucksack packen wie z.B. Montane 777 Pullover oder Smock.
    Decathlon Fleece T-Shirt (MYOG) (182g)

    x/10

    Don’t pack your fears! Das war mein Paradebeispiel auf dem PCT. Ich konnte es einfach nicht glauben, dass es niemals richtig kalt wird und hab mir extra ein günstiges aber leichtes Fleece Teil bei Decathlon bestellt. Teile der Ärmel abgenommen um etwas Gewicht zu sparen, dache ich dass knapp 180g vertretbar wären um nicht eines Kältetodes zu sterben. Absolut daneben! Vielleicht 1-2 mal im Süden in den kältesten Nächten als Layer angezogen. Nicht wirklich notwendig gewesen. Dann wieder ein Teil als Kissenfüllmaterial mitgeschleppt und dann in ne Hikerbox gedumpt.
    Adidas Running Thight (150g)

    3/10
    Gedacht als Universalhose gegen Kälte in der Nacht bzw. als Untendrunterhose unter meiner Short in der Früh etc. kam sie so gut wie nie zum Einsatz. Die MYOG Windpant hat sie einfach unnötig gemacht. Diese war sogar wärmer als die Tight. Vermutlich war sie doch zu dünn bzw. ist sie einfach zu eng um sinnvoll thermisch zu isolieren. Im Süden kam Sie wenige male unter die Windpant in der Nacht. In Zukunft würde ich aber die Kombi: Seidenliner + Windpant vorziehen und die Running Tight daheim lassen. Sie ist dann auch bei Zeiten in die Bounce Boc gewandert. Sonst Einsatz als Füllmaterial für Kissen.
    Borah Gear Rain Mitts (45g)

    x/10
    Kam nie zum Einsatz, deswegen keine Bewertung. Füllmaterial für mein Kissen. Würde ich das nächstemal nicht auf den PCT mitnehmen (sofern ich andere leichte Handschuhe dabei hätte). Maximal für die regenreicheren Regionen, spät in der Saison notwendig.

    Zpacks Rainkilt (57g)

    x/10
    Kam nie zum Einsatz, deswegen keine Bewertung. Würde ich aber trotzdem auch das nächstemal mittragen. Insbesondere ab September im Pazifischen Nordwesten wo Regen keine Seltenheit ist. Hat mir ausschließlich als „Einlage“ in meinem Kopfkissen-Netzbeutel gedient.
    Montane Yukon Fleece Beanie (30g)

    x/10
    Das ein oder andere mal in kalten Nächten (Südkalifornien) getragen. Ansonsten als Füllmaterial für mein Kissen. Würde ich wahrscheinlich als Backup trotzdem wieder mitnehmen. Theoretisch in den warmen Sommermonaten Juli/August gut darauf verzichtbar, vorallem wenn man zB an seiner Puffy oder sonstwo ne Kapuze hat.
    Mountain Hardwear Fleece Gloves (30g)

    x/10
    Es gilt selbiges wie für das Fleece Beanie.
    Kochen und Wasser

    BSR-3000 Gas Stove (28g)

    3/10

    3 Punkte für das unschlagbare Gewicht. Ansonsten Mist. Ist bereits mein zweiter BSR-3000 gewesen. Bei beiden tritt ne Unmenge an Gas aus wenn man sie auf die Kartusche schraubt. Deswegen blieb die Kartusche immer aufgeschraubt. Trotzdem hatte ich immer ein ungutes Gefühl damit zu hantieren. Da ich kein großer Freund von Kochen (Freezerbag) war/bin und dabei nur Zeit und Nerven draufgingen, hab ich sämtliche Utensilien zum Kochen ab Kennedy Meadows rausgeschmissen und bin stoveless gegangen.
    Primus 900ml Ti Topf (120g incl. Deckel)

    4/10
    War ein leistbarer und relativ leichter Ti Topf. In Zukunft kaufe ich wenn dann nur mehr einen Topf der breiter als hoch ist. Kochen ist in einem breiten Topf einfach leichter und es brennt weniger an weil man besser umrühren kann. Da ich ohnehin nicht richtig koche (Freezerbag) würde eine Tasse reichen. Ab KM stoveless unterwegs, ist deswegen rausgeflogen.
    Sea to Summit Alloy Spork (12g)

    9/10
    Leicht und günstiger als Titan. Einen Punkt Abzug weil es ein Spork war, das nächstemal nur noch Spoon! Wer braucht eine Gabel auf dem Trail? Wusste ich eigentlich eh, habe aber beim Neukauf mein Gehirn ausgeschalten gehabt.
    Toaks Ti Windcover (15g)

    3/10
    Günstig und leicht. Für mich aber nicht zu verwenden. Vermutlich Anwenderfehler. Ich habe die Folie immer eingerollt mit Gummiring herum. Rollt sich im Einsatz immer von alleine ein. Habe deswegen 2 Hook Ti Stakes mitgeführt um das Windcover durch die Löcher zu fixieren. Hat nicht wirklich funktioniert. Per Büroklammer dann zu nem fixen Kreis geklemmt, war das Windcover vermutlich zu klein für den Kocher. Hat zumindest sofort zu glühen angefangen und in Verbindung mit dem schrottigen BSR 3000 Gaskocher war mir die Sache dann zu riskant. Wollte kein Feuer verursachen. Meine Anwendungskenntnisse mit Kochern sind aufgrund meiner Kochfaulheit limitiert. Wie gesagt von mir persönliche 3/10 Punkte, auch wenn das Produkt ist was es ist: eine leistbare, leichte Titanfolie
    Sawyer Squeeze (70g)

