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Ultraleicht Trekking

Mia im Zelt

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    Mia im Zelt hat eine Reaktion von Kay erhalten in Komfortabler, leichter und großer Rucksack für schmerzempfindliche Frau   
    Dies ist dein erster Kommentar hier. Ich verstehe nicht wirklich, was du meinst. 
    ___
    Holzpellets gab es im Baumarkt nur in der XXL-Größe, welche im mit dem Fahrrad nicht transportieren konnte.
     
    Habe nun alle bestellten Rucksäcke einem ersten Test unterzogen. Beladen habe ich alle gleich, so dass alles mit Rucksack ca 16kg wog. Drin waren 5kg LM, 6L Wasser und Ausrüstung. Da es die ganze Zeit schneit, konnte ich sie bisher nur drinnen testen und die Treppe rauf und runterlaufen.
    Osprey Eja
    + Schultergurte sehr gut gepolstert, kein Druckgefühl
    + Hüftgurt übernimmt viel Last, drückt nicht
    - hebelt stark nach hinten, wenn ich aufrecht stehe
    - Gewicht fühlt sich von allen bergauf am schwerten an. 
    - keine Hüfttaschen
    - kippt um
    Osprey Exos
    +-  hebelt etwas weniger nach hinten, aber noch zu sehr
    + Schultergurte drücken kaum, gut gepolstert
    - Gewicht fühlt sich rel. schwer an
    - Hüftgurt drückt etwas, ev. Rückenlänge zu lang?
    - keine Hüfttaschen
    - kippt um
    Exped Lightning
    + Gewicht fühlt sich bergauf deutl. leichter an
    + hebelt nicht nach hinten
    + steht von selbst
    + Schultergurte liegen gut an, drücken nur wenig
    + Hüftgurt übernimmt viel Last
    - Hüftgurt drückt mäßig bis wenig beim laufen. Verstellbare Rückenlänge, drückt bei S nur noch wenig
    - hinten keine Meshtasche
    ÜLA Cuircuit Gr. M mit Hüftgurt S
    + hebelt nicht nach hinten
    + Gewicht bergauf leichter als Osprey
    + Schultergurte drücken nur sehr wenig, liegen aber weniger gut als als beim Exped
    + Hüftgurt übernimmt sehr viel Last
    - Hüftgurt drückt mäßig, evt. Rückenlänge zu lang? Lastenverstellriemen müssen max. gespannt werden und sind dabei flach
    HMG Southwest
    + hebelt nicht nach hinten, intelligente Gewichtsverteilung
    + Hüftgurt sitzt gut und drückt nicht
    + Gewicht deutl. leichter bergauf als beim Osprey
    - Schultergurte drücken von allen am meisten, Druck v.a. auf der Innenseite
     
    Zum Vergleich mein Deuter
    + hebelt nur wenig nach hinten, könnte aber besser sein
    - Hüftgurt drückt
    - Schultergurte verlagern Gewicht v.a. nach innen. Liegen nicht gut an
     
    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende
    Mia
     
  2. Gefällt mir!
    Mia im Zelt reagierte auf berghutze in Ultraleichte mobile Behausung   
    @Mia im ZeltDas ist ja echt eine blöde Entscheidung, die Du da treffen musst. Falls Du Dich entscheidest, das Zelt zu behalten (etwa weil Du damit in den nächsten Wochen loswandern möchtest), würde ich mit Niccolo auf jeden Fall klären, dass Du die Entscheidung, den Kaufpreis um 100 EUR zu mindern und das Zelt zu behalten in Kenntnis der zwei Risse getroffen hast und dass Ihr Euch neu unterhalten müsstet, falls weitere Mängel auftauchen (und dass Du das Zelt in diesem Fall doch noch gegen Erstattung des geminderten Kaufpreises zurückgeben könntest).
    Was das Abspannen angeht, hatte ich übrigens den Eindruck, dass es besser ist, die Heringe mehr in Verlängerung der langen Kanten zu setzen und nicht so sehr in Verlängerung einer gedachten Diagonale von der Zeltmitte zu den Ecken hin (drücke ich mich verständlich aus?).
  3. Gefällt mir!
    Mia im Zelt reagierte auf Jens in Ultraleichte mobile Behausung   
    @Mia im ZeltIch würde mich auch über die Sache ärgern und wüsste, genau wie Du, nicht konkret wie ich mich verhalten soll. 100€ sofort oder neues Zelt und warten. Fragt sich nur wie lange und ob meine geplante Tour in Gefahr wäre. @berghutze's Vorschlag finde ich in Ordnung, und er würde mich etwas beruhigen, sofern der Hersteller kundenorientiert damit umgeht, d.h. bei weiteren Schäden erneut Kulanz zeigt.
    Wäre meine Tour schon bald, würde ich die Sache mit den 100€ wohl in Kauf nehmen und den Riss/Loch flicken. Obwohl ich mir bei einem neuen Zelt dieser Preiskategorie den Reparaturnachlass schon noch deutlicher vorgestellt habe.
    Leider habe ich kein Bonfus. Hätte ich eines, würde ich es Dir ausleihen, klappt es mit der Neubestellung zeitlich nicht. Doch ich besitze "leider" nur ein (etwa doppelt so schweres) Rainbow...
     
    Alles in allem wünsche ich Dir eine schöne Tour und bis dahin viel Spaß bei der Vorbereitung.
  4. Gefällt mir!
    Mia im Zelt reagierte auf Jeha in Ultraleichte mobile Behausung   
    Bei Tarptent gibt es gelegentlich leicht (meist 50$) reduzierte "DCF-Blemish"-Zelte. Als ein Beispiel wird dort auch ein "fabric slice" gezeigt (Bild 5), der getaped wurde.
    Zu den Blem-Zelten schreibt TT: "No performance difference and full warranty applies. Dyneema is inherently irregular — the fiber weave is wiggly and it only becomes a potential structural problem when the distance between adjacent fibers approaches 1/8in.  All the Dyneema blemish tents have one or more extra tape lines to account for these fiber gaps. The tape actually makes the fabric stronger than it would otherwise be and the “look” is really not that different given the presence of all the taping already present."
    Klar, das schreibt ein Hersteller, der verkaufen will, aber vielleicht ist es trotzdem eine Entscheidungshilfe. Ich würde die 100€ nehmen, es tapen und wie von berghutze vorgeschlagen mit Bonfus abklären, was bei weiteren Fehlern passieren soll.
  5. Betrübt
    Mia im Zelt hat eine Reaktion von Jens erhalten in Ultraleichte mobile Behausung   
    Bonfus geht davon aus, dass der Riss durch eine unsachgemäße Zollkontrolle beim Zwischenversand passiert ist. Dies soll schon mal passiert sein. Vor dem entgültigen Versand ist es wohl übersehen worden.  Sie bieten mir an, entweder ein neues Zelt zu bekommen, was ein paar Monate braucht, oder 100 € Rabatt und ich fixe den Riss mit Reparaturband. So recht entscheiden kann ich mich noch nicht... 
    Leider habe ich gestern beim 2. Probeaufbau in der Nähe von dem 1. Riss einen weiteren 2. kleinen Riss entdeckt. 
    Der Aufbau klappte diesmal besser, die Apside steht gut. 
     


