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Ultraleicht Trekking

Christian Wagner

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Alle erstellten Inhalte von Christian Wagner

  1. Hm, 3 mm Stichlänge hört sich für mich jetzt nicht zu klein an. Ich habe früher auch Mal deutlich weniger als 2 mm gemacht, das ging dann aber schon eher auf die Stabilität des Stoffes, was aber auch nur bei sehr leichten Stoffen ein Problem war (so unter 65 gr/qm). Die Naht selber war natürlich irre stabil. Es hat Vorteile bei der Reparatur wenn im Schadensfall die Naht reisst und nicht der Stoff. Dieser absoluten Aussage muß ich klar widersprechen. Es gibt Nahtlöcher die schwächer sind, z. B. weil mit dreieckiger Nadel genäht (eine Jeansnadel wäre so eine, diese schneidet den Stoff beim Stich etwas ein) oder falls die Nadel zu heiß wurde (ist bei bei Hobbynähmaschinen, gerade bei Anfängern, eher ausgeschlossen). Ansonsten schiebt die Nähnadel die Stofffasern beim Stich zur Seite und schwächt den Stoff so gut wie gar nicht. Gerade bei deinem 210 den Stoff sollte es da keine Probleme mit der Stabilität geben. Man kann Rucksäcke durchaus aus deutlich leichterem Stoff bauen, der muß dann eben an den wichtigen Stellen verstärkt werden. .Ich habe persönlich mit dem Lötkolben kaum Erfahrung gesammelt. Ich bin seit Jahrzehnten bei der Schere und Feuerzeug Fraktion. Das mit dem wieder ausfransen verstehe ich nicht. Normalerweise macht man einen Schnitt, geht mit dem Feuerzeug lang und verarbeitet dann den Stoff zur Kappnaht oder frz. Naht usw. Wo franst da dann noch was aus? Sollte es im Gebrauch, bei einer unversäuberten Naht, zum ausfransen kommen, so kannst du ja zusätzlich einen Zickzackstich drüber nähen. Nicht schön, aber funktioniert. Hm, ich bin jetzt ja nicht besonders kräftig, aber, solltest du einigermaßen normal starken Nähfaden genommen haben und sollten die Schultergurte wirklich so konstruiert sein wie du beschrieben hast, dann reisse ich dir diese mit Handkraft ab. Eine Naht mit 4 mm Stichlänge, einmal quer als Naht "D "rüber ist zu wenig. Fang an einer "Ecke" des Schultergurtes an zu ziehen. Da werden dann mitunter nur einige wenige Nahtlöcher belastet. Bei so hochbelasteten Nähten musst du konstruktiv dafür sorgen dass mehrere Nähte gleichmäßig belastet werden. Das gelingt eben z. B. in dem du die Schultergurte von außen aufsetzt und dann mehrere Nahtreihen machst.
  2. Kommt drauf an. Wenn du die Stichlänge zu eng wählst, dann bekommst du tatsächlich eine Sollbruchstelle. Ist das nicht der Fall dann verteilt du die Last bei "meiner" Methode auf mehrere Nähte, während im Moment bei @viking ja immer nur ein paar Nahtlöcher von Naht C belastet werden. @viking: Ausfransen kannst du verhindern in dem du mit einem Lötkolben schneidet, oder erst ganz normal mit der Schere schneidet und dann mit dem Feuerzeug an der Schnittkante entlang gehst. @ULgeher: Das mit dem umklappen ist nochmal besser, ich wollte nur eine Möglichkeit aufzeigen wie man mit minimalem Aufwand den Ist- Zustand verstärken kann. LG, Christian
  3. Das mit dem nach hinten rutschen bei Regen kenne ich von meinem alten roten Tarp. Das war nur 2,4 m lang, dafür aber am Kopfende breiter. Freut mich das du gut mit dem Hilleberg klar kommst und dass es auch nach Jahren immer noch seinen Dienst erfüllt- ist eine schöne Abwechslung zu so manch anderer Ultraleichtbehausung die eben nicht für längeren Gebrauch konzipiert ist. LG, Christian
  4. Ich habe Tyvek immer so als Einmalartikel abgespeichert. Wie ist denn da die Haltbarkeit? Durchstichfest und reißfest wäre mir ja fast egal. Wasserdichtigkeit ist marginal wichtiger. Mir geht es um einen WAF (wife acceptance factor) freundlichen, leichten Stoff der so aussieht als könnte er das Krabbelzeugs draussen halten. Spinnaker Nylon?