    8.5/10
    Nicht perfekt, aber der beste Filter den du für Geld kaufen kannst. Einfache Handhabung, guter Durchfluss. Ein Kritikpunkt (Anwenderverschulden): Gefahr der (unsichtbaren) Zerstörung bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Ein weiterer und für mich wichtigerer: Der Dichtungsring geht schnell und leicht verloren… Ohne den leckt die Flasche dann beim filtern, speziell mit Faltflaschen (hatte ich zumindest das Gefühl). Mein Tipp: Reserve O-Ringe einpacken! Das Gute am PCT: Spritzen zum Rückspülen gibt es wie Sand am Meer in den Hiker Boxen oder es lassen sich kleine, leichte Adapter selber basteln (siehe Internet). Ich habe lediglich 2-3 mal rückgespült. Würde also einfach mal sagen ich habe alle 1.000km rückgespült und trotzdem war der Durchfluss immer gut genug. Habe eigentlich jede Quelle gefiltert, auch wenn es teilweise sicher nicht notwendig wäre (Sierra, Oregon, Washington, etc.). Wollte nur meinen Hike nicht durch so eine Kleinigkeit riskieren. Habe es im Gegensatz zu vielen anderen Hikern so gemacht: Hatte NUR schmutzige Flaschen. Auf einer Flasche im Rucksackseitenfach steckte immer der Sawyer, war die flasche leer habe ich entweder aus meinen Reserveflaschen nachgefüllt oder direkt aus der Wasserquelle. Habe dann immer nur durch den Filter getrunken bzw. immer durch den filter gepresst (z.B. für Essen zubereiten). Zusätzlich hatte ich immer eine Weithalsflasche dabei (Gatorade o.ä.) in dieser habe ich dann Getränkepulver angemischt (Elektrolyt oder einfach nur für den Geschmack). Vorteil war, dass ich aufgrund des Weithalses die Schmutzflaschen nie verwechseln konnte. Wieso habe ich das so gemacht? Weil es mir einfach zu nervig war direkt an der Quelle zig Liter durch den Filter in die sauberen Flaschen zu drücken, nochdazu immer das aufpassen mit sauber-schmutzig etc.
    Platypus 1l/2l Faltflasche (25 bzw. 35g)

    8/10
    Besonders die 2l Flaschen sind gut für den Wassertransport im Rucksack wenn man mal nen langen trockenen Stretch vor sich hat. Eigentlich filtert sich das Wasser mit Paltypusflaschen (oder Faltflaschen generell) besser  durch den Sawyer (Luft in der Flasche, restlos zusammenfaltbar, etc.), ich habe trotzdem immer Trinkflaschen (Smartwater, etc.) verwendet um die Platys zu „schonen“. Sie sind nämlich ganz schön teuer und können auch kaputt gehen, bzw. irgendwann sehen sie so schmutzig aus, dass man sie einfach ersetzen möchte. Würde sagen Platys sind kein MUSS, aber definitv ein NICE TO HAVE vorallem als 2l Ausführung für den extra water carry. Und sind sie leer nehmen sie weniger Platz weg als die Flaschen.
    Sonstiges

    Euroschirm Swinglite Flex UV (229g)

    7/10

    Hab ich mir für Australien zugelegt mit dem Gedanken ihn bei Gefallen auch auf dem PCT zu verwenden. Vorallem in Südkalifornien ist Schutz vor der Sonne bei knappen Wasserressourcen nett. Habe mir eine MYOG Halterung an meine Schulterträger gebastelt die hervorragend funktioniert hat. Einige Hiker haben mich um meinen Schirm beneidet, viele Hiker mit Schirm haben mich um meine Halterung beneidet, die es mir u.a. ermöglicht hat Stöcke in beiden Armen zu verwenden.
    Fies ist, dass inbesondere immer dann wenn man den Schirm verwenden möchte ein leichtes Lüftchen wehen zu scheint. Nicht selten war ich unterwegs: Schirm auf, um die nächste Kurve fetz, Schirm zu…. Wind ist weg, Schirm wieder auf…. Usw…
    Der Schirm ist definitiv angenehm wenn die Sonne richtig brutal vom Himmerl scheint. Trotzdem weiß ich nicht ob ich wieder einen Schirm mitschleppen würde. 229g sind aus Sicht des UL Hikers doch eine Ansage. Viele Hiker beweisen, dass es auch ohne Schirm geht und in Summe habe ich ihn dann zu wenig verwendet als dass ich sagen würde er ist ein absolutes Must Have. Multiuse gegen Regen oder als Beak ist auf dem PCT besonders im Süden wo man den Schirm mit sich rumschleppt (später wird man ihn eh los) kaum ein Argument.
    Foodbag/Bearbag(kit)

    x/10
    Viele Hiker verwenden die Cuben Säcke von Zpacks für ihr Futter. Wer es sich leisten kann und mag, gerne. Beinahe hätte ich auch einen angeschafft, auf Ratschlag von micha bin ich dann mit einer günstigeren Silnylon Stuffsack Variante von Sea to Summit gefahren. Gewichtsunterschied nicht der Rede wert und er tut was er soll. Größe für mich 20l+, hatte generell etwas zu viel essen dabei. Habe mir auch ein MYOG Bear Kit gebastelt, dass in Summe ans Gewicht an jenes vom Zpacks Set rankommt (zu ~30-40% vom Preis). Das Bear Kit war in der Bounce Box und kam dann irgendwann in Nordkalifornien dazu. In der Gegend um Lassen NF/NP gabs dann erstmals erhöhtes Bärenaufkommen (wir sprechen hier von der ein oder anderen Sichtung, nicht von Heerscharen!) und da denkt man dann automatisch an das Bear Kit. Wie oft habe ich es verwendet? 3 Mal! Nächstes mal: drauf geschissen! Vermutlich gibt es auf dem ganzen PCT 5 Bäume die sich für einen sauberen „Bear Hang“ eignen. Das erstemal als ich aufgehängt habe war zum es mal ausprobieren, Sack hing direkt am Stamm. Mein Gedanke war (da es sich um einen toten, morschen Stamm handelte): der Bär kriegt das Futter, stürzt aber mit dem Baum in den Tod und kriegt das Futter nicht (Wenigstens nicht: A fead bear is a dead bear. Sondern: A dead bear is a dead bear. Und er hat sich selbst bei der Futtersuche umgebracht). Scherz beiseite… die beiden anderen Male waren mehr zum Schutz vor Nagetieren. Ansonsten hatte ich das Futter immer im Zelt. Tipp: Wenn im Zelt, wirklich Körpernah lagern. Bin selbst in der Nacht aufgewacht und habe ein Nagetier am Mesh meines Zeltes hochhangeln gesehen. Danach war mir klar woher die 2-3 kleinen Löcher im Mesh kamen. Von da an nur noch eng umschlungen mit dem Essen schlafend.