  6. Gefällt mir!
    Mia im Zelt reagierte auf berghutze in Ultraleichte mobile Behausung   
    nee, genau andersrum.
    so:

  7. Betrübt
    Mia im Zelt hat eine Reaktion von Mooritz erhalten in Ultraleichte mobile Behausung   
    Bonfus geht davon aus, dass der Riss durch eine unsachgemäße Zollkontrolle beim Zwischenversand passiert ist. Dies soll schon mal passiert sein. Vor dem entgültigen Versand ist es wohl übersehen worden.  Sie bieten mir an, entweder ein neues Zelt zu bekommen, was ein paar Monate braucht, oder 100 € Rabatt und ich fixe den Riss mit Reparaturband. So recht entscheiden kann ich mich noch nicht... 
    Leider habe ich gestern beim 2. Probeaufbau in der Nähe von dem 1. Riss einen weiteren 2. kleinen Riss entdeckt. 
    Der Aufbau klappte diesmal besser, die Apside steht gut. 
     


  8. Gefällt mir!
    Mia im Zelt reagierte auf einar46 in Ultraleichte mobile Behausung   
    Ich hatte seinerzeit auch Probleme mit einem defekten zpacks pocket Tarp an einer sehr kritischen, stark zugbelasteten, Stelle. Repariert habe ich das mit den schwarzen DCF-Reparaturflicken (von zpacks, siehe Bild). Gleichzeitig habe ich noch andere kritische Stellen "nachgebessert". Für den Riss scheint mir das von @wilbo empfohlene Reparaturband (25 mm breit, von extremtextil) fast ein bisschen zu schmal zu sein. Aber zur Verstärkung möglicher zukünftiger "Rissstellen" ist das Reparaturband sicherlich gut geeignet.
    Ich glaube mich zu erinnern, dass @khyalangeboten hat, mir solche DCF-Reparaturflicken zur Verfügung zu stellen.

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    Mia im Zelt reagierte auf berghutze in Kungsleden (Hemavan - Abisko) inklusive Skierffe und Kebnekaise im Aug/Sept   
    Jäkkvik – Kvikkjokk
    Tag 7 (24.08.) 171 – 198 km (inklusive 2 x Boot)
    Ab Jäkkvik geht es los mit der Bootsfahrerei. Als erstes steht die kurze Überquerung mit dem Ruderboot an und dann die lange (und sauteure) Fahrt mit dem Motorboot, das erst um 18 Uhr kommt. Dadurch ist auch der Rahmen für den Tag vorgegeben.
    Ich laufe morgens gemütlich mit einem Belgier vom Hostel los und die erste Ruderpassage meistern wir gemeinsam. Ich bin ganz froh, nicht alleine rudern zu müssen, denn am Vorabend habe ich im Hostel eine Deutsche getroffen, die mit dem Ruderboot abgetrieben ist und letztendlich den Notruf gewählt hat. Das hat nicht zu meiner Ermutigung beigetragen... Die größte Schwierigkeit besteht darin, dass alle paar Ruderschläge eines der Ruder aus der Dolle (wie dieses Ding wohl heißt) flutscht und in der Zeit, bis man das Ruder wieder eingefädelt hat, treibt man natürlich ab. Wir schaffen es jedenfalls ans andere Ufer, genau wie zwei Schweden, die ebenfalls im Hostel übernachtet haben und kurz nach uns los sind. Wir sind uns aber alle einig, dass wir für die längeren Stücke gerne in die Tasche greifen und das Motorboot bezahlen.
    Es geht dann relativ lang durch den Wald, gefolgt von einem Aufstieg und einem schönen, aussichtsreichen Stück Weg über das Fjäll, bevor es wieder runtergeht in den Wald.

    An der Bootsanlegestelle treffen wir uns alle wieder (2 Schweden, Belgier und ich) und warten ziemlich lange auf das Boot. Die zwei schwedischen Jungs sind letztes Jahr den AT gelaufen und absolut ultraleicht unterwegs (Baseweight unter 5 kg). Sie erzählen von 50 km-Tagen, die sie auf den nächsten Etappen einlegen wollen. Nach einiger Zeit trifft auch Reto ein, ein Schweizer, der ein ordentliches Tempo vorlegt (ist schon den PCT gelaufen) und morgens erst, kurz bevor ich los bin, im Hostel in Jäkkvik ankam, wo er nur einen Dusch-, Wasch- und Einkaufszwischenstopp eingelegt hat, bevor es weiterging. Zu fünft fahren wir mit dem Boot auf die andere Seite. Als einzige trage ich keine Altras.
    Auf der anderen Seite folge ich dem Herdentrieb und laufe, wie die vier Jungs, noch etwa 2,5 km weiter (genau genommen renne ich quasi hinterher). An einem See finden wir ein Plätzchen, an dem wir alle unsere Zelte aufstellen können.
     
    Tag 8 (25.08.) 198 – 225,4 km
    Als ich morgens aus meinem Zelt krieche, sind die zwei Schweden schon weg, Reto ist gerade am Aufbrechen – ich gehe nicht davon aus, einen der Herren jemals wieder zu sehen. Auch der Belgier macht sich auf den Weg. Ich komme als letzte los.
    Es geht erst durch den Wald, über Stock und Stein (nicht so mein Fall), dann aber wieder nach oben übers Fjäll. Leider ist das Wetter nicht so toll: Nieselregen, Wind, kühl, keine gute Sicht, immerhin aber nicht so richtig nass. Die Wege sind allerdings ziemlich matschig und die Holzstege nicht in bestem Zustand. Zudem komme ich an zahlreichen kaputten Brücken vorbei. Da es ziemlich ungemütlich ist, bin ich froh über diese Hobbithöhle (Tjäurekatan), in die ich für ein wind- und regengeschütztes Päuschen kriechen und in der ich mir einen Tee kochen kann. Dort treffe ich auch den Belgier wieder.

    Entlang ungeheuer matschiger Wege geht es weiter. Mittags sind meine Schuhe dann irgendwann nass. Ich kapituliere und versuche erst gar nicht mehr, einen trockenen Weg zu finden. Als ich an einen schön gelegenen Zeltplatz an einem See komme, habe ich keine Lust weiterzulaufen, obwohl schon vier Packrafter da sind. Ich baue mein Zelt auf und wasche mich tapfer im See.

     
    Tag 9 (26.08.) 225,4 – 262 km (inklusive 1 x Boot), bis Kvikkjokk
    Morgens geht es weiter in Richtung Kvikkjokk, zuerst auch wieder über matschige Wege (egal, meine Schuhe sind eh noch nass) und durch trübes Wetter. Dann kommt ein richtiger Aufstieg. Ich kann es fast nicht glauben, als es immer weiter nach oben geht. Bisher ließ sich der Weg eigentlich mit Buckel hoch, übers Fjäll, Buckel runter, durch den Wald, dann wieder Buckel hoch, … beschreiben. Die Wegführung ist auf einmal richtig spannend – wie in den Bergen, wenn man über den Grat geht und noch nicht weiß, wie es auf der anderen Seite aussieht. Von oben sehe ich tatsächlich erstmals hohe Berge. Das Wetter wird auch immer besser. Ich komme ein bisschen zu früh oben an und habe noch keine richtige Fernsicht. Aber mittags kommt die Sonne raus!