  5. Hm, weis ja nicht, eines der basalen Qualitätsmerkmale eines Rucksacks ist ja daß die Gurte nicht ausreißen. Da habe ich eigentlich immer deutlich mehr Aufwand betrieben. Der Bereich an dem die Schultergurte befestigt wurden habe ich extra nochmal verstärkt, und dann darauf die Schultergurte, auf einer Länge von mehreren cm , mit mehrfachen Zick-Zack-Nähten befestigt. Ich kann mich an meine Schultergurte hinhängen (und ich bin eher so vollschlank!). Hier ist eine alte Bauanleitung die ich vor Jahren Mal geschrieben habe. Die Schultergurte mache ich mittlerweile auch aus 3D- Mesh, die Befestigung ist aber noch genau so, wie auf meiner Webseite beschrieben. Bei deinem Rucksack würde ich wenigstens noch die französiche Naht nach unten klappen und einen oder zwei Zick-Zack-Riegel (D) quer rüber nähen. LG, Christian
  6. @Leichtmetall: Nope, das ist zumindest auf einer Seite silikonbeschichtet....
  7. Hallo Schwarmintelligenz, ich suche einen leichten Zeltbodenstoff. An der Wasserdichtigkeit und Robutheit kann ich am ehesten Abstriche machen. Der Klassiker ist PU- beschichtetes Polyester oder Nylon, das habe ich bisher nicht unter 65 gr/qm gefunden. Gar nicht geht rutischiger Stoff und zu teuer sollte es auch nicht sein. Damit fallen Silikonbeschichtetes und DCF raus. Hat wer einen Tipp? LG, Christian
  8. Ich habe den tarpähnlichen Aufbau mit kurzem Stock mal erprobt. Anstatt der üblichen 146 cm Stocklänge wurde hier der Stock nur auf 110 cm ausgezogen. trotzdem steht das Zelt sehr straff. So sollte man dann, wie bei @Mia im Zelts Zeltplätzen auch über den Felsbrocken einen straffen Stand, hinbekommen. Für eine Person sicherlich eine gute Option, ist man zu zweit dann müssen beide, wegen des offenen Einganges, hinter dem Stock liegen (wird sicherlich kuschelig). Das wäre dann wie beim Duomid XL, nur eben nicht so hoch.
  9. Schöne Tour, schöner Lifestyle. Respekt das du den Absprung gewagt hast. Über weitere Anekdoten würde ich mich da sehr freuen! Das Thema heißt ja Ausrüstung für ein Leben auf der Straße, deshalb Mal eine Frage zu deinem Hilleberg Tarp 5. Das hat ja eine 5- eckige Form. Da hat sich mir nie der Vorteil zur einfachen Rechteckplane erschlossen. Wie bist du denn da zufrieden? LG, Christian
  10. Fotooooooooo!!!!!!!!!!!
  11. Ich finde die Farbgebung des Ruckis auch sehr grlunge, es passt gut zum "Retro- Style". Wo hast du denn den Stoff her? Der Stoff ist schön low tech, eine angenehme Abwechslung zu den sündhaft teuren high tech Stoffen. Da wäre ein Review mal sehr interessant. Ich bin ja nach wie vor von der Nutzlosigkeit des Aufpreises für Xpac und co. überzeugt. Eigentlich eine gute Idee, ob es aber in der Praxis wirklich weiter hilft weis ich nicht. Das muss man ja dann auch erstmal lesen. Manchmal muss man einfach loslegen und selber Erfahrungen machen. Es hilft dann natürlich wenn man nicht mit einem 40€/m Dynemastoff anfängt.