     
    Add Bear Can:

    Bear Canister hab ich bei Grumpy Bears in KM per Loaner Program ausgeliehen. War ein BV500. In einem anderen PCT Thread wurde mal über die Sinnhaftigkeit der Größen diskutiert und den Umgang damit. Matthias wurde damals dafür kritisiert, dass er den kleinen BV empfohlen hat. Aus eigener Erfahrung muss ich nun sagen, dass Matthias (aus meiner SICHT!) absolut recht hat. Selbst der BV500 fasst nicht das ganze Futter für die Sierra Etappen. Ich würde das nächstemal den kleinen BV nehmen und den Rest im Foodbag lagern. Das tut man ohnehin auch mit dem BV500 die ersten Tage, bis endlich mal der ganze Mist da reinpasst. Die Ursacks machen das ganze (in Zukunft) dann leichter!
    Camp Corsa Ice Axe (nie gewogen)

    x/10

    Hab mir kurz vor Agua Dulce ne Camp Corsa in mittlerer Länge nach Hiker Heaven geschickt. War gerade im Angebot. Dazu noch in Yogis Geschäft in KM die passende Handschlaufe. Bin nur bis Kearsarge Pass spaziert, zumindest aber über Forester Pass. Habe die Eisaxt nicht verwendet. Am Forester Pass hab ich sie mal kurz ausgepackt, weil ich dachte für die „Chute“ MUSS man die ja verwenden. Hab sie dann aber gleich wieder an den Rucksack geschnallt, ohne war besser als mit. Ich hab die Camp Corsa dann ungenutzt wieder an mosejaw.com zurückgeschickt und mein Geld zurück bekommen. Andere haben ihre Eisaxt aber durchaus verwenden müssen. Vorallem jene die die Sierra gemacht haben, früher rein sind, etc.
    Trotzdem mein Fazit: wenn ich wieder in einem Jahr mit viel Schnee gehen würde, in dem eine Eisaxt erforderlich ist, würde ich wieder die Camp Corsa wählen. Viele hatten robustere Geräte obwohl sie sonst aufs Gewicht geschaut haben. Die meisten dachten aber aus meiner Sicht, dass eine UL Eisaxt nicht reicht. Ohne viel Fachwissen behaupte ich aber mal, dass die Camp Corsa auf einem Thruhike wie dem PCT tut was sie tun muss, der Selbstsicherung im Notfall dienen. Damit wird nicht eisgeklettert o.ä. Im Vergleich zu anderen Äxten spart die Camp Corsa mächtig an Gewicht.
    Kathoola Microspikes XL (nie gewogen)

    5/10 (persönliche Sicht, 9/10 ohne persönliche Note)
    Die Kathoola Microspikes sind DIE Microspikes für Thruhiker. Dieses Jahr waren, auf Grund der außerordentlichen Bedingungen,  die Kathoola K10 (Leichtsteigeisen) stark vertreten. Meine persönliche Note fällt deswegen so niedrig aus, da die Micorspikes für mich auf Grund meiner Schuhgröße nicht ideal anwendbar sind. Selbst in der größten Ausführung XL, bekomme ich die Dinger gerade so über den Schuh. Dabei sind die Zacken aber nicht da wo sie sein sollten (vorne im Zehenbereich, hinten im Fersenbereich), sondern sitzen mehr in der Fußmitte, so dass sie nicht ihre volle Wirkung erzielen. Außerdem wird der Fuß aufgrund des starken Zuges durch den Gummi nach oben gebogen und auf Dauer fühlt sich das sehr unangenehm an.
    Ansonsten sind die Microspikes klasse. Leistbar, leicht und für fast alles ausreichend (in einem trockeneren PCT Jahr sowieso).
    Elektronik

    Sony WX-220 Kamera (140g)

    7/10

    Extra für den PCT eine kleine leichte Kamera angeschafft. Ursprünglich wollte ich mit meiner WX500 gehen. Die war mir dann aber doch zu klobig und schwer. Außerdem dachte ich dass sie aufgrund des schwenkbaren Displays anfälliger gegen Staub (Wüste, etc.) wäre. Habe dann für 150€ noch kurzfristig diese Kamera gekauft. Sie tut was sie tun soll. Fotos machen. Dabei ist sie wirklich leicht und handlich. Von den Fotos sollte man sich aber nicht zu viel erwarten. Ich habe den Fehler gemacht und mir zusätzlich ein neues, aber günstiges Smartphone für den PCT gekauft (beim alten hat die GPS Funktion nicht mehr funktioniert, es war alt, Akku Leistung schon schwach etc.). Das nächstemal würde ich das Geld für die Kamera und das Handy kombinieren und mir damit lieber ein besseres Smartphone kaufen (mit guter Fotoqualität) und dann damit Fotos schießen.
    Moto G4 Play Smartphone (176g)