    Der Tag entwickelt sich zu einem wunderbaren Wandertag. Blauer Himmel, Sonnenschein, tolle Landschaft. Ich entscheide mich daher, den Tag zu nutzen und stramm nach Kvikkjokk weiterzumarschieren.

    Von unterwegs rufe ich das nächste Boot an und muss nicht allzu lang warten. An Bord befindet sich bereits eine Frau, die eine Bootsrundfahrt gebucht hat. Daher komme ich in den Genuss einer Fahrt durch enge Kanäle – wofür mir aber auch 50 SEK extra abgeknöpft werden :-).


    In der STF Fjällstation in Kvikkjokk treffe ich zu meinem allergrößten Erstaunen Reto und die zwei Schweden. Die schwedischen Jungs wurden – so heißt es – von einer hübschen Schwedin aufgehalten :-). Reto hingegen wartet auf sein Proviantpaket (das dann auch ankommt). Leider ist die Fjällstation vollständig ausgebucht. Reto bietet mir zwar das zweite Bett in seinem Zimmer an, das erlaubt die Hüttenwirtin allerdings nicht – wegen Corona (spoiler alert: in der Saltoluokta Fjällstation teilen wir ein Zimmer). Auch Duschen darf ich in der Fjällstation nicht – wegen Corona. Immerhin ist mein Fresspaket angekommen. Und ich darf für den nächsten Morgen das Frühstücksbuffet buchen und sitze ungefähr 2 ½ Stunden mit Reto an einem Tisch und mampfe, was das Zeug hält – trotz Corona.
    Ergänzung: Über mein Fresspaket bin ich äußerst glücklich. Der Laden in der Kvikkjokk Fjällstation ist nicht besonders toll ausgestattet, obwohl Kvikkjokk eine Straßenanbindung hat. Auf Brot habe ich vergeblich gehofft. Die Kvikkjokk Fjällstation ist meine least favorite.
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    Mia im Zelt reagierte auf berghutze in Kungsleden (Hemavan - Abisko) inklusive Skierffe und Kebnekaise im Aug/Sept   
    Kvikkjokk – Saltoluokta
    Tag 10 (27.08.) 262 – 289,5 km
    Nach dem mehr als ausgiebigen Frühstück starte ich als eine der letzten von der Kvikkjokk Fjällstation - es gibt aber auch keinen Grund, sich zu beeilen. Dann kam der für mich mit Abstand ätzendste Abschnitt auf dem Kungsleden. Nach acht Tagen durchwachsenem Wetter gibt es endlich den ganzen Tag blauen Himmel und Sonnenschein und ich laufe rund 20 km durch einen beschissenen Wald. Noch dazu war der Weg total unangenehm zu gehen. Es war zwar mehr oder weniger flach, aber der Weg war voller Steine, so dass man praktisch keinen geraden Schritt machen konnte. Ich versuche, diesem Elend so schnell wie möglich zu entkommen. Eine Pause mache ich erst bei der Parte Stugan. Von dort geht es noch ein Stück weiter durch den Wald und dann – endlich – nach oben und aus dem Wald heraus.
    Als ich den Wald verlasse und freie Sicht habe, fühlt sich das wie eine körperliche Befreiung an, als ob ich auf einmal wieder tiefer atmen kann. Ich lasse die Sicht auf mich wirken und gehe fast schon euphorisch und erleichtert weiter.

    Auf dem Weg treffe ich die zwei Schweden, die ihr Zelt an einer geschützten Stelle aufbauen. Dort ist auch Reto, der ebenfalls noch ein Stück weitergeht. Ich entscheide mich, mein Zelt lieber an einer etwas exponierteren Stelle, dafür aber mit freier Sicht, aufzubauen.


     
    Tag 11 (28.08.) 289,5 – 306,5 km (inklusive 1 x Boot) + 13 km Skierffe
    Morgens kratze ich zum ersten Mal Eis vom Zelt (das ist der Preis für die exponierte Lage). Dann mache ich mich auf den Weg zum Boot, wo wir uns alle wieder treffen. Es geht zur Aktse Stugan und von dort auf den Skierffe.


    Der Skierffe liegt zwar nicht direkt auf dem Kungsleden, aber wer diesen Abstecher nicht macht, ist aus meiner Sicht verrückt. Der Skierffe ist für mich das absolute Highlight der Wanderung. Das Wetter ist fantastisch. Hätte ich auf der ganzen Wanderung nur einen Tag gutes Wetter gehabt, so hätte ich es mir für den Skierffe-Tag gewünscht. Gegen 12:30 Uhr bin ich oben, die Jungs sind natürlich schon da. Der Weg hat sich länger gezogen, als ich von unten dachte. Auf dem Rückweg bin ich mir aber auch nicht ganz sicher, ob ich immer den direktesten Weg gewählt habe. Zwischendurch ging es außerdem ordentlichen durch Matsch. Wir bleiben fast zwei Stunden oben, dann trudeln nach und nach andere Leute ein.


    Die Schweden verabschieden sich und wollen querfeldein zum nächsten Boot laufen. Reto und ich gehen den Weg zurück. Ich hatte mein ganzes Zeug mit nach oben genommen. Wer seinen Rucksack am Abzweig vom Kungsleden zum Skierffe liegen lassen will, sei gewarnt: Ein kleines Mäuschen hat auch schon herausgefunden, dass dort gelegentlich was zu holen ist...
    Wir laufen noch ein Stück weiter, hoch, übers Fjäll und dann runter. Ich entscheide mich wieder für einen Schlafplatz oberhalb der Baumgrenze, Reto läuft noch ein Stück weiter – am nächsten Morgen treffen wir uns wieder beim Boot.
     
    Tag 12 (29.08.) 306,5 – 332 km (inklusive 1 x Boot), bis Saltoluokta
    Nachdem ich meine Sachen zusammen gepackt habe, geht es in einer halben Stunde zum Boot. Dort holt uns der sehr nette, aber etwas einsam wirkende Bootsmann, mit dem wir uns länger unterhalten, ab. Wer aus Saltoluokta kommt und ihm einen Gefallen tun will, bringt frisches Obst mit :-).
    Es geht wieder hoch übers Fjäll. Das Wetter ist wechselhaft – umso mehr weiß ich den vorangegangenen Tag zu schätzen. Wir sehen viele Rentiere. Kurz vor 15 Uhr kommen wir bereits in der Saltoluokta Fjällstation an, das hätte sogar noch für Boot und Bus gereicht. Wir entscheiden uns aber beide, in der Fjällstation zu bleiben. Das Abendessen ist schon ausgebucht, aber wir bekommen noch ein Zimmer. Bett, Dusche, Wäsche waschen, Trockenraum, eine Küche zum Abendessen kochen, Frühstücksbuffet – was will man mehr. Hier gefällt es mir eindeutig besser, als in der Kvikkjokk Fjällstation.

