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Ultraleicht Trekking

J_P

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von schwyzi erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  2. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von sevenfifty erhalten in EU-Fernwanderwege durch US gefördert :-) - CBP will stärkere Datenkontrollen von einreisenden Europäern...   
    Ich befürchte fast, dass auch eine Nachfolgeregierung evtl. unter J.D. Vance keinen Unterschied zur jetzigen Situation in den USA machen wird. 

    Ich werde erst dorthin reisen, wenn die USA wieder demokratisch regiert werden.

    (Wenn es Europa dann noch gibt...)

    Bis dahin sollte man alle schönen europäischen Trails belaufen.
  3. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf RaulDuke in EU-Fernwanderwege durch US gefördert :-) - CBP will stärkere Datenkontrollen von einreisenden Europäern...   
    Ich finde ja eh, das, so lange Trump, oder eine vergleichbare Regierung, in den USA an der Macht sind, man nicht in dieses Land reisen sollte.
    Ist nur meine Meinung, ohne hier jemanden etwas vorschreiben oder überzeugen zu wollen. Letzten Endes muss es jeder für sich selbst entscheiden.
    Dieser neue Vorschlag, sein ganzes Digitalesleben vor der Einwanderungsbehörde, oder welcher auch immer, geht mir gewaltig gegen den Strich.
  4. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von Blickpunkt erhalten in Andere Wanderer   
    Meine Erfahrungen sind sehr unterschiedlich, so wie die Regionen wo die Erfahrung gemacht wurde:

    Ich lebe und arbeite in Marburg an der Lahn. Auch hier gibt es viele (Fern)wanderwege wie oben schon genannt: Lahnwanderweg, Lahn-Dill-Berglandpfad, Kellerwald- und Urwaldsteig und der Rothaarsteig ist auch in der Nähe.. auf diesen Wegen begegnet man sehr selten anderen Fernwanderern.

    Hierzu eine kleine Anekdote:
    Meinen ersten Berührungspunkt mit dem Thema Fernwandern bekam ich in meinen ersten Studienjahren ab 2005 in Marburg. An einem schönen Frühlingstag ging ich an der Lahn entlang und kam an der Jugendherberge vorbei. In einem Baumgesträuch vor der Jugendherberge hing ein älterer Herr in einer Hängematte und schlief. An den Baum gelehnt stand ein großer Trekkingrucksack. Als wir vorbei gingen wachte der Herr auf und wir reichten ihm 5 Euro. 😅 Wir dachten natürlich er sei ein Obdachloser.. aber weit gefehlt. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der nette Herr ein Fernwanderer war, der auf die Öffnung der Jugendherberge wartete. Er lief den Lahn-Höhenweg (Vorbild für den 2012 eröffneten Lahnwanderweg)... Das war mein erster Berührungspunkt mit dem Fernwandern. Trotzdem hat es dann noch 10 Jahre gedauert bis ich selbst das erste mal losgezogen bin. 

    Er gehörte also quasi zu den Pionieren hier im hessischen Hinterland und Marburger Umland. Auch heute noch können Regionen im hessischen Hinterland sehr einsam sein. Außer am Wochenende wenn die regionalen Wandergrüppchen zu ihren Tagestouren aufbrechen. Aber unter der Woche ist es hier sehr ruhig.

    In bekannteren Mittelgebirgsregionen sieht es dann schon wieder anders aus:

    Auf den sogenannten "Top Trails of Germany" 🙄 begegnet man je nach Jahreszeit mehr Leuten . Bspw. auf dem Westweg, dem Rheinsteig oder auch dem Rothaarsteig.  Auf dem Westerwaldsteig bin ich allerdings keinem anderen Wanderer auf 240 km bgegenet.

    Auf bekannten oder großen Trails waren die Erfahrungen anders:

    Auf dem GR5, dem Hexatrek oder dem GR53 in den Vogesen war es jahreszeitlich sehr unterschiedlich. Im Frühjahr und Sommer ziemlich stark frequentiert und im Herbst und Winter sehr einsam.

    Der PoB in diesem Jahr in Albanien, Kososvo und Montenegro hingegen war abschnittsweise ziemlich voll.. unüberraschenderweise auch stark von jüngeren Leuten (Gen-Z) begangen. Das war streckenweise etwas nervig.

    Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass die Frequentierung von (Fern)wanderwegen auch sehr stark von deren Lage und der Medienpräsenz abhängt. Wer wirkliche Ruhe sucht, sollte sich lieber unbekannte Routen heraussuchen oder selbst planen.
  5. Witzig!
    J_P reagierte auf Nando in Trail in Nigeria?   
    Zwischen der Region um Lagos und von Boko Haram Kerngebiet liegen etwa 1500km. Das ist weiter weg als Berlin - Kiew. machst du deswegen um Berlin keine Wandertouren wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine? 
  6. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von Mia im Zelt erhalten in GR53 – Rund 350 km durch die Vogesen   
    Was noch wissenswert ist an dieser Stelle: Das Grand Est ist die niederschlagsreichste Region Frankreichs. Sollte bei jeder Tourplanung in der Region berücksichtigt werden..😅 Ich hatte nur einen flattrigen StS-Poncho, keine lange Hose/ZippOff zum wandern und keine Gamaschen dabei. Außerdem wurde in Altra Lone Peaks gelaufen.. ebenfalls grenzwertig.

    Mehr Regenschutz wäre besser gewesen..

  7. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von Onza erhalten in Bikepacking - eure Räder   
    Seit letztem Jahr nutze ich für Bikepackingtouren wieder ein selbstaufgebautes Bike:

    Grundlage war ein Trek 970 aus 1995 (ausgewählt aufgrund des sehr guten Stahlrahmens!) Für 100 Euro bei Ebay gekauft.. Der Voreigentümer hatte leider keine Ahnung, was er da eigentlich hatte!

    Ich habe das Cockpit wieder auf Dropbar umgebaut: Vorbau und Gravellenker aus der Ritchey Evo-Curve Reihe. Die Lenkerendschalthebel sind Schalthebel aus der Dura Ace - Linie von Shimano, die eigentlich an Zeitrennrädern verbaut werden. Allerdings lassen sich diese Schalthebel ohne Rasterung einstellen sodass man sämtliche Shimanoschaltungen damit nutzen kann.

    Die Bremshebel sind Dropbar- und V-Brakekompatible Bremshebel von Tektro: Tektro RL520.

    An dem Rad war eine alte aber völlig intakte Shimano XT Ausstattung (V-Brakes: Shimano XT (Paralellogramm) ..vermutlich vom Voreigentümer noch im Nachhinein verbaut; Antrieb ebenfalls komplett Shimano XT aus 1995.

    Neue Laufräder mussten natürlich dran: Vorne und hinten DT Swiss 535 mit Shimano XT Naben.

    Das Innenlager habe ich ausgetauscht. Vorher Vierkant; das neue ist ebenfalls Vierkant (der alten Kurbel zuliebe).

    Den alten Ritcheysteuersatz habe ich gewartet und neu gefettet. Ansonsten war der Steuersatz intakt.

    Der Sattel ist ein klassischer Brooks B17.. der Sattel der Radreisenden!

    Die Sattelstütze ist ebenfalls neu und aus der Ritchey Evo Curve Linie.

    Als Pedale habe ich Kombipedale für Cleats- und Flachschuhe.

  8. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von nitram erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  9. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von Wolfwalkerin erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  10. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf Lugovoi in Impressionen von Touren   
    Ein paar Impressionen aus der Gegham-Mountain-Range in Armenien. Eine vulkanische Hochlandsteppe zwischen 2000 und 3600 Metern Höhe. Beeindruckende Weite, und, wenn ich auch nur kurz im Lande war, ein sehr positiver Eindruck von Armenien und seinen Leuten, in der Mehrzahl sehr entspannt und äußerst hilfsbereit. Man kommt auch ohne jedwede Sprachkenntnisse gut durch.  












  11. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von Fluwer erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  12. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von fettewalze erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  13. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von Blickpunkt erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  14. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von wechsel-wild erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  15. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  16. Gefällt mir!
    J_P hat eine Reaktion von khyal erhalten in Impressionen von Touren   
    Neulich auf dem Peaks of the Balkan. 22.08.25 - 04.09.25..
     