    6.5/10

    Da mein vorheriges Handy bereits recht alt war, GPS und Akku nicht mehr die besten waren bzw. immer wieder mal nicht funktioniert haben. Habe ich mich entschlossen ein neues Smartphone herzutun. Angesichts der zahlreichen Apps wie Guthooks, GPS Navigation (insbesondere in einem hohen Schneejahr), Wlan als Verbindung zur Außenwelt und zum Planen, etc. wollte ich ein funktionierendes Smartphone welches trotzdem nicht die Börse sprengt. Idealerweise dachte ich mir mit wechselbarem Akku (schränkt die Auswahl heute erheblich ein), für den Notfall…. Falls mal Powerbank leer ist und der Akku auch. Dann hast du noch den Extrakick an Energie in Form eines geladenen Akkus zum Einlegen. Das Gewicht wahr vertretbar, der Preis auch. Zum Gewicht kam dann aber noch ein Silikoncase dazu (hätte ich nicht gebraucht, gab keinen Fall oder ähnliches). Die Fotoqualität ist für heutige Smartphone Standards eher schlecht (siehe Kommentar bei der Kamera zu zukünftige Kombination von Handy und Kamera). Weil ich meine Kamera kurz nach KM versenkt habe (nach einigen Tagen trocknen hat auch diese wieder funktioniert), musste die mieser Handykamera dann in der Sierra für Fotos herhalten. GPS hat funktioniert, allerdings schlechter als bei vielen anderen Top Handys. Positionierung hat etwas gedauert, teilweise ausgefallen etc. Ansonsten war das Handy in Ordnung.
    AGP Tek MP3 Player 8GB inkl. Ear Phones (41g)

    10/10
    Perfekter Begleiter! Zu Beginn habe ich keine Musik gehört, bis ich dann nach dem Gruppen-Starthype mehr und mehr alleine auf dem  Trail unterwegs war.
    Der AGP Tek MP3 Player kostet kaum was, schluckt ganze 8GB Musik und ist sehr leicht. Das beste, er frisst keine kostbare Handybatterie und hat selbst einen extrem ausdauernden Akku! Stundenlanges Musikhören Tag für Tag waren kein Problem. Im Zweifelsfall mal kurz an die Powerbank. Aber er war keine einzige Minute auf dem Trail leer! Und das beste, er hat sogar ein Vollbad überlebt. Hab ihn in der Brusttasche meines Hemdes vergessen. Hemd im Fluss ausgeschwemmt und dann draufgekommen, dass der Player drinnen war. Einige Tage nicht verwendet, dann wieder eingeschalten und er ging wieder.
    Ersatzakku Handy + Kamera

    X/10
    Extra ein Handy mit wechselbarem Akku gekauft. Für den „Notfall“. Ersatzakku aber nie gebraucht! Dito Kameraakku! Powerbank hilft im „Notfall“ mit schneller Energie. Ansonsten kommt man immer wieder an ner Steckdose vorbei. Das nächstemal bleiben die beiden daheim.
    Black Diamond Ion Headlight (46g)

    4.5/10
    Eigentlich eine gute Mischung zwischen Gewicht und Leuchtstärke, hatte die Lampe von Beginn an Probleme mit dem „Touchbutton“. Insbesondere bei tiefen Temperaturen musste oft „gewischt“ werden, bzw. „vorgewärmt“ werden bis sie sich anschalten lies. Nach einiger Zeit funktinierte sie dann besser (ich vermute wegen den höheren Temperaturen in der Nacht), bis sie dann ganz gegen Ende gar nicht mehr funktinierte und sich nicht mehr einschalten lies. Das Rotlicht ist generell sehr, sehr dunkel und wirklich nur im Nahbereich im Zelt zu verwenden. Die trotzdem für diese gravierenden Mängel recht hohe Anzahl an Punkten vergebe ich, weil sie, wenn sie funktionieren würde, für mich eine gute Wahl wäre. Bisher immer mit Petzl elite unterwegs, ist die BD Ion doch ein bisschen heller und vorallem mit AAA Batterien zu betreiben.
    Powerbank Anker 6700 (133g)

    8/10
    Anfangs habe ich gezweifelt ob 6700 mAh reichen. Viele Hiker sind mit 15000 oder gar 20000 losgezogen. Die Powerbank ladet mein Handy nicht ganz 2mal. Macht knapp 3 Akkuladungen wenn man voll geladen aus der Stadt kommt. Hat mir immer gereicht. Die ganze Sierra habe ich ja nicht gemacht, da wäre es heuer vielleicht knapp geworden. Denn der meiste Akku geht durch GPS Navigation drauf. Und im Schnee war die teilweise länger an.
  13. Gefällt mir!
    JoSt reagierte auf FlorianHomeier in Unsere MYOG-Fails   
    Ich glaube, ich habe inzwischen etwa 20 Zelte direkt von der Nähmaschine in die Tonne gekloppt, und diverse weitere im Freundeskreis verschenkt, weil irgendwas kacke geworden ist, aber die Funktion noch da.
    Man muss ja unbedingt einfach mal ausprobieren, wie ein 6eck mid ohne cc aussieht, wie "stabil" ein membrane mid ist, wie ein überlappender Eingang ohne zip beim mid aussieht, mal Abspanner wie Tentipi bauen, wie ein einzipbares Dreieck am Eingang vom mid so im Vergleich zum angenähten ist, wie ein cc der am 6eck mid top ist so am 8eck mid ausschaut, mehrere Male wie man ein mid aus silpoly mit feeder und puller in schnell nähen kann, wie ein tensegrity aus Baumwolle aussieht, wie reißfest ein Boden aus mesh ist, ob angenähte beaks am 1p cool sind, welche Fadenlaufrichtungen bei beaks alle so richtig scheixxe aussehen, und nochmal, und nochmal, und so weiter. 
    Braucht noch jemand diverse Faltbootprototypen, die ein Scheißgeld gekostet haben (für einen habe ich damals meinen VW Bus verkauft, um wasserstrahlgeschnittene Aluteile latzen zu können), aber nur als hässlicher Lampenschirm taugen?
    Mein erstes fertiges sof Kajak habe ich abgefackelt, weil es mir so auf den Sack ging. Es wurde posthumen auf "Hindenburg" getauft. Sah toll aus.
    Schneeschuhe aus Baumarkt-Alu: Jaa, hab ich auch mal gebaut. Außerdem eine Pulka mit ganz erstaunlichen am-Schnee-haftenbleib-Eigenschaften.
    Kleidungsstücke für außerirdische Lebensformen habe ich auch schon viele entworfen...
    Ich kann auch nur beipflichten:
    Nie aufgeben, nie aufhören zu lernen. Die Anderen kochen auch nur mit Wasser, und die tricks kann man herausfinden.
  14. Gefällt mir!
    JoSt reagierte auf wilbo in Ein Beak für alle Fälle   
    ich habe die entwicklung der überdachung wie beim salino gelöst.