    Was die zeitliche Planung angeht, ist zu dem Abschnitt Kvikkjokk – Saltoluokta zu sagen, dass der Zeitrahmen stark durch die Boote vorgegeben ist. Wenn man nicht selbst rudert, wird allein dadurch das Tempo bzw. die tägliche Wegstrecke reduziert.
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    Mia im Zelt reagierte auf berghutze in Kungsleden (Hemavan - Abisko) inklusive Skierffe und Kebnekaise im Aug/Sept   
    Saltoluokta – Abisko
    Aufgrund meiner viel zu großzügigen Zeitplanung stehen mir für den letzten Abschnitt bis Abisko noch neun Wandertage zur Verfügung. Statt vom Kungsleden über den Durlings led auf den Kebnekaise zu steigen, überlege ich mir daher, zur Kebnekaise Fjällstation zu laufen und den Kebnekaise von dort aus zu besteigen. Außerdem entdecke ich einen Weg, der über die Tarfala-Hütte einmal um den Kebnekaise herum wieder auf den Kungsleden führt. Schließlich habe ich mehrfach gehört/gelesen, dass der Weg über die Nallostugan und die Vistasstugan sehr schön sein soll. Irgendwie werde ich die Zeit schon rumbringen.
    Tag 13 (30.08.) 360,8 – 382,25 km (inklusive 1 x Boot)
    Von Saltoluokta aus nehme ich Boot und Bus bis Vakkotavare. Von Reto verabschiede ich mich, der ist puristisch unterwegs und läuft den Weg von Kebnats bis Vakkotavare. Bis ich dort ankomme, dauert es aber auch seine Zeit, da man auf dieser kurzen Strecke einmal umsteigen und einen anderen Bus nehmen muss, was mit einem längeren Zwischenstopp verbunden ist.
    Während ich auf der Busfahrt noch gutes Wetter habe, zieht es danach leider wieder zu. Erstmal geht es von der Vakkotavare Fjällstuga – wie sollte es auch anders sein – den Berg hoch und dann übers Fjäll, wo ich viele Rentiere sehe. Hinter mir habe ich eine dunkle Wetterfront, der ich zu entkommen versuche. Leider weht auch ein ziemlich kalter Wind und irgendwann holt mich der bereits bekannte Nieselregen ein. Ich laufe daher zügig durch bis zur letzten Bootsfahrt zur Teusajaure Fjällstuga.

    Dort lasse ich das schlechte Wetter hinter mir und laufe in wunderbarer Abendsonne weiter bis kurz vor die Kaitumjaure Fjällstuga, wo ich einen windgeschützten (aber trotzdem ziemlich kalten) Zeltplatz finde.

     
    Tag 14 (31.08.) 382,5 – 393 km + 14 km zur Kebnekaise Fjällstation
    Morgens geht es wieder durch eines dieser u-förmigen Täler, bei denen man förmlich sehen kann, wie sich der Gletscher hier einmal durchgewälzt hat. Auf dem Weg sehe ich zahlreiche Rentiere und es wird bergiger. Leider habe ich auch wieder das schlechte Wetter hinter mir, dem ich aber fast den ganzen Tag schaffe, zu entkommen.

    Ich laufe nicht ganz bis zur Singistugorna, sondern biege schon vorher rechts Richtung Kebnekaise Fjällstation ab und schneide damit ein Stück Kungsleden ab. Es geht den Berg hoch zu einem See, an dem ich ein Päuschen mache. Da erwischt mich mal wieder der Nieselregen, der kurz davor ist, sich in Schnee umzuwandeln. Keine der Flocken schafft es aber bis auf den Boden.

    Dann biege ich wieder auf den Weg von der Singi Hütte nach Nikkaluokta ein und laufe weiter bis zur Kebnekaise Fjällstation. Dort komme ich schon recht zeitig an und bekomme noch ein Bett im Lager. Als ich abends im großen Aufenthaltsraum gerade mein Essen mampfe, sehe ich ein bekanntes Gesicht: Reto – ich habe es mir ja schon halb gedacht, dass der Verrückte sich nach den eher kurzen Wandertagen davor austoben will und einen Gewaltmarsch einlegt.
     
    Tag 15 (01.09.)
    Eigentlich will ich an diesem Tag auf den Kebnekaise und sitze zeitig beim Frühstück. Der Blick aus dem Fenster zeigt allerdings ziemlich trübes Wetter. Reto will erst am nächsten Tag hoch, da soll das Wetter besser sein. Dadurch steigt meine Motivation nicht gerade und ich beschließe auch, einen Tag an der Kebnekaise Fjällstation abzuhängen – Zeit genug habe ich ja. An der Rezeption der Fjällstation sitzt leider nicht gerade deren fähigster Mitarbeiter. Zuerst bittet er mich, später wiederzukommen, weil er es nicht schafft, ein Zimmer/Bett zu buchen. Beim zweiten Anlauf verkündet er mir, dass das Lager schon ausgebucht sei, es gäbe aber noch ein Zimmer. 130 EUR für ein ungefähr 8 qm großes Zimmer mit Doppelstockbett, Etagenklo und Etagendusche, aber ohne Bettwäsche, da zieht es mir fast die Schuhe aus – die Preise, die an der Kebnekaise Fjällstation aufgerufen werden, sind echt eine andere Liga.
     
    Tag 16 (02.09.) Kebnekaise + Tarfalastugan
    Am nächsten Tag sitzen wir wieder zeitig beim Frühstück – und das Wetter ist tatsächlich besser. Wir essen in aller Ruhe und lassen die Wandergruppen losziehen. Dann machen wir uns auch auf den Weg nach oben. Ich habe nur leichtes Gepäck dabei, der Rest lagert in der Fjällstation.
    Schön ist der Kebnekaise nicht, an Steinen haben sie nicht gespart und den Humor der Schweden, in den Aufstieg einen Abstieg von fast 200 hm einzubauen, finde ich auch etwas merkwürdig. Aber nach 3 ½ Stunden, die sich zwischendurch etwas ziehen, da man den Gipfel erst kurz vor Schluss sieht, sind wir oben. Nach einem längeren Päuschen in der Schutzhütte unterhalb des Gipfels machen wir uns wieder auf den Weg nach unten. Im Kaffedalen verabschiede ich mich wieder von Reto – dieses Mal endgültig – der auf dem Durlings led zurück zum Kungsleden läuft.


    Ich gehe zurück zur Kebnekaise Fjällstation und benötige für den Abstieg insgesamt dann doch 3 Stunden. An der Kebnekaise Fjällstation beschließe ich, dass für 130 EUR noch eine schnelle warme Dusche drin sein muss, bevor ich mich weiter auf den Weg zur Tarfalastugan mache. Der Weg dorthin lässt sich gut laufen, es geht gemütlich immer leicht bergauf. Das Tal, durch das ich laufe, gefällt mir sehr gut. Kurz vor der Tarfalastugan baue ich unterhalb eines Gletschers mein Zelt auf.

     
    Tag 17 (03.09.) Tarfalastugan zum Kungsleden
    Heute soll es wandertechnisch anspruchsvoller werden. Ich will über eine unmarkierte Route am Drakryggen vorbei zurück auf den Kungsleden laufen. Zum Glück ist das Wetter gut. Bei einem Blick auf mein anvisiertes Ziel bin ich nicht mehr ganz überzeugt, beschließe aber erstmal loszulaufen. Falls sich herausstellt, dass das keine gute Idee war, werde ich umkehren. Der erste Aufstieg lässt sich aber besser machen, als gedacht. Zum Glück hat die Sonne das Schneefeld im oberen Bereich schon so weit angetaut, dass man auch ohne Steigeisen oder Spikes gut drüber kommt.