  12. Das mit den A- frame Vebindern ist ganz nett, ich gebe nur zu Bedenken dass die Stöcke, die Stockspitzen und die Verlängerungen bei Windlast auf die Fläche voll auf Biegung beansprucht werden. Ob das jetzt praxisrelevant ist weis ich nicht, aber vielleicht sollte man vor einer Sturmnacht dann doch lieber auf einen senkrechten Stab umbauen.
  13. Habe ich gerade eben bei Netto entdeckt. BTW, heute im Fundus ausgegraben: Das ist eine gefütterter Pullover, heutzutage wohl Puffy genannt. Das Innenfutter und die Isolation ist aus einem kaputten Kufaschlafsack, das gelbe Aussenmaterial besteht aus leichtem Innenzeltstoff. Es war damals etwas leichter als meine bestehende Jacke aus 200er Fleece.
  14. Herzlichen Glückwunsch! Sieht doch sehr sauber aus.
  15. Sag ich doch. Das mit dem Reif glaube ich gerne. Die Feuchtigkeit wird halt länger von der Baumwolle festgehalten.
  16. Feuchtigkeit aussen am bivi ist doch eher Tau oder? Wobei bei einem baumwollbivi (wtf?) könnte natürlich die Feuchtigkeit einfach in der obersten Schicht festgehalten worden sein. Welches setup hatte denn dein trocken gebliebener Kumpel? Wie war das Wetter? Viel Tau am morgen? Richtig verwendet trocknen Schlafsäcke ja auch mal über Nacht...
  17. Saugt das nicht Wasser nach innen? OK, kapiert. Kannst du natürlich auch so machen. Ich würde dann aber noch ein Gurtband von der Spitzenverstärkung zum Reißverschluss einnähen. Über das Moskitonetz wird ja keine nennenswerte Kraft übertragen. Wellt dich bei mir auch. Das ist an einer Stelle an der die Stockspitze hin kommt. Sehen wird das kein Mensch....
  18. Ich will das Trailstar ja nicht schlecht machen, aber geringer Platzbedarf ist jetzt nicht seine Stärke. Einfacher Aufbau für Ungeübte auch nicht. Will man eine Viereckpyramide auf einer Geröllhalde aufbauen, dann müssen die Ecken hält weiter nach oben. Entweder macht man das mit einem längeren Zeltstab oder mit @wilbos/ @Mia im Zelts höher gesetzten Eckabspannungen. Edit: eine andere Möglichkeit ist noch die oben schon erwähnte Option den Eingang offen zu lassen und den rückwärtigen Teil flacher aufzubauen. So ne Art halbes Trailstar....
  19. Ich war der Meinung das dein bodenbündiger Aufbau mit den straff abgespannten Stoffbahnmitten vielleicht aus dem Wunsch entstanden ist einen möglichst "dichten" Shelter zu bekommen. Mein Stock hat übrigens 135 cm, wird aber immer um 10 cm verlängert. Aufgebaut habe ich das Deneck bisher nur im "Flachland". @wilbos Idee mit den etwas erhöht angebrachten Abspannpunkten, die ja bei deinem Zelt sogar schon dran sind ist genial. Entweder längerer Stock oder kürzere Seitennähte. LG, Christian
  20. Interessanter Artikel über ein Zelt mit snow flaps die irgendwie sehr geil konstruiert sind. Abspanpunkte innen und aussen. Benutzt man die äusseren Punkte dann hast du deine Snowflaps, benutzt du die inneren, dann rutschen die Flaps hoch und du hast Ventilation. Da die Abspannpunkte nicht unten am Saum angebracht sind, sondern weiter oben wo das Stoffpanel deutlich dehnbarer ist, soll wohl auch das durchhängen des Silnylons bei Nässe etwas abgemildert werden. OT: Der Hersteller vom oben genannten Zelt hat übrigens auch Pyramiden die teilbar sind im Angebot. Da fällt einem gleich wieder das Trapezomid ein...