    im abstand von 25 cm vom der mitte, sind zwei ringe zur zusätzlichen zugaufnahme angenäht. wenn ich diese beiden punkte gemeinsam mit der mittelnaht abspanne, zieht sich das ganze zu einem stabilen beak zusammen.

    der griff des trekkingsstocks sitzt, 50 cm nach innen versetzt, in einem verstärkungspad.

    bei dem schnitt handelt es sich um ein silpoly rechteck tarp, in den maßen  200 x 350 cm, incl. catcuts am saum. das kommt den spartanern unter uns wahrscheinlich riesig vor, ist für meinen schlechtwetter einsatz aber optimal.

    bodennah aufgebaut, habe ich nun genügend kopffreiheit und das fußende vom bivi ist ebenfalls noch gut vom fly entfernt. die liegelänge ist für mich jetzt endlich ausreichend.
    mit dem zweiten stock kann ich den raum erheblich erweitern und bekomme zusätzliche lüftung von der seite. in dieser form gleicht das shelter mehr einem “solplex” von zpacks.
    das tarp steht mit seinen catcuts so schon relativ stramm. mit der zweiten stange wird die fläche nochmals gestrafft. 

    unter dem tarp ist im hexamid-aufbau noch genügend platz um solo bei windigem regenwetter überdacht zu kochen und meinen kram trocken einpacken zu können.
    bei erhöhtem platzbedarf, kann das tarp auch als breiter A-frame aufgebaut werden. so könnten sogar zwei personen nebeneinander liegen oder gemeinsam kochen.

    im hexamid-aufbau passen die f3 inner unter die tarpfläche. die beiden hinteren fixpunkte des inners können am tarphering befestigt werden. so braucht man nur noch zwei zusätzliche leichte heringe um das inner vorne zu fixieren.
    bei der verwendung eines bivis, hänge ich das kopfteil an einer schnur auf, die von der spitze bis zum boden reicht.

    die beiden versträrkungspads für die trekkingstöcke wurden geklebt und genäht. da das silpoly-xl unten leicht pu-beschichtet ist, hat sich seam grip als kleber für den zeltbodenstoff am besten geschlagen.
    bei meinem 3x3 tarp ziehen sich leider nahtlöcher der verstärkungspads unter last auf. um dies zu vermeiden, wurden nun die hoch belasteten nähte nach innen versetzt und nicht komplett durchgenäht. so wird der zug allein vom zeltbodenstoff aufgenommen und der tarpstoff bekommt nur zug von der klebung.
    am rand des pads habe ich trotzdem einmal rundumgenäht um die funktion zu gewährleisten, sollte sich die klebeverbindung mit der zeit lösen.
    mit allem gebimmel wiegt es 450 g und für die heringe rechne ich nochmal 130 g hinzu.

    vg. -wilbo-
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    JoSt hat eine Reaktion von hbfire erhalten in Schnäppchen   
  16. Danke!
    JoSt reagierte auf Lightlix in Quilt mit Mantelfunktion für leichte Minusgrade   
    Inspiriert durch diesen Post von @kamov und natürlich auch inspiriert durch den Mantelwechselquilt von Laufbursche, hat es mich letztens doch in den Fingern gejuckt, nochmal einen Quilt mit Jacken-/Mantelfunktion zu nähen, obwohl ich seit meinem ersten Quilt vor einiger Zeit weiß, wie nervig es ist, dickes Apex zu nähen. Aber der Gedanke, keine Jacke mitnehmen zu müssen überwog doch, und vor allem gefiel mir die simple Konstruktion eines Mantels nur mit Kamsnaps, anstatt wie beim Mantelwechselquilt einen vergleichsweise großen Aufwand zu betreiben.
    Daher habe ich schnell noch Material bestellt und in den letzten beiden Tagen was zusammengenäht. Der Quilt sollte eben für leichte Minusgrade zu gebrauchen sein, und auch ohne zusätzliche Isojacke auskommen. Zuerst hatte ich noch überlegt, unten etwas mehr Füllung zu nehmen, und etwas rumgerechnet, bei welchem Gewicht ich ungefähr landen würde. Dazu hier eine Tabelle mit dem Schnittmuster: Gewichtsrechnung.xlsx.
    Letztendlich habe ich mich für folgendes entschieden:
    10D Nylon Taffeta mit 22g/m2 233er Apex oben und unten, d.h. 2m 100er und 2m 133er Apex Kleinkrams: Ösen, zwei Tankas, zwei kleine Ringe zum Kordel sichern, ne Gummikordel und ein bisschen Schnur 70cm YKK 3C Reißverschluss für die Fußbox 10 Schlaufen aus Ripsband mit Kamsnaps, 5 auf jeder Seite Materialkosten von ca. 100€ Komforttemperatur von geschätzen -3 Grad Gewicht: 751g Design stark orientiert am GramXpert Quilt, insbesondere die Konstruktion der Kordelzüge. Aber auch die Schlaufen mit Kamsnaps sind wegen der Mantelfunktion natürlich an ähnlicher Position. Die Maße nochmal in groß:  
    Jetzt aber zum Ergebnis:
     

    Die Außenseite ist burnt orange, die Innenseite forest green.



    Oben und unten Verschluss durch Kordelzug. Oben ist elastische Kordel verbaut, unten nicht-elastische Schnur.


    Kordelzug oben mit austauschbarer Schnur, die ganz simpel mit der Schlaufe verknotet ist.

    Kordelzug unten.