    Auf der anderen Seite geht es dann weglos und unmarkiert durch Blockgelände weiter. Dort ist es bitterkalt und es ist nicht daran zu denken, die Schneefelder in Trailrunnern zu queren. Ziemlich sicher habe ich nicht immer die optimale Linie – aber ich finde meinen Weg durch die Steine. Nach ungefähr drei Stunden bin ich aus dem gröbsten raus und auch wieder in der Sonne. Dort mache ich – auch ein bisschen erleichtert, dass alles geklappt hat – eine Pause. In meine Richtung ist an diesem Tag niemand mehr unterwegs, aber mir kommt eine 2-er und eine 3-er Gruppe entgegen. Ich bin immer ganz froh, wenn ich weiß, dass ich zumindest gefunden werden würde...

    Ich laufe den restlichen Tag aus dem Tal heraus, mache immer wieder Pause, lege mich hocherfreut über das schöne Wetter ins Gras und lasse die Sonne auf mich scheinen. Leider wird mittags der Wind stärker und kündigt ein Ende des schönen Wetters an. Ein paar Kilometer laufe ich dann noch auf dem Kungsleden und schlage mein Zelt ein Stück vor der Sälka Fjällstugan auf.
     
    Tag 18 (04.09.)
    Mit dem schönen Wetter ist es dann auch wieder vorbei. Nachts fängt es an zu regnen. Als ich morgens aus dem Zelt schaue, regnet es immer noch und sieht auch nicht so aus, als ob es bald wieder aufhört. Ich entscheide mich daher einfach im Zelt liegen zu bleiben und den ganzen Tag zu lesen – das kostet immerhin nichts.
    Ich verlasse das Zelt nur während einer kurzen Regenpause, um frisches Wasser zu holen und zur Sälka Fjällstugan zu gehen. Dort sehe ich, dass für die nächsten Tage noch mehr Regen angekündigt ist und entscheide mich daher, den Schlenker über Nallostugan und Vistasstugan zu streichen und stattdessen auf dem Kungsleden direkt nach Abisko zu laufen.
     
    Tag 19 (05.09.) 407 – 437 km
    Auch diese Nacht hat es weiter geregnet. Als ich aufwache ist es aber trocken, sogar die Sonne scheint. Ich bin jedoch schlagartig wach, als ich feststelle, dass sich an einer Stelle unter meinem Zelt eine riesige Wasserlache gebildet hat. Ich schaffe es, meine Sachen ins Trockene zu retten, ohne dass das Zelt überschwemmt wird oder mir irgendwas ins Wasser fällt.
    Nach diesem Schreck frühstücke ich auf einem Hügel in der Sonne, als ein Rentier immer näher kommt. Offensichtlich scheine ich direkt neben den leckersten Gräsern und Kräutern zu sitzen.

    An der Sälka Fjällstugan laufe ich vorbei in Richtung Tjäkta-Pass und man muss sagen, dass sich der Kungsleden zeitweise von seiner schönsten Seite zeigt. Das Wetter ist zwar nicht besonders stabil, aber der angekündigte Regen zeigt sich nicht und zwischendurch gibt es tolles Licht.



    Über den Tjäktja-Pass laufe ich an der Tjäktjastugan vorbei in Richtung Alesjaure Fjällstuga.


    Es sieht zwar zeitweise nicht danach aus, aber ich entkomme den ganzen Tag dem Regen. Trotzdem bin ich froh, dass ich (trotz Corona) in der Alesjaure Fjällstuga eine Pause machen darf. Der Blick von dort ist einfach Wahnsinn.

    Nach fast drei Wochen in Schweden/auf dem Kungsleden bin ich dann endlich auch so weit und es siegt die Neugier – ich kaufe mir im Laden der Fjällstuga eine Tube Käse und finde heraus, dass das genau so schlecht schmeckt, wie man sich das vorstellt :-). Ich gehe noch ein Stück weiter und finde einen tollen Zeltplatz am See für den letzten Abend auf dem Kungsleden.

     
    Tag 20 (06.09.) 437 – 465 km, bis Abisko
    Als ich morgens aufwache regnet es wieder. Da ich nicht damit rechne, dass es bald aufhört und da ich ja weiß, dass ich abends auf jeden Fall im Trockenen bin, packe ich meine Sachen im Regen zusammen und laufe los. Nach einer Stunde hört es dann aber doch auf zu regnen und bleibt den restlichen Tag trocken. Schön ist das Wetter deshalb aber noch lange nicht. Ich laufe bis zur Abiskojaure Fjällstuga durch und freue mich auf eine Pause dort. Die Hüttenwirtin ist aber streng und verbannt mich wegen Corona in den Holzschuppen :-(.

    Also marschiere ich noch das letzte Stück des zum Spazierweg breit getretenen Kungsleden bis Abisko und quartiere mich in der STF Fjällstation ein, wo ich auch die nächsten beiden Tage abhänge, bevor es am 09.09. zurückgeht.
     
  12. Danke!
    Mia im Zelt reagierte auf wilbo in Ultraleichte mobile Behausung   
    Moin Mia!
    Ich nehme an, Du hast Dich beim Material für das 0.75iger entschieden ... ?!
    Bei meinen Untersuchungen am camo-DCF musste ich feststellen, dass es hin und wieder, produktionsbedingt etwas größere Abstände im Faserverlauf gibt. Zwischen den Dyneema-Fasern hält ja nur eine hauchdünne Polyesterfolie das ganze Laminat zusammen. Da kann es schon mal bei ungünstig liegenden Belastungsspitzen zum Bruch der Folie kommen.

    Was mich wundert, dass so ein Produktionsfehler im 0.75iger Material auftritt. Immerhin hat es doppelt so viele Fasern pro Quadratzentimeter verbaut wie das 0.51iger.
    Ich täte mich an Deiner Stelle Fragen, ob mir das shelter so gut gefällt, dass ich es behalten möchte.
    Wenn dem so ist, würde ich den Jungs von Bonfus das Problem schildern und sie um einen anständigen Rabatt, sowie um einige Meter Reparaturband bitten. Denn die Belastungszone an der grünen Linie würde ich vorsorglich gerne auch auf der anderen Seite verstärken wollen.
    just my 2 cents ...
    VG. -wilbo-
     
  13. Betrübt
    Mia im Zelt hat eine Reaktion von Mooritz erhalten in Ultraleichte mobile Behausung   
    Update: 
    Ich habe mich letztendlich für das Bonfus Solus entschieden und es mir quasi selber zu Weihnachten geschenkt. Der Kontakt mit Niccolo von Bonfus war sehr freundlich und die Antworten kamen flott. Besonders die Tatsache, dass es v.a. für nordische Konditionen designt wurde und die Erfinder es selber im Fjell und in den italienischen Alpen oberhalb der Baumgrenze nutzen, hat mich überzeugt. 
    Vor ein paar Tagen ist es angekommen und am Sonntag habe ich es bei trockenem und warmen Wetter zum ersten Mal aufgestellt. Der perfekte Pitch ist mir noch nicht gelungen, daran muss ich noch arbeiten. Die Abside steht noch nicht so, wie ich es mir vorstelle. Am nächsten Wochenende möchte ich es erneut probieren. 
    Leider ist mir ein 4cm lange Riss im DCF-Material aufgefallen. Er ist an der schmalen Seite kurz unterhalb der Verbindung zwischen Außenzelt und Bodenwanne. Die Walnuss markiert die Stelle. Wie der da hingekommen ist, weiß ich nicht, schließlich habe ich das Zelt zum ersten Mal aufgebaut und dabei auch keinen großen Druck ausgeübt. Dieser Riss besorgt mich. Was sagen die DCF-Experten dazu? Eine Mail mit Fotos habe ich heute an Niccolo von Bonfus geschrieben. 