     






















  17. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf nitram in Impressionen von Touren   
    SWCP   Minehead bis Boscastele    16.08.-23.08.25
     



     
    Letztes Jahr bin ich über Pfingsten die Strecke Falmouth bis St. Ives des SWCP gelaufen. Es hat mir so gut gefallen, so dass ich dieses Jah spontan entschieden habe, von Minehead gegen den Uhrzeigersinn ein weiteres Stück zu laufen, soweit ich eben komme. Das Stück Croyde bis Appledore habe ich mit dem Bus überbrückt, es schien mir weniger attraktiv zu sein. Nach ca. 190km und 5.000 Hm bin ich von Boscastle wieder die Heimreise angetreten. Eigentlich war ich mir sicher, von meiner letztjährigen SWCP-Tour einen Reisebericht geschrieben zu haben und wollte nun diesen Teil hinzufügen, aber siehe da, meine Erinnerung hat mir einen Streich gespielt und ich hatte seinerzeit gar nichts ins ULTF gestellt. Da @izi einen tollen, detailreichen und sehr schön bebilderten Bericht verfasst hat, werde ich mich neben ein paar wenigen Informationen auf einige Fotos beschränken.

    Übernachtet habe ich im Zelt, nie wild, immer auf campsites, die meist, mit einigen Höhenmetern verbunden, abseits der Küste lagen. Der Reihe nach waren das nach meiner Anreise mit dem Zug über Paris und London in Minehead der Moor Wood Campsite, in Lynton der Sunny Lyn Campsite, der Watermouth Valley Camping Park, der Freshwell Camping in Croyde, bei Clovelly Roeys Retreat Campite (hat mir am wenigsten gefallen), bei Hartland Quay der Barton Stoke Campsite (mein Favorit!), Hotelübernachtung in Bude, bei Crackington Haven der Hallagather Campsite und bei Boscastle der Trebylla Campsite. Bezahlt habe ich meist zwischen 10 und 15 Pfund, einmal auch 25 Pfund.

    Bank Holiday, genau an meinem letzten Wochenende und dem darauffolgenden Montag. Ich habe das erst ein paar Tage vorab unterwegs erfahren und plötzlich tauchten da Schreckgespenster auf, wie keine Plätze mehr auf Campsites, keine Busverbindungen, alles geschlossen, alles überfüllt …

    Tatsächlich gab es einige ausgebuchte Plätze, aber auf den abseits gelegenen gab es auch spontan massig Platz, die Geschäfte waren weitestgehend geöffnet, nur bei Transport for Cornwall war nicht klar recherchierbar, ob die Busse montags nun verkehren oder nicht. Da ich bereits für Dienstag die Zugverbindung von London über Brüssel nach Karlsruhe zurück gebucht hatte, bin ich bereits sonntags nach London gereist und habe mir noch eine tolle Ausstellung in der Tate Modern angesehen.
     



























  18. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf Steintanz in Impressionen von Touren   
    Paar Eindrücke vom Camino dos Faros, ein toller Küstenwanderweg (typischerweise 8 Etappen) entlang der "Küste des Todes" bis zum "Ende der Welt"  (Spanien, Galizien: Malpica bis Fisterra, entlang der Costa da Morte). Lange Hose empfehlenswert, da Stachelgebüsch teils sehr eng steht. Fantastische Wegverläufe, Landschaften, Strände, Eukalyptus- und andere -wälder. 
     








  19. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf Oska in Impressionen von Touren   
    Schweden - Kungsleden

  20. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf realholgi in Impressionen von Touren   
    Hier ein paar Eindrücke vom GR54 - Tour de Ecrins im Juli:











  21. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf HEB in Impressionen von Touren   
    Hier sind einmal unsere Unterkünfte vom Camonoen.
    Wir haben überwiegend Shelterplätze genutzt und zwei mal einen Zeltplatz. Die Shelterplätze sind echt super, mit Frischwasser und Toilette ausgestattet. "Geheimtipp" ist der Platz in Borre (gehört nicht direkt zum Camonoen). Dort kann man sich einen Schlüssel zu einer Art Gemeindehaus im Supermarkt abholen und kann dann Küche und Bad nutzen.
    Der erst Platz wurde privat betrieben, dort hätte man auch im Wohnwagen schlafen können. 
     