    Die Fußbox wird zuerst mit Reißverschluss, dann mit Kordelzug geschlossen.


    Mit der Mantelfunktion bin ich wirklich zufrieden. Einfach wie hier erklärt die Kamsnaps ganz oben um den Hals schließen, den Kordelzug oben leicht anziehen, dann den zweiten Snap jeweils mit dem ganz unteren kurz vor dem Reißer verbinden. Wahlweise kann noch der Reißverschluss ganz geschlossen werden, was bei mir noch bequem geht. Bewegen der Arme und Laufen ist überhaupt kein Problem und superwarm ist es sowieso Der Mantel geht mir dann bis kurz über die Knie.
     
    Prozedere beim Nähen:
    Ich habe wieder den Arbeitsablauf etwas dokumentiert. Grundsätzlich ist Quilt nähen nicht sehr schwer, aber nur grundsätzlich. Durch die immensen Mengen Stoff und Isolation, insbesondere bei dickeren Quilts, ist es schon sehr nervig. Der Quilt wird in folgender Reihenfolge zusammengebastelt:
    Anzeichen, Ausschneiden der Teile. Kordelzüge vorbereiten: Ripsband zur Verstärkung anbringen, Ösen durchnieten. Kordelzüge auf der Oberstoff fixieren, ggf. schon Kordeln anbringen Kamsnaps in Schlaufen nieten, Schlaufen an Oberstoff fixieren Reißverschluss an Oberstoff fixieren Eine Lage Apex (100er) mit Ober- oder Unterstoff zusammen abstecken und Stütznähte setzen Andere Lage Apex (133er) mit anderer Seite zusammen abstecken und Stütznähte setzen Ein kurzes Stück am Rand absteppen wo später gewendet werden soll Beide Seiten mit der Außenseite zueinander abstecken und entlang der Kante zusammennähen, Bereich zum Wenden auslassen Wenden Verbleibendes Loch per Hand und dann per Maschine schließen Sicher kann man es auch auf zig andere Arten machen, aber so hat es ganz gut geklappt. Jetzt noch ein paar Details zu den einzelnen Schritten:

    Beim Anzeichen ist es am einfachsten, zuerst den dünnen Oberstoff auszuschneiden und als Schablone für das Apex zu benutzen.

    Auf Apex kann man nämlich äußerst schlecht irgendwas anzeichen. Mit einem locker gehaltenen Edding geht es ganz gut.

    Die Kordelzüge bekommen zur Verstärkung Ripsband verpasst an den Stellen, wo späer die Ösen durchkommen. Enger Stichabstand und schön kantennah nähen. Ich habe sowohl auf den Kordelzugstoff als auch auf den Oberstoff Ripsband genäht, dann die Öse durchgekloppt und dann den Kordelzug geschlossen und am Oberstoff fixiert.

    Von innen, die Öse ist durch beide Schichten durch.

    Von außen.

    Der Kordelzug am Halsende hat 3 Ösen, da ich die Schnur gerne austauschbar machen wollte.

    Unten nur eine Öse. Innen ist die Schnur einfach an kleine Laschen aus Ripsband geknotet, danach nochmal etwas flächiger vernäht.

    Schließen und Fixieren des Kordelzugs.

    Die Schnur für einen geschlossenen Kordelzug muss man samt Tanka usw. VOR dem Zusammennähen der Einzelteile einziehen!

    Der Reißverschluss wird einfach auf die Kante genäht, aufpassen bei der Orientierung der Zähnchen und der richtigen Seite. Einmal absteppen reicht, da später der Quilt ja noch genau hier mit dem Unterstoff zusammen vernäht wird.

    Auch alle Schlaufen mit Kamsnaps sollte man vor dem Absteppen des Apex anbringen, sonst ist das einfach nervig mit so viel Apex rumzuhantieren.

    Die männlichen Teile mit dem "Stecker" müssen auf der Oberseite des Oberstoffes liegen. Hier ist insbesondere mehrfaches Nachdenken wichtig, sonst passen nachher die Snaps nicht zueinander!

    Die weibliche Seite hingegen liegt mit der "Öffnung" nach oben.

    Alles gut abzustecken erleichtert die Arbeit enorm beim Setzen der Stütznähte.


    Obwohl es schon nur eine Schicht Apex ist, ist es doch echt nervig, da eine gerade Stütznaht drüberzusetzen. Ich habe es nach ein paar Versuchen am Tisch einfach auf dem Boden gemacht.


    Sobald die Stütznähte gesetzt sind, kann man die beiden Seiten mit Ober- und Unterstoff zueinander aufeinander legen und sehr gut abstecken. Dann entlang der Kanten vernähen, einen kleinen Teil offenlassen. Hier müsste man vorher kantennah abgesteppt haben, damit man im folgenden Schritt die Öffnung gut schließen kann. Wie nervig das vernähen der zwei Schichten ist, lässt sich auf dem Bild glaube ich gut erkennen  

    Im letzten Schritt schließt man das Loch zum Wenden per Hand, indem man wie von @Ben beschrieben mit der Nadel einfach die "Schlaufen", die die vorherige Absteppnaht an der Kante gebildet hat, vernäht und zusammenzieht. Anschließend habe ich nochmal mit der Maschine drübergenäht.
     
    Fertig ist der Quilt! Fragen, Kritik, blabla, raus damit!
     