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    Mia im Zelt reagierte auf Matthias in TA 2021/22   
    Das ist ein Artikel von damals..müsste andere auch noch geben drauf.
    https://matthiaskodym.com/blog/2013/12/08/te-araroa-new-zealand-thru-hike-planning/
     
     
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    Mia im Zelt reagierte auf zopiclon in Umweltbewusstes Leben   
    kein Angriff, nur eine Frage, weil ich zu blöde bin Evidenz für den ökologischen Fußabdruck, zB als CO2 Äquivalent, der unterschiedlichen Arten zu reisen, zu finden: Aus welchem Grund tust du so und woher weist du, das der Grund, im Hinblick auf den ökologischen Fußabdruck, so auch richtig ist?
     
    diese Meinung Teile ich, weitere Ausführungen muss ich mir verkneifen, die wären politisch und auch der wirtschafliche Aspekt würde bestimmt ins politische rutschen.
     
    Ich selbst erhalte alte Autos, zur privaten Nutung, da diese schon produziert sind und ich so mit der eingesparten Energie, im Vergleich eines neu zu Produzierendem Kraftfahrzeugs,  viele 10.000km weit fahren kann. Das geht sich für mich gut aus, da ich weniger als 5000km im Jahr fahre.
    Ich meide aber öffentliche Verkehrsmittel, da sind mir zu viele Menschen in zu wenig Raum, und das nicht erst seit Corona19.
    Ich nutze viel das Rad, wenn auch Carbon aus Asien, in den USA zusammengesteckt und in Deutschland genutzt, ein eher schlechter ökologischer Fußabdruck ist. Aber ich passe da Perfekt drauf, ich hab mir meinen Sweet Spot gesucht:  Wenn ich mein Rad nicht mag, dann fahr ich es auch weniger, dann wäre es mehr oder weniger umsonst produziert worden.
    Ich bin der Meinung: Das was existiert, soll erhalten werden und nicht durch neues ersetzt werden. Das bringt den größten Nutzen für uns und unsere Umwelt. Qualität vor Masse
     
    Gruss
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    Mia im Zelt hat eine Reaktion von FreyjaFree erhalten in Hikers for Future   
    OT:
    Ich stimme dem zu, dass der "westliche Lebensstil" ein großes Problem ist. Jedoch stimme ich nicht zu, dass die Anzahl der Menschen auf dem Planeten irrelevant ist. Leider handelt es sich bei dem Thema "verträgliche Anzahl der Menschen auf unserem Planeten" immer noch um ein Tabuthema. 
    Wenn es mit dem Bevölkerungswachstum so weitergeht, steht es massiv mit dem Natur- und Klimaschutz in Konkurrenz. Neben den Emissionen führt die hohe Anzahl der Menschen auch zur Verdrängung von Lebensraum für wilde Tiere und sorgt damit für das massive Artensterben der heutigen Zeit. 
    Eine häufige fehlerhafte Interpretation ist, dass die Anzahl der Menschen das alleinige Problem sei. Das ist falsch. Natürlich muss der Lebensstil insbesondere in den wohlhabenderen Ländern um einiges nachhaltiger werden. Eine weitere fehlerhafte Schlussfolgerung ist, dass die armen Länder, die aktuell wenig verbrauchen, dies so beibehalten wollen. Auch die wollen ihren Lebensstandard erhöhen und dies führt tendenziell zu einem höheren Verbrauch an Ressourcen (siehe z.B. China und der Fleischkonsum). Abgesehen davon ist es extrem ungerecht, zu erwarten, dass diese Menschen dauerhaft in ärmlich leben sollen. 
    Ein Problem ist, dass bei der Diskussion um die Überbevölkerung häufig den ärmeren und geburtenstarken Ländern die Schuld zugeschoben wird, obwohl es uns in den wohlhabenderen Ländern ebenfalls  angeht. Es gibt Berechnungen denen zufolge in Deutschland z.B. nur ca. die Hälfte der aktuellen Anzahl an Menschen leben könnten, wenn man nicht mehr verbrauchen dürfte, als man im eigenen Land an Ressourcen zur Verfügung hat.OT: Das Buch von Nicole Huber geht intensiv auf das Thema ein. Nur leider wird der Einfluss der menschlichen Fortpflanzung bei der Klima- und Umweltdiskussion in den Medien fast immer verdrängt bzw. gänzlich ausgeklammert. Wenn man sich hier konsequent für den Klima- und Naturschutz einsetzen möchte, sollte die Rolle der eigenen Fortpflanzung einbezogen werden. Dies ist nämlich mindestens genauso wichtig wie der Faktor Ernährung und Mobilität. 
     
    Bezüglich des vorhandenen Wirtschaftssystems stimme ich Southwest vollkommen zu. Der Kapitalismus ist nicht mit dem Klimaschutz vereinbar, dieses Wirtschaftssystem gefällt mir auch nicht. Dennoch sind wir ihm alle ausgesetzt. Da blicke ich leider auch pessimistisch in die Zukunft. Meiner Meinung nach sollte sich Handlungen von den "Unteren" und vom Staat ergänzen. 
    Im Bezug aufs wandern finde ich es schade, dass hier so viel kritisiert wird. Letztendlich ist jeder einzelne Mensch eine Belastung für seine Umwelt (wie bei anderen Arten auch), eine Leidenschaft für das wandern wird daher wohl kaum 100% nachhaltig sein können. Das können andere Aktivitäten aber auch nicht, die meisten werden wohl deutlich weniger nachhaltig sein. Daher sollte man sich darauf konzentrieren, was jeder einzelne leisten möchte und kann um seine Leidenschaft so nachhaltig wie möglich zu machen. 
    OT: Wenn ich so darüber nachdenke, wen von den Menschen, die ich persönlich kenne, in Bezug auf Klima- und Umweltschutz alle großen relevanten Beiträge "richtig" machen komme ich auf 0 Personen... 
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    Mia im Zelt hat eine Reaktion von lima.sierra erhalten in MYOG Winterschlafsack UL   
    Hallo,
     