    Generell muss man etwas Glück mit dem Wetter haben, wenn man in den Sheltern schläft. Viel Wind hilft gegen Mücken   Wenn man ohne Zelt reisen möchte, sollte man sich wenigstens ein Mückennetz mitnehmen.
     










  22. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf Steintanz in Impressionen von Touren   
    Dingle Peninsula, Irland. Paar Eindrücke von neulich (auch zur Sommersonnenwende dort gewesen). Sehr schöne Landschaften, sehr wechselhaftes Wetter, v.a. in den "hills" oben kann es mit fast null Sicht (GPS halte ich für notwendig!) und/oder stürmischem Regen sehr fies sein, dazu kommt, dass in höheren Lagen nur wenige bzw. keine klaren Wege vorhanden sind und man quer durch moorig-nasses Gelände geht, waten muss, Morast immer wieder umgehen muss usw. (dürfte vergleichbar zu schottischen Touren sein, etwa Cape Wrath Trail, war aber noch nicht dort). -  Vorsicht bei der Routenplanung, man läuft sonst womöglich viel direkt auf Straßen, z.B. viele Abschnitte des Dingle Way! Aussichten sind fast immer schön, aber Asphalt-Getippel mit durchaus ordentlich Verkehr immer wieder und kaum Grünstreifen am Rand machen wenig Laune.
     
     








  23. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf Lotus in Rothaarsteig 2025   
    Lustig, fand den Weg dieses Jahr ziemlich genial.

  24. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf waldhummel in Rothaarsteig 2025   
    Der Rothaarsteig hat ja einen gewissen Ruf als selbsternannter "TopTrail of Germany" und viele hier im Forum sind ihn wahrscheinlich auch schon gelaufen - als der Wald noch da war!
    Da ich in Nordrhein-Westfalen wohne, stand er auch für mich schon lange auf dem Programm. Dieses Jahr sollte es also endlich soweit sein - mein Mann und ich haben uns vor zwei Wochen auf den Weg gemacht und ich möchte Euch nun über unsere Erfahrungen berichten:
    Wir starten unsere Tour in Marsberg, weil wir dort im letzten Jahr die Hermannshöhen (unbedingte Empfehlung!) beendet haben. Ein knackiger Anstieg führt uns zunächst hinauf ins historische Obermarsberg. Anschließend folgen wir der Waldroute zum Diemelsee. Das lässt sich ebenfalls recht sportlich an, denn die Waldroute nimmt jeden Hügel im direkten Anstieg mit! Nachdem wir die imposante Staumauer des Diemelsees bewundert haben, folgen wir Doppelbalken nach Brilon. Das ist leider überwiegend Asphalt, aber immerhin recht direkt.