     
     
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    JoSt reagierte auf Stromfahrer in Pyramiden Inner (China)   
    Ich habe gerade mal Serenity und China Solid Inner nebeneinander aufgebaut, gemessen und meine Erinnerung von der letzten Nutzung verifiziert:
    SD Serenity Net Tent: B 67 × L 210 × Wanne 18,5
    (324 g inkl. Bodenleinen wie im von mir propagierten Aufbauschema) 3F UL Gear Solid Inner: B 71× L 220 × Wanne 12
    (333 g ohne Bodenleinen, 352 g mit. Für die Nutzung mit einem hoch augestellten GWC sind Bodenleinen erforderlich, um das Cape sauber auf dieselben Heringe zu stellen.) Raum subjektiv:
    Länge: Durch die niedrigere Wanne ist das Liegegefühl in beiden indentisch. Auf dem Rücken liegend ohne Matte mit senkrechten Füßen berühre ich mit den Fußspitzen das Innenzelt und habe über dem Kopf noch senkrecht 5 cm Luft. Bin 183 und überwiegend Bauchschläfer. Breite: Der Unterschied in der Breite ist subjektiv bedeutungslos, weil die höhere Wanne des Serenity das Nutzvolumen erhöht. Allerdings merkt man am Boden schon, dass einfach noch etwas neben die Matte passt und die Ellenbogen beim Liegen nicht oder weniger gegen die Seitenwände drücken. Meine Empfehlung: Für das Gatewood Cape eher das China-Inner (Mesh oder Solid). Warum?

    Es ist sehr gut verarbeitet. Es steht sauber und die Bodenwanne steht durch die Dreieckspanner schön fest und gerade. Das kann man vom Serenity nicht behaupten. Alle Bodennähte sind von innen abgeklebt. Der Boden ist deutlich fühlbar robuster, etwa vergleichbar mit den laminierten Böden der 2013er PowerLizards. Mit Blick auf die evtl. eingesparte Unterlage von Vorteil. Der Boden rutscht weniger als das SilNylon des Serenity. (Mit letzterem bin ich schon mehrfach mit dem ganzen Serenity bis unter die Tropfkante nach draußen gerutscht, weil es ja auch seitlich nur an Gummis hängt. Das schreit nach einer Modifikation!) Es gibt eine IZ-Tasche (kann man rausschneiden). Es gibt eine Lampenaufhängung. Die untere Stockschlaufe ist von Haus aus gleich richtig. Der T-Zip ist ein tolles Komfortmerkmal. Vor allem kann ich als Linkshänder damit in meiner bevorzugten Seitenlage unter der Apsis hantieren. Das Serenity will mich zum Rechtshänder machen. Die Türbinder sind größer und daher weniger frickelig zu bedienen.
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    JoSt reagierte auf Stromfahrer in Wind Hard Tiny Quilt Review   
    Ich hatte oben ja auf das Video eines Amerikaners mit der nicht funktionierenden Daunenbefüllanlage verwiesen.
    Nachdem ich selbst eine einfachere Methode verwendet habe, mit der ich im Zimmer sauber arbeiten konnte (abgesehen von dem Fehler, mit Armdruck ein besseres Ergebnis erzielen zu wollen  ) will ich hier noch kurz erläutern, worauf es beim Einblasen der Daune im geschlossenen System (im Gegensatz zur offenen Befüllung per Hand) im Grunde nur ankommt:
    Alle Verbindungen fixieren. Nicht zu viel Druck, nur ein verwirbelter Luftstrom. Die klassische Campingpumpe für 10 Euro tut es dafür. Vor allem aber: Die Daunen werden aus der verwirbelten Luft mitgerissen, nicht aus dem Daunenvorrat. D. h. die Daune darf nicht vor der Öffnung liegen. Sonst verstopft der Einfüllstutzen mit komprimierter Daune. (Das ist auch der Grund, warum die Maschine des amerikanischen Kollegen nicht funktionierte.) Die folgende Zeichnung zeigt es:

    Die Daunenmischung liegt unten im Sack, d.h. auf dem Boden. Die Einblasöffnung und die Austrittsöffnung liegen hingegen in der Mitte, d.h. schwebend deutlich oberhalb der Daune. Nach dem Einschalten der Pumpe wird der Müllsack prall. Durch Bewegen der Pumpe oder Ausrichten schräg gegen den Rand entsteht innen eine starke Verwirbelung und die Daunen werden vereinzelt (!) und im Luftstrom mitgerissen. Der Widerstand des Quilt-Gewebes verhindert dabei eine zu starke Strömung und das System arbeitet mit moderater Füllgeschwindigkeit, ohne die geloftete Daune zu sehr im Quilt zu komprimieren (siehe mein Video weiter oben). Dadaurch lässt sich notfalls auch ohne Waage die passende Füllmenge für die Kammer noch während des Befüllens recht gut abschätzen, wenn man es nicht auf ein halbes Gramm genau braucht. Ich denke, wenn man auf hinreichende Verwirbelung achtet, kann man eigentlich aus allem möglichen eine Befüllanlage improvisieren. Vielleicht nützt die Beschreibung ja jemand.
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    JoSt reagierte auf Stromfahrer in Wind Hard Tiny Quilt Review   
    Falls das jemand nachmachen will: Ich habe den Windhard eben fertig befüllt. Allerdings hatte ich nur 20 Gramm 860er-Daune zur Verfügung (Danke, @P4uL0) und habe den Rest jetzt mit 700er (Danke, @Zippi) gemischt.
    So habe ich 55 Gramm Daune verteilt:
    Kammer A wie außen: +13 Gramm 700er Kammer B: + 12 Gramm 700er Kammer C: +11 Gramm 700er Kammer D: +10 Gramm 860er Kammer E wie enge Kammer: +9 Gramm 860er Die Kammern sind gleich breit, aber unterschiedlich lang. D. h. die Füllmenge wäre linear zur Länge der Kammer zu erhöhen. Dann hätten es bei 55 Gramm Overfill außen +14 Gramm und innen +7 Gramm sein müssen. Wie ihr seht, habe ich aber außen nur +13 Gramm 700er-Daune, innen aber +9 Gramm 860er-Daune verfüllt. Die Gründe sind einfach:
    Ich hatte nur diese Mengen zur Verfügung. Die Randkammer liegt ohnehin halb komprimiert unterm Körper (Draftfalz). Hier ging es mir in erster Linie um die gleichmäßige Verteilung der Füllung oder das maximieren einer fetten Elefantenschuh-Fußbox. Die meiste Wärme geht nach oben verloren, also in der Mitte dort habe ich auch am massivsten aufgestockt. Gerade um den Poncho-Reißverschluss herum fand ich das sinnvoller als am Rand. Mein Windhard wiegt jetzt 488 Gramm (vorher 433 Gramm im Rahmen der Messgenauigkeit d=2) bei einer Füllmenge von 290 + 55 = 345 Gramm Daune (Ø 800+).
    Der Quilt ist jetzt ziemlich satt gefüllt und passt noch gerade so in den Originalpacksack (den ich allerdings nicht verwende). Empfehlung für Nachahmer: Nehmt ausschließlich 800+ Daune und ein oder gar zwei Gramm weniger pro Kammer als ich. Das sollte immer noch gut ausreichen und ist im Ergebnis 10 Gramm leichter und packt kleiner.
    Übrigens: Verschiedentlich liest man, die Fillpower würde überbewertet. Das stimmt grundsätzlich, weil es nicht allein darauf ankommt, sondern auch auf die Größe der Kammer, das Mischungsverhältnis und das Flächengewicht der Hülle. Allerdings konnte ich den Unterschied zwischen der 700er und der 860er, beide unbehandelte Ware von Extremtextil, deutlich feststellen: In meinem Wiegebehältnis konnte ich von der 700er problemlos 13 Gramm abwiegen, von der 860er mit Mühe 10 Gramm. Die quoll einfach oben raus. Das entspricht recht genau dem Unterschied im Nennwert der Ware. Vergeblich ist das Verwenden von 860er also nicht. Man fühlt das auch beim Umgang mit der Daune in der Hand.
    Als Bonus habe ich oben noch ein Video vom Einblasen der Daune hinzugefügt. Eigentlich ganz einfach …
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    JoSt reagierte auf wilbo in Kufa vs Hydrophobe Daune   
    hurra,
    wenn die daunen komplett nass werden oder kollabieren, erholt sich der loft von imprägnierter daune deutlich schneller.