    hier möchte ich euch mein neustes fertiges Projekt vorstellen: Ein ultraleichter Winterschlafsack. 
    Danke  an@doman  denn durch dich bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen und habe erfahren, wie Schlafsäcke ganz grundsätzlich konstruiert werden. Seiner Beschreibung zufolge ist es nicht allzu schwer. Da ich neben meinem 3 Jahreszeiten Schlafsack (WM Apache) und einem MYOG-Quilt noch ein Modell für winterliche Temperaturen benötige habe ich mich an 
    dieser genialen Anleitung bei YT
    orientiert. Die Vorgehensweise ist auch für Personen mit wenig räumlichem Vorstellungsvermögen gut verständlich. Ein paar Modifikationen habe ich vorgenommen, da mir nicht jedes Detail gefiel. Folgendes habe ich verändert:
    - Den Reißverschluss wählte ich in der Länge 120cm. Die RV-Abdeckung ist auch entsprechend kürzer
    - Die Kapuze habe ich weggelassen, da ich mit den normalen Kapuzen als Seitenschläfer nicht zurecht komme. Wenn ich auf der Seite liege dreht sich eine feste Kapuze nur zum Teil mit und mein Ohr liegt frei. Daher habe ich mich für ein modulares System entschieden und statt einer festen Kapuze ein dicken Balaclava genäht. Dieser geht runter bis zu den Schultern und kann mit zwei Kordelzügen angepasst werden. So dürften theoretisch keine Kältebrücken entstehen. 
    - Marko MM baut keinen Wärmekragen ein. Diesen habe ich ergänzt und an zwei Seiten mit Klett versehen. 
    - Die oberste Kammer habe ich Außen mit einem Kordelzug versehen
    - Die Seiten vom Fußteil habe ich nicht durchgenäht (Kältebrücke!). Stattdessen habe ich den Innen- und Außenstoff mit einem Moskitonetz-Streifen verbunden und beide Stoffe separat vernäht. 
    - Die Innenseiten vom RV habe ich mit einer RV-Abdeckung ähnlich der von WM versehen. Dazu habe ich mir Klettstreifen gekauft und nur die weiche Seite an den Innenseiten vom Stoff angenäht. Dies war ziemlich aufwändig. 
    - Mein Sack hat 15 Kammern und der Balaclava 5.
     
    Leider sind zwei Außennähte zu locker geworden, was mir erst ganz am Ende aufgefallen ist.  Dieses Problem muss ich noch lösen. Werde wohl versuchen eine kleine Quernaht zu machen, damit die lockere Naht sich nicht löst. Falls jemand eine andere Idee hat...
     
    Materialien:
    Außenstoff Membrane 0,66 oz
    Innenstoff von Ali (wirkt genauso wie der Außenstoff...)
    Moskitonetz 0,5oz
    Außenstoff Balaclava von Ali wasserdicht (, damit der Kondens durchs atmen nicht nach innen dringt.)
    3er YKK Meterware
    860 Cuin Daune von ExTex
    Das Gesamtgewicht des Schlafsacks beträgt 951g. Der Balaclava wiegt 95g. Zusammen also 1046g. Einen Packsack muss ich noch nähen. Der WM Packsack Gr. S passt von der Größe her. 
    Daunenmenge im Sack beträgt ca. 700g. In der Balaclava befinden sich etwa 50g. Die gewünschte Komforttemperatur soll -12 Grad Celsius betragen. Der Loft im fertigen Schlafsack beträgt durchgängig mind. 20cm-25 cm. Im Oberkörperereich mehr als im bereich, wo die Unterschenkel liegen. Der Praxistest erfolgt im kommenden Winter. 
     









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    Mia im Zelt reagierte auf FreyjaFree in MYOG Winterschlafsack UL   
    Hallo, 
    und vielen Dank für dieses tolle Forum und die tolle Inspiration die man hier findet. 
    Ich dachte son Schlafsack ist n super MYOG-Einsteigerprojekt und hab mich hier an deinem orientiert. 
    Hat super gelklappt! Vielen Dank! (auch an @Puffin für die tolle Berechnungstabelle) 
    Ich habe mich für einen langen zweiwege Reisverschluss entschieden (für mich ein absolutes Muss als Fußrausstrecker), mit der Möglichkeit ihn als Quilt zu verwenden (muss ich erstmal ausprobieren, ich bin tendenziell eher ne Frostbeule) und ohne Kapuze und Wärmekragen (er ist lang genug um ihn über den Kopf zu ziehen, den Balaclava kann man ja nachrüsten wenn nötig)
    Temperatur sollte so ca 0 Grad Komfort werden. Beim Schnelltest im Garten wars grad kuschlig warm. (Loft ca. 14 cm) 
    Da ich die Gänsedaune reused habe (aus einer bei Ebay Kleinanzeigen erstandenen Decke mit 95/5 osteuropäischer Gänsedaune) war ich mir nicht so sicher wieviel cuin die nun hat und wieviel Daune da nun rein muss. Ich habe mich auf 750 cuin geeinigt und zur Sicherheit 25% Überfüllung gerechnet. Insgesamt also ca. 550gr Daune. Das sieht nun eigentlich ganz gut aus. 
    Wiegt ohne Packsack 775 gr.  (Das geht bestimmt auch noch leichter, wenn man die Passform noch etwas körpernäher macht und tollere Daune nimmt, aber ich finde Ihn seeeeehr bequem und neue Daune, die dann auch noch pc ist, ist ja auch ganz schön teuer. Für die UL-Qualifikation wurden die Zipper abgesägt (5gr. gespart) )
    Passt gerade so in den Packsack von meinem Yeti-Tension Mummy 300 Schlafsack (der einfach nicht warm genug ist!!!) ca. 22x 37 cm
    Material: 0.66 oz MEMBRANE 10 taffeta nylon (orange) https://ripstopbytheroll.com/products/0-66-oz-membrane-10-taffeta-nylon-1?variant=11056212673
    0.75 oz MEMBRANE 10 Ripstop Nylon (schwarz)  https://ripstopbytheroll.com/collections/membrane/products/0-75-oz-membrane-10-ripstop-nylon?variant=32425344565296
    0.5 oz NS50 Noseeum mesh https://ripstopbytheroll.com/collections/noseeum-mesh-fabric/products/0-5-oz-ns50-noseeum-mesh?variant=1183193317
    Ich nenne ihn Tacco!





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    Mia im Zelt reagierte auf Harakiri in Hikers for Future   
    OT: Es gibt nicht die eine Lösung! Nur wenn man verschiedene effektive Herangehensweisen kombiniert, hat man vielleicht eine (sehr kleine) Chance, den Klimawandel zu stoppen. Wir sollten die Tierhaltung massiv reduzieren und unsere Art, Personen und Waren zu transportieren, komplett überdenken.
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    Mia im Zelt reagierte auf Dingo in Hikers for Future   
    OT: Aber auch nur, weil diese nicht die Wahl haben. Gutes Beispiel China. Zieht der vermeintliche Wohlstand ein, steigen die Bedürfnisse.
  21. Danke!
    Mia im Zelt reagierte auf zopiclon in Hikers for Future   
    OT:
    Ich denke zwar auch das, in unserer westlich zivilisierten Welt, zuviel Fleisch, vorallem auch aus Qualhaltung,  gegessen wird...
    Allerdings ist die Massentierhaltung nicht unbedingt die Rettung der Klima Katastrophe,zB:
    Es lebten vor dem Einzug der Europäer in Amerika etwa 250 Millionen Büffel, nun noch max 50Millionen. Dazu etwa 90 Milionen Kuhe in der Viehzucht und knapp 10 Millionen in der Milchwirtschaft...
    Wie viele Tiere wurden noch durch den Menschen massiv dezimiert ....
    Die Zahlen zu diskutieren macht wenig Sinn, aber es regt zum Nachdenken an, ob die Tierzucht diese Rettung dartsellt
    Vor Zb  600 Jahren war es hier schon so warm, das das meiste von Grönland abgetaut war. Das machte der Flora und Fauna nix aus - aber heute ist das (angeblich) ein Problem. Es liegt wohl nicht an der Temperatur, sondern an der Besetzung der Natur durch den Menschen!
    Ich bin aber dennoch dafür unseren ökölogischen Fußabdruck zu gestalten, positiv für die Natur natürlich!
    Gruss
  22. Gefällt mir!
    Mia im Zelt hat eine Reaktion von Dingo erhalten in MYOG Winterschlafsack UL   
    Hallo,
     