  21. Ich muß @wilboda Beipflichten. Bei diesen Lagerplätzen hätte wahrscheinlich jedes Zelt Probleme. Bei dir kommt hinzu dass dein Stock wahrscheinlich für das Flachland gerade so ausreicht, bei Unebenheiten dann aber auf Anschlag ist. Man sieht deutlich wie mit den Abspannpunkten in der Saummitte versucht wurde Spannung auf das Zelt zu bringen. Die sind knallstramm. Die eigentlichen Hauptabspannpunkte, die Ecken können da nichts zur Zeltspannung beitragen weil die Ecken relativ zur Zeltspitze einfach zu hoch liegen. Man bekommt dann die durchhängenden Ecknähte und alles sieht besch...eiden aus. Normalerweise zieht es die Ecken wegen des schrägen Fadenverlaufes etwas weiter nach unten als die Abspannpunkte in der Zeltmitte (vgl: hier). Das ist bei diesem Schnitt einfach so. Willst du in der Mitte der Stoffpanele keine Lücke am Boden (warum eigentlich?) dann müsstest du auf andere Schnitte ausweichen. Eine Möglichkeit wäre noch den Eingang, wie bei deinem Geertop offen zu lassen. Dann kannst du flacher aufbauen und bist nicht an die rechteckige Grundfläche gebunden. Das ganze Zelt würde dann tarpähnlich werden mit einem offenen EIngang.
  22. Joa, bei Nahaufnahme ist das immer sehr doll schlimm, nach der ersten Sturmnacht (halten tut es ja) ist man dann eher tiefenentspannt und sehr sehr Stolz auf die eigene Arbeit. Ich hatte neulich Mal ein Torwald in der Mache aus dem 20den Silnylon das ist vielleicht ein Kräuselstoff. Ein Foto von den Nähten wird es bestimmt nicht geben. Die Clips verwende ich nicht. Ich nehme Stecknadeln die quer zur Nährichtung gesteckt werden. Interessanterweise kann man dann einfach drübernähen ohne das die Nähnadel abbricht. OK, hatte ich wohl nen Knick in der Optik. Ja das ist gewollt. Bei dem spitzen Dreieck hat man in den oberen Paar cm kaum Stoffbreite übrig für die Nahtzugaben und kann dann nichts mehr miteinander vernähen. Ich habe das nicht wirklich genau ausgerechnet, aber etwas länger sollte die Schmalseite sein. Den Catcut würde ich übrigens mittlerweile auch 5 cm machen. Wieso schneiden eigentlich alle die Webkante ab. Die ist doch ein prima Saum an der Zeltunterkante. Nein, habe ich nicht gemacht und ist IMHO auch nicht notwendig. Das ist glaube ich komplett wurscht. Stimmt, gibt Strafpunkte- LOL. Auch das ist im Endeffekt egal. Es geht nur darum das du die Spannung von der Naht in die Fläche bekommst. Wichtig ist das die Steigung an jeder Stelle kontinuierlich zu- bzw. abnimmt. Welche Kurve das ist - Catenary, Parabel oder Kreisbahn ist IMHO Wumpe. Die Rückseite hat eigentlich den gleichen Fadenverlauf wie der Beak. Deshalb steht die ja auch sehr gut! Das "Problem" sind die Seitenwand. Guck dir Mal mein Torwald an, ist ja im Prinzip ein ähnliches Zeltchen. Da habe ich das mit der Unterkante der Seitenteile mit der abgeschnittenen Ecke gelöst. Dadurch bekommt man einen perfekt parallelen Fadenverlauf an der Unterkante und kann irgendwie dann doch Spannung auf die Seitenwand bekommen. LG, Christian
  23. Hm, das hat wieder sowas von overengineering. Es sollte da eine ganz einfache Lösung geben ohne zusätzlichen Materialeinsatz. Interessant wäre Mal von @Mia im Zelt zu wissen wie weit die eine Ecke dann wirklich vom Boden weg steht. Vielleicht ist das ja alles eigentlich ein non issue? Man könnte die abstehende Ecke ja ggf. auch ins Lee verlegen und hat dann sowieso keinen Stress mit Wetterschutz. Ein Paar Fotos von den nicht straffen Aufbauten wäre ggf. auch hilfreich.
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