    es wurde ca. alle zwei stunden gewogen.
    nach dem auswringen ist das gewicht:
    nassgewicht normale daune: 29,45 g
    nassgewicht imprägnierte daune: 21,78 g

    feuchtgewicht normale daune: 27,82 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 19,95 g
    feuchtgewicht normale daune: 24,62 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 17,51 g
    feuchtgewicht normale daune: 23,69 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 16,93 g
    feuchtgewicht normale daune: 20,19 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 15,72 g
    feuchtgewicht normale daune: 18,22 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 15,14 g
    feuchtgewicht normale daune: 17,43 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 14,87 g
    feuchtgewicht normale daune: 15,86 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 14,50 g
    feuchtgewicht normale daune: 15,37 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 14,40 g
     
     
     
     
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    JoSt reagierte auf wilbo in bambus als material   
    im ul-bereich begegnet mir bambus immer wieder. z.b. die essstäbchen als hering.
    als langfaseriges holz bietet es sich noch für viele andere verwendungen an. irgendwo habe ich gelesen, dass sogar ein rucksackgestell aus bambus in der mache ist.
    gestern habe ich auf die schnelle vier u-heringe aus einer alten bambusstange geschnitzt.
    (oben habe ich die stange direkt über dem knoten abgesägt.)
    das ergebnis hat mich selbst erstaunt.
    ein 20 cm hering, gut 1 cm breit wiegt mit zunsel 6 g.

    die 4 stück packe ich jetzt einfach immer mit ein, und werde schauen wie lange sie halten.
    vg. -wilbo-
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    JoSt hat eine Reaktion von Bauerbyter erhalten in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Ob am bestem weiß ich nicht. Aber in München gibt es welche bei Laufbar. Die 6er im SALE, allerdings mit Größeneinschränkungen.

    https://www.lauf-bar.de/laufschuhe/trail-running-schuhe/Marke--Saucony/

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    So kleine Studie betrieben.
    Habe einen Belastungstest gemacht und gemessen welche Matte sich wie weit komprimiert, vorweg....... Frilufts und Karrimor sind bei beiden identisch.
    Einmal eine relativ punktuelle Belastung mit 8kg mit einem Zylinder mit 10cm Durchmesser, dabei drückt sich die TAR schon 3mm mehr zusammen.
    Dann einen etwas genaueren Test mit 20kg, Die Frilufts und die Kamirror dücken sich beide bis auf 16mm zusammen die z-lite auf 14mm.
    Mann kann also sagen das sich die TAR eher platt liegt als die beiden anderen. Zum anderen geht die TAR aber etwas schneller in Ausgangsposition zurück wenn mann mal mit der Faust richtig reindrückt, was am Material liegt welches ja anders ist.
    Vom liegen würde ich die TAR erstmal bequemer empfinden da diese sich grundsätzlich weicher anfühlt und etwas softer im Griff ist, die zwei anderen sind da etwas störrischer.
    Ich hoffe das hilft.
     









  24. Gefällt mir!
    JoSt reagierte auf Stromfahrer in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Jain. Grundsätzlich geht es um den Hebel. Der Fehlerklassiker ist ein Hering, der zur Hälfte aus dem Boden schaut und die Schnur hängt oben dran. Nach meinen Messungen mit der Zugwaage ist Länge im Boden durch nichts zu ersetzen.
    Was spricht aber dagegen, am Groundhog mit der Rundfeile ein oder zwei kleine Kerben (nicht zu tief!) zusätzlich in den Hering zu feilen, so dass die Schnur auch auf halber und zwei Drittel der Höhe nicht nach oben rutscht. Dann hast du alle Optionen offen und immer den bestmöglichen Halt im Boden.
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    JoSt hat eine Reaktion von Janobert erhalten in Ich bin dann mal weg ...   
    @micha90  @Janobert
    Viel Spass und viel Erfolg bei eurer Tour.
    Ich bin schon gespannt auf eure Berichte und Ausrüstungsreviews.
    lg
    JoSt

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