    hier möchte ich euch mein neustes fertiges Projekt vorstellen: Ein ultraleichter Winterschlafsack. 
    Danke  an@doman  denn durch dich bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen und habe erfahren, wie Schlafsäcke ganz grundsätzlich konstruiert werden. Seiner Beschreibung zufolge ist es nicht allzu schwer. Da ich neben meinem 3 Jahreszeiten Schlafsack (WM Apache) und einem MYOG-Quilt noch ein Modell für winterliche Temperaturen benötige habe ich mich an 
    dieser genialen Anleitung bei YT
    orientiert. Die Vorgehensweise ist auch für Personen mit wenig räumlichem Vorstellungsvermögen gut verständlich. Ein paar Modifikationen habe ich vorgenommen, da mir nicht jedes Detail gefiel. Folgendes habe ich verändert:
    - Den Reißverschluss wählte ich in der Länge 120cm. Die RV-Abdeckung ist auch entsprechend kürzer
    - Die Kapuze habe ich weggelassen, da ich mit den normalen Kapuzen als Seitenschläfer nicht zurecht komme. Wenn ich auf der Seite liege dreht sich eine feste Kapuze nur zum Teil mit und mein Ohr liegt frei. Daher habe ich mich für ein modulares System entschieden und statt einer festen Kapuze ein dicken Balaclava genäht. Dieser geht runter bis zu den Schultern und kann mit zwei Kordelzügen angepasst werden. So dürften theoretisch keine Kältebrücken entstehen. 
    - Marko MM baut keinen Wärmekragen ein. Diesen habe ich ergänzt und an zwei Seiten mit Klett versehen. 
    - Die oberste Kammer habe ich Außen mit einem Kordelzug versehen
    - Die Seiten vom Fußteil habe ich nicht durchgenäht (Kältebrücke!). Stattdessen habe ich den Innen- und Außenstoff mit einem Moskitonetz-Streifen verbunden und beide Stoffe separat vernäht. 
    - Die Innenseiten vom RV habe ich mit einer RV-Abdeckung ähnlich der von WM versehen. Dazu habe ich mir Klettstreifen gekauft und nur die weiche Seite an den Innenseiten vom Stoff angenäht. Dies war ziemlich aufwändig. 
    - Mein Sack hat 15 Kammern und der Balaclava 5.
     
    Leider sind zwei Außennähte zu locker geworden, was mir erst ganz am Ende aufgefallen ist.  Dieses Problem muss ich noch lösen. Werde wohl versuchen eine kleine Quernaht zu machen, damit die lockere Naht sich nicht löst. Falls jemand eine andere Idee hat...
     
    Materialien:
    Außenstoff Membrane 0,66 oz
    Innenstoff von Ali (wirkt genauso wie der Außenstoff...)
    Moskitonetz 0,5oz
    Außenstoff Balaclava von Ali wasserdicht (, damit der Kondens durchs atmen nicht nach innen dringt.)
    3er YKK Meterware
    860 Cuin Daune von ExTex
    Das Gesamtgewicht des Schlafsacks beträgt 951g. Der Balaclava wiegt 95g. Zusammen also 1046g. Einen Packsack muss ich noch nähen. Der WM Packsack Gr. S passt von der Größe her. 
    Daunenmenge im Sack beträgt ca. 700g. In der Balaclava befinden sich etwa 50g. Die gewünschte Komforttemperatur soll -12 Grad Celsius betragen. Der Loft im fertigen Schlafsack beträgt durchgängig mind. 20cm-25 cm. Im Oberkörperereich mehr als im bereich, wo die Unterschenkel liegen. Der Praxistest erfolgt im kommenden Winter. 
     









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    Mia im Zelt reagierte auf Jäger in Hikers for Future   
    OT: Gebe dir da vollkommen Recht. Unsere wirtschaftliche Grundordnung mit dem Streben nach ewigem Wachstum ist nicht mit der Einhaltung der Klimaziele bzw. einem nachhaltigen Leben auf diesem Planeten vereinbar. Für jeden, den Alternativen interessieren, kann ich das Konzept der Gemeinwohlökonomie empfehlen. Ist ein nettes Modell mit sehr vielen guten Ansätzen, aber was die Umsetzung angeht, bin ich auch eher pessimistisch.
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    Mia im Zelt reagierte auf TappsiTörtel in Hikers for Future   
    OT: Ich sehe das extrem pessimistisch ... fast 8 Milliarden Menschen (Tendenz steigend, selbst ich werde wohl noch 10 Milliarden erleben) labern seit Jahrzehnten drüber ohne was zu verändern, stop, nein, Veränderungs ist da, Energieverbrauch, Flächenverbrauch, Ressourcenverbrauch steigt und steigt und steigt ... trotz des Gelabers ... also warum weiter drüber labern, eh alles scheinheilig, auch wir hier, denn wir verbrauchen Plastik ohne Ende um immer noch weitere 100g einzusparen ... da ist nix nachhaltiges am Wandern !
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    Mia im Zelt reagierte auf michibo in Hikers for Future   
    OT:
    Ich begrüße jedes Engagement für Klimaschutz, gleichzeitig teile den Pessismus.
    Die Wurzel des Problems ist unsere ökonomische Grundordnung. Wenn wir ins Soll kommen möchten, muss es einen fundamentalen wirtschaftlichen Umbruch geben. Wir müssen unseren Fleischkonsum drastisch reduzieren, brauchen eine Verkehrswende um 180 Grad, müssen unser Konsumverhalten und unseren Lebensstil völlig umstellen. Unser Verständnis von der Rolle des Staates müsste komplett neu interpretiert werden. Viele Deutsche gehen schon gegen die Decke, wenn es darum geht ein Tempolimit auf der Autobahn einzuführen. Und Corona zeigt, wie zäh und ineffektiv Krisenmanagement in einem förderalen System funktioniert. Und wenn wir es auf nationaler Ebene nicht gebacken bekommen, wie soll es auf multilateraler Ebene klappen? Weder Deutschland, noch die USA oder China werden einen Rückgang ihres BIP in Kauf nehmen. Erinnert ihr euch noch an die Finanzkrise 2008/2009? Man hat es damals kommen sehen, man hat nichts unternommen und man hat das Ding gegen die Wand gefahren. Genau so wird es mit der Klimakrise passieren. Wir werden das Ding höchstwahrscheinlich gegen die Wand fahren, wir sind dem einfach nicht gewachsen.
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