    Die ersten Kilometer nach Brilon sind gute bevölkert, denn es ist Wochenende. Es geht auch schon gleich ansprechend los mit einigen schönen Pfaden und viel Grün. So richtig begeistern uns die fast alpinen Pfade über den "Ginsterkopf-Kamm". Die Bruchhauser Steine schaffen wir leider nicht, da wir aufgrund von Gewittergefahr den Campingplatz in Bruchhausen erreichen wollen.      Der Aufstieg auf den Langenberg weiß durch schöne Pfade und Nebel zu begeistern. Endlich sind wir auf dem höchsten Gipfel von NRW!      Wunderbar ist auch der Weg über den Clemensberg, durch die Hochheide und über den Hillekopf. Kurz vor Winterberg überrascht uns die kleine aber feine Schlucht, die wir bislang nicht kannten.    Der Aufstieg auf den Kahlen Asten ist angenehm und oben bewundern wir wieder die Heide. Der anschließende Weg nach Langewiese ist trotz Asphalt ganz schön, teilweise kann man neben der Straße gehen. Ein Kneippbecken erfrischt unsere Füße. Nach Langewiese weiter Asphalt und die ersten unangenehmen Kilometer auf Schotterpiste an den Weihnachtsbaumplantagen vorbei. Nach dem Heidenstock wird der Weg wieder etwas naturnaher und nach einer weiteren Forstautobahn erreichen wir den langezogenen Bergrücken der Kammvariante (Großer Kopf). Hier gibt es auch noch recht viel Wald. Nach der Millionenbank erreichen wir Jagdhaus, wo der Weg eine alberne Schleife drum rum macht (man läuft dabei mehr Asphalt als wenn man den winzigen Ort direkt durchquert hätte!). Nach Jagdhaus folgt großflächiger Kahlschlag (insgesamt ca 10 km am Stück), der sich bis zum Margarethenstein zieht.      Hier auch schon mal ein Wort zu den Forstautobahnen: ich konnte es mir ja im Vorfeld nicht vorstellen, wie schlimm das ist. Ich dachte mir: naja, auf Schotter kommt man doch gut voran und wenn die Umgebung schön ist, dann macht das ja nix. Allerdings sind die Schotterwege hier im Rothaargebirge erstens brandneu (nach den großflächigen Abholungen der letzten Jahre mussten natürlich auch die zerstörten Wege - für die Forstwirtschaft! - wieder hergestellt werden), und zweitens mit wirklich riesigen, spitzen Schottersteinen versehen. Gut für die schweren Forstmaschinen, wirklich schlimm zu Wandern. Und es werden noch viele, viele Kilometer darauf folgen...   Zwischen Margarethenstein und Rhein-Weser-Turm keimt Hoffnung auf, es gibt Wald und Naturpfade. Danach folgt der Anstieg ins Schwarzwassertal. Was sich idyllisch anhört könnte langweiler nicht sein. Ein kurzes Highlight ist die Überquerung des Bachs, in dem man prima wieder die Füße erfrischen kann. Weiter geht es auf Forstautobahnen, dann wieder durch Kahlschlag am Dreiherrnstein vorbei, bis wir an der Ferndorfquelle wieder Wald und Schatten erreichen.  Die Ginsburg lassen wir aus Zeitgründen aus, der Gillerturm bietet schöne Aussicht.      Auch ins Edertal führt eine Schotterpiste, hier immerhin etwas feinerer Schotter, der besser zu gehen ist. Richtig schön wird es im Ederbruch.   Die Strecke bis zum Lahnhof führt an weiteren Quellen vorbei und endlich gibt es wieder Pfade und auch einiges an Wald!  Nach dem Lahnhof wird es dann richtig schlimm, da hilft auch die grüne Oase an der Ilsequelle nix. Fast nur Kahlschlag auf Forstautobahnen in praller Sonne bis man die Tiefenrother Höhe erreicht! Das sind gut 25km!!        Ab der Tiefenrother Höhe gibt es wieder Wald und Pfade. Man hat auch den Weg umgelegt, so dass er nicht mehr über den Radweg am Forsthaus Steinbach vorbei führt, sondern angenehm durch den Wald.       Die letzten 12km nach Dillenburg haben es dann nochmal in sich: nach zwei Hügeln geht es noch ein drittes Mal dann so richtig fies und lang bergauf, bis man am Bismarcktempel vorbei endlich nach Brilon absteigt.   Im Hofgarten von Dillenburg gibt es eine große Holz-Stele, an der man ein Abschlussfoto machen kann. Achtung: sie steht etwas versteckt hinter dem Biergarten.    Mein Fazit des Rothaarsteigs:   Bis zum Kahlen Asten finde ich den Weg geradezu großartig. Danach hat er seine Momente, aber auch mit Wald sind die Forstautobahnen einfach eine Zumutung. Mir ist ein Rätsel, wie der Rothaarsteig so einen guten Ruf erwerben konnte.    Der Weg war unglaublich einsam, wir haben auf der gesamten Tour nur eine Handvoll Tageswanderer und einiges an E-Bikern (alle sehr entspannt) gesehen. Wann wanderen denn die vermuteten vielen anderen Leute den Weg?!   Die zahlreichen Quellen sind ein Hit - allerdings sind sie vor allem im zweiten, nicht so schönen Teil zu finden. Nutzbar waren für uns: Ruhrquelle, Lennequelle (beide aber nur kleine Rinnsaale), Sombornquelle, Ferndorfquelle, Siegquelle, die heilige Ilsequelle und die Dillquelle. 
  25. Gefällt mir!
    J_P reagierte auf realholgi in Impressionen von Touren   
    Gestern Abend (Sommersonnenwende) auf dem Hexatrek: Sonnenuntergang auf dem Petit Brézouard.


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